gend zur Beachtung zu empfehlen.
8
n nü4 2
5 2* 2 Transport
J. Hiervon ab die Ausfuhr (4. b. . Bleibt vereinsländische Consumtion =
Zu der gesammten Consumtion der Ver⸗ einslande an Baumwollenwaaren hat deas Ausland gelieset cFc
87,01
* 1841. v———— 587,497 3 272,569 500,484
16,504
1842. Centner. 636,052
18438. Centner. 662,573
24s. 74,752
Den S8.
F oöͤ9 „h
8 8
8 8 8
1492
Oktober 1844. .
E11.““
161168
** Berichtigung;: Im gestrigen Blatt der Allg. Pr. Ztg v- Sp. 3 Z. 49 ist statt „Parcellarerde“ zu lesen: Porzel⸗ anerde.
563,483 587,821 Pr. Cour.
Brief. Geld.
Fonds.
Pr. Cour.
Actien. 8 I Brief.
Geld. Gem.
8 — 8 hean 8 1 8 12,156 10,195 St. Schuald-Sch. 100 99½
85
1 oder: die vereinsländische Production an Baumwollen⸗Garn an Baumwollenwaaren im Steigen ist, die Einsfuhr
Consumtion an ausländischen Baumwollenwaaren aber erheblich abgenom⸗ men hat und im Verhältniß zur Gesammt⸗Consumtion nur noch unbedeu⸗
tend ist.
Die Einfuhr an ungebleichtem ein⸗ und zweidrähtigem Baumwollen⸗ garn, einschließlich des zu Zetteln angelegten Garns, welche im Jahre 1843
geringer gewesen ist als im Jahre 1842, hat im ersten Semester 1843 be⸗
tragen 219,631 Ctr.
8
nommen und zwar um 46,430 Ctr.
Die Einfuhr an Baumwollenwaaren hat im betragen
Im ersten Semester 1844 war sie nur.. .
= 500,484
Aus Vorstehendem ergiebt sich, daß die Einsuhr an roher Baumwolle,
Im ersten Semester 1844 war sie nur 173,201 Ctr. Sie hat demnach auch im ersten Semester 1844, gegen 1843, abge
ersten Semester 1843
505,783 587,821 Prämien-Scheine 2 ½ % 1 8 ℳ% 1. Seeb. 250 1. 89 8 Kur- u. Neumärk. Schuldversehr. 3 Rerliner Stadt- ObLligationen Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr. Grossh. Pos. do.% do. do. Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur- u. Neum. do. Schlesische do.
und die Fabrication und vereinsländische
— —
Gold al marco. Friedrichsd'or. Aud. Gldm. ³à ⁵ Th. Disconto.
6,216 Centner. .4,943 „
n
Sie ist demnach auch im ersten Semester 1844, gegen
1843, zurückgeblieben, und zwar um....
Auswärtige
Amsterdam, 4. Okt.
5 % Spau. 20 ¾. 3 % do. 35 26. Pass. 6¹ α. Ausg. — sech. —. Pol. —. Oesterr. 109 .
Antwerpen, 3. 0kt.
4 % Russ. Hope 92 ½ Zinsl. —.
Frankfurt a. M., 5. 0kt. 1965. Bayr. Bank-Actien 728 G. Pola. 300 Fl. 96 ½ G.
5 % Met. 112 G. Hope 90 ¼ G. Stiegl. Paris, 3. 0kt.
5 % Neapl. 98. 75. 5 % Span. Keute 32. Pass. 5 ⅛.
Wien, 4. 0Okt. 5 % Met. 110 ¾. 4 % 100 ½. 1600. Aul. de 1834 151. de 1839 129 ⅞. Mail. III *. Livorn. 116 ½.
[1214] Oefsentliche Bekanntmachung. Die Erben des am 17. Mai d. J. verstorbenen Kaufmanns Siegsried Alexander Benda sind aus der Sozietätshandlung, welche ihr Erblasser mit dem Kauf⸗ mann Meyer Martin Benda unter der Firma M. Benda Söhne am hiesigen Orte betrieben hat, am 17. Mai d. J. ausgeschieden. Dies wird hierdurch mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Kaufmann Meyer Martin Benda die Handlung unter der bisherigen Firma für seine alleinige Rechnung sort⸗ setzt. Berlin, den 12. September 1844. Königliches Vormundschaftsgericht, 8 Thiel.
[905 b] lllaasm 2. Auf den gemeinschaftlichen Antrag des Kansmanns Kindt und des Reifschlägermeisters Mengdehl werden alle diesenigen, welche an das von dem Ersteren an den Letzteren verkaufte, an der Mühlenstraße sub Nr. 5. hierselbst belegene Wohnhaus c. p. dingliche Ansprüche und Forderungen machen zu können vecmeinen sollten, hierdurch geladen, solche in einem der auf den 18ten d. Mts. und den 1sten und 15ten kft. Mts., jedesmal Morgens 10 Uhr, angesetzten Liquidations⸗Termine vor dem Stadtgerichte hierselbst speziell und glaubhast anzumelden, bei Ver⸗ meidung der in termino den 29sten k. Mts., gleich⸗ salls Morgens 10 Uhr, zu erkennenden Präklusion. Datam Greisswald, den 1. Oktober 1844. 8 Direktor und Assessores des Stadtgerichts. Teßmann.
[938 b]
Berlin⸗Anhaltische Eisenbahn.
Der §. 14. unseres Betriebs⸗Reglements bestimmt 2. . — 5 2 * vaß das einzuliefernde Reisege⸗
päck mit dem Namen des Eigenthü⸗ mers und dem Bestimmungsorte deutlich bezeichnet sein solle, widrigenfalls der Reisende sich selbst beizumessen habe, wenn die Beförderung unterbleibt.
Die Nichtbeachtung dieser im eigenen Interesse des Publikums gegebenen Bestimmung hat schon öster höchst unangenehme Verwechselungen der Gepäckstücke zur Folge gehabt, welche nur sehr schwer und mit Zeitverlust und sonstigem Nachtheile für den Reisenden zu ordnen ge⸗ wesen.
Wir sehen uns dadurch veranlaßt, die gedachte Be⸗ stimmung hierdurch in Erinnerung zu bringen und drin
Berlin, den 24. September 1844. Die Direction.
Preußische Renten⸗Versicherungs⸗Anstalt. [967 b] Bekanntmachung.
Die unterzeichnete Direction bringt hiermit zur öffent⸗ lichen Kenntniß, daß die Anzahl der Einlagen zu der diesjährigen Gesellschaft bis zum 2. Shiemler c., als dem ersten Abschnitt der Sammelperiode, 9035 be⸗ tragen hat. Zugleich macht dieselbe darauf aufmerksam, daß nach §§. 4. und 10. der Statuten mit dem 2. No⸗
vember c. die diesjährige Gesellschaft geschlossen wird. Berlin, den 4. Ontcber veic⸗ st geschloss
Direction der Preußischen Renten⸗Versicherungs⸗Anstalt.
Literarische Anzeigen.
Bei Th. Chr. Fr. Enslin in Berlin ist neu er⸗
Börsen.
„: „7 9- Ziusl. 716 BZZ“
Neue Aul. 20 ½. d0. 500 Pl. 94 ¼. 4o. 200 Pl. 28 GC. 5 % Rente fiu cour. 118. 65. 3 % Reute ün cour. 8I. 90.
39% 76 ⁄. Nordb. 155 ½.
. 2,273 Centner.
2 Brl.-Schw.-Frb. E. 4
Bel. Potsd. Eisenb. 5 —
do. 40. Prior. Obl. 4 1032,
Mgd. Lpz. kiseunb. — 186 ½
do. do. Prior. 0 bl. 1 —
Brl. Aub. Eisenb. — 149
do. do. Prior. 0bl. 4 1 103
Düss. Elb. Eisenb. 5 I1 93
40. d0. Prior. Obl. 4 97
Rbein. Eisenb. 5 79
do. do. Prier. Obl. 4 7 ½
do. v. Staatgaraut. 3 ½ 98 ½
Hel. Fraukf. Eisub. 5 144 ¼½
0 b.-Schles. Eisnb. 4 114 ½ 113 ½ do. Lt. B. v. eingez. — 108 2 — B.-St. B. Lt. A.u. B. — 120 119 do. do. Prior. Obl. 4 102 ½¼ — Honn-Köluer Rsb. 5 132 ½ 131½
B 1
Meteorologische Beobachtungen.
Morgens 6 Uhr.
Nachmittags 2 Ubr.
Nach einmaliger
Beobachtung.
1844. 7. Ct.
Abends
Laftdrack. 335,13 Par. 333,430 PLar. 331,190 Per. daellwarme 7,7° R. Luftwärme + 5,0° K. + 8,8°9 k. + 6,4“ R. Plusswirme 8,009 R. Thaupunkt. + 3,6⁰° h. + 2,60 n. + 4,1° h. Rodenwärme 7,90 K. Dunstsättigung 89 pCt. 60 pCt. 85 pCt. Ausdünstung 0,009 nh Wetter neblig. Regen.
Regen. Niederschlag 0,074 Hb. Wis2-d . W. W. W. Würmewechsel +† 9,0“ Wolkeuzug. . — W 4 3,27* R.
Rönigliche Schauspiele.
Mittwoch, 9. Okt. Der verfolgte Wittwer, Lustspiel in nach dem Französischen, von Weidmann. Hierauf: Konzert. 1) Quvertüre vom Königl. Kapellmeister C. W. Henning. 2) „Concecto héroique“, für Violine, in 3 Theilen, komponirt und ausgeführt von Herrn François Prume. a. Allegro maestoso: b. Adagio amoroso; c. Roöndo martial. 3) Duett aus der Oper: Jessonda,
3 Akten,
8EEE81
Pr. Cour.
731 0 2 I F. Brief.
Thlr. 2u 30 Sgr Geld.
von L. Spohr, gesungen von Dlle. Brexendorf und Herrn Pfister. 4) „Hommage à& Bellini“. Große Variationen über ein Thema aus dem „Piraten“, komponirt und ausgeführt von Herrn Frangçois Prume.
5% do. 99 ¼. Preuss., Pr. d0. — Hamburg
ö11““ Londoln 5 Parisg 8* .. N I20 r Augsburg
Amsterdam
mPen
..—
Hauxk-Actien 89] 6. lat. 61 .
.,„
Breslan-
Bauk-Actien Fraunkfuart a. M. südd. W..
3 1 610xu. 114 ½.
[908 b] von Dr. Hermann Burmeister, ordentl. Professor an der Universität Halle⸗Wittenberg. 4r Bd. 1ste Abthl. gr. 8. 3 Thlr.
Dies Werk ist bereits von allen Nationen als klassisch anerkannt, wie auch die Uebersetzungen in fremde Spra⸗ chen beweisen. Die früher erschienenen Bände kosten 15 Thlr. 5 Sgr. 8 [1213]
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Jügerstr. 42, erschienen so ecben: Adam, Potpourri de 1'Opera: 1 Lonjumean p. Pftc. 20 Sgr. Bach, J. S, Gigue p. Pste 5 Sgr. Becker, Aug., 3 Lieder f. 1 Singat. m. Pste. 0p. 1. 15 Sgr. Carulli, Guitarrenschnle, Neue Auflage. 1 Thlr. Chwatal, F. X., Variat. sur la Marche favorite M Josel Gung't: Kriegers-IL.ust, P. Pste. à 4 11182 Oe. 72. 15 Sgr. Engel, D. II., 2 Lieller f. 4 Op. 3. 7 ½ Sgr. — —, Choralbnch mit Zwischenspielen f. Kirche n. Haus. Op. 10. n. 2 TPhlr. Eisenberg, 4 komische Lieder f. 1 Singst. m. Pste. od. Guit. No. 1—4. 20 Sgr. Fitense, Galop f. Plts. 2 ½ Sgr. Görner, C., Variat. facile s. th. origin. p. Pfte Oc. 5. 7 ½ Sgr. Gung'l, Josef, Kriegers Lust, Festmarsch, arr. f. 1 Singst. m. Pfte. Op. 26. 7 ½ Sgr. — —, Ton-Märchen, Walzer, Op. 417. f. Pfte. zu 4 Händen 20 Sgr. — —, derselbe, f. Violine u. Pfte. 15 Sgr. —, Mein Gruss an Berlin, Marsch, Op. 35. Dund Maiblümchen-Galop. Op. 36. f. Orchester 1 Thlr. — —, Mein Grufs an Berlin, Marsch, Op. 35., f. Pfte. 5 Sgr. — —, Maiblämchen-Galop, Op. 36. f. Pfte. 5 Sgr. — —, Derselbe f. Pfte. zu 4 Händen 5 Sgr. Hennig, C., Klänge aus der Heimat. Oberländ- ler de Josel Gung'l transcrit et varié p. Pfte. Jähns, WV., Marche triomphale. Piéce caractér, p. Pftg. Oe. 15. 7 ½ Sgy. Leutner, A., Eisenbahn-Actien⸗Schwindel-Galop f. Pfie Op. 3. 10 Sgr. 3 Lortzing, Potpourri quasi Fantasia de Czaar u. Zimmermann p. Pste. 20 Sgr. Netzer, Jos., Schneebilder, Ged. f. 1 Singst. m. Pfte. Op. 6. 15 Sgr. — —, Hakon'’'s Lied a. Scott's Seeränber f. 1 Sing- stimme m. Pfte. Op. 7. 15 Sgr. „ Trinkchor f. 4 Männerstimmen m. Pfte Op. 10. 10 Sgr. — —, Der grüne Baum, Ged. f. 1 Singst. m. Pfte. Op. 12. 12 ⅔ Sgr. Richter, F., 3 Gedichte f. 1 Singst, m. Pfte Op. 36. 12 ½ Sgr. Riefstahl, C., Morceaux de Salon p. VIn. et Pfte. Cah. I. 17 ½ Sgr., do. Cah. II. 20 Sgr. Schoen, M., Erholungsstunden, 6 leichte melo- dische Duettino's f. d. Violine. Op. 31. 20 Sgr.
Schumann, G., 2 Nocturnes. Oe. 4. p. Pfte. 15 Sgr.
Voss, Ch., II Divertissement brill, p. Pfte. Oe. 16. 10 Sgr.
— —, Verlorenes Glück, Fantasie- Stück f,. Pfte. Op. 35. 20 Sgr.
— — ĩ, Pranscriptions p. I. Pfte. Oc. 51. No. 3. 20 Sgr.
— —, Album-Blatt, Ahendgrüssen, Lied f. 1 Singst m. Pfte. 2 ½ Sgr.
Weiss, Jul., 2 Lieder f. eine tiefe Stimme m. Pste. Op. 11. 10 Sgr.
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Singst. m. Pfie.
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. 150 Pl.
Leipzig in Courant im 14 Thl. Fuass. 100 Thle
V . 100 n.. HoterabNbSH. .. .. 100 Shbl.
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150 Pl. 100 Thle.
— —
be ; be be be beede
Le Répertoire - [1211]
I lin u. Paris mit einstimmrige
schienen. Subse riptionspr. für 6
r 2 9. I 2 2 * * français à Berlin enthält nur die werthvollen Stücke, welche in Ber-
führt worden sind; bis jetzt sind 302 Stücke er-
Und: Der Geburtstag, Divertissement in 1 Akt, von Hoguet
Donnerstag, 10. Oft. Mademoiselle de Belle⸗Isle.
Königosstädtisches Theater. Mittwoch, 9. Okt. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) Zum ersten⸗ male wiederholt in dieser Saison: Lucrezia Borgia. Oper in 3 Akten. Musik von Donizetti. Donnerstag, 10. Okt. Köck und Guste. Vorher: Die Reise zur Hochzeit. (Herr Meister, vom Hof Theater zu Dresden, neu engagirtes Mitglied: Storch, als Debüt.) 8 8
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei
einzeln à 5, 7 ½ u. 10 Sgr. Die Sammlung wird fortgesetat, monatlich 2 neue Stücke. Das Verzeich nits des Réepertoire bitten gratis von uns ader von anderen Buchhandlungen zu entnechmen.
7 A 8 u théatre
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82 Musikhandlung.
i¶m Beifal! aufge-
8 Stücke 1 Thlr.,
Im Vetlage der Unterzeichneten ist so eben erschienen und durch die G v U p j USsche Buch⸗
Kunsthandlung, Koöoͤnigl. Bauschule Nr. 1
[1212]
2, zu beziehen: .
Industrie-Ausstellung im
1 9 9 4* 8 1 2418 Ansicht der Halle für die Industrie⸗-Aus
Eröffnung der Ausstellung.
Ausstellung der Gewebe. Ansicht des Maschinensaals. Fest zu Ehren der Industrie⸗Ausstel
Philipp zu Versailles. Silbergeschirr. Theemaschine von Mayer. Jagdbesteck / von Weinkühlungsgesä⸗ Morel,. Riechfläschchen 1 ) Fries an dem Weinlühlungsgesäß von Morel. Silberne Monstranz von Froment⸗ Meurice, Maschinen. Druck⸗ und Saugpumpe nach Letestu. Saugpumpensatz nach Letestu. Krahnbrückenwage von George. Handmühle für die Armee in Afrika von Bouchon. Durchschnitt der Handmühle. Maschine zum Bildhauen von Collos. Pflug von Le Bachellé. Sichelmaschine von Gargan. Schrotmühle von Quentin⸗Durand. Häcksellade von Quentin⸗Durand. Mouchot's Bäckerei. — Mechanische Kneter. Das Abwägen und Formen des Teiges.
stellung auf den elysäischen Feldern. Aeußere Ansicht der Ausstellungshalle.
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„ 5½ 8 „ ½* gre 7 * 4 „ „ zeichniß der Illustrationen: Ziegelmaschine von Parise. Fallschirmwagen von Callier. Clektrische Maschine von Froment. (4 Abbild.) Chromograph von Rouget de Lisle. Chaleograph von Rouget de Lisle. Satinirmaschine von Calland⸗Bellisle.
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Weihkessel in vergoldeter Bronze. Degengriff von Moutier Lepage. Armleuchter in Bronze von Dernieère. Schwerdtgriff des Herzogs von Luynes. Kamin⸗Verzierung von vergoldeter Basreliesf- auf dem Schwerdte des Bronze von Rodel. Herzogs von Lupnes. Käunsttischlerei. Schild von Eisen und Silber in ge⸗ Lehnsessel mit Holzschnitzwerk nach triebener Arbeit von Froment Men⸗ Grimpes Verfahren. rice. Eichener Schenktisch von Ringuet. Musikalische Instrumente. Stuhl mit Holzschnitzwerk nach Grim⸗ Instrumente von Sax. (4 Abbild.) ps Verfahren. Piano von Erard. Betpult von Grosé. Beleuchtung. Glasschrank in der Mitte eines Saa⸗(Bruchstücke eines Gaskronleuchters für les von Grosé. das londoner Hoftheater von La⸗ Weberei. carrière. Tapetenwirkerei von Mlle. Chanson, Kolbengaslampen von Joanne. Thürvorhang von Aubusson, Zwei Carelsche Lampen von Dehen⸗ Irdene Waaren. nault. Steingut von Voisinlien. Verschiedene Gegenstände. Porzellanvase im Geschmack Ludwig's Familien Eiskeller von Villeneuve. XV., aus der Fabrik von Talmonr. Basrelief mit Rahmen von wasser⸗ Porzellanflacon von Talmour nach dichtem Hanf von Marsuzi de Aguirre. chinesischer Art. Kirchenfenster für die Königl. Kapelle Porzellanvase von Talmour mit Gar⸗ von Amboise von Roussel: 1) die nitur in vergoldeter Bronze von Heilige mit dem Pfeil, nach Zur⸗ Lerolle. baran; 2) die Heilige mit dem Porzellan- Theekanne in chinesischem Buche, nach Zurbaran. Style. Neuer Backosen von Baudin Langlois,
Die Backoͤfen in der Muchotschen Bäckerei,
Leipzig,
Porzellan⸗Blumentisch von Hyacinth Pendeluhr von Garnier. Regnier. Siechkorb von Valat. Porzellan⸗Ränucherbecken.
Expedition der Illustrirten Zeitung. I. JI Weber.
auf einer Geschäftsreise zu Berlin ve manns und Lieutenants, Herrn Peter
Breslau, den 5. Oktober 1844.
[966 b1 Oefsentliche Bekanntmachung. Den unbekannten Gläubigern des am 7. August 1844
zu Breslau, wird hierdurch in Gemäßheit vom §. 137 und solgende, Tit. 17, Thl. I., die bevorstehende Thei⸗ lung der Verlassenschaft mit der Aufforderung bekannt gemacht, ihre Ansprüche binnen 3 Monaten anzumelden.
Die Kausmann Peter Moritz Doeringschen Erben. Ulrike, verw. Doering, geb. v. Wulssen. C. E
Oberstlientenant von Hülsen, 8
als Mitvormund der Doeringschen Minorennen.
[962 b] Auction von
astronomisch⸗mathematf.-geometrischen
rstorbenen Kauf⸗ Moritz Doering
nAtrumenten.
Den 21. Okt. a. c. u. ff. Page sollen im Kloster, Hintergebände 4 Preppen hoch, die zum Nachlasse des Herrn Buchhdfr. Faber gehörigen, ausserordent- lich gut gehaltenen astronomisch-mathemat.-geome- tischen ete. Instrumente versteigert werden. Der bereits darüber abgefasste n. fertige Katalog ist in meiner Exped. zu haben. Leipzig, im Okt. 1844. Schmidt, verpfl. Univ.-Proklam.
Tagesmittel: 331,36 Par. + 6,72 HR. + 3,50 R... aebb 111I1“
baeh imn gee nse Senh .
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ohne Preiserhöhung. Insertions-Gebühr für den Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr. aul F
“ Festmahl des Vereins zur Beforderung des Geweibe Bfleißes in Preußen. — Allerhöchste Kadinets⸗Ordre. “ Deutsche Bundesstaaten. Königreich Bavern. Aus 2 ür g. (ein Mönch vom Karmel) und Ansbach (die General⸗ Sone9;,c Landwirthe. — Großherzogthum Baden. Hofnachricht. — Schreiben aus Stuttgart. (Stand des württembergischen Eisenbahnwesens.) Oesterreichische Monarchie. Wien. Vermischtes. 6 Frankreich. Paris. Belobung des Prinzen von Joinville. — Hof 8 Nachrichten. — Ratification des Friedens⸗Vertrags mit Marxofsg. Abd el Kader’'s Aufenthalt und Lage. — Arabisches Gebet für 5* König der Franzosen. — Verwaltungs Maßregeln in Algier⸗ — Seg Großbritanien und Irland. London. Rücklehr der 8 Vorbereitungen zum Empfange des Königs bfl Pahsge n 1g⸗ 6 „ 9, 6 „ 8 „„ 8 8 r 8 — wickelungen in Asien. — Räumung der Insel Mogador⸗ „Zei eenss e — Nachticht von einem Handels⸗Traktat zwischen China und Nord⸗Amerika. — Vermischtes. 8 1an. Büaden. Brüssel. Abänderungen in dem Handels⸗Traltat mit dem Zoll⸗Verein. 8 “ Jr dugal. Schreiben aus Lissabon. (Neue Organisation der Finanz⸗ Verwaltung; Errichtung eines Fiskal⸗Rechnungs⸗Rathes; Perkussions⸗ Gewehre.) . 8 1 1 Aegypten. Alexandrien. Mehmed Ali nach Kahira gereist. — Ver nischtes. 1 884 1 v; Schreiben aus Paris. (Der Ausstand in den Gebirgen; Stimmung gegen Frankreich.) B Eihenvahgene Warschau. Warschau⸗Wiener Bahn. — Schreiben aus Paris. (Bahn von Orleans nach Bordeaux.) Königl. Schanspielhaus. (Wieder⸗Eröffnung des franzosischen Theaters.) — Konigsstädtisches Theater. („Luecrezia Vorgia.)
u
—
. Angekommen: Der Ober⸗Präsident der Rhein⸗Provinz, von
8 er, von Koblenz. 2 31 Sch eze. . Der Kaiserl. russische Geheime Rath und Senator von Kowalewoli, nach Warschu..
—
AMAiicchtamtlicher Theil.
Inland.
— Berlin, 9. Okt. Der Verein zur Beförderung des Gewerbe⸗ fleißes in Preußen hatte gestern in dem Krollschen Lokale, ünt, Fah Vorsitze Sr. Execellenz des Wirll. Geheimen Raths Beuth, ein Fe 2 mahl veranstaltet, zu welchem die gegenwaͤrtig. zahlreich hier anwesen⸗ den oder in der Nähe sich aufhaltenden Aussteller, welche ihre Fa⸗ brikate zur Gewerbe⸗Ausstellung geliefert haben, als Gäste eingeladen worden waren. Als Chrengäste wohnten dem Feste Ihre Excellenzen die Herren Geheimen Staats⸗Minister, viele höhere Staats⸗ beamte aus den verschiedenen Ministerien, so wie mehrere Mit⸗ glieder des diplomatischen Corps und andere ausgezeichnete Femde bei. Im Ganzen mochten gegen 1000 Personen an dem Mahle theilnehmen. Das schöne zu dergleichen zahlreichen Versamm⸗ lungen so geeignete Lokal hatte für diesen Zweck noch seinen 5 sonderen Festschmuck erhalten. In der Mitte des Königssaales, vor der dem Hrchester gegenüberliegenden Haupt⸗Loge, prangte, umgeben von Panieren in den Landesfarben der verschiedenen deutschen Staa⸗ ten und sinnigen Emblemen der Industrie und des Handels, eine hoch⸗
bhr dns, U ee ehes hhhu
Allgemeine
4 .
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b b , 189 tz1el 9 guw anla. D deeh .zc s28g. t
,9 24 1848 51 819 man SHns S928 78=e eSs. P,
Ale pPost-Anslalten de
IJue, en⸗ nehmen Bestellung
gaAguf dieses Blatt an, für Berlin 8 1 s‚die Expedition der Allg. Preuß. 22 t Zeitung: 8 . Friedrichsstraße Nr. 72. 1 Tha, üehnhn, eno.,eec“
imn swhen zmam Uaer wast 8. b “ 5 8 v n “ 8
Snretlt asalig ums f um Iaß
den 10 en Oktob
dronende Germania in transparenter Beleuchtung, über ihrem venn e Flammerschtif das Losungbwort „V orwärts“. Diesem Sinnbild deutscher Einigkeit und deusschen Strebens entsprechend war auch der übrige Theil des Saales mit Laubgewinden, Schildereien und Emblemen geschmackvoll verziert. Um 4 Uhr nahm die Gesell⸗ schaft, unter den Tönen eines Festmarsches, an den 28 Tafeln Platz, welche, angemessen geschmückt, in symmetrischen Reihen den weiten Raum des Königssaales füllten. 8
Der erste Toast, welcher dem mit voller Musikbegleitung gesun⸗ genen Preußenliede von Karl Seidl, „Heil Dir auf Preußens Thron ꝛc.“, folgte, galt, ausgebracht von Sr. Ercellenz dem Herrn Geheimen Rath Beuth, Sr. Majest üt dem Könige und dem gesammten Königlichen Hause! Ein dreimaliges don⸗
nerndes „Hoch“, unendlicher Jubel erfüllte mehrere Minuten lang die weiten Näume. Der zweite Trinkspruch, dem Arndt's und Rei⸗ chardt's National⸗Lied „Was ist des Deutschen Vaterland?“ vorherging, ward den deutschen Fürsten dargebracht. Er wurde von Sr. Excellenz dem Herrn Geheimen Staats⸗ und Kabinets⸗Minister von Bodelschwingh etwa mit folgenden Worten eingeleitet:
„Unser heutiges Fest ist ein deutsches Fest im vollsten Sinne des Wortes! —
.22J Sh S218517 ,6 88 ö“ 8.,Nnb.s Aetbs, T. Tü131 10 K .. SS.
leeren! Möge das Band der Einigkeit, welches sie umschlingt, möge das Band der Liebe und des Vertrauens, welches sie mit ihren Unter⸗ thanen verbindet, zum Heile des Vaterlandes immer fester, möge es unauflöslich werden!
Ein Lebehoch unseren deutschen Fürsten, meine Herren! jeder dem Seinen, wir Alle Allenz sie leben hoch!!“
Unaufhörlicher Jubel: „Sie leben hoch!“ folgte diesen herr⸗ lichen Worten, welche mehrmals durch unwillkürlichen Beifallsruf un- terbrochen worden waren. Zunächst wurde das Bundeslied von L. Rellst ab: „Freut euch des Lebens in Vaterlandes Kraft u. s. w.“ angestimmt. Nach Vollendung desselben erhob sich, gefolgt von der ganzen Versammlung, der Herr Geheime Staats⸗Minister Flottwell und sprach etwa folgende Worte:
„Den Huldigungen, welche wir so eben den erhabenen Fürsten Deutschlands gezollt, schließt sich in diesem Kreise wohl von selbst die Aeußerung des uns Alle durchdringenden Wunsches für das Gedeihen und Fortschreiten des Gewerbefleißes in unserem großen deutschen Vaterlande an. Wie viel Großes und Herrliches wir dieser Thätig⸗ keit bereits verdanken, welcher Deutsche wird dies nicht mit gerechtem
Unser Zeughaus, sonst nur gewohnt, im Schmuck der Waffen und Trophäen zu prangen, es sieht mit freudigem Erstaunen seine weiten Hallen überfüllt mit Erzeugnissen deutschen Gewerbefleißes, welche von keiner Zollschranke gehemmt, aus allen Gauen unseres schönen, großen Vaterlandes herbeigeströmt sind, als stumme, aber dennoch beredte Zeugen deutschen Fortschrittes in den Künsten des Friedens, deutscher Einigkeit, Selbstständigkeit und Beharrlichkeit. — Seine alte Inschrift: „lerrori hoslium butelae suorum, sie hat einen neuen weiteren Sinn gewonnen. Denn, wo es noch Feinde gäbe deutscher Größe, sie würden erschrecken, wenn sie hier gewahr⸗ ten, wie gut das deutsche Volk die vor⸗ 30 Jahren mit Strömen sei⸗ nes Blutes wieder errungene politische Selbstständigkeit benutzt hat, um sich auch in jeder anderen Beziehung frei zu machen von fremder Bevormundung und Willkür, wenn sie sich überzeugten, wie wir, fest auf eigenen Füßen stehend, auch den Kampf der materiellen Interessen nicht mehr zu vermeiden, uns nicht mehr zu scheuen brauchen, unsere Häfen, Ströme und Mälkte überall dorthin zu öffnen, wo man Gleiches mit Gleichem redlich zu vergelten bereit ist, oder auch uns abzuschließen, wo man nur eine societas leonina uns bieten wollte! 8
Die Unsrigen aber, und damit meine ich alle deutsche Brü⸗ der, sie werden mit hoher Freude erkennen, wie in unserer doppelten Selbstständigkeit die sicherste Gewähr für die Erhaltung eines en vollen Friedens, die begründetste Hoffneng der fortschreitenden Ent⸗ wickelung und künftigen Größe des Vaterlandes liegt.
Wem aber verdanken wir diese Befriedigung in der Gegenwart, diese Hoffnungen für die Zukunft? — Wem anders — nächst ge2 8 als unseren deutschen Fürsten, welche es rechtzeitig Lieeera⸗ und lebendig ausgefaßt haben, daß Deutschland nur durch Einigkei groß, stark und frei sein könne, wie demnach jede Eifersucht 8† E deutschen Stammes gegen den anderen schwinden müsse, unf noch eines anderen als des politischen Bandes bedürfe, un e⸗ Ziel zu erreichen; ich meine das Band der vereinigten materie sen vae teressen und des freien Verkehrs innerhalb des ganzen großen Land 881
Noch ist in dieser Beziehung nicht Alles erreicht, was jeder 58 Freund des Vaterlandes wünschen muß. Es giebt Hindernisse, welche nur die Entwickelung der Zeit beseitigen kann; große Schritte sind aber schon gemacht, und dürfen wir fest vertrauen, daß L sten den ernsten Willen haben, auf der betretenen Bahn . ig 8 zuschreiten. Stehen wir ihnen redlich bei in diesem “ 8 Eigennutz und Selbstsucht, und das große Ziel eines in jer G 8 ziehung einigen ber äül diasegeheh fien dani eher erreich 1 als menschliche Voraussicht solches zu hoffen wagt. 8 8 egsangfesen Sie uns 1 das Wohl unserer Fürsten die Gläser
Selbstgefühl erkennen? Auch unsere Ausstellung giebt davon, wie⸗
wohl nur in sehr verjüngtem Maßstabe, ein Bild von glänzender
Schönheit und strahlender Farbenpracht; aber welchen unermeßlichen
Aufschwung insbesondere das technische Gewerbe während der beinahe 30jährigen Friedens⸗Periode genommen, welcher Antheil ihm an fast allen Fortschritten der Kunst und Wissenschaft gebührt, und welchen Rang es sich in der Kultur⸗Geschichte unseres Zeitalters erworben, dies bezeugen mehr, als meine schwachen Worte es vermögen, zahllose Schriften in allen Sprachen, davon zeugt vor Allem die Herrschaft, welche die Technik sich über die mächtigsten Kräfte der Natur erwor⸗ ben, eine Herrschaft, welche diese Kräfte gleichsam mit dämonischer Gewalt zwingt, die Erzeugnisse ihres Fleißes mit beflügelter Eile über 8 Meer und Land in alle Gegenden des Erdballs zu bringen und überall 8 auch den Ruhm des deutschen Gewerbfleißes zu verbreiten. Und wem verdankt dieser alle Schilderung hinter sich zurücklassende Zustand des deutschen Gewerbes diesen großen Erfolg? Etwa einer Begünstig ung durch Prohibitiv⸗Maßregeln oder Schutz⸗ und Differenzial⸗Zö en? Nein, nur die Zauberkraft des seit dem unsterblichen Freiheitskampfe in jeder deutschen Brust lebenden Loosungsworts „Vorwärtes“, die⸗ ser Alles besiegende Zauber ist es, der, von Intelligenz und besonne⸗ nem Muth geleitet und von einer treuen und einmüthigen Gesinnung getragen, dem deutschen Gewerbstande diese Schwungkraft verliehen und ihm in der bürgerlichen “ ehrenvolle Stellung an⸗
vies at, die er so rühmlich behauptet. 8 2 spreche 19. 2. wie ich glaube, auch in Ihrer Seele den Wunsch aus, daß es unserem Gewerbstande niemals an diesem, immer nach dem Höchsten gerichteten Streben fehle, und ich lade Sie ein, mit mir ein lautes Hoch ertönen zu lassen, dem Fortschritt des deutschen Gewerbes, so wie Allen denen, die es mit treuer und vaterländischer Gesinnung treiben und es schützen und pflegen!!“
Gleicher Jubel bedeckte die letzten Worte der trefflichen Rede, welche in Jedes Brust den lebendigsten Wiederhall gefunden.
Den Schluß der Gesänge bildete ein von L. Sch neider ge⸗ dichtetes, etwas munter gehaltenes Tise Lied: „Schier dreißig Jahre bist du alt, du edler Friede du u. s. w.“, dessen beziehungsreichste Stellen besonderen Beifall fanden, der sich durch wisdfr h hses. brechungen kundgab. Kurz darauf brachte der Herr Geheime Finanzra h von Viebahn, Vorsitzender der Ausstellungs⸗Kommission, „der deut⸗
schen Treue und dem deutschen Fleiße“ zugleich als Scheidungsgruß seinen Trinkspruch dar; er sprach dazu etwa Folgendes:
1 iebe Landsleute, erbitte ich „Noch einmal, geehrte Freunde und liebe Landsleute, ert D, ehe wir scheiden, Ihre Aufmerksamkeit, um den werthen Gästen den
Königliches Schauspielhaus. Wiedereröffnung des französischen Theaters. Diejenigen, welche die Genüsse der dramatischen Kuͤnst hoher halten,
als sonstige leere Zerstreuungen, finden in Berlin anerkanntermaßen reich⸗ lichst Gelegenheit, diesen geistigen Hunger zu befriedigen. Mit besonders günstigen Augen sieht die höhere Gesellschaft das hier seit einer Reihe dün Jahren bestehende Institut einer französischen Theater⸗Gesellschast an, un scheint der jetzigen auch für den nahenden Winter wieder seine volle Theil⸗ nahme zugewendet zu haben. Sind die Mitglieder derselben auch nicht gerade unter die Dii majorum mentium zu rangiren, so gehören sie doch auch nicht in die Klasse der minorum, einige derselben sind sogar ausge⸗ zeichnet, und Alle gut eingespielt, so daß sich fast jedesmal, und das ist bei der französischen Komödie ein Haupt⸗ und unerläßliches Bedingniß, ein gu⸗ tes Ensemble herausstellt.
Die Eröffnung des sranzösischen Theaters sand am 8. Oktober im Konzertsaͤase vor einer glänzenden Versammlung statt. Wahrscheinlich war man durch den Umstand, daß die damen Melanie und M ary unpäßlich sind, außer Stande, mit einer neuen Pioce zu debütiren, und so wurden uns zwei ältere, schon öfter gesehene Stücke geboten: 1
1) La courte paille, ein dreiaktiges Vaudeville von den Brüdern, Cogniard. Bei dem reichen Pächter Pierre Jean (Herr Baron), der cine Nichte Namens Marguerite (Dem. Clozel) hat, dient Julien (Herr Pechena), ein braver Juͤnge, und wirft ein Auge auf das hübsche Mäd⸗ chen. Dasselbe haben noch zwei andere Bewohner des Dorses vor ihm ge⸗ than: Robert (Herr Montaland), ein aufbrausender Bursche, und der Gastwirth Lafuté (Herr Guerv), ein Ränkeschmied. Julien ist der Bevorzugte. Robert wird bei der Conscription gezogen und muß nach Algerien. Julien kommt zwar durch, tritt aber dennoch als Soldat für einen Anderen ein, um mit dem Gelde, welches er dafür erhält, seine Mutter Veronique (Dlle. Deschanel) von einem so drohenden Unglück zu retten. Nach zwei Jah⸗ ren kommen Robert und Julien, Letzterer dekorirt, in die Heimat zurück. Die Nachbarn veranstalten ein Trinkgelage; Robert, der kein Ehrenzeichen hat, wird dabei von den Bauern ein wenig aufgezogen, und vom Weine er⸗ hitzt, vergißt er sich in seinem Jähzorn so weit, seinen Kameraden Julien zu ohr⸗ feigen. Die Bauern wissen es zu verhüten, daß Beide handgemein werden oder sich duelliren: der Wüthende sowohl als der Beleidigte wollen aber Blut sehen, und so beschließen sie, ihr Leben dem Spiel des Zufalls preiszugeben:
derjenige von ihnen, der von einem Strohhalm den fürzeren Theil (la courte
1 si vei Das Loos trifft Julien. Er aille) zieht, muß sich dem Tode weihen. Das st . will di Selbst⸗Ereention eben, an dem Tage, wo Robert mit “ zum Altar schreiten soll, vollziehen: da erwacht in Na terzg „ 8 2 2 er thut seinem Freunde, wegen der demselben zugesügten en 2 Knieen Abbitte, und überläßt ihm zur Suͤhne er 4⸗ Braut. Wie man sieht, eine weder Fanlear e) & nspaß 3 K riq H 8 „ auch nicht durch die Jargonspäaße des Kellner „ zerr 8 noch 1 aber durch die Mitwirkung säse äöö 8— sch die S bar 8 ter den Couplets macht sich die Stelle bemertbar, B ri enstyl vor d. Das Publikum nahm das verrvens im Marionettenstyl vorgeführt wird. Das † 2. G 2 Srnc freundlich auf und empfing die beliebteren Mitglieder bei ihrem Auf vee Les p remi èeres aqmour’s, einaktiges Vaudeville von Ser ibe. Nicht Viele werden glauben, daß es mit dem Resrain in „Joconde”“: Et von revient tousours à ses preinibres amours — 8 1 so recht ernstlich gemeint sei, und die 86 Angeg, ee 1. sein maahs - n sich durch Anschauung der Seribe genfällixg HFsnn. - um jene Devise unten wörtlichen Bezugnahme auf vsee Secege XIV ) zu ironisiren, vom Gegentheil überzeugen. Emmeline is 8 scharsgeschliffener Spiegel, worin sich diejenigen grimassirt fndeg ns 882 die da glauben, Hans müsse lieben, was S sges .es ong⸗ Mad. Armand gegeben, vielleicht mit etwe 13, vn ö Lichtstelle (z. B. beim Aufblick in der achten Seene die Ighnn bi a haut...ẽ) ein wenig Grau in Grau fiel.
Worke; „Vous saves 8
11““ If 1“ 11“
““ 8 FKbönigsstädtisches Hzi 8 Lucrezia Borgia. — 88 Di 7. Oktober zum erstenmale in dieser Saison stattgehabte 2 8s sührung r Oper dsegehin Bega⸗ von Donizetti ä gelungensten Vorstellungen der neuen stalienischen Syhesn n 1. 82 9 25 net zu werden. Das Publikum hatte sich fast so e 88 öffnungs⸗Vorstellung versammelt und legte Z Fe 8 Akte seine Beifallsbezeugungen unzweid SPheenn. sich nur im ersten Akte hin und wiede g
hl Sgra. Eine nicht geringe Anziehungskrast auf das volle Haus scheint wohl Sg.
92 ini, die als „Orsini“ wieder auftrat, ausgeübt zu haben; sie wurde ve dh Fchtahen Land hörbaren Zeichen des Wohlwollens, 8 sie auch während der ganzen Oper begleitete, empfangen und nach dem Vortrage des Trinkliedes im dritten Akt, welches sie auf Verlangen und zwar in dentscher Sprache wiederholte, mit Blumen und einem Kranze geehrt. Jedenfalls ist Sgra. Bendini ihrer einnehmenden Gestalt, ihrer frischen, klangvollen Stimme wegen als eines der vorzüglicheren Mitglieder der Gesellschaft anzuerkennen, wenn sie gleich, was Gesangsbildung betrifft, mit der Prima Donna und dem Primo Tenore nicht zu wetteifern vermag. Sgra. Schieroni führte die Partie der „Lucrezia“ mit wenigen Ausnahmen trefflich durch. Die Ausnahmen aber fanden sich im ersten Akte vor, wo sie z. B. in dem Duett mit „Gennaro“ in der Art und Weise, wie sie entfernt liegende b in⸗ einanderzog, fehlte, ein Umstand, den einige Weni s enutz⸗ ten, ihrer sonst braven Leistung durch Zeichen des Mißfa ens 9 nahe zu treten. Allein auch diese Wenigen konnten später nicht umhin, der allgemeinen Stimme des Publikums Folge zu leisten, und ein⸗ stimmig wurde Sgra. Schieroni nach dem zweiten Alt und am Schlusse V der Oper hervorgerufen. Auch die Kritik stimmt in den Beifall ein, da ihr außer den erwähnten geringen Ausstellungen nicht viel zu wünschen Aübg bleibt und die Leistung der Sgra. Schieroni als „Luecrezia““ in Bezug auf Auffassung und Durchführung der Partie, sowohl im Gesange — der Darstellung, eine fast durchweg vorzügliche zu Nã hst ihr verdienen Sgr. Borio ni als „Gennaro“ und Sgr. Mitrowich als Alfonso“ Anerkennung. Ersterer unterstützte Sgra. Schieroni in den Duetten trefflich, indem auch er Feuer und Leidenschaftlichkeit im Vortrage entwickelte und so eine herrliche Zusammenwirkung herbeiführte. Letzterer zeichnete sich besonders zu Anfang und im Verlauf des Fziwesten Aktes, in welchem die Hauptmomente seiner Rolle liegen, aus. Die Arie: Mai per cotesti enagnin trng er 1es cs ahe en deh. Fharalter des Musikstückb angemessen, vor, ließ auch dn h Detoniren nichts hören und erwarb sich deshalb den lau⸗ ten Beifall aller Anwesenden, unter denen wir auch Spontini wiederum nicht vermißten. Beide, Sgr. Borioni und Sgr. Mitrowich, wurden mit Sgra. Schiecroni nach dem zweiten Akte ebenfalls hervorgerufen und verdienten diese Auszeichnung im vollsten Maße. Das Orchester exekutirte erxakt, der Chor nicht immer. , VE G