v11114
“
arberte. Laü der ganzen Nordküste fanden ähnliche Gräuel statt, — 82 — *2. füc sämmtliche Konsuln in Tanger — in einer Kollektivnote kräftige Vorstellungen dagegen zu erheben. Mittlerweile ist in den Hafen von Cadix ein dänisches Geschwader eingelaufen, das an der marokkanischen Küste kreuzen NDEI1118
Die spanischen Progressisten, welche beständig die Unabhängigkeit ihres Vaterlandes im Munde führen, frohlocken bei dem bloßen Ge⸗ danken, daß die gegenwärtige Regierung sich in Folge der Einmischung einer frembden Macht vor dem Kaiser von Marokko werde beugen müssen, und zwar in einer Angelegenheit, wo das Recht auf ihrer Seite steht. Schon früherhin deutete ich an, daß das revolutionaire Frankreich, daß die eroberungssüchtige Propaganda in den spanischen sogenannten Progressisten stets die treuesten Verbündeten finden werde. Wer etwa noch daran zweifelt, der lese einen langen im Especta⸗ dor vom 12ten enthaltenen Artikel, in welchem die Erwartung aus⸗ gesprochen wird, daß die von Garnier Pages bei dem Leichenbegäng⸗ nisse Laffitte's gehaltene Rede „alle Tyrannen mit Entsetzen erfüllen werde.“ Garnier Pages knüpfte während seines hiesigen Aufenthaltes vertraute Verbindungen mit den Koryphäen der spanischen Revolution und mit den geheimen Gesellschaften an.
Das rein monarchische Blatt la Monarquia hat nun unter der Aufschrift: „Was die royalistische Partei will“, sein politisches Glaubensbekenntniß abgelegt. Demnach „will die royalistische Partei die politische und sozielle iederherstellung Spaniens auf den uralten Grundgesetzen der Monarchie... Sie will die aufrichtige Einigkeit der Königlichen Familie, die Ausgleichung (confusion) aller An⸗ sprüche auf die Krone; kurz, die Vermählung Donia Isabella's von Bourbon mit Don Carlos von Bourbon und Braganza. Und das will sie, weil auf andere Weise der Frieden in Spanien, das Bestehen einer kräftigen und dauerhaften Regierung unmöglich ist, und noch unmöglicher, daß die erlauchte Tochter des verstorbenen Monarchen sich auf die ihrer Abkunft würdige Weise mit der Krone des heiligen Ferdinand schmücke. Die Zeit wird unsere Behauptung bestätigen. Die royalistische Partei will die schleunige Einberufung der alten Cortes des Reiches, damit sie von nun an das Thronfolge⸗ Gesetz feststellen und den Thron über diesen Punkt und die übrigen ihnen vorzulegenden berathen und das Land von einem anderen dynastischen Kampfe befreien, der nicht so fern steht, wie Einige glauben, falls man die Mittel der Versöhnung und Eintracht ver⸗ wirft.“ Heute ist die Jahresfeier der Verkündigung der Constitution von 1837. Das Ayuntamiento hatte die Einwohner eingeladen, die⸗ sen Abend ihre Balkone zu erleuchten, was unbeachtet blieb; selbst die Gebäude der Regierung sind nicht beleuchtet worden.
. 1 .“ brafilien.
☛ Paris, 22. Juni. Nach den neuesten Nachrichten aus Rio Janeiro vom 29. April war die neapolitanische Fregatte „Ama⸗ Ua“ am 17. April mit dem Grafen von Aauila, Verlobten der prä⸗ sumtiven Thronerbin Brasiliens, der Prinzessin Januaria, daselbst Fingetroffen. Am 28. April wurde die Vermählung selbst unter gro⸗ er Feierlichkeit und allgemeinen Freudenbezeugungen der Einwohner egangen. Das fürstliche Paar muß vorläufig seinen Wohnsitz in Brasilien nehmen, da die Prinzessin Januaria, eben in ihrer Eigen⸗ chaft als präsumtive Thronerbin, das Land nach der Constitutiön nicht her verlassen darf, bis der Kaiser selbst einen direkten Nachkommen
at und sie dadurch die Eigenschaft als Thronerbin verliert.
Das neue Ministerium, unter der Präsidentschaft von Herrn Almeida Torres, bestand noch fort und soll geneigt sein, im Falle es in den am 3. Mai sich versammelnden Kammern auf eine zu starke Opposition stoßen sollte, lieber dieselben au zulösen, als sich selbst zurück⸗
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zuziehen; trotz aller Anzeichen von Widerstand, auf den es stoßen wird, schien es doch sich zu befestigen und sogar zu hoffen, daß es die Mehrheit in beiden Kammern 12 werde. Man sah mit einer gewissen Spannung dem Inhalt der Thronrede entgegen. Von Seiten des Handelsstandes waren Schritte bei der Regierung gethan worden, um eine Wiederherstellung der von den Schiffen zu zah⸗ lenden Tonnengelder auf ihren früheren Betrag zu bewirken, und man glaubte, die Sache werde gleich im Anfange der Session zur Sprache gebracht und durchgeführt werden.
In Rio Janeiro war man allgemein der Meinung, daß Oribe demnächst die Belagerung von Montevideo werde aufgeben und sich zurückziehen müssen, da Rivera starke Streitkräfte in seinem Rücken ansammelte. — Um das Ablaufen des Handelsvertrags mit England schien man sich in Brasilien nicht im Mindesten zu kümmern, da das Nichtzustandekommen der Erneuerung desselben als nur für England nachtheilig betrachtet wurde.
Handels- und Börsen-Uachrichten.
ijb11112121“ Den 27. Juni 1844.
Pr. Cour. 3 Pr. Cour.
Fonds. Actien. 8 Brief.] Geld. Brief.] Geld.] Gem.
9 [Brl. Pots. Bisenb. 5 165 — 101¾ 100¾ do. do. Prior. obr. 4 104 — 88 Mgd. Lpz. Eisenb. — 190 ½ 189 ½ 2 — sdo. do. Prior. haeh 4 — 104 1 Brl. Anh. Eisenb. — 160 — 19 99 ¾ do. do. Prior. 051 4 103 ½ — 48 —Düss. Elb. Eisenb. 4 8 1 5 „ sdo. do. Prior. Obl. — 7 ¾
t 1004 Rhein. Eisenb. 5 86 85
997 do. do. Prior. Obl. Ä4 — 97 8 do. v. Staat garant. 3 ½ — 100 Brl. Frankf. Eisnb. 5 149 ½ 1013 do. do. Prior. Obl. 4 103 ⅞ 100* Ob.-Schles. Eisnb. 4 — 8- do. Lt. B. v. eingez. — 1 15 ½ B.-St. B. Lt. A. u. B. 128 ¼ Magd.-Halbst. Eb. Brl.-Schw.-Frb. E. do. do. Prior. Obl.
St. Schuld-Sch. Pr. Engl. 0bl. 30. Präm. Sch. d. Seeh. Kur- u. Neumärk. Schuldverschr. Berl. Stadt-Obl. Danz. do. in Th. Westpr. Pfandhr. Grossh. Pos. do. do. do. Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur-u. Neum. do. Schlesische do.
2H
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Gold al marco. Priedrichsd'or. And. Gldm. à 5 Th. Disconto.
Pr. Cour. Thlr. zu 30 Sgr.
Brief.] Geld.
Amsterdam 250 Fl. 140 ½ 140¾ do. 250 Fl. Mt. 140 139 , Hamburg. . . . . .. . .. . . . . . .. . . . .... 300 Mk. 8 — 150 ¼ do. 300 Ma. 149 ½ 149 ½¼ London 1 ILsSt. Mt. — 6 22⅔ Parisẽ 300 PFr. ’. 79 72 795⁄12 Wien in 20 N . . 150 Fl. - 10 ⁴½ 104 ½ 150 F.. 102¼ 102
Breslau 100 Thlr. 8 99 ½ 9 — 99 %¾
Cour sS.
Leipzig in Courant im 14 Thl. Fuss. 100 Thlr.
Frankfurt a. M. Whhnn 100 FI.
Petersburg... 100 SRbl.
Öuswürtige Börsen.
Amsterdam, 23. Juni. Niederl. wirkl. Sch. 6¹ ⅛. 5 % Span. —. 4 *
Antwerpen, 22. Juni. Zinsl. —. Neve Anl. 21¼.
Frankfurt a. M., 24. Juni. 5 % Met. 113 ½ G. Bank-Actien 2008 Br. Bayr. Bank-Actien 719 G. Hope 89 ¾¼ Br. Stiegl. 89 ½ Br. Int. 60 ½. Poln 300 Fl. 94 ¼ G. do. 500 Fl. 93 ¾ G. do. 200 Fl. 28 ¾ Br.
Hamburg, 25. Juni. Bank Actien 1675. Eugl. Russ. 112 ½.
Paris, 22. Juni. 5 % Rente fin cour. 122. 25. 3 % Rente fin cour. 82. 60. 5 % Neapl. au compt. 99.75. 5 % Span. Rente 31 ½. Pass. —.
Wien, 23. Juni. Anl. de 1839 122 ½. Nordb. 129. Gloggn. 110. Mail. 107. Livorn. III. 2
Meteorologische Beobachtungen.
1844. Mlorgens Nachmittags Abends Nach einmaliger
26. Juni. I 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
Luftdruck... 331,39 Par. 332,38 Par. 333,09 Par.] Quellwärme 8,009 R. Luftwärme... + 10,59 R.† 12,79 R. + 12,00 R. Flusswärme 15,3° R. Thaupunkt + 5,60 R. + 7,60 R. + 8,80° R. Bodenwärme 14,7⁰, R. Dunstsättigung 68 pct. 67 pct. 78 pct. Ausdünstung 0,011, Rh. regnig. trüb. trüb. Niederschlag 0,149 Rh. W. W. W. Wärmewechsel + 13,1
Wolkenzug. .. — W. — + 11,0⁰ R. Tagesmittel: 332,29 Par.. +† 11,79 R... + 7,30 K.. 72 pCt. W.
“ Königliche Schauspiele. Freitag, 28. Juni. Die Nachtwandlerin, Oper in 3 Abth. Musik von Bellini.
sth egen Unpäßlichkeit der Frau von Faßmann kann die Oper:
Don Juan heute nicht ge eben werden. 1 8 W 29 Jugt. Die Schleichhändler. (Herr Fontaine: Till, als Gastrolle.) Hierauf: Zwei Genre⸗Bilder. 1— Sonntag, 30. Juni. Zum erstenmale wiederholt: Der ver⸗ wunschene Prinz, Schwank in 3 Abth., nach einer Anekdote, von J. von
Plötz. Hierauf: Der Soldat aus Liebe.
Königsstädtisches Theater.
Freitag, 28. Juni. Des Schauspielers letzte Rolle. mit Gesang in 3 Akten, von Friedrich Kaiser.
Sonnabend, 29. Juni. Zum erstenmale: Nehmt ein Exempel daran! Lustspiel in 1 Akt, von Dr. Töpfer. (Fräul. von Tennecker: Die Frau, als Debüt.) Hierauf: Der alte Junggeselle. (Herr Beck⸗ mann wird vor — auftr 8 Dazu: Letzte Gast⸗Vorstellung der Mad. Weiß, Balletmeisterin des Kaiserl. priv. Theaters in der Josephstadt zu Wien, mit ihrem Ballet⸗ Personal, bestehend aus 36 Kindern, in 3 Abtheilungen. 1
Sonntag, 30. Juni. Der böse Geist Lumpacivagabundus, oder:
Das liederliche Kleeblatt. (Herr Beckmann wird vor seiner Urlaubs-⸗
reise hierin zum letztenmale auftreten.)
Im Königl. Schloß⸗Theater zu Charlottenburg Vorstellung von den Mitgliedern der Königsstädter Bühne.
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei.
Einreichung der Actien behufs deren
Bekanntmachungen.
1687 b] Ibsbnzb6.
Mit Verweisung auf die den Stralsundischen Zeitun⸗ gen in extenso inserirten Ladungen vom heutigen Tage werden alle diejenigen, welche an die der Senes
der Kosten und bei Abstempelun in den Vormittags
12 Uhr bei mir in Empfang genommen werden. Berlin, den 18. Juni 1844. Mendelssohn-Bartholdy. 1 8re Sinfonie p-
anò à 4 mains 1 ½ Thlr. Scherzo p. Piano 10 Sgr., 3 e Allegro p. Piano 1 Thlr., 3 Volkslieder, zweistimmig à 10 Ssr.,
lgemeiner Anzeiger.
2 sur la fille du régiment, Op. 13, sämmtlich für stunden von 9 bis Piano Thlr. (sind auch leicht f. Piano ar-
rangirt à 10—25 Sgr.)
J'Orchestre 5 Thlr., p. Pi
F. Mart. Magnus, Behren⸗Straße Nr. 46.
Anne Charlotte von Blixen⸗Finecke zu Greifswald als Universal⸗Erbin ihres Bruders, des unlängst mit Tode abgegangenen Barons Carl Philipp Reinhold von Blixven⸗Finecke auf Kl. Zastrow, zu Theil gewordene Verlassenschaft des Letzteren aus irgend einem Grunde Rechtens Forderungen und Ansprüche haben und gel⸗ tend machen zu können dafür halten, zu deren Anmel⸗ dung und Beglaubigung in einem der folgenden Termine, am . u. 26. Juli oder am 16. August d. Js., [832] Morgens 10 Uhr, vor dem Königl. Hofgericht, bei Ver⸗ meidung der am 5. September d. Js. zu erkennen⸗ den Präklusion, — hiermit aufgefordert.
Datum Greifswald, den 8. Juni 1844. Königl. preuß. Hofgericht von Pommern und Rügen.
(L. S.) v. Klot.
[691 b] EEDEE1726966 das jüdische Seminar in Berlin betreffend.
hiesigen jüdischen Seminar wiederum ein zweijähriger Karsus für beide Klassen beginnt, so wollen diejenigen jungen Leute des Inlandes, die aufgenommen zu wer⸗ den wünschen, sich bis zum 8. August c. persönlich bei dem Direktor der Anstalt, Herrn Dr. Zunz, einfinden. Zur Aufnahme sind erforderlich ein Alter von 15 bis 22 Jahren, die zum hiesigen Aufenthalte, hinlangliche Subsistenzmittel, sittliche Führung, Vorbil⸗ dung und Anlage zum Lehrfache; über alles dieses sind obrigkeitliche und Schulzeugnisse beizubringen. Wäh⸗ rend der Dauer der Kursus wird Niemand aufgenom⸗ men; die Prüfungen, welche der Aufnahme vorangehen, finden bis zum 31. August c. statt. Als Minimum der [827]
ähnliche Vereine
tenntnisse wird gefordert, daß der Aufzunehmende das In den diesjährigen Konzerten fanden folgende
beutsche geläufig und sinngemäß lese, das Diktirte ohne onderliche Fehler niederschreibe, in den vier Spezies die nöthige Uebung und Bekanntschaft mit den ersten geographischen Begriffen habe. Außerdem muß er Pen⸗ tateuch und Raschi lesen und verstehen, Mischna⸗Stellen lesen, die täglichen Gebete übersetzen können, die ge⸗ woöͤhnlichen gottesdienstlichen Gebräuche kennen und im Lesen und Schreiben der jüdischen Cursiv⸗Schrift geübt sein. Eine bestimmte Anzahl Seminaristen erhält freien Unterricht. Das Honorar der zahlenden Seminaristen beträgt 48 Thlr. für das Jahr. Berlin, den 26. Juni 1844.
Beifall:
1657 bl Bekanntmachung
für die Inhaber von ZJarskoe⸗ Selo⸗Eisenbahn⸗Actien.
Ddie neuen Couponsbogen können gegen Erlegung
2
Literarische Anzeigen.
bahn 3), so wie in dessen Handlungen in Posen und tici p. k- ee sin zu üehcen 8 8 Pos Quatuor 1 ½ Thlr., avec Piano 1 ½ Thlr.
Der Bote des 3
Evangelischen Vereins der Gustav⸗Adolph⸗Stiftung Liszt. Fantaisie sur han EE11“— s8. Jahrgang *½ Thaler.
b 8 Darmstadt, bei W. Leske.
Da mit dem bevorstehenden Monat Oktober in dem Dieses Blatt, welches vorlaäͤufig alle vierzehn Tage erscheint, wurde durch Beschluß der Haupt⸗Ver⸗ sammlung des genannten Vereins zu Frankfurt a. M. im September 1843 gegründet und enthält alle diesen Verein betreffende Nachrichten, als: Nachrichten über Begründung neuer Lokal⸗Vereine, ihre Thätigkeit und Erfahrungen, ihre Einrichtungen, über Zustände be⸗ drängter protest. Gemeinden (bisweilen mit Illustratio⸗ nen), Beurtheilungen des Gesammt⸗Vereins, wichtige ug auf denselben, kurze Berichte über
Aktenstücke in Be n und außer Deutschland ꝛc. ꝛc.
Compositionen den 1“
Henselt. Air russe, 20 Sgr. La Gondola, 15 Sgr. Poëme d'amour, 22 ⅛ Sgr. 2 Nocturnes, ¼ Thlr. Sämmtlich für “
Heller. Die Jagd 15 Sgr. Die Forelle von Schu- bert 17 ¾ Sgr. 8 8 p. Piano ½ Thlr.
Kacken. Frühlingswanderschaft, für eine Sing-
(. 8.) Di stimme, 15 Sgr., mit Violoncelle oder Horn,
een ie Aeltesten und Vorsteher der Judenschaft. 1 Thlr. Der Wunsch, So willst du von mir gehen, für eine tiese Stimme, à 10 Sgr. Held Friedrich, für Barriton, 10 Sgr. Vierstimmige 8 Männergesänge, Op. 36. No. 4— 4 à ᷣ — 1 ½ Thlr. W11“ Hans und Verene, für eine Singstimme, 7 ½ Sgr.
Kullak. Transscription de Norma, 15 Sgr. Fan- [689 b] 1 1 2 taisie sur Preciosa, 1 Thlr. Lucrezia Borgia, Nachdem ich das sogenannte Rittergut Tarce im 15 Sgr. Elégie de Ernst, 15 Sgr. 1 re Fantassie] Plescher Kreise, Regier.⸗Bezirk Posen, meiner redlichen
Singstimme à 5 — 10 Sgr.
Lipinski.
Lindpaintner. Krieger. 4 Händen 1 Thlr.
Robert le diable 1 ¼
Ungarischer Sturmmarsch f.
Angiolin für Tenor 15 Sgr.
men 1 ½ Thlr. Lährfs. Kehr ein bei mir,
1 Thlr.
avec Quatuor 1¾
à 5 Sgr., 4 Duetten 15 Sgr.
allgemeinsten
8
Musikhandlung.
Lieder: Pilgerspruch, Frühlingslied, Im Grünen, Geständniss, Die linden Lüfte wac Und wülsten's die Blumen, Die Nonne, für eine Lafont. Gr. Fantaisie sur la 1
; p. Violon avec Orchestre 3 ¾ Thlr., avec Fantaisie sur les 1 Meyerbeer p. Violon avec Orch. 2 ½ TPhlr., avec Quatuor 1 ½ Thlr., av. Ppiano 1 ¼ Thlr. 8 Jubel-Ouvertüre für
Orch. 5 Thlr., Partitur 4 Thlr., für Piano zu
Piano Thlr., für Orch. 1 ½ Thlr., Bulhakow's russ. Galop 10 Sgr., Le Moine de Meyerbeer, sämmtlich für Piano 1 Thlr. Lore-Ley für eine Singstimme 15 Sgr., Das deutsche Va- terland f. 4stimm. Männerchor,
Abendlied f. eine Singstimme 2, Thlr., Männergesänge Astimmig
Lvoff. Le Duel p. Violon et Violoncelle av. Orch. 3 Thlr., avee Piano 1 ½ Fantaisie russe p. Violon av. Orch. 2 ¼ Thlr.,
Thlr., av. Piano 1 Thlr. Rus-
— sische Nationalhymne f. eine Singstimme 5 Sgr., im Quartett 10 Sgr., mit Orch.
Malibran. Prendi, Arie mit Rubini's Verzie- rungen 10 Sgr., 5 Romances, franz. u. deutsch
Thlr., Seconde
Alle Musikalien mit üblichem Rabatt.
34 Linden. Sec hlesi J 1ge Fsche Buch- und
“ 1 Ueberzeugung gemäß, mehreren meiner geehrten Kor⸗
Angaben zum Theil unrichtig sind und um 33 % bis 50 % gegen die Wahrheit differiren; so bin ich genö⸗ thigt, wegen Kürze der Zeit jene hiermit zu widerrufen, da ich so geschwind nicht im Stande sein würde, diese
sind erwacht,
ist. Sollte dessen ohnerachtet Einer oder der Andere
Muette de Por- derselben darauf reflektiren wollen, so kann ich mich
damit nicht mehr befassen, indem ich nicht weiß, welchen Glauben der Rest der nicht geänderten Nachrichten
UIuguenots de nooch verdient, und daher den Austrag sofort frei⸗ willig zurückgegeben habe. Pölitz, Mai 1844.
Brede, Oekonomie⸗Rath a. D.
665 b]1 ( 6 2 . 8 2 166s Englisches Flint-Glas. Eine der bedeutendsten Flint⸗Glas⸗Fabriken in Eng⸗ land, welche bisher viele deutsche Glashändler mit ihren Fabrikaten versah, hat in Erfahrung gebracht, daß in neuerer Zeit viel belgisches Glas unter dem Namen von englischem Glase verkauft wird. Um das letztere nicht von den deutschen Märkten verdrängt zu se-⸗ hen, hat jene Fabrik nach mehreren der bedeutendsten Städte Norddeutschlands Proben einiger Sorten der
Part. u. Stim-
welche zur Besichtigung des Publikums dienen sollen, und um den Gebrauch desselben möglichst allgemein zu machen, soll zu den Fabrikpreisen verkauft werden. — 3 Thl Auch mir ist eine solche Sendun geworden, und ich n habe jene Proben in meinem eschäftslokale ausge-⸗ Krystall⸗Glase ein, diese Proben gefälligst in Au⸗ nehmen und ihren Bedarf, so weit es der Vorrath der hiesigen Proben erlaubt, sofort oder durch
Bestellung zu decken.
wird der Augenschein übrigens bei allen Kennern jeden — Zweifel heben. Berlin, im Juni 1844.
Morceaux de Salon. No. 5. 6. ben Frau, geb. Wend
ergebenst anzuzeigen. Wilhelmshütte, 24. Juni 1844.
†
“
Die heute erfolgte glückliche Entbindung meiner lie⸗ 2 - Pe einem gesunden Kna⸗
ben, beehre ich mich Freunden und Verwandten ganz
J. Baller, Kaufmann und Fabriken⸗
Widerruf. — (Gito.)
Johannes Friese, Gertraudten⸗Str. Nr. 24 im Eckladen.
11““ 8 [690 b]
Engl. u. Meckl. Reit⸗ u. Wagenpferd sind zum Verkauf angekommen Behrenstr. 24. I1“
seiner Urlaubsreise hierin zum vorletztenmale auftreten.) 1
. Unterstützungen. — Prozeß über Laffitte's literarischen Nachlaß. — Ver⸗ mischtes. — Briefe aus Paris. (Das jüngste Votum der Kammer in
respondenten als ganz besonders preiswürdig empfoh⸗ b len und sehr empfehlende Anschläge beigefügt habe, es sich aber ergeben hat, daß die zu Grunde liegenden
ee s eectlttrs Khnett...
8 1 “
Warnung an Jeden brieflich gelangen zu lassen, zumal von Mehreren der jetzige Aufenthalt mir nicht bekannt
courantesten Wein⸗, Liqueur⸗ und Wassergläser gesandt,
stellt, lade nun alle Liebhaber von englischem Flint⸗
Für die Echtheit des Glases verbürge ich mich, ub
h .“ 11u“ nt. n81892T 198 “ ee e Him Kqh ia A1 acgeth smhH 188
r bit eamlt b18 Zatzllc Uen et eilE ia d 1 Das Abonnement EEJbbb m A k m 8
2 Athir. sür † Jaar. urne untke, mantss bb“ na1n8 8 b
x 1“ 6 — in allen Theilen der Monarchie best ** ohne Preiserhöhung. 8 8 Insertions-Gebühr für den . 8 Raum einer Zeile des Allg. n,125 1
Anzeigers 2 Sgr. “
p 6 ,1 1 8½ & mbinahengunkte 28 198.
hAe posl-Anstalten des 2u- und Aauslandes nehmen Bestellung
aͤuf dieses Zlatt anz für Berlin die Expedition der Allg. Preuss. 1 Zeitung:
enn Friedrichsstrasse Mr. 72. tseizmeeate ies vng bl“
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1 VTSEEqETETE
aiün j 8 1i11 ic 4 8 ½* 5 4 96, 8 4 .5 9 68 8* — 8 Die vierteljährliche Pränumeration dieser Zeitung beträgt 2 Rthlr. Preuß. Cour. für das Inland. — Bestellungen für Berlin werden in der
Expedition selbst (Friedrichs⸗Straße Nr. 72) gemacht, und jeder innerhalb der Ringmauer der Stadt wohnende Pränumerant dem angegebenen Datum, frei ins Haus gesandt. —
erhält das Blatt durch die Stadtpost, schon den Abend vor
r2₰ . 27 . 6 ꝙ 4 5 8 55 Auswärtige, des In⸗ oder Auslandes, bewirken ihre Bestellungen rechtzeitig bei den resp. Post⸗Aemtern; wer dies versäumt, . * )
kann nicht mit eeeeeemee erwarten, die vor der hier eingegangenen Meldung erschienen sind. Für einzelne Nummern des Blattes ist der Preis 2 ½ Sgr.
* 1ed Heng athnan⸗ I111“X“ ,82 Anzeiger dieser Zeitung gewünscht wird, 81 Wochentag n von Morgens
s Rachmettags 4 ere beditions⸗Lokale, Friedrichs⸗Straße Nr. 72, in Empfang genommen werden. Der Prei Inserti äat fü 3
888 Zenle 8. “” Anfragen zu begegnen, wird zugleich bemerkt, daß in dem Anzeiger der Allg. Preuß. Zeitung, außer Pesabhra ass aea ge ..
machungen der Königl. Behörden, literarischen und Kunst⸗Anzeigen, auch Familien⸗Nachrichten jeder Art, so wie Industrie nnd Handel betreffende .v stets Aufnahme g Anzei? „
finden. Auswärtige haben ihre Inserate unter der Adresse der Expedition in frankirten Briefen einzusenden.
88 Abgereist: Se. Ercellenz der Wirkliche Geheime Rath und Chef⸗Präsident des Geheimen Ober⸗Tribunals, Dr. Sack, nach Wiesbaden. 8 Der Wirkliche Geheime Ober⸗Fiuanz⸗Rath und Direktor der 2ten Abtheilung im Ministerium des Königlichen Hauses Thoma, nach Heringsdorf. 8 I 8 1
“ 8 ais u nchabt.
Amtlicher Theil.
Inlaund. Provinz Brandenburg. Allerhöchste Kabinets⸗Ordre und Statuten⸗Bestätigung. — Provinz Preußen. Bekanntmachung des akademischen Senats zu Königsberg. — Provinz Schlesien. Baltzer.— Rhein⸗Provinz. Hansemann. — Schreiben aus Trier. (Verein zur Verhütung von Verbrechen durch Besserung verwahrloster Unmündigen.)
Deutsche Bundesstaaten. Königreich Bavern. Hof⸗Nachricht. — Die Bavaria. — Getraidepreise. — Die Universität Würzburg. — Kö⸗ nigreich Sachsen. Gustav⸗Adolph⸗Verein zu Augustusburg. — Groß⸗ herzogthum Baden. Dire Abgeordneten⸗Kammer. — Münz⸗Kon⸗
greß. — Der rheinische Kunstverein. — Großherzogthum Olden⸗
burg. Die Mäßigkeitssache. — Herzogthum Nassau. Die erste
Jahres⸗Einnahme der Gustav⸗Adolph⸗Stiftung. — Freie Stadt Ham⸗ burg. Die neue Wasser⸗Versorgungs⸗Anstalt. — Schreiben aus Luxem⸗ burg. (Ständische Arbeiten; der König erwarntet.) G
Frankreich. Pairs⸗Kammer. Amendirung des Gesetzes gegen die Weinfälschungen. — Deputirten⸗Kammer. Zurückverweisung des Gesetzes über die Eisenbahn nach Lyon an die Kommission. — P aris.
er Berathungen über das Unterrichts⸗Gesetz und Danlsagungen der Universi⸗
tät. — Kommissions⸗Bericht über die Wählerlisten. — Geoffroy St.
Hilaire und Thomas Campbell †. — Politische Flüchtlinge und deren
WJ“
.“ Berlin, 28. Junij. Se. Majestät der König haben die An⸗ nahme des von Ihrer Majestät der Königin von Portugal: dem Staats⸗ und Kabinets⸗Minister Freiherrn von Bülow verliehenen Großkreuzes des Ordens de Notre Dame de la Conception de Villa Viciosa; dem Staats⸗ und Kabinets⸗Minister von Bodel⸗ schwingh verliehenen Großkreuzes des Schwerdt⸗Ordens des heili⸗ gen Jacob; dem Wirklichen Geheimen Legations⸗Rath und Direktor der zweiten Abtheilung des Ministeriums der auswärtigen Angelegen⸗ heiten, Eichmann, verliehenen Commandeur⸗Kreuzes des erstgedachten 1 den Geheimen Legations⸗Räthen Michaelis und raf von Bernstor ie ihne 2 Ihrer Schweiz. Bern. Note des päpstlichen Nuntius an den Kanton Genf. Majestät 1b deeene vnsn Henbene — Spanien. Schreiben aus Paris. (Vermischtes.) gnädigst zu gestatten geruht .“ 89 Griechenland. Schreiben aus München. (Die neuesten Briefe aus üe “ 2. 1 — ,—
Griechenland; fortdauernde Spannung.) Türkei. Metelino. Anwesenheit des Sultans. — Ein nach Syrien Provinz Brandenburg. Das Justiz⸗Ministerial⸗ bestimmtes Geschwader. — Heftiger Sturm. “ 8 Blatt vom 28. Juni enthält eine Allerhöchste Kabinets⸗Ordre, datirt Eisenbahnen. Bahn von Posen nach Glogau. — Die württembergische Potsdam den 13. Mai 1844, wonach die Instructi der Krie Eisenbahn. — Schreiben von der Ostsee. (Wichtigkeit einer Eisenbahn Entschädi ungs⸗- rer 75 828. 8 nstruc ion der Kriegs⸗ EistcgonhEme, Lippe und Rhein.) 8 häͤt g ge For erungen gegen Provinzen, Kreise und Gemeinden, Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börsen⸗ und Markt⸗ welche von den Regierungen den Untergerichten aufgetragen wird, bericht. von diesen gebührenfrei bearbeitet und von der Einziehung dieser Ge⸗ Clemens Brentano. bühren überall Abstand genommen werden soll, wo solche noch nicht erfolgt ist; — ferner die von des Königs Majestät am 19. April d. J. bestätigten Statuten des Vereins, der von Einwohnern des Kreises Warburg zur Regulirung des Kapital⸗Schuldenwesens der städtischen Iceagbsh Grundbesitzer in dem genannten Kreise unterm 7. De z J. gestiftet worden ist. .. 1u“
“ .“
Provinz Preußen. Der akademische Senat der Albertus⸗ Universität zu Königsberg hat am 24. Juni das Programm der Feierlichkeiten bekannt gemacht, welche bei dem Säkularfeste der Hoch⸗ schule stattfinden sollen. Demgemäß wird die Feier am 28. August mit einer Soirée in beiden Freimaurerlogen eröffnet. Am 2osten: Morgens Gottesdienst mit der Festpredigt, Nachmittags ein Fest⸗ mahl auf dem kneiphöfischen Junkerhofe. Am 30sten beginnt die eigentliche akademische Feierlichkeit in der Domkirche mit der Auffüh⸗ rung einer Motette des Kaiserl. Kapellmeisters O. Nicolai durch den Komponisten; darauf folgt die Festrede, gehalten durch den Geheimen Regierungs⸗Rath Professor Dr. Lobeck, dieser die Bekanntmachung der von den Fakultäten beschlossenen Ehren⸗Promotionen und die Aufführung eines Te Deum des Organisten Granzin unter Leitung des Komponisten. Um 3 Uhr gemeinschaftliches Mittagsmahl aller ehemaligen Zöglinge der Universität und des gesammten Lehrer⸗Per⸗ sonals. Am 31. August begiebt sich ein Festzug aus dem Albertinum nach Königsgarten, wo die Grundsteinlegung des neuen Universitäts⸗ Gebäudes vor sich geht. Abends Ball.
Aichtamtlicher Theil.
Eisenbahnsachen. — Die Reorganisation der Ministerien.) Großbritanien und Irland. London. Die Stellung Sir Robert Peel's nach dem letzten Votum des Unterhauses.
vsigsa aa; gna..
Cö “
I1 1 “ Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
Dem Königl. württembergischen Archivrath Kausler zu Stutt⸗ gart, den Rothen Adler⸗Orden dritter Klasse; dem Regierungs⸗Rath Kretschmer zu Danzig, den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse; so wie dem Bezirks⸗Feldwebel Oster des 3ten Bataillons (Franken⸗ stein) 11ten Landwehr⸗Regiments, das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen; 1
Den bisherigen Regierungs⸗ und Schulrath Krabbe zu Mün⸗ ster zum Numerar⸗Kanonikus bei der dortigen Domkirche zu ernennen;
Dem Militair⸗Ober⸗Prediger des 4ten Armee⸗Corps, Dr. G roße, den Charakter eines Konsistorial⸗Raths beizulegen; 8
Den bisherigen außerordentlichen Professor Dr. Mitscherlich jun. hier zum ordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität; und
An der Stelle des verstorbenen preußischen General⸗Konsuls zu Riga, Banquiers J. C. Wöhrmann, den dortigen Banquier C. St. Wöhrmann zum General⸗Konsul für Kur⸗ und Liefland zu ernennen.
Provinz Schlesien. Dem Konsistorial⸗Rathe und Prof. Herrn Dr. Baltzer zu Breslau brachten die Studirenden der katho⸗ lischen Theologie am 24. Juni einen solennen Fackelzug.
Nhein⸗Provinz. Die Wahl des Präsidenten der Handels Kammer zu Aachen, Herrn Hansemann, zum Präsidenten des dor tigen Handelsgerichts hat die Königliche Bestätigung erhalten.
† Trier, 21. Juni. Während gegenwärtig an vielen Orten Vereine zur Unterstützung der unteren Volksklassen zusammentreten, hat sich bei uns ein solcher „zur Verhütung von Verbrechen durch Besserung verwahrloster Unmündigen“ schon voriges Jahr gebildet. Wenn diese Vereine überhaupt die herrlichsten Zeichen der Humanität und Civilisation unseres Jahrhunderts sind, so ver⸗ dient ganz besonders der hiesige Verein eine allgemeine dankbare An⸗ erkennung, insofern er auf ganz vortrefflichen Grundlagen ruht. Um diese das Wohl der Menschheit fördernde Idee hier ins Leben zu rufen, hat der Regierungs⸗Secretair Müller keine Mühe und selbst persönliche Opfer nicht gescheut. Ihm, seiner unermüdlichen Thätigkeit, ist es daher vorzugsweise zu verdanken, daß der Vorstand des Vereins bereits eine solche Aüusdehnung gewann, um vor kurzem die Erfolge seiner Wirksamkeit, so wie eine Rechnungs⸗Abgabe der erhaltenen Beiträge und Ausgaben, veröffentlichen zu können. Der Verein dehnt sich auf alle Einwohner des Stadtkreises Trier aus, und zwar ohne Rücksich auf deren Glaubensbekenntniß. In einer kürzlich gehaltenen Ver⸗ sammlung saßen katholische und protestantische Geistliche freundschaft⸗ lich neben dem Ober⸗Rabbiner als ein schönes Beispiel religiöser Duld samkeit. Die Aufmerksamkeit des Vereins richtet sich zunächst auf die senigen Unmündigen, welche das Kindes⸗Alter bereits überschritten, keine Aussichten haben, in den hiesigen Erziehungs⸗Anstalten aufge 4 nommen zu werden, und welche verwaist und von Mitteln ganz ent blößt sind. Sie durch Erweckung und Kräftigung sittlich religiöse Gefühle und materielle Unterstützung vor einem moralischen Untergange zu bewahren, ist vorzugsweise Zweck des Vereins. Indessen richtet sich die Vorsorge auch auf solche bereits bestrafte Gefangene, welch vermöge ihres jugendlichen Alters oder in Folge einer guten tadel⸗ losen Aufführung während ihrer Haft eine Aenderung ihres Lebens⸗ wandels hoffen lassen. Für dergleichen Schützlinge wird gesorgt, daß sie bei einem tüchtigen Meister unter strenger Aufsicht in die Lehre kommen, während die betreffenden Seelsorger den moralischen Theil unter ihre Obhut nehmen. Nachdem das Individuum vom Bezirks⸗ Vorsteher in Vorschlag gebracht, wird es (bei Lehrlingen in Beglei⸗ tung des Meisters), in Gegenwart aller Seelsorger und Beisitzer des Vereins, auf die Pflichten aufmerksam gemacht, welche es zu erfüllen hat, um sich der Vorsorge des Vereins würdig zu zeigen, was in derselben Weise bei den aus der Obhut des Vereins tre⸗ tenden Individuen stattfindet. Für den Fall, daß einzelne Indi⸗ viduen für Ermahnungen und Warnungen ganz unempfänglich und zu einer Besserung im Wege der Güte nicht zu bewegen sind, nimmt der Verein die bereitwillige Unterstützung der Polizei⸗Behörden in Anspruch und das Gesetz vom 6. Januar 1843, wonach arbeitsscheue Müßiggänger mit einer Gefängnißstrafe von 6 Wochen bis zu 6 Mo⸗ naten und im Rückfalle mit dreijähriger Einsperrung in einem Cor⸗ rectionshause bestraft werden können. Nach der Rechnungs⸗Abgabe hat die evangelische Civil⸗Pfarr⸗Gemeinde die ansehnlichsten Beiträge eingesandt, was um so mehr lobenswerthe Anerkennung verdient, als diese bekanntlich hier eine nur kleine Zahl ausmacht. Nach ihr die Pfarrei der Domkirche und St. Antonius. Möchte dieses segensreiche
Werk an steigendem Wachsthum gedeihen, dies ist gewiß der aufrich⸗ tigste Wunsch jedes Menschenfreundes. 8
Gth seltsames Wechseln von Licht und Schatten zieht durch dies „früh⸗ dügeentgenden Buch, welches, in der Hauptsache wenigstens, 1803 bis 1805 enistanden scheint. In den Briefen Bettina's geschieht der erste Schri Ibs 88 211 8 * 8 ₰ 2 85 geschieh⸗ er erste Schritt 89 geflochten. A1r Band. 1844. Von Bettina von eeines jungen Herzens, dessen ganzes Leben ein Warten auf Lieb und Len⸗ rnim. zeshet sag 86 Wirklichkeit hinein. Noch herrscht aber der Traum der *. Wir fe SnJ ZT“ 8 Kindheit über dem jugendlichen Antlitz, es i vollte sie sich eben je Zei entste b. etzten ein Sommermorgen, sie kümmert sich nic — ist, sie Feushe die Zeit der Entstehung gleichgültig und der Inhalt werth. Wir keine Prätensiong sie veiß e .c.ee F sie da ist, SG noch 6 Fiei lenen ja Fig⸗ so 8 Leben von Dichtung und Wahrheit, daß ihr Eines 2 , daß sie da ist, und Zeit und Ewigkeit sind es uns nicht verwundern darf, wenn bei einer Phantasie, welche für - ’ sef Tausend 1 5 v ISSöS. Daneben die Briefe des Bruders, der d ei ß die Fads nin1 g6 Eesag ecbes⸗ F“ ünd etnt ges sich ohne Dornen ist, dessen Bewußtsein 1e Ieaa et ts aüite restenr fingirt, sie wären deshalb für die N atur, von 8eg er Briese darum auf Maß dringt in allen Dingen, Zucht der Gefuhle und Gedanken nicht minder wahr. Wenn es nicht zu parodoy klänge möchten e seat nn der ge cgetea mit einer Art liebenswürdigen pedanterei und Zetti sechzehn Jahre a S7 8 8% 0— Bn, ust: „die Schwester zu bilden“ zwischen di 1 8 Bettina wurde sechzehn Jahre alt geboren und ist sechzehn Jahre alt ge⸗ vermittelt. Jedes von beiden 5vde. Cn. die Peterdi anderen, und doch lieben sie sich und mögen nicht ohne einander Nhn. Die
Clemens Brentano. Clemens Brentano's Frühlingskranz. Aus Jugendbriefen
blieben. War auch ihre Natur dem Wirken der Zeit unterworf, 3 3 5 worfen, ihre Seele ist sich gleich geblieben. Wir möchten jetzt viellei wied
g en. Wi jetzt vielleicht hin und wieder Briefe sind Selbstbeke s versucht sein das Mißverhältniß, in welches Bettina zur Gegenwart gekom⸗ vT1u““ um so ehrlicher, weil sie ohne Absicht ge⸗ fnen - 8 en vürsag zu 2ö.I daß der ewig jugendliche Geist bei all In den ersten Briefen lebt Bettina mit der einer Lust zur Freiheit den Einwirkungen der Zeit und Natur nicht ganz selben Fuße wie mit den Menschen Sie verst 5 1eh, g.aaazegh.
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entgangen ist, daß hierin eben das Sputhafte und Dämonische ruhe, worüber Veilchen, musizirt mit den Bienen um die Wette, frei und lustig, neckisch * e, i 1 ustig, i und elegisch, die Linden antworten ihr, und auf dem lustigen. Wam wiegt
ve Ffhe so deeeae, hlagen Lieblicher aber muthet es uns an, zu be achten, wie der frische Geist in dem ganz jugendlichen Körper erwacht und sie st “ ne G 8- nugenn n L ie sich und verste 8 seisecfgsten Flüge schbeg; versucht, bis endlich die Zeit kommt, wo Körper Lernsnh 11“ unbedacht, halb in unschuldigem so frischer Mor emnuft ee.,d f waffnegeshas Blätter. Es liegt noch Sie empfindet sich einsam in der Welt, im Wid 8 Pn neen 1 — ch 1 genduft darüber, aß wvir uns selbst gern den schönen Träu⸗ um sie her, daß der Bruder immer m - iderspruch mit den Dingen Denheiner ee Seele bingeben. Wir fühlen uns nicht versucht, mit dem der Unverstand das Bessere in Geax nicht zu zagen; „wen⸗ venen z8 ee kann sondern allein das Warmgefühlte erwärmend auf uns gen zu lernen und wahr gegen sch süsst der ugleich 1Se cn ver . b 84 wahr u sein. ei 1 b ersten Seite schreibt er ihr die goldene Regel, daß es Dinge giebt, die zu
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sagen vor der Welt eine Indiscretion am Innern ist, weil die Welt ja doch keine Ordnung dafür hat, die man deshalb still in sich bilden und Gott selbst dafür Rechnung stehen und ihm mit der ganzen Harmonie der Gefühle dafür dankbar sein muß.
Leise ist der Uebergang, wie Bettina nach und nach ein besonderes Interesse an den Menschen nimmt, die sich ihrem Zauberkreise nahen. Auf den ersten Seiten schon tritt der edelste Zug Bettinens, der ihr ganzes 8 Leben erhellt, hervor: Ich meine ihre Anhänglichkeit an Alles, was unter⸗ drückt ist, heiße es nun gerade Fürst oder Volk, Hoch oder Nieder. Es ist nicht Mitleid, was sie treibt. — Mitleid ist für sie nur ein Gewissenspflaster und wohlfeiles Gefühl; — es ist die holde Schaam, welche sie übergießt, daß neben ihr Jemand erxistirt, der Noth leidet, während sie selbst sich wohl 8 befindet. Wie reizend ist die Zartheit, mit der sie vorüberschlüpft, als die Emigranten, die Herzöge und Pairs, das Fenster öffnen, um selbst ihren Milchtopf herauszureichen. Die Blüthe des Buches aber ist die Geschichte mit Veilchen, dem Judenmädchen, dem sie die Gasse fegen hilft, weshalb die strenge Großmama mit den klugen Augen sie tadelt. Dies ist eiwas was sie in der That nicht begreift; zu denken, daß dies Unrecht sein könne, hat sie keinen Platz in ihrem Gehirne. — Wie eng hängt damit nicht die politische Stellung Bettinens in der Zukunft zusammen, wie eng ihr jetziges Wort für den armen Mann!
Seltsam ist, wie das Weib, die doch um ihrer Natur willen der irdi schen Scholle verwandter ist, ihr höchstes Ideal in ungebändigter Freihei des Ichs findet, ohne irgend eine Anerkennung der Zustände und der Ver⸗ gangenheit. „Der Gott ist die Freiheit, die Zukunft. Wen diese nicht göttlich an sich reißt, daß er sich von den Ketien befreie aller Vergangen⸗ heit und in die Zukunft ganz aufgehe, den führts nicht zu Gott. Denn dies allein lost alle Ungleichheiten des Glückes auf. Weltbegebenheiten, die gefährlich aussehen für die Ruhe und Gegenwart, die wallen da als reiner göttlicher Strom zwischen volitischen Ufern, die von schwarzen „stupiden Geistern bevölkert sind, dem Göttlichen zu, d. h. dem die Freihe