1845 / 181 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

““

oft über die Vogesen, tritt in öffentliche Dienste und lernt 1 aber 2 seinen heimatlichen Heerd zurückkehrend, findet er die deutsche Sprache als die allein gebräuchliche wieder, verlernt was er gewußt, und die Vergangenheit ist ganz für ihn verloren.“ Des⸗ halb also wollte Herr Hallez⸗Claparède, dem die Schulen für seine propagandistischen Sprachzwecke unzulänglich scheinen, die Subvention für jene Zufluchts⸗ und Erziehungshäuser, in welchen Kinder bei⸗ derlei Geschlechts Aufnahme finden, denen dann, wie er sagte, fran⸗ zösische Lehrer schon das erste Stammeln in der Nationalsprache bei⸗ bringen könnten und sollten. 8—

Der Marine⸗Minister hat die Lage der Dinge auf Otaheiti in der Deputirten⸗Kammer folgendermaßen beleuchtet: „„Ich werde zuerst in Erinnerung bringen, welche Maßregeln die Regierung seit Jahresfrist getroffen hat, und dann die jüngsten uns bekannt gewordenen Vorgänge berühren. Es ist ein Jahr her, als die Regierung den Entschluß faßte, das Protektorat im Sinne des Vertrags vom 9. September 1842 wieder⸗ herstellen zu lassen. Contre⸗Admiral Hamelin erhielt Befehl, sich nach Oceanien zu begeben. Er verließ Frankreich am 23. Juli 1844 an Bord der Fregatte „Virginie“z er sollte zu Allem mitwirken, was sich zur Herstellung des Protektorats auf Otaheiti erforderlich zeigen werde; er war angewiesen, nöthigenfalls die Initiative zu ergreifen. Er brachte auch dem Schiffs⸗Capitain Bruat das Zeugniß der Re⸗ gierung mit, daß sie mit seinem Verhalten vollkommen zufrieden sei; weitere Instructionen für Bruat betrafen das Detail der inneren Verwaltung unter dem Protektorat. Wenige Tage nach der Abfahrt des Contre⸗Admiral Hamelin wurden wir in Kenntniß gesott, daß sehr ernste Konflikte auf Otaheiti zum Ausbruch gereift seien. Am 22. März 1844 war es zu den ersten Feindseligkeiten gekommen zwischen unseren Truppen und den eingeborenen Insulanern. Die Regierung säumte nicht, ihre Maßregeln zu nehmen.

Sie ertheilte den Herren Hamelin und Bruat bestimmte und kategorische Weisung, wie sie sich zu verhalten hätten, falls dden ersten Feindseligkeiten weitere folgen sollten und de Insel bbei Ankunft des Contre⸗Admirals Hamelin sich im Kriegszustande befände. Die Voraussicht der Regierung ging dabei so weit, daß sie in den neuen, vom 20. August 1844 datirten Instructionen auch den Fall annahm, es könnten Umstände eintreten, wo von Herstellung des Protektorats nicht mehr die Rede sein dürfte. Bald nachher erfuhr ddie Regierung, daß es am 17. April und 30. Juni zu ferneren Ge⸗ fechten gekommen war. Es wurden sofort Verstärkungen an Truppen

und Kriegsschiffen nach Oceanien abgefertigt und Vorsichts⸗Maßregeln

für äußerste Fälle getroffen. Seit jener Zeit haben wir die Ge⸗ wißheit erlangt, daß vom 30. Juni 1844 bis zum 18. Januar 41845, dem Datum der letzten uns zugegangenen Depeschen,

keine Unordnung, keine Kollision auf Otaheiti stattgefunden

hat. Contre⸗Admiral Hamelin brachte dem Schiffs⸗Capitain

Bruat die Nachricht mit von den vielen wohlverdient. Belohnun⸗ gen, welche der König, auf Vorschlag des Marin Ministers, den Offizieren, Seeleuten und Soldaten, die sich am meisten aus⸗ gezeichnet hatten, zu verleihen bescheossen; mit derselben Gelegenheit eerrbhielt auch der Schiffs⸗Capitain Bruat seine Ernennung zum Com⸗ mandeur des Ordens der Ehren⸗Legion. Sobald Herr Bruat durch lkleein Schreiben des Capitains der „Boussole“ Kenntniß erlangte von

den Anordnungen der Regierung, entschied er sich, auf seine Verant⸗ woortung voranzugehen und einen Offizier an die Königin Pomareh Zzuu schicken, ihr vorzuschlagen, sie möge kommen, um ihre Behausung, Güter und die innere Verwaltung der Insel wieder zu über⸗

erfolglos ge⸗ bleibt Dezember 1844 an. Sobald er sich

daß dieser Schritt

nehmen. Die Kammer weiß, des Herrn Bruat

Hlieben ist. darum

Das Verfahren kam

nicht minder zu beloben, Am 21. 8 Contre⸗Admiral Hamelin auf Otaheiti 2* mit Herrn Bruat besprochen hatte, schien es Beiden, die versuchten Anregungen müßten wiederholt werden; sie blieben abermals ohne Erfolg. Hier ist jedoch zu bemerken, daß weder Ha⸗ melin noch Bruat im Dezember 1844 Kenntniß hatten von den In⸗ structionen, welche am 20. August von Paris aus abgefertigt worden waren. Beide handelten nach allgemein gehaltenen Weisungen und wie es die Umstände erheischten. Ich muß hier folgende Daten kon⸗ sttatiren. Hamelin war am 21. Dezember 1844 8 Otaheiti ange⸗ 8 kommen; Bruat hat in Gemäßheit der durch die Fregatte „Virginie“ an hiihn gelangten Instructionen am 7. Januar 1845 die provisorische Regie⸗ ung installirt; Hamelin hat sich, nachdem er die Ueberzeugung . daß Bruat über zureichende Mannschaft und Schiffe verfügen önne, am 18. Januar mit seiner Fregatte nach dem Hauptort der Station an der Westküste Amerikas begeben. Erst am Tage nach der Abfahrt Zu.“ 8 des Contre⸗Admirals Hamelin von Papeiti erhielt Herr Bruat die cpoefizielle Depesche der Regierung wit den Instructionen für den Fall, deaß es zu weiteren Feindseligkeiten gekommen sein sollte. Mit der Korvette „Embuscade“, die am 20. Januar von Papeiti absegelte, hat mir Herr Bruat nur ganz kurz den Empfang dieser Depesche vom 20. August angezeigt, indem er bemerkt: „„Die Ereignisse sind

von Algerien, und ihre Tochter werden in einigen Tagen von Algier

Schritte Herr Bruat gethan hat und was das Ergebniß derselben gewesen, ist die wahre Lage der Dinge auf Otaheiti zu erkennen. Die Regierung wird dann nach den Unständen weitere Anordnungen treffen.“ Der Marine⸗Minister theilte noch mit, daß der König den Offizieren, die sich auf Otaheiti ansgeeninet haben, 28 Beförderun⸗ gen und 50 Decorationen bewilligt hat. er Stand der französischen Streitkräfte in Oceanien wird zu 1169 Mann Landtruppen und 2139 Seeleuten angegeben. Der Bischof von Chalons hat nun in der Jesuitenfrage eben⸗ falls ein Schreiben an den König der Franzosen gerichtet, welches lautet: „Sire! Einer unserer angesehensten und verehrtesten Kolle⸗ gen, der Bekenner des Glaubens, Erzbischof von Toulouse, hat zu den Füßen des Thrones seine ehrfurchtvolle Klage niedergelegt über die Angriffe, denen der Klerus seit langer Zeit schon ausgesetzt ist, und über die Gefahren, von welchen die Kirche des Herrn bedroht wird. Viele andere Bischöfe sind, wie ich glaube, willens, dem Bei⸗ spiel zu folgen, das der hohe Prälat gegeben hat. Ew. Majestät weiß, daß unsere Besorgnisse, Wünsche und Interessen dieselben sind. Obschon uns das Schicksal einer Religion, die nicht untergehen kann, keine Sorge machen darf, so sind wir doch nicht wenig bekümmert über die Zukunft, welche ihr in Frankreich bestimmt sein mag. Unsere Feinde, die zugleich aller Könige Feinde sind, wollen sie zerstören und machen kein Geheimniß aus ihren Absichten. Wird es ihnen damit gelingen? Wer kann es wissen? Doch ist außer Zweifel, daß ein Gebäude, wenn es in seinen Fundamenten untergraben wird, zu⸗ letzt in Ruinen zusammenfällt. Die Sache der Jesuiten ist augen⸗ scheinlich die Sache der ganzen Kirche und somit die unsere: wir wissen es recht gut, jedes Wort, das gegen den Orden gesagt wird, ist ein Kriegsruf gegen uns. Nach so vielen während sechzig Jahren vorgekommenen Erzessen, abgesehen auf Vernichtung einer Religion, welche die alleinige Erbin ist aller heiligen Verheißungen, sollen wir uns noch weitere Gewaltthätigkeiten und Versolgungen gewärtigen? Wir sind bereit. Doch lassen wir zuvor den Schrei der Bedrängniß hören, indem wir den Beistand des Höchsten anrufen und uns zu⸗ gleich an Ew. Majestät wenden, überzeugt, daß Sie, Sire, nicht ohne zu erschrecken, Zeuge so großer Mißgeschicke sein können. Justitia elevat gentes, miseros autem populos facit peccatum! So lautet einer der Orakelsprüche des heiligen Geistes. Chalons, den 20. Juni 1845.“

Die Herzogin von Isly, Gemahlin des General⸗Gouverneurs

hier erwartet.

Börse. ö5proz. 121 Fr. 65 Cent.; 3proz. 83 Fr. 70 Cent.; Neapel 103 Fr. 50 Cent.; span. aft. R. 38; 3proz. span. 41; 3 proz. inl. 3245, 32 p. Ende Juni, 32 ¼, 4 p. Ende Juli; port. Zproz. R. 67. Die Deputirten setzten heute die 25, 26 und 27

28 handelt

HM Paris, 26. Juni. Debatte über das Ausgaben⸗Budget fort. Kap. 24, werden ohne bedeutende Verhandlung angenommen, Kap. von verschiedenen Ausgaben des Finanz⸗Ministeriums.

Die Herren Matthicu und Berville stellen ein Amendement, wo⸗ nach die vorgeschlagenr Enischädigung für sechs Bramte und drei Angestellte der Münzstätten von Lyon, Marseille und Rouen gestrichen werden soll; 2) die Summe von 25,300 Fr., die von Kapitel 29 abgezogen worden ist, um die Gehalte dieser Bramten beizubehalten. Das Amendement wird angenom⸗ men. Die folgmden Kapitel werden ohne Debatte genehmigt. Kap. 39 handelt von den Regielosten. Herr Toye tadelt die Weise, wie der Kataster angelegt und geführt wird. Die Peräquation, die man suche, sei nicht nothwendig, um die auffaslenden Ungerechtigkeiten in Vertheilung der Auflagen zu be⸗ seitigen. Eine Approximation reiche dazu hin, diese enormen Ungleichheiten verschwinden zu machen. Der Finanz⸗Minister: Er werde niemals die Operation der Peräquation unter Entlastung hervorrufen. Er glaube auch nicht, daß die Ungleichheiten so groß seien, daß es nothwendig wäre, sofort und ohne ge⸗ naue Erhebungen zu der Maßregel zu schreiten. Der Kataster müsse voll⸗ ständig, die irrigen Operationen berichtigt sein, dann lönne er ein gutes Wertzeug zur Peräquation werden. Es sprechen noch über dieselbe Frage die Herren Schützenberger, Toye, Leon de Maleville und de Lafarelle, worauf Kap. 39 argenommen wird; eben so die folgenden bis mit 43. Kap. 44 Stempel Hetr Duhois verlangt Abschaffung des Zeitungs⸗Stempels für die Blatter, welche mit wissenschaftlichen und relig öfen Gegeuständen sich befassen. berr Durand stellt eine andere Frage, die ich aber wegen der Privat⸗ Gesprächenicht vernehmen konnte. Aus der Antwort des Finanz⸗Ministers geht hervor, daß es sich um ein Verfahren zum Waschen des Stempelpapiers handelt. Mehrere Verfahren waren vorgeschlagen worden. Eine Kommission zur Prifung derselben wurde in der Akademie der Wissenschaften gebildet. Kap. wird angenommen. Beim folgenden beklagt sich Herr Barbet über den schlechen Zustand der Waldwege. Der Finanz⸗Minsster: Das seien Vizimlwege, wofür die Verwaltung der Forsten nicht verantwortlich sein könn. Bei Kapitel 51, direkte Stenern, fragt Herr Benoist, ob der Mi⸗ nist während des Zwischenraumes bis zur nächsten Srision sich mit der Frege der Kanäle, ihrer Vollendung, ihrer Tarife beschäsftgen werde? Der Finanz⸗Minister: Er stehe in Verkehr mit einer Gesellschaft für Ver⸗ pechtung der Kanäle und hoffe mit den Unterhandlungen in der Zwischenzeit zu Ende zu kommen. Kapitel 57 betrifft den Taback. Die Kommission schlägt einen kleinen Abstrich von 7300 Fr. an der Errichting eines dritten

so zugetroffen, wie Sie solche voraussahen. Der Regent, der heute mit der Gewalt bekleidet ist, war es schon zur Zeit der Königin Po⸗ mareh.““ Die letzten Berichte, die wir aus Otaheiti erhalten ha⸗

ben, tragen also den Charakter, daß Alles, was dort vorgegangen

ist, sei es von dem Contre⸗Admiral Hamelin oder von dem Schiffs⸗ Capitain Bruat veranlaßt worden, entweder in Kraft allge meiner Instructionen oder nach eigenem Ermessen der beiden Män⸗ ner stattgefunden hat; die entscheidenden Maßnahmen, wesche ihnen in der Depesche vom 20. August 1844 speziell vorgeschrieben waren, konnten noch nicht von ihnen zur Ausführung 1a. ggeg.

den. Herr Bruat, indem er mir den Empfang der Bepesche a eigt, er nun einzuschlagen

8 hat sich nicht darüber ausgelassen, welchen 2p etzte und entscheidende

enke. Erst wenn wir erfahren werden, welche

Blätter⸗Magazins vor. Der Finanz⸗Minister bekimpft denselben; dieses Magazin solle in: Departement des Lot errichtet werden und sei im allgemeinen Interesse. Herr Bignon beharrt bei dem Abstrich. Das Amendement wird nach einer zweifelhaften Abstimmung anzenommen. Herr Beaumont von der Somme beschwert sich über das Tahacks⸗Monopol, weil es dem Ackerbau schade. Das Kapitel wird mit dem Amendrment angenommen. Kapitel 61, Postdienst. Herr von Mornnp erinnert die Kammer an die schlimme Lage der Postmeister in Folge des Aufschwunges der Eisenbahnen. Die Sitzung dauert fort. ;

Paris, 27. Juni. Gestern votirte die Deputrten⸗Kammer das Budget des Finanz⸗Ministeriums. In der heutigen Sitzung stellte bei der Berathung über die Fonds sür die Ehren⸗Legiyn Herr Havin

2 —.

.

err Hutt suchte die Ursache dieser Ausdehnung des Sklaven⸗ handels, so wie die Schrecknisse, welche decselben begleiten, diglich in den von England mit anderen Ländern gemeinschaftlich getroffenen Unterdrückungs⸗Maßregeln, wurde aber von Sir R. Peel kicht durch den Nachweis widerlegt, daß die Schrecknisse des Handels kor dem Verbot desselben in gleichem Maße wie gegenwärtig bestan⸗ den haben und ohne das Einschreiten Englands das schandbare Ge⸗ verbe gewiß noch ausgedehnter betrieben werden dürfte. . Die in der Egyptian Hall ausgestellt gewesene Sammlung von Gegenständen der verschiedensten Art aus der Napoleons⸗Periode, be⸗ annt unter dem Namen des Napoleons⸗Museum, wird jetzt zur uction kommen. Mit der ersten Abtheilung ist am 23. Juni der Infang gemacht worden. Sie umfaßt Gemälde, Zeichnungen, Kupfer⸗ siche, Medaillen, Bildhauerarbeit, Bronzen, Orden und Kuriositäten nannigfaltiger Art, die zu Napoleon in besonderer Beziehung stehen ud von Herrn Sainsbury mit vielem Aufwande zusammen⸗ sebracht worden an. Die dafür gestern erhaltenen Preise ollen jedoch dem keinesweges entsprechen. Eine für 20 Guineen on Herrn Sainsbury erworbene Büste des Königs von Rom als Kind, welche Josephine in Malmaison besessen hat, ging mit 1 ½ Pfd. St. weg, der von ihm für 15 Guineen erstandene Adler der Kaiser⸗ Garde, welcher bei der Abschieds⸗Scene in Fontainebleau benutzt urde, brachte nur 3 Pfd. St. 17 Sh., ein für 12 Guineen aus em Nachlasse des Herzogs von Sussex erstandenes Miniaturbild apoleon's in der Nationalgarde⸗Uniform, gemalt von Holms, wurde

ur mit 5 Pfd. St. bezahlt.

Die Berichte aus den Eisen⸗Bezirken von Süd⸗Staffordshire uten ungünstig, indem die früher unverhältnißmäßig hoch gestiege⸗ en Eisenpreise jetzt überall eben so stark fallen, wodurch nicht blos ne Spekulanten, die große Massen von Eisen zu höherem Preise ufgekauft haben, sondern auch die Eisen⸗Fabrikanten beträchtlich ein⸗ ßen werden, welche das Rohmaterial theuer einkauften, jetzt aber i dem starken Weichen der Preise auch mit ihren Fabrikaten an⸗ hulich heruntergehen müssen. Ein anderer bedenklicher Uebelstand egt darin, daß sich unter den Eisen⸗Arbeitern große Unzufriedenheit ndgiebt, weil die Eisenhammer⸗Besitzer, welche Jenen bei dem bteigen der Preise höheren Lohn zugestanden, jetzt diesen auch wie⸗ r verhältnißmäßig herabsetzen wollen. Zu Bilston haben bereits, eil der Tagelohn um drei Pence vermindert ward, sämmtliche Ar⸗ eiter ihre Brodherren verlassen, und es kam zu Exzessen, welche die erstäirkung der Polizei und deren Einschreiten nothwendig machten. benn dies Weichen der Eisenpreise andauert, so muß man befürch⸗ n, daß auch an anderen Orten Arbeiter⸗Unruhen ausbrechen. Der blasgow National meldet, daß in Schottland ebenfalls die isenpreise gewaltig gefallen seien, indem man Roheisen, welches vor vei Monaten 6 Pfd. St. kostete, jetzt für weniger als die Hälfte ufen könne. Eine Anzahl Hüttenwerks⸗Besitzer, die noch bedeu⸗ nde Bestellungen zu höheren Preisen abzuliefern habe, halte zwar och an dem Satze von 4 ½ Pfd. St. fest, werde aber später eben⸗ lls nachgeben müssen, da schon jetzt zu 3 Pfd. St. Niemand kau⸗ n wolle, während Eisen genug um diesen Preis feilgeboten werde.

Die Freunde Südaustraliens hielten gestern ihr Jahres⸗Diner, obei mehrere erst kürzlich aus der Kolonie zurückgekehrte Personen ber die rasch vorschreitende Wohlfahrt derselben und die zunehmende ntwickelung ihrer Hülfsquellen sehr günstige Berichte erstatteten.

Auf Lloyds ging gestern vom Kolonial⸗ Amte die Anzeige ein, ß auf der Insel Lawrence, zum Gouvernement von Neu⸗Südwallis thörig, ein großes Lager von Guano entdeckt worden sei, und daß eser Dünger höchst wahrscheinlich auf vielen Inseln an der ganzen kuholländischen Küste sich in ansehnlichen Massen vorfinde.

Wie die Times meldet, soll das Parlament diesmal am 29. Juli orogirt werden.

Herr Bulwer, der britische Gesandte am madrider Hofe, ist von kadrid hier angekommen. 8

Gelgien.

Brüssel, 27. Juni. Das Journal de Liége spricht sein edauern darüber aus, daß die pariser Presse, wie aus ihren Urtheilen ker das Resultat der letzten Wahlen und die ministerielle Krisis in elgien wiederum hervorgehe, im Allgemeinen so wenig Kenntniß G 1b n den belgischen Zuständen und Staatsmännern zeige. Das eine der Gleichstellung mit dem Seeraube, eine Ausfuhr von 200 flatt bezeichne den Eintritt des Herrn Coghen ins Ministerium als Sklaven jährlich aus Afrifa mit sich führt. Herr Maclean, ( ahrscheinlich und scheine ganz und gar nicht zu wissen, daß die Wäh⸗ Gouverneur von Cap Coast Castle, berichtet, daß allein aus schaft der Hauptstadt denselben von ihrer Vertretung ausgeschlossen; Bucht von Benin und Biafra im Jahre 1838 über 140) anderes nenne den Königlichen Hausminister, Herrn van Praet, Sklaven ausgeführt seien, während in demselben Jahre nach a räͤsidenten des belgischen Minister⸗Raths; das Journal des lichen Angaben der britischen Konsuln in Cuba 61,000 und in Btebats endlich, welches in Frankreich doch gegen die Anmaßungen silien 78,300 Sklaven eingeführt wurden, welche letztere Angaben üür Jesuiten⸗Partei so eifrig kämpfe, nehme Korrespondenzen auf, die indeß nur auf die offen eingeführten Sklaven beziehen und für Pöfenbar aus dem Kabinet des Herrn Nothomb ausgegangen, und in silten auf die fünf Haupthäfen dieses 2600 engl. Meilen an der Mänen dieser Minister, der die Königliche Prärogative und die Unab⸗ resküste sich erstreckenden Landes beschränken. Die Zahl der winzingigkeit der Civilgewalt den Forderungen jener Partei aufgeopfert gelandeten Sklaven muß deshalb bedeutend größer gewesen sein, be, als der einzige Mann dargestellt werde, der im Stande sei Bel⸗ der Anschlag einer Ausfuhr von 200,000 erscheint nicht zu hoch, m n angemessen zu regieren; ja, der Korrespondent des Journal des man den gewöhnlichen Verlust an Menschenleben auf dem See⸗Transssebats wolle seinen Lesern sogar einreden, das Resultat der Wahlen u 30 bis 35 pCt. veranschlagt und 8000 Sklaven, welche in jenhm 10. Juni sei eine Riederlage der liberalen Sache, die derselbe in dem ahr von britischen Kreuzern befreit worden sind, in Adzug bis pstem des Herrn Nothomb personisizire; so werde die Geschichte Belgiens

an erhält hiernach die jährliche Summe von 200,000 Sklaven Zeitungen dicht vor den Pforten dieses Landes geschrieben. Die⸗ für Brasilien und Cuba. Nun aber führen außerdem noch Portogs Ürtheilen stellt das Journal de Liége die Berichte des brüsse⸗ Buenos⸗Ayres, Texas und auch die Vereinigten Staaten Sthh Korrespondenten der Allg. Preuß. Zeitung gegenüber, von bei sich ein, wofür namentlich gegen die Letzteren als Beweis anflssen letzten Briefen das belgische Blatt zwei in vollständiger ljeber⸗ führt werden kann, daß man in den südlichen Staaten so viele Stügung seinen Lesern mittheilt, mit dem Bemerken, daß man in Ber⸗ ven findet, welche kein Wort Englisch verstehen, also nicht im L2n0, so viel weiter cs auch von Brüssel entfernt sei als Paris, etwas erzeugt sein können, und die Gesammtzahl der Sklaven ⸗Einfuhthsser zu wissen scheine, was in Belgien vorgehe. s Amerika muß deshalb jene Summe bei weitem übersteit Die Independance hält den Observateur in Betreff dessen,

s dieses Blatt über die angeblichen Schritte sagt, welche der fran⸗ ische Gesandte in diesem Augenblicke bei den belgischen Ministern

den Antrag, die Verleihungen des Ordens der Ehren⸗Legion sollten fortan mit Angabe der Motive jedesmal im Moniteur veröffentliche werden. Es wurde dieser Antrag aber mit 125 Stimmen gegen 10 verworfen. Die Kammer genehmigte darauf mit 137 Stimmen geg 132 ein Amendement des Herrn Manuel, nach welchem die Versei hungen, ohne Angabe der Motive, im Moniteur angezeigt wer

den 14 4 e öCCöFI * Paris,

*. 1 Handsonern 2i AM

26. Juni. Das neue Gesetz über die Sparkasse erwartet nur noch die Königliche Sanction, um Kraft und Gültigket. zu erhalten. Wie es aus den Berathungen der beiden Kammt hervorgegangen ist, erscheint es ziemlich lückenhaft und schwerlich i Stande, besonders vortheilhafte Wirkungen hervorzubringen. Ei

der Hauptzwecke des Finanz⸗Ministers bei Vorlegung des Gesetz war gewesen, den Schatz vor der Gefahr der allzu großen Häufu von Forderungen der Rückzahlung der eingelegten Summen zu siche

wodurch in einem Augenblicke der Krise finanzielle Verlegenheiten he beigeführt werden könnten. Dieser Zweck aber ist nicht erreicht won den und die Möglichkeit einer einmal drohenden Gefahr für te Staatskasse nicht beseitigt.

Zu Bordeaux ist ein Theil der Lagergeräthe, Zelte und dergle chen für das unweit jener Stadt abzuhaltende Uebungslager einge troffen und einstweilen im ehemaligen erzbischöflichen Palaste unten gebracht worden. Am 3. Juli werden die Abtheilungen vom Genfn Corps dort ankommen und sogleich mit den Arbeiten zur Aufschlagun des Lagers beginnen. Mehrere Städte, welche die Prinzen auf ihn Reise nach Bordeaux berühren werden, sind davon offiziell in Kenn niß gesetzt, und die Munizipalität von Limoges hat eine Summe 10,000 Fr. für die zum Empfange der hohen Herrschaften zu vera staltenden Festlichkeiten votitt. BEb111““

8 1I1““ Großbritanien und Irlan

b. 11“

London, 26. Juni. Ihre Majestät die Königin ist ge

Nachmittag, von der Insel Wight kommend, im Buckingham⸗Pal⸗ wieder eingetroffen. 8

Die Verhandlungen des Parlaments am gestrigen Abend wan von geringer Bedeutung. Nur das Unterhaus hielt eine Sitzun in welcher Herr Cobden seinen bereits angekündigten Antrag hi sichtlich der Spurweite bei Eisenbahnen stellte. Es soll danach es Kommission ernannt werden, welche zu untersuchen hat, ob es ig sam sei, für alle künftig anzulegenden Eisenbahnen ein gleiches M der Spurweite festzustellen, und ob die Anwendung eines solc Maßes schon jetzt für die bestehenden oder im Bau begriffenen Bi nen anzuordnen sei. Nachdem Sir G. Clerk von Seiten des Hu dels⸗Amtes der Ernennung einer solchen Kommission nichts in

Weg gelegt hatte, wurde der Antrag ohne Abstimmung angenommn Mehrere kleinere Bills, unter anderen die gegen den Hunde⸗Diebste machten im Comité einige Fortschritte, worauf das Haus sich y tagte. 8 Der vorgestrige Antrag des Herrn Hutt im Unterhause üle die Verwerflichkeit des bei Unterdrückung des Sklavenhandels b. England befolgten Systems war von einer Rede begleitet, welz ausführlich über den gegenwärtigen Zustand dieses Handels sich an ließ und aus amtlichen Quellen bemerkenswerthe Angaben über 8 Ausdehnung desselben enthielt. Daß die Rede im Hause so wen Aufmerksamkeit fand, lag offenbar in der Ansicht des Redners, welg dem befolgten Unterdrückungs⸗System die Schuld an dem Ueberhan nehmen des Handels beimessen wollte, einem System, dessen Prin die Regierung in dem nenen Vertrage mit Frankreich beibehalten das vom Hause bereits gutgeheißen ist und also nicht so leicht i der umgestoßen werden kann. Auf die Zeugnisse Sir Fowel Buyxton der Anti⸗Sklaverei⸗Gesehschaft, Lord John Russell's und selbst R. Peel's sich stützend, zeigte Herr Hutt, daß der Sklavenhandel

dem Ende des vorigen Jahrhunderts sich verdoppelt habe; die Uet fuhr von Sklaven nach Amerika umfaßte damals 90,000 bis 100,, Personen jährlich, woran britische Sklavenhändler fast zur Hälfte

theiligt waren. Im Jahre 1807 wurde die Akte wegen Verbots! britischen Sklavenhandels erlassen, welcher überhaupt durch dend auf folgenden europäischen Krieg auch bei anderen Nationen cin Einschränkung erfuhr, aber nach wiederhergestelltem Frieden wine auflebte und gegenwärtig, trotz aller Bemühungen Englands

* 82 —2 2

——

—.———

—————

Stadtthor treten die tapferen Söhne des Priamos, Hektor und Polites, hervor. In der Nähe eines Thurmes erscheint Priamos auf einem Stuhle sitzend, in Gespräch mit dem ihm gegenüberstehenden Antenor. Leider ist die Darstellung in der daran angereihten Srene, welche wahrscheinlich den Mittelpunkt des Ganzen bildete, lückenhaft. Zum Glück ist der Name des Knaben, welcher mit zwei Vossen einer Quelle naht, erhalten. Es ist Troilos, dem Achilleus Nachstellungen bereitet, wie aus anderen Vasen⸗Vorstel⸗ lungen hervorgeht, die seit längerer Zeit den Gegenstand gelehrter Streitfragen bilden. So setzt sich das Wundergebilde alter Sage auf eine nicht minder bewundernswerthe Weise vor unseren Angen wieder zusammen. Die Vase, welche man in diesen Darstellungen allezeit unter dem Rossepagr erblickt, wird durch eine Inschrift als Hydria hervorgeho⸗ ben. Die dabei erscheinenden Gottheiten sind Athene, Hermes und Thetis, Letztere als die Mutter des Protaggonisten. Hier ist es, wo die Quelle durch die Beischrift Krene, die wasserholenden troischen Jünglinge durch Troon und die Quellennymphen durch Niphai kenntlich gemacht sind. Auch Sile⸗ nos erscheint hier, Hephästos, Dionysos, Aphrodite, Zeus, Here, Ares und Artemis. Andere sind verstümmelt oder des beigeschriebenen Namens ver⸗ lustig gegangen.

esen größeren Compositionen entsprechen die beiden auf Vorber⸗ und Rückseite des Halses. Dort sieht man die Leichenspiele zu Ehren des Pa⸗ troklos, hier den Kampf der Centauren und Lapithen dargestellt. Obwohl in der erstgenannten Darstellung der Name des Achilles zum Theil gelitten bat, so können sich die erhaltenen Schrifizüge doch kaum auf rinen anderen Heros beziehen. Er sitzt als Kampfrichter vor einem Dreifuß, wescher den

ersten Preis andeutet; die beiden niederen 8 11A1X“*“

Preise vemgegenwortigen emn set⸗

8 x —.

nerer Dreifuß und eine Amphora. Der Circus ist durch eine Meta be⸗ eichnet, welche fünf Quadrigen umrennen. Die Namen der Kämpfer sind lyteus, Automedon, Diomedes, Damasippos und Hippomebon. In dem Centaurenkampf tritt uns vorerst Theseus entgegen. Die übrigen der bei⸗ geschriebenen Namen sind: Antimachos, Hyläos, Akrios, Hasbolos, Känens, Peträos, Ppros, Hoplon, Melanites und Therandros (statt Thersandros). Auf der Oberfläche der Mündung läuft ein Frics herum, der sich in zwei Figuren und namenreiche Compositionen theilt. Die eihe stellt den in archaischen Vasenmalereien belierbten Gegenstand der kalodonsschen Eberjagd dar. Meleagros, Peleus und Atalate (statt Atalante) erscheinen als die Protagonisten; Antäos wird der von dem Eber zu Boden Geworfene ge⸗ nannt. Castor und Pollux befinden sich mit dem Laertes dem Wilde im Rücken. Zahlreiche andere Namen sind beigeschricben; auch die Hunde sind mit solchen versehen. Die andere Hälfte dieses Frieses stellt einen Chorreigen von 13 Fi⸗ guren beiderlei Geschlechts dat, welcher von Phaedimos angeführt wird. Theseus spielt die Leier dazu, und vor ihm erscheint Ariane (statt Ariadne) mit einem Kind, dessen Name leider nicht ganz llar ist. Diesem Fest der reude scheint das Schiff zu entsprechen, welches mit den jubelnden Ge⸗ ährten des Thefeus angefüllt ist, während man in den Wogen einen Mann schwimmen sieht. In dem Chorreigen treten uns die Namen der Hippoda⸗ mia, des Daidochos, des Menestheus, des Eurysthenes, des Beuchistratos, der Damaststrate (geschrieben Damasisrate), des Antiochos, der Asteria, des Hernippos, der Lysidike als lesbar und verständlich entgegen, während einige andere verstümmelt sind und Konjekturalstuvium erheischen.

t, nicht für wohl unterrichtet. „Erstens“, bemerkt dieselbe, „würde

blickt auf der äußern Seite derselben eine geflügelte Frau, welche mit 1a ih ; einen Hand einen Hirsch, mit der anderen einen Tiger gefaßt hält. sich nicht begreifen lassen, daß eine so wichtige Angelegenheit von

unter ist die Gruppe des Aias mit dem geschulterten Leichnam des Aallem aus den Fugen gekommenen Ministerium, welches schon seine Ent⸗ beide mit Namen, gebildet. Auf der inneren Seite der Volute erblick sung eingereicht hatte, abgemacht werden sollte. Sodann kömmt eine schlangenhaarige Gorgone im eiligen Lauf dargestellt. Unter den ghhzu, daß nicht die geringste Dringlichkeit vorhanden ist. Die Con⸗ Heroen⸗Darstellungen auf dem Bauch des Gefäßes läuft ein Streifen ntion von 1842 erlischt erst am 16. Juli 1846; mehr als ein Her. nnsehhaen en, der See EE“ v. ene noch 8 dem verhängnißvollen Termin, und es hängt durchaus . 89 er . hht von dem französischen Ministerium ab, die Ftist zu verkürzer

4 . Jene unzoͤse erkürzen

sind Ppgmäen und Kraniche mit einander in Kampf dargestellt. Jene n die Convention besteht und muß bis zu 885 ee v-

scheinen zwar klein, aber nicht zwergartig entstellt, und sind mit Sti ; . und Hippen bewaffnet, andere reiten auf Böcken und bedienen sich der Schl. Der Augenblick der Erwägung, unter welchen Bedingungen sie euert oder verlängert werden könnte, ist offenbar noch nicht ge⸗

dern, um Steine unter das wilde Gevögel zu werfen. verlã men. Es ist für Belgien von höchster Wichtigkeit, die Thatsachen

Obwohl eine ausführliche Beschreibung von einem bemalten G einem größeren Publikum kaum ohne Gesahr der Verspottung 985 we befragen, die Früchte der uns bewilligten Ausna mestellung in ih⸗ weitesten Umfange zu würdigen, um ihren encs besser beur⸗

darf, so haben wir doch diesmal eine Ausnahme uns zu gestatten erla indem auf unsere bloße Versicherung hin wohl Niemand die Bedeuteilen zu können, um so mehr, als alle Anzeichen in diesem Jahre im Vergleich zu der

eines solchen Fundes kaum geahnt haben würde. Nicht blos die Gesche 2 1

der Kunst, sondern auch der epischen Poeste darf sich von der genaug Leinwand⸗Auofuhr,

Untersuchung dieses Schates manche vielleicht überraschende Auftlarung =†ꝗPir Ausbrüde. s 18— bie C Sens

sprechen. Auf der anderen Seite läßt die Auffindung desselben ermesfen, wefteren Schritts 1eShe geegre patzopee eee eines neuen Ministeriums an⸗

viel Denkmäler der Art noch auf italischem Boden ei liegen mi di igte, ließen glauben, das Kabinet hätte den Beschluß gefaßt, in

und während man den nicht immer gleich Fisese. oden Griechenlaundigte, ner jetzigen Zusammensetzung vor den Kammern zu erscheinen, die

und Klein⸗Asiens zuweilen mit großen Unkosten sondiren läßt, denkt mand an den alten Königsit des Lar Porsenna, dessen Erforschung vo) 8 als gewöhnlich wieder einberufen werden sollten. Die Inde⸗ ndance erklärt aber nach eingezogenen Erkundigungen diese An⸗

8 Auch die großen Volntenhenkel sind mit Figuren verziert. Man er⸗

875

binets der Gedanke eines statu quo bis zur ammenkunft der Kammern aufgestellt worden zu sein, ihre —V Kollegen seien aber nicht darauf eingegangen.

Das Comité der liberalen Association zu Lüttich, die sich am 3. Juni wieder bildete, hat an diejenigen Mitglieder der früheren Association, welche der neuen noch nicht beigetreten, und an die übri⸗ gen liberalen Wähler, die noch zu keiner Association gehört, ein Rund⸗ schreiben gerichtet, worin es sie auffordert, die Spaltungen, welche man unter ihnen hervorzurufen gesucht, im Keime zu ersticken und sich dem Zweck des Vereins, der Vertheidigung der öffentlichen Freiheiten und der Interessen des Handels, des Ackerbaues und der Industrie. eünen. per Verein, der im Jahre 1842 zuerst begrün⸗ det wurde und an dessen Spitze jetzt Herr Delfosse teht, zähl 3. 88. Pb 38 h senen Mitgliedern. seie Eee, wi.,

i Gent findet heute eine neue Repräsentantenwahl i Stelle des verstorbenen Herrn Claes de Eon 99 der gSes 5 9. sein Kollege, Herr Delhougne, der liberalen Partei angehörte. Diese stellt nun Herrn Vergauven als Kandidaten auf und hat denselben durch das leitende Comité der Wahl-Association von Ostflandern den Wählern in einem Cirkular anempfehlen lassen. Als Prinzipien der Association werden darin neben denen, welche ihre Gegner als die ihrigen aufgestellt: Königthum, Religion der Väter, öffentliche Ordnung und Ruhe und Prärogativen der Central⸗Gewalt, auch Wissenschaft, Freiheit, Fortschritt, Kommunalrechte und Gedeihen des Ackerbaues, Handels und Gewerbfleißes bezeichnet. Zuͤgleich wird auf die Erfolge der liberalen gegen die katholische Partei zu Lüttich, Mons, Tournai, Verviers, Brüssel und Antwerpen hingewiesen und die Wirksamkeit der beiden Repräsentanten von Gent, Claes de Cock und Delhougne, gerühmt. Herr Vergauven, der neue Kandidat, ist Mitglied des General⸗Comité's zu neuer Belebung der Leinwand⸗ Industrie und wird besonders wegen seiner Thätigkeit in dieser Eigen⸗

schaft den Wählern anempfohlen.

„Der Bischof von Lüttich ist gestern von seiner Reise nach Rom tzisder hies eingetroffen.

8 in erücht, daß der Minister der öffentlichen Arbeiten verfügt hätte, die auf der Eisenbahn von Mrrboff 8 aus Preußen nlügt menden Abendzüge sollten vom 11. Juli an nicht mehr in Lüttich, sondern in Verviers übernachten, hat in ersterer Stadt große Beun⸗ ruhigung verursacht, und man will dagegen einkommen.

schweden und Uorwegen.

Stockholm, 20 Juni. Se. Majestä Köni 1— vlm, W. . Majestät der König hat in Folge eines ständischen Beschlusses die bisherige Heiceung. wonach 8 hernch; zwischen Geschwister⸗Kindern die Königliche Erlaubniß rforderli

für einzelne Fälle.

Christiania, 20. Juni. Vorgestern wurde das Ehren⸗Denk⸗ mal, welches nach dem Willen des verstorbenen Königs dem um Nor⸗ wegen hochverdienten Reichs⸗Statthalter Grafen Hermann Wedel⸗ Jarlsberg auf dem Dronningberge (Ladugaarda⸗-Insel) errichtet wor⸗ den ist, feierlich enthüllt. *Es tragt die Inschrift: „Norwegens und Schwedens König Karl Joh un errichtete dies Denkmal seinem Freunde dem Statthalter Norwegens, irafen Hermann Wedel⸗Jarlsberg, 1845.“

Während die schwedische Handels⸗Flotte sich vermindert hat, ist die norwegische seit den letzten drei Jahren in stetem unehmen be⸗ griffen. Sie besteht jetzt aus 1800 Fahrzeugen von 98,689 Kom⸗ merz⸗Lasten, dagegen zählte sie im Frühjahr 1842 nut 1740 Fahr⸗ zeuge von 93,554 Kommerz⸗Lasten.

E 565. 717

CTTTTTTTTE“X“

Kanton Zürich. In der Sitzung des Großen Raths

25. Juni fand die Berathung über die Instkuetfon für np Tagfatzung statt. Bei der Garantie der walliser Verfassung beschließt der Große Rath, zuerst das seiner Zeit von der Regierung von Wallis einge⸗ laufene Schreiben in Bezug auf die Duldung oder Nichtdeldung des protestantischen Gottesdienstes daselbst verlesen zu lassen und, bis dasselbe herbeigebracht, diesen Paragraphen zu suspendiren. Sodann erklären sich für den Antrag des Regierungs⸗Rathes in der esuiten⸗

, Die Regierung des hohen Standes Aar au hat i jeni 8‧ welches sie am 5ten d. an den behen 2 d.enjepigen nder „die Glaubwuͤrdigkeit hervorzuheben daß in Zeit im Kanton Luzern ein Freischaarenzu ¹ 8. lünßeher Sturze dasiger Regierung und Wievereinss Fenlton Aergas v Reg setzung der Klöster angestellt un zum Zwecke dieses Attenkats Unterschtisten ber Werb 442⸗ zern und im Unterwaldner⸗Lande betrieben word r 9 4½α 2 hohen Standes Luzern hat diese Verdächtigu 8 8 .⸗ Negierung 6 8 ts durch Kreisschreiben vom 2ten und 9ten d. von ihrem Kantog 8” sch. uns Pflicht und Ehre, die im Allgemeinet ale daen igebteiei auch Land, folglich auch auf den Kanto vehen ehr, —— schuldigung auf Freischaarenwerbun p. 2.den, 829eegs⸗ „½ auf das entschiedenste zurückzuweisen 8 Unser —vn von Seiten eines Mitstandes dem Unterwaldne 22 258g vemee 1 in⸗ des d Lande gemachte Zumut ist um so größer, als ialleicht solche absichthiche are —“ sollen, die in vielen Kantonen herrschend * 8 , —2,b22 1 . dene Partei⸗Leidenschaft G mehr zu steigern. Wie sehr das Volk 8 8* Schreckensherrschaft durch völkenechtswirige Zunedenscr bold sst einer brwährt, als unser Kontingent für die .2 . —42* b rt, tirte Verfassung und für das öffentliche und konfessionelle Rech des 8. n L 44 Entschlossenheit gegen das bundeswidrige und ueeen. 9,2, n 1— 1 1 und Freischaaren in Kampf getreten ist. 8 8* hin 88 Meineid noch Friedensbruch gegen irgend einen Mit- * kommen lassen, wohl aber von seinem bisheri- Iü’ ühle geleitet so Gott will treu und bieder an dem Senösffchen Bunde halten, die konfessionellen Rechte achten und die ouverginetät jedes Standes schützen und Offen und 8* 3 zuverlässiger Gewißheit erklären wir im Ang 88 1 vner0h 1 mittelbar, no Fenfalls in den Kanton Aargau im hiesigen Kanton Unterschri ür Frei-⸗ Velare gesammelt oder irgend welche Werbungen emac gce n, un gasn

ist, aufgehoben, jedoch mit der gesetzlichen Reservation

worden seien. Wir fordern daher die Regierung hohen S

2 2 2 2⁷ 2 t

8 sich ihre so kränkende Verdächtigung gegen e ven⸗ 5 8228 allen Ernstes auf, die Quellen, woraus sie solche geschöpft zu un⸗ seren Händen und öffentlich bekannt zu machen, damit gegen eine so bös- willige Erfindung und Verleumdung im Interesse der Mehrheit einge schritten werden kann. Hiermit verbinden wir den Anlaß, Euch, unter Versicherun vollfkommener Hochachtung, mit uns in den Machtschutz des Allerhöchsten 1 empfehlen. Stanz, den 21. Juni 1845.“ (Folgen die Unterschriften 8

qéèééniesz

Mabrid, 21 Junj. Mit Ungedulb sieht man Nacj ihken g Regfgen; es -sg nemn seaüf befriedigend seien, so . jerung nach einem dieserhalb gefaßten Beschl hers Ayensa abberufen. Pti Besase hestern waren 30 Deputirte und 3 Journalisten bei Pacheco versammelt; sie vereinigten sich zu einem Prüsen⸗ s Vermählung der Königin mit dem Sohne des Don Carlos oder mit dem Grafen von Trapani, da jene wie diese Verbindung mit der

*

Angelegenheit 104 gegen 64 Stimmen. In der Kloster Angele⸗ genheit erhielt der Antrag des Regierungs⸗Rathes auf Enfernung aus Abschied und Traktanden 130 gegen 33 Stimmen. Einigen An⸗

stand gab schlifßlich die Garantie der walliser Verfassung, wiil sie einzig der katholischen Religion einen Gottesdienst gestattet. Der Regierungs⸗Rash wollte sie garantiren, in der Voraussetzung, daß den Protestanten dse Ausübung ihres Gottesdienstes in der bishergen Weise gestattet sei. Der Referent, Bürgermeister Furrer, ließ mch Verlesung des erwähnten Schreibens diesen Antrag fallen und stehte

dagegen folgenben: Es solle die Gesandtschaft die diesfällige Erklaä⸗

rung des Staides Wallis anhören und, wenn sie Beruhigung ge⸗

währe, die Veffassung garantiren, im entgegengesetzten Fall referiren. Oberst Nüscheler nahm den Antrag des Regierungs⸗Rathes wieder auf, wurde aher nur von einem Theile der Konservatioden unterstützt. Die große Mehrheit stimmte für den Antrag des Referenten. Alle übrigen Punkt der Instruction wurden schnell und ohne alle Wider⸗ rede abgethan, so das eidgenössische Geschenk von 150,000 Fr. an Luzern und di Entlassung der am letzten Freischaarenzuge betheilig⸗ ten eidgenössishen Stabs⸗Offiziere ꝛc. meenhg; v

1 Kanto Bern. Am 24sten d. M. Rath den Gssetz⸗Entwurf, das Verbot der Freischaaren betreffend. Der Entwurf hält sich ungefähr auf gleicher Linie wie der zürcherische und wurde auch mit einigen unwesentlichen Modificationen nach einer kurzen und mbedeutenden Diskussion angenommen. Hierauf folgte die Instrurtims⸗Berathung. Debattirt wurde einzig über die Punkte der Bugdes⸗Kevision und der Jesuitenfrage. Eine kleine Minderheit von 12—20 Stimmen sprach sich bei letzterem gegen die regierungs⸗ räthlichen Anträge aus; die große Mehrheit nahm dieselben (Festhal⸗ tung der früzeren Instruction) mit dem Zusatze des Herrn Imobersteg an, daß im Sinne der Tessiner⸗Instruction die nöthigen Mittel zur Vollziehung fines etwaigen Beschlusses angeordnet werden sollen. Am Schlusse der Sitzung meldete Herr Schultheiß Neuhaus, daß ein ausgezeichneter Rechtsgelehrter mit einem Gutachten beauftragt sei, zu untersuchen, ob Herr Professor Herzog noch luzerner Bürger sei; wo dann die Regierung die gehörigen Schritte von sich aus thun werde.

Die Polizti⸗Direction von Luzern (Siegwart Müller) hat von der berner Regverung die Auslieferung der ausgewanderten drei Landjäger und des Dr. Steiger verlangt; soviel man hört, ist dieses Gesuch abgeschlagin worden.

Kanton Luzern. Die unter achtzehn Gerichtskreisen in Gerichte entschieden konservativ

8*

8

behandelte der Große

Staats⸗Zeitung meldet, daß sechzehn die Wahlen für die Bezirks⸗ ausgefallen sind.

Kanton Unterwalden. Die Regierung des Kantons Un⸗

ner so liberalen Regierung wie die des Großherzogs von Tosrana ö 1 -kklh. 3) pt für irrigz zwar scheine wirklich von einigen Mitgliedern des Ka⸗

1u¹

* 8

nachstehendes

terwalden nid dem Wald hat an die sämmtlichen eidgenössischen Stände Kreisschreiben beaere“ 3

Popularitä und mit der Ruhe der Nation im Widerspruche sei 8 r 2 2 2 Alus Barcelona wird berichtet, der französische e set. die offizielle Mittheilung erhalren, doß Sas Tuilerieen⸗Kabinet dem Grafen S 8 8 die v* diesem überfändte Abdications⸗Urkunde nckgeschickt und die von dem Prätend . i he neg hsn Präten enten verlangten Pässe ver⸗

11XXX“

Von der bosnischen Gränze. Agram Die Türken der benachbarten Kraina, das ist 8 8 Urken lifs 82 8* flusses gelegenen Theiles von Bosnien, befinden sich seit den ersten Tagen d. M. in vollem Aufstande gegen ihren Statthalter Dsman Nuri Pascha. Als Ursachen werden von ihnen die Bedrückungen durch ihre Mutesselime, die vielfachen Verletzungen ihrer Gerechtsame die Forderung des Wesirs zur strengen Eintreibung einer seit 3 Jah⸗ ren rückständig gebliebenen Steuer und die Verordnung an egeben nach welcher sie von allen über die Gränze verkauften Hande 8⸗Arti⸗ keln einen Ausfuhrzoll von 13 pCt. entrichten sollen. Da ihre Vorstellungen bisher unberücksichtigt geblieben sind he I1“ wollen sie sich die Abhülfe nunmehr mit Gewalt der We fen verschaffen, und haben sich beiläufig 5000 Mann stark bei Jase nicza auf dem von Krupa nach Banjaluka führenden Wege konzentrit, um von da weiter gegen letzteren Ort vorzudringen, wo der Wesir 8 bereits seine Anhänger um sich versammeln und noch die Ankunft regulärer Truppen abwarten soll. Die Aufrührer haben am 11, Junij eine starke Abtheilung nach Novi entsendet, weshalb der dortige Mutes-⸗ selim, Husseinbeg Czerich, und der Kruper Mutesselim, Mehmedbeg Arnautovich, welche Beide ihrem Statthalter treu geblieben sind, sich 8 mit ihrem Anhange unter österreichischen Schutz begeben mußten, um den Aufrührern nicht in die Hände zu fallen. Wie man vernimmt, soll auch Türkisch⸗Dubicza und Preedor schon von ben im Aufstand befindlichen Türken besetzt worden sein.

S

Eisenbahnen.

Kassel, 28. Juni. Die hiesige Zeitung enthält folgenden Ar⸗

tikel: „Wir können unseren Lesern nach sicherem Vernehmen die an⸗

genehme Kunde bringen, daß die Eisenbahn⸗Linie der riedrich⸗Wil⸗ delms⸗Nordbahn vom Tunnel bei BFnchchn. unweit ehnache nes sichsischen Gränze, bis zum Tunnel bei Guxhagen, einschließlich dieser beiden Tunnel, so wie von Grebenstein bis zur preußischen Gränze, nebst der Zweigbahn nach Carlshafen, und zwar die letztere statt mit der früher beabsichtigten Pferde⸗Bahn mit einer Lokomotiv⸗Bahn, aracr⸗ sind und die Arbeiten in aller Kürze beginnen werden.“

d Berlin-Potsdamer Eisenbahn.

In der Woche vom 24. bis incl. den 30. Juni c.

Berlin. Putsdamer Eisenbahn 11,550 Personen gefahren.

17 Le . Werlin-Frankfurter Eisenbahn.

Auf der Berlin-Frankfurter Eisenbahn sind in der W h 8 22. bis 27. Juni 1845 5226 Personen befördert rd a.

2

verlin b Handels- und Börsen⸗Kachrichten.

Te Juli. ungünstig; es stellten si Weichen blieben. 8

Für sämmtliche Effekten war die Sümmung sehr mehrseitige Verkäufer ein, wodurch die Course im

Marktpreise vom Getraide. e ee g.er11nden 30. Juni 1848. 4 Zu Lande: eizen thlr. 18 Sgr.; Roggen 1 Rthlr. 11 gr. 1 Pf., auch 1 Rthlr. 9 Sgr.; Hafer 29 Sgr. 8 Pfgeaach 29 Sgr. Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Rthlr., auch 1 Rthlr. 25 8 2 Pf. und 1 Rthlr. 18 Sgr.; Roggen 1 Rihlr. 13 Sgr. 2 Pf., 82 4 Räbhlr. 10 Sgr. 10 Pf.; große Gerste 1 Rthlr. 5 Sgr. 5 Pf.; Hafer Sgr. 2 . auch 25 Sgr. 5 Pf.; Erbsen (schlechte Sorte) 1 Rthlr. Sg 2 22 9 Sonnabend, den 28. Junl 1845. Das Schock Stroh 9 Rihlr. 10 Sgr., auch 8 Rthlr. Heu 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 25 Sgr. v““

Centner