wollten, so behielt man Geiseln v n ihnen zurück und ste
ungeheure Ebene der Haraktas, eines seit lange unterworfenen Stam⸗
ein Tropfen Trinkwasser auf dem gan bencaus keinen gebahnten Weg nach der Oase, wo
te das Dorf in Brand. Um in ein mit diesem Thale parallel laufendes anderes einzurücken, überschritten wir am Ften eine Kette sehr schwieriger Berge, und als wir endlich Halt mach⸗ ten, brannten wir ein neues Dorf nieder. Dies geschieht eben so schnell als leicht; man jagt die wenigen Einwohner vor sich her, und die einrückenden Truppen legen dann Feuer an die Hütten. Abends hatten wir das Gebiet der Beni Soliman verlassen, die ohne Zweisel kommen werden, um die in unseren Händen gebliebenen Geiseln zu verlangen. Niemals hatten wir einen be⸗ schwerlicheren Marsch, als am 8ten. Mit Tages⸗Anbruch aufgebrochen, erreichten wir erst um 3 Uhr Nachmittags das Bivouak. Unerträgliche Hitze, zen Wege, und bei unserer Ankunst um den Durst zu löschen. Es giebt wir uns befanden. Rechts und links befanden sich Abgründe, und noch sehe ich nicht, wie un⸗ sere Lastthiere aus diesen furchtbaren Klippen und Felsen herauskommen sollen. Während des Weges hatte vor Allem ein Punkt meine Aufmerk⸗ samkeit erregt: von den steilen Bergen aus erblickte man die durch einen unermeßlichen Gesichtskreis begränzte Wüste. Da wir kaum eine Lieue davon entfernt waren, so konnten wir den unermeßlichen Anblick ganz genießen. Der die Oase besetzt haltende Stamm kam sogleich, Zahlung zu leisten. Der Tagemarsch vom gten wäre eben so anstrengend gewesen als der vorige, wenn er ehen so lang gewesen wäre; hücisse- weise lagerten wir zeitig in einem mit dem vorigen parallelen Thale, anderthalb Lieues von seiner Mündung in die Wüste. Wir befanden uns zwische ei herrlichen Oasen mit Palme und Dattelbäumen am Wed Mellagn, demselben Flüßchen, das die Pbene durchströmt, wir am. 1 ai bivouakirt hatten. Die Bewohner der beiden Bege nen Bah⸗ h leisten, und thaten wohl daran, denn da ihr einziger Reichthum in Dattel⸗Palmbäumen und elwas Geiraide besteht, so konnten sie uns nicht enigehen. Die Arabex dieser Oasen pflegen die Palmbäume mit besonderer Sorgfalt und begießen selbe alle Tage; ringsum den Palmbaum zhen ft eine Ss. von zwei eens messet, wohin 8 Wassex vom Flusse leiten vermittelst Bewä erungs⸗ Kanaͤ eee e ange von anderthalb Lieues haben. Am sol⸗ genden Tage (490. ¹) derselbe Weg, heißes Wasser, und dazu noch einen von der Wüste den Wind, der uns den Sandstaub ins Gesicht trieb. Die Nacht war bereits eingebrochen, als wir uns lagerten; am an⸗ deren Tage erfolgte der Aufbruch aus der kleinen Stadt Dschelella erst Mittags, weil die Zahlung der auferlegten Contributionen auf sich warten ließ. Unser Bivouak war nur zwei Lieues weit entfernt, dessenungeachtet wurden Flintenschüsse auf uns abgefeuert; man tödtete uns einen Mann und verwundete einen Offizier nebst zwei Soldaten. Am 12ten wurde der Vortrab beunruhigt, bis wir aus den Bergen herauskamen. Auf dem Haltpunkran⸗ elangt, theilte sich die Kolonne: ein Theil, bestehend aus zwei Bataillons, setzte seinen Marsch fort, dem mit Ungeduld, aber vergeblich, bis dahin erwarteten aus vier Bataillons bestehend, rückte unter Gene⸗ ral Bedeau gegen das Dorf, dessen Bewohner uns den ganzen Tag gefolgt waren. Da unser Weg zwei Stunden links seitwärts von diesem Dorfe sich hinzog und wir in dieser Richtung zu folgen schienen, um nicht zurück⸗ zukehren, so waren sie nach Hause gegangen und erwarteten uns nicht. Kaum sahen sie sich plötzlich umringt, als sie kamen, um ihre Unterwerfung zu erklären, welche angenommen wurde. Abends lagerten wir bei Mond⸗ schein wieder an der Stelle, wo früher Halt gemacht worden war. Der Stamm, bei welchem sich dieser kleine Ort befindet, heißt Uled⸗Sultan. Am 13ten Abends befanden wir uns bei den Amamrah. Seit dem 11ten Morgens gewährte das Land einen anderen Anblick: auf die völlige Unfruchtbarkeit, die nackten und steilen Felsen, war eine schöne Vegetation gesolgt, und die Amamrah erschienen vor uns mit den goldenen Aehren ihrer Getraidefelder und den bewaldeten Rücken ihrer Berge. Die Häuptlinge kamen, um sich zu unterwerfen, was angenommen wurde. Sie sollten binnen vier Tagen bezahlen. Wir hielten nicht an, sondern zogen unserem Convoi entgegen. Am 14ten befanden wir uns am Aus⸗ gange ihres Landes, dem äußersten östlichen Endpunkte der Aures, vor uns
8
fanden wir nur ganz heißes Wasser,
ihre
Convoi entgegen, der andere,
mes. Am 15ten kam an dieser Stelle endlich der Convoi an, und am 16ten kehrten wir zu den Amamrah zurück, welche zu lange mit Zahlung ishrer Contributionen auf sich warten ließen. Drei VBataillone blieden zwei Lieues von der Stelle, wo wir frische Lebensmittel erhalten hatten, im Faälle des Widerstandes der Amamrah wollten wir sie von zwei Seiten fassen. Am 16ten Abends führten die Amamrah zwei kleine Heerden
welche auf ein Tadels⸗Volum der Regierungs⸗P
herbei, die nur einen geringen Theil dessen ausmachten, was sie
zahlen sollten; General Bedeau ließ ihnen sagen, er erwarte in früher Stunde des kommenden Tages den Rest. Am 17ten waren wir schon früh 4 Uhr auf dem Marsche ihnen entgegen. Auf dem Wege tra⸗ fen wir einen Heuschreckenschwarm, der sich bei unserer Annäherung erhob und in dichtem Regen, den der Wind uns ins Gesicht trieb, auf uns nie⸗ derfiel. Während drei Viertelstunden war es unmöglich, etwas zu sehen. In zwei Stunden hatten wir die Berge erstiegen und befanden uns auf dem Kamme derselben; ein allgemeiner Freudenruf ertönte in der ganzen Kolonne. Die Araber wollten nicht zahlen und flohen mit ihren Heerden. Wir hatten eine Razzia zu machen: ein Bataillon legte die Tornister ab unnd stürmte vorwärts, ohne sich bei einigen kleinen Heerden und gering⸗ fügigem Gepäcke aufzuhalten, das die Araber zurücklassen, um den Marsch zu verzögern. Ein anderes Bataillon zieht durch tiese und verwickelte Schluchten von einer anderen Seite heran, um die Heerden an der Flucht zu hindern. Nach vier Stunden waren
—
8 8 3249 Ochsen, einige Kameele und über 10,000 Schafe in unserer Gewalt.
Großbritanien und Irland.
loren.
Was wir von der Heerde nicht nehmen konnten, hatte darum kein besseres Schicksal, es siel einem anderen Bataillon in die Hände, dessen Antheil fast icht geringer war als der unsrige. Als wir nach der Razzia wieder die Berge herabsteigen mußten, folgten die Araber, ohne uns jedoch Jemand zu tödten oder zu verwunden, während sie mehrere Todte und Verwundete ver⸗ Am 18ten befanden wir uns wieder auf demselben Punkte, wie am 16ten, und am 24sten kamen wir mit unserer Heerde, und nach dreitägigem Marsche in der Ebene, nach Bathena. Eben, am 25. Juni 4 Uhr Abends, erhalten wir Befehl, uns für Morgen früh 5 Uhr zum Abmarsch bereit zu halten, wohin? Niemand weiß es, sicherlich aber nicht nach Konstantine. — Nachschrift vom 27sten. Wir haben gestern früh Bathena verlassen, um bei den Uled Sultan einzurücken und ihre Contribution in Empfang zu neh⸗ men. Sie machen keine Schwierigkeit, und wir werden, scheint es, bald damit fertig sein. “
Unterhaus. Sitzung vom 8. Juli. Nach längerer Zeit beschäftigte heute das Haus wieder einmal ein Gegenstand von allge⸗ meinem Interesse, der zwar vielfache Erörterungen schon erfahren hat, aber doch immer wieder neue Seiten darbietet — die Frage, wegen Unterdrückung des Sklavenhandels und die deshalb abgeschlossenen Verträge. Als Einleitung dazu diente eine Anfrage des Herrn Sheil, wie groß die Zahl der von britischen Kreuzern seit dem Vertrage von Washington angehaltenen amerikanischen Schiffen sei, worüber Sir R. Peel nicht genaue Auskunft geben konnte, aber die Zahl dieser Schiffe für sehr bedeutend hielt, weil, wie er bemerkte, das durch den Vertrag von Washington stipulirte Untersuchungsrecht (statt des Durchsuchungsrechts) gegen verdächtige Schiffe unter amerikani⸗ scher Flagge streng gehandhabt werde. Noch ganz neuerdings, am 22. Februar und 6. März, seien Fälle der Art vorgekommen; am ersten Tage habe ein britischer Kreuzer allein zwei amerikanische Schiffe angehalten, und am letzteren sei von den Böten eines englischen und eines amerikanischen Kreuzers gemeinschaftlich ein Sklavenschiff unter amerikanischer Flagge im Rio Pongo
enommen worden. Der Minister versicherte überdies noch, daß die Ausübung des durch den obigen Vertrag bedingten Untersuchungs⸗ Reechts bei den Offizieren des an der afrikanischen Westküste mitwir⸗ kenden amerikanischen Geschwaders nicht die mindeste Mißstimmung hervorgerufen habe. Auf eine zweite Frage Sir Charles Na⸗ pier's, ob auch eine Untersuchung britischer Schiffe durch amerika⸗ nische Kreuzer vorgekommen sei, wußte Sir R. Peel keine Auskunft
eben.
g. 8Die Haupt⸗Debatte des Abends entspann sich hierauf über eine alljährlich mehrmals sich wiederholende Motion Lord Palmerston's,
926
Unterdrückung des Sklavenhandels hinzielt. den kürzlich mit Frankreich abgeschlossenen jenigen Personen zu beantragen, die vor der venhandels Aussagen gemacht haben, zug auf die in Anwendung welche ihm nicht als das rechte
stand, daß neuerdings eine große nach Brasilien und Cuba habe zurückkehren es ihnen unmöglich machten,
Kommissionen seit 1819 nicht weniger als ausgerüstete Schiffe verurtheilt worden
wären hierdurch von der Sklaverei in Amerika befreit worden. r noch mangelhaften Erfolg lmerston ausschließlich in dem Mangel an Aufrichtigkeit von Seiten einiger Staaten finden, welche mit England erst nach langem Widerstreben, wie z. B. Portu Durchsuchungsverträge abgeschloss nun doch die Regierung vorsichtig machen und verhindern sollen, den jüngsten Vertrag mit Frankreich abzuschließen, welcher nach allem Hin⸗ und Herreden doch nichts anderes sei, als eine Aufhebung des Durchsuchungsrechts für alle Zeiten; Verträge von 1831 und 1833 auf zehn Jahre nach Ablauf von fünf Jahren die
allerdings nicht wegzuleugnenden, imme des bisherigen Systems wollte Lord Pa
maßen zwangsweise, Erfahrungen hätten
denselben würden die suspendirt und, falls in Erwägung gezogen Umgestaltung der tung des Durchsuchungsrechts abhängig gemacht. sagte Lord Palmerston weiter,
werde, gänzlich aufgehoben.
handlung herbeigelassen habe, um so mehr,
französische und
seinen Grund nur in einer Verschwörung
lich zu nähren gesucht.
ten, jene Politik und ihre Folgen als der des jetzigen Ministeriums, wie der und Herr Guizot in der und 1833 anerkannt. vollständig erprobte System aufhebe,
Sklavenhändlern leicht gemacht, pieren sowohl den britischen als
hen, wenn diese nicht fortwährend in Paaren ausziehen. die Regierung in der Einleitung einen aus welchem gefolgert werden müsse, daß bis zu den Verträgen von 1831 und 1833 eine durch nichts zu welches an der Ostküste von Afrika noch immer notorisch Sklavenhandel treibe und mit dem Imam von Muskat einen Vertrag zur Einführung von Negern als Arbeitern nach der Insel Bourbon abgeschlossen habe.
wortlich sei es nebenbei, daß
Ausdruck habe aufnehmen lassen, der Sklavenhandel von England und noch nach denselben betrieben worden sei, rechtfertigende Gefälligkeit gegen Frankreich,
Umständen sei es nothwendig, daß man die Th
nisses mit den Protokollen. Sir
gegen. Er beschwerte sich zuvörderst über die ma
Sprache des Lords gegen Portugal und Frankr 2* 5 hohen politischen Stellung und verwies ihm die Ungenauigkeit, mit seinen Parteibestrebungen dienst⸗ ster die Verträge abgeschlossenen Traktat für England und die Sache Ausübung
allerdings freistehe, aber Welt doch unwürdig sei, welcher er Fakta darstelle, bar zu machen. von 1831 und 1833 mit dem und zeigte den größeren Vortheil
um sie
jetzt
als eine Folge des letzteren; jene Verträge beschränkten die des Durchsuchungsrechts vom Cap Verd bis zum 100 % S. B. und Unterhaltung einer bestimmten An⸗ land zur chwaders
verpflichteten Frankreich nicht zur
zahl von Schiffen an der afrikanischen Küste, wohl aber En das Doppelte des französischen Ge Endlich erklärte Sir R. Peel, daß England nichts in Hinsicht des Untersuchungsrechts nachgegeben habe und die Bestimmungen des Vertrages von 1845 gegen den umfassender und nachdrücklicher seien, als die der Verträge von 1831 und 1833. Der V
Unterhaltung einer nicht übersteigenden Anzahl von Kreuzern.
Mißbrauch der französischen Flagge der Papiere widersetzte er sich, nicht weil sie für Durchsuchungsrechts sprächen,
fiziere (fünf englischer und drei französischer) vor mission Dinge enthielten, deren Veröffentlichung des öffentlichen Dienstes unvereinbar wären. er seine frühere Erklärung, ton und der Herzog von Broglie, samkeit des Vertrags seien. Ministers kritisirt, Sir R. hatte, ließ Lord Palmerston das men, derselbe wurde mit 94 gegen 51 Stimmen
Der Bericht des Comité's über die irländische Universitäten⸗Bill nachdem eine Resolution des Herrn Wyse die neuen Kollegien der Universität von Dublin unter den Bedingungen der irländischen Akte vom Jahre die dritte Lesung der Bill auf Don⸗
wurde hierauf vorgelegt und, angenommen war, nach welcher
1793 einverleibt werden sollen, nerstag angeordnet.
— Die Verhandlungen im Oberhause waren kurz und ohne Be⸗
deutung.
„London, 9. Juli. Die Parlaments-Wahl in Exeter für den Sitz des verstorbenen General⸗Prokurators Sir William Follett ist gestern zu Gunsten des Tory⸗Kandidaten Sir J. Duckworth ausge⸗
fallen. Die Times erklärt
in Verbindung stände, Partei ganz unabhängig wäre. „Das ist für uns ganz genug.
des Aeußern von
“
11“
olitik
Ansichten in Frankreich sei damit
Sodann verglich der Mini
sondern weil die Aussag
Uebrigens daß die beiden Unterhändler, die besten Bürgen für die Wirk⸗
Nachdem Herr Sheil die Antwort des Inglis dieselbe für genügend erklärt Haus über seinen Antrag abstim⸗
ihre Ladung einzunehmen, und d ner von den durch die Durchsuchungs⸗Verträge eingesetzten gemischten 158 zum Sklavenhandel seien; 50 — 60,000 Neger
ag selbst anbetreffe,
eich, die
die
der mit
abgelehnt.
auf eine desfallsige Bemerkung des Stan⸗ dard, daß das Gerücht, als ob sie mit dem Ministerium des Aeußern ungegründet sei, daß sie vielmehr von jeder
Der Standard bemerkt dazu: Wir wünschten nur, dem übeln Rufe einer Verbindung
“
in Betreff der Der Lord nahm diesmal Vertrag zum Vorwande, welcher ihm Veranlassung gab, die Vorlegung eines Verzeichnisses der⸗ französisch⸗englischen Kommission über die geeignetsten Mittel zur Unterdrückung des Skla⸗ und hieran seinen Tadel in Be⸗ ebrachten Maßregeln zu knüpfen, ittel zur Erreichung des Zwecks er⸗ schienen. Durch eine Reihe historischer und statistischer Angaben suchte er das uneingeschränkte Festhalten des Durchsuchungsrechts als das einzige erfolgreiche Mittel darzustellen und das Aufgeben desselben als den ersten Schritt zur gänzlichen Freiheit dieses schandbaren Ge⸗ werbes nachzuweisen. Er berief sich dabei besonders auf den Um⸗ Anzahl von Sklavenschiffen leer müssen, weil die Kreuzer
gal, und gewisser⸗ en hätten. Solche
denn durch
Sache nicht Von einer völligen die Aufrechterhal⸗ Es sei zu beklagen, daß der Herzog von Broglie, ein so aufrichtiger Gegner des Sklavenhandels, sich zu einer solchen Unter⸗ da das Geschrei, dem die ihr zu Gefallen die englische Regierung gewichen sei, der Sklavenhändler in Frankreich, Cuba und Brasilien habe, welche überhaupt in neuerer Zeit dadurch den Nationalhaß zwischen Frankreich und England künst⸗ Wolle man, wie es geschehen, die Er⸗ eignisse des Jahres 1840 und die Behandlung der orientalischen Frage von Seiten des damaligen britischen Kabinets als Ursache der vorhandenen Mißstimmung geltend machen, so möge man sich ja hü⸗ Rechtfertigung seiner eigenen Nachgiebigkeit gegen Frankreich zu benutzen; denn die ersten Mitglie⸗ Herzog von Wellington und Lord Aberdeen, hätten die Politik von 1840 ausdrücklich gutgeheißen sranzösischen Deputirten⸗Kammer das un⸗ zweifelhafte Recht Englands auf Erhaltung der Verträge von 1831 Was nun den neuen Vertr welcher das bisherige keinesweges, wie man behaupten wolle, schon so werde es durch denselben den mit Hülfe von doppelten Schiffspa⸗ den französischen Kreuzern zu entge⸗ Unverant⸗
Unter solchen atsachen kenne, auf welche das Ministerium seine Nachgiebigkeit gegen Frankreich gründe, und deshalb beantrage er die Vorlegung des obigen Namen⸗Verzeich⸗ R. Peel setzte der über 6 Spalten der Times sich erstreckenden Rede Lord Palmerston's die schon früher
von ihm geltend gemachten Argumente für den neuen Vertrag ent⸗
ßlose und verletzende demselben
orlegung Wichtigkeit des en der acht Of⸗ gemischten Kom⸗
den Interessen wiederhole Dr. Lushing⸗
das Ministerium mit der Times
111“““
zu befreien und das Land vor der wirklichen Gefahr der ausn herrschenden Ansicht zu sichern, als ob die Times in irgend einerg ziehung oder in irgend einem Grade die Ansichten des Zweiges britischen Verwaltung verträte, bei welcher die Fremden am mes betheiligt sind. Der Wiedereintritt des Lord Palmerston in Verwalkung könnte kaum mehr dazu dienen, uns mit unserem tigsten Nachbar in Verwickelungen zu bringen, als der Verdacht, das Blatt, welches bei der Beschießung von Tanger durch die zosen die bekannten Schreiben aus Tanger und hundert andere P der Art veröffentlichte, das Blatt unseres Ministeriums des Aenj wäre, wie die Times so lange sich nennen ließ, ohne sich gegen angenehme Beschuldigung zu erklären. Was die Unabhängigkeit Times von den Ansichten irgend einer Partei betrifft, so wollen dies nicht bestreiten. Blätter, welche von der Furcht, den Lei schaften, den Lastern und den Thorheiten des Volkes leben, mi immer von j Partei unabhängig sein, weil keine Partei sie a
jeder kennen wird.“
Die Times theilt einen vom 21. Februar d. J. vom des britischen Kriegsschiffes „Talbot“ aus dem Hafen von P datirten Brief mit, nach welchem Otaheiti noch keinesweges ben ist. Der französische Kommandant weigerte dem „Talbot“ allen kehr mit dem Lande, da dieser die Protektorats⸗Flagge nicht salutiren wollen; aus demselben Grunde hatten die Franzosen den seit sechs Monaten auf Otaheiti befindlichen britischen Gen Konsul Miller nicht anerkennen wollen, und derselbe wollte sid nach den Sandwich⸗Inseln begeben. Pomareh war noch immg Raiatia, 120 Miles von Otaheiti entfernt, und wollte von den sen nichts wissen; endlich standen 2000 Otaheitier, worunter 70 800 waffenfähige Männer, unter dem Befehl eines desertirten schen Ober⸗Kanoniers vier Miles von Papeiti in einem versche Lager. Die Franzosen hatten die Protektorats⸗Flagge auf den nachbarten Inseln auspflanzen wollen; dort war sie aber hennt rissen worden.
Nachrichten aus den Vereinigten Staaten, New⸗York 16. und 17. Juni, welche gestern hinter einander in Liverpoocl
182 snn bhbhäanemaerx hß. a a g e. dnten Kopenhagen, 10. Juli. (A. M.) Aus zwei Zeitungs⸗ heigen ersteht man, daß der König Erkältung halber 85 Palai⸗ Amalienborg nicht verlassen kann und also verhindert ist, an dem ke theilzunehmen, welches die kopenhagener Schützen⸗Gesellschaft die dänische Brüderschaft heute auf der Schießbahn giebt. Uebri⸗ s sind Se. Majestät schon wieder in der Besserung. Man liest in öffentlichen Blättern folgendes, unterm 23sten v. M. die dänische Kanzlei ergangene Königliche Reskript: „Da wir aus der lingschen politischen und Avertissements⸗Zeitung in Erfahrung ge⸗ ht, daß man bei der Ankunft der schwedischen und norwegischen denten in hiesiger Stadt unter Anderem eine sogenannte skandi⸗ ische Fahne zu gebrauchen denkt, und Wir es nicht passend siaden, dieser Gelegenheit etwas zu erlauben, welches das Ansehen einer tischen Demonstration haben kann, so wollen Wir es Unserer dä⸗ hen Kanzlei auferlegt haben, die erforderlichen Veranstaltungen zu en, um sowohl den Gebrauch gedachter Fahne, als ein jedes an⸗ Vornehmen zu verhindern, das darauf berechnet sein möchte, dem zuch der fremden Studenten eine politische Bedeutung beizulegen.“
Schweiz.
Kanton Zürich. Der Eingang der Rede des Tagsatzungs⸗ sidenten, Bürgermeisters Dr. Furrer, lautete folgendermaßen: „Tit., Des Bundes Verpflichtung und der Ruf des Vororts haben zur ordentlichen Tagsatzung versammelt, und es ist mir der ehrenvolle rag geworden, Sie im Namen meines Standes herzlich willkommen zu n in der Bundesstadt Zürich. Mit Freuden erfülle ich diesen Auftrag entbiete Ihnen bei dieser festlichen Feier vor Allem einen au
b 1 Anklang finden in
aß fer⸗
Den
m Willen, mit Vertrauen und Hingebung, mit Gerechtigkeit und Kraft Aufgabe zu lösen, zu der wir berufen sind. In Iebein 22 Leben e; jeßen nicht das Höchste ist, der noch einen Sinn hat für des Vaterlan⸗ Interessen und für das Wohl oder Weh seiner Mitbürger, in Jedem, en Glauben an eine durch Jahrhunderte getragene, oft aus den Wogen Hittersten Kämpfe wieder siegreich hervorgegangene bundesbrüderliche Ge⸗
gegangen sind, bringen die Nachricht von dem am 8. Juni auf ig noch nicht aufgegeben, in Jedem, der das Vertrauen auf die Ste⸗ t, ich möchte * auf die nationale Inhärenz dieser Gesinnung, so
nem Landsitze bei Nashville erfolgten Ableben des Generals Jah die Se auf eine bessere Zukunft noch nicht verloren hat — in
8 1““ Niederlandet. Ieg 9e uf ems besen
„Amsterdam, 11. Juli. Unter der Ueberschrift: „Ablan bteten 8 simmilichen ö’ vergatfübl ee bene 8 Wahlen“ liest man im Amsterdamer Handelsblad: „Das insamen theuren Vaterlandes herbeieilen, um dessen Wohlfahunn 8 tige Werk der Wahlen zu Mitgliedern der Generalstaaten von Selle und dessen Schaden zu wenden. — Mögen immerhin Manche der Provinzial⸗Stände ist jetzt vollendet. Von 18 Mitglieden 6 als eitl 1 äi
. - “ itlen Formentand erklären, zweiten Kammer, welche austreten mußten, sind 14 wieder gen ) — — 1 8 8 Im Allgemeinen ist der Wahlstreit in den meisten Provinzen adurch nicht verleiten, mit Gleichgültigkeit oder Abneigung die lebhaft gewesen.“ ben zu erfüllen, welche uns bundesgemäß obliegen. — Wahr ist es, Faxasotg an tsslungen der Tagsatzung sind äußerlich eine Form, sind bei der
Ge l gien. gen Bun es verfassung im Wesentlichen die einzig mögliche Form, die
Brüssel, 10. Zuli. Ein Theil der englischen Aristokratz llichen Angelegenheiten der Eidgenossenschaft zu ordnen und die Bundes⸗
1 1— d 1 t geltend zu machen; wahr ist es, über viele i ’⸗ giebt sich bereits von London über Ostende nach den Rhein⸗Pn des tiefeingreisende 9 die Fö“ F.n.nen zen, um bei der Ankunft der Königin Victoria zugegen zu sein. fehörde zusammentritt, und die Träger dieser Loose müssen pflichtgetreu ter diesen Notabilitäten bemerkt man die Herzogin von Clexyed
die Urne wersen, as Schicksal des Vaterlandes fü di den Marquis von Normanby, den Marquis von Douglas nebst k Zukunft hervorgehen soll. — Aber dennoch bleibt ein ansednig,on mahlin, geborner Prinzessin von Baden, Lady Leveson und Andendskreis übrig, weil von
gkreis großer Bedeutung der Geist ist, der in dieser Form Der Commeree belge sagt: „Einige Blätter haben die Mlffentlichen Gewalt sich
- bewegt, ein Wiederhall desjenigen Geistes, welcher nict mitgetheilt, daß das Miniserium in diesem Augenblic sh iah helnen Ständen scch auaprägt. — Ist er mid 1“ mit beschäftige, die bei den beabsichtigten neuen Unterhandlungen sc gch gestaiten; llor vere eene gemeinsame Interessen leicht Frankreich demselben anzubietenden Zugeständnisse festzustellen, un ie einjachgen Bundessragen öIe üats 11— sagen sogar, daß die Artikel über den Nachdruck in diesem Augensn. Und richte ich meinen Blick auf so viele an esehene N Nee erörtert würden. Wir wollen, obgleich dieses Gerücht allen Chaeen einzelnen Ständen würdig erachtet, sie auf 88 eidgenössischen ra⸗ ter des Uebelwollens hat, nicht nachforschen, zu welchem Zweck bu vertreten, darf alsdann mein ü Umlauf gesetzt worden. Es ist uns daran gelegen, die Besorgnsaus reiner vaterländischer Gesinnr zerstreuen, welche dasselbe verursacht haben kann. Alles, was wede'ben werden, die nicht spurlos vorüberrauschen, sondern in weiteren dieser Hinsicht haben erfahren können, ermächtigt uns, zu sagen, lsen eqeen. finden, Worte, die Wurzel fassen werden an mancher keinesweges die Rede von Unterhandlungen mit Frankreich ist, wonglerund für die Zukunft erfreulichere Früchte verheißen? Indem ich der Nachdruck untersagt werden sollte. Der Augenblick nähert sah anatesachenecfäbige bvesrase⸗ venuhg L; 8 wo man ernstlich darauf wird bedacht sein müssen ich mit der Uü Worten „ 1 vr hh. ait eg einkunst vom 16. Juli und ihrer .2. Lrseann zu Ueaestede. Hher Zustande e vef Fe Eessccenahen gsten 3h sie wird am 16. Juli künftigen Jahres ablaufen. Wir haben unses Hier folgt die bereits mitgetheilte Stelle des Vortrags, worauf Sehnanchn⸗ vweeeh,; e a⸗. folgenden Worten schloß: ewilligt, welche Wohlthat mit vollem Rechte am 15. ober 7. Ist es nicht gut und nicht möglich, einen legalen Kampf der Ideen aufhören wird. Von der einen und der anderen Seite wird man Mterdrücken, sa sollte es booegen ., gutem Wäüllen wohl zmsafic sen 7 88e Fhs. nüsen. woran man sich zu halten hat. Am 8e Cegesnen “ 2. 6 Süe 888 etzt, wo kein Mitglied des französischen Kabinets den Gedanken aee, die Sicherheit der Personen und des Eigent ums bedrohen, ja die hat, daß der Nachdruck unsererseits g enae ebracht 8es 9 des Staats in Frage stellen. Wenn die Regierungen ihre Oppo⸗ m die Erneuerung der bestehenden Ueberei - scht zur Verzweiflung treiben, wenn die letztere hinwiederum einen u erung stehenden Uebe einkenst zu erleichtern, asten Kampf führt, wenn d 1 üib b unser Minssterium sich wohl gehtet haben, freiwilig die schon f üct veame.nfügn⸗ ervmsclmdin nenn er hsehi. daa dfneinsome⸗ Verwickelung der Frage noch zu vermehren. Weil man uns die iernst und Würde, nicht voll Leidenschaft und Gift, in die geistige Ent⸗ legenheit giebt, von den mit Frankreich zu eröffnenden Unterhamntesang der Zeit eingreist, wenn eidgenössische und kantonale Behörden, gen zu sprechen, so scheint es uns, daß, wenn man methodistle alle Männer von Vaterlandsliebe, Geist und Einfluß, sich die Hand Werke gehen will, eine vorläufige Frage mit dieser Macht erlehhn, um des Vaterlandes Nuhe und Frieden zu wahren, sollte werden müsse, welche sich aus der neuen Einführung der Musterafnn nicht möglich sein, jenes Ziel zu erreichen? Tit., ich glaube und die Klassen⸗Eintheilung der Leinwand ergiebt. Es liegt hieni es! — Die Verhältnisse, in welchen die Eidgenossenschaft zum Auslande Schwierigkeit, welche man vorläufig beseitigen muß, und für v die belgischen Unterhändler keinen Ersatz anbieten dürfen. Frankreich die Zurücknahme des Beschlusses, den seine Mauth⸗ waltung durch Rundschreiben vom 22. Mai zur Kenntniß gebracht
in der
Kanton St. Gallen. Sonnta der Ziegelbrücke zu Schönnis das Ehren Thätigkeit und Edelmuth der Gesinnungen ganzes Vaterland hochverdienten, verewigten Escher von der Linth eingeweiht.
enkmal des durch rastlose ausgezeichneten, um sein Staatsraths Joh. Konrad
been e Glarus. Bei dem Kantonal⸗Freis ießen, 8* 6ten d. begann, hat man im Schützensaal 8 Portrait 22
r. Steiger und der drei Landjäger, die zu seiner Flucht behülflich waren, eafg⸗hängt und mit Blumen bekränzt, dagegen das Wappen 9. uzern mit uegg Schleier überzogen. Die aonkalen dominiren, und alle Ankunfts⸗ und m in ihrem Sinne gehalten. ö 4 S u 2 I11“
““
Kanton
111.“. a
waren eine Zeitlang getrübt. Sie wissen, daß die Mehrzahl der aus⸗ verweigern wollte, wenn man folglich durch irgend ein neues
den Mächte, welche mit der Schweiz in diplomati em Verkehr stehen, m Ausbruch der Unruhen vom lepten März und - heeae An⸗ auf einen eidgenössischen Mitstand lebhaste Besorgnisse verschiedener eäußert und theils freundschaftliche Erinnerungen, theils ernstere Vor⸗ 1 gen über die möglichen Folgen solcher Ereignisse und Zustände uns die Zurücknahme dieser Forderung, welche die Rechtlichkeit ventttheilt hat. Wenn unser Vaterland einerseits von der Gerechtigkeit der erkaufen müßte, so würden wir nichts Gutes von dem End⸗Ris ndeten Mächte mit Bestimmtheit erwarten darf, daß eine freie und unab⸗ prophezeien. Wir glauben nicht, daß Jemand in Belgien sich! solchen Verdoppelung der Forderungen unterwerfen werde. Dir rücknahme des Rundschreibens vom 22. Mai scheint uns daher ersten Akt und, so zu sagen, den Prolog der beabsichtigten handlungen zu konstituiren. Erst nach dieser erhaltenen Genugth
geEntwickelung seiner inneren staatsrechtlichen Verhältnisse ihm unverlüm⸗ tibe, so darf dieses andererseits nur ausgesprochen werden, in der Voraus⸗ wird man nachforschen, auf welche Grundlagen man sie fest kann; wenn man ohne zu große Verwegenheit im voraus eine
.baß auch wir gewissenhaft und in guten Treuen Alles erfüllen, was das aionale Recht verlan t, daß wir namentlich keinen Zustand dulden, nung über das, was alsdann geschehen wird, ausdrücken kann, si gen wir, daß wir nicht glauben, es werde der Kreis der kom
die Ruhe oder den freundschaftlichen Verkehr mit anderen Staaten
2 kann. Wir dürfen indeß mit Recht hoffen, den ernsten Willen
zu baben, anarchischen Bewegungen entgegen zu treten; gezeigt zu
1 wir ungeachtet der großen Aufregung und der vielfach wider⸗
hen Elemente auch die Kraft besitzen, solchen Ereignissen mit Nach⸗ ziellen Unterhandlungen mit Frankreich sich in der nächsten Zel sehr erweitern, daß dieselben von Seiten Belgiens die Frage Nachdrucks einschließen könnten.“ - Herr Bareel, Divisions⸗Chef der Posten, ließ dieser Tage (. Angestellten seines Departements in sein Kabinet rufen, um ihn zu einem N.
ein 3 Wir dürfen demnach auch erwarten, daß das gute zuzeigen, daß er mit einem Gehalte von 1560 Fr. ernannt sei, wodurch sein bisheriges 0
Ziel zu setzen. iständniß zwischen der Eidgenossenschaft und den auswärtigen Mäch⸗ in der Provinz Lüttich um 560 Fr. erhöht wurde. Dem Angestellten schien diese Em nach einigen mit seinem Chef
ne weitere Störun fortbestehe, und ich freue mi „ die Anwesenheit ihrer 6 Stellvertreter be, der heutigen Festfeier als veneh; esenben ihar vies. Bei dieser Lage der inneren und äußeren Verhältnisse versammelt sich esjährige Tagsatzung. Ich will nicht auf den Inhalt der vor uns
nung wenig zu gefallen;
dieser Hinsicht gewechselten Bemerkungen zog er aus
Tasche zwei Pistolen, die er nach einander auf Herrn Bn.
abfenerte; die eine der Kugeln verlor sich gegen die M.
Seite, aber glüche
dene Geschäͤfte eintreken; denn es sind keine neuen, Ihre Aufmerksam⸗ onders in Anspruch nehmenden Punkte, sondern die gewöhnlichen die andere traf Herrn Bareel in die linke Weise verlor sie ihre Kraft auf einem Knopfe seines Rocks und
ursachte nur eine leichte Quetschung. Auf den Knall war der Ieahres 1845 für eröffnet.“
hüter des Herrn Bareel eingetreten und hatte sich des Mördent .
bemächtigen gesucht, aber dieser zog einen Dolch, .-ISg ihn eaaten Sazern. Am 6. dul versammelte nch g. Ge⸗ der Hand und gelangte durch den Korridor zu dem Ausgange tde neu zu wählen 15 8 azezn, . ungs⸗ Büreaus; durch verschiedene Personen verfolgt, erreichte er estellte Präsidium des He 2 5X. och 2,2* bcgan Wohnung, wo er sich einschloß. Einen Augenblick später schaß gegen das übrige Barec⸗ rrn F. ix 2 hasar, eines Libera en, sich eine Kugel in den Kopf die ihn todt niederstreckte. t, zur Aufhebung 88 zahrmnan sich nicht einigen
“ 1
nder Verwaltung, des Staatsrechts und der National⸗Oekonomie. Den zn Verhandlung aber, wie er mir vorschwebt, möchte ich ins Leben ünnen. An Ihnen liegt es, Tit., an Ihrem guten Willen, an Ihrem 9 ischen Sinn, diesen Wunsch wenigstens theilweise zu erfüllen. Daß ehe, und daß unsere Arbeiten dem Vaterlande zum Segen gereichen, 8r Gott unserer Väter verleihen! Ich lade Sie nunmehr ein, Tit., vügeschriebenen Eid zu leisten, und erkläre die außerordentliche, im letz⸗ l vertagte Tagsatzung für aufgelöst, die besonderen Vollmachten, e dem Vororte ertheilte, für erloschen und die ordentliche Tagsatzung
.
Spanie L — 48 t 8. “
d, 1. Juli. Die Madrider Zeitung veröffentlicht
igliche Verordnung, durch welche die Regierung, laut Beschlusses der Cortes vom 9ten Juni, ermächtigt wird, in der vor⸗ theilhaftesten Form ein Anlehen von 200 Millionen Realen zu kon⸗ trahiren. iese Summe für die Ausbesserung de Straßen u Anlegung neuer Kommunikations
die Int die Amortisation des Anlehens dü
15 Millionen Realen (3,750,000 Franken) nicht übersteigen. eine öffentliche Konkurrenz zur Uebernahme des Anlehens stattfinden, Der Betrag von 200 Millionen ist in fünf Jahresraten einzuzahlen, im ersten Jahre 30, im zweiten 40, im dritten 60, im vierten 40 im fünften 30 Millionen.
Madrid, 3. Juli. Mit ni t geringer Spannung sieht man hier der Entwickelung der „Nysternic 9 Le-eh 1ns eh
Noch gestern hieß es allgemein, General Narvaez verwende sich lebhaft für die Vermählung des Grafen von Trapani mit der Köni⸗ gin Isabella, und es leidet keinen Zweifel, daß er den zu seiner Ver⸗ fügung stehenden hiesigen Blättern, dem Heraldo und der Pos⸗ data, die Vorschrift ertheilt hatte, keine die Bewerbungen jenes Prin⸗ zen anfechtende Artikel aufzunehmen. handlungen, welche in der Wohnung des Herrn Pacheco stattfanden, und die dort gefaßten Beschlüsse in Barcelona einen ernsten Eindruck gemacht und die Besorgniß erregt haben, daß eine beträchtliche An⸗ zahl einflußreicher Deputirter dem von den Ministern eingeschlagenen Systeme nicht unbedingt ihren Beifall und ihre Unterstützung zu gewähren entschlossen sein dürfte. Einige Deputirte, welche der Versammlung bei Herrn Pacheco nicht beiwohnen konnten, schicken jetzt schriftlich ihre Zustim⸗ mung, während die drei in verschiedenen Ministerien angestellten Deputirten der Provinz Castellon eine Erklärung veröffentlichen, in der sie die Ansicht aussprechen, daß man der persönlichen Wahl der Königin weder durch Ausschließung dieses noch durch Ausstellung jenes Kandidaten vorgrei⸗ fen dürfe. Nun will man gestern erfahren haben, der König von Neapel habe, in Betracht des Auftretens des Grafen von Monte⸗ molin, seinen Bruder, den Grafen von Trapani, bewogen, von seinen Bewerbungen abzustehen. Der Heraldo sagt heute in dieser Be⸗ ziehung etwas gereizt: „Der angegebene Beweggrund, dem Sohne des Don Carlos keinen Nachtheil zuzufügen, ist wenig wahrscheinlich, denn dem Könige beider Sicilien mußte es längst bekannt sein, daß die karlistische Partei bereits nur nach der Vermählung des soge⸗ nannten Prinzen von Asturien mit Isabella II. strebte. Die Ab⸗ dankung des Don Carlos konnte ihn nicht überraschen, so wie sie Niemanden (*) überrascht hat. Jedenfalls aber kann die Ansicht des Königs Ferdinand, so achtungswerth sie auch sein mag, keinen großen Einfluß auf die Lösung dieser wichtigen Frage haben.“ 1
Ein anderes Mysterium erblickt man in der ungewöhnlich geräusch⸗ vollen Aufnahme, die dem jungen Infanten Don Enrique in Barce⸗ lona zu Theil geworden ist. Die A Hof und der Minist ihn i fallender, als der jeher bei Hofe nur ho-ren i
nrique eine große Aehnlichkeit mit denen des Königs Karl's III. entdeckt haben, dessen Andenken den Spaniern noch 892 theuer ist.
Der französische Botschafter wollte in den ersten Tagen dieses Monats nach Paris abgehen; seine Gemahlin hat sich von hier nach Bayonne begeben.
„Unsere Nachrichten aus Barcelona gehen bis zum 29sten. Ob⸗ gleich die Leib⸗Aerzte der Königin ihr die Benutzung der Bäder von Santa Agueda (in Biscaya) fortwährend anriethen, bestand der Minister⸗ Präsident doch auf Unterlassung dieser Reise, und man glaubt nun, daß die Königliche Familie ihren Rückweg über Saragossa direkt hier⸗ her nehmen werde, falls anders nicht dort noch ein neuer Entschluß gefaßt wird. Auch die Absicht der Königin, die Bäder von Espar⸗ raguera (vier Meilen von Barcelona) an Ort und Stelle zu nehmen, hat nicht ausgeführt werden können, weil dieser Ort keine für sie geeignete Wohnung darbietet.
Es heißt, Herr Martinez de la Rosa wünsche seinen Minister⸗ Posten niederzulegen, um als Botschafter nach Paris zurückzukehren.
Die französische Regierung hat der diesseitigen die Anzeige ge⸗ macht, daß sie dem Don Carlos und dessen Gemahlin zwar Pässe nach den Bädern von Greouls ertheilt habe, jedoch auch dort ihn unter strenger Bewachung halten werde. Dem Grafen von Monte⸗ molin wird dagegen nicht gestattet, Bourges zu verlassen.
Dem Gerüchte, daß die Königliche Familie eingeladen wäre, mit der des Herzogs von Nemours in Pau zusammenzutreffen, schenkt man hier wenig Glauben. Der Espanol sagt in dieser Beziehung: „Wir glauben nicht, daß dieser Besuch in dem benachbarten Lande nach dem Geschmacke der Spanier sein würde, und zwar am wenigsten unter den gegenwärtigen Umständen, und da die heirathstiftende Thätigkeit (la actividad casamentera) der französischen Diplomatie mit Recht die verständige Biederkeit der Spanier in Aufregung versetzt.“
Unter dem Namen el Conciliador (der Vermittler) wird ein neues Tageblatt erscheinen, welches monarchische und religiöse Prin⸗ zipien vertheidigen soll, ohne eine Parteifahne aufzustecken. Man ver⸗ ee daß der Marquis von Viluma diesem Blatte seine Mitwirkung chenken werde. In der Ankündigung heißt es: „Ruhe, obwohl keine ganz gesicherte, herrscht auf dem Umfange des spanischen Gebietes. Herrscht sie aber auch in den Gemüthern und Herzen? Ein Theil der Kämpfenden hat die Waffen vor Ermüdung fallen lassen, anderen hat man sie als Besiegten entrissen, wenige haben sie freiwillig auf dem Altar der Aussöhnung niedergelegt, und dieser materielle, für den Augenblick durch die bewaffnete Macht aufrecht gehaltene Friede ruht nicht auf Ueberzeugungen, noch auf Gesinnungen, noch auf kräf⸗ tigen Regierungsmitteln. Er stellt, in Bezug auf die verschiedenen Fractionen, Ohnmacht, Niedergeschlagenheit, fruchtlose Enttäuschung oder selbstsüchtige Gleichgültigkeit dar.“
3proc. baar 30, au Lieserung 30 ½. 5proc. auf Lieferung 20 ½.
Arh 1“
„Konstantinopel, 25. Juni. (A. Z.) Die Gemahlin de Königl. großbritanischen Botschafters, Sir Stratford Canning, ist auf dem Kriegs⸗Dampfboot „Sydenham“ über Italien nach England ab⸗
gereist. Sir Stratford hat diese Gelegenheit benutzt, um seine Ge⸗
den 15. Juni wurde an
mahlin bis Smyrna zu be leiten, vo ü ück er⸗ vene vi. yrna zu beg von wo er morgen früh zurück er
uf Candien war ein Aufstand ausgebrochen, wurde, noch aber herrschte unter dem Volke ₰ Ursache war das Foltern eines Griechen in Canea, 5* Qualen gestorben war. In Syrien dauern, wie es cheint, die Feindseligkeiten fort. Mit Persten ist endlich eine Verständigung er⸗ zielt worden; der Schach hat die Ausgleichungs⸗Vorschlüge der Pforte angenommen.
der zwar gedämpft e Aufregung. Die der nach fünftägi-
Nachdem Se. Majestät der König Allerhöchstselbst die durch Ueber⸗ schwemmungen und Mißwachs in Noth gerathenen e der 4 Ost⸗ und Westpreußen zu bereisen, Bewohner derselben
Kenntniß zu nehmen und bedeutend nete Verein seinen Haupt⸗
zu e Leruht haben, * der unterzei zweck erreicht zu ha en und hat daher beschlossen, sich nunmehr aufzulösen. Indem er solches zur öffentlichen Kennmiß bringt, fühlt er sich ’ allen edlen Wohlthätern in der Nähe und Ferne im Namen der unterstütz⸗ ten Familien den Hebhaftesten Dank für die vielen und zum Wheil reichlichen nse — arce⸗ 4 Noth der schwer Geprüften gleich ach ihrem Entstehen und dem t auch vorzüglich während des ren⸗ gen Wintens wesentlich hat genflbert werden fönnen. b be e elt und — rden an die ⸗
2 Der Prrein hat die ihm zugekommenen Gaben
haßgabe der ermittelten Bedür gkeit durch die B Hülfs⸗Vereine zur allmäligen weiteren Verwendung gelangen lassen. „Nach der Bekanntmachung vom 7. Juli d. beliefen sich R. ¶⸗ 4†; die Beiträge auf überhaupt. 122,229 11 *. und an Zinsen von den einst , 12
Indessen sollen doch die Ver⸗
Geldern bis ult. Juni ware mithin überhaupt eingegangen Von dieser Summe sind nach den uns vor iegenden spezielleren Berechnungen den Provinzial⸗Behörden resp. den Hülfsvereinen und Kreisen bereits früher nach und nach überwiesen worden:
im Regierungs⸗Bezirk
7232
Nach spezieller Be stimmung der eber.
4 3
im Allgemeinen
R. 451 131
1425 140
8 “ Der Rest von ist dem Ober⸗Präsidenten der Provinz P zur Verfügung gestellt, um ihn d wärtig am dringendsten ist. Die außerdem von anderen Vereinen und Personen, zum Theil aus
den bedrängten Kreisen selbst aufgekommenen Summen, worüber der Herr Ober⸗Präsident der Provinz späterhin eine Bekanntmachung erlassen dürfte, können bereits jetzt üͤber 46,000 Rthlr. geschätzt werden.
Des Königs Majestät haben ferner aus Staats⸗Fonds zum Retablisse⸗ ment der Grundstücke und zum Ersatz des Viehes direkte Geldunterstützungen gewähren, so wie Kartoffeln, Brod und Saatgetraide mit einem e2n e Kostenaufwande herbeischaffen und viele Arbeits ellen errichten lassen, bei denen die Leute Gelegenheit zum Erwerbe finden. Die lange Dauer des strengen Winters, Viehsterben und die a mittel haben aber viele arme Familier deren Unterstützun 1
8 gen daher die vom Glück Beg igten nicht müde werden im Wohlthun und die milden Gaben, welche sie den Hülfsbedürftigen noch zuzuwenden beabsichtigen, entweder den Unterzeichneten zur weiteren Beför⸗ derung oder direkt den oberen Behörden der Provinz zur weiteren Verthei⸗
er Central⸗Verein hält es für seine Pflicht, schließlich noch zu be⸗ merken, daß die Deckersche Geheime Ober. Hofbuae ec 2 Verein die Drucksachen unentgeltlich als Unterstützung überwiesen hat, und daß die Wohllöblichen Redactionen der hiesigen Zeitungen die Bekanntmachungen des Vereins mit großer Bereitwilligkeit unentgeltlich in ihre Blätter au nommen haben. Mögen sie in dem Bewußtsein, zur Förderung eines ed Zweckes mitgewirkt zu haben, den verdienten Lohn finden.
Berlin, den 12. Juli 1845.
Der Central⸗Verein zur Unterstützung der durch Ueberschwemmung und
Mißärndte verunglückten Gegenden von Ost⸗ und Westpreußen.
(gez.) v. Boyen. Flottwell. v. Below. Behrendt. Bode.
Brüstlein. Desselmann. Fischer. Friccius. Holfelder.
A. ““ Messerschmidt.
3 uhr. aunyn. v. ers. aalzow. v. Patow. Sembeck. S411.] 4
Eisenbahnen. In der
“ Altona, 11. Juli. Versammlung der Actionaire der Altona
eemn. aeeg genen General⸗ Kieler Eisenbahn wurde 1) der Antrag des Ausschusses, daß die Direction Lsencahan werde, zur Kompletirung des erforderlichen Kapitals zur Vollendung des Baues und Vermehrung der Betriebsmittel Actien zu kreiren, erfor⸗ derlichen Falls bis zu 2000, und dieselben successive bestmöglichst zum Besten der Gesellschaft zu verkaufen, angenommen. 2) In Bezug auf die Abänderung des Gesellschafts⸗Statuts wurden die besonderen Anträge des Ausschusses abgelehnt, dagegen die von der Direction allein und die vom Ausschusse im Einverständniß mit der Direction eingereichten angenommen. 3) Endlich wurde vom Vorsitzenden des Ausschusses der Versammlung angezeigt, daß auf Ersuchen des Aus⸗ schusses die Direction sich bereit erklärt habe, interimistisch ihre Func⸗ tion noch weiter zu führen, bis nach Allerhöchsteingegangener Geneh⸗ migung der Statuts⸗Veränderung die neue Wahl der Direction nach den neuen Bestimmungen vor sich gehen könne. Der Königl. Herr Kommissarius sprach die Meinung aus, daß von Sei i rung dieser interimistischen Fortführung der Directions⸗Geschäfte nichts im Wege stehe. Ein Zwischenfall, der eine unangenehme Aufregung in der Versammlung veranlaßte, wird wohl auf andere Weise zur Kenntniß des Publikums kommen, so daß wir uns der undankbaren Mühe überheben können, seiner hier weiter zu erwähnen.
Amsterdam, 11. Juli. Am 3ten d. M. fand hier die erste Versammlung der Rhein⸗Eisenbahn⸗Gesellschaft statt, in welcher die Statuten, so wie sie vom Könige am l. Juli zuvor bewilligt waren, nun als gesellschaftliches Geset angenommen wurden. Die wichtigsten Bestimmungen dieser Statuten sind folgende: Die Ge⸗ sellschaft, deren Hauptsitz in Amsterdam ist, konstituirt sich für die ganze Dauer der Konzession, folglich bis zum 31. Dezember 1898; dieselbe kann jedoch jedesmal auf eine neue Frist von 25 ahren verlängert werden. Das Kapital der Gesellschaft ist auf Mil⸗ lionen Gulden, die in 100,000 Actien zu 250 Gulden vertheilt sind, festgesetzt, dasselbe kann aber bis zu 30 Millionen erhöht werden. Die allgemeine Leitung der Gesellschaft soll wenigstens 18 Kommissaren und höchstens 12 Direktoren obliegen, indeß 6 der Letz⸗ teren die Hauptverwaltung bilden, die mit den finanziellen Angelegen⸗ heiten und der gewöhnlichen Leitun der Gesellschaft beauftragt ist. Mit der Stellung der Kommissare 8 keine Geld⸗Entschädigung ver⸗ bunden; der Jahresgehalt der Mitglieder der Hauptverwaltu g kann
die Summe von 2000 Gulden nicht übersteigen.