„In der Abendbämmerung des 29. August 1— verwachsensten Theile unserer Stadt eine Feuersbrunst aus, die uns mit dem Schicksale Hamburgs bedrohte. Da wir diese Schilderung mehr für aus⸗ wärtige als einheimische Leser geben, welche Letzteren selbst Augenzeugen der Gefahr waren und sind, so ist es nöthig, den Schauplatz etwas näher zu bezeichnen. Wer jemals in Leipzig, wäre es auch nur einen kurzen Auf⸗ enthalt genommen, der hat das in der Hainstraße gelegene Hotel de Po⸗ logne kennen gelent, mit seinen zahlreichen Fremden⸗Zimmern, mit dem Gesellschafis⸗Lokale des nach dem londoner „Tunnel“ benannten Vereins, mit den beiden Sälen, jenseits winkeliger Gänge, wo an den Haupt⸗Aben⸗ den jeder Messe Hunderte von Gästen zugleich ihre gedeckten Tafeln fanden und nach und nach in wenig Stunden manchmal anderthalb Tausend Per⸗ sonen speisten. Das Hotel war aus zwei neben einander gelegenen Gasthöfen durch Auftauf des Zwischenhauses und umfängliche Bauten zu Einer Gebäu⸗ demasse und Einer Anstalt vereinigt. Der ehemalige „Birnbaum“ haute den Kern zu dem nachmaligen Hotel de Pologne geliefert; sein Hof drang tief in die rückliegenden Nebengebäude der Nachbarhäuser ein und enthielt die bei⸗ den Säle, die bis zuletzt zu den meisten hiesigen Versammlungen und vor⸗ züglich zu den Bällen der eleganten Gesellschaft benutzt wurden. Seit drei Jahren schloß sich ein zweites, prächtigeres Hotel⸗Gebäude an das ältere, dem Baustyle der Tuchhalle im Aeußeren nachgeformt, wie es wäh⸗ rend der Messen auch zu einer zweiten Tuchhalle diente. Auch dies hatte seinen weitgestreckten Hof inmitten des länglichen Häuser⸗Vierecks, welches auf seinen beiden langen Seiten von der Hain⸗ und Katharinenstraße, auf seinen kürzeren oben vom Markt und unten vom Brühl begränzt wird. Hohe Gebäude, worunter neue wie ältere von dem stattlichsten Umfange und der schönsten Gestalt, machen gegen die Seiten der ge⸗ nannten Gassen und Plätze hin eine imposante Front. In den Hinter⸗ gebäuden und Nebenhöfen, in den zu Stallungen, Speichern und Nieder⸗ lagen verwendeten Mittelstücken des Langvierecks aber sitzen die Reste einer hundertjährigen, vergessenen Stadt, kreuzen sich alte Gallerieen mit
wurmstichigen Seitenflügeln, drängt sich Dach an Dach, Boden an Bo⸗ den zu einer gemeinschaftlichen, verzwickten Rumpelkammer aller der schö⸗ nen Häuser zusammen, die sich eben so stolz gegen die Gassen hin aufstel⸗ len, als sie jetzt den Löscharbeitern den Zutritt zur Feuerstätte nur auf den verwickeltsten Zugängen, durch ihre Wände oder üͤber ihre Dächer hinab gestatten. Halb 7 Uhr Abends am 29. August wurden die Bewohner und Gewölbeinhaber der Stirnseite des Hotels durch die Nachricht in Bestürzung versetzt, daß in einer Niederlage jenseits des Hofs, die mit Farbewaaren, mit Terpentin, Schwefelsäure und ähnlichen leicht verfänglichen und furcht⸗ bar aufglühenden Stoffen gefüllt, Feuer ausgekommen sei. Man sagt, daß ein Markthelfer ein troͤpfelndes Terpentinfaß, um es zu stopfen, ge⸗ nauer untersuchen wollte und deshalb das Licht aus der Laterne nahm. Wir geben jedoch diese Veranlassung der Feuersbrunst nur als ein um⸗ laufendes, bis jetzt amtlich noch durchaus nicht bestätigtes Gerücht. Die Niederlage war von keiner brandfesten Bauart, sie lag zu ebener Erde, mit Thür⸗ und Fensteröffnungen nach mehreren Seiten hin. Das Erste war, zu versuchen, sie luftdicht abzuschließen, was durch Anfahren von Mist und Sand unternommen ward. Allein die Maßregel erschien den Umständen nach nur zu mißlich. Die Nachbarschaft der Niederlage, die Höfe des Hotels und des daranstoßen massiven Hauses zum Blauen Stern füllten sich mit Qualm und Dampf. In den über dem Feuer⸗ Ursprunge liegenden Kammern, über welchen hinwiederum einer der Säle sich erhob, glaubte man dunstige Erhitzung wahrzunehmen. Das durch⸗ gezogene Gebälk war geeignet, den unteren Brand gegen die Höhe hinauf⸗ zuleiten, die Gebäude von der anhaltenden Sommersonne ausgedörrt. Um 8 Uhr ward, ohne daß noch eine Flamme sichtbar war, auf Befehl der Behörde gestürmt und dazu, wie üblich, Generalmarsch geschlagen. Nach einiger Zeit aber schwieg die Sturmglocke wieder, doch hatten sich die Ba⸗ taillone der Kommunal⸗Garde versammelt und die Lösch⸗Mannschaften wa⸗ ren herbeigeeilt. Das Fener blieb eine geraume Zeit auf seinen ersten Schlupfwinkel beschränkt, doch räumte man berrits in den nächst bedrohten Häusern. Um der geheimnißvollen Quelle der unausgelöschten Glut beizu⸗ kommen, ist endlich die Niederlage, da der Brand nicht zu ersticken war, für einzugießendes Wasser erbrochen worden. Kurz darauf schlug die helle Flamme aus dem unteren Raume des angegangenen Gebäudes, erklomm das erste, das zweite Stockwerk, ergriff die geölten Fußböden, die gefirniß⸗ ten Leisten, die Zierrathen und Geräthe der oberen Gemächer und erhob sich flackernd über das Dach. Jetzt bedurfte es keines Befehls zum Stür⸗ men, die Lohe war nicht blos von den Thürmen herab sichtbar und die Gefahr einer Feuersbrunst an jenem Orte für Alle begreiflich. Den⸗ noch hoffte man noch, die Vorderhäuser zu retten. Auf beiden Seiten⸗ flügeln aber, die zu dem brennenden Hintergebäude führten, wälzte sich die Glut, von einem leichten Wind aus Morgen angehaucht, gegen die Gasse. Es galt nur noch, ans dem älteren Hotel (Birnbaum) zu räumen, was irgend zu bewegen und fortzuschleppen war — die Brunst rückte mit unwiderstehlicher Macht und jäher Schnelle vor — und das daranschlie⸗ ßende Neugebäude (die sogenannte kleine Tuchhalle) wo möglich zu retten. Indessen umringten die Flammen den Hof von drei Seiten und brachen auch hinüber in das Gehöft des „Sterns“ und des ehemaligen „Adlers“. Damit hatten sie sich in dem gefährlichsten Winkel des Langvierecks festge⸗ setzt in die alten Bauten, zu denen die Vorderhöfe und Häaͤuser den unzu⸗ gänglichen Kraterrand bildeten. Als das Feuer über die Dächer der hohen Häusermasse emporschlug, mahnte sein bald gelber, bald purpurrother Schein, mahnte die bald in einzelnen Funkenbündeln, bald in breiten Feuergarben aufgeheude Sprühlohe, aus deren Heerde sich eine ungeheure vom Brande beleuchtete Wolkenraupe mit krampfhaft aufbäumenden Ringen ablöste, die Um⸗ gegend stärker als alles erneute Sturmschlagen und Hörnerblasen zu schleuniger Huͤlfsleistung. Aus den nahen und entfernteren Dörfern eilten Spritzen und Mannschaften gegen die Stadt. Das Feuer sah von weitem noch ge⸗ fährlicher und gewaltiger aus als in der Nähe, wo es die hohen Vor⸗ mauern gegen den Ueberblick abdämmten. Gegen den Morgen trafen
n der nächsten Woche von Parizar als 1ö Stadt auf dem Landwege nach b ; im geschafft werden konnte, war beträchtlich. Als Rückfracht nahm F.wase 8— 4 ee. Spiritus r ..,99 ein ehren gnißzan sibirischen Goldwäschereien gut
besonders der Feeh chereien guten Absatz haben. n ist, ab und erreg Der Plan, eine
bat, wird, nach längerer Abwesenheit, i
bach jetzt stattfindende Indust legt aber doch
Regsamkeit der ch namentlich angewiese hiesigen Industri dem gewer
Inzwischen war der nen gewesen, er loderte bald in das die hölzerne gebohnte Wendeltreppe vierte Stockwerk hinauf in brunst Nachbarin auch des neuen Ge⸗ von der rechten Flanke und im Rücken, ge⸗ die Straße zu eng schien, den der Ostseite der Hainstraße gegen Benetzung gesorgt wurde. st sit dem einen Arme reichte außer⸗ en der Katharinenstraße, mit dem Von dem Dachgemache des stei⸗ Ecke der Katharinenstraße und des in den brennenden Schlot hinab. zogenen oder aus den Dä⸗ den Spritzen, die in die nächsten Lager des Feuers wirkten, stan⸗ Macht noch Umfang. An einem Stadttheils, und die Brandmauern nur so lange als ein Hinderniß eben diese Flammen nicht etwa oder über die Dächer weiter gewälzt liche Windstoß aus. lten war der Einäscherung verfallen, blaue Stern. den Brühl zu sank das Feuer zusammen. Gebäudewirrwarr ar die Höhe des Unglücks über⸗ Hainstraße zu fernerweit nur f der Rückseite in trägen Ver⸗ d, daß sie im Augen⸗ Die Nacht
Spritzen sogar aus den Städten der Umgegend ein. Brand auf die Hinterseite nicht zu ban ältere Vorderhaus des Hotels herein,
stand fast im Nu vom Erdgeschoß Feuer, und damit war die bäudes von zwei Seiten her, Das war der Augenblick, wo Flammen ihren verderblichen Schritt von die Westhälfte zu wehren, so eifrig für ße Tuchhale schien gefährdet. M de Unheil an die Hinterthür andern griff es gegen den Brühl hinab. nernen Dufourschen Hauses, welches die sahen wir um diese Zeit die aus durchge
hier zurückerwarte
Die in Offen ßartig zu nennen, von der Tüchtigkeit und briken, worauf Offenba auch das Interesse der dustrie⸗Halle in Ossenbach, nicht aufgegeben und dürfte um bestimmen, ein solches Projekt au rung zu bringen. eines Jeden, spornt aber auch zur Ve
Rußland und Polen.
St. Petersburg, 25. Aug. Eine Zeitung enthält unter Anderem ü ässern des Reichs folgende Notizen: sk über die Ankunft ein Ich habe seit d
. Es ist voraus⸗ ehen, daß, sobald die Fahrten mit mehr Regelmäßigkeit von statten en, auch der Transport der kiachtaer Waaren zwischen Tomsk und men diesen Dampfschiffen zufallen wird.“
Warschau, 28. Aug. Die heutigen Zeitungen veröffentlichen enden Auszug aus den Protokollen des Staats⸗Sekretariats des
bis in das
dem das lodern st heutigen Ta
rvollkommnung an.
Konkurrenz i g „Von Gottes Gnaden, Wir Nikolaus IJ. u. s. w., in Betracht,
in Unserem Königreich Polen den Bauern, nachdem ihnen persön⸗ Freiheit verliehen, auf den Staats⸗Domainen bereits seit 1831 utende Erleichterungen in Hinsicht ihrer Verbindlichkeiten zu Theil orden und daß ihre Lage sich durch allmälig getroffene Maßregeln er mehr befestigt, wogegen die auf Privat⸗Gütern ansässigen ern, weil keine bestimmte gesetzliche Grundsätze in dieser Beziehung hen, nur von dem Belieben der Gutsherren abhängen; in Be⸗ t, daß die Gutsbesitzer, diesen Zustand der Dinge benutzend, die ern eigenmächtig vertreiben oder ihnen die Grundstücke, auf denen lben seit langer Zeit ansässig, verkürzen und nehmen, wovon dann mehrung der Zahl ackerloser Bauern und nachtheiligen Einfluß den Wohlstand und die Sittlichkeit dieser nützlichen Klasse der es⸗Bevölkerung ausübende, häufige Uebersiedelungen derselben einem Ort zum anderen die Folgen sind; in Betrachtung endlich, die auf Privatgütern ansässigen Bauern, aus Besorgniß, die seit er Zeit von ihnen bearbeiteten Grundstücke zu verlieren, oft ge⸗ dig von den Grundherren ihnen liebig auferlegte, oder blos auf Gewohnheiten beruhende Bedin⸗
en einzugehen und Verpflichtungen zu tragen; haben es als un⸗ ehe allgemeine Vorschriften über erlassen werden,
und verordnen G Dörfern ansässigen Ackersleute, welche we⸗ ens drei Morgen Landes für sich bearbeiten, sollen fortan, so e sie die daran geknüpften Verbindlichkeiten gehörig erfüllen, die nießung der gegenwärtig von ihnen eingenommenen Grundstücke anderen Nutzbarkeiten behalten und die Gutsbesitzer dieselben ben oder ihnen ihre Besitzungen verkürzen nehmen, noch auch ihre Verbindlichkeiten erhöhen dürfen. Den sich von dem einen Gut auf ein
Brühls bildet, Die einzelnen Wasserstrahlen, chern herausgestoßenen Röhr Gehöfte eingefahren waren, den in keinem Verhältnisse we Windstoße hing das Dasein eines ganzen der festeren Gebäude konnten des Vorrückens der Flammen gelten,
durch den Wind noch wilder angefacht Glücke blieb dieser verderb
en, ferner aus auf das breite der zu dessen
Mittheilung in der Mos kauschen ber die Dampfschiff fahrt auf den Binnengew Wochen habe ich Ihnen aus Rybin Dampfschiffes daselbst berichtet. mehrere andere jüngst erbaute,
Zuerst nämlich begegnete k nach Kostroma und weit Schepelew erbauten Bugsir⸗Dampf die den Dienst zwischen Perm un en eisernen Dampf dessen Maschine vo
der jüngeren o oßen eisernen eit Gelegenheit gehabt, schifffahrt bestimmte Damp mir auf meiner Wasserfahr nach Nischnij⸗Nowgorod die in schiffe der Herren Ws Rybinsk verrichten. von 50 Pferdekraft des Herrn einem Schweizer in dem suksun Bei meiner Anwesenheit iu Perm wurde es g. chnij⸗Nowgorod v Actien⸗Gesellschaft
Hotelgebäude neben dem a fer zu sehen. schwer und fest emporgemauerte t von Rybins mauern, an der der neuen Hotelhälfte gegen ner des Sterns gegen den Markt hinauf greifen des Brandes in r Tagesanbruch noch w Macht aͤußerte sich gegen die im Ausbrennen des einmal Eroberten und au suchen zum Vorwärts, die jedoch f blicke noch die Anstrengung vom 29. zum 30. August Gesundheiten gekostet, wirklich angerichteten S fürchten, daß nicht bekannte gergesell brachte mit betäubte oder halb genzengen drei, auf einer von der Str glücklich aus der vierten Eta von der Glut zerstört ward, den Führer von einem Sturmfasse, Der Student der Philosophie, Herr Weiße, tig war, wie sich übe bereitwilligsten und u anerkennenswerther, auch als die au hervorthun, ward v nach drittehalb Stunden die im Hospitale liegen, w auf sieben angegeben. thum unmittelbar verzehrt, die es der weiten Nachbarsch g einer Menge von Habseligkeiten den um den Feuerheerd e theils Zugänge zur Brandst
von den Spritzen unter W ich noch nicht übersehen. lust aber trifft Herrn August Pusch, lchem es die Gestalt verdankte, Er hatte die H che junge Männer si
Aber an beiden Brand⸗ und an je⸗ ewoloschski, In Perm sah ich sodann d Paul Demidoff, schen Eisenwerke hergestellt word erade zu einer Fah Außerdem besteht i zur Dampsschifffahrt auf de die in kurzer Zeit ihre Wirksamkeit beginnen wir Grundbesitzer, deren Güter im Strom hmlich zum Transport ihres Eisens un , auf gemeinschaftliche Kosten sich eigen Bekanntlich werden allein in den bei Lenwa (im Gouvernement Perm) gege sher auf gewöhnlichen Flußbarken z nun diese Art des Transport de nicht hoch zu stehen kommt, sind doch mi zu einer Zeit bewerkstelli Arbeitskräfte in Anspru ft. Diese zu beseitigen, habe Plane vereinigt. berühmten Hüttenwerke des Herx g den dortigen großen Se chiffe befahren zu können, das, Bestimmung hat, Ziegelsteine auf die Baustellen ich darauf bei einem dort wohnende ein von ihm selbst erbautes schönt das später zu einer regelmä gorod gebrauch im nächsten Frühjahr
Selbst das Weiter dem inneren
stockte endlich.
o zäher Natur sin Löschenden herausfordern. hat leider mehr Menschenleben und Menschen⸗ selbst mit der Größe der Gefah chaden in Verhältniß Hinwegräumen des Schuttes Opfer als entstellte Leichname erstaunlichem Muth erstickte Personen, aße angelegten schwankenden lten Hotelgebäudes, dessen Treppe eben herab. Dagegen erschlug ein sammt dem Sattelpferde, der an einer Löschmaschine thä⸗ Feuersnoth nicht nur als die udern, was bei ihrer Jugend um so sten der freiwilligen Arbeiter ürzenden Balken getroffen. Die Anzahl der Verwundeten, f zehn, die der Todten Summe von Eigen⸗ Nöthigung zum Räumen, aft aufzuerlegen schien, zur Beschädigung Veranlassung gegeben. gelegenen Hänsern verdorben äatte gebahnt werden, so wie asserströmen gehalten wer⸗ er umfänglichste und bella⸗
den Besitzer des om Brande erreicht otel⸗Wirthschaft an die Herren ch plötzlich um die it gebracht sehen.“
Bei Breisach hatte am 25. hren dort nicht gekannte Höhe Orte waren mit Wasser angefüllt.
Nach einer Korrespondenz in der Monats d. J. zwi⸗ wanderer in Bremerhaven, zum Theil auch nach Texas,
zur Messe in Nis orgerichtet.
Perm noch eine Wolga und Kama, Auch wollen mehrere große gebiet der Kama liegen, vorne Salzes nach Nischnij⸗Nowgorod Dampsschiffe erbauen lassen.
den Dörfern Nowo⸗Ussolje und 5,500,000 Pud gewonnen, die bi Markte geschafft wer den Produzenten gera demselben, da er mit eigenen Leuten und werden muß, wo der L nimmt, mancherlei Uebelstände verknüp sich die Grundbesitzer zu dem Nischne⸗Tagilsk, Nik. Demidoff, h auf einem kleinen Dampfs und Stelle Bauten erforderlichen In Jekatherinenburg sah Mechaniker, einem Engländer, Dampf⸗Fahrzeug ßigen Communi werden soll.
r und mit dem zu stehen scheint. noch mehrere jetzt Ein Schornsteinfe⸗ und beispielloser nach anderen Au⸗
en Einrichtungen festzustellen, rivat⸗Städten
vorläufigen Grund⸗
stürzender Giebel
das er ritt. „Nü. 1 eigenmächtig vertrei
andbau die meisten
rhaupt die Studenten bei
nerschrockensten, so sleuten aber steht es frei,
überzusiedeln, enden polizeilichen Vorschriften beobachten und dem Grund⸗ Wirthschaftsjahres
Art. 2. Die von den Bauern verlassenen Ansiedelungen muß rundherr längstens binnen zwei Jahren mit anderen Bauern be⸗ , und darf er solche Niederlassungen nicht etwa den Vorwerks⸗ Von den auf Privatgütern un⸗ erschiedenen Benennungen bestehenden Hofe⸗ und Frohndiensten alle die, welche nicht als auf gesetzliche Rechte begründet nach⸗ isen sind, vom Administrations⸗Rath aufgehoben werden: auf den eigener Verwaltung der Grundherren stehenden Gütern vom nuar 1847 an; auf den Gütern aber, welche kraft vor dem
1846 gerichtlich mit Ablauf der
dem reichen und atte ich das Vergnügen,
on einem niederst chrecklicher Leiden. ird heute Nachmittag au Das Feuer hat nicht blo sondern durch die
Monat vor Eintritt des
die zu verschiedene zu schaffen u. r Verzettelun dstücken einverleiben. die Löscharbeiten an haben, durch di sie zu ihrer Rettun den mußten, läßt genswerthest Hotels, we und daniedergelegt ward. Großberger und Kuhl verpachtet, wel Früchte ihrer mehrjährigen angestrengten Thätigke
Großherzogthum Baden. August der Rhein eine seit viel erreicht, und die meisten Keller im
Freie Stadt Bremen. P. A. Z., haben sich blos im Laufe des August⸗ schen 3 und 4000 deutsche Aus theils nach den Vereinigten Staaten,
eingeschifft.
Frankfurt a. M., 29. Aug. Fürst von Hohenzollern⸗Hechingen w besuchte des Abends das Theater, „Die Hochzeit des Figaro“ gegeben wurde. Eintritts der Ferien der Bundes⸗Versammlung stimmtes bekannt, doch finden w Wie man vernimmt, Graf von Münch⸗Bellinghausen, ndestags⸗Gesandten, Herrn Der betagte Großherzoglich hessische Bundestags⸗ Herr von Gruben, war wieder von . niglich bayerische Bundestags⸗Gesandte, Herr von Obercamp, er⸗
ische Minister und bevollmächtigte Gesandte lung, Herr Marquis von Chasseloup⸗Lau⸗
von 50 Pferdekraft, cation zwischen Perm und Nischnij⸗Now Es wird seine Fahrten schon Interessant war mir ferner in Jekatherinenbu Werfts mit Anstalt zum Maschinenbau, auf Veranstaltung der Berghauptmann vorzugsweise eisern Die Regierung hat zu dem Ende und zwei Zöglinge England gesandt,
abgeschlossener Kontrakte.
Gutsherren
in der es v 9 sichtigung eines in der Nähe des Münzhofes schaft gebaut werden. struirt werden. Mechaniker technologischen Instituts nach der Schiffs⸗Baukunst vervollkommnen eiserner Dampfschiffe, befassen sollen. Maschinenbau wird für die Industrie de von heilsamen Folgen sein s mit eisernen Dampfschiffe erflossenen Jahn eine Verbin
Um Strei⸗ und Bauern auf die an⸗ glichst kurze Art und Weise zur Untersuchung und er Administrations⸗Rath, anstatt des ls drückend für die Bauern erkannten Verfahrens, geeig⸗ ften über die besonderen Formen des Verfahrens und die Gerichtsbarkeit, welcher solche Prozesse untergeben sein sol⸗ erlassen; einstweilen aber wird dieser Rath den örden anempfehlen, aufs sorgsamste darüber zu wachen, daß die flichtungen und Verbindlichkeiten der Bauern gegen die Grund⸗ r nicht diejenigen übersteigen, welche, nach Aufhebung der etzlichen Hofe⸗ und Frohn⸗Dienste, als auf Rechtstiteln be⸗ d erwiesen sind und am 1. Januar 1846 schon bestanden; so daß in den Prozessen zwischen Gutsherren und Bauern strenge tigkeit geübt und der gesetzmäßige Schutz, wem er gebührt, zu Art. 5. Denjenigen Gutsbesitzern, welche Zinskontrakte en Bauern abzuschließen geneigt sind, rden den nöthigen Beistand und Schutz gewähren; doch müssen ichen Kontrakte durch die Gouvernements⸗Behörde mit beson⸗ Anträgen an die höhere Regierungs⸗Behörde, welche der Ad⸗ rations⸗Rath dazu bezeichnen wird, zur Bestätigung eingereicht n. Art. 6. Die ewigen Besitzer von Staats⸗Domainen, so wie rziehungs⸗Fonds, Instituten und Gemeinden gehörenden Gütern, n die auf denselben ansässigen Ackersleute und Bauern in ihren bishe⸗ Besitzungen erhalten und dürfen ihnen keine neue Verbindlich⸗ , außer den in den Inventaren oder anderen gesetzlichen Doku⸗ uten verzeichneten, auferlegen; vorkommende Streitigkeiten aber von den betreffenden Verwaltungs-Behörden zu entscheiden. — t. 7. Mit Vollziehung dieses Unseres Willens und stufenweise
ier sollen in der Folge I S ssenste und mö
Dampfschiffe kons tscheidung
zu bringen, soll d
tersburger sich dort züglich mit der ten auf S richtung die
Herstellung trömen mit ge ser Anstalt für benachbarten Gegend, so wie Sibiriens, Bald werden wir alle Ströme Rußland Endlich ist auch in Sibirien im v zu dem Zwecke, dem Tobol, Irtysch und de Mäßnikoff, derselbe, der di aikal ins Leben gerufen, hat sich um di onders verdient gemacht. Jekatherinenburg und Schwede ewerkstelligte das erst Zwar lief dieser erst
ringer Tiefe, Verwaltungs⸗
bedeckt sehen. noch eine Gesellschaft zusammengetreten sschiffen auf der Tura, Der bekannte Kapitalist
Se. Durchlaucht der stern hier anwesend und in welchem die Mozartsche Oper Ueber den Zeitpunkt des ist noch nichts Be⸗ ch wenige Sitzun⸗
dung mittelst Damp Ob zu unterhalten. Dampfschifffahrt auf dem B Gründung dieser Gesellschaft bese bereits 3 Dampfer, die in Tagil, Noch im verflossenen Jahre b Tiumen nach Tomsk.
, indem das Schiff, das in schon vorgerückte noch vor seinem Eintreffen in Tom sich durch diesen Unfall nicht abschrecke Angelegenheiten sehr gut. Beim Be Frühlings wurde in Tomsk ein und wohlbehalten nach Tiumen kam daß die Waare frü⸗
sollen die Verwaltungs⸗
ahrscheinlich nur no so wird der Präsidial⸗Gesandte, Herr
die Rückkehr des Königlich preußi⸗ Grafen von Dönhoff, hier ab⸗
erbaut sind. Schiff eine Fahrt aus Versuch unglücklich ab Jahreszeit seine Reise antrat, einfror, doch hat die Compagnie lassen. Gegenwärtig st ginne des diesjährigen 30,000 Pud Thee befrachtet, der rasch (Der Vortheil, den die Thellnehmer davon hatten,
früheren Leiden befallen,
Dampfer mi
Der Königlich französt bei der Bundes⸗Versamm
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kraͤft, sondern auch durch feurigen Vortrag und vorzugsweise durch ein le⸗ bendiges, dramatisch eingreifendes Spiel. Für deklamatorischen Gesang scheint sie indessen, nach der Durchführung ihrer heutigen Rolle der Abi⸗ gaile zu schließen, mehr geeignet als für kolorirte Partieen, da die vorkom⸗ menden Läufe keinesweges immer vollendet, mit gehöriger Leichtigkeit und
Rundung zum Vorschein kamen. Unstreitig gehört aber Sga. Tavola,
ihrer Ausbildung im Gesange und Spiele nach, zu den besseren der heute in unser kritisches Bereich fallenden neuen Mitglieder. Nach ihr wäre des Sgr. Pons, der im Besitz einer besonders in der Höhe, weniger in der Tiefe markig klingenden Baßstimme ist, zu gedenken. Wo es Kraft zu entwickeln gilt, wirkt der Sänger durch sein mächtiges Organ schon an und für sich, obgleich er sich zuweilen zum Ueberbieten desselben hinreißen läßt und dann die Gränzen
eines schönen Vortrages überschreitet. Wie weit)] seine Darstellungs⸗
kunst reicht, läßt sich nach der diesmal von ihm inne gehabten Partie (Zaccaria) noch nicht mit Besimmtheit beurtheilen; doch war die äußere Haltung würdevoll und dem darzustellenden Charakter eines Hohenpriesters der Ebräer angemessen. Sgr. Pignoli, der Repräsentant der Titelrolle, zeichnet sich durch eine sehr angenehm klingende Baritonstimme vortheilhaft aus und entfaltete nicht nur eine gute Gesangsbildung, sondern auch in einigen Momenten ein äußerst wirksames Spiel; im Allgemeinen entsprachen jedoch äußere Haltung und Durchführung der Rolle dem Bilde, welches man sich von dem Helden Nebukadnezar in der Phantasie entwirst, nicht. Ueber Sgr. Dei, der mit einer der Klangfarbe nach ins Barptonartige überspielenden Tenorstimme begabt ist und als Ismaele nur eine unbedeutende Partie auszuführen hatte, halten wir unser Urtheil zurück, um so mehr, da er uns als Edgardo in Lucia weitere Gelegenheit zur Besprechung geben wird. Es bliebe also nur noch der Sgra. Gerli zu gedenken, der wir das Lob er⸗ theilen können, daß sie bei den Ensembles wirksam ringriff, wenngleich sie als Fenena im Spiele sehr Unbedeutendes leistete. So viel für heute über das neue Personal. Zur Ergänzung und Erweiterung unseres Urtheils werden die solgenden Vorstellungen Gelegenheit bieten. Auf das Auftreten
der Sga. Grossoni als Lucia sind wir besonders gespannt.
Im Uebrigen besriedigte die Vorstellung von Seiten des Chors und des Orchesters recht wohl; auch die Aufnahme der neuen Sänger durch das zahlreich anwesende Publikum war eine ehrende und erregt günstige Hoff⸗
nungen für die Zukunft. Mögen sie in Erfüllung gehen!
Zur Verwirklichung derselben wird übrigens die Gesellschaft — schließlich sei es als hoch wichtig bemerkt — außer durch ihre eigenen Leistungen, durch ein anziehendes Repertoir aiidütalttte iit können. Namentlich
nunehmenden Ausführung desselben beauftragen Wir Unseren Statt⸗ „so wie den Administrations⸗Rath des Königreichs Polen. en zu Warschau, 7. Juni 1846. (gez.) Nikolaus. znig, der Minister Staats⸗Secretair: JIg. Turkul
als Gründer der christlichen Gemeinde unter den Slaven dar⸗ d Cyrill der bereits bestehenden Gemeinde das Altar⸗Sakramen, Namen der Apostel in cyrill lateinischer Lapidarschrift den ewit hres Monarchen. Museums⸗Custot
als taufend, stellt, währen ausspendet. schen Lettern, dauernden Dan Der nach einer Zeichnung des tre eitete neue gothische
ichten, daß nicht allzu bekannte, Norma, die Nachtwandlerin und statt deren lieber
hätte sie ihr Hauptaugenmerk darauf zu r bis zum Ueberdruß gehörte Werke, als:
ähnliche abgesungene Op ute ältere Werke und Und vorzuführen wären. thuende Mannigfalligkeit hervorgerufen werden, Stande wäre, das sich für italienische Opern⸗V verhältnißmäßig nur kleine Publikum zum Be Reiz, den das neue Personal an und für sich ausübt,
1“
Die S 11]
Eine der Inschriften enthält die andere verkündet in k der Prager für das väterliche Geschenk i fflichen Malers und Altar derselben Kapelle wird mit ei⸗ böhmischen Kunstdenkmal aus dem 15ten Jahrhunden n bemalten Madonna mit dem Kinde, ge dieser Kapelle rechts ein zinnerner Tauf Kosten der Gemeinde passend restauri fortwährend durch die auf Ver Bürgermeisters, Ritter von Müller, vorge⸗ Altäre und Bilder wurden bereits restauring nige Grabsteine aus dem Pflaster gehobe Die nächsten Veränderungen, deren Kosten den sein: die Herstellung der merkwürdigen Lukas⸗Altars, der Malergilde und die Re⸗ in welcher ein gothischer Altar nach einen Altarbild bleibt daselbst das kel über böhmische Glücklicherweise giebt es jetzt bes⸗ da sie in den Geist un—⸗
ern, zu oft an die Reihe kämen, 1 die besseren der neuesten Erzeugnisse abwech⸗ er unb K Auf solche Art würde wenigstens eine wohl⸗ die selbst dann noch im orstellungen interessirende, suche anzulocken, wenn der etwa erlöschen 6
Frankreich.
; Die Berathung des Pairshofes über das sitorium des General⸗Prokurators gegen Henry währte gestern von
Jos. Hellich gearb nem restaurirten alt nämlich einer aus Holz geschnitzte schmückt werden. kessel vom Jahre 1414, der auf wurde. Ueberhaupt gewinnt die Teynkirche anlassung unseres kunstsinnigen nommenen Reformen; mehrere andere geschmacklose beseitigt, ei und in die Wände eingesetzt ꝛc. die Stadtgemeinde bestreitet, wer Kanzel, die Errichtung des St.
staurirung der Kreuz⸗Kapelle,
nung Hellich's errichtet werden soll. Als Kruzifix, welches Professor Wach i Holz⸗Skulpturen ausführlich beschrieb.
uns talentvolle Künstler jeder Art, welche, Vorzeit eingedrungen, entsprechende Pläne zu entwel⸗ fähigt sind; zugleich eniwickelt sich immer welches diesen Unternehmungen Theilnahme
aris, 28. Aug.
Noch steht in r Vormittags bis 5½ Uhr Abends. Es wurde sodann das Pu⸗ eingelassen und das Urtheil des Pairshofes verkündet. Henry wird Person des Königs schuldig erklärt und, Natur und der Bedeutsamkeit des Straf⸗ beit und den Prozeß⸗ g Abend im Gefängniß fes sein Urtheil mitgetheilt wurde, sehr t und niedergeschlagen gewesen sein und gesagt haben: „Das ich wollte ein Todesurtheil, ls eine Gnade und Wohlthat.“ Diesen Morgen hieß es, Henry ein Begnadigungsgesuch an den König unterzeichnet.
i der Deputirten⸗Kammer wurde gestern von Herrn Demesmay m Büreau des Präs nden Salzsteuer um 20 3 Die letzte Kammer h 25 Stimmen gutgeheißen. Heute nahm man die achten wieder auf.
er Nachtdienst auf der Nordbahn, der die Postsachen (Briefe eitungen) nach Belgien, Holland, Mittel⸗ und Nord⸗Deutsch⸗ zc. befördern soll, ist nun geregelt und wird am 1. September lgender Art ins Leben treten: Der Devpeschenschluß geschieht Uhr, worauf um 7 Uhr der Nachtzug abgeht. In Brüssel er am anderen Morgen um 2 Die retrograde Bewegung der Spark jetzt alle Handwerke vollauf zu thun haben und die Lebensbe⸗
ssisse verhältnißmäßig sehr wohlfeil sind.
Attentats gegen die Strafe zu bemessen sei nach der rübten Verbrechen, nach den Artikeln 7, 18 und 36 uches zur Strafe lebenslänglicher Zwangsar verurtheilt. Henry soll, als ihm noch gestern en ersten Greffier des Pairsho
katuen von Cyrill und Method. — Literarisches.
Prag, 12. Aug. (A. Z.) Tr. verdienen immer die größte Berücksichtigung, genialer Bildhauer und der schwierigen Techni ßem toskanischen Marmor gebildeten Statuen des Cyrill un Emannel Mar schmücken bereits die auf Kosten der prager restaurirte Marien⸗Kapelle der ehrwürdigen Teyn⸗Kirche, welche noch Kunstschätze aus dem vierzehnten und funfzehnten Jahr⸗ Slaven⸗Avpostel
ffliche Werke der neueren Skr
schon wegen der Seltenheit k dieser Kunst. Die aus wei⸗ d Method von
Stadtgemeinde
tete ich nicht; ich verlangte den
so manche i seinem Arti
„Der rechts stehende erzbischöflichen Ornate Tafel, worauf das nach der Legende sten Gerichts, durch dessen Erklärung er d Christenthum bekehrt haben soll. Hand nnterstützt den Ausdruck der Begeisterun die aus seinen Mienen sprechen. und würdig gehaltene Darstellung des Weltgerichts mit mattem Gold ausgelegt. Method vertritt in seiner ganzen E das lebendige Wort der christlichen Lehre, ter Bruder Cyrill, dessen greises Antlitz die bens verküͤndet, das geschriebene Wort Gottes. die flavische Liturgie (welche eine Aufschrift in cyllirischen Lettern hat), mit der Rechten das metallene Missionskreu Momente aus dem Leben Christi zu sehen sind. schen Styl wurde nach einer Zeichnung unseres mann Bergmann aus röthlichem böhmischen Ma eine bronzene Tafel eingefügt werden,
serer kunstreichen fen und würdig auszuführen be mehr Kunstsinn im Publikum, und Unterstützung schenkt.
en der Matice wird in böhmischer Sprache eine Weltgeschichte ausführliche Botanik von Professor Jo⸗
von ihm selbst gemalte Bild des jüng⸗ en Bulgaren⸗Fürsten Boris zum herrlich gebildete) rechte leberzeugung,
identen der Antrag auf Herabsetzung der Centimes das Kilogramm schriftlich atte den Vorschlag dazu mit 240 Prüfung der
Die gehobene (. g und innigen 1 ltbyzantinischer Weise einfach ist blos eingeritzt und von Professor Smetana und eine hann Swatopluk Presl mit vielen Abbildungen erscheinen. der boͤhmischen Bearbeitung der Geschichte Böhmens von sich bei der wiener Hofcensur. Er wird wesentliche, Forschungen veranlaßte Veränderungen enthalten. Franz und gewesener Ober⸗Amtmann und Justitiar, Sprache eine bereits durch die wiener Censur gegangene freimüth der böhmischen Bauern⸗Zustände herausgeben. bearbeitet die entomologische Abiheilung des Landsmanns Dr. Helfer, welcher bekanntlich in Indien durch die Pfeile der
Eingeborenen umkam.
Palatzky befindet durch Palatzky's neu Brauner, Dr. jur. wird nächstens
dagegen sein mönchisch gekleide⸗ Ruhe eines durchgekämpften Le⸗ In der Linken hält der
z, auf dem die Haupt⸗ Das Piedestal im gothi⸗ talentvollen Architekten Her⸗ rmor verfertigt. welche den heiligen Method
) Uhr eintreffen.
Nachlasses unseres assen nimmt wieder zu, vb⸗
Die pariser Sparkasse er⸗
81 1039
hielt in der
senhof verwiesen.
„Auch aus Chateau⸗Chinon schreibt man, daß in Folge der Ge⸗ traide⸗Theuerung einige Ruhestörungen dort stattgehabt haben. Vier mit Getraide beladene und nach Autun fahrende Wagen sind durch eine Rotte Weiber angehalten worden. Der Unterpräfekt hat provi⸗ sorisch diese Wagen in Sicherheit bringen lassen, bis Maßregeln ge⸗ troffen sein werden, den freien Umlauf des Getraides gegen diese
Gewaltthätigkeiten zu schützen.
Die Arbeiten an der Eisenbahn von Paris nach Straßburg sind
im Meurthe⸗Departement in voller Thätigkeit.
In Zukunft werden die protestantischen Bagno⸗Sträflinge nur in Brest und Rochefort ihre Strafe abbüßen, bwei 189 bis pro⸗ testantischen Geistlichen zu ihrer geistlichen Oöbhut vom Staate besol⸗
det werden.
Die Course waren heute an der Börse matt, der Umsatz jedoch
belebter. Besonders die Eisenbahn⸗Actien waren sehr angeboten.
x Paris, 27. Aug. Die Deputirten⸗Kammer wird morgen zur Wahl ihres desinitiven Präsidenten schreiten. Herr Sauzet ist entschieden der Kandidat der ganzen konservativen Partei. Herr Du⸗ pin, von welchem man einen Augenblick als Gegenkandidaten ge⸗
sprochen hatte, hat die Kandidatur abgelehnt, damit nicht die Stim⸗
men der Majorität sich spalten, und damit nicht die Opposition ihn als ihren Kandidaten nehmen kann. Die Linke und das linke Cen⸗ trum werden für Herrn Odilon Barrot, die äußerste Linke für Herrn Dupont von der Eure und die wenigen Legitimisten in der Kammer
für Herrn Berryer stimmen. Die vier Kandidaten der Konservativen für die Vice⸗Präsidentschaft sind die Herren Lepelletier d'Aulnay, Bignon, Hebert und Delessert. Einige Konservative werden auch für Herrn Debelleyme stimmen. Die Opposition hat zu ihren Kandidaten die Herren Abbattucce, Gustave von Beaumont, Vivien und Billault ausersehen. Die vier konservativen Kandidaten für die Secretairstellen sind die Herren Graf d'Angeville, von Bussieres, Sag⸗ lio, und im zweiten Skrutinium werden die Konservativen für einen Oppositionsmann, Herrn von Lanjuinais, stimmen. Die Opposition sucht die Herren Havin und Lanjuinais zu ernennen. Für die Quästo⸗ renstelle wollen die Konservativen die Herren Clement und de!'Espee die Opposition die Herren Quinette und Lacrosse. 1
„In der öffentlichen Sitzung der Deputirten⸗Kammer wurde heute die Wahl des Herrn Blanqui zu Bordeaux, obgleich bekämpft, für gültig erklärt. Die Kammer begann darauf die Verhandlung über die Wahl des Herrn Dessaigne zu Vendome. Herr Lherbette bekämpft
die Gültigerklärung, welche das Büreau vorschlägt. Die Verho
ist bei Postschluß noch nicht zu Ende. 1“ Der Constitutionnel, bisher Eigenthum des Herrn Veron, ist von diesem an Herrn Mosselmann, einen der Verwaltungs⸗Räthe der Minen von Anzin, für 330,000 Fr. verkauft worden. Man sagte in der Kammer heute, Herr Thiers, dessen einziges Organ der Constitutionnel war, wolle ein neues Blatt gründen, und die vhge Richtung des Constitutionnel werde eine Veränderung erleiden. —
Großbritanien und Irland.
London, 27. Aug. Ihre Majestät die Königin hat vorgestern die Kanalfahrt beendet und ist in Osbornehouse auf der Insel Wight wieder eingetroffen. Am Montage hatte die Königin die Insel Guernsey besucht. Gestern wurde der Geburtstag des Prinzen Al— brecht in Osbornehouse festlich begangen, und heute findet daselbst die mehr erwähnte Geheimeraths⸗Sitzung statt, in welcher die Thron⸗ Rede zur Schließung des Parlaments die Königliche Bestätigung er⸗ halten soll. Gestern hielt der „Welt⸗Mäßigkeits⸗Verein“ seine Schluß⸗Sitzung in der Exeterhalle. Mehrere amerikanische Geistliche wohnten dersel⸗ ben bei, und Herr Andrews von Philadelphia hob den wohlthätigen Einfluß hervor, welchen die amerikanischen Frauen seither auf den Erfolg der Mäßigkeits⸗Bestrebungen geübt hätten. Alle Frauen, meinte er, welche unmäßig oder auch nur mäßig trinkende Ehemänner hätten, dürften dieselben nur nach Amerika senden, um ihrer raschen Bekehrung zum nüchternen Leben sicher zu sein.
Der Standard erwartet zuversichtlich eine Auflösung des Par⸗ laments und in Folge dessen eine günstigere Stellung der Tory⸗Par⸗ tei, indem er schreibt: „Das Parlament wird muthmaßlich am 28. August prorogirt, und wir erinnern unsere Leser an die von den mit der Regierung in Verbindung stehenden Blättern unwidersprochen gebliebene Notiz, daß die allgemeinen Wahlen spätestens Mitte Ok⸗ tober stattfinden werden. Diese Angabe finden wir durch Erkundi⸗ gung an Orten, wo die Absichten des Ministeriums wohlbekannt sein müssen, und durch die Lage der Dinge bestätigt. Das Ministerium Russell darf nicht hoffen, mit dem jetzigen Parlament in nächster Ses⸗ sion durchzukommen, denn die konservative Mehrheit schließt sich rasch von neuem wieder an einander, wenn auch nicht gerade auf dem von Lord Lyndhurst angeregten Wege. Die 112 Abtrünnigen (die mit Sir Robert Peel stimmten) sind nun auf höchstens 16 geschmolzen, und mögen diese zu den Whigs übergehen oder sich neutral verhalten, so würde Lord George Bentinck bei der nächsten Versammlung des jetzi⸗ gen Unterhauses an der Spitze einer Mehrheit von wenigstens 60 auftreten.“ Die Morning Chronicele stellt dagegen entschieden in Abrede, daß das Ministerium genöthigt sei, das Parlament auf⸗ zulösen. Die Abstimmung über die Zuckerfrage habe eine größere Majorität für dasselbe ergeben, als das Ministerium Peel sie erfah⸗ ren habe, und es sei nicht wahrscheinlich, daß man ein neues Parla⸗ ment versammeln werde.
Das über Capitain Gordon in Portsmouth an Bord des Linien⸗ schiffes „Victory“ niedergesetzte Kriegsgericht ist gestern zu dem Schluß gekommen, daß die gegen den Capitain erhobene Anklage wegen un⸗ rechtmäßiger Wegführung des ihm anvertrauten Schiffes von der Station im Stillen Ocean gegründet, aber der Angeklagte für dies⸗ mal nur mit einem strengen Verweis zu bestrafen sei, da er aus kei⸗ nem eigennützigen Beweggrunde seinen Posten verlassen habe.
Die Times zählt nicht weniger als 22 Schiffe auf, welche in voriger Woche theils aus den Vereinigten Staaten, theils aus Que⸗ bek mit starken Ladungen von Korn, Mehl, Fleisch und anderen Le⸗ bensmitteln zu Liverpool angelangt sind.
Der vorgestrigen Wochen⸗Versammlung des irländischen Repeal⸗ Vereins in Dublin wohnten 130 Geistliche aus allen Theilen des Landes bei, um durch ihr Erscheinen dem Verfahren Oonnell's ge⸗ gen Jung⸗Irland ihre indirekte Gutheißung zu ertheilen.
Niederlande.
Rotterdam, 27. Aug. Heute Nachmittag hat Ihre Maje⸗ stät die verwittwete Königin von England sich am Bord des Dampf⸗ bootes „Black Eagle“ nach England eingeschifft.
1 letzten Woche an Einlagen 571,569 Fr. und mußte da⸗ gegen 723,521 Fr., meist aus kleinen Posten bestehend, zurückzahlen.
Der französische Gesandte am griechischen Hofe, Herr Pisca⸗ tory, ist auf Urlaub von da mit seiner Familie in Paris angekommen.
Nach der France meridionale von Toulouse vom 21. Au⸗ zust ist das Individuum, welches, beschuldigt, unter den Fenstern des bbé von Geuoude „Es lebe Heinrich V.!“ gerufen zu haben, vor die Anklagekammer gestellt worden war, von derselben vor den Assi⸗
1rn.3 1a E. n, & 6 S“ Brüssel, 27. Aug. Der Deriddersche Prozeß ist gestern noch
nicht zum Schlusse gediehen, da die Vertheidigungs⸗Reden sehr lang
waren. Minister Nothomb erklärte neuerdings, daß, als Deridder zu ihm gekommen, derselbe bereits von der Cokerillschen Denunciation gegen ihn in Kenntniß gesetzt war, daß er sich durchaus nicht zu rechtfertigen versucht und kein Wort darüber erwähnt habe, daß jen Note, welche Cockerill als Beweis ihm zugesandt, sich auf die pariser Eisenbahn beziehe, wie jetzt die Vertheidigung zu behaupten sucht.
Ichweden und Rorwegen. 8
Kragholm, 26. Aug. Heute Nachmittags ist folgendes Bül⸗ letin über das Befinden Ihrer Majestäten ausgegeben worden: „Die Krankheit des Königs und der Königin kann glücklicherweise nunmehr vLon betrachtet werden; blos eine Mattigkeit ist übrig ge⸗ blieben.“
1 Schweiz.
Kanton Zürich. Die Blätter vom 27. August bringen
weitere Berichte über die Wassersnoth vom 23sten d. M. Die Ap penzeller Zeitung berichtet aus dem Kanton Appenzell u. A. Fo gendes: „Im Mittellande (Außerrhoden) ist keine Gemeinde, wo das Wasser nicht mehr oder weniger bedeutenden Schaden angerichte 1 hätte. In den Gemeinden Teufen und Trogen, die am schwersten heimgesucht worden, ist fast keine Mühle, kein Wuhr, keine Brücke und kein Steg, welche nicht ganz oder theilweise zerstört worden sind, so daß man von Teufen aus weder nach Bühler noch nach Spei⸗ cher mehr fahren kann. Ungleich größere Verheerungen brachten!’ die Regengüsse in Innerrhoden, in der Gegend von Appenzell und Weißbad. Die Sidel führte eine Menge Holz, Mobilien und selbst einen Stadel daher, der an der halb erbauten steinernen Brücke zerschellte. Die Nothbrücke wurde ganz weggeschwemmt, und nur mit großen Anstrengungen konnte jene noch gerettet werden. Die Straße von Appenzell nach dem Weißbad ist so völlig ruinirt, daß an eine Correction derselben kaum zu denken und sie fast von Grund aus neu erbaut werden muß.“ — In Bern ist auch die Aare so hoch angeschwollen, wie nie seit Men⸗ schengedenken. Auch im Seeland müssen große Verheerungen ange⸗ richtet worden sein. Aus Bünden meldet die Bündner Zeitung, daß die Regengüsse vom letzten Sonnabend und Sonntag an man⸗ chen Stellen, besonders auf St. Luziussteig, die Straßen unfahrbar gemacht haben.
Kanton Bern. Durch ein Kreisschreiben wird der alte Große Rath vom Landammann eingeladen, sich am 29. August des Morgens im Rathhause einzufinden, um die Staats⸗Verwaltung dem neuen Großen Rathe zu übergeben. b E
18 Italien. Rom, 20. Aug. (A. Z.) Aus mehreren Ortschaften sind in der letzten Zeit über Mordanfälle gegen Beamte und Offiziere Be⸗ richte eingelaufen, die ein düsteres Bild von diesem Getreibe in den Provinzen geben. Wie früher die Factionisten ein förmliches Ein⸗ schüchterungs⸗System eingeführt hatten, so sind es jetzt Leute, welche vor Entdeckung ihrer gemißbrauchten Gewalt zittern und nicht selten verrätherischer Zeugen sich zu entledigen suchen. In Pesaro war bei Ankunft einiger Amnestirten, die mit Jubel empfangen wurden, die zahlreiche Menge vor die Wohnung des dort aus Gesundheitsgrün⸗ den weilenden Kardinal Chiacchi gezogen, hatte ihm ein Evviva ge⸗ bracht mit der Bitte, dem heiligen Vater ihren Dank und Ergeben⸗ heit auszudrücken. Darauf zog der Haufe vor den Palast des ab⸗ wesenden Legaten, Kardinal della Genga, dem man ein förmliches Pfeif⸗Konzert brachte. — Der Großherzog von Toscana, welcher hier erwartet wurde, und für den die Postpferde bis zur Gränze bereits bestellt waren, scheint bei dem Unglück des Erdbebens, das seine Unterthanen betroffen hat, für jetzt seine Reise ausgesetzt zu haben. 1
Pisa, 20. Aug. Die unterirdischen Kräfte scheinen noch nicht
beruhigt. Gestern wurden wieder mehrere Erdstöße fühlbar; die seit⸗ her stärkste Erschütterung erfolgte aber heh 8 Morgen 8 4 Uhr, wo sie von vielen Personen in den Betten wahrgenommen wurde, auch die Gebäude dröhnten beträchtlich. In Livorno sind viele Ge⸗ bäude so beschädigt, daß sie von ihren Bewohnern geräumt werden mußten und nun von der gaffenden Menge umstellt werden. Merk⸗ würdig ist, daß man an der ganzen Küste im Freien die Erschütte⸗ rung sehr wenig wahrnahm, und daß sich im Meere keine merkbare Bewegung zeigte. In den zerstörten Orten wird die Zahl der Tod⸗ ten zwischen 40 und 50, die der Verwundeten auf mehr als 400 an⸗ gegeben. Wie erwähnt, war glücklicherweise fast Alles im Augenblick im Freien. Jedoch vermißt man noch eine Anzahl Personen, unter ihnen einen Geistlichen. In Livorno, wo vor acht Tagen noch 10,000 Fremde anwesend gewesen sein sollen und keine Wohnungen mehr zu finden waren, da die Seebäder diesen Sommer mehr besucht gewe⸗ sen sind, als je, zogen die fremden Familien nach dem Erdbeben vom l4ten schaarenweise mit den Eisenbahnzügen über Pisa und Pontedera ab. Von letzterem Ort war ein Personenzug während des Er⸗ eignisses gerade unterweges; keiner der Mitfahrenden bemerkte etwas, und Alle waren betroffen, bei ihrer Ankunft im Bahnhof zu Pisa, sünf Minuten nachher, die Schilderung der stattgehabten Gefahr zu vernehmen. 8 — 1 Spanien.
35 Madrid, 22. Aug. Die Vermuthung, daß Lord Pal⸗ merston in der dem diesseitigen Kabinet durch Herrn Bulwer mitge⸗ theilten Depesche den Infanten Don Enrique nur deshalb als den von ihm anempfohlenen Bewerber bezeichnete, um die Königin Isa⸗ bella zu veranlassen, mit einer auf eine bestimmte Person gerichteten Willens⸗Aeußerung hervorzutreten, dürfte sich demnächst als Gewiß⸗ heit erproben. In der so eben erwähnten Depesche wurde die An⸗ sicht Lord Palmerston's nur als seine eigene und keinesweges als die der englischen Regierung überhaupt dargelegt, die Entscheidung der Vermählungs⸗Frage aber vor Allem von dem persönlichen Willen der Königin Isabella abhängig gemacht. Auf diese Weise ward Letzterer die schicklichste Veranlassung gegeben, dem englischen Hofe auf das förmlichste denjenigen Prinzen zu bezeichnen, auf welchen ihre freie Wahl fallen dürfte, und dagegen die Bewerbungen des Infanten Don En⸗ rique entschieden zurückzuweisen. Aus Rücksichten auf den französi⸗ schen Hof hatte Lord Palmerston Anstand genommen, als Fürsprecher des Prinzen Leopold von Koburg aufzutreten. Es läßt sich aber wohl erwarten, daß er dem Willen der Königin von Spanien, falls er sich für diesen Prinzen entscheiden sollte, völlige Anerkennung wi⸗ derfahren lassen werde. In den verschiedenen Berathschlagungen, welche die diesseitigen Minister auf Veranlassung der Palmerstonschen Depesche pflogen, soll der Präsident, Herr Isturiz, dem Willen der Königin gemäß, darauf angetragen haben, an das Kabinet von St. James die Frage zu stellen, ob es den Wunsch Isabella's II., sich mit dem Prinzen Leopold von Koburg zu vermählen, für angemessen und ausführbar halte und demselben seine mitwirkende Theilnahme zu schenken geneigt wäre. Obgleich nun einige andere Minister 8