1845 / 110 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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Bekanntmachungen. [346] 8

Die im Namslauschen Kreise belegene, zwei Meilen von der Kreisstadt entfernte Königliche Domainen⸗Pach⸗ tung Wallendorf, bestehend aus den gegenwärtig noch zum Königlichen Domainen⸗Amte Skorischau ge⸗ hörigen Vorwerken Wallendorf, Klein⸗Butschkau, Bach⸗ witz und Meierei Hannuschowsky, einer bedeutenden Feichnußung und dem bei Skorischau belegenen Fisch⸗ hälter⸗Gehöfte nebst Zubehör, soll vom 1. 4 uli 1845 ab auf Dreißig hinter einander folgende Jahre bis Johanni 1875 2

im Wege der Submission verpachtet werden. 4 äü Der Flächeninhalt sämmtlicher Grundstücke besteht aus:

2376 Morgen 33 ¶R. Ackerland, 1

597 10 Gefeazx,

271 156 » Teichen,

34 „»„ 157 » Gärten,

gb 53 »„ 108 » einzelne Wiesen⸗ u. Acker⸗Par⸗

1 zellen, die durch Unterverpach⸗ tung zu nutzen sind,

3243 Morg. 104 R. in Summa nutzbarer Fläche.

Außerdem werden mitverpachtet die zu den Vorwer⸗ ken gehörigen Dreschgärtner⸗Etablissements; die von ein⸗ zelnen Einsassen zu Bachwitz und Klein⸗Butschkau un⸗ entgeltlich zu leistenden Altertage und die von Einsassen zu Wallendorf, Bachwitz, Dziedzitz und der Mühle zu Hannuschowsky zu liefernden Naturalien.

Das Minimum des jährlichen Pachtzinses ist auf 2880 Thlr. 16 Sgr. 7 Pf., in Worten: Zwei Tausend Acht Hundert und Achtzig Thaler Sechze9hn Silbergro⸗ schen und Sieben Pfennige, inclusive 950 Thlr. in Golde festgestellt worden, unter dieser Pachtsumme sind jedoch die zu 4 pCt. berechneten Zinsen eines eisernen König⸗ lichen Inventars von 4400 Thlr. mit inbegriffen.

Die Pacht⸗ und Submissions⸗Bedingungen, welche mee zugleich die nähere Belehrung darüber enthalten, wie es mit der Abgabe der Pacht⸗Offerten und deren Annahme, ferner mit der Enisiegelung der Submissio⸗ nen und der Entscheidung über den Zuschlag gehalten werden soll, sind in der Königlichen Regierungs⸗Do⸗ mainen⸗Registratur allhier und im Königlichen Domai⸗ nen⸗Amte Skorischau in den gewöhnlichen Geschäfts⸗ stunden zur Einsicht der Pachtbewerber ausgelegt. Wol⸗ len Letztere die Pacht⸗ und Inventarienstücke in Augen⸗ schein nehmen, so haben sie sich dieserhalb an den Herrn General⸗Pächter Fischer zu Skorischau zu wenden.

Pachtlustige, die mit blaubhaften Ausweisen über ihre landwirthschaftliche Ausbildung und über den Besitz ei⸗ nes disponiblen Vermögens von mindestens 25000 Thlr. versehen sind, haben die versiegelten Submissio⸗ nen bis spätestens den 5. Mai cr. dem Herrn Geheimen Regierungsrath von Hauteville (Albrechtstraße Nr. 52) unter gleichzeitiger Deponirung der auf 1500 Thlr., geschrieben: Ein Tausend Fünf Hundert Thaler, festgesetzten Bietungs⸗ und Pacht⸗Caution auszuhändigen.

Bis zur erfolgten, dem Königlichen Haus⸗Ministerio,

General⸗Verwaltung für Domainen und Forsten, un⸗ umschränkt vorbehaltenen Auswahl unter den Submit⸗ tenten bleiben dieselben an ihre Gebote gebunden.

Breslau, den 29. März 1845.

8 Königliche Regierung. 1 1 Abtheilung für Domainen, Forsten und direkte Steuern.

1302] Publiceandum. Das im Departement des Ober⸗Landesgerichts zu Marienwerder im stargardter Kreise belegene adelige Gut Wentkau Antheile A und B zufolge der nebst dem neuesten Hopothekenschein und den Verkaufs⸗Be⸗ dingungen in hiesiger Registratur einzusehenden Taxe auf 20,916 Thlr. 4 Sgr. 8 Pf. landschaftlich abge⸗ schätzt, soll in dem am 27. September 1845, Vormittags 10 Uhr, Nachmitiags 3 Uhr, vor dem Herrn Pber⸗Landes erichtsrath Hüischfeld im Kon⸗ ferenzhause des unterzeichneten Ober⸗Landesgerichts an⸗ ehenden Termin im Wege der Execution öffentlich ver⸗ kauft werden. Marienwerder, den 13. März 1845. . Königl. Ober⸗Landesgericht. Civil⸗Senat.

1296] 3 Stadtgericht zu Berlin, den 27. Februar 1845. Das am Enke⸗Platz Nr. 1, in der Besselstraße Nr. 6, belegene Skodowskysche Grundstück, gerichtlich abge⸗ schäßt zu 11,734 Thlr. 5 Sgr. 6 Pf., soll

am 13. Oltober 1845, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

„Die dem Aufenthalte nach unbekannten Gläubiger: Kaufmann F. Müller, Gastwirth Fahann Friedrich Christian Lange und Kaufmann Wilhelm Emanuel Ferdinand Müller werden hierdurch öffentlich vorgeladen.

8*

Nothwendiger Verkauf.

[297] Nothwendiger Verkauf.

Steadtgericht zu Berlin, den 28. Februar 1845. Das hierselbst in der alten Jakobsstraße Nr. 104 und 105 belegene Grundstück des Steinmetzmeisters Ackermann, gerichtlich abgeschätzt zu 21,076 Thlr. 25 Sgr. 9 pf⸗ soll Schulden halber am 10. Oktober 1845, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy⸗

poethekenschein sind in der Registratur einzusehen.

Nothwendiger Verkauf. EE11“ Stadtgericht zu Berlin, den 6. März 1845. Das in der Blumenstraße Nr. 63 a belegene Grund⸗ stüch des Kunstgärtners Jaenicke, gerichtlich abgeschätzt zu 7775 Thlr. 24 Sgr. 6 Pf., soll

am 17. Oktober 1845, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen. x

[345 b] .

Auf den Antrag des gerichtlich bestellten Nachlaß⸗ Kurators werden hiermit die unbekannten Erben des am 12ten vorigen Monats verstorbenen hiesigen Bür⸗ ers und , Gottfried Nicolaus Johannes Fürchhof aufgefordert, in einem der zu diesem Zweck auf den 24sten dieses, den 8ten und 22sten künftigen Monats, Nachmittags 3 Uhr, angesetz⸗ ten Termine ihre vermeinten Erb⸗Ansprüche an die Verlassenschaft des genannten Verstorbenen unter gehö⸗ riger Nachweisung ihrer Berechtigung, entweder in Per⸗ son oder durch hinreichend legitimirte hiesige Bevoll⸗ mächtigte, vor uns anzumelden; widrigenfalls sie zu gewärtigen haben, daß sie durch die am 4. Juni d. J.

in öffentlicher Diät zu publizirende Prällusiv⸗Erkenntniß mit ihren Ansprüchen ausge weiter werden gehört werden. Stralsund, den 12. April 1845. zum Sta

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er Anzeiger.

schlossen und damit nicht

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dikammergericht.

Erichson.

11

Preußische Renten⸗Versiche⸗

[313 b]

rungs⸗Anstalt.

Bekanntmachung.

b2 Zurnt

Mit Bezug auf die allgemeinen Bestimmungen vom

8. April 1840 wird hierdurch zur öffentlichen

enntniß

ebracht, daß die Nachweisung von den im Laufe des ahres 1844 ersolgten und bei uns gebuchten Nach⸗ tragszahlungen auf unvollständige Einlagen aller bestehenden Jahres⸗Gesellschaften in unserem Büreau sowohl, als bei sämmtlichen Agenturen vom 25sten d. Mts. ab auf 4 Wochen (d. i. bis 25. Mai d. J.)

ausliegen wird.

Jedem, der im Jahre 1844 hier oder bei den Agen⸗ turen Nachtragszahlungen auf unvollständige Ein⸗ lagen geleistet hat, bleibt es überlassen, sich aus jener

Nachweisung

u überzeugen, ob die darin bei seinen

Nummern aufgeführten Nachtragszahlungen mit den Quittungen auf den Interimsscheinen übereinstimmen, und sind etwanige Abweichungen sogleich und spätestens innerhalb 4 Wochen nach Auslegung der Liste uns un⸗ mittelbar zu melden, indem die Anstalt, unterbleibt

eine solche Meldun sung aufgeführten

nur für die in der Nachwei⸗ achtragszahlungen einstehen kann.

Die Eingangs erwähnte allgemeine Bekanntmachung

vom 8. April 1840 ist na Nachweisungen mit abged Berlin, den 8. April 1845.

chrichilich auf den ausgelegten

Direction der Preußischen Renten⸗Versicherungs⸗Anstalt.

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er Eisenbahn.

Nach dem Inhalte der von uns ausgegebenen Quittungsbogen ist der Schlußtermin für die

fünfte Ein⸗ zahlung

auf die Actien unserer Gesellschaft auf den W1I11n;

festgesetzt worden und beträgt die einzuzahlende Rate nach Abzug der den Actionairs gebührenden Zinsen 18 Thlr.

12 Sgr. pro Actie.

Wir machen hierauf mit dem Bemerken aufmerksam,

daß die Einzahlungen

vom 15. April an aanch (mit Aus⸗

nahme der Sonn⸗ und Festtage) bis zum 1. Mai c.

in Berlin bei unserer Hauptkasse, Oranienburgerstraße Nr. 17, in den Stunden von 9 Uhr Morgens bis 2 Uhr Nachmittags und

in Hamburg im Büreau unserer dortigen Directions⸗

NNachmittags, angenommen werden.

Deputation, Neustädter Fuhlentwiete Nr. 75, in den Stunden von 9 Uhr Morgens bis 2 Uhr

Ver in Hamburg die Einzahlung per Banco leisten will, hat für jede Actie 35 Mk. Banco 13 Sch. an die Banco⸗Conto der Berlin⸗Hamburger Eisenbahn⸗ Gesellschaft daselbst abzuschreiben.

Jeder Einzahler hat mit dem Gelde die betreffenden Quittungsbogen und außerdem eine Designation einzu⸗ reichen, auf welcher die Nummern der letzteren ihrer Reihefolge nach verzeichnet sein müssen.

Formulare zu diesen Designationen sind in unseren Büreaus in Berlin und Hamburg unentgeltlich zu ha⸗ ben. Einzahlungen, bei welchen die Quittungsbogen nicht von dieser ordnungsmäßig ausgefertigten Designa⸗ tion begleitet sind, werden zurüͤckgewiesen.

Ueber die eingezahlten

eldbeträge wird sofort eine

Interims⸗Quittung ertheilt, gegen deren Rückgabe 8 Tage später die Quittungsbogen abgefordert werden können. Die Quittungen auf den Quittungsbogen werden unter Beidrückung eines Stempels, in Hamburg durch ein Mitglied der Direction und in Berlin durch den Rendanten Schubart

vollzogen werden.

er den Termin der Einzahlung versäumt, hat die in den auf der Rückseite der Quittungsbogen abgedruck⸗

ten §§. unseres Statuts

gewärtigen.

her bezeichneten Nachtheile zu

Zugleich machen wir den Actionairs unserer Gesell⸗

schaft hiermit bekannt,

geleisteten Einzahlungen 40 pCt.

daß, nachdem durch die bisher

des Betrages der

Actien vollständig zur Gesellschafts⸗Kasse berichtigt sind,

gemäß Plenar⸗Beschlusses Nr.

151. vom 10. Februar

d. J. der hierzu durch das Statut ermächtigte Ausschuß diejenigen ursprünglichen Actienunterzeich⸗ ner, welche ihr Anrecht auf Aclien an an⸗ dere übertragen haben oder ferner übertra⸗

en werden, der persönlichen Verpflichtung

har die ferner zu leisten in Gemäßheit des Köni senbahn⸗Gesetzes vom

den Einzahlungen,

gl. preußischen Ei⸗ 3. November 1838,

§. 2. Nr. 4, entlassen hat und die denselben entsprechenden Rechte der Gesellschafi fort⸗

an nur gegen die Inhaber der

Quittungs⸗

bogen geltend machen wird. Berlin und Hamburg, den 28. März 1845. Die Direction der Berlin⸗Hamburger Eisenbahn⸗ Gesellschaft.

Costenoble. v. Lehsten. Asher, Dr. Wolff. Borger.

[196 b]

28 2)

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Bekanntmachung.

Conrad. Neuhaus. Mmannnn Die Actionaire d. Mag⸗ deburg⸗Cöthen⸗Halle⸗ Leipziger Eisenbahn⸗Ge⸗ sellschaft werden hierdurch ersucht, ihre Actien, Be⸗ hufs der Beifügung einer neuen Serie Dividenden⸗ scheine, in der Zeit vom 1. April bis ult. Mai c. mit zwei gleichlautenden,

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Fatlag. n ni n ZEEE1u ] bmaom nam

vom Praͤsentanten eigenhändig vollzogenen Designatio⸗“ nen, von denen die eine auf einem ganzen Bogen ge⸗ schrieben sein muß, bei unserer Hauptkasse einzuliefern und sie demnächst 8 Tage nach der Einlieferung in den Nachmittagsstunden von 2—6 Uhr daselbst wieder in Empfang zu nehmen. 2 Magdeburg, den 8. März 1845. . Direltorium der Magdeburg⸗Cöthen⸗Halle⸗Leipziger Eisenbahn⸗Gesellschsft.

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Nh num.

[389] In Sachen das Gesuch des Justizraths von Hoff in Wernigerode, als Kurators des Kapitels St. Sylvestri et Georgii daselbst, um Mortifizirung der unterm 13. Mai 1679 erneuerten Schuldverschreibung über 500 Reichsgulden oder 277 Thlr. 18 gGr. 8 Pf. alte Species, welche das gedachte Kapitel bei der hiesigen Stadt zinsbar belegt hat und zu den s. g. Aerarien⸗ Kapitalien gehört, welche, nachdem das s. g. große Stadt⸗ Aerar der Verwaltung und Benutzung bei dem Kam⸗ mer⸗Vermögen unterstellt ist, als unkündbare Kapitalien aus Herzoglicher Kammer⸗Kasse verzinst werden, be⸗ treffend, wird hiermit für Necht erkannt:

daß der etwanige Inhaber der abhanden gekommenen,

vorerwähnten Verbriefung, weil derselbe seine ver⸗

meintlichen Ansprüche an dieselbe in dem zu dem

Ende auf den 7ten d. Mts. angestandenen Termine

und bis jetzt nicht angemeldet hat, dem in der Ediktal⸗Ladung vom 28. November v. J. angedroheten Präjudize gemäß, mit seinem aus dem Besitze der fraglichen Schuldverschreibung fließenden Rechte nunmehr ausgeschlossen und diese damit für mor⸗ tifizirt erllärt werde.

Uebrigens erstreckt sich die Wirkung des wegen der nachgesuchten Mortifizirung angestellten Verfahrens und darauf abgegebenen heutigen Erkenntnisses nur auf den Schuldner, welcher durch die in dessen Gefolg etwa ge⸗ leistete Zahlung von aller durch den Darlehns⸗Vertrag übernommenen Verbindlichkeit liberirt und gegen alle künftige Ansprüche, womit ein sich nicht gemeldeter In⸗

haber der mortifizirten Schuldverschreibung eiwa noch hervortreten lönnte, völlig gesichert wird; jedoch kann der verhandelte . und dessen Ent⸗ scheidung auf das etwanige Recht eines solchen dritten Besitzers gegen seinen Vorgänger im Besitze desselben keinen Einsluß haben, vielmehr steht die Versolgung desselben demjenigen, welcher es gehörig zu begründen und auszuführen vermeint, noch immer frei und offen. Das heutige Erkenntniß tritt nach Ablauf von vier Wo⸗ chen gesetzlicher Vorschrift zufolge sogleich in Rechtskraft. van ahaen. den 4 April Lebn erzogliches Stadtgericht 2ten Bezirks.

8 Ed. Riesell.

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Bad Nenndorf in Kurhessen.

Die Bade⸗Anstalt zu Nenndorf wird auch in diesem Jahre am 1. Juni eröffnet; in derselben werden Schwe⸗ felwasser⸗, Gas⸗ und Schlamm⸗Bäder, so wie reine Sool⸗ und mit Schwefelwasser gemischte Soolbäder gegeben. An demselben Tage wird auch die daselbst im vorigen Jahr gegründete und durch so manche glück⸗ liche Erfolge sich schon bewährte Molken⸗Anstalt eröffnet, und kann von dieser Zeit an bis zu Anfang September täglich süße Molke getrunken werden. Anfragen in ärzilicher Beziehung sind an die beiden Herren Brunnen⸗Aerzte Dr. Grandidier und Dr. Cordemann, und die Wohnungs⸗, so wie die Be⸗ stellungen auf Schwefelwasser, welches in gut verschlos⸗ senen Flaschen weit versendet wird, sind an den Kastellan Dimme zu Nenndorf zu richten.

Kassel, am 31. März 1845.

Kursürstlich hessische Brunnen⸗Direction des Bades Nenndorf. Hanstein⸗Knorr.

Literarische Anzeigen. So eben ist erschienen und durch alle Buchhandlungen

zu beziehen, in Berlin bei E. H. Schroeder, Buch⸗ und Kunsthändler, Linden 23, Jagorsches Haus: 1391 Ueber

und die öI1 unserer Zeit. ine medizinal⸗polizeiliche Abhandlung

ür Staats⸗ und Polizei⸗Beamie, Sittenlehrer, Sittenrichter, Aerzte, so wie für Jeden, den die Aufrechterhaltung der aallgemeinen Sittlichkeit interessitt,

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Wundarzt erster Klasse zu Grabow bei Stettin. Geh. gr. 8. Preis ½¼ Thrlrrlxl. ö““ I es [390]

Bei C. A. Koch in Greifswald sind so eben nach⸗ stehende Bücher erschienen und in allen Buchhandlun⸗

gen zu haben, in Berlin in der P l 9 hn schen Buchhandlung (L. Nitze), Jägerstraße Nr. 37:

Aeschylos Eumeniden. Deutsch mit Einlei- tung und Anmerkungen von G. F. Schoe- mann. gr. 8. geh. 1 Thlr. 7 ½ Sgr.

Winckelmann und die Archäologie. Eine Rede am 9. Dezember 1844 in der akademischen Aula zu Greifswald, gehalten von G. F. Schömann. gr. 8. gehestet. 7 ½ Sgr.

Archiv skandinavischer Beiträge zur Naturgeschichte. Herausgegeben von Chr. F. Hornschuch. 1ir Band 28 Heft. Inhalt: 1) Der Frühling, eine botanische Betrachtung von Dr. Elias Fries in Upsala. 2) Bota- nisch-antiquarischer Ansflug zu den Nymphaea- ceen der Griechen. Von Demselben. 3) Ver- wahrung gegen manche über einzelne schwedi- sche Pflanzen hier oder da angenommene An- sichten. Von Demselben. 4) Ornithologischer Beitrag zur skandinavischen Fauna, gesammelt

———

RVoder dessen Werth zu verabreichen haben, nur c8

in dem nördlichen Skandinavien. Von A. W.

eln murxa ga. 9 m 1 ve 4 1. mNdn- Aa 1a 4 kio Auff 1.edeeee. 88111111 Igx. hipen mwvnlnS 58 Malm. 5) Uebersetzungen und Auszüge Das Abonnement beträgt: NUun georh der Uebersicht der Verbandlungen der K. A 2 kthlr. sür ¼ Jahr. EE1“ demie der Wissenschasten in Stockholm 4 Rihlr. †¼ Jahr. * Jahre 1944. 6) Skandinavische naturgeachin 8 Kthlr. I Jahr. liche Literatur der Jahre 1842. 1843. 42 allen Theilen der Monarchie Archiv der Mathematik und Physik, herausgeze ohne Preiserhöhung. von J. A. Grunert. é6r Band, 29 Heft, p. zzfertions-Gebühr für den zaum einer Zeile des Allg. Bericht über die Verhandlungen des Baltischen 1 Anzeigers 2 Sgr. eins für Förderung der Landwirthschaft währen Haupi⸗Versammlungen desselben vom Sommer

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bis dahin 1845. 1ste Hälfte. Herausge 1—

dem Vorstande des Baltischen Vereigebaan

geheftet. 25 Sgr. 8 7 11“ R

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sind im Verlag der Schlesin er

schen Buch- und Musibhandlung, 34 Linden b 26½ 3 schienen und durch alle solide Musikhandlans Feland., B lag;np va dnhe Sr. e he . zu haben: 1 3 . 2 5 -1;e, ; b ; ilbietung der Wolle vor Anfang der Wollmärkte. bhsrev—Ce, rrenf eallancruneaneeien an geatsche Bundesstaaten. Aonigreih Babern, Nonphen⸗ u“ 1 Thlir. Alkan. L'Amitie p. burg. Graf von Montgelas zum Geschäststräger in Dresden er⸗ 1 Thir. Anhong zu hee Kl. zer chat b. ki nannt. Königreich Sachsen. Buchdruckereien in Leipzig. 4 9 81 zndige Pianof6 len. lLeiege Belgische Handels⸗Reisende. Großherzogthum Sachsen⸗ 3- 8 sgrbeg, Ancn Cartestüche 2 Weim ar. Mildernde Bestimmungen mit Beziehung auf die Auslän⸗ den aee Seeere —— Danne ber. Freie Stadt Hamburg. Senator Pehmöller †. üen 8 1 889 92 8 ae. Hesterreichische Monarchie. Schreiben aus Wien. (Censur⸗ und ar.es, e e. 38 Wiw.- 12 preßverhältnisse; Donau⸗Dampfschifffahrts⸗Gesellschaft.) 8.12 „edisches Lied der Jenny Lind. 8 82 82nn tüßland und Polen. St. Peiersburg. Ernennung. Ver⸗ ö p. 18 21078 .* 8-. Duzzebh ordnung über die Aus⸗ und Einfuͤhr von Platina. Polizeiliche Maß⸗ . 1.à1 8* C 1nr eh ,n tegeln hinsichtlich des Phosphor⸗Handels. Messe zu Tjumen. leh schmitt es Sern pi 84 88 n; e brankreich. Pairs⸗Kammer. Beseitigung der Petition gegen die IE“ 25 F d- Manden. 3 lis Torlesungen von Michelet und Quinet. Em er. Cf. 755, A Lier, à Thlr. L. Sen. n Der Geset⸗Entwurf über die Sparkassen. Paris. Hosnachrichten. Piano. Op. 755. pi 2 0 756 4 15,9 * Bla. Lorschlag gegen das Duell. Abd el Kabder und die Marokkaner des de Salon p. 3 Rorn P. Melodte à1 1; Die Pairs⸗Kammer und die Sklaven⸗Emancipation. Fürstin von David, See ¹ 4 8 nes nom. h Salm⸗Dpk †. Vermischtes. Briefe aus Paris. (Kammer⸗Arbeiten. Soprano on ; r2n- 8 u. 8e. 1, Handelsvertrag mit Marofko; Dampfbooi⸗Verbindung zwischen Havre jour des morts Der Tag f. Bass gr. Dib und Dover; Beschwerdefall in Betreff des Durchsuchungsrechts; Santana ler. Carlotta-, Maria- et Elisa-Polka p. Pim aus Meriko verbannt.) Op. 56. 3 Livr. à t e. P. 1eeh 4 1 großbritanien und Irland. London. Hofnachricht. Die Ti⸗ Eckardt. Lieder f. Sopran od. Tenor. 3 nes über die Texas⸗ und Oregon⸗Frage. London. Unterhaus⸗ Debatte über die Maynooth⸗Bill abermals ver⸗ tagt. Vermischtes.

zelhien. Brüssel. Gesetz⸗Entwürfe zu Eisenbahnen. Feststellung de Eisenpreise. Eisenbahn⸗Einnahme. Bildung einer Eisenbahn⸗ Gesellschaft. Kanal⸗Projekt.

chweden und Norwegen. Stockholm. Reichstags⸗Verhandlungen. däanemark. Kopenhagen. Verordnung wegen Heilighaltung der Sonn⸗ und Festtage. Schiffsnachrichten. 8

Sgr. d 28 8 öchweiz. Kanton Zürich. Verhandlungen der Ta satzung. Ge⸗ Op. 48. ¾ Thlr. Hänten, Fr. Cornelia -Vale- schenk Sr. Majestät des Königs von Preußen an die Felsberger. Piano 10 Sgr. Kalkbrenner. Cesferieeh. ürkei. Konstantinopel. Unruhen in Albanien. Entsassung der Op. 128. ¼ Thlr. Kullak. Carnaval de enie⸗ denphen. Vermischtes. Piano. Op. 9. No. J. & Thlr. Grace ct Capis ereinigte Staaten von Nord⸗Amerika. Schreiben aus New⸗ Piano à 4 mains. Op. 25. 17 ½ Sgr. Krebe. E Pork. (Differenzen zwischen dem Präsidenten und dem Senate; die di⸗ Stern. Op. 137. f. Sopran und Alt 12 ½ Sgr. 5 Aomatischen Agenten Mexilo's stellen ihre Functionen ein; Stand der der f. Alt od. Bariton. Op. 135. à 10 Sgr. Lemekh Anschlußfrage.)

Stündchen f. Sopran od. Tenor. 10 Sgr. Ihngtegas. London. Feindselige Stimmung gegen das Anschluß⸗Projekt. Lied: Und wüssten's die Blumen. 10 Sgr. Os bomMfsenba nen. Köln⸗Mindener Bahn. 1.n ., wesche⸗ der Kö⸗ Menuet p. Piano. Op. 46. 5 Sgr. Panseron!] nigl. Eisenbahnen in Bayern. St. Petersburg. Neue Actien⸗ Exercices et 25 YVocalises pour Mezzo-Sopraw q Piano. 4 Thlr. Prudent. Scherzo p. Piam. 0. 19. 12 ½ Sgr. Reissiger. Männerchor-Gesign Quartette für frohe Liedertäfler. 2te Sammlung. 0)

Inhalt. gutlicher Theil. rovinz

erbot der

Gumbert. 5 Lieder f. Sopran od. Teuor. 09] ½˖ Thlr. Das beittelnde Kind. 9p. 8. Thlr. Iluch Augen. Weil ich nicht anders kann. Für Ald Bariton à 5 Sgr. Gung'l, Joh. Op. 6 - 10: hm la dunse! Walzer. Heiter auch in ernster Zeit! zer s. Pste. à ¾ Thlr. Proteus-Polka, Faschigg streiche-Galop, f. Piano à 5 Sgr. Beide f. Orches 1 ½ Thlr. Vorwärts! Marsch f. Orchester 25 Sgr,. Piano 5 Sgr. Heller. Silvana, Pastorale p. Fia

Verhandlungen: Die

Emittirung für die Don⸗Wolga⸗Bahn.

andels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börse.

dge 285 . (Ein neues Ballet von Taglioni, „Der Schutzgeist“.) Deerdnene 1. 25 Ser. Ien Frto Lrtllont er uh eistliche Musik in der Garnison⸗Kirche. Konzert von E. Prudent.

sicile p. Piano, Violon et Violoncelle. Op. f1 eilage. 1 ¾ Thir. Rosellen. Barcarolle p. Piano. 0p.

Berlin, Montag den 2lken April

Ferner wird im Zeitraume vom 3. Maj bis einschließlich den

3. Oktober d. J. eine Dampfschifffahris⸗Verbindung 50s Vven und Stettin, im genauen Zusammenhange mit den zwischen Stockholm und Travemünde fahrenden Dampfschiffen, in der Art bestehen, daß an jedem Sonnabend, nach Ankunft des Dampfschiffes aus Stock⸗

holm, ein Dampfschiff aus Ystadt nach Stettin und

an jedem Donnerstage Nachmittags ein solches von Stettin nach MNadt, zum Anschlusse an das Dampfschiff nach Stockholm,

abgefertigt wird. Plätze der Reisenden und für

In Bezug auf die Preise für die deren Effekten, auf den Fracht⸗Tarif und auf die Paß⸗Revision blei⸗ ben bei den gedachten Dampfschifffahrts⸗Verbindungen die bisherigen Bestimmungen in Kraft. LE

Berlin, den 19. April 1845.

General⸗Post⸗Amt.

Aichtamtlicher Theil.

Inland. ht fgazaht z9 ReJng. „Berlin, 20. April. Heute Vormittag 8 die Truppen der hiesigen Garnison, welche in der Kirche gewesen waren, nach Been⸗ digung des Gottesdienstes um ½811 Uhr im Lustgarten vor Sr. Ma⸗ jestät dem Könige Parade. Dieselbe, bestehend aus dem 2ten Garde⸗ Ulanen⸗ (Landwehr⸗) Regiment, dem Garde⸗Schützen⸗Bataillon, der Garde⸗Artillerie⸗Brigade und der Garde⸗Pionir⸗Abtheilung, war im Haken aufgestellt, der rechte Flügel an der Schloßfreiheit, der linke am Portal Nr. 5 des Königlichen Schlosses, und wurde durch den General⸗Major Grafen von Waldersee kommandirt. Um 341 Uhr erschienen Se. Majestät der König im Waffenrock der Garde⸗Artillerie⸗ Beigäade und Helm mit Federbusch, gingen die Fronten der Truppen, welche präsentirt hatten, herunter und ließen dieselben einmal in Zügen bei Sich vorbeimarschiren.

„Provinz Preußen. Bei Tilsit setzte sich am 14. April das Eis des Memelstroms in Bewegung; solgenden Tages erreichte der Wasserstand die Höhe von 22 9 4„ und war demnach 6“ Zoll höher als 1829. Unterhalb Tilsit lag das Eig noch fest.

Provinz Pommern. Das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Köslin vom 16. April enthält eine Verordnung, weiche das Feilbieten der Wolle vor Anfang der Wollmärkte verbietet. Deutsche Bundesstaaten.

„Königreich Bayern. Dem Vernehmen nach werden Ihre Königl. Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin von Bayern, nebst dem Prinzen und der Prinzessin Luitpold den größten Theil des Sommers in Nymphenburg zubringen. Der Legations⸗Rath L. Graf von Montgelas zu St. Petersburg ist zum Geschäftsträger in

Dresden ernannt worden.

5 Sgr. Schaeffer. Das Pfäfflein. Für Baritone nn Bass. 5 Sgr. Thalberg. Nocturne p. Piano. 0.

51. 6 Thlr. Romanza p. Piano. 12 Sgr. Trab

Op. 69 76: An der Donau f. Sopran od. Tes

17 ½ Sgr. L'Ombra Der Schatten, f. Bass, 846 , den und Leiden f. Alt od. Bariton. à 12 ½ Sgr. 8u- Lieder von Beck f. eine Singst. Thlr. Vollslbeas

Die zwei Hasen 5 Sgr. Wolff. Rondo-Nale

Piano. Op. 108. 17 Sgr.

Alle Musikalien mit üblichem Rabatt.

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1“ 1In ekanntmachung. 8 b. Die diesjährige Post⸗Verbindung mit Schweden durch Dampf⸗ hiffe zwischen Stralsund und Ystadt beginnt am Donnerstage, en 1. Mai, an welchem Tage das Dampfschiff zum erstenmale von Ftralsund nach Astadt abgehen wird. Von diesem Tage ab bis einschließlich Montag, den 27. Ok⸗ 8. 8 regelmͤßig 8 sden Sonntag und Donnerstag Mittags ein Dampfschiff von Stralsund nach Ystadt 81 8 8 vsschff jeden Montag und Freitag Abends ein solches von stadt nach de ensan⸗ 8zgeser. ie zwischen Stralsund und Passow bestehende Schnellpo pelche sich in letzterem Orte an die Eisenbahnzüge nach 88 p Herlin anschließt) steht mit den Dampfschiff⸗Fahrten nach und von tralsund in genauem Zusammenhange.

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8 Amtlicher Cheil.

[392] V In der unterzeichneten Buchhandlung ist zu erheln Ethel. Schauspiel in 4 Akten.

(Als Mannskript gedruckt.) Preis gehestet 10 c. Der ganze Ertrag ist zur Unterstützung für die dur

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Königreich Sachsen. In Leipzig befinden ch gegenwärti

23 Buchdruckereien mit 751 Gehülfen; ses efcanegen 24 Maschinen darunter mehrere zwei⸗ und vierfache, und 146 Handpressen. Der leipziger Korrespondenz⸗Artikel der A. Allg. Ztg., worin diese Notiz mitgetheilt wird, fügt hinzu, der Flor des dortigen Buchdrucks sei fortwährend im Steigen begriffen; auch werde von kundigen Buch⸗ druckern in Abrede gestellt, daß die Censur nachtheilig darauf ein⸗ wirke, indem, so lange sie bestehe, alle Gefahr des Verlustes die Buchhändler, alle Strafe die Verfasser treffe. Das Königl. Finanz⸗ Ministerium hat bestimmt, daß, in Folge des belgischen Vertrages mit dem Zollverein, bis zu der darin vorbehaltenen Feststellung einer für die beiderseitigen Staats⸗Angehörigen gleichen gewerblichen Abgabe, die aus Belgien abstammenden Handelereisenden hinsichtlich der Ge⸗ werbesteuer gleich den Inländern behandelt werden sollen.

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derlassen, bevor er nicht das Bürgernecht daselbst erworben hatte. Gegenwärtig ist diese Bestimmung aufgehoben, und überhaupt sind mit Beziehung auf die Ausländer, namentlich die preußischen Unter thanen, verschiedene mildernde Grundsätze angenommen.

Freie Stadt Hamburg. Am 17ten starb in Hambur der Senator Herr Christ. Nikol. Pehmöllerz seit 1816 Miis⸗ glied des Senates. 898s

Oesterreichische Monarchitet.

&Q Wien, im April. Immer mehr und mehr taucht die Hoff⸗

nung auf, daß die unübersteiglichen Schranken für unsere Gedanken⸗ Aeu zerung eine den milden Gesinnungen des Monarchen entsprechende Ermäßigung erfahren werden. Die Schriftsteller sind sehr rührig; sie hatten durch eine Deputation Audienz bei Sr. Kaiserl. Hoheit dem Erzherzo e Ludwig; auch der Staatskanzler ließ ihnen auf die Bitte um Gehör sagen, daß er ihnen eine Stunde dazu bestimmen werde. Wie verlautet, soll an die bezügliche Hofstelle bereits ein Allerhöchstes Handschreiben gelangt sein, alsbald die Modalitäten vor⸗ zuschlagen, wie diesen Uebeln deren Existenz also als vorhanden angenommen wird abzuhelfen sei. Möge diesem Auftrage mehr entsprochen werden, als einem ähnlichen vor drei Jahren in einem 11 Censurfalle, worüber noch nichts verfügt ist. Uebrigens ollen auch die Redaktoren der hiesigen Blätter ihre Eingabe Fesag⸗

haben und sie, von einem kleinen Pakete eigenthümlicher Censurstriche begleitet, vorlegen wollen. Möge endlich die bestehende Censur⸗In⸗ struction eine Wahrheit werden, sie, die da sagt: „Kein Lichtstrahl, er komme woher er wolle, soll in Zukunft unbeachtet und unerkannt in der Monarchie bleiben, oder seiner möglichen nützlichen Wirksamkeit werden!“

ereits seit mehreren Tagen könnte man hier die Neue Pesther Zeitung haben, aber noch immer ist keine Bewilligung dazu herab⸗ gelangt, noch immer nimmt die Post keine Pränumeration an. Warum? fragen die dabei Interessirten und bleiben sich wechselseitig die Ant⸗ wort schuldig. Es ist wahr, Ungarn hat eine Menge Vortheile vor⸗ aus, nach denen wir begierig hinüberblicken könnten, nach denen die Lust, in weitere Kreise zu verbreiten, etwas bedenklich scheinen möchte. Allein gewiß ist unter diesem Gesichtspunkte nichts zu sürchten, denn, wo eine Constitution ein solches Zurückbleiben in allen Zweigen der öffentlichen Wohlfahrt zur Folge hat, wie in Ungarn, von dorther winken keine Sirenenlieder, die Constitution zu ersehnen, ja ich glaube, daß sich im ganzen übrigen Oesterreich Ein Schrei des Entsetzens hören ließe, wenn dem Gedanken Raum gegeben würde, die ungari⸗ schen Institutionen auf dasselbe auszudehnen. Es scheint also kein triftiger Grund für die Verzögerung der Ausgabe eines Blattes vor⸗ handen, welches bei richtigem Verstehen seiner Aufgabe nur ein noch traurigeres Bild jener Zustände liefern kann. Wenn uns die Lust nach einer Verfassung nicht durch die großartigen Effekte, welche die⸗ selben in England hervorbringt, eingeimpft worden, so werden wir selbe sicher nicht aus Ungarn herüberholen; es geht uns fürwahr zu wohl in unseren nicht constitutionellen Betten, um die Zustände und Genüsse Ungarns herbeizuwünschen!

Vor einigen Tagen hat die General⸗Versammlung der Actionaire der Donau⸗Dampfsschifffahrts⸗Gesellschaft stattgefunden. Es ging ruhig und würdevoll dabei her, insbesondere verdiente der landesfürstliche Commissair, Hofrath Rußkefer, durch sein eben so gerechtes, ernstes, als humanes Benehmen alle Anerkennung.

„Der Bericht der Administration über die Erträgnisse des Jahres 1844 wurde freudig aufgenvmmen, denn sie haben gegen das vorher⸗ gegangene Jahr um beinahe 250,000 Fl. C. M. zu enommen, dessen⸗ ungeachtet votirte man keine Super⸗Dividende, en faßte den Beschluß, die Transportmittel der Gesellschaft noch mehr auszudehnen, da nur von einer ganz umfangreichen Befriedigung des öffentlichen Bedürsnisses eine recht glänzende Zukunft erwartet werden kann. In diesem Jahre sollen außer den bereits vom Stapel gelaufenen fuͤn

Großherzogthum Weimar. Früher durfte kein Unter⸗ than eines anderen Staates im Großherzogthume sich häuslich nie⸗

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Schiffen noch sechs neue hinzukommen, welche Erweiterung von der

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die Ueberschwemmung Heimgesuchten bestimmt. Berlin, E. H. Schroeder, Unter den Linden à

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Königliches Opernhaus. Ein neues Ballet von Taglioni, „Der Schutzgeist“. Bei den überaus reichen Mitteln, worüber sich zu Berlin bei Ausfüh⸗

ing eines Ballets verfügen läßt, und bei der Vorliebe des Publikums für ise Frucht am Baume der Kunst, welche nur unter besonderer Pflege ge⸗ eihen lann, wird eine neue Erscheinung auf ihrem Gebiete mit besonderem zehagen enigegengenommen. Dies zeigte sich am 19. April wiederum, als as zweiaktige Ballet unseres Königlichen Solotänzers Paul Taglioni, er Schußgeist“, in den gefüllten Räumen des Opernhauses zum ersten⸗ ale gegeben und mit ununterbrochener Theilnahme, die sich bei manchen tellen zu stürmischem Beifall steigerte, aufgenommen wurde. 8De man die Kotzebueschen Stücke jetzt für Opernzwecke umzuschreiben ngt („der Rehbock“ für Lortzing, „die Kreuzfahrer“ durch eine Dame sasel für Spohr), so lag die Vermuthung nahe, aus dem „Schutz⸗ 8 desselben sei hier ein Ballet gebildet worden, wozu derselbe allerdings Rälong igne, sein möchte. Dem ist jedoch nicht so, vielmehr hat sich 9 ioni auf eigene Hand eine Geschichte zusammengesetzt, die, feiner An⸗ ban nach, in einem italienischen Fürstenthum zur Zeil Franz des Ersten eine solche Anlehnung an eine bestimmte historische Epoche aber um ‿ꝙ entbehren kann und soll, als sie gar nicht auf dem Boden der än- ichkeit fußt, vielmehr theils der 8 theils dem Märchen anheim⸗ 429 in ihrer phantasmagorischen Luftigkeit eher in einen irischen El⸗ 88 oder in einen schottischen Tomhan oder Shian, als an einen 2 nüm. also katholischen Hof paßt; denn der weibliche „Schutzgeist“, 11dac er Balletkünstler er aufstellt, ist schon aus dem Grunde kein En⸗ 8 1nn christlichen Begriffen, weil er noch von menschlichen Schwächen 8, 8. eil irägt, denn er ist eifersüchtig, venisch von heidnischem Agathodämon und Kalodämon, als ein Schutz⸗ nac * Lehre des christlichen Bekenntnisses. b;han⸗ ioni verfuhr nach poetischer Inspiration, als er diesmal in die 8⸗ Aäbenn, so häusig zu cynischen Zwecken mißbrauchten oder mit vernutz⸗ dader der Len ausstaffirten Ballets eines jener höheren Wesen og, welche, Sperrsitze à 2 Thlr. und Eintrittskarten à *1e e schüͤtend uft, aus den Himmeln zu den Menschen nieberschneben und sind in der löbl. Schlesingerschen Buch- u. unommen umkreisen. Da inzwischen das Ballet wohl der Legendenwelt 34 Linden, und in der Sing-Akademie au ba don dem gse in seiner durchaus welilichen Richtung jedoch schwerlich ganz 3 hei cabeg eiste derselben durchdrungen sein kann, so wurde auch hier so 1nnte Aher und weltlicher Stoff zugesetzt, als nöthig, um geistige Ideen 8* tende Formen zu bringen. an, ein Ritter am Hofe Gaetano's, eines italienischen Großher⸗

[346 b]

Eine vortheilhaste Pachtung zwischen Netze, 7 Meilen von pofen! soll auf 12 Jahke 2 gethan werden. Es sind etwa 10,000 Thlr. n 8, nahme erforderlich. Das Nähere an qualifzzitte 5 werber Jägerstraße Nr. 50 zwei Treppen hoch, in reau des Justiz⸗Kommisfarius Robert. 8—

der Warem

[344 b] nn Einkäufe in jeder Art für mich und meine .

werden jederzeit baar bezahlt. In dieser Bezichung

suche ich alle Personen, welche Sachen oder

Zahlung dergleichen abzuliefern, da ich in keiner Forderungen anerkennen werde. 8 Ostrow bei Zielenzig, den 18. Aprill.

Dresden, den 18. April 1845. 4

Witiwe Johanna Hamal geborene Eichmann.

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G HIͤS (belgischer Violiti

IULES 1 Ehren-Mitglied der Akademieen zu 12Lage. 22 und München) beehrt sich anzuzeigen, 14 2 Konzert Sonntag den 20. April in

8 rins Akademie bestimmt stattfinden wird. :Naas

ja sogar rachsüchtig, somit mehr

zogs, hat seine Geliehte, die Gräfin Angela, plötzlich durch den Tod ver⸗ loren. Kummer und Verzweiflung über diesen Verlust werfen ihn aufs Krankenlager. Vergebens wendet Eudoria, die Tochter des Großherzogs, von heißer Liebe zu dem Ritter durchslammt, demselben Pflege und Trost zu: seine Gedanken sind nur mit der Todten beschäftigt, und in seinen Ver⸗ zückungen und Fieberschauern tritt sein Geist aus sich heraus, sieht sich, so wie die Dinge und Gestalten der Vergangenheit als Gegenwart, raͤäumlich und körperlich vor sich, und aus diesen hnschauungen, die in unserem Ballet als drei, wahrhaft schöne, Traumbilder dargestellt werden, erfährt er zugleich die Geschichte seines Lebens. Angela, so sieht er nun, ist durch einen gif⸗ tigen Blumenstrauß, den man ihr beim Hochzeitfeste gereicht, beseitigt wor⸗ den, und zwar durch Eudoxia und ihren Vater, von jener aus Liebe, von diesem aus Habsucht. Dies der Inhalt des ersten Akts.

Im zweiten Aufzug, der den ersten in jeder Beziehung bedeutend über⸗ trifft, tritt Angela, die im ersten blos als Schatten dahinglitt, als Schutz⸗ geist in die Erscheinung. Wir befinden uns anfänglich an ihrem von Cy⸗ pressen und Trauerweiden beschafteten Mausoleum; Loredan, des Trostes bedürsftig, glaubt ihn bei der Grust derjenigen zu sinden, welche sein Herz noch immer nicht vergessen kann, und die seinem Geiste beständig vor⸗ schwebt. Und leibhaftig sieht er sie auch alsbald; der dem Grabe entstie⸗ gene Schatten ist Körper geworden und spielt, gaukelt und tanzt um den Geliebten, seine umdüsterten Sinne zu erheitern. Hier tritt nun ein poeti⸗ scher Moment ein, der unter den Zuschauern auch eine bedeutende Wirkung hervorbrachte. Der Mond durchbricht nämlich das Gewölk, und sein grel⸗ ler Schein fällt durch Gesträuch und die Bäume: da hebt Angela im Schimmer des Mondlichts mit ihrem eigenen Schatten, welchen der Boden zurückwirft, zu tanzen an, und dieser Geistertanz, dessen Schauerlichkeit in die Romantik der Situation aufgeht, bezaubert Loredan so, daß er, die Stellungen des Wesens mit seinen Blicken verfolgend, dasselbe zuletzt für lebend hält, sich ihm nähert und es ergreifen will. Doch Geister zerrinnen vor der körperlichen Berüͤhrung, Angela entschwebt, und Loredan bleibt mit seinen tranrigen Rückerinnerungen allein.

Das Schluß⸗Tableau zeigi uns den prächtigen Schloßgarten des Groß⸗ herzogs. Im Hintergrunde ein breiter Wasserfall und ein See, in dessen Mitte sich mehrere lleine Inseln mit Tempeln und Statuen eschmückt be⸗ finden. Inmitten eines glänzenden Blumenslors erhebt sich eine lleine Säule, welche eine Sonnenuhr bildet. Hosdamen, Ehrenfräulein und Pagen lustwandeln, spielen, schäkern und tanzen im Garten. Unter den Fröhlichen erscheint Loredan als der einzige Traurige. Eudoria, an einem goldenen Spinnrade beschäftigt, wendet alle Künste der Liebe an, den Ritter zu fesseln;

allein Loredan bleibt kalt und gleichgültig, denn zwischen ihn und Eudoxien drängt ssich, so wie Letztere ihm zu nahen versucht, jedesmal die Erscheinung Angela's, die hald über die Rosenbüsche daherschwebt, bald über den See wie eine durchsichtige Wolke dahinzieht, alle Anstalten verhindernd, die ge⸗ troffen werden, um die Vermählung Loredan's und Eudoxia's ins Werk zu setzen. Als der Geist endlich wahrnimmt, daß Letztere von ihren Absich⸗ ten auf die Hand des Ritters nicht absteht, erscheint sie nicht mehr als gaukelnde Splphide, sondern als das Gespenst der von Endoxia gemordeten Angela, reicht jener einen Blumenstrauß, denselben, wodurch sie einst den Tod gefunden, und zwingt sie, durch dessen Duft ebenfalls dem Tode an⸗ heimzufallen. Nachdem dadurch der Schutzgeist ist, tritt jedoch eine eben so pittoreske als geschmackvoll arrangirte Scene ein. Die reizenden Gärten des Beherrschers der Lüfte thun sich über dem See auf, in welchen Rosenblüthen aus den Händen vieler kleinen Ariels fallen; der Schutzgeist hat sich in die Gräfin An ela, als Braut geschmückt, verwandelt; wie durch Pnnenuoee vesvin der vang 8v 88 Braut in die Lüfte gehoben und efinden sich plötzlich an der Seite ihres Beschützers; auf die Liebenden fällt das Licht der Himmel, sie sind vereint. .“

Wäre Einzelnes mehr motivirt, so würde dieses Ballet sich sonach im Ganzen als ein eben so geschickt angelegtes wie sinnig durchgeführtes her⸗ ausstellen. Erfreulich ist es, daß Taglioni sich darin mehr dem romantischen Märchengenre im deutschen Geiste nähert, und den Tanz⸗Liebesgeschichten im französischen Sinne zu entsagen anfängt. Zudem hat er neue Situationen für die Balletpoesie aufzufinden gesucht. Da in einem Ballet eine Darlegung der Vorbegebenheiten, welche zum Verständniß der Handlung dienen, un⸗ möglich ist, so ward für diesen epischen Bestandtheil des Drama's ein Sur⸗ rogat in den Traumbildern gewählt, das um so glücklicher ist, als durch dieselben kein Stillstand ver Handlung herbeigeführt wird.

Der Beifall, den das Ballet fand, kommt natürlich zum Theil mit auf Rechnung der trefflichen Anfführung, die unter der Leitung des Königl. Hof⸗ Compositeurs H. Schmidt stattfand, von welchem auch die zu demselben gehörige Musit herrührt. Mag man auch bei der Ouvertüre üͤber die Liß;, womit Aubersche Sätze transmutirt und Rossinischer Geist herbeigeholt wor⸗ den, ein wenig lächeln, so wird man sich doch, je weiter die Handlung fort⸗ schreitet, mit der Musik mehr und mehr befreunden und das Ganze situa⸗ tionsgemäß sinden.

Mad. Taglioni führte die Hauptrolle des Ballets mit eben so viel u” Leichtigkeit als Grazie aus. Mit besonderer Kunst wirkte sich in dem Pas de trois mit, worin sie sich zwischen die Liebenden drängt und so gleichsam einen Tanz mit Hindernissen zu Wege bringt. Ingleichen leisteien Herr

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