1844 / 184 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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8 m Nassau. Se. Durchlaucht der Herzog haben den HSerngtbgen zeaffcez, wen Rath von Röntgen, auf sein Ansuchen, unter Ernennung zum Wirklichen Geheimen Rath mit Bei⸗ legung des Prädikats Excellenz, in den Ruhestand zu versetzen, sodann unter Beibehaltung ihrer bisherigen Dienststellen: den Rechnungs⸗ Kammer⸗Präsidenten von Wintzingerode zum Bundestags⸗Gesandten, den Domainen⸗Präsidenten von Bock zum bevollmächtigten Minister am Königl. bayerischen Hofe, den Geheimen Legations⸗Rath von Ga⸗ gern zum bevollmächtigten Minister am Königl. niederländischen und am Königl. belgischen Hofe, den Geheimen Regierungs⸗Rath von Zwierlein zum bevollmächtigten Minister am Großherzogl. hessischen Hofe zu ernennen und dem Minister⸗Residenten am Kaiserl. öster⸗ reichischen Hofe, von Ostini, zu Wien die nachgesuchte Versetzung in den Ruhestand zu bewilligen geruht.

Fürstenthum Sigmaringen. Die beiden Fürstenthümer Hohenzollern⸗Sigmaringen und Hechingen haben am 30. Mai unter sich einen Staats⸗Vertrag wegen gegenseitiger Ergänzung der höch⸗ sten Rekurs⸗Instanz abgeschlossen. Die beiderseitigen „fürstl. gehei⸗ men Konferenzen“ in Hechingen und in Sigmaringen, welche diese oberste Rekurs⸗Instanz bilden, sollen sich nämlich fortan in der Weise ergänzen, daß, im Fall einzelne Mitglieder einer dieser beiden Behör⸗ den aus irgend einem Grunde an der Entscheidung einer vor sie ge⸗ hörigen Sache nicht theilnehmen können, die fehlende Anzahl jedesmal durch Mitglieder der anderen jenseitigen geheimen Konferenz ersetzt wird, und daß, wenn eine der beiden Behörden von einer Partei gänzlich „rekusirt“ wird, das Erkenntniß sowohl über die Recusation als, insofern diese als gerechtfertigt erkannt würde, über die Sache selbst, an die andere geheime Konferenz „übergeht.“”“ I“

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Freie Stadt Bremen. Das reparirte Weser⸗Dampfschiff „Wittekind“ hat am 1. Juli die Fahrten von Bremen nach Hameln wieder begonnen. 8.

Oesterreichische Monarchie.

Wien, 28. Juni. (D. A. Z.) Die Hindernisse, welche dem Bau einer protestantischen Kirche in Linz bisher im Wege standen, sind nun gänzlich beseitigt, und die höchste Behörde hat die Bewilli⸗ gung des Baues unwiderruflich ertheilt. Mit besonderer Freude ver⸗ nimmt man, daß der katholische geistliche Staatsrath van Jüstel zu dieser günstigen Entscheidung besonders eifrig mitgewirkt hat, und daß bei der Sammlung, welche zum Besten dieses Baues unter der hie⸗

8 sigen protestantischen Gemeinde beider Konfessionen veranstaltet wird,

auch Katholiken sich betheiligen. Russland und Polen.

St. Petersburg, 27. Juni. Die verwittwete Großherzo⸗ gin von Mecklenburg⸗Schwerin ist mit ihrer Tochter, der Prinzessin Louise, von Berlin hier angekommen.

Zur Beseitigung einiger Fragen, die bei Vollziehung des Ukases vom 27. März vorgekommen sind, ist unterm 20. Mai von Sr. Ma⸗ jestät dem Kaiser befohlen worden:

1) Die Familien und die Dienerschaft von Personen, die Krankheit halber ins Ausland reisen, derselben Steuer zu unterwerfen, welcher die Kranken selbst unterliegen, d. h. 25 R. S. von jeder Person und nur von minderjährigen Mitgliedern der Familie bis zum Alter von 10 Jahren keine Steuer zu fordern. Zugleich soll aber in allen Fällen darauf gesehen wer⸗ den, daß Knaben und Jünglinge von 10 bis 18 Jahren gar nicht ins Aus⸗ land kommen, außer wegen dringender Ursachen und auf besondere Aller⸗ höchste Resolution. 2) Die Familien und die Dienerschaft verwundeter Offiziere, die zur Heilung ihrer Wunden mit oder ohne Unterstützung von Seiten der Krone ins Ausland reisen, unterliegen keiner Steuer für Passe. Von den Familien und der Dienerschaft der ins Ausland in Dienst⸗Ange⸗ legenheiten geschickten Beamten soll nur in denjenigen Fällen keine Steuer verlangt werden, wenn sie dorthin zum beständigen Dienst abgehen; von den Fheigen aber soll die Steuer, wie von Reisenden, erhoben werden.

4) Civil⸗Beamte, die zur Heilung von Krankheiten mit Unterstützung von der Krone oder mit Beibehaltung ihres Gehalts und anderer Emolumente, die sie im Dienste beziehen, ins Ausland reisen, desgleichen ihre Familien und Dienerschaft, sollen einer Steuer von 25 R. S. von jeder Person un⸗ terliegen. 5) Unter der allgemeinen Benennung von Personen, die in Han⸗ dels⸗Angelegenheiten ins Ausland reisen, von welchen im 3ten Punkte des Ukases vom 27. März die Rede ist, sind Gutsbesitzer, Edelleute und Beamte zu verstehen, von welchen die volle Steuer von 100 R. S. zu erheben ist, wenn sie nicht in eine Gilde oder Zunft eingeschrieben sind; nicht aber Kaufleute und überhaupt Personen aus dem Handelsstande, denn im 4ten Punkte desselben Ukases sind alle Kaufleute unter der allgemeinen Benennung und andere Personen des Handelsstandes gänzlich von der Zahlung der Steuer befreit. 6) Gutsbesitzer, Edelleute und Beamte, die in Handels⸗ Angelegenheiten ins Ausland reisen, sollen, wenn sie in Gilden 98 ben sind und deshalb für das Recht, Handel zu treiben, besondere Steuern erlegen, der Steuer für Pässe ins Ausland, in derselben Weise wie Kauf⸗ leute von denselben befreit sind, nicht unterworfen werden. 7) Die Familien und die Dienerschaft: a) von Gutsbesitzern, Edelleuten und Beamten, die in Handels⸗-Angelegenheiten ins Ausland reisen und in keine Gilde eingeschrieben sind; b) von Gutsbesitzern, Edelleuten und Beamten, die in solchen Angelegenhei⸗ ten reisen, in eine Gilde eingeschrieben sind und für das Recht, Handel zu trei⸗ ben, Abgaben zahlen, und c) Kaufleute und andere Personen des Handels⸗

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standes sollen in Betreff der Steuerzahlung denselben Regeln wie ihre Fa⸗ milienhäupter unterliegen, d. h., Personen, die der 1sten Klasse zugezählt sind, zahlen jede 100 R. S., die den beiden letzten Klassen zugezählten aber nichts. 8) Ueber die Ertheilung von Pässen an diejenigen, welche zu ihrer Vervollkommnung in Instituten für Landwirthschaft mit herabgesetzter Steuer oder ganz ohne Steuerzahlung ins Ausland entlassen zu werden bitten, soll die Lokal⸗Obrigkeit jedesmal mit besonderen Vorstellungen beim Minister des Innern einkommen, dem es freisteht, unter beachtungswerthen Umständen die gehörige Resolution zu ertheilen. 9) Die im 1sten Punkte des Ukases vom 27. März festgesetzte Regel über das Alter der Personen, die ins Ausland zu reisen wünschen, wird nicht auf die im 4ten Punkte desselben Ukases bezeichneten Personen, d. h. auf Gutsbesitzer, Kaufleute, Commis und Fuhrleute, so wie auch auf Schiffer, freie Matrosen und Kolonisten ausgedehnt. 10) Die Vor⸗ schriften über Steuern für Pässe von Familien und von der Dienerschaft von Personen, die im 1sten, 2ten, 3ten, 4ten und 7ten Punkte genannt sind, soll auf die Familien und die Dienerschaft ausgedehnt werden, welche sowohl zugleich mit den bezeichneten Personen abreisen, als auch auf dieje⸗ nigen, welche dies in der Folge nöthig finden. 1e6“ 8

Frankreich.

Paris, 28. Juni. Die Frage über die Verzweigungen der nördlichen Eisenbahn ist gestern von der Deputirten⸗Kammer ent⸗ schieden. Ein Amendement, wonach die Linien von Calais und Dün⸗ kirchen die belgische Bahn zu Fampour bei Arras treffen sollten, wurde von den Herren Berryer und Dufaure unterstützt, aber von Herrn Chasles, Mitglied der Kommission, aus ökonomischen Gründen be⸗ kämpft, indem derselbe daran erinnerte, daß man ja deshalb sogar die ganze Linie von Amiens nach Boulogne vertagt habe. Die Herren Bineau und Vivien sprachen ebenfalls gegen das Amendement, aber aus anderen Ursachen, nämlich weil dadurch weder den Bedürfnissen des Verkehrs mit England, noch den Interessen der Häfen Calais und Dünkirchen hinreichend genügt würde, die man vor Allem mit Lille und, vermittelst einer Transit⸗Linie, mit Belgien und dem nördlichen Deutschland in rasche und direkte Verbindung bringen müsse. Das Amendement wurde auch nach einer zweifelhaft gebliebenen Abstimmung beim zweiten Male verworfen. Nicht glücklicher war der Vorschlag, den Berührungspunkt der Eisen⸗ bahnlinien zu Ostricourt zwischen Lille und Douai, anzunehmen. Die Kammer beschloß endlich, auf Antrag des Herrn Ternaux, daß die Zweigbahnen nach Calais und Dünkirchen von Lille ausgehen sollten. In Folge dieses Votums glaubt man auch noch die baldige Geneh⸗ migung der Linie von Amiens nach Boulogne erwarten zu dürfen. Der 1ste Artikel des Gesetz⸗Entwurfs wurde dann angenommen, und die Berathung über die für die Linien von Calais und Dünkirchen zu eröffnenden Kredite begonnen. Herr Berryer schlug vor, dieselben für Boulogne um 14 Millionen zu erhöhen; sein Amendement wurde der Kommisston zur Begutachtung überwiesen und soll heute diskutirt werden.

Es ist nun auch der ausführliche Bericht des Marschall Bugeaud über das zweite Treffen mit den Marokkanern eingegangen, der jedoch, mit Ausnahme der detaillirten Darstellung des Gesechts⸗ weiter nichts enthält, was nicht schon bekannt wäre. Man ersieht daraus übrigens von neuem, daß El Gennaui, der Befehlshaber der marokkanischen Truppen und Kaid von Uschda, wider den eigenen Willen durch die Zügellosigkeit der unter seinen Befehlen stehenden Soldateska zu den Angriffen auf die Franzosen fortgerissen wird. „Diese fanatischen und undisziplinirten Truppen“, heißt es in dem Bericht des General⸗ Gouverneurs, „näherten sich, der Reihe nach, der Konferenz (die zwischen General Bedeau und El Gennaui 2 Kilometer von dem am Ued Mullah befindlichen Lager des Marschalls und 12 Ki⸗ lometer vom marokkanischen Lager stattfand), zwangen Gennaui, sie zu unterbrechen, so sehr er sich auch bemühte, ihren Ungestüm im

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Zaum zu halten, umringten zuletzt unsere Abgesandten vollständig und begannen auf unsere Truppen zu feuern, die sich in ehrerbietiger Ferne von unseren Bevollmächtigten hielten; niemals sah man solche Frech⸗ heit und Barbarei.“ Der Bericht endet mit folgenden Schlußfol⸗ gerungen: „Dieser Kampf, den wir, selbst auf Kosten unseres, durch Marokko's Verfahren schwer verletzten Nationalstolzes hatten vermei⸗ den wollen, muß vor und hinter uns einen trefflichen moralischen Eindruck machen. Seit mehreren Monaten priesen uns die Araber die regelmäßige Kavallerie des Kaisers an; nach ihren Aeußerungen war sie unüber⸗ windlich. In den beiden Gefechten vom 30. Mai und 15. Juni haben wir gezeigt, daß die afrikanische Armee ihr weit überlegen ist. Unsere Infanterie⸗Tirailleurs sind nicht einen Fußbreit vor ihr ge⸗ wichen, und unsere Kavallerie hat die Abidsbokari's (regelmäßige marokkanische Kavallerie) mit großem Erfolge und ohne Zaudern an⸗ gegriffen. Wenn die Stärke der Zahl auf Seiten des Feindes ist, so ist auf der unsrigen jetzt die moralische Stärke. Wir haben diese stolze Race belehrt, daß es unmöglich ist, uns hinter die Tafna zurück⸗ zudrängen. Dies aber ist der Zweck, weshalb Abd el Kader unter⸗ stützt und beschützt wurde und weshalb man Aufruhr unter unseren Gränzstämmen aussäete.“ 8 Das Journal des D6bats, welches bisher alle irgend mög⸗ liche Zurückhaltung und Mäßigung in der Differenz mit Marokko empfohlen hatte, damit der Ausbruch eines vollständigen Krieges 189 mieden werde, scheint jetzt die Erhaltung des Friedens kaum noch für

möglich zu halten. „Die gehässige Treulosigkeit der marokkanischen

Truppen“, sagt das ministerielle Blatt heute nach Mittheilung des

Bugeaudschen Berichts, „und der Kampf vom 15. Junit haben die Schwierigkeit gewissermaßen unauflöslich gemacht. Man ist zwar sortwährend überzeugt, daß Alles gegen den Willen des Kaisers ge⸗ schehe; wenn aber seine eigene Garde vorwärts stürzt, statt die undis⸗ ziplinirten Stämme im Zaum zu halten, wozu können dann die Be⸗ theuerungen und Stipulationen eines Souverains dienen, der nicht mehr Herr ist bei sich zu Hause, und dessen Truppen hinfort den Aufreizungen des ehrgeizigen Abd el Kader folgen! Die Agenten Abd el Kader's, der die Seele aller dieser Bewegungen ist, haben das Gerücht verbreitet, die Franzosen verlangten die Abtretung des ganzen Gränzgebiets, sie wollten außerdem den Kopf Abd el Kader's, und sie böten dem Kaiser eine Kameelladung in Gold⸗Quadrupeln als Preis für diesen Kopf. Die bekannte Habgier ihres Souverains und die Wildheit der muselmännischen Sitten gaben dieser unsinnigen Erdichtung in den Augen der Marokkaner viel Wahrscheinlichkeit. Es werden nun unaufhörlich Verstärkungs⸗ Truppen von Algier nach Oran befördert. Am 19ten traf ein Bataillon des 44sten Regiments in Oran ein. Ein anderes Bataillon dieses Regiments sollte nach Tenes transportirt werden, um das Lager von Orleansville zu verstärken. Man spricht von militairischer Occupation der Küste und des Eilands von Gasuna an der Mün⸗ dung des Nedroma⸗Flusses auf der äußersten Gränze von Marokko. Dagegen hatte die Dampf⸗Fregatte „Asmodée“, welche am 15ten von Oran abgegangen und am 2lsten zu Toulon angekommen war, die Nachricht mitgebracht, der Kaiser Muley Abderrhaman habe auf das von dem französischen General⸗Konsul zu Tanger übergebene Ultimatum die befriedigendste Antwort ertheilt. Auch der am Zlsten zu Marseille angekommene „Phenicien“ brachte die Kunde, es sei in dem Augenblick, wo er Gibraltar verlassen, dort allgemein das Ge⸗ rücht von einer friedlichen Ausgleichung der Differenz zwischen Frank⸗ reich und Marokko verbreitet gewesen. Diese Nachrichten bedürfen aber natürlich noch sehr der Bestätigung, da sie auf bloßen Gerüch⸗

ten beruhen. 5

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II Paris, 28. Juni. In der Deputirten⸗Ka nmer er hob v um. 1 Uhr wieder noch nicht die nöthige 8*% von Mitgliedern anwesend war, eine Diskussion hierüber. Eine 88 * im Centrum verlangte den Namens⸗Aufruf. Herr Monnier de la Sizeranne aber bemerkte, der Namens⸗Aufruf, so wie Se. habe das Mißliche, daß er den abwesenden Mitgliedern Zeit zur An⸗ kunft lasse, also kein Resultat liefere; denn am folgenden SEäöen die Mitglieder nicht pünktlicher als am vorhergehenden. Er es für zweckmäßiger, die anwesenden Mitglieder ermitteln und die 9 82 der Abwesenden in vier öffentliche Blätter einrücken zu lassen. 8 Präsident gesteht den Uebelstand des Namens⸗Aufrufs zu un wünscht Abhülfe im Reglement. Inzwischen werde einer der Fiähn taire zum Namens⸗Aufruf in der gewohnten Form schreiten. 3 Lüser beginnt, wird aber nach einer halben Stunde durch die An hgs neuer Mitglieder unterbrochen. Der Präsident läßt nun ie gestern abgebrochene Diskussion über die Eisenbahn von Fserts nach der belgischen Gränze mit Zweigbahn nach dem Kanal fortsetzen. Der Berichterstatter, Herr Lanyer, erstattet Bericht über die Beschlüsse der Kommission hinsichtlich der an sie zurückverwiesenen 3 Amendements der Herren Berryer, de Keißer und Baude. Die beiden Ersteren verlangen unmittelbare Geldanweisung zur Erbauung der Bahn von Amiens nach Boulogne über Abbeville. 89 885 mission hat nach Anhörung des Finanz⸗Ministers diesen b g nicht annehmen können, dagegen das Amendement des Herrn Baude annehmbarer gefunden, der eine Konzession für eine sich J b sellschaft vorschlug. Nuͤr die Dauer der verlangten v anf 99 Jahre schien der Kommission zu lang. Sie Se. aher ein Amendement, wodurch der Minister der öffenttichen Arbeiten 9 sten Session ermächtigt wurde, eine Konzession zu 2 15 6 aber 70 Jahre nicht überschreiten dürfte. Diese Gesel schaf hätte an er ber Abbeville und Etaples alle Arbei⸗

Bahn von Amiens nach Boulogne ü⸗ beville 2 8 ten LW und Ihae vom Staate eine Subvention von 3 Millio⸗

Die Konzession würde durch öffentlichen Zuschlag ertheilt. Der vhin i g 6 8 ncessen n ichen A 4. e f. en unterstützt den K ommis sions⸗ Antrag, und Herr Berryer schließt sich, sein Amendement zurück⸗ ziehend, demselben an. Das Amendement der Kommission wird an⸗ genommen, die Dauer der Konzession jedoch vorbehalten, da Unter⸗ Amendements in dieser Hinsicht beantragt sind. Endlich wird auf Herrn Muret de Bort's Antrag die Dauer von 99 Jahren und dann der ganze 2te Artikel in seiner neuen Fassung angenommen.

5 Großbritanien und Irland.

1 Unterhaus. Sitzung vom 26. Juni. Die gestern ver⸗ tagte Debatte über die Korngesetze wurde heute beendet und Herrn Villiers Antrag, diese Gesetze gänzlich abzuschaffen, mit 328 gegen 124 Stimmen, also mit der bedeutenden Majorität von 204 Stimmen, verworfen. Die bekannten Argumente für und wider den Antrag

endste, Prächtigste und Köstlichste, was die geistliche Poesie des 1 „Georg Friedrich Händel's Stammbaum, nach Original⸗

hristenthums hervorgebracht hat. Ein Himmel und Erde durchtönendes Orgelwerk scheint im Gange zu sein, das mit Schauern innerer Unwürdig⸗ keit, mit Flehen und Zerknirschung, mit Frohlocken über Gottes Güte, mit Klagen und Seufzern über den menschlichen Fall, und mit Triumphtönen der Erlösung das Weltall durchzittert. Oder das Feuer der Todes⸗Trun⸗ kenheit sprüht aus Triumphliedern der Märtyrer, glühendsremd, im Gewande des buntgefleckten Tigers, und bildet so die Höhe dieser freieren und mehr ekstatischen Tonart, entgegen der mehr gemessenen und gedämpften altrömi⸗ schen, ähnlich wie sich auch in der profanen Dichtung des Südens Calde⸗ ron’s buntflammende Lichter von Dante's düsterer Strenge und Tasso's ge⸗ sättigtem Farbenschmelz unterscheiden.“

„Mit Fortunatus geht dieser reichere Liedeston nach Italien über, in

den Schauern seines Vexilla regis und Pange lingua und setzt sich hier und in Frankreich später zu den reichen Gesangs⸗Adern eines Peter Da⸗ miani, Thomas von Aquin, Adam von St. Victor, Bern⸗ hard, Bonaventura sort, bis er in den Schrecken des flammenden Dies irae und den süßen Seufzern des Stabat mater seine beiden höchsten und berühmten Gipfel erreicht, zu denen diese Poesie aufwuchs, den der Vorstel⸗ lung des Weltgerichts und den des Mariendienstes. Aber was zwischen ihnen die Mitte bildet und zugleich immer die Tiefe der christlichen Dich⸗ tung gewesen ist, ist das Element eines tiefen Reueschmerzes, worin gleich aem seheimnißvollen Baum das Holz des Kreuzes als das centrale christ⸗ liche Mysterium hervorblickt.“ en "Einen bedeutenden Gegensatz zu dieser ganzen Entwickelung des latei⸗ nischen Gesanges bildet der griechische. Hier findet sich in den älteren Lie⸗ dern die erste 8 sam jungfräuliche Begeisterung, mit der die Welt das Christenthum empfing, ein überschwellendes Entgegenjauchzen, ein Vergessen seiner selbst und der ganzen Welt über dem genaheten Geheimniß.

abei kann der altgriechische Typus in Vergleich zu allen übrigen Formen e. e. und zarte genannt werden. Die Erinnerungen an den borene B age elegoet 4 8 ihm durch, und die griechische Fhcs. sieht sich von einem ruhigen jenseiti Fe b, sch Jr 9 Helnsrn den Schmerzen ihrer eigenen Uinvolston ehte angff 89 haa Fershe⸗ 8e. walt nach höherem Schutz verlangen lassen.“”

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82 8 Künstler⸗Genealogie.

quellen und authentischen Nachrichten aufgestellt und erläutert vpon Dr. K. E. Förstemann, dirigirendem Seeretair ddes thüringisch⸗sächsischen Vereins für Erforschung des vater⸗ hllÜlundischen Alterthums zu Halle. Leipzig bei Breitkopf und 8 Härtel 1844. Groß Quart, 12 Seiten.“ Dite Aufstellung genealogischer Uebersichten hat für dynastische und erb⸗ schaftliche Interessen ihr Gutes und Nützliches; ob diese aber für die Wür⸗ digung eines großen Komponisten von irgendwelcher Erheblichkeit sind, möch⸗ ten wir mit allem Fug in Abrede stellen. Das Haupt⸗Resultat, das aus obiger Schrift gewonnen wird, ist die Feststellung, daß G. Fr. Händel nicht im Jahre 1684 (wie Matheson, die allgemeine Encyklopädie, Schil⸗ ling und zuletzt noch König Ludwig in „Walhalla's Genossen“ angaben), sondern ein Jahr später im Jahre 1685 (wie schon auch Dreyhaupt in seiner Beschreibung des Saalkreises richtig anführte) das Licht der Welt erblickt hat. Ferner hat die Förstemannsche Schrift aus den Kirchenbüchern zu U. L. Fr. in Halle ermittelt, daß Händel nicht, wie es an den citirten Quellen heißt, am 24. Februar geboren, sondern an diesem Tage getauft wurde! Die Geburt soll, nach Dreyhaupt, einen Tag früher stattgefunden haben. Während die Notizen, die sich in diesem Werkchen über die Familie Händel finden, nur von sekundärem Interesse sind, nehmen dagegen die mit⸗ etheilten Verzeichnisse der Künstler aller Art, welche sich im 17ten Jahr⸗ hundert zu Halle zusammenfanden, mehr die allgemeine Aufmerksamkeit der Freunde vaterländischer Kunstgeschichte in Anspruch. Es wird darauf hin⸗ ewiesen, daß Halle zu denjenigen Städten gehört, wo wir ein reges Leben hihern⸗ Art schon seit Jahrhunderten sehen, und unter den Umständen, welche dazu beigetragen, dort den Sinn für Kunst und Wissenschaft früh zu beleben und zu erwärmen, wird insbesondere der hervorgehoben, daß Halle, wie es schon in früheren Hehrhaisderne, häufig die Residenz der Erzbischöfe gewesen, so namentlich seit der Zeit, wo Administratoren das Erzstift Magdeburg verwalteten, ausschließlich der Sitz seiner Lan⸗ desherren geworden. „Ist es wahr“, heißt es S. 4, „daß der Sinn für Kunst und Wissenschast sich überträgt auf das allgemeine Leben und diesem einen höheren und schöneren Schwung verleiht, so dürfen wir auch

Halle nicht vergebens nach den Spuren eines solchen Lebens suchen. das 16e Jahrhundert erinnere ich nur an den Glanz, welcher sich bei dem

großen Schützenfest zu Halle im Jahr 1560 entfaltete, und für das 17te

Jahr 8 ie Festlichkei Administrator

Jahrhundert nur an die großen Festlichkeiten, welche der Adt

Christian Wilhelm mit hohem Luxus und in seltener Praͤcht bei Gelegen⸗

heit der Kindertaufe der Prinzessin Sophie Elisabeth im Jahre 1616 zu alle veranstaltete.“

b Das Venese, der im 17ten Jahrhundert aus Halle hervorgegan⸗

genen Bildhauer, Maler und Musiker schließt mit dem Organisten Friedrich

Wilh. Zachau, dem Lehrer des großen Händel. u.

Trier, im Juni. Auch hier hat sich, nach dem Beispiele anderer Städte der Rhein⸗Provinz, ein Verein für Verschönerung der Stadt und deren Umgegend am 9. März d. J. konstituirt und Statuten entworfen, welche von dem Herrn Ober⸗Präsidenten genehmigt worden sind. ““ stand besteht aus zwei beständigen (Ober⸗Bürgermeister und Stadt⸗Bau⸗ meister) und sieben wechselnden Direktoren. Der Verschönerungs⸗Verein ist gleich thatkräftig aufgetreten, und schon sind auf den Betrieb und aus den Mitteln desselben Garten⸗Anlagen (Bosquets) vor dem Simeons⸗Thore, unserer merkwürdigen porta nigra, ausgeführt worden. Es wäre nur zu wünschen, daß der Verein über mehrere Mittel zu gebieten hätte, denn der ganze Fonds soll für jetzt nicht mehr als etwa 340 Rthlr. betragen. Ob⸗ gleich ein hochherziger Mann gleich 100 Rthlr., ein anderer 25 Rthlr. un⸗ terzeichnete, so haben doch andere sehr reiche Leute nur 2 oder höchstens 3 Rihlr. gezeichnet. Die Ehre, für ihre Vaterstadt etwas zu thun, überlassen diese Leute gern Anderen, und bei dergleichen Unterzeichnungen für nützliche Zwecke, sogar für die Unterstützungen der Armen, sind es nicht die Trier⸗ schen Patrzzier, sondern mehrentheils die Beamten, welche reichliche Spenden geben. Es sind aber nicht allein die Mittel, welche die Verschö⸗ nerung der Stadt hindern, sondern auch noch manche andere Verhältnisse. Der schöne Platz, der den unschönen Namen Viehplatz führt, und der Pferdemarkt könnten Zierden der Stadt werden, aber auf dem Viehplatz wird alle Monate ein Viehmarkt abgehalten und auf dem Pferdemarkt wer⸗ den die Schweine zum Verkauf ausgestellt. u.“ ei un.; Vermi sch tes. v11X.XX“X“

Zu Jena befinden sich im laufenden Semester 437 Studirende. Freiburg in Baden zählt in diesem Sommer nur 228 Studirende.

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anbietende Ge⸗-

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wurden zu Anfang der Sitzung von mehreren Rednern zweiten und dritten Ranges weiter ausgeführt.

Herr Stratford O'Brien bekämpfte die Anti⸗corn⸗law⸗league und suchte zu beweisen, daß dieser Verein, trotz seiner Geldsammlungen, im Be⸗ trage von 156,000 Pfd., nach sechsjähriger Agitation schlechter stehe, als jemals, also in der öffentlichen Meinung nichts gewonnen habe.

Herr Ward unterstützte dagegen im Interesse der arbeitenden Klassen den Antrag und schmähte die Partei des „jungen England“, welche sich der armen Klassen so eifrig annehme, wo es gelte, auf Anderer Kosten menschlich zu sein, welche in der Fabrikfrage so energisch aufgetreten sei und gegenwärtig vor kleinen Opfern zurückschrecke.

Herr Co bden, das bekannte Haupt der League, rekapitulirt in aus⸗ gedehnter Rede die Gründe für die Abschaffung dieser Gesetze und erklärt, daß, so lange dieselben bestehen, die Fabrik⸗Arbeiter die Steuern der Grund⸗ besitzer zahlen müßten. Er für seine Person wolle den freien Handel nicht blos in Betreff des Korns, sondern aller Gegenstände; werde aber nur erst der Schutz des ersten aufgehoben, so müßte jeder andere gleichfalls fallen. In der allgemeinen Abschaffung aller Schutzzölle liege nichts Revolutionai res und Unpraktisches, da sie nur Schutz⸗-Abgaben betreffe, die im Ganzen sich auf jährlich 2,566,000 Pfund beliefen. Man brauche nur die Kolonial⸗ Zölle auf gleichen Fuß mit den anderen zu stellen, um den Ausfall in der Staats⸗Einnahme zu decken. Er fordere vor Allem aber von dem Mini⸗ ster den Beweis, daß die Korngesetze auf Gerechtigkeit und Vernunft sich

ründen. 8 Sir R. Peel: Sir! Ich habe nicht die Absicht, das Haus über die⸗ sen Gegenstand lange aufzuhalten. Das Haus foll heute einer Benefiz⸗ Vorstellung jener Gesellschaft beiwohnen, welche gewöhnlich im Covent⸗ Garden ihre Stücke aufführt, und es thut mir leid, dieselbe nicht im vollen Genuß ihres Benesizes lassen zu können. (Gelächter.) Ich will über un⸗ seren Gegenstand keine neue Ansichten offenbaren, aber Sir, ich will denz Schutz rechtfertigen, welcher der Agrilultur gewährt wird. Ich spreche nicht von der Aus⸗ dehnung dieses Schutzes, sondern behaupte im Allgemeinen, daß die Agrikultur unseres Landes, sowohl in Rücksicht auf Gerechtigkeit, als Politik, Ansprüche auf Schutz hat. (Lauter Beifall.) Es giebt besondere und eigenthümliche Lasten, welche auf den Grundbesitz ruhen. Ich bin der Ansicht, daß jenes Gesetz, welches Abgaben zur Unterstützung der Armen auferlegt, und welches nicht nach dem Ertrage der Gewerbe⸗Industrie, sondern der Agrikultur ent⸗ worfen ist, eine besondere Last der letzteren aufbürdet; ich bin eben so der Ansicht, daß es Beschränkungen giebt hinsichtlich der Verwendung des Ka⸗ pitals auf die Agrikultur; und darum halte ich dafür, daß auf Grund der Gerechtigkeit die Agrikultur ihren Schutz beansprucht. Aber auch die Poli⸗ tik und die Interessen des Gesammtwohls rechtfertigen diesen Schutz. Ich rechtfertige ihn nicht in Betracht der besonderen Lage der Grundbesitzer, sondern weil ich glaube, daß ein großes allgemeines Uebel die Folge der Annahme ge⸗ genwärtigen Antrags sein würde. Das heißt, ich glaube, daß es mit Aus⸗ nahme der Anti⸗corn-lawleagne nicht zehn denkende Männer im Lande giebt, welche eine plötzliche Aufhebung aller Schutzzölle der heimischen oder Kolo⸗ nial⸗Produfte den allgemeinen Interessen des Landes für vortheilhaft hal⸗ ten. Der ehrenwerthe Herr erklaͤrt freilich eine solche Abschaffung als das Ziel seines Strebens; aber ich behaupte, daß bei der gegenwärtigen Lage des Landes dadurch unsere Handelsgeschäfte paralysirt und eine allgemeine Verwirrung und Gedrücktheit herbeigeführt werden müßte. Die arbeitende Klasse, weit entfernt, durch eine solche Aenderung zu gewinnen, würde in den allgemeinen Ruin mit hineingezogen werden, denn die Annahme des gestellten Antrages würde nothwendigerweise die Abschaffung aller und jeder Schutzzölle zur Folge haben und die Verwirrung allgemein machen. Bei dem künstlichen Zustande, in welchem wir leben, halte ich es für noth⸗ wendig, daß zum Schutze der Interessen aller Handels⸗ und Fabrik⸗Klassen nach dem so lange Zeit hindurch aufrechterhaltenen Prohibitiv⸗Systeme nur sehr vorsichtig und allmälig mit der Entfernung der Prohibitionen vorge⸗ schritten werden darf. Ich bin der Meinung, daß eine solche Aenderung weit sicherer vollbracht wird, wenn man sie ohne Verletzung bestehender In⸗ teressen bewirkt. Ich sehe auf den Umfang des auf die Landes⸗Kultur ver⸗ wandten Kapitals; ich sehe auf die Beziehungen Irlands zu unserem Lande; ich sehe, wie die Wohlfahrt jenes Landes fast gänzlich von dem Zustande seiner Agrikultur abhängt; ich sehe, daß der Betrag des Gewinns, den wir aus unserer heimischen Agrikultur ziehen, nicht weniger als 9 Zehntel un⸗ seres ganzen Bedarfs ausmacht; ich sehe endlich auf die Lage der beschäftigten Bevölkerung. Wohl kenne ich Ihre starren Grund⸗ sätze der Staats⸗Oekonomie, und ich will sie in der Theorie nicht bestreiten, aber ich beachte die eigenthümlichen Umstände und die mannigfachen Interessen, welche nach und nach durch das Schutzsystem entstanden sind. In der Theorie erkenne ich die aufgestellte Doktrin für

richtig an; es mag immerhin wahr sein, was man behauptet, daß die Be⸗ völkerung, der man den Schutz entzogen, sich einer anderen Beschäftigung

zuwenden wird; aber wir sind nicht bloße Theoretiker, die mit abstrakten, eingebildeten Dingen zu schaffen haben; wir müssen im Gegentheil die In⸗ teressen, den Komfort, die Existenz Millionen menschlicher Wesen im Auge haben, und dürfen nicht jene Rücksichten außer Acht lassen, welche sich der Betrachtung jedes Gesetzgebers und Staatsmannes darbieten. Darum muß

ich in Betracht der langen Zeit, während welcher das Schutzsystem bestan⸗

den hat, in Betracht des Kapitals, welches auf den Ackerbau verwendet worden ist, in Betracht der großen, bei dieser Frage betheiligten Interessen nicht aus irgend einer Rücksicht für die Interessen der Grundbesitzer oder Pächter, sondern aus Rücksicht für die Interessen aller Klassen mich entschie⸗ den dem Vorschlage zu der unmittelbaren Entfernung des Schutzes der Agrikultur widersetzen.“

Der Minister gab im weiteren Verlaufe seiner Rede wiederholt die Erklärung ab, daß er nicht daran denke, das Korngesetz von 1842 zu ändern und widerlegte alsdann die Argumente der gestrigen Rede Lord

Howick's, worin dieser sich zum Vertheidiger der Anti⸗corn⸗law⸗league

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aufgeworfen hatte. Sir R. Peel behauptete namentlich, daß die

Forderung, welche Lord Howick als ein Recht der arbeitenden Klassen hitngestellt, „ein gutes Tagewerk verdiene ein gutes Tagelohn“, von keiner Legislatur gesichert, von keinem gesellschaftlichen Zustand, selbst

nicht dem Amerika's, für die Dauer gewährt werden könne. Es wäre

demnach schädlich, sich Hoffnungen hinzugeben, welche niemals in Er⸗

füllung gingen. Lord Howick rechtfertigte seine gestrigen Bemerkun⸗

gen dadurch, daß er seinem Worte eine andere Deutung gab, als

der Premier⸗Minister. Er habe nur behauptet, daß in einem gesun⸗

gi Zustande der Gesellschaft jede Arbeit sich allemal ihren Lohn ere.

Nachdem noch einige Mitglieder im Interesse der Fabrik⸗Industrie für den Antrag gesprochen, erfolgte die oben gemeldete Abstimmung und Verwerfung desselben. Herr Ferrand hatte sein gestern gestelltes Amendement zurückgezogen.

London, 28. Juni. Der Standard bringt heute die Nach⸗

richt von der Ernennung des Nachfolgers Lord de Grey's: „Wir

glauben nunmehr mit Bestimmtheit erklären zu können“, sagt das ministerielle Blatt, „daß Lord Heytesbury zum Nachfolger des Grafen de Grey in dem wichtigen Amte eines Lord⸗Lieutenants von Irland ernannt ist.“

Die gestrigen Verhandlungen des Parlaments waren von unter⸗ geordneter Bedeutung. Im Unterhause erhielt die Zuckerzoll⸗Bill nach einiger Diskussion ohne weitere Abstimmung die dritte Lesung, worauf das Haus mit dem Comité Berathungen über die Bank⸗Bill sich beschäftigte. Im Oberhause kam außer einer kurzen resultat⸗ losen Debatte über das irländische Armengesetz nichts von Belang vor.

Ein Brief des Missiongir Wolff an sämmtliche Missions⸗Anstal⸗ ten, datirt Merve, 230 Miles von Bochara, den 15. April 1844, schildert die Aussichten auf den Erfolg seiner Mission als sehr trübe, und deutet auf die Möglichkeit, daß er selbst ein Opfer derselben werde.

Nachrichten vom Cap vom 4. Mai zufolge, lagen nicht weniger

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als 37 Schiffe bei Ichaboe, um Guano einzunehmen. 88 Dänemarh.

Kopenhagen, 28. Juni. Man erzählt, der König habe vor der Abfahrt des Dampfschooners „Hekla“ eine Anrede an die Offi⸗

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ziere desselben gehalten und sie ermahnt, sich freundlich und zuvor⸗ kommend gegen die schwedischen und norwegischen Offiziere zu be⸗ nehmen, mit denen sie in Berührung kommen würden, da beide Flo⸗ tillen gemeinschaftlich operiren sollten.

Das kolossale, aus Lehm geformte Modell des Aeskulap, welches noch unter Thorwaldsen's Aufsicht in dessen Atelier begonnen wurde, ist vorgestern Nacht umgestürzt, hat indeß glücklicher Weise keinen Schaden im Atelier angerichtet.

Spanien.

6 Madrid, 22. Juni. In vorgestriger Nacht sind sämmt⸗ liche Minister von hier nach Barcelona abgegangen, wo sie wahr⸗ scheinlich bereits eingetroffen sind, indem die Reise in 57 Stunden zurückgelegt werden sollte. Diese schleunige Abreise und die verschie⸗ denartigen ihr untergestellten Bewegungsgründe haben hier eine Art von Bestürzung verursacht, in deren Folge die dreiprozentigen Pa⸗ piere an der gestrigen Börse um 1 pCt. wichen. Natürlich benutzen die Gegner der Regierung diese Gelegenheit, um die beunruhigendsten Gerüchte in Umlauf zu setzen. Bald geben sie an, es werde in Bar⸗ celona ein Gewaltstreich vorbereitet, durch den der Freiheit und der Verfassung Spaniens (obwohl der progressistischen Presse zufolge, be⸗ reits in Sklaverei und Willkürherrschaft umgewandelt) ein Ende ge⸗ macht werden solle. Bald heißt es, die Vermählung der jungen Kö⸗ nigin mit dem Sohne des Don Carlos sei in Barcelona nach dem Eintreffen des Pater Fulgencio von Bourges beschlossen worden. Mit größerer Bestimmtheit wird behauptet, die früher hier zurückgebliebenen vier Minister hätten eine Art von Programm nach Barcelona geschickt, worin sie auf Auflösung der Cortes und Einbe⸗ rufung einer neuen Versammlung, welche zur Einführung verschiede⸗ ner organischer Gesetze ermächtigen solle, antrügen, und zugleich er⸗ klärten, bis dahin sich streng an die Vorschriften der Constitution hal⸗ ten zu wollen. Dieses Programm hat bei den beiden in Barcelona befindlichen Ministern keinen Anklang gefunden und die Königin nun die übrigen dorthin berufen, um eine gegenseitige Verständigung her⸗ beizuführen. Uebrigens scheint es keinem Zweifel zu unterliegen, daß die zwischen dem General Narvaez und dem französischen Botschafter bestehenden Verhältnisse einen immer unfreundlicheren Charakter an nehmen.

Ich schrieb Ihnen neulich, daß der hiesige englische Gesandte in Gemeinschaft mit dem Grafen Bresson, die zwischen Spanien und Marokko obwaltenden Streitigkeiten auf dem Wege der Vermittelung auszugleichen bemüht wären. Die Erläuterungen, welche Lord Aber⸗ deen in der Sitzung des britischen Oberhauses vom 13ten ertheilte, dienen meiner Angabe zur Bestätigung. Ich erwähne dieses nur des⸗ halb, weil die mir bis jetzt vorliegenden französischen Blätter in der von ihnen gegebenen Uebersetzung der Rede Lord Aberdeen's dessen ausdrückliche Erklärung, der französische Botschafter habe die vermit⸗ telnden Bemühungen des englischen Gesandten unterstützt, völlig unter⸗ drücken, obgleich sie im englischen Texte zu sinden ist. Die französischen Oppositions⸗Journale erheben sich sogar gegen diese zwischen Spanien und Marokko eingelegte Vermittelung Englands. Was werden sie erst sagen, wenn sie erfahren, daß die französische Diplomatie sich diesen vermittelnden Schritten anschloß, bevor es zu Feindseligkeiten zwischen Marokko und Frankreich selbst kam?

„Es verlautet, der päpstliche Stuhl zeige sich unter gewissen Be⸗ dingungen bereit, Isabella II. als Königin von Spanien de facto und unter dem Vorbehalt aller Rechts -Ansprüche dritter Personen anzuerkennen. Man bezweifelt jedoch, daß die diesseitige Regierung auf ein solches Verhältniß eingehen werde. .

Die Nachrichten von einer in Sevilla entdeckten Verschwörung haben sich als unbegründet erwiesen. 1

Man berechnet, daß in Folge der von dem Finanz⸗Minister mit den Inhabern der Schatzkammerscheine abgeschlossenen Uebereinkunft monatlich an 3 Millionen Piaster baar in die Staatskasse fließen werden. Auch hat der Finauz „Minister allen Intendanten die Vor⸗ schrift ertheilt, nur Zahlungen in baarem Gelde anzunehmen und alle Papiere zurückzuweisen. Uebrigens wird sich bei der mit den einzel⸗ nen Staats⸗Gläubigern der bezeichneten Klasse nun vorzunehmenden Liquidation erweisen, daß manche derselben, anstatt zu Forderungen berechtigt zu sein, bedeutende Summen an den Staat zu zahlen haben.

Die Zproc. Papiere sind heute abermals um etwas gewichen. Man bezahlte sie mit 26 %, 1 baar; 26 ⅛, 3 auf 60 Tage.

Portugal.

½ Lissabon, 19. Juni. Der Minister des Innern hat sich durch seinen sehr geschwächten Gesundheitszustand genöthigt gesehen, auf einige Zeit die Last der Geschäfte abzuwerfen, um in der Ruhe die Erholung zu suchen, deren er bedarf. Die Königin selbst ver⸗ mochte ihn, dem Vernehmen nach, dazu, nachdem er trotz seines sicht⸗ bar leidenden Zustandes lange widerstritt; die Gewißheit, daß die politische Krisis, welche der neuerlich unterdrückte Aufstand hervor⸗ gerufen, glücklich vorüber und vorerst nichts weiter zu besorgen sei, hat vorzüglich seinen Widerstand überwunden. Herr Costa Cabral wird in Leitung der Geschäfte seines Departements einstweilen durch den Kabinets⸗Präsidenten, Herzog von Terceira, vertreten. Indeß möchte keine wichtigere Frage entschieden werden, ohne zuvor seine Meinung und Gutachten eingeholt zu haben, und wenn auch nur ein Anschein von neuer Krise einträte, wäre der unermüdliche Minister sicherlich sogleich wieder auf seinem Posten. Für die Aufrechthaltung der Ordnung und Ruhe wacht nach wie vor der Civil⸗Gouverneur der Hauptstadt, Herr Jose Cabral, Bruder des Ministers, ein gleich⸗ falls sehr energischer Mann, der aber gerade dadurch, daß er bei Voll⸗ zug von Verwaltungs⸗Maßregeln welcher Art immer so wenig Um⸗ stände macht, viele Feinde hat. Gegen ihn richtet die Oppositions⸗ Nas fast eben so heftige Angriffe, als gegen seinen Bruder, den

Minister.

„Die Leere des Schatzes dauert fort und Abhülfe dafür ist noch nicht abzusehen. Auch die Geschäfte im Weinhandel liegen darnieder, in Porto wie in Madeira, selbst zu geringen Preisen sind gute Weine nicht an den Mann zu bringen.

8B1.“

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Paris, 27. Juni. Im Widerspruche mit den gestern mit⸗ getheilten Nachrichten aus Haiti, die über Jamaika gekommen sind, meldet ein Schreiben aus Port au Prince vom 24. Mai eine gün⸗

stigere Lage der Dinge auf jener Insel. Der General Guerrier war, diesen Angaben zufolge, am 9. Mai feierlich in die Präsidentschaft installirt, Herard, der bisherige Präsident, von seiner Armee vor Azua verlassen worden, und soll nur noch etwa zwanzig ihm treu gebliebene Offiziere bei sich haben. Er und der Kriegs⸗Minister, Herard Du⸗ mesle, welcher der Gegenstand des allgemeinen Hasses und der tief⸗ sten Verachtung geworden, ward durch die National⸗Versammlung aus der Insel verbannt, und Letzterer hatte sich bereits von Port au Prince aus auf das englische Kriegsschiff, Fregatte „Spartan“, geflüchtet. Der General Salomon, der gleich anfangs bei Herard's Ernennung zum Präsidenten diesem widersetzte, und in Folge des Mißlingens seines Versuches gefangen und verbannt wurde, ist nach Port au Prince zurückgekehrt, von wo aus er nach Aur Cayes ging, um mit dem General Acaau, welcher dieser Stadt Meister ist, Behufs seiner Unterwerfung unter die neue Central⸗

Regierung Unterhandlungen anzuknüpfen. Acaau hatte am 10. Mai zu Aux Cayes eine Proclamation erlassen, worin er gewissermaßen über sein bisheriges Verfahren Rechenschaft ablegt. General Acaau erklärt darin, daß er den Beschlüssen „seiner Brüder“” zu Port au Prince sich anschließe, jedoch mit dem Vorbehalte, daß man dem ab⸗ gesetzten Prästdenten Herard nicht seinen Grad und seine von der National⸗Versammlung ihm votirte Pension lasse und die Ernennung Lazare's zum Ober⸗Befehlshaber der Departements des Westens und des Südens zurücknehme. Man glaubte indeß nicht, daß dieselbe auf seine Anforderungen eingehen, die verlaugten Zugeständ⸗ nisse machen, sondern vielmehr, daß man ihn mit Waffen⸗ gewalt zu bezwingen suchen werde. Der Parteiführer Jeannot, der zu Jeremie die Fahne der Empörung gegen Herard aufgepflanzt hatte, hatte sich dem Präsidenten, General Guerrier, unterworfen, dem auch General Pierrot zu Cap Haiti ergeben blieb. Das Eingangs erwähnte Schreiben sieht die Lage der Dinge in günstigem Lichte, und spricht die Hoffnung aus, daß die neue Ordnung der Dinge bald die vollständige Beruhigung der Insel, ja selbst eine Verständigung mit der neuen dominikanischen Republik herbeiführen werde. Indeß mögen diese Hoffnungen doch etwas zu sanguinisch sein. Sobald die Ruhe und Ordnung hergestellt sein wird, soll man Commissaire nach Frankreich abzuschicken beabsichtigen, um mit den Inhabern der Schuld⸗ titel des Anlehens, von welchem seit einem Jahre weder Zinsen be⸗ zahlt wurden, noch die vertragsmäßig stipulirte Ziehung einer gewissen Anzahl zurückzuzahlender Obligationen stattgefunden hat, eine Ueber⸗ einkunft für die Regelung dieser Angelegenheit zu treffen.

Nach Briefen aus Port au Prince vom 24. Mai hat der vo⸗ rige Präsident Herard seine Unterwerfung erklärt. Die französischen Handelsschiffe setzten ihre Waaren ans Land, und die Handelsge⸗ schäfte hatten wieder etwas Regsamkeit gewonnen, obgleich natürlich die politischen Erschütterungen des letzten Jahres und besonders der letzten Monate noch schwer auf ihnen lasten.

n249 Eisenbahnen.

Die Leipziger Zeitung meldet aus Zittau: „Von der Staats⸗Regierung ist die nachgesuchte Konzession zum Bau einer Eisenbahn von Löbau nach Zittau ertheilt und sind dem proviso⸗ rischen Comité die Konzessions⸗Bedingungen bekannt gemacht worden. Die Staats⸗Regierung hat sich hierbei nach einem Viertheil des An⸗ lage⸗Kapitals zu betheiligen beschlossen und das Ende der Bauzeit auf den 1. Juli 1847 festgestellt. Es werden nunmehr die Einlei⸗ tungen, nach welchen unter Einvernehmen mit der Regierung die Ein⸗ zahlungen auf die provisorisch gezeichneten Actien nach Höhe von 10 pCt. ausgeschrieben werden sollen, erfolgen.“

Aus Kassel wird unterm 24. Juni gemeldet:

„Die Unterhandlungen zur Fortsetzung der Thüringschen Eisenbahn auf kurhessischem Gebiete sowohl in der Richtung nach dem Main und Frank⸗ furt, als in der nach dem Niederrhein und Westphalen, sind in Folge des bekannten Titulaturstreits auf ein unvorhergesehenes Hinderniß gestoßen. In Kassel weigert man sich, die Mittheilungen der Sachsen⸗Koburgschen Re⸗

gierung und Behörden, die sich des Hoheitstitels für den regierenden Herzog

bedienen, anzunehmen; falls aber kurhessischerseits keine bestimmte Erklä rung erfolgt, die von Halle bis Eisenach beabsichtigte Eisenbahn weiter fort⸗ führen zu wollen, droht die Gefahr, unser Land umgangen zu sehen, denn schon hört man, daß Unterhandlungen mit der bayerischen Regierung ange⸗ knüpft werden dürften, um die Thüringsche Eisenbahn mit Bamberg in Ver⸗ bindung zu bringen und durch Franken Frankfurt zu erreichen. Es hat deshalb der hiesige Magistrat, da die Stadt Kassel in einem vorzüglichen Grade bei möglichst baldigem Besitz von Eisenbahn⸗Verbindungen interessirt ist, sich mit einer dringenden Vorstellung unmittelbar an Se. Hoheit den Kurprinzen⸗Regenten zu wenden, beschlossen.“

Robert Stephenson, einer der talent⸗ und verdienstvollsten eng⸗ lischen Ingenieure, von den Direktoren der Chester⸗Holyhead⸗Eisen⸗ bahn zu einer Begutachtung des Systems der atmosphärischen Eisenbahn veranlaßt, erstattete auf den Grund zahlreicher, mit eben so großer Umsicht als Gründlichkeit angestellter Versuche auf der Kingstown⸗Dalkey⸗Bahn einen Bericht, welcher kürzlich im Druck er⸗ schienen ist. Der Schluß dieses Berichts rekapitulirt den wesentlichen Inhalt desselben in folgenden Sätzen: 1) das atmosphärische System ist kein wohlfeiles System der Kraftfortpflanzung und steht in dieser Beziehung sowohl der Lokomotive als der stehenden Dampfmaschine mit Seilen nach. 2) Es ist nicht darauf berechnet, größere Ge⸗ schwindigkeiten nachhaltig zu gewähren als der Lokomotivenbetrieb 3) Es wird in den meisten Fällen keine Ersparniß in den Anlagekosten eine Eisenbahn gewähren, sondern dieselben beträchtlich erhöhen. 4) Das atmo sphärische Prinzip könnte etwa angewendet werden aufeinigen kurzen Eisen⸗ bahnen, wo starker Verkehr, zahlreiche und kleine Züge und Stei⸗ gungs⸗Verhältnisse anzutreffen sind, welche den Betrieb mit Lokomo⸗ tiven unmöglich machen; ferner 5) auf Eisenbahnen von 4—5 engl. Meilen Länge, welche einen frequenten und raschen Verkehr in der Nachbarschaft großer Städte zwischen zwei Endstationen ausschließlich und direkt vermitteln. 6) Auf kurzen Linien, wie die Blackwall⸗Eisen⸗ bahn, deren Verkehr hauptsächlich durch Zwischenstationen bedingt wird, ist das atmosphärische Prinzip nicht anwendbar, und steht jeder Einrichtung, mittelst welcher für die Zwecke des Zwischenverkehrs ein⸗ zelne Wagen von einem Seile losgemacht werden, weit nach. 7) Auf langen Eisenbahn⸗Linien können die Bedingungen eines starken Ver⸗ kehrs durch ein so unschmiegsames System wie das atmosphärische, dessen Wirksamkeit so gänzlich von dem vollkommenen Zustande aller einzelnen Theile seines Mechanismus abhängt, nicht erfüllt werden.

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Handels- und Börsen-Nachrichtean. Die China⸗Fahrt eines preußischen Schiffes. 8

Der Hamburger Correspondent enthält den nachstehenden Bericht aus Hamburg (28. Juni):

Unter den vielen schönen Schiffen unter hamburgischer und verschie⸗ denen anderen Flaggen, die jetzt unseren Hafen zieren, sehen wir mit Ver⸗ gnügen einen bekannten China⸗Fahrer, das durch seine ausgezeichnete Construction und als Schnellsegler rühmlichst bekannte preußische Schiff „Prinzeß Louise“, Capitain Rodbertus, der Königl. Seehandlungs⸗ Sozietät in Berlin gehörig, welches von einer sechsten Reise um die Erde, zuletzt von Canton mit einer besonders schön assortirten und reichen Ladung Thee hier eintraf, ein Genuß der direkten Importation, den wir seit meh⸗ reren Jahren zum Bedauern vieler im Thee⸗Geschäft Betheiligter, entbehrt hatten.

Das Schiff „Prinzeß Louise“ verließ die Elbe am 24. November 1842 mit einer für die Westküste von Süd⸗Amerika wohl assortirten Ladung deut⸗ scher Export⸗Artifel, traf, nach Beendigung einiger Zwischengeschäfte in Bra⸗ silien, am 27. März 1843 in Valparaiso, am 4. Mai desselben Jahres in Callao ein, verließ nach Beendigung der dortigen Geschäfte diesen peruani⸗ schen Hafen am 29. August, erreichte in der unglaublich kurzen Zeit von 66 Tagen Manila am 3. November, segelte darauf nach vollzogenen Ge- schäften nach Hong⸗Kong und Whampoa in China, welchen letzteren Ort es am 8. Dezember 1843 erreichte, und trat seine Rückreise nach Europa am 3. Februar 1844 an, war schon nach einer außerordentlich schnellen Reise von 94 Tagen, auf welcher es 15,000 nautische Meilen zurückzulegen hatte, vor dem britischen Kanal, wo es durch widrige Winde mit hunderten anderer von jenseits des Oceans kommenden Schiffen längere Zeit aufge⸗ halten wurde, und lief am 9. Juni d. J. wieder in Kurhaven ein.

Das genannte Schiff hat demnach diese sechste Cireumnavigation in dem kurzen Zeitraume von 18 Monaten und 16 Tagen vollendet, wahrend wel⸗