eichen Dienerschaft, pfleger zu Organen ihrer Wirk⸗ sem Behuf in 30 Distrikte abgetheilt, steher und in der Regel drei Armenpfleger e und wundärztliche Armenkrankenpflege wird in 9 oliklinischen Anstalten, in den übrigen 21 Distrik⸗ erzten, 5 Armen⸗Chirurgen und 6 Geburtshel⸗
schiedenen Armen⸗Anstalten angestellten zahlr nen die Armenvor Die Stadt ist zu die deren jeder einen Armenvor Die ärztlich Distrikten von den ten von 6 Armen⸗ fern besorgt. Einen wesentlichen Theil der allerdings auch hier die nothwendi wöchentlicher Unterstützungen und in nisse, welche letztere den Geld⸗Unte sind. Weit wichtiger aber früher bestandenen, theils ne „ in denen die Kranke versorgt, hülflose
steher und Armen
Geschäfte jener Behörde bildet ge Verabreichung von Almosen, Natura zu vertheilender Bedürf⸗ rstützungen thunlichst vorzuziehen ist die Administration der theils schon nerlich von jener Behörde selbst errich⸗ n verpflegt und geheilt, die Ver⸗ Kinder gepflegt, er⸗ Verwahrloste und Arbeitsscheue ch der Unsittlichkeit und hauptsächlich aber derjenige Theil der r in Gefahr ist, der rohen Pöbel, anheim zu fallen, vom sittlichen und aattet und so manche Quelle anderweiter Ver⸗ Unfer tzen Administration der hiesigen Armen⸗ de stehen namentlich: ein Stadt⸗Armenhaus, zwei zwei Waisenhäuser, ein Findelhaus, drei Kinder⸗ Besserungs⸗Anstaͤlt, eine Zwangs⸗ Anstalt, vier mit den Armenschulen ver⸗ alten für Knaben und Mädchen, vier mit e dergleichen Anstalten für Mädchen und Die zu Gunsten der hiesi⸗ zum Theil nicht unbeträchtlichen milden Stif⸗ stration jener Behörde überwiesen. Un⸗ alisation der für den Zweck vorhandenen Mittel zweckmäßige Leitung der Armenversorgung daß die Wohlthätigkeit ihren keit, Leichtsinn, Trägheit und andere Laster nur auf solche Weise zu ermöglichen ch die nöthigen Mittel gewährt, zu beschränken, sondern auch d Vereine, welche dieselben wie z. B. den Verein für Arbeiter⸗ und Arbeit⸗ ftung des friedrichstädter Krankenhauses ꝛc. zu erlei heilsame Veranstaltungen zu treffen. Von ntlich das Unterbringen von Kindern in Fami⸗ wähnt zu werden, deren Ver geistlichen überwacht wird. steigend und muß es natürlich sein, so ere Erreichung des 3 mehr als 92,000 Folge bis auf 100,000 zunächst die Kapitals⸗
teten Anstalten armten im Alter genährt und chtet und beschäftigt, 8 ꝛc. werden. Offenbar wird dadur dem Laster mächtig gesteuert, heranwachsenden nächsten Gener ungebildeten Menge, physischen Verderben armung versto Versorgungs⸗? Krankenhäuser, ½ Verpflege⸗Anst „Arbeits⸗Anstalt, eine Spinn⸗ undene Beschäftigungs⸗Anst ezirksschulen verbunden olz⸗Arbeits⸗Anst gen Armen bestehenden, tungen sind ebenfalls der verkennbar ist diese Centr von großem Nutzen, und die Lösung der schwieri Zweck erreiche, zu befördern und hervorzuru ist. Auch sind der Behörde da sich nicht auf die vorgenannten Anst andere wohlthätige Privat⸗Institute un
alten, eine Kinder *
alten für Knaben.
gen Aufgabe: ohne Sorglost
Zwecke verfolgen, Nachweisung, unterstützen und manch letzteren verdient name lien auf dem Lande er ziehung von zwei Land Der jährliche Bed lange man au Zwecks bedacht ist; er hat be gen und dürfte sich leicht in der Zu dessen Deckung dienen des dem Zwecke gewidmeten Vermögens, die Pacht⸗ ümlichen Grundstücken, die Beiträge aus Staats⸗ Fonds, die Cympel⸗, Kommunikanten⸗ sonderer Veranlassung gesammelten Al⸗ chtnisse und außerordentliche Beiträge, Naturalien und einige Anlagen auf Erb⸗ Lehnsreichungen, Taufen, Trauungen, Hundesteuer und andere zufällige wird von der allerdings ge⸗ durch eine auf das Grund⸗ hwohnungen gelegte Abgabe aufgebracht. mosen⸗Empfänger belief sich am Schlusse des Denselben wurden in nurgedachtem Jahre Pf. Geld⸗Unterstützungen, 1288 ⅔i Scheffel und 4515 2573 Bekleidungs⸗Gegenstände, 1290 Stroh⸗ Unter den baaren Unt
pflegung und Er⸗
f. Verbesserungen und vollständi
reits im Jahre 18
KRetthlr. betra Retthlr. erhö und Legatenzinsen
gelder von eigenth kassen und anderen
und Kollektengelder, die bei be mosen und Abgaben, Vermä
die polizeiwegen konsiszirten
schaften, Kaufsbestätigungen, Leichenbegängnisse ꝛc., so Einnahmen. Was weiter erforderli pflichteten Bürgerschaft
öffentlichen
setzlich dazu ver eigenthum und Die Anzahl der Al⸗ Jahres 1843 auf 2182. verabreicht: 20,762 Rthlr 243 ¾ Klafter und 56 Portionen Steinkoh säcke und 135 Decken. sich 14,793 Rthlr. 2 Gr. 28 Gr. 5 Pf. außerordentli
In demselben Jahre wurden hause, 156 in den Waisenhäusern, 158 in den Pflege⸗Anstalten und 47 diesen Anstalten entwachsenen Kinder woandten zurückgegeben, oder an andere Anstalten abgeliefert. Jahres bildeten 41 Kinder im sern, 34 auf dem Lande, 6
Besserungs⸗Anstalt. liederliches Herumtreib Dieberei und Unzucht. Mit Arbeit wurden beschäftigt: len mit 489 Rthlr. 14 Gr. 3 Bezirksschulen mit 882 Rthlr. Knaben in den Holzarbeits⸗Anstalten mit 38 Verdienst. In die Zwangsarbeits Personen versetzt, wovon jedoch n Ferner sind verpflegt worden im Stadtarmenhause und 1785 P ern, exkl. 11 — 1200 Personen, und wundärztlich behandelt wurden.
Oesterreichische Monarchie. Se. Majestät der K
68 Portionen Holz,
erstützungen befanden wöchentliche. Almosen und 4733 Rthlr. che Beihülfen. Kinder verpflegt: 74 im Findel⸗ 42 in Familien auf dem Lande, in der Besserungs⸗Anstalt. Die werden entweder ihren Ver⸗ oder in Dienst gebracht, Den Bestand am Schlusse des Findelhause, 126 in den “ 25 in der
oder in die Lehre,
7 in den Pflege⸗Anstalten und Die Gründe der Einlieferung in letztere sind: en, Betteln, Schul⸗Versäumnisse, grobe Erzesse,
633 Kinder in den Armenschu⸗ Pf. Verdienst, 557 Mädchen in den f. Verdienst, etwa 130 0 Rthlr. 29 Gr. 5 P
⸗ und Spinn⸗Anstalt wurden 267 ur 11 im Bestande verblieben. 251 alterschwache und kranke atienten in den Krankenhäu⸗ welche in ihren Wohnungen ärztlich
Fr.
12 Gr. 6 P
aiser haben mittelst stratsrath Ferdinand Bergmüller Wien ernannt.
Weien, 13. Juli. Entschließung vom 8ten d. den Magi zum Vice⸗Bürgermeister von
Mailand, 4. Zuli. genden der Lombardei Ausbeute überein; meisten gaben weit weniger Gespinnst, als erwarten ließen. Wenn auch einige Ortschaf und im Königreiche Neapel befriedigende Resultate lie doch das Defizit im Allgemeinen und hesonders in de von Südfrankreich nicht aufgewogen werden, einen sehr hohen Stand erreicht haben. räthe an Seide in London und Lyon sehr daselbst starker Bedarf für verschiedener Handels häu Abschlüsse auf neue Rohseide liche Bestellungen auf Org einem weiteren Aufschlag der Prei
O Wien, 11. Juli. weiterung der inneren Stadt ten des Kärnterthores Anbaues auf das Glacis betrachten, daß die Ausführun Plane erfolgen wird, daß den Seiten von zwei groß
Die Berichte aus den verschiedenen Ge⸗ eringen Seiden⸗ athen, und die sie dem Anscheine nach Piemontesischen ferten, so wird n Departements wo die Preise für Cocons Andererseits sind die Vor⸗ während sich Für Rechnung den bedeutende
stimmen alle in Betreff der sehr viele Cocons sind völlig mi
aufgeräumt, die Fabrication äußert. ser in den Rheingegenden wur gemacht, und da noch außerdem ansehn⸗ zu vollziehen sind, so sieht man se für Seide entgegen.
Das großartige Unternehmen der Er⸗ vermittelst Durchbruches zu beiden Sei⸗ Hinausrückung umfangreichen gesichert zu g gewiß und im Wesentlichen nach dem der Theaterbau den Kern bildet, auf bei⸗
mit Prachtbauten eingefaßten Plätzen,
8 8 8r 8 1““ v11““ 938 8
von welchen in gleichen Richtungen die projektirten neuen Straßen auslaufen werden. Die amtlichen Verhandlungen hierüber sind die ersten Stadien durchlaufen und zur Vorlage an die Hof⸗ stellen gelangt; hier aber beginnen dieselben eine Wendung zu nehmen, die zu der Hoffnung berechtigt, daß die finanzielle Art der Ausführung so geändert werden dürfte, daß sie nicht nur der öffentlichen Meinung zu großer Befriedigung gereichen, sondern auch den Kommunal⸗Verhältnissen der Stadt wesentliche pecuniaire Vor⸗ theile gewähren dürfte. Nach den bisherigen Verhandlungen nämlich sollte die Ausführung des Unternehmens der Gesellschaft unserer 3 ersten Banquierhäuser der Art anheim gegeben werden, daß für die Kosten des Mauerdurchbruches, der Herstellung der Umfassungs⸗Mauer an dem neu entstehenden Stadttheile und des Aufbaues des neuen Theaters in der Mitte desselben jene Gesellschaft aufzukommen hätte, ihr dafür aber der ganze, eine Fläche von 12,000 Quadrat⸗ Klafter umfassende Baugrund als Eigenthum zufallen sollte, mit der Befugniß, denselben entweder vermittelst Actien oder auf sonstige Weise durch Aufführung der im Plane vorgezeichneten Gebäude zu verwerthen. Da jedoch die erwähnten, jener Gesellschaft obliegenden Bauführungen nach dem vorgelegten Plane höchstens auf 1,500,000 Fl. C. M. sich belaufen, die als Aequivalent Ee8 Bau⸗ gründe aber jedenfalls im Werthe von 700 Fl. C. M. pr. Klafter angebracht werden und daher selbst, wenn hierfür nur 600 Fl. veran⸗ schlagt und die nicht zu bebauenden Plätze⸗ und Straßenflächen abgezogen werden, jener Gesellschaft ein jetzt schon auf wenigstens 4 Mill. Fl. C. M. zu berechnender Mehrgewinn verbleiben würde, so haben sich gewich⸗ tige Stimmen dafür erhoben, das ganze Unternehmen nicht durch eine Privat⸗Gesellschaft, sondern durch die Stadtgemeinde zu realisiren, welche mit dem davon entfallenden so bedeutenden Gewinne andere öffentliche gemeinnützige Zwecke fördern und mit einem Theile davon die dringend nothwendig gewordene Erweiterung der städtischen Wohlthä⸗ tigkeits⸗Anstalten ausführen könnte. Aller Gegenbemühungen der Be⸗ theiligten ungeachtet, hat diese Modisizirung des früheren Ausführungs⸗ Planes bei der Hosstelle kräftige Vertreter gefunden, und da es der Stadtgemeinde ein Leichtes sein wird, die nöthigen Geldsummen für ein so lohnendes Unternehmen nöthigenfalls durch Anleihen aufzubringen, so ist kein Zweifel, daß ihr die vortheilhafte Durchführung des Planes überlassen und dadurch am besten der hier und da verbreiteten Mei⸗ nung begegnet werden wird, daß die ganze Angelegenheit mit jener Gesellschaft im voraus abgemacht und die gewaltige Geldmacht auch im vorliegenden Falle auf Kosten des Allgemeinen begünstigt sei.
Die Gewerbe⸗Ausstellung soll bis zu Ende Juli verlängert werden, obwohl selbst unter den Ausstellern viele den Schluß derselben in der auf den 15ten d. M. anberaumten Zeit wünschen. Zum Theil ist dieser Wunsch wohl zu rechtfertigen, weil viele der ausgestellten Gegenstände, be⸗ sonders die feineren farbigen Gewebe, durch die unvermeidlichen Ein⸗ wirkungen des Lichtes und Staubes bisher schon an Ansehen sehr ver⸗ loren haben und dieses theils nur durch mühevolle Appretur, theils aber selbst mit dieser nicht wieder erlangen werden. Andere aber wünschen ihre Sendungen deswegen baldmöglichst zurück, weil sie sich durch das, was bisher über die von der Beurtheilungs⸗Kommission beantragten Zuerkennungen bekannt wurde, nicht befriedigt finden und daher gegen die ganze Veranstaltung mißmuthig gestimmt sind. Es ist gewiß schwer, bei einem derartigen Preisgerichte, selbst wenn es ganz glücklich gewählt ist, alle Ansprüche, worun⸗ ter so viele unbegründete, zu befriedigen; indessen scheint man bei der jetzigen Ausstellung mit den Zuerkennungen, besonders aber mit den goldenen Medaillen, etwas allzu freigebig gewesen zu sein, wodurch denn die Ansprüche sehr gesteigert und die Möglichkeit von Verletzungen bedeutender vermehrt wird, als dies bei dem ent⸗ gegengesetzten Extrem einer zu großen Strenge bei den Zuerkennun⸗ gen der Fall gewesen wäre. Die hierdurch entstandene Mißstimmung, besonders unter den Industriellen der Provinzen, ist auch Ursache, daß die eingeleiteten Subscriptionen zu einem Pokal für den Direktor der Ausstel⸗ lung, Herrn Professor Reutter, dann zu dem zu lithographirenden Bildnisse des Präses der Beurtheilungs⸗Kommission, Herrn Hofrath Baumgartner, nicht den Fortgang haben, der in Berücksichtigung der vielen Arbeiten und Verdrießlichkeiten, welche jenen Herrn erwuchsen, allerdings zu wünschen gewesen wäre. Mehr Anerkennung scheinen die Verdienste der Leiter der Ausstellung bei der Regierung zu finden, welche die der Hofräthe Baumgartner und Krauß durch das Ritterkreuz des Leo⸗ pold⸗Ordens, die des Präses⸗Stellvertreters, Herrn Fabrikanten Spörlin, durch Erhebung in den Adelsstand und des Professor Reutter durch Verleihung des Titels eines Regierungs⸗Raths als von Sr. Majestät zu gewährende Auszeichnung zu belohnen beantragt hat.
Unter den verspätet zur Ausstellung gelangten Gegenständen wird besonders ein sehr kostbarer, durch Composition, meisterhafte technische Ausführung und ungewöhnliche Größe ausgezeichneter, von einem prager Goldschmiede gearbeiteter silberner Kandelaber viel bewundert und besprochen. Dieses Prachtstück — welches die Dürftigkeit der Ausstellung an Gold⸗ und Silber⸗Arbeiten wenigstens zum Theil aus⸗ gleicht — ist auf Bestellung des böhmisch⸗ ständischen Adels ausge⸗ führt und mit den Wappenschildern von 85 Dynasten des Landes geschmückt, als ein Ehrengeschenk für den gewesenen Oberst⸗Burggrafen von Chotek bestimmt, zur Anerkennung für seine jetzt erst in ihrem ganzen Werthe hervortretende gemeinnützige Administration jenes Königreichs.
„ Prag, 11. Juli. Von mehreren Gränz⸗Behörden Böhmens ist bei der Regierung darauf angetragen worden, den Einfuhrzoll auf Roggen und Weizen herabzusetzen, wodurch nicht nur ein geringerer Preis der unentbehrlichsten Lebensbedürfnisse zum Vortheil der armen Bevölkerung und der Gewerbe erzielt, sondern auch in Anbetracht der sodann sicher zu hoffenden Verminderung der Getraideschwärzun⸗ gen auch das Zollgefälle gewinnen würde. — Wie wenig unser Ge⸗ werbe⸗Verein, ungeachtet seiner kürzlich erfolgten Reorganisirung, die frühere, durch ungeschickte Leitung aber verlorene Theilnahme zu er⸗ langen im Stande, beweist die niederschlagende Thatsache, daß, ob⸗ wohl derselbe mehrere 100 Mitglieder und darunter die bei weitem größere Anzahl hier in der Stadt besitzt, dennoch, wie im vorigen, so auch in diesem Monate die vier wöchentlichen Ver⸗ sammlungen nicht abgehalten werden konnten, weil die hierzu nothwendige statutenmäßige Anzahl von 31 Mitgliedern nicht zusam⸗ menzubringen war. Unbegreiflich ist diese Gleichgültigkeit der Mit⸗ glieder zwar nicht, wenn man den Mangel an praktischen Erfolgen und die ganze Art der Wirksamkeit des Instituts berücksichtigt, die zu dem, was z. B. die ähnlichen Gesellschaften in Wien und Grätz, besonders aber im nördlichen Deutschland, leisten, allerdings einen traurigen Gegensatz bilden. Da indessen die Regierung auch dem hiesigen Institute die freieste Bewegung gestattet und demselben bei einer unbefangenen, auf das Praktische gerichteten Leitung die Mög⸗ lichkeit gewährt ist, viel Gutes zu wirken, so ist die Theilnahmlosig⸗ keit der Mitglieder durchaus nicht zu rechtfertigen, indem bei einem ernst⸗ lichen Zusammenwirken und gehöriger Unterstützung derjenigen Weni⸗ gen, die sich der guten Sache mit Liebe und Eifer 8 die eingeschlichenen Uebelstände leicht zu beseitigen und manche günstige Erfolge zu erzielen wären.
&½ Franzensbad, 9. Juli. Durch die seit 14 Tagen an⸗ haltende warme Witterung beginnt unser Badeort, der seit dem vo⸗
rigen Jahre durch die Bemühungen des egerer Magistrats mit cher Verschönerung und Bequemlichkeit bereichert wurde, sich zu fut chbarten Quellen von Karlsbad und Man
und auch an den bena requenz über alle Erwartun
bad gestaltet sich die F allenthalben sich vermehrenden Kaltwasser⸗ Mode⸗Geschmack für Seebäder gefährlichere Konkurrenz bilden, Komfort und freie Bewegung,
zutage jedem Gebildeten so nöth Wünschen Raum geben, die
g gut, obwohl Heil⸗Anstalten, dann eine den böhmischen Heilquellen mn weil letztere in Beziehung besonders aber rücksichtlich der) igen Zeitungs⸗Lektüre noch man auch schwerlich so bald Erfüllung se — Der Besuch der nordwestlichen Bäder Böhmens ist neuerer Zeit von größerer Wichtigkeit als je, weil die dadurch in gelangenden beträchtlichen Geldsummen ausgiebigste Linderungsmittel für die in dem benachbarten Erzg noch immer herrschende große Noth bilden, auch mehr oder minder direkt, mit von dem leben, Saison nach den Quellen von Marienbad, Wie wichtig diese Aushülfe einen Vergleich ihrer Situation mit jener des Landes unter Jammer und Noth seufzenden Bewohner des d tigen Riesengebirges, die bisher vergeblich auf eine solche Erlc g hoffen, wie sie den Bewohnern des schlesischen Antheils die Dazwischenkunft der Seehandlungs⸗Sozietät und andere anstaltungen zu Theil geworden. unsere Behörden damit beschäs Abhülfe zu verschaffen verlangt worden. zirkulirende Auffo welche sich dahin ausspricht, daß die von der bernial⸗Kommission, mit der Aufgabe, im Riesengebirge, regeln zur Behebung desselben, so gründung eines and selben, zu berathen, im Riesengebirge al den dermaligen Nothst Da die Volksbildung nur dur Schulwesens, insbesondere dur auf die gewünschte Stufe gebracht werden schluß gefaßt, Se. Majestät zu bit 1 schulen überhaupt und insbesondere durch eie r Lehrer zu befördern. Erscheinung, welche auf den Nothstand der gen Einfluß geäußert, habe je und Verkrüppelun wohner erkannt und daher die Ansicht ausge diesem Uebel mit Ersolg entgegenzuwir digkeit, Selbstbewu Volksfeste, öffentli Liebe zur Mu mission habe aber auch erkannt, da wachsenen nicht wohl eing die späteren Generationen vorbehalten in dieser Richtung blos auf die nehmen sei, daher jene Kommi Se. Majestät um den Aller Elementarschulen Gymnastik, Gesetz hierüber in böhmische Landes⸗ Kommission weiter „ihre Ansichten in dieser Motiven zu begleiten.
So eben einlangenden Nachrichten Besuch Sr. Majestät de
Umgegend zur Circulation
dessen Bewohner,; was eine glieh Karlsbad und Franze für das Erzgebirge,
besten durch
Uebrigens sind gegenwärtig tigt, den Riesengebirgs⸗Bewah „ und es sind hierüber manche Gutachta Besonders bemerkenswerth ist diesfalls eine st rderung der böhmischen K. Landes⸗Regh Hofstelle ernannte über die Ursachen des
wie auch zur bessern auernd besseren Zustandes der Bewohner
den verwahrlosten Zustand der Volksbil derjenigen Ursachen and derselben herbeigeführt zü ch eine zweckmäßige Einrichtun sserung der Volkssct so habe jene ten: einen bif
ch die Verbe
mission den Be and der Volks
höhte Dotirung de Als eine beklagenen
Riesengebirgs⸗ Bexne einen mächti ne Kommission abn Entkräftung
ken, es nothwendig sei, gn ßtsein und Selbstachtung im Volke zu ernec che Spiele, Turnen u. s. w. einzuführen und Die erwähnte ge ß in dieser Beziehung auf deeß der Einfluß blos bleiben müsse und deß Jugend auf dem Lande Einflij sston den ferneren Beschluß gefaßt höchsten Befehl zu bitten, daß in wie im Auslande, betrieben und den Schulkodex aufgenommen werde. Da nm Regierung beschlossen hat, über diese Anträge zu verhandeln, so wurden die Kreis⸗Aemter’ Sache auszusprechen und mit
sik und zum Gesange anzuregen.
ewirkt werden könne,
Kurorte ein kurzer
zugedacht. Aussland und pPolen.
St. Petersburg, 11. Juli. E eingereichter Entwurf zu einer in Mos Kuratel hat die Kai vorzugsweise für dem Schutz Anstalt ist, w nach Umständen und Hülfe zu gewähren, bringt und nicht aus Kuratel wird sich bem dere Mittel zur Verbe wenden, nämlich ihnen Arbeit oder Stellen verschaffen Kranke mit Medikamenten ver die zur Suͤbsistenz, zur Kleidun u. s. w. erforderlichen M Grundregel wird die Kura unumgänglich nöthig ersch bestimmten Termin ertheilen, für die Verbesserung ihrer Lage nicht ein sorgloses, gefährliches Ve Zur Leitung der Wirksamkeit der Kuratel einer Dame, die von Ihrer Majestät der Kai Der General⸗Militair⸗ schützer dieser gemeinnützigen Anstalt, in welches weibliche Ehren⸗M liche Mitglieder des Conseils in den besonderen Stadttheile werden sidentin des Conseils besonders Dam chen Wohlthätigkeits⸗Sinn und dur erscheinen und deren Best seils, von Seiten Ih
Der Ceremonienmei Gregor Wolkonsky, Amt und von den F entbunden, aber in se träge beim Ministeriu in den übrigen von i
Der Kollegien⸗ Konsul in Brasilien Nizza ernannt.
Die Aussichten a nicht sehr günstig gest schnitt nur mittelm haltende Dürre ist während des Tropfen Regen g die meiste Feuchtigkeit, obg vorkam. Durch die Dürre hat d zahl sich entwickel im vorigen Herbst die Blüthenkn mit den Bäumen ohne Laub un
önigs von Bm
in vom Minister des I kau zu errichtenden Am serliche Bestätigung erhalten. Diese Ku— Arme weiblichen Geschlechts bestimn Der Zwu
Ihrer Majestät der Kaiserin stehen. schämten Ame
Hülfsbedürftigen, besonders ver nach Maßgabe der Möglichkeit, eine sah die ihnen wesentlichen und bleibenden N Leichtsinn gemißbraucht werden kann. ühen, statt der Geld ⸗Unterstützungen sserung der Lage von Nothleidenden zu afte Beschäftigung und Materil „ihre Kinder erziehen und unterrit Bejahrte versorgen, nöthige g, oder zum Betriebe von Handme aterialien verabreichen. In Folge tel jedesmal, wean eine Geld⸗Unterstl dieselbe mehr als Darlehen auf en das Bestreben, zu sorgen, anzuregen und beit fsfremde Hülfe zu befüͤ wird ein Conseil unter L ernannt worden, ern au, als unmittelbark ist Ehren⸗Präsident des Cot kitglieder aufgenommen werden. 1 haben das Patronat über die Nach der Zall Zu diesen Stellen hat die) en zu wählen, die durch chü Menschenkenntniß dazu best auf Vorstellung des!
um bei den Arm
rtrauen au
Gouverneur von Mosk
Stadttheilen von Moskau. deren 17 sein.
ätigung alsd jestät der Kais ster des Kaiserlichen Ho ist am 21. Juni auf sei unctionen eines Mitglieds einer Stellung als Beamter für besondere m des Innern, als Kaiserlicher Kammerhern hm bekleideten Aemtern belassen worden.
sischen Genn sischen Konsil
uf die nächste Aerndte haben sich in Kul Das Winter⸗Getraide steht im Dur äßig, und die Sommer⸗Saaten werden durch! zurückgehalten; denn an mehreren Orten⸗ Kurlas ganzen Maimonats hindurch und bis jetzt nicht asenpothschen gab die Atmosph m Oberlande sogar ein I ⸗ 1 in so „Chznpeenschefe Nn san sc egeln, damit ihr nicht so viel auszustehen habet im Winter von Kälte ospen sich als sehr dürftig zeigh Frucht ein halb winterliches
fes, Staatsrath n Gesuch von die des Ordens⸗Kah
Rath Graf Zabiello ist zum rus und der Hofrath Griw zum rus
t, daß die meiste
n gewähren; ganze Kohlfelder werden in kurzer Zeit eine Beute Jisckten. 1 den Gouvernements Kauen und Wilna lauten die richten besser.
Aan⸗4. Jut wurde z Riga, vom schönsten Wetter begünstigt, unter dem Namen „Krautabend“ bekannte Volksfest gefeiert. venöhnlich war ein Theil des Düna⸗Ufers durch einen reich be⸗ en Markt von Blumen, Kräutern und aus verschiedenen Pflan⸗ offen geflochtenen artigen kleinen Gegenständen geschmückt. Quer der Brücke lagen mehrere große Dreimaster, die zur Aufnahme Zuschauern, unter denen sich der General⸗Gouverneur befand,
geiichtet waren. Auf einem dieser Schiffe befand sich ein Mean,
ke⸗Corps. Alle umliegenden Schiffe hatten sich reich mit Flaggen 1 und das Düna⸗Ufer, die Brücke, so wie die na he lg2gen henpunkte, waren mit einer dichten Menge Lustwandelnder, Schauen⸗
und Kaufender bedeckt. Einen neuen Reiz erhielt das Fest durch
Fahrt der Dilettanten⸗Horngesellschaft, die auf einem geschmück⸗ großen Boote, nachdem sie dem General⸗Gouverneur beim Schlosse Musik gebracht hatte, von einer Menge kleiner Böte begleitet,
rs unter Musik nebst Trompeten⸗ und Paukenklang bis zur Brücke
16
und dann sich wieder stromabwärts h
b 1121¹ Frankrei ch.
Paris, 12. Juli. Wie verlautet, soll nun ein Geschäftsträger einem förmlichen Kreditiv nach Marokko gesandt werden und zu huinez restdiren. Bis jetzt waren die europäischen Staaten be⸗ tlich nur durch General⸗Konsuln oder Konsuln in jenem Reiche tisentirt, die zu Tanger, welches drei Tagereisen von der Haupt⸗ entfernt ist, ihren Sitz hatten. Dies gab oft Anlaß zu Unge⸗ gheiten, weil die Konsuln nicht direkt mit dem Staats⸗Oberhaupt Berkehr treten konnten, sondern sich der Vermittelung der Paschas enen mußten. w
Es sind Journale und Briefe aus Algier vom 5. Juli einge⸗ en. Der daselbst erscheinende Akhbar berichtet in folgender e über die bereits erwähnte furchtbare Episode des letzten Auf⸗ bes der Kabylen in der hara: „Es hat sich eines jener gnisee zugetragen, welche diejenigen, die Zeugen davon n, aufs innigste betrüben muß, selbst dann, wenn sie deren ckliche Nothwendigkeit begriffen und also das Recht dazu haben, klären, daß nichts von allem dem, was einer Katastrophe hätte
neugen können, vernachlässigt wurde. Oberst Pelissier war mit
Verfolgung der Uled⸗Riah beschäftigt, eines Stammes, welcher noch niemals unterworfen, da sich in den Distrikten, welche hewohnt, ungeheure Höhlen befinden, wo ihn mit Waf⸗ twalt anzugreifen der höchste Grad von Thorheit wäre. Die „Riah, welche sich allzu sehr gedrängt sahen, flüchteten sich an gewöhnlichen Versteckorte. Es war dies am 18. Juni Mor⸗ 8. Nachdem man die Höhlen umzingelt hatte, machte man einige bünel, zündete sie an und warf sie vor den Eingang zu den len. Nach dieser Demonstration, die geschah, um jenen Leuten eigen, daß man sie sämmtlich in ihren Höhlen ersticken könne, der Oberst Briefe hineinwerfen, worin er ihnen Leben und Frei⸗ zu lassen versprach, wenn sie ihre Waffen und Pferde auszu⸗ n einwilligten. Sie weigerten sich anfangs, dann antworteten daß sie Alles, was man von ihnen fordere, thun wollten, sich das französische Heer zuvor entferne. Man wollte jedoch diese unzulässige Bedingung nicht eingehen und fing wieder zündete Reisbündel hineinzuwerfen an; alsbald erhob sich ein er Tumult in den Höhlen; später vernahm man, daß Berathungen
logen wurden, was nun zu thun sei, und daß die Einen auf Un⸗
erfung drangen, während sich die Anderen diesem Vorschlage äckig widersetzten. Die Meinung dieser Letzteren drang durch; e Anhänger der entgegengesetzten Ansicht kamen indeß nach und zum Vorschein, um dem Loose zu entgehen, welches den zu un⸗
lamem Widerstande Entschlossenen in den Höhlen drohte. Oberst
sier wollte kein Mittel unversucht lassen, um die Fanatiker in den en noch schonen zu können; er schickte Araber an sie ab, sie wiederholt zu ermahnen, daß sie sich unterwerfen ten; allein die Uled⸗Riah weigerten sich entschieden, es zu Einige Weiber, welche den wilden Fanatismus dieser Un⸗ zichen nicht theilten, versuchten, zu entfliehen; aber ihre Anver⸗ hten und Männer selbst feuerten ihre Flinten nach ihnen ab, um u verhindern, sich dem Märtyrertod zu entziehen, dem sich zu n sie beschlossen hatten. Oberst Pelissier ließ noch ein letztes⸗ mit dem Hineinwerfen von Reisbündeln einhalten und schickte französischen Parlamentair nach dem Innern der Höhlen ab; jedoch wurde mit zahlreichen Gewehrschüssen empfangen und e sich zurückziehen, ohne seine Sendung erfüllt zu haben. Diese biedenen Phasen der Katastrophe hatten bis in die Nacht vom Juni gewährt. Da war die Geduld erschöpft; man konnte mehr hoffen, in anderer Weise einen fanatischen Stamm nterwerfen, dessen kühner Trotz eine stete Aufforderung mpörung für die anderen Stämme war, und von dem r die Insurrectionen der Dahara ausgingen und genährt wur⸗ es wurde nun der Feuergluth an dem Eingange zu den Höhlen Krast gegeben. Lange Zeit über drang das Schmerzgeschrei glücklichen, welche der Rauch zu ersticken begann, in unser Ohr; hörte man nichts mehr, als das Knistern der grünen Reiser, am Eingange loderten. Diese Todtenstille sagte genug. Man in die Höhlen ein; fünfhundert Leichen lagen da und dort; nigst wurden die verschiedenen Gänge der Höhle durchsucht, se zu retten, welche etwa noch athmeten; nur etwa 150 fand noch am Leben; sie wurden eiligst aus der Höhle ge⸗ t, doch verschied ein Theil von ihnen im Feld⸗Lazareth. Man wie wir, auf dem Schauplatz des Ereignisses gewesen sein, um bemühungen, die gemacht wurden, um der Katastrophe vorzubeugen, zu erkennen und die Nothwendigkeit zu begreifen, in der man im Interesse der allgemeinen Ruhe befand, jenen Stamm um preis zu unterwerfen. Kaum hatte sich die Kunde von diesem nliichen Ausgange des Kampfes verbreitet, so unterwarf sich die Dahara, und es wurden Waffen in großer Menge eingeliefert.“ Cppositions⸗Journale äußern sich sehr entrüstet über das Verfahren Dberst Pelisster. Die Presse dagegen sagt: „Es muß ange⸗ en werden, daß die Unterwerfung dieses Stammes unerläßlich und durch kein anderes Mittel mehr bewerkstelligt werden konnte. wie wichtig auch das dadurch erlangte Resultat war, kann allerdings nicht umhin, eine so furchtbare Maßnahme zu be⸗
Der General⸗Gouverneur Bugeaud verließ am 4ten Algier, um Inspections⸗Reise nach dem Wed⸗Ger und dem Chiffa zu machen. sener seine Reise antrat, ließ er in 3000 Exemplaren eine in scher Sprache abgefaßte Proclamation unter die ganze arabische labylische Bevölkerung verbreiten. Er fordert sie auf, dem brechen der Unterwerfung treu zu bleiben und sich thätig dem au und Handel zu widmen. In letzterer Beziehung giebt er folgende Rathschläge:
„Gründet Flecken und Dörfer, bauet gute steinerne Häuser, decket sie
igen, im Sommer von der Hitze; leget schöne Gärten an, pflanzet senüme aler Gattungen, widmet 'ganz besondere Sorgfali den ge⸗ e Feehe und den Maulbeerbäumen zur Seidenzucht. Für Oel
* 8
und Seide sindet ihr leicht Käufer; vom Erlös mögt ihr euch dann anschaf⸗ fen, was zu Kleidung und ohnung erforderssch h Nh.ban gelas⸗ euch große Vorräthe von Stroh und Heu anzulegen, damit es euch in der schlimmen Jahreszeit nicht an Fütterung fehle für euer Schlachtvieh. Bauet Schoppen und Scheunen, um eure Hrerden darin gegen die Ungunst der Witterung zu schützen. Verschneidet die jungen Rinder und Hammel bis auf die, welche ihr, als die schönsten, zur Wigedererzeugung braucht. Ver⸗ schnittene Rinder und Hammel bringen euch mehr Nutzen; sie verkaufen sich leichter auf dem Markt, weil ihr Fleisch vorzüglicher ist. Verschafft euch bessere Pflüge, damit ihr das Feld mit größerem Erfolg bebauen könnet. Lockert euren Boden, den ihr im Jahre besäen wollt, ein⸗ oder zweimal vorher auf, zuerst im Februar oder März, und dann wieder im Mai. Auf diese Art kommt das Unkraut, das euren Aerndten so großen Scha⸗ den thut, nicht auf. Habt ihr eure Felder so zugerichtet, so könnt ihr ihnen bei den ersten Oktoberregen die Saat anvertrauen; ihr habt dann nicht die Trockenheit im Mai so sehr zu fürchten; euer Getraide wird Mitte April in die Aehren schießen; eure Erträgnisse werden weniger von den Heu⸗ schrecken zu befürchten haben; da diese Landplage gewöhnlich erst im Mai kommt, so wird sie eure Gerste reif finden und euren Weizen nicht mehr fern von der Zeitigung. Ich kann euch nicht genug anempfehlen, eure Wälder mehr zu schonen, als ihr bisher gethan habk; es wird eine Zeit kommen, ich sage es euch voraus, wo ihr in den Holzungen großen Reich⸗ thum finden werdet. Man wird um euch her volkreiche Städte anlegen; dort könnt ihr dann euer Brenn⸗ und Bauholz zu guten Preisen verkaufen.“ Am 29. Juni fand nahe bei Orleansville auf dem arabischen Marktplatz eine doppelte Hinrichtung statt. Der vormalige Kaid des Stammes der Heumis, Mohamed Ben Fregul, und sein vornehmster Mitschuldiger, Jabia Ben Aissa, wurden erschossen. Sie waren am 5. April nebst 8 anderen Arabern durch ein Kriegsgericht zum Tode verurtheilt worden. Der König hat die Strafe der fünf Minder⸗ schuldigen in 10 bis 20 Jahre Zwangs⸗Arbeit umgewandelt. Die zwei Genannten aber hatten sich so viele Verbrechen zu Schulden gebracht, daß die Königliche Gnade sie nicht erreichen konnte. Ueber⸗ dies glaubte man ein abschreckendes Beispiel statuiren zu müssen, da der Räubereien in dieser Gegend zu viel wurden. Die Hinrichtung wurde auf einem der Schauplätze der begangenen Verbrechen in Ge⸗ genwart vieler Araber vollzogen. Man besorgte, daß ein Befreiungs⸗ Versuch stattfinden würde, aber die von dem Obersten Saint⸗Arnaud getroffenen Maßregeln vereitelten den geschmiedeten Plan. 8
21 Paris, 12. Juli. In der heutigen Sitzung der Pairs⸗ Kammer bestimmte der Präsident durchs Loos die Mitglieder der Kommisston, welche die Titel der neuernannten Pairs zu prüfen hat. Nun wurde der Tagesordnung gemäß zu den einzelnen Artikeln des Gesetzes wegen der Eisenbahn von Paris nach Lyon geschritten.
Herr Legrand als Commissair des Königs hebt die Irrthümer her⸗ vor, in welche gestern Graf Daru in Betreff der Linie, welche er für diese Eisenbahn gewaͤhlt wissen will, verfallen sei. Nach dem Sypstem desselben würde die Bahn nur durch öde Gegenden führen, in solche ausmünden, nur 2500 Passagiere transportiren, während sie nach der im vorliegenden Gesetz⸗Entwurfe eingeschlagenen Nichtung 60,000 Reisende zu transportiren haben wird. Ferner würde das System des Grafen eine Mehrausgabe von sünf Millionen veranlassen, weil die zu durchlaufende Strecke um 18,600 Métres länger sei. Graf Daru behauptet dagegen, er habe alle von ihm der Kammer vorgetragenen Aufschlüsse, alle angeführten Thatsachen aus offiziellen Aktenstücken geschöpft, die in den Händen der Kommission seien. Baron Bussieres brantragt die Unterdrückung der Zweigbahn von Grenoble und behauptet, eine ernstliche, solide und umsichtige Gesellschaft werde kein Angebot machen mögen, ohne zu wissen, wozu sie sich verpflichte, sie werde nur auf den Grund eigener Nachsorschungen und Untersuchungen vorschreiten wolle«. Dadurch würde die Ertheilung der Konzession der Bahn nothwendigerweise wieder weiter hinausgeschoben. Herr von Bussieres glaubt endlich, der Gesetz⸗ Entwurf sollte vertagt werden, und erklärt in dieser Beziehung, ein Argu⸗ ment nicht ertragen zu können, das man freilich auf der Tribüne nicht vorbringe. Die Pairs dürften den Geschäften keinen Aufenthalt, keine Hemmnisse in den Weg legen; da die andere Kammer den Gesetz⸗ Entwurf votirt habe, so würden, wenn die Pairs⸗Kammer jetzt denselben vertagte, ernstliche Schwierigkeiten daraus erwachsen. Die Charte habe den beiden Staatsgewalten völlig gleiche Rechte zugewiesen, und von dem Augenblicke an, wo die eine ihren Einfluß überwiegend machen könnte über den der anderen, wäre es um die Institutionen des Landes ge⸗ schehen. Herr Beranger, Berichterstatter, vertheidigt den Gesez⸗Entwurf mit der Zweigbahn von Grenoble. Er bemüht sich, die Wichtigkeit der Stadt Grenoble zu zeigen in ihrer Eigenschaft als fester Platz, als welcher sie von kapitaler Bedeutung für Frankreich sei, ihren Handel und Verkehr, ihre Thäti des Departements der Isere, dessen
ft daher energisch das von dem vori⸗ ent und befindet sich noch auf der ribüne in dem Augenblick, wo ich die Kammer verlasse. 11.“ b Großbritanien und Irland.
Oberhaus. Sitzung vom 11. Juli. Die Regierung hat den Entschluß gefaßt, das vielfach angefeindete Spezial⸗Departement des Handels⸗Amtes, welches mit der ersten Berathung und vorläufi⸗ gen Entscheidung über die beantragten Eisenbahn⸗Bills beauftragt ge⸗ wesen ist, das sogenannte Railway⸗Departement, eingehen zu lassen, und der Graf von Dalhousie, Präsident des Handels⸗Amtes, machte heute dem Hause die desfallsige Eröffnung. Obschon derselbe sich bemühte, nachzuweisen, daß das Eisenbahn⸗Departement keinesweges, wie von manchen Seiten behauptet worden, eine ganz nutzlose Ein⸗ richtung gewesen, — was schon daraus hervorgehe, daß von 247 Ei⸗ senbahn⸗Entwürfen, zusammen auf eine Wegesstrecke von 8000 Miles, welche dem Departement vorgelegt worden seien, 151 gebilligt und bis auf 6 vom Unterhause bestätigt wären, — so wollte er doch nicht die durch diese Behörde dem Publikum entstehende Unbequemlichkeit wegen Verzögerung der Geschäfte in Abrede stellen. Es sei die Ab⸗ sicht der Regierung, sagte der Lord, für die Zukunft in Bezug auf Eisenbahn⸗Angelegenheiten von dem Handels⸗Amte nur ein Ober⸗ Aufsichtsrecht ausüben zu lassen und demselben gewissermaßen die An⸗ waltschaft für das Publikum zu reserviren. Nachdem Lord Brougham, einer der Hauptgegner des eingezogenen Departements, sich in ver⸗ schiedenen Witzeleien über dasselbe ausgelassen hatte, so z. B. durch eine Todtenschau untersucht sehen wollte, ob es eines natürlichen Todes gestorben sei, wurde die Anzeige Lord Dalhousie's zu Protokoll Fbananen⸗ worauf das Haus nach Erledigung einiger anderer Ge⸗
chäfte sich vertagte.
Uunterhaus. Sitzung vom 11. Juli. Die Verhandlungen
waren von keiner besonderen Bedeutung. Man beschäftigte sich fast ausschließlich mit der emendirten schottischen Armenbill, welche die radikale Partei im Hause, die Herren Hume, Ewart, Stewart als verwerflich und unpopulair in Schottland darzustellen suchten, wogegen Sir James Graham das Gegentheil geltend machte und eine Aenderung der dort bestehenden Armengesetze als nothwen⸗ dig und mit den Wünschen des schottischen Volkes übereinstimmend nachwies. Bei den früheren Stadien der Bill war dies auch vom Hause bereits anerkannt worden, und ein Antrag des Obersten Rawdon, die heute anstehenden Comité⸗Berathungen auf drei Monate auszusetzen, d. h. die Bill zu verwerfen, wurde demgemäß mit 90 gegen 38 Stimmen abgelehnt. Zu Anfang der heutigen Verhandlungen versuchte die radikale Partei durch Herrn Duncombe die Bill Lord Ashley's in Betreff der Irrenhäuser zu vereiteln; das betreffende Amendement wurde indeß mit 66 gegen 1 Stimme verworfen. — Lord Palmerston kündigte zum 18ten eine Motion in Betreff der von der Regierung beschlossenen Nichtzulassung des spanischen Kolonial⸗Zuckers an. 8 111“
g Mzrtun mn ama ondon, 12. Juli. m und die
Schlacht bei Tra Wittwe eines Al Hospital von Gre bewahrt werden,
Uniform über der linken eindrang, die dem Uniform und We Prinz Albrecht wurde ee, aufgefordert und zeichnete
in diesen Tagen die held Nelson in der seitherigen Besitzerin, der angekauft, liquien Nelson's auf⸗ Man sieht in der ch welches die Kugel eitiges Ende machte; n Stellen mit Blut befleckt. für den Ankauf dieser en Gesammtbetrag von
Prinz Alb welche der große See
für 1.50 Pfd. o bereits mehrere Re⸗ enk damit zu machen. Schulter das L Leben des Admirals sind an mehrerer zu einer Sub
enwich, w
er Vorwurf, welchen die Mini che Universttäten⸗Bill ay in der Unterhaus⸗Sitz artei⸗Rede von glänzende quenz gründete,
gen ihrer Opposition ge⸗ ugezogen haben und den Wung am 10ten wie samkeit auf Regierung in Irland wird vom „Das Beispiel der
äten⸗Bill durch⸗ llegien sollen vor allen
gen die schottis Herr Macaul durch eine P bare Inkonse etwas gewähre, Standard irländischen von den Wortführern der aus falsch angewandt; erst gegründet stößt dabei auf keine von e unantastbare Kollegien zu Gunsten dessen Majorität durch eine Art von T heil desselben wieder durch ein Endlich gewähr den Anstoß, altung der Professoren in „eine Sicherheit, welche die en von den verantwortlichen nern von allen Arten des n müssen und
gewöhnlich . die schein⸗ mit welcher die was sie in Schottland ve eise widerlegt: Provinzial
schottischen Universit
in folgende
denn die Alters her verliehenen Rechte, obann sollen die irländischen em Volke gegründet werden, steid gänzlich zurückgeschreckt anderen Testeid zu en die irländischen welchen die religiösen Leh⸗ Religions⸗Angelegenheit Vorkehrung gewährt, daß Ministern der Krone, di christlichen Glaubens bestehenden löst Mitglieder einer christlichen „ Die schottische Universitäten⸗
Interessen. Aller unter ein
und ein T eile erlangen würde.
gien eine Sicherheit gegen je ren und die H geben könnten alle Professor dem aus Män Parlamente Rede stehe rung sind, ernannt werden sollen. wie schon erwähnt, errschenden des L
durch die Trennung der freien andes mit hervorgerufen ist, und jedem Professor bei seinem Amts-⸗ ch abschaffen will, erregt dadurch kirchlich gesinnten Männer vor
r und erscheint denselben als chottischen Kirche selbst. Dar⸗ „Man bedenke, daß sich durch die d die große Masse des Volks von daß die Lehrer an den dortigen Hoch⸗ hümlichen, durch die f annt werden, daß i Lehrstühle
aber, die,
Kirche von der h die das alte Statut über den von Antritt zu leistenden Testeid gänzli die Besorgniß der Regierung und zu großem Andran zeug zur Untergrabung der um sagte der Minister des Innern:
gegenwärtige Kontroverse in Schottlan der Landeskirche getrennt, — schulen nicht von der Krone, öffentliche Meinung geleiteten Edinburg der Stadtrat und wo, frage ich, Leidenschaften, deren Trennung v zu wollen das britische P pflichtet hat? Ich fühle,
vermeidlich geworden es ist soz und
ge irreligiöser Lehre
sondern von volkst Körperschaften ern
besetzt; —
bei so erbitterten ische Kirche, auf mals hinarbeiten - kte feierlich ver⸗
ist in Schottland un⸗
ich beklage es, aber
wenn die freie Kirche eine Hochschule
so würde es der Sturz der übrigen
h eine große Anzahl der wäre unter solchen Umständen, steide Sicherheit für die schott akademischen Anstalten nie arlament sich durch eine A eine Sektirerbewegung (Beifall der Opposition); ich bin überzeugt, für sich ohne Testeide stiftete, Universitäten sein.“
Der Globe schreibt: und Modeglas, ist, hat seit der bedeutenden zugenommen, und Artikel jeder Art und gen werden in ansehnlichen Massen ins L te eine Partie solcher Glaswaaren ve Humpen, Trinkgläsern und Vasen bestand, ner Art eingefaßt und beschlagen waren, w Der Einführer wollte pro Pfund entrichten; Artikel wegen ihrer ten seien und demna Sache kam an die Beamten bestätigte.“
In der hiesigen jüdischen Ober⸗Rabbiner der v Großbritanien, Dr. Marcus Adler, sein Amt eingesetz ugt voll, und die die Rothschilds, Montefio
hielt nach abgehaltenem Gottesd
r von deutschem, farbigem en böhmisches Glas bekannt g der Glaszölle ungeheuer llen möglichen Verzie⸗ and gebracht. rzollt werden, welche aus die mit Metall verschiede⸗ as ihren Werth bedeutend dafür den einfachen Zoll von 8 Pce. die Zollbeamten aber behaupteten, s Fabrikwaaren zu betrach⸗ on 20 pCt. unterlägen. Die welche den Ausspruch der
„Die Einfuh welches unter dem Nam Herab setzun
Metallverzierungen al ch dem Werthzolle v oberste Zollbehörde,
goge wurde gestern der neu ge⸗ gten Congregation der Juden in bisher Ober⸗Rabbiner in Hanno⸗ Das festlich geschmückte Ge⸗ angesehensten jüdischen Familien hatten sich eingefunden. ienste eine Rede in he⸗
ver, feierlich in bäude war gedrär
Herr Adler bräischer Sp
Am Hten ist in Plymouth griffene dänische Fregatte „
die auf einer Reise um die Welt be⸗ Capitain Steen Bille, einge⸗ und hat außer ändler an Bord,
kabschließe
Galathea“, zunächst nach Ostindien und China e es heißt, einen Unterh
mehreren Gelehrten schen China und Dänemar
der einen Handels⸗Vertrag zwi
Schweden und Uorwegen.
Stockholm, 8. Juli. Der Köni prinzen und dem Prinzen Gust großen Manöver beizuwohnen,
Majestät hat den päpstlichen Archivar, zum ausländischen Ritter des Wasa⸗Ordens g des Beistandes, welchen derselbe der norw heilung einiger geschich ve geleistet. gische Könige resse für die
hat mit dem Kron⸗ adt verlassen, um einem welches bei Mariefred ausgeführt wer⸗
Grafen Marino ernannt, in An⸗ egischen Univer⸗ tlichen Dokumente aus dem Es bestehen diese aus päpstlichen Re⸗ vom 14ten Jahrhundert und sind als norwegische Geschichte der Urkunden⸗ erleibt worden.
Nilson wegen seines Uebertritts chste Gericht das Urtheil s⸗Verweisung lautet. fschiffe, worunter 7 eiserne, das größte von 120, das kleinste „ wovon 2 zwischen Abo und Stock⸗
skandinavische Fest⸗ Sie waren auf
av die Haupt
Päpstlichen Archi⸗ skripten an norwe von vielem Inte Sammlung der Universität einv
In der Sache wider den Maler zur katholischen Religion h des Hofgerichts bestätigt, w
Schweden besitzt gegen von zusammen 1936 Finnland hat deren 8 holm fahren.
Am 4ten sind die jungen Leute, reise gemacht, wieder in der H dem Ritterholm abgestiegen, und dann unter Absingung n. stav⸗Adolphs⸗Markte still und stimmte das Volkslied an. Jeder ging nach Hause.
4. und 5. Juli stieg die seit mehreren Jahren nicht erlebten ten bei reiner Luft.
Bergen, 3. Juli. befehligt von Baron von Dirckinck⸗
at nun das Hö elches auf Lande wärtig 43 Damp Pferdekraft,
welche die auptstadt eingetroffe wo sie sich in Reihen aufgestellt hatten nehrerer Studentenlieder nach dem Gu⸗ Dort hielt der Zug bei der Statue Hierauf trennte man sich, und
Wärme hier um Mittag zu einer Höhe, nämlich auf 30 ° im Schat⸗
igl. preußische Korvette „Amazone“,
olmfeldt, welche Sonnta