1844 / 338 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

etungen (Majorate und Fideikommisse) oder was noch weit vor⸗ Vorrichtungen (Mal durch die Sitte bei

stetigen Besitze einer⸗ seits die ständischen Ehren, das Patronat, die Polizeigewalt und vor entkleidete Patrimo⸗

die Schulzen⸗, Gemeinde⸗ und Kirchen⸗ ämter, imgleichen die Berechtigung zu den Vertretungen an den Kreis⸗ dann würde jener gefähr⸗ welcher das konservative Element des noch alle großartige und nach⸗ Die Erhaltung jener Gerecht⸗ für die Betreffenden

eine heilsame Tradition,

üali durch züglicher ist Wenn nur mit solchem

den Familien verbleibt. Allem die der Kriminal⸗ wie der Prozeßpflege nialgerichtsbarkeit, andererseits und Provinzial⸗Landtagen verknüpft wären, liche Gutsschacher schwinden, Grundbesitzes verfälscht und überdies haltige Landeskultur unmöglich macht. fame ist von höchster Bedeutung nicht sowohl selbst, denen Staat, dem hierin eine Bürgschaft und des gemessenen Fortschrittes ge fehlen durchaus ihren Zweck rungen der Zeit, wenn sie, gleichsam als eine Beiw Kauf gegeben werden. Man muß sie erwerben, so wenig wie Adel und Ehren. Im legitimen Herrscher minder neue Rechts⸗Verhältnisse

waren.

heben, welche durch ein Gesetz hervorgerufen auch das patriarchalische betreffenden Gerechtsame) nie als eine Folge als eine natürliche Nothwendigkeit entstanden, später erst durch das Gesetz die Münze dem edlen Metalle das Gepräge. Ich kehre von diesem hochwichtigen nur anzudeuten vermocht, Entwickelung der geistigen und so wie deren Hindernisse an

Dürant, einer der wenigen Kreis⸗Autochtonen am einen Kreistags⸗Beschluß zur Bildung eins veranlaßt, als auch schon am zwanzig Bewohner ten. Hier überzeugte man sich jedoch Zusammenhan Berg⸗ und

dem Gedeihen dieser

sen bestehe, ein blos

eschloß daher, einen Verein zu begründen, aller materiellen und geistigen Interessen des

blatt, Beaufsichtigung und Besserung Besitz⸗Verleihung sten Einklange traten Alle bei, gen Ehren⸗Präsidenten,

liche nervus rerum in der gleich berechtigt erscheint. Nicht blos alle Stände, Geistlichen jeden

Bestände ein solcher Verein nur isolirt, so verfehlt, es galt daher,

8

Bekanntmachungen. [1471] Pu blicçandum.

Die Theilung des Nachlasses des im Jahre 1829 hier verstorbenen Kaufmanns Neumann Herzfeld und des am 7. November 1835 verstorbenen Kaufmanns Philipp Herzfeld steht bevor, welches nach §. 137. seq.

it. 17. Theil I. Allgemeinen Landrechts hiermit bekannt gemacht wird.

8 Lyck, den 15. November 1844. Königl. preuß. Land⸗- und Stadtgericht.

e.

[1068] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 16. August 1844. Das in der Jakobsstraße Nr. 16 belegene Grundstück

der Wittwe Rüdiger, gerichtlich abgeschätzt zu 5675 Thlr.

19 Sgr. 9 Pf., soll am 1. April 1845, Vormittags 11 Uhr, Taxre und Hy⸗

an der Gerichtsstelle subhastirt werden.

poethekenschein sind in der Registratur einzusehen. [1131 b] Bekanntmachung.

Berlin⸗Stettiner Eisenbahn.

Wir bringen hierdurch 8 zur Kenntniß des bethei⸗ liigten Publikums, daß

die Auszah⸗ lung der am 22: 1. Januar k.

ꝛJ. fäl igen Zinsen auf unsere Actien, mit 4 Thlr. für die Voll⸗Actie und mit 2 Thlr. für die Halb⸗Actie, gegen Einlösung des Zins⸗ und Dividenden⸗Scheins Nr. 3., vom 1. Januar f. ab hier bei unserer Hauptkasse, und in den Ta⸗

gen vom 7. bis incl. 9. Januar

95 32

in Berlin auf unserem Bahnhofe, Vor⸗

mittags von 9 bis 12, Uhr, erfolgen wird. Sctettin, den 30. November 1844.

m. Hnle.” Dör s1* 7, 11133 b] Kutscher eling.

sische Eisenbahn.

Die Bezahlung der am 1. Januar 1848 fäl⸗ ligen Zinsen auf unsere

rioritäts⸗ und Stamm⸗ ctien Litt. A. und B. ersolgt mit Ausnahme der

„Sonntage täglich vom 2. bie 15. Januar 1845

in Breslau in der Cen⸗ tral⸗Kasse der Ge⸗

sie keinerlei direkten Vortheil bringen, der Ordnung, eben wird; und widersprechen dahe aare, nicht erkaufen, Staate wird der chaffen, als die bestehen⸗ den sanctioniren, und auch nur die Verhältnisse durch ein Gesetz auf⸗

Daher ist denn Verhältniß (dieses einzige Fundament jener des Gebots, sondern dem der Herrscher viel

r den Anforde⸗

Weihe gegeben hat,

Gegenstande, auf mein Thema zurück: materiellen Interessen Ober⸗Schlesiens, einem Beispiele zu erweisen. hatte der ausgezeichnete Landrath des rybniker Kreises, Baron von

23. Oktober d. J. eines landwirthschaftlichen Ver⸗ 10ten d. M. Einhundert und aller Stände und jeden Glaubens zusammentra⸗ bald, daß bei dem engen e des hiesigen Grundbesitzes mit der Industrie, dem littenbau, und bei dem Kausalnexus, und dem Wohlergehen der niederen Klas⸗ landwirthschaftlicher Verein den vielfach aus⸗ esprochenen Allerhöchsten Intentionen unmöglich genügen könne. Man der sich „die Förderung Kreises, mit spezieller Berücksichtigung des Wohl und Wehes der arbeitenden Klassen“, zur Aufgabe setzte. Zum letzteren dürften wohl ein zweck der Korrigenden, die uns zuständigen Hauptmittel abge und an der Seite des durchlauchti⸗

mäßiges Volks⸗ Sparkassen und

Victor's, Herzog von Ratibor, einfacher polnischer Bauer im Direktorium. Jedes Haupt⸗Interesse des v Kreises wird dort durch ein desselben kundiges Mitglied vertreten, mit der natürlichen Maßnahme, daß der Grundbesitz als der eigent⸗ Repräsentation vorherrscht, während jeg⸗ licher das Recht zum Eintritt in die Gesellschaft hat und als solcher sondern auch die Glaubens treten unserem Vereine bei, tuten bereits von der Königlichen Regierung zu Oppeln bestätigt worden. wäre der Hauptzweck nicht allein in den übrigen Kreisen, wo sie

1740

nicht schon bestanden, ähnliche nik, Pleß, Beuthen, Gleiwitz, burg und Oppeln sind durch und industrielle Verhältnisse so Verbindung derselben zu einem vom Central⸗Verein zu

Rathes von Bally gründung wie die

als für den Aus dem vorstehenden der Dauer aber sie ver⸗ werden, habe ich die darstellen wollen.

mit in den Aufgabe ansehen, für die

wir doch darüber nicht, daß w nes ein Hauptmittel abgiebt. modernen Aufklärung, vielfach zerstört, nichts den sie erfaßt, das Resultat vereinter E halb wurde auch als

wie in der

den ich hier

die progressive] der unteren Klassen.

auch mit diesen zusammenwirken

andere, namentlich der ausgezei eigenthümliche Wenngleich wir es leiblichen Bedürfnisse und das

Verbindungen hervorzurufen, d sich zu vereinigen. Strehlitz, Rosenberg, Sprache, eng mit einander verwachsen, daß die Sections⸗Verein, der dann wiederum Breslau ressortirte, In dieser Beziehung dürfen die großen nicht übergangen werden, Verständigung gefördert, Chutow, dem allseitigen Wunsche gemäß, von der hohen Behörde zum Sitz einer umfassenden 1aeban

Beispiel chnete beuthener,

der niederen Klassen Sorge zu tragen, damit der Staat darauf durch Kirche und Schule seiner . Phüch nachkomme, so verkennen ahrhafte zur sittlichen und materiellen Erhebung desselben Diese wahrhafte Bildung welche an d Wahres giebt, Oede zurückläßt, auung und Belehrung. eine der Aufgaben des Vereins die Begründung

eine gefährliche

r b

eines Blattes zur Erbauung,

e des ärmsten Kreises,

sondern Die Kreise Ryb⸗ Lublinitz, Kreuz⸗

mechsel- Cours.

Pr. Cour. Thlr. zu 30 Sgr.

Brief. Geld.

1 1 122

Gesittung, landwirthschaftliche

von selbst gegeben war. Bemühungen des Geheimen der vielfach so die Be⸗ und dessen Herrschaft

chule bestimmt worden.

dem viele weit vorangehen Richtung unserer Entwickelung als unsere nächste und direkte Wohlergehen

5 % Span. 22 45. Bildung des gemeinen Man⸗ 57

ist aber nie das Produkt jener ie Stelle des Falschen, das sie und daher im Herzen dessen, sondern sie ist Des⸗

1629.

Belehrung und Unterhaltung

Mittwoch,

Kaum

Berlin, 3. Dez.

höher als gestern bezahlt. Berl in

Handels- und Börsen-Nachrichten.

Die Börse war im Ganzen heute animirter als seither, und sind die meisten Eisenbabn⸗Effekten

e

Den 3. Dezember 1844.

Er muß aufs

bei lebhaftem Geschäft 11““ B ö r

der zwischen

Pr. Cour.

Fonds. Brief. Seld.

Actien. 8

Pr. Cour.

Briek.] Geld. [Gem.

99 ½ 99 93

St. Schuld-Sch. Prämien-Scheine d. Seeh. à 50 T. 94 Kur- u. Neumärk. Schuldverschr.] 99 98 ½ Berliner Stadt- 2 Obligationen Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr. Grossb. Pos. do.

2—

100 48 99 ½

103 ½ 98 ½1

Ostpr. Pfandhr. 100¾

Pomm. do. 100

Kur- u. Neum. do. 3 5 100 ½

Secblesische do. 3 ½ 99 ½

02

ben. Im schön⸗

8

sitzt auch ein

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jedoch

——— 81SSll!

1202682

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2‿

Gold al marco. Friedrichsd'or. And. Gldm. à 5 Th. Disconto.

dessen Sta⸗ 13 ¾ 2

11

Brl. Potsd. Bisenb. 5 do. do. Prior. Obl. 4 Mgd. Lpz. Eisenb. do. do. Prior. Obl. 4 Brl. Anh. Eisenb. do. do. Prior.Obl. 4 Düss. Elb. Eisenb. 5 do. do. Prior. Obl. Rbein. Eisenb. 5 80 do. do. Prior. Obl. 4 do. v.Staat garant. 3 Brl. Frankf. Bisnb. 5 do. do. Prior. Obl. 4 Ob.-Schles. Eisnb. 4 do. Et. B. v. eingez. B.-St. B. Lt. A. u. B. Magd.-MHalbst. Eb. 4 13 ⁄2Be.-Scbw.-Frb. E 4 u— 10 % [do. do. Prior. Obl. 4 3 ½ V 4 Bonn-Kölner Esb. 5

EIqIma 103 -— 184 ½ 103 149 9 ¹ ½ 97½ 96 ¾ 160

nimmt.

150⅔ 103 ¾

weit verkauft.

98 161 102 117 ½ 108 ¾ 121¹¾ 111

116 ½ 107% 120 ½

Emilie Seidel.

101¾

Wien in 20 Xr...

.

Breslau

Leipzig m Courant im 14 Tbl. Fuss. 100 Thlr.

Pol. —.

1999. Bavr. Bank-Actien 744 Br. Poln. 300 Fl. 99 G. Paris, 28. Nov. 5 % Rente fin cour. 118. 95. 3 % Rente fin cour. 83. 30. 5 % Neapl. 96 10. 5 % Span. Rente —. Wien, 29. Nov. Anl. de 1834 156. Livorn. 115 ⅞.

Kurz 140 ½ 2 me. 140 ½ Kurz 149 2 M.. 149 ½ 3 Mt. 6 22 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 8 Tage 2 Mt. 2 Mt. 3 Woch

300 Fr. 150 Pl. 150 Pl. 100 Thlr.

SS”11

1'

100 Pl. 100 SRbl.

=

Auswäürtige Börsen. Amsterdam, 29. Nov. 3 % do. 35 ½. Pass. —.

Oesterr. —. Antwerpen, 28. Nov. Frankfurt a. M., 30. Nov.

Niederl. wirkl. Sch 62 ¾.

Ausg. —.

4 % Russ. Hope 90 ½.

Zinsl. —. Neue Anl. 21.

5 % Met. 112 G. Bank-Actien p. ult.

IIope 90 ½⅛ Br. Stiegl. 89 % Br. Int. 6I;. Jo. 200 Fl. 28 G.

5 % do. Ln, 8 2 8. Zinsl. 6 ⅞. Preuss. Pr.

do. 500 Fl. —.

Pass. —. 5 % Met. 110 ⅞. 4 % 101. 3 % 76. Bank-Actien de 1839 132. Nordb. 159. Gloggn. 119]⁄.

4. Dez. Nathan der Weise. (Herr 8 Dez. Das Landhaus an der Heerstraße. Hierauf: and. Die Billets zur Schlesien“” sind sämmtlich vergeben, und gegangenen Meldungen des heutigen Tages übersandt werden. ersten Vorstellung berücksichtigt tirt, und werden später, die Billets zugesandt werden. bei dieser zweiten Vorstellung nicht erledigt werden können, sollen dem „Büreau zu den weiteren Vorstellungen überwiesen e General⸗Intendantur genden Vorstellungen der oben besagten Oper die Meldungen nicht an⸗ Was die Billets anlangt, welche Abonnenten des Schauspielhauses und die früheren Besitzer von re⸗ servirten Plätzen im Opernhause laut der Bekanntmachung vom 29. November für die erste Fersg reservirt werden, so Mittwoch den 4. Dezember im Bi werden. Die an diesem Tage nicht abgeholten Billets werden ander⸗

Donnerstag,

Billet⸗Verkaufs werden, indem di

A

sellschaft, auf dem Bahnhofe, Vormittags von

8 bis 1 Uhr, in Berlin bei

lIlgemeiner Anzeiger.

den Herren M. Oppenheim’'s

Söhne, Burgstraße Nr. 27, Vormittags von

9 bis 12 Uhr,

gegen Einlieferung der mit einem Verzeichnisse zu ver⸗

sehenden Coupons. Breslau, den 30. November 1844. ““ Das Direktorium. 4

Livorno⸗Florentiner (Leopold⸗)

Die Unterzeichneten sind Sücw, S), Jà922b beauftragt, hierdurch wie⸗

Eisenbahn⸗Actien⸗Gesellschaft

derholt in Erinnerung

zu

bringen, daß die von dem Administrationsrathe am

26.

Juni a. c. ausge⸗

schriebene Einzahlung von

sellschaft spätestens am 2. Januar 1845, tags 12 Uhr, geleistet werden muß. Diejenigen

8907 Prozent oder 70 Lire für jede Actien⸗Promesse der obengenannten Ge⸗ Mit⸗

romessen, auf welche die Einzahlung bis

dahin nicht geschehen ist, sind alsdann ungültig, und die

Inhaber verlieren ihre Rechte aus denselben.

Zur Annahme der Einzahlungen sind wir nach Maß⸗

gabe unserer Anzeige vom 9. September ner bis zum 2. Januar 1845, Uhr, bereit.

Mendelssohn & Co., Jägerstraße Nr. 51.

[1104 b]

a. c. auch fer⸗ Mittags 12

Die Herren Actionaire der neuen Berliner Hagel- Assekuranz-Gesellschaft werden zu der Mittwoch

den 11. Dezember c. im Lokale der Anstalt, Be

h-

renstralse No. 38, stattfindenden diesjährigen Gene-

ral -Versammlung ergebenst eingeladen. handlungen beginnen um 10 ½ Uhr Vormittags.

Berlin, den 26. November 1844. Direction der neuen Gesellschaft.

Die Ver-

Berliner Hagel-Asseckuranz-

Literarische Anzeigen.

Der Verfasserin von Godwie⸗

8e7 Castle neuester Roman

erschien so eben im Verlage der unterzeichneten Buch⸗

handlung unter dem Titel: 8

Jakob van der Nees.

In drei Theilen.

Erster Theil: Angela. weiter Theil: Uric⸗ Dritter Theil: Floripes. b 44. Gehestet. Preis 6 Ihlr.

Das vierte große Werk der Verf. von Godwie⸗Castle bezeugt abermals das außerordentliche Dichtungs⸗ und Darstellungs⸗Talent der Frau Verfasserin. Sie allein ist es, welche in unseren Tagen die Roman⸗ Literatur Deutschlands wahrhaft bereichert und der Lesewelt Ori⸗

inal⸗Werke darbietet, welche befriedigen und nachhaltig ortwirken und dauern. Das bewegte Leben der mäch⸗ tigen Handelsrepublik Holland im 171en Jahrhundert und die gleichzeitigen Zustände Englands unter den Kö⸗ nigen Karl dem Ersten und Zweiten sind diesmal der inhaltreiche Gegenstand der Dichtung. Mit gewohn⸗ ter Meisterschaft sind die Lebenszustände jener Zeit zur Anschauung gebracht und das Stoffartige der Erzählung ist so sicher und leicht gehalten und bewegt sich in so geschlossener und vollendeter Kunstform, daß Alles wie aus einem Guß hervorgegangen erscheint und die ern⸗ sten gründlichen Studien, welche hier vorhergegangen sein müssen, kaum ahnen läßt.

Buchhandlung Josef Max u. Co. in Breslau.

In Berlin zu finden bei Alex. Duncker, Königl. Hofbuchhändler, Franz. Str. 21.

[1136 b]

Ein erfahrener Papierfabrikant, der schon seit einer Reihe von Jahren einer bedeutenden Papierfabrik als Werkmeister vorsteht und mit der Verfertigung des Ma⸗ schinenpapiers vorzüglich vertraut ist, mit jedem Zweige des kaufmännischen Geschäfts bekannt und besonders als tüchtiger Buchhalter sich empfehlen kann, wünscht ein⸗ getretener Verhältnisse wegen seine Lage zu verändern. Hierauf Refleltirende werden ersucht, ihre frankirten Adressen Mittelstreße Nr. 60, eine Treppe hoch, l Krings abzugeben. 8

1unsnr] Für Kapitalisten. Orts⸗Veränderung wegen beabsichtigt ein Grund⸗

—. 2 2

Besitzer seine beiden Häuser in Dresden, auf welchen der größte Theil der Kaufgelder gegen 4 % Verzinsung hypothekarisch stehen bleiben kann, baldmöglichst zu verkaufen. Beide Besitzungen liegen an der Bautzner Straße, das eine, ein Landhaus mit einem großen Garten, unweit des Linkeschen Bades am reizendsten Punkt der Residenz gelegen, und welches den fürs Publikum verschlossenen Findlederschen Wein⸗ berg den reichlichsten Ersatz bietet, als es einen herr⸗ schaftlich eleganten Wohnsitz müii 28 Zimmern und Piecen, Stallgebäude und allen Erfordernissen aus⸗ macht, auch völlig ausmöblirt überlassen werden kann.

Das zweite Haus mit Garten, großartig, und herr⸗ schaftlichen Wohnungen, liegt am Rundtheil in der schönsten Lage, ist vollständig und sicher vermiethet. Beide Grundstücke gewähren die sicherste Kapital⸗Anlage, und giebt darüber jederzeit nähere Auskunft auf fran⸗ kirte Anfragen der Besitzer

Ferdinand Teicher, Dresden, Bautzner⸗Straße C. No. 720. 1 S

Aönigliche Schauspiele. Hoppé: Nathan.)

ersten Vorstellung der Oper: „Ein Feldlager in t sollen solche, so weit die ein⸗ zu berücksichtigen I. gewesen, im Laufe

Die Meldungen, die nicht zur werden konnten, sind zur zweiten no⸗ sobald diese Vorstellung bestimmt, gleichfalls Die Meldungen endlich, welche auch

zu der dritten und den fol⸗

für die gegenwärtigen

sollen solche Ulet⸗Verkaufs⸗Büreau verabfolgt

Königsstädtisches Theater.

Mittwoch, 4. Dez. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) La Vestaäle, Oper in 3 Alten, Musik von

Donnerstag, 5. Dez. Kind, Volksdrama in 5 Aufzügen, von Dr.

—.—ℳℳ3ꝛ·——: Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. We Gedruckt in der Deckerschen Geheimen O

von Salvator Cammarano, frei übertragen don Mercadante.

Zum erstenmale: Der Müller und sein Ernst Raupach. 8

ber⸗Hofbuchdruckerei.

London. Ankündigung.

Da ich das Eigenthumsrecht meiner von Carl Klingemann für die bearbeiteten Oper „die Bräute von Vene⸗ dig“ außerhalb England gänzlich an die Hallbergersche Verlagshandlung in Stutt⸗ gart abgetreten habe, so bitte ich hiermit

die verebrlichen Theater⸗Directionen, welche

darauf reflektiren wollten, sich an die be⸗

nannte Verlagshandlung unmittelbar zu wenden, von welcher allein Textbuch, Parti⸗ tur und Klavier⸗Auszug rechtmäßiger Weise zu erlangen sind. J. Benedict,

Kapellmeister des Königlichen Theaters

rury Lane. 8 1 1132 b] Fy=— Heliacon. Ein neu entdecktes Pflaster. ——2† Berühmte Aerzte sind darüber einig, daß vor diee Pflaster die sichere Kraft besitzt, gegen Hühneraugen, eingewachsene Nägel, Warzen, harie Haut u. s. w. vorzüglich heilsam zu wirken. Das Stück kostet Sgr., 6 Sick. 1 Thlr. Mit dem Wiederverfauf düͤrfen sich alle Geschäftsleute in⸗ und außerhalb Berlin befassen, und wird an solche der zusrieden⸗

stellendste Rabatt bewilligt. 1 1 Cosmetisches Neuigkeits⸗Magazin, Berlin,

—— ——

bei

Neue Königsstr. 44, eine Treppe hoch.

[1137 b] Freitag, den 6. Dezember 1844, Abends 7 Uhr.

Drittes und Konzert

der Herren Döhler und Piatti

im Saale der Sing-Akademie, in welchem sie folgende Stücke vortragen Wer b 1) Grosses Trio von Beethoven (in B-duf), mit dem Herrn Konzertmeister L. Ganz. 2) a. Les fiancés ( etit caprice) . . b. Die Litanei eesn Sellubert aes 3) a. Romanze aus der Oper: II Tor- neo, vom Grafen Westmorland b. Der Zigeunerknabe, Lied von Truhn c. Walzer von Chopin 1s8 4) Souvenir de la Somnambule von Piatti. 15 5) Grosse Fantasie über Benedict's Oper: Gipsy'’s Warning von Döhler. Das völlständige Programm wird später gemacht. z2 Siu- Numerirte Billets au 1 Thlr. 15 Sgr., so wie Subse plätze à 1 Thlr., sind in den löbl. Schlesinger tchen und Trautweinachen Musikhandlungen, 8 Faale der Sing-Akademie und im Hotel de Russi zu haben. e]

letztes

Döhler.O

bekannt

deutsche Bühne

8. he- 82 sittliche und körperliche Wohl

Das Abonn 88 2 Rthlr. sür 8 ahr. 4 Rthlr. ¼ Jahr.

8 Rthlr. 1 Jahr. 1 in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung.

ertions⸗-Gebühr für den 22* einer Zeile des Allg. n Anzeigers 2 Sgr.

a.

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Alle Post-Anstalten des In⸗ und Auslandes nehmen Bestellung 3 auf dieses Blatt an, für Berlin ddie Expedition der Allg. Preuß. Friedrichsstraße r. 72.

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2 icher eil.

venas- „Fbkilg oving. Dombau, Domblatt und Karneval zu Köln. Erklärung des Herrn Wendelstadt. Aus Aachen (Comité⸗ Bildung). 3

Bundesstaaten. Königreich Bayern. Der Kron⸗ prinz. Der Ulmer Schnellpost der Debit entzogen. Das Kolbsche Etablissement bei Baireuth. Königrich Hannover. Hof⸗ Nachricht. Großherzogthum Baden. Gemeinderechnungen. Großherzogthum Oldenburg. Regulirung der Hunte und Ver⸗ bindung derselben mit der Ems. Ein rationalistischer Blaufärber. Freie Stadt Bremen. Das Olbers⸗Denkmal.

Oesterreichische Monarchie. Briefe aus Wien. (Die Lotterie der deutschen Gewerbe⸗Ausstellung; Maßregeln gegen die Viehseuche.) und Prag. (Mittel gegen die Wasserscheu.)

Rußland und Polen. St. Petersburg. Militairische Ordre. Neue Anleihe. Tod des Fabel⸗Dichters Kryloff.

Frankreich. Paris. Zunahme der Einfuhr. Intervention des fran⸗ zösischen Konsuls in Tunis. Vermischtes. Schreiben aus Paris. (Aufklärungen über den französischen Seidenhandel nach der Levante.)

Großbritanien und Irland. London. O'Connell's Wiederauf⸗ treten in der Repeal⸗Versammlung zu Dublin. Neuere Nachrichten aus Otaheiti. Vermischtes.

Belgien. Brüssel. Schluß der allgemeinen Budgets⸗Diskussion und Bemerkungen über den Traktat mit dem Zoll⸗Verein. Vermischtes.

Schweiz. Kanton Graubündten. Das Dorf Soglio.

Spanien. Briefe aus Madrid. (Ausgang des gerichtlichen Verfahrens gegen Prim; weitere kriegsgerichtliche Urtheile; Zurbano und die Bewe⸗ gungen im Norden; Kongreß⸗Debatten.) und Paris. (Näheres über die Auflösung der Bande Zurbano's.)

Die Gewerbe⸗Ausstellung der deutschen Bundes⸗ und Zollvereins⸗Staaten.

Eisenbahnen. Die München⸗Augsburger Bahn. Warschau. Probe⸗ fahrt bis Pruszkowo. 3 Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börsen⸗ und Markt⸗

bericht. Ammtlicher Theil. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem Polizei⸗Büreau⸗Beamten Hoffmann in Köln und dem Stadtförster Dieckhoff zu Ueckermünde das Allgemeine Ehrenzei⸗ chen; dem Schulzen und Fischmeister Scheidat aus adelich Schmelz bei Memel, den Grenadieren Hensel des 1sten Garde⸗Regiments zu Fuß, Kaeding des Kaiser Franz⸗Grenadier⸗Re iments und Bau⸗ mann des Garde⸗Reserve⸗Infanterie ee Regiments die Rettungs-Medaille mit dem Bande zu verleihen.

Bekanntmachung.

Nachdem die zur Gewerbe⸗Ausstellung der deutschen Bundes⸗ und Zollvereins⸗Staaten eingesendet gewesenen Gegenstände nunmehr zurückgeschickt worden, so werden diejenigen Aussteller oder Ankäufer ausgestellt gewesener Gegenstände, Handwerker, Spediteure oder son⸗ stige Personen, welche noch Anforderungen an die unterzeichnete Kom⸗ mission wegen Ablieferung von Sachen, Preiszahlung oder aus ir⸗ gend einem anderen Grunde zu haben glauben, diesel⸗ ben, sofern dies noch nicht geschehen, binnen 4 Wochen, vom heutigen Tage an, mit den nöthigen Beweisstücken versehen, anzumelden, wi⸗ drigenfalls solche Ansprüche von der unterzeichneten Kommission nicht weiter berücksichtigt werden können.

Berlin, den 30. November 1844.

Kommission für die Gewerbe⸗Ausstellung.

Viebahn.

Uichtamtlicher Theil

Inland.

Rhein⸗Provinz. Für den kölner Dombau sind während des Monats November 1547 Rthlr. eingekommen; die Gesammt⸗Ein⸗ nahme ist dadurch auf 110,869 Rthlr. gestiegen. Das Kölner Domblatt erscheint vom 1. Januar k. J. als Monatsschrift. Die Segbertannßen zum Karneval werden mit vielem Eifer betrieben. Beide Gesellscha ten werden wieder mit einander wetteifern, um das Fest so glänzend und freudenreich als möglich zu machen. Von der neuen Gesellschaft ging nach Beendigung des letzten Karnevals der P zum Bau einer Festhalle aus, der indeß wegen Mangels an Theilnahme aufgegeben werden mußte; statt 8 wird nun einer der größten Säle der Stadt durch einen großen Anbau in dem Maße wge 49 er ungefähr 5000 Theilnehmer an dem Festhalle fassen ane. 9 berühmtesten zu Köln lebenden Maler haben sich di Arb das Lokal durch sinnige Gemälde unentgeltlich zu schmücken; ie Arbeiten der Künstler haben bereits begonnen, und der Wetteifer, welcher Alle anspornen wird, läßt etwas Vortreffliches erwarten. Unter den Anzeigen der Kölnischen Zeitung fsindet sich folgende aus Köln vom 29. November datirte „Erklärung“ des dortigen ehrenwerthen Kaufmanns H. Wendelstadt: „Der am 16. November

in Folge eines unvorsichtigen Spieles durch einen Stickfluß eingetre⸗

tene plötzliche Tod meines 14jährigen Sohnes Gustav? in der e Kadetten⸗Anstalt zu Bensber g, in --. dem v. J. sich als Zögling befand, hat zu dem Schmerz über Fünt 8 ust eines geliebten Kindes auch noch den Kummer hinzuge⸗ füg 8 äß fecs die widersprechendsten Gerüchte in Umlauf gesetzt veseees 88 eine zu sirenge Behandlung von Seiten der Vor⸗ gelehe⸗ hobn naben zur Verzweiflung und zu dem Entschlusse ge⸗ b.h. selbst das Leben zu nehmen, und zwar, wie veet s ent e zup en, durch Vergiftung, Andere durch Erhängen, 1 ere durch einen Sturz oder Sprung aus einem hochgele⸗ genen Zimmer. Obschon dergleichen sich selbst widersprechende Ge⸗

rüchte einander aufheben und auf die Dauer keinen Glauben finden 4

werden, so bin ich es doch der Ehre j t bin ich jener Anstalt und meines Soh⸗ 25 schulddig, hier öffentlich und der Wahrheit sen⸗ zu erklären, 8 orsteher und Lehrer jener Anstalt durch gewissenhafte Sorgfalt und Gedeihen der gt, und die aufrich⸗

ausgestellter deutscher Gewerbs⸗Erzeugniss

tige Liebe meines Sohnes erworben, daß der Letztere nie eine Be⸗ schwerde über irgend eine Strafe oder eine Unzufriedenheit über seine dortige Lage geäußert, vielmehr noch wenige Tage vor seinem Tode bei einem Besuche im älterlichen Hause versichert hat, daß er mit Freuden in den Kreis seiner Vorgesetzten und seiner Kameraden zu⸗ rückkehre. Wer nun den Verstorbenen, einen bis unmittelbar vor seinem Tode munteren lebensfrohen Knaben gekannt hat, wird bei ihm selbst die Möglichkeit eines Selbstmordes nicht begrei⸗ fen. Für solche aber, die ihn nicht kannten, wird zur Widerlegung jener Gerüchte die einzige öffentliche Thatsache genügen, daß am 19. November bei der feierlichen Beerdigung auch das kirchliche Begräb⸗ niß und Einsegnen in die Gruft durch den Herrn Pfarrer von Bens⸗ berg stattgefunden, welches bekanntlich nach katholischen Kirchen⸗Ge⸗ setzen dem Selbstmörder nicht zu Theil wird“. Am 29. November fand zu Aachen eine Versammlung statt, um ein provisorisches Co⸗ mité zu erwählen, welchem die Ausarbeitung eines Statut⸗Ent⸗ wurfs für den zur Hebung der ärmeren Volks⸗Klassen zu bildenden Verein übertragen werden soll. Der Herr Ober⸗Bürgermeister, wel⸗ cher der Versammlung präsidirte, eröffnete dieselbe mit einem ent⸗ sprechenden Vortrage über die Zwecke eines solchen Vereins und for⸗ derte sodann zur Abgabe der Stimmzettel auf, als deren Resultat die Wahl für jenes Comité auf Nachstehende fiel: die Herren Stephan Beissel, Kaufmann; Bredt, Pastor; Emundts, Ober⸗Bürgermeister; Fay, Kaplan; Frenken, Konsistorialrath; van Gülpen, Kaufmann; Hahn, Dr.; Hansemann, Präsident der Handelskammer; Hartung, Dr.; van Houtem, Kaufmann; Könen, Dr.; Monheim, Dr.; H. Nelessen, Kaufmann; Pelzer, Landgerichtsrath; Trost, Pfarrer.

Auslandd. Deutsche Bundesstaatna. 8

Königreich Bayern. In der Deutschen Allg. Ztg. liest man aus München vom 28. November: „Heute begeht unser Kronprinz seinen 33ͤsten Geburtstag in ländlicher Stille auf seiner Burg Hohenschwangau. Doch sind von ihm und der erlauchten Burg⸗ frau mehrere Einladungen zu Besuchen hierhergelangt. Beide werden nach neuerem Beschlusse noch einige Wochen in Hohenschwangau blei⸗ ben und dann wahrscheinlich für die übrige Winterzeit nach Berlin gehen.“ Die Münchener politische Zeitung meldet unterm selbigen Datum: „Nachdem das zu Ulm unter Königl. württember⸗ gischer Censur erscheinende Tagblatt, die Ulmer Schnellpost, seit mehreren Monaten den Charakter eines gegen Bayern und die katho⸗ lische Kirche gerichteten Schmähblattes beharrlich entwickelt hat, so ist demselben durch Königlich Allerhöchste Entschließung der Postdebit in Bayern entzogen worden.“ Die von dem anerkannt tüchtigen Geschäftsmanne Kolb in der Nähe von Baireuth unter dem Schutze der Regierung ins Leben gerufene, vorläufig auf 2000 Spindeln be⸗ rechnete Maschinen⸗Flachsspinnerei erfreut sich nunmehr, nächst einem bedeutenden Vorschusse, auch der zollfreien Einfuhr der für dieselbe vom Auslande eingehenden Maschinen und Maschinentheile auf Pri⸗ vatrechnung des bayerischen Staates.

Königreich Hannover. Se. Majestät der König hat sich in Begleitung Sr. Durchlaucht des Prinzen Wilhelm zu Solms⸗ Braunfels am 2. Dezember mit einem Extrazuge auf der Eisenbahn zum Jagdlager Sr. Majestät des Königs von Preußen von Hanno⸗ ver nach Quedlinburg begeben. Der englische Gesandte, Graf Westmorland, war an demselben Tage von dort nach Berlin zu gekehrt.

Großherzogthum Baden. Das aus drei Bogen be⸗ stehende Staats⸗ und Regierungs⸗Blatt vom 23. November enthält eine in 50 Paragraphen zerfallende Verordnung des Mini⸗ steriums des Innern vom 19. November zum Vollzuge der Gemeinde⸗ Ordnung, die Führung und Stellung der Gemeinde⸗Rechnungen be⸗ treffend, nebst beigefügten Formularien. Die Verordnung tritt mit dem 1. Januar 1845 in Wirksamkeit. 88

Großherzogthum Oldenburg. Huntebettes zwischen Oldenburg und Elsfleht, vor einem Jahre be⸗ schlossen und bisher durch die Rinitenz einiger Grundeigenthümer, deren Ländereien zu durchschneiden waren, aufgehalten, wird nun, wie man unterm 29. November aus Oldenburg schreibt, unverzüglich in Angriff genommen werden. Dergleichen Verzögerungen lassen die Klagen über das Fehlen eines ausreichenden Expropriations⸗Gesetzes im Oldenburgschen immer aufs neue laut werden. Die Verbindung der Hunte mit der Ems wurde Anfangs als leeres Projekt behan⸗ delt. Allmälig gewöhnt man sich aber, an die Ausführbarkeit zu glauben. Der Gewerbe⸗ und Handelsverein des Herzogthums tritt deshalb mit der Regierung in Communication und bittet um Vor⸗ nahme der nöthigen Terrain⸗ Untersuchungen. Eine gediegene Ab⸗

handlung des Obersten Mosle, die nur noch im Manuskripte existirt, Vereins entschiedene Sensation ge⸗

soll in einer Versammlung jenes 8* macht und einen der v Zweifler zu dem Bekenntniß ge⸗ Dem Blau⸗

bracht haben, er halte eine Zweifel für widerlegt. färber Röbbelen zu Oldenburg, welcher öffentliche Vorträge über die im Neuen Testament erzählten Wunder gehalten, ist dies sür die Zu⸗ kunft untersagt worden.

Die Regulirung des

Freie Stadt Bremen. Für das zu errichtende Denkmal Olbers' waren bis zu Ende Novembers bereits drei Modelle einge⸗ sendet, das erste von Steinhäuser aus Bremen, das zweite von Lossow aus Bremen, das dritte von Professor Rietschel aus Dresden.

Oesterreichische Monarchie.

O Wien, 28. Nov. Die niederösterreichische Landes⸗Regie⸗ rung macht bekannt, daß durch Dekret der Hof⸗Kanzlei vom 7ten d. M. eine Entschließung Sr. Majestät des Kaisers erfolgt sei, gemäß wel⸗ cher das Ansuchen des in Berlin bestehenden Vereins zur Verloosung sse um unbeanständeten Absatz

er diesfälligen Loose in der österreichischen Monarchie bewilligt

rück⸗

worden sei. Die Hof⸗Kammer hat den Gränz⸗Behörden diese ausnahmsweise Begünstigung mit dem Bemerken bekannt gege⸗ ben, daß die als Gewinnste dieser Verloosung in die Kai erlichen Staaten einlangenden Gegenstände den Vorschriften der Zoll⸗ und Monopols⸗Ordnung unterliegen. Bekanntlich aber hat der er⸗ wähnte Verein die Ausgabe der Loose bereits mit Ende Oktober ge⸗ schlossen; selbst daher, wenn die erwähnte Begünstigung nicht zu spät bekannt gemacht worden wäre, so hätte schon die Hinweisung auf die Zoll⸗ und Monopols⸗Ordnung die Verbreitung dieser Loose bei uns sehr behindern müssen. 1

Der Verlauf der in Böhmen herrschenden Thierseuchen soll die Meinung hervorgerufen haben, daß die dortige Leitung der Sanitäts⸗ Angelegenheiten den gegenwärtigen Umständen nicht ganz entspreche. Es ist daher höchsten Ortes dem Direktor des hiesigen Thierarznei⸗ Instituts, Dr. Eckl, der Auftrag ertheilt worden, sich nach Böhmen zu begeben und zur Konstatirung der die dort herrschenden Seuchen begleitenden Umstände zu schreiten, im Verhinderungsfalle aber einen geeigneten Professor des genannten Instituts dahin abzusenden, nach dessen Befund das Gubernium die weiteren Einleitungen zur Unter⸗ drückung der Seuchen zu treffen habe. Es ist gleichzeitig allen Be⸗ hörden in Böhmen der Auftrag ertheilt worden, dem abgesen⸗ deten Sanitäts⸗Beamten die hinsichtlich des herrschenden Krank⸗ heitszustandes von demselben als nothwendig erkannten Auskünfte und Aufklärungen bereitwilligst zu geben, ihm die Einsicht der darüber bisher verhandelten Akten unweigerlich zu gestatten, jene Erhebungen, 8 die er in der erwähnten Angelegenheit aus was immer für einem Grunde bedarf, mit möglichster Beschleunigung und Genauigkeit zu pflegen, ihm überhaupt jeden möglichen Vorschub zu leisten, und alle jene Maßregeln, deren Eialeitung derselbe für nothwendig sinden sollte, ungesäumt und mit allem Nachdruck in Vollzug zu setzen.

Prag, 29. Nov. Durch die oberste Medizinal⸗Behörde ist folgendes Mittel gegen die Wasserscheu, das von einem Ausländer vorgeschlagen wurde, den Aemtern zur Bekanntmachung mitgetheilt worden. Die durch den Biß eines wüthenden Hundes entstandene Wunde sei hiernach mit Salzwasser auszuwaschen, dann mit Nußöl

zu begießen und mit demselben bis zur gänzlichen Heilung immer feucht zu halten, oder, was noch besser sein soll, in demselben zu baden. Wäre das Leben durch die Wunde gefährdet, so soll man dem Kranken folgende Medizin eingeben: 1 Quartierlein Nußöl (Kin⸗ dern die Hälfte), dann 3 frisch gelegte Eier ohne Hahntritt (sollte selber vorhanden sein, so muß er ausgelöst werden) bringe man in einen Tiegel, sodann löse man von einer Hagebuttenwurzel die erste Rinde ab und schabe von der zweiten (je nachdem die Person schwach oder stark ist) zu den ersten zwei Ingredienzien, lasse dieselben bei einem kleinen Feuer braten und gebe sie dann, so warm als möglich, dem Kranken zu genießen, welcher jedoch binnen 24 Stunden nichts Anderes essen, auch nicht Kleider und Wäsche wechseln darf. Nach der Angabe des Einsenders soll dieses Mittel durch mehrere glückliche Erfolge zwar erprobt sein, was jedoch wissenschaftliche Aerzte sehr zu bezweifeln geneigt sind, indem die Theorie gar keinen Anhaltspunkt bietet, der auf eine allgemeine Bewährung dieses Arkanums schließen lassen sollte.

Russland und Polen.

St. Petersburg, 26. Nov. Durch einen Kaiserlichen Ta⸗ gesbefehl vom 20sten d. wird verordnet, daß Se. Kaiserl. Hoheit der Großfürst Michael im Semenowskischen Garde⸗Regiment zählen soll.

Für den Bau der Eisenbahn von St. Petersburg nach Moskau ist durch einen Ukas vom 1sten d. die Eröffnung einer Anleihe von 12 Millionen Silber⸗Rubel im Auslande auf den für die dritte

Aprozentige Anleihe angenommenen Grundlagen verfügt worden. Sie

wird unter dem Titel: „Vierte Anleihe zu 4 pCt. Zins“, in das große Buch der russischen Staatsschuld eingetragen. Jede Inseription wird auf 500 Silber⸗Rubel lauten und das Ganze in 480 Serien zu je 50 Inseriptionen eingetheilt sein. Die Verzinsung beginnt vom 1. (13.) August laufenden Jahres und wird in St. Petersburg bei der Schulden⸗Tilgungs⸗Kommission für jedes fällige Semester erfol⸗ gen. Die Tilgung der Anleihe beginnt mit dem August 1846, und wird dazu ein besonderer, mit den anderen Anleihen nicht zu ver⸗ mischender Fonds angewiesen, der für das erste Jahr aus 125,000 und für jedes nächste Jahr aus 300,000 Silber⸗Rubeln bestehen soll. Die Realisirung dieser Anleihe ist dem Stieglitzschen Banquierhause in St. Petersburg übertragen. .

Die russische Literatur hat eine ihrer ausgezeichnetsten Zierden verloren; der berühmte Fabeldichter Kryloff ist am 21sten d. M. in einem Alter von 77 Jahren gestorben. Er hatte erst kürzlich noch ausgezeichnete Proben seines glänzenden Talents gegeben. In seinen letzten Augenblicken äußerte er noch den Wunsch, daß allen denen, die seiner gedächten, ein Exemplar seiner Fabeln zugeschickt würde. Die übersandten Exemplare sind in weißem Umschlag mit schwarzem Rande, und über dem Titel liest man die Worte: „Darbringung zum Andenken an Iwan Andrejewitsch, auf dessen Wunsch“.

Frankreich.

Paris, 29. Nov. Die Zoll⸗Verwaltung hat so eben einen Bericht über die Einfuhr der ersten 10 Monate dieses Jahres publi⸗ zirt. Fast in allen Artikeln hat eine Zunahme des Verbrauchs statt⸗ gefunden, besonders in Gußeisen, Kohlen, Wolle und Kolonial⸗Zucker. Unter den Haupt⸗Bedürfnissen der Consumtion sind Baumwollen⸗ waaren und anderes Metall als Eisen fast die einzigen Gegenstände die an dieser Verbesserung keinen Theil haben. Die Gesammtzoll⸗ Einnahmen haben sich auf fast 126 Millionen Fr. belaufen. Im vorigen Jahre betrugen sie für die gleiche Periode nur 119 ½ und im Jahre 1842 nur 1133 Millionen. Die Zunahme ist also, wie man 88 2. gg. vv. fortgegangen. 1b in Schreiben aus Tunis vom 18ten d. meldet, da ein Grieche, Namens Dimitri, der dort ein Kaffeehaus, 885 vennenoten hat, welches von den Kaufleuten der Stadt viel besucht wird, als er von einem Araber für das, was dieser bei ihm verzehrt hatte Be⸗ zahlung verlangte, von demselben so schwer verwundet wurde, daß er in einer Stunde starb. Die anwesenden Europäer bemächtigten sich des Mörders und führten ihn vor den französischen Konsul, Herrn