1846 / 289 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

11141A4“**“

8 Kartoffel⸗Preise. Der Scheffel 23 Sgr. 9 Pf., auch 17 Sgr. 6 Pf. Branntwein⸗Preise. Die Preise von Kartoffel⸗Spiritus waren am 9. und 10. Oktober 27 und 26 ½ Rthlr., am 12. und 13. Oktober 27 und 27 Rihlr. und am 14. und

15. Oltober d. J. 27 und 28 Rthlr. (frei ins Haus geliefert) pr. 200 Quart à 54 %o oder 10,800 ℳ% nach Tralles. Korn⸗Spiritus: ohne

Geschäft.

Oktober 1846. Kaufmannschaft von Berlin.

Von der Börse läßt sich wenig

Berlin, den 15. Die Aeltesten der

*X Frankfurt a. M., 11. Okt. sagen. Der Umsatz ist still, und die Fonds sind flau, wenn auch an man⸗ chem Tage fester. Das Geld bleibt knapp, und die aus dem Elsaß ein⸗ treffenden Baarsendungen in Fünffrankenthalern unterstüͤtzen bis jetzt wenig den Markt, da stets auch viel Geld weggeht. Diskonto und Wechsel⸗ Course haben sich nicht geändert. Die Getraide⸗Preise ziehen immer von neuem an. Aus Holland sind für unsere Stadt noch keine Sendungen der dort angekauften Quantitäten angelangt.

2%. Amsterdam, 10. Okt. Bei gänzlichem Mangel an Kauflust und diese Woche öfter und dringender eingetretenen Frage nach Geld haben die Fonds⸗Course an hiesiger Börse fast ohne Ausnahme eine rückgängige Bewegung gemacht, wobei hochverzinste Staatspapiere am meisten bethei⸗ ligt waren, indem diese häusiger ausgeboten wurden, um Kapital anzu⸗ schaffen. Von holländischen Fonds ging 4proz. wirkliche Schuld von 94 ½ allmälig bis 93 herunter; 3 proz. Syndikat⸗Obligationen von 89 ½ auf 89 %; Zproz. wirkliche Schuld besserte sich anfangs von 72 bis 7225 9%, konnte jedoch zuletzt nur 72 ℳ7, % bedingen; Integrale sielen nach einer ge⸗ ringen Preis⸗Verbesserung auf 59 ½, % zurück. Actien der Handels⸗Maat⸗ schappy wechselten erst zwischen 173 und 174 ½ %, wurden aber gestern wieder zu 173 ½ abgelassen. Alte russische 5proz. Obligationen bei Hope stehen bei täglichem Weichen um 1 % niedriger als vor 8 Tagen und konnten zuletzt nur 105 ¼ % bedingen; 4proz. Certifikate bei demselben fielen von 90 auf 89 ½ ℳ, 5proz. wiener Metalliques wurden vorige Woche noch zu 107 % abgenommen, gestern hat man sie jedoch bis zu 106 %ℳ abgelassen. Spanische Ardoins⸗Obligationen schwankten zwischen 20 ¾ und *† und blie⸗ ben zu letzterem Preise käuflich; portugiesische Obligationen allein gingen etwas besser und erhoben sich von 44 ¼ bis 44 ¼ %. Der Geldzinscours hat für gewöhnliche Pfand⸗Anleihen 3 ½ a 4 +% und sür Prolongations⸗ Anleihen 4 % erreicht.

122²2²

128 pfd. demminer dito 346 Fl., 123 pfd. bunten pol

ettiner dito 340 Fl., b 1., 130 pfd. weißbunten dito 360 Fl.,

nischen Weizen 320 F kauften p ten po dito nach Qualität zu 345.356 Fl.

110pfd. jährige dänis

252 auch 264 Fl., 110 Hafer wurde gestern 4 F

260*.263 Fl., 120 pfd. dito 5 alte dito 185 Fl.

Gerste galt 175 Fl., 115 pfd. pro Last höher bezahlt, 82pfd. 140 Fl. 2 K

Berliner Börse.

Den 16. Oktober 1846.

unverzollten 130.131 .132 pfd. rostocker Weizen 352.356. 360 Fl.; 127pfd.

1 t. Verbraucher 128.130 pfd. bunten polnischen dito zu 350.360 Fl., 127.128 pfd. Unverzollter 118.119pfd. St. peters⸗

11 247.250 Fl. Verzollter 118.119psd. preußischer dito e 2 42 8 che 1867. 65. Bayr. Bank-Actien 659 Br.

dicker zu 148 Fl. und 80pfd. Futterhafer zu

Auswäürtige Börsen.

Amsterdam, 12. Okt. Miedawl. wirkl. Sch. 59 % 5 % 8,9 3 % 40. 38 %. Pass. —. Ausg. —. Zinsl. —. Preuss. Pr. Sch. —. Paal 4 % Russ. Hope 89 . Antwerpen, Frankfurt a. M., 13. Okt.

II. Okt. Zinsl. —. Neue Aul. 20.

5 % Met. 108 ½ Br. Bank-Aetien Hope 88 ½ Be. Stiegl. 87 Br. Int. 58 % 1. pPom. 200 F1. 96 ¾ 96 ½. 4 °. 500 Fl. 79 ½ ½.

Hamburg, 14. 0kt. Bank-Acten 1570 Bz. Bungl. Russ. 107 R. Paris, 10. Okt. 4 % Rente ün cour. 117.55. 30% do. fin cour. R

Neapl. —. 3 % Span. Rente —. Pass. —. gx Wien ;. Okt. 5 % het. 110. 4 9% do. 100. 5 3 % 72. Acten 1570. Anl. 4e 1834 157 ⅞. 40. 1839 127 ½. Nordb. 174 ½. Glogga.]

Pr. Cour.

Hrief.] Geld.

Pr. Cour. Brief. Seld.

Fonds. Actien.

Man. 111 ¾. Livorn. 102 ¾. PFest. 9 1 ⁄. Budw. —.

922⁄8, 91 * Brl. Potsd. Magdb. 87 do. Obl. Lit. A. B. do. Lit. C. Mgd. Lpz. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Brl. Anh. abgest. do. do. Prior. Obl. Düss. Elb. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Rhbein. Eisenb. do. do. Prior. Obl. do. v. Staat garaut. 0 b.-Schles. K. L A do. Prior. do. Lt. B. B.-St. B. Lt. A. u. B. Magd.-iHalbst. Eb. Br.-Schw.-Frb. B. do. do. Prior. Obl. „[Dounn-Käölner Rsb. Niedersch. Mk. v. e. do. Prioritöt do. Priorität Nied.-Mrk. Zwgb. Priorität

St. Schuld-Sch. Prämien-Scheine d. Sech. à 50 T. Kur- u. Neumärk. schuldverschr.: Berliner Stadt- Obligationen Westpr. Pfandbr.]* Grossb. Pos. do. do. do. Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur- u. Neum. do. Schlesische do. 40. v. Staat g. Li B.-

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Gold al marco. Friedrichsd'or. And. Gldm. à 5 Th. Disconto.

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do.

Königliche Schauspielt.

Sonnabend, 17. Okt. Im Schauspielhause. 177ste Abonnen, Vorstellung: Die unterbrochene Whistpartie, Lustspiel in 2 Abtz. Schall. Hierauf: Der Kapellmeister aus Venedig, musikalisches! libet in 1 Akt.

Sonntag, 18. Okt. Im Opernhause. 118te Abonnen Vorstellung. Zum erstenmale wiederholt: Die zwei Prinzen, da 3 Abth., von Scribe und M. G. Friedrich. Musik von 9. Anfang halb 7 Uhr. ] 8

Zu dieser Vorstellung werden Billets zu den erhöhten d. haus⸗Preisen verkauft.

Im Schauspielhause. 178ste Abonnements⸗Vorstellung: Bremond, Schauspiel in 5 Abth., nach dem Französischen daß net, von H. Börnstein. 8

Montag, 19. Okt. Im Schauspielhause. 179ste Abonn Vorstellung: Der Weiberfeind, Lustspiel in 1 Akt, von R. N Hierauf, zum erstenmale wiederholt: Des Ratheherrn Töthe Schauspiel in 4 Abtheil., von J. F. von Weißenthurn.

——.——— Verantwortlicher Redactenr Dr. J. W. Zinkeisen. Im Selbstverlage der Expedinon. 6

gelassen, während Weizen stärkere

Der Umsatz in Roggen hat diese Woche an Lebhaftigkeit merklich nach⸗ Nachfrage auch zur Versendung ins Aus⸗ letzten Markttage, ist bezahlt:

land gefunden hat. Gestern, als am

Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 12. Juni 1846.

Das an der Ecke der Alexanderstraße Nr. 28 und Ecke der Magazin⸗Straße Nr. 12 und 13 belegene, Vol. 21 No. 1725 der Königsstadt verzeichnete Pae⸗ towsche Erben⸗Grundstück, gerichtlich abgeschätzt zu 48609 Thlr. 27 Sgr. 9 Pf., soll am 11. Februar 1847, Vormittags um 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

884]

Wann auf Antrag des Gutsbesitzers Lagemann auf Striggow, zur bestimmten Anmeldung und Begründung von Ansprüchen an die von dem von Ferber auf Pop⸗ pendorff in Termino Johannis 1843 über die bis da⸗ hin auf den Namen des Letztern im Striggower Hppo⸗ thekenbuche Foliis 47. 48 und 57 intabulirt gestande⸗ nen Pöste von je 1000 Thlr. N. ½ ausgestellten, an⸗ geblich verloren gegangenen, drei Cessions⸗Akten, oder aus denselben an den Provokanten, Zwecks eventueller Mortification solcher Cessions „Akten mit den dadurch begründeten Rechten, publica proclamata heute erkannt und Terminus peremtorius auf den 17. Dezember dieses Jahres vor hiesiger Großherzoglicher Justiz⸗ Kanzlei anberaumt, auch die desfallsige Ladung in extenso den Schwerinschen Anzeigen zu inseriren ver⸗ fügt worden, so wird solches fernerweitig hierdurch be⸗ kannt gemacht.

Gegeben Güstrow, den 3. Oktober 1846.

Großherzogliche Mecklenburg⸗Schwerinsche Justiz⸗ AKRanzlei. 8 (L. S.) G. Brandt.

885] In Sachen den Nachlaß des hierselbst verstorbenen articuliers Johann Heusinger betreffend wird auf den Antrag der Benefizial⸗Erben zur Anmeldung etwaniger Nachlaß⸗Forderungen Termin auf den 19. November d. J., Morgens 10 Uhr, vor hiesigem Herzoglichen Stadt⸗ erichte hierdurch anberaumt. Es werden daher alle jejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrunde an enen Nachlaß Ansprüche zu haben glauben, hiermit dictaliter bei Strafe des gänzlichen Aus⸗ schlusses citirt, solche Ansprüche in obigem Termine nzumelden und gehörig zu bescheinigen. Decr. Braunschweig, den 10. Oktober 1846. Herzogl. Stadtgericht 1sten Bezirks. Galler.

ss Bekanntmachung, die Ausstellungen der Kunst-Vereine

4 8 . 88 . 1 1u Danzig, Königsberg i. Pr.,

Stettin, Breslau und Posen im Jahre 1846/47 betreffend.

f Die verbundenen Kunst-Vereine zu Danzig, Kö-

nigsberg in Preufsen, Stettin, Breslau und Posen

werden, wie im Jahre 1845, so auch im Jahre 1846/27,

vom 15. Dezember 1846 bis ultim. Juli 1847, nach

der oben angegebenen Reihefolge der Städte, un-

mittelbar auf einander stattfindende Kunst-Ausstel- lungen veranstalten und damit Ankänfe von Kunstwerken, behufs der Verloosung derselben, verbinden.

Den geechrten Künstlern Deutschlands, welche diese Ausstellungen mit ihren Werken zu berei- chern geneigt wören, wird Folgendes zur gefälligen

Beachtung empfohlen:

1) Alle an die Kunst-Vereine zu richtende Schrei- ben sind unter Kreuzband und mit der Be-

zZeichnung: Angelegenheit des Kunst- Vereins zu . abzufertigen.

für

Allgeme

2) Zur Erleichterung der Absender werden: in Berlin der Kastellan der Königl. Akademie der Künste, Herr Rietz, in Dresden Herr Finanz-Kalkulator Kretsch- mer, in München Herr Konservator Klotz, in Düsseldorf Herr Professor Inspektor Win- tergerst, in Antwerpen Herr H. Liffers, die Versendung der Kunstwerke übernechmen. 3) In Ermangelung einer bei Uebersendung der Kunstwerke ausdrücklich ausgesprochenen ent- gegengesetzten Bestimmung wird es vom allei- nigen Ermessen der Vorstände abhängen, die in den Cyklus der Ausstellungen gegebenen Sachen denselben vollständig durchlaufen zu lassen,

vilh.-B. (C.-O.) Be rlin-Hamburger

Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hosbuchdrucknit

Herren zu wenden; alle direkt

Einsender. Königsberg, im Oktober 184

Namens der Kunst-Vereine zu Da

deren Haupt-Ge H. De

[805 b]

2—

wonach auch keine der oben gemachten Rei-

henfolge der Ausstellungen widersprechende An-

crdnung zu berücksichtigen möglich bleiben ird. Die Ausstellungen beginnen:

Danzig 1846 den 15. Dezember,

Königsberg 1847 den 7. Februar,

Stettin 1847 den 9. April,

Breslau 1847 den 19. Mai,

Posen 1817 den 20. Juni.

Demnach werden die zu diesen Ausstellungen bestimmten Gemälde und sonstigen Kunstwerke einzusenden sein: an den Kastellan der Königl-. Akademie, Herrn Rietz in Berlin, bis den 26. November 1846, oder spätestens an den Hrn. Kaufmann Simpson in Danzig bis zum 10. Dezember 1846; an den Kommerzienrath De- gen in Königsberg bis zum 2. Februar 1847; an den Herrn Kaufmann Scheeffer in Stet- tin bis zum 1. April 1847; an die Schlesische Gesellschaft für vaterländische Kultur in Bres- lau bis zum 12. Mai 1847; an Herrn Justiz- rath Neumann in Posen bis zum 15. Juni 1847. Unmittelbare Einsendungen von Sei- ien der Künstler gehen an Herrn Lion M. Cohn in Berlin, der die Weiterbeförderung an die betreffenden Vereine übernehmen wird.

4) Die Gemälde müssen unumgänglich an die sie enthaltenden Kisten mit Schrauben befestigt, die Kisten aber nicht nur zugeschraubt, sondern auch über den Fugen mit starkem Papier ver- klebt werden. Bei solchen Bildern, welche an den Deckeln oder den Seitenwänden der Kisten zur Raumersparung mit Schrauben be- festigt werden, ist es durchaus erforderlich, die- selben noch aufserdem durch Kreuzgurte gegen das Herabfallen zu sichern. Bei Sammwel- kisten soll ausser den am Deckel und Boden angeschraubten Bildern höchstens noch eine Zwischenschicht zulässig sein.

Ein Zettel mit Angabe des Malers, des aufsersten Preises oder Werthes und des dargestellten Gegenstandes, wel- cher bei Landschaften und Genrebildern mit besonderer Genauigkeit anzugeben sein wird, ist an den Blendrahmen oder an die Rückseite des Hauptrahmens der Gemälde sorgfältig zu befestigen. Wo diese Vorsicht nicht beob- achtet wird, trägt der Uebersender jeden Nach- theil, der durch etwanige Beschädigung oder Verwechsciung geschehen könnte.

Die Verpackungs- und Frachtkosten bezahlt der die Kunstwerke empfangende Verein, jedoch mit Ausnahme der Postsendungen, welche letz- tere nur portofreci angenommen werden. Es muss dem betheiligten Vereine aber vor der Absendung der Kunstwerke durch Fracht, un- ier der Adresse der zu S. 2. genannten Em- pfänger, davon durch die Post eine kurze Be- nachrichtigung mit Angabe der Grösse der Kunstwerke und der Signatur der Kiste derge- stalt zeitig gegeben werden, dass nach dem ge- öhnlichen Postenlaufe noch hinreichende Zeit für den betheiligten Verein bleibe, um die zur Sache gehörigen Verfügungen zu treffen. Auch die Rücksendungskosten der etwa unver- kauft gebliebenen Sachen übernehmen die Ver- eine. Künstler und Privat-Personen, die von den Ver- einen nicht aufgefordert sind, haben sich we-

8

welche bis zum

messe angeordnet, nach Wahl der

Mittags 12 Uhr, uns mit

cleistet werden kann.

Nach Beschluß der Juli c. genießen diejenigen zahlung bis zum 1. sen, zahibar vom 1. November an.

Diejenigen, welche sie zwischen 1. Januar 1847 leisten, genießen

auf die Lire 100, wofür sie sind, vergüten.

Lire

leistet wurde, genießen nur 7 Seme

die Zinsen auf gegenwärtiges

Rechte aus den Pro Berlin, den 6. August 1846.

bau⸗Zittauer

Beka

zum

Präl

Nr. 1878 bis mit 1880. 3291

In Gemäßheit den nun hiermit diese ten Einzahlung für erloschen erklärt mäß deren Inhaber aller ihnen als Rechte verlustig.

der Loebau⸗Zittauer Eisenbah v. Nostitz, V.

diese Vermittelung gehen auf Kosten der Herren

Stettin, Breslau und Posen,

Leopold⸗Eisenbahn von Florenz nach Livorno.

Der Verwaltungsrath der oben ger senbahn⸗Gesellschaft hat

ün ewe Einzahlung mk, von 10 pCt.

auf den Nominalwerth der Actien⸗Promessen oder Lire 100 per Pro⸗

Thlr. 23. 12 für jede Promesse

General⸗Versammlung vom 6. Actionaire, welche die Ein⸗ November c. leisten, 9 Lire

zwar gleichfalls Lire 9

Zinsen, müssen aber der G.sellschaft 6 Prozent p. a. deren Schuldner geworden

2 5] Die Promessen, auf welchen das vorige. Mal die Einzahlung zwischen dem 2. Mai und 1. Juli ge⸗

Wer die Einzahlung nuar 1847, 12 Uhr Mittags, nicht geleistet hat, verliert alle

Mendelssohn & Co., Jägerstraße Nr. 51.

Eisenbahn. VVon den in unserer Alugust d. J. aufgeführ⸗

ten 186 Stck. Interims⸗ Actien, auf welche bis

sechste Einzahlung nicht

geleistet sind bis mit Ablauf der

d. Mts.) folgende Nummern der fünften Einzahlung: mithin 11 Stück, nicht eingelöst worden.

§. 16. der Gesellschafts⸗Statuten wer⸗ voraufgeführten Actien der fünf⸗

Zittau, am 16. September 1846. Direktoriu

Helfft

iner Anzeiger.

gen der Uebersendung an die §. 2. genannten

Literarische Anzeigen.

Bei Unterzeichnetem erschien so eben folgene ressante Schrift: b e

[882] r Volkswohlstand Preußischen Staate.

In Vergleichungen aus den Jahren vor 1806 und vor⸗ so wie aus der neuesten Zeit, nach statistischen Ermittelungen und dem Gange der gebung 1“ aus amtlichen Quellen dargestellt von . Dr. E. F. W. Dieterici, Geh. Ober⸗Regierungsrath, Direltor des stain Büreaus und Professor. Ladenpreis 2 Thlr. E. S. Mittlen Stechbahn Nr. 3.

e Sendungen ohne

6.

nzig, Königsberg,

schäftsführer g en

1828 bis

enannten Ei⸗

2. Januar 1847, Inhaber auch bei

Bei G. Basse in Quedlinburg ist erschienen E. S. Mitler in Berlin (Stechbahn Nr. 3), und Bromberg zu haben:

H. B. R. Leupold.: Handbüchlein den

wilden Fischerei. Oder: Belehrung über den Fang der Fische in Flüssen und Bächen mittelst aller Arten von Reusen, Senkern, Hamen, Gabeln, Angeln Beschreibung der vorzüglichern in Deutschland menden Fische, mit steter Berücksichtigung ihm. thümlichkeiten, der ihnen angenehmen Koder 1 auf sie anwendbaren Fangmethoden. Mit 10 Abbildungen. 8. Preis 15 Sgr.

James Joh nson: Die kranlhaftt

Empfindlichkeit des Maäh

und der Eingeweide, als nächste Ursache der b ungsbeschwerden, Nervenreizbarkeit, geistigen fung, Hypochondrie zꝛc. Nach langjährigen Erse dargestellt und mit Belehrungen uͤber den ein,t Weg zu einer unsehlbaren Heilung verbunden der sechsꝛen Auflage des Originals aus dem 9

übersetzt. 8. Geh. Preis 10 Sgr.

Rath und Hülfe für

Bruchpatienten

jedes Alters und Geschlechts. Oder: Allaah liche Belehrungen, wodurch sie in den Stan werden, nicht nur diese Gebrechen richtig zu und durch eine passende Behandlung unschä machen, sondern auch selbst radikal zu heile, stattfindender Einklemmung durch eigene Hüls 1 bald zurückzubringen und sich so vor den 2 lichen Folgen derselben zu bewahren. Nach Erfahrungen und mit Benutzung dir besen Schriften über diesen Gegenstand abgefaßt 18 praktischen Arzte. Zweite, verbesserte 8. Geh. 15 Sgr.

Zin- 1883]

November und 2.

Zinsen, indem sie ster verlieren.

bis 2. Ja⸗

messen.

untmachung vom 3.

1. August d. J. die

worden war,

lusivfrist (den 15ten [807 b]

Analtischer

der Englischen, Französischen un nischen Sprache, üten nebst Erklärung der Klassi 6 Behren⸗ B. 88 * g 1 rofessoren aus London, Paris u 1 tzc resp. Curse in genannten Sprachen n dieses Monats eröffnen. Es können an je nur 6 Personen Theil nehmen, welchen 5 derlichen Bücher geliefert werden. Auch 22 richt auf Verlangen in den Wohnungen Pri-

Näh. Auskunft bei rn. Martini⸗ Behren⸗Öʒ

bis mit 3298.,

Elementar⸗C.

, und sind demge⸗ solchen zustehenden

.““

n⸗Gesellschaft. 1

as Abonnement beträgt: 2 Rthlr. für ½

4 Rthlr. ¾˖ ˖2 8 Rthlr.

allen Theilen der Monarchie

ohne Preis Erhohung.

sertions-Gebühr für den

meiner Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.

n.“ Allgemein

Berlin, Sonntag den 18 en

In h a l t. tlicher 8 x land. Berlin. Ernennungen in der Armee. Widerlegtes Gerücht. sche Bundesstaaten. Königreich Bapyern. va eskeh. rProtestanten. Großherzogthum Baden. Der landständische usschuß einberufen. 1 sterreichische Monarchie. Gravosa. Marine⸗Manöver. areich. 8. EW1““ vfa nh ns in Betreff des Grafen n Montemolin. Der Notenwechsel mit England. ie ir⸗ udischen Zustände. II. 88 eßbritanien und Irland. London. Der Spectator üb e spanische Vermählungs⸗Angelegenheit. Vierteljährlicher Status der saats⸗Einnahme. Angebliche Parlaments⸗Berufung. Nachrichten

Pon den Gesellschafts⸗Inseln.

elüsser Volkszählung. Kommerzielle Unterhandlungen. ermischlev.

nemark. Kopenhagen. Das Gut Friedrichswerk. Der Kam⸗ echerr von Scheel. Unzufriedenheit mit d. Reorganisirung 1e. leswig⸗holsteinischen Regierung. Die nächste schleswiger Stände⸗ hersammlung. 3 b5

hweiz. Kanton Zürich. Die Sendung des Herrn von Gonzenba ch Genf. Kanton Genf. Seangtnchüas und Proclamatzon 5 vvisorischen Regierung. Näheres über den Gang der Ereignisse. anton Freiburg. Verbot der Getraide⸗Ausfuhr.

anien. Paris. Telegraphische Depesche: Die Vermählung der Kö⸗ gin und der Infantin vollzogen. Valencia. Britische Kriegs⸗ hffe. Briefe aus Madrid. (Vereiteltes Attentat gegen den Herzog en Montpensier; Note der englischen Regierung; Verhaftungen; Be⸗ hlagnahme der Zeitungen; die englische Flotte; die Werbungen des meral Flores; Herr Cobden angekommen.) und Paris. (Britische

riegs⸗Fahrzeuge im Hafen von Barcelona.)

g. EEEE“ zwischen Mexiko und den Vereinig⸗ Staaten. Schreiben au aris. (Santana's S biederherstellung seiner Herrschaft.) b tellung nach ndels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börse.

s⸗Ausstellung in der Königl. Akademie der Künste. (Fünfter Artikel.)

AFAmtlicher Theil.

e. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem Fiiedensrichter, Justizrath Nelles zu Dudeldorf, im Re⸗ gs⸗Bezirk Trier, den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse; so

dem Schullehrer und Küster Trebst zu Wetteburg, im Regie⸗

8 Bezirk Merseburg, das Allgemeine Ehrenzeichen zu ver⸗

8 eeseraess Fese*.

Se. Königl. Hoheit der Großherzog von Meck elitz ist nach Neu⸗Strelitz abgereist.

8

Die hiesige Universität beging am 15ten d. das Geburtsfest Majestät des Königs, indem mit dieser Feier den Bestimmungen die öffentliche Uebergabe des Rektorats verbunden wurde. Die ide hielt der Professor der Beredtsamkeit, der Geheime Regie⸗ 8⸗Rath Böckh. Der Redner ging davon aus, daß die Ge⸗ tdes Fürsten und des Volkes unzertrennlich seien, mit der Ge⸗ des zukünftigen Königs das Geschick des Volkes und Staates neue Bestimmung erhalte; er wandte diesen Gedanken auf die erungen Sr. Majestät des hochseligen Königs und Sr. Majestät Königs Friedrich Wilhelm's IV. an und wies auf die größere egung und Lebendigkeit hin, welche in allen Zweigen des Lebens anden sei und auch auf die Wissenschaften Einfluß übe; welche re jedoch, besonders die Alterthumsstudien und alle philosophischen Dis⸗

Alle A des In- und Auslandes nehmen Bestellung auf dieses Slatt an, für Herlin die Expedition der Allg. Preuß Zeitung:

Fr chsstraß e Nr. 72.

ziplinen, durch übertriebene Anforderungen an die Wissenschaften, nament⸗ lich die einer unmittelbaren Einwirkung auf das Leben einerseits und die einer unbedingten Uebereinstimmung mit bestimmten positiven Voraussetzungen andererseits, in eine falsche Stellung kommen könn⸗ ten. Der Redner schloß mit der Betrachtung, daß die Entwickelungs⸗ Perioden und Zeitalter der Völker sich nach der Regierung der Für⸗ sten, welchen eine lange Herrschaft zu Theil würde, zählen und be⸗ stimmen ließen, und urtheilte, daß das gegenwärtige Zeitalter Preu⸗ ßens, unter Friedrich Wilhelm's IV. Leitung und unter seinen Auspizien, ein sehr glückliches sei und mit Gottes Hülfe selbst unter schwierigen Verhältnissen bleiben werde.

Nach dieser Rede erwähnte der abgehende Rektor, Professor Trendelenburg, in der Kürze die Ereignisse des verflossenen Jahres, indem er insbesondere zum Gedächtniß der während dieses Zeitraums verstorbenen Amtsgenossen, der Professoren Marheineke, Theremin, Puchta und Ideler, und des verdienten Eiselen einige Worte sprach und unter den verstorbenen Studirenden namentlich des hoffnungs⸗ vollen Hermann Rossel, eines Rheinländers, gedachte. Der an⸗ tretende Rektor, Geheime Regierungs⸗Rath Professor Böckh, schloß mit einer Anrede, in welcher er dem übernommenen Amte Gesinnung und Richtung vorzeichnete.

Die Lehrer, welche die Universität im abgelaufenen Jahre durch den Tod verlor, sind oben genannt. Es ging ab, und zwar nach Weimar, der außerordentliche Professor der Medizin R. Froriep, indem ihm beim Ausscheiden der Charakter eines Geheimen Medizi⸗ nal⸗Raths beigelegt wurde. Zu ordentlichen Professoren wurden er⸗ nannt die bisherigen außerordentlichen Professoren Heydemann in der juristischen, Franz und Lepsius in der philosophischen Fakultät. Es wurden in die juristische Fakultät berufen die ordentlichen Pro⸗ fessoren Richter von Marburg und Keller von Halle. Zu außer⸗ ordentlichen Professoren wurden ernannt der Privat⸗Docent Dr. Böhm in der medizinischen, die Privat⸗Docenten Doktoren Geppert, Bey⸗ rich und außerdem Professor Maßmann, früher zu München, in der philosophischen Fakultät. Es habilitirten sich als Privat⸗Docen⸗ ten in der Medizin die Doktoren Brücke, Du Bois⸗Reymond, in den Wissenschaften der philosophischen Fakultät die Doktoren Karsten, Heintz, G. Curtius, J. F. Lauer, Koepke und Dieterici. Im Winter besuchten die Vorlesungen 2077 theils im⸗ matrikulirte Studirende, theils anderweit Berechtigte, im Sommer 1897. Immatrikulirt wurden während des ganzen Jahres 136 Theologen, 416 Juristen, 144 Mediziner, 218 bei der philosophischen Fakultät, im Ganzen 914, darunter 640 Inländer, 274 Ausländer. Die Disziplin der Studirenden war im Ganzen lobenswerth. Im nächsten Jahre besteht der Senat außer dem Universitätsrichter, Kam⸗ mergerichts⸗Rath Lehnert, aus folgenden Professoren: dem Rektor Böckh, dem Prorektor Trendelenburg, den Dekanen Neander, Heffter, Müller und Lachmann, und den Senatoren Weiß, Homeyer, Hecker, Dieterici und Magnus.

Abgeteist: Se. Excellenz der Großherzoglich mecklenburg⸗ eehshe Wirkliche Staats⸗Minister, von deoit, nach Neg- relitz. Durchgereist: Se. Excellenz der Großherzogl. mecklenburg⸗ sahechech Staats⸗Minister, von Lützow, von Schwerin deee nach Halle.

Uichtamtlicher Theil Inland.

Berlin, 17. Okt. Nach dem heutigen Militair⸗Wochen⸗ blatt ist der General⸗Lieutenant Graf Brandenburg, komman⸗ dirender General des 6ten Armee⸗Corps, zum Chef des 5ten Küras⸗

Oktober

sier⸗Regiments; der General⸗Lieutenant von Colomb, kommandi⸗ render General des 5ten Armee⸗Corps, zum Chef des 7ten Husaren⸗ Regiments; der Major zur Disposition von Grumbkow, zuletzt Chef der Kaiser Franz⸗ Grenadier⸗Regiments⸗Garnisons⸗Com⸗ pagnie, zum Chef der 3ten Invaliden⸗Compagnie; der Ma⸗ jor Dannhauer, vom Generalstabe des 1sten Armee⸗Corps,

zum Chef des Generalstabes dieses Corps, und der Freiherr

von Troschke, Hauptmann vom Generalstabe des 3ten Armee⸗ Corps, zum überzähligen Major ernannt, Letzterer zugleich zum 1sten Armee⸗Corps versetzt; sodann dem Hauptmann a. D. Kraker von Schwarzenfeld, zuletzt im 22sten Infanterie⸗Regiment, der Cha⸗ rakter ale Major bewilligt; dem Rittmeister a. D. von Rosenstiel in Posen der Charakter als Major beigelegt; und der Oberst⸗Lieute⸗-⸗ nant Frhr. von der Horst als Commandeur des 19ten Infanterie⸗ Regiments; der Oberst von Fuchs als Commandeur des 3ten In- fanterie⸗Regiments; der Oberst Stiehle als Commandeur des 33sten Infanterie⸗Regiments; der Major von Tyszka als Commandeur des 1sten Husaren⸗Regiments; der Oberst Graf von der Schulen⸗ burg als Comdr. d. 2ten Inf.⸗Reg.; der Major von Düsterlho als Commandeur d. 3ten Drag.⸗Reg.; der Major von Michaelis als

Commandeur des 3ten Ulanen⸗Regiments; der Oberst von Schle⸗

gel als Commandeur des 15ten Infanterie⸗Regiments; der Oberst

von Harder als Commandeur des 16ten Infanterie⸗Regiments; der Oberst⸗Lieutenant von Willisen als Commandenr des 10ten Husaren⸗Regiments; der Oberst⸗Lieutenant von Wiedburg als Commandeur des 25sten Infanterie⸗Regiments; der Oberst⸗Lieutenant Wentzel als Commandeur des 35sten Infanterie⸗Regiments; der Major von Unruhe als Commandeur des 8ten Kürassier⸗Regiments; der Major Gr. Westarp als Commandeur des Sten Husaren⸗Regi⸗ ments; der Oberst von Hessenstal als Inspecteur der

genieur⸗Inspection; der Major Hoffmann als Insperteur der 2ten

2ten In⸗

Pionier ⸗Inspection, und der Major Mebes als Inspecteur der v11“] 28

8

Zten Festungs⸗Inspection bestätigt.

Berlin, 17. Okt. In Nr. 278 der Düsseldorfer Zei⸗

tung (wiederholt in Nr. 284 der Deutschen Allgemeinen

Zeitung) wird von einer beabsichtigten morganatischen Verbindung eines deutschen Prinzen mit der Tochter einer in Berlin lebenden Schriftstellerin erzählt. Dieses Gerücht kann hierdurch aus der sichersten Quelle für eine grundlose Erfindung erklärt werden. Deutsche Bundesstaaten.

Königreich Bayern. (N. K.) Se. Majestät der König

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hat genehmigt, daß bei der Unthunlichkeit einer Konkurrenz aus Ren⸗

ten⸗Ueberschüssen protestantischer Kultus⸗Stiftungen und bei der Un⸗ zulänglichkeit der bereits im Jahre 1838 zur Ausführung des Um⸗

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baues der bisherigen Simultan⸗Kirche zu Unterleinleiter, Königl.

Landgerichts Ebermannstadt, als einer künftigen protestantischen Kirche

vorgenommenen Kirchenkollekte eine nochmalige Sammlung hierzu bei

den protestantischen Kirchengenossen, und zwar im Regierungs⸗Bezirke Oberfranken, von Haus zu Haus veranstaltet werde.

Großherzogthum Baden. Durch Entschließung Sr.

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nigl. Hoheit des Großherzogs vom 8. Oktober ist die Einberufung des landständischen Ausschusses zur Prüsung der Amortisations⸗, Zehnt⸗

schuldentilgungs⸗ und Eisenbahn⸗Schulden⸗Tilgungs⸗Kasse⸗Rechnun für 1845 auf den 28sten d. M. erfolgt. T11I“¹

Oesterreichische Monarchie.

Gravosa, 30. Sept. (Wien. Ztg.) In den letztverflossenen

Tagen hat die unter den Befehlen Sr. Kaiserl. Hoheit des Erzher zogs Friedrich stehende, hier versammelte Escadre ihre Uebungen im Scheibenschießen mit Geschütz und Kleingewehr beendigt. Am gestri⸗ gen Tage sollten durch Se. Kaiserl. Hoheit die diesjährigen Exercitier

mit einem Haupt⸗Manöver beschlossen werden, bei welchem sich nebst

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Kunst⸗Ausstellung n der Königlichen Akademie der Künste. (Vergl. Allg. Preuß. Ztg. Nr. 261. 272. 276. 281.) Fünfter Artikel.

re: Friedrich Eduard und Wilhelm A. Meyerheim

rd Rabe Rudolph Jordan Most und Delacroirx Hasenclever Alois Hunin J. Becker.

M; 2 88 gehen jetzt zu dem eigentlichen Genre über und wollen zunächst dem bürgerlichen Drama und der Komödie der Malerei, an⸗ egeemnüähliche, ernste, komische, ländliche und häusliche Situationen, hre besondere Anziehungskraft haben in dieser Hinsicht die Bilder von üa. gre im. Dieser Künstler hat das häusliche Leben, die kleine lünsl elt der bürgerlichen und ländlichen Existenz zum Gegenstande heerischen Auffassung gemacht. Er weiß den unbedeutendsten Vor⸗ Pnni heitere, poetische Seite mit Glück abzulauschen und sie mit Wärme Werit zur Darstellung zu bringen. Wollte man seine Bilder mit 2 vae charakterisiren, so müßte man dazu das Prädikat „liebens⸗ ha vnn fas Es sind meist zarte, friedliche und trauliche Beziehungen, her Fran eine Figuren erblicken. Sie sind daher auch hauptsächlich nns demnene und Kinderwelt, welche die künftige Wirksamkeit offenbart nsen h n de ahe FSat und ab⸗ genommen; aus dem ruhigen Sonn⸗ und Festtags⸗ und hesbeseben friedlich⸗froher Leute. Er zeigt uns nicht das 8148 und h nlG des Mannes, welches von seiner zwar derben, aber heiteren fimehr ”) niederländischen Genrebildern vorherrscht. Da giebt ber he ane⸗ seelengute, beredte, liebe Gesichter voll Auer⸗ en. Die geschichten, und man wird nicht müde, in den Zügen Zehandlun heitere Auffassung wird von einer zarten, zierlichen und fei⸗ nenie haant unterstüte, welche jedoch nirgend geleckt oder am un⸗ hauch wwe ffche idealisirend erscheint, sondern vielmehr nur über das Ganze findet sch scher Wahrheit ausgießt. In welch' glücklicher Verschmel⸗ f altemn Aiese Poesie und Naturwahrheit z. B. in dem Bilde: „Kin⸗ Ubhange e Tauben fütternd“ (Nr. 597). Die Scene ist an Märd . en einem alten verfallenen Gebäude voll Hollunderduft. 1 n em die Flachshaare lang und ungelockt um das Gesicht sen. E8 nngen, eine wilde Taube durch Futter auf ihren Schoß eines Schwesterchen kann nicht besser auf allen Vieren

daneben hocken, wie dieses kleine, aufmerksame Geschöpf da thut. Zur Seite

liegt im grünen Grase der Bruder. Einfach hängen seine Pantalons cha⸗ rakteristisch nur an einem Bande, das schräg über die Brust geht. Aber bei all' der Dürftigkeit dieser treuwiedergegebenen Dorffiguren, welch' eine Welt voll Liebe, Unschuld, Sorglosigkeit und daseinfroher Geschäftigkeit liegt in den Mienen der Mädchen, welch' ein Himmel voll Poesie, von schlum⸗ mernden, vielleicht nie zur bewußten Klarheit durchbrechenden Gedanken in dem Antlitz des Buben, womit er in die selige Bläue schaut. Dieser Knabe ist ein Poet, und wenn auch seine Lieder nie schön gebunden auf dem Tische liegen werden, so singen sie die Vögel nach, und die Winde wehen sie weiter über die grüne Flur. Die oben schwebende Taube, 28 sich ebenfalls herunterlassen zu wollen scheint, ist ein wenig zu groß gerathen.

Ein gleich liebliches Bild ist die „Frau aus dem Harz mit ihrem Kinde“ (Nr. 598). Eine junge Frau, die in dem Korbe auf ihrem Rücken ihr schlafendes Kindchen trägt, ist im Begriff, zur Stadt zu gehen, um ihren Vorrath an kleinen Erzeugnissen, den sie in einem anderen Korbe am Arme hat, zu veräußern. Sinnend berechnet sie, wie viel sie wohl heute einneh⸗ men mag, und wie der kleine Ertrag dann zur Gedeihlichkeit des Häuslichen möchte verwendet werden. Von dem anderen Landmädchen (Nr. 599) haben wir in unserem vorigen Artikel schon gesprochen.

„Es folgt eine häusliche Scene: „Großvater und Enkel“ (Nr. 600). Es ist halb 7 Uhr Morgens, wie die Wanduhr zeigt. Am einladenden Kaffeetische sitzt noch die Mutter mit dem Jüngsten, welches das halbe Ge⸗ sichtchen in die Tasse steckt, um ja noch den letzten süßen Rest zu bekom⸗ men. Der Mutter Aufmerksamkeit wird aber durch eine Gruppe im Vor⸗ dergrunde in Anspruch genommen. Sie freut sich innig über die Tadello⸗ sigkeit, womit die ältere Kleine mit gefalteten Händchen dem Großvater ihr Gebet. aufsagt, welches der freundliche Alte aus dem zerlesenen Büchelchen überhört; denn um sieben muß sie zur Schule. Durch die offenstehende Thür sieht man den jungen Mann schon in seiner Tischler⸗Werkstatt be⸗ schäftigt. Ein Vogelbauer im Fenster und der Durchblick durch dieses auf den blauen Morgenhimmel draußen tragen dazu bei, den heiteren Ton in dieser kleinen Welt voll Zufriedenheit und häuslichen Glückes zu erhöhen.

In der „Dorf⸗Familie“ (Nr. 601) sehen wir wieder einen solchen Groß⸗ papa, der über den Hoszaun das Enkelchen emporhebt; denn es soll der Mutter Lebewohl sagen, welche mit Sichel und leerem Korbe Gras zu schneiden geht. Ein älteres steht unten und hebt sich auf die Zehen, um an eine Ritze des Zaunes zu gelangen und einen Blick in die Welt

hinter den Brettern zu ihun, deren Wunder es so gern, wenn es mit dürfte,

an der Hand der Mutter sich beschaute. Letzteres, mit sonst sehr sprechende Gesichte, scheint uns den Mund für ein frbunbliches 84 8 zu weit zu öffnen, welches keinen guten Eindruck macht.

„Die erzählende Mutter“ (Nr. 602) ruht mit ihren Kindern im Vor⸗ dergrunde auf dem grünen Rasen. Sie hat aber den Strickstrumpf in der

Hand, den treuen Begleiter sorgsamer Hausmütter, welche selbst die Dämmer⸗

und Erholungsstunde nicht ohne Nutzen vorüberstreichen lassen. gen die Geschichten so hübsch! Was für eine zuhörende Kindergruppe das von der Hand dieses Künstlers geben muß, kann man sich leicht vorstellen.

Dabei klin⸗-

Auch sehlen nicht zwei andere Kleinere, welche sich daneben im Grase tum⸗

meln. Weiter hinten ist die Bleiche, wo wir noch andere Frauen geschäftig erblicken. Den Hintergrund schließt eine hochgelegene Stadt ab, deren Thürme in den Duft des Sommerabends hineinragen.

Das letzte Bild dieses talentvollen Künstlers stellt ein „Mädchen mit Hunden“ dar (Nr. 603). Die Kleine ist in einen Stall gedrungen und will jetzt mit dem unter der Nachkommenschaft eines Hundes gewählten Lieblinge davongehen. Dagegen scheint die Hundemutter Einspruch thun zu müssen und stellt die Vorderpfoten friedlich wedelnd auf den Arm de jungen Räuberin. Unnachahmlich schön ist in ihrem kleinen Gesicht die Ungewißheit ausgedrückt, ob sie die Zudringlichkeit der Hündin wirklich fürchten oder dem Wunsche, das ergriffene Junge davonzutragen, folger soll. Es ist dieser Ausdruck der ganzen Innerlichkeit, wie sie durch den Augenblick bestimmt wird, eine steis meisterhaft gelungene, wichtige Seit bei den Figuren Meperheim's; er offenbart darin eine ungemeine Fertigkeit und Lieblichkeit der Auffassung. Wir haben es uns deshalb nicht versagen können, auf alle diese Bilder einzeln aufmerksam zu machen und wenden uns jetzt mit gleicher Freude zu den Bildern von Wilh. A. Meperheim

Diese gleichen in charaktervoller Auffassung und in der zierlichen, net ten Behandlung durchaus denen von Ed. Meyerheim. In Bezug auf den Stoff ist es aber hauptsächlich das Soldatenleben, in seinem friedlichen gar⸗ nisonirenden Walten, welches dieser Maler darzustellen liebt, und welches ihm außerordentlich gut gelingt. Es gefällt uns vor Allem: „Marschscen des ersten Garde⸗Ulanen⸗Landwehr⸗Regiments“ (Nr. 609). Links verlier sich ein Regiment in die Büsche. Nur zwei von den Kriegern sind zu zwei Wäscherinnen herangeritten, welche an einem Teiche beschäftigt sind. Das Gespräch liegt auf dem Gesichte der Theilnehmer, und nach dem schmucken, weiblichen Theile derselben schaut mancher davonreitende Soldat zurück. Bis an das Knie im Wasser steht ein köstlicher Bube und starrt mit offe⸗ nem Munde die neue, unerhörte Erscheinung der blanken Reiter an. Ein recht ergötzliches, lebensvolles Bild.