— : Frankreich muß zahlen: eine Entschädigung an englische —*=⸗ die Blokade von Portendick, die Summe sigurirt in den Ergänzungs⸗Krediten; eine Entschädigung an seine eigenen, durch die Marokkaner ruinirten und geplünderten Agenten, die Bewilligung ist vorgeschlagen; eine Entschädigung an den Ex⸗Konsul Pritchard, * Versprechen ist bindend; die Kosten des Ruhmes von Marokko, L. Sunmme ist den Voten der Kammer unterworfen. Die Zahlung aller diieser Entschädigungen ist mithin gewiß und wird im Laufe dieses Jahres in Erfüllung gehen. Frankreich müßte seinerseits wenigstens empfangen: die Entschädigungen, welche der Diktator von Buenos⸗ Apres den ungerechterweise beraubten französischen Handelsleuten, en Verwandten der durch seine Trabanten gemordeten Opfer schul⸗ det. Die zu diesen Forderungen Berechtigten sind von La Plata nach Paris, von Paris nach La Plata zurückgewiesen worden, und mehrere beginnen, nach drei⸗ bis vierjährigen unnützen Schritken, die Hoffnung zu verlieren; die Entschädigung, welche der Kaiser von Marokko den Herren Lemire schuldet und durch ihn anerkannt worden ist. Herr Guizot hat auf eine unwürdige Weise die Bittsteller getäuscht; vor em Kriege sagte er ihnen, sie sollten ein günstiges Ereigniß abwar⸗ ten; nach dem Kriege verspricht er ihnen, später zu üües handeln. Noch gebührt uns die Kenlseheens⸗ welche Englan für den „Marabout“ schuldet, gegen welchen seine Agenten den Text der Verträge über das Durchsuchungsrecht verletzt haben. Die Sache zieht sich seit Jahren in die Länge, und England, durch ein Gericht verurtheilt, setzt einen unendbaren Prozeß fort. Wer würde es wagen, für den Eingang dieser Schuldforderungen zu bürgen? Ist es nicht im Gegentheile gewiß, daß, so lange Herr Guizot Minister sein wird, keine eingehen wird? Beleidigt, beschimpft, verletzt, selbst siegreich, bezahlt Frankreich und wird nicht bezahlt; dies sind die stnanziellen Ergebnisse der Diplomatie des Herrn Guizot, Es steht mit unserer Ehre wie mit unserem Gelde.“ 42 Das Journal des Débats hatte Herrn Molẽ vorgeworfen, daß er russisch gesinnt sei; heute nun enthält die Presse die Ant⸗ wort hierauf, die unter den Augen des ehemaligen Präsidenten vom 5. April abgefaßt zu sein scheint. Sie sagt, Herr Molé sei kein aus⸗ schließlicher Anhänger Rußlands und mache noch lange die Zugeständ⸗ nisse nicht, die Herr Guizot England gemacht hätte. ev. . In drei französischen Departements beträgt das ganze tägliche Gehalt der Schullehrer, das Schulgeld eingeschlossen, des Tages nicht über 80 Cent., nämlich in dem der Nieder⸗Alpen, der Lozère und der Nieder⸗Pyrenäen, ja im letzteren ist der mittlere Betrag nur 75 Cent. Die Regierung verwendet ja mehr auf den Unterhalt der Galeeren⸗Sträflinge, heißt es im Journal des Débats, da ihr nach der vom Handels⸗Minister kürzlich veröffentlichten saatistischen Uebersicht von 1833— 42 in zehn Jahren 10,993 Sträflinge 2,004,000 Fr. oder 82 Cent. des Tages gekostet haben. 89 Man schreibt aus Gabas (Ossan⸗Thale) in den Pyrenäen, daß dort seit einigen Wochen ein wahres Frühlingswetter herrsche. In der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember verspürte man dort einen leichten Erdstoß, der stärker in Oloron und in dem Thal von Aspe sich fühlbar machte. In diesen Gebirgen ist in der Richtung auf Gabas zu ein Steinbruch von weißem Marmor entdeckt worden, des⸗ sen Schönheit dem kararischen nichts nachgiebt. 8S büger Durch Herrn Dujarier ist für die Presse gegen das den von ihr verklagten Globe freisprechende Urtel (Nr. 14) Berufung einge⸗ legt worden und die Sache kommt nun vor den Königl. Gerichtshof. Auch der Constitutionnel war und zwar vom Direktor der großen Oper, Herrn L. Pillet, wegen verweigerter Aufnahme eines berichti⸗ genden Artikels verklagt und dazu verurtheilt worden. Er hat eben⸗ alls appellirt. 1 f Does Tribunal erster Instanz hat entschieden, daß der Abopti⸗ rung eines der Neffen des Baron Pasquier von Seiten dieses feines Groß⸗Oheims kein Hinderniß im Wege stehe; der dem Letzteren ver⸗ liehene Herzogstitel wird also auf jenen Neffen übergehen können.
Metz, 8. Jan. (K. Z.) Ein Umlaufschreiben des Justiz⸗Mi⸗ nisters, welches der Geistlichkeit anempsiehlt, bei Beerdigungen mit Nachsicht gegen jene Verstorbenen zu verfahren, die in ihrem Leben nicht in allen Beziehungen den religiösen Vorschriften Genüge leiste⸗ ten, macht noch immer den Gegensland vielfacher Besprechungen und Mehrere Blätter haben sich dieses Thema's bemäch⸗ tigt und führen nun Fälle an, wo sich mehrere Pfarrer ein Verfah⸗ ren erlaubten, das namentlich im Hinblicke auf die zurückgebliebenen Waisen von nicht geringer Unduldsamkeit zeugt, die sicher in Deutsch⸗ land kein Seelenhirt in Anwendung brächte. Der Streit unseres Präfekten mit dem Domkapitel wegen Verlegung der außergewöhn⸗ lichen Feiertage auf den darauf folgenden Sonntag ist noch immer nicht gänzlich geschlichtet, wird nbessen so lange ruhen, bis ein der⸗ artiger Festtag eintritt. *
Mehtere Araber, welche schon seit längerer Zeit in Paris ihre
Deutungen aus.
Studien machen, sind dazu bestimmt, in der hiesigen „Ccole d'appli-
cation“ dieselben fortzusetzen und sich der Artillerie zu widmen, wes⸗
halb sie demnächst hier eintreffen werden.
im linken Centrum hat er sich noch eine Anzahl von Getreuen be⸗
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zu gestatten. Wir meldeten vor einigen Tagen, nach Privatmir lung, daß die französische Regierung den Antrag efeene habe, einer gemischten englisch⸗französischen Kommission die Vertru
liche Entscheibung zu erwarten, wenigszens stellen das die Briefe un⸗
serer Deputirten mit Gewißheit in Aussicht. Wir vernehmen aus
e⸗Departement, daß der dortige Ober⸗Ingenieur ie Vart 8 — 82 e vom Malser der 1831 und 1833 untersuchen zu lassen; der Standard bestäln
iten beauftragt ward, seinen Plan hinsichtlich der Nachricht, zwar nicht unter Angabe des bestimmten Faktums, Nershen q2 mgs der a- und 8 Mosel in einen doch in Worten, welche erkennen lassen, daß Unterhandlungen Eisenbahn⸗Entwurf umzuwandeln, vermöge dessen Lothringen in un⸗ die Modbification des Secse enaus ce stattgefunden und in mittelbare Verbindung mit der Franche⸗Comté und dem südlichen beide Theile zufriedenstellendes Resultat erreicht haben. Der 6f Frankreich käme. Es ist zugleich 8* F 2 Eüee⸗ eral⸗Conseils und des Brücken⸗ un raßenbaues er⸗ 1. k 1 ö — 8 Vortheile einer Eisenbahn auf jenem Ge⸗ scher Kabinets für England hervorgehenden Gefahren, inde biete prüfen wird, indem sie dieselben mit denen einer allenfallsigen chreibt: „Die Stabilität des gegenwärtigen französischen 2 Kanal⸗Verbindung vergleicht. 111 riums ist von zu großer Wichtigkeit für den Frieden Europat, Die Regierung, welche das Eindringen der Löserdürre befürchtet, nicht alle denkenden Männer auf die Gefahren hinzulenken, trifft alle Anstalten, einem derartigen Uebel vorzubeugen, falls es sich das Kabinet des Marschall Soult und Herrn Guizot bedrohen unserer Gränze nähern sollte. Unsere Zeitungen verfahren indessen Kern der französischen Opposition, die im übrigen ohnmächtig sehr leichtsinnig, da⸗sie mitunter den Ausbruch dieser Krankheit in uns keine Besorgniß einflößt, besteht in den Sklaven⸗Handels. Orten verkündigen, wo sie sich gar nicht zeigt. Mehrere berühmte essen. Es befindet sich gegenwärtig in Paris ein Comité ven Thierärzte schicken sich nun an, nach Böhmen zu reisen, um daselbst geordneten aus allen Sklavenstaaten der Welt, welches eigt alle auf Rindviehseuche bezüglichen Erscheinungen zu studiren. bindung mit Herrn Billault und den anderen französischen Cn
händlern unterhält. Die Sklaven⸗Eigenthümer sind durch n x Paris, 12. Jan. Die dem Kabinet feindselig gesinnten lische Gesetz vom vorigen Jahre beunruhigt worden, welche Deputirten arbeiten eifrigst daran fort, eine Coalition zum Sturze
die große, ven Iece⸗. — Eerzengniß 8gr aceit, gediden 8 ss übringen; auf der anderen Seite bietet das Mi⸗ zugung die französische egierung leicht versuchen önnte, G. — Segv . 8 vh aof seiner Freunde fest um sich zu Beispiel „der Sklaven⸗Emancipation 6 und in schaaren, die Schwankenden zum Anschließen zu bewegen und die be⸗ That würde Frankreich dadurch auch 2 klaverei in de reits einen Augenblick abtrünnig gewordenen wieder zu gewinnen. zen Welt zu seinem eigenen 6 vg vies an de hee Eine Coalition zu bilden, wie die Opposition es versucht, ist schwie⸗ den Todesstoß geben. Unter solchen e. en en 9 rig bei dem schwankenden Stande der Meinungen, auf welche sich geschehen, daß durch eine Verschwörung eegessfgafr ut nana nicht von einem Tage auf den anderen zählen läßt und durch deren Sklaven⸗Eigenthümer das französische 1 ihec. ge ürzt
oft über Nacht eintretenden Wechsel heute alle Berechnungen selbst wenn diese Verschwörung den Beistand des arti pre
von gestern umgestürzt werden. So schwankte in den ersten des französischen Lord Palmerston „des Grafen Mo é, erfährt, Operationen der Kammer die Meinung hin und her, offen⸗ britische Regierung wird gewiß in Betreff der Frage wae bar mit sich selbst nicht einig und nicht wissend, woran sie
1““ allein — 86 .. aerr. 8 i i n sollte. Derselbe ungewisse, schwankende Stand und aus Gefällig eit (to gratisy) gegen den önig der Fm 8eeac. ne üen auch im Fene ”b erae⸗ ist der ziem⸗ bereit sein, jede Konzession zu machen, und sie wirdj ede⸗ lich getreue Ausdruck derselben. Da giebt es Viele, welche diesen zession machen (and will make every concession), m 2 und jenen Akt des Ministeriums tadeln und oft mit herber Bitterfeit nünftigerweise gefordert werden kann. Auch abgesehen vor dagegen auftreten, aber sobald man fragt, wie man es anders hätte Rücksichten einer mehr allgemeinen Politik ist es klar, daß unsg machen sollen, erfolgen, statt posttiver, bestimmter Ansichten, nichts als gierung in Folge eines durchaus guten Einverständnisses mit ih hohle Derlamationen, und eine homogene Opposition, die fähig wäre, mächtigen Nation, wie der französischen, die als Nation so em wirklichen Mängeln Abhülfe zu schafflen, ist gar nicht vorhanden. Ja die Linke geht sogar so weit, selbst offen einzugestehen, daß sie auch nichts Anderes für ausführbar hält, als was die Rechte thut. Wel⸗ ches sind nun die Elemente der Coalition, die man zusammen⸗ zubringen sucht? Eine kleine Anzahl Männer von wirklich reinen, loyalen Absichten, welche durch das Verfahren des Ministeriums in einigen Fragen, namentlich in denen von Otaheiti und Marokko, das National⸗Gefühl verletzt glauben; aber die bei weitem größere Zahl sind solche, die von ehrgeizigen Bestrebungen geleitet sind, Beamte, die mit Eifersucht die Anderen zu Theil gewordenen Gunst⸗ bezeugungen sehen und durch ihr Schmollen gleiche für sich ertrotzen zu können meinen; wieder Andere, die mit den ihnen zu Theil ge⸗ wordenen noch nicht befriedigt sind, oder solche, die über nicht erfüllte Versprechungen klagen. Höchst bemerkenswerth ist, wie die Linke im egenwärtigen Augenblicke Herrn Thiers ganz bei Seite läßt, und wie 1 dadurch auf indirekte Weise anerkennt, daß dieser ihr bisheriger Führer ihrer Sache nur schadet in den Augen des Landes, welches nichts mehr von ihm als Leiter einer etwaigen künftigen Verwaltung wissen will, da es heute noch die Folgen seiner aben⸗ teuerlichen Experimente von 1840 schwer genug zu tragen hat. Nur
zur Unterdrückung des Sklavenhandels entschlossen ist, den Weg gen wird, welcher am geeignetsten ist, unser gemeinsames Ziel zu em Mögen die Offiziere der britischen und französischen Seemacht richtiger Gemeinschaft mit einander wirken, wie wenn sie in; demselben Dienst ständen, dann wird der Sklavenhandel bald 8 baben, allen Sklavenhändlern von Brasilien, Cuba, den Ven Staaten und von Nantes zum Trotz. Wir unsererseits ’ um das gemeinschaftliche Wirken sicher zu stellen, geneigt sen durchaus Allem, außer einer Schmach⸗Erduldung, zu fügen, 1 Letztere würde, davon sind wir überzeugt, die gegenwärtige rung von Frankreich nicht fordern. Dies ist die einfache 9 Sache; der Sklavenhandel besteht nur noch durch die Eifersüc Großbritaniens und Frankreichs, obgleich die Regierungen beide der eifrig bedacht sind, ihn zu unterdrücken. Welches Opfer kin solchem Falle zu groß sein zur Erreichung des gemeinsamen 9r Wire bei dem Urtheil des Salomon, wird der aufrichtigere de größere Bereitwilligkeit zeigen, Opfer zu bringen.“ ,1 Der Bischof von Exeter ist durch die öͤffentliche Meinm eine Reformen in der Kirche gezwungen worden, seine bereit ihm untergebene Geistlichkeit erlassenen Vorschriften wieder n nehmen. Das Predigen im Chorhemde hatte er gleich anfangf der aufgegeben; neuerdings hat er auch das sogenannte U (Gebete bei der Sammlung für die Armen in der Kirche); Belieben der einzelnen Geistlichen gestellt, und in Betreff der einführung veralteter Gebete nach der strengen Vorschrift der Ordnung, des „Rubrie“, erklärt er jetzt, daß nur wenige Aendm in den gegenwärtig üblichen Gebeten nöthig seien. Eine Bekanntmachung in der Gazeite kündigt Namn Commissaire zur Verminderung der Nationalschuld an, daß, wirkliche Einnahme⸗Ueberschuß für das am 10. Oktober abge
wahrt;“ aber das Mißtrauen der Linken gegen ihn würde mit allen seinen Folgen für ihn in dem Augenblicke hervortreten, wo er aufs neue das Rnder übernehmen wollte. Sollte das Ministerium dennoch fallen, wie wäre wohl möglich, aus der Coalition, mit ihren so ver⸗ schiedenartigen Grundsätzen und Meinungen, ein in sich einiges, daher starkes und dauerhaftes Kabinet zu bilven? Wie soll die Politik des Herrn Billault mit der des Grafen Molé sich vereinbaren⸗. Der Keim der Zwietracht wäre da gleich 2 von See. beehns Lert⸗ re ine Element würde das andere zu verdrängen suchen und da 1 6 b ve Mnc von Krisen hemworge en⸗ wie 7v sie in der Epoche von Jahr, nach Abzug sämmtlicher Staats⸗Ausgaben, die Sum 1840 gesehen haben. 1ez ec, 8 3,368,274 Pfd. St. betragen hat, ein Viertel dieses Ueb 81 oder die Summe von 842,068 Pfd. St., zur Verminderung
2 tionalschuld in der Weise verwendet werden soll, daß 600,000] auf den Ankauf von Schatzscheinen und 242,068 Pfb. St. Ankauf von Stocks, Behufs sofortiger Vernichtung dieser) verwendet werden sollen.
Die Zahl der irländischen Eisenbahn⸗Gesellschaften, wel um Genehmigung ihrer Baupläne an das Parlament wenden beträgt 14 und das für den Bau dieser Bahnen vrranschla⸗ 66,390,000 Pfd., wovon 3,819,150 einstweilen für die vn Unter den beabs
Großbritanien und Irland.
London, 11. Jan. Wie es scheint, liegt dem englischen Ministerium sehr viel daran, das Kabinet des Herrn Guizot in Frank⸗ reich erhalten zu sehen, denn nach einem Artikel in dem ministeriellen Standard zu schließen, dürfte selbst die Frage wegen Aufrechter⸗ haltung der Durchsuchungs⸗Veriräge, welche, abgesehen von allgemei⸗ nen Humanitäts⸗Rücksichten, für England eine Frage von so großer Wichtigkeit ist, daß kein Ministerium sich leicht zu Konzessionen dieser⸗
halb verstehen kann, nicht mehr so streug abgeschlossen erscheinen, um und ersten Kosten einbezahlt worden sind.
In unseren Eisenbahn⸗Angelegenheiten steht nun bald eine end⸗
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zwungenes, und da der Verfasser sich keinesweges auf sachliche Gegenstände allein beschränkt, so finden wir Betrachtungen über Zustände und Verhält⸗ nisse unter Kapiteln, wo man sie kaum suchen würde; so eine geognostische Beschreibung der Insel Krompon unter Rubrik Fischmarkt und eine treff⸗ liche Abhandlung über die sogenannte Constitution von Gülhane unter To⸗ desstrafen. erage heben diese letztere Betrachtung hervor, weil sie uns ein sehr ge⸗ sundes Urtheil über die neuesten Zustände zu enthalten scheint. 4 „Es möchte nicht schwer sein, zu beweisen“, sagt Oberst White, „daß Reschid Pascha einen großen Irrthum beging, als er sich verleiten ließ, fran⸗ zöösische Institutionen zum Muster für die in ber Türkei beabsichtigten Re⸗ formen zu wählen. Hätte er sich nach Preußen oder Oesterreich gewandt, so wäre wahrscheinlich der Erfolg ein günstigerer gewesen. Mußte er ein⸗ mal auswärts nach Rath und Mustern sich umsehen, so würde er in der Gesetzgebung der genannten Staaten solche Muster gefunden haben, vie Le⸗ islation seiner Heimat zu modiftziren. In Frankreich beruht die Otgani⸗ ation jeden Zweiges der bürgerlichen Verwaltung auf einer unwandelbaren Buasis — vollkommener Gleichheit. Man kann beinahe sagen, daß die ganze Bevölkerung Eine Sprache redet, Einen Glauben und Ursprung, die nam⸗ lichen Sitten und Tendenzen hat. Dpnastische und Parteizwisie bewirken keine Scheidung: die Masse wird zusammengehalten durch Ein Gesetzbuch unnd Ein Ziel. Alle Gesetze und Verordnungen beziehen sich daher auf die Niation ohne provinzielle Unterschiede. Sechsunddreißig Millionen Franzo⸗ sen sind in den Augen der Regierung wie Ein Mann, und so bietet Frank⸗ reich, allen Parteiungen zum Trot, ein Bild der Verschmelzung und Ein⸗ FPeit, wie kein anderes Neich. Einem so vollkommen homogenen Volke paßt sich eine solche Verwaltungsart sehr gut an. Aber man irret wohl nicht, wenn man behauptet, daß Institutionen, nach ähnlichen Voraussetzungen gemodelt, den Interessen des osmanischen Reichs geradezu entgegenlaufen unnd die Urbedingungen seiner Eristenz zerstören wurden. 1 2 ₰ „Wie sehr unterscheidet sich die Iu scenenen fegnen dieses Reiches von sener Frankreeichs nicht allein, sondern jedes anderen europäischen Staates! Diie Bevölkerung besteht aus mehreren ganz verschiedenen Ragen, verschie⸗ den jn Religion, Gebräͤzuchen, Abstammung, Zwecken, in ihrer moralischen, seibsf physischen Beschaffenheit. Turkomannen, Kurden, Araber, Aegypter, D Drusen, Hurruls, Mutawellis, Maroniten, Albanesen, Bosnier, Bu garen Griechen, Armenier, Juden, sind so viele verschiedene Nationen, welche die⸗ selben oder anstoßende Striche bewohnen, ohne seit der Eroberung mit ein⸗
8— 2* 1
nicht aus Gefälligkeit gegen das franzö sische Kabinet eine Aenderung —— —————
zindung gewesen zu sein, oder irgendwie Interessen gemein zu schwer zu der Folgerung zu kommen, 1
1eeae aecasas 189 ne sen ze dch abeugs oder Verbrüderung nehmen progressiven Fractionen sich in die Vorreihe benerecha und Mißtrauen täglich zu. Ueber diesen uneinigen eeset hertrschte den Platz ändern eücben. 8 ten steht die rein osmanische d äape, die herrschende Nation, welche die Auf⸗ Unrd warum sollten sie nicht? gabe hat, unter Allen das Gleichgewicht aufrecht zu halten und das Ueber⸗ Hierauf giebt der Verfasser folgende Antwort: “ 88 wiegende des einen Volks durch die Dazwischenkunft Anderer zu neutralis „ Der Bosporus und die Dardanellen, in den Händen irge 1 siren. Bestände diese Kontrolle nicht, würven die Türken, die Abkömmlinge deren Macht, würden für Europa Gegenstand nie endenden vch der Eroberer auf dieselbe Stufe mit den ihnen nun Unterworfenen gestellt, Die Interessen Großbritaniens würden am schlechtesten dabei fah wäre der beherrschende Einfluß der Ersteren durch die gleichmäßige Erhebung Handel nicht nur würde darunter leiden, unser politischer Einsluß der Letzteren zerstört: so würden Aufstand und Bürgerkrieg an der Tages⸗ Grund untergraben werden: sondern die Kosten unserer Marine vilt Ordnung sein. Die abhängigen Völkerschaften, die einen so beträchtlichen unendlich mehren, indem wir einer Verstärkung unserer Seemacht 1 Theil der Gesammt⸗Einwohnerzahl bilden, würden sso lange kämpfen, bis würden, welche der jetzt im goldenen Horn neutral liegenden * einer unter ihnen sich auf den Platz erhoben hätte, den setzt die türkische Man mag sagen: Verträge können abgeschlossen, Einschränkunger Raxge einnimmt, oder bis das Land zwischen ihnen getheilt oder fremden schrieben werden. „Was sind Vertraͤge großen Ereignissen egeni Maͤchten anheim gefallen wäre. Provinz nach Provinz würde abgerissen den Bosporus, die Prepontis, den Archipel besitzt, muß emach werden, wie es schon der Fall mit der Molvau, der Wallachei und Serbien, hinderten auch alle Verträge. Die Nation, welche Konsgnn mit dem Gutheißen und unter dem Protektorat fremder Maͤchte. muß eine handeltreibende und industrielle werden, trot vler Muj „ Noch andere Gefahren giebt es, welche die Stätigkeit der Macht des Sul. Bei dem Besit von Getraide, Baumwolle, Seide, Oel, Steinkoh tans bedrohen. Würden die Gränzlinien, welche jett die verschiedenen konstitui⸗ und rohen Produkten jeder Art, fehlt es nur an Kapitalien. 81 renden Theile scheiden, hinweggeräumt; fände eine engere Verbindung aber würden bald ihren Weg ins Land finden. In weniger n. V statt zwischen den jetzt auf einander eifersüchtigen und einander ausspähen⸗ halben Jahrhundert würden die malerischen Villen, schlanfen 8 den Nationen, die der Pforte unterworfen; würde die Abneigung, die sie genden TCypressen des Ufers des blauen Bosporus durch Fa 69 jetzt trennt, durch gleichmäßige Bevorzugung gemildert; nähmen sie dieselbe Schlote von Dampfmaschinen vertrieben werden, deren eine jede Stufe ein, wie ihre hegenwärtigen Gebieter: so würde zu befürchten sein, lerin irgend eines britischen Etablissements 9 0de. be daß sie sich bald de sndigen und gegen die Osmanen verbinden würden, Allerdinge urtheilt Oberst White hier ganz als Engländer, 5 auf welche Alle gleichmäßig eifersüchtig und gegen die Alle dieselben selbst einräumt, daß die materiellen Interessen seiner Heimat Empfindungen von Las und Wmööguns hegen. Moßlwollende Leute mögen Sieg davon tragen über die Theorieen politischer Phesasaroseng, urtheilen, das sicherste Mittel, die tributären Völkerschaften zu beruhigen „Dem Nivellirungs⸗System zufolge“, fährt Oberst White fell, und der Regierung anhänglich zu machen, sei deren Steigen auf der Skala der gegenseitigen Verhaͤltnisse und die Ertheilung sämmtlicher von den Re⸗ ierenden genossenen Rechie und Freiheiten. Die Ereignisse aber haben jedesmal gezeigt, daß Konzessionen nur zu neuen Forderungen ipeführt haben, und theilweise Freigebung zu vollständiger Fnen saenten führt. Wo über⸗ dies Handel, Industrie, Hrzegigen Kenntnisse, Thätigkeit, sark zunehmende Bevölkerung, kurz, alle Hülssmittel und Hebel der Fortschritte und Freihei⸗ ten auf der einen Seite sind, auf der anderen relative Unwissenheit, Vor⸗ urtheil, Apathie, Abneigung gegen Speculatson und auswärtigen Pandel, verbunden mit einem Stehenbleiben in der Menschenzahl: da ist es auch
14 Bahnlinien gehen vier von Dublin aus.
deneenins nhiszae
—————
daß binnen nicht vieler 0 stellen, und Herrscher!
—
ches als Grundlage der Reformen in der Türkei angepriesen. würd⸗ alle Klassen untereinander gemengt werden. Die wilden räu bersc den würden dieselben organischen Gesehe erhalten, wie die fi Turkomannen. Die streifenden Araber würden den fleißigen . die unbezähmbaren Arnauten den arbeitsamen Bulgaren, die 9
menier den rastlosen, intriguanten Griechen, die demüthigen, spar den den hochfabrenden, verschwenderischen Dsmanlis glelchgestel
Benachbarte Völkerschasten, die jetzt einander im Zaume halten, Interessen divergirend, ihre Feindschaft eingewurzelt, würden niese ⸗ in der nämlichen Richtung liegend sinden. Sobald die Sährau
dard motivirt die Nothwendigkeit eines solchen Uebereinkommene eine vorausgeschickte Darstellung der aus dem Sturze des G.
29
8 5.,
Brüssel, 13. Jan. Der H
seine Gemahlin, die Prinzessin
Schloß von Laeken abgestiegen.
Die Repräsentanten⸗Kammer wird übermor
aufnehmen und zunächst das
ea der Reihe nach die Berathun
sanntmachung der Gesetze und Ver
nem, über einen gleichsörmigen
Kredit zur Bezahlung gerichtliche
he Gemeinden, über die
die Bildun
len im Münz⸗Gesetz, vibstücke, über Erhöhung des Austernfischerei, endlich über tionen
„ist von Fazemte des Zoll⸗Vereins vollmächtigten und Direktor der
N.
lionen. Der Königl. preuß. Provinzial⸗ öln hier eingetroffen, um in
Klementine, Helgier, sind vorgestern aus Deutschland hi
Tarif
mit Herrn
Zoll⸗Verwaltung,
die Ausführung des Traktats vom 1.
eitag fand im Ministerium
Kabinets⸗Rath statt, in welchem, wie gegangenen Depeschen über die
genstand dieser Berathungen bildeten.
Am 10ten fand hier eine General⸗Ver belgischen Colonisations⸗Gesellsch dlicher Bericht über den gegenwa gt und der ““ erwã
a Unternehmen gesto
racht.
Man wünschte der Gesellsch ise Mills und Messel in London abg
in Allgemeinen Alles, was sie gethan.
besinitiven Beschluß über die Z noch hinaus. em gegenwärtigen Direktor der
Kanton Bern. bene Erklärung, daß in mit den Jesuizen abgeschlossene
eten sei (S. Allg. Preuß. Z gs⸗Rath von Bern veranlaßt, m ng der Jesuiten in der ganzen
pie auf die Folgen, welche die
n dürste, an die Irns v
i Vertrag wenigstens so lange
h von Luzern über das von n und dem Ernst der Zeit an
* Beschluß durch den vollständig v
immig gefoßt worden. In derselben Sitzung hat der egung an den Großen gen, welche in Zukunft Beamtenstelle Ule bekleiden können.
urückberufun Bekanntlich lasten
Kolonie.
Schweiz.
Auf die im Amtsblatte Folge des Resultats des Vet⸗
nicht
Regierungs⸗Rath ein Dekret zur nach welchem alle die⸗ den Jesuiten machen, vom Staate besoldete m Dekret wird unter Grundsätze mit der
Rath beschlossen,
ihre Studien bei im Staate, überhaupt keine Als Motiv zu diese erem angegeben, „daß die Jesuiten und ih
Marine⸗Budge gen über die S
aft statt.
hnt, worau en ist, so wie der Opfer, die aft Glück zu d eschlossenen Kontrakt und bil⸗ Dieser Bericht schiebt g des Major Guillau⸗
schwere Beschuldigungen auf
tg. Nr. 15) it Hinweisu Schweiz verursa Ausführung jene on Luzern das zu vollziehen, Zürich gestellte Ansu n werde. Das Schreihben ist in einer der Wür
re
selgien. erzog August von Sachsen⸗Kobur a,ntin gchn enger Königis ter angekommen, und
ng auf
indlage eines Freistaates unverträglich seien.“
Kanton Luzern. ungen verboten,
Fren.
Ital Nom,
enken des unglücklichen in del Carmine zu Neapel, richten. Thorwaldsen ward zu fertigen. vollendeten Entwu
ssen’s Composition in
vel gesandt werden.
von Bedeutung für die he ist der Entwurf zur unals. Es soll sich mit
4. Jan. (A. Z.) Bei einem ien beschloß Se. Königl. Hoheit der Kronprinz von Bayern, dem Hohenstaufen Konradin in der Kirche Santa wo er bestattet worden, ein Denkmal veranlaßt, sein Stand⸗ hinterließ indeß Jetzt ward dem Auftrag, Thor⸗ Marmor für ihre 1h.n5 auszuführen. In der ersten Hälfte dieses Jahres dürfte das Ku
zukünftige Gest Gründung ei der Prozedur und Erledi hwerden und Klagen sämmtlicher Sälular⸗
(N. Z. Z.) Es sind jetzt — wozu seit dem 10. Januar auch der sche Beobachter, der Schweizer Bote und der
ie n.
zu dem Ende Der große Meister starb dar
8 dazu und das Gypsmodell. hauer P. Schöpf aus München der rühmliche
über,
n ihre Arbeiten diskutiren; dann anctionirung und ordnungen über das Budget des für die Vieh⸗Einfuhr, über r Zuerkenntnisse an Naturalisirung der Limburger un er, über die Regulirung der Rechnungen von 1831 u einer neuen Gemeinde
zwei bel⸗ d Luxem⸗ nd 1832, von Meerdouck, über Modi⸗ mit Hinsicht auf die Fabrication der Einfuhrzolles auf Pianofortes, über aturalisirungs⸗Gesuche und andere
Steuer⸗Direktor, Herr Helmen⸗ seiner Eigenschaft als Morel, dem belgischen die Vorschriften September festzustellen. der auswärtigen Angelegenheiten es heißt, die aus Berlin Ausführung dieses Traktats den
sammlung der Actionaire Es wurde ein um⸗ rtigen Stand der Kolonie vor⸗ f die Gesellschaft in sie demselben em mit dem
von Luzern o's nunmehr Vertrag am 5. Januar in Kraft „sah sich der Regie⸗ die durch Be⸗ chte Aufregung, s8 Vertrags noch Gesuch zu stellen, bis der Große chen entschieden de des Standes gemessenen. Sprache abgefaßt und ersammelten Regierungs⸗Rath
hier zwölf Schwei⸗ Erzähler
8
früheren Aufenthalte
1
nstwerk nach
altung der hiesigen Rechts⸗ nes neuen Landes⸗Ober⸗ gung derjenigen Unterthanen des
in
Kirchenstaats beschäftigen, welche früher mittelst Immediat⸗Schreiben dem Papste selbst zukamen. Wiewohl innerhalb des Kreises des Staats⸗Sekretarlats, wird es doch von dessen Chef unabhängig und mit der Segnatura von gleichem fäußeren Ansehen sein. 8 398
„Florenz, 4. Jan. (A. Z.) Ihre Königl. Hoheit die Frau Prinzessin Albrecht ist heute früh von hier nach Rom ab ereist/ um dort den Karneval abzuwarten, dann nach Neapel und Feiten zu gehen und in der heiligen Woche wieder nach Rom zurückzukehren. — Türkei. ESkutari, 20. Dez. Der Aufstand in der Dibra ist in Folge der den Rebellen beigebrachten Niederlage als beendet anzusehen. Nur etwa 200 Mann, die der Aufforderung, sich zu ergeben, nicht nachgekommen sind, irren noch im Gebirge umher; allein der gänz⸗ liche Mangel an Lebensmitteln wird auch wohl sie zur Unterwerfung bringen. Die Dibra erhielt als Besatzung 800 Tosker und 500 Te⸗ tovianer, die übrigen Truppen i itoglien überwintern. Die Civil⸗Verwaltung in Albanien ist ü den; den Oberbefehl über die Armee behält
Der rheinische Schifffahrts „Verkehr 4 70 im Jahre 1844.
Mannheim. (Karlsr. Ztg.) Im Jahre 1844 hat der rheinische Schifffahrts⸗Verkehr auf zweifache Weise eine nicht unwesentliche Neinische rung erlitten. Anf der belgischen Eisenbahn, welche mit der deutschen, in Köla mündenden, in Verbindung steht, wurde eine Masse Güter befördert, die sonst über Holland rheinaufwärts ihren Weg genommen und ebenso haben seit Eröffnung der hadischen Eisenbahn bis Kehl und Offenburg die nach der westlichen Schweiz, dem Elsaß und unseren oberen Landestheilen bestimmten Handels⸗Gegenstände, welche bisher von hier oder dem gegenüber liegenden Ludwigshafen zu Schiff weiter gegangen sind, zum größten Theile hier den Wasserweg verlassen und es wurde dadurch die Frequenz desselben zwischen hier und Straßburg sehr vermindert. Andererseits hat die Dampf⸗ schifffahrt, welche eine größere Ausdehnung erhielt, einen belebenden Einfluß auf den Verlehr geübt und den Transport der Güter so sehr beschleunigt, daß dieselben jetzt in acht bis zehn Tagen aus den holländischen Seehäfen hier ankommen, während die von Pferden gezogenen Schiffe drei bis vier Wochen zu dieser Fahrt bedürfen und z weilen noch durch einen ungünstigen Wasserstand oder wegen Mangels an Zugpferden an der Fortsetzung ihrer Reise gehindert sind. Diese Verhält⸗ nisse konnten nicht verfehlen, auch auf den Handel des hiesigen Platzes ihre Wirkung zu äußern. Zwar hat sich im Allgemeinen die Zufuhr aus Hol⸗ land von denjenigen Gegenständen, die dem gewöhnlichen Handel mit die⸗
B t in dem Verhältniß der früheren
e Menge von Gütern über Bel⸗
ch Köln und von da zu Wasser hierher gebracht worden.
Außerdem haben noch zwei weitere Umstände eine verhältnißmäßige Vermin⸗
derung der direkten Waaren⸗Zusuhr aus Holland begründet: Die nieder⸗
länder Dampfschifffahrts⸗Gesellschast in Rotterdam hat ihre Schiffe im
Jahre 1844 nur einmal jede Woche hierher gesendet, was im Jahre 1843
regelmãßig zweimal wöchentlich geschah, und dann befanden sich im Jahre
1844 noch 7 Schiffe mit 29,449 Ctrn. auf der Reise, welche wegen des so
früh eingetretenen Winters vor Ablauf des Jahres nicht mehr hier eintref⸗
fen konnten, während am Ende des Jahres 1843 kein Fahrzeug mehr un⸗ terweges war.
s sind im Jahre 1844 in direlter Fahrt von Holland überhaupt 132 Segelschiffe (im Jahre 1843 107) hier angekommen, und zwar von Amster⸗ dam 47 und von Rotterdam 85, und von letzteren waren 27 ausschließlich mit Eisenbahnschienen beladen. Das von Rolterdam wöchentlich hier ange⸗ kommene Dampfboot machte 44 Mal seine Reise. Alle diese Schiffe brach⸗ ten eine Gütermasse von 570,750 Ctrn. (im Jahre 1843 kamen 473,518 Ctr.); näͤmlich: von Amsterdam 187,210 Ctr. (im Jahre 1843 160,533 Ctr.), von Rotterdam mit Segelschiffen 346,721 Cir. (im Jahre 1843 254,035 Ctr.), und mit dem niederländer Dampfboot, ungerechnet die in den deutschen Zwischenhäfen eingeladenen Güter, 36, Ctr. (im Jahre 1843 58,950 Ctr.). In der Zufuhr von Amsterdam zeigt sich hiernach gegen das vor⸗ hergehende Jahr eine Vermehrung von 26,677 Ctr. und von Rotterdam mit Segelschiffen von 92,686 Ctr., dagegen brachten die Dampfböte 22,131 Ctr. weniger, so daß sich also im Ganzen ein Mehrbetrag von 97,232 Ctr. herausstellt. Da aber in der Gütersumme von Rolterdam im Jahre 1844 120,894 Ctr. Eisenbahnschienen und eben so in der Totalsumme des Jah⸗ res 1843 15,701 Ctr. Früchte enthalten sind und diese beiden Gegenstäͤnde nur vorübergehend bezogen wurden, so ergiebt sich, wenn sie von den Sum⸗ men der beireffenden Jahrgänge in Abzug gebracht werden, bei den dem gewöhnlichen Handel mit Holland angehörigen Gütern für das Jahr 1843 eine Vermehrung von 7961 Cirn., mit Zurechnung aber der 29,449 Ctr. in den noch unterweges befindlichen sieben Schiffen für das Jahre 1844 eine solche von 21,488 Cyn.
In der nachfolgenden Uebersicht sind die Quantitäten der einzelnen Handels⸗Gegenstände zusammengestellt, wie sie uns aus den beiden hollän⸗ dischen Seehäfen mit Segel⸗ und Dampfschiffen zugeführt wurden, und zur Vergleichung auch die Summen des Jahres 1843 beigefügt. Hiernach zeigt sich, wenn der Mehrbetrag an Eisen⸗ und Stahlwaaren, welcher bei⸗ nahe ausschließlich von den Eisenbahnschienen herrührt, unberücksichtigt bleibt, eine ansehnliche Vermehrung für das Jahr 1844 bei dem Melis, Kaffee, Taback, Kandis und Reis, während die theilweise noch beträchtlicher ist bei dem Rohzucker, der rohen Baumwolle, dem Baumwollengarn und Twist und dem Schwefel; der Mehrbetrag für
1843 bei den verschiedenen Gegenständen, welcher die oben bemerkten
15,701 Ctr. Früchte enthält, kann aus dem angegebenen Grunde hier nicht
Abnahme in der Zusuhr
1“
in Betracht kommen. Viele von solchen, die im Jahre
scheint dabei die Frage, aus welchen Gründen die Zufuhr dieser wich⸗ tigen . so beträͤchtlich verminderte, 2589 — — 28. unwerth. 114 ᷑ u ½
2 1
Handels⸗ gegenstände in direktem Bezuge aus Holland.
Mit Segelschiffen Im Ganzen
dischen ben 8 otterdam.
von sterdam. von terdam. Mit 99 niederlän ampsboot von NR im Jahre 1844.
b Am 58 Rotk
2₰ 85 “ 2
Baumwolle, rohe Eisen: Roheisen. 10389 Eisen⸗ u. Stahl⸗ 131334*)
3262 114
907 1046
4988 665
Andere Farb⸗. waaren Flachs Garn: Baum⸗ wollegarn, Twist Leinengarn... Gebrannte Wasser Liqueure ꝛc.. Gewürze Häute u. Felle.. Harz Kaffee Manufaktur⸗ waaren Maschinen und Maschinentheile Materlalwaaren, Droguerieen und Chemikalien.... Metalle, rohe (außer Roheisen) namentl. Kupfer, Zinn und Blei. Oel, Lein⸗ u. Ter⸗ pentinöl Palm⸗ od. Kolus⸗ nußöl Salpeter Schwefel Seesische Südfrüchte Taback, roh u. fa⸗ brizirt, in Blät⸗ tern, Stielen u. Karotten INööö
82 S8 * 22 e 8 8
246 344 537
206 136
4147
3593 4666 2295 2517 — 4444 1513] 6836
439 97 619
2687 2517
11716 200 6147 219
16720 216 5987 914
240 25729 12988 48103 6136
1099 5514 187210 346721
1798
240 794
30234 416 12347 1927
782 . 52568 84707 14640 7029 224]1 54463] 24908
18321 8445 25545 ²) 30819 1570780Je7 3518
18693 399 7986 2161
735
Werkholz, außer⸗ europäisches... Zucker: Rohzucker
39 25566 1520
151 273 132
Kandis.
Melis... Verschiedene an⸗
dere Gegenstäaͤnde
¹) Diese Summe enthält 120,894
Ctr. Eisenbahnschienen. ²) Darunter sind 15,701 Ctr.
Früchte. 4 Handels- und Börsen⸗ achrichten.
„Berlin, 17. Jan. Die Stimmung an heutiger Börse war für alle Eisenbahn⸗Effekten gunstiger, ganz besonders waren Berlin⸗Stettiner begehrt, und sind diese neuerdings gestiegen. “
Marktpreise vom Getraibe. - Berlin, den 16. Januar 1845. Zu Lande: Weizen 1 Rihlr. 21 Sgr. 7 Pf., 2 Pf. und 1 Rthlr. 13 Sgr. 10 Pf.; Ro auch 1 Rthlr. 4 Sgr. 2 Pf.; 28 Sgr. 10 Pf.; Neine Gerste 1 Sgr. 3 Pf., auch 20 Sgr. 8 Pf. Eingegangen sind 110 Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Rthlr. 2 Sgr. 5 Pf., 24 Sgr. und 1 Rthlr. 18 Sgr.; Roggen 1 Rthlr. 7 Sgr. 1 Rthlr. 4 Sgr. 10 Pf.; Hafer 24 S (schl. Sorte) 1 Rthlr. 22 Sgr. 10 P
ggen 1 Rihlr. 6 Sgr. 7 P
Rthlr., auch 25 Sgr. ispel.
2 Pf., auch r. 3 Pf., auch 20 Sgr. 9 Pf.; Erbsen „ auch 1 Rthlr. 8 Sgr. 5 Pf.
— —
cen, würde Annäherung auf im Falle theilweisen Widerstandes, die Pforte,
die Eifersucht der anderen unterdrückt, Um also die Fortdauer di uf ihr Bestehen hauptsächlich gegründet ist, muß die P sabei der Rechte oder In sollte nach eigenen Gebräuchen und werden. In den Prinzipien der Verschiedenheit bestehen. und sozialen Gebäudes sollt
it finden.
ior unterworfenen Nagen Gle 7. Jede derselben Glauben beherrscht theit, in deren Anwendung nAbstufungen des politischen ten werden.
„Gleichheit, wie man sie anische Reich übertragen,
ale gleichbedeutend sein. iedene Herrschaft halten. unmöglich. Anhaänglichkeit von g 82 erwarten. Zusammenhalten Sie nicht aus der lichteit erwarten, latiomus auf, so wird die ie gesammte Wir iheilen ganz die Ansicht des dlen charee-vérité von Gülhane, die resultirenden Zustände mit
n aüicht nach der
acht in Haͤnden zu halten. „Dort findet 9 3 p Helsten Eigenschafien u⸗ Vorurtheile mit den großarti te blöblich durch erbarmungslose 8 venrfngt. neben dem schmutzigsten Gei eaenen schmutzigst
cheung menschlicher wie göttlicher
würde mit dem
dem Verlust der besten Gewähr für die Erh
Die osmanische Amalg
zu bewahren, darf die Suprematie, Hand gegeben werden.
folglich muß sie Unterwer Macht Anderen europüische Politik mögen Andere bedenken“
um das Urtheil des Ver mit den verwer
amirung
einzelnen Punkten stattfinden müssen, welche nun eine Sekte alle gegen die obere Gewalt eses Einflusses zu bewahren, forte sich hüten, 1 zu ver⸗ nach ihrem eige⸗ Verwaltung sollte Die mannig⸗ en strenge bei⸗
in England oder Frankreich versteht, auf das uin der herrschenden Klasse altung des Friedens in der Race kann sich nur durch ist unwahrscheinlich, wenn
Seiten der Unterjochten ist eben so
ist Alles,
dessen man sich versehen welche die Eroberung ver⸗ Die Pforte kann keine An⸗ fung erzwingen. Hört dieser
anheimfallen. Die Folgen
Verfassers über die Wirkungen der
rausamkeit un Fürstliche Großmuth und patriar
wenn sie je zur Ausführung käme, ohne der englischen Twi on allen den vielen Völkerschaften des Orient verderbten Beamtenwelt, Nation urtheilen, unbedingt die türkische
st⸗Elle abmessen zu s scheint uns, wenn sondern nach der großen Masse noch am geeignetsten, um das
fassers selbst anzuführen, flichsten Lastern vereint, sten Ansichten,
die eng⸗
Toleranz und Mensch⸗
d unerbittlichen Fana⸗
halische Mildthaäͤtigkeit. und dem gierigsten Egoismus: die
des Famillenlebens werden auf einmal durch verruchte
Moralgesetze verdunkelt, Und wie⸗
ii EiE
osmanisch
Land unter einer guten Regierung sein!
Meeren, auf der Graͤnzscheibe zwischen der Civilisanlon des Westen und dem
— — —
derum sieht man stoische Tapferkeit und die zarteste Empfindung persönlicher Würde neben niedriger Servilitaät, welche eigene Ehre und öffentliche Wohl⸗ fahrt aus den Augen setzt. Kurz, es giebt so viele Widersprüche, die Re⸗ sustate schlecht geleiteter Erziehung, erblicher Gebräuche und persönlicher Un⸗ stätheit, daß es schwer ist, zu mntscheiben ob das Gute oder Böse vorherrscht im türlischen Charalter.
„Diese Bemerkungen beziehen sich auf die höheren Klassen, nicht auf die mittleren und unteren. Bei diesen Letzteren ist das Ueberwiegen des Guten außer Zweifel. Nirgend werden die geselligen und sittlichen Bande genauer berücksichtigt. Nirgend findet man häufigere Beispiele von Recht⸗ lichkeit, Gutmüthigkeit, Familien⸗Tugenden.
i Nirgend kommen Vergehen und Verbrechen gegen Eigenthum und Personen seltener vor.“
Wir zweifeln sehr, ob ein Kollegium der katholischen, protestantischen und anglikanischen Missionaire ein ähnliches Urtheil über die christlichen Bulgaren, Kurden, Griechen oder Armenier fällen würde. Das Christen⸗ thum, in dem Zustande wie es im Orient besteht, hat dort offenbar eine höhere Gesittung nicht hervorbringen können, als der Islam. Vielleicht stehen in dieser Beziehung die katholischen Armenier noch am höchsten, wie man denn die Armenier überhaupt christliche Türken nennen möchte. Es fehlt ihnen dagegen die derbe Energie der Moslem, welche zum Herrschen unerläßlich ist. Die Griechen überkreffen beide an Intelligenz, aber es
ihnen die lleinliche Nänkesucht des lange Unterdrücten an, sie stehen in sittlicher Kraft unter den Türken, und wenn die Macht in ihre Hände ge⸗ langt, so möͤchten diese „Römer“, wie sie sich nennen, leicht, ihrem Stolz und ihrem Haß zu fröhnen, die unerträglichste Tyrannei üben. Alle übri⸗ en Stämme kommen schon wegen ihrer Barbarei nicht in Betracht. Es scheins daher, daß unter den Völkerschasten, welche die Türkei bewohnen, keine besser als die Türken zu herrschen im Stande sein wird, weil nur diese die Kraft und die Mäßigun besitzen, welche die Uebung der Macht erheischt und ein langer Besiß derselben verleiht.
Wir sagen dies jedoch nur beziehungsweise und wollen keinesweges die e Verwaltungs⸗ und Herrschweise an und für sich für eine gute für durch und durch morsch. Was müßte dies Das bpzantinische Reich, auf das war durch ein Jahrhundert noch ein Kai⸗ Mittelpunkt von drei Weltwheilen und zwei
erklären, denn wir halten sie
Weichbild der Stadt beschränkt, serthum, und Konstantinopel, im
Reichthum des Osten, muß und wird einst noch die Hauptstadt der alten Welt werden. 2
„Es ist unmöglich, hier dem Verfasser durch alle seine aphoristischen Be⸗ trachtungen zu solgen. Wir machen besonders aufmerksam auf das, was derselbe über türkische Bibliotheken und Literatur sagt, indem er zeigt, daß die Wissenschaften, und namentlich der Elementar⸗Unterricht, bei den Mos⸗ lem auf einer höheren Stufe als bei Griechen und Armeniern stehen. Mit ungemeiner Gründlichkeit entwickelt Oberst White das schwierige und für die orientalischen Zustände so durchgreifend wichtige Thema des Wakuffs oder des zur Sicherung des Privatvermögens unter den Schirm der Mo⸗ schee gestellten Eigenthums, eben so das Schutzverhältniß der Fremden un⸗ ter den Gesandtschaften und Konsulaten, welches für etwaige Ansiedelungen und Colonisationen von entscheidendem Einfluß sein wird. Nicht minder klar und umfassend ist seine Darstellung des Stlavenwesens (wenn man es überhaupt in der Türkei mit einem solchen Namen bezeichnen kann). Der Verfasser giebt die auf dies Verhältniß Bezug habenden Gesetze, das Her⸗ kommen (Adet), welches sie ergänzt, und schildert mit kundiger Hand die Stellung des Sklaven. Er zeige, wie im Orjent der gekaufte Diener, dessen Loos allerbings meist auf die Moralität des Besitzers basirt ist, fast in aller Beziehung besser daran ist, als der gemiethete Diener, und daß von der Sllaverei in der Türfei bis zu der in unseren Plantagen ein ungeheurer und doch namentlich in 9.— oft übersehener Abstand ist. Endlich er⸗ wähnen wir noch der Sch⸗ Averung einer tuͤrkischen Hochzeit und der Be⸗ schneidungs⸗Ceremonien, welche uns zwar nur an einem Festtage aus der Straße wirklich unter das Dach des Moslem einführt.
Es fällt bei der sehr gelungenen Uebersetzung des Herrn Dr. Rehbock auf, daß die türlischen Benennungen, oft der beeIhabech hn. Gegen⸗ stände, nach der englischen Aussprache wiedergegeben sind. So lesen wir Avet, Jehudi, Kabab, Tape, Saisz, Valida statt Evet, ja! Jabodi, Jude, Kjebab, Braten, Tepeh, Berg, Seis, Reitknecht, und Valideh. Im Uebrigen empfiehlt sich die Uebertragung durch Schreibart und große Sorgfalt. Das deutsche Publikum verdankt dem Herauageber ein Werk, welches in den Leihbibliotheien, dieser Haupt⸗Rück⸗ sicht gewöhnlicher — 2* nicht leicht vergrissen sein wird, dagegen für den von unschätbarem Wenh ist, welcher sich über die Zustande der Türkei gründlich unterrichten willl... agh Ina e 128.: 1
auch 1 Rthlr. 19 Sgr.
große Gerste 1 Rthlr. 3 Sgr. 7 Pf., auch 2 Pf.; Hafer A
auch 1 Rthlr.
ihre Konekheit, sließende
8
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