1844 / 347 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Der Gesetz⸗Entwurf zu einer allgemeinen Landgemeinde⸗Ordnung be⸗ stimmt: §. 3. Die Landgemeinden werden gebildet entweder durch die Dorf⸗ gemeinde und deren Bezirk allein oder durch die Dorfgemeinde und die in demselben Gemeindebezirke belegenen Ritter⸗, Kammer⸗ und Klostergüter oder durch ein solches Gut und dessen Bezirk allein. §. 14. Das Stimm⸗ recht in der Dorfgemeinde haftet auf den Reihestellen. §. 18. Die Land⸗ emeinden haben das Recht, ihr Vermögen in dem gesetzlich bestimmten erhältnisse selbstständig durch die von ihnen gewählten Vorstcher und unter der Mitwirkung der vong ihnen gewählten Geschworenen zu verwalten. §. 40. Die Gemeinde⸗Angelegenheiten werden von dem durch die Gemeinde zu wählenden Orts⸗Vorstande (dem Orts⸗Vorsteher und den Orts⸗Geschwore⸗ nen) verwaltet. Er vertritt die Gemeinde und handelt selbstständig, in⸗ sofein er nicht die Zustimmung der Gemeinde oder deren Ausschusses, den gesetzlichen Bestimmungen zufolge, bedarf. §. 50. Die Wahl der Orts⸗ Vorsteher, Orts Vorsteher Gehuͤlfen und der Orts⸗Einnehmer geschieht auf Lebenszeit, die der Orts⸗Geschworenen auf sechs Jahre, und zwar so, daß alle drei Jahre für die Hälfte der Geschworenen eine neue Wahl stattfin⸗ det. §. 59. Der Orts⸗Vorsteher und die Orts „Geschworenen bilden den Ortsvorstand. Es sollen in jeder Gemeinde wenigstens zwei Ortsgeschwo⸗ rene bestellt werden, und die Zahl derselben kann nach der Größe der Ge⸗ meinde und mit Berücksichtigung der übrigen Verhältnisse bis auf 6 erhöht werden. §. 96. In den durch eine Dorfgemtinde und ein oder mehrere Ritter⸗, Kammer⸗ und Kloster⸗Güter gebildeten Landgemeinden sind die Dorfgemeinde und das oder diese Güter gleichberechtigte Gemeinde⸗Genossen. Es kann daher ein rechtsgültiger Gemeinde-Beschluß nur durch Ueberein⸗ stimmung sämmtlicher Gemeinde⸗Genossen entstehen, indem der oder die Guts⸗Eigenthümer einem von der Dorfgemeinde gefaßten Beschlusse bei⸗ treten, oder diese durch Beschluß einem Antrage oder Beschlusse jener bei⸗ stimmt. Können sich die Interessenten nicht vereinigen, so ist die Angelegen⸗ heit im Verwaltungswege zu ordnen. §. 108. Die Aufsicht uͤber die Angelegenheiten der Landgemeinden wird zunächst von den Herzoglichen Aemtern geführt. Die obere Leitung steht den Herzoglichen Kreis⸗Direc⸗ tionen und dem Herzoglichen Staats ⸗Ministerium zu.

Das Schreiben zur Begründung des Gesetz „Entwurfs über die Eide der Juden erklärt, daß die Judenschaft in Braunschweig schon 1815 drin⸗ gend darum nachgesucht habe, eine Aenderung in dem Verfahren bei Ab⸗ nahme der Eide jüdischer Glaubensgenossen eintreten zu lassen. Die Landes⸗ Regierung sei der Ueberzeugung, daß der sittliche Standpunkt, den die hie⸗

sige Judenschaft einnehme, es gestatte, hier eben so, wie in anderen deut⸗ chen Ländern, eine zeitgemäße Verbesserung der zum Theil auf unrichtigen Ansichten beruhenden bisherigen Vorschriften eintreten zu lassen und zugleich iberdies schon aus Gebrauch gekommene Bestimmungen über die Zulässig⸗ keit und Glaubwürdigkeit der Eide der Juden aufzuheben.

In der Sitzung vom 25. November begannen dann die Verhandlun⸗ gen über den Gesetz Entwurf einer allgemeinen Landgemeinde Ordnung, welcher bei der Wichtigkeit des Gegenstandes und der Ausführlichkeit des Gesetz⸗Entwurfs die Stände⸗Versammlung auf längere Zeit in Anspruch nehmen wird.

Fürstenthum Sigmaringen. Am 5. Dezember fand zu Sigmaringen die feierliche Vermählung des Marquis Joachim Napo leon Pepoli, eines Enkels von Murat, mit der Prinzessin Frida von Hohenzollern⸗ Sigmaringen, jüngsten Tochter des regierenden Fürsten,

statt. Die Neuvermählten haben die Reise nach Bologna angetreten,

wo sie ihren Wohnsitz nehmen werden.

Uussland und Polen. St. Petersburg, 7. Dez. Zur Erleichterung und Erwei⸗ terung des russischen inneren und auswärtigen Handels, der durch die See⸗ und Fluß⸗Schifffahrt auf den Flüssen und Seen des Reichs betrieben wird, so wie zur Schadloshaltung für Verluste, die durch Unglücksfälle beim Wassertransport herbeigeführt werden, hat Se. Majestät der Kaiser die Errichtung einer russischen See⸗ und Fluß⸗ Assekuranz Compagnie zu St. Petersburg genehmigt. Das Kapital derselben ist zu 3 Millionen Silber⸗Rubel angesetzt und soll durch Ausgabe von 30,000 Actien, jede zu 100 Silber⸗Rubel, zusammen⸗ gebracht werden. Wenn die Wirksamkeit der Compagnie sich so erweitern sollte, daß dieses Kapital unzulänglich wäre, so kann dasselbe auf Gesuch der Actionaire mit Genehmigung der Re⸗ gierung durch Ausgabe einer neuen Anzahl von Actien unter densel⸗ hen Bedingungen vergrößert oder die Zahlung für die alten Actien erhöht werden. Dreitausend Actien werden zum Besten der Be⸗ gründer der Gesellschaft zurückbehalten, 27,000 aber an Personen vertheilt, die an dieser Unternehmung durch ihre Einlagen sich zu betheiligen wünschen. Die Subscription dauert sechs Monate. Nie⸗ mand darf mehr als 200 Actien für seine Person verlangen, jedoch ist es Keinem verwehrt, nach Konstituirung der Gesellschaft eine größere Zahl von Actien an sich zu bringen. Die Versicherung von Frachten geschieht für Fahrten aus allen russischen in aus⸗ ländische Häfen und umgekehrt; aus allen russischen in russi⸗ sche Häfen, auf Flüssen, Seen, Kanälen und überhaupt auf allen Wasser⸗-Communicationen des Reichs, die vom Innern Rußlands nach St. Petersburg und zurück führen; endlich auch für Waaren und Gegenstände die innerhalb des Reichs zu Lande von einer Wasserstraße zur anderen transportirt werden. Sie erstreckt sich auf allen Schaden, der durch Unglück oder bösen Willen verur⸗ sacht wird, durch Sturm, Riffe, Sandbänke, Ungewitter, Blitz, Feuers⸗ brunst, Erdbeben, Seeräuberei, bewaffnete feindliche Macht, durch Charakter und Benehmen des Schiffers und der Mannschaft. Die Assekuranz kann eine zweifache sein, nämlich eine vollständige oder beschränkte. Bei der ersten muß die Gesellschaft für alle Verluste haften, wodurch diese auch entstanden sein mögen; bei der zweiten aber kömmt sie nur für diejenigen auf, welche von den in der Police ausdrücklich angegebenen Unglücksfällen herrühren. Auf Dokumente, Staats⸗ und Privatpapiere wird keine Versicherung übernommen.

Die Senats⸗Zeitung publizirt einen am 15. Mai d. J. zwischen Rußland und Portugal abgeschlossenen Traktat, durch wel chen die gegenseitigen Heimfalls⸗ und Abzugs⸗Rechte abgeschafft werden.

Der zur Beförderung des Handels auf dem nordwestlichen Fest⸗ lande Amerika's und auf den kurilischen und atleutischen Inseln, so wie auf dem ganzen nordwestlichen Theile des Oceaus, errichteten russisch⸗amerikanischen Compagnie sind in ihren am 22. Oktober d. J. von Sr. Majestät dem Kaiser bestätigten Statuten unter anderen folgende Rechte ertheilt worden: Die Compagnie steht unter dem Schutze des Kaisers. Die Gränze der Schifffahrt und des Gewerbes derselben auf dem Festlande und den Inseln von Nordwest⸗Amerifa geht zwischen den russischen, englischen und amerikanischen Besitzungen von der äußersten Südspitze der Prince of Wales⸗Insel, welche unter 540 40“ nördlicher Breite und zwischen dem 131sten und 133sten Grad westlicher Länge (vom Meridian von Green⸗ wich an gerechnet) liegt, nach Norden längs der unter dem Namen Portland⸗Channell bekannten Meerenge bis zu dem Punkte des Festlandes, wo dasselbe den 56sten Grad nördlicher Breite er reicht. Von hier verfolgt die Gränze die in paralleler Richtung mit des Küste sortlaufende Bergkette bis zum Uülsten Grad westlicher Länge (desselben Meridians), von welchem Durchschnittspunkt an der Meridian des 141sten Grades bis zum Eismeer die Gränze der rus Fan Besitzungen auf dem nordwestlichen Theile des amerikanischen

ontinents bildet. In allen durch obige Begränzungen zu Rußland seschlagsnen Gegenden hat die Compagnie ein vor allen russischen 9 eg. 1“]; Fischfangsrecht. Die Com⸗ 88* Recht, Alles, was sie bis jetzt in jenen Gegen⸗ 8 anf we ins Inpern der Erde entdeckt hat oder noch entdecken wird, zu benutzen, ohne daß sonst irgend Jemand darauf einen An⸗

spruch machen dürfe. Der Compagnie ist es erlaubt, in Zukunft in⸗ nerhalb der oben bezeichneten Gränzen, wo es ihr nothwendig und vortheilhaft dünkt, neue Niederlassungen und Befestigungen anzulegen, die schon existirenden zu erweitern und zu verbessern und nach diesen Plätzen Schiffe mit Waaren und Arbeitern zu senden, ohne daß ihr darin das geringste Hinderniß in den Weg gelegt werden dürfe. Es ist ihr ferner erlaubt, ihre Schiffe zu allen benachbarten Völferschaf⸗ ten zu schicken und mit ihnen Handel zu treiben, wenn die respektiven Regierungen ihre Einwilligung dazu geben. Auch ist es ihr gestattet, ihre Schiffe, wenn sie es vortheilhaft findet, des Handels wegen nach den chinesischen Häfen von Canton, Emoi, Futschau⸗ Fu, Ninbofu und Schanchai zu senden, mit der Bedin⸗ gung jedoch, daß diese ihre Schiffe unter keinerlei Vorwand Opium als Verkaufs⸗Artikel nach China führen. Die Schiffe, welche die Compagnie von Kronstadt um die Welt oder von Ochotsk und ande⸗ ren russischen Häfen nach den russischen Kolonieen schickt, dürfen mit sowohl russischen als ausländischen Waaren, für welche schon der Zoll bezahlt worden, beladen werden. Eben so sollen auch die von den Kolonieen mit dasigen Pelz⸗ und anderen Waaren und Erzeugnissen ankommenden Schiffe, ohne Aufenthalt, auf eine von der Ober⸗Verwal⸗ tung vorzuweisende Angabe im Zollamte hier oder auf eine vom Com⸗ toir zu Ochotsk dem dortigen Befehlshaber zu übergebende Erklärung gelöscht werden. Da diese und jene Waaren von einem russischen Hafen nach einem anderen russischen Hafen gehen, so soll von ihnen kein Zoll erhoben werden, wenn nicht ein allgemeines Gesetz einen besonderen inneren Zoll für die Pelzwaaren verordnet. Die der Com⸗ pagnie verliehenen Rechte sind auf 20 Jahre, vom 1. Januar 1842. an gerechnet, gültig. Sobald diese Statuten in Wirksamkeit getreten, hört die Bedeutung aller früheren, die Compagnie betreffenden Ver⸗ ordnungen auf, ausgenommen in Sachen, die vor Publication der ge⸗ genwärtigen Statuten anhängig geworden sind. Frankreich.

Paris, 8. Dez. Der König und die ganze Königliche Familie werden morgen St. Cloud verlassen und ihre Residenz wieder in den Tuilerieen nehmen.

Die Zahl der Schüler in den Königlichen Gymnasien, welche sich im vorigen Jahre zur nämlichen Zeit auf 20,767 belief, beträgt jetzt 21,890, also 1123 Schüler mehr, worunter 378 Pensionaire. Die Zahl der Schüler in den Kommunal⸗Gymnasien, voriges Jahr um diese Zeit 33,097, beträgt jetzt 35,388, also 2291 Schüler mehr, worunter 822 Pensionaire. Die Königlichen und Kommunal⸗Gym⸗ nasien zählen dieses Jahr zusammen 57,278 Schüler; im vorigen Jahre hatten sie nur 5 3,861. Dies macht für das jetzige Jahr eine Gesammtzunahme von 3114 Schülern. Im letzten Jahre hatte man ebenfalls gegen das vorhergehende eine Vermehrung, aber sie betrug nur 1984 Schüler. Aus der neuen Uebersicht ergiebt sich, daß in zwei Jahren die Zahl der Schüler, welche die Königlichen und Kom- munal⸗Gymnasien besuchen, sich um mehr als 5000 vermehrt hat.

Die neue Anleihe von 200 Millionen, welche das französische Ministerium morgen zuschlägt, wird die Gesammt⸗Summe der von Frankreich seit dem Sturze des Kaiserreichs gemachten Anleihen auf 2,156,623,939 Fr. bringen.

Das Journal des Débats hat aus Otaheiti von 2. Juni die Nachricht, daß die Häuptlinge der Insel Wallis und der Insel Fontana in Oceanien fortan unter dem Schutze Frankreichs stehen, da ihnen das Protektorat, um welches sie nachgesucht, von der fran⸗ zösischen Regierung bewilligt worden. Der Gouverneur von Otaheiti sandte demzufolge ein Schiff nach jenen Inseln ab, um die Occupa⸗ tion zu notisiziren. Auch das französische Protektorat über die Gambier⸗Inseln ist notifizirt worden.

Briefe aus Tlemsen vom 15. November berichten, daß trotz der ausdrücklichen Bestimmung des mit Marokko abgeschlossenen Friedens⸗ Vertrages der frühere Kaid von Uschda, Ben Hamida, einer der Hauptanstifter des letzten Krieges, seinen Posten in Uschda wieder eingenommen hat. Er hegt nach wie vor eine feindliche Gesinnung gegen Frankreich und verbot sogleich die Zufuhr von Lebensmitteln nach dem Lager von Lalla Magrnia, so daß die französischen Truppen dort bereits Noth zu leiden anfingen. Unter dem Schutze Ben Ha⸗ mida's hat sich Abd el Kader nur etwa 6 bis 8 Lieues von Uschda entfernt gelagert; seine Reiter schwärmten bis dicht zu den französi⸗ schen Vorposten und suchten die mit den Franzosen verbündeten Stämme zum Abfalle zu verleiten.

Das Sidele bemerkt, das Straf⸗System in England sei nicht besser bestellt, als in Frankreich, und dennoch nehme in London, wie in den übrigen größeren Städten Großbritaniens, die Zahl der Ver⸗ brechen mehr und mehr ab, während dagegen in Paris in zehn Jah⸗ ren, von 1832 bis 1842, eine Zunahme um 28 pCt. stattgefun⸗ den habe.

Eine Fraction der Linken macht plötzlich Opposition gegen Herrn Thiers. Es hat dazu die Unterrichts⸗-Frage den Anlaß gegeben, in welcher jene Fraction ein entschiedeneres Auftreten des linken Cen⸗ trums fordert. Dieser unerwartete Zwiespalt, der möglicherweise eine ganz neue Stellung der Parteien in der Deputirten⸗Kammer zur Folge haben könnte, macht großes Aufsehen; um so mehr, da Graf Molé, wie es heißt, bereits alle Anstalten trifft, um diese Diversion zu benutzen und sein Coalitions-Projekt, welches er im vergangenen

ꝙ.

Jahre nicht zur Ausführung hatte bringen können, mit den Führern

der von Thiers abfallenden Fraction, den Herren Dufaure und Passy, zu verwirklichen. Graf Molé würde, wie man versichert, zu diesem Zwecke der sogenannten jungen Linken Konzessionen in der Unter⸗ richts⸗Frage machen. Den Feldzug gegen das Kabinet würde Herr von Salvandy bei der Adreß⸗Debatte eröffnen und seinen Haupt Angriff auf den mit Marokko abgeschlossenen Friedens⸗Vertrag grün⸗ den; er würde zu dem Paragraphen, welchen die Thron⸗Rede ohne Zweifel in Bezug auf dieses Creigniß enthalten wird, ein Amendement beantragen, welches einen Tadel des von dem Kabinette in dieser Angelegenheit befolgten Verfahrens aussprechen werde. Falls es gelänge, für dieses Amendement die Majorität zu erhalten, und das Kabinet vom 29. Oktober sich dadurch veranlaßt sehen sollte, von der Leitung der Angelegenheiten zurückzutreten, so würde Graf Molé mit den Herren Salvandy, Dufaure, Passy, Daru und Bugeaud und mit drei Mitgliedern der gegenwärtigen Verwaltung, den Herren Mackau, Lacave⸗Laplagne und Cunin⸗Gridaine, die neue Administra⸗ tion bilden. Es sind indeß bis jetzt erst etwa 200 Deputirte in Paͤ⸗ ris anwesend. Erst dann, nachdem sich die Deputirten⸗Kammer kon⸗ stituirt und ihre Büreaus gewählt haben wird, könnte mit einiger Gewißheit ein Schluß hinsichtlich der Gestaltung der Majorität gezo⸗ gen werden.

Paris, 8. Dez. Am üten Abends gelangte durch eine telegraphische Depesche aus Toulon die Nachricht nach Marseille, daß die Dampfschiffe „Gomer“ und „Labrador“, auf denen sich der Her⸗ zog und die Herzogin von Aumale und der Prinz von Joinville mit ihrem Gefolge besinden, durch das schlimme Wetter gezwungen wor⸗ den, auf der Rhede von Toulon vor Anker zu gehen, und man es nicht für gerathen halte, die Fahrt nach Marseille in der Nacht noch fortzusetzen. Die Prinzen sind demnach ohne Zweifel am 5ten zu Marseille eingetroffen.

Das Wiederauftreten des Dichters Barthelemy mit seiner „Ne⸗

eder einige Popularität zu gewin zu Gnaden aufgenommen zu werden 8 F . Jahren den Rücken gekehrt hatte Organe beschuldigen ihn ge⸗ vni⸗ und sagen ihm vor⸗ von Seiten des Publikums zu ver⸗

mesis“, sein und von der Oppo nachdem er ihr v mißglückt. r Unverschämtheit und aus, daß er sich w

höheren Orts igen Ministern der zwei groß st konnten nicht umhin daß den Cortes erden könne; nur wollten sie daß die Personen de ten Bewerbers zum Gerade desh gedehnteste Preßfre Recht zusteht,

Erörterungen zu machen chaus nicht zu errei

cht worden sind von den dermal gen und von einer o Ninister selb

ein günstiges Gehör gefunden ha⸗ anderweitigen Combinationen vor⸗ en Mächten unterstützt werden. n, im Laufe der Erörterungen Art der Mitwirkung nicht ,ihrem Vorgeben n. oder des von der Königin Gegenstande öffentlicher Diskussionen ge⸗ alb aber, weil einleuchtet, daß in einem iheit herrscht und den Vertre⸗ Personen wie Verhältnisse zu , der von den Ministern 1 chen ist, entsteht die Vor⸗ mit dem man nicht hervorzutreten Und in der That unanständigste

sition wieder eit einer Reihe von Selbst radikale des Cynismus,

enig Gunst eine gewisse

entzogen w on der Bildung einer neuen Gesell⸗ r auftretenden oder edeutendsten Banquiers

gesprochen, alais bis Marseille ver⸗ aber Uebertreibung da⸗ gnon und Mar⸗

Mehrere Blätter h schaft, bestehend einem Kapitale Konzession der g. langen werde.

aus den b von Paris, mit von 400 Millionen Francs, anzen Eisenbahnlinie von C Wahres daran, recke zwischen Avi Das Haus Baring von London und die eschäftigen sich in diesem Au⸗

um die Konzession für die Paris nach Lyon und von Herrn von Roth worden, der sie aber ab⸗ e Gesellschaft sich konstituiren Wie man aber annehmen, bevor sie der Ge⸗ ch die Kammern ihre

wo die aus Nation das ständen ihrer bene Vorwand dur daß irgend ein Plan, e verborgen gehalten werde. Presse bereits begonnen, auf die ne über denjenigen Prinzen zu ergießen als der begünstigte Bewerb man die Unwürdigkeiten l. eral und andere

s ist etwas T l dieser Linie, seille, ist bereits v Häuser Hottir genblicke mit Bahnen von Paris nach dem Lvon nach Avignon zu erlangen. von ihrer Seite Anerbietunge Man zweifelt nicht, und das nöthige Kapital zus wird sie keine Unt nehmigung der Re Ratification ertheilen müssen.

aussetzung, wage, im Hintergru e revolutionaire Weise ihre b wärtig hier Bedauern kann der Clamor gen en auftischen. bedenklichen Folgen, aben könnte, aufm ) als Minister eimen Unterh

d Eichthal hier b Bildung einer Ge Norden, von

er erscheinen muß. esen, die der Espec⸗ Blätter in dieser Hin⸗ Es fehlte übrigens nicht an Deputirten, die der von der Kommission bean⸗ Herr Arrazola,

ammenbringen werde. sicht ihren Lese

erzeichnung . welche auf die

icher ist, welcher 1 . erksam machten.

Uebereinkunft von Vergara vor ies darauf hin, üßte, „weil“, sagte anien eine sehr

andlungen leitete, w lleicht bald unterdrückt werden n ch organisiren;

Débats h Zuversicht von einem ältnisse in der erfasser Herr Alexander zu erklären, daß Herr e in der Leipziger Zeitung Kaiserliche Ukase

Das Journal des er mit einer seltsamen russischer B

Berlin, 13. Dez. Nummer vom 6. Dezemb Aussatz über Leipziger von Humboldt sei. von Humboldt nie eine Silb nie irgendw nisse in Rußland die Initialen einer Unterschrift Irrthum gegeben.

Grossbritanien und Irland. hl des Herzogs von Wellington, soll fortan durch den Bau von andes ein bestimmtes militai⸗ Die Vorschriften über tung des Verge⸗ die eingesperrten 31 Paragraphen.

und da es in Sp Wahl⸗Urnen offen stehen, so d wir können nicht wissen, die Constitution Herr Fernandez de la ch auf einander und eise, daß es vielleicht: aufzusuchen, welche

e Parteien si swerthe Partei giebt, kann sie morgen ob sie nicht für n aufzunehmenden Hoz rief aus: „Die entwickeln sich au einiger Zeit nöthig Veranlassung augen Gesetz geächtet wurden.“ habe gegen den die Irrthümer, Constitutionen keinen Platz t die Thür ver was heute sie bniß des Par schenken dürf

die Verbesserung auern⸗Verh

2 4 . Zeitung gesprochen hn . ajorität erlangen

öthig halten wird,

tikel durchzustreichen. Begebenheiten sol f eine so unerw sein wird, diesel blicklicher Umsto

diesen nun in

und Bauern Verhält⸗ Wahrscheinlich haben H.) Veranlassung zu diesem

o über eine

und Polen geschrieber ben Personen ünde zu einer anderen? Egana erklärte vorgestern, er Artikels gestimmt, weil er glaube, daß d Vorurtheile der Parteien weil Staatsmänner der indem morgen als schick⸗ arstelle; weil der dem Staatsmänner am wenigsten, wenn ohne Noth⸗ dliebender, arbeitsamer Theil der Nation ch und nach zu einer anderen aber thörichter Weise aufreizen und er⸗

London, 7. Dez. Zusatz des als Ober⸗Befehlshabers der Armee, chen Garnisonen des L ängniß⸗System eingefü chiedenen Fällen,

finden dürften; schließen dürften, ch als gefährlich d

Zellen in s risches Gef das in den vers hens zu beobachtende Soldaten sind sehr genau abge Die Gefangenen dürfen nur von ihres Regiments besucht werden; Kartoffeln.

Zukunft nich lich erscheinen könne, Zusatz nur d nicht Gehör wendigkeit ein zahlreicher, dadurch beleidigt würde, Ueberzeugung bittern müsse.

Vorgestern nahm die Fortgang. Angelegenheit den

hrt werden. je nach der Bedeu Disziplinar⸗-Verfahren gegen faßt und bestehen aus! den Geistlichen und den ihre Kost besteht aus Brod und

teigeistes wäre,

den man na bekehren, nicht

hat der Sachwalter der Banquiers Bezeichnung des geeigneten Ver⸗ aller unlängst ihrem Hause gestoh⸗ zu bewirken, damit dieselben auf Ulkommen weithlos ben darauf mit Sir Sache gehabt, welche jetzt der Der Globe will wissen, daß aufgenommen habe und Wenn die Regierung sich gen Falle entschließe, so azu schreiten müssen, und dann als zwecklos von

Times meldet, s und Comp. denselben unter hen, die Kassirung

Bank von England und ihre Genossen vo s Hauses ha

Diskussion des Reform-Entwurfs in dem Hatten die Deputirten in Bezug auf die Anforderungen der Regierung ent⸗ noch freiwillig, indem a (s. Allg. Preuß. Ztg. für ungültig erklärten das Reich zu verlassen, ohne von n zu sein. Herr Egana wies dabei aßt werden könne, lichen Besuch ab⸗

3 t Kongresse ihrer ahrens angerath Noten der Vermählungs⸗ Weise für die Diebe n. Einige der Compagnons de 8 am eine Unterredung über die Frwägung des Ministe Graham den ihm wahrscheinlich zur Befolgung die auch künftig in äh die Banknoten⸗Diebstähle würden Ende nehmen.

In der Morning P von Bittschriften, Aufenthaltes in Engl ötlinge die Erlaubniß, utersuchung ihres früh len zurückzukehren. hen General-Konsulat ingen darauf Pässe Individuen, näm schon vor ihrer Ankunft an nach London zurückzukehren. ab und behaupteten, birien bringen sollte, entsprungen assen, um sich nach die obigen That⸗

sie, auf den Nr. 346), den 1 und solglich

s Herrn Egan es Art. 48 der dem Könige das den Cortes dazu ermä auf den möglichen Fall hin, Verwandten jenseits der wie die Königin von Engl Diese Andeutung hat gle Veranlassung gegeben. Der die Thron

wurfs wurde vorschreibt, d Recht an die Krone Thronfolge aus Zu lebhafteren jährigkeit des Köni Der Entwurf bestimmt, Regentschaft b zustehen solle. Erfahrung, eine so wurde auch heute die Ernennung des Rege von mehreren Deputirten, trotz des t in Schutz genommen. Tagen die Diskussion dann, so heißt es, werden die Jahr vorlegen. auch noch jetzt Summen in Ansp 1X“X“ General Prim langte Carolina an und hielt dort einen Rasttag.

Constitution Recht ertheilten, chtigt worde daß die Königin veranl Pyrenäen einen ähn and dem Könige der Fr chfaltigen Auslegungen hier

rs unterliegt. Antrag sehr günstig Folge geben werde.

ses Verfahrens im jetz nlichen Fällen d

ichfalls zu manni

ude Artikel des Ent⸗ so wie auch der, sunfähig sind oder ihre ch ein Gesetz von der

folge⸗Ordnung b skussion genehmigt, die Personen, we zu verlieren v geschlossen 1 Diskussionen gab gs und der Re daß nur, wenn erufenen Personen Man wünscht nämlich, na so lange als bis jetzt geltende Bestimmung, uten oder der Regentschaft zu⸗ Widerspruches des Ministers Man glaubt, daß binnen Entwurfs beendigt Minister die Budgets Aus ihnen wird e die Staatskasse für gewisse ihr zu ruch nimmt. am 28sten unter Bedeckung in

ende Erklärung:

ost liest man folg von Rußland während

che dem Kaiser and überreicht wurden, erhielten unter der Bedingung, daß eren Verhaltens unterwürfen, Sie erklärten sich freiwillig mitgetheilten Be⸗ und freie Ueber⸗ lich Wolanski,

lche regierung 89 erdienen, dur nische Flück werden sollen. einer gesetzlichen U in das Königreich Po mit dieser ihnen vom russise dingung einverstanden, fahrt nach dem Fe Pietraszewski und der polnischen Grän Sie schnitten sich de von einem Convoi,

Pietraszew England zu begtben. sachen zu veröffe kum durch die

zu wohlthäti

der Abschnitt von der V oll⸗ ast Veranlassung. alle durch das Gesetz zur n, den Cortes die Wahl ch der gemachten traurigen

Drei dieser glich zu vermeiden.

Macianowski, gaben Absicht kund, shalb das halbe Haupthaar Cortes allein das sie nach Si zki hat bereits Krakau verl Wir sind ersucht worden, um zu verhüten, daß falschen Angaben der gen Spenden verlockt werd TPialien. Das bereits se 1843 mit Frankreich abge⸗ führung kommen, Notenwechsel ist

des Innern, zwei oder drei des ganzen Ent für das nächste Königin Chr. entrichtende

Polen getäuscht

Turin, 30. it längerer verbreitete Gerücht, Handels⸗Vertrag w bestätigt sich jetzt. dieser Vertrag al hat den Auftrag e anzuknüpfen. Da die Hansest gen Hofe unterhalten, Marquis de Brignolle, bevollmächtigten Minist auf den Fuß völliger Recip en sind bereits ausgew die metallurgischen eine Königliche Verordnung Loꝛl ig der Hochöfen angeordnet. II Die Abstimmung über d daß die Vermählung der rtes abhängig sei, r Kommission

der am 21. August erde gar nicht zur Aus ch lebhaften etrachten, und Graf dlungen wegen einer Reviston

Nach einem ziemli s nicht vorhanden zu b

Die G 4 2 2 zte ga. rhalten, neue Unterhan Hewerbe⸗Ausstellung der

und Zollvereins⸗

dentschen Bundes⸗ Staaten. räsentanten am hiesi⸗ Botschafter in Paris, ftlich mit dem dortigen n Schifffahrts⸗-Vertrag die Ratificationen

(Vergl. All reuß. Ztg. Nr. 227, 238,

6, 258, 259,

ädte keinen besonderen Rep so wurde der diesseitige ermächtigt, gemeinsch er der Hansestädte eine rozität zu unterzeichnen;

7 91, 293, 294, 307, 308, 309, 310, 311, ,319, 320, 321, 322, 323, 324, 325, 326 111“ ,„ 333, 334, 335, 336, 338, 339, 340, 341, 0 2 9 3

i 9ten d. M. eine Resorm Verwaltungs⸗Geschäfte bei der Gewerbe⸗ Ausstellung.

Die von des Königs Majestät ange machung vom 10. Februar d. J. angekündigte und vom 6 24. Oktober d. J. dem Publikum geöffnet gewesene Gew lusstellung liegt nun schon einige Zeit hinter uns, und der; naht heran, wo die mit der Leitung derselben beauftre Kommission ihren amtlichen Bericht veröffentlichen wird. deshalb die über die verschiedenen dabei vertretenen Gewerb 5 diesen Blättern mitgetheilten Nachrichten abschließen Sigr hierbei, um nicht zu weitläuftig zu werde eaa Gewerbzweige werden eine nähere un 1. . 6 jenem ausführlicheren amtlichen Bericht finden wernenfsidefsen einige Nachrichten über die Gese v5 Besucg’ ber e die Aufstellungsw d dn usstellung nicht unzeitig erscheinen, beuc n mögen, auf ein richtiges Urtheil wegen

ffeßn Einrichtungen hinzuwirken. he der Kommission, welche b üheren Anordnungen treffen, deren Ausführung

aufsicht und die dabei vork 8. nehmen sollte, wurden, ommenden mannigfaltigen

vena.Minsster unmittelbar zur N ewerbe⸗Verständigen, von dem

wird durch der Besteuerun

8 ordnete, durch die Bekannt⸗ 5 Madrid, 15. August welcher die Bestir r

Oberhauptes von der E anders ausgefallen sein, ten Zusatz, die gesetzlich v nen betreffend, stimmung mi

nmung auf ligung der Co falls man den von de on der Thronfolge ausge Artikel getrennt h ürchteten viele D klären bereit waren, verneinende Stimme die Minister

Man glanbt

von dem Haupt ündlich geschah, den Haupt⸗Artikel sich zu er schrieen zu werden, ten. Was haben nun, mung erreicht? die bloße Anregung die ntlichen Blätter, die revo alleiniger Ausnahme des Angelegenheit Verlegenheiten b in den Augen der Rosa, mag der Finanz⸗ werde durchaus kei dulden, und s genommen, so be

utirte, die gegen h unberührt abgegeben hät⸗ d befriedigende (

w sie eine wenn sie ein ch diese Abstim⸗

frägt man, 3 je die Besorgnisse,

Gegenstandes v eise, den Kat

ersetzt wurde, die moderirten, mit den Ausgang dieser

daß sie sich

welche zugleich do, beklagen der dabei ge⸗ r Regierung,

und propheze - ro s cht der Entsche

ereitet und da Nation herabge Minister no

ei dieser Ausstellung die leiten, die Ober— Geschäfte wahr⸗

den Herrn Fi⸗ n Beamten und

die Regierung Vermählun gesehen von einigen durch Kitgliedschaft berufenen

keine amt! Verein zur Beförderung des

e bisher noch doch Jedermann,

werbfleißes in Preußen aus der Zahl seiner Mitglieder in Vorschlag

gebracht und unter dem 3. Mai d. J. vom Herrn Finanz⸗Minister ernannt. Alsbald wurde eine Geschäfts⸗Ordnung erlassen, gemäß

welcher die gewöhnlichen Verwaltungs⸗Geschäfte von einem aus 17 Mitgliedern bestehenden Verwaltungs⸗ Ausschusse, die die einzelnen

Waarenklassen betreffenden Angelegenheiten aber von acht verschiede⸗ nen Kommissions⸗Abtheilungen wahrgenommen wurden. Unter diesen letzteren Angelegenheiten war insbesondere die Entscheidung über die Ausstellungs⸗Fähigkeit angemeldeter Erzeugnisse, die Mitwirkung bei deren Aufstellung und Beaufsichtigung, so wie die sachverständige Kenntnißnahme und Berichterstattung hervorgehoben. Am 8. Mai trat der Verwaltungs⸗Ausschuß, am 31. Mai die ganze Kommission zum erstenmale zusammen.

Die den acht Abtheilungen zuͤgetretenen Kommissionsglieder und die einer jeden derselben zugetheilten Waarengattungen sind durch den Katalog zur öffentlichen Kenntniß gekommen. Bei näherer Durchsicht des Verzeichnisses erhellt, daß die Kommission der bei weitem größe⸗ ren Zahl nach aus industriellen Mitgliedern bestand. Bei der langen Dauer der Wirksamkeit der Kommission konnten keine auswärtigen Fabrikanten und Kaufleute, insbesondere aus entfernten Ländern des deutschen Bundesgebiets zur beständigen Theilnahme an der Kom⸗ mission herbeigezogen werden, so wünschenswerth dies auch gewesen wäre. Nur der Kaiserl. österreichische Professor Herr Reuter von Wien, der Königl. bayerische Professor Herr Stahl von Fürth und der Großherzogl. sächsische Bergrath und Professor Herr Schüler von Jena haben an den Geschäften der Kommission von Anfang bis Ende Theil genommen. Auch bei dem lautersten Streben hätte es leicht Besorgniß bei den Fernwohnenden erwecken können, wenn den berli⸗ ner Fabrikbesitzern desselben Zweiges die Beurtheilung ihrer Erzeug⸗ nisse in die Hand gegeben wäre. In Uebereinstimmung mit den eige⸗ nen Wünschen der industriellen Mitglieder war deshalb der Vorsitz und die Berichterstattungen in den Abtheilungen solchen Personen übertra⸗ gen, welche nicht selbst Aussteller in den betreffenden Fächern waren.

Wiewohl auch in Frankreich und bei anderen großen Ausstellun⸗ gen ein ähnliches Verfahren beobachtet wird, ist doch mitunter ver⸗ kannt worden, daß eine solche Ausstellung außer den zahlreichen Ge⸗ schäften, wobei es vorzugsweise oder ausschließlich auf gewerbliche und kommerzielle Kenntnisse und Erfahrungen ankommt, zugleich sehr aus⸗ gedehnte Administrations⸗Geschäfte und amtliche Korrespondenzen der mannigfaltigsten Art mit sich bringt, und daß auch die großen Schwie⸗ rigkeiten nicht unbeachtet bleiben dürfen, welche bei Konkurrenz und Meinungsverschiedenheiten unter Betheiligten desselben Gewerbzweiges unvermeidlich sind. b

Wenn es nun auch nicht anging, bei der Kommission Mitglieder aus den entfernteren Theilen des Ausstellungsgebiets von Anfang bis zu Ende zuzuziehen, so hat doch die lebendige Theilnahme der Aus⸗ steller und Gewerbsfreunde aus jenen entfernten Gebieten es möglich gemacht, daß deren immer Einige an den Geschäften der Kommission Theil nahmen und sich von der Lauterkeit und Unparteilichkeit des bei derselben stattfindenden Verfahrens zu überzeugen Gelegenheit hat⸗ ten. So haben außer den bereits oben erwähnten Herren aus Bayern der Geheime Rath von Hermann, Ober-Zollrath Meixner und Re⸗ gierungs⸗Rath von Welden von München und der Professor Stahl von Fürth, der Fabrikbesitzer E. von Fröhlich aus Augsburg; aus Württemberg der Geheime Rath von Pistorins, der Professor Plie⸗ ninger und der Kaufmann Ostertag von Stuttgart, die Fabrikbesitzer G. Zöpperitz und G. Meebold aus Heidenheim, von Rauch aus Heil⸗ bronn und Friedrich Aichola von Stuttgart; aus Baden die Fabrik⸗ besitzer Finkenstein und Dennig von Pforzheim; aus Sachsen der Geh. Regierungs Rath von Weißenbach, der Kammerrath Thieriot von Dres⸗ den und der Direktor Dr. Hülse und Fabrikbesitzer Alb. Schwartz von Chemnitz, der Fabrikbesitzer Wöntig aus Groß⸗Schönau, W. Köneke von Leipzig; aus den thüringischen Vereinsstaaten der Landes⸗Direkto⸗ rial⸗Rath Schambach von Weimar, der Kaufmann C. Kämmerer sun. aus Gotha; aus Braunschweig der Professor Dr. Otto; aus den anhaltini⸗ schen Staaten der Ober⸗Bergrath Zinken von Mägdesprung; aus Kur⸗

hessen der Ober⸗Finanzrath Cravacchi, der Kommissions⸗Rath Böcking

und der Tapeten⸗Fabrikant Arnold aus Kassel; aus dem Großherzogthum Hessen der Kommerzien⸗Rath Rößler von Darmstadt und der Fabrik⸗ besitzer Karl Deninger aus Mainz; aus den preußischen Westprovinzen die Regierungs⸗Räthe von Neuensee und Quentin aus Koblenz und Düsseldorf, der Direktor Hartmann aus Trier, der Geh. Kommerzien⸗ Rath Diergardt von Viersen, der Kommerzien⸗Rath Croon von Glad⸗ bach, die Fabrikbesitzer Vorster aus Köln, Böddinghaus aus Elberfeld, Wittenstein aus Barmen, Piette aus Dillingen, Ebbinghaus und Witte aus Iserlohn, Eikholt aus Warendorf, Harkort von Harkotten; aus den preußischen Ostprovinzen die Regierungs⸗Räthe Schubring von Potsdam, von Minutoli von Liegnitz und Borsche von Frankfurt, Fabriken⸗Kommissar Schübler aus Potsdam, die Fabrikanten Kase⸗ lowsky aus Erdmannsdorf, Keferstein von Halle, Degen von Kö⸗ nigsberg, Ruffer von Liegnitz, Dierig von Langenbielau, Schiffsbau⸗ meister Elbertshagen aus Stettin, K. Egner aus Potsdam; aus dem Lippischen der Fabrikbesitzer Colbrun von Brake und der Kaufmann C. Menke von Detmold; aus Oesterreich der Herr Dr. Kreutzberg von Prag; aus Hannover der Direktor Karmarsch und der Professor Rühlmann; aus den Hansestädten der General⸗Konsul O'Swald von Hamburg, die Gebrüder Dröge aus Bremen, der Oberlehrer Stooß von Lübeck; aus Mecklenburg der Fabriken⸗Kommissar Mantius im Verlaufe der Ausstellung an den Geschäften der Kommission kollegia⸗ lisch Theil genommen und außerdem noch zahlreiche hier anwesende Aussteller durch Kenntnißnahme, Begutachtung und Mittheilungen mitgewirkt und auch dadurch eine Gewähr gegeben, daß parteiische Vorliebe für einzelne Landestheile oder Gewerbzweige derselben fremd bleiben mußten. 8 1 Immerhin möchte sich behaupten lassen, daß die Zusammensetzung einer solchen, zu den mannigfaltigsten Geschäften berufenen Kommission aus den hier zusammenwirkenden drei Elementen, nämlich aus Beam⸗ ten, praktischen Fabrikanten und gelehrten Freunden dieses Faches insofern die zweckmäßigste sei, als ihr für diese vorkommenden unzäh⸗ ligen Punkte und Fragen in der Regel die erforderlichen Kennt⸗ nisse und Kräfte zur Seite stehen. Bei der großen Ausbildung und Fachtheilung der deutschen Gewerbthätigkeit enthielt aber die Kommission dieser Zusammensetzung ungeachtet allerdings bei weitem noch nicht für jeden der durch Einsendungen vertretenen Industrie⸗ zweige spezielle Fachkenner, und wurde es deshalb schon bei der Auf⸗ stellung, namentlich aber bei der Beurtheilung der eingesendeten Ge⸗ genstände, nothwendig, noch eine größere Anzahl solcher Mitarbeiter auch aus Berlin zuzuziehen. Der Gesichtspunkt war dabei auf gründ⸗ liche Sachkenner und auf solche Männer gerichtet, deren Gesichtskreis über die Gewerbthätigkeit und die Gewerbs⸗Erzeugnisse einer einzigen Lokalität hinausreichte, und welche bei diesem seltenen vaterländischen Vereinigungsfeste sich nur von den Rücksichten der Gerechtigkeit und von offenem Sinne für das Gute, woher es auch komme, leiten ließen. Die Namen derselben wird der amtliche Bericht der Kommission mit⸗ theilen. Dem Vernehmen nach, entwickelte sich das vereinigte Wirken so vieler Betheiligten von Anfang bis zu Ende der Ausstellung und in dem größten, mitunter wahrhaft stürmischen Geschäftsgedränge, wenn auch das Hervortreten verschiedener Ansichten bei manchen Fra⸗ gen in der Natur der Sache lag, in echt kollegialischer, den Geschäften wesentlich förderlichen Einigkeit, und hat das mühsame, mitunter sehr

s bekannt, bei allen Bethei⸗ ick hinterlassen. ts⸗Persona lichst große Si welchen ein eils auf ei e Behandlung der die Belehrung und Un jene Hauptrück urde aus anst eine solche remuner gere Theil von

besondere der G t auf die Wünsche der hat die Befriedigung ch gegen siebenzig be on und des Publikums w d verhältnißmäßig un⸗ deren Aufsichts⸗ Auskunft in den enehm wurden. Kommissions⸗Mit⸗ aches, gegenwärtig, lche Auskunft suchten, an Auskunft über einzelne ich die Gelegenheit dazu ge⸗

Zusammenwirken, angenehmen Ein Anstellung d Kommission eine gestellten Gegen Million enthalten war, des Besuchs und angenehm weitere Rücksicht, auch für blikums zu sorgen, Der größere Theil leuten, deren Gesch stellung wünschenswerth m webeln und Unteroffizieren tillerie, deren Vorgesetzt Kommission eingingen, daß die so Angestellten, deren Geschäfte zur Zufriedenheit der daß der Diebstahl sich älle beschränkte, und daß s gestatteten, senen Räumern

anstrengende ligten einen 1b 2

ls war die Absicht der cherstellung der aus⸗ on mehr als einer ne möglichste Erleicht Besucher gerichtet; terhaltung des sichten zurücktreten. ändigen Gewerbs⸗

stände, in

mußte gegen der Aufseher w äftsstockung ihnen achte, der gerin des Heeres, ins ch in dieser gewählt. Man

aus Feld⸗

auf wenige un einige Aufseher, auch als Führer und zur den Besuchern ang Abtheilung stets einige uner des betreffenden F n, diejenigen, we so daß denen, o viel wie mögl

bedeutende F geschäfte diese ihnen angewie dem aber waren in jeder glieder, meist praktische Ke⸗ und die Aufseher angewiese dieselben zu verweisen, Gegenstände suchten, s boten war.

Nürnberger Waaren.

r verbreitete Ansicht, daß den Hauptzweig der Diese früher begrün⸗ Die Spielwaaren beschäftigen nur werbsleute und sind auch gen nicht mehr von beson⸗ r Industrie sußt auf erken für Messing⸗ ld, an welche sich die bedeu⸗ ihren Instrumenten⸗ und en Werke bekommen die Messing⸗

Es ist eine seh nürnberger Industrie die Spielwaa dete Ansicht ist jetzt noch einen geringen Thei im Verhältniß zu den übrige derem Werthe. den größeren Meta und Tombackblech, Lahn⸗ und Flittergo tenden Drahtziehereien (. Gewebedraht bekannt) reihen. dann viele kleine Handwerksbetriebe ihren und Tombackbleche oder Drähte zu vielen g. den. Die Fabriken leonischer Drehereien, die Bleistift⸗Fabriken und ihrer Einsendungen a und blühend.

irrthümlich. l der nürnberger Ge n Erwerbszwei Die Hauptstärke der U⸗Arbeiten, den großen Gew

besonders durch Durch diese größer Rohstoff, welche esuchten Arbeiten verwen⸗ e Messinggießereien und welche in Folge Orte vorkommen, sind zahlreich r Nürnberg noch viele Gewerbe, welche durch ihre Weg nach allen dem Namen der nürnberger st sind diese Artikel nicht h diese Repräsenta⸗ beschäftigt sich aus⸗ nürnberger Waaren; fertigt, viele in größerem Stadt allein einheimisch. Großhandel berechnet, it Wohlfeilheit, daß der Trans⸗ und der unumgängliche Zwi⸗ so erhöhen, daß sie nicht i Folge dieser Wohlfeilheit auf allen Messen werden sie in Städten Deutschlands findet man Spieluhren zc. in den Magazinen, nachdem

mehrere andere, m geeigneten

Außerdem zählt abe die sich mit kleineren Gegenständen heit und durch den großen

Gegenden gebahnt haber Wagaren bekannt sind. oder sehr schwach vertr übernommen. mit der Production der beiden Städten. ge manche sind in dieser uction Fürths ist auf st deshalb eine so große entferntesten Länder reis der Produkte nicht alten könnten.

beschäftigen, Bedarf sich den u und unter Von Nürnberg selb eten. Dagegen hat Fürt ie jüngere Stadt Fürth

elben werden in Maße zu Für Die ganze Pr. Hauptvorzug i vort selbst in die schenhandel den P allenthalben den Markt h sind sie auch allenthalben verbreitet, großen Massen verkauft, i Fürths Spieg sie auf dem TW verloren und andere vol eil der fürther Waaren b rient und nach Amerika, die Gesammtp

el, Brillen, Lege durch viele ler klingende

inde den Namen ihres Geburtsortes erhalten haben. Aber nur der leibt im Inlande, der größere wohin der Handel so be⸗

Kittel jährlich

geringste Th geht nach dem O trächtlich ist, daß 2 Mill. Thaler beträgt. in welcher Fabrik an Fabrik st äude erfüllt sind mi hr wenige gro

roduction zu Fürth im? ch wird man sich eine Stadt vor⸗ ößt, in welcher kasernenartige Dem ist aber nicht sind in Fürth zu finden. llenglas⸗Schleifereien werden in dieser Art Artikel gehen hervor aus vielen kleineren elche auf eigene Rechnung ar⸗ nur für diesen Preis dem Eine große Erleichterung und daß nicht nur die Production, aaren in Fürth selbst seit lange ann mit den Handels⸗ und Productions-⸗ und so vollkommen geeignet ist, einen es jedoch in seiner Macht steht, Pressen zu schmälern.

t Massen von 2 so. Nur se ße Etablissements Nur die Spiegel⸗ und

Alle übrigen unabhängiger Meister, w reis selbst bestimmen, Arbeit überlassen. ist jedoch der Ums sondern auch der Handel zu Hause ist, daß der Kaufm Verhältnissen gleich vertraut en Umsatz zu schaffen, ohne d Arbeiters durch Kurzwaaren⸗Productio hne daß sein Name dab

Werkstätten beiten, den P Kaufmann ihre

So nimmt n seit längerer Zeit ei genannt wird. rther Production waren auf der Aus⸗ Bild derselben entworfen werden kann, bisher Gesagte bestätig iegelglas⸗Fabrik shütten im bayerischen Walde Glas von Hüttenbesitzern, Schleifmühlen, die sie in Für Aber viele (jährlich für circa anntes Judenmaß, 9“ hoch, d polirt von den F den dort noch belegt. gehört einem eigenen Die Zinnsolie kommt von nürn Im Durchschnitt werden in

den Gewinn des Fürth durch seine an dem Welthandel, o

Die Haupt⸗Artikel der stellung so vertreten, welches zugleich das

Spiegelgläser. besitzen zum Theil s beziehen sie es auf den

anten in Fürth 1 , zum Theil schleifen und poliren th selbst oder in der Nähe 450,000 Rthlr.) Spiegelgläser (sogen bereits geschliffen un nach Fürth und wer folie und Queck Meister zählt. Foliehämmern. Quadratfuß Glas Lewin, Firma: C Industriezweig v 106“ Höhe und ein u Lewin's und auf dessen Schleifwe Sorten kleiner, gri Sorten ausgestellt un und Büchenbachers (.

abriken des bayerischen Waldes Das Belegen (mit Zinn⸗ Gewerbe an, berger und erlanger Fürth täglich 4000

zosdorfer's Erben (1396), hat diesen Ein weißer Spiegel ßeres Glas aus der Hütte . d polirt, dann alle äiser sind von ihm in den besten d mit den größeren Gläsern Berlins (3006) 14) in der Abtheilung der Spiegelgläser ge⸗

ig repräsentirt. nbelegtes, weißes, grö rken geschliffen un iner und weißer Gl

egelschreinerei. gläser kommt bereits eingerahmt Tischlergewerbes,

Ein großer Theil der fürther Spiegel⸗ 8 1 2 Arbeit einer en Spiegelschreinern, zufällt. Di erschiedenem Matericl, Hotz⸗ vnsaßen pchees (Holz⸗) Rahmspiegel, Taschen⸗, Hand Toiletten⸗, Lorgnettenspiegel, türkische und Rosenspiegel, Gold⸗ oder Silberpapier⸗, Glasrahm⸗, Folienspiegel, Aufstell⸗, Feldspiegel (von Papier) und viele andere, hlen nicht möglich, da im Ganzen 900. verschiedene e. den A-ee. hatte A. G. ein Assortiment von 80 Stücken ei theuerste Gu 17 Zoll Höhe und 10 Zoll eee r I

Abtheilung des Rahmen sind von v und verschiedener Art, als: Schwung⸗, gepreßte Holz⸗, Schubladen⸗, welche aufzuzä Sorten Rahmen vorkommen.

Breite) kostete 1 Rthlr.