1844 / 301 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

befriedigen konnte. Größere und kleinere Vasen,

8 Folgende vertreten. Stuͤck Kaffeekannen,

Milchtöpfe. eils ne Form, sind aber in Masse und Glasur rühmlichst vervollkommnet.

Dhhyvöchsten Gipfel erreicht hatte.

““

Ampeln und ähnlichen Gefäßen zum Aufhängen von 1 e Se bereits überall Ciagans, 2ensc⸗ fen ng,her größeres Verlangen danach laut werden ließen, Trink⸗ und andere

8 1 konꝛte⸗Basreliefs ꝛc. sind in mannigfacher Form und Farbe Geschien⸗ 12v2n 2 die Gegenstände hervorzuheben, das Material leeserne Endlich sind noch ßten Steine zu musivischen Fußböden, 1 Topsgewöchen 1 18 g 3 . lei und der alaunisirte Gips zu Wandbeklei ungen, mit welchen Wrgegfaäͤnden sich der Verfertiger um die Architektur verdient macht. 1 J. Wessely in Königsberg stellt unter Nr. 955 einen Elch⸗ hirsch in gebranntem Thon aus und zeigt sich dabei nicht nur als ge⸗ chickter Modelleur, sondern auch als ein genauer Kenner der Thierwelt. Villeroy und Boch zu Wallerfangen und Mettlach, unter Nr. 1199 auch nach anderen Richtungen hin auf das rühmlichste vertreten, sind hier mit einer Christussigur von guter Arbeit und sehr billigem Preise zu nennen. Zu baulichen Zwecken lieferten sie Brun⸗ nen⸗, Kamin⸗ und Abtritts⸗Röhren, Nachtstuhl⸗Gefäße, Hohlziegel ꝛc. in sehr verschiedenen Formen, gleichfalls zu sehr billigen Preisen. Ludwig Trampe in Straßburg in der Uckermark bringt unter

Nr. 530 eine Ampel von schöner Form und Masse zur eeg. 8 Die von Vincenz Huffsky unter Nr. 1801 r. Ge⸗ genstände, theils zum häuslichen Gebrauche, theils zur

usschmückung der Wohnräume, haben eine sehr gefällige Form und Farbe und fan⸗ den sämmtlich Käufer. Tschogge in Rostock lieferte unter Nr. 3025 einen Kandelaber in lobenswerther Ausführung von guter hartge⸗ brannter Masse. u b Die dritte Unterabtheilung, nämlich die der Geschirre, ist durch Kobelt in Bunzlau liefert unter Nr. 806 sieben zu 1 bis 18 Tassen, und die dazu gehörigen Dieselben tragen meistentheils noch die alt hergebrachte

Ganz dasselbe findet bei drei Kaffeekannen und einem Topf statt, je unter 807 Steurich in Bunzlau eingeschickt hat.

Unter Nr. 1720 liefert die Töpferzunft in Marburg Thee⸗ und Kaffee⸗Kannen, Terrinen, Kasserollen ꝛc., die nach den beigefügten Angaben sich eines weitverbreiteten Absatzes in⸗ und außerhalb Deutsch⸗ ands zu erfreuen haben. 8 1 Die unter Nr. 2724 von P. Gittmanns, H. J. Gitt⸗ manns Sohn, in Tegeln bei Venlo im Limburgischen eingesendeten Kannen, Töyfe ꝛc. sind ein dauerhaftes und billiges Geschirr.

Endlich sind auch noch die Thonpfeifen und Schmelztiegel zu

erwähnen.

Unter Nr. 1722 stellt H. Goebel in Großalmerode ein Sor⸗

timent von 31 verschiedenen Arten Thonpfeifen aus, von denen die

kurzen einen Versendungs⸗Artikel nach den Vereinigten Staaten von

Nord⸗Amerika bilden.

Die Tiegelmacher⸗Zunft in Großalmerode liefert unter 1721

ein vollständiges Sortiment von Schmelztiegeln, die schon seit langer

Ceit eines anerkannten Rufes sich erfreuen.

Handels- und Vörsen Nachrichten.

Berlin, 26. Olt. Unsere Börse hatte im Laufe dieser Woche ein betrübendes Ansehen; das Vertrauen für Eisenbahnen ist auf eine eben so überraschende Weise geschwunden, wie es vor sechs Monaten allgemein den Inzwischen dürfen wir es für ein Glück er⸗ achten, daß die Course der ausländischen Eisenbahnen an auswärtigen Börsen sortwährend im Steigen und die früher hierhergebrachten Actien fast sämmtlich wieder zurückgehen. 8ees Auch in vieser Wöche erfuhren Oesterreichische und Sächsische Eisenbahnen einen weiteren Aufschwung. Wien⸗Gloggnitzer stiegen von 119 bis 122 ½ %; Sächsisch⸗Schlesische wurden sark gekaust und halten sich fest auf 106 ¼ Geld, und Bayperische blieben a 97 T% begehrt. Eben so 1ö“ von 111 a 112 ½ % und Livorno von 117 bis 118¼ % Geld. 5 1

Unsere deutschen Bahnen erlitten einen beträchtlichen Rückgang; besonders affizirt wurden sämmtliche Quittungsbogen, und hatte es den Anschein, als sollten die .u. n, welche noch über va. stehen, unter Pari kommen. Wir bäsen b ncwantan 8 der Course in dieser Woche bis zu den heutigen Schluß⸗Coursen ier folgen:

5 8.. 1.n.be 8 von 104 ½ % auf 103 ½ % schlossen 104¾ Gld.

Niederschl. Märlische » 107 ¾ % » 105 %% » 106 ¼ » Berlin⸗Hamburger »„ 108 % » 106 % Bergisch⸗Märlische »„ 104 ¾ % » 102 % »

Halle⸗Thüringer

a 104 bez.

»„ 106 % 102 26 5„ Ludwigshafen⸗Berbach 106 % » 105 ¾ % » 106 ½ Gld. Auch in vollen Actien waren die Schwankungen sehr benächtlich: Berlin⸗Anhalter von 142 ½ % bis 140 % gewichen, schlossen

107 103 ½ 103 ¼

12343;, % Gld.

Berlin⸗Frankfurter blieben 142 ½⅔ % befacef Berlin⸗Stettiner von 117 bis 115 9%, schlossen heute 116 ½ % Gld.

Bekanntmachungen.

[1286] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 14. Juni 1844. Das in der Linienstraße Nr. 154a, nicht wie früher irrthümlich bekannt gemacht Nr. 153, belegene Grundstück des Tischlermeisters Gustav Friedrich Ferdinand Welle, gerichtlich abgeschätzt zu 14143 Thlr. 26 Sgr. 9 Pf., soll am 24. Januar 1845, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Tarxe und Hy⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

111296]

ten in 8.

[12941

I1298)08 Bekanntmachung.

Die der hiesigen Stadtgemeinde gehörige Odermühle, welche ganz neu gebaut ig⸗ und worin sich fünf deutsche und drei amerikanische Gänge befinden, soll an den Meistbietenden auf Sechs Jahre, vom 1. Januar 1845 ab, verpachtet werden. Zur Licitation ist ein Termin auf den 6. Novem⸗ ber 1844 vor dem Herrn Kämmerer Mützel im ma⸗ stratualischen Kommissions⸗Zimmer anberaumt worden, und werden nur solche Lizitanten zugelassen, welche eine Caution von 500 Thlr. in baarem Gelde oder in geld⸗ werthen Papieren erlegen und vor 6 Uhr Abends sich als Bieter gemeldet und ein Gebot abgegeben haben. EVö nicht angenommen. 82b 4 ee sind in unserer Regi⸗ . ur, ochentage . 2 düe 5 Vhr, einzufehen gen von 8 bis 12 und von Brieg, den 5. Oktober 1844.

Der Magistrat par M. ö““ 8

6“ 1 vol. gr. in

und in

3 Thlr.

[1299] bahn 3):

IEgy

So eben erschien bei E. H. Schroeder

Linden 23, Jagorsches Haus: Heffter, Geh. Ober⸗Rev.⸗Rath u. Prof., Dr. A. W., Das europäische Völkerrecht der Gegenwart. 412 Sei⸗ karton.

Fourier et böte et les Cent Jours.

Mémoires et Documents inédits

106 % bezahlt.

höhere Course bewilligt. Als bemerkenswerth müssen wir

kel gehüllt bleibt.

Von ausl. Effelten hielten

Berlin, 26. Okt.

wie vor vernachlässigt.

res zu ersehen.

vorübergehend sind, nommen.

Rihlr. nach Qual., für weißen poln.

trachtnahme, so bleibt das erwähnte

bringen.

lang bleibt.

Br. 26 27 Rthlr., für kleine 24

Mit Oelsaamen bleibt es still.

ruhig verhielten.

kein Geschäft.

besondere Bewegung. kommen.

5 % Span. 20 ⅛. Sch. —. Pol. —.

3 % do. 35 ½⅞. Oesterr. 109 ¼.

Frankfurt a. M. 24. Okt. 1961. Bavr. Bank-- Actien 747 G. Poln. 300 Fl. 96 G.

5 % Neapl. 98.80.

Oberschles. 81 A. von 113 à 111 ½¼ % verkaust. Oberschles. Litt. B. von 106 à 105 % gewichen, blieben heute

In den übrigen Actien fand keine erhebliche Veränderung statt. Die Börse schloß heute zwar nicht animirt, doch sind ganz am Ende wieder

hervorheben, daß seit einiger Zeit An⸗ erbietungen von der neu projektirten Potsdam⸗Magdeburger Ei⸗ senbahn gemacht werden, auch bereits Geschäfte darin zu Stande gekom⸗ men sind, während doch dies ganze Unternehmen noch in ein gewisses Dun⸗

Preuß. Fonds hielten sich im Laufe dieser Woche unverändert, doch blieb das Geschäft darin äußerst beschränkt. sich russ. 4 % Hope u. Stieglitz begehrt, und holländ. 2 ½ % Integrale stiegen von 60 bis 60 a X ͤ.

Ein ziemliches Fesfahhen der Preise für guten alten Weizen, aber auch nur für solchen,

Unthätigkeit in allen sonstigen Getraide⸗Gattungen, bilden wiederum den Hauptmoment unseres ohnehin schlaffen Marktes während der letzten 8 Tage, und wir müssen uns auf die Notirungen beschränken, welche von Einzelnen für Kleinigkeiten bezahlt werden. Geringe und neue Waare bleibt nach

Es ist aber auch unter den Umständen, wie sie jetzt sind, nichts Besse⸗ Von England im Stiche gelassen, sind wir es auch von unseren Konsumenten, die, wenn auch nicht billiger, doch unter größeren Soulagements sich mit Mehl leicht versorgen können. Schilderungen entmuthigt uns weniger, denn man weiß, daß solche Epochen und ist uns also mindestens nicht alle Hoffnung be⸗

bezahlt. Gefordert blieb ferner für w

Mühlenbetriebes die Preise der Art gesteigert, daß es den Produzenten nicht zu verargen ist, wenn sie, selbst bei rentirenden Preisen nichts an den Markt Wir haben fast gar leinen Vorrath am Wasser, die Zufuhren sind 26.

Luftdruck.. 5 35,57 Par. 336,430 Par. 337,23 Par. Auellwärme 7,4° R.

Luftwärme. . + 8,20 R. + 11,00 R. †+ 8,2 0 R. Flusswärme 8,30 R.

Thaupunkt... + 6,69 R. + 5

87 pCt. Nebel. 80.

und bleiben klein, gleichwohl werden die geforderten Preise von 277 a Rthlr. für zu hoch gefunden, daher denn auch der Umsatz ohne allen Be⸗ Dieser durchweg schwache Begehr erstreckt sich, wie leicht be⸗ greiflich, auch auf das Lieferungs⸗Geschäft, und es war hente pr. Oktober 82pfd. mit 27 ¾ a * Rthlr. anzukommen, während für 84pfd., die für Lie⸗ ferungs⸗Verbindlichkeiten noch zu fehlen scheinen, 29 Rthlr. vergebens ge⸗ boten wurde; pr. Frühjahr 82pfd. war die Frage eben so schwach, wie die Offerten selten, 29 ¾ a 29 Rthlr. bleibt zu notiren.

Gerste ist fast ganz aus dem Handels⸗Verkehr, nominell für große 25 Rthlr. anzunehmen.

Hafer in loco 48pfd. 17 Rthlr. schwer verkäuflich, nachdem das Königliche Proviant⸗Amt mehrere 1000 Wispel a 16 Rihlr. an sich ge⸗ bracht, pr. Frühjahr bedang 50 pfd. 17 ½ Rthlr. und 48 pfd. 17 ¼ Rthlr. Für einige Ladungen schönen Winter⸗ rapps, theils nahe, theils entfernter schwimmend, wurde 66 Rthlr. gefor⸗ dert, und nur dadurch, daß Reflektanten die Ankunft der Ladungen abwar⸗ ten wollen, kam es zu keinem Abschluß. Winterrübsen 63— 4 Rthlr., Sommerrübsen 54 56 Rthlr. zu notiren. Rüböl blieb ohne be⸗ sondere Aenderung. In wellenförmiger Bewegun mit einigen Sgr. bald auf⸗, bald abwärts, je nachdem unsere Raffineure, auf die allein wir augenblicklich angewiesen sind, kauflustig waren oder sich Eine außergewöhnliche Erscheinung ist es übrigens, daß die Regulirungen für diesen Termin noch kaum begonnen. heute: in loco 10 ⁄2 Rthlr. Br., 10½ Rthlr. bez.; Okt. 105212 Rthlr. Br., 10 ¾ a ½ Rthlr. Geld; Okt. bis Febr. 10 ¾ Rthlr. Br., 10 ¾ Rthlr. Geld; Febr. bis Mai 10 Rthlr. Br., 10 ¼ Aenderung. Spiritus pr. 10,800 % 15 ½ a Rthlr., au

** Frankfurt g. M., 24. Okt. Die holländische Thron⸗Rede machte an der heutigen Börse, so wie auch am Montag zu Amsterdam, feinen besonderen Eindruck; die holländischen Fonds gingen vielmehr auf einige Verkäufe zurück. Die Börse ist im Allgemeinen sortwährend ohne Das Geld will immer noch nicht genügend in Fluß

Auswärtige

Amsterdam, 23. Okt. Niederl. wirkl. Sch. 62¹½%. Pass. 6. Ausg. —. 4 % Russ. Hope 92.

Antwerpen, 22. Okt. Zinsl. —.

IIope 90 ¼ Br. q0. 500 Fl. 93 ¾.

Ilamburg, 25. Okt. Bank-Actien 1635. Engl. Russ. 114 ½.

baris, 22. Okt. 5 % Rente sin cour. 118.50. 3 % Rente fin cour. 82. 30. 5 % Span. Rente 32 ½. Pass. 5 5.

7

2 Thlr. 10 Sgr.

Musikalien-Leih-Institut der Buch-, Kunst- und Musikalien-Handlung von

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Mémoire sur les Opérations militaires

Allgemeiner A

Literarische Anzeigen.

1606. Mail. 1 10 1

Wien, 23. Anl. de 1834 Livorn. 117 ⅛.

OLt. 5 % Met. 110 Br. 4 % 100 ¾ Br. 3⁰% 76 Br. Bank-Actien

151 ½. 1839 131 ½. Nordb. 154 ¼.

Gloggn. 1 18 ½.

auch zur

o wie allgemeine Geschäfts⸗

Feier des England seinen

stattfinden wird.

Die Zwe „bedrängte nicht evan

Eine kräftige und na Zwecke macht bedeute evangelischen Glauben ken, wird solche leicht der guten Sache ihre . . . Hierzu bietet unter Anderem die allgemeine Kirchen⸗Kollekte die Gelt⸗ genheit dar, welche Se. Excellenz der Herr Minister der geistlichen Angele⸗ genheiten zur Förderung der Zwecke der Gustav⸗Adolphs⸗Stiftung für dies Jahr zu gestatten die Geneigiheit gehabt haben, und welche am 1 Fiesormations⸗Festes am 3. November d. J. in allen evangelischen

Kirchen des Landes nach dem Vormittags⸗ und Nachmittags⸗Gottesdienste

Bekanntmachung.

wecke der evangelischen Gustav⸗Abolphs⸗Stiftung, ““ Glaubensgenossen der evangelischen Kirche, welche unter elischen Christen leben, in Betreff ihrer kirchlichen Zustände, tiftung und Befestigung von Kirchen⸗Spstemen nach allen Kräften zu unterstützen“ b 8 G sinden, wie im Auslande, so auch in unserem Vaterlande, eine immer leb. haftere Anerkennung. Se. Majestät der König haben geruht, diese Stiftung innerhalb der preußischen Monarchie in Allerhöchstihren Schutz zu nehmen. chhaltige Wirksamkeit zur Erreichung jener hochwichtigen nde Mittel erforderlich.

Das Zusammentreten unsere sbrüder zu einem immer gemeinsamer werdenden Wir⸗ beschaffen lassen. Daher ergeht an dieselben die Bitte, Theilnahme durch milde Spenden zu schenken.

Tage der

Wir empfehlen diese Kirchen⸗Kollekte dem Wohlthätigkeitssinne aller cvangelischen Christen und wünschen, daß sie ein reicher Quell für die mehr

vi 1 ine erwähnte Stiftung werden möge. Der Umsatz in Weizen, dessen wir zu erwähnen haben, war ein gerin veelin, en 95. Okrober 1844.

ger. Eine Ladung bunt. poln. 87pfd. ist mit 42 Rthlr., eine geringe Waare 87 pfd. mit 37 Rthlr., weißer schles. 86/87 pfd. schwimmend mit 44 Rthlr. eißbunten poln. 87/88pfd. 42 und 45 87/88pfd. 45 Rthlr., für gelb. schles. 85 /86pfd. 40 Rthlr. und für weißen schles. 89./90pfd. 45 Rthlr.

Lassen wir nun den engl. Markt für einen Augenblick außer jener Be⸗ Verhältniß beim Roggenhandel fast dasselbe, denn es werden durch Roggen⸗Ankäufe im Lande zur Deckung des

Der Verwaltungs⸗Ausschuß des Gustav⸗Adolphs⸗Vereins für die Provinz Brandenburg.

Meteorologische Beobachtungen.

1844. Okt.

Morgens 6 Uhr.

Nach einmaliger Beobachtung.

Nachmittags

2 Uhbr.

Abends 10 Uhr.

9

Dunstsättigung Wetter

Wind Wolkenzug..

Tagesmittel :

R. Benedix.

schwankten die Preise

Dienstag, aus Liebe.

Wir notiren

Rthlr. Geld. Andere Fettwaare ohne lius, vaudex Lieferung

8 8

“““

von Donizetti.

Börsen. 1 Dienstag,

5 % 4. 99 . 8 —3 Ziusl. 78. Pre

Neue Aul. 20. 5 % Met. 112 ½ 6G. Stiegl. 89 ¾ Br. do. 200 Fl. 28 ½ Br.

Bank-Actien p. ult Int. 62.

male wiederholt:

6,79 n. + 5,5⁰0% R. Bodenwärme 10,00, R. Ausdünstung 0,011 Rhb. Niederschlag 0.

Wärmewechsel + 112°

+ 5,3“° .

74 pCt. halbheiter. 080. 080. S0.

71 pct.

trüb.

336,41“ Par... +† 9,19 R... P+ 6,30 R.. 77 pct. so.

Königliche Schauspiele.

28. Okt. Der Weiberfeind, 11 G Hierauf, zum erstenmale: Der Encyklopädist, Lustspiel in 2 Auszügen, vo Divertissement in

Königl. Solotänzer T. Stullmüller. 29. Okt.

1

Im Konzertsaale: représentation de: ille nouveau en 2 actes, par. Mr. Auvray.

Mittwoch, 30. Okt. 1 1 feiffer: de hcg agahne als zweite Debütrolle.)

Lustspiel in 1 Akt, von

n Frühauf. Und: Der verliebte Dorfschneider, Akt, arrangirt und in Scene gesetzt von dem Ich bleibe ledig. Hierauf: Der Soldat 2) La premiere

1) Faute de sentendre. Les deux orphe-

Georges et Thérèse, ou:

Renata. (Mad. Bitch⸗

Christoph und Hierauf, zum ersten⸗

Der Encyklopädist.

Montag, 28. Okt. gehren: Borgia. Oper in 3 Akten, von Romani. MK

Leben eines Spielers.

Königsstädtisches Theater.

(Italienische Opern⸗Vorstellung.) Auf Be⸗

(Neu einstudirt.) Drei Tage aus dem Melodrama in 3 Abtheilungen, von L. Angely.

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckeret.

nzeiger.

des Généraux en Chef Custine ct Houchard, pendant les années 1792 et 1793, publié par le Baron Gay de Vernon, ancien Officier d'Etat-Major.

(Avec deux cartes représentant le théàtre des opé- rations sur le Rhin et sur la frontièdre de Flandre entre la Sambre et la mer du Nord.)

1 vol. gr. in 8. Prix broché 1 Thlr. 15 Sgr.

Paris, le 4. Octobre 1844. Firmin Didot frères, Libraires Imprimeurs de l'Institut de Francc.

1030 b]

G Auf einem Gute in Süddentschland, bei einer adeli⸗ gen evangelischen Familie, ist die Stelle eines Oekono⸗ mie⸗Praktikanten erledigt. Hierauf reflektirende junge Leute, jedoch nicht unter 18 Jahren, aus guter Familie, die zur Verwaltung eigener Güter sich praktisch auszu⸗ bilden wünschen, belieben sich unter Litr. V. 27. franco an das Königl. Intelligenz⸗Comtoir zu wenden. Be⸗ zeichnetes Gut umfaßt bedeutenden Körner⸗, Obst⸗, Wein⸗, Hopfen⸗ und Gemüsebau, große Baumschule, feine Schäferei von 1400 Stück, Bierbrauerei nach bayerischer Art, Branntweinbrennerei, Milch⸗ und Käserei und mehrere technische Gewerbe.

Nachdem laut Cirkular vom 15. Septbr. a. c. die Herren Garbarini, Bellati C Co. ihr Geschäft auf hiesigem Platze aufgelöst haben, sehe ich mich ver⸗ anlaßt, mein seit dem Jahre 1817 daselbst befindliches

Kommissions-Lager glatter, geschliffener und ge-

schnittener Korallen Herrn F. A. Magnus, Neumarkt No. 2 hier,

zu übergeben. Ich habe denselben in den Stand ge⸗

setzt, alle Aufträge auf das vorzüglichste und billigste

al

iszuführen, ersuche meine geehrten Geschästsfreunde,

alle Bestellungen an die bemerkte Adresse zu ertheilen

und sich der promptesten, gewissenhaftesten Bedienung

versichert zu halten.

1

Leipzig, im Oktober 1844. Lorenzo Matteo Oliva, 8 8 Korallen⸗Fabrikant in Genna.

028 b Der Besitzer eines Rittergutes in der schönen Com⸗ matzscher Pflege hat, um sich bei vorrückendem Alter seine Geschäfte zu erleichtern, sich entschlossen, einige seiner zu vielen Besitzungen und darunter auch dieses Gut zu verkaufen. Es liegt dasselbe nahe an der Dresden⸗Leipziger Chaussee und ist nur 2 Stündchen von der Eisenbahn entfernt. Die herrschaftlichen so wie die Wirthschafts⸗Gebäude sind sehr schön, ge⸗ räumig und bequem eingerichtet; Felder, Wiesen, Obst⸗ und Gemüsegärten gut und tragbar; es hat nicht un⸗ erhebliche Geld⸗, auch einige Natural⸗ Zinsen, er⸗ giebige Jagd, eigenes Gericht und übt das Kolla⸗ turrecht über die Kirche, eine der einträglichsten Pfa⸗ ren und über die Schule aus. Das Inventar - Schiff und Geschirr, Zug⸗ und Nutzvieh ist gut und vollständig, und das vorhandene Getraide, Stnoh, Heu u. s. w. wird mit übergeben. Ganz besonders eignet sich dieses Gut für eine Familie, die gern 8 Annehmlichkeiten des Landlebens genießen möch 2 ohne die Beschwerden, die mit einer sehr großen und weit ausgebreiteten Oekonomie verbunden sind, zu tragen. Reelle Käufer erhalten auf ihre Anfra⸗

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Alle Post-Anstalten des Iu⸗ und

Auslandes nehmen Bestellung

auf dieses Blatt an, für Berlin

die Expedition der Allg. Preuß. Zeitung:

8 Friedrichsstraße Nr. ..

11u“ 1.“ 11“

Amtlicher Theil.

Inland. Provinz Preußen. Die Pontonbrücke bei Tilsit. Rhein⸗ Provinz. Der Gemeinde⸗Rath von Geilenkirchen für Oeffentlichkeit. Schreiben vom Rhein. (Humanitäts⸗Institute.)

Deutsche Bundesstaaten. Königreich Bayern. Die Befreiungs⸗ halle. Großherzogthum Hessen. Die Bundes⸗Festung Mainz. Oesterreichische Monarchie. Schreiben aus Prag. (Beitelei; Graf

Salm; die Eisenbahn nach Ollmütz.)

Frankreich. Paris. Bevorstehende Einholung der Braut des Herzogs von Aumale. Neues Manöver der Opposition.

Großbritanien und Irland. London. Widersacher O'Connell's unter der Repeal⸗Partei. Lord Ellenborough. Vermischtes.

Niederlande. Amsterdam. Die Thronrede.

Belgien. Brüssel. Zusammenstellung des Büreaus der Repräsentan⸗ sen⸗Kammer. Gesetz über das Gefängnißwesen.

Italien. Rom. Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Königs von Preußen. Anleihe. Turin. Vermehrung der Ministerial⸗Depar⸗ jements. Neue Organisirung der medizinischen Studien.

Spanien. Paris. Telegraphische Depesche aus Spanien: Vorlegung des Entwurfs zu einer Reform der Constitution. Briefe aus Ma drid. (Thätigkeit der Cortes; neue Kabinets⸗Combination; Reform⸗ Vorschläge; Vermischtes.) und Paris. (Die Reform⸗Vorschläge; vereitelte Schilderhebung der politischen Flüchtlinge; Blick nach Catalonien.)

Portugal. Lissabon. Verwerfung des Antrags auf Abschaffung der Silaverei in den asiatischen Besitzungen von Seiten der Pairs Kammer. Huarantaine⸗Reglements und Aufhebung der privilegirten Gerichtsbarkeit für Fremde. Schreiben aus Lissabon. (Die Regierung gewinnt täglich mehr an Festigkeit und sicherer Haltung; die Eisenbahn nach Porto.)

Türkei. Konstantinopel. Omar Pascha. Albanien. Die Quarantaine.

Die Gewerbe⸗Ausstellung der deutschen Bundes⸗ und Zollvereins⸗Staaten.

Verloosung von Gegenständen der deutschen Gewerbe Ausstellung.

Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börse. Schreiben aus Königsberg. Marktbericht. G

Königsstädtisches Theater. („Capuleti e Montecchi“; italienische Opern⸗ Vorstellung in Potsdam; zder Landwirth“.) Zur Gewerbs⸗-Geo⸗ graphie. Schreiben aus Frankfurt a. M. (Göͤthe⸗Dentmal.)

——

Amtlicher Theil.

Potsdam, den 28. Oktober.

u“

Seine Majestät der König sind nach Letzlingen gereist.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Den Regierungs⸗Rath von Kamptz zum Landrath des magde⸗ burger Stadtkreises und zum Polizei⸗Direktor der Stadt Magdeburg zu ernennen;

Dem evangelischen Pfarrer Ziegler zu Deutsch⸗Krottingen bei Memel den Charakter als Konsistorial⸗Rath zu verleihen; und Den bisherigen Oberlehrer, Professor Zornow zu Königsberg 8 ““ der Loebenichtschen höheren Bürgerschule daselbst

Pe Königl. Hoheit der Prinz Karl ist nach Letzlingen ab⸗

„Die Erneuerung der Loose zur bevorstehenden 4ten Klasse 90ster Königl. Klassen⸗Lotterie, welche bis zum 4. November c. bei Verlust des Anrechts dazu geschehen muß, wird hiermit in Erinnerung gebracht.

Berlin, den 29. Oktober 1844. Königl. General⸗Lotterie⸗Direction.

Uichtamtlicher Theil.

Inland.

Provinz Preußen. In der Nacht zum 22. Oktober S die Pontonbrücke zu Tilsit durch die Gewalt des Stromes, er in den Tagen zuvor durch heftige Regengüsse bis auf 16“ Höhe gestiegen war, und durch zwei Holzflöße, die sich losgerissen hatten, zum zweitenmal in diesem Jahr aus einander gesprengt und so sehr

beschädigt, daß die sofortig ist ögli 1 eschadigt, daß ge Herstellung weder möglich noch rathsam sein dürfte. Zur Herstellung der Verbindung benutzte man die flie⸗

end ü 1 gende Brücke, und das Uebersetzen von Wagen und Personen war

keinem Hinderniß unterworfen. Der Wasserstand war am 23sten be⸗ deutend im Abnehmen.

Rhein⸗Provinz. Der Gemeinde⸗Rath von Geilenkirchen hat den einstimmigen Beschluß gefaßt, außer dem bereits früher der Publizität übergebenen Budget nunmehr auch seine sämmtlichen Ver⸗ handlungen zu veröffentlichen.

Vom Rhein, im Oktober. Mit großem Vergnügen haben wir den letzten Bericht von der Thätigkeit der noch nicht acht Jahre alten Diakonissen⸗Anstalt zu Kaiserswerth gelesen. Die Zahl der Kranken⸗Diakonissen ist von 40 auf 50 gestiegen, außerdem sind 21 Probepflegerinnen in der Vorbildung. Statt 7 Hospitäler bedienen die Schwestern nun schon 11, und zwar sind es ihrer 29, darunter welche in der alten und neuen Charité zu Berlin und in der west⸗ phälischen Provinzial⸗Irren⸗Heilanstalt zu Marsberg. Im Waisen⸗ hause sind 7 Waisen, der Kleinkinder⸗Lehrerinnen hat die Anstalt schon 165 vorgebildet, jetzt bildet man auch Lehrerinnen für Elementar⸗ schulen, im Krankenhause für Kranke aller Konfessionen werden täg⸗ lich an 100 Personen verpflegt. Es bedarf aber immer der Diako⸗ nissen, denn es soll eine Normal⸗Anstalt zur Bildung evangelischer Krankenpflegerinnen in Berlin und ein Krankenhaus in London für die dortigen Deutschen gestiftet werden. Auch für Paris thäte eine solche Anstalt sehr noth.

Nun ist man aber hier am Rheine immer mehr von Simultan⸗ Anstalten zurückgekommen. Man sieht ein, daß es besser ist, konfessio⸗ nell getrennte Waisen⸗Kranken⸗Verpflegungshäuser zu besitzen. Man hat dies bei den bekannten Debatten über die siegburger Irren⸗Heil⸗ Anstalt bemerkt; die diesjährige Provinzial⸗Synode hat den Gegen⸗ stand auch besprochen, eben so der treffliche Nitzsch in seiner bonner Zeitschrift. Zur Begründung solcher Anstalten gehört Ausdauer und materielle Beihülfe. Ein erfreuliches Beispiel bietet die vielseitige Theilnahme, welche die Stiftung eines evangelischen Kranken⸗ und Verpflegungshauses in Koblenz findet. Die etwa seit 40 Jahren bestehende Gemeinde, an 3000 Seelen stark und nicht überaus ver⸗ mögend, hat die von einem Mitgliede derselben, Herrn Kehr, aufge⸗ faßte Idee zur Begründung einer solchen Anstalt mit Wärme aufge⸗ faßt, und über 6000. Rthlr. dürften von ihr zusammengeschossen werden; doch reicht dies natürlich nicht aus, und es wird die Liebes⸗ Thätigkeit der evangelischen Gemeinden der Rhein⸗Provinz in An⸗ spruch genommen werden, wozu auch von Seiten des hohen Ober⸗ Präsidiums eine Kollekte erlaubt ist. Wer die eigenthümlichen Ver⸗ hältnisse dieser Gemeinde näher lennt, wird eine solche An⸗ stalt für Kranke (und es sind dort fast immer an 600 fremde Handwerker), Altersschwache und Waisen nicht allein als ein dortiges Bedürfniß betrachten, auch im weiteren Kreise der Umgegend wird eine Um der Stiftung in ganz Deutschland Theilnahme und Ertrag zu verschaffen, ist eine Schrift; „die christliche Ehe; für Frauen gebil⸗ deter Stände. Nach dem Französischen der Gräfin von Gasparin“ (Koblenz, Bädeker); erschienen, deren Erlös für diese Anstalt bestimmt ist. Das Werk selbst darf zu dem ausgezeichnetsten gezählt werden, was über diesen Gegenstand geschrieben worden ist, und macht der Verfasserin, Gemahlin des berühmten Agénor von Gasparin, hohe Ehre. So wird denn hier am Rheine bald wieder ein evangelisches Institut erblühen, das auch in seiner Weise zur Lösung der so man⸗ nigfach angeregten sozialen Fragen beiträgt. Will man den arbeiten⸗ den Klassen durch Sparkassen beistehen (und auch solche giebt es manche in der Provinz, und immer neue werden gestiftet, wie neulichst in Bonn), so bedarf es auch solcher Anstalten, wo die durch Krankheit oder Altersschwäche Arbeitsunfähigen der Ersparnisse sich erfreuen und für diesseitiges wie jenseitiges Wohl sorgen können.

Ausland.

Deutsche Bundesstaaten.

Königreich Bayern. Der Grundbau der auf dem Mi⸗ chaelsberge bei Kelheim nach von Gärtner's Entwurf sich erheben⸗ den Befreiungs⸗Halle ist als vollendet zu betrachten. Das Gebäude wird eine Rotunde in italienischem Style, mit einer Kuppel über wölbt und von einem offenen Bogengange umgeben, welcher ein Polygon von 18 Ecken bildet. bau von drei mächtigen Stufen, Ein mächtiges Fenster, 25 Fuß Kuppel das Innere; dieses bildet einen runden Saal mit einem Säu⸗ lengange von 18 Säulen, jede 4 Fuß dick und 24 Fuß hoch. Am

die zusammen 24 Fuß hoch sind.

Fuße jeder Säule wird eine Siegesgöttin aus weißem Carrara⸗ Marmor aufgestellt; diese Statuen halten eherne Tafeln mit den Namen der gewonnenen Schlachten und der Feldherren. Die Ge⸗ wölbefelder des inneren Säulenganges werden mit Trophäen und allegorischen Bildern geschmückt; die mit dunklem Marmor überzoge⸗ nen Wände, ein mosaikartiges Marmorpflaster und die reich vergol dete Kuppelwölbung vollenden die Pracht der inneren Ausstattung. Der Gesammtdurchschnitt des Gebäudes mißt 236 Fuß, die Spreng⸗ weite der Kuppel 100 Fuß, die Höhe des Ganzen 178 Fuß.

Großherzogthum Hessen. Dem Rheinischen Beob⸗ achter schreibt man aus Mainz:

„Das verflossene Quinquennium war sür die Festung von großer Be⸗ deutung. Die Zeit⸗Umstände des Jahres 1840 mahnten an eine früher hinausgeschobene neue Herstellung verschiedener wichtiger Festungswerke, und der Gouverneur und Kommandant unterließen nicht, dieserhalb Anträge zu machen, welche in Frankfurt von der Bundes⸗Militair⸗Kommission und dem⸗ nächst von der deutschen Bundes⸗Versammlung mit großer Bereitwilligkeit entgegengenommen wurden. Letztere, welche eben für die Armirungs⸗Be⸗ reitschaft der Festung durch eine bedeutende, nach der Matrikel aufgebrachte Summe Sorge getragen hatte, genehmigte auch die Herstellungs⸗ Anträge und bewilligte schon im Juni 1841 für diesen Zweck den Betrag von etwas mehr als 2 Millionen Gulden. Wie ich höre, glaubt man diese ganze Summe noch aus den schon früher für Mainz und Luxemburg zu Hülfe genommenen Zin⸗ sen des jetzt für Ulm und Rastatt zu verwendenden Fonds von 20 Millioner Franken entnehmen zu können, den der deutsche Bund durch die parise Verträge von 1815 erhalten. Seit 1841 sehen wir nun auf verschiedenen Seiten unserer Stadt mit großem Eifer an den herzustellenden oder neui zu errichtenden Werken arbeiten. Der Erfahrung folgend, daß Bauten

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dieser Aft, wenn sie dauerhast sein sollen, auf keine Weise übereilt werden

dürfen, geht man nur so schnell voran, jedes einzelnen Werkes gestatten. Das Interesse auch des nichtmilitairischen Publikums wird hierbei besonders durch das große Kriegs⸗Hospital an Paradeplatz (unfern der großen Bleiche) und durch den Schluß der Rhein kehle in Anspruch genommen. Bei dem letzteren wirkt auch die Staats Behörde mit, indem sie, nach einem billigen Abkommen mit der Genie Direction, Gebäude aufführen läßt, die im Frieden zur Zierde der Stad und zum Nutzen des Handelsbetriebs und im Kriege zur Vertheidigung de Rheinufers dienen werden. Ueberhaupt kann ich nicht genug die Sorgsal rühmen, mit welcher der frühere Genie⸗Direltor, der jetzt in Ko

als es die besonderen Umstände

blenz befindliche Major Haak, von dem die meisten der jetzt auszuführenden

derartige Anstalt höchst segensreich wirken.

Das Ganze ruht auf einem Unter⸗ 1 b 1 d. herzog Stephan als Landes⸗Chef bei der kürzlich im Durchmesser, erhellt durch die

Baupläne herrühren, bei Verfolgung der Festungs⸗Interessen, auf jede ihr irgend thunliche Weise, auch für die Bedürfnisse der Handelsstadt Sorg getragen hat. Erzherzog Karl von Oesterreich, später von 1825 bis 1829 der Prinz Wil⸗ helm von Preußen, von 1829 bis 1834 der Kaiserl. österreichische Feldmar⸗ schall Herzog Ferdinand von Württemberg, und von 1834 bis 1839 wieder der Prinz Wilhelm von Preußen Gouverneur von Mainz. Der Letztere, dem vom Jahre 1830 an die Stelle eines General⸗Gouverneurs der preußischen Rhein⸗ lande anvertraut war, und dessen lange Gegenwart in Köln dort gewiß noch in frischem Andenken ist, übernimmt jetzt zum dritten Male das Gouvernemen

Das Verhältniß zwischen den beiden Garnisontheilen und zwischen der Gar⸗

nison und den Bewohnern der Stadt, ist jetzt, wie immer, ein überau

freundliches und zutrauliches. Ein von der deutschen Bundes⸗Versammlung

im Jahre 1832 erlassenes Festungs⸗Reglement hat die Beziehungen der

Nach dem Frieden von 1815 war zuerst der ruhmgekrönte

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Militair⸗ und Civil⸗Behörden und den Festungsdienst speziell geordnet, und,

so viel bekannt geworden, bewähren dessen Bestimmungen sich in jeder Hin sicht. s neue Festungs⸗Gouverneur schwört dem deutschen Bunde be seinem Amts⸗Antrifte den Eid, daß er sein Amt „„allein im Interesst des Bundes und zu dessen Vertheidigung führen, Bunde angeordnete Reglement getreulich beobachten, auch allen Anwei⸗ sungen des Bundes pünktlich Folge leisten und sich davon weder durch ir 8 gend eine Rücksicht, noch durch ein Verhältniß, namentlich zu einem einzel⸗ nen Bundesstaate, abhalten lassen, und die Festung gegen jede Art des An⸗ griffs mit der tapfersten Gegenwehr und mit Daransetzung Leibes und Le⸗ bens bis auf das Aeußerste vertheidigen wolle.““ In ähnlicher Form werden auch der Vice⸗Gouverneur, der Kommandant, der von Oesterreich im Namen des Bundes bestellte Artillerie⸗Direklor und der von Preußen im Namen des Bundes ernannte Genie⸗Direktor für den Bund verpflichte Die Namen und der Ruf der jetzigen Befehlshaber bürgen dafür, daß un⸗ ter ihrer Leitung das wichtige Bollwerk bei jeder Probe, wie schnell sie auch komme und wie ernst sie fein möge, sich auf eine den dafür gebrachten Opfern entsprechende Weise bewähren werde.“ OSODessterreichische Monarchie. Prag, 23. Okt. Das Gubernium hat auf höhere Veran⸗ lassung den Kreis⸗Aemtern die Erinnerung mitgetheilt, daß der Erz⸗ 1t n unternommenen Reise durch Böhmen die Wahrnehmung gemacht habe, daß sich auf allen Hauptstraßen eine bedeutende, die Reisenden belästigende Menge von Bettlern aufhalte, darunter sehr viele, welche, durch ekelhaste Ge⸗

Königsstädtisches Theater.

Capuleti e M : 1 ontecchiv. Italienische Opern⸗Vor⸗ stellung in Potsdam. „Der Landwirth“.

die „Capuleti e Montecchi“ vene und beliebte Oper reicher g 85,2

8 „die in der I Sai 2. 26. r laufenden Saison am 23. und des S zur Aufführung kam. Da wir über das Tonwerk selbst uns stellung vurch e9 nn en⸗ i8. haben wir nur einige Worte über die Dar⸗ diesmal in den Haͤnden se schaßf zu sagen. Die Rolle der Ginlietta ist von gefälligem Aeuß r. Sgrg. Remorini, einer Transmontanerin und dennoch, weil das und im Besit einer frischen, wohlgebildeten Stimme, Ist es 1 ihr nicht mitsingt, keine besondere Wirkung lissensieber genug, i Nangel an tieferem Gefühl, oder ist es Cou⸗ 8,ihr Gesang, und wäre er noch so schön, erwärmt als Tebaldo Gelegenhen, die Kachhaltigen Eindruck. Sgr. Landi haite die Kraftfülle seines Brust⸗Tenors zu entfalten

und Sicherheit im Vort (Capellio) noch ab, doch, wokunden. Lettere geht dem Sgr. Mela

wie es scheint

fangenheit, als von Mangel an musttalieencemmehr in Folge von Be⸗ S von Mailand 88 nas seansc 1 E” 87 bekannte und willkommene Fericheinaane- 5 ni b. ü 1n ei * maligem Auftreten, wie erfreuliche Fortschriche zeigt in neuester alischen Studien denn der wahrhaft strebsame Küne si d- ihren mu⸗ vaüen seit Kurzem gemacht, denn an Bestimmtheit 1 bt täglich zu 1b22 19 und Ausgeben der Töne hat sie unendlich 4 Festigkeit im b sie namentlich bei der Aufführung der „Lucrezia Bor Dies be⸗

erhöchsten Befehl am Freitag den 25. Oktober zu 1 gia“, welche auf

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wart des ganzen Hofes und des am Königlichen Ho 1 1e da, Begen⸗

senden Kronprinzen von Dänemark stattfand, einer sehr interessanten Vor⸗ stellung, der die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften von Anfang bis zu Ende unter sichtlicher Theilnahme an den Leistungen der transalpinischen Operisten beizuwohnen geruheten. Einer Gesellschaft von Dilettanten, welche das Institut der italienischen Oper in Berlin mit günstigen, wenigstens mit vorurtheilsfreieren Blicken betrachten, als dies leider auf anderer Seite hin und wieder geschieht, hatte sich auch der Berichterstatter in diesen Blättern, der sich einer gewissen Vorliebe für Italien, das er durch Okular⸗Anschauung kennt, und fuͤr die dortige Musik nicht entrathen mag, angeschlossen, um jener Aufführung in Potsdam beizuwohnen, und der dort erlebte Kunstge⸗ nuß entschädigte Alle reichlich für die im trübseligsten Werkeltagswetter hin⸗ und herzurückgelegte Reise.

Im recitirenden Drama wiederholt das Theater der Königsstadt den „Landwirth“ mit dem besten Erfolg. Gegenüber so vielen modernen Dramen, worin der Mensch sich an den Qualen der Selbstzerfleischung wei⸗ det, liebt es die hohe Verfasserin dieses Stücks, uns schmucklose Bilder, oder auch nur Konturen solcher Lebens⸗Situationen zu geben, worin die Konflikte der Verhältnisse zu einer milden Ausgleichung kommen. Sies ist der Lafontaine des Drama’'s. Das bezeichnet ihre Vorzüge und ihre Schwä⸗ chen. Die Verfasserin von „Lüge und Wahrheit“ hat gewiß schon in tau⸗ send und aber tausend Herzen edle und sittliche Gefühle angeregt, aber ge⸗ wiß noch in keiner Brust das Gegentheil davon. Möchten poetisch begabtere Schriftstellerinnen der Gegenwark doch das Nämliche von sich sagen kön⸗ nen! Was Herr Grimm und Dem. Quint, namentlich die Letztere, als dasjenige Paar, um das sich das Interesse hauptsächlich wendet, im „Land⸗ wirth“ leisten, verdient vollkommene Anerkennung. 8

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Zur Gewerbs⸗Geographie.

Die Erzeugnisse des deutschen Gewerbfleißes in ihrer National⸗Ausstellung zu Berlin 1844. Nach geographischer Verbreitung der betheiligten Fabrications⸗Stät⸗ ten zusammengestellt in der geographischen Kunstschule zu Pots⸗ dam von A. Petermann.

Die Gewerbe⸗Ausstellung ist vorüber, und es dürste daher wohl nicht unpassend sein, auf eine unter dem obigen Titel erschienene Karte aufmerk sam zu machen. Bei der großen Mannigfaltigkeit der ausgestellten Gegen⸗ stände war es, trotz der musterhaften Aufstellung, nicht möglich, einen Ueber⸗ blick zu gewinnen und eine Vergleichung der Länder und Ländertheile, die sich bei der Ausstellung betheiligt, anzustellen. Die Karte des Herrn e⸗ termann bhietet hierzu ein treffliches Hülfsmittel dar.

Es sind nämlich auf dieser Karte, welche ganz Deutschland, so wie die preußischen Provinzen Posen und Preußen umfaßt (die Zollvereins⸗Staaten sind durch eine gemeinschaftliche rothe Begränzung hervorgehoben), nur die⸗ jenigen Orte angegeben, die Gegenstände zur Ausstellung geliefert haben Ein Blick auf die Karte zeigt, wie in Schlesien, dem Königreiche und der Provinz Sachsen, Thüringen, Westphalen und der Rhein⸗Provinz, ferner um Nürnberg und in Württemberg, jene Orte besonders dicht gedrängt liegen und dadurch sogleich die vorzüglichsten Fabrik⸗Gegenden des deut⸗ schen Vaterlandes andeuten. Sehr leer erscheinen dagegen Oester⸗ reich, Bapern (außer der angeführten Gegend), Baden, Großherzog⸗ thum Hessen, Hannover, Mecklenburg, Holstein und einige preußische Provinzen. Wir wissen sehr wohl, daß die größere oder geringere Leere allerdings nicht als ein absoluter Maßstab für die mehr oder weniger große Entwickelung der Gewerbthätigkeit gelten kann, indem mancherlei Umstände,

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