jetzt in allen bedeutenden deut⸗
ertigte, so sehen wir 8 Marktverkehr fertigte, so s Niederlagen von Schuhen und
schen Städten große und elegante gen von 8 Grefeln sich bucen. so, daß man dem Bedürfnisse in allen Formen
und Stoffen auf der Stelle vollständig genügen kann. Namentlich in Berlin hat die Schuh⸗ und Stiefel⸗Fabrication im Laufe neuerer Zeit, und namentlich in den letzten 10 bis 15 Jahren, eine solche Erweite⸗ rung erhalten, daß die Zahl der diesem Gewerbe zugewendeten Ar⸗ beitskräfte sich auf mehr als das Doppelte gehoben hat und die be⸗ deutendsten Versendungen ins Ausland, selbst bis nach Amerika, un⸗ ternommen werden. 8 Zu den neuesten Erfindungen in dem Gebiete des in Rede ste⸗ henden Gewerbes gehört unstreitig die Anwendung der Holzstifte zum Befestigen der Sohlen, statt des Pechdrahts. Ob diese Methode wegen ihrer Dauerhaftigkeit und dadurch die bisherige Art zu arbeiten verdrängt werden könnte, läßt sich, da die Erfahrung noch nicht in dem Umfange hat benutzt werden können, als zu einem definitiven Ausspruch nöthig erscheint, noocch nicht beurtheilen. Interessant wird es sein, das Resultat der Versuche zu verneh⸗ men, welche das Königliche Kriegs⸗Ministerium mit Benutzung der Stiftstiefeln beim Militair hat vornehmen lassen. Fiele dasselbe durch⸗ weg günstig aus, so würde die Anwendung der Stifte statt des Pech⸗ drahtes auch schon in Rücksicht der Sanität nicht unwichtig sein, da das Benutzen des Pechs bei der Arbeit einen allerdings nicht günsti⸗ gen Einfluß auf die Gesundheit des Arbeiters ausübt; auch die Rein⸗ lichkeit des Geschäfts würde dadurch sehr gehoben werden. Der Um⸗ fang des in Rede stehenden Geschäfts hat auch die Konkurrenz bei der Ausstellung bedeutend hervortreten lassen, wie dies die nachfol⸗ gende spezielle Aufzählung näher darlegen wird.
Nr. 281. Schaller aus Berlin: 1 Paar Wasserstiefeln, die zugleich vollständige Beinkleider bilden; 1 Paar hohe Uniformstiefeln; 1 Paar Stulpstiefeln und mehrere lackirte und kalblederne Stiefeln. Material und Arbeit sind ausgezeichnet, und sind bei den letzteren die eleganten und modernen Formen zu loben.
Nr. 477. Schröder aus Berlin: 1 Paar hohe Uniformstie⸗ feln von lackirtem Leder, und 3 Paar andere Stiefeln. Material und Arbeit ist gut, und namentlich ist das schwierige und doch so gelun⸗ gen und sauber ausgeführte Nähen des lackirten Leders zu erwähnen.
Nr. 479. Eichbaum aus Berlin: 2 Paar Herrenstiefeln von lackirtem Leder, bei denen die Sauberkeit der Arbeit anerkannt wer⸗ den muß.
Nr. 259. Andresen aus Berlin: Mehrere Paare Stiefeln mit Holzstiften. Ueber die Arbeit läßt sich ein bestimmtes Urtheil noch nicht fällen. Die moderne Form verdient indeß Beachtung.
Nr. 1957. Mohr aus Berlin: 1 Paar wasserdichte Herrenstie⸗ feln von überzogenem baumwollenen Zeuge, welche dem feinsten Leder gleich geputzt werden können; sie haben gefällige Fagon.
Nr. 1954. Krebs aus Berlin: Mehrere Damenschuhe ꝛc. Mühsame, fleißige und rein gehaltene Arbeit, so wie gefällige Form sind hier vorwaltend.
Nr. 2338. Albrecht aus Bremen: die sich durch ungetheilte, und sich als wahre Kunstwerke darstellen.
Müller aus Breslau (892), Schepe aus Danzig
Mehrere Herrenstiefeln,
2479),
Schönfeld aus Breslau (893), Ernst aus Görlitz (846) haben meh⸗
so wie Pantoffeln, vorgelegt, welche
rere Herren⸗ und Damenstiefeln, ist gutes
Zeugniß von tüchtiger und dauerhafter Arbeit geben, auch Material verwendet.
Nr. 814. Klein aus Glogau hat außer den vorgelegten, sau⸗ ber gearbeiteten, gewöhnlichen Stiefeln, ein Paar sogenannte Kommiß⸗ stiefeln eingeliefert, die in Beziehung auf Leder, auf Arbeit und Form bemerkenswerth sind.
Nr. 672. Rotsche aus Nordhausen. Kurze Herren⸗Stiefeln ohne Nath. Pariser Erfindung und als gelungene Nachbildung be⸗ achtenswerth. .
Nr. 2324. Wemmer aus Luxemburg. Stiefel und Schuhe mit Eisenklammern gespeilt. In aller Beziehung tüchtige Arbeit.
Schönwereck aus Kassel (1692); Frank in Regensburg (1344);
[1346] t e d berief. im
Aus dem hiesigen Polizei⸗Gefängnisse ist der nach⸗ stehend bezeichnete Dienstknecht Johann Carl Wil⸗ so helm Doepke, welcher wegen gewaltsamen Diebstahls in Haft gewesen, in vergangener Nacht, am 2./3. No⸗ vember c., entsprungen. 1
Sämmtliche Civil⸗ und Militair⸗Behörden werden ersucht, auf denselben Acht zu haben, ihn im Betre⸗ tungsfall zu verhaften und an die hiesige Polizei⸗Be⸗ hörde nach Bernau abliefern zu lassen.
Bernau, den 3. November 1844.
Königl. Land⸗ und Stadtgericht.
Bekleidung: Rock: sogen. Naturrock, hell; Weste: schwarztuchene; Posen: desgl.; Mütze: alte blauschwarze. Signalement: Geburtsort: Bernau; Vaterland: Preußen; gewöhnlicher Aufenthalt: Berlin; Religion: evangelisch; Stand, Gewerbe: Dienstknecht; Größe: 5 Fuß 2 ½ Zoll; Haare: dunkelblond; Stirn: gewöhn⸗ lich; Augenbrauen: dunkelblond; Augen; blau; Nase: gewöhnlich; Mund: desgl., etwas klein; Zähne: gesund
nd vollständig; Bart: schwach; Kinn: oval; Gesichts⸗ farbe; gesund; Gesichtsbildung: natürlich; Statur:
sich begnügen.
schlossen werden.
als allgemeine Norm eingeführt werden dürfte
n Im Monat Oktober 1844 betrug die Frequenz
Paar Damenstiefeln,
sorgsame und fleißige Arbeit auszeichnen
am 11. Augu im Gerichtshause Assessor Krüger anstehenden Termine sich zu melden und sich als Erben auszuweisen. werden in Ermangelung aller Erben die schaften dem Fiskus überwiesen werden, und die nach ersolgter Ausschließung sich sen dessen Verfügungen anerkennen auf Rechnungslegung dem, was dann noch
Zugleich werden 1) die verschollene unverehelichte Anne Louise Schulz aus Senstenhütte, und 2) die verschollene Ernestine Gett aus Neustadt⸗Ebw., die im 1824 in Berlin als Magd gedient hat, und die von ihnen etwa hinterlassenen Erben aufgefor⸗ dert, sich in dem gedachten Termine genfalls sie selbst für todt erklärt und ihre etwanigen unbekannten Erben mit ihren
Neustadt⸗Eberswalde, den 10. Oktober 1844. “
. 1616 Löschner (3023) und Schumacher u. Sohn aus Mainz (1735) haben Herren⸗ und Damen⸗Stiefeln, Kamaschen⸗Stiefeln und ver⸗ b Gattungen Schuhe von guter Arbeit und gefälliger Form vorgelegt.
Außerdem sind von nachstehenden Gewerbetreibenden Schumacher⸗ waaren aller Gattungen zum Theil von recht guten Eigenschaften vorgelegt:
Schulz aus Templin (536); Müller (637), Bügner (638) und Gottschalk (647) aus Erfurt; Schaal aus Halle (708);
Kühne aus Gnadenberg, Regierungsbezirk Liegnitz (775); Sprin⸗ (837); Fritsche aus Görlitz, Re⸗
ger und Schulz aus Liegnitz
gierungsbezirk Liegnitz (857); Eggers (890), Ponce Penoyee
(2055), Weinberg (891), Walsemann (243) und Müller
(892) aus Breslau; Wianke aus Schweidnitz (931); Winkler aus Königsberg in Pr.; Luhme
(956) und Schweß (957) aus Waldenrath, Regierungsbezirk Aachen (1183); Linck aus Din⸗ Reutlingen (1492);
kelsbühl, Mittelfranken (1394); Ammer aus Kranz aus Dresden (1548); Johannes Wie duwilt aus Weyda, Sachsen⸗Weimar (1622); Hegewald (1918), Wenn ström (334) und Obst jun. (1956) von Berlinz Alt aus Brieg (2068); Szy⸗ manski (2078), Behr (2080) und Wlosciborsky (2038) aus Posen; Engelhardt und Walch aus Aachen (2137); Stöhr aus München (2176); Damm (2431), Häscher (2776), Hildebrand (2432) und Wambera (2433) aus Neustadt in Ober Schlesien; Lechner aus Mainz (3023) und Hanke aus Prenzlau (2760). .“ Eisenbahnen. 1 S- 85 E11 Eisenbahn. 1 Tun.S 1) 23,592 Personen Gund 84 Equipagen, wofür eingenommen wurde 2) Passagiergepäck-Ueberfracht 3) 2862 Ctr. 97 Pfd. Eilfracht. 4) 35,659 Ctr. 46 Pfd. Güterfracht ... 5) Vich-Transport H. Summa.. . Im Monat Oktober 1843 wurde ein- genommen Mchr-Einnahme im Oktober 1844... Vom 1. Januar bis 31. Okt. 1843 wurden, einschlielslich von 7453 Rthlr. 18 Sgr. für den Pransport des für Rechnung der Königlichen Regierung angefah- rrenen Brennholzes, eingenommen .. Vom 1. Januar bis 31. Okt. 1844 dagegen Mehr-Einnahme 1844
6 PI.
24,989 Rihlr. 629 - 1688 — 22 -
8,770 - 20 ⸗ 744 — 14 — 36,828 Rthlr.
6 Sgr. 25
27 Sgr.
28,295 - 20 — 8,533 Rihlr. 7 Sgr.
6 Pf. 9 —
3 Pf.
242,562 RBthlr. 21 Sgr. 255,428 — 41— 12,865 Rthlr. 20 Sgr.
Berlin-Stettiner Eisen bahn. Frequenz in der Woche vom 27. Oktober bis incl. 2. November 1844 4269 Personen. Im Monat October c. sind befördert: a. 26,366 Personen, wofür, eingenommen’ für einen Extrazug b. 76,762 Ctr. 52 Pfd. Passagiergepäck, Eil- und Frachtgüter, wofür eingenommen wurden
30,799 Rthblr. 15 Sgr. 6 Pf. 560 1„
14,110 - 18 - 6.
Zusammen .. Im Monat Oktober 1843 betrug die Ein- L 11131“ 3
pro 1844 also Mehr-Einnahme 1
70⸗ 183 702 Kthlr. 15 Sgr. — Pf.
2 — ½ 2
Handels- und Börsen-Nachrichten.
Berlin, 6. Nov. Das Geschäft in Eisenbahn⸗Effekten war an heu⸗
tiger Börse wiederum recht bedeutend, und die Course gingen im Allgemei⸗
nen höher, als gestern gemeldet. Gegen Schluß bezahlte man eher etwas niedriger, doch blieben die Course fest.
2½% Amsterdam, 2. Nov. Die Annäherung des Abrechnungs⸗Ter⸗ mins für Zeitgeschäfte veranlaßte diese Woche am hiesigen Fondsmarkte ein starkes Ausbieten von Integralen und Zprocentiger neuer Schuld, deren Course dadurch zum Weichen kamen, um so mehr, da die den bedeutenden ostseeischen Getraide⸗Zufuhren zugeschriebene eifrige Frage nach Geld noch
A1 lg emein er Anzeiger.
st 1845, Vormittags 11 Uhr, hierselbst vor dem Kammergerichts⸗
[1062 b]
Thun sie dies nicht, Verlassen⸗ Berlin, den 5. November 1844. etwa meldenden Erben müs⸗ und ohne Anspruch —
Die gedruckten Verhandlungen der Bergisch-Märkischen im Eisenbahn⸗Gesellschaft in der außerordentlichen General⸗ Versammlung am 18. Oktober c. belieben die geehrten Herren Interessenten bei uns in Empfang zu nehmen.
M. Schragow & Co., Linden 44.
fortwährend anhält.
Nach gutem Ablauf der Verrechnung stellten sich in. dessen die Preise völlig wieder her und blieben sest; Integrale waren von 62 ⅛ auf ½ % gesallen; bei lebhaftem Umsatz vorgestern und gestern erholte sich der Cours auf 62 ¼ und ¾ %; Zprocentige Schuld wich von 75 ¾
* % und erreichte bei häufiger Frage zuletzt wieder 75116 %. Der Preis⸗ wechsel in den übrigen holländischen Staats⸗Papieren blieb weniger wichtig; für 4proz. neue Schuld zeigte sich gestern eiwas mehr Kauflust, wodurch dieselbe von 96 ¾ % um 32% höher ging; 5proz. wirkliche Schuld hielt sich auf 99 ½ %; alte Sondikat⸗Obligationen auf 99 ⅛ a *½ %. Actien der Han⸗ dels⸗Maatschappy kamen häufig an den Markt, wodurch deren Cours von 147 ½ % bis 146 ⅞ % gefallen ist; Rheinische Eisenbahn⸗Actien gingen von 103 um 1 % zurück; Haarlem⸗Rotterdamer behaupteten sich auf Pari. — Während dieser Woche sind wieder einige preußische Prämien⸗Scheine ver⸗ handelt zu 169 und 169 ¾ Fl. 4 roz. russische Certisikate bei Hope ging wieder etwas angenehmer und holten 91 ¾ ⁰%; eben so 5proz. wiener * talliks, die von 108 ¾ bis 109 ¼ —%% gestiegen sind; die Course der spanische. Fonds sind erheblich gewichen: Ardoin Obligationen bis 19 ¾ %, deren Cou⸗ pons bis 23 ¼ a 24 ½ %; die Obligationen erholten sich in den letzten Tagen wieder etwas und erreichten nach Abtrennung des fälligen Zins⸗Coupons 22 ½ %. — Portugiesische Obligationen wurden in Folge der höheren Course im Auslande so häufig gesucht, daß der Preis sich von 51 ½ %, die ver⸗ wichenen Sonnabend angelegt wurden, bis 53 ½ % emporgeschwungen hat. Der Geldzins⸗Cours stand auf 3 ½ und 5 %, Diskonto 2 ½ %.
Wegen ansehnlicher Getraide⸗Zufuhren, die gleich aufgelegt werden, sind am Markte keine erheblichen Geschäfte gemacht, und haben sich nur Verbraucher zum Einkaufen von Weizen und Roggen gemeldet; diese be⸗ zahlten gestern für 130pf. weißbunten polnischen Weizen 255 Fl.; 130pf. schönen bunten dito 252 Fl.; 131pf. rostocker 234 Fl.; 129pf. alten rheini⸗ schen 250 Fl. Für 123pf. preußischen Roggen 168 Fl.; 122 pf. rostocker dito 156 Fl. 90pf. jähriger feiner Hafer holte 102 Fl. 100pf. jährige Winter⸗Gerste 130 Fl.
Auswärtige Börsen.
Amsterdam, 2. Nov. Niederl. wirkl. Sch. 62 ¾¼ 5 % Span. 22 6. 3 % do. 35 ½. Pass. —. Ausg. —. Zinsl. —. Sch. —. Pol. —. Oesterr. 109 ½¼. 4 % Russ. Hope —.
Frankfurt a. M., 3. Nov. 5 % Met. 111 G. 1969. Bavr. Bank-Actien —. IIlope —. Stiegl. —. 300 Fl. 96 ½ G. 4o0. 500 Fl. 93 ⅛ G. do. 200 Fl. —.
Hamburg, 4. Nov. Bank-Actien 1635 Br. Butzl. Russ. 114.
London, 30. 0Okt. Cons. 3 % 100. Ard. 23 ½. Pass. —.
Mretrorologische Brobachtungen.
Abends 10 Uhr.
5 % do. 99 Preuss. Pr.
Bank-Actien Int. 61 ½.
p. ult. Polu.
Aus;.
Nachmittags Nach einmaliger
2 Uhr.
1844.
5. Nov. Luftdruck. 32. 0,23 Par. 330,21 Par. 330,43“ Par.] Quellwärme 7,20 B. 2,5° hR. + 6,20 R. + 4,70 K. Flusswärme 1,8° R. 1,20 n. + 4,9° . + 3,50 R. Bodenwärme 4,90 R.
90 pct. 91 poct. Ausdünstung 0,011, Rb. regnig. Regen. Regen. 80. V 80. I 80. Würmewechsel + 6,5 Wolkenzug.. — 1 80. — + 3,5 ° R.
Tagesmittel: 330,29“ Par.. + 4,50 K.. + 3,20 R. 90 pct. 80 . Königliche Schauspiele.
Donnerstag, 7. Nov. Der Freischütz. (Mad. Palm⸗Spatzer: Agathe.) b . F
Freitag, 8. Nov. Maria Stuart. (Mad. Birch⸗Pfeiffer: Eli⸗ sabeth, als drittes Debüt.)
Zu dieser Vorstellung bleiben die bereits gekauften, mit Mittwoch bezeichneten Billets gültig, Billets ebenfalls mit Mittwoch bezeichnet.
8 Königsstädtisches Theater. 8 Donnerstag, 7. Nov. Des Schauspielers letzte Rolle. Lust spiel mit Gesang in 3 Akten, von Friedrich Kaiser. (Herr Lehmann, vom Stadt⸗-Theater zu Nürnberg: Wall, als Gast.)
Freitag, 8. Nov. (Zum einundfunfzigstenmale.) Guste. Vorher: Mariette und Jeanneton, oder: der Trommel.
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober Hofbuchdruckere.
Morgens
6 Uhr. Beobachtung.
Luftwärme ... Thaupunkt . .. Dunstsättigung Wetter
Köck und
”
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Färben
Lackiren, nebst Anleitung, Ein Hülssbuch für Ebenisten, Tischler, Drechsler, Holzarbeiter über⸗
Beizen und
des Holzes, im Poliren und alte Moͤbel völlig wie neu herzustellen.
haupt, so wie auch für jeden, der seine Möbel mit
und Ersatz der Nutzungen mit von der Erbschaft vorhanden I“
In der
Dorothee Karoline 1 Jahre sen und Bromberg bei E.
[133¹] 3.
unverehelichte
zu melden, widri⸗
Erbansprüchen ausge⸗ Zweiter
gr. 8. brosch.
untersetzt. Besondere Kennzeichen: fehlen. 8 [1061 b] 11345] Oeffentliche Vorladung. 8 Land⸗ und Stadtgericht Nenstadt⸗Eberswalde. Die unbekannten Erben: 19 1) des am 17. Juli 1804 verstorbenen Commissionairs Johann Bitterling zu Neustadt⸗Ebw., dessen Nach⸗ laß 17 Thlr. 21 Sgr. beträgt, 2) des am 22. Januar 1835 verstorbenen Mühlen⸗ bescheiders Friedrich Ramlow, dessen Nachlaß in 3 Thlr. 4 Sgr. 3 Pf. besteht, 3) des am 12. Dezember 1837 verstorbenen Schaar⸗ weerkers Johann Gottlieb Pusch zu Neustadt⸗Ebw., ddeessen Nachlaß 9 Thlr. 26 Sgr. 2 Pf. beträgt, und zu dessen nächsten Blutsverwandten die ihrem Aufenthalte nach unbekannte Wittwe Büttchen, Eleonore geborene Pusch, gehört, 4) 5 BN. bxv aeb Se Kheteg 8 eeskow zu Ragöser Mühle, dessen Nachla in 4 Thlr. 6 Sgr. 9 Pf. Mühee, . cn 5) des am 25. April 1840 verstorbenen Töpfergesellen Johann Martin Krüger zu Neustadt⸗Ebw., dessen Nachlaß 4 Thlr. 19 Sgr. 7 Pf. beträgt, 6) des am 28. Februar 1841 verstorbenen Schneider⸗ 1 achlaß 50 beträgt, 8 und einige Thaler werden hierdurch aufgefordert, in dem
2-229h,; S
dies. Mon. Strafe pro
mine
müssen.
Costenoble.
E1
stande sind, darauf aufmerksam gemacht, daß, in Gemäß⸗ heit §S§. 44. u. 15. eine Nachzahlung benebst 10 Thlr. Actie und den vom 1sten d. M. an auf⸗ gelaufenen Zinsen angenommen wird, nach diesem Ter⸗ aber diejenigen Actien, lungen nicht geleistet
Berlin und Hamburg, den 2. Die Direction der Berlin⸗Hamburger Eisenbahn⸗
von Lchsten.
Wolff. Borger. Conr 0 rger. 8
Q
Nachdem der Ter⸗ min zur 4ten Ein⸗ zahlung auf die Actien der Berlin⸗Hamburger Eisenbahn⸗Gesellschaft am gestrigen Tage
Hmbeeabgelaufen ist, so en“ werden diejenigen Actien⸗ 2. Inhaber, welche mit der — Ken Einzahlung im Rück⸗
handlung: [1348]
(8. des Statuts, noch bis zum 15ten
für welche vorgedachte Zah⸗
— ü wie sie nur aus der Feder einer werden möchten, annullirt werden
konnten.
November 1844.
Gesellschaft. Asher, Dr.
Neuhaus.
bekommen:
Literarische Anzeigen.
Arnoldischen Bu chhandlung in Dres⸗ den und Leipzig ist so eben erschienen und in allen Buch⸗ handlungen zu erhalten, in Betlin (Stechbahn 3), Po⸗
2. S. Mittler: J. Berzelius, Lehrbuch der Chemie.
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1. 4 ½ Thlr. v Der erste Band kostet 4 ½ Thaler.
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Berlin⸗ Hamburger Eisenbahn. eben erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben,.
in Berlin in Wohlgemuth's Buchhand⸗ 8 lung, Scharnstr. 11, E. H. Schröder, W. Bes⸗
ser, A. Duncker und in der Gropiusschen Buchhandlung, in Potsdam in der Stuhrschen Buch⸗
Frauenwerth. Aus dem Englischen der Mistreß Sherwood. 15 Bogen geheftet 1 Thlr.) eeeinem Der Titel würde mit mehr Recht heißen: Frauenwerth und Frauenunwerth, denn der Einfluß des guten wie des bösen Weibes ist vielleicht nirgends so treffend ge⸗ schildert wie in diesem Buche. Zwei ganz entgegenge⸗ setzte Charaktere treten hier so treu und wahr hervor,
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“ 10601 1 “ 1 — 29,b1 ggtiger Lithograph findet ein Unterkom kommen. Nähere Auskunft ertheilt das Königl. c ligenz⸗Comtoir und nimmt auch Adressen unter T. 25. an.
8
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so eben erschie⸗ Berlin, Stech⸗
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auch sind die dazu noch zu verkausenden
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Alle Post-Anstalten des In⸗- und Auslandes nehmen Beslellung auf dieses Slatt an, für Herlin die Expedition der Allg. Prruß. Friedrichsstraße Nr. 72. 9 1A“ gT 8 ran8 † 1 W 11omu“
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Amtlicher Theil.
nd. Berlin. —2 Zollverein und Belgien.
Handels⸗ und Schifffahrts⸗Vertrag zwischen dem
— Provinz Schlesien. Aus Bres⸗ lau (Minister Graf Arnim. Die Judengemeinde). — Provinz Sach⸗ sen. Erhaltung von Denkmälern der Baukunst. — Provinz West⸗ phalen. Erzbischof Klemens August zurück. — Aus Minden (Eisen⸗ bahn). — Rhein⸗Provinz. Beschluß des Stadtraths von Düren.
Deutsche Bundes taaten. Königreich Bayern. Das Denkmal für Karl Friedrich von Baden. — Reisende. — Die erste baperische Flachs⸗ Maschinen⸗Spinnerei. — Königreich Württemberg. Staats⸗Ver⸗ nag. — Lenau. — Großherzogthum Baden. Ernennung. — Kurfürstenthum Hessen. — Herzogthum Holstein. Bescheid auf eine Petition von Herausgebern öffentlicher Blätter.
Frankreich. Paris. Die bevorstehende Session. — Vermischtes. — Schreiben aus Paris. (Herr von Bourqueney; Dupin und die Prä⸗ sidentschaft der Kammer; Zustand der Marquesas⸗Inseln; die spanischen Flüchtlinge; Marokko und Algier.)
Großbritanien und Irland. London. Eisenbahnwagen 3ter Klasse. — General Nott.
Belgien. Brüssel. Verurtheilungen in Verviers. — Erleichterung des Eisenbahn⸗Tarifs für Auswanderer.
Schweden und Norwegen. Stockholm. Die Veranschlagungen für die Land⸗ und Seemacht. — Die schwedischen See⸗Offiziere auf britischen Kriegs⸗Schiffen. — Prägung halber Spezies.
Spanien. Schreiben aus Madrid. (Vereitelte Verschwörung der Espar⸗ teristen; der Graf von Trapani soll nun wirklich zum Gemahl der Köni⸗ gin bestimmt sein; die Angelegenheiten der Havanna.)
Eisenbahnen. Die Bahn zwischen Hannover und Bremen genehmigt.
Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börse.
Neue Armenhäuser. —
Königsstädtisches Theater. („Maria“ von Donizetti.) — Reise⸗Skizzen aus Italien. (Fortsetzung.) 1
. 1““ Amtlicher Theil. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Dem bisherigen Regierungs⸗Vice⸗Präsidenten, Freiherrn von Manteuffel, den Charakter und Rang eines Geheimen Ober⸗Re⸗ Ferungs⸗Raths zu verleihen, ihn auch, ingleichen den Geheimen Fi⸗ verbs läg Costenoble zu Mitgliedern des Staats⸗Raths zu er⸗ nennen.
Bei der heute angefangenen Ziehung der iten Klasse 90ster Königl. Klassen⸗Lotterie fiel 1 Hauptgewinn von 50,000 Rthlr. auf Nr. 71,634 in Berlin bei Matzdorff; 1 Gewinn von 5000 Rthlr. auf Nr. 11,949 nach Münster bei Lohn; 2 Gewinne zu 2000 Rthlr. fielen auf Nr. 22,737 und 52,202 nach Münster bei Hüger und nach Stargard bei Hammerfeld; 29 Gewinne zu 1000 Rthlr. auf Nr. 788. 2605. 5330. 5539. 5708. 5858. 11,830. 12,600. 13,023. 16,965. 19,805. 20,344. 21,440. 23,441. 30,376. 31,670. 32,956. 34,862. 45,277. 45,306. 47,808. 51,940. 61,446. 66,616. 69,534. 76,810. 80,159. 80,451 und 84,052 in Berlin bei Borchardt und bei Mestag, nach Breslau 4mal bei Schreiber, Bromberg bei George, Cöln 2mal bei Reimbold, Crefeld bei Meyer, Danzig 2mal bei Rotzoll, Düsseldorf bei Spatz, Eilenburg bei Kiesewetter, Halle 4mal bei Lehmann, Königs⸗
9 l nach und
berg in Pr. bei Heygster, Magdeburg bei Elbthal, Marienwerder bei Bestvater, Merseburg bei Kieselbach, Neisse 2mal bei Jäkel, Pader⸗ born bei Paderstein, Reichenbach bei Scharff, Sagan bei Wiesen⸗ thal, Stettin bei Rolin und nach Zeitz bei Zürn; 45 Gewinne zu 500 Rthlr. auf Nr. 1862. 8801. 9479. 13,383. 15,605. 15,791. 17,510. 18,191. 19,769. 19,948. 20,149. 25,283. 26,061. 25,347. 30,775. 30,927. 30,976. 33,290. 33,553. 36,067. 36,767. 39,361. 39,907. 40,100. 40,784. 41,412. 42,211. 44,350. 44,406. 15,558. 45,595. 51,853. 60,321. 64,444. 68,819. 69,353. 70,611. 71,523. 72,807. 74,246. 74,628. 75,004. 78,367. 82,732 und 83,929 in Berlin bei Alevin, bei Aron jun., bei Baller, 2mal bei Burg, bei Matzdorff und bmal bei Seeger, nach Barmen bei Holz⸗ schuher, Breslau 2mal bei Bethke und ömal bei Schreiber, Cöln bei Krauß, Danzig bei Meyer, Driesen bei Abraham, Düsseldorf Zmal bei Spatz, Elberfeld bei Heymer, Frankfurt bei Salzmann, Glogau bei Levyson, Königsberg i. Pr. bei Heygster, Landshut bei Naumann, Magdeburg bei Brauns und 2mal bei Roch, Marienwerder Zmal bei Bestvater, Posen 2mal bei Bielefeld, Sagan bei Wiesenthal, Stettin Zmal bei Rolin, Tilsit bei Löwenberg und nach Wesel bei Westermann; 48 Gewinne zu 200 Rthlr. auf Nr. 563. 1332. 2142. 4656. 5035. 8028. 8082. 8465. 8730. 11,935. 14,104. 15,481.15,891. 16,536. 16,618. 17,372. 17,992. 18,246. 18,672. 21,080. 23,548. 24,382. 24,670. 27,047. 27,145. 34,495. 37,075. 43,060. 44,125. 45,738. 47,717. 48,880. 49,589. 51,069. 58,182. 62,680. 62,694. 65,360. 68,437. 74,945. 75,539. 77,373. 78,788. 79,877. 80,235. 82,029. 83,022 und 83,098.
Berlin, den 7. November 1844. AKsnigl. General⸗Lotterie⸗Direction. 8
Bekanntmachung.
Allerhöchste Kabinets⸗Ordre vom 18. August d. J. festgesetzte neue Briesporto⸗Taxe findet gegenwärtig auch Anwendung auf die preußische Korrespondenz
nach und aus den Königreichen Schweden und Norwegen, aus den Sroßberzugthümern Mecklenburg⸗Schwe⸗
“ rin und Mecklenburg⸗Strelitz, erru nach und aus dem Herzogthum Braunschweig und— vntn nach und aus der freien Stadt Lübeck.
Dieselbe wird auf die preußische Korrespondenz
nach 18gg aus dem Königreiche Hannover vom 10ten d. M. 18 ab, und
nach und aus dem Königreich Sachsen und dem Großher⸗ e zogthum Baden vom 1. Dezember d. J. ab in Anwendung gebracht werden.
Der Zeitpunkt, von welchem ab diese Taxe auf die Korrespon⸗ denz nach und aus anderen fremden Staaten zur Anwendung kommt, wird zu seiner Zeit zur öffentlichen Kenntniß gebracht werden.
Berlin, den 6. November 1844. 11““
General⸗Post⸗Amt.
Das dem Fabrikbesitzer Joh. Kaspar Harkort zu Harkorten
bei Hagen unter dem 14. November 1843 ertheilte Patent 8 Nauf Behandlung der Baumwolle nach dem Streichen, Be⸗ hufs Erleichterung des Streck⸗ und Spinn⸗Prozesses, in deer durch Beschreibung angegebenen, für neu und eigen⸗ thümlich erachteten Weise, ist, da die Ausführung nicht nachgewiesen, aufgehoben worden. Das dem Wilh. Sam. Dobbs zu Köln
unter zember 1843 ertheilte Einführungs⸗Patent 8
November
* 11
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1844.
auf mechanische Vorrichtungen zum Einfahren des Wagens Rexgieren des Aufschlagedrahts und nsehern, des ge pon⸗ nenen Fadens in selbsispinnenden Mule⸗Maschinen, in der durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenen Zusam⸗ . mensetzung, ist, da die Ausführung nicht nachgewiesen, aufgehoben worden.
Angekommen: Der General⸗Major und Commandeur der
5ten Division, von Pochhammer, von Trier.
gichtamtlicher Thei
Berlin, 7. Nov. Der durch die heutige Nummer der Ge⸗ setz⸗Sammlung veröffentlichte Handels⸗ und Schifffahrts⸗Vertrag zwischen dem deutschen Zoll⸗ und Handels⸗Vereine einerseits und Belgien andererseits lautet:
Im Najmen der hochheiligen Dreieinigkeit.
Se. Majestat der König von Preußen, sowohl für Sich und in Ver⸗ tretung der Ihrem Zoll⸗ und Steuer⸗Spsteme näher angeschlossenen souve⸗ 3 rainen Länder und Landestheile, nämlich des Großherzogthums Luxemburg, der Großherzoglich mecklenburgischen Enklaven Rossow, Netzeband und Schön⸗ berg, des Großherzoglich oldenburgischen Fürstenthums Birkenseld, der Her⸗ zogthümer Anhalt⸗Cöthen, Anhalt⸗Dessau und Anhalt Bernburg, der Für⸗ stenthümer Waldeck und Pyrmont, des Fürstenthums Lippe und des land⸗ gräflich hessischen Ober⸗Amts Meißenheim, als auch im Namen der übrigen Mitglieder des deutschen Zoll⸗ und Handels⸗Vereins, nämlich der Kronc Bayern, der Krone Sachsen und der Krone Württemberg, zugleich die Für⸗ stenthümer Hohenzollern⸗Hechingen und Hohenzollern⸗Sigmaringen vertre⸗ tend, des Großherzogthums Baden, des Kurfürstenthums Hessen, des Groß⸗ herzegthums Hessen, zugleich das landgräflich hessische Amt Homburg ver⸗ tretend, der den thüringschen Zoll⸗ und Handels⸗Verein bildenden Staa- ten, — namentlich des Großherzogthums Sachsen, der Herzogthümer Sach⸗ sen⸗Meiningen, Sachsen⸗Altenburg und Sachsen⸗Koburg und Gotha, und der Fürstenthümer Schwarzburg⸗ udolstadt und Schwarzburg⸗Sonders⸗ hausen, Reuß⸗Greitz, Reuß⸗Schleitz und Reuß⸗Lobenstein und Ebersdorf, — des Herzogthums Braunschweig, des Herzogthums Nassau und der freien Stadt Frankfurt, einerseits, und
Se. Maäjestät der König der Belgier andererseits, gleichmäßig von dem Wunsche beseelt, unverzüglich zwischen dem Zoll⸗Ver⸗ eine und Belgien einen Ihren gegenseitigen Handels⸗Interessen enksprechen⸗ den Zustand einzurichten und ihre Schifffahrts⸗ und Handels⸗Beziehungen 8 auf dauernden Grundlagen zu bestellen, indem Sie Sich vorbehalten, die⸗ selben durch neue wechselseitige Begünstigungen zu erweitern, sind überein⸗ gekommen, zu dem Zwecke in Unterhandlung zu treten, und haben zu Ihrem Bevollmächtigten ernannt:
„Se. Majestät der König von Preußen, den Herrn Alexander Heinrich Freiherrn von Arnim, Allerhöchstihren Kammerherrn, Geheimen Legations⸗ 8 rath und außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minsster bei Sr. Majestät dem König der Belgier u. s. w. 8
Se. Majestät der König der Belgier den General⸗Lieutenant Grafen Goblet von Alviella, Allerhöchstihren Flügel⸗Adjutanten, Staats⸗ Minister und Minister der auswärtigen Angelegenheiten, u. s. w. 8
welche, nachdem sie ihre Vollmachten ausgewechselt und dieselben in guter und gehöriger Form befunden haben, über die folgenden Artikel über⸗ eingekommen sind:
Artikel 1. Die Schiffe Preußens oder eines der übrigen Staaten des Zollvereins, welche mit Ballast oder mit Ladung in die Häfen Bel⸗ giens eingehen oder von dort ausgehen werden, und umgekehrt die belgi⸗ schen Schiffe, welche mit Ballast oder mit Ladung in die Häfen Preußens oder in einen der Häfen der übrigen Staaten des Zollvereins eingehen oder von dort ausgehen werden, welches auch der Ort ihrer Herkunft oder
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Königsstädtisches Theater. 11“ „Maria“ von Donizetti. “ Die „Regiments⸗Tochter“ ist bereits die zweite komische Oper, welche - die diesjährige italienische Gesellschaft, und zwar am 4ten zum ersten⸗ ger wvorfüͤhrte Die Vorstellungen des „Barbier von Sevilla“ hatten uns ssoe in Bezug auf Darstellung nichts zu wünschen übrig gelassen und Oper e daher unsere Erwartungen bei der Aufführung dieser allbeliebten Sgra Emnhetis ziemlich hoch. Sie wurden jedoch nur theilweise erfüllt. achten Rästroni (Maria) scheint, so sehr sie als tragische Sängerin zu Musikstüc für die komische Oper nicht ganz geeignet. Die getragenen ausgezeichg 1 B. die Abschieds⸗Cavatine, sang sie, wie zu erwarten stand, im Spiel t0 weniger gut die munteren und leichtfertigen Gesänge. Auch durchbii 28. entrieb sie die komischen Scenen und ließ nicht Grazie genug Terzetts nn daß die Wirkung der sonst beliebtesten Piscen, z. B. des rioni, va Uusang des zweiten Aktes, theilweise verloren ging. Sgr. Bo⸗ was uns 1g repräsentirte, hatte auch seine Rolle falsch aufgefaßt, vortrefflichen Ci mehr Wunder nahm, als wir das durchdachte Spiel dieses der von ihm ängers bisher nur loben konnten und ihm ja der Charakter vözt Kompons singenden Musikstücke, und besonders der für ihn eigens mußte. So stun geschriebenen Arie, auf die richtige Auffassung führen eisteten füͤhrte f aber Gesang und Spiel bei ihm in stetem Widerspruch; vom Darsteller b edel, überhaupt charaltervoll durch, letzteres verfehlte den dem es ja Jed eabsschigten Eindruck ganz und mußte ihn verfehlen, in⸗ Osstzier besszdern llar vor Augen liegt, daß dieser Tonio, der hernach zum solcher ö h. und als feiner Mann auftritt, unmöglich zuvor ein Sgr. Börioni er Teufel“ voll der albernsten Späße sein kann, wie ihn ganz an S Hingegen stand Sgr. Ramonda als Sulpizio rollen zweckmäßig eiecge ae auch für die Besetzung der beiden Neben⸗
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(Bergl. A. pr Reise⸗Skizzen aus Italien. 1 .“ “ 173 u. 1844 Nr. 5, 7, 16, 50, 70, 86, 102, 171783, 198, 199, 243, 246 und 308.)
XIV. Fortsetzun g9. 1 Subiaco und Umgegend; Anagni. 8
IZch war v b ihm 624 —— -e an D. Celestino empfohlen und fand in dr größten Freundlichkeit und Hffenzerng eesee Greis, der mich mit
8 nahm. Sof i 7 2 u 2 2 8eshes hat und selbst unsere deutschen Philoso 2 oh ise geso afen
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bemüht ist. Später zeigte er mir einige Stellen von Fichte und Hegel, die er wörtlich in das Italienische übersetzt hatte, — o wie wunderlich nahmen sie sich in dem fremden Kleide aus! Das Archiv fand ich in guter Ord⸗ nung und bei weitem reicher, als ich erwartet hatte. Die Bibliothek ist unbedeutend, nur einige alte Drucke sind bemerkenswerth, namentlich ein Exemplar der Editio princeps von Lactanz, das hier am 30. Okto⸗ ber 1465 von Deutschen, Meister Conrad und Meister Arnold, beendet wurde, angeblich das erste Werk der Presse in Italien *). Daß die deutschen Drucker hier eine Zuflucht fanden, ist sehr natürlich, da dieses Kloster von der Mitte des 14ten Jahrhunderts bis zum Anfange des 16ten fast ganz mit deutschen Mönchen besetzt war, auch später hielten sich immer Deutsche hier auf. Der Haupt⸗Chronist des Klosters im 17ten Jahr⸗ hundert, D. Cherubino Mirtio, war aus Trier, und sein Name ist nur in italienische Form gebracht. Doch über diese Dinge an einem anderen Orte. Vierzehn Tage habe ich nachdem in S. Scolastica gelebt und so voll⸗ kommen Zeit gehabt, mich mit den Sehenswürdigkeiten dieses Klosters, wie der anderen in der Umgegend, bekannt zu machen; ich will das Hauptsäch⸗ lichste nur flüchtig andeuten. In S. Scolastica sind die beiden alten Klosterhöfe nicht ohne Interesse. Geht man über den modernen, von dem ich eben sprach, so kommt man in den ältesten Theil der oberen Gebäude, die sich im Viereck um einen Hof schließen, der in dieser Gestalt um 1100 vollendet sein muß. Auffällig ist, daß der Spitzbogen sich durchweg hier angewendet findet, was aber auch an anderen Gebäuden dieser Gegend um die nämliche Zeit vorkommt. Geht man über den Hof, so gelangt man in die Kirche, deren Mauern aus dem zehnten Jahrhundert sind, die aber im Innern im vorigen Jahrhundert ganz modernisirt und ohne alles Interesse sst. Von jenem ältesten Cortile aus geht man rechts zu einem anderen klei⸗ neren, der recht zierlich und anmuthig, aber etwas kleinlich ist, ein Werk der Künstler⸗Familie der Cosimaten, deren Namen sich in einer Inschrift fin⸗ den. Dieser Hof wurde um das Jahr 1220 gebaut, die Wände desselben sind später mit Malereien bedeckt worden, die jedoch moderne Barbarei überweißt hat, nur hier und da ist mühevoll wieder ein Stückchen der alten Gemälde unter dem Kalke hervorgeholt. Der Glockenthurm, der sich über der Kirche erhebt, ist 1053 von einem deutschen Abte, Humbert, erbaut **). Das Franziskaner⸗Kloster, das Subiaco gegenüber am linken Ufer des Flusses liegt, bietet jetzt wenig dar, was die Aufmerksamkeit fesseln könnte, einst muß es anders gewesen sein, denn die Kirche war ganz mit Fresko⸗ *) Vom Jahre 1467 an druckten Conrad Schweinheim und Arnold Pannartz bekanntlich in dem Palast der Familie Massimi in Rom. **]) Agincourt in seiner Kunstgeschichte handelt ziemlich weitläuftig über die Denkmale der Architektur und Malerei in Suhiaco, doch scheint mir Vieles, was er vorbringt, unbegründet. Der Artikel: Subiaco in Nibby's
Analisi della Carta dei Dintorni di Roma, Bd. 3, ist sehr unbedeutend.
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Gemälden bedeckt, die aber später ebenfalls mit Kalk überstrichen und nur in zwei Kapellen jetzt wieder hergestellt sind. Natürlich haben diese Bilder sehr gelitten, aber selbst in diesem Zustande sieht man sie noch mit Theil⸗ nahme an. Namentlich muß ein Sposalizio von wunderbarer Schönheit gewesen sein. 8
Das Kapuziner⸗Kloster, gleich über Subiaco, hat von Kunstschätzen nichts aufzuweisen, aber ein Spaziergang dahin ist doch belohnend. Kirche und Konvent sind reinlich und zierlich eingerichtet, und daneben breitet sich ein herrlicher Hain von alten Eichen aus, in dem es dem Deutschen ganz heimatlich zu Muthe wird.
Noocch habe ich Ihnen von der Stelle nicht gesprochen, der eigentlich dies Alles, was jetzt hier ist, sein Dasein verdankt, wohin seit vielen Jahr⸗ hunderten so unzählige Menschen wallfahrten, der Grotte des h. Benedikt, jener Grotte, in der er Jahre lang in Einsamkeit und heiligen Uebungen lebte, und wo das lateinische Mönchsthum geboren wurde. An S. Scolastica vorbei steigt man noch eine Miglie höher hinauf, um nach Sacro speco zu gelangen. Unweit desselben tritt man in ein anmuthiges Wäldchen immer grüner Eichen, an dessen Ende führt eine schmale Treppe zu einer schmalen Thür hinauf. Diese ist der Eingang zu der Kirche und dem Kloster, das über der heiligen Grotte errichtet ist. Die Gebäude stehen zum Theil au dem lebendigen Fels, zum Theil auf Bogen, die aus großen Travertin⸗ Quadern aufgemauert sind. Sechs Benediktiner⸗Mönche unter einem Prior leben in diesem Kloster; ihre ganze Beschäftigung besteht fast nur im Beichte⸗ Hören, denn Tag für Tag strömen hier Menschen von nahe und fern her⸗ bei, um sich ihrer Sünden zu entladen.
Wir treten in die obere Kirche, sie ist eng und klein, aber macht einen wohlthuenden Eindruck, alle Wände sind mit Malereien bedeckt. Henset dem Altar sind noch mehrere Kapellen in den Fels gehauen, von hier führt eine Treppe hinab zu einer anderen Kapelle, rechts dann seitwärts auf einem schmalen Gange zu dem Altar des heiligen Gregor, gerade aus, aber weiter hinab, auf einer Doppeltreppe zu dem Altar, der in der heiligen Grotte selbst errichtet ist. Nie verlöschende Lampen erhellen den Raum, hin⸗ ter dem Altar sieht man, auf dem Fels sitzend, die Gestalt des heiligen Benedikt, ihm zur Seite steht der Korb, in dem man ihm Nahrungsmittel in diese Grotte hineinzulassen pflegte. Von hier leitet noch eine breite Treppe zu einer tiefer liegenden geräumigen Kapelle hinab, der zur Seite ein Gang in das Freie zu einem kleinen Rosengarten führt. Hier war es, wo der heil. Benedikt sich in Dornen wälzte, als er der Versuchung zu un⸗ terliegen fürchtete; zum Andenken daran pflanzte der heil. Franziskus hier Rosen, die dann fortgewuchert haben bis auf diesen Tag. Die Blätter der⸗ selben zeigen oft eine gewundene Schlange auf der Oberfläche, und kein ga wird Sacro speco verlassen, ohne solche Blätter gesucht und ge⸗ 1
unden zu haben. Als ich zum erstenmale diesen Wallfahrtsort sah, fand ich viele Land⸗
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