dieser Reise sollte zu Azcoytia genommen werden, wo Gemächer für 12ö. - sind im Palaste des Herzogs von Granada
de Ega, Granden von Spanien, ehemaligen Capitains der Garde du Corps und zuletzt Kriegs⸗Minister des Don Carlos. In dem näm⸗
ichen Palaste war vor ungefähr 7 oder 8 Jahren die Vermählungs⸗ Ceremoͤnie des Don Carlos mit der Prinzessin von Beira, seiner jetzigen Gemahlin, vor sich gegangen. Ihre Majestäten und Ihre Königl. Hoheit die Infaͤntin wollten am 2. September noch einige Stunden zu Azcoytia verweilen, um das prächtige Gebäude zu be⸗ sichtigen, wesches die Kirche und das Haus der Jesuiten in sich schließt.
Sie wollten auch das Haus besuchen, in welchem der Stifter des Je⸗ suiten⸗Ordehs, Ignacius von Loyola, geboren wurde, dann nach Tolosa abreisen, wo diesmal das Nachtlager gehalten wird. Am 3ten Morgens
sollte die Reise dann nach Pampelona fortgesetzt werden, wo die Königliche Familie gegen Mitkag ihren Einzug zu halten gedachte. Man berei⸗
et zu viele Festlichkeiten vor zur Feier des Aufenthaltes
er Königlichen Familie von Spanien und der französischen Prinzen daselbst. Außer den großen Stiergefechten, welche unter der Leitung ddees berühmten Montes vor sich gehen werden, wird auch eines von kkeinen Stieren für die Liebhaber dieser nationalen Volksbelustigung veranstaltet; außerdem werden Feuerwerke, Beleuchtungen, öffentliche Blälle und eine eigene Art von Tanz, im Spanischen comparsa genannt, mweie ihn ehemals die jungen Leute von Aoiz auszuführen pflegten, stattfinden. Aunuf der Straße von Jrun bis Pampelona hat man alle nothwendi⸗ gen Vorkehrungen getroffen, damit es den französischen Prinzen an naichts zu ihrer Bequemlichkeit fehle. Ueberall sind Abtheilungen von Spoldaten staffelweise aufgestellt; die Post⸗Stationen sind mit der entsprechenden Anzahl von Pferden verstärkt, neue Post⸗Stationen zwischen Tolosa und Pampelona errichtet worden. Zu Vitoria hat man neue Uniformen für die Postillons anfertigen lassen. Zum erstenmale werden dieselben, gleich den französischen Postillo⸗ nen, am linken Arm eine Metallplatte und Bänder an ihren Hüten tragen. Diese Bänder werden doppelt sein, das eine in den drei französischen Farben, das andere in den spanischen Nationalfarben gelb und roth. Zu Irun und vom Fort Santa Barbara zu Her⸗ nani aus werden Kanonen⸗Salven die Ankunft der französischen Prinzen auf spanischem Boden begrüßen. Zu Irun und Tolosa werden sie außerdem unter dem klingenden Spiele der Militair⸗ Musik⸗Corps empfangen. Der General von Barrenechea, General⸗ Kommandant der Provinz Guipuzcoa, ist am 30. August zu Irun eingetroffen, wo er die französischen Prinzen mit den übrigen Mit⸗ gliedern der zu ihrem Empfang abgeordneten Deputation erwarten estörungen wegen des neuen
wird.
Auch zu Valencia besorgte man Ruh Steuer⸗Systems, weshalb einige Vorsichts⸗Maßregeln getroffen und unter Anderem mehrere Individuen, die bei allen Pronunciamientos daselbst eine besonders thätige Rolle gespielt, aus der Stadt gewie⸗ sen hatte. Anch zu Saragossa waren am 25sten einige Läden ge⸗ schlossen gewesen. Volkshaufen durchzogen die Stadt, verhielten sich aber durchaus ruhig. Man hoffte, die Ankunft des neuen General⸗ Capitains Manso, der jeden Augenblick zu Saragossa erwartet wurde, ves⸗ jede Besorgniß vor Störungen der öffentlichen Ruhe vollends eseitigen.
Die letzten Nachrichten aus Barcelona vom 26sten bringen durch⸗ aus nichts Erwähnenswerthes. Der spanische General⸗Lieutenant Zarco del Valle, ehemaliger Kriegs⸗Minister, der von seiner Regierung beauftragt ist, die französischen Prinzen an der Gränze zu empfangen und sie auf ihrer Reise jenseits der Pyrenäen zu begleiten, war am 31. August zu Bayonne eingetroffen. Die Wahl dieses Generals für diese ehrenvolle Mission ist ein Beweis mehr, wie sehr die spanische Regierung bemüht ist, den französischen Prinzen ihre kurze Reise auf spanischem Gebiete so angenehm und belehrend als möglich zu machen. Dieser General, jetzt General⸗Direktor des Genie⸗Corps, nimmt in Europa einen ausgezeichneten Rang ein unter den höheren Offizieren dieser Waffe. Er ist bekannt als ein Mann von eben so viel Geist als Wissen und wird also den Prinzen alle erwünschlichen Aufschlüsse zu geben vermögen über die verschiedenen Kriegs⸗Operationen, deren Schauplatz der Landstrich war, durch welchen sie kommen werden. Er ist begleitet von seinem Adjutanten, dem Obersten Pielagog.
Moldau und Wallachei. 9
Jassy, 15. Aug. (D. A. Z.) Vor einigen Tagen ward in Botoschan, einer bedeutenden Handelsstadt in der nördlichen Moldau, der Grundstein zu einer neuen katholischen Kirche gelegt. Der katho⸗ lische Bischof Sardi aus Jassy hielt die feierliche Messe ab, und so groß ist die Toleranz der orientalischen Kirche, daß an der Ein⸗ weihungsprozession die Kreis⸗ und Stadtbehörden Theil nahmen. Die Kosten sind durch Subseription und Sammlungen im In⸗ und Auslande zusammengebracht worden, wobei sich der Pfarrer Dorn⸗ seifer, ein ehemaliger preußischer Husar aus Westphalen, der nach⸗ mals in das Collegium romanum ging, ausgezeichnet hat. Der 5 Bischof, ein sehr würdiger Prälat aus dem Piemontesischen,
.
*
1156 414 nüjhn aIueürn enn! umn zun
aber ist die armenische Gemeinde zu Botoschan, welche die älteste Kirche 8 der Moldau besitzt; sie steht unter dem orthodoxen arme⸗ nischen Bischof zu Konstantinopel und dieser wieder unter dem Ka⸗ tholikos oder Patriarchen zu Etschmiadzin in Armenien, jetzt zu Ruß⸗ land gehörig. Auch die Armenier, ein sehr fleißiges und wohlhabendes Volk, genießen hernese Religionsfreiheit, desgleichen die iesige kleine evangelische Gemeinde. — — derselben, daß die evangelische Kirche kein Oberhaupt hat, denn kaum alle Jahr einmal wird den hiesigen Evangelischen das Evangelium gepredigt.
Lgewichen, sch.
1
nils üiresh vonszarn!
Fran
1967.
Neapl. —.
Allein man sieht an der Ver⸗
Mail. 133 ½. 1 ims
Der preußische General⸗Konsul, Herr Neigebaur zu Jassy, hat
Antwerpen, 3. Sept. Zinsl. —. Neue Anl. 22 ½.
Bair. Bank-Actien 748 Br.
Poln. 3900 Pl. 100 ½¼ G. 40. 500 Fl. 85 ½. 8 Ham burg, 6. Sept. Bank-Aectien 1650. Engl. Russ. 112 ⅞.
Paris, 3. Sept.
Wien, 4. Sept. Aetien 1610.
ubl b1.
* * 1 “ — is 2 1 5 1111111414144 ünangch
5 % Met. 113 ½. Bank-Aetien b.
t a. M., 5. Sept. gs 7 28 Stiegl. 90 ⅔ Br. Int. 6
Hope 92 Br.
5 % Rente fin ecour. 121. 85. 3 % do. fin cour. 841.9
28 4 % do. 101 ½. 3 % d0. 77 ½. R.
Nordb. 218 ½¼. Gloggn.]
111188 48
5 % Span. Rente —. Pass. 5 % Met. 112 ⅛. Aul. de 1834 159 ½. de 1839 129 ½. —
Liv. 123 ½. Pesth. 114 ¾. Badw. 93. 2*4 2 . 2* Berliner Börsse. Den 8. September 1845.
einen Urlaub auf drei Monate 2— 8 e8 sich zur Wieder⸗ 1 dhei eapel begeben. 1 herstellung seiner Gesundheit nach Neap g
Fonds.
Pr. Cour.
Eziefk.Seld 0,
Pr. Cour.
Erief. Geld.
Zf.
ctlien.
38 n . 2. . HOstindien und Cchiiuaku.
London, 2. Sept. Die Ueberlandpost von Bombay, 19. Juli, ist gestern hier eingetroffen, diesmal mit Nachrichten von einiger Wich⸗ tigkeit. Im Pendschab, wo die Cholera noch fortwährend wüthete, war der Aufstand des Prinzen Peschora Singh glücklich unterdrückt und ein Komplott gegen das Leben Gulab Singh's entdeckt worden. Der vermeintliche Anstifter dieser Verschwörung nahm Gift und suchte noch in den letzten Zügen die Mitschuld auf den Minister Sardir Juwahir Singh und den Befehlehaber der Truppen Lall Singh zu wälzen. Die Soldateska befand sich noch immer in aufrührerischer Stimmung und verlangte fortwährend Erhöhung ihres Soldes.
Aus Kabul hört man, daß Mahomed Ukhbar Chan eine Wall⸗ fahrt nach Mecea beabsichtigte. In Ghisni und Dschellalabad hatte sich die Cholera gezeigt, welche in diesem Sommer ihre Verheerungen über den ganzen indischen Kontinent ausgebreitet hat und wohl erst mit dem Eintreten der Regenzeit weichen wird. Die Europäer litten indeß im Allgemeinen weniger von der Seuche als die Eingeborenen.
In Sind erregte die Wiedereinführung der von Lord Ellen⸗ borough aufgehobenen Durchfuhrzölle große Unzufriedenheit; aber
Beeliner
Grossh.
do.
Pomm.
Schlesische
Disconto.
St. Schuld-Sckh. Prümien-Scheine d. Seeb. à 50 T. Kur- u. Neumärk. Schuldverschr. e Stadt- Obligatiouen Dauz. do. in Th. Westpr. Pfandbr. 3 ½ Pos. 40 do. Ostpr. Pfandhr. 8 do. 2.
Kur- u. Neum. do. ² do. v. Staat g. Et. B. Gold al marco.
Friedrichsd'or. And. Gldm. à 5 Th. —
202
99 ¾ 85 ½
Hrl. Potsd. Risenb. do. do. Prior. Obl. Mgd. Lpz. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Brl. Anh. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Düss. Elb. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Rbeiu. Kisenb. do. do. Prior. Obl. do. v. Staat garant.- 0 b.-Schles. R. L. A do. Prior. do. Lt. B. B.-St. E. Lt. A. u. B. Magd.-Halbst. Eb. Br.-Schw.-Frb. E. do. do. Prior. Obl. 3 2 Boun-Köluer Eab. Niedersch. Mk. v. e. do. Priorität
126½ 1013
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do. *
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Sir Charles Napier scheint auf nichts mehr bedacht, als die Ziffern des Einkommen⸗Budgets so hoch wie möglich zu treiben. ¹ b Aus China reichen die Hongkong⸗Nachrichten bis zum 15. Mai:
Meteorologische Beobachtungen.
Ein Auszug aus der Peking⸗Zeitung besagt, daß der Kaiser,
welcher sich jetzt am Abende seines Lebens befindet, sich sehne, die Last 1845.
7. Sept.
Abends 10 Uhr.
Nachmittags 2 Uhr.
Morgens
6 Uhr. Beobachtung.
der Regierung, welche zu schwer für seine Schultern werde, einem jüngeren Herrscher zu übertragen. Seine Krankheit im vorigen Som⸗ mer erregte heftige Streitigkeiten wegen der Nachfolge, denn obwohl sein einziger Sohn als rechtmäßiger Thronerbe vorgeschlagen ward und Taoukwang einwilligte, ihm mit dem neuen Jahre das Scepter zu überlassen, wurde doch dieser Plan durch die um den Einfluß käm⸗ pfenden Parteien vereitelt. Die Folge war die Einsetzung eines Rathes, welchem alle Sachen von Wichtigkeit vorgelegt werden, da
Luftdruck
Wetter
Luftwärme... Thaupunkt. Dunstsättigung.
Wolkenzug . Tagesmittel: 340,077Par.. +† 7,7⁰0 R..
Quellwärme 7,790 1 Flusswärme II,90]% Bodenwärme 12/ Ausdünstung 0,007, Niederschlag 0.
Wärmewechsel Pl + 6,0“° R.
. 65 pct. No.
340,530Par. 340,10⁄Par. 339,577Par. + 6/,10 n. + 14,0° n. †+† 9,20 n. + 3/3° . + 5,0° n. + 4,8 ° R. 75 pet. V 49 pct. 70 pct. beiter. halbheiter. heiter. NôO. V No. No.
— No. ü . PX† 4,80R
aber der Einfluß seiner vornehmsten Mitglieder sich als zu groß und besorglich herausstellte, so hat der Kaiser die Zahl der Räthe bedeu⸗ tend vermehrt und mächtige und ehrgeizige Männer in der Versamm⸗- lung vereinigt, deren Eifersucht und gegenseitige Feindschaft ihm größere Sicherheit zu gewähren scheint.
Nach der United Service Gazette versammelt sich das britisch⸗ostindische Heer im Dezember am Sudletsch, wohin sich auch Sir Henry Hardinge begiebt; doch hofft man die Sihks in Güte zur Ruhe zu bringen.
zweiten:
““ EEö11
86 2 .““
Eisenbahnen.
Berlin-Stettiner Eisenbahn. Im Monat August 1845 betrug die Frequenz: 32,279 Personen, dafür sind eingenommen 34,436 Rthlr. 61,182 Ctr. 24 Pfd. Passagiergepäck, Eil- und Frachtgüter Extraordinair
21 1 8 S 1
M
1“ 11 Pf.
10,657 20 45,114 Rthlr.:
niglichen
Summa
Im* Monat August 1844 wurden einge-
nommen
Pro August 1845 also eine Mehr-Ein-
nahme von
Die Einnahme beträgt vom 1. Januar bis 31. August 1845
Vom 1. Januar bis 31. August 1844 be-
trug die Einnahme
40,755 Rthlr.
4,358 Rthlr. 23 Sgr. 5 Pf.
7 8
15
5, —
262,868 18
Mehr eingenommen vom 1. Januar
bis 31. August 184 .
Handels- und Börsen⸗Nachrichten.
Berlin, 8. Sept. Die Course der meisten Eisenbahnen behaupteten sich fest auf ihrem Stand vom vorigen Posttag; nur Pesther sind um 1 % ossen jedoch wieder besser. Das Geschäft war belebt. mists
22,858 Rthlr. 25 Sgr. 7
höchsten
““ Auswärtige Börsen.
Amsterdam, 4. Sept. Niederl. wirkl. Sch. 63 ⁄%. 5 % Span. 3 % do. 40 ½. Ausg. —. Pass. —. Zinsl. —. Preuss. Pr. Sch. —. Pol. 87 ½.
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4
at 300 Dukaten zu diesem Bau beigesteuert. Die hiesige katholische Gemeinde ist sehr groß, meist österreichische Unterthanen; noch größer
“ 8
Dienstag, 9. Sept. Vorstellung: Der reiche Mann, oder: Die Wasserkur. . Kammerdiener. (Dlle. M. Erck, im ersten Stück: Wilhelmine;
Mittwoch, 10. Sept. Vorstellung: Voltaire's Ferien. 1 terbrochene Hochzeit, phantastisch⸗komisches Ballet in 2 Abth. m. Bildern, vom Königl. Balletmeister Hoguet. 1— Kammer⸗Musikus Gährich. Decorationen von den Königl. Da tionsmalern Gerst und Gropius. A hr.
Zu dieser Verstellung werden Billets zu den gewöhnlichen O haus⸗Preisen verkauft.
Die französischen Theater⸗Vorstellungen werden mit dem nit Monate wieder beginnen und, wie in den früheren Jahren, im
von Maestro Verdi.
Königliche Schauspiele. Im Schauspielhause. 145ste Abonnem Hierauf:!
Annette, als Gastrollen.) Im Opernhause. 106te Abonnema Hierauf, zum erstenmale: Die Musik vom Kö
Anfang halb 7 Uhr.
Schauspielhause stattfinden. Meldungen um Abonneme
zu zwei Drittel des gewöhnlichen Eintrittspreises — und zwar fů ganze Dauer der Vorstellungen, das ist vom Monat Oktober; bis Ende Juni künftigen Jahres — sind bis zum 20. Septemth im Billet⸗Verkaufs⸗Büreau schriftlich abzugeben, wo alsdann die Kontrakte abgeschlossen werden.
Königsstädtisches Theater.
er
(Italienische Opern⸗ Vorstellung.) Große Oper in 4 Akten. .
I Lombardi.
Befehl:
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
3 Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hosbuchdruckeni
1 4 % Russ. Hope 94 ½. 1“
vnponsnt. r, in keesse 11““ 1616 es geiscatt ms 8, . Zge rtmm anaems h Fnn e n
Bekanntmachungen.
7797] Ediktal⸗Citation. Nachdem über das Vermögen des ehemaligen Guts⸗ besitzers und Hauptmanns a. D. Christian Wilhelm von Waldow zu Baerwalde NM. auf den Antrag meh⸗ rerer Gläubiger laut Erkenntniß de publ. den 18. März d. J., der Konkurs eröffnet worden ist, so werden alle diejenigen, welche Ansprüche an die Konkursmasse zu haben vermeinen, aufgefordert, solche in dem in dem hiesigen Ober⸗Landesgerichts⸗Lokal auf den 29. November d. J., Vormittags 10 Uhr, vor dem Deputirten, Referendarius Baath, anberaum⸗ ten Termine gebührend anzumelden und deren Richtig⸗ keit nachzuweisen, und zu diesem Behuse entweder in Person oder durch einen mit Information und Voll⸗ macht versehenen hiesigen Justiz⸗Kommissarius, zu wel⸗ chem Behufe bei etwaniger Unbekanntschaft die Justiz⸗ Kommissarien Justizrath Tirpitz, Mettke, v. Beyer und Aschenborn in Vorschlag gebracht werden, zu erscheinen, widrigenfalls sie mit allen ihren Forderungen an die Masse werden präkludirt und ihnen deshalb gegen die übrigen Gläubiger ein ewiges Stillschweigen auferlegt werden wird. Frankfurt a. O., den 15. Juli 1845. Ksönigl. preuß. Ober⸗Landesgericht. ut Fan⸗ Burchard.
lasses zu Erben ein nach den hiesigen aufhaltenden Kind
uns zu melden serem Deposito nehmen.
K
[7011 Das Köthener
pothekenschein sind
[700] Fnn Stadtg 1
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1“
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„In dem Testamente der Hutmacher Johann Gottlieb Teschschen Eheleute vom 16. April 1833, publizirt den 6. August 1835, sind die Kinder des vor längeren Jahren von hier ausgewanderten Tuchmacher Carl Fischer und
Allgemeiner Anze seiner Ehefrau Christine dritten Theil des 241 Thl.
mit ihren nächsten V „ihre Rechte zu wahren und ihr in un⸗ rio befindliches Erbtheil in Empfang zu
Labes, den 1. September 1845. Hee. önigl. Preuß. Stadtgericht Labes und Wangerin.
Nothwendiger Verkaukßfß. Stadtgericht zu Berlin, den 13. Juni 1845.
Anackersche Grundstück, gerichtlich Thlr. 6 Sgr. 6 Pf., soll
am 27. Februar 1846, Vormi an der Gerichtsstelle subhastirt werden.
Nothwendiger Verkauf. F8. ericht zu Berlin, den 14. Mai 1845. Das in der Wollank⸗ im Rohbau befindliche K abgeschätzt zu 565 am 6. Februar 1846, Vorm an der Gerichtsstelle subhastirt werden. pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.
iger.
[856] eene erreee agre e
ims
geborenen Minzlaff auf den r. 20 Sgr. betragenden Nach⸗ ngesetzt. Wir fordern hierdurch diese, Angaben im Königreiche Polen sich er der Fischerschen Eheleute, zugleich erwandten auf, sich baldigst bei
gehörigen Actien fehlt, einzuzahlen, wenn sie
immm 14 Tage vorher dem Banquier der Gesellschaft
— —- —
foseintasazt und bis zum 1. Juli 1847. — dieses zu sie noch Gotschalk in Kopenhagen Banq sind und Herr J. C. Duürfeldt in H missionair des genannten Hauses ist. Die Direction d 26. April 1845S.
straße Nr. 15 belegene Particulier abgeschätzt zu 12983 amburg de ttags 11 Uhr, are und Hy⸗ in der Registratur einzusehen.
IHIs.; 8
W
Seeländische Eisenbahn. 1 Zufolge des §. 15. der unterm 15. März d. J. a gnädigst approbirten Statuten der Seeländischen Eisen⸗ bahn⸗Gesellschaft steht es jederzeit den Actionairen frei, das, was noch an 50 pCt. des Belauss der ihnen an⸗
gen. Der Actionair erhält dann gegen Zurücklieferung des älteren Quittungsbogens eine Interims⸗Actie !ür 50 Species mit Zins⸗Coupons à 4 pCt. p. a. von dem ersten des auf den Einzahlungstag folgenden Monats
9 bene die Direction r Kenntniß der Herren Actionaire bringt, fügt hinzu, daß gegenwärtig die Herren F. C C. niers der Gesellschaft
er Seeländischen Eisenbahn, den
Farah, vnit Nnet eiu ten⸗
Uisthnrumnutng hache in v111“
AIh Husn, Ihn 142188
wobei eine bedeutende Vereinfachu-
des Betriebes, Ersparung des Arbeitslohns, *-
der lästigen mehrmaligen Aufgüsse täglichen Betriebe und die gleichmässigste —
theilung
mehrere öffentsiche Blätter wohl so hinreicher kannt, als dass ich mich nicht aller weiteren! terungen enthalten könnte. — Ich habe dahet meine Erfindungen mehr noch gemeinnütuaig machen, den Preis der gedruckten vollständige weisung meiner ganz umgearbeiteten und qurcq Entdeckungen vervollkommneten Auflage jeu auf 2 Thlr. preufs. Cour. gestellt, wofür d- gegen portofreie Einsendung (vorbehaltlich de heimhaltung) bei mir zn haben und durch jede! handlung nur von mir zu bezichen ist. Sch in Berlin, Neanderstr. No. 34, Königl. preuss.¹ birter Apotheker, Chemiker und ehemaliger ¼½
aller⸗
— 1
solches
nzei des Essigguts, geschieht, sind anzei⸗
r Com⸗
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vetfaße I. 15 S 8. nstsche Grundstück, gerichtli 6 Thlr., sol et. eni
dungen für Essig-
Fabrikanten.
886G 11 Uhr, n are und Hy⸗
[892]
Höchst wichtige Erfin-
Die Vortheile meiner neuen Erfindungen, nach welchen man den stärksten Weinessigsprit um den dritten Theil stärker und von einem schöneren wein- sauren Geschmack gewinnt, als es bis jetzt möglich war,
scher Essig-Fabrikant.
52 ½½ Water-closets.
Garderobes inodores
Völlig geruchlos, in den verschiedensten Fom nach den neuesten englischen und französischen Me sowohl transportable als zur Einrichtung in 9 zweckmäßigst konstruirte, sind in großer Auswah ihig bei S. Goldschmidt, Neue Friedrichsste
1 IXd; 2.
Nach einmaliger 8
18* 4
Dienstag, 9. Sept. Steffen Langer aus Glogau, od
holländische Kamin. Lustspiel in 4 Akten und einem Vorspiel:
Kaiser und der Seiler, in 1 Akt, von Charlotte Birch⸗Pf
(Herr von Hoym, vom Stadt⸗Theater zu Düsseldorf: Steffen L. als Gastrolle.)
Mittwoch, 10. Sept.
Das Abonnement beträgt: zun dn 2 Rthlr. für ¼ Jahr. Ihn †
4 Kthlr. ½ Jahr. 2
8 Rthlr. I Jahr.
allen Theilen der Monarchie ohne Preis erhöhung. serlions -—Gebühr sür den um einer Seile des Allg. Anjeigers 2 Sgrt9. au eu h⸗
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u Aluslaͤndes nehmen Bestellung
Eigther auf dieses Blatt an, für Berlin Ssk Se. Allg. Preuß. b, Siühma⸗ 44 E ea le Ne. . in . hzusha. mn., 8 K. 18.
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7 e“ 0 251 c 1 Sbs; 1 n mmEirhi S whiu⸗ 83 eö“
8— “ basien N- 8* I1 Keathensng 1681
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tlicher Theil. land. Provinz Preußen. Die Kaiserin von Rußland in Danzig rwantet. — Der Prinz von Preußen Königl. Hoheit. Provinz Westphalen. Das Bischofs⸗Jubiläum in Münster. — Rhein⸗Pro⸗ vinz. Der König der Niederlande und die Königin Vieseng . utsche Bundesstaaten. Großherzogthum Baden. Explo⸗ on. — Großherzogthum Hessen und bei Rhein. Der Erzher⸗ og Friedrich von Oesterreich. — Freie Stadt Hamburg. Die neu erbauende Nikolai⸗Kirche. ankreich. Pa ris. Ankunft der Prinzen in Spanien. ür Bauten. — Verschiedene Stellung religiöser Orden. vpechselung. — Eisenbahnen. — Dampfmaschinen. — Straf⸗Anstalt für lgier. — Vermischtes. — Schreiben aus Paris. (Aus Afrika; Colo⸗ isaton in Oran; Don Carlos; Arbeiter⸗Coalitionen.) oßbritanien und Irland. London. Unterstützung der neuen ollegien in Irland. — Die neuen Parlaments Häuser. — Die Kohlen⸗ ruben⸗Arbeiter. — Irländische Zustaͤnde. — Fabrikwesen und Ackerbau.
E — Der Krieg zwischen Mexiko und Texas. — Vermischtes. 1b szien. Brüssel. Berathungen wegen der Lebensmittel. — Ver⸗ 1 es. weiz. Kanton Bern. Einberufung der Sechzehner. 12 2₰ 28* dpefkvghen S Politische Gährung im irchenstaate. — eapel. ufhebun es S 2 I. — Die Grundsteuer⸗ hh sesste eln Fome rsaani anien. Madrid. Neue Senatoren. rkei. Konstantinopel. Risa Pascha's Sturz. tral⸗Amerika. London. Organisation eines Staatenbundes.
hiige Erfindung für das Eisengewerbe.
enbahnen. London. Unglücksfall. 8 und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börsen⸗ und Markt⸗ richt.
enaturwissenschaftliche Expedition auf das Wetterhorn. v er zoologische Garten. etterhorn. (Schluß.)
Almtlicher Theil. be. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Dem Bischof von Münster, Dr. Kaspar M S. tehesse zu Vischering, den Schwarzen Adler⸗Ord ihen; Den bisherigen Regierungs⸗Assessor Seydel n Central⸗Büreau des Staats⸗Ministers un Den Weinhändlern Martin Friedri ch Anton Johann Jüncke zu D Hof⸗Lieferanten, zu verleihen.
— Bewilligun — Münz
g Frei⸗
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zum Regierungs⸗ Rother zu ernen⸗
ich Lierau und Frie⸗ anzig das Prädikat: König⸗
Berlin, den 8. September. Ihre Königl. Hoheit die verwittwete Großherzogin von clenburg⸗Schwerin, nebst Höchstderen Tochter, der Herzogin ise Hoheit, sind von Stettin eingetroffen und im Königlichen osse abgestiegen.
55 Frnigl. Hepese der Fepnancer Ech Bayern ist von Sden hier eingetroffen, im Königlichen losse abgesti sich weiter nach Stettin veseee. Fct ug teegen pe
Den Lehrern Friedrich Schröer und Edu
Den ard Schol Klau ist unter dem 4. September 1845 ein Pat Kolz zn
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Berlin, Mittwoch den 10 n Septe
Das ber 1844
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ist aufgeh
8- 3 2. auf eine durch Modell und Be
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schreibung erläuterte, in ihrem anzen Zusammenhange für neu und eigenthümlich verlfe orrichtung zum Behuf des Unterrichts im Schwi
re, von jenem Tage an gerechnet, und
s ertheilt worden. — 2 richs
un in Berlin unte
r dem 30. Septem⸗
Maschinen für ng nachgewie⸗
dem E. W. Ulm ertheilte Einführungs⸗Patent auf eine selbstthätige Ausrückun Garn in der durch Zeichnung senen Zusammensetzung
oben worden.
ster und Ch Graf von
g an Wringe⸗ und Beschreibu
Excellenz der Königlich dänische Geheime ef des Departements der auswärtigen An⸗
ten, Reventlow⸗Criminil, nach Dresden. 8 1a:
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von Be verleihen
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Karl von trafen am
Nudsa2 -Kiat z. uragsde⸗
Berlin, 9. Sept. haben dem Gesandten
Provinz Preußen.
and au Ihre Ma beabsichtigten Einschiffung der Reise zu L
Königl. Hoheit de habt, den Uebungen ptember unausgesetzt beiz sich mit dem Zustande der
ommerns bei diese an den Tag gelegt. und Blumen geziert, an und die ungemein zahlrei streich vor dem Hotel Sr fachen freudigen Hurrah Prinzen wieder in ihrer
König und Ihre K. H
und stiegen im Königli
Provinz Westphalen. Am ster die Vorfeier Nr. 195 der Allg. Pr. Z
tamtlicher Theil. Inland. “
Se. Majestät der Kaiser von Rußland zu München, Geheimen Legations⸗Rathe Grafen ff⸗ den St. Stanislaus⸗Orden erster Klasse zu
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2 EWE1111I 88*
rnstor geruht. 886 Wie die in Danzig erscheinende All 3 e Zeitung meldet, wird Ihre Majistät d. Kaiserin 8 f Ihrer Reise nach Berlin am 10. September dort er⸗ jestät soll sich im Moment der in St. Petersburg stürmischen Witterung wegen für die ande entschieden haben. — Andererseits bringt die Stet⸗ itung die Nachricht, Ihre Majestät würde, in Folge ein⸗ Unwohlseins, erst am 12. September in Berlin ein⸗ Die letztgenannte Zeitung meldet außerdem: „Se. r Prinz von Preußen hat die Gnade ge⸗ bei Stargard am 2ten, 3ten und Aten uwohnen, und, wie wir hören, geruht, Truppen in den ünstigsten Ausdrücken kommandirenden General, 1 Ra T. 2ac von Wran⸗ sprechen. Die Bewohner Stargards haben dem Statthalter r Gelegenheit mehrfache Beweise ihrer Verehrung
8
1845.
Iar zig schin 19 t nst, eh ee
Bischofe dargebrachten glän lgenden 5
Tage geleitete den Jubilar
zenden Fackelzug begangen. 8 Gottesdienste in der Kathedr
5 seiner eehnen zu dem feierlichen sdiens ale ein großartiger Festzug, N1 mentlich die Bischöfe von Paderborn, Trer. Plang, velhem ne 1 Fetg. Senab ng, a . und Kulm, der Erzbischof⸗Koadjutor “ on Köln und die Weihbischöfe von Mü 1 1 schlossen hatten. hööschöf Wtt- wn üas sich ange⸗ Rhein⸗Provinz. Nachdem am 5. September Mor 11 Uhr Se. Majestät der Nöche der Niederlänbe, über Trier zu Land kommend, in Koblenz eingetro allen Aufenthalt mittelst des Höchstdenselben erwartenden eigenen Dampfboots „der Löwe“ die Weiterreise rheinabwärts nach dem Haag angetreten hatte, verkündete Nachmittags um 2 Uhr der Donner der Kanonen von dem „Rheinanschlusse“ die Ankunft der Dampf⸗Jacht. auf welcher die Königin Victoria von England von Bingen aus den Rhein herabfuhr. Der König der Niederlande reiste inkognito, wes⸗ halb die üblichen Empfangs⸗Zeierlichkeiten unterblieben, doch statteten ihm die höchsten Militair⸗Chargen, so wie der Präsident der Königl. Regierung (in Abwesenheit des Ober⸗Präsidenten) an Bord einen Besuch ab. Die britische Majestät dagegen wurde mit der vorgeschriebenen Anzahl Stücksalven begrüßt, wie auch eine Ehrenwache mit Fahne und Musik am Rhein⸗Ufer, nebst dem Offizier⸗Corps und den obersten Civil⸗Behörden, Höchst⸗ dieselbe erwartete. Inzwischen fuhr die acht, welche bei ihrer Ankunft an der Rheinbrücke die große pre dache Königsflagge (aus schwerem purpurnen Seidenstoff mit dem eisernen Kreuz in der Mitte) ansgesibt mit derselben salutirt hatte, ohne beizulegen an Koblenz vorbei, während die Königin Victoria vom Verdecke aus die am Ufer Stehenden begrüßte. Die Herren im Gefolge derselben waren in großer Unisorm. Die Königin übernachtet am 5ten zu Deutz im Gasthofe zur „Bellevue“ und wird sich in Antwerpen einschiffen.
. Deutsche Bundesstaaten. 11“ Großherzogthum Baden. Am 2. September hatte in einer Indienne⸗ und Türkischroth⸗Färberei zu Konstanz eine furcht⸗ bare Explosion att, indem der große Dampffessel der Fabrik, dessen Ventil wahrscheinlich zu fest verschlossen war, platzte und mit ungeheurer Gewalt das Dachwerk, Balken, Ziegel und Steine weit fortschleu⸗ derte. Glücklicherweise war weder von den 150 bis 180 Fabrik⸗ Arbeitern, noch sonst Jemand im Gebäude anwesend.
Großherzogthum Hessen und bei Rhein. Se. Kaiserl. Hoheit der Erzherzog Friedrich von Oesterreich traf am 5. September in Darmstadt ein, wohnte der Tafel bei Sr. Königl. Hoheit dem
gens nach von Luxemburg ffen war und ohne
Straßen und Häuser waren mit Laubgewinden n Abend waren die Straßen freiwillig erleuchtet, chen Volksgruppen, die sich beim großen Zapfen⸗ Königl. Hoheit versammelt, gaben in einem viel⸗ ihre Freude zu erkennen, den Königlichen Mitte zu erblicken, den sie seit 20 und eini⸗ en Mauern gesehen.“ — Se. Majestät der oheiten der Prinz von Preußen, der Prinz Preußen und die Großherzogin von Mecklenburg⸗Schwerin 7. September Abends von Swinemünde in Stettin ein chen Schlosse ab. vLZ“ 5. September wurde in Mün⸗ des Bischofs⸗Jubiläums (vergl. tg.) durch einen von den Bürgern dem
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n nicht in ihr
der Festlichkeiten
Großherzoge bei und setzte am folgenden Morgen die Reise über Aschaffenburg und Regensburg nach Wien fort. 8
Freie Stadt Hamburg. Ueber die neu zu erbauende Nikolai⸗Kirche in Hamburg enthält das Sonntags⸗Blatt der Weser⸗Zeitung folgende Angaben: Sie wird zwischen bem Hopfenmarkt, der neuen Burg und der Bohnenstraße sich erheben. Der Scottsche Plan, fehlt auch in diesem Augenblicke noch die Se⸗ nats⸗Bestätigung der von der Kirchenbau⸗Kommission getroffenen Entscheidung, wird ohne allen Zweifel dem Bau zu Grunde gelegt. Einige Modificationen und Verbesserungen desselben hat die Kommis⸗ sion sich vorbehalten. Die Höhe des Thurmes finden wir in den von ihr acceptirten Plänen mit 440 Fuß angegeben, die der Kirche mit 128 F. Die Länge derselben mit den Strebepfeilern wird 296 F. betragen, die des Schiffes 220 F., die Höhe desselben 80 — 88 F. (Wird das Schiff in Kreuzform erbaut, so entsteht ein Mehrbetrag der 8
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rste naturwissenschaftliche Expedition auf das Wetterhorn
(Schluß. Vergl. Allg. Preuß. Ztg. Nr. 250.) Die Spitze, auf der wir vor 10 Uhr ankamen, besteht aus einer Kante 15 bis 20 Fuß Länge, die mit ganz losem Schnee bedeckt ist. Nach inen Seite hängt dieser durch Einwirkung des Nordwindes ungefähr 6 breit über, nach der anderen bildet er einen rundlichen Bauch, der ich in eine senkrechte Wand übergeht, die wegen ihrer vertikalen Stel⸗ unseren Blicken entzogen war, denn Niemand durste sich nach dieser üssigen Seite hin wagen, wo ihn der widerstandlose Schnee unfehlbar sch in die Tiefe getragen hätte. Auch mußten wir andererseits sorg⸗ den überhangenden Schnee vermeiden, der schon unter dem Drucke Hand wich. In sitzender Stellung waren wir am sichersten. So unserer sieben neben einander da oben, 11,500 Fuß über dem Meer, sahen herab mit einem Gefühle, wie es ungefähr Münchhausen bei Mondreise ehabt haben mag, als er die winzige Erde zu seinen n erblickte. ger könnte das Panorama beschreiben, das sich von en Füßen bis zu dem Horizonte erstreckte! Das Hügelland der Schweiz einen Silberseen lag unter uns wie ein Basrelief. Hinter dem Jura, hhenig charakteristische Gipfel doch sehr leicht erkennbar waren, deutete ellgrüner Strich die französische Ebene an, aus der sich die Voge⸗ erhoben und weiter nach rechts sich in den Schwarzwald fortsetzten. Fernsicht wurde außerordentlich begünstigt durch die Beschaffenheit der 2 durch die regnerische Wisterung der vorhergehenden Tage ge⸗ , ausgezeichnet durchsichtig war und uns alle Gegenstände näher „Der unermeßliche Horizont selbst verlor sich in einer solchen Ent⸗ g, daß man glaubte die Rundung der Erde wahrzunehmen. Unmit⸗ sacser uns lag Grindelwald, wo wir die Fensterscheiben der Häuser Uhunten, die unter dem buschigen Grün der Bäume hervorsahen. Was 8 ir nicht Alles noch mit dem Fernrohre in diesem ungeheuren Panorama Eimdkönnen? Aber Niemand dachte daran, es zu benutzen: der großar⸗ ün ruck des Ganzen war mehr werth, als die Befriedigung einer klei⸗ serugierde. In unserm Rücken lag die ganze Kette der berner und ü Hochalpen, deren vielfach sich kreuzende Ketten einem großen La⸗ - gleichen. Tausend Bergkolosse streckten da ihre eisigen Häupter S. Schneemantel der Eismeere. Am großartigsten schien mir die bhene Gruppe der Schreckhörner; ihre Höhe (12,560 Fuß) ist um he ste. als man diese ganze zackige Felsmauer bis an ihren Fuß in ann, wo sie in den weißen Eisstrom des Lauteraargletschers einfällt. — e volle Stunde verweilten wir oben. Die Führer hatten diese Zeit 6 eine rothe Fahne oben aufzupflanzen, welche von unserem ge⸗ n Unternehmen zeugen sollte. Unsere Uhren mahnten uns an die
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einer Schne umwirbelte. saßen auch
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indem er es zu erreichen. Gemszjäger
fallen wir Tritten. thige
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gen hatten, „die Beine i dieselben hin
die uns sparsam zugemessen war, da wir am Abend den Pavillon Cn n n mloiteeashre
Mit der sinß
wieder erreichen mußten.
gleich wir wußten, daß ei wird beim Hinabsteigen.
das ein Führer oben hiel langsam, wie an einer Leiter, Schneewand an hinab, indem
und so flogen nach unserem
jetzt hatten wir i unseren alten Fußstapfen und hatten bald da Um die wir nun weiter
schwindlichste Pfad,
um seinen Arm schlang, lakonischen Ausdruck:
In solchen Entschlossenheit dieser Leute Schande rechnen würden, wenn unglückt wäre. in unserem Rücken h
zu uns. Gegen Abe
von der Anstrengung, efrorene Schneed
wöhnlich, ist in die dann auf, was wir
Die Gletscherspalten, die wir beim
1aea.. wir nun n bedenklicher Pfad bergan bei weitem gefährlicher Die steilste Staffel ward an dem Seile t; dann suchten wir wieder unsere alten Stufen auf, hinabsteigend. In der Mitte jener jähen gekommen, setzte sich unser erster Führer nieder und rutschte er sich mit seinem Stock die rechte Direction gab. Gleich elawine sauste er hinunter, indem ihn der aufgeworfene Schnee Uns wurde keine Zeit zur Ueberlegung mehr gelassen: sogleich die übrigen Führer da, wir mit gespreizten Beinen hinter ihnen, wir mit einem Hurrahr hinab. Freudig sahen wir unten zurück fade, der uns im Aufsteigen so viel Anstrengung gekostet hatte: hn in wenigen Sekunden zurückgelegt. Wir folgten nun wieder ßs 1b s Plateau des Wetterhornes über⸗ jähe Schneehalde, die ich oben erwähnte, zu vermeiden, betraten oben die Gneißfelsen des Mittelhornes: der gefährlichste und den wir zurücklegten. Einer der Unsrigen, den seine aft etwas zu verlassen schien, verzagte bei dem Anblick desselben, für unmöglich hielt, das jenseitige Schneefeld wohlbehalten noch
Da sprang ihm einer der Führer bei, der uns als kühner schon bekannt war, legte ihm den Gurt um, dessen Seil er fest und hieß ihn muthig vorwärts schreiten. Mit dem „„ jetzt entweder Beide oder Keiner“ (d. h. entweder hinunter oder Keiner) folgte er seinen unsicheren Fällen lernt man die Kraft und die mu⸗ kennen, die es sich zur ewigen in unter ihrer Leitung Jemand ver⸗ athmeten wieder frei, als wir das Gefährlichste nun atten. Zweimal hatte der Gemsjäger unseren Gefähr⸗ von dem Falle zurückgehalten und brachte ihn glücklich nd endlich erreichten wir den Aarsattel wieder, ermattet die uns der Rückweg gekostet hatte, da die am Mor⸗ — ecke jetzt locker geworden war und uns oft bis an einsinken ließ. Aber eine kurze Rast machte uns wieder rüstig, er anhaltenden Müdigkeit, wie es bei Fußtouren in der Ebene ge⸗ sen Berg⸗Regionen keine Rede. Die Führer packten hier zurückgelassen hatten, und wateten uns wieder Schneerutsch, wie wir ihn oben am Wetterhorn gemacht hat⸗ auch hier wieder ausgeführt an der Wand des Aarsattels. Hinaufsteigen überschritten und umgan⸗ wurden nicht berücksichtigt, indem man auf das Kommando: n die Höhe!“ durch die Geschwindigkeit der Bewegung über weggetragen wurde, ohne daß man ihre Existenz gewahr wurde.
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den Rückweg an, ob⸗
Beide
Wir
raucheln
—
schers. Heute zogen die Gletscherflöhe, die hier sporadisch zu Millionen über die ganze Schneefläche zerstreut waren, unsere Aufmerksamkeit auf sich, da man sie sonst nur zusammen in großen Massen unter den Steinen, welche den Gletscher bedecken, findet. Weiter unten verloren sie sich mehr und mehr und wurden nun von größeren Flocken rothen Schnees ersetzt, der bekanntlich zum größten Theile der mikroskopischen Thierwelt angehört. Am Hötel des Neuchatrlois kam uns Herr Dollfus mit seinen Führern entgegen, erfreut, von uns den glücklichen Ausgang der Expedition zu hören. Unter der Erzählung unserer mannigfachen Fata erreichten wir endlich mit der Nacht den Pavillon wieder. Wer kennt nicht die behagliche Freude, welche der Wanderer empfindet, wenn er am Abend hungrig und ermüdet die Schwelle der Nachtherberge betritt? Wie viel größer mußte aber die unsrige sein, als wir Alle wieder um den geselligen Tisch vereint waren, nachdem wir eine gefahrvolle Reise zurückgesegt, ohne auch nur den gering⸗ sten Unfall beklagen zu müssen, der uns so leicht hätte widerfahren können!“
1. Mnh.; Der zoolo hat in den letzten Wochen folgende uwachs erhalten:
Durch Ankauf: Acht Affen von verschiedenen Arten, mehrere ge⸗ sleckte Beutelthiere, ein Jerboa, zwei sliegende Eichhörnchen und ein Pauxi⸗
Huhn.
An Geschenken: Ein brasilianisches Bisam⸗Schwein mit weißem Unterkiefer (verschieden von den schon vorhandenen) und ein großer 2— anner in Havre; ein See⸗Adler von Herrn Beh⸗
Ara, beide von Herrn W renz in Stubbenkammer.
Erwartet werden: Ein Alligator (Krolod ger Eisbär und ein grauer Bär aus Neu Sammlung der Bären⸗Arten vollständig linischen Zwinger, wie es sich ziemt fuͤr barh * führt. 8
en vielen Nachfragen nach dem so oft schon angekündigten Lö
haben wir durch die Erklärung zu begegnen, daß allerdinige 89 einer 8. zugegangenen offiziellen Benachrichtigung ein solcher unserem Garten zuge⸗ wendet, auch bereits im Mai von dem diesseitigen Königlichen General⸗ Konsul in Alexandrien durch Vermittelung des Menagerie⸗Besitzers Hart⸗ mann an uns abgesandt worden ist. Doch fehlt uns jede direkte Benach⸗ richtigung von Seiten dieses Vermittlers, und selbst eine öffentliche Auffor⸗ derung an denselben ist bis heute ohne Erwiederung geblieben.
Berlin, den 6. September 1845.
Lichtenstein.
Berichtigung. Im gestrigen Feuilleton .11 v. u. ist statt „Dehor“ zu lesen: 8. . 1. *
gische Garten
ill) aus Brastlien, ein jun⸗ „Orleans, mit welchen beiden die wird, zuerst unter allen im ber⸗ eine Stadt, die den Bären im
enden Sonne standen wir wieder auf der Ebene des Aarglet⸗
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