Stubien si e, und blos ein Amendement vorgeschlagen * Sweiign faten zanch. von der Regierung im Einvernehmen mit 2 und dem Cassationshofe vorzunehmende Publizirung e Prüfungs⸗Programme und eine Berichterstattung der Prüfungs⸗ Juries über die Resultate der Prüfungen bezweckte, wurde die Dis⸗ kussion von neuem vertagt.
Brüssel, 28. März. Die Königin hat sich vorgestern früh bei günstigem Winde zu Ostende nach London eingeschifft, und der Aönig war Nachmittags wieder im Schloß von Laeken zurück. Prinz Albrecht, der Gemahl der Königin von England, wird heute Abend in Ostende erwartet und morgen Mittag vom Könige in Mecheln begrüßt werden. Man versichert, daß Se. Majestät den Prinzen, der sich nach Koburg begiebt, bis Köln begleiten werde.
Dem Senate ging gestern eine Königliche Mittheilung zu, wo⸗ durch Herr von Bavay, General⸗Secretair im Ministerium der öf⸗ fentlichen Bauten, dem mit diesem Departement beauftragten Minister (Herrn Dechamps) zur Vertheidigung seines Budgets, über welches gestern der Senat zu berathen angefangen, als Königlicher Commissair beigegeben wird. 8 d.
Man bemerkt, daß der offizielle Moniteur in seinen Berichten über die Kammer⸗Sitzungen Herrn Dechamps noch immer als Minister bezeichnet, wiewohl derselbe nicht mehr auf der Ministerbank sitzt. Dies erklärt sich dadurch, daß der König die Entlassung des Herrn Dechamps noch nicht angenommen hat. 11X1X“X“
Spanien. “
8 Madrid, 20. März. (F. J.) Herr Bulwer, der britische Botschafter in Madrid, erhob vor kurzem bei dem spanischen Ministe⸗ rium lebhafte Beschwerde über die heftigen und verleumderischen Ar⸗ tikel, welche in letzterer Zeit von den madrider Journalen, die gegen⸗ wärtig wieder sämmtlich unter Censur stehen, über England veröffent⸗ licht worden sind. Es wurde hierauf von dem Ministerium des Innern der Befehl ertheilt, einer Wiederholung solchen Verfahrens von Sei⸗ ten dieser Blätter vorzubeugen. Herr Bulwer überreichte bald darauf dem Kabinet in Madrid eine neue Beschwerde, worin er die spanische Regierung aufforderte, verschiedene Handlungen mehrerer ihrer Beamten zu desavoui⸗ ren und ihm, dem britischen Botschafter, volle Genugthuung zu geben für schmähende Aeußerungen, welche von ihnen über das von ihm repräsentirte Land gemacht worden seien. Es hatten nämlich unmit⸗ telbar nach dem Ausbruche der Insurrection von Alicante und Car⸗ tagena die meisten politischen Chefs in Spanien Proclamationen er⸗ lassen, um ihren Entschluß, mit aller Strenge gegen etwaige Ruhe⸗ störungsversuche zu verfahren, kundzugeben, und die Anhänger der Regierung zur Bewährung unerschütterlicher Energie zu ermahnen; in einigen dieser Proclamationen war dabei ausgesprochen worden, daß der Aufstand von Alicante und Cartagena das Ergebniß briti⸗ scher Intriguen sei, und der politische Chef und einige Andere führ⸗ ten sogar an, sie hätten Mittheilungen darüber erhalten, daß den In⸗ surgenten britisches Gold zugekommen wäre. Herr Bulwer säumte nicht, das madrider Kabinet aufzufordern, es möge dieser Behauptung wi⸗ dersprechen und den Beamten, welche sich dieselbe erlaubt hatten, einen Verweis ertheilen. Ob die von dem britischen Botschafter in seiner Vorstellung geführte Sprache der Art gewesen, daß sie kein Zaudern von Seiten des spanischen Kabinets zuließ, oder ob die bloße Hin⸗ weisung auf jenen Vorfall genügte, um die spanische Regierung von der Schicklichkeit zu überzeugen, solchem Benehmen von Seiten ihrer Agenten sofort Einhalt zu thun, ist nicht bekannt. Der britische Bot⸗ schafter erreichte indeß, was er beabsichtigte; denn das Ministerium erließ nachstehendes Cirkular an sämmtliche politische Chefs:
„Die Königin, welche vernommen, daß einige politische Chefs in ihren veröffentlichten Reden und Adressen bei Gelegenheit der Insurrection von Alicante und Cartagena auf die britische Nation angespielt haben, hat zu befehlen geruht, daß Sie sorglich darauf achten, in Ihren administrativen
Dokumenten auch nicht die entfernteste Anspielung direkt oder indirekt auf auswärtige Mächte zu machen; denn solche Beschuldigungen, auf vage und unzuverlässige Gerüchte hin ausgestreut, sind geeignet, die freundschaftlichen Beziehungen, welche Ihre Majestat mit ihren erlauchten Alliirten vereinigen, zu kompromittiren, den Gang der Regierung in ihren politischen und interna tionalen Verhältnissen zu behindern und im Volke Antipathie und Haß zu wecken, welche der Civilisation und den allgemeinen Interessen zuwider sind. Dieser Königl. Befehl wird Ihnen zur Nachachtung übersandt. Peslaflorida.“
858 Madrid, 21. März. Am 18ten gegen Abend traf die Königin Christine in Albacete ein. Dort empfing sie ein Schreiben ihrer Tochter, der regierenden Königin, in welchem diese auf das drin⸗ gendste den Wunsch ausdrückte, daß ihre erlauchte Mutter die Reise bis Aranjuez so viel wie möglich beschleunigen möchte. Zu diesem Behuf hat die Königin Isabella verschiedene Postzüge auf der Land⸗ straße bis Quintanar aufstellen lassen, und die Königin Christine hat ihre Reise um einen Tag beschleunigt, so daß sie die vorige Nacht in Quintanar zubrachte und diesen Nachmittag in Aranjuez zubringen wird. Eine Compagnie Ingenieurs ging vor einigen Tagen von hier nach Aranjuez ab, um auf dem von dort nach Ocasia führenden Wege ein prachtvolles Zelt aufzuschlagen, unter welchem die Königin Chri⸗ stine ihre erlauchten Tochter umarmen wird.
Gestern sind über 500 Wagen mit Personen aus den höheren Ständen von hier nach Aranjuez abgegangen, wo sich jetzt auch der französische Botschafter, so wie der englische Gesandte, befinden.
Sämmtliche Minister sind ebenfalls dort, und sogar einige esparte⸗ ristische Generale, wie Don Juan Van Halen, die beiden San Mi⸗ guel, Carratala, zeigen sich in Aranjuez, und geben als ihre Absicht
zu erkennen, sich der Königin Christine vorstellen zu wollen.
Uebermorgen, um 11 Uhr Vormittags, wird die Königin Isa⸗ bella hier eintreffen, um im Königlichen Schlosse die Ankunft ihrer erlauchten Mutter abzuwarten. Diese wird, so viel verlautet, eben⸗ falls übermorgen Nachmittags hier ihren feierlichen Einzug halten. Die zu diesem Behufe getroffenen Anstalten werden mit der größten Thätigkeit beschleunigt. Am Thore von Atocha, durch welches die Königin einziehen wird, ist ein großes Amphitheater angebracht, das von besonders begünstigten Personen eingenommen werden soll, welche die heimkehrende Verbannte zuerst zu begrüßen wünschen. Vor dem an der Alcalastraße belegenen, vormals von Espartero bewohnten Palaste Buena Vista, den jetzt der Artillerie⸗Park einnimmt, haben die Artilleristen ein mit runden Thürmen, Zinnen und anderen Be⸗ standtheilen der Befestigungskunst des Mittelalters versehenes Kastell
erbaut, das Abends glänzend erleuchtet werden soll. Viele andere öffentliche Gebäude sind ebenfalls festlich ausgeschmückt.
N. S. Diesen Nachmittag von 3 bis 4 Uhr verkündete ein un unterbrochener von den Höhen des Buen Retiro erschallender Kano⸗ -5-7 daß die Königin Christine einige Minuten zuvor an der Nachtic are lauchten Töchter in Aranjuez angelangt war. Diese sen Abend urch den Tele raphen hierher befördert worden. Die⸗ für jete nichcehren wir, daß die Königin Christine erklärt hat, sich var et diesen 8 Fren Töchtern trennen zu wollen, so daß wir er⸗ Die An rgen gemeinschaftlich hier eintreffen zu sehen.
e Anstalten zu ihrem Empfan d jer2 .
Unsere Nachrichten ause ie ge werden aufs eifrigste betrieben. us dem Lager vor Cartagena gehen bis zum
17ten. An diesem Tage macht . 1— en die Belagerten einen Ausfall, um die Truppen des Generals Roncali zu verhindern, an hahg,ae.
Punkten sich festzusetzen. Es enispann sich ein hartnäckiges Gefecht,
während dessen die Kastelle des Platzes ein anhaltendes Kanonenfeuer auf die Belagerer eröffneten. Diese erlitten einigen Verlust, trieben aber die Rebellen in die Festung zurück.
Der Graf Bomfim hielt sich noch am 13ten mit den durch einige Studenten von Coimbra verstärkten portugiesischen Rebellen in Almeida. Er war mit Geld in Ueberfluß versehen. Die Belagerer, 2000 Mann an der Zahl, jedoch ohne Artillerie, hielten sich eine Meile vom Platze entfernt und wollten, trotz der bei ihnen befind⸗ lichen spanischen Offiziere, nicht bis unter die Kanonen der Festung vorrücken. Der General⸗Capitain von Alt⸗Castilien hatte 4 Ba⸗ taillone, einige Kavallerie und 4 Kanonen bis hart an die portugie⸗ sische Gränze vorgeschoben.
11 Paris, 27. März. Die Regierung hat durch den Tele⸗ graphen Nachricht von der Ankunft der Königin Christine am 23sten zu Madrid, wo sie mit dem lebhaftesten Enthusiasmus empfangen worden ist.
Portugal.
X Lissabon, 17. März. Nur mit wenigen Worten melde ich Ihnen, daß die Festung Almeida bei Abgang der letzten Nachrichten von dort noch in der Gewalt der Insurgenten sich befand. Visconde de Fonte Nova berichtet in seiner neuesten Depesche, daß er nur die Ankunft der Brigade des Visconde de Vallongo abwarte, um anzu⸗ greifen, und daß bereits ein Theil der von Porto ihm geschickten Ar⸗ tillerie bei ihm angekommen war. Auch sollen einige Soldaten der Garnison des Platzes sich bei ihm eingestellt haben und die nahe Uebergabe desselben gewiß sein, da es den Insurgenten an Wider⸗ standsmitteln fehle. Leichte Kolonnen unter der Führung tüchtiger Offiziere durchstreifen das Land, besonders in den Distrikten, wo, wie zu Coimbra, die Rebellion das Haupt zu erheben gewagt hat, um das Vertrauen und den Muth der friedlichen und gutgesinnten Ein⸗ wohner aufrecht zu halten. Aber daß einige Guerillas⸗Banden da und dort bestehen, scheint gewiß.
Henmnbahnen.
Breslau, 28. März. (Br. Z.) Auf der Oberschlesischen Eisenbahn hat sich am gestrigen Abend bei der letzten Fahrt, so viel uns bekannt geworden, zwischen Löwen und Oppeln, ein Vorfall er⸗ eignet, der gewiß von der Direction, zur Vermeidung falscher Ge⸗ rüchte, öffentlich näher beleuchtet werden wird. Bald nach dem Ab⸗ gange des letzten Zuges von Löwen nach Oppeln ging die Lokomotive und nach ihr sämmtliche Waggons über einen ziemlich hohen Gegen⸗ stand hinweg, wodurch der ganze Zug einen bedeutenden Stoß er⸗ hielt. Sogleich wurde angehalten und das Hinderniß einer Unter⸗ suchung unterzogen. Bei dieser fand sich zwischen und auf den Schienen eine ziemlich bedeutende Erhöhung und bei genauerer Re⸗ cherche ein in einen Mantel gehüllter, mit Staub überdeckter Leich⸗ nam. Der ganze Zug war über die Arme des Verunglückten weg⸗ gegangen, der Kopf aber fand sich, vom Rumpfe getrennt, etwa 100 Schritt rückwärts. Ob der Verunglückte durch das Ueberfahren auf der Bahn sein Leben verloren oder auf andere Art, und ob er nicht etwa, zur Verdunkelung eines Verbrechens, schon als Leiche auf den Schienenweg gebracht worden, ist noch nicht festgestellt.
Aus der Grafschaft Mark, 26. März. (E. Z.) Es bildet sich hier ein Comité Behufs Anlegung einer Pferde⸗Eisenbahn nach Siegen, längs der Vollme und zur Seite der projektirten Kunst⸗ Straße.
Bonn, 27. März. (K. Z.) Sicherem Vernehmen nach, hat das in Bonn bestehende Comité zur Herstellung einer Eisenbahn von Bonn nach Koblenz den Beschluß gefaßt, die Actionaire der Bonn⸗ Kölner Eisenbahn für den gleichen Betrag ihres Antheils an letzte⸗ rem Unternehmen bei diesem neuen Projekt unverkürzt zu betheiligen. Wir können diese billige Rücksicht nur lobend anerkennen.
Berlin- Frankfurter Eisenbahn.
In der Woche vom 24. bis 30. März 1844 sind aul
Frankfurter Eisenbahn 3489 Perzonen befördert worden.
der Berlin-
Handels- und Börsen-Uachrichten.
Berlin, 1. April. Die meisten Geschäfte wurden in denjenigen Actien gemacht, welche bei der heutigen Liquidation resp. noch zu liefern und zu empfangen waren. Im Ganzen war die Stimmung eine günstige. Rheinische und Gloggnitzer Actien schlossen höher.
* Königsberg, 26. März. Der sich immer gleichbleibende Zustand der englischen Kornmärkte, denn so muß man die Bewegung von 122 Sh. Steigen und Fallen der Preise nennen, die sich seit fünf Monaten für Weizen zwischen 37 a 40 Sh. pro Quarter bekundet, scheint der Muth der Spekulanten gebrochen, die großen Erwartungen von dem Frühjahr⸗Geschäft herabgestimmt und einen leidlichen Rückzug wünschenswerth gemacht zu haben. In voriger Woche wurde mehr Weizen angetragen und die Forderungen etwas ermäßigt, doch lonnten nur circa 100 Last feine hochbunte 131 pfd. Qualität zu 375 Fl. und 60 Last bunter 126./127 pfd. aà 350 Fl. Käufer finden. Guter 126 pfd. rother wurde au 330 Fl. erlassen, es ist aber kein Verkauf bekannt geworden. Ein weiterer Rückschritt der Preise ist vorläufig nicht zu erwarten, weil die jetzigen mit den englischen „frei am Bord“ Notirungen quadriren und Verkäufe dazu noch zu ma⸗ chen sind.
Gerste behauptet sich und ist unter den Notirungen nicht anzukommen.
Mit Roggen war es stiller, es war aber auch nicht billiger zu kaufen.
Hülsenfrüchte sind wieder etwas höher. Umgang.
Leinsaat fast ohne
Hafer ohne Frage. Von rother Kleesaat treffen reichlichere Zufuh⸗ ren ein, die Kauflust ist aber schwach, denn man will hauptsächlich feinste Saat haben, die sich nur bei Kleinigkeiten findet.
Thimotheesaat wird auf 3 Sgr. pro Pfund gehalten; man bietet aber nur 2⅛ Sgr. Spiritus findet leicht Absatz und muß etwas höher bezahlt werden; es stehen übrigens vor Schluß der Brennereien noch große Zu⸗ suhren in Aussicht, deren Werth der künftige Bedarf bestimmen wird. Jedenfalls ist der jetzige Preis noch niedrig, und deren Werth der künftige Bedarf bestimmen wird. 1
Wir hatten in voriger Woche wieder 11 — 414° Réaumur Frost und Schneefall. In Frachten ist keine Veränderung, doch sind in Holland gegen 40 Schiffe, um hier zu laden, zu 20 und 1 Fl. pro Roggenlast genommen worden und zum Theil abgegangen. 1
Das ganze Geschäft scheint in einer Uebergangsperiode sich zu befinden und eine gewisse Unsicherheit, in dem was man will, ist augenscheinlich, und wo der Entschluß fehlt, muß Stillstund vorwalten. — Die plötzlich einge⸗ tretene Speculation in Kaffee und anderen Kolonialwaaren, die großen Um⸗ sätze in Baumwolle, die Bewegung in Wolle hemmen augenblicklich den Getraide⸗Verkehr und besonders die Speculation darin.
Wir notiren: Weizen, weißer 132 pfünd. 395 a 410 Fl., hochbunter 130/131 pfünd. 375 a 380 Fl., bunter 130pfünd. 350 a 360 Fl., rother 120/129 pfünd. 330 a 350 Fl.
Roggen 118/120 pfünd. 195 a 200 Fl., frischer 120 pfünd. 190 a 195 Fl.
Gerste, große, 110 pfünd. 200 Fl., kleine, 103/104 pfünd. 170 a 175 Fl.
Hafer 73/75 pfünd. 100 a 105 Fl.
Erbsen, weiße neue, 220 a 225 Fl., graue 200 a 240 Fl., nach Qualität und Größe.
Wicken 195 a 200 Fl. und Bohnen 210 a 215 Fl.
Rappsaat 480 Fl. Winterrübsen 460 Fl. Leinsaat
18 En nN n926 A. ha. mmg.
Fllachs, drojaner Kron 10 ½ Fl., oberländer Kron 9 ½ J. Hanf, Reinlagen 9 a 10 ¾ Fl., Schnittlagen 8 ½ a 9 Fl. 219, Lichtentalg 12 ½ Fl., Seifentalg 11 ¾ Fl. pro Stein von 33 Psund
Kleesaat, rothe 3 ½ a 4 Sgr., alte 2 ½ Sgr., weiße 5 ½ a 5 ¾ Sgr.
Thimotheesaat, neue, 2 ½¼ a 3 Sgr. p. Pfd. Häute. Ochsenhäute 18/2 4pfd. 7 ½ Sgr., 24./32pfd. 7 Sgr., Kuh⸗
häute 10/13 pfd. 8 Sgr., 14/18pfd. 7½ a 7 ⅞ Sgr.
Felle. Fleischerfelle 18./30 pfd. p. Decher 9 ½ Sgr., ohne Köpfe 15 /22 pfd. p. Decher 10 ½ Sgr. p. Pfd. Schaffelle 55 a 65 Rthlr. p. 100 Stück.
Oele. Russisch Hanföl 14 Rthlr., Rüböl 10 ½ Rihlr., Leinöl 10 Rthlr. p. Ctr.
Spiritus p. 9600 % 9 ½ Rthlr. zum Transit. 8
Pottasche, Kron 80 Fl., NXB. 70 Fl., Brack 65 Fl. p. Schffpfd.
Matten, bastene, 20 Sgr. p. 5 Stück. London 3 M. 203 ¼. Amsterdam 71 T. 100 ½. 9 W. 44 ½¼. Berlin 2 M. 99 ¼.
Paris, 27. März. Die Börse stellte sich heute von ihrem gestrigen Schrecken wieder her. Es war das Gerücht allgemein verbreitet, zwei Drittheile der Mitglieder der Budgets⸗Kommission hätten sich gegen die Konvertirung der Zproc. Rente erklärt. In Eisenbahn⸗Actien fanden an- sehnliche Geschäfte statt, insbesondere in Straßburg⸗Baselern, die sich trotz der Manöver englischer Kapitalisten, den Cours zu drücken, um dieses Effekt zu wohlfeilem Preise an sich zu bringen, auf ihrer Höhe behaupteten. Die noch nicht ausgegebenen Paris⸗Straßburger Effekten (von der Compagnie Ganneron) waren mit einem Agio von 2 Ct. begehrt. In fremden Fonds fand wenig Umsatz statt. Nach der Börse, um 4 ½ Uhr, wurde von einigen Personen behauptet, die Opposition werde, um dem Ministern —Schwierig keiten zu bereiten, beantragen, daß der noch übrige Theil des Anlehens dazu benutzt werde, die Konvertirung der Sproc. Rente zu sichern.
London, 25. März. Getraide⸗Markt. (B. H.) Die Frage für englischen Weizen war sehr flau, und um Verkänfe zu bewerkstelligen, muß⸗ ten die Faktors sich 1 a 2 Sh. niedrigere Preise gefallen lassen. Ebenfalls war fremder Weizen, sowohl freier als Bond⸗, 2 Sh. niedriger als am vorigen Montag. Feinste Malzgerste holte völlig die Notirungen voriger Woche. Mahl⸗ und Destillirsorten 1 niedriger, so auch Malz. Hafer ge⸗ drückt und unverändert. Bohnen und Erbsen stationair. Mehl neigt sich zum Weichen.
Sel11in ae r B 5 rn Den 1. April 1844.
Pr. Cour. 8 8 Pr. gi delten..* b 1 Brief. Geld. Brief. Geld. Gem.
Hamburg
S e&.
. Vour. Fonds. 8 85
Brl. Pots. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Mgd. Lpz. Eisenb. do. do. Prior. Obl.₰ Brl. Anh. Eisenb. — do. do. Prior. Obl.]*
100¼ 100 1033 191½
103 ¼
St. Schuld-Sch. 2 Pr. Engl. 0bl. 30. 4 — Präm Sch.d. Sech. — 89 ½ Kur- u. Neumärk. Schuldverschr. 3 99 ¼ Berl. Stadt-0bl. 3 ½ 100 Danz. do. in Th. 41466 Westpr. Pfandhbr. 6
Grossh. Pos. do.
103 Düss. Elb. Eisenb. — do. do. Prior. Obl. 99 ¼ 99 ¼ Rhbein. Eisenb. 89 do. do. Prior. Obl.
do. v. Staat garant. 3 ½
Brl. Frankf. Eisb. 5
do. do. Prior. Obl.⸗
0 b.-Schles. Eisb. 4
103 ½ do. do. 372 — Ostpr. Pfandbr. 3 ½⅔ — 100„ 100¼ . 100¾ dso. Lt. B. v. eingez. — — B.-St. E. Lt. A u. B
13 ⁄h,13 ½ [bM1agd.-Halbst. E. 1
Pomm. do. Schlesische do.
Gold al marco.
Kur- u. Neum. . 2
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Disconto.
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2 ³½4 Bresl-Schweidn.-
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Auswärtige Börsen.
Amsterda m, 28. März. Niederl. wirkl. Sch. 57 ¼. 5 % do. 99 8 5 % Span. 21 ⅞. 3 % do. 36 . Pass. 6 ½. Ausg. —. Ziusl. 7 22* Sch. —. Pol. —. Oesterr. 109 ½. 4 % Russ. Hope 90 ½.
Antwerpen, 27. März. Zinsl. —. Neue Aul. 21 9½.
Frankfurt a. M., 29. März. 5 % Met. II4. Bank-Actien 2015. Bayr. Bank-Actien 691 G. Hope 90 ½. Stiegl. 90 ½. Iot. 57 2 Poln. 300 Fl. 9⁴½ G. do. 590 Fl. 99 ⅛. do. 200 Fl. 32 ½ G.
IHIam b urg, 30. März. Bank-Actien 1680 Br. Engl. Russ. 113 ½ L
London, 26. März. Cons. 3 % 98 ⅛. Belg. 104. Neue Anul. 25 ⅞. Pas- sive 6 ¼. Ausg. Sch. 15. 2 ½ % IIoll. 57 ½. 5 % do. 101 ½. Neue Port. 45 ½. Engl. Russ. 117. Bras. 82. Chili 10 1. Colamb. —. Mex. 36 ½⅛. Peru 30.
Paris , 27. März. 5 % Rente En cour. 121. 70. 3 % Rente fin cour. 82. 95 5 % Neapl. au compt. 101. 90. 5 % Span. Rente 33 5. Pass. —.
Wien, 29. März. 5 % Met. II11 ½. 4 % 101. 3 % 77 ½. Anl. de 1834 149 ½. de 1839 131¹8%. Bank-Actien 1636. Nordb. 146 ½. 110 ⁄., Mail. 109 ½. Livorn. 102 ½. Pesth. 104 ½.
Preuss. Pr.
24 % —. Gloggn.
Königliche Schauspiele
Dienstag, 2. April. Czaar und Zimmermann, komische Oper in 3 Akten, mit Ballet. Musik von Lortzing.
Im Konzertsaale: Faute de s'entendre, comédie en 4 acte 2) Quand lamour s'en va, vaudeville en 1 acte. 3) Un Mon sieur et une Dame, vaudeville en 1 acte.
Mittwoch, 3. April. Heinrich IV. Erster Theil, Schauspiel in 5 Abth., nach A. W. Schlegel's Uebersetzung für die Bühne bear⸗ beitet von Fr. Baron de la Motte Fouqué. (Neu einstudirt.) (Herr Döring: Fallstaf, als Gastrolle.)
Donnerstag, 4. April.
Freitag 5. April.
Kein Schauspiel. onnabend, 6. April.]
Rönigsstädtisches Theater.
Dienstag, 2. April. Doktor Faust's Zauberkäppchen, oder: Die Herberge im Walde. Posse mit Gesang in 3 Akten, von Fr. Hopp. (Mad. Hellwig, Königlich sächsische Hof-⸗Schauspielerin: Waltraud, als Gastrolle.) Hierauf: Vorstellung von Professor Döbler's opti⸗ schen Nebelbildern. 1) Das Schloß und die Stadt Itri in Italien. 2) Der äußere Burgplatz in Wien. 3) Der Saal der Fünfhundert im Dogen⸗Palast zu Venedig. 4) Die Kirche St. Maria und der Tempel der Vesta in Cosmedien. 5) Eine Seeansicht bei Edinburg (bei Mondbeleuchtung). 6) Parga Albania in der europäischen Türkei. 7) Das Innere der Hof⸗Kirche in München. n— shan in China. 9) Die Bergstraße von Romelio in der europäischen Türkei. 10) Aeußere Ansicht der St. Agnes Kirche in Rom. 11) Die Kirche zum heiligen Grabe in Jerusalem. 12) Stolzenfels am Rhein. 13) Ländliche Ansicht bei Winter⸗ und Sommerzeit. 14) Ein Segelschiff bei Tag⸗ und Mondbeleuchtung. Zum Schluß: Teufeleien. Optischer Scherz in 16 Schattenbildern.
Mittwoch, 3. April. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) II Giura- mento. Hierauf: Vorletzte Vorstellung von Professor Döbler's optischen Nebelbildern. 1
Freitag, 5. April. Stabat mater, großes Oratorium, von Rossini, ausgeführt von sämmtlichen italienischen Opern⸗Mitgliedern und mit verstärkten Chören.
Da das Orchester auf der Bühne ist, so sind die Plätze im Orchester zum Verkauf gestellt.
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. *
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei. bs A6A6“ 8
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113/114 pfünd. 320 a 300 Fl. nach Qualität pro Last von 56 ¾ Scheff.
8) Hin⸗kan⸗
Zur Statistik des franz. Rekrutirungswesens.
1““
ilage zur Allgemeinen Preußischen Zeitung.
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Oesterreichische Monarchie. Triest. Der Vladika von Montenegro. Frankreich. Paris. Vorschlag in Betreff der Abstimmungen in der Deputirten⸗Kammer. — Effektiv⸗Bestand der Armee. — Zustände auf den Marquesas. — Vermischtes. “
Z1“““ 8 Zur Statistik des französischen Rekrutirungswesens. “
Eisenbahnen. Briefe aus Dresden. (Leipzig⸗Dresdener Eisenbahn⸗ Compagnie.) — und Altenburg. (Die Bahn nach Gera.) — Paris. Empfehlung der atmosphärischen Triebkraft. — Schreiben aus Paris.
(Anerbieten der Herren Laffitte u. Comp.)
Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Hamburg. Marklbericht. — Kopenhagen. Veränderungen im Zoll⸗Tarif.
Triest, 20. März. (A. Z.) Der Vladika von Montenegro ist
gestern von Wien zurückgekehrt und gedenkt einige Wochen hier zu verweilen. Er hat in Wien ein illyrisches Gedicht: „Drei Tage in Triest“ drucken lassen, das sich sowohl durch Diction als echt poetische Gedanken vortheilhaft auszeichnet. Er besingt darin die Civilisation, das Meer, den Handel, die Schifffahrt, das gesellige Leben und wid met am Schlusse auch einige Verse der Tänzerin Fabri⸗Bretin, die, wie er sich ausdrückt, die Hölle in ein Paradies zu verwandeln vermag.
Fronkreich.
Paris, 26. März. Herr Monier de la Sizeranne hat auf das Bü⸗ reau des Präsidenten der Deputirten⸗Kammer folgenden Vorschlag zur
Abänderung des Art. 40 ihres Reglements niedergelegt: „Die Anwesen⸗
heit der Majorität der Deputirten ist nothwendig für die Gültigkeit der Abstimmungen der Kammer über das Ganze eines Gesetz⸗Entwurfs. Die Abstimmungen über die Artikel finden durch die Majorität der anwe⸗ senden Mitglieder statt, deren Minimum auf hundert bestimmt ist. Diese letztere Bestimmung findet auch Anwendung auf die Abstim⸗ mungen über die Petitionen.“
In diesem Jahre soll das westliche Uebungslager nicht wieder bei Thelin, sondern, nach Briefen aus Nantes, inmitten der Vendée, zwischen Nantes und Bourbon⸗Vendée, auf den ausgedehnten Ebenen, wo die Departements der Vendée und der unteren Loire an einander gränzen, errichtet werden. La Bouaine ist für diesen Zweck äußerst günstig gelegen; es befindet sich dieser Distrikt inmitten der Vendée, im Centrum des Landes, wo lange Zeit Charette kommandirte; dort fand im Jahre 1815 der letzte Kampf der Vendée gegen den Gene⸗ ral Lamarque statt. Dort erschien im Jahre 1832 die Herzogin von Berry, um die insurrectionelle Bewegung zu leiten, und dort fand das ernsteste Gefecht dieser Epoche statt.
Nach einem Bericht des Kriegs⸗Ministers, Marschall Soult, an den König war der Effektivstand der Armee im Jahre 1842 auf 433,000 Mann beschränkt worden; für 1843 wurde er, weil die Kam mer auf Ersparnisse im Militair-Etat gedrungen, um 73,360 Mann herabgesetzt; in Folge der verkürzten Bewilligungen des Budgets wurde die stehende Truppenmacht auf 359,640 Mann reduzirt; 75,000 davon stehen in Algerien.
Drei Millionen Francs sollen für dieses Jahr zum Bau der Festungswerke von Lyon angewiesen werden. „Man will“, sagt der Commerce, „das große Zeughaus von Perrache, den großen Wall graben von la Guillotiere und vorzüglich die wichtige Citadelle von Sainte⸗Foy, welche mit ihrem Feuer alle Stadttheile bestreichen kann, vollenden.”“
Das Journal des Débats bringt ein Schreiben vom 26. Okto⸗ ber 1813 aus der Bay Tajohae im Archipel der Marquesas⸗Inseln, welches eine Schilderung der Bewohner dieser Inselgruppe giebt. „Wer auf den Flügeln der Einbildungskraft auf diese Inseln gekom men wäre,“ heißt es darin, „forschend nach den naiven Insulanern des Weltumseglers Cook, oder nach Porter's stolzen Kriegern, oder nach Rousseau's Naturmenschen, der würde sich arg getäuscht sehen. Ihm würden Wilde begegnen, die besser französisch sprechen, als die Bauern im Morbihan, die europäisch gekleidet sind und ihre Cigarre rauchen; er würde mit arglosen Atalas zusammentreffen, die ihr Glas Cognac so unbefangen trinken, wie irgend eine der Löwinnen des Tages; sie würden in Thalgründen und an Wasserfällen die Re⸗ frains unserer beliebtesten Volkslieder hören, und in den Bam⸗ bushütten Menschenfresser erblicken, die sich die Zeit mit Kar tenspielen vertreiben. Was wird aus diesem Amalgam von Nach üffungen der Civilisation mit den ursprünglichen Sitten und Gebräuchen, aus der Mischung europäischer Laster mit Natur Instinkten, aus den oben tättowirten, unten behosten Insula nern, zuletzt als Gewinn hervorgehen zur Beglückung und wirk lichen Besserung der Race? Wer kann es wissen? Inzwischen haben die Kanakes (gemeinsamer Name für alle Polynesier) ihre gastfreund⸗ lichen Gewohnheiten schon jetzt ganz beiseitgeworfen und dafür das Grundaxiom des Handels: „Ich gebe, um zu empfangen,“ in ihre Moral aufgenommen. Kein Geld, keine Kokusnüsse! kein Geld, keine Bananen! (Pas moni, pPas cocos; pas moni, pas bananes;) ist eine Phrase, die man den Tag über hundert Mal hört, wenn man mehr auf die patriarchalischen Sitten als auf seinen Beutel gezählt hat. Ja selbst die Frauen, diese „bezaubernden Nym phen“ der Reisebeschreiber, haben sich die Formel ihrer Männer an⸗
geeignet.”“
mn, Paris, 23. März. Um die Debatten über das Rekruti⸗ rungs⸗Gesetz, welches der Erörterung der Deputirten⸗Kammer in die⸗ sem Augenblick vorliegt, zu beleuchten, hat so eben der Kriegs⸗Mi⸗ nister einen weitläuftigen Bericht über die Rekrutirung der Armee während des verflossenen Jahres der Kammer mitgetheilt, worin eine Menge statistischer Fakta zu finden sind, welche die bisherige Orga⸗ nisation der französischen Armee besser kennen lassen.
Nach dem angeführten Bericht des Kriegs⸗Ministers betrug die Zahl der militairpflichtigen Individuen aus der Altersklasse 1843 im Ganzen 301,474, wovon das Revisions⸗Comité 300,822 auf die Loosungs⸗Liste eintragen ließ. Davon sind 175,541 der Untersuchung des Conseils unter⸗ worfen worden, um das Kontingent zu bilden. Von diesen letzteren waren 2287 abwesend. Die Zahl der Individuen, die aus dem einen oder ande⸗ ren gesetzlichen Grunde vom Militairdienste befreit wurden, belief sich im Jahre 1843 auf 95,355, im vorhergehenden Jahre hingegen 90,487, folg⸗ lich 1132 Befreiungsfälle weniger als im Jahre 1842. Einige Befreiungs⸗
1) Wegen Mangel des vorgeschriebenen Militair⸗Längen⸗ maßes 1111 Fälle. Aelteste Brüder von Waisen 99 Söhne oder Enkel von Wittwen Söhne oder Enkel von 70jährigen oder blinden Aeltern 39 Jüngere Brüder von Blinden 25 Aelteste Brüder von zwei Brüdern, welche beide durch das Loos zum Militairdienst bestimmt wurden Brüder von Soldaten unter den Fahnen
Im Ganzen Dagegen haben zugenommen solgende Kategorieen:
1) Wegen Gebrechen ’. 812
2) Brüder von Soldaten, die im aktiven D ben, oder die reformirt oder entlassen worden sind . 248
1060 »„
So daß die eigentliche Verminderung der Befreiungsfälle, wie schon bemerkt wurde, beträgt 1132 Fälle. Die Regierung hat nicht ohne Bedauern wahrgenommen, daß die Zahl der Rekruten, welche wegen Gebrechlichkeiten entweder entlassen oder zeitwei⸗ lig beurlaubt wurden, jährlich in einem stärkeren Verhältniß zunahm. Der Kriegs⸗Minister hat unter solchen Umständen es für nöthig erachtet, den General-Inspeltoren der Rekrutirung eine größere Wachsamkeit einzuschär⸗ fen, und um den Rekruten so viel als möglich die Mittel zum Betruge hierin zu benehmen, wurde die völlige Entlassung solcher Individuen unter⸗ drückt. Die Präfekten erhielten die Weisung, diese Individuen durch den Revisions⸗Nath neuerdings untersuchen zu lassen; provisorisch wurden die⸗ selben in die Cadres der Reserve einverleibt.
Der Effektivstand der Armee am 1. Januar 1844 betrug 344,931 Sol⸗ daten und Unteroffiziere unter den Waffen. Darunter zählte man 85,872 Freiwillige, nämlich: .
Zugelassen vom Revi⸗“ 68,667 19,079, die schon früher gedient hatten, sions⸗Conseil 0,0077 49,588, die noch nicht gedient hatten⸗ Zugelassen vom Regi⸗ 17,205 12,026, die schon früher gedient hatten, ments⸗Kommando 1200 , 5,179, die noch nicht gedient hatten. 85,8è72 85,872.
Die durch das Gesetz vom 16. Juni 1842 ausgehobenen 80,000 Re⸗ kruten wurden folgendermaßen auf die See⸗ und Land Armee vertheilt:
4. Marine. Marine⸗Infanterie⸗Regimenter Matrosen
1,300 1,000 290 „% 4 3 Land Nrmee. „ Infanterie 1669ö’’’ “ JE“ 13,205 0 0e“ 86,990 Geniewesen 3,618 ) Feld⸗Equipagen 1,114 Handwerker 963 300 Zusammen —80,000 Dem Matrosendienst wurden ausschließend solche Militairpflichtige zu⸗ getheilt, welche in den Küsten⸗Kantonen ausgehoben worden waren. In Betreff der übrigen Marine⸗Corps wurde deren Ergänzung, wie in den vor⸗ hergehenden Jahren, durch Rekruten aus allen Kantonen des Reiches nach Bedürfniß besorgt. 1 In Rücksicht der intellektuellen Bildung zerfallen die Individnen, welche auf der Conscriptions⸗Liste erhalten worden sind, in folgende Kategorieen: Io813.
1) Individuen, welche lesen und schreiben konnten 159,226 oder 52,93 ℳ. welche blos lesen konnten 11,848 » 3,94 »“ des Lesens und Schreibens un⸗
kundig deren Bildung nicht verifizirt wer⸗ den konnte
2,590
77,410
121,689 » 40,45 »
8,050 5„ 2,68 » 300,822 oder 100,00 %%.
Zusammen. .. 1 3 Sö883
iste Kategorie 5 %.
7. 2 3,90 »
te . 24* 41,82 »
Ate . 4* 2,58 »
Zusammen. 300,717 oder 100,00 Ih.
Was die Individuen anbelangt, welche wirklich zum Kontingent ge⸗
schlagen wurden, erhält man folgende Parallele: .
Ab1 82
1) Des Lesens und Schreibens kundig .. ...... 2) Nur des Lesens kundig
3) Des Lesens und Schreibens gleich unkundig
4) Deren Bildung nicht verifizirt werden konnte
Zusammen...
44,102 oder 2,799 „
79,944 oder 100,00 ℳ.
iste Kategorie . 43,269 » 2te 3,008 Ite . 30,964
Zusammen 779,908 oder 100,00 T7. Woraus es sich ergiebt, daß die jungen Soldaten des Kontingentes von 1843, welche lesen und schreiben oder wenigstens besen konnten, im Ver haac. zu jenen aus der Altersklasse von 1842, um 1,45 %ℳ) zahlreicher vwaren. Es wurden am 1. April 1842 von den im Inlande verwendeten Trup⸗ pen 42,411 Unteroffiziere und Soldaten zeitlich beurlaubt und am 31. De zember desselben Jahres verabschiedet und zur Reserve geschlagen. 3347 junge Soldaten aus der Klasse von 1835, welche noch nicht zum aktiven Dienste verwendet worden waren, wurden ebenfalls verabschiedet, so daß die am 31. Dezember 1842 verabschiedeten Soldaten der inneren Land⸗Armee ee“ 45,758 Mann. Von der Armee in 2 abschiedeet....
13,708 » 1 Total.. 59,400 Mann. In Folge der angeführten gänzlichen Abschiede aus dem Militairdienst be⸗ trug die französische Reserve⸗Armee im Jahre 1843 nur 47,929 Mann.
Im Vergleiche zum Jahre 1842 bietet das Jahr 1843 eine Vermeh⸗
rung von 490 neuen freiwilligen Capitulationen, wovon 316 Unteroffiziere und 180 Soldaten. Die Gesammtzahl der neuen Capitulationen im Jahre 1843 betrug 4795; wovon 2761 Unteroffiziere und 1538 Gefreite und Soldaten. Darunter haben sich 3925 Mann auf zwei oder drei Jahre und 872 Mann auf vier oder fünf Jahre neu anwerben lassen. Nach den bestehenden Gesetzen sollen militairpflichtige Individuen, welche durch Betrug erwirken, daß sie nicht auf den Conseriptions Listen eingeschrieben werden, mit einem Monat Gefängniß bestraft und am ersten zum effektiven Kontingent geschlagen werden. Zu dieser Kategorie gehörten im Jahre 1843 nur 3 Individuen, wovon 2, vor Gericht gezo⸗ gen, verurtheilt wurden.
Von 71,536 Rekruten, welche im Jahre 1842 zu den Waffen gerufen wurden, stellten sich 751 nicht ein, deren Namen auf der Consecriptions⸗Liste standen und durch das Loos zum Militairdienste bestimmt worden waren, also 1,04 %. Im Jahre 1843 betrug deren Zahl nur 604 bei einer Mili⸗ tair⸗Aushebung von 71,536 Mann.
88 Die Anwendung des Art. 4t, welcher die böswillige, vorsetzliche Un⸗
fähigkeit zum Militairdienste bestraft, hat nachstehende Resultate dargeboten:
Zahl der
Verurtheilten, 78
S1ö weees ö’ 1843 94 43 51
Im ersten der beiden Jahre waren 15 Civil⸗Aerzte als Mitschuldige bestraft worden; im Jahre 1843 hingegen ist kein einziger Arzt zur Ver⸗
„
Kategorieen haben im Jahre 1843 merklich abgenommen, nämlicht
antwortung gezogen worden.
Am 1. Januar 1843 befanden sich unter den Waffen 8020 Soldaten, deren Dienstzeit um die Zeit vermehrt worden war, welche sie in Folge eines gefällten Urtheils im Gefängnisse zugebracht hatten; 3573 Mann da-⸗ von gehören den sogenannten Disziplinar⸗Compagnieen, so wie den leichten Infanterie⸗Bataillons von Algerien an, welche mit solchen Soldaten er⸗ gänzt werden, die zu einer schwereren Zuchthausstrafe als jener des dreimo⸗
natlichen Gefängnisses verurtheilt wurden. Es sind im Jahre 1842 wegen Betrug beim Remplacement 87 Indi⸗
viduen bestraft worden. Im Jahre 1843 dagegen ergaben sich nur 61 solcher
Fälle, wovon 17 keine andere Strafe als die Nullität des Remplacements zur Folge hatten. Dagegen hatten zwei öffentliche Beamten, die berufen waren, an den Operationen der Rekrutirung Theil zu nehmen, sich der Amts⸗ Veruntreuung schuldig gemacht und sind demgemäß auch verurtheilt worden. Im Ganzen betrug die Zahl der gerichtlichen Prozesse in Rekrutirungs⸗Angele⸗ genheiten, welche im Jahre 1842 auf 332 sich erhoben, im Jahre 1843 nur fer⸗ wovon 54 noch nicht erledigt sind und 80 die Freisprechung zur Folge hatten.
Die jungen Soldaten, welche unter den Waffen stehen, erhalten, in⸗ soweit es der ordentliche Dienst erlaubt, einen regelmäßigen besonderen Ele⸗ mentar-Unterricht. In dieser Beziehung bemerkt man bei allen Regimentern einen täglich mehr zunehmenden Fortschritt.
Die Zahl der Soldaten, welche während des Jahres 1843 die Regi⸗
giments⸗Schulen besuchten, beträgt 72,804 Mann, wovon 55,428 den Ele⸗ FS-e. Unterricht der 1sten Klasse, 17,370 den Unterricht der 2ten Klasse enossen. Aus den angeführten statistischen Notizen geht hervor, sagt der Kriegs⸗ Minister in seinem Bericht, daß das Rekrutirungs⸗Besetz überall eine regel⸗ mäßige und redliche Ausführung erhält, und daß die Bevölkerung sich täg⸗ lich besser an die Folgen desselben gewöhnt.
Nichtsdestoweniger muß man gestehen, daß das bisherige Rekrutirungs⸗ Gesetz nicht allen Bedingungen und Bedürfnissen des Militairwesens ent⸗ sprechen kann, weshalb die Regierung es sich zur Pflicht machte, ein neues Rekrutirungs⸗Projekt der Prüfung der Kammer zu unterlegen, wel⸗ ches zum Zweck hat, die Wirksamkeit des Revisions⸗Conseils zu verbessern,
der Stellvertretung mehr Moralität zu verleihen, die Dienstzeit der Solda⸗ ten zu verlängern und die Verabschiedung derselben auf eine bestimmte Art, auf den 30. Juni jeden Jahres, festzusetzen.
*ℳ Dresden, 28. März. Die Compagnie der Leipzig⸗ Dresdener Eisenbahn hat in Folge der ihr gleich anfangs zugestan⸗ denen Konzessionen ein Vorzugsrecht auf die Erbauung der Bahn von Dresden bis zur böhmischen Gränze. In der nahe bevorstehen⸗ den General⸗Versammlung der Actionaire wird hoffentlich entschieden werden, ob man von diesem Vorrecht Gebrauch machen oder den Bau jenes Trakts der Regierung zu weiterer Maßnahme überlassen will. Es steht jedoch zu erwarten, daß die nächste General⸗Ver⸗ sammlung etwas stürmisch sein werde, indem die Actionaire ihr In⸗ teresse nicht gehörig wahrgenommen glauben und mancherlei Beschwerden fürwohlbegründet erachten. Eine in diesen Tagen hier erschienene anonyme Broschüre, betitelt: Wahret Euer Rechti Wahret Euer Geld! weist auf die vermeintliche Nothwendigkeit einer Abänderung der Statuten hin und sucht diese Nothwendigkeit näher zu beweisen. Die dafür angegebenen Gründe reduziren sich in der Hauptsache auf fol⸗ gende fünf Punkte: 1) dem Direktorium sei eine fast maß⸗ und schrankenlose Gewalt in die Hände gelegt; 2) es sei den dem Unter⸗ nehmen abgeneigten und feindlichen Elementen zu viel Einfluß gegeben. Welche Elemente hier eigentlich gemeint sind, ist mit Absicht nur flüchtig angedeutet und unklar; 3) das Rechnungswerk sei höchst man gelhaft, ungehörig und unbefriedigend, namentlich fehle die Aufstellung und vorauszugehende Bewilligung eines Ausgabe⸗Budgets; 4) die Wirksamkeit des Ausschusses bestehe nicht sowohl in einer Vertretung, als vielmehr in einer ungehörigen Bevormundung der Actien⸗Inhaber, und 5) die General⸗Versammlungen, die Berathungen der vollbefugten Eigenthümer der Bahn, wären zu einem leeren, nichtssagenden und ganz unwirksamen Formenwesen gemacht.
Schon hieraus erhellt, daß die Schrift eigentlich gegen das Di⸗ rektorium und den Ausschuß gerichtet ist. Beide werden verdächtigt, zu Gunsten jener feindlichen Elemente den Stand der Actien und den reinen Ertrag der Bahn möglichst niedrig zu halten, zu diesem Be⸗ huf einen Theil der Anlagskosten als Betriebs⸗Aufwand in Rechnung zu bringen und sich ein eigenmächtiges Gebahren mit dem Eigenthum der Actionaire zu erlauben. Hierauf ist nun der Antrag auf Ernen⸗ nung eines außerordentlichen Ausschusses zu Verbesserung und Ergän⸗ zung der Statuten gestellt. Auch wird zugleich die Beschränkung der bei der Eisenbahn bestehenden Wagenbau⸗Anstalt auf den eigenen Be⸗ darf, und die Aufhebung des sich jährlich auf 15,000 Rthir. belau⸗ fenden Centner⸗Groschens (eine Prämie für die Spediteure) in Vor⸗ schlag gebracht. *
Auf einem anderen Wege sind auch die Actionaire der Sächsisch⸗ Schlesischen Eisenbahn aufgefordert worden, ihr Interesse besser wahrzunehmen und auf mehrere Beschleunigung des Baues zu drin⸗ gen. Fast will uns scheinen, als ob sich gegen die unter dem Ein⸗ flusse der Regierung stehende Leitung und Verwaltung eine Oppost⸗ tion in der Absicht bilde, zu verhüten, daß das sociale Interesse der Theilhaber nicht staatlichen und politischen Zwecken nachgestellt werde.
** Altenburg, 29. März. (Eingesandt.) Zuerst in der Leipziger, dann in der Deutschen Allgemeinen Zeitung und aus dieser in der Ihrigen fand sich dieser Tage ein Artikel über das baldige Zustandekommen einer Eisenbahn von hier nach Gera. Der Original⸗Artikel in der Leipziger Zeitung enthielt noch eine Hin⸗ deutung, daß von den circa 700,000 Rthlr. betragenden Kosten 200,0000 Rthlr. mittelst Papiergeldes aufgebracht werden sollten. Wieweit das hiesige Gouvernement geneigt sei, an jener Bahn theil⸗ zunehmen, ob dasselbe gerade den jetzigen Zeitpunkt für geeignet halte, mit diesem Bahn⸗Projekt vorzuschreiten, ist uns unbekannt. Nur das scheint gewiß, daß keine Veranstaltung jetzt auf eine nahe Ausfüh⸗ rung deute. Wir würden indessen diese Bemerkung nicht gemacht haben, wenn wir es nicht im Namen der Altenburger für gerecht er⸗ achteten, den Gedanken, ³ der Kosten mit Papiergeld zu bestreiten, nicht als diesseitiges Eigenthum zu bezeichnen. v“
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Paris, 26. März. Das atmosphärische Eisenbahn⸗System wird im Journal des Debats sehr anempfohlen. Nach dem Be⸗ richt des Ingenieurs Mallet, den die Regierung nach Dublin geschickt hatte, damit er die Schienenbahn von Kingstown nach Dalkey, auf welcher die atmosphärische Vorrichtung die Lokomotive ersetzt, unter⸗ suchen möge, bietet diese neue Methode der Fortbewegung gegen die bisher gebräuchliche wesentliche Vortheile dar. Das ministerielle Blatt meint, die Regierung dürfe nicht versäumen, einen Versuch damit zu machen. Ein Kilometer Eisenbahn nach dem eingeführten System kostet 248,700 Fr. und dieselbe Strecke mit atmosphärischer Kraft 213,600 Fr. Dazu kommt, daß bei Anwendung des letzteren Systems die Gefahr möglicher Unglücksfälle ungemein vermindert und die Schnel⸗ ligkeit der Fortschaffung sehr vermehrt wird; man wird auf den at⸗ mosphärischen Eisenbahnen 18 Lieues in der Stunde zurücklegen. Die
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