Oberst-Lieutenant von Zülow, vom 19ten Infanterie⸗Regiment. „ „ von 85* ck, vom Sten Mlanberiertehinert, 8
„ Hergaß, aggr. dem en Infanterie⸗Regiment.
„ Zoilicof fer, vom 17ten Infanterie⸗Reg.
„ »„ vpon Eickstedt, vom 27sten Infanierie⸗Reg.
„ „ Schulz, von der Adjutantur. 8 3 82 von Froreich, vom 9ten Infanterie⸗Regiment. „ vpon Dassel, aggr. dem 6ten Kürassier⸗Regiment.
Zu Oberst⸗Lieutenants.
Major von Rommel, vom 3üsten Landwehr⸗Regiment. » von Schultz, aggregirt dem 4ten Ulanen⸗Regiment. »„ Freiherr von Seydlitz, vom 7ten Infanterie-Regiment. »„ Schmidt, vom g9ten Landwehr⸗Regiment. M »„ Baron von Steinäcker, vom 16 en Infanterie⸗Regiment. » Senfft von Pilsach, vom 25sten Landwehr⸗Regiment. »„ von Herwarth, vom 1sten Garde⸗Regiment zu Fuß. » Goszlar, vom 30sten Jafanterie⸗Regiment. ** „ von der Mülbe, vom 4ten Infanterie⸗Re iment. 82 » vpon Zollicoffer, vom Kaiser Alexander Grenadier⸗Regt. „ von Massenbach, Kommandant von Koblenz und Ehren⸗ U-x. I.“ land, aggregirt dem en Infanterie⸗Regiment. 8 7 Beq 5,s vom Kaiser Franz Grenadier⸗Regt. van Asten, vom 28sten Infanterie⸗Regiment. Shntz8 Schultz, vom Ingenieur⸗Corps. ani⸗ U Cusserow, vom 3ten Infanterie⸗Regimennt. Scheltz, vom 32sten Infanterie⸗Regiment. Berger, vom 21sten Infanterie⸗Regiment. von Borcke, Commandeur des 3ten Dragoner⸗Regiments. Encke, Brigadier der 1sten Artillerie⸗Brigade. von Wechmar, Commandeur des 3ten Kürassier⸗Rgts. von Lebbin, Commandeur des 11ten Husaren⸗Regiments. von Bonin, Commandeur des 4ten Husaren⸗Regiments Baeyer, vom Generalstabe. »„ Graf von Schlieffen, Flügel⸗Adjutant. » vpon Brauchitsch, Flügel⸗Adjutant.
Besetung der vakanten höheren Stellen in der Armee. 28 Infanterie⸗Brigaden.
8te Infanterie⸗Brigade, Oberst von Schack, Commandeur des 32sten Infanterie⸗Regiments.
10te Infanterie⸗Brigade, Oberst von Thümen, Flügel⸗Adjutant und Commandeur des 12ten Infanterie⸗Regiments.
16te Infanterie⸗Brigade, Oberst von Wussow, Flügel⸗Adjutant
und Chef des Generalstabes des 8ten Armee⸗Corps.
1
Infanterie⸗Regimenter.
12tes Infanterie⸗Regiment, ad inter. Oberst⸗Lieutenant von Som⸗ merfeld, vom 32sten Infanterie⸗Regiment.
32stes Infanterie⸗Regiment, ad inter. Oberst⸗Lieutenant von Suckow, vom 3üsten Insanterit⸗Regiment. “
220
. G Irnsi. Kavallerie⸗Regimenter. “
4tes Kürassier⸗Regiment, ad inter. Major von Grodzki, vom 3ten Ulanen⸗Regiment. KRommandanturen. “ — h] 11““ -ste Kommandantur von Neisse, General⸗Major von Bresler, Commandeur der 8ten Infanterie⸗Brigade. Kommandantur von Stralsund, General⸗Major Tuckermann, Commandeur der 10ten Infanterie⸗Brigade. Kommandantur von Minden, General⸗Major von Frangois, Com⸗ mandeur der 16ten Infanterie⸗Brigade. 2te Kommandantur von Stettin, Oberst⸗Lieutenant Engels, vom 9nt 16ten Infanterie⸗Regiment. 16X“ Anderweitige Beförderungen und Veränberungen in der Armee. 2 Hauptmann Schulz, aggregirt der Garde⸗Artillerie⸗Brigade und dienstleistend beim Kriegs⸗Ministerium, zum Major. Hauptmann von Splitgerber, aggregirt dem Garde⸗Jäger⸗Bataillon und dienstleistend beim Kriegs⸗Ministerium, zum Masor. Rittmeister Graf von Königsmark, Adjutant des Prinzen von Preußen Königl. Hoheit, wird mit dem Charakter als Masor dem Garde⸗Kürassier⸗ Regiment aggregirt und zur Dienstleistung überwiesen, mit vorläufiger Belassung in seinem Adjutanten⸗Verhältniß. General⸗Lieutenant von Tümpling, Commandeur der Garde⸗Kavallerie und interimi⸗ stischer Kommandant von Potsdam, verlegt seinen Stab nach Berlin, und General⸗Major von Werder, Commandeur der 1sten Garde⸗ Infanterie⸗Brigade, übernimmt die Kommandantur von Potsdam. Hauptmann von Below vom 2ten Garde⸗Regiment zu Fuß, zum Major im 15ten Infanterie⸗Regiment. Hauptmann Wörmann, aggregirt dem 2ten Garde⸗Regiment zu Fuß, zum Major. Haupt⸗ mann von Hülsen, vom Kaiser Alexander⸗Grenadier⸗Regiment, zum Major und 2ten Commandeur des 2ten Bataillons (Magdeburg) 2ten Garde⸗Landwehr⸗Regiments. Hauptmann von Roeder, vom Garde⸗Jäger⸗Bataillon, zum aggregirten Masjor des Bataillons. Rittmeister Messerschmidt von Arnim und Rittmeister Prinz Woldemar zu Schleswig⸗Holstein, vom Garde⸗du⸗Corps⸗ 8 Regiment, zu Majors mit Beibehalt der Eskadron. Rittmeister von Thümen, vom Garde⸗Husaren⸗Regiment, und Rittmeister von Plettenberg, vom 1sten Garde⸗Ulanen⸗Regiment, zu Majors mit Beibehalt der Eskadron. Rittmeister von Knobelsdorff, aggregirt dem 2ten Garde⸗Ulanen⸗Regiment, zum Major. Ritt⸗ meister von Twardowsky, Adjutant beim General⸗Kommando 1sten Armee⸗Corps, zum g. Hauptmann Harmes, vom Zten Infanterie⸗Regiment, zum Major und Commandeur des 2ten Ba⸗ taillons (Brieg) 11ten Landwehr⸗Regiments. Rittmeister von Marti t, vom 1sten Dragoner⸗Regiment, zum Major mit Beibehalt der Eskadron. Hauptmann Rohde, vom 2isten Infanterie⸗Regiment, zum Major im 12ten Infanterie⸗Regiment. Haupimann von Rosenb erg, vom 12en Infanterie⸗Regiment, zum Major im 27sten Infanterie⸗Regi⸗ ment. Rittmeister von Alvensleben, vom 6ten Kürassier⸗Regi⸗ ment, zum Major mit Beibehalt der Eskadron. Rittmeister von odewils, aggregirt dem 6ten Kürassier⸗Regiment, zum Major. Peeees von Ciesielski, vom 26sten Infanterie⸗Regiment, zum Masor und Commandeur des 3ten Bataillons (Aschersleben) 27sten Landwehr⸗Regiments. Hauptmann Herrboth, Adjutant und Rech⸗ nungsführer beim 2ten Bataillon 26sten Landwehr⸗Regiments, zum aggregirten Major des 2östen Nrfanterie⸗Regiments. Rittmeister Fischer, Adjutant der 9ten Diviston, zum Major. Hauptmann Schönfeld, vom 18ten Infanterie⸗Regiment, zum Major im 5ten Infanterie⸗Regiment. Hauptmann von Bialche, vom 19ten In⸗
fenens-efmegt, zum Major und Commandeur des 1sten Ba⸗ taillons (Polnisch⸗Lissa) 19ten Landwehr⸗Regiments. Hauptmann Lochow, vom 23sten Infanterie⸗-Regiment, zum Major und Commandeur des 3ien Bataillons (Glogau) 6ten Landwehr⸗Re⸗ iments. Hauptmann Arrez, Adjutant und Rechnungsführer beim Ften Bataillon 23sten Landwehr⸗Regiments, zum aggregirten Major beim 23sten Infanterie⸗Regiment. Rittmeister von Wunster, vom 5ten Ulanen⸗Regiment, zum Major, mit Beibehalt der Eskadron. Hauptmann von Wintzingeroda, Adjutant beim General⸗Kom⸗ mando des 8ten Armee⸗Corps, zum Major. Rittmeister von Zych⸗ linski, aggregirt dem 2ten Kürassier⸗Regiment und dienstleistender Adjutant der 16ten Division, zum Major und Eskadrons⸗Chef im 8ten Ulanen⸗Regiment. Hauptmann Dollmann, vom 30sten In⸗ fanterie⸗Regiment, zum Major im Regiment. Hauptmann von peyr⸗Imhoff, vom 30 sten Infanterie⸗Regiment, zum Major und Commandeur des Landwehr⸗Bataillons (Essen) 36sten Infanterie⸗Re⸗ iments. Hauptmann Block, Platz⸗Major in Jülich, erhält den harakter als Major. Hauptmann von Riedel, Adjutant der 2ten Artillerie⸗Inspection, zum Major. Hauptmann Seeling, Comman⸗ deur der 5ten Pionier⸗Abtheilung, und Hauptmann Oettinger, Commandeur der 3ten Pionier⸗Abtheilung, zu Majors, mit Berseiung zum Stabe des Ingenieur⸗Corps und Belassung in ihrem Verhältni als Abtheilungs⸗Commanderre.ß A“ Provinz Schlesien. In dem ratiborer Departement, zu wel⸗ chem 15 Kreise mit 894,102 Seelen gehören, sind im verflossenen Jahre 1844 von 624 Schiedsmännern 13,745 Streitigkeiten (also 2264 mehr als im vorigen Jahre 1843) verhandelt worden. Hiervon sind: a) durch bewirkten Vergleich 11,636 beendigt, b) wegen Ausbleiben der Parteien 1002 reponirt, c) wegen ermangelnder Einigung 964 nicht geschlichtet worden, d) anhängig blieben am Jahresschlusse 143. Im Durchschnitte kamen auf einen Schiedsmann 18 verglichene und eine nicht verglichene Sache. Zur Gesammtzahl der Einwohner ver⸗ hielt sich die Zahl aller bei den Schiedsmännern angebrachten Sachen
wie 1 zu 65 und die Zahl der wirklich verglichenen wie 1 zu 76.
1“
Provinz Sachsen. Die Magdeburger Zeitung mel⸗ det Nachstehendes aus Merseburg: „Die Stände unserer Provinz haben während des jetzt. beendigten Landtags gegen unsere Stadt von neuem so sprechende Beweise ihrer Mildthätigkeit gegeben, daß dieselben gewiß eine öffentliche Erwähnung und Anerkennung ver⸗ dienen. Sogleich nach dem Beginn des Landtages wurden von einem Stände⸗Mitgliede, welches seinen Namen nicht öffentlich genannt zu sehen wünscht, 100 Rthlr. zur Beschaffung von Feuerungs⸗Materia⸗ lien für die städtischen Armen überwiesen. Ein jene Summe noch etwas übersteigender Betrag wurde später bei Gelegenheit eines Di⸗ ners unter den sämmtlichen Ständen zu einem gleichen Zwecke ge⸗ sammelt; endlich wurde von den Vertretern der Städte die Summe von 225 Rthlrn. gezeichnet, und die eine Hälfte zur Unterstützung von drei Familien, die andere aber für die hiesige Kinder⸗Bewahr⸗Anstalt bestimmt. Mit der dankbaren Anerkennung aller dieser mildthätigen Gaben muß auch noch die Nachricht verbunden werden, daß der un⸗ sere Stadt und die Stadt Torgau vertretende Landtags⸗Abgeordnete ein Geschenk von 50 Rthlrn. zu dem Zweck gemacht hat, guten Dienst⸗ boten für treu geleistete mehrjährige Dienste bei einer Herrschast eine aufmunternde Belohnung zu gewähren. Auch für dieses wohlwollende Geschenk muß der Dank öffentlich ausgesprochen werden..)
12.
Rhein⸗Provinz. In der Stadt Ruhrort soll dem verstor⸗ benen Ober⸗Präsidenten von Vincke ein Denkmal errichtet werden, dessen Kosten auf 10,000 Rthlr. veranschlagt worden sind. Se. Majestät der König hat der genannten Stadt zu diesem Behufe eine Granitsäule zum Geschenk gemacht. — Am 20. März, dem Tage vor seinem 79sten Geburtstage, verschied zu Pempelfort sanft an Altersschwäche der Geheime Regierungs⸗Rath Georg Arnold Jacobi, in demselben Lebensjahre wie sein Vater, der Philosoph F. H. Jacob. 1“
111.1A“X“ 6 “ Deutsche Bundesstaaten.
*—* Dresden, 28. März. Se. Königl. Hoheit der Prinz Johann und Höchstdessen Frau Gemahlin haben, in Veranlassung des jüngsten Familien⸗Ereignisses, dem Ministerium des Innern die Summe von 200 Rthlrn. zu Unterstützung der durch die lang anhaltende Kälte bedrückten Armen zur Disposition gestellt. Auch von anderen Seiten bewährte sich der Mildthätigkeitssinn in Folge der durch die Winter⸗ witterung eingetretenen Kalamität in demselben Maße, als die Hülfe dringend wurde. Die öffentlichen Danksagungen der Armen⸗Behörden und der milden Stiftungen geben hiervon ein erfreuliches Zeugniß.
Endlich hat uns der Winter verlassen. Der Eisgang der Elbe ist seit heute Morgens im vollen Zuge, der Wafferstand aber bis diesen Augenblick noch sehr mäßig, was um so mehr fürchten läßt, daß sich unterhalb Dresdens und namentlich jenseits Riesa Eisschütze bilden möchten.
Zu Oschatz wird wiederum eine am 22. und 23. Mai d. J. abzuhaltende Thierschau und landwirthschaftliche Produkten⸗Ausstellung veranstaltet, womit zugleich ein Remonte⸗Markt verbunden werden soll.
Bei den neuerlich stattgefundenen Wahlen von Landtags⸗Depu⸗ tirten ist unter Anderen der ausgeschiedene, von der Oppositions⸗ Partei sehr gefeierte Bürgermeister Todt vom 18ten städtischen Wahlbezirk wieder gewählt worden.
1111“ 347 rankhkrei ch. aen 61 ml9 129 16“ se r sta zn inrn.
Deputirten⸗Kammer. Sitzung vom 24. März. An der Tagesoednang war heute, wie schon gemeldet, die Diskussion des Gesetz⸗Entwurfs über die Zolltarife.
Herr Gauthier de Rumilly entwarf ein ziemlich düsteres Gemälde von dem jetigen Zustande des französischen Handels. Täglich, sagte er, vermindere sich die Ausfuhr, während die Einfuhr steige. In den 5 Jahren von 1838 bis 1843 habe der Werth der letteren durchschnittlich 745 Millio⸗ nen betragen, oder 202 Millionen mehr als der Werth der Ausfuhr. Auch die einheimische Rhederei nehme jedes Jahr ab in Folge der Verträge von 1822 und 1826, welche die Wirkung hätten, daß alle Fracht den französi⸗ schen Schiffen zu Gunsten der englischen und amerikanischen entgehe. Der Redner meinte dann, daß man, da der Vertrag mit den Vereinigten Staa⸗ ten nur provisorisch sei, mit diesem Lande über günstigere Bedingungen für Frankreiche Handel negoziiren fönne. Den mit Engsand im Jahre 1826 abgeschlossenen Vertrag bezeichnete er als eine ernstliche Unbill für Frankreich, da derselbe sich keinesweges auf Grundsätze der Resiyrozitat stütze. So habe man England das Privilegium bewilligt, Kohlen in Frankreich einzufuͤhren, wodurch dieser Artikel hier so sehr vertheuert worden sei. Als ganz beson⸗ ders unheilvoll aber stellte er den im Jahre 1842 auf 4 Jahre mit Bel⸗
2 1
öbseschlaf heh ass bast bam zbi Jeit Khia 1ene 5. 5 ien abgeschlossenen Vertrag dar, denn im Jahre abe der Wenz belaischen Einfuhr in Frankreich sich auf 103, der Werih der francs Ausfuhr nach Belgien aber nur auf 54 Millionen belaufen. Der Hant Minister möge kurzweg erflären, ob er die Verlängerung dieses Vane vorschlagen wolle oder nicht. Ihn nicht aufzugeben, hieße die Jutrn Frankreichs denen Deutschiands zum Opfer bringen, wie die Abn der Ausfuhr französischer Weine und Seidenwaaren aufs klarste hed⸗ Zuletzt griff der Redner noch den Vertrag mit Sardinien an, in den ebenfalls eine Begünstigung dieses Landes auf Unkosten Frankreiche fan
Herr Lestiboudois schrieb die Zunahme der Einfuhr und Ve derung der Ausfuhr dem Mangel an Schutz für die einheimische nch tion und Fabrication zu, billigte die in dem vorliegenden Geseh. En vorgeschlagenen Zoll⸗Veränderungen und empfahl ein noch strengeres . tections⸗System.
Herr Drouis de Lhuis erklärte sich sehr entschieden gegen dazg langen der Kommission, die den Traltat mit Sardinien zu begutact hatte, und welche vorgeschlagen hat, die auf 6 Jahre fesigesetzte D desselben auf 3 Jahre zu reduziren, wozu dieselbe sich auch nur durcj Vorstellungen des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten hatte bexe lassen, nachdem 8 Anfangs die gänzliche Bemmerfung dieses Vertragtz; wollt, während sie sich mit Hinsicht auf die belgische Convention darauf schränkte, blos den Wunsch auszusprechen, daß dieselbe nicht verlängert ven möge. Wie könne, sagte der Redner, unter solchen Umständen den sandten Frankreichs in fremden Staaten noch Gehör geschenkt werden,
fast mit Gewißheit vorauszusehen, daß sie keinen Vertrag unterhandeln sin ten, der Aussicht auf Bestand habe? Er schloß mit der Erklärung, daß Ministerium aus der Annahme des sardinischen Traktats eine Kabineh
Frage machen müßte.
Der Handels⸗Minister begann mit einer Beleuchtung da i Handels⸗Freiheit und Prohibitiv⸗Spsteme aufgestellten Doktrinen, 2 Ansichten, bemerkte er, hätten in der letzten Zeit bedeutende Modiffcatin erfahren, je nachdem Völker und Regierungen besser in Stand geset sa die Wirkungen sener Prinzipien zu beurtheilen und sie auf ihre Ürsache rückzuführen. Die Nationen hingen gegenseitig von einander ab, unh Handels⸗Wohlfahrt stehe im Verhältniß mit der Quantität der Artikel, ne sie unter einander austauschten. Dieser Austausch sei in der letzien; für Frankreich immer günstiger geworden. In den letzten fünf Jahren e sein Handelsverkehr mit Chili sich von 11 auf 14 Millionen, der mi h. von 13 auf 19, mit Brasilien von 32 auf 41, mit Uruguay und La p von 12 auf 30, mit Peru und Bolivien von 3 auf 7, mit Neu⸗Em von einigen Hunderttausend auf mehr als 4 Millionen Fr. erhoben, mf allen diesen Fällen seien die Erzeugnisse auf fremden Schiffen ausgf worden. In Fracht von schwerer Last stehe Frankreich allerdings se vielen anderen Ländern zurück, denn es besitze nicht so schwer vieg und massenhafte Fnr. ⸗Artikel, wie England oder die Verein⸗ Staaten; es führe im Allgemeinen nur Manufakturwaaren von gmf Werth, aber wenig Naum einnehmend, aus; daher könne es keinen im
Marine von der jener eben erwähnten Länder übertroffen werde. Auh zu bedenken, daß Staaten, die im Seehandel nur einen zweiten Rang nähmen, in den letzten Jahren ihre Handels⸗Marinen vermehrt un Geschäften der größeren Seehandel treibenden Nationen Abbruch ghe hätten. So habe sich in den letzten 10 Jahren die relative Stärke der amame schen Handels⸗Marine von 82 auf 69 pCt. vermindert, und fremde Schife sut sich des Transports der Union in dem Verhältniß von 18 zu 31 bemät⸗ Dies beweise, wie schwer es sei, hier auch unter den günstigsten Unsin den ersten Rang zu behaupten. Der Minister brachte dann noch einsgef tistische Details bei, aus denen hervorging, daß der allgemeine Handel e reichs in der Periode von 1840—43 gegen die von 1830 — 34 sich von . auf 2128, der spezielle von 970 auf 1508 Millionen oder um respeltie und 55 pCt. gesteigert habe. Die Zölle waren dabei von 99 auf 145 Ml nen oder um 46 pCt. gestiegen; der Werth der Transit⸗Waaren von auf Millionen oder um 113 pCt., die Einfuhr von 473 auf 811, die Ausfuhrvon? auf 697 Millionen. Wenn, bemerkte Herr Cunin⸗Gridaine, da Jonah in der ersteren bedeutender sei als in der letzteren, so müsse man Grund in der Natur der Handelsgeschäfte suchen, welche Franlteich treibe. So habe es im Jahre 1843 für 793 Mill. rohes Material un für 53 Mill. Fabrikate empfangen, dagegen aber an Erzeugnissen des g und Bodens für 177 und an Manufakturwaaren für 510 Mill. ausgst Wie könne man also über das Steigen der Einfuhr klagen, da dis zum größten Theil aus Rohstoffen bestehe, welche die französische M. verarbeite, und da zwei Drittel des Werths dieses rohen Materjals vie in der Gestalt von Fabrikaten ausgeführt würden? Was habe es einm großen Wohlstande gegenüber zu seneh wenn auch die Ausfuhr wu Einfuhr überstiegen werde? Allgemeiner Wohlstand habe immer einen ßeren Verbrauch von Kolonial⸗Produkten zur Folge; so sei also das! gen der Einfuhr vielmehr ein Anlaß, sich Glück zu wünschen, als damd zu klagen. Die Tarife Frankreichs seien allmälig reduzirt worden,! jetzt betrage ihre Höhe eiwa 16 pCt., was weit niedriger sei al England; und während Frankreich seine Zölle herabgesetzt habe, sen fast in allen anderen Ländern, mit Ausnahme Englands, enöht! sogar Zölle zum Schutz der Flagge hinzugefügt worden, so in Porn Rußland, Belgien, im Zoll⸗Verein, in Brasilien und selbst in den Va ten Staaten. Mit Hinsicht auf den Vertrag zwischen letzterem Lande Frankreich erklärte der Minister, daß eine Abänderung des jetzigen Em der Dinge sehr unklug sein würde, da der Austausch zwischen beide dern sich seitdem verzehnfacht habe. Frankreich brauche die Baumvelz Vereinigten Staaten, und diese die Manufaltur⸗Waaren Frankreicht, Cunin⸗Gridaine behielt sich nach diesen Auseinandersetzungen vor, in der Diskussion näher auf die speziellen Handels⸗Angelegenheiten einzage. namentlich auch auf die Convention mit Belgien. . Es wurde dann, nachdem noch zwischen Herrn Levavassn! dem See⸗Minister einige Worte über den Zustand der Rheden wechselt waren, wobei Letzterer erklärte, daß die Regierung diehi⸗ bauten zu St. Malo, Nantes, Havre und Honfleur eifrig beneh daß am mittelländischen Meere beträchtliche Bauten zu Hnnd zwecken im Gange seien, daß in den Kolonieen eine A von Waaren⸗Magazinen errichtet worden, und daß in den ünic Meeren, auf einem für die dortige Erweiterung des franzüss Handels am besten geeigneten Punkt zwischen Jsie de Bourbon! Ostindien, ein großes Entrepot angelegt werden solle, die allgem⸗ Debatte geschlossen und die über die einzelnen Artikel auf den in
sten Abend angesetzt.
aris, 25. März. Wenngleich die Oppositionsblätter kn⸗ WWE daß die Handels⸗Verhältnisse des Landes so friedenstellend seien, wie Herr Cunin Gridaine sie gestern 3 Deputirten⸗Kammer geschildert und wie die ministerielle Presse sie ja, obgleich einige derselben wegen der mit Belgien und Sarnn abgeschlossenen Verträge sehr heftige Ausfälle gegen das Miih enthalten, scheint es, nach der Ausdrucksweise des Constitutien zu urtheilen, doch nicht, als würde die Opposttion im Ganza weit gehen, die Kammer aufzufordern, daß sie die Minister 8 die von ihnen eingegangenen Verpflichtungen zu brechen oder ahs urückzuziehen und ihren Nachfolgern die Aufhebung der abgeschlos onventionen zu überlassen. Der Constitutionnel kann 2 nicht umhin, den Grundsatz gelten zu lassen, daß, wenn Staa . einander unterhandelten, dies stets durch ihre Kabinette, nicht dun⸗ Kammern geschehe, folglich auch angenommen werden müsse, es ein Ministerium für die Genehmigung der von ihm negozürten träge seitens der Legislatur 82 So dürfte denn wohl Opposition sich damit begnügen, ihre Ansichten auezusprechen, ein dem Kabinet feindliches Votum abzugeben; aber man Aan gemein, daß nach Ablauf der Convention mit Belgien, die g
ein Jahr vor sich hat, an eine Erneuerung derselben nicht zu
Tonnenbelauf beschäftigen, und so komme es, daß die französische Hens
i 16. Juli 1842
11““ 1“ den König erhellt, daß in den letzten fünf Jahren 138 religiöse gregationen in Frankreich autorisirt worden sind.
Die Kommission der Deputirten⸗Kammer, welche über die nörd⸗ e Eisenbahn zu berichten hat, erschwert noch die von dem Minister 'die Unternehmer dieser Bahn fesigestellten Bedingungen; sie ver⸗ ngt, daß die in England oder in Frankreich für das Unternehmen echneten Summen vor der Zuschlagung der Konzessionen bei der ise der Consignationen deponirt werden sollen; die erste Einzahlung 120 pCt. des Nominal⸗Kapitals der Actien betragen; es soll auch
fonkurrirenden Compagnieen verboten sein, die Zahl der zugesag⸗
Actien zu reduziren. Die Konzession wird übrigens erst im Mo⸗ ¹ August erfolgen können.
Durch eine Königliche Verordnung werden mehrere Konsuln und gral⸗Konsuln ernannt, nämlich: zu Palermo, Danzig, Triest, übln, Corunna, Santander, San Sebastian, Gibraltar, Palma halearen), Cartagenan.
Paris, 25. März. In der heutigen Sitzung der Pairs⸗ unmer trat Graf d'Argout das Wort über den Antrag des Gra⸗ Daru, die Speculation in Eisenbahn⸗Actien betreffend, dem Ge⸗ al Cubidres ab.
Dieser läßt den guten Absichten des Antragstellers Gerechtigkeit wider⸗ hren, obgleich er die meisten Verfügungen, welche Graf Daru beantragt, kinpfte. Auch kämen, meinte er, die meisten Maßregeln, die man gegen Agiotage nehmen wolle, zu spät, das Uebel sei schon geschehen. Ein pemeines Gesetz gegen die — würde seinen Zweck nicht erreichen dlönnte sogar ein Hemmniß gegen neue Erfindungen werden. Man fsie ohne Unterlaß besondere Verfügungen erlassen, und wie würde es üten des Konsliktes so vieler Gesetze möglich werden, die Agiotage kllich zu erreichen? Hätte die Regierung nicht den kleineren Bruchstücken n Bahnen den Vorzug vor den großen Linien gegeben, so hätte man e Mißbräuche verhütet, über welche jetzt allgemeine Klage ertöne. c sei zu bemerken, daß die Geld⸗Agiotage nicht allein zu fürchten sei, pollische sei es nicht minder, denn sie bringe die Verwaltung und die
lliche Meinung auf Irrwege. Bei Vertheilung der Eisenbahnen und
Vorbereitungs⸗Arbeiten dazu sei der Süden von Frankreich außerordent⸗
begünstigt worden, so daß das Publikum mit Unrecht geglaubt habe,
Minister hätten diese Theilung nur in solcher Art vorgenommen, weil als verhätschelte Kinder dieser Gegenden ihren Dank bezeugen wollten nen ihre Departements. Ob man sich nicht wundern müsse, daß das mnisttium nicht manche andere Linien mehr begünstige, wie z. B. die von
hnach Rheims, die F. Vertheidigung des Landes bestimmt sei? Ob za diese Linie nicht auch dem Handel große Vortheile biete? Man solle enten, daß sie einem feindlichen Einfalle einen Damm entgegenzusetzen
Der Redner giebt dann eine Definition der Agiotage und wie⸗ holt seine Argumente gegen den Entwurf der Kommission sowohl, gegen den ursprünglichen Antrag des Grafen Daru.
In der Deputirten⸗Kammer legte der Minister des Innern en Gesetz⸗Entwurf vor, wodurch er einen Kredit von 2,156,000 Fr. Vollendung und Wiederherstellung öffentlicher Monumente und mentlich der Kirche St. Ouen zu Rouen, des Schlosses von Blois des Amphitheaters von Arles verlangt. Dann begann die De⸗ iie der einzelnen Artikel des Douanengesetzes. Der erste Artikel vrist die Eingangszölle für ausländisches Linnen⸗ und Hanfgarn ih dem Kilogramme bemessen. Nach dem Regierungs⸗Entwurfe sen die leinenen und hanfenen Garne und Zeuge, die durch die ⸗Gränzbüreaus von Armentieres bis Malmaison bei Longwy 29 auch ferner den Zöllen unterworfen bleiben, die durch die woen 17. Mai 1826, 5. Juli 1836 und 6. Mai 1841 fest⸗ n 2
Baron Mercier will, damit auch Belgien dem gemeinen Rechte wieder erworfen werde, dafür gesetzt wissen, daß die durch Königliche Verordnung 16. Juli 1842 zugestandene Ausnahme auf der genannten Gränzlinie dem Augenblicke an, wo das gegenwärtige Gesetz in Vollzug tritt, auf⸗ n soll. Er entwickelt seinen Antrag. Belgien habe 1832 nur 500,000 ogr. an Garn und Zeugen eingeführt, 1842 aber 9 Millionen. Das sei allzu große Begünstigung Belgiens zum Nachtheil der nationalen In⸗ ssen. Dieser Zustand der Dinge sei durch die Königliche Verordnung egründet worden. Nach dem Gesetze hätte dieselbe Ratifieation der Kammer in der darauf folgenden Session unterstellt den sollen. Aber 1843 sei sie so spät der Kammer vorgelegt worden, man dieselbe nicht mehr diskutiren konnte.
Der Handels⸗Minister giebt Aufklärung über diese Verzögerung. e Menge Kaufleute und Indußfrzell hätten vor der Vorlegung des Ge⸗ s gehört zu werden verlangt; dies sei geschehen, und dies der einzige nd des Verzugs, jede andere Unterstellung grundlos.
Beim Postschluß war die vorliegende Frage noch nicht entschieden.
* Paris, 25. März. Es sind die widerspruchvollsten Ge⸗ hte über die Lage des Ministeriums im Umlauf. Während einer⸗ s allgemein von einer Annäherung zwischen Guizot und Thiers prochen wird, heißt es andererseits, der Erstere, dessen Gesundheit Vimmer sehr schwächlich sei, fühle vollkommen die Schwierigkeit er Stellung. Mehrere konservative Deputirte, welche besorgen, den neuen Wahlen im Falle einer im Herbst eintretenden Kam⸗ ⸗Luflösung nicht wiedergewählt zu werden, wenn sie als Verthei⸗ tdes jetzigen Kabinets vor ihren Wählern erscheinen, sollen neue Miene machen zum Uebertritte in die Reihen der Geg⸗ „und deshalb hätten die Freunde Guizot's selbst ihm gerathen, n passenden Anlaß zu benutzen, um auf ehrenvolle Weise sich
ücczuziehen.
Die Vorlegung des Gesetz⸗Entwurfs bezüglich der Eisenbahn Paris nach Straßburg ist auf eine Vorstellung des General⸗ nseis des Mosel⸗Departements bis zum nächsten Monat vertagt. General⸗Conseil steilt nämlich die Ansicht auf, ob es nicht zweck⸗ big wäre, von der Hauptlinie die Zweigbahn von Nancy nach Metz uscheiden, um diese bis Saarbrücken fortzuführen und so eine zweite gich von der ersteren getrennte Bahn zu bilden. Wenn die Zweig⸗ in von Nancy nach Metz, welche gerade die ertragreichste Strecke ge sollte, von der Paris⸗Sthaßburget Bahn abgeschieden wird undererseits die Regierung die Kunst- und Erdarbeiten der Pri⸗ Fürdustrie aberläßt, ist es kaum wahrscheinlich, daß irgend eine saschaft für dieses Unternehmen ein Angebot werde machen
Die neuesten Berichte aus Algier vom 1271ten schildern die Lage
ünzen Provinz Tittery als sehr befriedigend. Der roße Stamm 8 ad⸗Nail hatte alle b Abgaben für 1844 bezahlt. Alle ara⸗ 8 Autoritäten, die unter einer Bedeckung von Spahis nach dem 9 gesendet waren, sind seit Anfang März bereits wieder zu Me⸗ üzwrüch, da ihre Anwesenheit in jener Gegend nicht mehr noth⸗ iag var. Bei dem Stamme der Adauras im Osten der Sub⸗ e anen einige Unordnungen durch schnelles Einschreiten des * Marey schnell beseitigt worden. Der Kalifa von Laghuat, 2e Ben⸗Salem, wurde gegen den 15. März zu Medeah erwar⸗ eeuf der Reise nach Algier, um dort den General⸗Gouverneur
bei
seiner Rückunft aus Frankreich zu begrüßen unb j ber b Zustand der Bevölkerungen des Südens smm und ihm über den
ericht zu erstatten. Vor⸗
züglich über den Handels⸗Verkehr der Sahara will er dem Marschall
ausgedehnte Aufschlüsse geben. General Delarue hatte von
mit den marolkanischen Commissair
Uemsen aus sich bereits brieflich
en, mit denen in Gemeinschaft er
das Gränz⸗Regulirungsgeschäft ins Reine bringen soll, in Verbindung
gesetzt. im ganzen Westen große Sen
Seine Sendung den Eingebornen des Landes ation hervor, als klarer Beweis der
friedlichen Absichten des Kaisers von Maroiko, der selbst vor Abd - Kader größere Besorgnisse zu haben scheint, als 2*
SGSGroßbritanien und Irland.
London, 24. März. Dem
handlungen der Commissaire über
Atlas zufolge haben die Unter⸗ die Durchsuchungsfrage bereits
begonnen. Der an die Stelle des Durchsuchungsrechts zu setzende
Plan sei
die Aufrechthaltung gemeinsamer Seestationen gleicher
Stärke von Seiten Englands und Frankreichs an der afrikanischen Küste, wozu die Vereinigten Staaten eine dritte Flotte 11ge- .
eingeladen werden sollen.
Der Atlas stellt die Frage, wie denn das
Verhältniß sich Spanien, Brasilien und Portugal gegenüber gestalten sollte, die keine Flotte disponibel hätten und chenfbs die cgöfesne⸗ des Durchsuchungsrechts beanspruchen würden?
Herr J. O. Hay, Sohn des verstorbenen General⸗Konsul Hay zu Tanger, wird seinem Vater auf dessen Posten folgen, da er bisher als Gehülfe seines Vaters fungirt hatte und mit der Sprache und den Sitten der Marokkaner ganz vertraut ist.
Die Times bespricht das neue Thierssche Geschichtswerk in 2 län jeren ae Fee der Küchtung
att erklärt zuvörderst einen französischen Geschichtsschreiber jetziger Zeit überhaupt für inkompetent, ein solches Uechrsschrebhe sepiger der Welt die größte Lehre ertheilen soll, aber unter der Feder eines durch das Andenken an die Demüthigung Frankreichs ergriffenen Fran⸗ zosen nothwendiger Weise parteiisch dieser Aufgabe vielmehr einem Manne aus der siegreichen Partei, vor
Allen einem Engländer, zu vindiziren. das Buch des Herrn Thiers selbst Folgendes:
Beachtung verdient. Das englische
sein müsse, und sucht die Lösung
Dann schreibt dasselbe über „Wir öffneten das
neue Werk des Herrn Thiers mit nicht geringem Mißtrauen; wir erwarteten allerdings nicht den ruhigen, dogmatischen Styl Guizot's, der den Leser erzürnt durch seinen Mangel jeder Leidenschaft; im
Gegentheil, wir erwarteten gereizte Tiraden
gegen Pitt und das
treulose England, und wir haben dieselben in der That, obschon Zeit und Umstände die Sprache des Ex⸗Ministers würdiger gemacht zu haben scheinen, als wir sie von dem politischen Parteimann gewohnt sind. Wir erwarteten das Werk eines Mannes, der, weil er auf der einen Seite viel zu loben, auf der anderen viel zu tadeln hat, bereit ist, unbedingt zu tadeln und unbedingt zu loben, eines Mannes, der,
beherrscht von allen Leidenschaften seiner Landsleute,
auf die eine
oder andere Weise Napoleon zum Heros wird erheben können, trotz dem, daß derselbe das Spiel verloren hat und seine Grundsätze auf dem Theater Europa's ausgezischt worden sind. Wir fanden weniger Declamation, Leichtigkeit eines selbst mehr als gewöhnlich fließenden und lichtvollen Ausdrucks, eine glänzende Darstellung mit passenden Ausbrüchen moralisirender Empfindung, die zu der wahren philosophi⸗ schen Betrachtung in demselben Verhältniß steht, wie ein Gaslicht zu
den Strahlen der Segen spendenden Sonne — eine glänzende Lobrede, aber keine Geschichte.
kurz wir fanden Aber dies Buch
enthält noch mehr; es stützt sich auf die monströse Behauptung,
daß die französische Revolution — welche wir alle für todt und dahingegangen,
diese Reihe von Ereignissen, welche Europa als
der Geschichte bereits verfallen betrachtete, — nicht mit der Usurpa⸗ tion der höchsten Gewalt von Seiten Napoleon's ein Ende nimmt; nein, wir erfahren jetzt, daß Napoleon's angreifende Politik nur die Ausführung ihrer Grundsätze auf rechtmäßig gemachtem Wege ist, — Grundsätze, welche durch seinen Sturz nur eine momentane Verzöge⸗ rung erlitten, welche im Jahre 1830 von der französischen Nation
wieder aufgenommen wurden,
und deren Verbreitung jetzt die glor⸗
reiche Missson Frankreichs ist; oder, um Herrn Thiers eigene Worte zu brauchen, die französische Revolution verfolgt noch immerfort ihren unbezwingbaren Weg und ist, wenn man ihm glauben soll, eine Sache,
die wahrscheinlich ewig dauern wird!
über Menschenrechte philosophirender
unseligen Ruf hineinschreibender hitzkö
Grund wählte, um ein so glänzendes poleon's Leben ist, darauf zu bauen,
Wenn ein in Theorieen befangener, Schwätzer, oder irgend ein sich in
pfiger Parteigänger einen so seichten
Gebäude, wie dieser Theil von Na⸗
so würde die Ueberraschung in dem
Lächerlichen sich verlieren; wenn aber dieser Gedanke von Jemand ausgeht, der das höͤchste Amt in der Regierung seines Landes bekleidet hat und es vielleicht in einem Monat wieder bekleiden kann, so pro⸗ vozirt diese unverschämte anmaßliche Behauptung eine unverhehlte Entrüstung; sie macht uns bangen für den Frieden der Welt, und
am meisten für die wahren Interessen Frankreichs.
Es ist wahr, die
Revolution ist noch nicht zu Ende, sie spielt noch eine Rolle in Europa, aber wie? Dadurch, daß sie den Regierungen die Warnung vorhält, durch keine kleinlichen Eifersüchteleien von dem Bunde gegen den ge⸗ meinsamen Feind sich abhalten zu lassen — Eifersüchteleien, welche Napoleon so gut zu nähren verstand, und dadurch, daß sie die Völker unter diesen Regierungen warni, nicht den blendenden Versprechun⸗ gen zu trauen, welche die Apostel der Freiheit ihnen vorspiegeln.“ Die Times schließt diesen Artikel mit der Versicherung, Deutsch⸗ land wisse es Frankreich schlechten Dank für die ihm zur Zeit der
Revolution gebrachte zügellose Freiheit,
und Herrn Thiers Werk
werde nur dazu beitragen, dort den Unwillen gegen solche Bestre⸗
bungen zu verst
Kanton Zürich.
„†2
Das diplomatische Corps hat Zürich
größtentheils wieder verlassen, nur der preußische Gesandte, Graf von Wylich und Lottum, wird, dem Vernehmen nach, dort sei⸗
nen Wohnsitz nehmen.
Ueber die Reise
des Grafen Pontois nach
Paris verlautet nichts Näheres; es ist indeß wahrscheinlich, daß er persönlich die Sachlage darstellen und an den Berathungen über die
Schweiz theilnehmen soll.
Uirimehpnder keed Iüt Sttgh eh .2
86. h. as sds. atgn5 ,
5288
EEE“
in heuge., ke Eis emn Hena
8 8 6
1“ ““ 2 1 “ Pbian; “ v1ö.““]
I.eeimma EE““ 111““ “]
Berlin, 29. März. Im Lau Eene⸗ eesne⸗ vanng⸗ ni vursen der Eisenhahn⸗Effekten zu Wege. Das Geschäst blieb übri⸗ ens bedeutend und die Meinung ünstig, da Fc zu den 1 en fortwaͤhrend Käufer fanden. Seit längerer Zeit waren die Regulirun⸗ gen in vollen Actien nicht so beträchtlich als heute, doch scheint damit auch die Liquidation beendet zu sein. Die Course schlossen meistentheils höher als Anfangs der Börse, und die Tenden neigte sich zum ferneren Steigen. Das Geld machte sich theuer, und die eports auf spätere Sichten waren hoch. Wir geben nachstehend die Schwankungen der Course.
Berlin⸗Anhalter drückten sich von 153 ¾ a 152 ½ %, wurden jedo heute zuletzt a 154 % pr. Cassa gesucht. Stettiner waren in 7 Posten übrig und sielen von 133 ⅜ bis 131 ¾ %, hoben sich indeß wieder und blieben heute 132 ½ 9% Geld. Oberschl. A. von 123 bis 124 % be⸗ zahlt und Geld. Oberschl. B., welche am Schluß der vorigen Woche 118 % Geld blieben, gingen bis 115 ⅞ zurück und blieben 116 % Geld.
Düsseldorfer und Rheinische Actien hielten sich gut; erstere bis 108 %, letztere bis 102 ½˖ % gestiegen. Halberstädter . 2 112 ⅞1 a 111 % zurück und schlossen auch flau; dies sind die einzigen Actien, wofür sich auf spätere Termine keine Käufer zeigten. Kaiser Ferdinands⸗ Nordbahn, von 206 bis 204 %ℳ gewichen, wurden heute a 206 % be⸗ zahlt. In Wien⸗Gloggnitz war das Geschäft unbeträchtlich, solche schlossen 157 % bezahlt und Geld. Kiel⸗Altona gingen von 124 bis 122 ½⅔ zurück. Amsterdam⸗Rotterdam wurden wegen fortwährender Gewinn⸗Realisirungen sehr gedrückt und wichen von 127 bis 123 %; heute trafen hohe holländische Course ein, in Folge dessen der Cours sich von 124 bis 125 % hob und dazu Käufer blieben. In Utrecht⸗Arnheimer senfen 18 .4e289. vennlafung ebenfalls große Schwankungen statt,
e i b, wurden auch heute noch i verkauft, blieben aber 111 ½˖ % Geld.
Von unseren Quittungsbogen fand das mei e Geschäft in Köln⸗ Mindener statt, die so beliebt waren, daß sn Tüt auf den Cours keinen besonders nachtheiligen Einsluß ausüben konnte; es wurde zwar Mehreres a 110 ½ % verkauft, und auch heute Anfangs der Börse konnte man a 110 ⅞ % ankommen; später aber stiegen sie und blieben zuletzt 111 % G. Niederschl.⸗Märkische sind von 115 ⅞ bis 114 ¼ % gewichen, schlossen heute 114 ¼ Geld. Bergisch⸗Märkische hielten sich 111 ¼ % Geld. Krakau⸗Oberschl., bis 114 ½ bezahlt, gingen bis 112 ¾ % zurück; be⸗ reits abgestempelte wurden a 110 ¾˖ %u verkauft. Halle⸗Thüringer schlossen heute 113 ½ % Geld. Dresd en⸗Görlitzer 116 ½ %ℳ bez. und Geld. Beybacher von 113 ¾ a 112 ⅞ % verkauft. Friedrich Wilhelm Nord⸗ bahn gingen von 104 ½ bis 103 ½ % zurück, schlossen 103 ¾ % Geld. Potsdam⸗Magdeburger wichen von 123 ⅞ bis 121 %, wozu Brief und Geld blieb. Sächsisch⸗Baverische wurden heute à 102 ½ ℳ be⸗ zahlt. In Rheinischen Preferenzial⸗Actien ging Einiges a 110 ℳ um. Pesther wichen von 119 bis 117 ¾ %, zu welchem Cours heute Einiges umging;
wichen.
In preußischen Effekten war das Geschäft ohne Bedeutung; preußische Prämienscheine von 94 ¼ a ¼ % gewichen, in den übrigen keine Aenderung. Der Umsatz in fremden Fonds war bei unveränder⸗ ten Coursen sehr geringfügig. I .“
116“ E11““ 1 2 +— 8 8
.“
Berlin, 29. März. Bei fast von 2—4 Rthlr. für die besseren Sorten bewilligt.
1“ h“
die Ankäufe meist auf Speculation geschehen, und es würden muthmaßlich größere Umsätze stattgefunden haben, wenn von schöner Waare hinlänglich
vorhanden gewesen wäre und Inhaber nicht höhere Forderungen gemacht hätten. Verkauft ist 87pfd. bunk. poln. Weizen, 1844r bald abzuladen, zu 39 ¾ Rthlr., desgl. nahe verwinterter 86 2pfd. zu 39 ¾ Rthlr.; weißbunter
poln. 87pfd. zu 42 Rthlr.; weiß. poln. 87 %pfd. zu 43 Rthlr. Waare macht sich knapp und Preise sind im Anziehen. Ladung alten gelben schles. 91pfd. auf 46 Rthlr. gehalten, 44 Rthlr. ist vergebens geboten. Für weiß. märker, bald abzuladen, wird ebenfall 46 Rthlr. verlangt.
Schlef. alte
Roggen ist bei ziemlich unverändertem Preisverhältniß sowohl in
loco, als auf Lieferung, in schwachem Begehr geblieben. Vom Lager ist 82/83 pfd. zu 30 — 29 ½ Rthlr., 83/84pfd. zu 30 ½ — 30 Rthlr. zu kaufen
pr. April 82pfd. 29 ¾ Rthlr. Br., 29 ½ Rthlr. Geld, 84pfd. 30 ¾ Rthlr. Br., 30 Rthlr. G.; Mai / Juni 82 fd. 30 Rthlr. Br., 84pfd. 30 ⅔ Rthlr. Br. Juni / Juli 82pfd. 31 ¼ Rthlr. Br., 31 Rthlr. G., 84pfd. 31 ¾ Rthlr. Br.;
Sept./ Okt. 82 pfd. 31 ½ Rthlr. Br., 31 ½⅞ Rthlr. vergebens geboten. Die
erste Lieferung früherer Frühjahrs⸗Verschlüsse eröffnete heute mit 100 Wispel
84 pfd. in Connoissements. Gerste hat bei uns aufgehört, Handels⸗Artikel zu sein.
Hafer pr. April 48pfd. 17 ¾ — ½ Rthlr. Br., 50pfd. 18 ⁷ Rihlr. Br. 18 Rthlr. G.; pr. Juni./ Juli 48pfd. 17 ¾ Rthlr. vergebens geboten. In loco keine Vorräthe.
Erbsen behalten partielle Frage; es fehlen Anstellungen. Wicken, bei Kleinigkeiten 38 Rthlr. gefordert.
11““ 8
Nappsaamen blieb ohne Umsatz.
Kleesaamen war auch in dieser Woche wenig begehrt, und da sich mehr Verkäufer als Käufer zeigen, ist nur zu niedrigeren Preisen als bisher zu realisiren gewesen, für feinen rothen wird nicht über 15 Rthlr., feinen mittel 14 ½ Rihlr., mittel 14 Rthlr. geboten, während Eigner ½ Rthlr. u. 1 Rthlr. hoher damit halten. und 11—13 Rthlr. nach Qualität zu bedingen sein. sind geräumt. für feinen 16—15 ¾ Rthlr., feinen mittel 14 ½ — 14 Rthlr., mittel 13 ½ — 13 Rthlr., ordinair 12 — 11 Rthlr., nach Beschaffenheit, können nur als nomi⸗ nell gelten. Thymothé 12 — 11 ½ Rthlr. scheint eiwas mehr Beachtung zu
ewinnen. Rüböl hat sich auf seiner jüngst erlangten besseren Stellung be⸗ auptet, und die günstige Meinung gewinnt an Umfang. Die Umsätze in diesen Tagen sind in Erwartung noch besserer Preise von wesentlicher Aus⸗ dehnung gewesen; in loco 11 ⅞ Rthlr. Br. u. bez., 11 ½¾ Rthlr. Geld; im
s Monats 11 ¼ Rthlr. Br., 11 ½ Rthlr. Geld; März / April 11 Rthlr. Br. u. bez., April / Mai 11 ⁄2 Rihlr. Br., 11 Rthlr. bez., Mai /Juni 11 Rählr. Br., 11 ½ Rihlr. bez., Juni / Juli 11 ¾ Rthlr. Br., 11 Rihlr. Geld, Juli / Aug. ebenso, Aug. /Sept. mit wenigen Abgebern 11 ⅞ Rthlr. mehr Geld, Sept. /Nov. 11 ½ Rihlr. Br., bez. u. Geld.
Leinöl loco und auf Lieferung 11 ½ Rthlr. B. 11 ½ Rihlr. G. Palmöl 10 Rthlr. “
ng1“”sn! 12 ¾ Rthlr. Mohnöl 13 ½ Rthlr. Südseethran 9 ½ r.
Spiritus p. 10,800 % loco 13 Rthlr.; Lieferung 14 ½ — 14 Rthlr. mit wenig Handel.
Nachdem am vorigen Sonnabend früh der Winter mit 5 ° Kälte wie⸗ der eingesetzt hatte, schlug das Wetter noch an demselben Tage um und wir haben seildem unaufhörliche Regengüsse mit heftigen Stürmen.
E““ bEFeberunb j
brachte der bevor⸗
ging; das Geschäft darin war die ganze Woche über sehr beträchtlich. Mailänder hielten sich 134 % Geld; Livorno von 130 bis 128 % ge⸗-⸗
29. Me. aufgeräumtem Markt zeigte sich hier etwas mehr Thätigkeit im Weizen⸗Geschäft, und es wurde eine Erhöhung
Nach den hiesigen Käufern und auswärtigen Ordres zu urtheilen, sind
Eine verwinterte
-—
ö—V
Altes rothes Saat würde eher zu placiren Die Läger davon Weißer Kleesaamen ist noch unbegehrter, und Preise
2.„ —
—2,—
—