Allgemeiner Anzeiger.
men lassen, oder dieserhalb einen starken Verdacht erregen, so wird derselbe nicht nur mit Verlust des eingelegten Vadiums, zum Holzankaufe nicht zuge⸗ lassen, und wegen Fälscherei und Betrug bei dem Kriminalgerichte angeklagt, sondern außer der Strafe, die das Gericht erkennt, wird der König⸗ liche Schatz noch Vergütigung des, aus einer aber⸗ maligen Versteigerung desselben Holzes entspringen⸗ den Schadens, aus seinem ganzen Vermögen nach⸗ suchen.
3) Nach erfolgtem Zuschlage ist der beim Erkaufe sich erhaltende Plus⸗Lizitant verpflichtet, sein eingeleg⸗ tes Vadium durch Zuzahlung der Hälfte den ge⸗ botenen Plus sogleich zu kompletiren. Sollte der⸗
Jahr. ““
5 Abonnement 2 1
2 Föote. sür . 4 Kthlr. — 8 Rthlr. — Jahr.
len Theilen der Monarchie
mohne Preis-Erhohung. tions-Gebühr für den
s- einer Seile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.
EE 8 .
Bekanntmachungen. .. in den Vormittagsstunden von 9
111155 Bekanntmachung. bis 12 Uhr, entweder 2 b beil den Herren Gebrüder Veit
Uhn n ten 1 der ditesehrigen Messe sind hierselbst in der Richtstraße, in der Nähe des 1
& Co. in Berlin, Neue Promenade Nr. 10,
Hauses Nr. 71, 24 Thlr. in Kassen⸗Anweisungen ge⸗ oder
funden worden. Alle diejenigen, welche Ansprüche auf bei unserer Hauptkasse hierselbst
dieses Geld zu haben vermeinen, werden aufgefordert, gegen Uebergabe der Coupons Nr. 1, welche nach den
sich in dem auf Littr. und Nummern geordnet und mit einem Verzeich⸗
Alle Post -Anstalten des In⸗- und Auslandes nehmen Bestellung auf dieses Biatt an, für Berlin die Expedition der Allg. Preuß. Zeitung: riedrichssltraß e Nr. 72.
chen er selbst oder seine Leute anrichten; Er selbst daher und die von ihm im Wal brauchten Menschen sind verpslichtet, sich na⸗ Vorschriften der Landes⸗ und Forst⸗Polizne zu richten, welche der betreffende Oberförste, weisen wird. Es darf auch nicht die Grälf Reviers, in welchem das Holz angekauft ssslt. schriten und die unangeschlagenen Schit,nlhun
Saamen⸗Bäume dürfen nicht gefällt werden
ter einer den 10maligen Werth derselben ud
genden Strafe. ,,— 9) Nach der vollzogenen Bearbeitung des Hole
Walde schlägt der betreffende Revier⸗Förster
mit seinem Waldhammer an, numerirt es um
2p9
den 23. Januar 1847, Vormittags 11 Uhr, vor dem Land⸗ und Stadtgerichtsrath Nischelsky anste⸗ henden Termine einzufinden und ihre Ansprüche zu be⸗ scheinigen, widrigenfalls das Geld dem Finder wird zu⸗
Berlin,
9 1
geschlagen werden. 8 Frankfurt a. O., den 10. Dezember 1846. Königl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.
Proclama.
Nothwendiger Verkauf.
Die Erbpachtsgerechtigkeit des zu Grünhoff belegenen, dem Erbpachtsbesitzer Leopold Alexander Benedix zu⸗ gehörigen Grundstücks, welches zu 4 Prozent auf 6529 Thlr. 17 Sgr. 6 Pf., zu 5 Prozent auf 52241 Thlr. 15 Sgr., zu 6 Prozent auf 4369 Thlr. 20 Sgr. ge⸗ richtlich abgeschätzt ist, soll zufolge der in der Registra⸗ tur einzusehenden Taxe, am 29. April k. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, im herrsehaftlichen Hofe zu Klein⸗Katz an den Meistbietenden verkauft werden. Zu diesem Termine werden zugleich alle unbekannten Real⸗Prätendenten zur Vermeidung der Präklusion hier⸗ mit vorgeladen. Neustadt, den 2. September 1846.
Patrimonialgericht Klein⸗Katz.
1789]
8.
[98695]
Um angeblich entstandene Zweifel über die Fahrzeiten zwischen Berlin und Potsdam zu beseitigen, machen wir wiederholt darauf aufmerksam, daß jetzt täglich folgende Züge zwischen beiden Orten gehen:
von Berlin nach Potsdam
um 8, 9, 12, 2, 5, 7, 10 Uhr, von Potsdam nach Berlin
um 8, 10, 12, 2, 4, 7, 10 Uhr. Den Tag, wann der 2 Uhrzug künftig aufhört, wer⸗ den wir besonders bekannt machen. Wegen der Fahrten zwischen Berlin und Magdeburg erweisen wir auf den Fahrplan. Potsdam, den 17. Dezember 1846. Die Direction der Berlin⸗Potsdam⸗Magdeburger Eisenbahn⸗ b Gesellschaft. 1
— —— —
Berlin⸗Potsdam⸗Magdeburger 111012 Eisenbahn.
Zur Bequemlichkeit des handeltreibenden Publikums
haben wir für Berlin die Einrichtung getroffen,
daß Güter, welche auf unserer Bahn versandt und aus der Behausung der resp. Versender durch unser Gespann abgeholt werden sollen, nicht allein im Güter⸗Büreau, sondern auch bei den Herren: Al. Legeler, am Alexanderplatz, A. E. Völkel, Klosterstraße Nr. 49, Theod. Muggelberg, Niederlagstraße Nr. 4, Aug. Bittelmann, Friedrichs⸗ und Oranienbur⸗ gerstraßen⸗Ecke, Boettcher L Lutze, Roßstraße Nr. 4, angemeldet werden können, und sind diese Herren außer⸗ dem bereit, kleine Quantitäten und Collis zur Ueber⸗ gabe an unser Fuhrwerk anzunehmen, wodurch nament⸗ lich den zur Eilfracht bestimmten Gütern eine raschere Beförderung zu Theil wird. — Formulare zu Anmel⸗ dungen sind in den gedachten Handlungen gratis, Fracht⸗ brief Schemala dagegen à 6 Sgr. pr. Buch zu haben. Potsdam, den 14. Dezember 1846. 1
Das Direktorium der Berlin⸗Potsdam⸗Magdeburger Eisenbahn⸗ Gesellschaft.
[958 b]
Niederschlesische Zweigbahn. Die am 2. Januar k. J. fälli⸗ zen Zinsen des Stamm⸗
Actien⸗Kapitals für die Zeit BZQDvom 1. Juli bis ultimo Dezember cr. können mit 2 Thlr. pro Actie vom
r9 ;.. 15 8
2. bis 15. Januar
in den Vormittagsstunden von 9 bis 12 Uhr entweder
vei den Herren Gebrüder Veit K Co. in Berlin, neue Promenade
Nr. 10, oder
bei unserer Hauptkasse hierselbst
egen Einreichung der Coupons, welche mit einem Dummer⸗Verzeichnisse begleitet sein müssen, erhoben
werden. Glogau, den 9. Dezember 1846.
Die Direction der Niederschlesischen Zweigbahn⸗
8 Gesellschaft.
Niederschlesische Zweigbahn. 6n Die Zahlung der Zinsen der Prioritaäts⸗Obligatio⸗
mEnen LitH. A. und B. für den Zeit⸗ raum vom 1. Juli bis ult. Dezember d. J. erfolgt in
nisse begleitet sein müssen. Die während des obenge⸗ dachten Zeitraums nicht eingelieferten Coupons lönnen erst bei dem nächsten Zinszahlungs⸗Termine realisirt werden. Glogau, den 9. Dezember 1846.
Die Direction der Niederschlesischen Zweigbahn⸗ Gesellschaft.
Magdeburg⸗Wittenbergesche 1985 b] Eisenbahn.
In Gemäßheit des §. 57. des in der General⸗ Versammlung vom 22. Oktober 1845 vercinbar⸗ ten Gesellschafts⸗Vertra⸗ ges bringen wir hierdurch e zur öffentlichen Kenntniß, *daß das Direktorium ge⸗ genwärtig aus dem Herrn Geheimen Regierungsrath, Ober⸗Bürgermeister Francke, dem 1 Justiz⸗Kommissarius Harte, „ »„ Kaufmann F. W. Dihm, Alb. Humbert, Regierungsrath von Unruh besteht, und daß in unserer heutigen Knnferenz von den 14 votirenden Mitgliedern des Ausschusses einstimmig Herr Geheime Regierungsrath, Ober⸗Bürgermeister Francke wieder zum Vorsitzenden des Directorii, und Herr Justiz⸗Kommissarius Harte zu dessen Stellver⸗ treter erwählt worden sind. Dieser letzte Umstand allein liefert schon den Beweis, daß das Vertrauen, welches wir in den Herrn Vor⸗ sitzenden gesetzt haben, ungeachtet der gegen denselben vorgebrachten Verdächtigungen, ungeschwächt fortbesteht: wir halten uns jedoch zur Begegnung verbreiteter un⸗ wahren Gerüchte zu der Erklärung verpflichtet, daß wir in der Versammlung vom 6. Dezember v. J. aus freien Stücken dem Herrn Vorsitzenden des Directorii eine den vielfachen Arbeiten und mit Kosten verknüpften Reisen, welche derselbe vor seimem Eintritt in das Direktorium der Gründung unseres Unternehmeus gewidmet hatte, kaum entsprechende Gratification votirt haben, und daß wir unser Verfahren an kompetenter Stelle stets zu ver⸗ treten bereit sind.
Magdeburg, den 5. Dezember 1846.
5) 2) 2
22 5)
Der Ausschuß der Magdeburg⸗Wittenbergeschen Eisen⸗ bahn⸗Gesellschaft. ““ C. Deneke, Vorsitzender.
[1026] Bekanntmaäachung,
den Verkauf des in dem Forst⸗Revier Zakrzöwek, zum Staats⸗Forst⸗Amte Lublin gehörigen, sich zum Ver⸗ flößen tauglichen befindlichen Bauholzes betreffend. Schatz⸗ .118,615. Section der Domai Abtheilung. 53,415. nen und Forsten.
Die Gouvernements⸗Regierung zu Lublin
macht bekannt, daß in dem Forst⸗Revier Zakrzöwek, welches zu dem Staats⸗Forst⸗Amte Lublin angehört und in dem hiesigen Gouvernement gelegen ist, nach⸗ stehendes zum Verslößen taugliches Holz auf dem Stamme zu verkaufen sei.
1. In dem Forst⸗Revier Bystrzyca. Befinden sich an ausgezeichnet großen Baumstämmen 14,296 Stück Kiefern, welche eine Holzmasse von 1,862,671 Kubikfuß enthalten, und auf 53,441 S. R. 98 Kop. abgeschätzt ist, so daß der Werth einer Kiefer im Durchschnitte 3 S. R. 28 Kop. beträgt.
2. In dem Forst⸗Revier Zakrzoöwek. Befinden sich an ausgezeichnet großen Baumstämmen 8071 Stück Kiefern, welche eine Holzmasse von 1,044,096 Kubikfuß enthalten, und auf 33,758 S. R. 7 Kop. ab⸗
eschätzt ist, so daß der Werth einer Kiefer im Durch⸗ schnin 4 S. R. 18 Kop. beträgt.
3. In dem Forst⸗Revier Sulöw. Befinden sich an ausgezeichnet großen Baumstämmen 8274 Stück Kiefern, welche eine Holzmasse von 1,.039,524 Kubikfuß liefern, und auf 35,343 S. R. 82 Kop. ab⸗
eschätzt sind, so daß der Werth einer Kiefer im Durch⸗ schnitt 4 S. R. 87 Kop. beträgt.
Der Verkauf dieses Holzes geschieht in Partieen aus einem jeden Forst⸗Revier besonders und wird von der festgesetzten Abschätzung beginnen; niedrigere Offerten als 10 S. R. werden nicht angenommen.
Die öffentliche laute Versteigerung dieses Holzes ge⸗ schieht in der Behausung des Försters des Forst⸗Reviers Zakrzöwek, welche in dem Dorfe gleichen Namens im Zamojslischen Kreise, 5 Meilen von der Stadt Lublin, 4 ½ Meile von der Stadt Janöw, 2 Meilen von der Stadt Krasnik und 4 Meilen von dem schiffbaren Flusse die Weichsel gelegen ist, an den Tagen, nämlich den 3. /15., 4. /16., 5./17., 6. /18. Februar künftigen Jah⸗ res 1847, täglich von des Morgens 9 Uhr bis des Nachmittags 5 Uhr, vor dem dazu beauftragten Beam⸗ ten der Schatz⸗Regierungs⸗Kommission, unter nach⸗ stehenden Bedingungen: —
1) Zum Gebote der Versteigerung wird nur derjenige zugelassen, der die Hälfte des abgeschätzten Werths des zum Verkauf ausgestellten Holzes als Vadium in die Kasse des betreffenden Forst⸗Amtes nieder⸗ gelegt haben wird, welches dem von der Versteige⸗ rung (Licitation) Abtretenden sogleich zurückgege⸗ ben wird; dem Meistbietenden aber wird solches innebehalten bis zum Abschluß der Berechnung, laut des Kontrakts.
den Tagen vom 2. bis 15. Januar
Sollte einer der Lizitanten sich der Gabe oder der
selbe dieses unterlassen, so fällt das niedergelegte Vadium dem Schatze zu, und das ihm zugeschla⸗ gene Holz wird von Neuem versteigert.
4) Das Versteigerungs⸗Protokoll und der auf Grund desselben niedergeschriebene Kauf⸗Kontrakt ver⸗ pflichten den Meistbietenden vom Augenblick seiner Unterschrift an, die Regierung aber erst nach Ge⸗ nehmigung und Bestätigung desselben durch die Schatz⸗Regierungs⸗Kommission.
5) Das zur Versteigerung ausgebotene Holz ist mit einem sechseckigen Waldhammer mit den Buchsta⸗ ben “ 8 angeschlagen, und nur diese Stämme werden als rechtlich erworbene angesehen. Vor dem Fällen sollen jedoch die Stämme noch mit einem Waldhammer durch den beireffenden zum Hauen bevollmächtigten Revier⸗Förster bezeichnet werden.
6) Das angekaufte Holz, lann der Käufer nach eige⸗ nem Gutdünken bearbeiten lassen, es ist ihm er⸗ laubt, das Holz im Walde entrinden und kantig behauen zu lassen; aber die Rinde und die Spähne, so wie auch die kleinen Zweige, ist er verpflichtet, am Fuße des Stammes auf einen Haufen legen zu lassen.
7) Die Bearbeitung und Ausfuhr des Holzes darf nur durch 6 Monate, als vom 1. Oktober bis Ende März alljährlich geschehen, und der letzte Termin der Bearbeitung und Ausfuhr aus dem Walde alles gekauften Holzes wird bis Ende März 1850 bei Verfall des nicht ausgefahrenen Holzes festgesetzt.
8) Der Käufer ist dem Schatze mit seinem ganzen Vermögen für allen Schaden verantwortlich, wel⸗
1 x 2 un es in seine Kontrolle, und nur solche 58
dürfen aus dem Walde auf die Ablage ais ren werden.
10) Sobald der Käufer die Gouvernements⸗Narg benachrichtigt hat, daß das angekaufte del. Verflößen bereit ist, wird ein Beamter zur) sion geschickt werden, bei welcher das 18 b sortirt werden soll, sondern der Revisor düt sich auf das Ueberzählen der Stämme 1n Beachtung, ob solche numerirt und mit wwn mer des Fievier⸗Försters bezeichnet sind gefs also der Käufer zu keiner Erlegung e ülf über die gebotene Zuschlagssumme sir g Maß oder bessere Gattung des Hohzes werden. Im Falle jedoch eines entdech e tausches oder einer Verheimlichung von zeng der Revision unterliegt der Käufer als Defag der vorgeschriebenen Strafe.
11) Die Utensilien zum Zusammenfügen des hitc⸗ Tafeln, Flöße u. d. g. und die zum Flif thigen Geräthe sollen dem Käufer gegen (i der Nutzholz⸗Tare überlassen und verabfolgten
12) Die Kosten des Holzverkaufs, so wie die dn kanntmachung der Licitation in den inläng und ausländischen Zeitungen, so wie die pel⸗ und Postporto⸗Gebühren, übernimmt
Summe für das angekaufte Holz zu erlegen Lublin, den 1./13. November 1846. Der Civil⸗Gouverneur, General⸗Majer, in Abwesenheit der Regierungs⸗Rath Gufmam Der Chef der Regierungs⸗Kanzlei Rasinowelg
fer und ist verpflichtet, solche außer der gaes
Inhalt. ztche Bundesstaaten. Königreich Württemberg. Frequenz futsannger Universität. — Wilterung. — G roßherzogthum Hessen 8* bei Rhein. Besuch bei Hose. — Die berathenden Versammlungen Fbeinhessen. — Landtag. 8
reng Paris. Prinz Joinville. — Der Bey von Tunis und
ie englische I“ — Geschütz für die pariser Forts. — Straßbur⸗ — Vermischtes. ser Bintaien und Irland. London. Hofnachricht. — Wie⸗ oßtgföhnung der getrennten Repeal⸗Mitglieder in Dublin. eperlande. Aus dem Haag. Einweihung der Königlichen Reit⸗ 5* Amsterdam. Anleihe. — Einwechselung der alten Gulden. lgien. Brüssel. Hofnachricht. — Debatte über die Maßregeln zur bhülfe der Noth. — Zustände in Flandern. — Die politischen Vereine. Baron d'Hoogvorst †. — Prezeß gegen Tagesblätter. — Vermischtes. gweiz. Kanton Tessin. Eröffnung des Großen Rathes. — Das teeisschreiben der erzbischöflichen Kurie. 8 lien. Rom. Rundschreiben des Papstes. (Schluß.) brtugal. London. Stellung der kriegführenden Parteien. reinigte Staaten von Nord⸗Amerika. London. Der merxi⸗ nische Krieg. — Bombardement von Tobasko. — Stellung der Heere Landseite. nünbahnen. Main⸗Weserbahn. andels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börsen⸗ und Markt⸗
ericht. zert von H. Truhn.
[988 b]
Literarische Anzeigen. In der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei ist so eben erschienen und in allen Buchhandlungen zu ho
Neuer Brandenburgischer Kinderfreund Ein Lesebuch für Volksschulen von F. C. Wilmsen, *¼½
Des Brandenburgischen Kinderfreundes von F. P. Wilmsen, weil. Pred., 23ste, umgearbeitete oder erste Stereotyp⸗Ausgabe, 20 Bogen, Preis Sechs Sgr.
“
[1114] In Berlin in
Wohlgemuth's Luchhdlg., Scharrnstraße Nr. 11, am Petriplatz, sind vorräthig und eignen sich ganz besonders zu Festgeschenken:
Jahn, G., das Hohelied in Liedern. Zwei Hefte. Preis 1 ½¾ Thlr.
Nitsch, Uebung in der Heiligung, herausgegeben von W. F. Besser. Neue Ausgabe mit Titel⸗ kupfer. Geh. 15 Sgr.
Ersteres, welches seltene poetische Schönheit mit christ⸗
licher Tiefe und Innigkeit vereinigt, darf wohl zu den
Meisterwerken deutscher Dichtung gezählt werden. —
Dagegen ist „Nitsch Uebung“ so vielfach in öffent⸗
lichen Beurtheilungen neben die berühmten Erbauungs⸗
schriften des Joh. Arnd, Heinr. Müller und
Seriver gestellt worden, daß ich mir nur diese Hin⸗
weisung erlaube.
Rich. Mühlmann.
[1118] Zu Festgeschenken empfehlen Duncker u. Humblot ans ihrem Verlage:
Mendelssohn, G. B., das germanische Europa. Zur geschichtlichen Erdkunde. gr. 8. 2 ¾ Rthlr. Külb, Dr. Ph. H., Länder⸗ und Völkerkunde in Biographieen. Bd. IJ. (oder Lief. 1— 8 des Wer⸗
kes). gr. 8. geh. 2 Rthlr. geh. à Lief.
— Dasselbe Lief. 9 — 12. ¼ Rthlr.
Roon, A. v., Grundzüge der Erd⸗, Völker⸗ und Staatenkunde. Ein Leitfaden für höhere Schulen und den Selbstunterricht. Mit einem Vorworte
von K. Ritter. In drei Abtheilungen. 2te ganz
umgearbeitete Auflage. gr. 8. 11 Rthlr.
Abthl. 1. Topische Geoographie 15 Thlr.
„ 2. Physische Geographie 2 ½ Thlr.
„ 3. Politische Geographie I.: Darstellung der
allgemeinen Verhältnisse und Erscheinungen der
Völkerkunde, als Propädeutik der politischen Geo⸗
graphie 2 Thlr.
Abthl. 3. Politische Geographie II.: Die Völker und
Staaten der Eide, mit besonderer Berücksichtigung
der europäischen, namentlich der deutschen Verhält⸗ nisse, oder Versuch einer systematischen Darstellung der politischen Geographie aus dem ethnographi⸗ schen Gesichtspunkte, als Ergänzung seiner „Propä⸗
deutik der politischen Geographie“ bearbeitet. 5 Thlr.
gr. 8.
[1116] Guts⸗Verkauf. 2
Ein Güterkompler in Westpreußen, ein bis zwei Mei⸗ len von der Weichsel und einer Chaussee belegen, mit einem Areal von circa 9500 Morgen Magdeb. (worun⸗ ter circa 4000 Morgen Acker — zur Hälfte Weizen⸗,
Annahme eines Abstandsgeldes zu Schulden kom ⸗
zur Hälfte guter Roggenboden — 1000 Morgen Wie⸗
sen, 4000 Morgen Wald und 500 Morgen 8—8. Wege und Unland) und circa 1000 Thaler jährd Bauerzinsen, Mühlen⸗ und Krugpächten, soll aus se Hand verkauft werden. Auf dem Hauptgute befre sich ein großes herrschaftliches Wohnhaus mit beh tenden wohlunterhaltenen Gärten, so wie eine mu neuerbaute Brennerei im vorzüglichen Betrieb. Zicg und bedeutende Torfstiche sind vorhanden. A. Selbstkäufer können das Nähere, so wie die Bist mungen über Preis und Anzahlung, bei den 9⸗ Kommissarius Dechend in Marienwerder uf zonn⸗ freie Anfragen erfahren.
[1117] Landgüter⸗Verkauf.
Die Herrschaft Grabow im Königreiche Polen, Ee vernement und Bezirk Radom gelegen, bestehend: 4 Ortschaften und 3 großen Meiereien, mit Kirchsen
el, 8 Meilen von Warschau, 5 Meilen von Raic Meile von der schiffbaren Piliza und 2 Meiltn der Weichsel entfernt, mit hinlänglichen Roben begütert, enthaltend über 17000 Magdeburger Nef Land, wovon 10000 Morgen Ackerboden und Morgen Wiesen und Wald, ist mit den in pf Stande sich befindlichen Wirthschafts⸗Gebäuden, errichteten Brennerei, Brauerei, Wasser⸗ und Wi len, überhaupt mit sämmtlichem mobilen und im len Inventar aus freier Hand zu verkaufen. Reflektirende wollen sich an Ort und Stelle silhs der näheren Beschaffenheit derselben überzeußgen ihnen auch der Tarwerih und Ausweis des Ern mitgetheilt werden kann. Ueber den Kaufschillnz gegen, so wie die näheren Bedingungen, wird ne genthümerin, wohnhaft in Krakau im eigenen 9. Nr. 237, Auskunft geben.
963 b]
F. —.— —
Mineralien und Conchylien kleinen systematischen Sammlungen, im Preise: 1½ bis 8 Thlr., so wie in einzelnen Exemylans
empfiehlt lehrreiches Weit— nachtsgeschenk in großer Auswahl
als
[987 b]) Ein gutes Flötenwerk
mit 4 Walzen ist sehr billig zu kaufen Kommart tenstr. 49, 1 Tr. h. rechts.
A. Krantz, Brüderstr. 39, 1 Trepre.]
Amtlicher Cheil.
ze. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
Dem Prediger Schulze in Westerhüsen den Rothen Adler⸗ den vierter Klasse; und
Den Domainen⸗Pächtern, Ober⸗Amtleuten Hübler zu Elster⸗ da, Schmidt zu Sachsenburg und Wentzel zu Brachwitz, den arakter „Amtsrath“ zu verleihen.
—
Der Königliche Hof legt morgen am 21sten d. M. für Se. hurchlaucht den regierenden Landgrafen von Hessen⸗Hom⸗
g die Trauer auf acht Tage an.
Berlin, den 20. Dezember 1846.
Der Ober⸗Ceremonienmeister
Graf Pourtales. 8 8 88 Se s geche 16 Der Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Brebeck zu Insterburg ist Justiz⸗Kommissarius bei dem Land⸗ und Stadtgericht zu Loetzen, den Land⸗ und Stadtgerichten zu Angerburg und Sensburg, ein⸗ ließlich der Gerichts⸗Kommissionen zu Nicolaiken und Arys, so wie gleich zum Notarius im Departement des Ober⸗Landesgerichts zu terderg, bestellt worden. 1
Bekanntmachung.
In der heute in Gemäßheit des §. 58 der Allerhöchsten Ver⸗ onung vom 8. Juni 1835 (Gesetz⸗Sammlung Nr. 1619) stattge⸗ bten siebenten Verloosung schlesischer Pfandbriefe Litt. B. sind sol⸗ de vier Prozent Zinsen tragende Apoints über einen Gesammt⸗ rag von 22,450 Rthlr. vorschriftsmäßig gezogen worden, und zwar:
à 1000 Rthlr. “
auf Karolath, Glinitz, Rostersdorf, Siemianowitz, desgl. à 500 Rthlr.
Saabor, Roschowitz, desgl., Paschkerwitz, Albendorf, Kuttlau, Niewodnick, Siemianowitz, Ulbersdorf, Koselwitz.
285 386
848
Montag den 2lken
à 200 Rthlr. 3015 auf Nieder⸗Schwirklan, 3100 „ Deutsch⸗Krawarn, 3412 Saabor, 3420 desgl., 3473 „ desgl., 3487 des gl., 3628 Bladen, 3686 Roschowitz, 3735 Groß⸗Petrowitz 3806 Karolath, 8 3818 desgl., 4091 Albendorf, 4548 Mallmitz, 4622 Koschentin, 4795 Wettschütz, 4806 Baumgarten, 4815 desgl., 4902 Lossen, 49⁵5 desgl., 15050 Siemianowitz, 49050 Bonoschau, 49108 Schönfeld, 49247 Ulbersdorfkf, 49283 Nieder⸗Schönau, 49344 Brune. 2 100 Rthlr. 5559 Slupsko, 5579 Dombrowka, 5929 6028 6405 6476 6660 6668 6949 7034 7692 7696 7872 7892 7938 8016 8182 8198 8221 831¹1 8403 8471 8565 ’8735 8753 8763 8884 10473 10486 10487 10496 17016 17037 17071 17349 17397 17569 17650 61045 61083 61113 6122 61250 61318 61484 61521 61528
desgl., Ottendorf, Groß⸗Petrowitz.
Albendorf, Rostersdorf, Kuttlau, desgl., Groß⸗Deutschen, Gorkau, Koschentin, desgl., Radoschau, Baerschdorf, Matzdorf, desgl., Baumgarten, Pniow,
Loßen,
desgl.,
desgl., Czeppelwitz, Siemianowitz. desgl., 1 desgl.,
desgl.,
desgl.,
desgl.,
desgl.,
desgl.,
desgl.,
desgl.,
desgl., Bonoschau, desgl., Schönfeld, Rudnick, Rausse, Ulbersdorf, Brune,
Ober⸗ und Nieder⸗Gesäß desgl.
Rthlr. 10523 auf 10562 10647 10694 10803 10876 10891 11022 11032 11119 11134 11135 11320 11323 11573 11575 11581 11694 11748 11760 11762 12547 12559
12575
12595
Nieder⸗Schwirklan, Lubie, Kottwitz,
Rettkau, Deutsch⸗Krawarn, desgl.,
Brune,
desgl., Streidelsdorf, desgl.,
desgl.,
Ratibor,
desgl.,
Kuttlau,
desgl.,
Mallmitz,
Pniow,
Lossen,
desgl.,
desgl., Siemianowitz, desgl.,
desgl.,
desgl.
20534
20549 20561
20571
20575 20618 20795 20839 20870 20918 20931
20957 21003 21056 21079 21173 21180 21282 21467 21474 21537 21547 21558 21722 21737
Dobrau, desgl., desgl., desgl., desgl. Nieder⸗Schwirklan, Lubie, Dombrowka, Kottwitz, desgl., Haltauf, desgl., desgl., Rettkau, desgl., Flämischdorf, desgl., Deutsch⸗Krawarn, Nieder⸗Marklowitz, desgl., Brune, desgl., desgl., Streideledorf, desgl., desgl., Skalung, Royadel, desgl., desgl., desgl., Ratibor, Döbersdorf, Waldvorwerk, Nieder⸗Alt⸗Wohlau, Albendorf, Deutsch Kessel, Rostersdorf, Lossen, Czeppelwitz, Siemianowitz, desgl., Rzuchow, Krzischkowitz, desgl., Schönfeld, 82062 Rudnick, 8 S 82083 Koselwitz. 1 Diese Pfandbriefe werden daher hierdurch ihren Inhabern mit dem
737 21752 21803 21912 21915 21934 21951 22100 22220
22273
—224 85] 22299 22401 22413 22560
22784
22845 23614 23663 82003 82009 82011 82046
veranstaltet von H. Truhn, im Konzert⸗Saale des Königlichen Schauspielhauses.
1 (Den 19. Dezember)
Das Konzert des Herrn H. Truhn gehörte, sowohl seiner inneren sstattung als seinen äußeren Erfolgen nach, zu den glänzendsten der Sai⸗ dn Der Saal war gefüllt. Rief dies günstige Resultat zunächst die Mit⸗ müng der genialen Garcia hervor, deren Meistergesang zu bewundern Publikum seit ihrem letzten Auftreten in der italienischen Oper nicht ahenbeit geboten wurde, so ist man doch jedenfalls Herrn Truhn vielen
dafur schuldig, letztere herbeigeführt zu haben.
en E Konzertgeber hatte sich als Komponist und Dirigent betheiligt. In same genschaften bethätigte er sich bei Ausführung einer größeren mehr⸗ wüges Gesangs⸗Composition sür Soli, Chor und Orchester, zu welcher
H Tert die Ballade von Göthe: „Der Gott und die Bajadere“, be⸗ * Das Musikstück verdient als eine viel Eigenthümliches und envositjczu Tage fördernde, besonders in Einzelnheiten sehr gelungene 8 die ehrende Anerkennung der Kritik und fand eine solche auch
— des Publikums. Phantasie und ein poetisches Gemüth leuch⸗ 8— es daraus hervor Befremdlich erschien uns jedoch die Ein⸗ Chors als erzählende Person, wenngleich nicht zu leugnen
24 e musikalische Wirkung des Ganzen dadurch, wie überhaupt —1 mehrstimmige Behandlung, gehoben wird. Dlle. Zschiesche sang kan⸗Soli, schien aber nicht günstig disponirt, die Herren Kraus
und Zschiesche hatten die Tenor⸗ und Baß⸗Soli übernommen. Den Chor bildeten die Mitglieder des Cäcilien⸗Vereins, dessen Dirigent (am Flügel), nach dem Vorbilde der Direktoren der Sing⸗Akademie, dem Publikum den Rücken kehrte. Der Chor sowohl wie das (Wie⸗ prechtsche) Orchester ließen hinsichtlich reiner und präziser Ausführung mitunter zu wünschen. Eine zweite Composition von Truhn, „des Knaben Berglied“, fiel aus: Herr Krause war nicht erschienen. Warum nicht? Eine dritte, „Giorgetta“ betitelt, trug Mad. Garcia vor. Truhn hat sich als Lieder⸗Komponist einen geachteten Namen erworben und be währte sein Talent für diese Gattung auch in diesem recht effektvollen ita⸗ lienischen Liede, das sich indessen, da es fur die umfangreiche Stimme und die seltene Virtuosität der genannten Sängerin berechnet ist und besonders am Schluß bedeutende Schwierigkeiten birgt, den Weg ins Publikum da⸗ durch erschwert oder gar total verschlossen bat. Daß Mad. Garcia die Aufgabe mit Meisterschaft löste und das Lied mit aller ihr zu Gebote stehenden Anmuth zu Gehör brachte, bedarf keiner Versicherung. 1 Außerdem nug die auch in ihrer Vielseitigkeit bewundernswerthe Künst⸗ lerin eine Händeische Arie aus Rinald (neu instrumentirt von Meper⸗ beer) durchaus im Geiste der Composition und im Verein mit ihrer Cou⸗ sine, Sennora de Mendi, ein Duett aus Semiramis von Rossini und am Schlusse zweistimmige spanische National⸗-Romanzen vor. Letztere, „Polo" und „La jota de los Etudiantes“ hetitelt, riefen sowohl durch das eigenthümliche Kolorit der Compositionen, als durch den sein nüancirten, launig⸗anmuthigen Vortrag der beiden Sängerinnen den lebhaftesten Bei⸗ fall und Dacaporuf hervor, ein Verlangen, dem bereitwilligst Genüge gelei⸗
stet ward.
Sennora de Mendi hatte übrigens schon vorher in dem Duett aus Semiramis und in einer italienischen Arie von Marliani Gelegen⸗ beit gehabt, sich von einer höchst vortheilhaften Seite zu zeigen, indem sie bei Ausführung der bezeichneten Musikstüͤcke eine wohllautende (doch nicht starke und gleichmäßige) Stimme, viel Volubilitat und geschmackoollen Vor⸗ trag bekundete. öö 8 “ 8
Eine nicht minder enthusiastische Aufnahme, als die beiden Sänge⸗ rinnen, fanden die ausgezeichneten Leistungen des Violin Virtuosen Ernst, der nicht nur zwei auf dem Programm verzeichnete Salonstücke, darunter die „Elegie“, mit tief empfundenem Ausdruck spielte, sondern auch noch freiwillig ein hbsches Musikstuck, eine Romanze seiner Composition, zum Besten gab. 8
Schließlich haben wir noch eines statt des versprochenen Terzetts aus „Oedip“ von den Herren Kraus und Zschiesche gesungenen Duetts aus „Jessonda“ von Spohr, einer Homne von Mendelssohn für Sopranstimme mit Chor und der Ouvperture zu den „Ruinen von Athen“ von Beethoven zu gedenken. Leßtztere bildete die Einleitung des reich ausgestatteten Konzerts und wurde vom Orchester prazis ausgefuhrt, wäh⸗ rend es bei der Begleitung der Gesangstucke manche Verstoͤße verschuldete. Die Vorträge der Herren Coßmann und Gibsone sielen aus.