1845 / 194 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

1 „gegen die alten Perücken von Basel“ ergangen. Zu Morges hat der ommunisten den Zutritt in 'einen dort bestehenden Arbeiter⸗Klub zu verschaffen; aus den hierüber ge⸗ pflogenen Verhören ergiebt sich aber, daß die Bemühungen dieses ehren⸗ werthen Staatsraths an dem gesunden Sinn der Arbeiter und einer für dieselben sich interessirenden unterrichteten Person gescheitert sind. Der Zweck der Kommunisten ist Zerstörung des Staats, Umsturz aller monarchischen und republikanischen Regierungen, um eine Kommunisten⸗Regierung an deren s Auflösung der gesellschaftlichen Ordnung und der bestehen⸗ dden bürgerlichen Einrichtungen, Abschaffung des Eigenthums, welches in ihren Augen ein Diebstahl und eine Verletzung der Menschenrechte ist, und Abschaffung des Geldes, als der Ursache alles Uebels und aller Bereiche⸗ rung. „Das einzige zulässige Tauschmittel“, sagt Becker in seiner Broschüre, welche den Titel führt: „Was die Kommunisten wollen“, „ist die erzeugende Arbeit, nebst den Erzeugnissen der Arbeit. Aber nicht alle Arbeit erzeugt etwas. Ein Banquier, der in sein großes Buch einträgt, erzeugt nichts, 1 er verdirbt ein Erzeugniß, er verdirbt dies große Buch, welches ein Erzeugniß des Papier⸗Müllers und des Buchbinders ist, und wenn er dies große Buch mit seinem ist es zu weiter nichts gut, als..

Staatsrath Delarageaz Alles aufgeboten, um

Stelle zu setzen,

1

Dies m nen Beszgriff von dem Styl des Herrn Becker geben. Weiterhin sagt g g ber selben Broschüre: „Der Kanton Waadt ist ein herrliches L

Paradies (für die Kommunisten). Lande. W

Jedermann un Laßt uns d

zubringen.

hebung der des. Geldes und deß Eigenthums, ist das Ziel, nach weschem die Kommunisten streben. einige, aber nur einige von ihnen:

wihz werden dann unentgeltlich wohnen!“ Vernichtung des Staa mal Regierungen, Au

her führt.

Die deutschen Staaten werden aber wohl thun, auf

ganzen gesellschaftlichen Ordnung gefährlich werden. Kommunisten⸗Theorieen nicht für alle Köpfe eben sich davon keine klare Rechenschaft.

chiedenen Grade der Schuld berücksichtigt, und nur die Ansti welche die Klubs von Neuenburg, La⸗Chaux-de⸗ wurden 43 verhaftet und von diesen 9 über die Gränzen des Fürstenthums ge⸗ emessene Vermahnung erhalten hatten, „sich ferner in dem Fürstenthum auf⸗ Anzahl solcher Klubisten, gegen welche keine Untersuchung eingeleitet war, haben übrigens, sich schuldig fühlend, die

worden. Von 140 Individuen, Fonds und Les⸗Ponts bildeten, Gränzen der Eidgenossenschaft, 20 über die schafft, 14 aber, nachdem sie eine an wieder freigelassen, mit der Erlaubni halten zu dürfen. Eine bedeutende

Flucht ergriffen.“ 1 D talien.

Turin, 30. Juli. (A. Z.) Die Urkunde der Abdankung des Don Car⸗ los ward unserem König von einem eigenen Abgesandten (Herrn Orgaz) Die Wünsche unseres Hofes sind für eine endliche

überreicht. Transaction.

Aber etwas ist abscheulich in diesem ir zahlen 1 ½ Millionen Msethszins an schmutzige Haus⸗

Ist dies nicht eine Schmach! Es giebt Häuser genug,⸗ alb das Eigenthum ffen,

esellschaftlichen Ordnung, Abschaffung ufstellung der Gütergemeinschaft, das

Gemeinschaft der Frauen, erFehüls von Verbrechen und Strafe und Abschaffung Gottes und des ⸗. Um Ziel, zu dieser allgemeinen Auflösung zu ge⸗ langem sst es Grun Klubisten, jede Art von Revolution zu be⸗ günstigen, weil jede Reypolution auflösend ist und sie also ihrem Ziele nä⸗ Deshalb erregten sie vor einigen Monaten die Unruhen zu Genf; deshalb sah man so viel Deutsche im verflossenen Februar unter die verirrten Waadtländer gemischt; und die Klubisten von Lausanne täuschten sich nicht, als sie die waadtländische Revolution unterstützten, denn kaum war diese vollbracht, als sogleich der Präsident des dortigen Staats⸗Raths dem Großen Rath die Annahme mehrerer kommunistischen Grundsätze vor⸗ schlug. Die Kommunisten sind hauptsächlich Schneider⸗ Gesellen aus verschiedenen deutschen Staaten, besonders berg und Baden. Schweizer befinden sich sehr wenig in diesen Vereinen. ihrer Hut zu sein, sonst möchten diese Arbeiter⸗Vereine nicht nur ihren Regierungen, sondern der Uebrigens sind die faßlich, und viele Klubisten Auch hat die isterung die ver⸗

11111“;

hier nur

und in Nachtheil kömmt.

auf den Couxs dieser oder werden sich aber auch ren und

nd, ein 888

um sturz

Hierzu fügen noch Abschaffung

Es g

und Schuhmacher⸗ aus Württem⸗

Ereignisse nachtheilig einwirken. sehen zu haben, denn sie wendet

welches wir nur gutheißen können.

ter sind bestraft schiedenen Bahnen einzugehen,

ten sich davon los, mit einem

Handels- und Börsen-Nachrichten.

Wenn wir unsere Leser in unseren letzten Be⸗ von einer merklichen Geschäftslosigkeit und von einem anhaltenden Weichen fast sämmtlicher Course unterrichten mußten, so können wir ihnen daß seit Mitte dieser Woche eine Wendung eingetreten. seitdem einen lebhafteren Charakter angenommen, und die Folge dessen einen fühlbaren Aufschwung erfahren; die besonders aber in Köln⸗Minden, Köln⸗Minden⸗ Uns überrascht dies nicht, so wie überhaupt mit Börsen⸗ wir werden uns daher auch nicht wundern, wenn diese Rührigkeit im Handel auf kurze Zeit wieder aufhören und die Börse in weichender Tendenz verkehren sollte; ja wir verhehlen nicht, daß schon wieder eine kleine Reaction eintrat, durch veranlaßt; es ist dies eine Erscheinung, die sich nicht

Allgemeiner

Berlin, 12. Juli. richten

heute mittheilen, Das Geschäft hat Course haben in Umsätze im Allgemeinen, Thüringer und Niederschlesischen waren enorm. unnd auch wohl keinen, der mit den hiesigen, Zuständen nur einigermaßen vertraut ist;

heute am Schluß der Börse Gewinn⸗Realisirungen

“*“*“ vdb11121““

Bekanntmachungen.

[722] Bekanntmachung.

Der angezeigte nothwendige Verkauf des im Bütow⸗ schen greise belegenen Allodial⸗Rittergutes Buchwalde nebst Pertinenzien findet nicht statt, und ist der auf den 8 Juli d. J. anberaumte Licitations⸗Termin aufge⸗

oben.

Köslin, den 8. Juli 1845. .

Kön t, Civil⸗Senat.

n be 8

E“ EEEE1111““ Miit Hinweisung auf die den Stralsundischen Zeitun⸗ gen in extenso inserirten Ladungen vom heutigen Tage werden Alle und Jede, welche an die gesammte Verllassenschaft der im Dezember v. J. hierselbst mit Tcode abgegangenen Professorin Tillberg, verwittwet gewesenen von Hagenow, Christiane geb. Mentz, vor⸗ maligen Inhaberin des Tertial⸗Guts Nielitz c. p., in spe-

cie an den in diesem Gute belegenen Allodial⸗Hof c. p.

rechtsbegründete Forderungen irgend einer Art haben und geltend machen zu können vermeinen, zu deren An⸗

meldung und Beglaubigung in einem der folgenden

Termine, als

am 28. Juli, 18. August u. 8. September d. J.,

Morgens 10 Uhr, vor dem Königl. Hofgericht bei Ver⸗

meidung der am 30. cr. zu erkennenden Präklusion, hiermit aufgesordert.

Datum Greifswald, den 26. Juni 1845.

Königl. preuß. Hofgericht von Pommern und Rügen.

gez. v. Klot.

2 1370] Nothwendiger Verkaufft. 8 Stadtgericht zu Berlin, den 28. März 1845.

Das hierselbst in der Werder⸗Straße an der Ecke deer Falkoniergasse Nr. 1 belegene Grundstück des Bau⸗ mmeisters Gustav Eduard Loof, gerichtlich abgeschätzt zu 122394 Thlr. 28 Sgr. 9 Pf., soll Schulden halber am 7. November 1845, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen

1369] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 27. März 1845. Das in der Linden⸗Straße Nr. 118 belegene Horn⸗

IEIs“

gen war, blieb heute 142 ½ G.

blieb

und war dazu noch anzukommen.

allein, sondern auch bei anderen Börsen wiederholt, riser Mittheilungen in dieser Woche erst bestätigten, es ist nur zu beklagen, daß sich der Unerfahrene so oft durch diese Variationen einschüchtern läßi Mit der Zeit wird man sich aber auch daran gewöhnen und diese unausbleiblichen Fluctuationen aushalten lernen; schon ist es dahin gekommen, daß man auf diese leidigen und fruchtlosen „ein⸗ esandten“ Zeitungs⸗Artikel, von welcher Seite und unter welchem Gewande e auch auftauchen mögen, und ob zum Nachtheil oder Vortheil, nichts giebt und sie gänzlich unbeachtet läßt.

wie man früher die Einzahlung öffentlich als Warnung aufgestellt hat, um jener Bahn nachtheilig zu wirken; sie erinnern, uns bemüht haben, das Unhaltbare dieser Annahme, wenn nicht andere ungünstige Umstände mitwirkend waren, darzuthun; es konnte uns dies nicht schwer werden, da wir unsere Ansicht jederzeit mit Thatsachen oder doch durch vernünftige Schlüsse zu belegen gewohnt sind; es ist uns angenehm, heute einen neuen Beweis von der Richtigkeit unserer früheren Meinung hinzufügen zu können; dieser Tage erschien nämlich die offizielle Aufforderung zu einer 11

vom 1. bis 15. September, und dies im Course gesunken, sondern es hat sich derselbe ansehnlich

Wenn wir nun im Allgemeinen das Vertrauen zu Ei nehmungen für recht finden und es für angemessen halten, daß sich dies auch im Stande des Courses ausspricht, so dehnen wir diese unsere Ansicht nur auf Bahnen aus, wo sich unsere Meinung rechtfertigen, durch Resultate belegen oder bei noch nicht vollendeten Schienenwegen durch Schlüsse von der früheren Frequenz auf die zukünftige, auf Lage und Bevölkerung dar⸗ thun läßt, und können uns das Zeugniß geben, daß wir unsere Ansicht zwar stets verfochten, doch immer weit entfernt waren, solche aufzudrängen, daß wir nie einer schlechten Sache das Wort geführt, unsere Leser vor unvortheilhaften Bahnen gewarnt und daß wir sie darauf aufmerksam gemacht, wenn uns diese oder jene Bahn nach ihren Ergebnissen oder Resultaten, nach einen viel zu hohen Standpunkt einzunehmen iebt uns die wiener Börse oder vielmehr die Kaiser Ferdinands Nordbahn zu dieser Bemerkung Veranlassung; diese Bahn hat im vorigen Semester außer 4 % Zinsen 1 % Divid selbe die besten Aussichten für die Zukunst hat, so rechtfertigt dies immer nicht den hohen Standpunkt, den diese Actien jetzt einnehmen. In Wien notirten solche zuletzt 200 % und hier 206 %; wie gefährlich es ist, sich bei Unternehmungen zu so sehr gespannten Cour⸗ sen zu betheiligen, brauchen wir ihnen nur die Thatsache ins Gedächtniß zurückzurufen, daß diese Actien im vorigen Jahre auf den Tod eines der Unternehmer circa 40 % wichen, um wie viel mehr dürften wohl politische Dies scheint auch die hiesige Börse einge⸗ sich immer mehr von den auswärtigen Bahnen ab und schenkt ihre Aufmerksamkeit den inländischen Schienenwegen, Nach diesen Allgemeinheiten gedachten wir, nun speziell auf die ver⸗ dg wir uns aber schon zu sehr des uns zu⸗ gemessenen Raums bedient, so können wir nur diejenigen berühren, worin in den letzten Tagen am meisten umgegangen. 1—

Zuerst ist es die Berlin⸗Anhaltsche unserer Börse in Anspruch nahm. Die ungemein günstigen Resultate in den vorigen Jahren, welche dusch außerordentliche Einnahmen her⸗ rührten, haben den Standpunkt verrückt, von welchem dieses Unternehmen betrachtet werden sollte; dadurch aber, daß diese zufälligen Einnahmen weg⸗ fielen, glaubten sich die Inhaber diefer Actien getaäͤuscht zu haben und mach Worte, sie wurden weniger beachtet und im⸗ mer mehr vernachlässigt; nimmt man aber die jetzigen Einnahmen für sich, ohne in Vergleich zu den früheren, so muß man gestehen, daß sie noch im⸗ mer ansehnlich sind und Beachtuͤng verdienen; dies scheint man nachgerade wieder einzusehen, denn es wurden in diesen Tagen bedeutende Posten für; Leipziger Rechnung gekauft, und der Cours, welcher bis 141 zurückgegan⸗

Berlin⸗Stettiner wurden von 126 ¾ a 127 ⅜l gemacht, wozu heute Brief

Magdeburg⸗Halberstädter verkehrten in einer flauen Stimmung, da sich die Gerüchte einer Uebernahme dieser Bahn von der Potsdam⸗Magdeburger Eisenb.-Gesellschaft immer mehr als ungegründet herausstellen; es wurden einige lleine Posten bis 110 verkauft, wozu indeß heute wieder Geld bleibt.

Berlin⸗Hamburger, worin lehhaftes Geschäft, gingen von 113 auf 114,

Niederschl. Märk., welche seit unserem letzten Bericht 107 ½ a notir⸗ ten, stiegen durch ansehnliche Käufe auf 108 ½. .

Köln⸗Minden erfuhren bei ungemein lebhaftem Geschäft eine Steige⸗ rung von circa 1 ℳ, wurden heute bis 106 ½ bezahlt und blieben 106 ½.

In Köln⸗Minden⸗Thüringer waren die Umsätze nicht minder belebt; obgleich in den ersten Tagen bis 101 ¼ gewichen, zog der Cours seitdem durch ansehnliche Käufe an; etwas wurde sogar à 103 gemacht, welcher

wie uns pa⸗ war

don, Paris, Unsere Leser werden sich erinnern, höher. Amsterdam, 5 % Span. 24. 3 % 4 geb. —. Pol. —. Antwerpen,

wie wir immer dagegen wa⸗

2010.

von 10 % auf Köln⸗Minden ffekt ist seitdem nicht nur nicht sebesen.

enbahn⸗Unter⸗

sive G ½. Ausg. Sch.

Paris, 8. Juli. 5 % Neapl. —. 5 %

1633. Mail 126 ½i. Livorn.

Cours sich indeß nich ut à 102 ¼ anzukommen. fir müssen schließen und wollen nur noch bemerken, daß die Ungh in Fonds 8e geringfügig waren, auch deren Course keine wesentliche; änderung erfuhren, nur poln. 300 Fl. Partial waren begehrter, und wn solche in kleinen Posten von 97 ¾ à 99 ⅜l gemacht. 8 - Der Verkehr in Wechseln war ebenfalls beschränkt, doch blieben Franlfurt a. M. begehrt, und deren Notirungen stellten

Oesterr. —.

Frankfurt a. M., 10. Jali. 5 % Met. I16 Br. Ban Bayr. Bank-Actien 750 G. Poln. 200 Fl. —. do. 590 Pl. 87. 4o. 200 Pl. —. Hamburg., II. Juli. London, 8. Juli.

Eugl. Russ. 11 7. Bras. 89 ½. Chili 99. Columb. —.

Wien, 9. Jali. Anl. de 1834 159.

r. 11AXA“

t behaupten konnte, denn heute am Schluß der g.

22„ . 2* uswärtige HSörsen‚ä. 9. Juli. Niederl. wirkl. Sch. 64 ½. 5 % o. 40. Ausg. —. Paass. —. Zinsl. —. Preuu.

Neue Al. 23. .8. kö- eüen, Stiegl. 91 8%. he

Zinsl. —.

8. Juli. Hope 92 ¾ G.

Bank-Actien 1665. Engl. Russ. 114. Cons. 3 % 99 ½. Belg. 98 ¾. Neue Aul. 27. 5 % do. —. Neue Port. Mex. 37 ½. Peru . 5 % Rent⸗ ün courv. 121. 60. 3 % Rente fan coaur. 8i Span. Rente 37 8. Paas. 7

5 % Mei. 115 ½. 4 % 102 ½¼. 3 % 78 ¼. 1839 129 ½ Nordb. 202

15 ⁄. 2 ½ % Holl. 62 ½.

Bank. Glogga. 119 ¾⅔

Me

teorologische Beobachtungen.

sondern freimüthig

abgerathen, oder 1845.

12. Juli.

Morgens 6 Ub⸗.

Nach einmalig Beobaehtung

Abends 10 Uhr.

Nachmittags 2 Unr.

ihren zukünstigen Verhältnissen

schien. + 14

Luftwärme.. Thaupunkt.. Daustsättigung 82

ende gegeben, und wenngleich die⸗ trüb,

8 Wolkenzug... um unseren Lesern zu zeigen,

Landraek 332,95"Par. 333,14 p r. 334,02"Par,

+ 11,8“ n.

SW.

Auellwürme 7,72 Flusswärme 162 Bodenwärme 159* Ausdönstung 0,50 Niederschlag 0,

Wuärmewechael +

+ 11,9° u.

+ 16,6“ u. + 12,2“ R. + 10,1° n. + 10,4“ n. 61 pCt. 87 pCt. trüb. Regen.

W. W.

W.

„1 ° K.

PpCt. regnig.

Tagesmittel: 333,57"Pe.. 14,32K. 4 10,771.. 77 70

Lamoignon.)

Anfang 6 Uhr.

ahn, welche die Aufmerksamkeit

übertragen.

Opernhaus, nach

Montag, 14. teuerliche Posse m schen, von Räder.

Dienstag, 15 in Paris.

II

Montag, 14. Juli. Vorstellung: Das Urbild des Tartüffe.

Dienstag, 15. Juli.

Vorstellung: Das Liebes⸗Protokoll. (Herr Döring: Banquier M Hierauf: Robert und Bertrand.

1844, theilweise verändert werden, haben die den 15ten d., Mittags 12 Uhr, im Verkaufs⸗Büreau abholen zu

AKhFnigsstädtisches Theater.

Aönigliche Schauspielr.

Im Schauspielhause. 113te Abonnem (Herr Döring: Pri Im Opernhause. 86ste Abonnen

(Dlle. Wendt wird hierin tmn

Zu dieser Vorstellung werden Billets zu den gewöhnlichen Dp haus⸗Preisen verkauft.

Mittweoch, 16. Juli. Abonnements⸗Vorstellung: Freiherr von Attinghaufen.) Anfang 6 Uhr. 2

Zu dieser Vorstellung werden Billets zu den gewöhnlichen 9. haus⸗Preisen verkauft.

Die Opernhaus⸗Abonnements sind nach §. VII. der bestehe

Kontrakte an diesem Tage nicht gültig; dagegen wird das Schaus haus⸗Abonnement zu der Vorstellung: Wilhelm Tell, in das Ope

Im Opernhause. 114ste Schauspieh Wilhelm Tell. (Herr Döring: Ta

Die resp. Inhaber von reservirten Opernhaus⸗Plätzen, h durch die Uebertragung des Schauspielhaus⸗Abonnements in

vom 5. Deß

§. VIII. der Bekanntmachun illets bis Die

Juli. Der Weltumsegler wider Willen, it Gesang in 4 Bildern, frei nach dem Frah

.. Juli. Ein Abend, eine Nacht und ein M.

—— 8 b Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckne

Bocksche Grundstück, gerichtlich abgeschätzt zu 8883 Thlr. 21 Sgr. 7 Pf., soll

am 14. Oktober 1845, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hp⸗ pothekenschein sindi n der Registratur einzusehen.

Der dem Aufenthalte nach unbekannte Musiklehrer Johann Wilhelm August Rückert wird hierdurch öffent⸗ lich vorgeladen.

[371] Nothwendiger Verkautft. Stadtgericht zu Berlin, den 29. März 1845.

Das in der großen Frankfurter⸗Str. Nr. 118a bele⸗ gene Bobesche Grundstück, gerichtlich abgeschätzt zu 16173 Thlr. 21 Sgr. 9 Pf., soll am 16. Oktober 1845, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxre und Hy⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

Die dem Aufenthalte nach unbekannte eingetragene Gläubigerin, die Ehefrau des Kaufmanns Wilcke, Char⸗ lotte Wälhelmine geborene Heiselbetz, wird hierdurch öffentlich vorgeladen.

Deutsche Lebensversicherungs⸗ 1eoo Gesellschaft in Lübeck.

Mit der ergebenen Anzeige, daß die 16te Jahres⸗ rechnung der Anno 1828 errichteten deutschen Lebens⸗ Versicherungs⸗Gesellschaft in meinem Büreau, Dönhoss⸗ platz, Rrausenstraße Nr. 37, zur Entgegennahme aus⸗ liegt, beschränke ich mich darauf hinzuweisen, daß, un⸗ geachtet der für Sterbefälle bedeutenden 15 8 2

42 t. 2 2 d.

205,793 12

sich ult. Dezember 1844 der Saldo auf

Conto der Lebens⸗Versicherungen auf 821,253 die Summe der belegten Gelder auf 1,298,023 15 6 erhob, welche, nebst dem in 425 Hypo⸗

thek⸗Wechseln der Actionaire beste⸗

henden Garantie⸗Fonds von 1,147,500 das Vermögen der Gesellschaft bilden, gegen den in den verschiedenen Geschäftsbranchen übernommenen Risiko.

Die Gesellschaft gewährt den zu Versichernden, nebst einer unbedingten Sicherheit und allen möglichen Er⸗ leichterungen, den Vortheil eines Antheils von drei Viertheilen an dem alle Sieben Jahre zu ermittelnden

11“

Gewinne aller Geschäftsbranchen, geht Versicherungen ein auf Militair⸗Personen für Friedens⸗ und Kriegszei⸗ ten, wie auf zur See Reisende, übernimmt Leibrenten, Aussteuern und Wittwengehalte und ist auch zum Ab⸗ schlusse anderweitiger Risikos bereit. Die Statute der Gesellschaft, welche die Tabellen für ihre verschiedenen Geschäftszweige enthalten, so wie auch die Formulare zu den bei Lebens⸗Versicherungen erfor⸗ derlichen Gesundheits⸗Attesten, sind unentgeltlich von dem Unterzeichneten entgegen zu nehmen, der jede wei⸗ ter gewünschte Auskunft zu ertheilen gern bereit ist. Berlin, den 12. Juli 1845. F. W. Ziegler, Haupt⸗Agent ddeer deutschen Lebens⸗Versicherungs⸗Gesellschaft.

[610 b]

Breslau-Schweidnitz-Freiburger Eisenb.

Im Monat Juni 1845 betrug die Ein- Thlr. Sgr. Pf. nahme 20,050 24 3

Im Monat Juni 1844 wurde eingen. 15,956 12 10 Pro Inni 1845 also eine Mehr-Ein-

nahme von

Die Einnahme vom 1. Januar bis 30. Juni 1845 betrug

Die Einnahme vom 1. Jannar bis 30.

Juni 1844

4,094 11 5 72,574 5 3 54,873 10 5

17 ;700 24 10

1 114“*“ [6060°) 1 3 ee

8 1 chlesische Eisenbabn. Bei der vierten Einzahlung auf die Sächsisch⸗Schle⸗ sischen Eisenbahn⸗Actien sind bis mit Ablauf des Schluß⸗ termins, den 31. Mai lI. J., auf die nachbemerkten Nummern der bei der dritten Einzahlung ausgegebenen Interims-Actien: 1055. 1056. 2752 bis mit 2757. 3072. 4509 bis mit 4514. 4671. 6047. 6099. 11664 bis mit 11683. 13384. 13702 bis mit 13711. 13729 bis mit 13766. 14277 bis mit 14300. 15401 bis mit 15426. 16556 bis mit 16558. 16791. 20191 bis mit 20196. 28597. 28598. 28886. 30615 bis mit 30624. 31370 bis mit 31374. 31910. 31911. 32576 bis mit 32580. 34071. 34210. 34501. 34502. 34599. 36461 bis mit 36475. die Einzahlungen nicht geleistet worden, und in Ge⸗ mäßheit §. 18. der Gesellschafts⸗Statuten werden deren

30. Juni

1A““ 2 I 1“ *

Anzeiger.

114“ 8 E1“

2 8 EETA““ ö“

Inhaber hiermit aufgefordert, die unterlassene 6.

lung unter Zuschlagung der nach §. 17. em Statuten verwirkten 10 % (1. Thlr. für die mithin mit 10 Thlr. 18 Ngr. für das Stück, län

bis zum 21. Juli 1845 bei dem unterzeichneten Direktorium nachträglich sten. Das Unterlassen der Einzahlung innerhalh Frist macht den Actien⸗Inhaber aller ihm als zustehenden Rechte verlustig. e Dresden, den 7. Juni 1845. 8 Das Direktorium der Sächsisch⸗Schlesischen Eisenbahn⸗Gesellih Carl Ludwig Schill.

11 8—

[6922

Königlich Sächsische privil. Dampfschifla- zwischen Dresden und Teplitz über Al Ohne Unterbrechung der bisherigen regeln

Fahrten nach der Sächs. Schweiz bis Tetschen

das neue, elegante und flottgehende Dampfboot Albert“ jeden 1 Montag, Mittwoch und Freitag

von Dresden bis Aussig.

Abfahrt von Dresden früh 6 Uhr. An in Aussig gegen 4 Uhr. Durch bereit stehende gute Wagen werden die senden binnen 2 Stunden von Aufsig nach Texli fördert.

Rückfahrt von Aussig nach Dresden alle Dienstage, Donnerstage und Sonnabe

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Von Aussig nach Teplitz und eben so zurück n. die resp. Reisenden durch Vermittelung des Mattausch in Teplitz prompt befördert.

Dresden, im Juni 1845. Die Directi“

alten von Seiten

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land. Provinz Preußen. Fund im danziger Rathhause. thein⸗Provinz. Das Beethoven⸗Fest.

utsche Bundesstaaten. Königreich Bayern. fronprinzen und der Kronprinzessin in München. Königreich Sachsen. Zeit der Eröffnung des Landtages. Königreich Han⸗ over. Reise des Königs nach Oldenburg. Bevorstehende Einberu⸗ ng der Stände⸗Versammlung. Verordnung, den Besuch außerdeut⸗ cher Lehranstalten von Seiten katholischer Theologen betreffend.

ßland und Pereen; 8 Rrneg u 9 Ordens⸗-Verleihungen. mnennung. Warschau. Interimistische Vertretung des Königl. i- sa Getrar gonsai. Hof 4 Nes. Sgsggt fease nkreich. Paris. Hofnachricht. Ueber die Lösung der Jesuiten⸗ rage. Briefe aus Paris. (Kammer⸗Arbeiten: Fasn Dehe die Schiffs⸗Station an der Westküste von Afrika. Feldzug des General Bedrau in den Aures⸗Gebirgen der Provinz Konstantine.)

oßbritanien und Irland. Unterhaus. Lord Palmerston ge⸗ hen den neuen Sklavenhandels⸗Vertrag mit Frankreich. London. harlaments⸗Wahl. Der Standard über die Times. Nachrichten

s Otaheiti. u ederlande. Amsterdam. Ergebniß der Wahlen. 88 .

lgien. Brüssel. Englische Aristokratie in Belgien und am Rhein. Hie Verhandlungen mit Frankreich. Attentat.

nemark. Kopenhagen. Befinden des Königs. Verbot des bebrauchs einer sogenannten skandinavischen Fahne.

weiz. Kanton Zürich. Nachtrag aus der Rede des Tagsatzungs⸗ räͤsidenten. Kanton Luzern. Aufhebung einer Wahlversammlung. anton St. Gallen. Denkmal für Escher von der Linth. Kanton Hlarus. Radikaler Charakter des Kantonal⸗Freischießens.

anien. Madrid. Konkurrenz⸗Eröffnung für die neue Anleihe. Schreiben aus Madrid. (Geruͤchte über die Verhandlungen in Bar⸗ klona in Betreff der Vermählungsfrage; bevorst hende Rücktehr der Kö⸗ igin nach Madrid; neues Tagesblatt mit monarchischen Prinzipien.) rkei. Konstantinopel. Sir Stratford Canning. Aufstand in

Lanbien. enbahnen. Altona. Beschlüsse der Actionaire der Altona⸗Kieler Statuten der Rhein⸗Eisenbahn⸗Gesellschaft.

hahn. Am sterdam. ndels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Marktbericht. (Margarethen⸗Messe.)

chreiben aus Frankfurt a. d. O. Michtamtlicher Theil.

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Ankunft des

i.

JIunland. I“

Provinz Preußen. dem rothen Sitzungssaale des Rathhauses hinter den Tapeten d⸗ und Silbermünzen, Altarkelche und Reliquien im Werthe 700 Rthlrn. aufgefunden. Neuerdings hat man in dem Gewölbe r dem Rathhause, der große Christoph genannt, einen ähnlichen d gemacht, nämlich silberne Teller, Löffel, Messern und Gabeln, is 400 Rthlr. an Werth. Man wird jetzt das Gewölbe noch nuer untersuchen.

Rhein⸗Provinz. Das Comité zur Errichtung des Beetho⸗ ⸗Monumentes macht bekannt, daß die Einweihung dieses Monu⸗ tes am 11. August d. J. in Bonn feierlichst begangen und da⸗ ein dreitägiges Musik⸗Fest verbunden werden wird. Von allen ten, selbst aus weiter Ferne, sind Anerbietungen der ausgezeichnet⸗ Künstler und Dilettanten eingegangen, bei diesem Feste mitzu⸗

en. NPeutsche Bundesstaaten.

Königreich Bayern. Ihre Königliche Hoheiten der Kron⸗

z und die Kronprinzessin sind aus Hohenschwangau in München

etroffen, wohin am 8. Juli auch Se. Königliche Hoheit der Prinz

Ibert von Preußen kam.

Königreich Sachsen. Nach amtlicher Bekanntmachung des

gl. Gesammt⸗Ministeriums vom 3. Juli ist die Eröffnung des

ährigen Landtags auf den 9. September d. J. festgesetzt.

Königreich Hannover. Seine Majestät der König ist 2. Jult nach Oldenburg gereist. Es heißt, die Ständever⸗ lung solle bereits zum November d. J. einberufen werden. König hat den beiden Jungfrauen, welche an der Spitze von Bürgertöchtern Göttingens Sr. Majestät in der Aula einen eerkranz nebst Gedicht überreichten, ein werthvolles Geschenk von h soche und Ohrgehängen für jede als bleibendes Andenken en lassen. Die neueste Nummer der ersten Abtheilung der tsammlung enthält eine den Besuch außerdeutscher Lehr⸗ katholischer Theologen betreffende Königliche ordnung vom 6. Juli d. J., welche folgendermaßen lautet: „Während es die Regel bildet, daß von Unseren studirenden Unter⸗ een deutsche Lehranstalten besucht werden, sind die katholisch⸗theologischen dien bisher nicht selten außerhalb Deutschlands von Hannoveranern ge⸗ es Da solche ausländische Vorbereitung auf eine in einem en Staate zu übende geistliche und lehramtliche Wirksamkeit für das prechende im Allgemeinen nicht gehalten werden kann, so finden Wir 1— twogen, hiermit zu verordnen: Daß hinfuro keinem Hannoveraner, 8 den Beruf eines katholischen Geistlichen erwählt hat, ohne vorgän⸗ esondere Erlaubniß Unseres Ministeriums der geistlichen und Unter⸗ S⸗Angelegenheiten gestattet sein soll, eine außerhalb Deutschlands be⸗ iche Lehranstalt zu besuchen. 8 zllebertreter dieses Verbotes sollen zu einer Anstellung im geistlichen ueehrfache in Unserem Königreiche nicht zugelassen, auch überhaupt dem Fori hannoverschen Diözesen nicht zugezählt werden dürfen. rtsetzung der vor Publication dieser Verordnung begonnenen Be⸗ Feraer außerdeutschen Anstalt ist dem vorstehenden Verbone nicht „Gegenwartige Verordnung, nach welcher Alle, die es an 3 5 3 7 8 7 geht, si u Henn. soll in die erste Abtheilung der Geset⸗Sammlung vaftfcene „Gegeben Hannover, den 6. Juli 1814. Ernst Augnst. beh

von Falcke.“ In der Nacht zum 11. Juli wurde die Bergstadt Klausthal

mals von einer Feuersbrunst heim i gesucht, welche sieben Häuser νν In Goslar war in den letzten Tagen die . 8 . Nacs 99 33 Grad im Schatten gestiegen sein), daß in der Schiefergrube zwei Arbeiter erstickt. Antr S4

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In Danzig wurden vor einiger Zeit

Russland und Polen. 89— —2

4 . b Majestät der Kaiser

erc enan rafen Simonitsch, Kommandanten de Aleranders⸗Citabelle zu Warschau, und Fedorenko I., Komwandeg en 8. Festung Neu⸗Georgiewsk (Modlin), so wie dem General⸗Inten⸗ üet der aktiven Armee, Geheimen Rath Pogodin, und dem General⸗ 2 uartiermeister dieser Armee, General⸗Major Kotzebue II., den St. unen⸗Orden 1ster Klasse mit den Insignien der Kaiserlichen Krone, und dem Präsidenten des Feld⸗Auditoriats derselben Armee, General⸗

Plasad acgesfler dcserdogg ohne die Insignien verliehen. Di räfin Thekla Tyschkiewitsch ist zum Ehrenfräulei

Majestät der Aaserit ernann ve

Warschau, 9. Juli. Der Fürst Statthalter ist von dem Königlich preußischen Minister der auswärtigen -e., be⸗ nachrichtigt worden, daß wegen Krankheit des Geheimen Legations⸗ Raths von Niederstetter der älteste Beamte des hiesigen preußischen Konsulats, Herr Jakobson, interimistisch die Functionen des General⸗ Konsuls versehen werde. e

Frankreich.

Paris, 9. Juli. Der Herzog und die Herzogin von Nemours werden am 2. August zu Libourne headet von 1- am 4ten sich nach Bordeaux begeben wollen. Gleichzeitig wird, wie verlautet, auch der Hrrzog dort eintreffen.

Auter anderen Blättern versichert auch der Univers, daß ni t der Papst, sondern der Jesuiten⸗General in Rom es gewesen, sich dem Begehren des Tuilerieen⸗Kabinets willfährig gezeigt habe. „Briefe aus Rom vom 29. Juni“, heißt es in diesem Journal, „welche wir gestern er⸗ hielten, bestätigen in allen Punkten, was wir in Bezug auf die Con⸗ gregation der außerordentlichen kirchlichen Angelegenheiten seiner Zeit berichtet haben, und versichern uns, daß die Ansichten der Congre⸗ gation von dem Papste durchaus genehm geheißen wurden. Herr Rossi erhielt von dem Papste nichts als eine positive Weigerung. Er wandte sich sodann an den General der Jesuiten, und hier ver⸗ schaffte ihm blos, wie es scheint, die Liebe zum Frieden, aber wahr⸗ scheinlich mit Vorbehalten, Konzessionen, mit deren Ausdehnung wir noch nicht bekannt sind. Dies ist die Wahrheit. Der vom Messager (und Moniteur) veröffentlichte Artikel hat durch die zweideutige Weise, in welcher er abgefaßt ist, mehr annehmen lassen, als er enthielt. Der Gegenstand der Mission des Herrn Rossi ist in folgender Weise erreicht worden: die französischen Jesuiten können, nach der Meinung ihres Generals, auf die Ausübung eines Theils ihrer Rechte als Bürger verzichten, sich des Plaidirens enthalten und selbst ihre Cor⸗ porationen aufzulösen. Das Ministerium schien jedoch eine Inter⸗

„Maßregel

vention des heiligen Stuhls anzukünden. Jedermann wurde getäuscht und wir selbst glaubten, daß es sich so verhalte. Der beilige 2; indeß hat sich geweigert, in irgendwelcher Weise in die Sache sich ein⸗ zumischen; er hat weder einen Befehl, noch einen Rath ertheilt; er hat die Angelegenheit vollständig dem Urtheile des Generals der Je⸗ suiten überlassen.“ In Bezug auf dieselbe Frage bringt der Con⸗ stitu tionne! nachstehende, die Angaben des Univers theilweise bestäti⸗ gende Privat⸗Mittheilung aus Livorno vom 1. Juli: „Mit dem Paketboote, welches von Neapel eingetroffen, und das gestern (30. Juni) zu Civita⸗Vecchia anlegte, haben wir Nachrichten aus Rom vom 29sten. Die Unterhandlungen zwischen dem Staats⸗Secretair Kardinal Lam⸗ bruschini und dem französischen Gesandten, Herrn Rossi, waren seit meinem letzten Schreiben sehr lebhaft betrieben worden. Ein Theil der Mission des Herrn Rossi ist geglückt, Dank der Gewandtheit des Unterhändlers und Dank auch der Klugheit des Generals der Jesuiten, welcher, die delikate Lage des französischen Mini⸗ steriums den Kammern und dem Lande gegenüber in Berücksich⸗ tigung nehmend, den Jesuiten, welche sich in Frankreich befinden, anrathen zu sollen geglaubt hat, ihre Häuser zu schließen, ohne den Maßnahmen der Regierung einen vergeblichen Widerstand entgegenzusetzen. Was den Papst anbetrifft, so hatte er über diesen Gegenstand keinen Ausspruch zu fällen. Er macht es keinem Lande zur Pflicht, diese oder jene kirchliche Congregation aufzunehmen, und es wird in Rom dieser Grundsatz in solchem Grade respektirt, daß sogar in der zweiten Stadt der römischen Staaten, in Bologna, die Jesuiten noch nicht aufgenommen sind, da ihnen die von dem Kardinal⸗ Erzbischof Oppizzoni unterstützten städtischen Behörden seither die für den öffentlichen Unterricht bestimmten Anstalten nicht übergeben wollten. Was ein von dem französischen Kabinet gestelltes Ansuchen anbelangt, wel⸗

ches darauf gerichtet ist, daß der heilige Stuhl ein encyklisches S reiben an die französischen Bischöfe erlasse, um dieselben 1eee Febeaee tion, insbesondere in Betreff des Gesetzes über den öffentlichen Un⸗ terricht, aufzugeben, so scheint es, daß sich der Papst fortwährend weigert, den diesfälligen Eröffnungen zu entsprechen.“ Der Consti⸗ tutionnel läßt sich durch den Spott des Journal des Débats nicht abhalten, die Ehren des Erfolgs der Unterhandlung in Rom Herrn Thiers zu vindiziren; dieser habe durch seine Anregung der Jesuiten⸗Frage und durch die Energie, welche er der Behandlung die⸗ ses Gegenstandes in der Kammer von Seiten der Opposition zu ge⸗ ben gewußt, der Unterhandlung des Herrn Rossi die Wege gebahnt und ihr Gelingen im voraus gesichert. Das Journal des Dé⸗ bats dagegen läßt nicht ab, das volle Verdienst dessen, was erlangt worden, dem Ministerium zuzueignen: „Die Regierung hatte zwei Wege, um gegen die Jesuiten vorzuschreiten, nämlich die einfache Anwendung der Staatsgesetze, oder den Aufruf der offiziösen und friedlichen Intervention des heiligen Stuhles. Protestant seinem Kul⸗ tus nach, aber Minister der auswärtigen Angelegenheiten Frankreichs und zudem beseelt von dem liberalen und aufgeklärten Geiste des Jahrhunderts, eröffnet Herr Guizote die Unterhandlungen; er glaubte, daß, bevor zur Stärke der Gesetze Zuflucht genommen werde, es passend sei, sich an die kirchliche Autorität des Oberhauptes des Ka⸗ tholizismus zu wenden. Die ganze Angelegenheit befand sich dem⸗ nach in den Händen des Herrn Guizot konzentrirt; er übernahm die Verantwortlichkeit davon, und sein Vertrauen einerseits auf die hohe Weisheit des römischen Hofes und auf die wohlwollenden Intentionen des Papstes Gregor X VI., wie andererseits auf die

Fähigkeit des Gesandten von Frankreich, Herrn Rossi, ist nicht ge⸗

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täuscht worden.“ Gegen die Art, wie die klerikali en Blätter di Lösung der Jesuiten⸗Frage betrachten, wendet sich 87n; der France: „Zu welchen elenden Mitteln,“ sagt dieses Blatt nimmt nicht die ultrakatholische, ultramontane Partei ihre Zuflucht! behauptet der Univers, der Papst habe keinen Theil an der egen die Jesuiten, ja er habe sich förmlich eigert, 8 zu bemslligen, und Herr Rossi habe sie nur vom General der esusten erlangt! Also der Jesuitengeneral, der zu Rom 1ng; bewilligt, was der Papst abschlägt? Eme so wichtige Sache, wie das Bestehen einer Congregation in her französischen Kirche, ge⸗ hörte nicht zur Entscheidung vor die päpstliche Regierung?“ Der National meint, die Ausweisung der Jesuiten werde zur, Ko⸗ mödie, es gebe dabei Mystifizirer und? isizirte; vore i das Publikum der mystifizirte Theil und Herr nizot der mystistzirende; bald aber würden wahrscheinlich die Rollen wechseln, und vielleicht lache das Ministerium nicht zuletzt.

„Niach neueren Berichten aus Rom soll der Beschluß, die Jesui⸗ häuser in Frankreich aufzuheben, in dem Rath der Jesuiten⸗Congre⸗ gation zu Rom, der aus 9 Mitgliedern besteht, mit 7 Stimmen ge⸗ gen 2 gefaßt worden sein.

Es heißt, die Vorlesungen der Professoren Quinet und Michelet sollten nächstens suspendirt werden.

Herr Thiers wird, dem Vernehmen nach, zu Anfang der nächsten Session einen Vorschlag machen, um die Lage der autorisirten reli⸗ giösen Corporationen in Frankreich festzustellen. .

Der Geschichtsmaler Biard hat dem General⸗Prokurator von Paris eine Klage auf Ehebruch gegen den Vicomte Victor Hugo übergeben, der jüngst erst zum Pair von Frankreich ernannt wurde. Da ein Pair nur von seines Gleichen gerichtet werden kann, so ist die Klage an den Staatskanzler Pasquier gegangen. 8

„II Paris, 9. Juli. Beim Beginn der heutigen Sitzung de Pairs⸗Kammer erregte die Nachricht von dem plötzlichen Tod des Grafen von Sparre allgemeine Theilnahme. Es wurde dan

der Gesetz⸗Entwurf über die Kredite zur Mitwirkung der Regierung

für Loskauf von Sklaven u. s. Stimmen angenommen. Ar

wurf wegen außerordentlich schen Schiffs⸗Station an der Westküste von Afr

Marquis von Boissy findet den Vertrag mit England sehr gut und den Verträgen von 1831 und 1833 weit vorzuziehen, verlangt aber zu wissen, wie viel er gekostet habe. Seiner Ansicht nach habe er zuverlässig beklagens⸗ werthe Zugeständnisse an England gekostet. Warum hat man, fragt er, die Verbindlichkeit übernommen, an der Westküste von 8 Anzahl von Schiffen zu unterhalten? Der Redner bedauert, den geschickten Unterhändler des Vertrags in diesem Augenblicke nicht auf seinem Platze

zu sehen, weil derselbe hätte Aufllärung darüber geben können, warum uns

England jenseits des Caps der guten Hoffnung von aller Ueberwachung dispensire. Er glaube, daß England ein Interesse dabei habe, den Sklaven- handel zum Vortheil der ostindischen Compagnie fortzusetzen. Nach dem Artikel 1 handeln Frankreich und England im Einklange auf einem Punkte, während auf dem anderen England allein handle. In die indischen Meere könne Frankreich nicht mehr als 3000 Mann schicken, und darüber möchten geheime Verträge bestehen, die man allerdings ableugnen könne, aber zu wünschen wäre der Beweis, daß sie wirklich nicht bestehen. Der Herr Minister der auswärtigen Angelegenheiten werde ohne Zweifel die Gefälligkeit haben, die Kammer hierüber aufzullären. Der Redner verlangt ferner vom Marine⸗ Minister Aufflärung über die Afrika gesandt werden sollen. bouchage drückt sein Erstaunen darüber aus, daß die ernsten Einwürfe des Herrn Marquis von Boissy, nicht gedacht habe, nicht antworten. fordert Entgegnung von den Ministern. inzwischen Marquis von Boissy. Afrika jede ihr beliebige Zahl tung deshalb übernommen, wurde auf jenem Punkte nicht ausgeübt, denn der Negerhandel wurde dort nie unter anderer als portugiesischer Flagge betrieben, welcher gegenüber England, kraft alter Verträge, Rechte hat. Der Redner geht in sehr um⸗ ständliche Erläuterungen über die Stärke der beiderseitigen Kreuzer⸗Geschwader

die Minister auf und an die er selbst

von Schiffen schicken. Sie habe keine Verpflich⸗

ein. Vicomte Dubouchage erklärt sich durch die unumwundene und kate⸗

gorische Antwort des Herzogs von Broglie befriedigt, fragt aber, warum der Vertrag nichts über die Ostküste von Afrika stipulirt habe. Herzog von Broglie, dies wäre unnütz gewesen, weil in allen britischen Besitzungen die Sklaverei gänzlich abgeschafft sei. Herr von Boissy macht neue Be⸗ merkungen. Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten: Herr von Boissy habe behauptet, kraft eines geheimen Vertrages könne Frankreich nicht mehr als 3000 Mann nach Ostindien schicken. Diese Be⸗ hauptung könne er nicht stillschweigend hinnehmen. Kein geheimer Vertrag bestehe, keiner habe je bestanden. Eine Debatte entspinnt

sich zwischen dem Marine-Minister und Herrn von Boissy in Betreff

des Gesetz⸗Entwurfs über das Kolonial⸗Regime, der von den Kammern bereits angenommen ist. Der Marine⸗Minister widerlegt auf pe⸗ remtorische Weise die Behauptung des Herrn von Boissy, als sei das Ge⸗ setz, bevor es der Königlichen Sanction unterstellt worden, insgeheim nach den Kolonicen gesendet worden, um dort einen vorgängigen Vollzug zu er⸗ halten. Ueber denselben Gegenstand erhebt sich ein Wortwechsel zwischen dem Marine⸗Minister und ban Charles Dupin. Art. 1 wird ange⸗ nommen. Ueber Art. 2 erhebt Marquis von Boissy neue Einwürfe, ohne daß die Kammer solche beachtet. Art. 2 und alle folgenden werden angenommen und endlich im Skrutinium auch das ganze Gesetz mit 94 gegen 8 Stimmen. Auf Freitag wird die Diskussion des Gesetz⸗Entwurfs über die Eisenbahn von Paris nach Lyon festgesetzt. Es wird die Diskus⸗ sion des Gesetz⸗Entwurfs begonnen über die Errichtung des Arsenals von Amiens, die einzelnen Artikel werden ohne Diskussion angenommen. Die Situng dauert noch ortrt.

=2 Paris, 9. Juli. Ich glaube Ihnen folgendes interessante Schreiben über den Feldzug des Generals Bedeau in den Aures⸗ Gebirgen in der Provinz Konstantine mittheilen zu müssen, welches,⸗ aus Bathena vom 25. Juni 4 Uhr Abends datirt, die Operationen dieses Generals vom 5. Juni an umfaßt.

„Am 5. Juni befanden wir uns in einem ziemlich breiten Thale, das schon mit der Wüste in Verbindung steht und auch ihre Trockenheit und Unfruchtbarkeit theilt; einige Dörfer ausgenommen, die man hier und da trifft, ist das ganze Land vollkommen kahl. Am é6ten wollten wir 2 Lieues weiter, in der Nähe eines anderen Dorfes, bivouakiren, von welchem wir Bezahlung der ihm auferlegten Summe erwarteten. Da aber die Araber falsches Geld anboten und nach Entdeckung ihrer Betrügerei doch iicht ahl

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Afrika eine so groe

Stärke der Schiffe, die an die Ostküste von (Die Minister schweigen.) Vicomte Du-

Er besteht auf diesen Einwürfen und Der Herzog von Broglie, der seinen Platz eingenommen hatte, zeigt die Unrichtigkeiten des Die französische Regierung könne an die Ostküste von

weil solche unnöthig war. Das Durchsuchungsrecht

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