1846 / 310 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

mMeugast 19 41Ann

GBehanntmachungen.

[854] Ediktal⸗Citation.

Ueber das Vermögen des Kaufmanns Abraham Sa⸗ lomon Flatau zu Inowraclaw ist von Amts wegen von uns per decretum vom 27. Mai cr. a. der Konkurs er⸗ öffnet worden.

Der Termin zur Anmeldung aller Ansprüche an die Konkursmasse steht auf

den 14. Januar 1847, Vorm. 11 Uhr, vor dem Deputirten, Herrn Ober⸗Landesge⸗ b richts⸗Referendarius v. Rozpnsli, im Instructionszimmer des unterzeichneten Gerichts an.

Die dem Namen und Wohnorte nach unbekannten Gläubiger des Gemeinschuldners werden daher vorge⸗ laden, sch in diesem Termine zu melden, widrigenfalls dieselben zu gewärtigen haben, daß sie mit ihren An⸗ sprüchen an die Masse werden ausgeschlossen werden und ihnen deshalb gegen die übrigen Gläubiger ein ewiges Stillschweigen auferlegt werden wird.

Zugleich wird der Gemeinschuldner, Kaufmann Abra⸗ ham Salomon Flatau, dessen jetziger Aufenthalt nicht ekannt ist, hierdurch öffentlich vorgeladen, in dem an⸗ stehenden Termine zu erscheinen, um dem Kontradiktor ie ihm beiwohnenden, die Masse betreffenden Nachrich⸗ en mitzutheilen, und besonders über die Ansprüche der Gläubiger Auskunft zu geben. 1g

Bromberg, den 21. September 1846.

Königl. Ober⸗Landesgericht. I. Abtheilung. 790 bb) Auszug.

Mit Hinweisung auf die den Stralsundischen Zeitun⸗ en in extenso inserirten Ladungen vom heutigen Tage erden alle diejenigen, welche an die Nachlaßmasse des erst. Majors Carl Gottlieb von Platen auf Granske⸗ itz, insbesondere an die dazu gehörenden Allodialgüter

Granskevitz und Vaschvitz c p.; beide auf Rügen be⸗ legen, aus irgend einem Grunde Rechtens Forderungen und Ansprüche machen zu können vermeinen, zu deren Anmeldung und Beglaubigung in einem der folgenden Termine:

den 23. Oktober, 6. oder 27. Novemberd. Js., Morgens 10 Uhr, vor dem Königlichen Hofgericht, bei Strafe der am 17. Dezember d. Js. zu erkennen⸗ den Präklusion, hiermit aufgefordert.

Datum Greifswald, 26. September 1846.

Königl. preuß. Hofgericht von Pommern und Rügen.

(L. S.) (gez.) v. Möller, Präsident.

[793 b Gerichtliche Vorladung.

Alle diejenigen, welche an die Nachlaßmasse des zu Spiekersdorf mit Tode abgegangenen Pächters Eduard Wilhelm Schömann aus irgend einem Grunde Rech⸗ tens Forderungen und Ansprüche zu haben und geltend

Allgemeiner Anzeiger.

den 21. April 1847, welcher zum Verhörs⸗ und Gütepflegungs⸗Termin an⸗ beraumt worden, sich wiederum in Pesen oder durch gehörig legitimirte Bevellmächtigte, Vormittags 10 Uhr, an Amtsstelle allhier einzufinden und über den Abschluß eines Vergleichs zu unterhandeln, im Fall aber ein solcher nicht zu Stande kommen sollte, sich

den 5. Mai 1847

der Inrotulation der Akten und

den 21. Juni 1847 der Bekanntmachung eines Locations⸗Erkennt versehen.

Diejenigen, welche bis Nachmittags 5 Uhr im Li⸗ quidations⸗Termine nicht erschienen und ihre Forderun⸗ gen nicht anmelden, werden ihrer Ansprüche an die be⸗ treffende Konkurs⸗ und Nachlaßmasse, so wie der ihnen

etwa zustehenden Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, für verlustig, diejenigen aber, welche in dem anberaum⸗ ten Verhörstermine außen bleiben, oder zwar erscheinen, aber hinsichtlich des abzuschließenden Vergleichs sich nicht oder nicht bestimmt erklären, für einwilligend in den Beschluß der Mehrheit angesehen, die bekannt zu ma⸗ chenden Erkenntnisse endlich hinsichtlich derjenigen, welche sich in dem anberaumten Publications⸗Termin nicht melden, Mitiags 12 Uhr für publizirt geachtet werden. Im Uebrigen haben auswärtige Interessenten zu An⸗ nahme der künftigen Ausfertigungen bei 5 Thlr. Strafe Bevollmächtigte an hiesigem Orte zu bestellen. Frankenberg, den 14. September 1846. Königliches Justiz⸗Amt Frankenberg mit Sachsenburg.

8n d In Stellvertretung: 1“ ““ L udwig 1 Amtsakt.

Abgang von

Glogau Klopschen 7 Uhr Morgens,

2 Uhr Nachmittags,

Abgang von

tagszug an den Personenzug, welcher bis Abends) an.

en 28 Niederschlesische Zweigbahn. *ꝙꝑVom 1. November cr. ab waden käglich aaf h. der Niederschlesischen Zweigbahn zwischen Glogau und Hans⸗

dorf in beiden Richtungen zwei regelmäßige Züge nach folgendem Fahrplane befördert werden:

n der Richtung von Glogau nach Hansdorf.

Sprottau 7 Uhr 35 Minuten, 8 Uhr 45 Minuten, 9 Uhr 20 Minuten, 9 Ühr 35 Minuten. 2 Uhr 35 Minuten, 3 Uhr 35 Minuten, 4 Uhr 4 Minuten, 4 Uhr 4 Minuten.

In der Richtung von

H Sagan Sp ottau

7 Uhr 55 Min. Morg., 8 Uhr 15 Minuten, 8 Uhr 52 Minuten, 9 Uhr 48 Minuten, 10 Uhr 10 Minuten. 2 Uhr 50 Min. Nachm., 3 Uhr 10 Minuten,] 3 Uhr 44 Minuten, 4 Uhr 49 Minuten,

Außer auf den vorgenannten Haupt⸗Stationen werden auch an den Anhaltepunkten bei Quaritz,

Waltersdorf und Buchwald Passagiere aufgenommen und abgesetzt.

Von den obigen Zügen schließt sich der Morgenzug von Glogau an die beiden Gü⸗ terzüge der Niederschlesisch⸗Märkischen Eisenbahn, welche bis Berlin und resp. Breslau gehen (Ankunft in Berlin 4 Uhr 45 Minuten, in Breslau 4 Uhr 38 Minuten Nachmütags), der Nachmit⸗ Frankfurt geht (Ankunft daselbst 8 Uhr 13 Minuten

111““

beet. Ss.

Ankunft in

Sagan RHansdorf

1““

Hansdorf nach Glogau. Klopschen] Glogau 5 Uhr 2 Minuten.

deren Inhaber unter mern beizufügen. Dresden, den 1. Oktober 1846. „Das Direktorium ächsisch⸗Schlesischen Eisenbahn⸗ Gesellsce Schill. Franz Netcke.

Jahres wiederum auf

Friedrich von und die Wah

den Kaufmann Eduard Exner zu Zittau gefallen ist. Zittau, am 26. Oktober 1846. Direktorium der Loebau⸗Zittauer Eisenbahn⸗Gesehh v. Nostitz. Eyner. Helfft.

schriebenes Verzeichniß der a

Bekanntmachung.

Von dem Direh

der Loebau⸗Zittaun

senbahn⸗Gesellschai hiermit zur öffm Kenntniß gebracht die Wahl des Pou

p den im gedachten torio für die Zei

1. November direse 31. Oktober füh

oll⸗Inspektor ostiz Drzewieecli, lI des Stellvertreters des Vorsißenben, b

116“

Literarische Anzeigen.

Im Verlage von Gustav Braune in Lei⸗ erschienen und in allen Buchhandlungen, in Ben

Wilh. Logier, Friedrichsstr Nr. 161 (nahe den Linden), zu bekommtn,

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Theilen der Monarchie qeꝗid Preis-Erhohung. sertions-Gebühr für den

um einer Zeile des Allg.

Anzeigers 2 Sgr.

Inhalt.

land. Berlin. Beförderungen in der Armee. Provinz Schle⸗ ien. Unterstützung der Stadt Guttentag. Rhein ⸗Provinz. röffnung des Justizjahres. 1 3 utsche Bundesstaaten. Königreich Bayern. Unterstützung ürftiger Gemeinde⸗Mitglirder. Königreich Hannover. Besuch pher Herrschaften. Großberzogthum Baden. Abreise des Prin⸗ n Gustav Wasa nach Wien. Großherzogthum Hessen und ei Rhein. Geschenk Sr. Majestät des Königs von Preußen. Er⸗ ffnung der Kammer⸗Sitzungen. 8

ßland und Polen. Warschau. Abreise des Großfürsten Kon⸗ ntin. unkreich. Paris. Ministerrath und Bewilligung für Mehrausga⸗ n in Folge der Ueberschwemmungen. Der Herzog und die Herzogin n Montpensier in Pau. Das Verhalten des britischen Konsuls in avonne. Admiral Duperré †. Bugeaud's Rückkehr nach Algier. General⸗Conseil des Seine⸗Departements. Eingabe der Protectio⸗ sten. Vertrag über die transatlantische Dampfschifffahrt. Ver⸗ ischtes. Schreiben aus Paris. (Franknichs Stellung zum Aus⸗ nde in Folge der spanischen Vermählungen.)

ßbritanien und Irland. London. Kabinetsrath. Der

tandard uber die Veranlassung der Parlaments⸗Vertagung. Der othstand in Irland. Nachrichten aus den La Plata⸗Sfaaten. ngünstiger Erfolg der Mission des Herrn Hood.

derlande. Aus dem Haag. Antwort des Königs auf die Adresse ider Kammern. Ernennungen.

Gelgien. Brüssel. Die bevorstehende Eröffnung der Kammern. Ministerial⸗Beschluß in Betreff der Theilnahme von Beamten an der

Alliance“. Beschluß der Industriellen zu Gent hinsichtlich des Zoll⸗ esens. Vermischtes.

nemark. Schleswig und Wiborg. Stände⸗Verhandlungen. rtugal. London. Das britische Geschwader im Tajo. Ungün⸗ iger Zustand der Dinge sür die Regierung. dels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börse.

85* 11“

jgl. Opernhaus. (Konzert.) Zur Literatur der neueren Geschichte.

Alle Post-Anstalten des In⸗ und Auslandes nehmen Bestellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition der Allg. Preuß. Zeitung:

Altar niedergesetzt worden war, so fand heute das seierliche Leichen⸗ begängniß nach Maßgabe des darüber erschienenen Reglements in Höchster Gegenwart Sr. Majestät des Königs und Ihrer Majestät der Königin, Ihrer Königl. Hoheiten des Prinzen und der Prinzessin von Preußen und der anderen hier anwesenden Königlichen Prinzen Königl. Hoheiten statt.

Es wurden zuerst einige Verse des Liedes: „Jesus meine Zu⸗ versicht“ gesungen, dann hielt der Wirkliche Ober⸗Konsistorial⸗Rath und Ober⸗Hof⸗Prediger Ehrenberg den Gottesdienst nach der Kirchen⸗ Agende, worauf mit einem Verse aus dem obigen Liede die Feierlich⸗ keit beschlossen wurde.

H A—

Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 4ten Klasse 94ster Königlicher Klassen⸗Lotterie siel 1 Hauptgewinn von 50,000 Rthlr. auf Nr. 66,875 nach Königsberg i. Pr. bei Samter; 4 Gewinne zu 2000 Rthlr. sielen auf Nr. 20,701. 26,933. 54,273 und 80,672 in Berlin bei Seeger, nach Düsseldorf bei Spatz, Magdeburg bei Brauns und nach Ratibor bei Samoje; 39 Gewinne zu 1000 Rthlr. auf Nr. 4812. 6001. 6466. 9995. 11,604. 14,072. 14,160. 15,733. 15,742. 17,153. 18,059. 20,873. 21,458. 21,699. 23,735. 23,946. 24,858. 29,855. 30,757. 31,670. 39,200. 44,279. 45,185. 45,448. 45,519. 47,728. 55,684. 56,768. 57,907. 58,349. 59,026. 60,303. 60,944. 61,135. 64,671. 64,797. 65,319. 76,994 und 81,610 in Berlin bei Aron jun., bei Faure, bei Moser und 5mal bei Seeger, nach Breslau bei Gerstenberg, 4mal bei Holschau und 3mal bei Schreiber, Cöln bei Krauß und bei Reimbold, Danzig 2mal bei Rotzoll, Driesen bei Abraham, Elberfeld 2mal bei Heymer, Halle 2mal bei Lehmann, Liegnitz bei Leitgebel, Magdeburg bei Brauns, bei Elbthal und bei Roch, Merseburg 2mal bei Kieselbach, Naumburg bei Vogel, Neisse bei Jäkel, Neuß bei Kaufmann, Reichenbach bei Scharff, Sagan bei Wiesenthal, Stettin bei Wilsnach, Tilsit bei Löwen⸗ berg und nach Zeitz bei Zürn; 34 Gewinne zu 500 Rthlr. auf Nr. 1863. 2321. 4033. 9939. 13,324. 15,937.16,546.16,675. 16,752. 26,380. 29,653. 31,391. 38,099. 43,528. 43,912. 44,092. 47,341. 48,156. 48,507. 48.789. 62,617. 64,153. 65,312. 65,951. 66,048. 68,112.

ist erloschen. 8

Bekanntmachung. Vom 1. Oktober d. J. ab ist nach den um Berlin gelegenen Dorfschaften und Etablissements, als nach Arensdorf, Bergmaͤnns⸗ Straße, Blankenburg, Blankenfelde, Biesdorf, Böhmisch Rixdorf, Bockshagen, Britz, Buschkrug, Carow, Caulsdorf, Dalem, Dalldorf, Deutsch⸗Rixdorf, Dustere Keller, Eiche, Falkenberg, Französisch Buch⸗ holz, Friedrichsberg, Friedrichsfelde, Giesendorf, Hasenheide, Haus⸗ Hortenstein, Hellersdorf, Heinersdorf (Nieder⸗Barnim. Kr.), Herms⸗ dorf, Hohen⸗Schoenhausen, Kreutzberg, Krügersfelde, Lankwitz, Lich⸗ tenberg, Lichtenberger⸗Kietz, Lichterfelde, Lindenberg, Luebars, Lützo⸗ wer Feld, Malchow, Mariendorf, Marienfelde, Marzahn, Möllers⸗ felde, Pankow, Reinickendorf, Rosenthal, Rummelsburg, Schmargen⸗ dorf, Schoenholz, Schoenhausen, Schulzendorf, Stralau, Tegel,

Tempelhof, Treptow, Wartenberg, Weißensee, Wilmersdorf und nach

sämmtlichen Landhäusern, Mühlen ꝛc., welche an den nach diesen Dorfschaften und Etablissements führenden Chausseen und Landstra⸗ ßen gelegen sind, so weit solche nicht zur Stadtbestellung gehören, eine tägliche Landbriefbestellung eingerichtet worden. Die Abfertigung der Landbriefträger, durch welche, außer gewöhn⸗ lichen Briefen, auch kleine Pakete bis zum Gewichte von 16 Loth schwer, Geldscheine, Geldbriefe bis incl. 100 Rthlr. und Paket⸗Adressen be⸗ fördert werden, erfolgt jeden Vormittag um 9 ½ Uhr, nachdem die Briefe der zweiten täglichen Einsammlung von den Briefsammlungen einge⸗ holt worden sind. Berlin, den 30. Oktober 1846. General⸗Post⸗Amt. 1; Das dem Th. Goldschmidt in Berlin unter dem 12. Februar 1846 ertheilte Patent auf eine für neu und eigenthümlich erachtete Zubereitung von Papier, um auf demselben mit farbloser Tinte zu schreiben,

die Sanguinschen, durch so viele Phasen der! turgeschichte hindurch, ihr Ansehen, das sie zu den ihrer Art stempelt, bei Lehrern und Lernenden bi tet haben. Pierzig Jahre lang hat die Sang. sche Grammatik mit den Bewegungen der franzöf Literatur gleichen Schritt gehalten. Trotz einer N von Nachbilvungen wird jetzt dem Publikum died undzwanzigste Auflage übergeben. Di unserer konkurrenzvollen Zeit, um den Werth un) Beliebtheit der Grammatik zu bezeichnen, um so

wenn man sich erinnert, daß sie wäͤhrend des bisht Vertriebs oft längere Zeit ganz vergriffen war u dem Publikum entzogen blieb; ein Umstand, welchg jetzt im Besitz der Sanguinschen Lehrbücher be

Handlung vermeiden wird. Es wird bei der En heit derselben von nun dafür gesorgt werden, daßs n; und jeder Buchhandlung vorräthig, und so den Bestell der geehrten Schulmänner allezeit zur Hand sind.

Der Morgenzug von Hansdorf geht nach Ankunft des Personenzuges von 8 1 1

Guben (Abfahrt daselbst 6 Uhr Morgens), der Nachmittagszug nach Ankunft der beiden

Haupt⸗Personenzüge von Berlin und Breslau (Abfahrt von Berlin 7 Uhr, von Breslau 7 Uhr 30 Minuten Morgens) ab. Derselbe Zug nimmt vorläufig auch Alles auf, was mit den beiden Güterzügen der Niederschlesisch⸗-Märlischen Eisenbahn des Vormittags in Hansdorf angelangt ist.

Die Reisenden, welche in der Richtung von Breslau und resp. aus Sachsen kommen, werden darauf auf⸗ merksam gemacht, daß an den letzten Personenzug der Niederschlesisch⸗Märkischen Eisenbahn, welcher nur bis n. . Frankfurt geht, ein Anschluß nach den Stationen unserer Bahn nicht stattfindet, diejenigen aber, welche nach zember er. zu publizirenden Präklusiv⸗Abschied werden Breslau und resp. Sachsen reisen wollen, darauf, daß für jetzt von ihnen nur der Morgenzug in der Richtung purifizirt und ausgesprochen werden. von Glogau nach Hansdorf benutzt werden kann.

Datum Greifswald, 26. September 1846. Zwischen Glogau und Hansdorf werden mit den obigen Zügen auch Güter, und zwar Produkte für 4 Pf., Königl. preuß. Hofgericht von Pommern und Rügen. ordinaire Fracht für 6 Pf., Eilfracht für 1 Sgr. pro Ceniner und Meile, ganze Wagenladungen zu 70 Ceniner (L. S.) v. Möller, Praeses. für 20 Sgr., zu 180 Centner für 1 Thlr. 15 Sgr. pro Meile befördert. 8 ““ Die weiteren Fahrtaren, so wie alle näheren Bestimmungen, ergiebt das Betriebs⸗Reglement, welches in 18sb 18 8 8 unseren Büreaus 188 1 Sgr. zu Teee . Glogau, den 25. Oktober 18ñ4. ie Direction der Niederschlesischen igbahn⸗ Die bevorstehende Theilung der Erbschaft des zu Garz Fez22 verstorbenen Altsitzers Samuel Dierke wird den Gläu⸗

machen zu können vermeinen, werden auf den Antrag der für die Kinder des genannten Verstorbenen verord⸗ neten Vormünder hiermit aufgefordert, solche in einem der folgenden Termine:.

am 23. Oktober, 6. und 27. November d. 8 Morgens 10 Uhr, vor dem Königlichen Hofgerichte ge⸗ hörig anzumelden und zu beglaubigen, bei ermeidung der Präklusion und aufzuerlegenden ewigen Stillschwei⸗ gens, welche Rechtsnachtheile durch den am 17. De⸗

68,828. 70,069. 72,484. 73,656. 76,216. 78,595. 81,423 und 82,146 in Berlin bei Alevin, 2mal bei Baller, bei Klage, bei Matzdorf und 4mal bei Seeger, nach Breslau bei Bethke und 4mal bei Schreiber, Cöln bei Krauß und x9 mvve Feee bei Meher⸗ ee. 1“ 8 stein bei Goldschmidt, Eilenburg bei Kiesewetter, erfeld bei Hei⸗ a llitair⸗Wo mer, Elbing bei Silber, Frankfurt bei Salzmann, Glogau bei Levy⸗-⸗ b Iaqeer Aäns 8 8 1 9 8 sohn, Jüterbogk bei Apponius, Landoberg bei Borchardt, Liegnitz bei Hauptmann à la Suite des 2ten Bataillons 2ten Garde⸗Landwehr⸗ 1 I““ 67 -9gno⸗ - 9 8,2ö. Regiments,zum Masor befördert und dem Grafen Hochberg⸗Fürsten⸗ en zweiter Klasse; so wie dem Oberst⸗Lieutenant außer Dienst, Trj ee be üach Weißensel bei e; 635 Gewinne stein, Rittmeister von der Garde⸗Landwehr⸗Kavallerie, aggr. dem Ivernois zu Breslau, den St. Johanniter⸗Orden; und E1141“*“* VZ“ Zten Batcillon 10ten Regiments, so wie dem Hauptmann a. D., Dem praktischen Arzte, Operateur und Geburtshelfer, Dr. Gu⸗ E“ be Rybinski, zuletzt im 19ten Infanterie⸗Regiment, der Charakter als Lieber hierselbst, den Charakter als Sanitäts⸗Rath zu ver⸗ 20 921 20 932 212732 v2 175 22,803. 24,262. 25,546. 26,994. Major beigelegt und dem Hauptmann Wesenberg vom 14ten Infan⸗ 27,524. 28,200. 29,379. 32,027. 35,931.-36,069. 39,390. 11˙592. terie⸗Regiment, als 1g Negicense mnsern 12 den hhee Den Kaufmann J. C. Hammer hierselbst zu Allerhöchstihrem 7900743 727509“ 72˙572·32797270. 939,921“ 30,097. 252,250. 41,222. schriftsmäßigen Abzeichen f. V., Aussicht auf Civil⸗Versorgung un smogn I F. H⸗ hierselbst zu Alerhöchstihrem 43042. 43,093. 44,106. 44,172. 44,211. 45271. 45,379. 45,447 ETE

Lieferanten zu ernennen. 48,344. 48,496. 48,746. 50,031. 50,286. 54,716. 55,231. 55,685. Provinz Schlesien. Se. Majestät der König haben ge⸗

PWerlebelg, den 5. November ig. 2† Berl Eisenbahn 1n. Wagenklasse, Frachigater, 8 [954] 8 Nachdem gestern Abend spät der Sarg, in welchem sich die 8 1““ 70,881 1, brn 8 3,719 13 ’“ ruht, der am 1. Juli d. J. größtentheils durch Feuer zerstörten Stadt Gericht zu Hoppenrade und Garz. 1 1 . In der Gropiusschen Buch⸗ und Kunst betbliche Hülle Sr. Königl. Hoheit des am 12. Juli dieses Jahres 3¹, Berlin, d 17 N vemzer 1846 8 Guttentag durch Allerhöchste Kabinets⸗Ordre vom 2. Oktober 3000 Winter⸗ fördert, und auf der Zweigbahn mit den Per⸗ Königl. Banschule Laden Nr. 12, ist vorräthig un . Rom verschiedenen Prinzen Friedrich Heinrich Rarl von Preußen Zer in, den 7. 89 v. Rthlr. Gnadengeschenke für die abgebrannten Hausbesitzer, 14,000 Iümmen 5 9 2 sonenzügen einsiweilen auch sämmtliche Güter ꝛc. Freunden einer gewählten Lektüre besonders zu wndet, in der Stille nach der Domkirche gebracht und vor dem Königliche General⸗Lotterie⸗ [Rthlr. unverzinsliches Darlehen für einen fünfjährigen Zeitraum,

vom Moe⸗

Uichtamtlicher Theil.

27 8 8 EE1“

Amtlicher Theil. 8

e. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Dem Adjutanten des Königs der Niederlande Majestät, Ober⸗ Baron Snouckaert von Schauburg, den Rothen Adler⸗

EEEEEE“

[805] Ediktal⸗Ladung. Von dem unterzeichneten Königlichen Justizamte ist I. zur Vorladung der bekannten und unbekannten Gläubiger 1) des Handelsmanns und Färbers Friedrich

Des Montags und an den zweiten Feiert agen und pfehlen: 8. 18 8 dem darauf folgenden Tage fallen die Güterzüge der Heinrich Burkart von Therese 21 —ꝛỹö ö , , , gat stnh g 8 1 ““

Hauptbahn aus. b Fs öX“ ö“ b ie nt Besti ; Von derselben Verfasserin sind früher erschienen: aniali 5 ur Literatur der neueren Geschichte. Persönlichkeiten darauf hinzuweisen, wie ungerecht dieser Vorwurf in seiner Die näheren Bestimmungen ergeben die besonders Briefe aus dem Suüden 1 ½ Thlr. sch WG 3 Eich Allgemeinheit ist. Denn auch Niebuhr sehen wir mit allem Recht als un⸗

ausgetheilten speziellen Fahrpläne und das Betriebs⸗

MWilhelm Frotzscher zu Frankenberg, n esess „ovember 1846

2) des Webermeisters und Handelsmanns Frie⸗

8 drich Anton Kästner daselbst,

3) Johannen Concordien, verw. Tischlermeister

Schumann daselbst, zu deren Vermögen der Konkurs⸗Prozeß zu eröffnen gewesen, so wie II. in Gemäßheit des Mandats vom 13. Novem⸗ ber 1779:

1) Behufs der Ausmittelung der Gläubiger des am 31. März d. J. insolvent verstorbenen Webermeisters und Handelsmanns Johann Gottlob Seifert zu Frankenberg, dessen Nach⸗ laß von seinen hinterlassenen Intestaterben

3 cum beneficio inventarii angetreten worden;

2) Behufs der Ausmittelung der Erben und

Gläubiger des am 25. April 1845 zu Dres⸗

den selbst entleibten Kanoniers Karl Eduard

Säuberlich aus Frankenberg, von dessen Nach⸗

lasse 8 nächste Intestaterbin sich losge⸗ mit Erlassung von Ediktalien zu verfahren.

Es werden daher alle bekannte und unbekannte Gläu⸗ biger Frotzscher's, Kästner's, der Schumannin und des Seifertschen Nachlasses, so wie überhaupt diejenigen, welche an die genannten Konkurs⸗ und resp. Nachlaß⸗ massen aus irgend einem Rechtsgrunde, ingleichen die⸗ jenigen, welche an den Sauberlichschen Nachlaß als Erben, Gläubiger, oder auf Grund eines anderen Rechts⸗ titels Ansprüche zu haben glauben, hierdurch geladen,

den 22. Februar 1847, welcher zum Liquidalions⸗Termine anberaumt worden, zu rechter früher Gerichtszeit persönlich oder durch hin⸗

2 mer für 1 Sgr. zu haben ist. Stettin, den 22. Oktober 1846.

ab täglich.

Personenzüge. 6 8 8

I. 2

Abfahrt von Berlin (8821

7 Uhr Min. Morg., 4 Uhr Min. Nachmitt. 8 Abfahrt von Stettin

7 Uhr Min. Morg., 4 Uhr Min. Nachmitt.

Ankunft in Stettin

11 Uhr 9 Min. Vorm., 8 Uhr 41 Min. Abends. Iggnn 5 2 5 . 8 —m 8 Ankunft in Berlin 11 Uhr 18 Min. Vorm., 8 Uhr 51 Min. Abends. v,b-

ERE Abfahrt von Berlin o uhr Min. Vorm. 2 2 Stettin „30

Ankunft in Stettin? ubr 34 Min. Rchm.

reichend legimirte und, so viel die Ausländer betrifft, mit gerichtlich anerkannten Vollmachten versehene Beauf⸗ tragte, auch sonst legal an Amtsstelle allhier zu er⸗ scheinen, ihre Forderungen und Ansprüche anzumelden, zu bescheinigen, beziehendlich sich als Erben zu legiti⸗ miren, mit den bestellten Konkurs⸗ und Nachlaßvertre⸗ tern über die Richtigkeit, so wie nach Befinden unter sich, über die Priorität ihrer Forderungen rechtlich zu verfahren, binnen 4 Wochen zu beschließen und , den 6. April 1847 G der Publication eines Präklusivbescheids gewärtig zu sein. Hiernächst haben die beim Frotzscherschen, Kästner⸗

1g. und Schumannschen Kreditwesen betheiligten Gläu⸗

und III. Wagenklasse, Equipagen, Vieh und Eilfracht⸗

2 Berlin 2 31 .

Personenzug. 30 M. Mg., 3 u. 15 M. Nchm. 8 8 Stargard 6 30 1 30 »„ Ankunft in Stargard 9 53 » 4 38 »„ 8” 1] Stettin 7 53 2 63 Mit den Personenzügen werden Personen in der J., II.

zu gewähren.

Einzahlungssumme (1 Thlr.).

Reglement, das auf jedem Bahnhofe bei dem Einneh⸗ Feuptbabn. HAe Feescher. ra⸗est.

Sächsi n.

den 9., 10. und 11. Nove

bei der Leipziger Bank, welche zur E leichterung der Herren Actionaire Zahlungen annehmen wird, oder den 12., 13. und 14. November lI. J.,

von früh 9 bis Nachmittags 4 Uhr, allhier zu Dresden

in dem Büreau der Sächsisch⸗Schlesischen Eisenbahn⸗

Gesellschaft (Antonstraße Nr. 7) unter Rückgabe der

vom 1. Augnst l. J. datirten Interims⸗Actien der ach⸗

ten Einzahlung, gegen welche neue auf den 15. No⸗

vember 1846 ausgestellte und auf die sodann eingezahl⸗

ten 90 Thlr. lautenden dergleichen ausgegeben wer⸗

den, mit weigbahn. F 9 Thlr. 2 Ngr. baar, 11““ 82. L11I1““ » 28 » durch Zurechnung drei und ein⸗ halbmonatlicher Zinsen von den eingezahlten 80 Thlr. für die Actie

Diejenigen Actionaire, welche die Einzahlung bis zum obigen Schlußtermin (den 14. November I. J., Nach⸗ mittags 4 Uhr) nicht geleistet haben, verfallen in die §. 17, der Statuten festgesetzte Strafe von 10 % der

mber l. J.

.“

8

Es wird hier⸗ mit die mit Zehn Thaler auf jede Actie der Säch⸗ sisch⸗Schlesischen Eisenbahn zu lei⸗

stende neunte

Einzahlung aus⸗ geschrieben.

Es ist dieselbe entweder

Ein Tagebuch 1 ½ T I b Thlr. Am Theetisch 2 Thlr.

Spdia 2 Thlr. 8 Mernschen und Gegenden 2 Thlrr.

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in Braunschweig.

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DE LàA SOCIETE ROYALE DES PRISONS

FRANCE. Trois volumes. br. 4 Thlr. 21 Sgr.

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82

Im gemeinschaftlichen Verlage der- 088180 Buchhandlung in Berlin und Jules- nouard & Co. in Paris ist so eben erschi und in allen Buchhandlungen des In- und Au des zu haben:

DIX ANS A LàX C0UR bU ROG 8 IS PHILIPp;

11“

TEMS DE LEMPlIx ET DE LA RESTAU R

8

Es wird gebeten, beim Umtausch der Actien ein von

ut gsur 121u

Ein Werkmeister für eine Streichgarn⸗Spinnerei, seinem Fach wohl erfahren, sucht eine derartige Anf

Lovrenz Higert in Großenhain in Sachsen 1*

(Den 6. November.)

Am Freitag ging im Opernhause der Vorstellung des Hoguetschen leis: die Danaiden, ein Konzert vorher, in welchem sich Dlie. Boch⸗ tz hören ließ. Der Theater⸗Zettel bezeichnete Dlle. Bochkoltz als ngerin des Konservatoriums zu Paris. Soll wohl heißen Schü⸗ n ꝛc. Dem sei wie ihm wolle, die Sängerin ist jedenfalls eine be⸗ Srecht vorgeschrittene Schülerin, die dem berühmten Institute, chhem sie ihre Gesangsbildung verdankt, Ehre macht. Der Einfluß einer n Schule ist weder in den Koloraturen, noch im Triller zu verkennen, denn überhaupt die Kehlfertigkeit der Dlle. Bochkoltz nicht unbedeu⸗ erscheint. Ihre Tonbildung läßt indessen theilweise zu wünschen; na⸗ gtlich klingen manche Töne der zweiten Oktave unnatürlich, als wenn sie gedrücktem Kehlkopfe erzeugt würden. Ueberhaupt hätte die Sängerin fteieres, kraͤftigeres Ausgeben ihres von Natur keinesweges hachen Stimmorganes zunächst zu erstreben. In wie weit übrigens angenheit auf die Mittel und den Vortrag der Debütanten behin⸗ d einwirkte, ob diese überhaupt eine Schuld zu tragen hat, lassen wir Neinmaligem Hören unentschieden. Faktisch ist aber, daß Dlle. Boch⸗ t an diesem Abend fast immer mit halber Stimme sang und ein twährendes Vibriren des Tons vernehmen ließ. Bis wir vom gentheil überführt sind, sind wir gern gencigt, anzunehmen, daß keine üble Angewohnheit oder Manier im Spiele ist; eine An⸗ me, zu welcher wir uns um so mehr berechtigt halten, als Dlle. Boch⸗ b aus einer so trefflichen Schule hervorgegangen ist. Von den beiden geführten Arien befriedigte die aus der Oper: II giuramento, von readante, am meisten; die Sängerin fand hier mannigfache Gelegen⸗ die zuvor an ihr gerühmten Eigenschaften, den Vortrag der Kolora⸗ i und Triller betreffend, mit Glück geltend zu machen. Mit ihrer Auf⸗ ng und Ausführung der Arie aus Titus von Mozart: 1 „Non piu di fiori" en wir uns aber nicht einverstanden erklären. Die stete Anwendung mezza voce war sie nun beabsichtigt oder nicht entsprach dem ste der Composition durchaus nicht und trat der vom Komponisten beab⸗ igten Wirkung geradezu entgegen, wie sich denn überhaupt aus dem nage ergab, daß sich das Verständniß Mozartscher Musik dem Sinn Sängerin zur Zeit noch nicht erschlossen hat. Dennoch fand Dlle. ckollt laute Anerkennung, eine Aufmunterung, die ihrem Talente zu nen ist und sie den beschwerlichen Pfad der Kunst mit Eifer zu verfol⸗ anspornen möge. Als Einleitung diente die Ouvertüre zu Titus. Zwischen beiden angsstücken trug Herr Kammer⸗Musikus Meyer Varlationen auf der

ntil⸗Trompete mit vieler Fertigkeit und überhaupt, erwägt man die hwierigkeit des Instruments, recht lobenswerth vor. Auch seiner Leistung nnete das Publikum verdientermaßen Beifall. . 3 2

Niebuhr und Droysen.

Geschichte des Zeitalters der Revolution, Vorlesungen an der Universität zu Bonn im Sommer 1829, gehalten von B. G. Niebuhr. Hamburg, 1845. 2 Bände.

Vorlesungen über die Freiheitskriege von Joh. Gust. Droysen. Kiel, 1846. Erster Band.

Es liegen zwei Werke vor uns, das eine vollendet, das andere noch unbeendigt, die in ihrer ganzen Entstehungsart die größte Verwandtschaft aben. Beide sind hervorgegangen aus Vorlesungen gefeierter Universitäts⸗ 1 diese Vorlesungen wurden in gleicher Weise in einer sehr bewegten Zeit gehalten, gleichsam in der Vorahnung entscheidender Thatsachen, die Lehrer und Schüler in gesteigerter Spannung hielt, und überdies an Or⸗ ten, wo die Bewegung der Gemüther gerade vorzugsweise sich zeigen mußte: Niebuhr hielt seine Vorlesungen im Sommer 1829 zu Bonn, Droysen im Winter 1842 auf 1843 zu Kiel, wo damals schon die Stimmungen und Tendenzen hemerkbar wurden, die seitdem in immer weiteren und weiteren Kreisen Verbreitung gefunden haben, und deren Widerstreit nun ohne eine thatsächliche Entscheidung kaum mehr scheint beruhigt werden zu können. Beide behandelten in ihren Vorträgen überdies denselben Gegenstand, die Geschichte der neuesten Zeit, des Zeitalters der Revolution nach einem Ausdrucke Niebuhr's, den er mehr gelegentlich aufnimmt, als ihn beson⸗ ders betont, des Zeitalters der Freiheitskriege nach Droysen's recht geflis⸗ sentlich gewähltem Titel. Und auch dies ist nicht ohne Bedeutung: dieser Gegenstand wird hier von zwei Gelehrten behandelt, deren Namen unter uns vornehmlich bekannt sind durch Werke, die einer weit entlegenen Zeit, dem klassischen Alterthum, geweiht sind. Der Geschichtsschreiber des alten Roms und der des macedonisch⸗hellenistischen Zeitalters sind es, die es unternommen haben, das Wesen und die Bedeutung der neuesten Zeit zu enthüllen. bücsn. können nicht unterlassen, hierbei Vorwürfe zurückzuweisen, die bis um Ueberdruß gerade gegen solche Männer erhoben sind, deren wissen⸗ schaftliche Größe eine Zierde des Vaterlandes ist. Wie oft ist nicht gegen die deutschen Gelehrten die Anschuldigung ausgesprochen worden, daß sie ihr ganzes Denken und Trachten nur auf an sich gleichgültige, dem Gan⸗ zen und Großen unfruchtbare Gegenstände richteien, nur die nackte Erndi⸗ tion habe für sie Werth, sie hätten kein Herz und keinen Sinn für Leiden und Freuden der Mitwelt, ja, nicht einmal ihres eigenen Volkes! Und doch würde, wollte man tiefer auf solche Vorwürfe eingehen, es sich unse⸗ res Erachtens herausstellen, daß gerade die innerlichste, herzlichste Theil⸗ nahme am Wohl und Wehe des Ganzen, gerade das Hineinleben und Sichvertiefen in das Leben der Mitwelt, die zarteste Empfänglichkeit für alle Interessen des Vaterlandes, bei allen denen vorhanden waren, die auf dem Felde der deutschen Wissenschaft wahrhaft Großes und Bedeutendes geleistet haben. Begnügen wir uns hier damit, an zwei hervorragenden

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seren Landsmann an, er war es, wenn auch nicht seiner Geburt, doch sei⸗ ner ganzen Bildung nach, und wollte selbst nur als Deutscher gelten. Be⸗ scheiden wir uns, wie gesagt, hier damit, es hervorzuheben, daß zwei deutsche Männer, die ganz in das Studium des klassischen Alterthums ver⸗ senkt schienen, hier doch recht mitten in den Bewegungen der Zeit gefunden werden und eine durch und durch deutsche Gesinnung an den Tag legen.

Freilich wird Mancher glauben, es sei nicht der Geschichtsschreibe Roms, es sei Niebuhr, der Staatsmann, der sich hier über das Zeitalter der Revolution ausließe. Mag es aber immerhin solche Doppelnaturen geben, die eines neben dem anderen treiben, heute dieses, morgen jenes, aber das eine wie das andere äußerlich, ohne daß diese Thätigkeit aus dem innersten Wesen eines sich seines Wollens bewußten Menschen hervorgehe, Niebuhr war ein ganzer Mensch, und was er auch leistete, und wohin er seine Thätigkeit richtete, Alles ging aus einer Gesinnung hervor. Wenn auch seine Lebenslagen verschieden waren, sein innerstes Wesen und Wol⸗ len, seine Intentionen blieben dieselben; und so ist er auch in diesen Vor⸗ trägen ganz derselbe, als welcher er uns in seiner römischen Geschichte ent⸗ gegentritt, wie dies gewiß auch dem minder scharfen Blicke deutlich gewor⸗ den wäre, wenn Niebuhr sein großes Werk hätte vollenden können. Das⸗ selbe war zur Lehre und Warnung, zur Ermuthigung und Aufrichtung für die eigene Nation nicht minder bestinümnt, als diese Vorlesungen, und des⸗ balb beklagte es Niebuhr wohl selbst, daß er in seinen Untersuchungen über frühere Zeiten sich öfters in Einzelnheiten habe verlieren müssen, die für Wenige gleiche Bedeutung haben könnten, als für ihn; er bedauerte es, daß er seine Arbeit nicht weiter habe fortsetzen können zu Ereignissen, die mehr an das Herz sprächen. Das ist etwas Besseres als Erudition. Danken wir es nun dem Glücke, daß uns diese Vorlesungen erhalten sind, in denen sich Niebuhr über Zustände und Ereignisse, die ihn in tiefster Seele berühr⸗ ten, in Worten aussprach, mit denen er gewaltig an das Herz seiner Zu⸗ hörer schlug. Hier muß ein Jeder erkennen, wie Niebuhr Patriot durch und durch war, und wie aus der innigsten Betheiligung an den Zeit⸗ verhältnissen Alles hervorging, was er dachte, lehrte und that. Droysen hat nie eine andere Wirksamkeit gehabt, als die des Lehrers und Schrift⸗ stellers, aber die ihm in dieser oder jener genauer gefolgt sind, wissen, daß er zu allen Zeiten mit seltener Regsamkeit sich in allen Strebungen und Strömungen der Zeit zu orientiren wußte, und daß die politischen und religiösen Zerwürfnisse unserer Tage ihm in keiner Weise fremd geblieben sind. Fast zu sehr, scheint es Manchem, hat er die Fragen des modernen Lebens mit denen der strengen Wissenschaft gemischhtt. b

Wenn aber diese Gelehrten, und so viele andere mit ihnen, bei solchen Gesinnungen doch sich auf Gebiete begeben, welche weit dem Leben solcher entlegen scheinen, denen die Würde und Bedeutung der historischen Wissen⸗ schaft verborgen ist, so giebt es doch für den wissenschaftlichen Standpunkt selbst hier nicht Nähe und Ferne. Denn darauf kommt es vielmehr hier an, die auseinanderliegenden Elemente in der Geschichte der Menschheit zu verbinden und in allen Besonderheiten allgemeine Prinzipien nachzuweisen,