1844 / 304 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

1

e m

8

S

Geheimen Ober⸗Finaunzrath Dr. Skalleyv. Sammlung des Berg⸗Hauptmanns v. Charpentier in Brieg a) von den Bergbau⸗Verwaltungs⸗Beamten und Berg⸗Ar⸗ beitern in Ober⸗Schlesten, Bergamts⸗Bezirk Tarnowit 493 Rthlr. 16 Sgr.; b) Bergwerks ⸗Besitzer ꝛc. Schneider 1 Friedrichsdor; c) von den Beamten und Arbeitern des Hüttenwerks in Rybnick 21 Rthlr. 27 Sgr. 6 Pf.: d) von den Königl. Eisenhüttenwerks⸗Beamten und Ar⸗ beitern in Malapane 22 Rthlr. 5 Sgr.; e) desgl. in Kreutzburg 13 Rthlr. 28 Sgr.; 1) desgl. in Gleiwitz 26 Rthlr. 3 Sgr.; 8) desgl. in Königs⸗ hütte 15 Rthlr. 16 Sgr.; h) von den Bergbau⸗Beamten, Gewerkschaften und Arbeitern im niederschl. Berg⸗Amts⸗Bezirk Waldenburg 693 thlr. 15 Sgr. 4 Pf. 1697) aus der Sammlung des Königl. Ober⸗Berg⸗Amts zu Dortmund noch von einzelnen Bergbau⸗Gewerkschasten und Arbeitern im märkischen Berg⸗Amts⸗Bezirk Bochum 85 Rthlr. 8 Sgr. 6 Pf. 1698) C. H. L. O. 10 Rthir. 1699) von den Beamten des Königl. Berg⸗Amts in Düren 26 Rthlr. 15 Sgr. 1700) von den Bergwerks⸗Ci⸗ SFS In Inde⸗Revier 88 Rthir. 6 Pf. Zusammen 1502 Rthlr. Sgr. 10 Pf. M. Durch die Haupt⸗Bank⸗Kasse.

1969. Haxr. Bank- n EEEEöö * 61 ⅞. Pola ö 88 it belrägt: 300 PFl. 96 ½ G. 4o. 500 FI. 93 G. 4o. 200 Fl. —. . Das Abonnemen. Hamburg, 28. Okt. Bank-Aetien 1630. Rugl. Russ. 114. 2 KAthlr. für Jahr⸗ London, 25. Okt. Cons. 3 % 100. Belg. 103 ½. Neue Anl. 23 ½. Pas 4 RKthlr. 2 Jahr. sive 5 ¼. Ausg. Sch. 13 ⅛. 2 ½ % Hon. 62 ½. 5 % 40. 98 ½. Neue Port. 511 8 lhlr. * 1 Jahr. 8 Engl. Russ. 118 ½. Bras. 85. Chili 101. Columb. —. Mex. 34 ½. Peru 24 ½. 28 Theilen der Monarchie 5 2 21198 089, 22 8— 8 8 *8 3 % Reute fin cour. 82. 10 ne ür 7 Neapl. . pan. en .. ass. . . 2 Wien, 26. 01t. 5 % Met. 110. 4 % 100 ¾. 3 % 76. Inserlione Zeile des Allg.

1606. Aul. de 1834 152 ½. de 1839 132. Nordb. 154 ½. Raum einerers 2 Sgr. M1ail. 110 ½. Livorn. 117. Anzeigers 88

1. Durch den 1696) Aus der 8 8 2 7 8 Ale Post-Anst

1 1 Auslandes nehmen

Berlin, 30. Okt. Die nahe Liquidation nahm heute die meiste Auf⸗ merksamkeit in Anspruch, und die Course der Eisenbahn⸗FEffelten sind, trotz gestellung

einer recht regen Stimmung, heute eher niedriger als gestern.

*—* Frankfurt a. M., 27. Okt. Wie man nun vernimmt, kann der Bau der Frankfurt⸗Hanauer Eisenbahn erst im nächsten Frühjahre be⸗ ginnen, da die Vorarbeiten nicht eher beendigt sind.

Die Börse war in den letzten Tagen etwas belebter, doch fehlt jeder Impuls zum Steigen der Fonds. Dabei ist die Abondanz des baaren Geldes immer noch gering und die Speculation dadurch gehemmt.

2+ Amsterdam, 26. Okt. Während dieser Woche wurden am hie⸗ sigen Fondsmarkte öfters ansehnliche Partieen Integrale und 3 proz. neue Schuld zum Verkaufe ausgeboten, wodurch deren Course häufig schwankten und heruntergingen. Die Knappheit des Geldes, welche sich eingestellt hat, und dessen Zinscours bei gewöhnlichen Anleihen auf 3 ½˖ % und bei Pro⸗ 1701) R. W. sür Schwetz 1 Rthlr., für Ostpreußen 2 Rthlr. 1702) longations⸗Geschäften auf 4 ½ a 5 % brachte, möchte dieser Flauheit nicht Vossische Zeitungs⸗Expedition inkl. 1 Duk. und 1 Frd'or. 110 ꝑfremd sein, indem die Spelusanten dadurch von Unternehmungen zurückge⸗ Rthlr. 15 Sgr. 11 Pf. 1703) Haude und Spenersche Zeitungs⸗ halten wurden: Integrale hatten sich von 62 ⁄2 wieder bis 62 15 erholt und Erpedition 100 Nhlr. Von auswärts: 1704) Von den Domi⸗ wurden gestern zu 62 5 % abgelassen; 3proz. neue Schuld wechselte anfangs nien und Gemeinden des Kreises Oels durch Landrath von Prittwitz zwischen 75 ½, und %, konnte aber gestern nur 75 ½ 9 bedingen. 4proz. neue 1705) Durch L. Meyer in Horn von eini⸗ Schuld war dagegen in den ersten Tagen dieser Woche slau und zu

144 Rthlr. 25 Sgr. 8 Pf. h gen Menschenfreunden fuͤr die Ueberschwemmten an der Weichsel 11 Rthlr. 96 ½ % zu haben, doch holte zuletzt 96 77 9; 5proc. wirkliche Schuld, wo⸗ von laut Anzeige des Finanz⸗Ministers während dieses Monats abermals

1706) Sammlung im Kreise Striegau durch Landrath Ruprecht, inkl. - des Mi ein Betrag von reichlich 36 Millionen Gulden aus freier Wahl in 4proc.

1 Duk., 83 Rthlr. 1707) Sammlung im Kreise Schweidnitz durch Land⸗ ei rath von Gellhorn 53 Rthlr. 16 Sgr. 11 Pf. 1708) Sammlung im Schuld angemeldet und umgetauscht worden ist, blieb fest auf 99 8 ste⸗ hen; alte Syndikat⸗Obligationen haben sich von 99 % %, wozu man

Bank-Aetien Gloggn. 119 ¾.

1 Zblaaauf dieses Blall an, für Berlin 1 8 1 Expedition der Allg. Preuß. Zeitung:

Friedrichestraße Nr. 72

Meteorologische Beobachtungen.

6 No 304. Nuch einmaliger 8 ᷓ— —— . Beobachtung. b 3 8 8 8 1t E11161“ Inhalt. 1“ Die Korvette „Amazone“. Kunst⸗

Provinz Sachsen. Aus Testament des Bischofs von

Abends

10 Uhr.

1844. 29. Okt.

Luftdruck... 337,24 1 Por. 336,44 Par. 336,02 Par. Luftwärme ... + 1,9⁰° R. + 5,6⁰ R. + 2,79 R. Thaupunkt... + 1,8° n. + 5,2⁰0 R. + 1,809 R. Dunstsättigung 99 poct. 97 pct. 87 pct. Wetter Nebel. neblig. halbheiter. Wind N. V NW. NW. Wärmeweecbsel + 5,“ Wolkenzug... NW. + 1,7⁰0 K. Tagesmittel: 336,54 Par... +† 3,50 R. +† 2,90 R... 94 pCt. NXW.

Morgens Naechwittags 6 Uhr. V 2 Ubr.

Nr. 2500. Die Ministerial⸗Bekanntmachung vom 17. Oktober d. J. über die Publication und Wirksamkeit der unter aufgenommenen Additional⸗Akte der Elbschifffahrts⸗Akte vom 23. Juni 1821. D. d. den 13. April d. J.;

2502. Der Uebereinkunft der Elbschifffahrts⸗Staaten, die Er⸗ vrsdan lassung schifffahrts⸗ und strompolizeilicher Vorschriften Deutsche Bundesstaaten. Königreich Bapern. Herzog von Leuch⸗ für die

tenberg. Schelver †. Abtei Metten. Aus Passau. König⸗ 8 K. M. v. Weber soll ein Denkmal erhalten. Kö⸗

reich Sachsen. 48 ve nigreich Hannover. Erweiterung der Ems⸗Dampsschifffahrt. 7 Groß⸗

0 Auellwärme

R. Flusswärme ° R. Bodenwürme 7,60 R. Ausdünstung 0,009 Rb Niederschlag 0,010 Rb.

. Königreich Sachsen. Das Comite, welches sich zu Dresden 8 gebildet, um die Asche K. M. von Weber’s in zu nehmen, hat den Entschluß gefaßt, dem genannten Komponisten ein Denkmal in einem bronzenen Standbild auf einem der öffentlichen Plätze Dres⸗ dens zu errichten, und wird dafür eine Konkurrenz an die deutschen Bildhauer ausschreiben. Die Kosten dieses Denkmals sollen durch Bei⸗ träge der Verehrer Weber'’s aufgebracht werden, darunter unsere be⸗ deutendsten Musiker, Meyerbeer, Mendelssohn, Lißt, mehrere deutsche Kapellmeister in London, wie Benedikt, welche in jeder Weise dafür zu wirken und Konzerte zu geben versprochen haben.

7,

7 2

- Amtlicher Theil.

Juland, rovinz Preußen. und Gewerbe- Verein zu Königsberg. Magdeburg. Provinz Westphalen. Paderborn.

2501.

be. Elbe betreffend; von demselben Tage;

„Des Staats⸗Vertrages mit denselben Staaten ebenfalls vom 13. April d. J., die Regulirung des Brunshauser Zolles betreffend; und

Kreise Breslau durch 4 7 Pf. 1709) Durch den Magistrat in Pf.

ner in Rochow 2 Rthlr. 5 Sgr. 4 Pf.

Breslau durch Oberst⸗Lieutenant von Roehl 20 Rthlr. 5 Aus der Kämmerei⸗Kasse der Stadt Frankenstein durch den 1713) Aus dem Kreise Demmin durch die Kreis⸗Kasse nachträglich 1714) Unterstützungs⸗Verein in Minden ferner 100 Rthlr. Minden 150 Rthlr. 4 Sgr. Arnsberg 400 Rthlr. 1717) Unterstützungs⸗Verein zu Stettin ferner 932 Rthlr. 19 Sgr. 1 Pf.;/ 1395 Rthlr. 21 Sgr. 1 Pf. und für 2 franz. halbe Ld'or. 5 Rthlr. 4 Sgr.

Rthlr. 18 Rthlr. 1715) Durch die Regierungs⸗Haupt⸗Kasse in 6 Pf. 1716) Durch die Regierungs⸗Haupt⸗Kasse in

Zusammen 3669 Rthlr. 25 Sgr. 5 Pf. Ueberhaupt hierzu der Betrag der neun ersten Nachweisungen 74,221

Landrath Graf von Königsdorff 101 Rthlr. 16 Nauen 12 Rthlr. 7 Sgr. 4 1710) Lehrer und Schulkinder in Goerlsdorf durch Pastor Brück⸗ 1711) öte Artillerie⸗Brigade in

8,951 Rthlr. 9 Sgr.

Montag kaufen konnte, allmälig Handels⸗Maatschappy zeigte sich so gem kamen häufig zum Verkaufe bei Hope, die deshalb von sind; 5procentige wiener auf 109 ¼ % stehen.

auf 20 %, gestern

und der Cours 20 ½ %. Tage wieder eifrige Käufer,

Sgr. 1712) Magistrat 20

war die

7 Pf. Ümsatz schwach. 28 1 2

Total⸗Einnahme 83,173 Rthlr.

Berichtigung zur neunten Nachweisung: Bei Nr. 1556 statt: muß es heißen: 4te „Jäger⸗Abth.“ 40 Rthlr. und „von“ C. Eisen, Buch⸗ und

4te Ingenieur⸗Abth.

bei 1559 statt: durch ꝛc. muß es heißen:

Kunsthändler in Köln, ferner 50 Rthlr. 20 Sgr. Berlin, den 28. Oktober 1844.

Der Central⸗Verein zur Unterstützung der durch Ueberschwemmung verun⸗ West⸗ und Ostpreußen.

Behrendt.

glückten Gegenden in

(gez.) v. Bopen. Flottwell. v. Below. Vrüstlein. Desselmann. Fischer. Krausnick. Magnus. A. Mendelssohn. Meyen. Muhr. Naunpn. v. Olfers. 1161“ Sembeck. Skalley.

Friccius. Messerschmidt. Paalzow.

gefunden; tieen in andere Hände,

7 Sgr.

F

holte 102 Fl.

öp.

—227

für Buchweizen von für Hafer von 22 ½ Bode.

Holfelder. Amsterdam, 26. 0kt.

5 % Span. 19 ⅞. Sch. Pol. Antwerpen, 25. 0kt.

v. Patow.

Oesterr. —.

bis 99 ½ % gehoben. wenig Kauflust, daß der Cours bei eini⸗ Ausbieten von 148 auf 147 ¼ % gefallen ist. vor, 8e enhe Aprocentige Certifikate 92 ¼ Metalliques Spanische Ardoin⸗Obligationen wichen von 20 ½ι Stimmung Für brasilianische Obligationen fanden sich dieser wodurch deren Preis von 86 ¾ um 1 % höher ging. Portugiesische Obligationen schwankten zwischen 50 ¼ und 50 ¾⅞ %; gestern fonnte man zu 50 ⁄2% % laufen. Rheinische wurden gestern zu 103 ½ % vergeben.

Am Getraidemarkte hat diese Woche in Weizen mäßiger Handel statt⸗ Roggen wurde zu hoch gehalten und ging nur bei einzelnen Par⸗ als am Mittwoch 122 pfd. preußischer zu 162 Fl. Gestern wurde bezahlt für 131 fd. weißbunten polnischen Weizen 270 Fl., 129. 130 pfd. dito 240 250 Fl. nach Güte, 128pfd. bunten dito 245 bis 248 Fl.; für eine Partie 131 pfd. stettiner 234 Fl.; Der Getraide⸗Zoll für den nächsten Monat ist für Weizen und Spelz unverändert geblieben; dagegen für Roggen von 15 auf 22 ½ Fl., auf 30 Fl.,

auf 30 Fl. pr. Last erhöht.

Auswärtige

Frankfurt a. M., 27. Okt.

Für Actien der Auch russische Fonds

bis blieben

91½ 9

heruntergegangen J. Plö bes J. von Plötz.

wenigem Umsatze

wieder etwas angenehmer

Compagnie. In Eisenbahn⸗Actien blieb der

1 Benedix. 90 pfd. feiner Hafer

1j 8 orst 8 94 2 9 ür Gerste von 15 auf 22 ½ Fl. und als Gast.)

Börsen. 5 ⁰% do. 99 ¼.

Neue Aul. 19 ½. 5 % Met. 112 G. Bank-Aect

chungen. [1307] Steckbrief.

Der Schuhmachergeselle Albert August Christoph Leder, wegen vorsaͤtzlicher schwerer Körperbeschädigung eines Menschen zu sechsmonatlicher Strafarbeit verur⸗ theilt, hat sich heimlich entfernt und sich dadurch der Strasvollstreckung zu entziehen gewußt. Alle resp. Ci⸗ vil⸗ und Militair⸗Behörden des In⸗ und Auslandes werden dienstergebenst ersucht, auf den unten näher be⸗ zeichneten Leder vigiliren, ihn im Betretungsfalle ver⸗ haften, hierher transportiren und an die Expedition der Stadtvoigtei⸗Gefängnisse abliefern zu lassen. Wir ver⸗ sichern die ungesäumte Erstattung der dadurch veran⸗ laßten baaren Auslagen und den verehrlichen Behörden des Auslandes eine gleiche Rechtswillfährigkeit.

Berlin, den 26. Oktober 1844.

Königliches Kriminalgericht hiesiger Residenz. v. Schroetter. Persons⸗Beschreibung.

Der Schuhmachergeselle Albert August Christoph Leder ist 23 Jahr alt, aus Frankenhausen im Schwarz⸗ burg⸗Rudolstädtschen gebürtig und evan elischer Reli⸗ gion. Er ist 5 Fuß 3 Zoll groß, untersetzter Statur, hat dunkelblonde Haare und Augenbrauen, bedeckte Stirn, blaue Augen, stumpfe Nase, gewöhnlichen Mund und Kinn, vollständige Zähne, blonden Bart, blasse Gesichtsfarbe und runde Gesichtsbildung. Seine Klei⸗ dungsstücke fönnen nicht angegeben werden.

““ 8

[13100) Avertissement. 8 Aus der Schuld⸗ und Pfandverschreibung des Julius Ferdinand Marimilian v. Ss⸗ d. d. Jehserigk, den 1. April 1820, ist am 19. März 1821 auf dem im Cottbusser Kreise belegenen Rittergute Drieschnitz, im Hypothekenbuche Rubrica III. sub No. 17. für die ver⸗ wittwete Hauptmann Henriette Johanne Christiane von Zerbfl, geb. von Meyer, zu Knonow ein Kapital von 2000 Thlr. eingetragen, und das über dieset Kapital sprechende Dokument angeblich verloren gegangen. Auf den Antrag des Carl Andreas Ferdinand von Meyer zu Knonow, als ausfgetretenen Testamentserben der ver⸗ witiweten Hauptmann v. Zerbst resp. gegenwärtigen Ei⸗ genthümers des Kapitals, werden daher alle diejenigen, welche auf das genannte, für die verwittwete Hauptmann v. Zerbst noch eingetragene Kapital von 2000 Thlr. und auf die darüber ausgestellte Urkunde als Eigenthü⸗ mer, Cessionarien, Pfand⸗ oder sonstige Briefs⸗Inhaber Ansprüche zu haben vermeinen, hiermit vorgeladen, die⸗

selben in dem auf den 17. Februar 1845, Vormittags 11 Uhr, vor dem Deputirten, Referendarius v. Grolmann, im Ober⸗-Landesgericht hierselbst anberaumten Termine an⸗ und zu bescheinigen, widrigenfalls sie mit den⸗ selben unter Auflegung eines immerwährenden Still⸗ v.2v n prälluvirt werden, und die verloren 88 2 uld⸗Urkunde für amortisirt erklärt wer⸗ Franksurt a. O., den 8. Oktober 1844. Königl. preuß. Ober⸗Landesgericht.

[111¹9]

Gegen den Caspar Wilhelm vo üden⸗ scheid, welcher sich sein 10 Jahten 12 Rier b.— hat, ohne Nachricht von seinem Ausenthalt zu geben ist von seinen Verwandten auf Todes⸗Erklärung ange⸗

tragen worden. Er wird daher aufgefordert, vor oder in termino den 9. August 1845 sich vor dem er⸗ nannten Deputirten, Herrn Auskultator Funcke, an hie⸗ siger Gerichtsstelle oder in der Registratur schriftlich oder persönlich zu melden und daselbst weitere Anwei⸗ sung zu erwarten, widrigenfalls er für todt erklärt und sein Vermögen an die gesetzlichen Erben ausgeantwor⸗ tet wird. Zu diesem Termine haben sich auch seine etwanigen unbekannten Erben und Erbnehmer so gewiß zu gestellen und ihre Rechte auszuführen, als sie sonst mit denselben präkludirt werden und sein im hiesigen Deposito beruhendes Vermögen von 4 —500 Thalern an seine legitimirten nächsten Intestat⸗Erben verabfolgt wird. Lüdenscheid, den 6. September 1844. Königlich preuß. Land⸗ und Stadtgericht.

[1279] Ediktal⸗Ladung.

In Gemäßheit des in der Verlassenschaftssache des Kaufmanns Ludwig Röhl hierselbst erreichten, gericht⸗ lich bestättigten Akkordes werden sämmtliche betheiligte und nicht präkludirte Röhlsche Gläubiger hierdurch ge⸗ laden, sich in dem zur Auszahlung der zweiten Hälfte der Akkords⸗Quoten auf den 11. November d. J., Vormittags 10 Uhr, auf hiesiger Rathsstube anberaum⸗ ten Termine einzufinden und die ihnen gebührenden Hebungen, unter dem Präjudize der gerichtlichen De⸗ position auf Kosten und Gefahr der Ausbleibenden, entgegen zu nehmen.

Datum Bergen, den 17. Oktober 1844. 1““ (S. C.) Der Magistrat hierselbst.

[849] Subhastations⸗Patent.

Die der verehelichten Plettner, geb. Schobbert gehö⸗ rige, unter Wernigerode an der Holzemme sub No. 737 belegene, zusolge der nebst Verkaufs⸗Bedingungen und Recognitionsschein in unserer Registratur einzusehenden Taxe auf 5706 Thlr. 22 Sgr. abgeschätzte Oelmühle, die sogenannte Lochmühle, nebst Zubehör, soll in termino den 30. Januar 1845, Vormittags

10 Uhr, auf gedachter Mühle selbst nothwendig subhastirt werden. Alle unbekannten Real⸗ Prätendenten werden aufgeboten, sich bei Vermeidung der Ausschließung mit ihren etwanigen Ansprüchen spä⸗ testens in diesem Termine zu melden.

Wernigerode, den 28. Juni 1844.

Gräslich Stolberg⸗Wernigerodisches Justiz⸗Amt. IJ. Abtheilung. [131221 Bekanntmachung.

In der Bertikower Jagdtheilungssache sind die im Anmeldungs⸗Termine am 28. September c. ausgeblie⸗ benen Interessenten mit ihren etwanigen Ansprüchen auf Ausübung der Jagd auf Bertikower Feldmark prä⸗ kludirt worden.

Angermünde, den 17. Oktober 1844.

Die Jagdtheilungs⸗Kommission des angermünder Kreises.

[1311] Bekanntmachung.

In der Lützlowschen Jagdtheilungssache sind die im Anmeldungs⸗Termin am 2. Septbr. c. nicht erschiene⸗ nen Interessenten mit ihren etwanigen Ansprüchen auf Ausübung der Jagd auf der Lützlowschen Feldmarl prälludirt worden.

Angermünde, den 15. Oktober 1844.

Die Jagdtheilungs⸗Kommission des angermünder Kreises.

Donnerstag, 31. Okt. 1 Akt von W. Friedrich. Der lange Israel.

Freitag, 1. Nov. ländische Kamin, (Herr Stürmer,

1““ Verantwortlicher Redacteur De 1 Niederl. wirkl. Sch. 62 8. * 3 % do. 34¹%, Pass. —. Ausg. —.

4 % Russ. Hope —. Zinsl. —.

Königliche Schauspiele.

von Frühauf. Hierauf: Der ver⸗ nach einer Anekdote, von

Carlo Broschi. 2) Moiroud et

Königsstädtisches Theater.

Köck und Guste. Vaudeville⸗Posse in Vorher: Das bemooste Haupt, oder: Original⸗Lustspiel in 4 Akten von Roderich

Steffen Langer aus Glogau, oder: Der Hol⸗ und einem Vorspiel: Der Kaiser und der Seiler. vom Stadt⸗Theater zu Aachen: Steffen Langer,

8

J. W. Zinkeisen.

D uchdruckerei.

8

Allgemeiner A

Dampfschifffahrt Pzwischen Potsdam u.

Hamburg. Freitag den 1. November, Abfahrt Mor⸗ R. 9 Uhr, als letzte diesjährige Personen⸗ ahrt zwischen obigen Plätzen.

Die Güterfahrten zwischen „Berlin und Hamburg“ haben hingegen un⸗

veränderten Fortgang.

Nähere Auskunst ertheilt Anker, Taubenstr. 10.

[1308] Bckanntmachung.

Für Feuerschäden und Verwaltungskosten sind von den Mitgliedern der unterzeichneten Bank auf das Halb⸗ jahr vom 1. April bis 30. September d. J. von 100 Thlr. Versicherungssumme in der ersten Klasse 2 Ngr., in der zweiten das Doppelte u. s. f. aufzubringen, wogegen die Mitglieder des Allgemeinen Verbandes für die ge⸗ dachte Zeit das Maximum mit 20 Ngr. von jedem 100 Thlr. Versicherungssumme zu entrichten haben.

Leipzig, den 15. Oktober 1844. 1

Direction der Brandversicherungs-Bank für Deutschland. Franz Brunner. Professor Pohl.

Eduard Poll, Rendant.

Dr. Schultze.

Fiterarische Anzeigen.

Englische Taschenbücher für 1845. [1032 b] Zweite Sendung. Keepsake Book of Beauty Heath's new annual. 20 Linden. A. Asher & Co.

Zu gleicher Zeit in Berlin, Paris und London ist erschienen:

Der beste Rathgeber

8

8 I“ 8 1 5 Neue vollständige Schule von J. B. 01 amer,

Op. 98., in 3 Abth. I. Theorie u. Anfangsgründe 25 Sgr. II. 42 Elementarstücke in allen Dur- und Moll -Tonarten mit genanem Fingersatz 1 Thlr. III. 24 neue fortschreitende Spezial-Etuden, 2 Hefte à 1 Thlr.

Der berühmte Cramer widmete diese neue Um⸗- arbeitung und Vermebhrung seiner Schule, als den Schatz seines reichen dem Unterricht gewidmeten Lebens, allen Lehrern und Familiemmüttern, welche auf die einfachste und rationellste Weise unterrichten wollen. Zu Neujahr tritt der Laden- preis 3 ¾ Thlr. ein.

34 Linden. Schlesi ngerrche Buch- und

Musikhandlung.

am

In meinem Verlage sind so eben solg welche durch jede namhafte Buchhandlung zu beziehen sind, erschienen und in Berlin vorräthig in Oehmig⸗ ke's Buchhandlung (Julius Bülow), Burgstr. 8:

Hermanni, G., Epitome doctrinae metricae editio altera recognita. gr. 8. broch. 2 Thlr. Oehlenschläger, Ad., Oerwarrodd, das Helden⸗ kind. Ein altnordisches Märchen. 8. brosch. 1 ½ Thlr. Dessen Lieb' ohne Strümpfe. Tragi⸗Komödie, frei nach J. H. Wessel. 8. brosch. ½ Thlr. Tischer, Dr. J. F. W., Gnomen. Aus seinem Nachlasse herausgegeben. 8. brosch. * Thlr.

Leipzig, den 20. Septbr. 1844. Ernst Fleischer

[1033 b]

Es wird ein tüchtiger praktischer Maschinenzeichnen gesucht, der schon in mechanischen Werkstätten gearbei⸗ iet und sich mit guten Zeugnissen ausweisen kann und nicht abgeneigt ist, nach einer der rößeren Hauplstädte Oesterreichs gegen Vergütung der Reise und unter sei⸗ nen Kenntnissen angemessenen Bedingungen zu gehen. Ansragen deshalb können vom 1. November bis 5. November 1844 Werderschen Markt Nr. 4 b, 2 Tr. eingeholt werden.

1034 b] Am 25. November d. J, Vormittags 11 Uhr, sollen die im Besitze eines westphälischen Actien⸗Vereins befindlichen drei englischen Vollbluthengste: Augustus, Alzira und Spark- ler vor dem Hause des henn Joseph Schrodt am Neuen 288 Platze hierselbst öffentlich und meistbietend verkauft werden. „Die Abstammung und Leistungen dieser Hengste siehe fünftes Verzeichniß der preußischen Vollblutpferde Pas. 3. 4. und 35. Dieselben sind mit dem günstigsten Erfolge für die einheimische Pferdezucht seit dem Jahre 1840 als Privatbeschäler hier bei A. Tenckhoff am Neuen Platze stationirt gewesen, wo sie auch jetzt noch besichtigt werden können, und der ebendaselbst wohnend Herr Departements⸗Thierarzt und Veterinair⸗Assessor van Gemmeren erbötig ist, nähere Auskunft in Be⸗ treff der genannten drei Hengste, so wie auch der Ver⸗ kaufs⸗Bedingungen zu ertheilen und portofrei schriftlich an ihn gerichtete desfallsige Aufträge zu übernehmen. Münster in Westphalen, den 25. Oktober 1844.

[1036 bb

Der Handlungsdiener Her⸗

mann Katsch ist nicht mehr in

unserem Geschäft. gchulte & Grünqdler.

Donnerstag, 31. Okt. Zum erstenmale wiederholt: Der Ency⸗ klopädist, Lustspiel in 2 Aufzügen, wunschene Prinz, Schwank in 3 Abth.,

Wegen Unpäßlichkeit des Herrn Rott kann das Trauerspiel: Sampiero, heute nicht gegeben werden.

Freitag, 1. Nov.

Im Konzertsaale: 1) Le voyage à Pontoise.

.“

Handels⸗

und zwar:

8 erzogthum Baden. Beschlagnahme einer Schrist. möOldenburg. Constitutions Frage. Dampfschifffahrt. Herzogthum Holstein. Adresse der Stände. Schreiben aus Dresden. (Svparkassen Defekt; Münzmeister Grohmann.) Rußland und Polen. Riga. Verbrennen eines Dampfschiffs. Frankreich. Paris. Die Motive der spanischen Verfassungs-Reform Fon der französischen Presse beleuchtet. Briefe aus Paris. (Meri kanische Händel; Konsulats⸗Wechsel; Spanien. Niederlage in Afrika.) Großbritanien und Irland. London. Lord Powis, muthmaß⸗ licher Lord⸗Lieuntenant von Irland. Die Feierlichkeiten zur Eröffnung der neuen Börse. 1 1 - Niederlande. Briese aus dem Haag. (Zolltarif.) und Mastricht. (Separatisten⸗Pro eß.) Belgien. Vrufsei. Kammer. Schweiz. Kanton Luzern. der Jesuiten. 1 Portügal. Schreiben aus Lissabon. Schiffbarmachung des Tajo; die geistlichen Seminarien; das portugiesische Patronats⸗Recht in Asien; Finanzielles.) 1 1— . Aegypten. Alexandrien. Berathungen in Kahira. mar von Preußen. Das bremische Schiff „Alf“.

Annahme der Adresse in der Repräsentanten⸗

Der Große Rath beschließt die Berusung

Prinz Walde⸗ Die Pest.

Die Gewerbe⸗Ausstellung der deutschen Bundes⸗ und Zollvereins-Staaten. und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börse.

Königl. Schauspielhaus. (Französisches Theater; „Erziehungs Resultate“; „Onkel Brand“.) Königsstädtisches Theater. (Auffrischung eines Melo⸗ brams.) Optische Nebelbilder. Vermischtes. Das Göthe⸗Monu⸗

ment zu Frankfurt a. M.

Amtlicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem Justitiarius Krause in Züllichau den Charakter als Ju⸗ stizrath zu verleihen. siiiga ung.

Die von dem unterzeichneten Königlichen Kredit⸗Institute für Schlesien unterm 6. Februar 1839 auf das im steinauer Kreise gele gene Gut Culmikau ausgefertigten vierprocentigen Pfandbriefe Litt. B.

170 à 1000 Rthlr. 3 8— 1,354 bis incl. Nr. 1,358 à 500 Rthlr. .3,696 bis incl. Nr. 3704 à 200 Rthlr. 6,640 bis inel. Nr. 6656 à 100 Rthlr. 8 11,428 bis incl. Nr. 11,430 à 50 Rthlr. 22,348 bis incl. Nr. 22,353 à 25 Rthlr. sind von dem Schuldner aufgekündigt worden und sollen gegen andere dergleichen Pfandbriefe gleichen Betrages eingetauscht werden.

Den §§. 50 und 51 der Allerhöchsten Verordnung vom 8. Juni 1835 (Gesetz⸗Sammlung Nr. 1619) zufolge, werden daher die gegen⸗ wärtigen Inhaber der oben bezeichneten Pfandbriefe hierdurch aufge sordert, die letzteren nebst den dazu gehörigen laufenden Coupons Ser. II. Nr. 9 und 10, vom 1 Januar k. J. ab, in Breslau beit dem Handlungshause Ruffer und Comp. zu präsentiren, und in deren Stelle andere dergleichen Pfandbriefe vom nämlichen Betrage in Em⸗ pfang zu nehmen. 1“

Berlin, den 4. Oktober 1844. v““ Königliches Kredit⸗Institut für Schlesien. Das 37ste Stück der Gesetz⸗Sammlung, welches heute ausgege⸗ ben wird, enthält unter 1G ¹

Des Staats⸗Vertrages zwischen Preußen, Sachsen,

Hannover, Dänemark und Mecklenburg⸗Schwerin, das

evisions⸗Verfahren auf der Elbe betreffend; vom

30. August 1843. Berlin, den 1. November 1844.

Debits⸗Comtoir der Gesetz⸗Sammlung.

Angekommen: Se. Excellenz der General⸗Lieutenant, Kom⸗ mandant von Berlin und Chef der Land⸗Gendarmerie, von Ditfurth, von Magdeburg.

Uichtamtlicher Theil. Inland.

Provinz Preußen. Am 26. Oktober ist die Königlich preußische Korvette „Amazone“, aus der Levante kommend, glücklich zu Danzig eingelaufen. Um den zu Königsberg bestehenden Kunst⸗ und Gewerbe⸗Verein für die ihn besuchenden Gewerbtreiben⸗ den noch nützlicher und wirksamer zu machen, hat der Vorstand für den Lauf dieses Winters eine unentgeltliche Ertheilung von Unterricht in den Anfangsgründen der Mathematik und in den Naturwissen⸗ schaften bei diesem Institut, an dem im verflossenen Winter 155 In⸗ dividuen betheiligt waren, angeordnet.

Provinz Sachsen. Se. Majestät der König von Sachsen passirte am 29. Oktober Magdeburg, um sich gleichfalls zur Jagd bei Letzlingen zu begeben.

Provinz Westphalen. Der verst. Bischof von Pader⸗ born, Herr Dammers, hat, wie dem Westph. Merk. von dort ge⸗ schrieben wird, sein Vermögen, trägt, seinen Verwandten vermacht, und außerdem noch Legate zu from⸗ men Zwecken im Betrage von 20,000 Rthlr. ausgesetzt.

Ausland.

Deutsche Bundesstaaten.

Königreich Bayern. Der Herzog von Leuchtenberg wird am 6. oder 7. November von St. Petersburg in München erwartet und sich nach kurzem Verweilen daselbst auf seine Git 8 begeben. Der wackere Schlachtenmaler Schelver ist zu München gestorben. Er war mit Monten und Eckert, 1 - angingen, Herausgeber und Mitarbeiter des Werks: „Sämmtliche Truppen von Europa in charakteristischen Gruppen’“. Am 22. Ok⸗ tober wurde in der Benediktiner⸗Abtei Metten durch den Bischof von Regensburg das von demselben errichtete Knaben⸗Seminar zum heil. Wolfgang im großen Klostersaale, der für die Zukunft den Zöglingen besagten Instituts zur Kirche dienen wird, feierlich eröffnet. Heinrich befindet sich seit dem 23. Oktober wieder in Passau. Aus letzterer Stadt meldet man unterm 22. Oktober: „Heute haben un⸗ garische Bauern in 20 mit ungarischen Pferden bespannten Wagen Getraide aus Ungarn hierher gebracht und dasselbe an einen Getraide⸗ händler aus Perlesreuth abgeliefert. des Getraides in Ungarn nach dem Umstande, da dasselbe noch mit einigem Gewinn auf dem Landwege von Pesth bis Passau verführt werden kann. Fortwährend kommen fast täglich große Schiffzüge mit Getraide beladen aus Ungarn hier an.“

1

welches mindestens 70,000 Rthlr. be- Güter in Italien die ihm im Tode vor⸗

Bischof

Man 1 die Wohlfeilheit

König sich nicht habe

Königreich Hannover. Auf Einladung der kausmänni⸗ schen Deputation zu Leer fand daselbst am 26. Oktober eine Ver⸗ sammlung eines großen Theils der Bürgerschaft statt, um über die Errichtung einer Leerer Dampsschifffahrts⸗Gesellschaft für die Ems zu berathen. Die Sache fand allgemeinen Beifall, so daß die nach der Berathung erfolgte Actien⸗Einzeichnung ein Resultat lieferte, welches diese für die genannte Stadt als vortheilhaft sich darstellende Ange- legenheit schon jetzt als gesichert erscheinen läßt. Die Direction der Ems⸗Dampfschifffahrts⸗Gesellschaft Konkordia zu Emden hat eine General-⸗Versammlung auf den 31. Oktober einberufen, um die Actionaire zur Anschaffung eines zweiten Dampfschiffs zu veranlassen.

202

Grroßherzogthum Baden. Am 23. Oktober wurde zu Mannheim eine Schrift: „Ausführliche Beschreibung des Itzstein⸗ Festes mit Reden, Adressen ꝛc.“, in der Druckerei der Mannheimer Abend⸗Zeitung mit polizeilichem Beschlag belegt. Die Broschüre war, wie verlautet, auf 20 Bogen oder darüber ausgedehnt worden, um die Censur zu umgehen.

Oldenburg. In der Kölnischen Zeitung wird von Oldenburg aus mit Bezug auf die seit einiger Zeit in Umlauf gesetzten Zeitungs⸗ Artikel über die oldenburgische Constitutionsfrage bemerkt, in den altoldenburgischen Provinzen mach

sich der Drang nach einer Constitution keinesweges irgend in bedeu

tender Weise bemerklich, und das Bedürfniß einer Verfassung sei im Volke noch nicht lebendig, vielmehr befinde sich dasselbe unter einer wohlwollenden Regierung und ihren patriarchalischen Folgen recht be⸗ haglich. Demselben Blatt zufolge, findet das Projekt einer Dampf⸗ schifffahrts⸗Verbindung zwischen Bremen und Oldenburg vor der Hand noch wenig Anklang in letzterer Stadt, obwohl dieselbe an

Großherzogthum

einem schiffbaren Flusse liegt, und so nahe dem Meere, daß er Ebbe

und Fluth hat.

Herzogthum Holstein. Die Stände⸗Zeitung ent⸗ hält die von den holsteinschen Ständen in ihrer achten Sitzung am 23. Oktober einstimmig beschlossene Adresse. Die Versammlung spricht zuerst den Dank des Landes für die in der Allerhöchsten „Eröffnung“ vom 10. Oktober ihr gewordenen Mittheilungen aus, namentlich in Betreff folgender Punkte: daß die Gagen⸗ und Aeccidentien⸗Steuer gänzlich aufgehoben; daß das verderbliche Lottospiel beschränkt wor⸗ den und noch mehr beschränkt werden solle; daß die über den Sinn des §. 6 im allgemeinen Gesetze vom 26. Mai 1831 entstandenen Zweifel und das daraus hervorgehende Hinderniß für die Erlassung einer Städte⸗ und Land⸗Kommunal⸗Ordnung, wie für das dadurch bedingte freiere Kommunalleben, in Uebereinstimmung mit ihren An⸗ trägen beseitigt worden; daß von der Ausschreibung einer neuen Steuer für die Unterhaltung der Kunststraßen abgesehen worden, und daß

der von ihnen auf Erlassung einer Strafprozeß⸗Ordnung, welcher das Prinzip der Oeffentlichkeit und Mündlichkeit zum Grunde zu legen,

sorgfältigen Erwägung unterzogen werde. Bedauern darüber zu erkennen, daß die von auf Aufhebung der Be⸗

gerichtete Antrag einer Dagegen giebt sie ihr den Ständen für den wiederholten Antrag rechnung in Reichsbankgeld und der Zahlung in kleiner Reichsbank⸗ Münze angeführten Gründe keinen Eingang gefunden; daß der veranlaßt sehen können, auf die Bitte we⸗ Errichtung einer Land⸗Militair⸗Schule in Rendsburg einzugehen; daß Se. Majestät durch das Patent vom 23. Februar d. J. die schließliche Bestimmung über die Errichtung einer Filial⸗ Bank in Flensburg getroffen, ohne vorher das Gutachten der

gen

Stände, welche gegen dieses Patent und dessen Folgen die Rechte

Königliches Schauspielhaus⸗ Französisches Theater. Erziehungs⸗Resultate. Onkel Brand.

4 Am 29. Oktober zum erstenmal: Georges et Thérèse, on: Les E vaudeville nonveau en deux actes, par Auvray. Das 8388 8 dem berliner Publikum in der Bearbeitung, welche Karl Blum

Faup che „Christoph und Renata“ davon geliefert, längst be dggre durch das meisterhafte und rührende Bild, welches Fräulein fühꝛt li 88 von Hagn in der Darstellung des Waisenknaben vor Augen b-“ 7 189 geworden. Da wir uns seiner Zeit über das Schauspiel selbst bge ht 11. 8 so haben wir nur der Darstellung mit ein paar Worten zu k22 ““ sogleich bemerken, daß die der Franzosen weit, weit hin⸗ den Cdurch 8 3 unserer Hofbühne zurückstand. Wir haben daher mehr und . nn Fleiß als das Talent zu rühmen, womit Mad. Armand tesse hatte 8en Titelrollen gaben. Mad. Dechanel, als Vicom⸗ an den eae. ich gegen den Schluß, wo der Siolz der Matrone sich gab den lusti Herzens bricht, hübsche Momente, und Hr. Villars läßt. 208 eee mit jener Sicherheit, die ihn in keiner Partie ver⸗ stellte es sich 8eig chumn des Originals mit der Verdeutschung Blum's rer solche Arbeiten 48 recht klar heraus, mit welcher Geschicklichkeit Letzte⸗ ser Beziehung legte eneif und mit wie viel Takt er sie ausführte. In die⸗ rette des Descombe⸗ meiste Gewandtheit in seinem, nach einer Ope⸗ Resultate“ an den rnbse verfaßten Lustspiele „Erziehungs⸗ haft graziöse Weise in dis⸗ worin er das Verfänglichste auf wahr⸗ Fräulein Charl. von H Schranken der Sitte zu lenken wußte. Margarethe Western 845 feierte am 26. Oktober in der Rolle der Leistung gewiß lbnon. Wer ee Triumph, der ihr für diese seltene dem, von L 18 1 d er Abend war überhaupt ein angenehmer, da in 3 - gely dem Französischen nachgebildeten Lustspiel „Onkel

Bra 7 * . „L nd“, das zunächst wohl eine Erweiterung der Grundgedanken des

9 4 . 2 Mercierschen „Essighändlers“ ist, unsere wackeren Künstler Rott

(Brand) und Weiß (van der Flüth), wenn auch als entgegengesetzte Pole,

wetteiserten, das Publikum durch echten sprudelnden Humor anzuziehen. Es gelang ihnen zu allgemeiner Ergötzung, Beide wurden gerufen.

Königsstädtisches Theater. Auffrischung eines Melodrams.

Das Melodram par excellence, „Drei Tage aus dem Leben eines Spielers“, das vor Jahren so große Anziehungskraft für das Publikum der Königsstadt besaß, ward am 29. Oktober „neu einstudirt⸗ wieder vorgeführt. Der Ersolg hat es vollkommen klar gemacht, daß die Zeit solcher krassen Rühr⸗ und Schauerspiele vorüber ist und dergleichen ins Ertrem gehende Persönlichkeiten und Situationen nicht mehr goutirt werden. Wenn wir auch den Fleiß und guten Willen sämmtlicher Mit⸗ wirkenden gern anerkennen wollen, so reichen die Kräste des Personals doch nicht aus, einem Effekt⸗ und Speltakelstück dieser Art zu seinem vollen Rechte zu verhelfen. Herr Grimm brachte als Georges von Germany zwar in den Aeußerlichkeiten den Charakter recht gut zur Anschauung, es fehlte ihm jedoch jenes innere Feuer, jene innere Durchbildung, ohne welche derselbe nicht zur vollen Wirkung gelangen kann. Sein Bestreben, das Beste nach Kräften zu leisten, verdient jedenfalls Aufmunterung. Als wahren Künstler müssen wir Herrn Hänsel (Herr von Germany Vater) bezeichnen, welcher unbedingt seine kleine, aber schwierige Rolle mit Meisterschaft gab. Herr Boden sonnte, bei seiner hohlen Declamation und sonstigen üblen Angewohnheit in Haltung und Geberde, nicht genügen, und Fräulein von Tennecker würde besser gewesen sein, hätte sie mehr Natürlichkeit und Wahrheit des Ausdrucks in ihr Spiel zu legen gewußt. Das Ensemble war lobenswerth; Herr Hänsel ward nach dem ersten Akt gerufen, am

Schluß

Optische Nebelbilder.

Berlin, 30. Okt. Professor Buck aus London ließ am Abend des 28. Oktober vor einigen eingeladenen Personen eine Probe seiner opti⸗ schen Nebelbilder in kleinem Maßstabe sehen, die er später in grö⸗ ßerer Form im neuen Saale des Herrn Mielentz (Linden 23, ehemals Jagor's Lokal) zeigen will. Das Publikum erinnert sich wohl noch der Leistungen des Foß Döbler in diesem Genre, die wir im Königsstädter Theater zu sehen Gelegenheit hatten. Herr Döbler bemächtigte sich dieses interessanten Geheimnisses in England, wo es vor nicht langer Zeit erfun⸗ den, unter dem Namen Dissolwing views bekannt und beliebt ist. Herr Prof. Buck, trotz des deutschklingenden Namens ohne ein deutsches Wort, hat in seinem Fache bedeutende Verbesserungen gemacht, und geht weiter als Döbler, bei dessen architektonischen Gegenständen man namentlich über Verzeichnungen klagen hörte, was Herr Buck beseitigt hat. So z. B. be⸗ wegen sich seine Schiffe auf den Wellen, das Kajütenfeuer markirt sich nicht nur auf das beste gegen das helle Mondlicht, sondern wirft auch wunder⸗ barerweise seine eigenen Reflexre auf den Meeresspiegel. Die Entwicklung einer Rose aus einer Knospe, eines Amor in der Rose, die dann verschwin⸗ det, so daß die leuchtende Gestalt des zielenden Liebesgottes frei auf näch⸗ tig schwarzem Hintergrunde schwebt, war ein höchst originelles und über⸗ raschendes Erperiment. Eine Neuerung sind auch die großen Porträts be⸗ rühmter Personen, die Herr Buck zeigt, und von denen er an 300 Stück besitzt. Er fing mit dem herrlichen Liederdichter Schottlands Robert Burns an, und bei dem Bilde Shakespeare's erschien, nachdem es in größter Klarheit vor uns stand, plötzlich durch eine eigenthümliche Vorrich⸗ tung, ein Lorbeerkranz um die Schläfe gewunden, welche zartsinnige Nüance lauten Beifall fand.

Es läßt sich voraussehen, daß die Vorstellungen Buck groß Interesse erregen und stark besucht sein werden. .““