In den bis jetzt errichteten 13 Sparkassen Laufe der 10 Jahre von 5771
320 Personen betrug: d. EnS 8837,259 Rthlr. 29 Sgr. 8 Pf.
Die Zunahme der Einlagen vom 1. Januar bis die große Summe von
8 343,312 Rthlr. 2 Sgr. 5 Pf.
Im Jahre 1843 ist neben den bisherigen Sparkasse errichtet worden, sonen annimmt, sind; — außerdem eine 3 ½prozentige
täten untergebracht. Außerdem ist der
Wirksamkeit des
des Vereins † Personen 2,657,657 Rthlr. 8 Sgr. einge⸗ segt und das gegenwärtige Guthaben der Ende 1843 darin verbliebenen
19. Mai 1844 betrug
assen eine vierprozentige welche jedoch nur Einlagen von denjenigen Per⸗ die zur Benutzung der Prämien⸗Kasse befugt Sparkasse zur allgemeinen Be⸗ nutzung; — die Einlagen werden zu angemessenem Zinsfuße auf Annui⸗
Vorstand des Vereins durch Beschluß der Bezirks⸗ Versammlung vom 3. Juni 1844 ermächtigt worden, „Spar⸗ und Prämien⸗ See. 1““
urden im rungsbezirks Aachen, in der
erforderlichen Lokale und die
eines Netzes von Spar⸗ und
Vereins seit seiner Konstituirung am 21. Juni 1834 bis zum Schlusse des Jahres 1843.
A. Prämien⸗Kassen.
Kassen, ohne Gewährung von Ertraprämien, auch außerhalb des Regie⸗ 1— Rhein⸗Provinz zu errichten.“ Dies darf jedoch nur dann geschehen, wenn dadurch dem Buch⸗ und Kassenführun gen Orten erwachsen, in welchen die Spar⸗ und Prämien⸗Kassen eingeführt werden. — Die Bezirks⸗Kommission kann in besonderen Fällen einzelne Abweichungen von der letzteren Vorschrift gestatten. ßerdem ermächtigt worden, diejenigen Abänderungen der allgemeinen Bedin⸗ gungen der Prämien⸗ und Sparkassen vorzunehmen, welche sich in Betreff der Befugniß zur Benutzung dieser prämie, aus dem so eben angeführten Beschlusse von selbst ergeben.
Referent glaubt in diesem liberalen großherzigen Beschlusse den Keim Prämien⸗Kassen nen wenigen Jahren mit dem segensreichsten Erfolge über die ganze Rhein⸗Provinz verbreiten wird. Die bisherigen Ers
ereine keine Kosten für die in denjeni⸗
Der Vorstand ist au⸗ Kassen, so wie in Betreff der Extra⸗
zu erblicken, welches sich bin⸗
olge waren folgende: 8 8 11“
einzelner
Anz ahl
setrag
Gutgeschriebene
Guthaben Durchschnittliches
—
der beim Jahres⸗ schlusse verbliebe⸗ nen Sparer.
der auf⸗ genom⸗ menen Sparer.
der Einzahlungen.
Mhrz Hr
Rückzahlungen.
Bdn
der
Zinsprämie. Extraprämie.
lhrn Ner. Alhn Alhr.
8.
Guthaben eines jeden Sparers beim Jahresschlusse.
Rlhr
sämmtlicher Sparer beim
Jahresschlusse.
Rlhr. ℳ 7. pf.
1147 1050 585 363 488 515 625 852 1111 1351
1123 1633 1707 1571 1727 1918 2235 2739 3404 4177
8090 19218 21455 27387 31850 41226 48606 62383 85196
106251
20 20 10 20
25
15649 16255 24562 27139 35042 46433 61606
— 00.) 77 22
845 11 1496 10 2201 28 2987 535 3851 6 5198 27 6690 18 8641 5
11241 12
3 552 599 468 523 594 723 924
1284
67 4034 9361
- — 9-9n
— d8ISnSnͤ*
0OUSSUSSn
ver pf
8100 24133 5 38276 52815 71816 92853
120113 154844 203291 260502
18 4 5 23 28 2 13 18 10 17 26 4 12 23 8 29 16 14 21 27 10
451666
1“
240152 1 1
43182 17
— —
5670
8
B. Spar⸗Kassen.
Setrag
h, Kh
bes dder beim aufgenomme⸗ Jahresschluse 3 verbliebenen nen Einleger. — Einleger.
Eiinzahlungen.
Rückzahlungen.
Jor Rlhr. Rorn. Rlha
Zinsen.
1
sämmtlicher Einleger beim Jahresschlusse.
Niicht minder erfreulich sind die Ergebnisse der neuerdings ein vierprozentigen Sparkasse und der Klein⸗Kinder⸗Bewahr⸗Anstalten Man glaubt diese gungswerthen Worte schließ Herrn D. Hansemann, in den Bezirks⸗Versammlungen vom Jahre und 1843 gesprochen worden; sie lauten wörtlich: „Die Zunahme der Benutzung der ein Beweis des Fortschrittes des Geistes der Ordnung, des Fleißes und der Sparsamkeit. Freuen wir uns dieses Fortschrittes, aber lassen Sie uns nicht verkennen, daß noch immer die Zahl der Personen außerordentlich groß ist, welche diese Kassen benutzen könnten, wenn jener auf das Wohlsein der handarbeitenden lashen so heilsam allgemein beherrschte!! baren Anfangs zum daß gute Grundsätze, wurzelten Gewohnheiten stehen mögen, Massen durchdringen, Weise, die Verbreitung der Verein nie ermüden, sein großes Ziel — Verbess Sitten und Gewohnheiten der zahlreichen Volksklassen — nach den von ihm angenommenen Prinzipien zu verfolgen, nach kostspieligen Ausgaben zur Verbesserung Beziehung auf das große Ganze, spur⸗ sondern vielmehr in der größten Allgemeinheit snahme allen Personen zugänglic
welchen seine Mittel nicht in Individuen in los zersplittert, verwendet werden und ohne Au sind, welche diese Mittel benutzen wollen.“ Ferner sagte Herr D. Hansemann ir
3. Juni 1844: „Werfen wir nun e also beinahe zehnjä freuliche Erfahrung bestätigt beharrlich verfolgt,
tung zu erlangen, wie wir abgelaufene, †
ldungsmittel zu en 2. November 1844. 8 b
.
Mittheilungen nicht besser als durch die he en zu konnen, die von dem Präses des Ve
Spar⸗ und Prämien⸗Kassen ist
wie sehr sie auch im Widerspruch mit den ei nothwendig auf die Dauer ii⸗ wenn beharrlich, auf zweckmäßige solcher Grundsätze verfolgt wird. Möge daher
Regeln““ die
des Vereins vorlegten.“ Prämien⸗Kassen, dürfte ihn auch bei
oße Hintenansetzung finden glaubten. R“
1 G. Schwenger,
Mitglied des Kreis⸗Ausschusses des Aachener Vereins zur
Beförderung der Arbeitsamkeit, von Aachen. 8 Behren⸗Straße Nr. 20.
herzi⸗ reins, 1840
1 einwirkende Geist sie ¹! Also haben wir uns nur des unverkenn⸗ Befferwerden zu erfreuen, als eines Bewejses
nge⸗
erung der
n der Bezirks⸗Versammlung vom
inen Blick auf die im Monat August 1834 begonnene, hrige Wirksamkeit des Vereins, so wird sich die er⸗ finden, daß gute und heilsame Einrichtungen der entgegenstehenden Vorurtheile un⸗ geachtet, Anerkennung und Aufnahme finden. nißmäßig kleinen M wirkt der Verein durch jetzt auf eine b befördert deren moralis liches Fortkommen.
„„nicht nach individuellen Rücksichten, nach allgemeinen
1 1 Mit verhält⸗ itteln und wenig kostspieliger Verwaltung indirekte Beförderung der Arbeitsamkeit schon eträchtliche Zahl Personen und Familien und chen Lebenswandel und besseres zeit⸗ Nur vermittelst Festhaltung des Grundsaßes, sondern vielmehr 1 Mittel des Vereins zu verwen⸗ den, ist es möglich gewesen, Resultate der Wirksamkeit und der Verwal⸗ sie in den vorstehenden Uebersichten für die ast zehnjährige Dauer Daß der Unterzeichnete sich nach solchen Erfahrungen, fige Errichtung ähnlicher Spar- und stattgehabten beiden General⸗Versammlungen des jetzt hier in Berlin enich⸗ teten Central⸗Vereins für das Wohl der arbeitenden Klassen im ganzen preußischen Staate, aufs kräftigste ausgesprochen hat, denen rechtfertigen, die in diesem Verlangen, eine zu g der sittlichen Bi Berlin, d Gutgeschriebene Guthaben u
für die vorläu⸗ in den bisher hier
Mhh XHr
e 8
1834 44 1835 139 1836 186 1837 257 1838 367 1839 485 1840 3 1841 893 1842 1115 1843 1512
44 146 265 416 625 918
1372 1865 2495
5847 26576 13402 80647 172729 212660 372161 430926 583594 729109
p
1109 9172 21991 23 37509 17 90497
5 140832 V
23 16
2 27
18 294 972
1964 3794 5988 9894 13205 18426 24064
23 248258
2 1 312748 422442
514324
26
21
11 757 4 28 22456 13 20 44840 8 8 89942 16 15 175968 25 13 253785 3 8 387582 22 29 518989 28 21 698450 23 937259
UrenAEn;n
—
+‿ 2—
2,27665 2657657
Ueberhaupt
1798886 78624
Bekanntmachungen.
[1371] Bekanntmachung.
Mit dem 1. Juni 1845 wird das Königliche Domai⸗
nen⸗Vorwerk Coeselitz, im Domainen⸗Rentamte Ppritz, pachtfrei und soll anderweitig im Wege der Licitation bis Johannis 1869, also auf 24 Jahre, verpachtet werden.
Das Vorwerk liegt ¾ Meilen von Pyritz, 3 ¾ Meilen von Stargard und 6 ¼ Meilen von Stettin. Das zu verpachtende Areal beträgt:
Acker
Gärten
Hof⸗ und Baustellen ...
beständige Wiesen .....
Wiesen im Acker Hütung 5 17. unbrauchbare Grundstücke 2
zusammen = 716 Mgr. 88 ¶NR. Zum Gebote auf diese Pachtung ist ein Termin auf den 19. Dezember cr., Vormittags 10 Uhr, in dem Plenar⸗Sitzungszimmer der unterzeichneten Kö⸗ niglichen Regierung vor dem Departementsrathe, Re⸗ gierungsrath Freiherrn von Salmuth, anberaumt. Der mindeste Pachtbetrag für das gedachte Vorwerk ist auf 1018 Thlr. incl. 340 Thlr. in Golde festgestellt. Die speziellen und allgemeinen Pachtbedingungen kön⸗ nen in dem Domainen⸗Verwaltungs Büreau der unter⸗ zeichneten Königl. Regierung und bei dem Königl. Do⸗ mainen⸗Rentamte zu Pyritz eingesehen werden. Die Pachtlustigen werden aufgefordert, sich vor dem Termine entweder gegen uns oder gegen den Departementsrath über ihre Qualification zur Pachtung und insbesondere über ihr Vermögen auszuweisen. Die Auswahl unter den drei Bestbietenden und die Ertheilung des Zuschlags wird dem Königlichen Ministerio vorbehalten. Stettin, den 28. Oktober 1844. Königliche Regierung. Abtheilung für die Verwaltung der direkten Steuern, Domainen und Forsten. ¹
11069 b] “ Zum Erstenmale wendet sich auch der Verein zur Verpflegung armer Wöchnerinnen mit der Bitte um Begaa ⸗ an I“ und an⸗
1 ich eignenden Gegenständen an Ee“ stets unermüdliches Publikum. Wenn 9 erein bisher nur im Stillen wirkte, so haben mit seiner weiteren Ausbreitung auch seine Bedürf⸗ beeper ern daß wir auch um die Ver⸗
ittel besorgt sein müssen.
„Zu dr; Zweck haben wir eine hülen., 1 ng und einen Verkauf von Handarbeiten und anderen beliebi⸗
Pn Gegenständen veranstaltet, zu dem die Ministerin
räfin Arnim ein Lokal in ihrer W 8 . anweisen und am 8. Derenben m
Möchten die freundlichen Geber und Käufer sich doch so recht bewußt sein, daß auch die kleinste Gabe zur Linderung großer Noth beitragen und der wärmste Dank der Leidenden ihnen lohnen wird.
Die Unterschriebenen, so wie sämmtliche in ihren Be⸗ zirken bekannte Vorsteherinnen, sind bereit, die Gaben in Empfang zu nehmen.
Berlin, den 5. November 1844.
Der Vorstand im Namen des Vereins. Ministerin Gräfin v. Arnim, Linden 73. W. Reimer, Wilhelmsstr. 72. Ministerin Gräfin zu Stolberg, Wil⸗ helmsstr. 79. Ministerin Eichhorn, Wilhelmsstr. 73. Gräfin v. Schwerin, Wilhelmsstr. 63. M. Beneke,
Deßauerstr. 3. H. Kauffmann, Neue Grünstr. 17.
[1372] Bekanntmachung.
Bei der zweiten Einzahlung auf die Sächs.⸗Schlesi⸗ schen Eisenbahn⸗Actien sind bis zum Schluß⸗Termin (den 1. November I. J.) auf die in dem nachstehenden Verzeichniß bemerkten Nummern die Einzahlungen nicht geleistet worden, und in Gemäßheit §. 18. der Gesell⸗ schafts⸗Statuten werden deren Inhaber aufgefordert, die unterlassene Einzahlung unter Zuschlagung der nach §. 17. erwähnter Statuten verwirkten 10 Prozent (1 Thlr. für die Actie), mithin mit 10 Thlr. 18 Ngr., längstens bis zum
13. Dezember l. J. bei dem unterzeichneten Direktorium nachträglich zu lei⸗ sten. Das Unterlassen dieser Zahlung innerhalb dieser Frist macht den Actien⸗Inhaber aller ihm als solcher zustehenden Rechte verlustig. “
Dresden, den 6. November 1844. 8
Das Direktorium 1 der Sächs.⸗Schlesischen Eisenbahn⸗Gesellschaft. Schill. Franz Netcke.
Verzeichniß der Actiennummern, auf welche keine Einzahlung erfolgt ist. 358. bis mit 377. 683. 684. 686. 3045. 3046. 3901. bis mit 3917. 3940. 4030. 4139. 4140. 4143. 4314. 4459. 4628. bis mit 4634. 5549. 5550. 5561. bis mit 5571. 5711. bis mit 5713. 6715. bis mit 6720. 6877. bis mit 6881. 6884. 6948. 6949. 6970. bis mit 6972. 7080. bis mit 7082. 7874. 7875. 8240. bis mit 8247. 8438. 8445. 8446. 8655 bis mit 8659. 8756. 8757. 9048. 9061. 9062. 9401. 9427. 9428. 9845. 10139. bis mit 10148. 10170. 10171. 10751. bis mit 10753. 11271. 11414. 11425. 11496. 11497. 11499. 11522. 11523. 11581. 11643. bis mit 11646. 12126. 12145. 12276 bis mit 12279. 12877. 12925. 12950. 12965. 12966. 12974. 13529. 13534. bis mit 13549. 13811. 13909. bis mit 13938.14601. bis mit 14605. 14681. bis mit 14700. 14719. 14720. 14974. 14975. 15860. 16105. bis mit 16110. 16656. bis mit 16658. 16877. bis mit
2 8 88
Al lg emein er An zeig er.
17197. 17247. 17248. bis mit 18275. 18419. 18624. 18761. 18762. 20861. bis mit 20870. 21195. 21196. bis mit 21910, 21931. bis mit 21942. 22720. 22721. 23105. bis mit 23108. 23262. 23268. 24932. 25911. 25912. 27049 bis mit 27054. 27058. 27059. 27061. 27072. 27090. 28828. bis mit 28837. 29698. 29699. 30298. 30870. bis mit 30872. 30991. 31014. bis mit 31017. 31286. bis mit 31288. 32101. 32581. bis mit 32590. 32989. 33794. bis mit 33796. 33798. 34143. 34173. 34176. 35268. 36653. 37311. bis mit 37313. 37564. bis mit 37569. 37635. 37636. 37960. 38143. bis mit 38148. 38206. bis mit 38208. 38344. bis mit 38350. 38699. 38700. 38787 bis mit 38789. 38862. bis mit 38868. 38901. 38902. 38969 bis mit 38974.
17922. 18271. 18621. bis mit 20003. 20661. 21294. 21907. 22419. 22420. 23259. bis mit 26033. 26306.
17919. bis mit bis mit 18422. 20001. bis mit
Literarische Anzeigen. keghe Wohlgemuth's Buchhandlu g
in Berlin, Scharrnstraße Nr. 11, ist vorräthig: Christlicher Kalender für 1845. Herausge⸗ geben von der Diakonissen⸗Anstalt zu Kaiserswerth am Rhein. Die täglichen Losungen und Leseterte Brüder⸗Gemeine für das Jahr 1845.
Souchon, Prediger an der französischen Louisenstadtkirche zu Berlin, Predigten über
die Evangelien auf alle Sonn⸗ und Festtage des Kirchenjahres. 38 Heft. Preis 5 Sgr.
der
[1370] EE“
Das in vielen Konzerten mit außerordentlichem Bei⸗
fall von Frl. Marr vorgetragene Lied .
2 Scheiden Leiden« Op. 74. ist so eben erschienen. 12 ½ Sgr. Kritik und Publikum stimmen im Lob überein und nennen es das empfin⸗ dungsreichste Lied des Komponisten der Fioraja, Hidalgo, Zigeunerknaben, der Lieder von Burns, der Wander⸗ schaft und Heimath.
81 Linden. SChlesinger-Hehuehr und Musikhandlung.
Truhn.
[1365]
Mons. J. P. Meline, libraire à Leipsic, qui a
16880. 17126. bis mit 17150. 17168. bis mit 17181
acquis la propriété pour loute l'Allemagne de
Eisenbahnen.
Niederschlesisch-Märkische Eisenbahn. ir der Hehmetreslis Fer Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn
von Breslau bis Liegniiz sind vom 28. Oktober bis 2177 Personen befördert worden.
3. November d. J.
. * 2. “ [Histoire du Consulat et de Iempire par M. Thiers.
publicra cet ouvrage en dix volumes in 8. Les trois premiers volumes paraitront à la fois le mème jour 2⁹
à Paris, à Leipsic et à Berlin, dans la li- 8 2 2₰ 2
brairie Gropius, ksmis.
No. 12, et les sept volumes suivants seront publies,
un à un, de six semaines en six semaines. Le prix de volume est sixé à 1 Thaler 5 Sgr.
Im Verlage des Ünmlerzeschneten erscheint in näch⸗
ster Zeit: Geschichte
des
Bauschule
Konsulats und des Kaiserthums
in Frankreich
von A. Thiers.
Aus dem Französischen übersetzt unter Leitung von
Friedrich Bülau, Professor an der Univer⸗ sität zu Leipzig. —
Das ganze Werk wird 10 Oktavbände bilden, von denen die drei ersten, wie das Original, auf einmal aus⸗ gegeben werden.
Jeder Band lostet 25 Sgr.; eilf eigens dazu angefertigten Stahlstichen der 1 Thlr.
de Gropiussche Buch- und Kunsthandlung, asmigl. Bauschule Need nimmt Bestellungen auf obiges Werk an.
Leipzig, 1844. J. P. Meline.
—
dieselbe Ausgabe mit Band
[1024 b]
In ciner Forst, die nachhaltig jährlich 4— 5000 Klaf⸗ ter liefert, 2 Meilen von einer Chaussee und in einer Gegend belegen ist, in deren Nähe ähnliche Etablisse⸗
ments noch nicht bestehen, soll eine Glasfabrik
errichtet werden. neee ewas gn e, welche im Stande sind, einiges Kapital na zumesen, werden er⸗ sucht, ihre Adressen unter der Bezeichnung P. 23. im Königl. Intelligenz⸗Comtoir zu Berlin abzugeben.
18
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Das Abonnement beträgt: 2 Rthlr. für * Jahr. heilen der Monarchie ne P reiserhöhung. enons-Gebühr für den Inserlioer Zeile des Allg
F8
852 e Alle Post-Anstalten des In⸗ und luslandes nehmen Bestellung auf dieses Blalt an, für Berlin dbie Expedition der Allg. Preuß
Zeitung: Friedrichsstraße Rr. 72.
vnmnheoltt. icher Theil. ve. Provinz Preußen. Aus Königsberg (Duell Angelegenheit), iebemühl (neue Wasserstraße), Wormditt (Ursulinerinnen) und Gerdauen (Fortbildungsschule). Rhein⸗Provinz. Gerichtsstatistische Noti⸗ ven. — Brief aus Sagan (Gustav⸗Adolph⸗Verein.) Deutsche Bundesstaaten. K. bnigreich Hannover. Brandent⸗ — schädigungsgelder sür Klausthal. — Groß herzogthum Baden. Er nennungen. — Staats-Vertrag mit Belgien. Bezirksbau⸗Inspectionen. — Kurfürstenthum Hessen. Ernennung. Fürstenthum Reuß⸗ Greiz. Hofnachricht. 1 “ 2 Hesterreichische Monarchie. Schreiben aus Insbruck. schwemmungen und Regulirung der Etsch.) 8 Frankreich. Paris. Hof⸗Nachrichten. — Brasilien und der Zoll⸗ Verein. — Das französische Münzwesen. — Schreiben aus Paris. (Das Durchsuchungs⸗Recht; Vermählungsfrage der Königin Isabella.) Großbritanien und Irland. London. Die englische Presse über den Mordversuch gegen Narvaez. — Versammlung des londoner pro⸗ testantischen Vereins. — Repealtreiben in Irland. — Gegner einer Fö⸗ deralion. Dänemark. Kopenhagen. 1 - Schweiz. Luzern. Verlangen nach Anordnung von Vetogemeinden. — Bewegung gegen die Jesuiten⸗Berufung. Italien. Florenz. Steinkohlenlager in den Maremmen. — Overbeck Jund Vogel. — Unglücksfall. Spanien. Madrid. Kommissions⸗Amendement zu der Constitutions⸗ Refomm. — Briefe aus Madrid. (Adreß⸗Debatten: die Verhältnisse zu Meriko und der Stlavenhandel; die Resormen; Fr. Lißt; General Prim; Finanzielles.) — und Paris. (Zustand von Barcelong; Thä⸗ ngieit des Kriegsgerichts; die Weber⸗Gesellschaft.)
Türkei. Neue Brandstiftungs⸗Versuche zu Konstantinopel.
Die Gewerbe⸗Ausstellung der deutschen Bundes und Zollvereins⸗Staaten.
(Ueber⸗
Die Kronprinzessin. — Die Preßsreiheits⸗Gesellschaft zu
Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Ber
Aegyptische Erpedition des Prof. Lepsius.
Amtlicher Theil.
4ien Klasse 90ster
Bei der vevte fortgesetzten Ziehung der Königl. Klassen⸗Lorrerie fiel 1 Hauptgewinn von 40,000 Rthlr. auf Nr. 45,005 in Berlin bei Seeger; 2 Gewinne zu 2000 Rthlr. fielen auf Nr. 7067 und 59,620 nach Breslau bei Schreiber und nach Königsberg in Pr. bei Samter; 33 Gewinne zu 1000 Rthlr. auf Nr. 5119. 9513. 11,241. 12,156. 13,817. 13,839. 16,139. 16,246. 17,134. 17,648. 18,616. 19,641. 22,059. 23,221. 25,409. 29,714. 31,905. 34,195. 35,615. 41,805. 43,207. 44,875. 47,451. 56,335. 56,851. 58,790. 62,916. 71,235. 71,967. 75,777. 79,227 84,029 und 81,207 in Berlin bei Burg, bei Grack, bei, Meyer, bei Moser und Amal bei Seeger, nach Breslau bei Holschau, bei Löwenstein und Zmal bei Schreiber, Bromberg bei George, Bunzlau 2mal bei Appun, Danzig bei Rotzoll, Eilenburg bei Kiese⸗ wetter, Hagen bei Rösener, Halberstadt bei Sußmann, Halle bei Lehmann, Iserlohn bei Hellmann, Landshut bei Naumann, Liegnitz Zmal bei Leitgebel, Münster bei Lohn, Neisse bei Jäckel, Ratibor bei
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Samojé, Stolpe bei Pflughaupt, Tilsit bei Löwenberg und nach Weißenfels Lmal bei Hommel; 43 Gewinne zu 500 Rthlr. auf Nr. 1281. 3841. 4235. 5200. 6041. 6837, 7104. 11,598. 13,756. 13,802. 24,121. 29,362. 29,469. 30,997. 31,174. 34,381. 34,638. 36,276. 39,358. 42,457. 44,462. 45,560. 47,347. 50,369. 53,677. 51,295. 54,546. 54,807. 56,310. 57,251. 57,904, 58,298. 59,421. 59,929. 62,443. 67,575. 69,300. 69,731. 73,539. 78,727. 82,643. 82,798 und 84,351 in Berlin Lmal bei Burg und 6 mal bei Seeger, nach Barmen bei Holzschuher, Breslau bei Bethke, bei Gerstenberg und 6 mal bei Schreiber, Bunzlau bei Appun, Koblenz bei Gevenich, Köln bei Krauß und bei Reimbold, Danzig bei Rotzoll, Düsseldorf bei Spatz, Halberstadt bei Sußmann, Königsberg i. Pr. bei Friedmann, bei Heygster und bei Samter, Krakau bei Rehefeld, Liegnitz bei Leitgebel, Magdeburg bei Brauns, Büchting und bei Roch, Marienwerder bei Bestvater, Naumburg Amal bei Vogel, Neumarkt bei Wirsteg, Posen 2mal bei Biele⸗ feld, Ratibor bei Samojé, Sagan bei Wiesenthal, Stettin bei Wilsnach, Thorn bei Krupinsky und nach Zeitz bei Zürn. 58 Gewinne zu 200 Rthlr. auf Nr. 1501. 2518. 5126. 7088. 7977. 8851. 10,755. 11,934. 14,108. 14,176. 15,301. 16,334. 17,615. 20,250. 20,300. 20,735. 21,577. 26,468. 28,449. 28,496. 31,946. 32,597. 31,318. 34,614. 35,075. 36,877. 37,874. 39,883. 40,106. 40,282. 41,103. 41,506. 42,413. 44,102. 47,810. 48,037. 48,072. 49,178. 50,198. 51,826. 53,000. 59,145. 59,791. 60,843. 62,598. 63,003. 64,403. 64,909. 65,487. 67,063. 67,637.
71,816. 74,150. 77,887. 81,104. 81,849 und 81,980.
Berlin, den 11. Nöovember 1844. Königl. General⸗Lotterie⸗Direction.
222=—
Die Fontainen im Königl. Garten Sanssouci werden für diesen Herbst nicht mehr regelmäßig Sonntags, Dienstags und Donnerstags Nachmittags springen, sondern je nach der Beschaffenheit des Wetters angelassen werden. 1
Sanssouci, den 11. November 1844. 8—
Königl. Hof⸗Garten Intendantur.
Da die Kunst⸗Ausstellung, den früheren Ankündigungen gemäß, am 17ten d. M. geschlossen wird, so können die ausgestellten Gegen⸗ stände von Donnerstag den Alsten d. M. an wieder abgeholt werden.
Berlin, den 9. November 1844.
birekkorium und Senat der Kömgl. Akademie der Künste. Dr. G. Schadow, Direktor. 8
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Angekommen: Se. Excellenz der General⸗Lieutenant und Commandeur der 2ten Division, von Grabow, von Stülpe.
Der Fürst Sergius Dolgorucki von Dresden.
Abgereist: Der Herzog von Rovigo nach Hannover.
Uichtamtlicher Theil. Inland.
Provinz Preußen. Beide Königsberger Zeitungen halten die nachstehende Erklärung: „ Das am 30. August d. J. hier vorgefallene Pistolen⸗Duell ist in vielen in⸗ und ausländischen Blättern so verschiedenartig besprochen worden, daß gewiß Viele, und namentlich alle diejenigen, welchen es um die einfache
ent⸗
den Produkten⸗Transport geeigneten Drausensee nach Elbing, Nachdem die Ausführbarkeit des Planes technisch ermittelt worden, bedarf es zwar über
jetzt mit
Wahrheit zu thun ist, mit Spannung einer treuen — und da eine solch allein aus den Untersuchungs⸗-Akten entnommen werden kann —, einer amtlichen Darstellung dieser Begebenheit entgegensehen. Der Zeitpunkt, wo eine solche Aufklärung amtlich würde stattfinden koͤnnen, liegt jedoch noch in ziemlicher Ferne, und der Grund hiervon vorzüglich darin: daß, wenn auch die Untersuchung vor einem sogenannten Judicio mixto (einer aus Civil⸗ und Militair⸗Justizpersonen und militairischen Gerichts⸗Beisitzern zusammengesetzten Kommission) geführt worden ist, der Spruch doch dem ordentlichen Richter, und zwar in folgender Weise, anheimfällt. So⸗ bald die Untersuchung, welche jetzt noch im Desensional ⸗ Verfah- ren schroebt, abgeschlossen ist, wird zunächst über die (sieben) Mi⸗ litair-Angeschuldigten durch ein Kriegsgericht erkannt. Sodann wird das kriegsgerichtliche Erkenntniß mit den Akten dem Königl. Ge⸗ neral⸗Auditoriate zu Berlin, als der obersten Militair⸗Justiz⸗Behörde, zur rechtlichen Prüfung und Begutachtung, und von diesem Sr. Majestät dem Könige zur Bestätigung vorgelegt. Erst wenn letztere erfolgt ist, ge⸗ hen die Akten zum Spruche über die (fünf) Civil⸗Angeschuldigten in erster Instanz an das hiesige Königl. Ober⸗Landesgericht, und von diesem später⸗ hin, zum Spruche in zweiter Instanz an das hiesige Königl. Tribunal. Von Seiten des hiesigen Königl. Gouvernements, als der kompetenten Militafr⸗Gerichts⸗Behörde, ist übrigens die Abhaltung des Kriegsgerichts bei einem anderen Armee⸗Corps beantragt worden, und unterliegt dieser Antrag der Entscheidung Sr. Majestät des Königs. Koönigsberg, den 8. November 1844. Die Untersuchungs⸗Kommissarien: Meyer, Corps⸗ Auditeur und Justizrath. Bigorck, Kriminal⸗Richter.“
Die ausgedehnte und umfangreiche Fläche der oberländischen Seen in den Kreisen Pr. Holland, Mohrungen und Osterode, welche sich westlich bis in den rosenberger Kreis erstrecken, und auf einem weiten Umwege von 40 bis 45 Meilen durch die Drevenz und Weich⸗ sel ihren natürlichen Abfluß haben, wird nunmehr durch die Gnade Sr. Majestät des Königs, zur Eröffnung einer ungleich kürzeren, für Schifffahrtsstraße, durch den zum Segen für das Land benutzt werden. die Wahl der Linie zur Schifffahrtsstraße noch einer definitiven Feststellung, indeß hat dies doch nicht gehindert, schon
b der Anschaffung von Bau⸗lltensilien, so wie auf unzweifelhaf⸗ ten Strecken auch mit den Erdarbeiten zu den Verbindungs⸗Kanälen vor⸗ zugehen, da diese Arbeiten nach den Befehlen Sr. Majestät des Kö⸗ nigs dazu dienen sollen, um in Folge der diesjährigen Aerndte⸗Ver⸗ luste hülfsbedürftigen Arbeitern zum Broderwerbe Gelegenheit zu ge⸗ ben. So wurde denn dies große und segensreiche Werk, welches den Produkten⸗Reichthum, namentlich an Bau⸗ und Nutzhölzern aus be⸗ deuntenden Forsten, auf einer kurzen und gesicherten Kanal⸗Linie dem Handelsplatze Elbing zuführen wird, am 28. Oktober auf eine der Wichtigkeit des Gegenstandes würdige Weise, unter großer Theil nahme des Publikums, in der Nähe von Liebemühl begonnen. Sr. Majestät dem Könige, als dem erhabenen Stifter dieses gro⸗ ßen Werks, wurde dabei ein dreimaliges Lebehoch gebracht. — Im Oktober d. J. legten drei Novizen des Ursulinerinnen⸗Konvents in Wormditt ihr Gelübde ab und wurden mit der Ordenstracht bekleidet. In Ermland bestehen überhaupt noch vier Konvente der Ursulinerinnen, welche sich ausschließlich mit dem Unterrichte junger Mädchen beschäftigen, die außerhalb des Konvents bei ihren Aeltern oder sonstigen Angehörigen leben und ein geringes Unterrichts⸗Geld zahlen. Ein Geistlicher führt bei jedem Konvente die Aufsicht und die Leitung des Unterrichts. — In der Stadt Gerdauen hat ein Verein gebildeter Männer eine Jortbildungs⸗Schule für die der Schule entwachsenen jungen Leute ins Leben treten lassen, welche sich eines so zahlreichen Besuches erfreut, daß die Einrichtung zweier Abthei⸗ lungen nöthig geworden ist.
u
Aegyptische Erpedition des Prof. Lepsius. Auszug aus einem Schreiben des Professors Lepsius d. d. Philae, den 15. September 1844.
Aus dem Munde der gesangenen Schechs von Taka *) lernte ich zu⸗ erst ewas von der Sprache des weitverbreiteten, vom 232 bis 15“ N. Br. die östlichen Länder des Sudan bis nach Abyssinien erfüllenden Volkes der Bischarba kennen, von denen ein Theil die Provinz Taka bewohnt; dessel⸗ ben Volkes, von welchem ich jetzt glaube nachweisen zu können, daß es zu nächst die Nachkommen der im Mittelalter mächtigen, zu beiden Seiten des Rothen Meeres den Welthandel beherrschenden Bega (Bedja) sind, daß es aber in noch früherer Zeit von der Insel Meroë aus das ganze Nilthal bis Assuan beherrschte und wir in ihm das Volk der echten Aethio⸗ ven im engeren Sinne, der Aethiopen des blühenden Meros wieder zu escen haben; daß es ihre Vorältern waren, welche einst die berühmte ve 8 an deren Trümmern sie an demselben Morgen vorbeigeführt wor⸗ welche dn he und zu großer Macht erhoben hatten, und ihre Könige, die Tempel und Pyramiden errichtet hatten, aus deren Bild⸗ entziffern mschristen wir gerade bemüht waren, ihre dunkle Geschichte zu anderen Sutee. Sprache, die ich seitdem vorzugsweise neben einigen nux kaukasischen chen zu erforschen bemüht gewesen bin, hat sich nicht Ur⸗Heichal dieses dn Stammes entschieden erwiesen, wodurch die asiatische sel gesetzt wi g- Zolkeg, wie die der Aegypter und Abvssinier, außer Zwei⸗ haltenen rd, sondern sogar als ein reiches und durch den in ihr festge haltenen Punkt der kaukasischen Sprachen⸗Entwickelung höchst merkwürdiges und wichtiges Glied dieser Sprachenketle. sre Ie übes⸗ hat sich herausgestellt, daß die äthiopische Sprache zwar in der eenwannt tschaft mit der ägyptischen nicht verleugnet, ihr aber doch als daß eine znsp und noch mehr in dem Wortschatze viel zu fern steht, bisher geneigt ege enge Verwandtschaft beider Völker, wie man dürfte. Dieser ursen war, anzunehmen, noch länger vorausgesetzt werden Thatsache, welche hägne verbreitet ein noch helleres Licht über eine wichtige
9.sich durch unsere Reise entschieden herausgestellt hat, und günch mit den bisherigen Annahmen steht, fernerhin und seine Bildungs⸗Geschechte zund Anscht, über das äthiopische Alterthum scheint jetzt nämlich festzustehen 8 Verhältniß zu Aegopten gelten wird. Es existirt hat, welche der dgvptischen weder eine Urbildung äthiopischer Völker andere als eine erst spät von den vorhergegangen wäre, noch überhanpt eine dessen Blüthe aber ni Aegyptern entlehnte, die nur in Meroë, ch 1 v nicht früher 28 1 . 8 2 nach Christus fällt, einigermaßes sel biue “ 59 brLnne mit Aegypten sehr 3 hen selbstständig und in Vergleich Ie899ggn sehr untergeordnet aufgelreten ist. Von Ing. Anheimischen natio⸗
) Siehe den vori Bri S b 8 der Allg. Preuß. 8189 Brief des Prof. Lepsius in Nr. 283 und 284
*₰
naläthiopischen Kunst kann im Grunde nicht mehr die Rede sein, sondern nur von ügyptischer Kunst in äthiopischen Landen. Aus früheren Zeiten haben sich allerdings in Aethiopien bis zum Berge Barkal an der Süd⸗ gränze der Provinz Dongola eine große Menge Bauwerke und Monumente aller Art, bis circa 2300 v. Chr. zurück, gefunden, aber entweder von ägyptischen Königen, welche den unteren Theil Aethiopiens seit jener Zeit erobert hatten und bis in das 12te Jahrhundert v. Chr. ununterbrochen besaßen, oder seit der äthiopischen Eroberung Aegoptens im 7ten Jahrhun⸗ dert von unabhängigen äthiopischen Königen ägyptischer Bildung und wahr⸗ scheinlich auch äͤgyptischer Abkunft erbaut. Wir müssen daher an⸗ nehmen, daß sich der hohe äthiopische Ruhm, welcher traditionell zu den griechischen Schriftstellern, zuerst nur durch die Vermittelung der asiatischen Küstenvölker gedrungen war, wahrscheinlich aus der Zeit her⸗ schreibt, als die asiatischen Völker, welche Aegopten 500 Jahre lang be⸗ herrschten und die ägyptische Macht nach Aethiopien zurückgedrängt hatten, seit dem 17ten Jahrhundert durch die aus Aethiopien zurückströmende ägop⸗ tische Völkergewalt wieder aus dem Lande getrieben wurden. Die Verwech⸗ selung und Vermischung des ägyptischen und äthiopischen Namens lag da⸗ mals nahe und ist in einzelnen Fällen bei⸗ ausländischen Quellen noch in weit späterer Zeit mit Sicherheit nachzuweisen.
Dieses Haupt⸗Resultat unserer äthiopischen Reise ist darum nicht we⸗ niger wichtig, daß es hinter dem mystischen Schleier, der bisher den äthio⸗ pischen Namen umgab, im Grunde nur den Widerschein entdecken läßt, wel⸗ chen die dadurch noch einsamer, aber auch noch wunderbarer und kolossaler aus der Urzeit, wie Athene fertig, hervortretende ägyplische Civilisation nach Süden zurückwarf. Es erspart der Wissenschaft, dieser lockenden Fata Mor gana noch länger in unwirthbaren gränzenlosen Steppen nachzujagen.
8 Ueber die hier ausgesprochenen geschichtlichen Resultate und einige an⸗ dere nicht uninteressante Ergebnisse unserer Reise habe ich einen ausführli⸗ cheren Bericht an die Königliche Akademie der Wissenschaften eingesendet.*) Unter den letzteren erlaube ich mir nur eines noch anzuführen, welches eben so wichtig für die Geschichte der äthiopischen Boden⸗Verhältnisse im Nilthale werden dürfte, wie jene für die Geschichte der äthiopischen Civi⸗ lisation. Ich habe nämlich im sogenannten „Steinbruche“, Batu el Nager, eine Tagereise oberhalb Wadi Halfa, bei der Katarakte von Semne, wo der Fluß zwischen hohen Fels⸗Ufern eingeengt wird, die nach des Architekten Erbkam Messung nur 1150 Fuß auseinanderstehen, an den Felsen und auf den Blöcken des cyklopischen Unterbaues uralter, darauf gegründeter Festun⸗ gen, eine Reihe hieroglpphischer Inschriften gefunden, welche die Nil⸗ höhen von 18 verschiedenen Jahren unter der Regierung des Amenemha III. und zweier Nachfolger angeben. Amenemha III. ist der Möris der Griechen, derselbe, welcher das Labyrinth und die an⸗ stoßende Ppramide gebaut hat, derselbe, welcher den kühnen Gedanken saßte, nus dem Fayum zur Bewässerung der tiefer liegenden Landschaften einen
—) Dieser Bericht wird ohne Zweisel bald verössentlicht werden.
künstlichen See zu machen, dessen wirkliche Gränzen bis auf Linants frei⸗ lich noch immer, wie ich höre, bestrittene Entdeckung wunderbar verkannt wurden und derselbe, aus dessen Zeit nach dem Herodot die zur damaligen Bewässerung des Landes nöthigen Nilhöhen in bestimmten Zahlen angegeben wurden. Aus seiner fast 43jährigen Regierung, welche an das Ende des alten Reiches gegen 2200 v. Chr. fällt, sind allein an den Felswänden von Kumme und Semne 15 Nil⸗Angaben, von seinem öten Jahre an, erhalten, und diese erweisen durch den Augenschein, nach den genauen Messungen, die ich daselbst angestellt habe, daß vor 4000 Jahren in jenem Felsenbette der Nil in mittleren Jahren 22 Fuß höher stieg als jetzt. Diese höchst merkwürdige Erscheinung, über ich ausführlicher an Professor Ehrenberg geschrieben habe, und sich nur durch allmäliges Auswaschen der Kataralten erklärt,
die
2
die
hängt
ohne Zweifel mit der auffallenden Höhe des jetzigen Thalbodens in ganz
sich zwischen Assuan und Wadi Halsa durch⸗
Aethiopien zusammen, welcher — des Nil erhebt und jetzt eine
schnittlich 10 Fuß über den höchsten Spiegel mühsame und doch nur spärliche Bewässerung des d urch Sche räder nöthig macht, während früher und wahrscheinlich noch in historischer Zeit der Nil selbst, wie in Aegvpten, über beide Ufer heraustrat und das Land zu beiden Seiten bis zu den Bergen der Wüste besruchtete. Ich lege eine Profil⸗Zeichnung des Felsufers von Semne gaben der alten und jetzigen Nilhöhen beiä. Wir treten jetzt wieder durch die letzte Felsenpforte aus Aethiopien in Aegypten ein und hoffen heute über einen Monat das wiederkehrende theure Fest, mit dem wir vor zwei Pyramiden von Giseh eröffneten, unserer b Trümmern Königlichste unter allen Königsstädten, zu feiern. liegt noch die dritte vfa. unserer Reise zu lösen, indem nach der ersten Wiederausgrabung gleichsam des ältesten ägv ptischen Reichs welches für uns auf den ehrwürdigen Grabstätten der nördlichsten Pyramiden Felder seinen Mittelpunkt hatte und nach Durchforschung des äthiopischen Reichs, dessen meroitischer miden⸗Feldern zum erstenmale als de lisation erwies, dessen vordem blühendere Gauen aber der ägyptischen Macht und glänzender als je und nun kischen Reiches geworden waren: gründliche Betrachtung des großen Pharaonen der 18ten Reiches übrig bleibt, gegangen ist und uns die noch Niemand, sation in seiner Ende geschichtlich
durch unseren Einzug in die noch in ihren
der späteste Sprößling der ägyptischen Civi⸗ gyp
und
zu würdigen versucht hätte.
v“
Jahren unsere ägoptische Laufbahn bei den
In Theben
des Landes durch Schöpf⸗
mit den verschiedenen An⸗-
5
Ausgangspunlt sich auf jenen südlichsten Pyra⸗ 3 einst die Zuflucht Bildung gewesen und dadurch die Wiege des erst weltgeschichtlich auftretenden neu⸗üägyp⸗ jetzt noch die neue Untersuchung und glänzendsten Mittelpunktes dieses unter den 19ten Dynastie neuerstandenen in welcher uns zwar schon mancher Andere vorher⸗ Arbeit zugleich erleichtert und erschwert hat, aber welcher diesen Kern und Höohepunkt der ägpptischen Civili⸗ vollen Entwickelung und Verbindung mit Anfang und