“ 1111“ E11“ dizinal⸗Rathe entschieden würden. Es gehe daraus hervor, daß das Veterinairwesen im preußischen Verwaltungs⸗Organismus nicht reprä⸗ sentirt werde, auch stehe der Kreis⸗Thierarzt unter dem Kreis⸗Arzte, wesches nicht angemessen scheine und ihn, den Redner, veranlasse, auf eine Trennung der Wissenschaften sowohl als der gegenseitigen Einwirkung anzutragen. Der Referent erklärte, daß er gegen einen derartigen Zusatz nichts einzuwenden habe, uns bemerkte zugleich, wie der Ausschuß es vermieden habe, zu sehr in das. Spezielle dieser An⸗ gelegenheit einzugehen; es sei deshalb nur der Pasfus zugefügt, daß man den Thierärzten weitere Unterstützungen zum Behuf ihrer Fort⸗ bildung angedeihen lassen möge. Uebrigens besinde sich bei den Re⸗
ierungen ein Veterinair⸗Assessor, welcher eine Art Central⸗Behörde r dieses Departement im Regierungs⸗Bezirk bilde. Dagegen stän⸗ den die Kreis⸗Thierärzte der Provinz unter dem Kreis⸗Physikus. — Der Antrag des Ausschusses wurde schließlich durch die Majorität gegen 2 Stimmen angenommen.
Ein Abgeordneter der Städte berichtet jetzt über den Antrag auf Erhöhung der Brodportion der gemeinen Soldaten der rheini⸗ schen Regimenter; der Ausschuß befürwortet eine Erhöhung der Por⸗ tion von 1 ½¼ auf 1 ½ Pfd. Ein Abgeordneter des Ritterstandes führt als Motiv zur Unterstühung dieses Vorschlages den Umstand an, daß sogar die Militair⸗Sträflinge 2 Pfd. Brod täglich erhielten. Nach mehrfachen Diskussionen über die Kompetenz des Landtages zur Ein⸗ mischung in diese Militair⸗Angelegenheit, so wie über das in Rede stehende Brodbedürfniß selbst, wobei die Stimmen dafür und dawider getheilt waren und einestheils die Konseguenz der Befassung des Landtages mit dem ganzen Militair⸗Speise⸗Reglement enige enge⸗ halten, anderentheils aber die Rücksicht auf die dienenden Landeskinder, der Beifall hochgestellter Offiziere und eine Ungleichheit mit den an⸗ deren Provinzen hervorgehoben wurde, nahm der Landtag den Antrag des Ausschusses mit 47 gegen 21 Stimmen an.
Hierauf wird ein Antrag, betreffend die Orsanisitung einer regel⸗ mäßigen Brief⸗Post⸗Verbindung durch alle Landgemeinden der Rhein⸗Provinz, nach kurzer Diskussion einstimmig angenommen.
Ein Abgeordneter der Städte referirt nunmehr über den Antrag auf Ermäßigung der Porto⸗Sätze und bemerkt dabei, wie ihm nach Anfertigung des Referats ein neues Beweismittel in die Hände gegeben worden sei, daß namentlich für Geldsendungen die Porto⸗ Taxe zu hoch sei. Er habe nämlich aus Berlin einen mit Kassen⸗ Anweisungen zc. beschwerten Brief erhalten, welcher 5 ½ Pfd. gewo⸗ gen und 2383 Rthlr enthalten habe. Für diesen Brief habe er 825 ½ Sgr. iher erlegen müssen. — Ein Abgeordneter desselben Stan⸗ des glaubt, daß in besonderem Bezug au Versendung von Kassen⸗ Auweisungen eine Ermaͤßigung der Porto⸗Taxe dahin zu beantragen sei, daß ne den Cours habenden Staatspapieren gleichgestellt würden, da deren Transport keine größeren Schwierigkeiten und Umstände ver⸗ ursache, als die Versendung gewöhnlicher Briefe. Der Referent er⸗ klärt sich mit einem in diesem Sinne abzufassenden Zusatze
dem Referate einverstanden. Auf die Bemerkung, daß hierbei die Garantie der Post zu berücksichtigen, übrigens das auch hiernach geregelte Geid⸗Porto für Kassenscheine in neuerer Zeit bereits ermäßigt sei, wird entgegnet, daß die Gewähr⸗ eistung in neuerer Zeit von der Post⸗Behörde abgelehnt worden, jedoch, verbunden mit einer Ermäßigung des Porto's für Geldsen⸗ dungen, statt der gewährten an eblicen Erleichterung des Verkehrs, sehr zu wünschen sei. Die fragliche Ablehnung und die Uebertragung einer Verantwortlichkeit bei Geldsendungen auf die Beamten wurde zwar von einer anderen Seite bestätigt, jedoch von dem Referenten dahin berichtigt, daß sie sich nur auf nicht deklarirte Geldsendungen in rekommandirten Briefen beziehe. Nach einigen weiteren Diskussio⸗ nen wird über die Frage: ob Se. Majestät gebeten werden solle, daß die mittelst Allerhöch⸗ ster Kabineis⸗Ordre gewährte Porto⸗Moderation für einfache Briefe, sie mögen herkommen und hingehen, wo sie wollen, inner⸗ halb der Landesgränzen, auch wenn sie durch Staaten gehen, mit denen noch keine Vereinigung stattgefunden hat, bei allen preußi⸗
schen Posten sofort eintrete? abgestimmt und dieselbe einstimmig angenommen. Der Referent legt jetzt die folgenden Anträge vor: Gewicht des einfachen Briefes von „ 800 auf 1 Loth zu estzusetzen;
a) das erhöhen und den Steigerungssatz auf ½ Loth änzlich wegfallen zu lassen; ete, d. h. solche, die nicht über
das Bestellgeld für die Briefe das Paket⸗Porto für Hand⸗Pa 5 Pfund wiegen, auf das doppelte Porto der Briefe festzu⸗ setzen; 1. Gewicht⸗ und Geld⸗Porto auf die Hälfte herabzusetzen; das Bestellgeld für Pakete ebenfalls wegfallen zu lassen; die Taxe für Geldscheine gänzlich zu beseitigen oder doch von 2 Sgr. auf 6 Pfennige zu ermäßigen; das Porto für Kassen⸗Anweisungen dem für gewöhnliche Briefe gleich zu setzen. Sämmtliche vorstehende Anträge wurden von der Versammlung an⸗ genommen. Im weiteren Verlaufe der Sitzung wird noch über den Antrag, bezüglich auf die Pensions⸗Ansprüche der Steuer⸗Empfän⸗ er auf dem linken Rheinufer, Bericht erstattet. Der Ausschuß pricht sich für Abweisung des Antrags aus, da die Steuer⸗Empfän⸗ ger als solche keine Penspons⸗Berraiegun en hätten. Indessen er⸗ heben sich mehrere Redner sür die Eigenschaft der Steuer⸗Empfän⸗ ger als Staatsdiener, und es wird schließlich die Frage, ob den gedachten Beamten die sichere Auosicht auf Pension eröff⸗ net werden möge, 1A1A4A“*“ Iö
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753
hitcchtamtlicher Theil.
1 G 212 8
148α vr Fg8 Inland. nt
r. Provinz Schlesien. Die Oder beginnt wieder zu stei⸗ gen: am 7. Mai. war ihr Wasserstand bei Cosel und Brieg 12 1“ und 24 Stunden später 14 7„. Bei Breslau stieg sie vom 8. bis 11. Mai am Oberpegel um 2⸗ 2 „ am unteren um 3 1“ „, und 24 Stunden später um resp. 1 und 9„. 7 m88 shss Peutsche Bundesstaatehehe. 8 roßherzogthum Hessen. Dem Vernehmen nach wird Sec. Großherzogl. Hoheit der Prinz Emil binnen kurzem eine Rrise nach St. Pekersburg antreten.
Freie Studt Lübeck. Seildem durch die in der Elb⸗ chiffahrts⸗Akte aafgesprochene Aufbehung des lauenburger Sta⸗ pelrechis den lübecker Schiffern die Mö lichkeit gegeben ist, die von Lübeck nach Hamburg und Harburg bestimmten Uahe⸗ ohne Um⸗ ladung auf denselben Schiffen an ihren Be immungs⸗Ort zu bringen, scheint der Stecknit⸗Verkehr, einen neuen Aufschwung zu nehmen. Bereits ’88 auf den lüͤbecker Wersten mehrere größere für die 7 uf der Elbe mitberechnete Ffecatsschist gebans. und es ist zum er⸗ Hesmale am 8. Mai eines derselben unter Übedischer Nagge m
Unterhändiern selbst aus, von
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Es hat sich die Fracht bei ber direkten Fahrt bei der frühenen Umladung in
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Harburg eingetroffen. um 25 pCt. . geßellt, als
Lauenburg. nußland und Polen.
St. Petersburg, 8. Mai. Der Staats⸗Secretair Ba⸗ lugjanski, der die zweite Abtheilung der eigenen Kanzlei des Kaisers leitet, erhielt die brillantenen Insignien des St. Alexänder⸗Newofi⸗ Ordens; der Geheimerath, Senator Storeschenko, ist zum Ches⸗Präͤ⸗
sidenten der Kommission für die inneren und geistlichen Angelegenhei⸗
ten des Königreichs Polen, mit Sitz im Administrations⸗Rathe, der Geheimerath, Senator Morawsli, zum Chef⸗Präsidenten der Finanz⸗ Kommission ebendaselbst, der Staats⸗Referendar Laszezynski zum Civil⸗ Gouverneur des Gouvernements Warschau (welche heide Aemter bis⸗ her nur provisorisch von diesen Beamten belleidet wurden) und der Staatsrath Tschirkowitsch an die Stelle des gänzlich aus dem Dienst entlassenen Staatsrath Prigorowski zum Vice⸗Gouverneur von
Bessarabien ernannt.
Der bisherige preußische Unterthan, Dr. Bernhard Köhne zu Berlin, ist, wie die hiesigen Zeitungen melden, mit dem Range eines Kollegien⸗Assessors in den russischen Dienst eingetreten und % Wehülfe des Chefs der ersten Abtheilung der Eremitage an⸗ gestellt.
Graf Alexander Walewski, Geheimerath, Senator, Mitglied des Administrations⸗Rathes und Präsident des Wappenamtes des König⸗ reichs Polen, starb am 27sten v. M. in seinem 67sten Altersjahr zu Warschaau. 8 n Frankreich.
Deputirten⸗Kammer. Sitzung vom 9. Mai. Nach Annahme des Gesetz⸗Entwurfs über die Bewaffnung der Fortisicatio⸗ nen von Paris, mit den unter Einwilligung des Ministeriums von der Kommission eingeschalteten Bestimmungen, daß das Material in Bourges ausbewahrt und nur im Fall eines Krieges an Ort und Stelle geschafft werden soll, schritt die Rammer in dieser Sitzung noch zur Diskussion über den für die Erhaltung historischer Denkmäler ver⸗ langten Kredit von 2,176,000 Fr., wovon 1,318,000 für die Kirche St. Ouen zu Rouen, 438,000 für das Schloß von Blois und 420,000 für das Amphitheater von Arles bestimmt sind. Herr Deslongrais meinte, es wäre wohl genug mit dem für immer auf das Budget des Innern gesetzte Posten von 600,000 Fr. für die Ausbesserung alter Monumente. Herr Duchatel aber erwiederte, daß diese Summe kaum zu den dringendsten Reparaturen ausreiche, da sie auf eine große Anzahl von Denkmälern vertheilt werden müsse, die sonst in Trümmer zerfallen würden. Die drei Monumente, für welche obiger Kredit verlangt werde, gehörten über⸗ dies zu den merkwürdigsten des Landes und hätten die Aufmerksam⸗ keit aller Kunstfreunde und Patrioten auf sich gezogen. Herr Vitet wies mit Hinsicht auf den Ausbau der Kathedrale von Rouen, welche außer den nöthigen Reparaturen eine mit ihrer übrigen Architeltur übereinstimmende Fagade erhalten soll, auf den Bau des Doms von Köln hin, als auf ein Riesenwerk, wel⸗ ches noch ganz andere Opfer erfordere, als diese französischen Bauten, und auf Kosten von ganz Deutschland vollendet werde. Herr Odilon Barrot fand den Ausbau der Kirche zu Rouen unnütz; etwas Ande⸗ res, meinte er, sei es mit dem Dom von Köln, den man als Beispiel anführe, dort handle es sich weniger um die Vollendung eines alten Monuments, als um ein volitisches Werk, welches die Einheit Deutsch⸗ lands befestigen solle. Die einzelnen geforderten Summen wurden indeß, der Reihe nach, unverkürzt bewilligt; uur über das Ganze konnte, weil nicht mehr die nöthige Anzahl von Mitgliedern versam⸗ melt war, an diesem Abend noch nicht abgestimmt werden.
Paris, 10. Mai. Gestern haben die beiden Gesandten und bevollmächtigten Minister der Republik Haiti, Georges und Elie, dem Könige in Neuilly ihre Beglaubigungsschreiben überreicht.
Dem langen hartnäckigen Widerstande des Munizipal⸗Conseils von Angers gegen den Maire Augustin Giraud und seine Verwal⸗ tung ist endlich durch Auflösung dieser städtischen Körperschaft ein Ziel gesetzt. Eine Königliche Verordnung vom 5ten d. M. veran⸗ laßt den Präfekten des Maine⸗ und Loire⸗Departements, binnen Monatsfrist die Kommunal⸗Wähler von Angers zur Wahl eines neuen Munizipal⸗Conseils zusammenzuberufen. Durch den bis⸗ herigen Konflikt der dortigen Behörden waren die wichtigsten Ge⸗ meinde⸗Angelegenheiten unerledigt geblieben. Von Anfang an traf die Verwaltung des Herrn Giraud in dem Munizipal⸗Conseil auf die Opposition einer Majorität, die sich auf verfassungswidrige, unzuläs⸗ sige Ansprüche stützte und dem Maire systematisch ihre Mitwirkung verweigerte. Man wollte der Königlichen Prärogative der Maire⸗ Ernennung den Willen des Munizipal⸗Raths entgegenstellen; die Ad⸗ ministration aber gab nicht nach, und auf den Antrag des Maire, den der Präsekt billigte, ist nun dem Könige vom Minister des In⸗ nern die Auflösung des widerspenstigen Conseils vorgeschlagen und
genehmigt worben.
Man hat hier Briefe aus Marao erhalten, welche die Nachricht bringen, es sei in China ernstlich im Werke, die strengen Gesetze auf⸗ zuheben, welche den Chinesen den Uebertritt zum Christenthum und die Ausübung der christlichen Religion verbieten. Die betraffenden Edifte waren unter der Regierung des Kaisers Kan⸗Hi schon einmal zurück⸗ genommen, wurden aber vor länger als einem Jahrhundert auf An⸗ trag des Ritus⸗Tribunals wieder in Kraft gesetzt und sind bis auf die neneste Zeit stets mit äͤußerster Strenge von den chinesischen Be⸗ hörden ausgeführt worden. So begegnet das Christenthum in China einem doppelten Hinderniß: einerfeifs den Gesetzen, welche den Frem⸗ den in das Innere des Reichs rinzudringen verbieten, also die Fort⸗ schritte der europäischen Missionen hemmen; andererseits den Strafen, womit jene Edikte die Chinesen bedrohen, die, sich selbst überlassen, angeblich sehr genrigt sein würden, die Religion des Evangeliums anzunehmen. Die französische Gesandtschaft soll nun eifrig bemüht gewe⸗ sen sein, durch ihre Vermittelung bei den Kaiserl. Bevollmächtigten auf Abschaffung der besagten Edikte hinzuwirken. „Zwar hatte sie“, sagt das heutige Journal des Débats, „wie man sich denken kann, keinen direkten Vorschlag in dieser Hinsicht zu machen, aber sie konnte vermittelst ihres Einflusses zu wirken suchen, und dies hat sie gethan. Die ersten Eröffnungen gingen dann von den chinesischen ijing, dem Repräsentanten des Kaisers, und von dem Schatzmeister Huan. Ersterer ist ein sreisinniger und bbilosophischer Geist; weit davon entfernt, rin Vorurtheil oder eine
bnrigung gegen das Christenthum zu haben, wiederholt er ost, mündlich und in seiner Korrespondenz, daß eine Religion, die das Böse untersagt und das Gutre gebirtei, nicht die einer schlechten Sekte sein könne. Er füͤgt hinzu, daß, da der großt Kaiser der Fran osen und die von demselben beyerrschte edle Nation sich zu dirser Reiiglon bekennen, die Abschaffun er Gesetze, welche ihre Ausithung in China verbirten, bas besse Miftel sem würde, die Alllanz und Frrundschaft der beider Länder zu befestigen. Er bot, mit einem Wort, seine Ver⸗ mittelung bein Raiser und heim Ritus⸗Tribunal an, um die Zurüd⸗- nahme der antichristlichen Evikte zu veranlassen. Diese Adschaffung hat jedoch ihre großen Schwierigkeiten. Die Chinesen find bekunntlich ünter allen Völkern der Weit
dasjenige, welches am festesten im srinen fehrn
und Sitten hängt. Es ist allerdings ein
Präcedenzfall vorhant
und das Beispiel des Kaisers Kan⸗Hi wird hoffentlich seinen Eing
auf den Hof von Peking nicht verfehlen.
Alles.
Die Edikte, welche den thum verbieten,
den Neophyten weniger den Christen als
nämfich darin die Christen,
ten Chinesen als Leute dar, brauchen, um Uebles zu thun. ganz Unrecht haben, und daß Muster von Tugend den Edikten zu machen sein.
sich blos auf das Christenthum
daß die gegen Verbrechen, welche überall als solche gelten und — fällig sind, gerichteten Bestimmungen in ihrer Kraͤft bleiben. die aufzuhebenden Edikte nur auf die
ist noch zu bemerien, daß Christenthum annehmenden Chin jenigen, die den Fremden den Zug keine Rede. Wenn man also Gtrenge in Ausführung der le
wenigstens die zum Chri welche die Religion als Deckmantez 8 Es ist wohl möglich, daß die Edikte 89 wirklich die neuen Chri gewesen sind. Während das aufgehoben
Aber das ist noch ni Chinesen den Uebertritt zum Chri
—
sind nicht bloße Intoleranz⸗Maßregeln; sie treffen;
den Uebelthäter. Man sie stenthum besche
en nicht im
Es wird also ein Unterschie 1b - wird, be bezieht, erheischt es die Gerechti hei
2
esen sich beziehen; von Abschaffung h ang ins Innere des Reichs verschlie en, bei Aufhebung der ersteren etwa tteren verschäͤrfen wollte, verlörg 0
Christenthum auf der einen Seite, was es von der anderen
Es läßt sich also begreifen, w
Seiten unseres Gesandten diese Unterhandlung erheischt. richten aus Macav versichern jedoch, daß bie Sache im ist. Herr von Lagréné hat die Freundschaft und das Vertrauen der C Kijing, der besser als ir
sen zu gewinnen gewußt. Stimmung der Gemüther im des anscheinend von ihm selbst
ie viel Umsicht und Gewandiheit n besten Ga im. end Jernagh 1 Reiche und die Ausssichten auf ens ausgehenden Vorschlages kennen 9
hofft, daß ihm sein Bemühen gelingen wird.“ H Paris, 10. Mai. Die Deputirten nahmen heute das G⸗
setz wegen Erhaltung geschichtlicher Denkmäler Dann entwickelte Antrag bezüglich der Abschaffung des der Octrois der Städte.
43 Stimmen an.
Zehntheils vom Reinertrage
mit 191 gegn Herr von Lagrange seng an den Schaß abzugeben Der Redm
entwickelt, daß diese Abgabe ursprünglich nur für eine gewisse 98
nämlich für die Dauer des Krieges, eingeführt wurde und wiehn aufhören sollte, wenn die veranlassenden Umstände aufhörten. d
Gesetz hatte als Endziel das Der Finanz⸗Minister: lair bei der Presse und im Lande,
sich demselben nicht günstig zeigen;
er sich darüber freuen. Es gebe Deputirten, die stets bereit seien, zu verlangen, ohne Sorge daru decken könne. Das Budget sei n
lange man täglich Abschaffung von Einnahmcquellen.
Jahr 1817 bestimmt.
Man habe gesagt, der Antrag sei zag und man besorge nur, die Kammer ien wenn dies wirklich der Fall sei, weß übrigens eine nur allzu große Zahl ia Verminderung dieser oder jener Auflag m, wie der Schatz die entstehende 9 och nicht im Gleichgewicht, und doch n Die Annahme
vorgeschlagenen Maßregel werde den Steuerpflichtigen nicht einmal einen
leichterung bringen, da
dieses Zehntel den Gemeinden anheimfallen sol
Es frage sich, welcher Steuer Abschaffung am meisten dränge; Eini
ten: die Auflage auf das Salz, er gebe letzterer noch den Vorzu
lönne aber von Reform im Auflage⸗System leine Rede sein⸗ Rollin legt zahlreiche Petitionen vor, an die betreffende Kommission verwiesen mehrere Gesetz⸗Entwürse von lokalem Interesse,
Petitionen erstattet werden.
x✕△ Paris, 10. Mai. zu Wien, ist dieser Tage nach seiner Familie einen Theil wird.
Tag erwartet.
Der Herzog von Montebello ist eingetroffen, wie die Journale fälschlich Man kündet bedentende
e m Andere die Reform der Iriefpost. dan g vor der vorgeschlagenen, augenblichs Herr Ledr sogenannte Arbeiter⸗Petitionen, werden. Der Präsident verz worauf wieder Berichte ilh
Graf Flahaut, französtscher Botsche
London abgereist, wo er im Sheß
des ihm bewilligten Urlaubs zubrin
von Neapel noch nicht hit angeben, wird jedoch jen Veränderungen im diplom
tischen Corps an, die jedoch erst nach beendigter Diskussion des Bn
gets der auswärtigen Angelegen
nheiten zur Ausführung kommen soll
Die Rückkunft des Herrn Rossi von Nom wird wahrscheinlich m
vor Ende Juli erfolgen.
Die Regierung hat gestern vom Marschall Bugeand Depesche erhalten, die, einen Theil der bereits bekannten Thatsachen bestätigen versichern, die neueste Pen er h der Araber sei zwar ens
e
aber durchaus nicht bennruhige
nd. r General⸗Gonverneur künke
an, daß er an der Spitze einer starken Division in das Gebiet de
empörten Stämme einrücken, Corps zertheilen und so sich bedrohten Punkten zugleich zur
nirte Bewegung die rebellischen Stämme Die letzten Nachrichten aus Mexiko
dort seine Truppen in drei getrem in Verfassung setzen werde, auf all Hand zu sein und durch rine kons zu erdrücken. 1 sind von Wichtigkeit. I.
neue Regierung hatte mit großen Schwierigkeiten in ihrer Konset
dirung zu kämpfen, und noch
nigten Staaten. Vereinigten Staaten gerichtet.
Landes den Schiffen der Union eine Armee gegen das Gebiet de
so bald als immer möglich
selben sich in Marsch setzen solle. Almonte erhalten; da er die Heeresmacht in die
Die beiden Bewerber um seit mehreren Jahren verbannte frühere General Almonte, bisheriger Gesandter Der Minister Protestation gegen den Anschluß von Texas an die Regierung wülte
immer bedrohte Anarchie das unglil die Prästdentschaft sind h Präsident Gomez arias 20 der Republik bei den Beg⸗ des Auswärtigen hatte eine lebhest
Zugleich hat man alle Häfen verschlossen und angeordnet,
Den Ober⸗Besehl soll Geue Hand bekömmt, nn
den seine Aussichten auf Erlangung der Prästdentschaft günstig. ve. geblich hat Mexiko das Versprechen Englands, vsth gen els von dießs
Seite Unterstützung zu erhalten.
englische scheinen über die Ansch
Jener will sich durchaus neutral
Der französische Gesandte unz b. lußfrage von Texas getheilter Anftct halten, Texas volle Freihrit
Handelns lassen, während Dieser Aufrechthaltung absoluter Unabhir⸗
igkeit fordert und das Recht, faleßen, leugnet. Santana
Entscheidung seines Schicksals entgegen. weiß aber auch, wenn sie ausgesprochen wird, in immerwährende de
chtigt. Großbritanien und Irland.
urtheilung zum Tode, diese Strafe, bannung umzuwandeln beab
S91. 636
₰ Sitzun det, 6
Unterbaus.
an die amerikanische Union sich am sieht noch immer im Gefüngnisse Man glaubt an seine bn
daß die provisorische Regien⸗
TIin igz †
E
vom 9. Maj. Wie bereits gen⸗
egte Sir James Graham heute dem Hause den eeen.
Plan einer Reform des irländischen Universitätsweseng vor, — als die Fortsetzung der Versöhnungs⸗Maßregeln für Irland die we
reitwilligste Unterstützung der seines auch die Radikalen und den
terschied mache, ein Grundsatz, der Bill als das wesentlichsie Der Minister bemerzte Folgendes: Es sei nicht nötheg, †
Maßregel, wolche er 89½ b02 selben auf die Berbesserung der
rinzips strenger Gerechtigkeit größten Theil glieder zur Anerkennung seiner Trefflichkeit zwang. Stimmen der hochkirchlichen Partei, wie und Hope, hielten es für ein Unglück,
d Begründong der Maßvegei
Whig⸗Opposition erhielt und weß
gegen alle Religions⸗Partein der ateratetpägischen Mi⸗ Nur einzele die der Herren Plum p iren
daß die neue Bill seinen Uo⸗ 2J
der Glaubensbekenntnisse in den neu zu gründenden An welchen Sir
James Graham bei Vorleg Merkmal derselhen hingestellt hatte im Allgemeinn
bei der it und Schwierigkeit de orlege, — 9 — de⸗ sozialm Lage Nlands Hauaziele und 9
pelcher christlicher Selten verlangten.
Schwierigkeit der Erreichung eines solchen Zweckes am deutlichsten offenbar 9 wenn er die Verbreitung der ohlthaten eines besseren Bildungs⸗ zesens unter den höheren Klassen des irländischen Volkes als den letzteren sgeichne. Religlöse Unterscheihungen seien das große Hinderniß einer zu⸗ nidesesgenden Erledigung der allgemeinen Erziehungefrage in Irland ge⸗ vesen, denn erst nach einem langen Zeitraum religiöser Unduldsamfeit habe er Staat aufgehört⸗ die Religion der Majorität des irländischen Volkes zazuseinden. Die alten Strafgesetze gegen die Katholiken wäͤren zwar zum aeößten Theil jeßt abgeschafft oder auf dem Wege, sämmtlich abgeschafft zu verden, aber ihre Spuren seien noch immer kennilich und übten besonders zuf die Erziehung des Volles einen nachtheiligen Einsluß. Darum habe nan diese Angelegenheit schon zum Gegenstande mehrfacher Untersuchungen cit der Union gemg t, und das Parlament kenne die Mittel, mit weüchen gan hisher die Schwierigkeiten besiegt habe. Der Minister bezog sich auf die Berichte verschiedener Untersuchungs⸗Kommisstonen, welche zur Ordnung Erziehungswesens niedergesetzt gewesen sind, und führte, um das Prin⸗ p der jetzigen Maßregel zu zeigen, aus einem solchen Berichte von 1812 gge Stellen an, welche ein tziehungs⸗Spstem für die unteren Klassen hes irlaͤndischen Volkes ohne Eingriffe in den religiösen Glauben irgend Nachdem andere Kommissionen in sen Jahren 1824 und 1828 und ein Comité des Unterhauses 1830 sich in ihnlicher Weise ausgesprochen hatten, sei 1831 das gegenwärtig in Irland heßehende System nationaler Erziehung für die ärmeren Klassen hergestellt arben, und zwar nach einem Prinzipe, welches die nationalen Schulen zllen christlichen Gemeinden öffnete und jein Kind zu einem Religions⸗Un⸗ nicht zwang, den die Aeltern desselben mißbilligten, vielmehr Vorkehrungen ir folchen Unterricht traf, welchen jene ertheilt zu sehen wünschten. Dies bgenannte nationale Bildungswesen, welches die besten Erfolge bereits ge⸗ gigt habe, erstrecke sich indeß nur auf die niederen Volksklassen; die Regie⸗ ung aber wolle die Wohlthaten desselben auch den mittleren und höheren Staͤnden zu Theil werden lassen und beabsichtige deshalb, im Hinblick auf je günstigen Resultate der Abschaffung der religiösen Testeide an den Metro⸗ welitkan⸗Kollegien von London und Edinburg, nach denselben Prinzipien reli⸗ süöser Gleichheit den höheren Unterricht in Irland zu reformiren. Er (der Minister) zeige dem Hause demnach an, daß die Regieruug kein Bedenken age, die Gründung dreier Provinzial⸗Institute für die Erziehung in Ir⸗ and nach dem Muster der Kollegien von London und Edinburg anzuem⸗ sehlen, und zwar in Cork für den Süden, Galway oder Limerick für den Wesen und Derry oder Beifast für den Norden Irlands. Da man nicht gleich die bestimmte Summe zur Gründung dieser Anstalten vorherbestimmen bane, so habe die Regierung sich einen Ueberschlag von 30,000 Pfd. für de derselben emacht, und er glaube, daß 100,000 Pfd. hinreichen werden, hau⸗ und Einrichtungs⸗Kosten zu bestreiten. Zur Besoldung der Heamten und Lehrer, so wie für Preisbewerbungen und andere Förderungs⸗ sitel der Bildung, habe die Regierung 6000 Pfund für jedes Institut, Ganzen also 18,000 Pfund, bestimmt, von denen der Direktor an jeder instalt 1900 Pfund und jeder der anzustellenden Professoren, deren Zahl uf 10 bis 12 festgestellt sei, 300 Pfd. jährlich beziehen sollen. In Belfast n Cork sollen nach den ferneren Bestimmungen der Bill medizinische Fa⸗ ntäten eingerichtet und Vorlesungen über Pharmazie, Chirurgie und Che⸗ ie gehalten werden; die Krone soll das Necht haben, an alien drei Kol⸗ gien die Professoren zu emennen und nach Umständen von ihren Aemtern 8 eutfernen; der Vorstand ferner erhält eine Amtswohnung in der Anstalt, scht so die übrigen rofelohen und die Studenten; der Ünterricht endlich eschleht durch Vorlesungen und tägliche Prüfung der Zöglinge. In Ueber⸗ simmung mit dem Prinzip der Maßregel soll keine theologische Fakultät diesen Anstalten bestehen, also auch kein Professor der heologie an⸗ estellt werden, deshalb aber nicht der Religions⸗Unterricht ausgeschlossen in; saeeicen der freiwilligen Dotirung theologischer Professoren sollte der mögliche Vorschub geleistet werden, nur mit der Bedingung, daß der sesuch ihrer Vorlesungen nicht erzwungen werden kann, da die Fundamental⸗ lrinzipien der Anstalten der Regierung jede positive oder negative Ein⸗ ischun in alle die Glaubensfreiheit berührenden Angelegenheiten versagen. ndeß sei bei der Anstalt in Belfast eine Ansnahme zu machen. Das jetzt — demische Institut, welches hauptsächlich von den Presby⸗ rianern des Nordens von Irland besucht werde und zur Ausbildung der eebpterjanischen Geistlichen gegründet sei, habe seit 20 Jahren an 2100 sd. jährlich vom Parlamente bewilligt erhalten; vier der dortigen Profes⸗ sen wären Lehrer der Theologie und würden nicht von der Anstalt, son⸗ in der General⸗Versammlung von Uister ernannt. Es sei nun unbillig, e General⸗Versammlung dieses Rechts zu berauben, und die Regierung olle deshalb, daß die Unterstützung des Parlaments für jene vier Profes⸗ ten auch in der Zukunft fortdauern möge. Uebrigens könne man wehl nehmen, daß das dortige akademische Institut sich mit der u zu bildenden Austalt verschmelzen und seine Gebäude und bliotheken derselben unter billigen Bedingungen abtreten werde. der Minister ging hierauf zur Erörterung einer schwierigeren Frage über, eiche diese Maßregel mit sich führt und deren Entscheidung er dem Hause aheimstellte, zugleich aber seine eigene Ansicht darüber aussprach, — näm⸗ ch die Frage, ob diese drei Kollegien in eine große Central Universität in⸗ porirt oder jedes einzeln vom Parlamente mit der Befugniß ausgerüstet erden sollte, akademische Grade in Kunst, Wissenschaft und für medizinische sraris zu ertheilen. Seiner persönlichen Ansicht nach, hielt Sir James mham die Vortheile einet Vertretung der drei Anstalten in einer Central⸗ niversität für überwiegend und fürchtete die Vereitelung vieler guten Wir⸗ ugen der Maßregel, wenn eine solche Vereinigung nicht bewirkt werden Wenn man aber eine Central⸗Universität haben wollte, so müßte es der Metvopole von Irland sein, und da böte sich die große schwierige rage dar, ob Trinity College oder eine neue Universität der Vereinigungs⸗ der drei neuen Anstalten sein sollr. Politik und Gerechtigkeit gestat⸗ ten keine Eingrisfe in die Rechte des von der Königin Elisabeth für pro⸗ santsche Zwecke gegründeten Trinity College, welches den Katholsken zwar ericht, aber keine akademische Würden gewähre, weil dieselben, wie Connell selbst erllär habe, ursprünglich unr für protestantische Geistliche stimmt worden wären. Einer Aenderung der alten Charten und Privile⸗ en der Univerßtaäͤt köune aber die Regierung niemals beitreten, da sie da⸗ nch die Protestanten beleidigen würde, welche, nachdem die Katholiken in aynooth, die Presbyterianer in Belfast dotirt sind, in ihren alten Dota⸗ zäen nicht verlürzt werden dürften. Die Entscheidung über diese Frage i dam Hause überlassen; die gegenwäͤrtige Bill spreche sich weder fuͤr die sründung einer neuen Universitat aus, noch für die Erhebung der zu grün⸗ 1b en Kollegien zu Universitäten, sondern lasse nur der Regierung dazu den iict offen. Der Minister beamtragie zum Schlusse die Erlaubniß, eine 10 einzubringen, welche Ihre Majestät in Stand setze, neue Kollegien für Färderung höherer Bildung in Irland zu dotiren. Die irländischen Mitglieder des Hauses sprachen sich hierauf im 8 zu Gunsten der Regi el aus. Herr Wyse, as Mitglied für Waterford, machte den Anfang, und obwohl er die nichtung theologischer Lehrstühle in den neuen Kollegien für die ver⸗ enen Glaubens⸗Bekenntnisse als wünschenswert darstellte und n Hewisse Kontrolle der Kollegien über die Studenten ausgeübt en wollte, so stimmte er doch dem Minister darin bei, daß die ng des Trinity College in Dublin ernstliche Schwierigkeiten abe, und billigte den Vorschlag, indem er das Herannahen der begrüßte, da die Regeneration Irlands durch höhere Bil⸗ 28 und Moralität und nicht durch Gewalt bewirkt werde. ie Herren Roß, Beilew und Roche, Letzterer ein Anhän⸗ n. der Repeal⸗Partei, stimmten damit siberein. Dagegen närte Sir R. Inglis, das hochkirchliche Mitglied für Orford, die sil „sür den riefenhasteszen Plan gottloser Erziehung, der jemals in nn dande vorgeschlagen worden wäre“, und zwar weil der Staat süldungs⸗Instituke gründen wolle, in welchen er nicht für die religiöse eaiehung der Zöglinge sorge. Herr Sheil replizirte darauf in was bieterer Weise, dedauerte aber gleichsalls, aß man dem Vor⸗ urfr eines Mangels religsöser Bibung durch die Errichtung solcher Fihle nicht vorgebengt habr, und derlagte die Vorenthaltang der Memischen Würden . den neuen Anstalken. Er hoffte i baß . Regierung der Politik dieser Bill folgen und mit der Zeit das tnity Cocege in Dublin aush den Katholiken öffnen werde. Sir „Prel deimwortete und widersegte die beiden vorigen Rebner.
err Shaw, Rerorder
von Dublin, toryistisches Mitglied, stimmte 1
seinen Landsleuten auf der Oppositions⸗Seite in der allgemeinen Billigung der Maßregel bei, worauf Herr Maurice O'Connell dieselbe eine dankenswerthe Konzession nannte und von Seiten der radikalen Partei Herr Roebuck und Herr Duncombe, von Sei⸗ ten der Whigs Lord Palmerston die Minister belobten und der Bill einen glücklichen Fortgang wünschten. Dieselbe wurde sonach ohne Abstimmung zugelassen und sogleich zum erstenmale verlesen. 1 Dos vertagte sich hierauf wegen des Pfingstfestes bis zum öten d. M.
London, 10. Mai. Die Parlamentsglieder für Edin⸗ burg haben von etwa 1000 Wählern Adressen erhalten, in denen dieselben sich entschieden gegen die Maynooth⸗Bill aussprechen und er⸗ klären, daß sie bei späteren Wahlen Niemanden ihre Stimme geben würden, der nicht einer solchen Maßregel opponirt habe. Herr Macau⸗ lay, das gegenwärtige Mitglied für Edinburg, hat darauf erwie⸗ dert, daß er für sein Verhalten keine Rechtfertigung zu machen habe. Er habe gehandelt, wie er es für recht gehalten und noch halte, und werde dabei bleiben. Die Strafe, die ihm dafür drohe, habe er von Haus aus gekannt und werde dieselbe gern zahlen.
Die Industrie von Manchester scheint augenblicklich sich einer bisher ungekannten Blüthe zu erfreuen. Nach einem Bericht des Handels⸗Ministeriums (bei Gelegenheit in Lancashire anzulegender Eisenbahnen) sind jetzt in einem Umkreise von 15 — 20 englischen Meilen um diese Stadt mehr als 1,500,000 Menschen konzentrirt, die alle, mittelbar oder unmittelbar, von der dortigen Baumwollen⸗ Fabrication ihre Existenz beziehen. Die ungeheure Masse Baumwolle, die in England eingeführt wird (sie betrug 1843 gegen 528 Mill. Pfd.; 1844 waren es 646,874,816 Pfd.), wird vorzüglich hier ver⸗ arbeitet, auf Maschinen gesponnen, gewebt, gebleicht, gedruckt und in unglaublich kurzer Zeit wieder nach allen Theilen der Welt ausge⸗ führt. Die Ausfuhr der Baumwollen⸗Fabrikate belief sich im Jahre 1843, dem letzten, über welches detaillirte Angaben bekannt gewor⸗ den sind, auf: 1““
t 1 a- zathN. asc. 8* Weiße oder ungebleichte Baumwollenwaaren Gedruckte oder gefärbte Baumwollenwaaren 7,144,177 Strümpfe und andere kleine Waaren... 1,085,586 Einfaches und doüublirtes Garng.. 140,321,176 Pfd., 7,193,971 was einen Gesammtwerth von 23,447,971 Pfd. St. giebt. Bei weitem der größte Theil dieser Waaren wird in dem großen, hier in Rede stehenden Distrikte von Lancashire angefertigt. So unge⸗ heuer nun auch eine solche Production erscheinen mag, so berechtigt doch nichts zu dem Glauben, dieselbe habe ihre äußerste Gränze er⸗ reicht. Vielmehr führt im Gegentheil jedes Jahr irgend eine Ver⸗ besserung im Maschinenwesen herbei oder läßt das Fabrikwesen auf andere Weise einen Fortschritt machen. Die Folge hiervon ist dann, daß immer wohlfeiler und eifriger gearbeitet wird, daß, trotz vorüber⸗ gehender Schwankungen und zeitweiliger Wechselfälle, das Wachsthum jener Industriezweige beschleunigt wird, durch welche die Bevölkerung und die Productionskraft von Lancashire seit 43 Jahren fast verdrei⸗ facht worden.
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Brüssel, 11. Mai. Gestern hat die Repräsentanten⸗Kammer für diese Session ihre Arbeiten beendigt und sich auf unbestimmte Zeit vertagt. Die Senats⸗Sitzungen dauern noch fort.
Graf Raczynoski, preußischer Gesandter am portugiesischen, und Herzog von Serra Capriola, neapolitanischer Gesandter am französi⸗ schen Hofe, sind in Brüssel angekommen.
I Brüssel, 11. Mai. Die Session der Repräsentanten⸗Kam⸗ mer ist geschlossen. Im Sturmschritt und unter großer Verwirrung hat die Kammer ein halb Dutzend Eisenbahn⸗Konzessionen votirt und wenig auf die Stimmen einiger ihrer Mitglieder geachtet, die eine Vertagung und weitere Untersuchung verlangten oder einige der neuen Eisenbahn⸗Projekte, welche, wie die Verbindungsbahnen von Mons⸗ Namur⸗Lüttich, ein nothwendiger Ringtheil der vom Staate ausge⸗ führten Eisenbahnkette sind, dem Staate zur Ausführung vorbehalten wissen wollten. Die große Majorität in der Kammer war nun einmal von der Aussicht geblendet, daß die englischen Banquiers mehr als 100 Millionen Fr. ins Land bringen und den arbeitenden Klassen für meh⸗ rere Jahre einen bedeutenden Nahrungs⸗Erwerb verschaffen werden. Zufrieden, in die Konzessions⸗Kontrakte die Klausel gesetzt zu haben, daß die Actien in Belgien nicht vor Vollendung der Eisenbahnen auf der Börse negozürt werden können, glaubte man sich gegen Agiotage und gegen die Möglichkeit, daß die englischen Banquiers alsbald die Actien zu gutem Auspreis in Belgien anzubringen suchen würden, sicher ge⸗ stellt zu haben. Allein wollte man auch dies Letztere zugeben, so bleibt es doch immer ein Beweis einer großen Kurzsichtigkeit, wenn man die sicherlich eintretenden Folgen ganz aus den Augen verliert, Denn eutweder rentiren sich die neuen Eisenbahnen, und bei eini en, wie bei den eben angeführten, wird dies ohne Zweifel der Fall 82 und alsdann werden jährlich die Interessen von 6 bis 8 pCt. in die eng⸗ lischen Kassen fließen, und das Land, im Allgemeinen genommen, wird denselben Verlust haben, als wenn heute die Regie⸗ rung in England eine Anleihe zu 6 oder 8 pCt. machte. Das englische Geld würde auch ins Land kommen, aber gewissermaßen um als Lockpfenuig deso mehr wieder daraus zurückzuführen. Oder aber im anderen Falle die Eisenbahnen, und das sind deren ebenfalls mehrere, würden sich nicht reutiren, so werden daraus immer Katastrophen entstehen, die übel auf das Land zurückwirken; denn so viel Geschäfts⸗Ueberlegenheit wird man den Eugländern zutrauen, daß sie, wenn sie nach Vollendung und einer kurzen Benutzung der Bah⸗ nen die Nicht⸗Rentirbarkeit erkennen, den größten Theil der Actien bald in belgische Hände zu spielen wissen werden. „Die „British Queen“, die jetzt im Bassin von Antwerpen verfault, liefert den trau⸗ rigsten, aber augenscheinlichsten Beweis, wie englische Banquiers und Handelshäuser hier anzubringen wissen, von dessen Untauglichkeit sie sich überzeugt haben. Wir können daher das Berfahren des Mi⸗ nisters der öffentlichen Arbeiten und der Kammer im wahren In⸗ teresse des Landes nur beklagen; nicht als wenn wir glaubten, daß nicht neue Eisenbahnen hätten angelegt werden sollen, oder als wenn wir der Konzession an Privatgesellschaften ganz entgegen wären; wir be⸗ haupten nur, daß der Staat nach dem einmal angenommenen Prinzip selbst die großen Verbindungslinien, wie die Bahn von Tournay nach Brüssel (Jurbise) ünd von Mons⸗Namur⸗Lüttich, selbst hätte übernehmen müssen und unr bie anderen Privat⸗Gesellschaften überlassen sollen, nachdem eine wohleingeleitete Prüfung die, wenn auch nur mäßige, Rentir barkeit wenigstens wahrscheinlich gemacht haben würde. Selbst gegen Aus⸗ wärtige hat eine Regierung einige Pflichten zu erfuͤllen, wäre es auch nur, daß nicht die Einheimischen von der Unvorsichtigkeit und bem Schwindel mit forigerissen werden. Die kinzige in Anregung gekommene Bahn, deren spätere Anlegung sich die Reglerung vorbehalten, ist die 8 ⁄ von Aautwerpen Holland. Es wäre die Verleihung dieser Bahn an eine Privat⸗Gesellschaft auch ein politischer Mißgriff gewesen.
Vor kurzem sind neue Nachrichten aus der verun lückten Kolonie von Guatimala angekommen. Ein entsetliches Fieber hatte über 200 Kolonisten . zafft Von 800 Auswanderern sind jetzt nur noch III1I1mm
deklar. Werth in Pfd. Sterl. 8,024,287
NJards. 562,575,105
356,065,000
etwa 250 am Leben. Viele sahen nach anderen Theilen Amerika zu entkommen. Man versichert, daß die englischen Banquiers, welche
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auf das Versprechen des Herrn Nothomb, den Kammern einen Gesetz⸗ Antrag über die Garantie eines Minimums von 3 pCt. im Beginn der Colonisations⸗Gesellschaft interessirt hatten, jetzt gegen die Re⸗ gierung einen Prozeß einleiten werden, da der Gesetz⸗Antrag aus in ist. Das Versprechen selbst war freilich bei der üblen Meinung, die sich über diese Kolonie schon im ganzen Lande verbreitet hatte, sehr er Gesetz⸗Antrag der 21. Deputirten wegen Erhöhung der Eingangs⸗Zölle auf das Getraide ist wegen der Opposition, die derselbe im ganzen Lande hervorgerufen, bestehende Geset sind jedoch einige Beschwerungen der Einfuhr auf⸗ Schweden und Uorwegen. L1““ Stockholm, 6. Mai. Das Höchste Gericht hat in dem von Stimmen⸗Mehrheit gegen dieselbe erklärt; zugleich aber auch sich gegen den von Ritterschaft und Adel aufgestellten Anspruch an unyertilghare sprochen. 8 Der schwedische General⸗Konsul in Marokko, Oberst⸗Lieutenant 5. April mit den Bevollmächtigten des Sultans von Marofko abge⸗ schlossene Uebereinkunft, wodurch derselbe für die Zukunft auf die bis⸗ 20,000 spanischen Piastern verzichtet. Die Stände werden Sr. Majestät dem Könige anzeigen, daß Der Bank⸗Ausschuß hat mit entscheidendem ständischen Rechte und bedeutender Stimmen⸗Mehrheit beschlossen, Reichs⸗ schuld⸗ Comtoir abgegeben werden soll. ü Man hat im hiesigen Reichs⸗Archiv das eigenhändige Schreiben Mainz und Magdeburg, Albrecht, wider Tetzel's Ablaß⸗Verkauf auf⸗ gefunden. Eine Nachschrift ergiebt, daß Luther seine berühmten 95 erhellt, daß jenes von Luther 1694 an König Karl XI. von dem Landes⸗Hauptmann Orneklo auf Oesel zugesandt worden, der es un⸗ funden. Auf der Rückseite des Briefes steht geschriehen: „Lliterae) Doctoris martini ordinis sancti Augustini Ad dominum nostrum burgischen) per consiliarios feria tertia post Briccii Anno etc. XVII“ (stimmt mit dem 17. November 1517). Der Inhalt weicht der schwer zu lesenden Handschrift im Briefe zuschreiben will. 18 Italien. fand heute früh um 8 Uhr auf dem hiesigen protestantischen Fried⸗ hofe bei der Pyramide des Cestius in sehr feierlicher Weise statt. seine Freunde und Landsleute in großer Anzahl gekommen und mit ihnen selbst Se. Königl. Hoheit der Prinz Georg von Preußen, um zeugen. Besondere Anerkennung verdient die Aufmerksamkeit der päpstlichen Regierung, die von freien Stücken eine Truppen⸗Abthei⸗ doch auch von dieser Seite die gebührenden letzten Ehren zu Theil würden. Die körperliche Beschädigung hat sich übrigens bei der Lei⸗ Nicht vier, sondern sieben Rippen waren gebrochen, einige sogar meh⸗ reremale, und selbst die Lunge ward beschädigt gefunden. 1 E12 b London, 7. Mai. Am 13. Februar hat Rosas in Buenos⸗ welches verfügt: 1) daß die Communi⸗ cation zwischen Montevideo und an gänzlich aufgehoben sein solle; 2) daß der Hafen⸗Capitain von Montevideo kommt, möge es nun direkt von dorther kommen oder Montevideo, aus welcher Ursache es auch sei, nur angelaufen haben; englischen Paketschiffe und der Kriegsschiffe befreundeter Mächte sta⸗ tuirt; 4) das Dekret soll so lange in Kraft bleiben, als Montevideo des Einzuges der argentinischen Truppen in die Stadt. — Briefe aus Buenos⸗Ayres bezeichnen dieses Dekret als ein von Rosas nöthig welche, auf direktem Wege durchzuführen, die Weigerung der sranzö⸗ sischen und englischen Stations⸗Kommandanten, die Blokade anzuer⸗ erkennung sinden, so würde sie dem Handels⸗ Verkehre einen bedeu⸗ tenden Stoß versetzen, da nicht nur alle Schiffe, welche Salz auch viele mit britischen Manufaktur⸗Waaren beladene Schisse. Man . indeß in Buenos⸗Ayres, daß die Maßregel als gegen das Interventionen Frankreichs und Englands in den Streitigkeiten zwi⸗ schen Montevidev und Buenos⸗Ayres zu beschleunigen. Der neue neuesten Berichte) bereits seit zehn Tagen in Buenos⸗Ayres, ohne eine Audienz bei Rosas erlangen zu können, und hatte demselben er⸗ länger dauere.
der leßten Session vorlegen zu wollen, sich für mehrere Millionen bei der That sehr ungewichtigen Gründen von dem Minister nicht gemacht gewagg. 7 beseitigt worden. In das genommen worden. “ 116“ ihm geforderten Gutachten über Gleichheit in Erbrechten sich mit Bevorrechtung vor den anderen Ständen in dieser Hinsicht ausge⸗ Ehrenhof, welcher heute hier angekommen ist, überbringt die am her von Schweden und Norwegen jährlich entrichtete Abgabe von die Geschäfte des Reichstages am 24. Mai beendigt sein können. daß der Bank⸗Gewinn zu den Zwecken der Bank verwendet und daher nicht an das Dr. Martin Luther's vom 31. Oktober 1517 an den Erzbischof von Thesen mit beigeschlossen hatte, und aus einem beiliegenden Schreiben ter den Papieren eines verstorbenen General⸗Superintendenten ge⸗ R: mum, apertae in calbe (offenbar die Stadt Kalbe im Magde⸗ in Manchem von den Ahbdrücken in Luther's Werken ab, was man 11 O Rom, 2. Mai. Das Begräbniß des Major von Molière Obwohl es ganz still hatte vollzogen werden sollen, so waren doch bei dieser letzten Feier von neuem ihre Liebe und Theilnahme zu be⸗ lung gesendet, damit dem Verstorbenen, obwohl er Protestant war, chen⸗Offnung weit bedeutender gezeigt, als man anfangs geglaubt. ve. La Plata-Staaten. F Ayres ein Dekret erlassen, Buenos⸗Ayres vom 1. März d. J. Buenos⸗Ayres kein Schiff zulassen solle, welches aus dem Hafen von 3) eine Ausnahme wird nur zu Gunsten der von Europa fommenden sich in der Gewalt der Unitarier befindet; es erlischt im Augenblicke befundenes indirektes Mittel, Montevideo zu blokiren, eine 553 kennen, bekanntlich vereitelt hat. Sollte jene indirekte Maßregel An⸗ geladen haben, einen Theil ihrer Ladung in Montevideo löschen, sondern ölkerrecht streitend werde angesehen und nur dazu dienen werde, die französische Geschäftsträger befand sich am 1. März (dem Datum der klärt, daß er die Republik verlassen werde, wenn der Aufschub noch †
Der deutsche Hülfsverein zu Paris.
*X Paris, 8. Mai. Vor etwa zwei Monaten habe ich Ihnen Einiges * die Lage der so zahlreichen armen Deutschen in Paris und die Bestrebungen des deutschen Hülfsvereins für Linderung der unter ihnen herrschenden Noth mitgetheilt. Mein damals ausge⸗ sprochener Wunsch, daß die Sache dieses so wohlthätigen, aber im Verhältniß zu der Größe und Ausdehnung seiner Aufgabe nur über eringe Mittel verfügenden Vereins auch im deutschen Vaterlande selbst Anklang und werkthätige Beihülfe sinden möge, 8 nicht enn ungehört verklungen. Von edler, menschenfreundlicher Hand ist bem Ausschusse des Hülfosvereins vor kurzem erst durch Ihre Vermittelung aus Berkin ein Beitrag von 100 Rthlr. preuß. mit dem ganz die edle Ge⸗ sinnung des Gebers beurkundenden Motto⸗ „Wer schnell giebt, giebt dop⸗ pelt“ zugsjammen. Schon vorher war auch aus Hamburg eine Summe von 300 Fr. eingegangen von einem Feilsneacgegen en Gebher, der
sich bei Lesung eines Berichts über den verein in der Allgemeinen 1 Zeitung des kle des lebhast erinnert hatte, dessen Augenzeuge er N as Ar. 9 mench!
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