immer
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Uebungen im Fort von Vincennes bei, die unter von Aumale daselbst ausgeführt wurden. Cormenin, der Gegner der Dotationen, hat des Klerus und der Jesuiten heshebe Hier einige Stellen aus seinem neuesten Pamphlet: „Ihr sagk zu mir: Du bi liberal, also mußt du irreligiös sein; ich aber sage Euch: Ihr seid irreligiss, also dürft Ihr nicht liberal sein. Wo soll ich anfangen? denn ich habe fast alle Welt gegen mich. Ich habe gegen mich drei Viertel zeiner Wähler; man wird mich nicht wieder wählen, und ich wußte eg! Ich habe gegen mich die radikale Presse, die fonservative Presse, die legitimistische Presse; mit meiner Popularität ist es aus, und ich wußte es! Ich habe gegen mich die Leute mit der kleinen Eitelkeit, zu glauben, sie begriffen die Frage von den gallikanischen Kirchen⸗ Freiheiten, die Leute, welche sich bescheiden, nichts zu verstehen von der Frage, und die Leute, welche erklären, es kümmere sie wenig, ob überhaupt eine solche Frage vorhanden sei oder nicht; ich habe gegen mich die Leute, welche laut auf mich schmähen, und die Leute, welche ihre Schmähungen in den Bart murmeln; ich habe gegen mich die⸗ jenigen, weiche sagen, sie hätten mich für ihren Herrn und Meister gehalten, jetzt aber sei ich nicht einmal gut genug, ihr Knecht zu sein; und diejenigen, welche behaupten, ich sei erst seit gestern so geworden; und die Anderen, die vorgeben, ich sei längst so gewesen; man klagt mich an, ich liebte das Voll zu sehr, und man klagt mich auch an, ich liebte es gar nicht; man schreibt mir mit der Stadtpost, ich sei ein Genie gewesen und zum Einfalts⸗ pinsel geworden; dieselben Leute, die mir Muth zuerkannten, als ich ihre Meinungen vertheidigte, neunen mich nun feig, weil ich mir er⸗ laube, ihnen die Wahrheit ins Gesicht zu sagen. Wo soll ich anfan⸗ gen? oder vielmehr, wie habe ich es angefangen, so viele Leute gegen mich in Harnisch zu bringen, die da vorgeben, sie seien die Nation, obschon sie wohl nur den hundertsten Theil der Nation repräsentiren? Nicht, weil ich meine Grundsätze gewechselt hätte, zürnen sie mir, sondern weil ich meinen Grundsätzen zu treu geblieben bin. Ich ge⸗ höre nicht zu denen, die ihre Grundsätze beherrschen, sie folglich auch ändern können. Sonderbare Lage eines logisch denkenden Mannes in unserer offiziellen und parlamentarischen Gesellschaft: er steht 1 allein. Als vor funfzehn Jahren ein Mann, er allein, von seiner revolutionairen Bank sich erhob, die Souverainetät des Volks zu vertheidigen, und die Frage auf⸗ warf: Wer seid ihr? da antworteten ihm 219 Kammergenossen: 4 Siehst du nicht? Wir sind das französische Volk!““, Der Mann sah sich fast blind, um zu sehen, was man ihm sagte, es sei zu sehen: er sah nichts. Heute erhebt sich derselbe Mann ganz allein, die Freiheit der Gewissen zu vertheidigen, und wenn man ihm das übel nimmt und er fragt: Wer seid Ihr? so antworten ihm einige Journalistengenossen: „„Siehst du nicht? Wir sind das französlsche Volk!““ Und der Mann sieht sich wieder fast blind, um zu sehen, und er sieht nichts. Also Ihr seid das französische Volk? Das ist mir gerade recht. Dann mag ich Euch ja vor Euch selbst anklagen. Ich allein gegen das franzoßzsche Volk? Ihr macht mich zu siolz; 34 Millionen gegen mich, den Einzelstehenden! Ich möchte wohl die 34 Millionen Vollmachten sehen, die Euch die Besugniß geben, im Namen des französischen Volks zu reden! Ich wünschte, die hohen Intelligenzen kennen zu lernen, vor welchen ich mich beugen soll. Ihr sagt, Ihr schriebet, sprächet und handeltet als eine Partei, als eine solidarische Partei. Eine Partei? Und welche? Solidarisch? Und wofür? Ich möchte allerdings wohl etwas Sichtbares vor Augen haben, es zu ergreisen und niederzuwerfen, eine organisirte, sich selbst klar gewordene Partei. Ich möchte wohl von Partei sein wollt, erfahren, was Ihr gethan habt für das Land, für das Volk, für die Freiheit, für die Regierung, für das Recht, für die Wahrheit. Ihr solltet mir auch verrathen, zu welchen solidarischen Theorieen Ihr Euch bekennt. Eure Theorieen, von denen ich weiß, bekämpfen sich unter einander und schwanken auf dem weiten Gebiet wischen den Extremen des Imperialismus und des Kommunismus. m Innern habt Ihr Euch so geschickt benommen, daß nach und nach alle Eroberungen der Revolution verloren gingen. Zuletzt blieb Euch nichts übrig, als Euch zu verstecken hinter den Kanonen der Forts, um von da aus Brandkugeln gegen die Gewissensfreiheit zu schleu⸗ dern. Ihr sagt, ich hätte Eure Reihen gebrochen. Wahrlich, dazu bedurfte es nur einer Rakete! Hättet Ihr wohl ohne meine Hülfe die geschlossenen Reihen der Civil⸗Liste gesprengt? Konntet Ihr mit all Euren Trompeten die Mauern dieses neuen Je⸗ richo umstürzen? Und Ihr wundert Euch noch, daß ich Euch die Unabhängigkeit und Eintracht des Klerus als Beispiel vor die Augen halte, da Ihr selbst nur das Beispiel Eurer Anarchie gebt? Versteht Ihr Euch denn unter einander in der Presse, über die Pairie, über die Wahlen, über die Organisation der Arbeit, über die Befestigung der Hauptstadt, über den freien Unterricht, über den Ruhm? Und was nun gar die Religion angeht, so ist sie für Euch Nacht und für uns Tag. Ihr wißt der großen katholischen Kirche nichts entgegenzusetzen, als allerlei kleine Kirchen, die 8— einander überstürzen und in denen jeder von Euch der Gott, der Priester und der Altar ist. Sagt es frei heraus: Ihr habt nur einen Glaubens⸗ satz Ihr glaubt, man müsse uns hindern, zu glauben. Ueber diesen Punkt seid Ihr einig. as ist der Glaube, zu welchem Ihr Euch bekennt; das 18 die Freiheit, die Ihr uns laßt.”* Darauf antwortet das Journal des Débats: „Timon (Cormenin) nimmt von seinen alken Genossen sehr unfreundlich Abschied. Wun⸗ derliche Zeit, in der wir leben! Herr von Lamennais wird aus einem Ultramontanen ein Philosoph und Demokrat; Herr von Cormenin metamorphosirt sich umgekehrt vom Demokraten zum Ultramontanen, oder vielmehr er wähnt, ultramontane Grundsätze mit demokratischen Ideen verschmelzen zu können. Wie dem auch sei, hören wir, in welcher Weise der Verfasser der Pamphlete gegen die Civilliste seine Rechnung mit der radikalen Partei abschließt: „„Niemand glaubt fester, als ich, an den endlichen Sieg der Freiheit; aber ich halte nichts von der Zukunst einer illiberalen und lrmenden Fraction, die sich fälschlich den Namen der französischen Demokratie beilegt; einer Fraction, die wohl eine Kanone richten, aber kein Prinzip vertheidi⸗ gen kann; einer Fraction, die ungeregelte Begierden hat und einen leeren Glauben.““ Timon ist böse. Etwa, weil ihm seine erste Broschüre zu Gunsten des Klerus und der Jesuiten anonyme Briefe voll Schmähungen und Drohungen zugezogen hat? Wir wollen ihm etwas im Vertrauen sagen: Es vergeht kein Tag, daß nicht Herr Guizet, Herr Duchatel ganze Packete weit stärkerer Drohbriefe be⸗ kommen; oft werden sie, aus zarter Aufmerksamkeit, an die Mutter, an die Gattin adressirt; es ist darin vom Aufhängen an einen La⸗ ternenpfahl und von der Guillotine die Rede; wir zweifeln nicht, Timon ist gewiß schon in zwei oder drei geheimen Gesellschaften we⸗ en seines ultramontanen Pamphlets zum Tode verurtheilt worden; das is so der Lauf der Welt. Was uns betrifft, so lassen wir dem Herrn Cor⸗ menin seinen Ultramontanismus ohne Anstand hingehen; wit wünschten nur, er ließe uns auch ungestört bei unserem Henean gans. Hat wohl Herr von Cormenin, der seit 15 Jahren die Preßfreiheit anz gehörig benutzt, ein gewisses Umlauf⸗Schreiben Papst Gregor’'s n gelesen? Weiß er wohl, daß darin Freiheit der Presse und Freiheit der Gewissen verdammt sind, alh wahnsinnige und gottlose Ausge⸗ burten des Zeitgeistes? Wenn er es weiß, wie vermag er seine liberalen Meinungen in Einklang zu bringen mit seinem Glauben an
Leitung des Herzogs jetzt für die Sache
2
uch, die Ihr eine
“ aeernehmcm mien we, eamehsnenmme mant mamsSöe
7344
die Unfehlbarkeit des Papstes? Ohne Soldaten und ohne Kanonen hat Rom eine Aemee hei uns. Wenn es nun hieser Arner iht Namen der allein wahren Rellgion den Befehl 8 bald offen, bald versteckt, die Freiheit der Untersuchung, der Diskussion, des Gewissens zu bekämpfen, würhe diese Armas rs wagen, den Gehorsam zu versagent Ja, wenn sie belianisch ist, zzein, wenn sie sich zu ultramontanen ennt. as thut es, sagt Herr Cormenin, menn auch ber Papst nicht un⸗ sehlbar ist, die ist es doch. Ae wem nicht theologisih und politzsch genommen ein Unterschied wäre zwischen der Unsehlharkeit bes Papstes und der Unfeylbarkeit der Kirche! Theologisch gustefaßt ist die Unfehlbarkeit der Kirche, im Konzil versammelt, ein Glaubens⸗ Artikel, während die Unfehlbarkeit des Papstes, selbst nach dem Ge⸗ ständniß der Ultramontanen, nur als Meinun vertheidigt wird. Die Börse war heute in sämmtlichen Eßenen schwach, außer in der französischen 5 proc. Rente. Die spansschen Fonbs waren sehr an⸗ gezeten in Folge der neuen Complication, welche zwischen dem ma⸗ rider Kabinet und dem römischen Hofe eingetreten. Unter den In⸗ habern von Eisenbahn⸗Actien zeigt sich neuerdings einige Entmuthi⸗ gung. Die meisten Linien waren ohne Käufer. 5 proc. 121 Fr. 86 C.; Zproc. 85 Fr. 85 C.; Neapel 104 Fr.; span. akt. R. 39 ⅞; 3 proc. span. 41 ¾; pass. Sch. 7 ½; port. Jpror. R. 67 .;
* Paris, 25. Mai. Wir haben heute Nachrichten aus Algier vom 20. Mai, und es liegen die dortigen Blätter von diesem Tage vor mir. Der Moniteur algerien giebt Nachrichten von den Truppen unter dem General⸗Gouverneur bis zum 12ten. Der Mar⸗ schall war durch das schlechte Wetter bis dahin bei dem Stamme der Beni Schaib zurückgehalten worden, wollte aber am folgenden Tage in das Gebiet der aufgestandenen Stämme der Warenserris einrücken. Man glaubte, er werde etwa am 24sten zu Orleansville eintreffen, dort seine Kolonne wieder mit Lebensmitteln versehen und nach zwei⸗ tägiger Rast von neuem ins Innere der Gebirge zurückkehren, um dort kombinirte Operationen mit der Kolonne des Generals Reven zu Ave
ch einem Briefe aus Medeah war General Marey auf seinem Zuge nach dem Süden am 11. Mari zu Ain⸗Sultan im Mittelpunkte des Landes der Ulad⸗Nail. Dieser Stamm bezahlte die ihm wegen der Feindseligkeiten gegen den von Frankreich eingesetzten Kalisa von El Aghuat auferlegte Kriegs⸗Contribution. Die günstige Wendung der Dinge auf dieser Seite, in Folge der Unterwerfung des einzigen aufrührerischen Stammes zwischen Medeah und der Wü e, veranlaßte zu dem Glauben, daß General Marey allernächstens an den Hauptort seiner Subdivision wieder zurückkehren werde.
Großbritanien und Irland.
London, 24. Mai. Die Times stellt die von der Post ge⸗ gebene Nachricht von dem Abschluß des neuen Sklavenhandels⸗Ver⸗ trags mit Frankreich in Abrede. „Die von einem Morgen⸗Journal aufgestellte Behauptung“, sagt die Times, „daß die Unterhandlun⸗ gen zwischen dem Herzog von Broglie und unserer Regierung zur Unterdrückung des Sklavenhandels bereits beendigt seien und nur die Abfassung und das Unterzeichnen des förmlichen Dokuments noch statt⸗ sinden müsse, ist, wie wir glauben, etwas voreilig. Allein nach dem⸗ jenigen zu urtheilen, was im Parlament von den Ministern der Krone geäußert worden, darf man folgern, daß die ausführliche Diskussion des von beiden Regierungen anzunehmenden Sypstems beendigt sein dürfte. Einige Punkte untergeordneter Wichtigkeit bleiben noch zu vrdnen übrig, allein wir hoffen, das sie nicht der Art sein werden, um das Unterzeichnen der Uebereinkunft noch um einige Tage zu ver⸗ zögern.“ .
b Die Repeal⸗Demonstration O'Connell's auf dem Tarahügel, 10 Miles von Dublin, ist sehr dürftig aus efallen. Der Bericht⸗ erstatter der Times schreibt darüber vom 22 sten d.: „Heute ging, der Ankündigung gemäß, die Repealer⸗Versammlung auf dem acht Stunden von Dublin entfernten Tarahügel vor sich. O'Connell, Steele, Ray und andere Repealführer hatten zu Tara⸗Hall über⸗ nachtet und langten um Mittag, zum Theil in der Uniform des Klubs von 1782, auf dem Hügel an, wo sie von der versammelten Volksmenge, die etwa 5000 Köpfe zählte und größtentheils aus Leuten der Nachbar⸗Orte bestand, mit lau⸗ tem Beifallsrufe empfangen wurden. Ein Geistlicher las an einem auf dem Hügel errichteten Altare bie Messe und hielt sodann eine Anrede an die Menge, worin er zu ordentlichem Verhalten ermahnte und anrieth, daß man Jeden, wescher aufrührerische Gesänge oder Zettel verbreite, sofort der Polizei übergeben solle. Hierauf bildete sich um 2 Uhr ein Zug, dem O'Connell und seine Begleiter sich an⸗ schlossen, und alle setzten sich zu buß⸗ zu Wagen und zu Pferde nach Navan in Bewegung, wo in der Stadthalle zuerst eine Repeal⸗Ver⸗ sammlung und dann ein Diner zu Chren der Märtyrer stattfinden soll, dem angeblich 700 Personen beiwohnen werden. Auf dem Tarahügel 19 7a⸗ weder Militair noch Polizei, und Alles ging ganz ruhig vor sich.“ Eat, duh isle Pe
S
“ rüssel, 26. Mai. Mehreye öffentliche Blätter bringen so eben die Nachricht, daß mit Hinsicht auf den gegenwärtigen Getraide⸗ mangel im Minister⸗Rath der Beschluß gefaßt worden sei, die Promul⸗ gation des von den Kammern angenommenen neuen Getraidegefetzes auf unbestimmte Zeit zu vertagen. Der Brodtheuerung folgt jetzt auch ein nicht minder empfindli⸗ ches Steigen des Fleischpreises; seit zwei Tagen ist derselbe in Brüs⸗ sel von 60 auf 64 C. für das Pfund in die Höhe gegangen. ne
Schweden und Norwegen. nn
Stockholm, 20. Mai. Gestern wurde den im Reichssaale versammelten Ständen durch den Staats⸗Minister der auswärtigen Angelegenheiten die Königliche Gene migung des Gesetzes über gleiche Erb⸗ und Heirathsrechte in allen Ständen mitgetheilt. Diese Ent⸗ scheidung ist überall vom Volke mit dem größten Jubel aufgenommen worden. I N brluc, S nn
v111113“] Kanton Luzern. Der Regierungs ⸗Rath hat die Gegen⸗ stände, als Geld, Uhren, Ringe u. s. w., welche den Kriegsgefange⸗ nen theils bei der Gefangennehmung, theils während der efangen⸗ schaft, z. B. beim Verhör, weggenommen wurden, als Kriegsbeute erklärt und daher die Herausgabe derselben abgelehnt. Die auf diese Weise bei den gefangenen Vernern und Aatgauern gemachte Beute wird vom Regierungs⸗Rath auf ungefähr 900 Fr. angegeben. Uhren v 8 bei denselben nur vier, drei silberne und eine messingene, vor⸗ gefunden. n der Sitzung des Großen Rathes am 17. Mai hielt der neu⸗ 22& lte Präsident desselben, Herr Kost, eine Rede, die im Wesent⸗ ichen folgendermaßen lautet:
„Ich begrüße Sie heut zum ersenmale ale eedene eines. Vol⸗ kes, das treu am Glauben und der Freiheit seiner Väter hält, und das Sse, meine Herren, zu treuen Waͤchtern und Vertheidigern dieser heillgsten Güter aufgestellt hai. Das luzerner Vollk hat am 1. Mai du tteues Zusammenhalten den Beweih eleistet, baß es den hohen Ernst der Zeit ersaßt und die noch drohenden hren erkannt habe und auch entschlossen sei, zur Abwenbung derselben fest und iren einzuszehen. Ruhmvoll erwarben sich un ⸗
I 2es aeen
— 8
sere Altvordern Freiheit und Unabhängigkeit. Tapfer kämpften sie hiersa manchem blutigen Schlachtfelde. Ihre heldenmüthigen Thaten sichenten 8* Vaterlande auf lange Zeit Glück und Wohlsahrt, Lichmng und Aman Diese Güter werden auch uns gesichert bleiben, wenn wir die Reinane die Tugenden unserer Väter nachahmen; denn was sich in der 29 der Vaͤker ausgesprochen sinhet, gilt zu allen Zeiten suͤr das Lant Söhne, sür zaiser Paterlaute Es wird dasselbe nut insofern gbücklich sa als es Religton, Tugend und Gerechtigkeit zur Grundlage hat. Unsere vü bekangten sich zu hder vom Himmel geoffenbarten Reli jon, deren Lehre Pnsas mengezogen is in den Worten: „Liebe Gott über Alles und deinen Nahf wie selbst“, welche Lehre stets von der römisch⸗christkatholischen Kirche ne etragen wird, somit nicht eine Religion ist, wie sie die wandelbaren † gichten der Zeitblätter in Vorschlag bringen, oder wie sie Jeder gem sich i um seine Leidenschaften gegen die Klagen des Gewissens siche Mit der Religion muß aber auch häusliche Tugend, gegründet, das Christenthum, verbunden werden. Es ist eine unbegee ba Thatfia daß weder auf die schöne Lage und die Fruchtbarkeit kines Landes, auf heliebig verstandene Geistesbildung seiner Bewohner das Glüc air Landes sich gründe, sondern auf Religion und Tugend. Wenn die 8. lichen und bürgerlichen Tugenden geübt und verwirklicht werden, so de den wir sehen, welche gluͤckliche Gestaltung das Vaterland erlangt; pe werden uns freuen, zu sehen, wie Gram und Bitterkeit verschwinden, düsteren Stirnen sich aufheitern, wie traulich und freundlich die Gespras
bildet, stellen.
bieder das gegebene Wort gehalten, wie angenehm und friedlich das be würde. Derjenige, welcher die häuslichen ugenden kennt und übt, sich in seinem Berufe und in seinem Familienkreise glücklich sühlen, nah⸗ wird nie an einer Rescsarane an einer gewalisamen Siaats⸗Uampaäla oder inzend einem Hochverrathe Theil nehmen, sondern vielmehr willig se Opfer sich unterziehen und Gut und Blut mit Freudern darbringen, sobci das bedrohte Vaterland ihn zu seiner Vertheidigun ruft.“
„Meine Herren! Wenn ein Mensch auch alles Wuͤnschenewerte sitt, es mangelt ihm aber die Tugend, so ist er unglüͤcklich. Die pah christliche Tugend darf aber nicht Jeder erklären nach seinem Gund na sonst könnte auch der Verrath am Valerlande als heilige Pflichterf Ferssretr sondern sie muß auf die Religion und das Christenthun p
aut werden. Wenn durch Ungerechtigkeit und Willkür der Segishess Staat sich selber auf lösen muß, so wird im Gegentheil durch Religion us Tugend der Bürger, und Gerechtigkeit der Staais⸗Beamten, die NMeu na Seine läßt und giebt, das Gemeinwesen blühen und gedeihen mg ba⸗ Volk seinem wahren Glücke zugeführt werden. Mit der Gerechiget der auch jene Milde und Güte verbunden werden, welche auch in den Bn⸗ brecher noch den Menschen ehrt und ihm sein Schicksal erträglicher nagl.
„Wir leben in einer Zeit, wo ringsum Verderben herrscht, dc Mm⸗
schen wirken, welche das Bestehende umzukehren, Gutes zum Bösen n estalten und alle Ordnung zu untergraben streben. Das Fundamen eim Repubit ist der gesetzlich erllärte Wille der Mehrheit, gleichviel pe g laute. Wirft man dieses Grund⸗Element aller demokratischen Staatz g
Störungen und zwar so lange entgegen gehen, als nicht die Gesetzie ernster und kräftiger ihr Haupt erhebt und dem drohenden störrigen 7. und ihren wilden Fuhrern das Handwerk legt. Diese radikalen sin Massen zerreißen die Bande des Bundes, untergraben die Freiheit der 40 tone, leiten die öffentliche Meinung irre und entehren die Eibd enossensche in den Augen des Auslandes. Darum thut es Noth, daß d e Nb gen mit Eifer die Grundpfeiler eines glücklichen Staals, Religion, 85 und Gerechtigkeit, pflegen, unterhalten und zu befestigen suchen. Dam nah uns das stille Bewußtsein, recht gethan zu haben, und unsere Anstrengn gen für das Wohl unseres Volkes werden reichlich gesegnet werden.“ Spanien.
Madrid, 20. Mai. Der Senat genehmigte heute mit Stimmen gegen 5 das Ausgaben⸗ und innahmen⸗Budget. d. Präsident zeigte an, nach einem Beschlusse der Königin werde 23sten d., Nachmittags 2 Uhr, die feierliche Schließung der Sest⸗ statthaben. Die Schluß⸗Sitzung wird im Saale der Depu Kammer erfolgen. Die Abreise der Königin wird am 2Asten set⸗ finden. Herr Martinez de la Rosa, welcher Ihre Majesti Barcelona begleiten soll, wird am 27sten von Madrid abrei en.
Es heißt, Herr Castillo y Ayensa werde wegen der Weise, er die Unterhandiungen in Rom geführt, desavouirt werden.
Griechenland.
O. München, 26. Mai. Bei der unverkennbar grüßem Theilnahme, welche von der deutschen Presse wieder einmal den g chischen Zuständen gewidmet wird, seit Griechenland so plötzlich! einer Seite her bedroht worden ist, wo man am allerwenigsten deutende Gefahren für das junge Königreich gesucht hätte, 21 als nicht unerheblich erscheinen, wiederholt auch solche Stis⸗ men zu vernehmen, die gerade in der letzteren Beziehue⸗ beruhigender lauten. Die der gegenwärtigen Regierung su stigen griechischen Zeitungen besprechen lebhaft die Neuigteit de Truppenbewegungen in der Türkei nach der griechischen Gränze und bringen diese befremdende Erscheinung in Zusammenhang mit a meuterischen Absichten der angeblich durch fremben Einfluß zu selha Vaterlandsverrath gedrängten Maurokordatisten. Allein es ist ui nur eben so gewiß, daß Letztere jeden derartigen Vorwurf durg si ihnen zu Gebot stehenden Journale aufs entschiedenste zurückvesen sondern es darf auch als wenigstens höchst wahrscheinlich betrahhn werden, daß sowohl in Bezug auf die maurokordatistische Verscyu⸗ rung, als wie rücksichtlich der von der hohen Pforte gebegten 7. seligen Gesinnungen, weit mehr Uebertreibungen, als auf Thatsahh beruhende Angaben ins Publikum gebracht worden sind. Wiederse machen wir darauf aufmerksam, daß in Briefen von völlig glot⸗ würdiger Hand die angeblich von der türkischen Gränze her drasa Gefahr keinesweges zugegeben, sondern vielmehr der bestimmten 19 sicht gebuldigt wird, daß die ohnehin nur auf dem Papier bedeutet Vermehrung der Truppen in Rumelien keine anderen Folgen werde, als eine größere militairische Thätigkeit auch auf griechishe Seite. Dadurch wäre eine Säuberung beider Gränzgebiete von uf Anzahl Banden ausführbar, die unter anderen Umständen nicht vernichtet werden könnten, und wirklich hat die Fiechische Reginn mit der Lösung ihres Theiles dieser Gesammt⸗ ufgabe berens ie Anfang gemacht.
71 3 vpredlnts-; 4 — —
Handels- und Börsen⸗achrichten.
Berlin, 30. Mai. Die Börse hatte heute eine sehr feste haltung gleich die morgende Liquidation mehrere Verfäufe verursachte, waren die meisten Actien und Quittungsbogen willig zu den gestrigen Preisen! lassen, einige wurden sogar höher bezahlt.
Marktpreise vom Getraide. 2 Berlin, den 29. Mai 1845. Zu Lande: Weizen 1 Rthkr. 18 Sgr.; Noggen 1 Rtͤlr. 14 Sgr. 19 auch 1 Rthlr. 12 Sgr. 4 Pf.; große Gerste 1 Rthlr. 4 Sgr. 10 Pf.; bar⸗ 1 Rihlr. 1 Sgr. 2 Pf., auch 24 Sgr. Eingegangen sind 57 9* Zu Wagsser: Weizen (weißer) 2 Rthlr. 2 Sgr. 5 Pf., auch 1
27 Sgr. 7 Pf. und 1 Rihtr. 20 Sgr. 5 Pf.; Roggen 1 Rihlr. 15 66 2 F auch 1 Rthlr. 13 .; Hafer 23 Sgr. 1 71
.
Sgr. 2 Pf. f.;, Erbsen (schlechte Gorte) 1 Rühlr. 18 Sgr. Eingegangen Wispel 17 Mittwoch
6 Scheffel. „ den 28. Mai 1846. Das Schock Stroh 9 Rthlr. 20 Sgr., auch 8 Rihlr. 15 Sgr. † Centmer Heu 1 Rihlr. 5 Sgr., auch 22 Sgr. 6 Pf. 1] artoffel⸗Preise.
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wie unschuldig die Scherze, wie gerecht Handel und Verlehr würden, fuh
Pf., auch 21 6
Die Preise von Kartossel⸗Spiritus waren am 24. Ma
F. 2 15 ⅞ Rthlr. und am 29. Mai d. J. 15 ½ Rthlr. (frei 8 eliefert) pr. 200 Quart à 54 22-8 piritus: ohne Geschäft.
in, den 29. veg Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin.
Branntwein⸗ Preise.
Mai 1845.
Berliner Börs Den 30. Mai 1846.
i 15 ½ — 15 ½ 32₰ 9-2 P oder 10,800 9 nach Trallec..
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Fonds.
Pr. Cour.
7 ₰ .iee.] Gvela. 4 8en. 8.
hrief.] Gold.
Pr. Cour. [8en.
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gebaldversebr. e
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ia8 in Th.
„Puandbr. vv- Pos. do.
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Plaundbe. do. u. Noum. do.
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al marco. dedziehsd'or. na 15T5.
zconto.
Hel. Potad. Eisenb. 20
do. do. Prior. Obl.
100 99 ½ 92 ½
do. do. Prior. Obl. 10 Ules. Elb. Eisenb.
dum. do. Prior.Obl.
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o. 9 do. do. Prior. Obl. Ob.-Schles. Kisunb. do. Lt. B. weingez. -St. B. Et. A. a. H. — JHDlogd.-Halbat. b.
13 ⁄2 pe.-Sebw.-Frb. B. II Ho. de. Prior. Obl. 4 ½ nonn-Köluner Eab. Niedersch. Mk. v. e.
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Dliejenigen geehrten Zeichner, welche einen Theil der.
a ig Waoren zurückempfangen haben, pscztieben ist, werden ergebenst ersucht, Füaßmeister Herrn Hofrath Teichert auf
neue Quittungen über den Restb
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diese Quittunge der Scehandlun
„ den 28. Mai 1845.
etrag zu empfangen.
eingezahlten Sum⸗
deren Betrag auf den Quittungen
in baldigst bei dem g einzureichen, um
Der Verein für die schlesischen Spinner und Weher.
Sonnabend, 31. Mai. nung über Bord, so wird unser Vaterland neuen Erschürterungen und nen sersellung: Der Heiraths⸗Antrag auf Helgoland,
Aönigliche Schauspiele.
Im Schauspielhause. 88
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Hebanntmachungen.
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Auf den Antrag borenen Gronow, eg kürzlich hierselbst verstorbenen Sohnes, des Kauf⸗ euns Johann Georg Eduardt Lendt, werden alle die⸗
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n Nachlaß desselben und
rige, in
bst belegene i aus der zwischen dem Verstorbenen und dem hie⸗ Kausmann
Firma: 1942 b
82 Jahfes aufgehobenen Sozietäts⸗Handlung An⸗ ise und scarch aufgefordert, Fgs aracs 3 Uhr angesetten Termine, als: ni d. J. zu gewärtigen, daß sie durch das
Jahres
v⸗Erkenntniß werden präkludirt und für immer ab⸗ isen werden. Swalsund, den 14. Mai 1845. 9 1 Snnn zum Stadtkammergericht.
dorf, geb a) ein
nasio zu Görlitz zu Weihnachten 1845,
d) ein Stipendium für Studirende auf den Uni⸗ versitäten Halle und Leipzig von Jahannis 1845 ab erledigt ist,
Nnlng aus dem von Gersdorsschen Geschlecht, aä
bei der
das akademische Stipendium von iin solche, eizzig studiren, wind und hierzu Studirende aus oberlausihschen ade⸗ igen Geschlechtern üschen Geschlecht Stifters berechtigt; .del der von 2 zwei Stipendien zu 75 Thlr. ja lige, welche auf dem Gymnasio zu Görlitz oder nach dem Abgange von demselben auf der Uni⸗ hnnn studiren und deren Aeltern in der Ober⸗ n ren Ermangelung aber für Studirende bür⸗ gerlichen Standes, jedoch nur zu 50 Thlr., nnd
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dem oh gange von dem ren, vird von den Unterzeichneten,
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uct mit dem Bemerken, dieser Heugnissen bis spätesteng am 13. November 1 Landegältesten
. enebenbe Gesuche kann keine Rücksicht genom⸗
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uß Ue der Stistung
n eee berechtigt sind;
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9 der Wittwe des Schiffers Lendt, in Greifswald, als Benesizial⸗Erbin
einem Rechtsverhältnisse an b namentlich an das dazu ge⸗ ührstraße sub Litt. A. No. 84. hier⸗ ohnhaus mit Nebengebäuden, desglei⸗
elche aus irgend
der
Carl Heinrich Albert Krummsee, unter A. Krummsee et Lindt, sen dem 15. Offo⸗ estandenen und der Anzeige nach am Schlusfe
52, zu machen herechligt sind, olche in einem der nachstehenden ai, ober am 12. oder endlich am 26. gehörig anzumelden und zu bescheinigen, rtig, . am 2. Juli die⸗ in öffentlicher Diät zu publizirende Prä⸗
11
1 Erichson. 31284 J2
Belanntmachung. 111631
der Frau Landesültesten von Gers⸗ orenen von Höohberg, Stipendium für Studirende auf dem Gym⸗
zu deren Genuß vorzugsweise
anderen oberlausizschen adeli⸗
diesen aus aber anch bürgerlichen
Famillen, nach ihnen
Johann Erdmann von Nostipschen Stiftung 200 Thlr. jährlich welche auf den Universitäten Halle oder von Weihnachten 1845 ab offen „ vorzugsweise aus dem von No⸗ und insbesondere die Verwandten
Schindelschen I fur⸗ 8 1.. 1 2.2
possesstonirt sind oder gewesen sind, in
eine vom 21. Mai, das andere aber Novemder b. 8 ab erledigt sind, und tipendium von 50 Thlr. jährlich für Söhne rediger aus der Oberlausitz, welche auf vomnasio zu Görlitz oder nach dem Ab⸗ süüben auf der Universität studi⸗
21. November 1845 ab ossen ist, als Kollatoren ge⸗ tiftungen, hierdurch zur ösfentlichen Keuntniß daß die Gesuche um Ver⸗ Siipenvien urbst den dazu gehörigen voll⸗
r das
vom
rafen von Löben einzu⸗ Luf spater oder ohne die ersorderlichen
den 10, Mat 1845.
ste Abonnements⸗
lebendes Bild in
Allgemei Eisenhütten⸗Verpachtungs⸗
1532] Den 18. Augu
benen Eisenhütten
verpachtet werden.
liebhaber, welche im Stande sind,
der, selbst nicht
Nahe gelegene dungen sicherm d vielleicht ziehen zu können, derlich sein.
neu und laͤßt
Dermalen besteht a. Dem mas
ofen mit seinem
Schreinerei und wahrung der Mo Der Hohofen, ist 28 7. Pfund Ro Das Geblaͤse zernen Kastengebl
Mit der Hütte
tief und mit Vorrichtung Cisens.
breites oberschlä tungen in Bewe
Hüttenbau
Tiefe und 17 ½
. Vor dem 0◻ en zur
anpstände der Königl. preuß. Oberlaustzt.
Lokale der unterzeichneten Rentkammer die lichen Hause Solms⸗Braunfels gehörigen,
den Meistbietenden, „alva ratificatione clementissima,
ie der Verpachtung zu Grund zu legenden Bedin⸗ gungen werden, so wie vom 15. Juni ab zur
Die Pachigegenstände bestehen: A. In dem Hüttenwerk zu Aßlar. Dicht an der von Frankfurt a. M. führenden Chaussee im freundlichen 4 Stunden von Wetzlar und 2 ½ Stunden von gelegen, bietet dasselbe den großen Vortheil, ungestörter Benuzung des ganzen Dillwassers nie Was⸗ sermangel entstehi und wegen der hohen Lage der Rä⸗
Stauwasser störend auf den Beirieb einwirken kann. schon in einem Jahre zu Wasser Coaks be⸗
Für die nöthigen Eisensteine in ausgezeichneter Reich⸗ haltigkeit sorgen die herrschaftlichen Bergwerke nach den der Verpachtung zu Grund
Die Gehäude und Maschinen sind fast alle ganz eeu in sowohl die vorhandene Wasserkraft, als die günstige Lolalitat noch bedeutende
Länge und Breite, an dessen hinterer Seite der Hoh⸗
Raum des Gebäudes faßt 60 Förmer; im 2ten Stock sind die Schlafstätten der
hoch und lieferte bisher 37 bis 40,000 eisen wöchentlich.
durch ein 11 Fuß breites mittelschlaͤchtiges Wasserrad mit Vorgelegen, in Bewegung gesetzl. 18
Zur Gicht führt eine überdeckte Gichtbrücke, an deren obekem Ende ein Gichthäuschen Beschickung angebracht ist. Durch Getriebe werden Kohlen und Erze
b. die für 7 Schlosser und Schmiede eingerichtete einstöckige Schlosserei.
c. Ueber der Gichtbrücke, ein zweistöckiger Magazin⸗Bau, 53 Fuß lang, 39 Fuß . demselben verbunden.
d. Die Schlacken⸗
lum Schleifen und Reinigen des Bruch⸗
Ein 9 1. 6 2 hohes und 3 Fuß 6 Zoll tiges
ung. e. ein Kohlenschogpen von 798 Breite und 13 Fuß Höhe, und zwi f. ein zweiter Schoppen von 48 Fuß Laänge, 30 Fuß
30 bis 40 Wochen ö ist ein freier Raum von 150
Kohlenschoppen ein 118 ◻¶ Ruthen ohlen. 88 des Hüttengrabens und durch eine massive
745
2 Abth., von L. Schneider. (Herr Hiltl, vom Königl. Hoftheater zu Hannover: Willicamn, als Gastzolle.) Hiexauf: Zwei Jenrehilder. 1) Gpa Wtrlashetzche. 2) Der Kugmärker und bis Pikurde.
S 2 † Janz Im Opernhause. 7iste Abünnenzents⸗ Vorstellung: Carlo Broschi. Anfang 6 Uhr.
Zu dieser Vorstellung werden Halzets zu den gewöͤhnlichen Opern⸗ haus⸗Preisen verkauft.
Im Schauspielhause. 8g9ste Abonnements⸗Vorstellung. Zum erssenmale wiederholt: Fatalitäten eines Hochzeitstages, Lustspiel in 2 Abth., von Dr. Adel. Hierauf: Der Encyklopädist.
Montag, 2. Juni. Im Opernhause. Mit aufgehobenem Abon⸗ nement. Mustikalische Abend⸗Unterhaltung, unter Leitung des Herrn Fölicien David. Erster Theil: Symphonie (Es-dur), von Felicien David aus Paris. Hierauf: Drei Lieder. 1) Der Tag der Todten. Text von Lamartine, Musik von David, gesungen von Herrn Bötticher. 2) Die Schwalben. Melodie von David, gesungen von Herrn Pfister. 3) Der Chybouk (die orientalische Tabackäpfeifey. Melodie von David, Flungen von Herrn Pfister. Zweiter Theil: Die Wüste, Symphonie⸗
de in 3 Abth. Mit deklamirten Strophen, Gesängen, Chören und großem Orchesier. Deutscher Worttext von Ferd. Braun. Musik von Felicien David. Der Solo⸗Gesang wird durch Herrn Mantius aus⸗
eführt. Die Strophen werden von Herrn Müller gesprochen. An⸗ sang halb 7 Uhr.
Zu dieser Vorstellung werden Billets zu den gewöhnlichen Opern⸗ haus⸗Preisen verkauft.
Die freien Entreen sind ohne Ausnahme nicht gültig.
Die resp. Inhaber von abonnirten und reservirten Plätzen wer⸗ den ersucht, wenn sie ihre Plätze für diesen Tag behalten wollen, die Billets bis Sonnabend, den Zlsten d., Mittags 12 Uhr, abholen zu lassen, nach welcher Zeit über dieselben anderweit verfügt wird.
* 9186 Ar 14. 185
111.“ Königsstädtisches Theater.
Sonnabend, 31. Mai. Mit Allerhöchster Genehmigung: Extraordinaire Vorstellung in 3 Abtheilungen zum Benesiz des Herrn Villars, Mitglied des französischen Theaters. Erste Abtheilung: 1) Serenade aus der Oper: „Don Pasquale“, von Donizetti, ge⸗ sungen von Sgr. Borioni. 2) Arie aus der Oper: „Semiramis“, von Rossini, zeanee von Sgra. Bendini. 3) Duett aus der Oper: „Lucia di Lammermoor“, von Donizetti, vorgetragen von Sgr. Borioni und Sgr. Mitrowich. 4) L'aragonaise, ausgeführt von den Königl. Solo⸗Tänzern Herrn und Mad. Taglioni. 5) Komische Scenen mit Gesang, aus: „Der Diamant des Geisterkönigs“, aus⸗ geführt von dem Königl. sächsischen Hof⸗Schauspieler, Herrn Räder
8 vollständigen Raum für 2 Anzeige. ö st c., Morgens 10 Uhr, sollen in dem dem Fürst⸗ bisher betrie⸗ auf 20 bis 25 Jahre öffentlich an
zwei von einem Fischteich begraͤnzt.
Zu dieser Wohnung gehört
i. ein Stallbau für 3 und zwei Schweineställe. die Situationsplaͤne der Hütten, Einsicht offen liegen, und Pacht⸗ die erforderliche Caution zu erbringen hierzu vreeen
lungen angebracht sind. 16 18 Ein Back⸗ und Waschhaus. n. Um die sub k. nach Elberfeld Dillthale, kaum Herborn daß bei
und freie Plätze, so daß die welcher das Hüttenwerk steht, enthält.
liegende Wehr ist sehr solid und
bei der höchsten Fluth, Unter⸗ oder sehr selten kleinerer Reparaturen. herrschaftliche und Gemeinde⸗Wal⸗
en Kohlenbedarf, und die Aussicht, Kaum 10 Minuten von dem
führt, und nur 1 ½ Braunfels und 2 ½ Stunde das Oberndorfer weg mit der Chaussee verbunden.
muß dem serneren Betriebe nur för⸗
zu legenden Bestimmungen.
ganz gleich.
Von der bald ½ Stunde entfernt.
Es besteht das Hüttenwerk:
Erweiterungen zu.
das Werk aus:
siven Hüttenbau von 72 Rhein. Fuß
Gebläse angebracht ist. Der untere a.
Der Hohofen,
der langen Seite angebracht. Das Gebläse besteht aus
Arbeiter, eine geräumige die erforderlichen Räume zur Aufbe⸗ delle ꝛc. angebracht.
mit warmer Windleitung versehen, mer Windleitung 800 bie
Minute. besteht aus 2 doppelt wirkenden, höl⸗ äsen mit Regulator und wird dasselbe 4 Zoll hohes und 4 Fuß 6 Zoll
ständig überbaut.
so auch das Aufgeben.
zur Aufnahme der einen Krahnen mit dem Ofen zugeführt. Verbindung steht bä nde, welches
b. die Dreherei, förmerei und den formen enthält. Der Bau selbst Fuß tief und einstöͤckig. Die ren von Walzen, Cylindern ꝛc.
in am Graben, befindet sich
und Kalkstein⸗Poche, so wie eine
poche werden dur
2 Mann beschäftigt werden. breites veea dic
asserrad setzt diese Vorrich⸗ Diesem Bau gegenüber steht uß Läünge, 37 ½ Fuß c. chen diesem und dem einem, 13* 2“ hohen, 3
öhe. Beide Schoppen fassen für findet.
uß hlen. d.
30 Wochen.
ufbereitun
der Erze und nehen dem haltender Platz für
ünüügü. EE“ . 5 8 8 .
85 * “
Has cseceseaen Bes. e eheeehgn
ner Anzeiger.
Brücke verbunden, steht das Wohnhaus des Inspektors; daselbe enthält in 2 Etagen 15 Pisdcen, bietet also amilien und die Geschäfts⸗ stuben. Unmittelbar an dasselbe stößt h. ein 2 Morgen 18 Ruthen haltender Gemüse⸗ und Grasgarten mit schönen und guten Obstbäumen, von Geiten vom Wassergraben, an der dritten aber
Pferde, eine Wagen⸗Remise
k. Die Wohnungen des Magazin⸗ und Platzknechts befinden sich in einem 72“ langen und 16 tiefen ein⸗ stöckigen Gebäude, an welchem die erforderlichen Stal⸗
m. Unter dem Kohlenplatz ein guter gewölbter Keller. bezeichneten Wohnungen liegen noch 1 Morgen 136 ◻ Ruthen Grab⸗ und Grasland ganze Grundfläche, auf 6 Morgen 75 Ruthen
o. Das circa 10 Minuten von der Hütte entfernt gut gebaut und bedarf
B. Das Hüttenwerk zu Oberndorf. Dorfe gleichen Namens, durch welches die Straße von Berlin nach Koblenz Stunde von Wetzlar, ¼ Stunde von von Weilburg entfernt, liegt Hüttenwerk, durch einen guten Vieinal⸗ Der ziemlich wasser⸗ reiche Solmsbach liefert die erforderliche Kraft zum Be⸗ 9. triche dreier Räder, und die Verhältnisse in Betreff der Kohlen und Eisensteine sind mit der Aßlarer Hütte
schiffbaren Lahn liegt die Hütte lkaum
aus dem Hütten⸗ und Gießbau, eingerichtet für 50 Förmer, Lstöckig und 119 Fuß lang, 41 Fuß tief. gerade wie bei der Aßlarer Hütte, ist an
2 Cylindern ohne Vorge⸗ lege nach der neuesten Construction und liefert bei war⸗ 100) Kabikfuß Wind per Das oberschlächtige Wasserrad für das Ge⸗ bläse ist 16 Fuß hoch, 3 Fuß 3 Zoll breit und voll⸗
Die Gichtbrücke ist wie bei Aßlar eingerichtet, eben
Der obere Raum des Banues enthält die Schlafstät⸗ ten der Arbeiter und die Magazine für Mobelle zc.
Verbunden mit einem Anbau an dem Hüttenbau ist das Gehäuse zur Aufstellung eines Copolo⸗Ofens.
Dem Hüttengebäude gegenüber besindet sich ein Ge⸗
Schlosserei, die Schlackenpoche, Lehm⸗ Brennofen zum Trocknen der Lehm⸗ ist 64 Fuß lang, 23 Dreherei ist zum Abboh⸗ eingerichtet; in der Schlosserei ist Raum für 7 Arbeiter. poche hat 3 Stempel, und können in der Lehmförmerei Dreherei und Schlacken⸗ ein 14 Fuß hohes und 2 Fuß 5 Zoll tiges Wasserrad in Bewegung geset. Hinter dem Hüttenbau befindet sich die 1 und Kalksteinpoche, 33 lang, 22 breit, 11 hoch, mit breiten, oberschlächtigen Rade, an welchem eine Schleiferei noch recht bequem Plat
Der Kohlenschoppen ist 78“ lang, 411 hoch mit rundem Dach und faßt den Kohlenbedarf für
e. Der Magazin⸗Bau, massiv bis 83“ lang, 43“ 857 mit vollständigen Souterains,
nügt auch dei den ungünstigsten Zeiten, fhre. 82 u“ 8 HWonch püonsagen, ¹In 1h14 6 Tege e 1 7 Fnr rae 8
2
und Mad. Grobecker. Zweite Abtheilung: 6) L'ours et le Pacha. Folie-vaudeville en 1 acte, par Scribe. Die hierin vorkommende neue Polka wird von Tristapatte und Zétulbé ausgeführt. Dritte Abtheilung: 7) a. Ouvertüre aus: L'eroe di Lancastro, Musik vom Grafen Westmoreland. b. Große Arie aus derselben Oper, gesungen von der Königl. Hof⸗Opernsängerin Dlle. Tuczek. 8) La Lilnae, Pas de caractère, getanzt von der Königl. Solo⸗Tänzerin Mabd. Brue. 9) Zum Schluß: Indiana et Charlemagne. Folie de Carnaval en 1 acte, Bür MM. Bayard et Dumandir.
Preise der Plätze: Ein Platz in den Logen und im Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc.
Sonntag, 1. Junf. Der Weltumsegler wider Willen, aben⸗ teuerliche Posse mit Gesang in 4 Bildern, von Räder. (Herr Räder: Purzel, als jetzte Gastrolle.)
„Montag, 2. Juni. Gast⸗Vorstellung der Gesellschaft bes Pan⸗ tomimenmeisters Herrn Joh. Fenzl: Der kleine Satyr. Komische Zauber⸗Pantomime in 1 Akt, aus dem Schauspiel: „Tausend und eine Nacht“. Vorher: Der Landwirth. Lustspiel in 4 Akten, vom Verfasser von Lüge und Wahrheit“. (Herr Ascher, früheres Mit⸗ glied des Königl. sächsischen Hof⸗Theaters zu Dresden: Rudolph, als erste Gastrolle.) 1“ 1 “ 8 1111“
b
“ Meteorologische Beobachtungen.
Nachmittaga Abends 2 Uhr. 10 Uhv.
333,62 Pan. 332,74""Par. + 15,2° n. + 12,7° n. + 1I1,0° n. + 10,9° R.
Nach einmaligor
Beobachtung.
1845. V Morgens
29. Mai. 6 Uhr.
Lanfldeack 334,81%Pan. Lustwärme + 11,4° R. Tbaspunkt + 10,4° n. Duustsättigang 90 pct. 77 pct. 83 pCt. Wetter trüb. trüb. Gewitter. Wind 0. 0. 80. Wäarmeweechsel † 16,9“ Wolkenzug. 80. — + I11,1° n.
8. Tagesmittel: 333,79Par.. + 13,12n... + 10,72 n. 83 PCt. 8
Quellwürme 7,60 R. Flusswärme 14,70 n. Bodenwärme 15,0° h. “ Ausdünstung 0,009 Rh. Niederschlag 0,102 Rpb.
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31911 Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
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Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei. üis ags hememmmee maugssmhh.
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En angebracht sind, die den Raum fast ve doppeln.
f. In Verbindung mit dem Aufschlagwasser ste eine Eisensteinwäsche für 2 Mann.
g. Das Wohnhaus des Verwalters, 48 lang, 27. tief, ist einstöckig, enthält 8 Piegen nebst Keller un Dachraum. —
h. Die Wohnung des Hüttenschreibers, 40 lang 23 tief, 2stöckig, enthält neben dem Wohnraum ein
eräumige Schreinerei und Vorraths⸗Platz für den
ormsand. 1
i. Der Stallbau 29 ¼ lang, 16 tief, für 4 ‚Pferde, 2 Kühe und 2 Schweineställe eingerichtet, hat ½ Stock als Heuboden.
k. An dem Wohnhause befindet sich ein schöner Grabgarten von 73 , neben demselben
1. Das Backhaus, 18 ½⁄ lang, 11“ breit. Vor dem Wohnhause ist eine gußeiserne Pumpe mit gutem Wasser.
m. Der Hüttenplatz zur Aufbereitung der Eisenstein und Kohlen enthält 3 Mrg. 31° 70˙, und sind außer
dem noch
n. 1 Mrg. 38° Wiesen und Grabland dabei, so daß der ganze Flächen⸗Gehalt, auf welchem sich das Hüttenwerk befindet, 4 Mrg. 142⁰° 70. groß ist.
o. Das kleine und gut konstruirte Wehr liegt X Std. oberhalb der Hütte, und ist der Graben gut und bedarf selten einer Reparatur. .
Braunfels, den 20. Mai 1845. 8
Fürstlich Solms⸗Braunfelsische Rentkammer. 1“
——
[537] Bekanntmachung. In Beziehung auf ü” “ kommenden un beginnenden Wollmarkt, machen wir andurch bekannt, daß bis zum 6. Juni d. J. der Verkehr über den Elbstrom allhier, durch Vollendung einer größern, den Uebergang von schwerem und leichtem Fuhrwerk vermit⸗ telnden Schiffbrücke, vollständig wiederhergestellt sein wird. Dresden, am 27. Mai 1845. Der Rath zu Dresden. Hübler, Bürgermeister.
[543] Sa. “
Der Kursächsische Oberst Christian Eusebius von Kalkreuth stiftete im Jahre 1739 ein Stipendium, wo⸗ nach Einer aus den Familien von Metzradt, von No⸗ stit, von Gersdorf und von Ingenhöff den Zinsgenuß von 4000 Thalern auf drei hinter einander folgende ZJahre haben sollte. Dieses Stipendium ist seit dem 1. Januar 1845 erledigt und zur Zeit für einen aus
der Familie von Nostitz hierzu Befähigten offen. Gesuche um Betheiligung sind „an die Herren Landstände des Königlich Sächsischen Markgrafthums Oberlausiz“, welchen fundations⸗ mäßig die Verleihung zusteht, zu richten und jenen Gesuchen vollgültige Zeugnisse beizufügen, ans denen erhellt, daß der Ansuchende a) der evangelischen Religion unveränderter Augs⸗ burgischer Konfession zugethan und b) entweder im Militairdienste wirklich angestellt sei, jedoch nicht bereits als Capitain erster lasse, oder ch auf der Universität als Studirender befinde.
Die fraglichen Gesuche und Zeugnisse sind spãtestens bis zum 11. November laufenden ahres oder — falls das Stipendium am Landtage Elisabeth 1845 nicht vergeben werden sollte — bis zum 15. April 1846 an landständische Kanzlei zu Budissin portofrei einzu⸗ enden.
Solches wird nach Maßgabe der Berordnung vom 5. Novemher 1828 zur öffenzlichen Kenntniß gebracht.
Budissin, am 21. Mai 1825. Der veroördnete Landes⸗Aelteste des Königl. Sächsische 1—
Markgrafthums S 8 8 19118* von Thielau. .
hmamnnKnt
Die Schlacken⸗ baß er si
isen⸗
tief, 17
zur 2ten Etage, ge⸗ da überall Em⸗ V
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