Königsberg,
Resultate wir jetzt übersichtlich zusammenzustellen im Stande den an den aufeinandersolgenden Markttagen zum Verkauf Juni auf 5 Wagen 75 Stück Leinwand; am 16ten auf Stück Leinwand; am 17ten auf 35 Wagen 525 Stück
18ten auf 320 Wagen 4800 Stück Leinwand; am 19ten auf 400 Wagen 6000 Stück Leinwand; am 20sten auf 300 Wagen 4500 Stück Leinwand; am 2isten auf 250 Wagen 3900 Stück Leinwand; am 22sten auf 80 Wa⸗ gen 1200 Stück Leinwand; am Z3sten auf 29 Wagen 380 Stück Lein⸗
die hier einkamen, 21,080
wand, so daß im Ganzen auf 1449 Wagen, Stück Leinwand zum Verkauf gestellt wurden; von diesen w
feiner, 11,023 Stück mittlerer, 5224 Stück ordinairer Qualität, und stellte auf 6 Rthlr. 20 Sgr. pro Stück,
sich deren Preis durchschnittlich resp. feine ½ breife, 4 Rthlr. 5 Sgr. mittlere 3 breite, 2 Nthlr.
binaire 1 Elle breite heraus. Es wurden überhaupt verkau
Stück, so daß zurückgenommen sind, nur etwa 1580 Stück.
der Leinwand ist meistens der Qualität entsprechend, so Leinwand in der Regel auch die breitere ist. Es kamen 8 Ellen breite, 9263 ¾ Ellen breite, 5743 1 Elle breite. Berliner Börse. Den 4. Juli 1846.
30. Juni. (Ztg. f. Pr.) Der dies jährige Lein⸗ wandsmarkt, welcher in den Tagen vom 15. bis 23. Juni hier abge⸗ halten worden ist, hat einen im Ganzen befriedigenden Absatz ergeben, dessen b
Wechsel -
Cours.
Pr. Cour. Thlr. zu 30 Sgr.
Brief. Geld.
Vorstellung:
sind. Es wur⸗ gestellt: am 15. 18. 20 Wagen 300. Leinwand; am Wien m 20 Xxx . Augsburg
Breslau Leipzig in Courant im 14 Thl. Fuss.
aren 5433 Stück Fraukfurt a. M. südd. W. .
10 Sgr. für or⸗ ft, eirca 20,100 Die Breite daß die feinere zu Markt 6074
3 % do. 37 . Pass. —. KA 2gx. —.
4 % Russ. Hope 90 ½. Antwerpen, 29. Juni. Frankfurt a. M., I. Juli.
Poln. 300 Fl. 95 ¾ G.
Fonds. ’8 Aectien.
Brief.] Geld.
Pr. Cour. . Pr. Brief.
Cour.
Geld. Gem.
St. Schuld-Sch. Prämieu-Scheine d. Seeh. à 50 T. . — Kur- u. Neumärk. Schuldverschr. Berliner Stadt- Obligationen Westpr. Pfandbr. Grossh. Pos. do. 8 do. do. Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur- u. Neum. do. Schlesische do. de. v. Staatg. Lt B.
95 n, 955„1Potsa. Magdeb. do. Obl. Lit. A. NMgd. Lpz. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Brl. Anh. abgest. do. do. Prior. Obl. Düss. Elb. Eisenb. do. do. Prror. Obl. Rhein. Eisenb. do. do. Prior. Obl. do. v. Staat garant. 0b.-Schles. E. L A do. Prior. do. Lt. B. B.-St. B. Lt. A. u. B. Magd.-IIalbst. Eb. Br.-Schw.-Frb. E. — de. do. Prior. Obl. — Bonn-Kölner Esb. 137 And. Gldm. à 5 Tb. Niedersch. Mk.v. ‧. 93 ¼ Disconto. 8 5 ½ do. Priorität 4 —
lwin. 3. (c.- o. 4 —
289 GAAAAN —.5”A
Gold al marco. Friedrichsd'or.
987 Neapl. —. 5 % Span. Rente 31 ½. 96 Acüen 1578. Aul. de 1834 154 ½.
Amsterdam.. . . 250 NI. 250 Fl. IIamburg 300 Mk. 300 Mk.
1 Lst. 300 Pr. 150 Fl. 2 Mt. 150 Fl. 2 Mt. 100 Thlr. 2 Mt.
100 Fl. 100 Shbl.
Auswärtige
Amsterdam, 30. Juni. Niederl. wirkl. Sch. 61 ¾ Zinsl. 5 ½.
Zinsl.
5 % nel. 111¼ 6. 5 1896. 1894. Bayr. Bank-Actien 696 Br. Hope 88 ½ Br. Stiegl. 87 ½ Br. Iut. 59 ½. %. 4. 500 Fl. 80 ¼ G.
IIamburg, 2. Juli. Bauk-Actien 1590 Br. Eugl. Russ. 107 Br.
Paris, 29. Juni. 5 % Rente sin cour. 120. 60. 3 % do. fin cour. 82. 95
Pass. —. Wien, 30. Juni. 5 % Met. 1111. do. 1839 122 ½. Mail. 116 ½. Livorn. 107. Pest. 93 8½. Budw. —.
Kurz
2 Mt. 139 Kurz 150 ¾ 2 Mt. 148 ½ 3 Mt. 6 24 ½ 6 2 Mt.
140 ½ — 138 ¾ 150 148 ¾ 79 ⁄2
zur Tribüne 1 20 Sgr.; ein
Tage
2 Mt. 3 Woch.
Börsen.
Vorstellung: Göthe. Gastrollen.)
Preuss. Pr. Sch. — Poln
—. Neue Anl. 19 ⅛. Bank-Actien p.
fang 6 Uhr.
zu haben.
4 % do. 100 ½. 3 % 74 ½. Rank.
Nordb. 183 %½¼ Gloggsn. 135 5] Vorstellung:
Meteorologische Beobachtungen.
1846. 3. —J uli.
Morgens
6 Uhr. 2 Uhr.
- Nachmittags
Abends 10 Uhr.
Nach einmahger Beebachtung.
Lufldruck Luftwärme.. Thbaupunkt.. + 11,7“ . Dunstsättigung. 91 pcCt. Wetter. reguig. Wind . W. W. Wolkenzug... — W
60 vct
Tagesmittel:
gekanntmachungen.
158s8] Ediktal⸗Vorladung
Ueber das Vermögen des Kaufmanns Johann Gott⸗ lob Treppmacher hierselbst ist durch die Verfügung vom 31. Januar d. J. der Konkurs⸗Prozeß eröffnet worden.
Der Termin zur Anmeldung aller Ansprüche an die Konkursmasse und zur Wahl eines Kurators steht am 3. November 1846, Vormittags um 10 Uhr, vor dem Ober⸗Landesgerichts⸗Referendarius Brachvogel im Par⸗ teien⸗Zimmer des hiesigen Gerichts an.
Wer sich in diesem Termine nicht meldet, wird mit seinen Ansprüchen an die Masse ausgeschlossen und ihm deshalb gegen die übrigen Gläubiger ein ewiges Stillschweigen auferlegt werden.
Auswärtigen Gläubigern werden die Herren Justiz⸗ Kommissarien Justizrath Hünke, Dönniges, Guderian, Justiz⸗Kommissarius Moritz, Brachvogel und Krauthofer hier als Bevollmächtigte in Vorschlag gebracht.
Posen, am 8. Juni 1846.
Königliches Ober⸗Landesgericht. Erste Abtheilung.
[290] Ediktal⸗Citation. Die Gebrüder Martin und Paul Grummisch, von denen der Erstere am 25. November 1774, der Letztere am 6. Juni 1783 zu Stohentin, Amts Stolp, geboren ist, und welche seit 40 Jahren von ihrem Leben oder Aufenthalt keine Nachricht gegeben haben, vielmehr in der See ertrunken sein sollen, und deren von uns ver⸗ waltetes Vermögen circa 200 Thlr. beträgt, — oder deren etwanige Erben werden hierdurch vorgeladen, sich spätestens in dem auf den 18. Februar 1847, Vormittags 11 Uhr, vor dem Herrn Land⸗ und Stadtgerichtsrath Schultz angesetzten Termine in unserem Gerichts⸗Lokale entwe⸗ der persönlich oder schriftlich zu melden und zur Erhe⸗ bung der für sie vorhandenen Gelder sich zu legitimi⸗ ren, widrigenfalls gegen sie auf Todeserklärung, und was dem anhängig ist, erkannt und ihr Vermögen ent⸗ weder den bekannten Erben oder als herrenloses Gut dem Fiskus zuerkannt und ausgezahlt werden wird. Stolp, den 19. Februar 1846. Koönigl. Land⸗ und Stadtgericht.
— —
[186 Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 17. Februar 1846.
Das in der Gipsstraße Nr. 24 und in der Walde⸗ marstraße Nr. 22 belegene, Vol. 13. No. 283 a. pag. 185 im Hypothekenbuche verzeichnete Meyersche Grund⸗ stück, gerichtlich abgeschätzt zu 17,165 Thlr., soll
am 1. Oktober 1846, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.
Der dem Aufenthalt nach unbekannte Gläubiger, Oberst⸗Lieutenant A. L. B. von Mollièdre eventualiter dessen Erben, werden hierdurch öffentlich vorgeladen.
Vom .
Königl. Bayr. Kreis⸗ und Stadtgericht
8 Fürth werden hiermit in der Konkurssache des israelitischen Kaufmanns Moses Farrnbacher dahier (Firma S. Jarn⸗ bacher et Sohn), welcher am 27sten v. Mts. seine In⸗ solvenz gerichtlich angezeigt und sich freiwillig dem Gant⸗ verfahren unterworfen hat, nach Kap. 19. §. 4. der Gerichtsordnung die Ediktstage ausgeschrieben, und zwar: 1) zur gehörigen Anmeldung und Nachweisung der
Forderungen auf
Montag, den 20. Juli I. Js.,
2) zur Vorbringung der Einreden hiergegen auf
[58⁴]
bis
Montag, den 24. August h. Js., 3) zur Abgabe der Schlußsätze, nämlich a) für die Replik auf Montag den 28. September, b) für die Duplik auf Montag, den 26. Oktober curr. ann.,
jedesmal Vormittags 9 Uhr, wozu sämmtliche Gläubi⸗ ger des Gemeinschuldners persönlich oder durch genü⸗ gend Bevollmächtigte unter dem Anhange vorgeladen werden, daß das Ausbleiben am 1sten Ediktstage den Ausschluß der Forderungen von der Massa, das Nicht⸗
erscheinen an den übrigen Ediktstagen aber den Aus⸗ schluß mit den an denselben vorzunehmenden Handlun⸗ gen zur Folge hat. Hierbei wird den Gläubigern eröffnet, daß a) der angezeigte Aktivstand des ꝛc. Farrnbacher sich auf 53,573 Fl. 27 Kr., worunter 12,492 Fl. 13 Kr. theilweise uneinbringbarer Aktiv⸗ Ausstände, be⸗ aufe, während die Passiven, einschlüssig von 16,000 Fl. Hypothek⸗Schulden und des Eingebrachten der ommunschuldnerschen Ehefrau nebst Mehrung ad 4500 Fl. die Summe von 150,048 Fl. 51 Kr. ausmachen; am 1sten Ediktstage ein gütliches Arrangement ver⸗ sucht und zu diesem Behufe ein Offert des ꝛc. Farrnbacher zur Erklärungs⸗Abgabe vorgelegt wer⸗ den wird, und c) dieser Ediktstag nach Umständen auch zur Wahl eines Gläubiger⸗Ausschusses und Aeußerung über die interimistiech bestellte Massakuratel bestimmt ist. Uebrigens ergeht an alle diejenigen, welche von dem Vermögen des Gemeinschuldners etwas in Handen ha⸗ ben, der Auftrag, solches bei Vermeidung nochmaligen Ersatzes, vorbehaltlich ihrer Nechte, bei dem Konkurs⸗ gerichte dem Massa⸗Kurator dahier zu übergeben. Fürth, den 12. Juni 1846. 8 (L. S.)
Prinz-Wilhelm- (Steele-Voh- winkeler) Eisenbahn- 1au j Gesellschaft. öte Einzahlung von Zehn Prozent.
Mit Hinweisung auf die in den Quittungs- bogen enthaltenen Be- stimmungen werden die Actionaire der Prinz- Wilhelm - Eisenbahn- Gesellschaft hierdurch Daufgefordert, die sechste Eiuzahlung von Zehn
89 % 8998 „
.“ — Prozent pro Actie
2*. 54 0
dieses
10. Juli Jahres
zu leisten, je nach ihrer Wahl
in Berlin bei den Herren Anhalt &᷑ Wagener,
- Cöln - dem Herrn J. H. Stein,
- Düsseldorf - - Wm. Cleff oder
- Langenberg im Geschäftslokale der Direction, wo diese Einzahlung auf die gleichzeitig vorzulegen- den Quittungsbogen bescheinigt werden wird
84
Langenberg, 25. Mai 1846. Die Direction.
z um
337,29"Par. 337,58“ Par. 338,41“Par. Quellwärme 7,7⁰0 ü. P+ 12,9° R. + 17,3° n.
+ 10,6° n. halbheiter.
337,79Par.. + 14,7 2n.. + 11,1° h.. 77 pCt. W.
Allgemeiner An
Flusswürme 16,20 R. Bodenwärme 16,3“9 K. 79 vpcCt. Ausdünstung 0,0050 Rb.
+ 14,0“ n. + 10,9* h.
Sonntag, 5. Juli. Tell, große romantische Oper in 3 Abth. Musik Rossini. Ballets von P. Taglioni. Melchthal.) Anfang 6 Uhr.
Zu dieser Vorstellung werden wöhnlichen Opernhaus⸗Preisen verkauft, als:
Ein Billet in den Logen des Prosceniums 1 Rthlr. 10 ein Billet in den Logen des ersten Ranges, zum ersten Balkon Rthlr.; ein Billet im Parquet und im zweiten Re Billet in den Logen und im Balkon des dritten 100 Tmi- 8 ges, so wie im Parterre,
1 2 mMt. “ Sgr.; ein Billet in der Fremdenloge 2 Rthlr.
Im Schauspielhause: seldis, dramatisches Gedicht in 5 Abth., von Fr. Halm. tich, vom Kaiserl. Hof⸗Burgtheater zu Wien: Rettich, von demselben Theater: Griseldis, als erste Gastrollen.)
Montag, 6. Juli. Iphigenie auf Tauris, (Herr und Madame Rettich:
Im Königlichen Wasser, Lustspiel in 5 Abth.,
Dienstag, 7. Juli. Doktor Wespe, Lustspiel in 5 Abth., von R. Bemr (Herr Meixner: Doktor Wespe.)
Königliche Schauspiele. Im Opernhause. 77ste Abonnem
(Herr Stiegelli: Arnold Billets zu den nachstehenden
15 Sgr.; ein Billet im Amphitheate,
Abonnements⸗Vorstellung: (Herr Percival, und J
113te
Im Schauspielhause. 114te Abonnem Schauspiel in 5 Abth., Orest und Iphigenie,
Schloßtheater zu Charlottenburg: Das ( nach Scribe, von A. Cosmar.
Billets zu dieser Vorstellung sind bis zum Tage der Vorstell Mittags 1 Uhr, im Billet⸗Verkaufs⸗Büreau des Schauspielhause Berlin und Abends im Schloßtheater zu Charlottenburg an der
Im Schauspielhause. 115te Abonnem
Königsstädtisches Theater.
Sonntag, 5. Juli. 1 teuerliche Posse mit Gesang in 4 Bildern, von Räder.
Der Weltumsegler wider Wisen.
beiter. Niederseblag 0,211 “Rb. W. Wüuürmewechsel + 17,9* + 13,7⁰.
Literarische Anzeigen.
1587] ¹ . In Balage von Alexander Duncker, Königl. Hofbuchhändler in Berlin, ist nunmehr er⸗ schienen:
Wilhelm Baron von Rahden,
ehemal. Hauptmann in Königl. Preuß. u. Königl. Nie⸗
derl. Diensten, designirter Capitain im Kaiserl. Nuss. Generalstabe, zuletzt Brigade⸗General im Genie⸗Corps der Spanisch⸗Karlistischen Armet von Aragon und Valencia,
Verfasser des „Cabrera“, Wanderungen eines alten Spoldaten. Erster Theil.
Befreiungskrieg von 1813, 1814 und 1815. gr. 8. eleg. geh. 27 Thlr.
Die Allgemeine Augsburger Zeitung brachte bereits ei⸗ nige Proben aus diesem sehr interessanten Werke.
Bei E. B. Schwickert in Leipzig ists erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben, in Berlin bei E. S. Mittler (Stechbahn No. 3), Posen und Bromberg:
Grunert, J. A., optische Untersuchun- gen. Erster Theil. Auch unter dem beson- jeren Titel: Allgemeine Theorie der Fernröhre und Mikroskope, zugleich als ein Lehrbuch der elementaren Optik. Mit ei- ner Figurentafel. gr. 8. 1 Thlr.
[558 b] 8
Hannover im Verlage der Hahnschen Hofbuch- handlung sind so eben erschienen und durch alle Buchbandlungen zu bezichen, in Berlin vorräthig in
a Vossischen Sortiments- Buchhandlung ç. swhter), Char-
lottenstr. 42, Ecke der Dorotheenstr.:
Leibniz-Album. Herausgegeben von Dr. C. „Grotefend. 1846. Fol. geh. 2 Thlr. Epthält: Leibnizens Tagcbuch, 1696. 1697.— Ungedruckte Briese Leibnizens an Herzos Johann Friedrich, Erust August, Kaiser Karl VI. u. s. w. — Gedichte. — Leib- nizens Portrait, gestochen von Bernigeroth. — FEine Ansicht des Leibnizischen Hauses und Monumenis; Facsimile und Wappen. Briefwechsel zwischen Leib n i z, Ar- nauld und dem Landgrasen Erunst von Hessen- Rheinfels. Aus den Handschriften der Königl. Bibliothek zu Hannover herausg. v. Dr. C. L. Grotefend. 1846. gr. 8. geh. 1 Thlr. Leibhnitii Historia et origo Calculi diffe- rentialis. Aus den Handschriften der Königl. Bibliothek zu Hannover. Herausggeben von
J. Gerhardt. 1846. gr. 8. geh.
Dr. G. Leibnizens gesammelte Werke. Aus den
Handschriften der Königlichen Bibliothek zu
IHIannover herausgegeben von D'-
Band III. Enth. Tom. III. der Annales Imh
occidentis Brunsvicenses. gr. 8. 4 ½ Thlr. (Die beiden ersten Bände kosten 7 ½ ¹.
Der IV. Band besindet sich unter der Pre
—- —
Journal français de Berlin.
LABEILLE.
Revnnehebdomadaire.
Journal des sciences, de la littérature et des . 2 76*¹
Prix de l'Abonnement: une année 4 Thlrs. Nos abonnés par trimestre sont priés de rer veler leur abonnement, s'ils ne veulent éprouver cun retard dans Penvoi du journal. Les abon qui ont sauscrit pour l'année et auxquels l'ouf du général Montholon a déjà été délivré recer dès à présent, avec les numéros hebdomadaires en feutlleton détaché, les deux premiers volumes
MEMOIRES d'un MEDECIN par M. ALEI
ANDRE DUMAS. r.n- 1es 3b,
nouveaux, qui souscriront pour une année à p du 1 er Juillet, jouiront des moúmes avantages. ouvrage palpitant d'intérét, qui embrasse tomd sin du dernier siècle et toute la première partie sigele actuel, Oenvre de prédilection de U'an de la Reine Margot, des trois Mousques
res et de Monte-Christo, les M EM
reproduire le succès si Gclatant et si populair- ses trois devanciers.
La prewière Partie comprend le temps ée d puis le mariage de Marie Antoinette jus année 1786.
La seconde partie comprendra les six années 1789 à 1794, c'est-à-dire depuis la prise ¹ Bastille jusqu'à la derpière charrette.
Puis viendront tour à tour le Directoire, pire, la Restauration, tous les événemens temporains repasseront ainsi devant nos yes
Librairie B. Beht
12 ct 13 Oberwaͤllstr.
Meinen geehrten Korrespondenten in und außer) ßen, die sich bisher an mich nach Königsberg gene zeige ich ergebenst an, daß ich meinen praktischen!? kungskreis hier in Berlin nunmehr angetreten habe auch von hier aus den seitherigen schriftlichen Vas mit auswärtigen, meiner ärzilichen Behandlung sich trauerden Patienten fortzusetzen gesonnen bin.
Mündliche Consultationen ertheile ich ĩ gens von 8—1 Uhr in meiner Behausung, iheenstraße 48, am Thiergarten.
Berlin, Juli 1846.
Hof⸗ und Medizinal⸗ Nat
prakt. Arzt.
Das Abonnement betr 2 Rthlr. für ¼ Jahr. 4 Rthlr. ⸗ 4 Jahr 8 Rthlr. ⸗ 1 Jahr. allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. nsertions-Gebühr sür den aum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.
—
mtlicher Theil. h“ land. Provinz Preußen. Getraide⸗Ausfuhr von Danzig. eutsche Bundesstaaten. Königreich Sachsen. Das Spruch⸗ Kollegium in Leipzig. — Königreich Hannorer. Gesetz in Schul⸗ dentiggungs⸗Angelegenheiten. — Großherzogthum Baden. Land⸗ ag. — Großherzogthum Oldenburg. Unruhen unter den Deich⸗ rbeitern. — Freie Stadt Bremen. Weser⸗ und Hunte⸗Dampf⸗ schiffahrt. — Schreiben aus Frankfurt a. M. (Hohe Reisende; Brodpreise gefallen.) 1 esterreichische Monarchie. Wien. Die Beförderung der indi⸗ schen Post. — Vermischtes. rankreich. Paris. Pairs Kammer. — Rückkehr Lord Cowley’s. — Bank⸗Bilanz. — Colonisationsplan für Algier. — Bewilligung freier Badekur für politische Flüchtlinge. — Börse. — Schreiben aus Paris. (Fortsetzung der Pairs⸗Debatte über Algier.) roßbritanien und Irland. Unterhaus. Erklärung Sir N. Peel's über die Auflösung des Kabinets. — London. Heofnachricht. Lord John Russell zur Königin berufen. — Ministerliste der Times. — je Anti⸗corn law league liquidirt. — Pairs⸗Ernennungen. — Schrei⸗ hen aus London. (Sir R. Peel's Abdankung und das ihm folgende Whig⸗Kabinet.) elgien. Brüssel. Ausschuß⸗Verhandlungen über die Verträge mit Frantreich und Holland. — Vermischtes. Kopenhagen. Ankunft und Abreise des Großfürsten
Der Papst und die
änemark. Konstantin. alien. Von der italienischen Gränze. Propaganda der Verbannten. — Vermischtes. reinigte Staaten von Nord⸗Amerika. London. Abschluß ines Traktats zwischen England und den Vereinigten Staaten zur Erle⸗ igung der Oregonfrage ist erfolgt. 3 andels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börse.
nigl. Schauspielhaus. (Gastspiel des Herrn Meixner.) “ 8
Amtlicher Theil.
Potsdam, den 4. Juli 1846. Seine Majestät der König, Se. Majestät der König von Sachsen, Se. Königl. Hoheit der Prinz Friedrich der Niederlande dvon der Insel Rügen auf Schloß Sanssouci wieder eingetroffen.
SISe e Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
Dem Königlich belgischen administrateur des prisons et de la eté publique, Hody in Brüssel, den Rothen Adler⸗Orden zwei⸗ Klaffe; so wie dem Ober⸗Bibliothekar, ersten Konservator der bliothek in Brüssel, Baron von Reiffenberg, den Rothen er⸗Orden dritter Klasse, zu verleihen;
Den seitherigen Regierungs⸗Referendarius von Bärensprung Landrath des Kreises Wreschen, im Regierungs⸗Bezirk Posen, ernennen; und
Die Wahl des bisherigen Prorektors und Professors, Dr. hhulze, zum Direktor des Gymnasiums zu Prenzlau zu bestätigen.
„Der Friedensrichter und Notariats⸗Kandidat Karl Martin zu ich ist zum Notar für den Friedensgerichts⸗Bezirk Köln, mit An⸗ sung seines Wohnsitzes in Deutz, ernannt worden.
8 d J11““ Provinz Preußen. Im vorigen Monate wurden von Dan⸗ 3410 Last Weizen und 109 Last Roggen seewärts ausgeführt,
lon 1560 Last Weizen nach England und Schottland und 1435 Last
1
h dem Königreiche der Niederlande.
Deutsche Bundesstaaten.
Königreich Sachsen. Am 1. Juli wurde in Leipzig das hder bereits erwähnten Bekanntmachung (s. Nr. 178 der Allg. .Ztg.) dort errichtete Spruch⸗Kollegium durch den von dem
VBerlin, Montag den 6teen
Könige ernannten Präsidenten desselben, Dr. Karl Günther, im höch⸗ sten Auftrage feierlich eröffnet. Als Mitglieder desselben, mit der Amtsbenennung „Justiz⸗Räthe“, sind die Doktoren Schilling, Ernst Friedrich Günther, Freiesleben, Heidenreich, Höpfner und Kind er⸗ nannt worden.
Königreich Haunover. Die erste Abtheilung der Ge⸗ setz⸗Sammlung Nr. 22 enthält nachstehendes Gesetz über die Ver⸗ wendung der Mittel der Landesschulden⸗Tilgungskasse und der Eisen⸗ bahnschulden⸗Tilgungskasse: 1
„Ernst August ꝛc. Um den Landesgläubigern ohne Bevor⸗ zugung einzelner unter ihnen ihre Kapitalien, auch nachdem der Cours derselben gesunken ist, zum vollen Nennwerthe zurückzahlen lassen zu können, treffen Wir, unter verfassungsmäßiger Mitwirkung der ge⸗ treuen Allgemeinen Stände⸗Versammlung Unseres Königreichs, wegen Einnahmen der Landesschulden⸗Tilgungskasse und wegen derjenigen Mittel der Eisenbahnschulden⸗Tilgungskasse, die zur Einlösung der Ei⸗ senbahn⸗Obligationen Lit. A. 1 und 2 bestimmt sind, solgende An⸗ ordnungen: §. 1. Die der Landesschulden⸗Tilgungskasse vom 1. Juli 1840 an zusließenden Mittel sollen vorerst und bis auf Weiteres zur Zurückzahlung von Landesschuld⸗Kapitalien zu dem vollen Nenn⸗ werth der Obligationen, aber nur nach der durch das Loos zu bestim⸗ menden Reihesolge verwendet werden. §. 2. Dasselbe findet in Hin⸗ sicht auf die der Eisenbahnschulden⸗Tilgungs⸗Kasse vom 1. Juli 1846 an zufließenden Mitttell statt, so weit dieselben zur Einlösung der Eisenbahn⸗Obligationen Litt. A. 1 und 2 bestimmt sind. §. 3. Es findet daher für die Dauer der Gültigkeit des gegenwärtigen Ge⸗ setzes eine Einlösung von Landesschuld⸗ und von Eisenbahnschuld⸗ Kapitalien auf den freiwilligen Antrag der Gläubiger nach dem Course bis zum vollen Nennwerthe, welche nach Maßgabe der seitherigen Gesetzgebung zulässig war, aus den in den 8§.1 und2 bezeichneten Tilgungs⸗ mitteln nicht statt. §. 4. Eben so wenig dürfen während dieser Zeit die er⸗ wähnten Mittel der Landesschulden⸗Tilgungs⸗Kasse und der Eisenbahn⸗ schulden⸗Tilgungs⸗Kasse an die Eisenbahn⸗Haupt⸗Kasse ausgeliehenwer⸗ den. §. 5. Die Verloosungen und Kündigungen von Landes⸗ und Eisenbahn⸗Schuld „Kapitalien behuss der in den §§. 1 und 2 be⸗ stimmten Rückzahlungen finden jährlich nur einmal, und zwar im Mo⸗ nate Juni, für das laufende Jahr aber im Monat August statt. §. 6. Die Kündigung der auf seden Inhaber (au porteur) lauten⸗ den Obligationen, welche nicht auf den Namen eines bestimmten Gläu⸗ bigers eingeschrieben sind, erfolgt vermittelst der hannoverschen Anzei⸗ gen, und zwar im zweiten Stücke derselben in dem §. 5 bezeichneten Monate. §. 7. Das gegenwärtige Gesetz tritt mit dem 1. Juli d. J. in Kraft. §. 8. Dasselbe erlischt nach einer von Uns abzulassenden Kundmachung mit dem darin zu bestimmenden Tage. §. 9. Die Rechte der Gläubiger an den aus der Landes⸗Schulden⸗Tilgungs⸗ Kasse der Eisenbahn⸗Kasse in Gemäßheit des Gesetzes vom 20. De⸗ zember 1844 dargeliehenen Mitteln werden durch das gegenwärtige Gesetz nicht verändert. Gegeben Hannover, den 30. Juni 1846. Ernst August. von Falcke.“
Großherzogthum Baden. In der Sitzung der zwei⸗ ten Kammer vom 30. Juni wurde zunächst die Verhandlung über den Vereins⸗Tarif zum Schlusse gebracht. Die Kammer ertheilte den drei provisorischen Gesetzen: 1) über den Tarif für 1846, 1817, 1848; 2) über die Gleichstellung der Durchgangs⸗Abgabe auf beiden Rheinseiten; 3) über die zollfreie Einfuhr von Getraide, ihre Zu⸗ stimmung. Sodann berichtete der Abgeordnete Buhl mündlich über das provisorische Gesetz vom Februar d. J., die zollfreie Einfuhr von Getraide betreffend, und trug im Namen der Kommission auf Zu⸗ stimmung an, mit der hinzugefügten Bemerkung, daß die Bestimmung im Gesetze: „bis auf Weiteres“, nicht zweckmäß g erscheine, da sie für die Speculation eine gewisse Unsicherheit herbeiführe, daher in künftigen ähnlichen Fällen ein bestimmter Termin festzusetzen sein möchte. Bei der Diskussion traten auch andere Abgeordnete dieser Ansicht bei und meinten zugleich, daß das Gesetz auch auf Mehl und auf alle Hülsenfrüchte und insbesondere auf Reis hätte ausgedehnt werden können. Der Regierungs⸗Commissair, Finanz⸗ Ministerial⸗Präsident Regenauer, erkannte in Betreff des bestimm⸗ ten Termins das Bedürfniß eines solchen an und erklärte, die Re⸗ gierung werde künftig dafür Sorge tragen; in Bezug auf den Reis sei ein Zollnachlaß zwar allerdings zuläfsig wenn der Preis des Ge⸗ traides noch etwas höher gestiegen sein würde. Da weitere Bemer⸗ kungen nicht gemacht wurden, so nahm die Kammer das Gesetz so⸗ fort mittelst Kamensaufrufs einstimmig an. Eine kurze Erörterung veranlaßte eine Interpellation des Abg. Gottschalk, welcher an den Regierungs⸗Commissair die Frage stellte, ob unter den Zollvereins⸗ Staaten eine Verabredung über eine gleiche Behandlung bei der Ein⸗ fuhr von Maschinen bestehe? Er habe nämlich die Erfahrung gemacht, daß z. B. in Baden bei der Einfuhr sehr streng darauf gesehen werde, aus welchen Bestandtheilen eine Maschine bestehe, und
111“
Ale Poest-Anstalten des In⸗ und Auslandes nehmen Bestellung hlaauf dieses HGlatt an, für Berlin die Expedition der Allg. Preuß. Zeitung:
Friedrichsstraße Nr. 72.
man diese sogar zerlege, während man anderwärts die Ma⸗ schinen als unzerlegbar, in den Bestandtheilen Gußeisen vorherrschend annehme. Die auswärtigen Zoll⸗Vereins⸗Commissaire Badens möch⸗ ten daher angewiesen werden, darauf aufmerksam zu sein, daß eine gleiche Behandlung erzielt werde. Von Seiten der Regierungsbank ward erwiedert, daß eine andere Verabredung als die allgemeine Ver⸗ ordnung nicht bestehe und solche Fälle, wie der Abgeordnete sie an⸗ geführt, zu bezweifeln seien, es übrigens ungemessen sein werde, wenn derselbe solche namhaft mache. Inzwischen werde die Regierung dar⸗ auf Bedacht nehmen. Der Abg. Hecker begründete hierauf, der Tagesordnung gemäß, seine Motion in Bezug auf Beschränkung der Wählbarkeit gewisser Klassen der Staatsdiener in die Kammer und stellte folgende Anträge: „1) Kein Minister kann Deputirter sein. 2) Kein Regierungs⸗Direktor kann in seinem Regierungs⸗Bezirk, so wie kein Wahl⸗Commissair in dem betreffenden Wahlbezirk, gewählt wer⸗ den. 3) Staats⸗Anwalte, Amtsrichter, Bezirksrichter und Untersuchungs⸗ richter sind in ihren Bezirken nicht wählbar. 4) Ein Staatsdiener, welcher während der Kammer⸗Sitzung eine Beförderung, Zulage, einen Titel oder Orden annimmt, wird aus der Kammer ausgeschlossen und muß einer neuen Wahl sich unterziehen.“ Die Motion ward in die Abtheilungen verwiesen und ihr Vorausdruck beschlossen. Von Seiten der Regierungs⸗Kommission und mehrerer Abgeordneten ward dagegen bemerkt, daß das Prinzip, auf welchem die ganze Motion beruhe, ein unnichtiges sei und es bedenklich erscheine, die Hand an die Verfassung zu legen, da es sich hier in der That um eine totale Aenderung der bestehenden grundgesetzlichen Bestimmungen handle. Sodann spreche man heutzutage soviel von der Mündigkeit des Volkes, indem man sage, die Staatsbürger müßten ihre Interessen selbst am besten beurtheilen, und doch sei der ganze Antrag bles auf die Un⸗ mündigkeit des Volkes gegründet. Ein weiterer Gegenstand der Ta⸗ gesordnung war die Diskussion des Berichts des Abg. Mittermaier über die Motion des Abg. Christ auf Einführung eines für sämmt⸗ liche deutsche Vereinsstaaten gültigen allgemeinen Handels⸗ und Wechselrechts. Die Kommission trug darauf an, Se. Kö⸗ nigliche Hoheit den Großherzog zu bitten: „Die Einleitung treffen zu wollen, daß durch Vereinbarung eine gemeinsame Handels⸗ oder wenigstens Wechselgesetzgebung für alle deutschen oder doch für die Staaten des Zollvereins bearbeitet werde. Dieser Antrag wurde nach längerer Debatte angenommen. Am Schlusse der Sitzung legte der Ministerial⸗Präsident, Geh. Rath Nebenius, die Wahl⸗Akten von Ettlingen⸗Rastatt (Ulrich) und einen Gesetz⸗Entwurf über den Bau und Betrieb einer Eisenbahn von Offenburg nach Konstanz vor. Eine weitere Vorlage erfolgte nach dem Schlusse der öffentlichen Sitzung in einer geheimen.
Großherzogthum Oldenburg. Am 1. Juli wurde von Oldenburg eine 160 Mann starke Truppen⸗Abtheilung nach dem Warlersiele abgeschickt, mit der Bestimmung, dort befindliche Deich⸗ Arbeiter (angeblich 700 an der Zahl), die sich gegen ihre Vorgesetz⸗ ten aufgelehnt und Exzesse verübt hatten, nöthigenfalls mit Gewalt zur Ruhe zu bringen.
Freie Stadt Bremen. Am 30. Juni fand eine Probefahrt des von den Herren Gache⸗Freres in Paris erbauten, von Havre nach der Weser in 47 Stunden gekommenen und für die Weser⸗ und Hunte⸗Dampfschifffahrts⸗Gesellschaft bestimmten Dampfschiffs „Paul Friedrich August“ statt. Die Fahrt von Bremen nach Bremerhaven
wurde in 3 Stunden 35 Minuten zurückgelegt, obwohl auf der Strecke
zwischen Bremen und Vegeseck wegen Hindernisse im Fahrwasser wenig⸗ stens 10 Minuten verloren gingen. Die Bergfahrt von Bremerha⸗ ven nach Brake geschah, trotz starker Ebbe und frischen Gegenwindes, in einer Stunde und 45 Minuten. Die weitere Bergfahrt von Brake nach Bremen, theilweise durch Fluthstrom begünstigt, ward in 2 Stun⸗ den und 30 Minuten zurückgelegt. “ 8 G
* Fraukfurt a. M., 2. Juli. ie man aus Hombur
vernimmt, wird Ihre Königl. Hoheit die Frau Prinzessin von Preu⸗
ßen in der nächsten Woche daselbst zur Kur erwartet.
Se. Hoheit der Herzog Ferdinand von Sachsen⸗Koburg⸗Gotha traf vorgestern hier ein. Der Königl. preußische Resident bei der 6 Stadt Frankfurt, Herr Legations⸗Rath Balan, ist hier ange⸗ ommen.
auf, da die Brodtaxe von 28 auf 24 Kr. für 6 Pfd. herabgesetzt wurde. Es zeigt sich hier in Getraide nun in der That Ueberfluß, und die Getraidepreise sinken stark.
Oesterreichische Monarchie. Wien, 26. Juni.
Tagen angekommenen neuernannten preußischen Gesandten, Grafen von Arnim, bei dem Fürsten Staats⸗Kanzler ein großes diplomatisches
Königliches Schauspielhaus. Gastspiel des Herrn Meirner vom Stadt⸗Theater zu Leipzig. G (Den 2. und 4. Juli.)
Die Gaftspiele drängen sich jetzt auf unserer Bühne dergestalt, daß es edenglich ist, jedem einzeln zu solgen, und daß es angemessen scheint, ie bedeutenderen Leistungen hervorzuheben. Der Gast indeß, den wir nbegrüßen, hat in den drei Rollen, worin er am Donnerstag und , aufgetreten ist, nämlich am ersteren Tage als Freyling im † erfeind“ und Wilhelm im „Verwunschenen Prinzen“, an letzterem als n dem ergöblichen Töpferschen Lustspiel „Die Einfalt vom Lande“, Fieden⸗ Beweise seiner Tüchtigkeit gegeben, daß seine Erwähnung p 4 gerechtfertigt, sondern auch nothwendig erscheint, da wir überdies 1 likum auf seine ferneren Vorstellungen, die noch manchen heiteren 176 ehen, aufmerlsam machen müssen. Herr Meixner besitzt ein ₰ mes Aeußere, ein reines, wohlklingendes Organ, versteht sich zu 9 His gewandt und sicher und hat, was die Hauptsache ist, ein glück⸗ 8 Darstellungs⸗Vermögen mit einem reichen Fonds natürlicher Heiterkeit, sae cges scheint, nur herauskehren darf, um in einem bestimmten Kreise heegr, ollen durchaus auf seinem Platze zu sein. Sein Spiel erhält eine Wahrheit, wie sie entweder allseitig eben nur bei großen
ᷣ
Künstlern oder in beschränktem Maße bei solchen angetroffen wird, welche
sich selbst spielen. Doch ist Herr Meixner dabei auch verständig genug, um eine seiner Anlage weniger zusagende Rolle in bestimmtem Sinne auf⸗ zufassen und festzuhalten, wenngleich hier die Darstellung merklich gegen seine übrigen günstigen Partieen zurücksteht. So gelang ihm der anfangs mürrische Charakter des Weiberfeindes, der sich freilich nur einbildet, die Weiber zu hassen, aber weil seine Bekehrung der Hauptzweck des ganzen Stückes ist, doch so dargestellt werden muß, als weise er jede weibliche Be⸗ rührung mit finsterer Kälte und Verachtung zurück, nicht recht wohl. Das Bild war zu heiter, und so wie stets die ganze Rolle leidet, wenn einmal der Ausgangspunkt falsch gewählt ist, so konnten auch hier die späteren allmäligen Uebergänge von dem düsteren Widerwillen des Weiberhassers zuvörderst zur Gleichgültigkeit gegen die Frauen und von dieser zur Empfindung eines unwillkürlichen Wohlgesallens an den Reizen der um ihn beschäftigten lie⸗ benswürdigen Kokette, das endlich in leidenschaftliche Gluth für sie ausbricht, nicht scharf und sichtbar genug hervortreten. Dagegen spielte Herr Meirner den „verwunschenen Prinzen“ in seiner Weise ganz vortrefflich und gewann sich den wiederholten Beifall des Publikums, zuletzt auch Hervorruf. Seine Komik war etwas derb, und die ganze Rolle zeigte das Gepräge eines un⸗ enirten Sichgehenlassens, konnte mithin, streng genommen, nicht als künst⸗ erisch vollendet genug gelten, aber der Charakter litt nicht darunter, und die Konsequenz desselben ist die größte Tugend des Schauspielers.
“
In dem bekannten Töpferschen Lustspiel, „Die Einfalt vom Lande“, gab Herr Meirner den Cäsar mit großer Virtuosität — die kolossalste Eitelkeit, die sich denken läßt, die das selbstverschuldete Feblschlagen aller Pläne sogar als eine Folge der eingebildeten Vorzüige denken kann, darum unverbesserlich ist und auch so aus dem Stücke geht, — diese Eitelkeit im Gewande eines stutzermäßigen, auf jeden schlechten Witz versessenen Gecks. Daß dieser Cäsar die von ihrem habsüchtigen Vormund vor jeder männ⸗ lichen Berührung streng bewachte Sabine in einer Verkleidung für seine
Tante hält und dem Vormund bei der Nase vorbei ihrem Geliebten zuführt,
nachdem sie, die Einfalt vom Lande, auf sehr kluge Weise den Vormund dupirt hat, daß dann zugleich die wahre Tante, welche sich sehr unaussteh⸗ lich gemacht hat, statt des entflohenen Mündels dem aufs äußerste über⸗ raschten und in ohnmächtige Wuth über den Betrug ausbrechenden Alten verbleibt, wirkt sehr komisch, wie denn überhaupt jede natürlich bestrafte
d. h. sich selbst rächende Unnatur des Menschen stets ein guter Vorwurf
für das Lustspiel bleiben wird. Wir müssen hierbei der Leistung der Dlle. Stich als Sabine noch besonders rühmend erwähnen, welche die Einfalt vom Lande mit einer
Naivetät und Wahrheit spielte, welche die Scenen mit ihrem Peiniger, dem 8
alten Vormund, Herin Gern, zu den ergötzlichsten des Stückes machten.
—
8
ö
Mit dem heutigen Tage hört das Austheilen der Brodkarten
Vorgestern hat zu Ehren des vor einigen