1846 / 84 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

keine Konzessionen zuzustehen wären, um es zu Zollerleichterungen bei der Einsuhr des Getraides und anderer Natur⸗Produfte zu bewegen, da es im eigenen Interesse es zu thun über kurz oder lang gezwungen sein werde, findet jetzt ihre volle Bestätigung. England fühlt, daß es auf einen Stand⸗ punkt gelangt ist, wo, wenn es seinen Arbeitern nicht eine wohlfeilere Erxi⸗ stenz verschafft, es ihm immer schwieriger werden wird, sich in der Konkur⸗ renz mit anderen Staaten zu behaupten, und diese Ueberzeugung mußte noth⸗ wendig die neuen Finanz⸗Maßregeln zur Folge haben. Wenn diese aber auch höchst zweckmäßig für England sind, so können sie doch durchaus nicht so unbedingt, als man in öffentlichen Blättern thun will, anderen Ländern, welche sich in ganz verschiedenen Verhältnissen befinden, empfohlen werden. England, nachdem es eine gewerbliche Höhe erreicht hat, die alle anderen nder überragt, wirft die Leiter weg, auf der es solche erstieg. Wollten ndere Länder, welche diese Höhe noch nicht erlangten, ihre Leitern ebenfalls wegwerfen, so würden sie jene Höhe gewiß nie errreichen. Die nächsten roßen Folgen der englischen Maßregeln werden allererst für die anderen Lander eine Begünstigung ihres Handels und Ackerbaues, dagegen aber eine starke Bedruückung ihrer gewerblichen Industrie sein. Eine fast gänz⸗ liche Abgaben⸗Befreiung aller Natur⸗Produlte muß den Handel damit und die sie hervorbringende Boden⸗Kultur unendlich beleben und diese zu einer reichlicheren und dabei auch in den Preisen ihrer Produkte mehr lohnenden Erzeugung führen. Bei den wohlfeileren Lebensmitteln wird sich die englische Fabrication aller Art ungemein verwohlfeilern, daher auch ihre Erzeuguisse, wie die damit beschäftigie Bevölkerung, rasch vermehren. Dies und der damit zugleich zunehmende, jetzt schon beispiellose Wohlstand des Landes muß denn auch die Consumtion aller Naturprodukte ausnehmend vergrößern. Ganz anders werden im Gegentheil jene Finanz⸗Maßregeln auf die gewerbliche Industrie fremder Länder einwirken. Wenn es bis jetzt schon schwierig für deren meiste Zweige war, mit England die Konkurrenz auszuhalten, 2 wird dies nun noch schwieriger, ja für einige Zeit unmöglich sein, besonders aber in den Staaten, welche erst in neueren Zeiten die Bahn der gewerblichen Thätigkeit nach einem größeren Maßstab beneten haben. Ihrer gewerblichen Industrie wird daher jede Begünstigung, die man ihr nur irgend gewähren kann, höchst nöthig sein. Als Mittel scheint uns sich hier darzubieten: eine möglichste Erleichterung und Erweiterung ihres Wirkungskrei⸗ ses, ihre besondere Beförderung in der Oertlichkeit, die sich für jeden Zweig am günstigsten zeigt oder sich bereits durch Erfahrung als günstig erwiesen hat; mehr Rücksichtnahme auf intensive als auf extensive Förderung, daher auch vorzugsweise Unterstützung derjenigen Industriellen, welche sich in ihrem Gewerbe vortheilhaft auszeichnen und deren Fabriken man als wirksame Muster⸗Institute ansehen kann; größe Aufmerksamkeit auf jede auswärtige, wirklich verbessernde gewerbliche Erfindung, deren Einführung und Aneig⸗ nung in möglichster Ausdehnung im Lande, so wie die Belebung, Förderung und Verbreitung der mechanischen und chemischen Wissenschaften und zeich⸗ nenden Künste und deren sinnvolle und raffinirende Anwendung *₰ die Gewerbe. Wir werden vielleicht Gelegenheit finden, hierüber einst mehr ins Detail einzugehen. Jetzt genügt es, diese Mittel nur in allgemeinen Zügen anzudenten und das ernstlichste Nachdenken aller mit gewerblichen Industrieen Beschäftigten und damit in Verbindung Stehenden darüber anzuregen, was in den sich neugestaltenden Verhältnissen ihrerseits vorzukehren und zu thun sei. Gewiß haben sie die höchste Thätigkeit und den umsichtigsten und raffi⸗ nirtesten Kunstfleiß aufzubieten, um ja nicht stehen zu bleiben, sondern in möglichst schneller Vervollkommnung nach allen Richtungen fortzuschreiten, um sich in der kürzesten Zeit der ausländischen Fabrication in Güte und Preis zu nähern und endlich gleichzustellen. Bleiben sie in ihren Preisen gegen das Ausland zu hoch und dadurch die Prämien der Einschwärzuug sremder Waaren zu lockend, so können am Ende ihre Erzeugnisse durch keine Unterstützung, keine Begünstigung, noch Schutz gegen die Nachtheile eines großen ausgebreiteten und unter solchen Umständen nicht zu tilgenden Schleichhandels sichergestellt werden. Den Ackerbaunern möchten wir an⸗ rathen, die für sie entstehende günstige Konjunktur, durch die unserem Lande so nöthige Verbesserung der Boden⸗Kultur und dadurch vermehrte Produckion, aufs allerthätigste zu benutzen, denn die gute Zeit kann auch für sie nicht- ewig dauern. Der Reiz wird auch in anderen Ländern die Boden⸗Produktion vermehren, und die daraus nach England entstehende Konkurrenz der Zufuhr die in erster Zeit dabei sich zeigenden Vortheile gar bald beschränken. Diese gewisse Aussicht macht es auch für sie räthlich, ihrerseits ebenfalls auswärtigen Stoffen und anderen Gewerberzeugnissen zu entsagen und so die inländische Industrie nach aller Möglichkeit zu unterstützen. Die dadurch sich vermehrende Bevölkerung und Wohlhabenheit des Inlandes kann ihnen dann in diesem selbst einen, guten, den nachtheiligen Weltkonjunkturen nicht so ausgesetzten Absatz sichern, vor allen aber durch den unschätzbaren Vortheil eines nahen belebten Marktes für die Landwirthschaft und den Absatz einer Menge ihrer kleineren, nicht verführ⸗ baren und doch bei dichter Bevölkerung so einträglichen Produkte höchst nützlich werden. Es ist dies eine Bemerkung, welche wir ihnen nicht warm genug ans Herz legen können. Möchten sie sich doch dabei erinnern, daß, wie wir schon öfters gezeigt zu haben glauben, die höheren Preise, welche man einer an⸗ gehenden inländischen Industrie eine Zeit lang zu deren Gedeihen zahlen muß, ganz dem Lehrgeld zu vergleichen ist, welches eine Familie für die Lehrzeit oder sonstige Ausbildung ihrer Familienglieder ausgiebt, wo⸗ durch aber nicht nur ihr künftiges besseres Fortbestehen, sondern auch ein die Auslagen weit übersteigender Nutzen gesichert wird.“

18 Frankhkreich.

Deputirten⸗Kammer. Sitzungen vom 17. u. 18. Herr Thiers, dessen Rede über die Inkompatibilitäten interessante Beleuchtungen des französischen Staatswesens darbietet, sprach nicht nur für den Remusatschen Vorschlag, sondern auch für das von Odilon Barrot dazu beantragte Zusatz⸗Amendement, wonach den Kategorieen der Beamten, deren Stellen in dem ursprünglichen Antrag als un⸗ vereinbar mit der Mitgliedschaft der Deputirten⸗Kammer erklärt wer⸗ den, noch die von der Cvilliste Besoldeten hinzugefügt werden sollten. Wie der Redner sich gegen den Vorwurf vertheidigte, warum er als Minister denselben Vorschlag, der zu jener Zeit ebenfalls gemacht wurde, nicht durchgeführt habe, ist schon mitgetheilt. Herr Thiers verwahrte sich ferner dagegen, als ob er durch Vertheidigung des Odilon Barrotschen Amendements einen Angriff gegen das Königthum selbst zu richten beabsichtigte. Eben so wies er den Vorwurf der Neue⸗ rungssucht zurück. „Ich bin nicht, was man einen Neuerer nennt“, sagte der Redner, „überhaupt habe ich im Allgemeinen keinen Geschmack an Reformen; in einer Gesellschaft, die funfzig Jahre Umwälzungen durchlebt hat, deren Ge⸗ setze alle umgeschmolzen worden sind, kann ich nicht für Reformen sein; nach meiner Ueberzeugung haben wir jetzt nicht zu lernen, wie man neue Constitutionen macht, sondern wie man die schon vorhandenen gebrauchen soll. Nothwendige, unerläßliche Reformen aber machen eine Ausnahme, und für nothwendig halte ich es, daß gewisse Beamten⸗Kategoricen nicht wählbar seien, damit die National⸗Revpräsentation nicht durch abhängige Mitglieder geschwächt werde. Man sagt, wir wollten einige in der Kam⸗ mer sitzende Beamten angreifen. Dies ist möglich, es geschieht aber nur

zum Schutze von 40,000 Beamten, welche täglich als Opfer eines ungerechten Herr Thiers sprach dann von den Unvoll⸗

Sypstems übergangen werden.“ kommenheiten, welche mit allen Regierungsformen verbunden seien, und

warf zu diesem Zweck einige Rückblicke auf die Geschichte Frankreichs.

Unter freien wie unter unumschränkten Regierungen müsse man zuweilen der Macht schmeicheln. Zur Zeit der absoluten Monarchie habe man ge⸗ ehen, wie dem jungen ruhm⸗ und glanzliebenden Ludwig XIV. geschmeichelt werden mußte; später, als dieser König in seinem Alter unter die Herrschaft der Frau von Maintenon gerathen, habe die Schmeichelei sich an diese ge⸗ wandt, und es sei so weit gekommen, daß der große Bossuet zu ihr seine Zuslucht habe nehmen müssen, um die Schwierigkeiten zu entfernen, welche ihm die Censur, auf Betreiben des Beichtvaters Tellier, bei Herausgabe seiner Werke in den Weg gelegt. Dann, unter Ludwig XV., habe ein gro⸗ ßer Minister, Choiseul, sich genöthigt gesehen, ebenfalls einer Frau zu schmeicheln; um diesen Preis habe er erlangt, daß ihm gestattet worden, Frankreichs Seemacht zu heben und sein Heer wiederherzustellen; und als der Geschmack jenes Monarchen noch tiefer gesunken, von einer eleganten Frau zu einer cynischen Courtisane, „Verzeihung“, rief hier der Redner, daß ch Namen an diesem Ort nenne, die von der Geschichte gebrandmarkt sind und die vielleicht auf der Tribüne eines freien Volkes nicht gehört werden sollten“,

. 1

sich in die Regierung ein.

als Ludwig XV. von Frau von Pompadour seine Neigung auf die Dubarry gewendet und Choiseul nun nicht länger habe nachgeben wollen, da sei er gezwungen gewesen, seine Stelle niederzulegen und nach Chante⸗ loup zu gehen. „Aber auch die freien Regierungen“, fuhr Herr Thiers fort, „haben ihre Gebrechen. Ihre Gebieter sind nicht in der Höhe, son⸗ dern in den unteren Regionen zu suchen. Man muß nach unten hin schmeicheln; man muß suchen, die Stimmen der Mitglieder berathen⸗ der Versammlungen zu gewinnen; man muß zu diesem Zweck ihrer Eitel⸗ keit, ihren Interessen, ihren Familienbedürfnissen schmeicheln; und hat man damit ihre Stimmen wirllich gewonnen, so muß man oft auch noch die Stimmen ihrer Wähler zu erobern sich abmühen. Man muß sich zu ihnen herablassen, und so schleicht das Bestechungswesen Solche Ungebühr empört endlich das Land, welches dann losbricht und die Kette der Bestechungen zerreißt. Diesem Uebel gegenüber giebt es Leute, welche nur in der Gegenwart alles Unheil erblicken wollen, die ihr Jahrhundert und ihr Land verleumden, indem sie sagen: „„Frankreich ist heute das verderbteste aller Länder!““ Dem ist nicht so; man darf unsere Zeit und unser Land nicht verschwärzen. Zwar weiß ich wohl, daß in unserer Zeit nicht viel Hochsinn herrscht; aber es ist mehr Privatrechtschaffenheit vorhanden, als in früherer Zeit. Die Herzen fühlen sich nicht so gehoben, weil die Ruhe die Gemüther beschwichtigt, nicht erhebt. Unsere Herzen sind minder hochsinnig, aber unsere Hände sind reiner. Andererseits giebt es auch Leute von leichten Sitten, die da sagen: „„Was die Einen thun, thun später auch die Anderen. Man besticht einen Anderen, oder läßt sich selbst bestechen.““ Zwischen diesen zwei extremen Ansichten, zwischen dem Pessimismus und Optimismus, muß man die Mittelstraße einhalten. Ich habe so vielerlei gesehen, als ich am Nuder war, und besonders, als ich es verließ, daß ich dadurch geduldig und nachsichtig geworden bin. Wenn ich aber Menschen mit ihrer Meinung und ihrem Gewissen Handel treiben sehe, so empört mich dies und flößt mir Abscheu ein. Wenn ich sehe, wie redliche Beamte, die ihr Leben mit Erfüllung ihrer Pflicht hingebracht, vergessen bleiben, während man ihnen Männer vorzieht, die keinen anderen Anspruch als ihre Will⸗ fährigkeit haben, so kann ich nicht umhin, zu erklären, daß wir eine Schuld begehen würden, solchen Mißbräuchen nicht ein Ende zu machen, wenn wir es klönnen. Man hat oft England angeführt. Sie wissen, daß England dieselbe Revolution, wie wir, durchgemacht und sein 1088 hatte, wie wir unser 1830. Nach der Revolution von 1688 wollte Wilhelm auch Gebieter sein. Er verwandte dazu die vom Staate besoldeten, die von der Civilliste bezahlten Beamten. Vier Jahre darauf nahm das Parlament eine Bill an, die alle diejenigen ausschloß, welche Gehalt von der Civilliste be⸗ zogen und welche zur Erhebung gewisser Steuern angestellt waren. Und waährend in England die Regierungsgewalt nur in geringem Maße centra⸗ lisirt ist, die Beamten wenig zahlreich und zudem vermögend sind, ist bei uns die Zahl der Beamten sehr groß, unsere Verwaltungs⸗Organisation ist fast militairisch, unsere Beamten sind in der Regel wenig reich. Bei uns ist es also mit weit mehr Uebelständen, als in England, verknüpft, eine allzu große Zahl von Beamten in die Kammer eintreten zu lassen. Ich erkenne zwar die Nützlichkeit der Anwesenheit von Beamten in der Kammer an, aber Alles hat seine Gränzen. Alle Stände müssen in der Kammer repräsentirt sein: es müssen sich in derselben Agiikulturisten, Fa⸗ brikanten und Kanf leute befinden, die bei der Abfassung der Gesetze nütz⸗ lich sind; auch Gelehrte, die uns aufklären, Advokaten, die mit Allem zu thun haben. Nicht darf eine einzige Klasse der Gesellschaft in der Natio⸗ nal⸗Repräsentation vorherrschen; es wäre dies sonst die Herrschaft des Pro⸗ hibitiv⸗Systems in seiner höchsten Uebertreibung. Allerdings bin ich der Ansicht, daß man auch in der Kammer Beamte haben muß. Waren aber die hervorragendsten Männer der Kammer, die den größten Antheil an der Leitung des Staates gehabt, Graf Molé, Dufaure, Casimir Perrier, Gui⸗ zot, Herzog von Broglie, Odilon Barrot, etwa Beamte? Herr Guizot freilich war einen Augenblick lang Professor, ist er darum ein Beamter? Doch ich spreche nicht gegen die Beamten an sich, sondern nur gegen ihre zu große Anzahl in der Kammer. Hätten Sie ausschließlich Fabrikanten in dieser Kammer, dann hätten Sie ja das ärgste Prohibitiv⸗System hier. Hätten Sie dagegen ausschließlich hier Kaufleute, dann hätten Sie das ganz ent⸗ gegengesetzte System, das die National⸗Erzeugnisse allen Zufällen der zü⸗ gellosesten Konkurrenz bloßstellen würde. u (Schluß folgt.)

Paris, 19. März. Die Debatte über die Unvereinbarkeit von Staatsämtern mit dem Deputirten⸗Mandat ist schneller beendigt wor⸗ den, als man nach dem Eifer, den die Opposition, von Herrn Thiers geführt, bei dieser Frage entwickelte, auf der Seite der Regierung er⸗ wartet zu haben scheint. „Das Ministerium“, sagt heute das Jour⸗ nal des Débats, „hatte angekündigt, daß es die Kammer auffor⸗ dern werde, nicht zur Berathung der Artikel (des Remusatschen Vor⸗

schlags) überzugehen. So stellte denn auch Herr Duchatel (der Mi⸗ nister des Innern) die Frage gestern nach dem Schluß der allgemei⸗ nen Berathung in sehr bestimmten Ausdrücken, und die Kammer erklärte sich mit einer Majorität von 48 Stimmen (232 ge⸗ gen 184) dafür, den Vorschlag in dieser ausdrücklichen Form zu ver⸗ werfen. Die Niederlage ist ernst für die Opposition; vor wenig Jahren wurde derselbe Vorschlag, wenn unser Gedächtniß uns nicht trügt, nur mit einer Majorität von 8 Stimmen ver⸗ worfen. Wir zweifeln nicht, daß die Rede des Herrn Thiers viel zu dem Ergebniß der gestrigen Abstimmung bei⸗ getragen, eine wunderbare Rede, wenn man will, aber eine Rede, die der Majorität deutlich zeigen mußte, daß es sich von etwas ganz Anderem handelte, als von einer bloßen parlamentarischen Reform. Hoffentlich werden die Wogen niemals bis dahin steigen, wir hoffen es für das Land, wir hoffen es für Herrn Thiers selbst. Als Haupt der Opposition, da dies der Titel ist, den er sich fortan giebt, und die Krone, die er sich gestern stolz mit eigener Hand aufsetzte, kann Herr Thiers noch eine glänzende und glückliche Laufbahn haben; als Minister könnte er, nach den Verpflichtungen, die er übernommen hat, nur sich selbst und Frankreich ins Verderben stürzen. Die Rede des Herrn Thiers wird sein Compte-Rendu sein. Wenn wir mit der Charte von 1830 und mit der Juli⸗Monarchie die Repräsentativ⸗ Regierung nicht besitzen, wo ist dann jene unbekannte Repräsentativ⸗ Regierung, jenes Ideal, das Herr Thiers in seiner Phantasie verfolgt?“ Als Beitrag zur Beantwortung dieser Frage können einige treffende Bemerkungen der Frankf. Ober⸗P. A. Ztg. dienen. „Der jähr⸗ lich als ein Werkzeug der Opposition wiederkehrende Antrag“, heißt es in diesem Blatt, „auf Ausschließung gewisser Kategorieen von Staats⸗ dienern von der Fakultät, in die Kammer gewählt zu werden, beruht in dem Mißtrauen, das ein charakteristischer Zug aller Constitutionen mit Stellvertretung ist. Die repräsentativen Constitutionen, welche in

Bezug auf die exekutive Gewalt den von Herrn Thiers, wie er sich

gestern in der Kammer rühmte, erdachten Grundsatz: le roi règne et ne gouverne pas, voranstellen, führen auf das gefährliche, von der Journal⸗Polemik emsig unterhaltene und rastlos ausge⸗ beutete Vorurtheil, daß die Regierung ein Feind sei, den man bekämpsfen müsse; daß zwischen der Regierung und dem Volke, zwischen dem Fürsten und der Freiheit, eine fortwährende Opposition stattfinde. Die Thätigkeit der Regierung wird dann, oft am unrechten Ort, gezügelt, gelähmt, auf indirekte Wirkungsmittel beschränkt, ja in ihrem Dasein gefährdet. Doch die Regierung muß ihren Gang gehen; von allen Nothwendigkeiten des gesellschaftlichen Zustandes ist diese die erste. Diese Nothwendigkeit siegt über die Unzufriedenheit und das Mißtrauen. Man hat daraus geschlossen, daß der Kampf zwischen dem Fürsten und dem Volke das Wesen der freien Regierung und eine Opposition nothwendig sei, um die Staats⸗Verwaltung zu bewachen, zu beurtheilen, in Athem zu erhalten; daß aber die Verwaltung auch stets bis zum Augenblick ihres Umsturzes über diese Opposition siegen müsse und darum einer angemessenen Kraft bedürfe, um täglichen Angriffen zu wider⸗ stehen. Nach dem System der neueren Gesetzgeber unter⸗

Wendung,

halten die Staaten eine Art parlamentarischer Gladiate deren Kämpfe eben so wenig zur Abänderung der Versast dienen dürfen, als die Kämpfe des Circus einst zur Vertheibd N Roms dienten. Als ein parlamentarischer Gladiator hat sich t Thiers, seit er Ende Oktober 1840 von der Gewalt weichen mußf gar oft schon und so auch diesmal wieder gezeigt. Die Wähle. h. die privilegirten Repräsentanten der Volks⸗Souverainetät, S sich von ihren Mandatarien, den gegenwärtigen Mitgliedern der 9 putirten⸗Kammer, in ihrer Wahlfreiheit beschränken lassen, sie sa ihr Vertrauen gewissen Klassen von Angestellten entziehen misßf weil Bestechung der Wähler und der Gewählten möglich ist n man im Gefühl der eigenen Reinheit Alles aufbieten will, diesen kel von der repräsentativen Verfassung zu entfernen!“

Der Fürst Czartoryoki, dessen Ankunft in Brüssel die Joum⸗ gemeldet haben, ist der Fürst Adam Konstantin, Neffe des alten gi sten Adam Czartoryski, welcher Letztere Paris nicht verlassen hat

Herr Martinez de la Rosa, spanischer Botschafter beim gin der Franzosen, ist vorgestern hier angekommen. 1

In Valenciennes haben sich mit Genehmigung der Babin unter mehreren Gewerken Wohlthätigkeits⸗Vereine gebildet, n Hauptzweck gegenseitige Unterstützung ist. Sie sorgen für ihn gi⸗ glieder, wenn sie erkranken oder durch Unfälle eine Zeit hinduhe Arbeit unfähig werden. Die Gewerke der Glaser, Maler, Tnc. rer und Schneider in Valenciennes haben bereits solche Vereine stiftet. 18 8u- Es wird wieder ein neues Journal angekündigt, „Das Pem feuille, diplomatische Revue“, das mit noch größerem Luxus aust ten wird, als die Epoque. Die Träger haben glänzende Liem⸗. und müssen, wie ein Journal sagt, durchaus „literarisch gebildet“se

Das Journal des Debats enthält ausführliche Mitthel gen aus Algier vom 10. März. Sie bestätigen, daß Abd el . beim Herannahen des Marschalls Bugeand die Gebirge des Dscte dschura wieder verlassen hat, um sich auf die Linie der Wüste pg Uled⸗Nails zurückzuziehen.

„Der Emir“, heißt es in dem Bericht des ministeriellen Blattes, „g zuvor die Häuptlinge der Kabylenstämme zu einer Versammlung baätg ehemaligen türkischen Fort Brogi el Bokni berufen und dort ihre Leichtge bigkeit stark ausgebeutet; er versicherte, er stehe in Unterhandlungen mi

als darauf gefaßt machen, den Fortbestand ihrer abgesonderten waken in Frage gestellt zu sehen, von dem Augenblicke an, wo de⸗ 4 Privilegien ihrem Ablauf entgegengehen.

Großbritanien und Irland.

London, 19. März. Ihre Majestät die Königin hielt gestern

Budingham⸗Palast eine Geheimeraths⸗Sitzung. Viscount Can⸗

g, der neuernannte Chef des Forst⸗Departements, wurde als Mit⸗

icd des Geheimen Rathes vereidigt und erhielt Sitz und Stimme he.

1. Unterhaus erörterte gestern im Comité die Bestimmun⸗ n der kürzlich eingebrachten Bill zur Errichtung von Fieber⸗Hospi⸗ lem in Irland. Herr Poulett Scrope verzögerte die Bera⸗ ung durch einen Antrag auf Anweisung der Armen⸗Aufseher in rland, an hülflose Personen in jedem Armen⸗Bezirke Nahrungsmit⸗ zu vertheilen, ein Antrag, den Sir James Graham,, als den egeln des Hauses widersprechend, zurückwies, da der Antragsteller seinen Zweck die Einbringung einer besonderen Bill hätte anzei⸗

müssen. Mehrere Mitglieder, wie Herr Smith O'Brien

Herr Wakley, ohne den Antrag gerade zu unterstützen, tadel⸗ zn die Regierung, daß sie nicht früher Maßregeln in Irland getroffen

be, welche dem gegenwärtig nach den ärztlichen Berichten in Aus⸗

t stehenden schrecklichen „Zustand in Icland hätten vorbeugen

unen, und nachdem noch eine . Unterhaltung über die schäd⸗

e Wirksamkeit des bestehenden Armengesetzes gefolgt war, nahm derr P. Scrope seinen Antrag zurück. Die Bill ging durch das omité, der Bericht ward sogleich vorgelegt und angenommen und a dritte Lesung auf heute festgesetzt. Das Obe rhaus hielt, Ihie gewöhnlich am Mittwoch, keine Sitzung.

Die vorgestrigen Verhandlungen des Oberhauses über die Ore⸗ n⸗Frage geben der Times Veranlassung zu folgenden Bemerkun⸗ n: „Die Sprache Lord Clarendon's und Lord Aberdeen's in jener zen Diskussion macht der Mäßigung, dem Urtheil und der guten erfnnung dieser hochstehenden Personen alle Ehre. Daß jeder mit r Chre der Nation verträgliche Versuch, um den Frieden zu er⸗ lten, gemacht werden wird, war die huldvolle Erklärung Ihrer sajestit der Königin vom Throne, und Niemand in diesem

französischen Regierung, um die Unabhängigkeit des Kabylenlandes zu sch Inde zweifelte auch im entferntesten an dem strengen Fest⸗ und der Marschall Bugeand habe den Befehl erhalten, nach Algier zunblten dieses Grundsatzes. Die wiederholte Versicherung dessel⸗ zukehren, um die Unterhandlungen nicht zu sören. Es ist einer dur üeh wäre kaum nöthig gewesen, wenn wir nicht die Beweise wöhnlichen Kunstgriffe Abd el Kader's, die Meinung zu verbreiten, die Nohn Seiten der Vereinigten Staaten erhalten hätten, daß dort von gierung Frankreichs sei immer bereit, mit ihm zu untethandezir Partei, welche die Gewalt in Händen hat, diese Erklärungen

te dg 2

* Paris, 19. März. Es ist nun wirklich der Besc⸗ Errichtung von vier neuen Filialbanken unter Oberleitung und 1 der Bank von Frankreich, zu Straßburg, Valenciennes, Nimes und] gefaßt, und die einleitenden Schritte sind bereits im Gange. Außg aber werden noch an 16 anderen Orten in den Departements Kredit⸗ ten errichtet, doch sind die Namen der betreffenden Städte noch nic V kannt. Es liegt darin ein Beweis mehr, daß die Bank in Me Plane, allmälig auch in den Städten, wo von ihr unabhängige, genannte Departementalbanken mit eigenen Privilegien bestehen⸗ neben denselben und endlich an ihre Stelle zu setzen, wenn die dieser Privilegien abgelaufen sein wird, zu beharren gedenkt. aber wird der Kampf hartnäckig werden, da das Systen, Departementalbanken in beiden Kammern, die doch auch erst

wann er nur wolle, und ihm eine Stellung als Fürst in ohr Thronrede und die kurzen Bemerkungen in der ersten Sitzung des Irrthum benommen ist. Abd el Kader sagte den Kabvlen auch, 1— 1 Irrthum beno st ader sag „, eI bot ehr getäuscht, als wenn wir alle Künste der Diplomatie angewandt Um seiner Erdichtung von Unterhandlungen, in welchen die fianzösist Z 1 n w. ch England jetzt nicht allein die Bedingungen, die es ehedem ver⸗ ab. Marschall Bugeaud erhielt diese Briefe auf seinem Marsche nach sg gefährlichen Irrthum. Wie zurückhaltend auch die Pairs unse⸗ Die Pläne und politischen Lügen des Emirs sind in dem wite. llche gestern gesprochen haben, daran denkt, ein Territorium aufzu⸗ führt, durch die Haltung aller Bevölkerungen des rechten Ufers des er hbissen, besteht darin, daß „„wir Rechte auf das Oregongebiet behaup⸗ durch die Erinnerung an die neuliche Flucht Abd el Kader’s im Augenbstch ba 19 ine ungemäßigte und üb ende. Di Ereigni der stets glücklichen Einfälle, welche französische Kolonnen seit zwei Jahnmg ae ungemäßig übelwollende. Die folgenden Ereignisse aber Hini anlangte, die Unterwerfung der Hammal und einiger Stammeslhe prahe von Seiten der englischen Regierung veranlassen oder recht⸗ kam. Eine telegraphische Depesche aus Medeah meldete, daß Abd el Kturch amerikanische Blätter verbreiteten Nachrichten von der Ueber⸗ Dira ein Lager bezogen hatte und Oberst Camon socort vorgegangagn einem Tone der Autorität schreibt die für das Or⸗ welche sich auf die Kolonne des Obersten Camon zurückzogen; dieser, fum ont . 4 ald he sich auf zutuckzagen; ß Herr Pakenham sein Ultimatum am 26. Febrnar der amerikani⸗ besand sich der Aga Bu Klika, der vormalige Kaid von Tlemsen m rauf ie wir Ursache haben, zu glauben, ganz unbegründet. Eben so ist Dschebel Sahari, in der Richtung von Zares, verfolgt. General Jus sten Breitegrad, die ganze Vancouvers⸗Insel und für einen Zeit⸗ ansehnliche Abtheilung Fußvolk folgte, diese Bewegung zu unterstü 1 llichen Meinung in den Vereinigten Staaten mit einem solchen Schein Abd el Kader werde es nicht mehr wagen, nach dem Tell zurückzukehn 2 echte, von ihnen getäuscht worden sind. Der Korrespondent des Krieg in solchem Grade erschöpft, daß sie sich außer Stande befinden, n 6 g sch sr Marsch nach dem Kabvlenlande des Dschurdschura nicht weiter sort. pel ihn abhalten, den Schleier zu lüften. Es ist aber Thatsache, rücken.“ Das Journal des Debats findet, daß sich die Lage der ⸗nen Staaten noch nicht geschlossen war. Der letzte Versuch, den schöpfung der Bevölkerungen, die Unterdrückung ihrer kriegerischen und /n 4 nde durch die schnelle und peremtorische Verwerfung des dieser Krisis sein.“ Zwei Tage nachher begann im Repräsentantenhause die De⸗ Der Umsatz war heute an der Börse sehr still, in französst Legange der letzten Berichte aus Washington noch nicht beendigt. hatten viele Verkäufe in den Hauptlinien statt. Nordbahn⸗Actien sitiven Auftrage, die Unterhandlungen fortzuführen, welcher in der nogleichung des Streites zu thun hat. Wenn jedoch Herr Polk und der darauf berechnet ist, einen freundschaftlichen Vergleich herbeizufüh⸗ ie definitiven Ansprüche an das Oregongebiet wirklich sind, zu er⸗ Vorschlages gerade zu der Zeit der „Action of Congress“ (wie hört werden müssen, nicht minder zahlreiche Vertheidiger ben⸗ das andere System, welches auch in diesem Punkte der 2 id eer Präsident einschlagen wird, offiziell bekannt sein werden, so

ge ien zu sichern. Lange täuschte er durch dieses Mittel aarxlaments darüber durchaus mißverstanden und entstellt worden sind den Hof von Marolko, welchem aber jetzt in diesem Betreff al je außerordentliche Mäßigung unserer Sprache hat die Amerikaner in ihrem Lande bleiben, die Tochter ihres Stammgenossen Ben Salchheht 8 vls . 1844* heirathen und den Sitz seiner Regierung inmitten ihres Landes errchtghlütten. Pn den Mitgliedern des Senates, welche für die Abschaf⸗ 2 . ing der Convention stimmen werden, ist ein großer Theil überzeugt, Regierung mit ihm stände, mehr Glauben zu verschaffen, schickte er sege zwei Parlamentaire mit Beiefen für den General⸗Gonverneur nach Änlpocjen bat, annehmen, sondern daß es sich noch mit ungünstigeren 1 hedingungen begnügen werde. Man besindet sich in eine ro Dschurdschura, würdigte sie aber keiner Antwort. Die Nachrichten ühyg 9 1 sich einem groben welche die Dinge nun zu rehmen scheinen, sind befritzm Parlaments aue Höflichkeit oder Klugheit sein mögen, so glau⸗ und zahlreich bevölkerten Lande des Dschurdschura vereitelt durch ic nwir doch, daß nicht einer von den englischen Staatsrrännern, Erscheinen einer starken Kolonne, welche der Marschall selbst vormmg j 1 sch s ten, auf welches wir so viele Rechte haben, wie nur irgend eine bon und des Distrikts von Dellys, welche in ihrer Treue beharrten, dud acht. Die Erklärung, welche wir mit Nachdruck jetzt wiederholen die Bemühungen der den Franzosen ergebenen eingeborenen Häuptligg b 1 Per wnng ag de, aennenn 1SN.J guc, , die wir entschlossen und gerüstet sind.““ Diese des Kampfes und endlich durch die Ueberzeugung von der Ueberlegenvei'erbrilärung Sir Robert Peel's und Lord Aberdeen's war gewiß nicht französischen Waffen, die jetzt auch diesen stolzen Gebirgsbewohnern in zag g p s war gewiß nich der . ben solchen Entschluß nicht geändert, und wir sehen deshalb auch in ihr rauhes Land gemacht haben, klar geworden ist. Marschall Vugeam ees- ZEEEöö1“ e . erhielt am 8ten, als er am rechten Ufer des Isser an der Brücke von N n gegenwärtigen Lage der Dinge nichts, was eine nachgiebigere der Beni Kalfun; er traf gerade Anstalten, gegen den Emir zu ziehen,“ niigen könnte.“ 8 ihm die Nachricht von dessen abermaliger Föucht nach dem Südwesten! Uebrigens werden, wie schon kurz erwähnt, von der Times die der, der in einer Emfernung von 7 oder 8 Lieues von der Kolonne malichung eines Ultimatumms und von dem Erlaß neuer In⸗ Oberst Camon vorübergezogen war, zu El Beira im Süden des Dscheenctionaen für Herrn Pakenham durchaus in Abrede gestellt. a zien a67 öä e“ 8 an Lord Aberdeen's gewöhnlich geltende Times: „Die 1 ngabe der washingtoner Korrespondenz des New⸗York⸗Herald, Marsch nun beschleunigend, erreichte den Feind, nahm ihm alle Bene rie 2 G 1— b der ab und tödtete ihm eine große Anzahl seiner Reiter; unter den Lem en Regierung vorgelegt habe und dasselbe in einer unmittelbar hrauf gehaltenen Kabinets⸗Versammlung berathen worden sei, ist, Schwiegervater Milud Ben Arasche's, welcher seiner Zeit als Abgesaude 1 des Emirs nach Paris gekommen war; Abd el Kader wurde bis mwaz falsch, daß Herr Crampton dem Herrn Pakenham Instructionen perbracht h h ieder uknüpfe Dendie sich m ter Spitze von 3900 Mann regulairer Reiterei und ch acht habe, die Unterhandlungen wieder anzuknüpfen und den 8 s in Eilmärschen nach der Rückzugslinie des Feindes; en 18 Lns⸗ 2 1 zahlreichen Gums in Eilmärsche hder Rückzugslinie des Feindes; omsum von zwanzig Jahren die Schifffahrt auf dem Columbia anzu⸗ Nach allen Richtungen hin wurden alsbald die franzöͤsischen Kolonnen ten. Diese Angaben werden jedoch von gewissen Organen der öf⸗ der Richtung der Flucht Abd el Kader’s benachrichtigt. Man hofft n 2 en 1 —7 Zuversicht vorgebracht, daß es uns nicht überrascht, wenn einige eng⸗ und er werde überhaupt in keinem Theile des Landes mehr län ere lsche Blätter, ungeachtet der offenbaren Abgeschmacktheit der Be⸗ verweilen können; denn die Stämme sind seit fünf Jahren durcht K f. iw⸗Yorker Herald giebt sich sogar den Schein, den Vorschlag vormaligen Sultan noch irgend Unterstützang gewähren zu können. As britischen Minister 5 2 Fae Folge der Entfernung des Emirs setzte Marschall Bugeaud seinerseits se sch linisters genau zu kennen, obgleich ungewöhnliche wandte sich nach Bordsch Hamsa; dort gedachte er am 11ten einzutns esuyt kein solcher Vorschlag gemacht werden konnte, beson⸗ und dann nach Boghar hinabzugehen und bis an den Saum der Witz se lange die Debatte über die Resolutionen im Senat der Ver⸗ nach allen Seiten hin wesentlich gebessert habe, und schließt: „Din eu Pakenham, seinen Instructionen gemäß, machte, die Unterhand⸗ ig durch den Vorschlag eines Schiedsgerichts wieder zu eröffnen, tischen Leidenschaften, die Schwächung der moralischen Macht dvgs und die Befestigung unserer Herrschaft und unseres Einflusses wird dr Sg in Buchanan's Depesche vom 5. Februar und durch 1 5 1“ 1 ofortige Bekanntmachung di por 8 s 4 Es bildet sich gegenwärtig eine Compagnie, welche din d 8 chung dieser Korrespondenz rasch ver . 5 9 84 4 Ppor g jat. 0 8* . z8 2 2 „, . eines großen Kanals von Paris bis an das Meer beabsichtigt., Fenicze 1.“ in Betreff der Aufkündigung des Vertrages. EE1““ b 19 onliche Debatte begann bald im S r bei Renten sowohl, wie in Eisenbahn-Actien. Um 2 ½ Uhr 1 8 hs A14““ rückgängige Bewegung ein, und alle Fonds blieben angeboten., ceccs Stellung, in welcher sich die Frage nach Verwerfung der gien Eröffnung des britischen Gesandten befand, so wie aus dem Ig. der in beiden Hänsern berathenen Resolutionen enthalten ist, hervor, daß das amerikanische Kabinet den nächsten Schritt zur ne? ; b v Raihgeber die Anzeige machen sollten, daß die bestehende Convention en werde, ohne diesen Akt mit einem neuen Vorschlage zu beglei⸗ n. hegen wir das Vertrauen, daß die britische Regierung nicht 1 wird, diesen Akt durch eine bestimmte Erklärung, welches un⸗ jeder ee 83 4 nham d Es wäre voreilig und unpassend gewesen, wenn Herr Pa⸗ urch die Eingabe eines Ultimatums oder irgend eines ande⸗ . 88 Vereinigten Staaten nennen) vorgegriffen hätte. So⸗ ie Entscheidung des Kongresses und das Verfahren, wel⸗ 1 8 ktanehird H. ee sation huldigt, wie sie in allen Verwaltungszweigen in Fran erd Herr Pakenham ohne Zweifel mit Instructionen versehen wer⸗ 6 8 2 ; T llouse mögeßen, die ihn i S 7 . durchgeführt ist. Bordeaux, Lyon, Marseille, Rouen, Ton 1* hn in den Stand setzen, den Ereignissen mit Versöhnlichkeit

und Mäßigung, aber ohne die geringste Verletzung der Würde oder der Interessen Englands, zu begegnen. Bis jetzt hat der Stand der Frage solche definitive Instructionen noch nicht nöthig gemacht.“

Belgien.

„Brüssel, 20. März. In der vorgestrigen Sitzung der Re⸗ präsentanten⸗Kammer stellte Graf Merode an den Minister des Innern wiederum die Frage, welches die Ursachen des Zwiespalts im Kabinet seien; es entsprängen daraus Uebelstände, die schon lange den Gang der Regierung hemmen müßten. Herr Vandeweyer erwie⸗ derte, daß das Ministerium aus Männern bestehe, welche ihren Prin⸗ zipien treu bleiben wollten. Da aber gelegentlich eines Prinzips eine unvereinbare Meinungsverschiedenheit sich herausgestellt, so hielten sie sich für verpflichtet, nicht durch unzeitige und voreilige Erklärung die Bildung einer neuen Verwaltung zu hindern, so gern sie dieselben persönlich auch geben möchten. Graf Merode meinte, es sei Zeit, endlich einmal aus dieser Ungewißheit herauszukommen, worauf Herr Malou bemerkte, daß, obgleich sie seit dem 2ten d. ihre Entlassung eingereicht, 1 gehabt.

Herr Rogier hat lange Berathungen mit den Ministern des In⸗ mern und der auswärtigen Angelegenheiten gehabt, um sich über die Lage der Hauptfrage des Kabinetzwistes ins Klare zu setzen. Er wurde gestern wieder vom Könige empfangen, ohne daß man das Resultat der Audienz kennt.

8 Schweiz.

Kanton Bern. Die Blätter vom 19. März von dem weiteren Ausschuß des bernischen Volks⸗Vereins hinsichtlich der Verfassungs⸗Revision ausgesprochenen Hauptwünsche. Der Volks⸗ verein wünscht 1) eine freisinnige Verfassung, die aus dem Grundsatz hervorgeht, daß alle Staatsgewalt auf dem Volke beruht und von diesem ausgeht; 2) ein demokratisches Wahlsystem; 3) eine Trennung der gesetzgebenden und vollziehenden Gewalt in der That und Wahr⸗ heit; 4) gründliche Reform im Gerichtswesen; 5) möglichst gleich⸗

mäßige Vertheilung aller Staatslasten auf das Vermögen aller Staats⸗

bürger; 6) Hebung des Volksschulwesens.

Italien.

MNom, 10. März. In Folge der englischen Petition an die päpstliche Regierung, einen Palast innerhalb Roms ankaufen und ihn für gottesdienstliche Versammlungen benutzen zu dürfen (das Gesuch der Eng⸗ länder ward bekanntlich abschlägig beschieden), ist eine für die sozialen In⸗ teressen der Fremden in dieser Stadt wichtige Frage zu richterlicher Bera⸗ thung, Erörterung und Entscheidung gekommen. Letztere ist von einer Kardinal⸗Congregation, also von einem Bestandtheil der geistlichen Kurie, ausgegangen. Die Frage war: Kömnen Häretiker und nament⸗ lich Protestanten innerhalb der Ringmauern Roms rechtliches und le⸗ gitimes, unbewegliches Eigenthum besitzen? Die Entscheidung lautet: „In keiner Weise mehr.“ Ausgenommen davon sind die Gesandt⸗ schaften häretischer Fürsten. Und doch sind auch die Juden in ihrem Stadtviertel Territorial⸗Eigenthümer.

Das Sgkrament der Taufe, wie es protestantische Geistliche er⸗ theilen, ward früher überall in der katholischen Kirche als kanonisch anerkannt. Indeß hat man seit einiger Zeit in Rom angefangen, es in mehreren Fällen, namentlich bei deutschen Konvertiten, zu wieder⸗ holen, und dies Beispiel auch bei einer vor kurzem in Neapel vorge⸗ kommenen Bekehrung nachgeahmt. „Ein gewisser Johann Peter Zoickar, aus Darmstadt gebürtig, 50 Jahre alt, der seit 24 Jahren in unserer Hauptstadt (Neapel) verweilte, jetzt als Gärtner im Dienste des Grafen Riccardi, bekannte sich bisher zu der in seinem Geburts⸗ orte herrschenden Ketzersekte der Protestanten. Aber von der gött⸗ lichen Gnade heimgesucht und in der Wahrheit der katholischen Lehre vom Dominikaner Fra Raimondo de Donato wohl unterrichtet, schwur er in der Kirche der Dominikaner al Vomero am 15. Februar öffent⸗ lich und feierlich seinen Glauben ab. In derselben Kirche wurde er dann von Mons. Giusti getauft und konfirmirt; sein Herr war bei der Taufe und Firmelung Pathe. Alle anwesenden Gläubigen wur⸗ den von der heiligen Handlung überaus gerührt.“

Neapel, 11. März. Heute ist das Dekret veröffentlicht worden, wodurch alle fremde Manufaktur⸗Waaren gegen weit niedrigeren Zoll zugelassen werden.

3een Spanien.

Madrid, 13. März. Das Ministerium hat den der Deputir⸗ ten⸗Kammer vorgelegten Gesetz⸗Entwurf über die Dotirung der Geist⸗ lichen und des Kultus, gegen den sich großer Widerspruch erhob, zu⸗ rückgenommen.

In der Senats⸗Sitzung am 11. März interpellirte der Bischof von Coria die Regierung wegen der beklagenswerthen Lage der Non⸗ nen, die, aus den aufgehobenen Klöstern verstoßen und auf ihre Pen⸗ sionen angewiesen, davon zum Theil noch 30—40 Monatsraten nicht empfangen hätten. Der Marquis de Miraflores verwies den Bischof im Allgemeinen mit seiner nicht angemeldet gewesenen Interpellation au den Finanz⸗Minister, erklärte jedoch, daß sich derzelbe versichert halten könne, die zum Empfange von Pensionen berechtigten Nonnen würden dieselben ausgezahlt erhalten.

Die Königin hat die von dem Minister des Innern, Herrn Isturiz, eingereichte Entlassung angenommen. Es heißt, sämmtliche Minister würden ausscheiden und der General Narvaecz mit der Bil⸗ dung eines neuen Kabinets beauftragt werden.

Sriechenland.

Athen, 28. Febr. Die Adresse des Senats zur Beantwor⸗ tung der Thronrede launtet im Wesentlichen folgendermaßen:

„Herzlichen Lobgesang haben wir zum Höchsten gesendet, daß wir Ew. Majestät in unserer Mitte sahen. Die angemessene und strenge Ausfüh⸗ rung der Bestimmungen der Constitution in allen Regierungshandlungen vermag allein den freien Staat zu regeln und die Bestrebungen Ew. Ma⸗ jestät mit Erfolg zu krönen, wie es die Nation wünscht. Der Senat ist überzeugt, daß jedes Hinderniß gegen ein solches Verfahren der Regierung sich als eitel erweisen wird.

Die Fortdauer der freundschaftlichen Verhältnisse Ew. Majestät mit den anderen Mächten ist eine frohe Botschaft. Was die Verpflichtung der Nation für das Darlehen gegen die drei bürgenden Mächte betrifft, so hofft der Senat, daß die Bemühungen Ew. Majestät, begleitet von den Wünschen des griechischen Volkes, diese Wohlthäter Griechenlands bewegen werden, in einen einstweiligen Aufschub der regelmäßigen Tilgung einzu⸗ willigen, besonders wenn die Regelung der Einnahmen, die Sparsamkeit in den Ausgaben und die Aufmunterung des Ackerbaues, der Gewerbe, des Handels und der Schifffahrt durch die That bewiesen wird, so daß . Verbesserung der Zukunft unzweifelhafte Garantie und Sicherheit gewährt.

Die aufrichtigen Noten zur Berichtigung falscher Auslegung gewisser Vorfälle an der Nordgränze des Königreichs und Ew. Majestät unermüd⸗ liches Streben nach freundlichem Einklange zwischen beiden Gränzstaaten werden sicher Beiden gemeinsame Interessen schaffen.

Wir wünschen, Sire, die neue Organisation der Administration har⸗ monischer und kräftiger zum Wohl des Vaterlandes wirken zu sehen, als die vorige, im Verhältniß der größeren Kosten, welche der Nation dadurch erwachsen sind. Gleichermaßen wünschen wir durch strengere Ueberwachung die neue Grundlage des Finanzdienstes befestigt zu sehen.

die Kammer⸗Debatten dennoch ungestörten Fortgang

- Z““ Wir empfinden tief, Sire, den alten Weltruhm, den sich u G 2 land durch seine Bildung erworben hat; und da wir eoe Hür. 8—2 sches Dasein selbst großentheils diesem Ruhme verdanken, so werden wir mit allem Eifer die den Unterricht betreffenden Gesetzentwürfe eroörtern. Nicht minder werden wir uns beeilen, die religiösen Bedürfnisse der Nation in Betracht zu ziehen und sie durch die Vermehrung der Zahl der Bischöfe, dieser Dolmetscher göttlicher Weisheit und Moral, zu befriedigen. Sie werden Ew. Majestät und die Kammern der Nation unterstützen, in der Herstellung des alten Nuhmes und Glanzes der griechischen Kirche und ihrer Unabhängigkeit, des heiligen Kleinods, das, wir sind es überzeugt, Ew. Ma⸗ jestät unbefleckt bewahren wird vor jedem fremden Einflusse, indem Sie zu⸗ gleich die Bande mit Christus großer Kirche und jeder anderen morgenlän⸗ dischen, apostolischen und orthodoren Kirche, gemäß den Bestimmungen der Verfassung, ehren.

Eine Kontrolle der Gemeinde⸗Einkünfte, so weit sie sich mit der ge⸗ setzlichen Unabhängigkeit der Gemeinden oder anderen Punkten dieser In⸗ stitution verträgt, dem einzigen Anker der Freiheit des griechischen Volfes vieler Jahrhunderte und Leiden, werden wir mit Vergnügen an⸗ nehmen.

Die Reform des Conscriptions⸗Gesetzes werden wir in reifliche Ueber⸗ legung ziehen, indem wir uns, nächst dem Interesse der Bürger, die Ver⸗ besserung des Militairdienstes zum Ziele setzen.

ser Mit vielem Eifer und guter Hoffnung, Sire, werden wir uns mit den Gesetz⸗Entwürfen beschäftigen, welche die öffentliche Ruhe und Sicherheit betreffen, deren Unzertrennlichkeit von der Glückseligkeit des Volkes über⸗ haupt und dem Aufblühen seiner materiellen Wohlfahrt uns stets vor Augen schwebt.

Wir glauben ohne Anstand, daß durch die strenge Vollziehung der be⸗ stehenden und nun von Ew. Majestät versprochenen Gesetze, durch die un⸗ gestörte Thätigkeit der Gerichtshöfe, durch die Organisation der National⸗ Garde, dieser den Feinden der Ordnung und der Unabhängigkeit des Va⸗ terlandes so furchtbaren Macht, dann durch die Erhebung der dürftigen Bürger zu Eigenthümern und die Vollendung der begonnenen und Anlegung neuer Kolonieen aus den vorhandenen Staatsmitteln, die Güter der heiß⸗ ersehnten öffentlichen Ruhe zurückkehren werden, das Eigenthum gesichert bleiben wird, und die Brände unserer in vieler Hinsicht nützlichen Wälder sich werden verhüten lassen.

Die Ernennung der Kommission zur Belohnung der Dienste und Opfer im Freiheitskriege ist die Erfüllung eines National⸗Beschlusses, und der Senat spricht kühn den Wunsch aus, daß die Zusammensetzung des Per⸗ sonals dieser Kommission nach dem Sinn des fünften Beschlusses verbessert werde.“ Die Kommission: S. Kalogeropulos, S. Psyllas, T. Manginas, S. Theocharopulos, J. Parimades. (Die Antwort des Königs auf diese Adresse siehe in dem nachstehenden Schreiben aus Athen.)

2 Athen, 8. März. Der Ton der Oppositions⸗Zeitungen hat seit einiger Zeit einen sehr gefährlichen Charakter angenommen. Nicht zufrieden damit, jede Handlung von Kolettis ins schwärzeste Licht zu setzen, seine Maßregeln zu entstellen und ihm die Absicht unterzulegen, im Verein und mit der Zustimmung von Frankreich, Deutschland und dem Könige selbst, die Constitution zu stürzen, fan⸗ gen sie jetzt an, da sie sehen, daß dies nichts fruchtet, den König und den Hof anzugreifen und durch falsche Nachrichten und Satyre die Achtung des Volkes vor dem Herrscher zu untergraben. So suchen die Oppositions⸗-Blätter die jüngst von dem Könige gehaltene Rede bei Ueberreichung der Adresse des Senats ins Lächerliche zu ziehen und als anticonstitutionelle Gesinnungen enthaltend zu schil⸗ dern. Daß dies keinesweges der Fall ist, wird man aus der nach⸗ stehenuden getreuen Uebersetzung der Antwort des Königs ersehen:

„Meine Herren Senatoren!

„Die Bereitwilligkeit, welche der Senat an den Tag legt, um zur Erhaltung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit beizutragen, giebt Mir die Hoffnung, daß Sie, bei Ihrer bekaunten konservativen Rich⸗ tung, Mir zur Befestigung der bestehenden Verhältnisse und zur Sicherung des öffentlichen Kredits, wodurch wir die Mittel zur Be⸗ glückung des Volkes und zur Belohnung der Vertheidiger des Vater⸗ landes erlangen, behülflich sein werden.

„Die Mitwirkung und Unterstützung Meiner Regierung, welche der Senat bei Erwägung der vorbereiteten Gesetz⸗Entwürfe über die Vertheilung des National⸗Eigenthums verspricht, wird gewiß wesent⸗ lich dazu beitragen, die strenge Ausführung der über diesen Gegen⸗ stand zu erlassenden Gesetze zu verwirklichen.

„Ich weiß die gute Gesinnung des Senats in Betreff der Ko⸗ lonisirungs⸗Pläne und seine Bemühungen für die Ausdehnung des öffentlichen Unterrichts zu schätzen und zu würdigen. Besonders freut Mich aber- die ausgesprochene Bereitwilligkeit des Senats, zu Allem was zu dem Glanze der Kirche und der Verbesserung der kirchlichen Angelegenheiten im Allgemeinen beitragen kann, mitwirken zu wollen.“

Das griechische Kriegs⸗-Dampfboot „Otto“, welches den Konsul Xenos in einer besonderen Angelegenheit nach Konstantinopel brachte (s. Allg. Pr. Z. Nr. 77), ist vorgestern hier wieder angekommen. Der Zweck dieser Mission war, dem neuen türkischen Minister Reschid Pascha den Glückwunsch der griechischen Regierung und das Groß⸗ kreuz des Erlöser⸗-Ordens zu überbringen. Der Sultan hat diese Aufmerksamkeit so gut aufgenommen, daß er dem griechischen Pre⸗ mier⸗Minister Kolettis die Insignien des Nischani Iftichar in Brillan⸗ ten verliehen hat. .

Der türkische Gesandte am hiesigen Hofe, Herr Mussurus, be⸗ giebt sich übermorgen auf Urlaub nach Konstantinopel, wohin seine Familie schon vor einigen Monaten ihm vorangegangen ist.

Großes Aufsehen machte in dieser Woche die nächtliche Ermor⸗ dung eines wohlhabenden griechischen Kaufmannes, Namens Kapuda. Der Mörder wurde an demselben Tage im Piräeus, wo er im Be⸗ griff war, sich einzuschiffen, verhaftet. Er ist aus der Maina und war früher Bedienter im Hause, wurde aber fortgejagt, weil Verdacht auf ihm ruhte, daß er eine kleine Summe gestohlen habe. Die Mainotten sind bekanntlich sehr rachsüchtig, und er that das Ge⸗ lübde, seinen früheren Brodherrn zu ermorden. Wie zu erwarten stand, sucht die Opposition diesem ganzen Vorfall einen politischen Anstrich zu geben, und es fehlt leider nicht an schwachen Köpfen, die Alles glauben, was man ihnen erzählt.

Eisenbahnen.

Für die Eisenbahn⸗Linie von Ulm nach Friedrichshafen werden gegenwärtig in den verschiedenen Ober⸗Amts⸗Bezirken Württembergs die nöthigen Güter⸗Erwerbungen gemacht, um mit dem Beginne des nächsten Monats den Bau an den verschiedensten Punkten beginnen zu können. Auch auf der schwäbischen Alb ist die Linie, wie man versichert, nun definitiv abgesteckt.

Paris, 18. März. Die Eröffnung der Eisenbahn von Paris nach Brüssel ist auf den 2. April festgesetzt. Drei Züge sollen täg⸗ lich abgehen: der erste früh Morgens mit großer Geschwindigkeit und wenigen Aufenthaltspunkten, der zweite Vormittags, der an allen Stationsplätzen halten und Reisende aufnehmen wird, und der dritte Abends um Uhr, sowohl von Paris wie von Brüssel, der des Nachts gehen und die Briefe und Journale um 5 Uhr Morgens nach Brüssel und Paris bringen soll, so daß sie bei der ersten Vertheilung um 7 Uhr Morgens schon ausgegeben werden können. Die Preise sind von Paris nach Brüssel in den Wagen erster Klasse: 35 Fr., zweiter Klasse: 26 Fr., dritter Klasse: 18 Fr.