vi11111414““] A l 1 g e m P beasaesx .894 8 9e d 1 Das Abonnement abb—*— K h “ “ 1181.:SIs lhttPhehes wMesevs ünlts et hemg ihgzin h. dna ö1“ Alle Post-Anstalten des In⸗ und ..Fe1* 111I11“ Auslandes nehmen Hestellung 1“ eö 8 nulbit. 1 Jahr. Ji o nin in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. Insertions-Gebühr für den 5 Raum Seig des Allg. 8 8 Ainze 8 8— “ zeigers 2 Sgr “ 3
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annover, 10. Sept. (Hann. Ztg.) Der Dampfwagenzugg i n e r von Braunschweig, welcher gestern Abend 9 Uhr hier hätte eintreffen Den 12. September 1844. ollen, ist ersi spät in der Nacht angekommen und hat weder Personen, 1 noch Güter von der Magdeburg⸗Braunschweiger Eisenbahn mitge⸗ Pr. Cour. bracht. Die Veranlassung ist ein Unfall, welcher den magdeburger Briet]Seld. 100 ½
Königliche Schauspiele.
Freitag, 13. Sept. Der Freischütz, Oper in 3 Abth. Musik von C. M. von Weber.
Die französischen Theater⸗Vorstellungen werden mit dem nächsten Monat wieder beginnen und im Konzertsaale des Königl. Schauspiel⸗ 169 hauses stattfinden. Meldungen um Abonnements — und zwar für — die ganze Dauer der Vorstellungen, das ist: vom Monat Oktober bis — 182 Ende Juni künftigen Jahres, — sind bis zum 29. September c. im xr 82 Büreau der Königl. General⸗Intendantur abzugeben, wo alsdann 103 e später die Kontrakte abgeschlossen werden. Insofern die bisherigen gen 88 s p. sachannencgen 4₰ 4ö 3 zu wuwenes, sind, werden
8 nse ie ersucht, solches bis zum 20. September zu erklären. 5 1 8 77 An; — Berlin, Sonnabend den 14 :en Königsstädtisches Theater.
97 ½ — 77 Freitag, 13. Sept. Zum erstenmale: Die Blutrache, oder: 8 — 2 ——— eemngeeee 20 — — — Schelle in Korsika. Posse in 1 Akt, nach Dumanoix, von W. Frie⸗ 18 senburg garnisonirenden Sten Kürassier⸗Regiments versammelt waren, 102 ¾ drich. Neu bearbeitet von R. von Lehmann. (Herr von Lehmann, um Sr. Majestät ihre Ehrfurcht zu bezeugen. Die Direktoren der haer vom Stadt⸗Theater zu Hamburg: Schelle, als Gastrolle.) Hierauf: westpreußischen General⸗Landschaft und Provinzial⸗Landschaft hatten List und Phlegma, Vaudeville⸗Posse in 1 Akt, frei nach Patrat, von sich dieser Versammlung gleichfalls angeschlossen, während die Kreis⸗ 109 L. Angely. (Textbücher à 2 ½ Sgr. sind im Billet⸗Verkaufs⸗Büreau stände des marienwerderschen Kreises den König bereits eine Meile vor 2 und Abends an der Kontrolle zu haben.) Zum Schluß: T. F., oder: der Stadt an einer sinnreich verzierten Ehrenpforte in Rachelshof zu Der Enthusiast, Posse in 1 Akt, von M. L. Erich. (Herr von Leh⸗ empfangen die hohe Ehre gehabt hatten. Die hiesige Schützengilde mann: Hippolyt Hyper, als Gastrolle.) 88 hatte auf dem Regierungs⸗Platze ein Spalier gebildet. Nachdem die Sonnabend, 14. Sept. (Eröffnung der italienischen neuen Opern⸗ anwesenden Stände und Behörden Sr. Königl. Majestät vorgestellt Saison.) Zum erstenmale: II Templario (der Templer), Oper in worden waren, hatten Allerhöchstdieselben die Gnade, einen großen 3 Akten. Nach dem Italienischen des G. M. Marini. Musik von Theil derselben zur Tafel zu ziehen. Abends war die ganze Stadt Otto Nicolai. festlich erleuchtet; auch die Bewohner des kleinsten Bürgerhauses hat⸗
4
Pr. C Brief. Geld. Gem.
Fonds.
2 5 — ctien.
Dampfwagenzug in der Gegend von Jerxheim, der ersten Station im Braunschweigischen, betroffen hat. Wie man vernimmt, ist in Folge einer Vernachlässigung eines Bahnwärters, welcher die Schienen einer Nebenbahn nicht angezogen hatte, die Lokomotive aus dem Gleise gekommen und umgestürzt; ein unmittelbar hinter der Loko⸗ motive befindlicher Packwagen und der darauf folgende Postwagen sollen zertrümmert, die Personenwagen aus dem Gleise gekommen und zwei derselben beschädigt sein. Menschenleben wären gottlob nicht verloren; nur einige Personen hätten leichte Beschädigungen „e hr Poe g erhalten. Um 2 Uhr heute früh ist der Zug in Braunschweig ange⸗ S 8 92 0. . Der schuldige Bahnwärter soll die Flucht ergriffen haben. 0.ipr. Pfondbr.
Pomm. do.
Kur- u. Neum. do. Schlesische do.
St. Sebuld-Sch. ⁷ Prämien-Scheme d. Sech. à 50 T. — Kur- u. Neumärk. Schuldversehr. 3 ½ 99 ½ Berliner Stadt- Obligationen Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr.
Brl. Potsd. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Mgd. Lpz. Bisenb. do. do. Prior. Obl. Brl. Anh. Eisenb. do. do. Prior. Obl. 101 Düss. Elb. Eisenb. 48 do. do. Prior. Obl. 100 ½ Rhbein. Eisenb. — do. do. Prior. Obl. do. v. Staat garant. Brl. Frankf. Eisub. do. do. Prior. Obl. Ob.-Schles. Eisnb. do. Lt. B. v. eingez. B.-St. B. L.t. A. u. B. Magd.-Halbst. Eb. Brl.-Schw.-Frb. B. do. do. Prior. Obl. gFanes Esb.
103 ½
4 . 2 1 auf dieses Blatt an, für Berlin 8 Expedition der Allg. Preuls. IgsutT am Zeitung: 8₰ W“ Friedrichsstrasse r. 72. C““ b
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den, unterm 2. Juli ergangenen Erlaß Sr. Excellenz des Herrn Mi⸗ nisters des Innern an den Königlichen Ober⸗Präsidenten der Rhein⸗ Provinz: 8 1 Auf den Bericht vom 8ten v. M., betreffend die Anwendung der Allerhöchsten Kabinets⸗Ordre vom 19. April d. J., wegen der Veröffentlichungen über die Wirksamkeit der städtischen Behörden und Vertreter, in den Städten, in welchen keine der beiden Städte⸗Ord⸗
nungen eingeführt ist, erkläre ich mich mit Ew. ꝛc. einverstanden, daß an die Stelle des in der Allerhöchsten Kabinets⸗Ordre erwähnten Magistrats der Bürgermeister, und an die Stelle der Stadtverord⸗
neten der Gemeinderath treten muß. Die Redaction der zu ver⸗
öffentlichenden Berichte wird daher einer vom Gemeinderath aus sei⸗
—2—
100 ¾ 100 100 ⁄
SS;.
Amtlicher Theil. 8 1 Inland. Briefe aus Marienwerderu. Stettin. (Reise Sr. Maj. des Königs.) — Provinz Branden burg. Gustav⸗Adolph⸗Verein. — Schlesien. Graf zu Stolberg. — Rhein⸗Provinz. zerschiedenes aus Koblenz und Trier. — Pilgerzüge zahlen kein Brücken⸗ geld mehr. — Ministerieller Erlaß. — Schreiben aus Danzig. (Gustav⸗ Adolph⸗Vrrein.) 1 Deutsche Bundesstaaten. Königreich Bayern. Bauten in Mün⸗ chen. — Wein⸗Aerndte in der Pfalz. — Königreich Hannover. Aus Göttingen (Gustav⸗Adolph⸗Verein) und Hameln (Handwerker⸗Ver⸗ ein). — Großherzogthum Baden. Gründung eines Vereins zur
8 K-22
1 Handels- und Börsen-Nachrichten.
Berlin, 12. Sept. Die Börse war heute wieder sehr animirt, und die meisten Eisenbahn⸗Effekten erfuhren eine weitere Steigerung.
Gold al marco. — Priedrichsd'or. 13 And. Gldm. à 5 Th.]— v. Disconto. 3
102 ½ 130 ½
eSSenSEgSneIIen
Auswärtige Börsen. Niederl. wirkl. Sch. 62 ½. 5 % Span. 20 1⁄.
— ——
Pr. Cour. Thlr. zu 30 Sgr
6 msterdam, 8. Sept. Antwerpen, 7. Sept. Zinsl. —. Neue Anl. 20 ⁄. EEeE “
Cour s.
Frankfurt a. M., 9. Sept. 5 % Met. 112 ¾⅞ G. IIope 89 ¾ Br. Stiegl. 89 8½ Br. Int. 60 1⁄%.
1966. Bayr. Bank-Actien 725 G 300 PI. 94 ¼ G. 4do. 500 Pl. 94. 40. 200 Fl. 28 ½.
Hamburg, 10. Sept. Bank Aetien 1625.
Lond on, 6. Sept. Cons. 3 % 99 ⅓. Belg. 102 ½.
ire 5 ⅛. Ausg. Sch. 12 ½. 2 ½ % Holl. 62.
Engl. Russ. 117 ½. Bras. 84 ½. Chili 102. Columb. —. 2
Paris, 5 % Neapl. 98. 10. 59% Span. Kente —. Wien, 8. Sept. Aul de 1839 130 ½.
Pass. —.
Bauk -Actien Pp. ult.
Bugl. Russ. 113 ½.
Neue Anl. 22 ½. Pas- 5 % do. 100 ⅛. Mex. 35 ¼. Peru 23.
Sept. 5 % Rente ün cour. 119. 90. 3 % Rente fin cour. 81. 85.
Nordb. 144 ¼
Brief. Geld.
Polv. Amsterdam 9 do.
8 IHIamburg
—
do.
Neue Port. 44 ½.
Augsburg Breslau Gloggn. 110.
Frankfurt a. M. sücdd. W. . Petersburg
Bekanntmachungen.
Nothwendiger Verkauf. 8 Land⸗ und Stadtgericht zu Schneidemühl.
Das dem Kaufmann Abraham Samuelsohn gehö⸗ rige, hierselbst sub Nr. 54 belegene Grundstück, abge⸗ schätzt auf 6796 Thlr. 21 Sgr., zufolge der nebst Hy⸗ pothekenschein und Bedinguugen in der Registratur ein⸗ zusehenden Taxe, soll
am 28. November 1844, Vormitt. 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.
1628]
Die dem Aufenthalte nach unbekannten Realgläubi⸗ er Geschwister Abraham, namentlich der Lewin Abra⸗ 888 die Ernestine, der Samuel Abraham, der Benja⸗ min Abraham, der Herz Abraham, der Joseph Abra⸗ ham und der David Abraham werden hierzu öffentlich
vorgeladen.
[308] Ediktal⸗Ladung. Nachbenannte Verschollene: 1) die von dem vormaligen hiesigen Kerzengießer und
Seifensieder Agatz bei seiner Entfernung von hier im Jahre 1775 oder 1776 zurückgelassenen beiden Söhne Paul Jacob und Johann Daniel Agatz,
welche danächst als Hutmacher⸗Gesellen von hier
ewandert sind und nach bereits vor ctwa 40 Jah⸗
en zuletzt über sie hierselbst eingegangenen Nach⸗
richten, der Erstere in Spandau und der Letztere in Ungarn verstorben sein sollen;
2) Joachim (auch genannt Johann) Friedrich Bar⸗
tels, Sohn eines hiesigen Bäckermeisters, Fefän
im Jahr 1800, Schuhmachergeselle, danächst Un⸗
eroffizier bei dem Königl. preuß. 19ten Infanterie⸗ gegiment und seit seiner im Frühjahr 1832 in Kreuznach erfolgten Entlassung von demselben, verschollen; 3) die drei Gebrüber: Jacob Andreas, Michael Ja⸗ cob und Gottfrird Jähnke, Söhne eines vormali⸗ en hiesigen Hauszimmermanns, deren Abwesenheit sich im Jahre 1813 bei Gelegenheit einer ihnen angefallenen sehr unbedeutenden Erbschaft ergeben und über deren Verhältnisse und Aufenthalt nichts hat ermittelt werden können, oder deren hier unbekannte Erben, werden auf den Grund des hiesigen Landesgesetzes vom 3. Juli 1797 hiermit geladen, sich längstens binnen Einem Jahre bei uns zu melden und sich zur Erhebung der bisher für hre Rechnung allhier verwalteten Gelder zu legitimiren, widrigenfalls sie durch das am ersten öffentlichen Ge⸗ richtstage nach Ostern 1845 zu publizirende Prällusiv⸗ Erkenntniß werden resp. für jodt erklärt und mit ihren Erb⸗Ansprüchen ausgeschlossen werden. Stralsund, den 17. Februar 1844. Verordnete zum Stadtkammergericht. (L. S.) Erichson.
1625] Bekanntmachung. Das dem Lieutenant a. D. Carl Julius Wilhelm Kiesling gehörige, in der Teltower Vorstadt, Lucken⸗ walder⸗Straße Nr. 1 belegene, in unserem Hypotheken⸗ buche von dieser Vorstadt Vol. III. No. 73. verzeich⸗ nete, auf 8336 Thlr. 4 Sgr. abgeschätzte Grundstück nebst Zubehör soll im Wege der nothwendigen Sub⸗ hastation verkauft werden, und ist hierzu ein Bietungs⸗ Termin auf den 3. Dezember 1844, Vormitt. 10 Uhr, vor dem Stadtgerichtsrath Herrn Steinhausen im Stadt⸗ 8 gericht, Lindenstr. 54, anberaumt. Der Hypothekenschein, die Taxe und die besonderen Kaufbedingungen sind in unserer Registratur einzusehen. Zugleich werden alle diejenigen, welche etwa An⸗ sprüche auf das Grundstück oder die Kaufgelder zu ha⸗ in vermeinen, hiermit aufgefordert, diese spätestens 8 büeana dem oben gedachten Termine anzumelden und ee- widrigenfalls dieselben präkludirt und de, zamit ein ewiges Stillschweigen sowohl gegen di bigen Besitzer, als auch gegen den Käufer und ie Glänbiger, auferlegt werden wird Potsdam, den 6. Mai 1844a.
Königl. Stadigericht hiesiger Residenz. [1098] Aufforderung
Wir fordern hierdurch den Herrn Wi
1 Herrn — meister Lehmann auf, uns von L-. Aufenthalte Kenntniß zu geben, wenn er sonss noch
8
250 PFl. 250 Fl. 2 Mt. 300 Mk. 300 Mk.
1 18
150 Fi. Mt. 100 Thlr. Mt.
Leipzig in Courant im 14 Thl. Fuss. 100 Thlr.
100 PFl. 2 Mt. 56 22 100 sRbl. %
140 ½ 150 ½ 149 ½
Kurz 2 Mt. 3 Mt. — Mt. 79 ½ Mt. 104 102² ½ 99 % Toge 100
7 Uhr.
Wocb. 107
E 8
Preise der Plätze:
— —enemnggn—
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei.
Allgemeiner Anzeiger.
das Engagement behalten will, in welches er zu uns getreten ist.
Magdeburg, den 11. September 1844. Die landwirthschaftliche Central⸗Direction der Provinz
Sachsen. von Holleufer.
[880 b] Bekanntmachung. “
Die Bedingungen, unter welchen Umwandlungen von Aelien der unterzeichneten Gesellschaft in Gemäß⸗ heit §. 20. der Statuten vorgenommen werden können, sind auf den Büreaus der Gesellschaft einzusehen. Die Frankfurter Versicherungs⸗Gesellschast.
1 Der Direktor Julius Loͤwengard.
— —ä
[902 b]
Mit Bezugnahme auf unser Rundschreiben vom 25.
Mai d. J. fordern wir diejenigen, welche ihrer in den Bedingungen der Actien⸗Zeichnung zur Bildung einer Rheydt⸗Eschweiler resp. Düsseldorf⸗Nheydt⸗Eschweiler Eisenbahn⸗Gesellschaft eingegangenen Verpflichtung nicht nachgekommen sein und das zu den Vorarbeiten be⸗ stimmte ½ ℳ noch nicht eingezahlt haben sollten, hier⸗ durch auf, diese Zahlungen ungesäumt an den zur Empfangnahme derselben und zur Ausstellung der Quit⸗ tungen von uns ermächtigten Kausmann Herrn Wilhelm Peltzer hierselbst zu leisten. 1 Rheydt, den 6. September 1844. Das provisorische v. Steffens. Schönbrod. Fridrichs. Sartorius. Coninx. Wilh. Peltzer. Büschgens. Ferd. Stein.
[896 bb Bekanntmachung. Daß die diesjährige leipziger Michaelis⸗Messe, und zwar die sogenannte Böttcher⸗Woche derselben 8 den 30. September, die Meß⸗Woche 8 den 7. Oktober und die Zahl⸗Woche den 14. Oktober beginnt, und daß die Messe überhaupt den 19. Oktober sich endigt, darauf wird zu Vermeidung von Irrungen, die das Einfallen des Michaelistages auf einen Sonn tag veranlassen könnte, hierdurch noch besonders auf⸗ merksam gemacht. Leipzig, den 2. September 1844. Der Handels⸗Vorstand und in dessen Auftrage Adv. Einerte
Oberhohndorfer Steinkohlen⸗d Actien-Verein. — In der am heutigen Tage stattgesun⸗ — denen ersten konstituirenden General⸗Ver⸗ sammlung des Oberhohndorser Steinkohlen⸗Actienver⸗ eins sind zu Ausschuß⸗Mitgliedern erwählt worden: Herr Kaufmann W. Rudolph in Leipzig, Herr Ober⸗Amtmann Rittergutsbesitzer L. Böttger in Cöthen, Herr Kaufmann J. Trübsbach in Glauchau, Herr Kaufmann H. Vollert in Glauchau, Herr Kaufmann J. Rose in Berlin, und zu deren Stellvertretern: Herr Färber W. Grüner in Glauchau, Herr J. P. F. Fischer in Waldenburg un Herr Kaufmann W. Rudolph in Leipzig. Das Direktorium des Actienvereins, welches seinen Sitz in Leipzig hat, ist den Kaufleuten Herrn Caspar Cohn und Herrn Woldemar Herrmann in Leipzig übertragen worden, und wird dies sowohl, als daß von Letzteren Herr Moritz Landmann in Oberhohndorf zum Bergfaktor bestellt worden ist, hiermit statutenmä⸗ ßig zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Leipzig, den 20. August 1844. Das Direktorium des Oberhohndorfer Steinkohlen⸗ 1I Actien⸗Vereins.
Comité. Fried. Euglerth.
[901 b] Oberhohndorfer Stein- kohlen-Actien-Verein.
Die erste Einzahlung auf die Actien des Oberhohn⸗ dorfer Steinkohlen⸗Actien⸗Vereins hat in Gemäßheit §. 2. der provisorischen Statuten mit Zwanzig Thaler pro Actie bis zu dem 26. September dieses Jahres zu ver⸗ solgen, und werden die Theilnehmer des Vereins aufge⸗ fordert, gedachte Einzahlung nebst Zwei Thaler pro Actie vorschußweise, in Gemäßheit eines Beschlusses der Ge⸗ neral⸗Versammlung, an die Herren Heinrich Küst ner & Co. zu Leipzig zu leisten.
Die bis zum 26. September unterlassene Einzahlung hat eine Conventionalstrafe von zehn Prozent des Ein⸗ zahlungsbetrags zur Folge.
Leipzig, den 20. August 1844.
Das Direktorium des Oberhohndorfer Steinkohlen⸗ Actien⸗Vereins.
“
B.i J. A. Meyer in Aachen ist so eben erschienen
und in Verlin bei Alexander Duncker, Königl. Hofbuchhändler, Franz. Str. 21, zu haben: ex 6 88 1 1 ,) 8 8 .. * Harry Lorrequer's Geständnisse. [1095] Irländisches Charakterbild von CEhakt ((eeer 8 Aus dem Englischen b von ss1s111 i“i Hhard. 1 1844. 8. Elegant geheftet. Preis 1 ½ Thlr. Der Verfasser dieses ausgezeichneten Buches gewann
durch lebendige, kraftvolle Darstellung, anziehende tref⸗ fende Charakter⸗Schilderungen, scharfe Beobachtung und tiefe Menschen⸗Kenntniß, sprudelnden Witz und kernigen Humor eine hohe Stellung unter den romantischen Schriftstellern Englands. So entscheidend war der durch diese „Geständnisse“ ecrrungene Erfolg, daß Herr Lever seine späteren Werke sämmtlich mit der Be⸗ zeichnung: „herausgegeben von Harry Lorrequer“, erscheinen läßt.
— 8₰ Seh „*ℳ 1 Fhomas Vurke Romaan aus der Zeit des französischen Kaiserreiches von
Charles J. Leyer
Aus dem Englischen
von ecbee X“ ir und 2r Band. 1844. 8. Eleg. geh. Preis 3 Thlr. Dieser höchst anziehende Roman enthält einen über raschenden Reichthum wechselreicher Erlebnisse aus einem ereignißvollen europäischen Zei:⸗Abschnitte. Frankreichs Konsulat und Kaiserreich bilden mit der Restauration drei große, in Zusammensetzung und Färbung wesent⸗ lich verschiedene Gemälde, von denen jedes einzelne als Glied in die große Kette greift, welche sich so tief in die Bildung aller duropäischen Verhältnisse eingedrückt hat. Nichts kann interessanter sein, als das frische hier E“
Esgr.
—
[(1099
Uverae Für Fremde — Zu haben in jeder Buchhandlung. Nundkarse von Berlin. In Etui. Kolorirt. 25 Sgr.
Prof. Kugler, Beschreibungd. Kunstlammer. geb. 1hr.
dessen Beschreibung des Museums. Gebunden.
Literar. Anzeigce. Antiquariat. Naturwissenschaftl. Katalog No-. N. 3 Historisch. u. geograph. Katalog&, ] Diese, so wie die früheren u. d. folgenden Num Ern,
[1097]
8 „1906 b]
Den vielen schmerzlichen Verlusten, welche das Bür⸗ ger⸗Rettungs⸗Institat betroffen haben, reiht sich ein neuer an, indem am blen d. M. der Tod auch den Herrn Stadigerichtsrath Langerhans in einem Alter von 68 Jahren abgerufen hat. Vierundzwanzig Jahre lang ist der Verewigte Mitglied unserer Gesellschaft gewesen und neunzehn Jahre hindurch haben wir uns seiner Mitwirkung als Directions⸗Mitglied zu erfreuen G ehabt. 1 8 Mit dem lebhastesten Eifer hat er sich den damit ver⸗ bundenen Geschäften, ungeachtet des großen Umfangs seiner anderweiten Berufs⸗Arbeiten und seiner schon seit Jahren leidenden Gesundheit, unterzogen, und es sich angelegen sein lassen, dem Zwecke unseres Vereins: — nur würdigen, von unverschuldetem Unglück heimgesuch⸗ ien und der Wiederaufhülfe noch fähigen Bürgern, eine Unterstützung zu gewähren — eine immer vollere Aner⸗ kennung in den verschiedensten Lebenskreisen zu verschaf⸗ fen, und damit dem Institute um so viel mehr Wohl⸗ thäter und manche reiche Spenden zu gewinnen. So für die gedeihliche Förderung unserer Wirksamkeit sor⸗ gend, wachte sein heller Verstand zugleich in jedem ein⸗ zelnen Falle mit allem Ernste über die Aufrechthaltung
nothwendig anerkannten Grundsätze. 1 Von dem höchsten Werthe ist uns dabei der Schatz
einer 47jährigen richterlichen Laufbahn und Amtsthätig⸗
Eigenthums⸗ und gewerblichen, so wie mit unzähligen persönlichen Verhältnissen der hiesigen Bürgerschaft — wir dürfen wohl sagen — genauer als irgend Einer bekannt und vertrant geworden war. 8
Zu allen diesen ihm eigenen reichen Gaben gesellte sich auch noch ein rascher Entschluß und ein seltenes Talent in der praktischen Lösung schwieriger Ausgaben, und so be⸗ darf es keiner Versicherung, wie sehr wir seinen Verlust empfinden und wie werth und theuer sein Andenken uns
bleiben wird. Berlin, den 10. September 1844. Direction des Bürger⸗Rettungs⸗Instituts gez. Klein. Knoblauch. Bornemann.
[1064] Ritterguts⸗Verkant⸗
Das im liegnitzer Kreise — ztr. Liegnitz und eine Meile von Jauer entfernt egende Allodial⸗Rittergut Mertschütz mit dem im schönauer Kreise gelegenen Rittergute Rodeland (Forst⸗ und Zinsgut) soll zur Erbtheilung im Wege der Privat⸗Li⸗
den. Der Termin hierzu ist auf
den 7. Oktober d. J., Vormittags um 9 Uhr,
im hiesigen Schlosse anberaumt, wozu cautions⸗ und zahlungsfähige Käufer hiermit eingeladen werden. Der zur Information die⸗ nende Gutsertrags⸗Anschlag, die neuesten Hopotheken⸗ scheine, die Gutskarten und das Vermessungs⸗Register, so wie die Kaufsbedingungen, sind täglich bei dem hie⸗ sigen Wirthschafts⸗Amte einzusehen. Mertschütz bei Jauer (in Schlesien), 26. Aug. 1844.
Otto v. Dresky. Fr. v. Dresky.
Gesucht. Für eine Gießerei ein geschickter 8 für Eisen⸗ und Messingguß. Anerbietungen nebst An⸗- aben, wo und in welchen Branchen Offerant bisher am meisten gearbeitet hat, sind portofrei an die Expe⸗ dition der Bremer Zeitung in Bremen zu adressi⸗ ren. NB. Ohne gute Zeugnisse braucht sich Niemand zu melden.
Die Blumen-, Frucht- und
[10841₰ .
Gemüse-Ausstel] ung
am Opernhause
ist täglich von 8 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends
geösfsnet.
werden gratis aus egeben. 59 44 Behrenster. u“
Entree 5 Sgr. Kinder 2 ⅞ Sgr.
Ein Platz in den Logen und im Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr., im Parquet und in den Parquet⸗ Logen 20 Sgr., im Amphitheater und in den Logen des zweiten Ranges 15 Sgr., Parterre 10 Sgr., Sperrsitz des dritten Ranges 7 ½ Sgr., Gallerie 5 Sgr., ein Platz in der Fremden⸗ und in der Orchester⸗Loge 1 Rthlr. 10 Sgr. 2 Der Anfang der italienischen Opern⸗Vorstellungen ist um halb Die Kasse wird um halb 6 Uhr geöffnet.
Textbücher, in italienischer und deutscher Sprache, sind im Billet⸗ Verkaufs⸗Büreau und Abends an der Kontrolle à 5 Sgr. zu haben.
2.
der zur Erreichung jenes Zweckes festgestellten und als
der Erfahrungen gewesen, welche der Verstorbene sich in
keit erworben hatte und wodurch er mit den Grund- 8
und allen Mitgliedern des Bürger⸗Rettungs⸗Instituts
stehen: Rar schafter au. .
22
citation an den Meist⸗ resp. Bestbietenden verkauft wer⸗
Verbreitung nützlicher und wohlfeiler Bücher. — Erstes badisches Sän⸗ gerfest. — Freie Stadt Bremen. Weser⸗Dampfschifffahrt. — Brief aus Plauen. (Brand⸗Unglüͤck.) . Oesterreichische Monarchie. Triest. Ankunft des Kaisers und der Kaiserin. — Schreiben aus Wien. (Unterricht der Fabrik⸗Arbeiter; Vor⸗ bereitungen zur nächsten Gewerbe⸗Ausstellung.) “ Nußland und Polen. St. Petersburg. Gnadengeschenk für die Ueberschwemmten in Warschau. Frankreich. Paris. Hof⸗Nachrichten. — Die neuesten Nachrichten aus Maroklo. — Bedingungen der Uebereinkunft über die otaheitische Streit⸗ frage. — Schreiben aus Paris. (Weiteres über die Ereignisse bei Mogador und die Operationen des Prinzen von Joinville.)
Großbritanien und Irland. London. Reise des Königs der Fran⸗
zosen. — Der Richterspruch des Oberhauses. — Vermischtes. Schweiz. Kanton Bern. Ersteigung des Wetterhorns. — Kanton Waadt. Correction der Jura⸗Gewässer. 18 Griechenland. Schreiben aus Athen. (Einweihung der evangelischen Schloß⸗Kapelle.) 8 1 Türkei. Konstantinopel. Die Offiziere der preußischen Korvette „Amazone“ dem Sultan vorgestellt. — Abfahrt der Korvette. — Neues Paß⸗Reglement. Die Gewerbe⸗Ausstellung der deutschen Bundes⸗ und Zollvereins⸗Staaten. Eisenbahnen. Der Unglücksfall auf der Braunseen. eig⸗Hannoverschen Bahn. — Die Altona Kieler Bahn.
Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börsen⸗ und Markt⸗ bericht. — Amsterdam. Börsen⸗ und Marltbericht.
““
Potsdam, den 13. September 1844. 1 Seine Majestät der König sind aus der Provinz Preußen auf Schloß Sanssouci zurückgekehrt.
Se. Majestät der König haben den Erzherzogen Joseph (Pa⸗ latin von Ungarn), Ludwig, Friedrich, Wilhelm und Franz von Oesterreich Kaiserl. Hoheiten den Schwarzen Adler⸗Orden zu
verleihen geruht. 1
Se. Königl. Hoheit der Prinz von Preußen ist von London ier wieder eingetroffen. b b 1 Se. Königl. Hoheit der Prinz Karl von Bayern ist auf Schloß Sanssouci eingetroffen. 1 Die Gräfinnen von Stargard und von Wagerin sind von
Hannover, und 1 b Die Gräfin von Mühlingen von Bernburg hier angekommen.
Anzelge. 8 Ddie Kunst⸗Ausstellung im Königlichen Akademie⸗Gebäude wird am Sonntag den 15ten d. M. nach beendigtem Haupt⸗Gottesdienst um 11 Uhr eröffnet und kann täglich, an den Wochentagen von 10 Uhr Vormittags bis Nachmittags 5 Uhr, Sonntags von 11 bis 5 Uhr besucht werden. Der am Eingang unter den Linden Nr. 38. zu habende Katalog enthält 1790. angemeldete Kunst⸗Gegenstände, deren große Mehrzahl bereits eingetroffen und ausgestellt ist. Berlin, den 12. September 1844. 86 nd Senat der Königlichen Akademie der Künste. Dr. G. Schadow, Direktor.
Angekom men: Der Königl. großbritanische General⸗Major, Lord William Russel, und 1 Königl. großbritanische Lord der Schatzkammer, Baring,
pPair von Frankreich, Marquis von Talaru, von Leipzig.
11“
* Marienwerder, 9. Sept. Unsere Stadt hat eit gestern Abends das längst ersehnte hohe Glück gehabt, den geliebten Landes⸗ herrn in seinen Mauern zu sehen. Se. Majestät der König trafen, über Marienburg von Elbing kommend, gestern Abends 6 ½ Uhr hier ein, geruhten in der Dienstwohnung des Regierungs⸗Präsidenten, Freiherrn von Nordenflycht, abzusteigen und bis heute Morgens 9 ½ Uhr zu verweilen, um sodann Allerhöchstihre in wahrhaft landes⸗ väterlicher Absicht unternommene Reise längs dem Weichsel⸗Ufer, welches in diesem Jahre hauptsächlich der Schauplatz der unglückli⸗ chen Ueberschwemmung unserer Niederungs⸗Gegenden geworden ist, über Graudenz, Kulm, Schwetz, Neuenburg und Mewe nach Danzig fortzusetzen.
Der größte Theil der Bevölkerung von Marienwerder hatte sich schon bei der Ankunft Sr. Majestät versammelt, um Allerhöchstdiesel⸗ ben zu begrüßen. Ein tausendstimmiger Jubelruf empfing den ge⸗ liebten König schon beim Eintritt in die Stadt, deren Eingang mit einer Ehrenpforte geschmückt war. Der Magistrat und die Stadt⸗ verordneten bewillkommneten Se. Majestät in einigen ebrerbietigen Worten, welche der Bürgermeister Rurx sprach, worauf Allerhöchstdie⸗ selben huldvoll antworteten. Mit einem lanten Hurrah wurde der König an seinem Absteigequartier wieder begrüßt, wo die Chefs und die Mitglieder der beiden hiesigen Landes⸗Kollegien, die Geistlichkeit, die Vorstände der Kreis⸗ und aller Orts⸗Behörden und auch der Commandeur mit den Offizieren des in der benachbarten Stadt Rie⸗
ten sich beeifert, durch dessen Ausschmückung ihre Freude und Erge⸗ benheit für den geliebten Landesherrn zu bezeugen, und Musikchöre begleiteten noch bis zur Nacht den Jubel des beglückten Volkes.
Heute Morgen hatten Se. Majestät die Gnade, Sich die hiest⸗ gen Freiwilligen aus dem Befreiungs⸗Kriege vorstellen zu lassen, und geruhten sodann die hiesige alte Dom⸗Kirche zu besuchen, in welcher Allerhöchstdieselben von einem Sing⸗Verein mit dem „Salvum fac regem“ empfangen wurden. Auch ließen Se. Majestät, als Aller⸗ höchstdieselben schon den Reisewagen bestiegen hatten und bei dem vor wenigen Jahren neu erbauten Gymnasium vorbeifuhren, den Reise⸗ wagen halten, um auf die Bitte der dort versammelten Lehrer und Schüler noch das Innere dieses Gebäudes zu sehen. Die lautesten Glück⸗ und Segenswünsche der in zahlreicher Menge versammelten Einwohner unserer Stadt aber begleiteten den mit der huldvollsten Milde und Herablassung scheidenden geliebten Landesherrn, als Aller⸗ höchstdieselben hierauf wieder den Reisewagen bestiegen und die Reise weiter fortsetzten.
* Stettin, 12. Sept. So eben, 4 ½ Uhr Nachmittags, trafen Se. Majestät der König, von Königsberg über Köslin kommend, un⸗ ter dem Geläute sämmtlicher Glocken hier ein. Dem allgemeinen Wunsche gemäß, Se. Majestät, zum erstenmale nach Errettung aus der drohend⸗ sten Gefahr wieder unter die Einwohner der Stadt tretend, insgesammt und feierlich zu empfangen, um dem verehrten und uns wiedergege⸗ benen Landesvater die Gefühle der innigsten Liebe und unerschütter⸗ lichen Treue darzubringen, war ein solcher sestlicher Empfang, so gut es die Kürze der Zeit irgend gestattete, vorbereitet. Se. Majestät wurden am Parnitzer Thore von den städtischen Behörden mit einer jenem Wunsche entsprechenden Anrede begrüßt und fuhren darauf durch die mit Laubgewinden und Fahnen verzierten Straßen, in welchen die Gewerke und Schützengilde mit ihren Fahnen, Emble⸗ men ꝛc. ein Spalier gebildet hatten, unter dem lauten Jubelrufe der zahllos versammelten Einwohner über die lange Brücke, welche zu beiden Seiten mit den durch aufgezogene Flaggen aller Nationen ge⸗ schmückten Schiffen besetzt war, nach ihren Appartements in dem Königlichen Schlosse, wo Allerhöchstdieselben die hohen Militair⸗Char⸗ gen und die Mitglieder der Königlichen Dikasterien, so wie die Geist⸗ lichen der Stadt, erwarteten, um ihre Ehrfurcht zu bezeigen. Aller⸗ höchstdieselben werden, dem Vernehmen nach, nur eine Nacht die hie⸗ sige Stadt mit Ihrer Anwesenheit beglücken und uns schon morgen ganz früh wieder verlassen. Am Abend wird die ganze Stadt illu⸗ minirt sein. Einer weiteren Mittheilung behalten wir uns bis mor⸗ gen vor.
Provinz Brandenburg. Der Berliner Allgemeinen Kirchen⸗Zeitung entnehmen wir die nachstehenden Mittheilungen: „Die Versammlungen der Abgeordneten aller preußischen Gustav⸗ Adolphs⸗Vereine, welche vom 2. bis 5. September zu Berlin abge⸗ halten wurden, haben zu einem über Erwarten erfreulichen Resultate geführt. Einstimmig ward der unbedingte Anschluß an den allgemeinen deutschen Verein beschlossen, und zwar in der Art, daß ein besonderer preußischer Verein gar nicht gebildet wird, sondern die einzelnen Provinzial⸗Vereine ganz in der Weise, wie in den übrigen deutschen Ländern, als Haupt⸗Vereine dem großen Ganzen beitreten. Man erwartet dagegen, daß ihnen eine genügende Ver⸗ tretung in dem Central-Vorstande zugestanden werde, etwa so, daß man den beiden Theilen, aus denen derselbe jetzt besteht, einen eben so starken dritten für Preußen hinzufügt. Auch soll der allgemein geäußerte, in Frankfurt unbegreiflicherweise nicht berücksichtigte Wunsch in Erfüllung gehen, daß die Haupt⸗Versammlungen nicht alle drei Jahre, sondern alljährlich gehalten werden. Für die Wirksamkeit unserer preußischen Vereine, sofern dieselbe das Inland betrifft, soll ein permanenter Ausschuß in der Hauptstadt gebildet werden, in welchem jede Provinz einen zu Berlin oder in der Nähe wohnenden Vertreter hat. Derselbe wird jedoch in keiner Weise die Angelegenheiten leiten, sondern lediglich berathender Natur sein und den Verkehr vermitteln; jeder Verein bleibt vollkommen in seiner Selbstständigkeit. So wäre denn die große Aufgabe gelöst, die Preußen nachträglich zu lösen hatte, da es sich bei der constituirenden Versammlung zu Frankfurt a. M. zu betheiligen verabsäumt hatte, und wir dürfen hoffen, daß die ganze Sache dadurch einen neuen Ausschwung erlangen und ihre Wirksamkeit nunmehr auf die segensreichste Weise entfalten werde.“
Provinz Schlesien. Nach einer Bekanntmachung im Bres⸗ lauer Amtsblatt hat der Königl. Präsident Graf zu Stolberg am 2. September die Leitung der Geschäfte des Königl. Konsistoriums für die Provinz Schlesien übernommen.
Rhein⸗Provinz. Man meldet aus Koblenz vom 9ten: Heute wird Ihre Königl. Hoheit die Frau Prinzessin von Preußen auf der Reise von Homburg nach Plittersdorf hier vorbeipassiren. Die hohe Frau wird von hier aus durch den kommandirenden Gene⸗ ral und den Ober⸗Präsidenten begleitet werden. — Am 8. Septem⸗ ber befand sich der Erzbischof von Paris, Herr Affre, zu Koblenz, am 10ten wollten der ergraute und erblindete Bischof von Münster, Freiherr Kaspar Marx von Droste⸗Vischering, so wie der Bischof von Metz zu Trier eintreffen. — Dem Provinzial⸗Steuer⸗Direktor ist, wie die Düsseldorfer Zeitung anzeigt, eine höhere Verordnung zu⸗ gegangen, wonach in Zukunft alle kirchlichen Prozessionen und Wall⸗ fahrten, falls dieselben von einem Geistlichen geführt werden, von der Erlegung des Brückengeldes befreit sein sollen. — Das Ministe⸗ rialblatt für die gesammte innere Verwaltung enthält nachstehen⸗
ner Mitte zu wählenden Deputation unter dem Vorsitz des Bürger⸗
meisters zu übertragen, und wird dem Ermessen derselben anheim zu stellen sein, in wie weit der abgefaßte Bericht vor der Veröffentlichung noch einer Berathung des Gesammtgemeinderaths unterworfen werden soll. Entstehen Meinungs⸗Verschiedenheiten zwischen dem Bürger⸗ meister und der Deputation oder dem Gemeinderath, so ist die Ent⸗ scheidung der Regierung einzuholen.“ 2
* Danzig, 7. Sept. Zur Steigerung und Erhaltung des Interesses für den Gustav⸗Adolph⸗Verein zu Danzig hatte der Vor⸗ stand desselben beschlossen, den Mitgliedern des Vereins zu gestatten, seinen ordentlichen Versammlungen, welche den ersten Freitag jedes Monats stattfinden, als Zuhörer beizuwohnen. 9
Die erste öffentliche Versammlung der Art fand gestern statt.
Der Verein ist noch im Werden begriffen, und mußte deshalb der Beschluß über die Verwendung der vorhandenen Mittel für die Zwecke des Vereins noch ausgesetzt bleiben, weil man darüber einver⸗ standen war, daß ein solcher Beschluß nur zu fassen sei, wenn sich die Größe des jährlichen Einkommens übersehen läßt. So viel kann jedoch schon jetzt behauptet werden, daß dieser Verein in dem dan⸗ ziger Regierungsbezirk, für den er zunächst bestimmt ist, sich einer allgemeinen Theilnahme erfreut und die Hoffnung auf eine recht ge⸗ deihliche Entwickelung desselben nicht unbegründet ist. Denn wenn⸗ gleich in Danzig selbst bis jetzt vorzugsweise nur Personen aus den höheren Ständen dem Vereine als Mitglieder beigetreten sind; der zahlreiche Beitritt von Personen auch aus den mittleren und selbst niederen Ständen in Danzig wird nicht fehlen, wenn einzelne Mit⸗ glieder, wozu mehrere sich bereits erboten haben, Unterschriften zum Beitritt persönlich nachsuchen und entgegennehmen werden.
Außerdem haben sich bereits in Jenkau und Neufahrwasser Lo⸗ kal⸗Vereine gebildet, und die eingegangenen vorlänsigen Berichte der Männer aus den 8 landräthlichen Kreisen des Regierungsbezirks, welche um Bildung von Zweig⸗Vereinen ersucht worden sind, berech⸗ tigen zu der Erwartung auf eine große Ausdehnung des Vereins. Besonders erfreulich ist hierbei die Erscheinung, daß die katholischen Einwohner des Bezirks den Zweck und das Streben des Vereins richtig aufgefaßt und darin nicht eine feindliche Demonstration gegen sich erkannt haben, so daß das friedliche Verhältniß der beiden Reli⸗ gions⸗Parteien dadurch nicht im geringsten gestört ist.
Ausland. Deutsche Bundesstaaten.
Königreich Bayern. Zu München ist der der Glypto⸗ thek gegenüber errichtete Neubau, bestimmt für die Ausstellung von Werken der bildenden Kunst⸗ und Industrie⸗Erzeugnisse der neuesten Zeit, seiner Vollendung nahe; vor Kurzem hat man die von Schwan⸗ thaler in Marmor gefertigten und in analoger Beziehung zu dem Bau stehenden Statuen in das von acht korinthischen Säulen getragene Giebelfeld emporgehoben. Es bleibt nun noch das Innere dieses um⸗ fangreichen Bauwerks zu vollenden, wo sodann der für das kommende Jahr in Aussicht stehenden Ausstellung ein vollkommen entsprechendes Gebäude gegeben ist. — Auch in der bayerischen Pfalz hoffen die Weinbergbesitzer noch einen ziemlich guten Herbst zu machen.
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Königreich Hannover. Die Deutsche Allgemeine Zeitung enthält folgenden Bericht aus Göttingen vom 9. Sep⸗ tember:
Am heutigen Nachmittage fand hier eine allgemeine Zusammenkunft der zu der morgen und übermorgen bevorstehenden dritten Haupt⸗Versamm⸗ lung des evangelischen Vereins der Gustav⸗Adolph⸗Stiftung Angekommenen zu gegenseitiger Begrüßung statt. Abends 6 Uhr versammelten sich die Abgeordneten der Hauptvereine zur Legitimation, zur Wahl des Präsidenten (welche auf den Superintendenten Dr. Großmann fiel) und zur Bestimmung der Tages⸗Ordnung für den folgenden Tag. Dr. Großmann sprach, nach⸗ dem die Legitimation und Präsidentenwahl beendet war, ein kurzes sehr an⸗ sprechendes Gebet. Hierauf erfolgte eine Begrüßungs⸗Anrede an die Ver⸗ sammelten vom General⸗Superintendenten Rettig, worauf Dr. Großmann wieder das Wort nahm und unter warmen, vor Allem Gott die Ehre gebenden und sodann die Weisheit des preußischen Monarchen und dessen edle Gesinnung und Fürsorge für ein einiges Deutschland und eine einige evangelische Kirche preisenden Worten, besonders darauf hinwies, daß Preußen die Hand zum Frieden und zur Vereinigung geboten. Sodann erklärte der Ober⸗Bürgermeister Krausnick aus Berlin, daß die Preußen freudig die Vereinigung suchten und um freundliche Aufnahme bäten. Es sei von Sr. Majestät dem Könige eine Versammlung von Deputirten aus allen Provinzen nach Berlin berufen worden. Dieselbe habe sich für die Ver⸗ einigung ausgesprochen, die auch sofort die Genehmigung auf den Antrag des von jener Versammlung erwählten Vorstandes erhalten. Er las und über⸗ reichte das Antwortschreiben des Herrn Ministers Eichhorn an den Letzteren, durch welches unter Anerkennung der Tendenzen des Vereins der Gustav⸗ Adolph⸗Stiftung und unter dem Ausdrucke eines lebhaften Interesses für den⸗ selben die Königliche Genehmigung erfolgt war. Der Burgermeister Herr Krausnick fügte hinzu, Se. Majestät der König wolle die Einheit Deutsch⸗ lands und der evangelischen Kirche, sprach rühmende Worte und sodann angemessene Versicherungen und eine Aufforderung zum Vertrauen aus. Der Anrede folgte jubelnder Beifallruf. Dr. Großmann, wiederholt an die Wichtigkeit der Entscheidung Sr. Majestät des Königs von Preußen und des bevorstehenden Tages erinnernd, erilärte, daß jenes Schreiben mit ehrfurchtsvollem Dank in das Vereins⸗Archiv werde niedergelegt werden, und las ein Schreiben Sr. Majestät des Königs von Wuüͤrttemberg an ihn, als den Präsidenten des Central⸗Ausschusses, überreicht durch den Hof⸗ Prediger von Grüneisen, vor, in welchem der König unter Anderem sagt, er halte es unter den jetzigen Zeit⸗Umständen für doppelte Pflicht, freimüͤ⸗