toren Natorp und Lüttke am 23. Septembet 1844 gegründet und ihm sind
Naaußer den beiden Vorsitzenden 21 Lehrer beigetreten. Ein sicherlich segens⸗ reicher Bund! doppelt segensreich aber erst dann, wenn er bei gereister Er⸗ fahrung die Einsicht gewinnt, daß weniger die Verbannung des Brannt⸗ weins aus dem eigenen Hauswesen, als gerade bei außerordentlichen Ge⸗ legenheitrn das enischiedene Zeugniß, durch Zurückweisung des Gistes ab⸗ gelegt, von bedeutenden Folgen begleitet sei.
6) Kreis Siegen. Nachdem im Februar 1843, zu Freudenberg durch den altenaer Verein angeregt, ein Bund von 130 Gliedern sich die Hand gereicht hatte, ermuthigie die kirchliche Jahresseier am 11. Februar 1844 die Schaar der Freunde, die, trotz des stärksten Schnregestöbers, die Kirche zum Erdrücken füllten, und brachte die Sache so vollständig zur Entschei⸗ dung, daß in diesem Augenblicke die Hälfte der männlichen Bewohner dem Bunde angehört.
Mhein⸗Provinz. Ueber den Wasserstand des Rheins wird Folgendes gemeldet:
Düsseldorf, 1. April. Seit dem 28sten v. M. sind wir von esaffs eFeseen. zwei Drittheile unserer Stadt stehen unter Wasser, so daß die Communication nur durch Kähne unterhal⸗ ten wird und man seine Haushaltungs⸗Bedürfnisse sich nur zu Wasser Die ganze Gegend jenseits des Rheins gleicht einem See, und auch diesseits des Stromes sind Gegenden über⸗ schwemmt, zu welchen nur selten des Wassers verheerende Kraft dringt. Die von unserer ärmeren Volksklasse bewohnten Straßen, so wie die am Rhein liegenden Ortschaften, leiden unaussprechlich; die Einwohner derselben sind zum Theil geflüchtet, und es blieb ihnen kaum so viel Zeit, ihre wenige Habe zu retten. Das Wasser war bis heute Vor⸗ mittag um 11 Uhr etwa 2 Zoll gefallen. Rheinhöhe 27 Fuß.
Köln, 31. März. Der Rhein bietet einen wahrhaft traurigen Ahnblick dar; er ist weithin über seine Ufer getreten; vom Zollhause an der Schiffbrücke ist nur die obere Hälfte sichtbar. Am rechten Ufer ist Deutz fast ganz überschwemmt und bildet eine Insel; in dem Garten des Gasthofes „Zum Marienbildchen“ ragen nur noch die Kronen der Bäume über dem Wasserspiegel hervor. Die dort garni⸗ sonirenden Dragoner haben schon vor einigen Tagen ihre Kaserne verlassen müssen und sind in benachbarten Ortschaften einquartiert. Obgleich die Ueberschwemmung so weite Flächen umfaßt, obgleich in der Nähe Dämme gebrochen und so der Verheerung neue Bahnen geöffnet sind, ist das Wasser doch noch bis zur Stunde (3 ½ Uhr Nachmittags) im Steigen und droht neue Verwüstungen. Dank einer sehr anzuerkennenden Fürsorge, ist die Verbindung zwischen den beiden Ufern nicht unterbrochen worden; ein Dampfboot sichert sie uns, wäh⸗ rend in allen anderen Rheinstädten, von Basel abwärts, der Verkehr mit dem jenseitigen Ufer gehemmt ist.
Koblenz, 29. März. Der Rhein und die Mosel sind noch fortwährend im Steigen, und heute früh um 10 Uhr steht das Wasser schon einen Fuß höher, als der höchste Wasserstand bei der letzten Fluth im vorigen Frühjahr betragen hat. Die kölnischen Dampfböte setzen ihren Dienst unausgesetzt fort und lassen Passagiere und Güter mittelst einer an die Mauer angebrachten Brücke über diese Mauer in die Stadt schaffen. Das Wasser hat die Höhe bis an die Schieß⸗ scharten der erwähnten Mauer erreicht und steht in der Rheinstraße
oberhalb dem Gasthofe zum Riesen. Morgen 27 Fuß. — Während am 28sten d. Morgens gegen 9 Uhr sämmtliche in einem kasemattirten Werke auf dem Fori Helfenstein liegenden Truppen ihre Stuben verlassen hatten, löste sich eine unge⸗ heure Felsmasse von dem darüber besindlichen Felsen des Ehrenbreit⸗ steins ab, stürzte auf dieses Werk, beschädigte dasselbe bedeutend und zertrümmerte die meisten der darin besindlichen Mobilien. stürzte sich ein großer Theil davon durch den daneben befindlichen Thorweg und sperrte denselben vollständig, hemmt ist. Durch den Sturz
verschaffen kann.
Die Rheinhöhe betrug heute
Gleichzeitig
so daß die ganze Passage ge⸗ ist eine auf diesen Felspartieen auf⸗ geführte Mauerwand eines Festungswerkes theilweise ihrer Unterlage beraubt, und man glaubt, daß diese Mauer, so wie noch eine sernere Felspartie, nachstürzen werden.
Trier, 29. März. Der Stand der Mosel an hiesiger Brücke beträgt heute 21 —22 Fuß am Pegel. Damit sind an verschiedenen Stel⸗ len die Communications⸗Wege überfluthet und augenblicklich so daß die sämmtlichen letzten Posten aus⸗ geblieben und wir für heute ohne alle neueren Nachrichten sind. dem theilweisen Verunglücken mehrerer mit Steinkohlen aben wir noch von keinem erheblichen Un⸗
Verbindung abgebrochen,
Schiffe auf der Saar h glück gehört.
Deutsche Bundesstaaten. Königreich Bayern. Aus Nürnberg wird unterm 29. 12 Uhr Mittags gemeldet, daß das Wasser etw
eine Brücke weggerissen und dadurch die Communication mit Würzburg aufgehoben sein. Für die Fahrbarkeit
as im Fallen begriffen ist. Bei Fürth soll
der Eisenbahn soll indeß, trotz der bei Vorchheim gewaltig eindringen⸗ den Wassermassen, noch nichts zu besorgen sein.
Königreich Sachsen. Am 31. März früh nach 3 Uhr brach einer der stärksten und größten Elbdämme zwischen den Ritter⸗ gütern Strehla⸗Trebnitz und Snnehla⸗Görzig; die Wasserfluth wälzte 84 mit der größten Gewalt über die unterhalb Görzig bepfngen
elder nach dem benachbarten Rittergute Lösnig und den preußischen Ortschaften Paußnitz, Schirmenitz ꝛc. hinab. In der Nacht vom 31. März auf den 1. April fand ein zweiter Durchbruch des treb⸗ nitzer Dammes unterhalb des Rittergutes Strehla⸗Trebnitz statt. Von anderweitigen Dammdurchbrüchen sind nöch: einer unterhalb Gröba, zwei in Forberge, einer zu Tschepa, drei zu Kottewitz bekannt geworden, und weiter abwärts haben vielleicht noch mehrere stattgefunden. Der unterste Theil der Stadt Strehla steht unter Wasser, und zwar auch eine Anzahl Gebäude, bie seit Menschengedenken nicht überschwemmt wurden. Auf dem rechten Ufer leiden die benachbarten Rittergüter und Dörfer Kottewitz, Kreinitz, Lorenzkirch, Zschepa und Gohlis viele Noth und haben ihr Vieh theilweise und unter lebensgefährlichen Anstrengungen der strehlaer Elbwasserleute auf das linke User geschafft.
Großherzogthum Baden. Se. Königliche Hoheit der Großherzog hat den Staatsrath Nebenius zum Präsidenten des Mi⸗ nisteriums des Innern ernannt. — Bei Mannheim hat der Neckar seit der Nacht vom 30. März zu fallen begonnen. Die Rheinbrücke ist wieder aufgestellt worden.
**o Dresden, 2. April. Die beispielelose Höhe des Elb⸗ stromes hat glücklicherweise nicht lange angehalten; sie ist in den letzten zwei Tagen um 4 ½ Ellen gefallen und noch immer eine der bedeu⸗ tendsten zu nennen, welche gewöhnlich mit dem Eisgange eintreten. Die Macht des Stromes hat alle ihm entgegenstehenden Hindernisse besiegt und dadurch das Wasser einen ungehinderten Abfluß behalten. Außer den gewöhnlichen Verwüstungen und Nothständen, welche jedes derartige Ereigniß herbeiführt, ist ein größeres Unglück hier und in der Umgegend nicht eingetreten. Oberhalb Dresden bis zur böh⸗ mischen Gränze stehen einige 20 Dörfer unter Wasser, deren Bewoh⸗ ner zum Theil auf den Däaͤchern sitzen. Darunter sind mehrere Ort⸗ schaften, welche die Residenz mit Brod und anderen Lebensmitteln versorgen, und denen solche jetzt umgekehrt von hier aus zugeführt werden müssen. Weit größer mag aber die Noth in den Niederungen unterhalb Dresden sein. 1b b
Die Beschädigungen der Brücken hier, zu Meissen und Riesa lassen sich noch nicht ganz übersehen, anch die der Eisenbahn zwischen hier und Riesa sind noch nicht näher bekannt. Der eingestürzte Theil der hiesigen Brücke bestehet nicht bloß in dem hinteren Anbau, auf welchem das Kruzifir stand, sondern auch in einem Theile des Pfei⸗ lers selbst. Dessenungeachtet scheinen die sich auf denselben stützenden beiden Bogen insoweit haltbar, daß den Fußgängern die Passage un⸗ verwehrt bleiben kann. Doch muß Vorsichts halber auch diese über⸗ wacht und beschränkt bleiben. Militair und Kommunal⸗Garde ver⸗ richten desfallsige Dienste.
Die Erfahrung der letzten Tage hat die Schwierigkeiten und Bedenken erst recht auschaulich gemacht, welche hier der Erbauung einer zweiten Elbbrücke, sei es unter⸗ oder oberhalb der Stadt, ent⸗ gegenstehen, und es scheint damit der Widerspruch, den ein und das andere Projekt bereits gefunden hat, von neuem zu beginnen. 1b
N. S. Die Fahrten der Leipzig⸗Dresdener Eisenbahn sind wie⸗ der in Gang gebracht, erleiden aber einigen Aufenthalt, weil man nicht wagt, die riesaer Brücke von den Zügen passiren zu lassen, und daher bei derselben umladet. Hier ist man bereits beschäftigt, durch interimistische Vorkehrungen den Uebergang über die Elbe zu sichern und auch für das Fuhrwerk die Verbindung beider Ufer wiederherzu⸗ stellen. Zu möglichster Abhülfe des Nothstandes außerhalb Dresden sind nicht blos die Amtshauptleute, sondern auch besondere von hier aus abgesendete Kommissarien in Thätigkeit. Die bis jetzt eingegan⸗ genen Nachrichten aus der Umgegend sind übrigens sehr beruhigend.
-e Oesterreichische Monarchie.
Wien, 30. März. Von mehreren jüngst verfügten Ernennungen in der Armee erwähnen wir: Feldmarschall⸗Lieutenant ven. Mortz, Divisionair in Pesth, wurde Kommandant zu Comorn, zu Feldmar⸗ schall⸗Lieutenants wurden besördert die General⸗Majors, Graf Thurn⸗ Valle⸗Sassina (kommt als Divisionair nach Pesth) und Freiherr von Schön, in seiner Anstellung als staatsräthlicher Referent, zu General⸗ Majors und Brigadiers in Wien und Mantua die Obersten Graf Nobili, vom 23sten, Freiherr von Harsch, vom 56sten Infanterie⸗ Regiment.
Russland und Polen.
St. Petersburg, 28. März. Das Programm für die Taufe des Großfürsten Alexander Alexandrowitsch ist bereits veröffentlicht,
der Tag dieser heiligen Handlung aber noch nicht bestimmt. 1
jestät der Kaiser, der Großherzog von H
elene, Olga und Marie und die Erbgroßt Der hohe Neugeborne
stelle werden Se. die Großfürstinnen H von Hessen vertreten. dame Gräfin Nesselrode getragen werden, der Fürst von Warschau und der Vice⸗Kanzler Graf Nesselrod Für die Aufnahme minder Anstalten des Reichs sind unterm 13. Januar n Kaiser bestätigt worden. Das erforderli Kadekten⸗Corps und in der Minorennen⸗ kauer Kadetten⸗Corps 6 bis 8, in allen übrigen An Die eingehenden Bittschriften um Aufnah lsten Kategorie gehören: Kinder von een der vier ersten Klassen; Georgen⸗Ordens aller und des Ehrenzeichens des Militair⸗Ordens; aller im Kriege umgekommenen Stabs⸗ — zur 4ten Kinder aller Militair⸗ und Civil⸗Beamten, ne Dienste eines unvorhergesehenen Todes verstorben sind Kinder von Personen, die unter dem Schutze des 1814 errichteten Comité's stehen oder gest vater⸗ und mutterlose Waisen; zur 7ten Kinder von Stabs⸗Ossize die ihren Vater verloren haben; zur 8ten Kinder von Stabs⸗Osssgzan die ihre Mutter verloren haben. . 1 minderjährigen Edelleute, um deren Aufnahme in die Kadetten⸗ge angesucht wird, nach dem Range, den Dienstjahren und den Cin zeichen, welche ihre Väter besitzen, bis auf diejenigen herab, n gar keinen Klassenrang haben, in 26 Kategorieen getheilt. N. ein Minderjähriger demnach in me werden seine Rechte nach der höchsten von diesen Kategorieen besiin In das 1ste Kadetten⸗Corps treten vorzugsweise Minderjährige der! Kategorie, in das Pawlowsche, Alexander⸗ und die Minorenner theilung des 1sten moskauer Kadetten⸗Corps Minderjährige der K 4ten, 5ten, 6ten, 7ten und 8ten Kategorie, in erstere von 9 Jahren und in letztere von 6 bis 8 Jahren. mittelten Edelleuten, die ihrem Vaterlande durch Verwaltung ie ländlichen Wirthschaften Nuten bringen, die Möglichkeit zu gevisn ihre Kinder in den Militair⸗Lehranstalten erziehen zu lassen, ven in jedes Kadetten⸗Corps ohne Ausnahme eine bestimmte Anza Penstonairen auf eigene Kosten, gegen Zahlung von 200 S. N lich, aufgenommen, uamentlich im 1sten und 2ten, im Payul und im 1sten moskauer Kadetten⸗Corps und in der Minorennen⸗ theilung desselben, je 10, und im Alexander⸗Kadetten⸗Corps 2 f sionaire, in allen Gouvernements⸗Kadetten⸗Corps aber, die vond unterhalten werden, verbleiben dazu alle dem Adel nicht gezit Die Auswahl des Corps zur Unterbringung Söhne als Pensionaire auf eigene Kosten hängt von den Aeltem
Franhkreich.
Paris, 30. März. Die Pairs⸗Kammer hat gestern nac gen und lebhaften Debatten, an denen vorzüglich der Minister öffentlichen Arbeiten, der Berichterstatter der Kommission, Hen! und die Grafen von Argout und Portalis theilnahmen, und aften Abstimmung die Hauptbestimmungen Entwurfs der Kommission über die Geschäfte in Eisenbahn⸗A mit einigen Modisicationen genehmigt. Kammer entschieden, daß eine Compagnie vor ihrer gesetzlichen . stituirung schon Aufforderungen an das Publikum ergehen lassen Artienzeichnungen annehmen könne, daß sie jedoch den Substribeꝛ nur einfache Bescheinigungen statt Actien⸗Promessen ausstellen d Es fragte sich nun, ob die Veräußerung solcher Scheine, auch auf hörig beglaubigtem Wege, verboten sein sollte. Die Kommission Anfangs unbedingtes Verbot, kam jedoch hiervon zurück. Es han darum, ob jene Scheine nur durch Notariatt oder auch auf dem Wege der Endosstrung veräußerlich, also üi haupt, ob sie auf dem Wege des gewöhnlichen Börsengeschäfts setzbar sein sollten. Der Minister der öffentlichen Arbeiten behaust Letzteres sei nach den Bestimmungen des gemeinen Rechts nic lässig; solche Geschäfte dürsten nur in gewissen, vom Gesetz besie ten Valuten und unter den dafür angeordneten Bedingungen gim Dieser Ansicht stimmten auch Graf Portalis und Henl- Die Herren von Argout und von Harcourt w Die Kammer schloß sich der ersn Seite an; sie genehmigte den amendirten Artikel 4 des Entwn der Kommission, wodurch jede andere Uebertragung der Scheine Actienzeichnungen auf anderem als gerichtlichem Wege für nuͤl! Eben so wurde Art. 5 angenommen, der vorigen ergänzt und auf Uebertretung desselben für beide Theib, für die Vermittler solcher Geschäfte, eine Geldstrafe bis zum U des Kapitals der negoziirten Valuten setzt.
wird von der Sth und zu deren Seite
jähriger Adligen in die Kahe eue Vorschriften
Alter ist im Alezunt. alten 9 ½ bis
me werden in; Kategorieen getheilt. neralen und Civil⸗Beamt Kinder von
zur Zten nn und Ober⸗Ofsin
anden haben; zur e
In dieser Weise fort werden
hrere Kategorieen hingehänt,
Um auch sosche
Vakanzen offen.
einer ersten zweifelh
Am Tage vorher hatie;
sich nun blos no
entschieden bei. entgegengesetzter Meinung.
nichtig erklärt wird.
Endlich nahm die
——
—
zu besuchen. an Enthusiasten ist Uebersiuß. hres gehört auch das maßlose Ausdruck des Entzückens gelten olung endlich trivial. Wir schä⸗
Gewonnen haben dabei nur „ und die Blumenwerser haben ftigen wünschen auf⸗
gehören will, hält es für unerläßlich, die italienische Oper Meinungen und Parteien sind entstanden; Zu den Besonderheiten des verslossenen Ja Was anfänglich für einen konnte, wurde in seiner beständigen Wiederh men uns, alle diese Scenen zu wiederholen die Blumenhändler, die Künstler gar nichts ihr schönes Geld ins Feuer geworfen. richtig, daß dergleichen Auftritte sich nicht wiederholen
Werden wir inslünftige wieder eine italie wird dazu gehören? Das sind Fragen, In dem strahlenden Kleeblatte, wieder zu ersetzen sein, man um den ferneren Flor der itali Die Besetzung der kleinen Partieen ist unwese bilden das Palladium der Truppe, wir sicheren Nachrichten über den
Blumenwerfen.
Alle Vernün
nische Oper haben, und wer die von Munde zu Munde gehen. unserem Stolze, wird freilich Rubint nicht ch noch ein zweites Blatt ab, so darf Oper wohl Besorgniß hegen. ntlich, die Hauptpersonen aber und mit ungeduldiger Spannung sehen Bestand der Oper für die Ams üsme nnn. 11“
Geschichte und
fällt aber au
Gesellschaft für pommersch Alterthumskund
* Stettin, 31. März. Am 28. Mär neral⸗Versammlung der Gesellschaft fü thumskunde von 12 Uhr ab in dem da Zimmer des Plenums der hiesigen Königlich von dem zeitigen Secretair des stettiner Ausschu sowohl des stettiner als des greifs gelesen und ein Theil der in diesem Jahre durch gänge zu den Sammlungen vorgelegt worden war, tiner Ausschuß in seinen Functionen bestätigt und ei Ministers der geistlichen ꝛc. Angelegenheiten Excell tarisation der im öffentlichen Besitz besindlichen Denk vorläufig mitgetheilt, um dieselbe zur Kenniniß der u bringen und dadurch Einzelne legenheit zu bestimmen. einen Vortrag über sechs alterthüm zenlandes, wie der Professor Ein heiteres M
geneigtest bewilligten Sessions⸗ ierung statt. Nachdem s der Gesellschaft die walder Ausschusses, vor⸗ ersteren erworbenen ward der bisherige ne Verfügung des Herrn betreffend die Inven⸗ mäler des Alterihums 1 Mitglieder der Gesell⸗ zu einer freiwilligen Betheisi hielt noch der Pro liche Geräthe des Luiti⸗ Patrizier⸗Familie
Jahres⸗Berichte,
Giesebrech . über die stettiner
ahl bescloß die Feier.
]
der Loptzen.
9 1 der Leser überraschende Vollstaͤndigkent mit gedrängier K
Musikalisches.
Pesth. Im verslossenen Winter hatten wir hier die Aufführung eines neuen Oratoriums, „Bonifacius“, Text von Professor Kahlert in Breslau, welches der Kapellmeister Louis Schindelmeisser, aus Kö⸗ nigsberg gebürtig, Sohn der rühmlichst bekannten Erfinderin einer erleich⸗ terten und sehr erfolgreichen Methode des Klavier⸗Unterrichts, Madame Schindelmeisser zu Berlin, während seines hiesigen Aufenthalts lomponirte. Es wurde von mehr als 300 Sängern und Instrumentalisten, unter Mit⸗ wirkung des Pesth⸗Osener Musik⸗Vereins, im hiesigen Redoutensaal mit vieler Sorgfalt ausgeführt und hat allgemeine Anerkennung gefunden. Herr Schindelmeisser, der einer sehr musikalischen Familie angehört (der Komponist und Kapellmeister H. Dorn zu Köln ist sein Stiefbruder), hatte bisher nur Opern geschrieben, und man konnte in seinem neuen Werke allerdings wahr⸗ nehmen, daß ihm die Formen der weltlichen Musik gelänfiger sind, als der gebundene und strenge Styl geistlicher Hymnen; von Seiten der Melodik, des charakteristischen Ausdrucks und der Instrumentirung hat die Composi⸗ tion sehr angesprochen.“ 1er bassh nn sea
h11“ 84 82* 4
Geschichtsbilder. Ein Handbuch zur Belebung des geogra⸗
pbhischen Unterrichts und für Gebildete überhaupt, von Dr.
Karl Vogel. Leipzig 1845. Verlag der Hinrichsschen Buchhandlung. 8. X und 566 Seiten.
Der Herr Verfasser, dessen Name allein ene. würde, die Auf⸗ merksamkeit der gebildeten Leser auf sich zu ziehen, läßt sich im Vorwort zu seinen Geschichtsbildern näher über den Zweck, der ihn zur Herausgabe des Buͤches veranlaßte, vernehmen. Das vorliegende Werk, in geschmack⸗ voller äußerer Ausstattung, soll sich danach seinen „Naturbilvdern“ (Leipzig 1842) anschließen und mit diesen zunächst als Erklärung zum Schul⸗Atlas der neueren Erdkunde dienen, den er bereits in 4ier Auqlage 1843 hat er⸗ scheinen lassen. Nichtsdestoweniger ist uns vorstehendes Buch als ein voll⸗ kommen selbststäͤndiges in voller runder Form geboten. Es rritt nicht als Ergebniß mühselig⸗ieser wissenschaftlicher Fors⸗ ung auf, sondern bietet die bereits gewonnene geschichtliche Wahrheit in ansprechenbem Gewande und anregender Bearbeitung dem gebildeien Leser wie ein großes herrliches Pa⸗ norama bar. Das deutsche Vaterland eröffnet den Reigen und. läßt das Auge dann weiter nach den Gemälden von Frankreich, Großbritanien und N Nieberlande, Skandinavien, Rußland, der pyrenaischen Halbinsel, talien und der Balkan⸗Halbinsel sorschen. Mit inn sgem Behagen sindei rze verbunden. Bei
1—“ 8 28
diesen Vorzügen, die das Buch darbictet, kann es keinem Zweisel un liegen, daß des Herrn Verfassers Wunsch: — —
diese „Geschichtsbilder“ möchten sich eben so viele Freunde gewinne,
die vorausgegangenen „Naturbilder“, . in Erfüllung gehen wird. Indem wir daher dieses eben so lehneiche uch aufs beste empfehlen, bemerken wir schließlich, daß dost keinesweges allein oder vorzugsweise für die Jugend, sondern für s gebildeten Leser bestimmt und demgemäß bearbeilet ist.
1299 ““; . Leipzig im April. Die vor kurzem hier erschienene Sl⸗. 4 bohey dem 8ca. Stephan von Oesterreich dedizirte Schrift von Leopold Fleckles über Karlobad verdient, wegen vieler neuer Ausg und praktischer Mittheilungen, allgemein gekannt zu sein, da die vies Benutzung jenes berühmten böhmischen Bades in ihr bündig und veri⸗ gelehrt wird. Der gewandte Versasser weiß das Bekannte und bis Ueberdruß bereits in so vielen Schristen über Karlsbad Wiedethohl genehm zu überspringen und sich zur Darstellung der neueren dor richteten Heilanstalten zu wenden. . punkt ist die Versendung des Schloßbrunnens; ein dritte Benntzung der karlsbader Heilquellen im Winter. 8. übrigens der würdige Veteran S. G. Vogel der Erste, welcher das 2 (Debberan) und Brunnentrinken auch im Winter empfahl, und 4 praktisch interessant, die desfallsige nähere Methodit für Deutschlaude fernen Auslande berühmtestes Bad nun hier in planvoller Weise darg
angenehme
eeg, neadi a9 zc. zen4.
Ein anderer origineller Gise
Am 4. März alten Style (16. März) starb nach lan er Kranshei Moskau der Professor der römischen Antiquitäten und Literatut am dortigen Kaiserlichen Üniversität, Krükoff, der auch in Deutsch Verfasser einer Schrift „Ueber de römischen Plebejer und Patrizier“ Pellegrino rühmlich bekannt ist. Sein Verlust ist um so herber Üniversität, da er derselben in noch blühendem Mannesalter und deutenden literarischen Arbeiten beschäftigt entrissen vree
2⁵½ 1
— ’⸗ n. 1 44 8 EEETI.“ Fanzhn un 8 Wehe nt. mhleah, be⸗ 8 III1“]
n ursprünglichen Religions⸗Unters „ unter dem angenommenen N
asnh raTnssdt in , es =haskn
n mmhad SmAhf., hir int zus hi Mintan us a feians e
ucg eine Bestimmung des é6ten Artikels an, welche die Wechsel⸗Agen⸗ enn sie zu Geschästen dieser Art behülflich sind, für jede Ne⸗ ten, w 2 4 2 1 gpürung mit einer Geldbuße von 500 bis 5000 Fr. bedroht; die hatentsetzung jedoch, welche die Kommission außerdem in Betreff fͤcher Wechsel⸗Agenten vorgeschlagen hatte, wurde verworfen, eben „ ein Amendement des Herrn Persil, wonach dieselbe wenigstens bei Küdfällen eintreten sollte, dieses jedoch erst nach einer zweifelhaft ebliebenen Abstimmung. üas ben Der Vorschlag des Herrn Vivien, die Insertion gerichtlicher An⸗ bigen in die Zeitungen ist von der Deputirten⸗Kammer in Schluß ihrer gestrigen Situng mit 196 gegen 159, also mit tiner Majorität von 37 Stimmen beseitigt worden. Es handelte c bei dieser Abstimmung nur erst um die Frage, ob der Vorschlag sberhaupt in Erwägung gezogen werden solle.
hHeir Pascalis, der besonders energisch dagegen sprach, sagte unter goderem: „Dieser Vorschlag ist ein neues Symptom von den Anstrengun⸗ gen, welche die Parteien machen, um ein Ministerium zu stürzen, wesches hern Plänen im Wege steht.“
Her Thiers: „Aber es giebt ja lein Ministerium mehr! Wo ist das Ministerium?“
Eine Stimme im Centrum: „Es ist da, wo Sie gern sein möchten.“
Herr Pascalis fährt sort: „Der Vorschlag ist ganz unnütz, er ist burch keine Beschwerde der Handelswelt oder gerichtlicher Spezialitäten ver⸗ imlaßt. Man frage doch die Verkäufer und ihre Advokaten, ob sie über he Ausführung des Gesetzes von 1842 sich beklagen. Ohne auf das ein⸗ igehen, was man über Parteilichkeit in der Auswahl der Blätter von Seiten
eisser Königlicher Gerichtshöfe gesagt hat, will ich blos bemerken, daß diese Pibunale nur für die Anzeigen gerichtlicher Verkäufe die Zeitungen wählen. Der Vorschlag aber ist viel umfassender, er würde selbst die Handels⸗Tribunale des ihnen ertheilten Rechts berauben, die Blätter zu bezeichnen, in welchen die Bekanntmachungen in Betreff der Handels⸗Gesellschaften und der Ban⸗ mnolle 22 werden sollen. Der Vorschlag ist überdies schon in seiner Grundlage fehlerhaft. Was bezweckt derselbe? Den Anzeigen mehr Pu⸗ sshiät zu geben? Aber es kann ja kommen, daß ein Vlakt mehr Abon⸗ nmten hat, als ein anderes, und weniger zu dieser oder jener Art von An⸗ geigen sich eignet. Der Zweck des Vorschlags würde also nicht erreicht werden. Alle solche Umstände und Rücksichten werden dagegen bei dem jechigen Stande der Dinge von den Königlichen Gerichtshöfen im Allgemei⸗ nen mit der größten Sorgfalt erwogen, und ich halte es für das Beste, sich uf das Urtheil der richterlichen Aulorität zu verlassen, dieser hohen und seien Autoritäit, hei welcher in schlimmen Tagen die Ordnung und die ver⸗ nünftige Politik stets eine Zuflucht gefunden haben.“ (Sehr wahr!)
Herr Corne: „Ich sollte meinen, das Ministersum müßte diesen Gorschlag, statt ihn zu bekämpfen, vielmehr mit Dank aufnehmen, denn er bezweckt, einer Willkür, die zu schlimmen Folgen führen kann, ein Ende zu machen. Man hat, was die gerichtlichen Anzeigen betrifft, die Organe der Opposition völlig systematisch proskribirt; durchwandern Sie Frankreich, und Sie werden sehen, daß dieselben überall geopfert wurden. Ueberall kam die polilik ins Spiel bei der Auswahl der Zeitungen. Man ging so weit, daß man, wenn es an einem Oꝛte nur ein einziges Blatt gab und dieses er Opposition angehörte, für lokale gerichtliche Anzeigen des Ortes ein an⸗ derswo erscheinendes Blatt wählte.“
Eine Stimme: „Die Opposition ist sehr zu beklagen, wenn sie nur unch die Anzeigen zu leben vermag.“
Der Grogficg elbewahrer: „Sorgfältige Untersuchungen führten on dem Resultat, daß die Zersplitterung der gerichtlichen Anzeigen ein Uebel ses, dessen Abhülfe in der Konzentrirung sich finde. Die gerichtlichen An⸗ eigen zu konzentriren, das war der Gedanke der Pairs⸗ und der Depu⸗ irjen⸗Kammer, wie der Regicrung; es war das Prinzip des Gesetzes von 4811. Der Vorschlag des Herrn Vivien aber ist eine Rückkehr zu dem aiten, durch die Gesetzgebung von 1807 aufgestellten Zustande, eine Rücklehr im villigen Freiheit fuͤr den gerichtlichen Verfolger und für die Partei. Der Heschlag will, daß jedes Blatt, welches sich über eine gewisse Zahl von Abonnenten ausweise, von den Parteien zur Einrückung der gerichtlichen aneigen gewählt werden könne; aber es ist klar, daß es kein Blatt giebt, bisches diese Abonnentenzahl nicht zu erreichen vermöchte; ich habe also dechk, wenn ich sage, daß die Parteien jedes beliebige Blatt würden wählen imen. Die Vorwurfe, daß der gegenwärtige Zustand die Preßfreiheit beein⸗ richtige, sind nicht neu. Sie wurden auch bei Diskussion des Gesetzes von 1841 er⸗ eben. Aber am Ende sind doch die Zeitungen für die Anzeigen da, nicht die Anzeigen die Zeitungen. Das Prinzip, die Auswahl nach der Abonnentenzahl zu hee. aude ebenfalls schon bei der früheren Diskussion verworfen, weil leines so
eicht zu Betrug Gelegenheit gäbe. Herr Corne selbst sagte damals, die alitehung der Abonnenienzahl sei siets unsicher, und es gebe überdies Fälle, wo
ür Anzeigen die Qualität mehr Werth habe, als die Quantität. Bewegung.) Wo fände sich mehr Einsicht und Unabhängigkeit für die luswahl der Blätter, als bei der Magistratur? Hätten die Gerichtshöfe ie der Regierung feindlichen Blätter ausgewählt, so würden diese, die chis achten, stant ihnen so viele Vorwürfe zu machen, sie gepriesen und on ihnen gerühmt haben, daß sie mit der Regierung gebrochen und der⸗ llben eine Lehre ertheilt hätten.“ (Beifall.).
Herr Leon de Malleville: „Der Vorschlag des Herrn Vivien hat, ußer anderen, doch auch noch das Verdienst, daß er einem öffentlichen lergerniß ein Ende macht; er giebt uns einen Vortheil, den wir schon seit 89 Tagen entbehrten, den Vortheil, das Ministerium vollkommen einig n sehen. Dies ist nicht immer der Fall, z. B. wenn es Handelsverträgen ilt, welche die Königliche Unterschrift verpflichten. (Murren. Zahlreiche Sümmen: Zur Sache.) Dann läßt man sich freien Lauf in seiner Laune nd die Handelsverträge werden der Wiederkehr der parlamentarischen Fluthen nd Winde überlassen. Bald ist es der Eine, bald der Andere unserer kollegen, welche Vorschläge durchsetzen, die tief in die Handelsverträge der Negierung einschneiden, wenn sie dieselben nicht von Grund aus zerstören. Mchrere Stimmen: So kommen Sie doch endlich auf die Anzeigen!) ich hielt das Gesetz von 1841 früher selbst für keine Maßregel der Politik, ch gestehe jetzt, daß ich mich damals irrte; ich hoffe, dies wird mir nicht vieder begegnen. (Schallendes Gelächter. Eine Stimme: Es wird ühnen wieder begegnen, wenn Sie wieder Unter⸗Staats⸗Secretair werden.)
Die Königlichen Gerichtshöfe selbst haben die Mission, welche man ihnen
urch das Gesetz von 1841 übertrug, nur ungern angenommen und wün⸗ en, dieser Verantwortlichkeit überhoben zu werden.“ (Nein, nein!) Als man endlich über die Frage abzustimmen beschloß, zeigte der
ügrüsident an, daß mehr als 10 Mitglieder die öffentliche Abstimmung
valangt hätten, daß also diese nach dem neu angenommenen Regle⸗ nent stattzufinden habe. Während dieser Prozedur benahm sich aber iie Opposition so ungeziemend, indem sie die einzelnen Mitglieder, je achdem dieselben stimmten, mit Beifallsruf oder Murren und ironischem Velächter begleitete, wobei die Zuhörer⸗Tribüne ihr noch zu Hülfe kam, daß den Dufaure, der den Präsidentenstuhl einnahm, sich veranlaßt fand, ser Kammer mit einigen strengen Worten in Erinnerung zu bringen, ie sehr dergleichen Manifestationen die Freiheit des Votums und ne Würde der Kammer bloßstellten, und daß weder Reclamationen . Zeichen des Beifalls bei der Abstimmung statthaft seien; eine
vemahnung, die von der Maiorität laut gebilligt wurde.
Marquis von Rumiguy, der französische Botschafter in Belgien, R auf einige Tage hier eingetroffen. —
9 4X Paris, 30. März. Was gestern in der Deputirten⸗Kammer Ig. Abstimmung über den Antrag des Herrn Vivien vorgegangen, ieht klar zu erkennen, für welchen Zwed die Opposttion die Ein⸗ dung der öffentlichen Abstimmung verlangte: man wollte ein
ysem der Einschüchterung gegen die ruhigen, leidenschaftslosen oder
wachen Deputirten organisiren. Die Ark, wie sich die Opposition nahm, indem sie das Votum der einzelnen Deputirten mit Zeichen f eifolls oder Mißfallens begleitete, ist ein würdiges Seitenstück et er Aechtung, mit welcher früher Herr Billault die ganze konser⸗ 9 Partei bedrohte. Der den Vorsitz führende Herr Dufaure eeosg, gelindest gesprochen, unangemessene Benehmen, das ein Fasccgücher Eingriff in die Freiheit der Abstimmung werden könnte.
4 oder 5 konservative Deputirte stimmten im Sinne des Antrags
8
111“ 11“ 483 1 “
des Herrn Vivien und wurden dafür von den Oppositionsbänken mit Beifall begrüßt; aber die öffentliche Weise, in der sie es nach der ——— thun mußten, hatte wenigstens das Gute, daß die Masse der Konservativen, die auch in dieser Frage ihrer Fahne getreu blieben, die Abtrünnigen genau kennt und das Vertrauen, das sie künftig verdienen, danach bemessen kann. Aber von anderem Ge⸗ sichtspunkte aus zeigt sich die Einführung der öffentlichen Abstimmung doch sehr bedenklich, weil sie dem Einfluß und der Autorität der Straße Eingang in die Kammer verschafft. Es giebt ernste und ge⸗ fährliche Anlässe, wo die Erhaltung der Institutionen des Landes selbst auf dem Spiele steht, und wo Mäßigung, Ruhe, Umsicht, freier Entschluß von Seiten der Deputirten in erhöhtem Grade erforderlich sind. Aber gerade bei solchen Gelegenheiten werden die Leidenschaf⸗ ten von außen auf die Tribünen sich drängen und der Versammlung mehr oder minder ihren Willen aufzuzwingen suchen. Es fragt sich, ob dann so viel bürgerlicher Muth vorhanden sein wird, um offen Widerstand zu leisten oder die geheime Abstimmung, die noch als Zu⸗ flucht übrig gelassen ist, zu beantragen.
Wirft man einen Rückblick auf die bisherigen Resultate der Session, so ergiebt sich übrigens, daß es der Opposition, trotz aller Manöver und der äußersten Anstrengungen, doch nicht gelungen ist, mehr als einen einzigen ihrer zahlreichen Anträge durchzusetzen, und dieser ein⸗ zige war eben der des Herrn Duvergier de Hauranne, der übrigens nur eine Abänderung des Kammer⸗Reglements in Betreff der vorbe⸗ sprochenen Frage der Abstimmungsweise betraf. Selbst dieser Antrag ging nur mit einer sehr bedeutenden von Herrn Dupin dem Aelteren beantragten Modisication durch. Dennoch hat die Linke über dieses Resultat große Befriedigung gezeigt und scheint nicht zu sehen, daß gerade darin auch der schlagendste Beweis ihrer Ohnmacht sich zu erkennen giebt.
E“ b-4neI.
CEFSFroßbritanien und Irland.
, London, 29. März. Ihre Majestät die Königin langte heute Mittag 1 Uhr in Begleitung des Prinzen Albrecht und der Königl. Prinzessin nach 1 ½stündiger Fahrt auf der Eisenbahn von Farnborough in Gosport an und schiffte sich unmittelbar darauf in der Königlichen Yacht nach Cowes auf der Insel Wight ein.
Die Annahme der Texas⸗Bill im Kongreß der Vereinigten Staaten und die Antritts⸗Botschaft des Präsidenten Polk haben hier bei allen Organen der Presse allgemeine Unzufriedenheit erregt. Man ergeht sich in strengem Tadel und bitteren Beschwerden über die in dieser Botschaft offenbarten Grundsätze, durch welche die Aufrecht⸗ erhaltung der Sklaverei, die Verstärkung der Macht der Vereinigten Staaten durch den Anschluß von Texas und die Ausdehnung ihrer Gränzen über das Oregongebiet gerechtfertigt werden sollen. Der Standard bemerkt, daß das Prinzip, welches das Recht der Er⸗ werbung von Texas begründen soll, nämlich Ausdehnung der fried⸗ lichen Politik der Vereinigten Staaten, alle Länder der Welt demselben Schicksal wie Texas preisgeben würde, und der Morning Herald glaubt deshalb, Frankreich, England und Mexiko würden auch wohl ein Wort mit zu sprechen haben, ehe dieser Anschluß zu Stande käme. Die whiggistische Morning Chronicle giebt diese Maßregel der Politik des Ministeriums Peel schuld und deutet an, daß Lord Pal⸗ merston die Sachen nicht so weit würde haben kommen lassen, wäh⸗ rend die Times, diese Anschuldigung für grundlos anerkennend, sich darauf beschränkt, in scharfer Weise gegen die demokratischen Prin⸗ zipien amerikanischer Politik zu Felde zu ziehen. „Herr Polk“, schreibt dies letztere Blatt, „folgt seinen Vorgängern auf den Fersen. In seiner Antritts⸗Adresse sinden wir alle die schlechtesten Eigenthümlich⸗ keiten der amerikanischen Staatsmänner wieder, welche seit dem Aus⸗ tritt des Herrn Webster aus dem Kabinet von Washington zur Ge⸗ walt gelangt sind. Wenn Herr Polk als der Vertreter jener Partei erwählt worden ist, die durch Erhaltung der Sklaverei, durch das Repudiations⸗System, durch Angriffe gegen fremde Mächte sich aus⸗ zeichnet, so müssen wir anerkennen, daß er die Erwartungen seiner Wähler nicht getäuscht hat. Seine Sprache über alle diese Gegen⸗ stände offenbart denselben Charakter, welcher seinen Vorgängern eigen war. Sie geht noch weiter. Eine Unwahrheit, die vielfach von Wohlunterrichteten widerlegt worden ist, wird von neuem behauptet. Herr Tyler sagte vor einiger Zeit in einer Botschaft, daß Zweifel darüber walteten, ob Texas ursprünglich ein Theil der Vereinigten Staaten gewesen und auf ungeeigneie Weise von ihnen getrennt worden sei; aber Herr Polk versichert bestimmt: „Texas ist einst ein Theil unseres Landes gewesen, ist unklugerweise einer fremden Macht abgetreten worden, ist gegenwärtig unabhängig und besitzt ein unbestreitbares Recht, seine Souverainetät auf uns überzutragen.“ Diese ganze Behauptung ist ungegründet; erstens, weil Texas nicht einen Theil von Louisiana ausmachte, als dies von Frankreich verkauft wurde, und zweitens, weil der Gränz⸗Vertrag mit Spanien von 1819 ganz bestimmt alle derartige zweideutige Ansprüche für immer ver⸗ nichtete. Aber in dieser Diskussion ist kein Argument anwendbar; der Wolf ist entschlossen, seine Beute zu ergreifen, und es hat nichts zu bedeuten, daß das trinkende Lamm am Bache tiefer steht.“ Diese Bitterkeit der gesammten englischen Presse über die Entscheidung der Texasfrage erklärt sich übrigens sehr leicht aus dem Umstande, daß jede Verstärkung der Macht der Vereinigten Staaten — und der Anschluß von Texas bietet besonders den südlichen Staaten eine be⸗ deutende Stütze ihrer Sklaven⸗Institutionen gegen feindliche Angriffe — England für mögliche künftige Ereignisse in Nachtheil stellt.
Der Morning Herald veröffentlicht ein aus der Festung Ham vom 20sten d. M. datirtes Schreiben des französischen Generals, Grafen von Montholon, worin derselbe sich über die Behandlung Napoleon's auf St. Helena ausspricht und das Benehmen Sir Hud⸗ son Lowe's gegen den Ex⸗Kaiser beurtheilt. Ein Nekrolog des vor kurzem verstorbenen Sir Hudson Lowe im United Service Ma⸗ gazine hat das Schreiben des französischen Generals veranlaßt. Es geht daraus hervor, daß das Urtheil über den vielfach seiner Härte wegen angegriffenen Gouverneur von St. Helena selbst bei den vertrautesten Freunden Napoleon's einen milderen Cha⸗ rakter annimmt und darum die Verdächtigung desselben in der Weise, wie sie stattfand, nicht zu rechtfertigen war. Graf Montholon protestirt allerdings gegen die Behauptung des Verfassers des Nekrologs, daß Napoleon auf dem Sterbebette große Achtung vor dem Charakter des englischen Generals kundge⸗ geben und das Wohlwollende in seinem Benehmen anerkannt habe und versichert, die Beschwerden der Franzosen auf St. Helena seien nicht, wie behauptet worden, das Resultat eines systematischen Planes gewesen, der Theilnahme für Napoleon rege zu machen bezweckte; das Sachverhältniß in O'Meara's Schrift sei vielmehr der Wahrheit gemäß dargelegt und die Aeußerung Napoleon's selbst in seinem Testament nicht übertrieben, aber er verwahrt sich dagegen, als habe er jemals in anderen, als amtlichen Beziehungen zu Sir Hudson Lowe gestanden und will die Vorzüge desselben als Militair und Privatmann durchaus nicht seinem Urtheile unterwerfen. Er er⸗ klärt dagegen, daß er den englischen Gouverneur nur als den politi⸗ schen Agenten der britischen Regierung in Betracht ziehe und ihn als solchen in der Behandlung Napoleon's wie die britische Regierung überhaupt der heftigsten Animositätt anklagen müsse. Im Uebrigen giebt Graf Monthoson mit Vergnügen zu, daß der Einfluß der Ge⸗
mahlin Sir Hudson Lowe
Hul 's bei vielen Gele Napoleon's wirksam verwe
ndet worden sei.
Spanien.
Das durch einige frembe Bläͤtter Königin Marie Ch rderung gerichtet,
afen von Trapani, demnächst hierher doch Ueberra
genheiten zu Gunsten
Madrid, 24. in Umlauf gesetzte Gerüch den König von Neapel die Auffo befindlichen Bruder, den Grafe Hand der Königin Isabella ohne Glauben zu sinden, sämmtlicher Parteien bezweifeln die deshalb, weil sie voraussetzen, daß die Kö ohne der Zustimmung der Nation deren Entscheid
ristine habe an seinen in Rom als Bewerber um die zu schicken, hat hier, — Die Blätter jener Angabe schon Mutter zu viel Er⸗ der Minister und der ent⸗ ssert zu haben, für sich ung, den von den Mini⸗ rungen gemäß, erst später erf chtigste und ent sie die einzi ng der Parteien nd dauernde Wiede
fahrung besitzt, um, sprechenden Wünsche eine Frage lösen zu wollen, stern den Cortes vielsach ertheilten Zusiche Mitwirkung der National⸗Vertretung und Die Vermählungsfrage ist jedenfalls die wi für dieses Land, schon deshalb, weil richtiger Lösung wechselseitig Aussöhnung, des inneren F wärtigen Um pani in der Parteien einer die Hand geben, die Re setzen und wohl gar nö Stimmung des Landes spricht sich so öffentli
nicht ohne olgen soll. entscheidendste ge ist, aus deren und deren rherstellung Unter den gegen⸗ Grafen von Tra⸗ eln, den extremen en der Waffen an rößte Verlegenheit er von der wahren Weise zu unterrichten. holen aus, und der Mi st derselben so entschieden aun⸗
r, wie der hier beglaubigte
ni, seinen Hof ohne Zweifel
iß gesetzt haben jugendlichen Isabella, vermählt Auch bezweifelt der Natur mit ist aber doch der An⸗ 8 vollendetere Entwicke⸗ azu beitragen werden, den even⸗ Prinzen künftighin hier Anklang zu ver⸗ gehend, rieth der hier beglau⸗ vorigen Sommer der Königin daß der Graf von Trapani unter ahre lang auf Reisen och damals seine Ein⸗
e Annäheru damit aber die wahre u riedens Spaniens hervorgehen kann.
stinden würde aber das Auftreten des albinsel diesen Zweck geradezu vereit zum abermaligen Ergreif gierung selbst in die g thigen, den jungen Bewerb auf schonende ch und so unver selbst hat das Gewicht
scharfer Beobachte ndte, Prinz Cari
n Vorwand
neapolitanische Gesa von den bedenklichen Folgen, wel fen von Trapani herbeiführen kön t Daß die Königin Mari Bruder mit ihrer erlauchten Tochte zu sehen wünsche, wird man eben so wenig, höchst schätzbaren Eig sicht, daß ein etwas lung jener Eigenschaften gar sehr d tuellen Bewerbun schaffen. Von die bigte Vertreter einer großen Macht im Christine an, darauf zu bestehen, Leitung geeigneter Personen zwei geschickt werde, der Köni willigung dazu versagt h Dem Vernehmen nach bewirbt Francisco de Paula sich um die H ten Schwester seiner verstorbenen Gemahlin Eine Abschrift der von Herrn Martine gresse der Deputirten erwä Gesicht gekommen. zeigt in ihr dem He
e Christine ten à r, der Königin ziemlich allgemein behauptet. daß der Graf von Trapani von enschaften ausgestattet sei, gereifteres Alter und eine
zeugung aus
oder drei J g von Neapel soll jed
gegenwärtig der Infant Don jüngsten noch unvermähl⸗
a Rosa im Kon⸗ ist mir zu mbruschini, an, die päpstliche Regie⸗
hnten päpstlichen Mitt Der Staats⸗Secretair, Kardinal irn Castillo y Ayensa rung hätte an das wiener Kabinet die Anft wendungen erheben würde, über die kirchlichen Angelegenheiten eröffnete. so zeige der päpstliche Stuhl che Unterhandlungen einzugeh daß der Papst neben der Zur r Weltgeistlichkeit au
Uebrigens sollen di
rage gestellt, ob es Ein⸗ panien Unterhandlungen a nun die Antwort dies und seine Be⸗ dem Herrn Ca⸗ ücgabe der un⸗ ch auf Wiederherstellung e überspannten Ansichten durchaus keinen Anklang in Rom fin⸗ nan sich auf folgende Thatsache. Das em Absterben des Kardinal⸗Erz⸗ Streite mit der Regierung und gnirten Erzbischof Vallejo, noch als geistlichen Admini⸗ Als Letzterer endlich re⸗ im Wider⸗ Konziliums, Kapitels richtete
s in den so eben nschen gemäß verfahren habe. dieses Aktenstückes in lateini⸗ inderzahl anvertraut, weil kein
s fähig war, sich dieses Ge⸗ päpstliche Stuhl
n, es heißt aber,
falls sie mit S
verneinend ausfiel, reitwilligkeit, auf sol Es scheint, veräußerten Güter de einiger Klöster besteht. mancher spanischen Geistlichen den. Unter Anderem beruft n. Dom⸗Kapitel von Toledo lag bischofes Inguanzo in beständigem wollte weder den von dieser de Kanonikus des Erzbisthums anerkennen. das Kapitel Satzungen Administration in corpore. darauf an den päpstlichen Stuhl di erwähnten Angelegenheiten seinen Wü Sonderbarerweise ward die Abfassung scher Sprache einem Mitgliede der der Majorität angehörender Kanoniku schäftes zu unterziehen. ertheilte, wird von dem K daß sie dahin laute, st Herr Golfanguer hätten die Erzdiö pitel möge ohne Verzug
tridentiner Mehrzahl des Anfrage, ob e
Die Antwort, welche der apitel selbst geheim gehalte signirte Erzbischof Vallejo, rechtmäßig administriren können, zur Wahl eines Administrators
owohl der de
und das Ka
Die Kommission des Senates, unveräußerten Güter der Weltgeistli aus den Herren Gareli, Ruiz de la Frias und Herzog von Gor. sprechende Gutachten wird zu Er
Wie sehr man, namentlich in Paris,
welche über die Zurückgabe der chkeit zu berichten hat, besteht Vega, Olavarrieta, Herzog von Das dem Regierungs⸗Antrage ent⸗ nde dieser Woche diskutirt werden.
sich selbst und Andere über zu verblenden sucht, beweist aufs neue ein von unter dem 3ten gerichtetes Schrei⸗ schwörung von Vitoria) zuschrieb, so konnte diese In⸗ g ununterrichteten Theile des Publikums hauptet, die Vilumasche Par⸗ habt und schreibt unter dem ber das angeblich esparteristische Militair⸗ ssen karlistischer Ten⸗ eiten mit größe⸗ Allg. Augsb. e des erwähnten Komplotts — im Heraldo vom 19ten ab⸗ er selbst wird bekennen müssen, daß mein
die hiesigen Ereignisse dort an die Allg. Augsb. Ztg. ben, worin es heißt: „ anfangs einen esparteristischen Charakter sinuation (!) nur bei dem völli Eingang sinden.“ 1 tei hätte die Hand dabei im Spiele ge 5ten: „Die Untersuchungen ü Komplott zu Vitoria haben denz gegeben.“ Unmöglich ist es, rem Dünkel vorzutragen. Ztg. gebe sich die Mühe, die Aktenstück sie sind mit ermüdender Weitläuftigkeit gedruckt — durchzulesen, und Ausspruch begründet ist.
Am letzten Börsentage, stiegen, trotz der von P Zproz. baar 34 8, auf 60 Tage 35 ½.
Wenn man ihr (der Ver
Der Korrespondent be
den Beweis von de gröbere Unwahrh Der Korrespondent der
vorgestern, sind die Fonds abermals ge⸗ ngegangenen demüthigenden Nachrichten. 5proz. baar 25 ½, auf 60 Tage 26 %.
Merihko.
Nach Privatbriesen aus Mexiko, die, n Personen herrührend, in den Ver⸗ „ ist die mexikanische Regierung unmittelbar nach Eingang von der Annahme der Texas⸗ ereinigten Staaten den Krieg zu erklären und Kaperbriefe
Es soll großer Enthustasmus in dieser Sache herrschen und alle Parteien zum Widerstande gegen die Vereinigten Staaten entschlossen sein. — Santana hat durch seine Reumüthigkeit viele seiner Feinde versöhnt, und man glaubt jetzt gewiß, daß er mit der Verbannung davonkommen wird. Wahrscheinlich begieht er sich nach Cuha, da er weder
London, 27. März.
ch von sehr hochgestellte Staaten eingegangen sind entschlossen, Bill den V auszugeben.