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Preise der Plätze: Ein Pla
Di „Bi : Ei in Schlesien, Die Abonnements⸗Billets zur Oper: Ein Feldlager in Schlesi Ballch es ersien Ronges 1 Rthir. 10
bis Sonnabend, den 14ten d. M., Mittags 12 Uhr, abzuholen. Im Schauspielhause. 39ste französische Abonnements⸗Vorstellung.
Sonnabend, 14. Febr. Im Opernhause. Mit aufgehobenem gr. ꝛc.
Abonnement. Auf Allerhöchsten Befehl: Ein Feldlager in Schlesien. (Dlle. Lind: Vielka.) Anfang 6 Uhr.
bonnement beträgt:
Jahr. Jahr.
sind
I ö1
Alle post-Anslallen des In- und
h—
abend gültig, au zum Parterre à
Zu dieser Vorstellung bleiben die bereits zu den erhöhten Prei⸗ mit Sonntag bezeichneten Opernhaus⸗Billets am Sonn⸗ auch werden die dazu nur noch zu verkaufenden Billets 20 Sgr. und Amphitheater à 10 Sgr. ebenfalls
sen gelösten,
mit Sonntag bezeichnet sein.
11“;
n enhm n bgntk zir v11141X1“ 18e .
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Bekanntmachungen.
[101] Bekanntmachung. In unserem Depositorio befinden sich: 1) das Testament des Johann Jochem Rahn und der Anna Louise Rahnin, übergeben den 29. Dezem⸗
ber 1721,
2) das Testament des Benjamin Havenstein und der Elisabeih Juliane von Borken, verehelichte Haven⸗ stein, übergeben den 2. April 1722,
3) das wechseitige Testament des Zwilligmachers Da⸗ niel Jaedicke und seiner Ehefrau Eli abeth, gebo⸗ rene Prochnow, vom 18. Juli 1753, -
4) das wechselseitige Testament des Predigers Licht und der C. D. Lichten, geb. Dresseln, d. d. Ho⸗ hencarzig, den 29. September 1794, 1
5) das Testament der verehelichten Tabacksspinner Prill⸗ witz, Anne Marie, geborne Mantey, übergeben den 3. Juli 1769,
6) das wechseitige Testament des Scharrnmann Frie⸗ drich Kleinstüber und seiner Ehefrau, Anna Elisa⸗ beth, gebornen Nicolaus, vom 22. Februar 1770,
7) das Testament der verwittweten Dorothea Schultzen, geb. Gohlken zu Altgurkowschbruch, vom 12. Fe⸗ bruar 1779,
8) das Testament der Frau Mühlenmeisterin zu Blu⸗ menfelde, Johanna Theodora Wilhelmina, verehel. Hassen, geb. Schönwaldten, vom 31. Juli 1781,
9) das Testament der Maria Elisabeth Vogelsangen, verwittweten Prediger Gering zu Friedrichsdorff, übergeben den 3. Oktober 1781.
Da seit der Niederlegung dieser Testamente über 56 Jahr verflossen sind, so werden die unbekannten Inter⸗ essenten aufgefordert, die Publication derselben binnen sechs Monaten bei uns nachzusuchen, widrigenfalls da⸗ mit nach Vorschrift des §. 219 seq. Thl. I. Tit. 12.
des A. L. R. verfahren werden wird.
—
Friedeberg, den 12. Dezember 1845. Königl. Preuß. Stadtgericht.
[1⁰⁰] Subhastations⸗Patent.
1) Die im Bezirk des Königl. Landgerichts zu Neustadt und der Königl. Regierung zu Danzig gelegene Erb⸗ pachtsgerechtigkeit an dem Gute Grenzlau, Nr. 1 des Hopothekenbuches, deren Reinertrag von 334 Thlr. 19 Sgr. 7 Pf. zu 5 Prozent, nach Abzug der Inventarien
und Bau⸗Defekte, einen Taxwerth von 6514 Thlr. 16
Sgr. 8 Pf., und zu 4 Prozent, nach Abrechnung der⸗ selben Defekte, einen Taxwerih von 8187 Thlr. 24 Sgr. 7 Pf. gewährt, und worauf ein Erbpachts⸗Kanon von 55 Thlr. haftet, welcher, zu 4 Prozent gerechnet, ein Kapital von 1375 Tblr. darstellt, so daß der Werth der vorgedachten Erbpachtegerechtigkeit, zu 5 Prozent veranschlagt, 6812 Thlr. 24 Sgr. 7 Pf. beträgt, und
2) das im Bezirk des vorbezeichneten Gerichts und der vorgedachten Regierung zu Grenzlau sub Nr. 2 des Hypothekenbuchs belegene eigenthümliche Grund⸗ stück, gerichtlich abgeschäzt auf 307 Thlr. 10 Sgr.,
sollen
am 25. September 1846, Vormittags 10 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle im Wege der nothwendigen
Suhastation verkauft werden.
Die Tare, so wie der neueste Hypothekenschein können in unserer Registratur eingesehen werden. Neustadt in Westpreußen, den 24. Januar 1846. Königl. Landgericht.
[121 b] Die Herren Actionairs der neuen Berliner Hagel- Assekuranz-Gesellschaft werden zu einer auf Mitt-
woch den 25sten d. M., Vormittags 11 Uhr, im Lo-
kale der Anstalt, Behrenstrasse No. 35, anberaum- ten ausserordentlichen General- Versammlung erge- benst eingeladen.
Berlin, den 11. Februar 1846.
Direction der neuen Berliner Hagel-Assckuranz-Ge-
ha⸗ sellschaft. .
Nachdem in der heute abgchaltenen General Ver-
vammlung der Actionairs der Berlinischen Feuer-
Versicherungs-Anstalt der Herr
Carl Brendel
statutenmaͤssig aus der Direction ausgeschieden, ist
derselbe durch Stimmenmehrheit aufs neue zum Di-
rections-Mitgliede erwählt worden.
Berlin, den 9. Februar 1846.
Die Direction der Berlinischen Feuer-Versicherungs-
8 Anstalt. W. Brose. H. Hotho.
L. F. Meisnitzer.
H. Keibel.
[119 b] Belanntmachung. ü *△ 2. Magdeburg⸗Cöthen⸗Halle⸗ Leeipziger Eisenbahn. 2 v Von dem unterzeichne⸗ b ¹ ten Ausschusse sind: 1) Herr Kaufmann De⸗ foy als Vorsitzender im Direciorio unse⸗ rer Gesellschaft, und 27 b 2) Hr. Stadtrath Schu⸗ A e I, chard als dessen aeeees he,eene Stellvertreter in diesen bisher von ihnen verwalteten Aemtern auch für das laufende Jabhr be⸗ stätigt worden, und wird solches statutgemäß hierdurch oöffentlich bekannt gemacht. Magdeburg, den 31. Januar 1846. Ausschuß der Magdeburg⸗Cöthen⸗Halle⸗Leipziger Eisen⸗ “ bahn⸗Gesellschaft. ” v. Lamprecht. Vorsitzender.
——y
vu e.s 12 1179 h mikxu hu 1.
E 9 K.n. Insofern sich die jetzige günstige
—* Witterung erhält, werden wir von
„ jetzt ab bis auf Weiteres wöchentlich
81 Passagierschiff:
von hier Mittwochs Nachmittags 3 Uhr,
„ Hamburg Sonnabends » 5288
und außerdem 1 Schleppboot: 1 von hier Sonntags,.“— „ Hamburg Mittwochse expediren und die bis jetzt bestehende Winter⸗ Zulage, sowohl zu Thal als zu Berg, vom 15ten d. Mts. aufheben. 8b Bis zum 1. März bleibt unser 3enser Passagier⸗ und Güter⸗Tarif noch in Kraft. Magdeburg, den 7. Februar 1846. Die Direction der vereinigten Hamburg⸗Magdeburger Dampfschifffahrts⸗Compagniec. Holtzapfel.
Ruhrort- Crefeld Kreis Glad⸗ cher Eisenbahn.
Durch Rescript des hohen Finanz⸗Ministe⸗ rii vom 2. Oktober 1845
ist der unterzeichnete pro⸗ visorische Verwaltungs⸗ Rath benachrichtigt wor⸗ den, daß des Königs dK-.nSee AE b. 8 Aolage ei⸗ e h IFAs ner Eisenbahn von dem Z linken Rheinufer bei Ruhrort über Uerdingen und Crefeld nach Gladbach mit unmittelbarem Anschluß an die Aachen⸗Düsseldorfer Eisenbahn unter den besonderen Bedingungen Aller⸗ höchstihre Genehmigung zu ertheilen geruht haben, daß 1) dem Staate die Genehmigung des Bahngeld⸗ und des Fracht⸗Tarifs, sowohl für die Waaren als für den Personen⸗Transport, so wie jeder Abänderung dieser Tarife, desgleichen die Genehmigung und nöthigenfalls auch die Abänderung des Faheplans vorbehalten, und ferner, daß 2) die Gesellschaft verpflichtet bleibe, den Anordnun⸗- gen, welche wegen polizeilicher Beaufsichtigung der bei dem Eisenbahnbau beschäftigten Arbeiter ge⸗ troffen werden, pünktlich nachzukommen und die aus diesen Anordnungen hervorgehenden Ausgaben, insbesondere auch die durch Anstellung des poljzei⸗ lichen Aufsichts⸗Personals entstehenden Kosten zu tragen. 21221 Zuglaich hat Hochdasselbe durch Rescript vom 3. De⸗ zember v. J. verfügt, die Statuten, weil der Allerhöch⸗ sten Entscheidung gemäß die Ausdehnungs⸗ und Rich⸗ tungslinie der Bahn sich geändert habe und die Kon⸗ zession an die oben mitgetheilten der früheren General⸗ Versammlung noch nicht bekannten Bedingungen ge⸗ knüpft werden, einer nochmaligen bezüglichen Berathung zu unterwerfen. Mit Rücksicht auf Art. III. der transitorischen Be⸗ stimmungen und in Gemäßheit des §. 41. 4 b. beehren wir uns demnach die Herren Actionaire zur
General⸗-Versammlung
auf Dienstag den 10. März d. J., Vormittags 9 Uhr, im Oellerschen Saale, Hochstraße Nr. 42 hierselbst, er⸗ ebenst einzuladen, um zur Beschlußnahme über die er⸗ sorerlichen Modificaionen der Statuten und eventuell auch zur Wahl eines definitiven Verwaltungs⸗Nathes und einer Direction zu schreiten.
Zur Theilnahme an der General⸗Versammlung haben sich die Herren Actionaire innerhalb 14 Kaß⸗ vor dem 10. März c. bei dem Secretair der Gesellschaft, Herrn Remkes, im Lokale derselben (Hochstr. Nr. 42 dahier) durch Vorzeigung der Interims⸗Quittungen und um stimmberechtigt zu sein, als Inhaber von 5 oder mehr Actien, oder als Bevollmächtigte eines sol⸗ chen zu legitimiren, und erhalten eine Eintrittskarte, auf welcher die Anzahl der ihnen gebühren Stimmen be⸗ merkt ist.
Crefeld, den 28. Januar 1846.
Der Verwaltungs⸗Rath. der Ruhrort⸗Crefeld Kreis Gladbacher Eisenbahn⸗ Gesellschaft. Leysner. von der Straeten. Diergardt. Haniel. Schmölder. von Beckerath. Foerster. Wiesmann. Preper. Schroers. Kaibel. Klewitz. Hermes. Hoeninghaus. Liebrecht. [122»b] 8
de Greiff. “ — Den Besitzern von Actien der Pi⸗ n stoja 2 Poretta 2 (Appeninen)
Lcisenbahn beehren wir uns anzuzeigen, b Eraß Uns von der Direction die
Agentur für Berlin übertragen worden ist,
und werden wir seiner Zeit die darauf zu leistenden Einzahlungen nach Abrechnung der Zinsen zu veröffent⸗ lichen uns erlauben.
Berlin, den 9. Fehruar 1846.
Hirschfeld & Wolff.
Russ.⸗Engl. Anleihe vom Jahre 1114b] 1822.
Die bei uns Behufs Erhebung der neuen Zinsbogen einzuliefernden Obligationen nehmen wir vom 12. Fe⸗ bruar ab in Empfang.
Gebrüder Veit & Co., Neue Promenade Nr. 10,
1118b
Königsstädtisches Theater.
Mittwoch, 11. Febr. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) Cene- rentola. Komische Oper in 2 Akten. Musik von Rossini. (Sgra. Marietta Alboni: Cenerentola, als Gastrolle.)
A llge m e 8 n er A nzeiger.
„ 1 .ift
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. 88 2 Rthlr. sür
4 Rthlr. ¾
Im Selbstverlage der Expedition. 8 Rthir. 1 Jahr.
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerrj
„ Theilen der Monarchie
ohne Preiserhöhung. 8 sertions-Gebühr sür den mmnmem b 1 um einer Zeile des Allg.
[1000] . Von den unterzeichneten Gerichten ist A
Behufs der Cassation der nachstehend sub O. auf⸗ geführten alten Hypotheken 11 Antrag des Besiters.
Zu Ermittelung des Lebens oder Todes:
1) des am 13. März 1787 geborenen und im Jahre 1812 mit den schwarzen Dragonern in die Cam⸗ pagne nach Rußland gezogenen Johann Christian Lommatzsch aus Schmiedewalde, und
2) der am 21. März 1779 geborenen und im Jahre 1795 oder 1796 von ihrer Heimat weg und nach Dresden, um dort Dienste zu suchen, gegangenen Johanne Christiane Lommatzsch, ebendaher,
welche seit den angegebenen Zeiten keine Nachrichten von sich gegeben haben und deren Vermögen in je einem Viertheil an den in Deposito befindlichen 37 Thlr. 12 Ngr. 9 Pf. besteht, auf Antrag deren Geschwister⸗ kinder in Gemäßheit des Mandats vom 13. November 2 mit Erlassung von Ediktalien zu verfahren ge⸗ wesen:
Gerichts wegen werden daher
ad A. alle diejenigen, welche als Gläubiger, Cessionarien oder sonst aus einem Grunde an den hypotecirten Posten Ansprüche zu haben vermeinen, bei Strafe des Aus⸗ schlusses und Verlust ihrer Ansprüche, auch beziehend⸗ lich der Rechtswohlthat der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand,
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Ediktal⸗Citation.
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Gustav Leonhardi, Gerichts⸗Dirckhm 2
aüse Anzeigers 2 Sgr. b “
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Auslandes nehmen Bestellung auf dieses Blaltt an, für Berlin die Expedition der Allg. Preuß. Zeitung: Friedrichsslraße Nr. 72.
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8US F nn ad B. die Abwesenden, sowohl alle diejenigen, welche zurückgelassenen Vermögen Ansprüche zu hoben⸗ meinen, erstere unter der Verwarnung der am erfolgenden Todes⸗Erklärung, letztere bei Strä Ausschlusses und Verlust ihrer Ansprüche, ang e hendlich der Rechtswohltat der Wiedereinssetzun 8 vorigen Stand, hierdurch öffentlich vorgelada
den 1. April 1846,
zur rechter früher Gerichtszeit vor uns an orag Gerichtsstelle zu erscheinen, ihre etwanigen Anspntze⸗ zumelden, solche zu quantifiziren und zu besctiene mit dem nach Befinden zu bestellenden Kondag rechtlich zu verfahren, binnen 7 Tagen zu bhesteg
und hierauf, den 1. Mai 1846, der Inrotulation und Versendung der Alten nach lichem Erkenntnisse oder der Abfassung und Publig eines Gerichts⸗Bescheids, welcher rücksichtlich der aig gebliebenen um 12 Uhr Mittags für bekannt za angenommen werden würde, gewärtig zu sein. Auswärtige haben zu Annahme künftiger Lahe hier oder in der Nähe des Gerichts wohnhafe . vollmächtigte bei 5 Thlr. Strafe zu bestellen. Schloß Rothschönberg bei Wilsdruf im Köngg vVLerhandlungen.)
S en 3. Oktober 1845.
ditts a 88 44 vg 2 oßbritanien und Irland. London. Hofnachricht. — Parla⸗ 2* Die von Schönbergischen Gerichte, ments⸗Verhandlungen: Eisenbahn⸗Bills; die Zoll⸗Maßregeln peel's; Aufhebung der Strafbestimmungen gegen Katholiken. — Die achrichten aus Indien, Schlacht gegen die Seiths. — Eisenbahn⸗Ein⸗ gölungen. — Lord Morpeth. — Strandung eines Auswandererschiffs. —
43 JII aie e. esa gethl. mn4 ne huü. 111181“1““
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icher Theil. 22 Provinz Preußen. jigsberg. — Rhein⸗Provinz.
Schlittenfahrt zwischen Pillau und Kö⸗ Gewitter. — Rheinhöhe. — Drosch⸗ en in Köln.
Bundesstaaten. Königreich Bayern. Verhandlungen Fetlehs amar der Abgeordneten. — Großherzogthum Mecklen⸗ hurg⸗Schwerin. Finanz⸗Etat. — Schifffahrt. — Frequenz der Uni⸗ eisität Rostock. — Freie Stadt Lübeck. Verkehr auf der Trave. ßland und Polen. St. Petersburg. Offizielle Anzeige von der Verlobungsfeier in Palermo. — Ordensverleihungen. — Nachrichten vom kaukasischen Kriegsschauplatz. aukreich. Deputirten⸗Kammer. b Madagaskar, Polen, Sprien und Algier. — Paris. Die Intervention La Plata M arolkanische Nüstungen gegen Abd el Kader. — Der Verlust an Mannschaften in Folge des algerischen Schneesturms. — Augen⸗Operation des Dr. Rour. — General⸗Versammlung der Nord⸗ ahn⸗Actionaire. — Kommissionsbericht über die Binnensschiffahrt. — Maß⸗ egeln gegen die Bettelei. — Schreiben aus Paris. (Schluß der Adreß⸗
Objekt der Hypothek.
Name
Betrag es
der Schuld.
Gläubigers.
Schreiben aus London. (Die Nachrichten aus Indien. — Die Whigs und Sir R. Peel.)
helgien. Brüssel. Verhaftung der Baumeister des Tunnels von lumptich. — Vermischtes.
Name des jetzigen Besitzers.
Name des Besitzers, unter dem die Hy⸗ pothek entstanden.
T a der Entstehn der Hopoth
Häusler⸗ Nahrung in Seeligstadt. Extrahirt Rothschönberg, den 3. Oktober 1845.
25 Mfl. Gulden. Anne Rosine
Zschoche.
13 Mfl. 14 Gr. 10 Pf.
43 Thlr. Conv.⸗ Geld.
Gontffried Zschoche.
Die Schwedlerschen Kinder in Nieder⸗
Karl Gottlieb Lorenz.
Johann Gottlieb Maudrich.
Johann Gottlieb desal. Maudrich.
Johann Gottlieb Konsens vom) Maudrich. 1803.
1
tugal. Schreiben aus Lissabon. (Kammer⸗Arbeiten; Angriffe gegen das Kabinet; Baron Renduffe; die Inseln des grünen Vor⸗ gebirges.) 8 8 bisenbahnen. Braunschweigische Bahnen. — Ostfriesische Bahnen. handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Markibericht. — Ein⸗ und Ausfuhr Stettins im Jahre 1845.
“ zrlesungen über dag deutsche Theater. — Neue Musikalien. — Meteor⸗ aamntah 1 S taub und vulkanische Auswürflinge. — Archäologische Gesellschaft. — 8 ine zweite blaue Grotte.
Kauf cl. 16. M. 1787.
“
[1100=⁄¼%¶ Ediktal⸗Citation.
Behufs der Cassation der nachstehend sub O ver⸗ zeichneten alten noch ungelöschten Hypotheken soll auf Antrag der Besitzer der verpfändeten Grundstücke in Gemäßheit des Mandats vom 13. November 1779 mit Erlassung von Ediktalien verfahren werden. —
Es werden daher alle diejenigen, welche als Gläu⸗ biger, Cessionarien oder sonst aus einem Grunde an die hypothecirten Posten Ansprüche zu haben vermeinen, hierdurch öffentlich vorgeladen, bei Strafe der Aus⸗ schließung und Verlust ihrer Ansprüche, auch beziehend⸗ lich der Rechtswohlthat der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand,
den vierten April 1846 zu früher Gerichtszeit vor uns an ordentlicher Gerichts⸗ stelle zu erscheinen, ihre etwanigen Ansprüche anzumel⸗ den, solche zu quantifiziren und zu bescheinigen, mit
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dem nach Befinden zu bestellenden Kontradiktor hlhe Jage. “ lich zu verfahren, binnen sieben Tagen zu bhesche irl Hiirss ze und hierauf
den neunundzwanzigsten Mai 1846 8 u 78 Iee elace. 88 Sersenneng dan Akten nach m. er g . ein
ichem Erkenntnisse oder der assung und Publical 1u1u1A 8 11 rines Gerichtobescheides, welcher rucschtig *7 n S. mtlich er Th eil. gebliebenen um 12 Uhr Mittags für Aalannt gemac e .“ angenommen werden würde, gewärtkg zu zeän. .. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
Auswärtige haben zu Annahme künstign Ladund den dänischen Schriftsteller Andersen den Rothen Adler⸗ hier oder in der Nähe des Gerichts wohnhasie Benecrhen zritter Klasse und dem Oberförster Grafen von der Schu⸗ mächtigte bei 5 Thlr. Strafe zu bestellen. enburg⸗Lieberose zu Li hanniter⸗Orden
Limbach bei Wilsdruf im Königreich Sachsen aag verxleihen; so wie “
“
8
Adreß⸗Verhandlungen über;
gesetzliche Normirung dieser Verhältnisse.
Berlin, Donnerstag den 12 “u Februar
Den Forst⸗Inspektor von Schwartzkoppen zum Regierungs⸗
und Forstrath bei der Regierung in Frankfurt; und Den Land⸗ und Stadtrichter Lange zu Passenheim zugleich zum Kreis⸗Justizrath des Kreises Ortelsburg zu ernennen.
Se. Hoheit der regierende Herzog von Sachsen⸗Koburg⸗ Gotha ist nach Koburg abgereist.
Uichtamtlicher Theil 81
Inl and. .
Provinz Preußen. Am 5. Februar kamen in Pillau 16 mit Heede beladene Schlitten, die ersten während dieses Winters, aus Königsberg über das zugefrorene Haff glücklich an und kehrten, mit Eisen befrachtet, auf dem nämlichen Wege dahin zurück. Tief und Pergatt bei Pillau waren dagegen noch frei von Eis.
„NMhein⸗Provinz. Am 7. Februar Abends entlud sich in Düsseldorf und der nächsten Umgegend ein ziemlich starkes Gewitter. Am Sten hatte der Rhein dort wieder ein Höhe von 21 Fuß 10 Zoll erreicht; das Wasser war in der Nacht um ½ Fuß gewachsen. Bei Köln war am 7. Februar Morgens um 8 Uhr die Rheinhöhe 23 Fuß 5 Zoll und Nachmittags 2 Uhr 23 Fuß 7 Zoll. — Die Zahl der Droschken in Köln, welche bis vor wenigen Jahren auf 24 beschränkt war, ist jetzt, ausschließlich der sogenannten Vigilanten für die Eisen⸗ bahn, auf 100 vermehrt worden.
Deutsche Bundesstaaten.
Königreich Bayern. Den Berathungs⸗Gegenstand der Sitzung der Kammer der Abgeordneten vom 6. Februar bildete ein Antrag, welcher schon auf mehreren Landtagen, insbesondere im Jahre 1831, die Kammer beschäftigt hatte, nämlich der über Fixirung der Zehnten und Laudemien. Der Antrag, vom Abg. Nabl gestellt, bat um Vorlage ei⸗ nes diesfälligen Gesetzes; der Ausschuß beantragte, außer dieser Vorlage, die Genehmigung eines Antrags hinsichtlich der Zehnt⸗Verhältnisse von Gründen, e. neue Hopfenanlagen gemacht werden wollen. Eine Modifi⸗ cation von Seiten des Abg. Dekan Bauer wünschte den Antrag so ge⸗ faßt: die Regierung möchte mit möglichster Beschleunigung und allem Nach⸗ druck eine allgemeine Fixrung der Zehnten und Laudemien auf dem Wege freiwilliger Uebereinkunft unter den Betheiligten herbeizuführen geneigt sein. In der Debatte selbst theilten sich, zwar unter allgemeiner Uebereinstim⸗ mung, daß es zeitgemäß sei, den Boden frei zu machen, die Redner in zwei Ansichten: die Einen erblickten in jeder gesetzlichen Bestimmung in Betreff jenes Gegenstandes einen Zwang, welcher verfassungsgemäßen Rechten wi⸗ derstreite, daher sie nur auf dem Wege freiwilliger und friedlicher Ueberein⸗ kunft das erwünschte Ziel erstreben wollten; die Anderen verlangten eine Am Schlusse der Debatte ver⸗
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theidigte der Antragsteller, wie der Referent des Ausschusses, den Antrag und beziehungsweise den Vortrag hierüber. Der Minister des Innern be⸗ schränkte sich, ohne auf das Matrrielle einzugehen, lediglich darauf, zu be merken, daß der Fixation des Zehnten durch ein gewöhnliches Gesetz gesetz⸗ liche Bestimmungen, nämlich §. 7 des sechsten Verfassungs⸗Edilts, so wie das Entäußerungs⸗Gesetz vom 17. Nov. 1837, wodurch der §. 8, Tit. IV., auf den man sich mehrmals berufen, aufgchoben worden sei, entgegenständen. Es
könnten also in dieser Beziehung nur durch ein Verfassungs⸗Gesetz Bestim⸗ mungen getroffen werden. Das Resultat der Abstimmung war, daß nicht nur die Modification des Dekan Bauer, sondern auch die des Abg. Rehlen, welcher im Gesetz⸗Entwurfe eine Berücksichtigung der schon im Jahre 1831 gemachten Anträge verlangte, verworfen wurden, während der Antrag selbst mit 74 gegen 52 Stimmen von der Kammer die Zustimmung in solgender Fassung erhielt: „Se. Majestät der König möge gebeten werden, an di Stände⸗Versammlung baldizst einen Entwurf wegen Fixation der Zehnten und Laudemien gelangen zu lassen.“ Am Schlusse der Sitzung wiederholt Frhr. von Lerchenfeld die (in Nr. 40 der Allg. Pr. Ztg.) erwähnt Interpellation, ob die Königl. Regierung, welche durch ihre Behörden von der Abfassung von Adressen in einer gewissen Richtung Kunde haben müsse, auch Adressen, die sich mit derselben Loyalität, aber im Sinn eines anderen politischen Spstems aussprächen, nicht hindern werde. Der K. Minister des Innern, Herr von Abel, bemerkte hierauf: „Davon, daß von Seiten der K. Po⸗ lizei⸗Behörden Bewilligungen zu Zusammenkünften und zur Sammlung von
Unterschriften für Adressen, in was immer für einem Sinne, ertheilt worden seien, ist mir durchaus nicht bekannt; ich habe vielmehr guten Grund, diese Beschuldigung als ungegründet abzulehnen.“ Unterbrechung von Seiten des Abg. Frhrn. von Lerchenfeld: „Ich habe hier ein Zeugniß des Landgerichts Miesbach in Händen, welches ausdrücklich von der ertheilten Erlaubniß spricht.“ (Unruhe auf den Gallerieen.) Der Minister de
Innern: „Herr Präfident! Ich glaube, es bestehen in der Verfassungs
Urlunde und in dem Reglement Bestimmungen gegen die Aeußerunge
der Theilnahme der Gallerieen. Es haben sich schon bei früheren Fällen ähnliche Aeußerungen der Theilnahme der Gallerieen sehr lautbar gemacht; ich ersuche daher den ersten Herrn Präsidenten, diesem Unfuge ein Ende zu machen.“ Der erste Präsident: „Ich habe allerdings schon früherhin mich ausgesprochen, daß ich die Gallerieen aufs dringendste bitte, in keine Bezichung mich zu veranlassen, zu demjenigen zu schreiten, was nach der Geschäfts⸗Ordnung meine Pflicht ist, sobald irgend ein Zeichen des Bei falls oder des Mißbilligens sich laut geben sollte. Ich rechne darauf, daß dies nicht wieder vorkömmt.“ Der Minister des Innern: „Was di angeführte Thatsache betrifft, so erkläre ich, daß sie mir ganz unbekannt daß sie mir ganz fremd ist. Ich weiß von Adressen in politischer Rich tung nichts, wohl aber in religiöser; ich habe davon keine ander Kenntniß als diejenige, die mir theils durch öffentliche Blätter, theils durch vertrauliche Mittheilungen geworden ist. Adressen zu hemmen, in welchen die Unterthanen, gegenüber ihrem König un Herrn, ihre Gefühle aussprechen, steht weder dem Ministerium, noch irgend einer Behörde des Königreichs zu. Wann, wie und in welcher Weise diese Adressen aufzunehmen srirm und was in dieser Beziehung zu geschehen habe, das ist einzig und allein der Weisheit des Monarchen an heimgegeben, dem in dieser wie in jeder Beziehung das vollste Vertraue gebührt. Den öffentlichen Behörden kommt nur zu, in solchen Fällen di Gesetze zu wahren und zu handhaben. Die Gesetze werden gehandhabt Ich, meine Herren, beklage es lebhaft, wenn auf einem Felde Aufregungen erzeugt werden, wo sie nach meiner innigsten Ueberzeugung am bedenklichsten
Die von Schönbergischen Gerichte.
Güsr Leocb skbtarscpilchetze Bätes Vorlesungen über das deutsche Theater,
Name des Gläubigers.
Objekt der Hopothek.
Betrag der Schuld.
Name des Vesipers⸗ Nam e T gehalten von Dr. Pru t. unter dem die Hy⸗ des der (Erste Vorlesung, den 10. Februar.)
pothek entstanden.] jetzigen Besitzers. Entsteb , Seit einiger Zeit herrscht im Lager der Dramaturgie eine auffallende
vNm 58 Thlr. Conv.⸗ Johann Jacob
Geld.
Erbgericht.
benlehn. 26 Thlr. 12 Gr. Conv.⸗Geld. 154 Thlr. 20 Gr. 2 Pf. Conv.⸗Geld. 43 Thlr. 18 Gr. Conv. Geld.
dasselbe. dasselbe. dasselbe.
Blankenstein.
bach Lchin
. ö Fribsche.
Krauthainze, Bür⸗ germeister in Sie⸗
George Dittrich in
Anne Regine ver⸗ wittwete Peschel. Johann Gottlob Schlinzigs zu Lim⸗ Jo⸗ hanne earh
Röher 8
10 Mfl. zur Aus⸗ Häusler . Nahrung Jehann Gottfried
Nr. 70 des Br.⸗Cat. 20 Mfl. Dreiachtelhufengut
Nr. 53 des Br.⸗Cat. 800 Mfl. dasselbe.
Extrahirt Limbach, den 3. Oktober 1845.
stattung. Wittig.
Simon Burkhardt.
Anne Regine ver⸗ wittw. Burkhardt.
b asch. Johann Christian Johann Gottlieb
hätigkeit: es soll aufhören, der Schauplatz literarischer und anderer Ge⸗ üßsucht zu sein, die stets im Gefolge geistiger Erschlaffung ist, und Käm⸗ er und Zuschauer rüsten sich dazu mit gleichem Ernst. Man öffnet wie⸗ die Vorrathskammer der Geschichte, die Arsenale der Wissenschaft, und Kritik vertauscht ihren Galanteriedegen, mit dem sie die Schönen grüßte, gen schneidende Waffen. Wem gelten diese Rüstungen? Dem goldenen ließ der Dichtung, das noch keiner von uns sah und nach dem Alle sich hnen. Glück auf, ihr Ritter, die ihr ausgeht, es zu holen, und möge iner von euch ein Raub des Drachen werden, der es bewacht!
Ehe aber der eigentliche Kampf beginnt, ruhen die Arme der Helden, d nur der Wächter am Steuer schaut unverwandten Blicks vorwärts drückwärts. Jede Schwierigkeit, die er überwindet, lehrt ihn die folgende, wnicht besiegen, so doch erkennen, und die neue Gefahr überrascht nicht ihr. Zum Glück fehlt es nicht an scharfen Augen zu diesem Dienst, die härfsten hat Gervinus. Seitdem er uns den Horizont unserer litera⸗ schen Zukunft verdeutlicht hat, sehen hundert Augen, was er sie sehen bie. Prutz ist einer seiner Jünger.
In der ersten Vorlesung hat er seinen Standpunkt bezeichnet und die tschichte des deutschen Theaters bis zur Reformation flüchtig nissen, Beides, ohne eben etwas Neues vorzubringen. In Beziehung auf
Standpunkt ist dies nur ein Beweis für seine Sicherheit, wenn alle nenden ihn theilen; und was den geschichtlichen Stoff anlangt, so liegt im Wesen dieser Vorträge, daß sie keinen neuen, auf gelehrtem Wege
Hillig. Rost. Kauf vom . Vergleich; 17ten Erbtha lung vom b
März 173
derselbe. derselbe.
derselbe.
Kauf un.
Eva Regine ver⸗ 8 Juli 1ls
wittwete Hillig geb. Striegler.
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IEI111111““
Johann Gottlob]/ Johann Gotthelf [Kauf vom I. Weber. Weber. 1813.
Gottlob Burlhardt. Karl August Burk⸗Kauf vom
hardt. 1751. Johann Gottlieb derselbe. Kauf vomaüf Burkhardt.
tember M
— —
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KÜiterarische Anzeigen.
[102] Jahrbücher deutscher Gesinnung, Bildung und That. Herausg. von V. A. Huber. 1846. Heft 4. 5. 6. Inhalt: Ueber Freimaurerei. (Schluß.) — Aus Novalis ungedrucktem Tagebuche seiner letzten Lebens⸗ jahre. (Schluß.) — Ueber die politisch⸗religiöse Bedeu⸗ iung des histor. Drama's, mit besonderer Beziehung auf F. Rückert. — Zeitgemäße Herzensergüsse in Kor⸗ respondenzen aus der Ober⸗ und Unterwelt. — Zur neuesten Literatur. — Zur Tageschronik.
. Fiegfgece ist:
Offentlicher Belustigungs-
ort bei Christiania zu 1116 b! verkaufen. genberg mit den dazu gehörenden Gebäuden, bestehend
aus dem Hauptgebaͤude mit 16 Zimmern, worunter ein Saal von fünffach Fenstern, Küche ꝛc., einem vollständigen
G
vonnenen, sondern den alten, längst gesicherten mittheilen. Nur muß die itheilung anregend sein, und das war sie und wäre es vielleicht noch hr gewesen, wenn Herr Prutz frei gesprochen hätte. Vor Allem aber ist vaterländische, echt nationale Gesinnung anzuerkennen, die dem wissen⸗ aftlichen Streben stets beigesellt ist und seinen sonst ernsten Ausdruck fast chhterisch anhaucht. Die folgenden Vorträge sollen zeigen, daß die dramatische Kunst, die bte Blüthe der Poesie, aus den Wurzeln des Nationallebens ihre Nah⸗ eug empfängt, mit ihm selber sich entfaltet und mit ihm verwelkt, daß also umfassend — bin ich Willens, mich meinet soh afözem Zustande auf jenes jederzeit zurückgeschlossen werden kann. Diesen den Gesundheit halber nach einer ruhigeren 8 8 bat Herr Prutz mit Schärse und Bescheidenheit für sich abgegranzt, nend, unter der Hand zu möglichst billigen 387 Pessmal seine dramaturgischen Ansichten will er entwickeln, „weil die gen zu verkaufen, oder, wenn kein annehml 8 der Dramaturgie in dieser Stadt leben.“ Wenn ihn sonst nichts gemacht würde, auf wenigstens 10 Jahre zu ven „so mag er es immerhin thun. Wir würden ihm auch hierin gerade
— Klingenberg, seit 15 Jahren mit dem gun gern zuhören, wie seinen literar⸗geschichtlichen Entwickelungen. Erfolge als Restauration und Konditorei benuhg 1““ b““ einzige 8 seiner 6- 8 der Nähe 718 väneg 8 . “ bat esonders im Sommer eine 8 1.“ b.F Eaa — Liebhaber werden eiss, “ Neue Musikalien. 6 schriftlich an mich zu -. umgehen 54 Klavier⸗Com positionen. 1e Aufschlüͤsse E d8 nr. -] Silvana, Solo für Pianoforte, von Wilhelm Taubert; Christiania, im Dezember 1845. nhs 2) Polonaise für Pianoforte, von demselben. Berlin N. Caspary, Ken' bei Trautwein (J. Guttentag). 3) Tarantelle du vrü a b p. Litolff. Berlin bei Schlesinger. unch moderne Klavier⸗Composition im Allgemeinen charalterisirt sich da⸗ ache, agse shr hauptsächlichstes Augenmerk auf die Erzeugung mannig⸗ scheint ns mentaler Effelte richtet. Der Gedanke, an sich oft gering, er⸗ 1 einer eigenthümlich einschmeichelnden, vollsaftigen Gestalt. So
Konditorei⸗Gebäude, zwei durchaus bedeckten N nen, einem Billard, einem Sommer⸗Theater,
villon, mehreren Gartenhäusern, einem Snul⸗ Pferde, der im Sommer von der Artillerit benc einem Eiskeller und anderen Kellern, einem 5 und anderen nothwendigen Nebengebäuden, san mit vielen Fruchtbäumen bepflanzten Garten, das ein Areal von 18 norwegischen Maß à 2500,2
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umstrickt er, wie mit goldenen Netzen, die Sinne, während der Geist leer ausgeht. Daher auch überall nur Verwendung der geringeren Kunstformen in Liedern ohne Worte, Etüden, Caprices, — und das bloße Ueberzuckern fremder Gedanken, ursprünglich für ganz andere Mittel der Ausführung be⸗ stimmt, in Fantaisies, Transcriptions, Reminiscences etc. Dies Alles deutet auf Armuth des Geistes und ein Ueberwuchern des äußeren Sinn⸗ lichen, Zufälligen. Die Schuld davon liegt nicht im Einzelnen; sie liegt in der Zeit, und der Einzelne ladet nur einen größeren oder geringeren Antheil davon auf sich. Die moralische Bedeutsamkeit der Tonkunst freilich ist im Vergleich zu den übrigen Künsten, Sö Malerei und Skulp⸗ tur, nur wenig in die Augen springend. Deshalb aber ist sie nicht geringer, und man hat sie vielfach anerkannt. Die Konsecquenzen, die sich daraus für den Einzelnen ergeben, sind, daß er von dem bloßen sinnlichen Genuß der äußeren Erscheinung in der Kunst sich erheben müßte zum Streben nach der Erkenntniß ihrer ingeren geistigen Bedeutung. Diese muß ihm hier, wie überall in der Kunst, das höchste, heiligste Bedürfnß sein. Aus der Ansichtsweise jedes Einzelnen summirt sich die Meinung der Allgemeinheit. Was daher der Einzelne in dieser Beziehung für sich thut, das geschieht zugleich fürs Allgemeine. Die erweiterten Mittel, welche der Fortschritt der Instrumenten⸗Baukunst bietet, drängen freilich von selbst zu einer Bereiche⸗ rung der Effekte. Jeder Effekt aber ohne eine höhere geistige Bedeutung ist unkünstlerisch, denn die Bestimmung der Kunst ist nicht, unsere Sinne zu kitzeln, sondern unseren Geist zu trästigen und zu veredeln. Dies können Viele, zumal in der Tonkunst, nicht begreifen; und sie meinen, jedes Ueber⸗ quellen der Thränendrüse, jeds nervöse Affection sei bier schon eine wahr⸗ haft künstlerische Kührung. Mit nichten! Jedes Kunstwerk und jede Kunst⸗ leistung muß die Gewalt der Einwirkung in der Treue und Wahrheit der Darstellung und dem innigen Zusammenhange suchen und finden, welchen das Darzustellende mit den höchsten und heiligsten Interessen der Menschen bietet. Doch nun zur Beurtheilung der vorliegenden Werke.
Nr. 1 und 2 sind neuere Produkte eines Komponisten, der durch grö⸗ ßere Werke, wir erinnern nur an sein Klavier⸗Konzert, sein Trio, verschie⸗ dene Sonaten ꝛc., gezeigt hat, daß es nicht Mangel an tüchtiger Bildung und höherem Streben ist, wenn er sich den Beduürfnissen des Tages nicht ganz entzieht, dadurch, daß er dann und wann eine allerliebste Kleinigkeit, einige überaus reizende Quelquechoserieen vom Stapel laufen läßt. Dies⸗ mal bedachte er die spiellustige Welt mit einem Solo, Silvana beti⸗ telt, und einer Polonaise, Musikstücke, denen wir, unsehlbar eben weil dem Komponisten die Kraft zu weit Größerem innewohnt, mehr Gehal tbei⸗ messen müssen, als man von ihrer Gattung zu erwarten geneigt ist. Nr. 1 Silvana, worunter wir uns wohl, nach der Analogie von Silvanus, irgend eine Waldgöttin vorzustellen haben, voll süßen Klanges und nicht ohne einen Anhauch von charakteristischer Färbung, ist gewiß Vielen eine willkom⸗ mene Gabe. Das schöne Titelblatt mit seinem Mondscheinduft, fernem Wasserrauschen in Waldesdunkel und all' den Lockungen einer ro⸗ mantischen Natur mag die Phantasie des Spielers entzünden, daß er viel⸗ leicht das Alles im Stücke selbst wiederzufinden sucht und findet, ein Anreiz, der nicht zu verachten ist, da man ja immer besser zu viel in ein Kunstwerk hineinträgt, als zu wenig herausholt. Faßt ja ohnehin jedes echte Werk der Kunst, und das gehört auch zu den Mpsterien derselben, mehr in sich, als Jeder, ja der Künstler selber, weiß Nr. 2 eine Polonaise, von kräftiger Haltung und frischer Rhythmik, scheint uns vom Komponisten ur⸗ sprünglich für Orchester angelegt zu sein, wenigstens würde es nicht vieler Künste bedürfen, um dieselbe jetzt noch dem Orchester zu akkommodiren. Sie baut sich auf in vier Hauptgedanken. Dem ersten, einem Satz voll ritter⸗ lichen Aufschwunges, reiht sich, gleichsam als Trio, ein durch seine Eckigkeit charakteristischer und uns darum um so wertherer zweiter Gedanke an, von
dem der Komponist wieder auf einen Theil des ersten Satzes zurück kehrt, um aufs neue einen triomäßigen Gedanken entgegenzustellen. Letzterer eine sogenannte angenehme Melodie, sagt uns in seiner Allgemeinheit und Phrasenhaftigkeit weit weniger zu. Nach ihm läßt der Komponist den ersten schwungvollen Satz noch einmal erglänzen und führt uns nun gar zu einem vierten, der uns, trotz der darin angebrachten skurrilen Neckereien, doch des Guten etwas zu viel scheint. Nach so reicher Darlegung des Haupt⸗Inhalts mußte nun natürlich zur Sättigung des Ganzen ein entsprechend langer Schlußsatz gebildet werden. Dieser ist noch vorzugsweise benutzt zur Haͤu fung virtuosischer Schwierigkeiten, die namentlich für die linke Hand leicht etwas ermüdend werden. Doch sind die einzelnen Schönheiten beider Piecen von der Art, daß sie dem ohnehin so unerschrockenen Sinn auch unsere Dilettanten wegen technischer Schwierigkeiten gewiß kein Bedenken aufkommen lassen, und seien sie somit aufs beste empfohlen.
Nr. 3. Die Tarantelle du diable von Litolff, obwohl Konzert⸗Etüde genannt, scheint uns doch weniger, als andere derartig Musikstücke desselben Verfassers, rein künstlerische Ansprüche machen zu kön nen. Wem wir ihren Zweck zunächst darein setzen, Uebungsstoff für Kla⸗ vierspieler abzugeben, und zwar zur Ausbildung einer bestimmten Fertigkeit, der Elastizität des Handgelenks, so können wir ihr ein gewisses Verdienst nicht absprechen. Wem jene fieberhafte Beweglichkeit, die dem Spiel Litolff's eigenthümlich ist, interessant erscheint, der findet sie auch in die ser Composition in reichem Maße, und wird ihm, wie allen Freunden de Virtuosen, auch diese Teufels⸗Tarantelle willkommen sein. 8
Violin⸗Compositionen. “ Der Karneval von Venedig für die Violine von Paganini. Berlin bei Schlesinger.
Dieses übermüthig tolle, von allen Fastnachts⸗Launen spukende Bravourstück ist, dem Hauptgedanken nach, auch dem größeren Publi kum in vielfachen Arrangements bekannt. Unter neueren Virtuosen war es vorzüglich Ernst, der wiederum siegreich damit hervortrat. In⸗- wieweit er und Andere dem von Paganini selbst niemals veröffentlichten Original⸗Mauuskript treu geblieben oder von ihm abwichen, müssen wi dahingestellt sein lassen. Hören wir, was Herr Ghys, der Herausgebe vorliegender Ausgabe, in einer Vorbemerkung versichert: „Italien war mein Aufenthalt, ehe Nicolo Paganini sein Vaterland verließ; ich wohnt allen Kanzerten Paganini's in Rom, Neapel, Palermo, Genua ꝛc. be und folgte ihm nach Wien. Ich habe den Carnaval de Venise öfter als funfzigmal von dem Meister vortragen hören und jedesmal ihn Note für Note aufgezeichnet, um ihn endlich ganz korrekt zu besitzen. Ich war zu jung, um eine so schwere Composition zu spielen; erst nach den Triumphen, welche Paganini in Paris und überall feierte, begann ich mit Ernst und Ausdauer den eben so originellen als schwierigen Carnaval zu üben. Jetzt spiele ich Paganini's Carnaval in meinen Konzerten und veröffentliche ihn, eingeleitet durch ein von mir komponirtes Adagio appassionato.“ — Ueber letzteres ist nur noch zu sagen, daß es be mäßigen Anforderungen an die Technik sehr geeignet ist, der Violine gesang und klangvollen Ton zu entlocken. Wohnt ihm auch vom Karnevalwesen gar wenig ein, so ist es doch eine Grundlage, auf der der Eintritt de eigentlichen, so burlesken Hauptgedankens sich um so besser erhebt.
Wir erinnern bei dieser Gelegenheit an ein verwandtes in demselben Verlage früher erschienenes Werk:
J. S. Bach Ciaccona, für Violine allein mit Pianoforte⸗Begleitung versehen, und dazu für die Violine besonders eingerichtet von
F. W. Ressel. 1 Dieses Werkchen, welches man passend eine Uebersetzung des ehrwür⸗