1846 / 354 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

8* 8

80 a 80 ½ % bez., Posen⸗Stargardt. 88 % bez. In ziemlich viel gemacht, Rotterdamer 94 ½ und 95 % Pr. C. bez. vornehmlich Berlin⸗Anhalter 4 gesucht,

Mailänder 111 ½˖ % bez.,

deutende Kapitalien von selbst hervorruft.

Im Fondshandel fand einiges Leben statt; anfangs 0 - ansehnliche Verkäufe gedrückt, erholten sich dieselben bald und schlossen hö⸗ Staatsschuldscheine von

her und fest. Prämienscheine von 89 ¾ bis 91 ℳ., 92 ⅜bis 93 % bezahlt und Geld.

Wechsel in allen Valuten begehrt und besonders beliebt blieb Holland in k. S., Wien in k. S. preishaltend.

Berlin,

ser Woche standen hinter den vorwöchentlichen nicht zurück, Sorten wurden diese sogar überholt; es kamen: 135 Wspl. Weizen, 232

Wspl. Roggen, 75 Wspl. Gerste, 223 Wspl. Hafer, Wasserwärts blieben deren aber ganz aus,

Dessenungeachtet dürfen wir

Lande und pr. Eisenbahnen in bisherigem Maße zugeführt wird, auch nach gerade bei den Konsumenten kleine Vorräthe aufkommen.

Wesentliche Veränderungen im Preisstande fanden nur für Roggen am Wasser und auf Lieferung statt, für alle anderen Sorten gewann derselbe Umsätze konnten nur geringfügig sein, da Vor⸗ schnellen Absatz an die Kon⸗ Weizen, zuletzt von England Belgien und Holland wieder mehr

nur eine festere Haltung. räthe am Platze, überhaupt nur klein, durch sumenten täglich mehr zusammengingen. höher notirt und auch in Frankreich, beachtet, als in letzterer Zeit, wurde in einzelnen Fällen, berücksichtigt; eine Ladung weiß.

Rthlr., eine gelb. 84 ⁄pfd. märk. jenseits des Kanals 72 Wir notiren demnach: weiß. 87/88pfd. poln. 78/80 Rthlr., bunt. 86/87pfd. poln. 75/77 Rihlr.,

loco weiß. bunt. 87 /88pfd. poln. 78 Rthlr.

gelb. 84 /S6 pfd. märk. 72 a 75 Rthlr.

Roggen in loco wurde 82pfd. zu 65 Rthlr., wintert, zu 63 ½ Rthlr., Lieferung vr. Frühjahr k. J. war der Begehr die Verkaufslust war's noch

bei

derungen gefolgt und bis zu 63 Rthlr. bezahlt worden, zu 63 ½ Rthlr.

1937b]

4 c% bez. u. Geld, Magd.⸗Wittenb. Pesthern wurde abwäris von 97 ½ bis 95 ¾ und 96 ℳ% Kiel Alton. 109 bez., Von Prioritäts⸗Artien bleiben aber schwer zu haben; auch Potsdam⸗Magdeb. a 100 % begehrt und meistens placirt, so daß wir an⸗ derweitige Angaben über den Umsatz dieser 5proz. Effekten nicht recht zu deuten verstehen, zumal der Pari⸗Cours für ein 5 % Papier im Vergleich zu den Coursen vieler 4 % Actien gewiß billig zu nennen ist und die Anlage be⸗

zum Theil auch höher bezahlt; gut zu lassen; Hamburg Das Geschäft war im Allgemeinen belebt.

19. Dez. Unsere Landzufuhren von Getraide im Laufe die⸗

da die Schifffahrt geschlossen. wegen Mangels nicht besorgt sein, wenn zu

poln. 87pfd. diesseits Neustadt holte 78

pr. Dezember zu 65 Rthlr. Einiges zwar nur beschränkt, allein mehr, weshalb der Preis, den gesteigerten For⸗

Fahrpl

für die regelmäßigen Dampfwagen⸗Züge

1504

der etwas um, ch sir n loco wurde bei 46/50 pfd. zu 32

Futtererbsen 62 a 65 Rthlr. käuflich. Der

der Woche durch geholt haben; für Rapp

noissement würde Ladeschein mit 74 Rthlr. offerirt. ser Woche machte Inhaber von den Bedarf mußten

herangeschaftt und in den Markt

in einzelnen 10 ¾ ¼ Rthlr. zurückgesetzt worden.

10 Wspl. Erbsen. liche Schneedecke belommen.

Dez./ Jan. 10 ½ Rtblr. Br.

indem Rthlr. Br. 10 ¾ Rthlr. a ½ Rthlr.

9 Rthlr. G.

ren Zufuhren und

verwintert stehend, auf oder ab, heute

Rthlr. und eine Für Wintermonatre keine Abgeber.

Oranienburg ver⸗

ehandelt. Auf haben.

Heute

blieb

käuflich. Die letzten niedrigen Notirungen von Holland, wie vom Rhein, verloren dadurch jeden sonstigen Einfluß. Ge rste, wie bei Einzeln gebraucht, bei Partieen auf Lieferung ging we⸗ Preise dafür anzugeben. à 33 Rthlr. detaillirt, auf Lieferung pr.

mit 48 50 Rthlr. nach Güte bez.; noch sind nominelle

Frühjahr k. J. und holte bis 33 Rthlr., Farseh., 1n Kocherbsen 64 à 70 Rthlr., feine

Güter waren gut zu lassen, geringe und Mittel⸗Sorten aber schwer ver⸗

Verkehr in Oelsaaten am Platze lag an Vorräthen; Rapp würde sonst 73 a 74 Rthlr., auf Lieserung frei hier im nächsten Frühjahr wurde 76 Rthlr. verlangt und bis 75 a Rthlr. vergeblich geboten, laut Kon⸗ dazu anzukommen gewesen sein;

Verstärktes Frostwetter seit Beginn die⸗ Rüböl in loco zurückhaltender, und für höhere Forderungen bis 10 ¾ Rthlr. bewilligt werden. Inzwischen wurden verwinterte Partieen, gebracht,

folge allseits eingegangener Nachrichten, Unsere Notirungen sind: loco Dezembr. und und mit 10 ¾6 Rthlr. auch wohl anzukommen, Jan. /Febr. mit 10 ½ Rihlr. verkauft und Br., 10 ½ Rthlr. Geld, März 10 ¾8 Rthlr. Br., 1. Rthlr. Geld, Geld mit mehr Gebern als Nehmern. Frühjahr 11 ½ Rthlr. Br., 11¾ Rthlr. Geld. Mohnöl mit 18 Rthlr. verkauft und Brief, 17½ ½ Rthlr. Geld. Hanföl 16 Rihlr. Palmöl 13 Rthlr. Südseethran 9 ½ Rthlr. Br.,

Leinöl loco 11 Rthlr. Br., p.

Der Werth für Spiritus in loco war von schwächeren oder stärke⸗ Bedürfnissen abhängig und variirte um circa 2 29 Rthlr. bezahlt; eben so bestimmte ihn p. Frühjahr k. J. mehr Frage oder mehr Offerten, so blieben wir dafür steigend bis 30 Rthlr.

In Kleesaaten ist nichts umgegangen, derungen herabgestimmt haben; roth und weiß ist

haben wir bei 4— Kälte und Westwind starken Schneefall.

Auswärtige Börsen. Amsterdam, 15. Dez. Niederl. wirkl. Sch. 59 32à2. 5 % Spasn. 21 6.

3 % do. 37 ½.

Wien, Actien 1591. Mail. 109 ⅛¾.

afer in

Pass. 4 % Russ. Hope 88 ⅞.

16. Dez. Aul. de 1834 157 ½. Livorn. 94 ½.

Preuss. Pr. Sch. —.

—. Ausg. —. Zinsl. —. Poh

5 % Met. 108 ½. 4 % de. 99 ½. 3 % do. 73 ⅛. 2b de 1839 119. Nordb. 174 ½.

Pest. 94 ¾. Budw. —.

wozu Geld, 33 ½ Rthlr. Br. blieb.

Meteorologise che Beobachtunger 1

1846.

danieder unter Mangel 19. Dez.

Rübsen 71 a 72 Rthlr.

Abends 10 Uhr.

Nachmittags 2 Uhr.

Morgens

6 Uhr Nach einmallgs

Beobachtnng

Luftdruck.. Luftwärme.. Thaupunkt Dunstsättigung. Wetter Wolkenzug

verwinterter Rübsen laut

auch Beziehungen von Stettin wodurch der Preis wieder auf Im Lieferungshandel sehr still, zu⸗

Tagesmittel:

r. 336,75% Par. 332,84 Par. 5,20° R.“ + 1,1° .

5,0° R. +† 1,0° R. 98 pCt. 99 pCt.

Regen. W.

Quellwärme 7,70 k

2

Bodenwär. 1 ärme 4,0 b

Flusswärme 0 0⁰

98 pCt. Schnee. W.

Ausdünstung 0,009- Sehnee. V W. g

Niederschlag 0,991“ Wärmewechsel + 1,0⁰

3,1“9 R...

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daß die Saaten im Felde reich⸗

Febr.⸗

März [April und April sMai 10 Vorstellung.

Dienstag,

7 Uhr. Rthlr.

und da jene diesen überlegen war, bez. und Br., 29 ¾½ Rthlr. G.

wiewohl Inhaber ihre For⸗ zu 10—11 Rthlr. zu

Rönioliche Schauspiele.

Montag, 21. Dez. Im Schauspielhause. 213te Abonnenan Die Marquise von Vilette, Original⸗Schausspif 5 Abth., von Charl. Birch⸗Pfeiffer. b 22. Dez. Vorstellung: So machen es Alle, Opera buffa in 2 Aktem m g W. Mozart. Nach Cosi fan' tutte neu bearbeitet. Anfamich

Im Opernhause. 146ste Abonvnng,

Zu dieser Vorstellung werden Billets zu den gewöhnlichen dm, haus⸗Preisen verkauft. Im Schauspielhause. 14te französische Abonnements⸗Vorstelag

L'école des vieillards, comédie en 5 actes, par

G. D elavig-

——

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

Im Selbstverlage der Expedition.

Iia⸗

ungen. a n

auf der

Berlin-Hamburger Eisenbahn, für die Zeit vom 15. Dezember 1846 bis auf Weiteres.

A. Personen⸗

und Zwischen⸗Züge.

Zwischenzug Personenzug, von Berlin nach nach Wittenberge. Hamburg. von Wittenberge nach Hamburg.

Richtung von Berlin.

Richtung CCöI Hamburg.

Zwischenzug Personenzug von Hamburg nach nach Wittenberge.

Berlin. von Wittenberge nach Berlin.

Wittenberge 3 ¼ Nachm.

Abgang nach

von Berlin

8 ½ Morg.

Spandau 8 ½ » ö18 Nauen 9 ½ 4 ¾ Friesack 5 Neustadt a. d. D. 103 5 ½ Zernizz.... 5

Glöwen 6 ½

Wilsnack. 6 F2 Abends Ankunst in Witten⸗ berge 7 ¼ Uhr Abds.

nach Hamburg. Morg.

Wittenberge ... Grabow.. Ludwigslust.... Hagenow Brahlsdorf Boitzenburg.. Büchen Schwarzenbeck.. Friedrichsruh...

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Bergedorf Ankunft in Hamburg ...

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nach Wittenberge 2 ½ Nachm. 2 ½ 2) 3 3 ½ 3 ½

Abgang von Hamburg Bergedorf

Morg.

Friedrichsruh... Schwarzenbeck.. Büchen Boitzenburg .... Brahlsdorf .... Hagenow Ludwigslust.... Grabow.

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in Witten⸗ Uhr Abds. Berlin Morg.

Wittenberge... Wilsnack. Glöwen

Zernitz

Neustadt a. d. D. Friesack

Nauen

Spandau

Ankunft in Berlin

B. Güt

erzüge.

Außer vorstehenden Zügen wird späterhin vorläufig noch ein Güterzug von beiden Endpunkten eingerichtet wer⸗

den, welcher von Berl und am Abend desselben Tages resp. Fahrpreise zwischen Hamburg und Berlin

in um 6 Uhr Morgens und von Hamburg um 7 ½ Uhr Morgens abgehen in Hamburg und Berlin eintreffen wird. sind in I. Klasse 7 ½ Thlr., II. Klasse 5 Thlr.,

III. Klasse 3 Thlr.

Preußisch Courant.

Mit den Personenzügen werden nur Eilgüter, Bei den Zwischenzügen findet außer der Personen⸗ von Gütern und Vieh⸗Transporten zu niedrigen Preisen port von Gütern und Vieh bestimmt, ohne Beforderung Etwaige Erxtra⸗

Wegen der noch nicht vollständig regulirten Einrichtungen für Weiteres von Hamburg aus und dahin überall Güter nur Zwischenzügen und zwar nur n ischen Gebiet, nicht aber nach und von den im Holsteinschen und elegenen Stationen befördert werden.

uen indeß bis auf mit den Personen⸗ und burgischen und Preuß Lauenburgischen Gebiet b

Berlin und Hamburg, im Dezember 1846.

Die Direction der

Equipagen und Pferbe Beförderung in allen drei

zu dem erhöhten Tarif befördert. Wagenklassen auch die Mitnahme statt. Die Güterzüge sind ausschließlich nur zum Trans⸗ von Personen.

oder Lokalzüge werden an den betreffenden Orten besonders bekannt gemacht werden.

das Zollwesen, kön⸗ als Eilgüter ach und resp. von den im Mecklen⸗

Berlin⸗-Hamburger Eisenbahn⸗Gesellschaft.

[990 b] Bekanntmachung.

Berlin⸗Hamburger Eisenbahn.

Ddie Lieferung von 80,000 Stück kieh⸗ nener oder eichener Querschwellen für das zweite Geleise soll im Wege der Submission ausgegeben werden. An⸗ erbieten, versiegelt mit der Aufschrift g 1 „Holzlieferung“, werden bis spätestens den 10. Januar 1847 im techni⸗ schen Büreau der Gesellschaft hierselbst Louisenplatz Nr. 7 erbeten. Die Bedingungen für die Lieferung fönnen im Büreau der Direction zu Berlin und Ham⸗

burg, so wie im technischen Büreau de entgegengenommen werden. 8 Berlin, den 17. Dezember 1840. Der technische Direktor der Berlin⸗ Hamburger Eisen⸗ bahn⸗Gesellschaft, Baurath (gez.) Neuhaus.

e

er Gesellschaft,

Oberschlesische Eisenbahn. F6 Die Bezahlung der a 2. Januar 2 künftigen Jahres fälligen

vv Zinsen auf unsere Prioritäts⸗ QZEBBIBund Stamm⸗Actien Litt. A. und A. erfolgt, mit Ausnahme der Sonntage, täg⸗ lich vom 2. bis 15. Januar künstigen Jahres

A.nn

meiner

Anzeiger.

in Breslau bei der Hauptkasse der Gesellschaft auf dem Bahnhofe, Vormittags von 8 bis 1 Uhr,

in Berlin bei den Herren Oppenheims

Söhne, Burgstraße Nr. von 9 bis 12 Uhr, gegen Einlieferung der mit einem Verzeichnisse zu ver⸗ sehenden Coupons.

Breslau, den 16. Dezember 1816.

Das Direktorium der Oberschlesischen Eisenbahn⸗ Gesellschaft.

7 27,

Vormittags

Ruhrorter Dampf⸗ S schleppschifffahrt.

ahlung von Zehn 11120] Prozent.

Unter Bezugnahme auf §§. 3. und 4. des von des Königs Majestät unterm 6. Juli v. J. bestätigten Sta⸗ tuts der Ruhrorter Dampfschleppschifffahrts⸗Gesellschaft werden die Herren Actionaire hiermit aufgefordert, die Achte Einzahlung mit 10 Prozent oder 10 Thaler per Actie spätestens bis zum 20. Februar nächsten Jahres nach ihrer Wahl bei folgenden Empsangsstellen zu lei⸗ sten, und zwar:

1) in Ruhrort bei Herrn Franz Haniel,

2) in Cöln bei den Bankyhäusern A. Schaaffh au⸗

sen & S. Oppenheim jr. C Co.,

3) in Düsseldorf bei dem Banihause W. Cleff, 4) in Berlin bei dem Bankhause Gebr. Schickl 5) in Frankfurt a. M. bei dem Bankhause H.

Dresler.

Ruhrort, den 15.

Die

er

2

Dezember 1846. Direction.

[959] Ediktal⸗Ladung.

Nachdem von dem unterzeichneten Stadigericht zu dem Vermögen des hiesigen Kaufmanns August Herrmann Reuther auf dessen Insolvenz⸗Anzeige der Konkurspro⸗ zeß eröffnet worden ist, so werden dessen sämmtliche, so⸗ wohl bekannte als unbekannte Gläubiger, überhaupt aber alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrunde An⸗ sprüche an vorgenannten Reuther zu haben glauben, hierdurch geladen, bei Strafe des Ausschlusses von die⸗ sem Schuldenwesen und bei Verlust der Rechtswohlthat der Wiedereinsetzungin den vorigen Stand,

den 6. April 1847, an hiesiger Stadtgerichtsstelle entweder in

Vormittags, ichts . legitimirte und instruirte

Person oder durch genugsam 1 Bevollmächtigte zu erscheinen, ihre Forderungen zu li⸗ quidiren und gehörig zu bescheinigen, darüber mit dem Konkursvertreter und der Priorität halber unter sich bin⸗ nen gesetzlicher Frist rechtlich zu verfahren und zu be⸗ schließen, sodann

den 18. Mai 1847 1 der Publication eines Präklusivbescheids, welcher rück⸗ sichtlich der Außenbleibenden für publizirt erachtet wer⸗ den wird, gewärtig zu sein, hierauf aber

den 1. Juni 1847 1 anderweit an Stadtgerichtsstelle zur Pflegung der Güte und nach Befinden Abschließung eines Vergleichs, Vor⸗ mittags sich einzufinden, unter der Verwarnung, daß diejenigen, welche gar nicht oder nicht gehörig erschei⸗ nen, oder über den Vergleich sich nicht erklären, sür beistimmend geachtet werden sollen, dafern jedoch eine Vereinigung nicht zu Stande kommen sollte,

den 14. Juni 1847 der Inrotulation der Akten, und endlich

den 26. Juli 1847 der Publication eines Locations⸗Erkenntnisses, welches rücksichtlich der Außenbleibenden für bekannt gemacht erachtet werden wird, sich zu gewärtigen.

Uebrigens haben auswärtige Gläubiger zu Annahme der künftigen an sie zu erlassenden Ladungen Bevoll⸗ mächtigte an hiesigem Orte zu bestellen.

Annaberg, den 5. September 1846.

Das Stadtgericht. . Bach.

Gedruckt in der Deckerschen Gehei

Ob

Hofbuchdruckerei 1.

gmob. Nachrichten aus Hongkong.

[702] Ediktal⸗Ladung.

schuldeten Vermögen Wilhelm Winkler hier, so wie

ters Carl Heinrich Hohle hier, der Konkursprozeß eröffnet worden.

sprüche zu haben vermeinen, hiermit öffentlich und remtorisch geladen, den 8. Januar 1847,

Person oder durch legitimirte, so viel irifft, mit gerichtlichen Vollmachten versehene 2 mächtigte zu erscheinen und ihre Forderungen 4 ben und zu bescheinigen, unter der Verwarnung; sie widrigenfalls mit ihren Ansprüchen von diesen 9 denwesen ausgeschlossen, so wie der ihnen etwa; henden Rechtswohlthat der Wiedereinsetzung in doß rigen Stand für verlustig werden erachtet werden, dem bestellten Koakurs⸗Vertreter, so wie der Prio⸗ wegen unter sich, binnen 6 Wochen rechtlich zu vim ren und sodann

den 20. Februar 1847 der Bekanntmachung eines Präklusivbescheids, vil Mittags für publizirt erachtet werden wird, sich zu sehen, hiernächst aber in dem auf

den 27. Februar 1847 festgesetzten Verhörstermine,

Vormittags 11 Uhr, an hiesiger Stadtgerichtsstelle in Person oder duch ir⸗ struirte Bevollmächtigte zu erscheinen, um mit a n⸗ ordneten Konkurs⸗Vertretern, so wie unter sich sadi wo möglich einen Vergleich zu treffen, unter du vn warnung, daß diejenigen, welche entweder gar mict scheinen oder sich über Annahme des vorgeschlagn Vergleichs bestimmt nicht erklären, als in den Beste der Mehrheit der Gläubiger einwilligend werdm;? gesehen werden; für den Fall jedoch, daß ein Venze nicht zu Stande kommen sollte,

den 6. März 1847 der Inrotulation der Akten zum Verspruch und see

den 30. Apri! 1847 „31 der Bekanntmachung eines Locations⸗Erkenntnisse poena publicati erwärtig zu sein. 1

Auswärtige Gläubiger haben zur Annahme künt Verfügungen Bevollmächtigte im hiesigen Orte t⸗ stellen und solche spätestens im ersten Termine bs zuzeigen.

Zwickau, den 10. August 1846.

Das Stadtgericht.

Böhme.

Literarische Anzeigen.

So eben erschien und ist in allen Buchhe lungen zu haben: [984 b] Almanach für die reifere Jugend der höheren Stände von Ludwig Storch. 1847. E 's Portrait und Illustrationen R. Kretschmer. ö eleg. kart. 1 Thlr. 15 Sgr., in Sarsene m. Goldschn. 1 Thlr. 25 Sgr.

Eine Schande der deutschen Presse nachgewiesen in der Ltera29 der Volksschrifteng

Dem deutschen Volke, seinen Vertretern und F.

gewidmet von C. Schneitler. Bogen. gr. 8. br. Preis: Sgr. Stolberg, November 1846.

O. Kleinecke's Bact⸗

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Mit L. Storch 12.

1.““

Cloggn.

Von dem Stadtgerichte zu Zwickau ist zu dem ihe des Webermeisters und Schnittwaarenhändlers Er des Zimmergesellen und bisherigen Schießhaushach

Es werden daher sämmtliche bekannte und unbelkan Gläubiger derselben, überhaupt Alle, welche an sie

87*

das Abonne ment beträgt. 2 kthlr. für 4 Rthlr. 8 Rthlr.

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allen T ohne sertio m ein zu- An

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wyedition selbst (Fri m angege b en en un nicht mit Ger

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Pachunge nden.

Preis- Erhohung.

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½ Jahr. ½ Jahr. 1 Jahr. heilen der Monarchie ns-Gebühr für den er ZSeile des Allg. zeigers 2 Sgr. 8

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vierteljährliche Pränumeration dieser Zeitung beträgt 2 Rthlr. Preuß. Cour. für das Inland. edrichs⸗Straße Nr. 72) gemacht, und jeder innerhalb der Ringmauer der Stadt wohnende Pränumerant erhält das Blatt durch die Stadtpost, schon den Abend vor t Haus gesandt. Auswärtige, des In⸗ oder Auslandes, bewirken ihre Bestellungen rechtzeitig bei den resp. Post⸗Aemtern; wer dies versäumt vwißheit die Nummern erwarten, die vor der hier eingegangenen Meldung erschienen sind. es 8

Datum, frei ins

Uebrigens bis

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Berlin, Dienstag den 22fen

Nachmittags 4 Uhr in unserem Expeditions⸗Lokale, Fr Um wiederholten Anfragen zu begegnen, wird zugleich bemerkt, daß in

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Nu⸗ 2 1 1G Für einzelne Nummern des Blattes ist der Preis ist die Einrichtung getroffen, daß Inserate, deren Aufnahme in den Allgemeinen Anzeiger dieser Zeitung gewünscht wird, an den Wochentagen von Morgens iedrichs⸗Straße Nr. 72, in Empfang genommen werden.

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Alle Post-Anstalten des In-

und Auslandes nehmen Bestellung

auf dieses SBlatt an, für Berlin

die Expedition der Allg. Preuß. Zeitung:

Friedrichsstraße r. 72.

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Bestellungen für Berlin werden in der

2 ½ Sgr.

Der Preis der Insertion beträgt für den Raum

dem Anzeiger der Allg. Preuß. Zeitung, außer gerichtlichen und anderen öffentlichen Bekannt⸗

n der Königl. Behörden, literarischen und Kunft⸗Anzeigen, auch Familien⸗Nachrichten jeder Art, so wie Industrie und Handel betreffende Anzeigen, stets Aufnahme

a Senhablhä.

intlicher Theil.

eutsche Bundesstaa

ankreich. est des türlischen Botschafters. D

Paris.

ten. Königreich Hannover. Rückreise des Bey's von Tunis und der Pro⸗ er Guizotsche Protest hinsichtlich Kra⸗

Landtag.

kau's. Bu Masa und Hinrichtung von Arabern. Die städtischen Wahlen. Die Unterstützungen für die Ueberschwemmten. Vermischtes.

roßbritanien und Irland.

sand.

London. Die Bank von Irland. Fenstersteuer.

Truppensendung nach Ir⸗

Die Plantagen⸗

Besitztr auf Jamaika gegen das neue Zuckergesetz. Elektrischer Tele⸗

zpelgien.

anemark.

Brüssel. Kopenhagen.

Vermischtes. Verhandlungen der Kammern. Ueber die Auflösung der schleswigschen

Stände⸗Versammlung. Ueber die Konkurrenz der Zucht⸗ und Arbeits⸗ häuser mit den Baumwollenwebern.

schweiz.

Getraide⸗

rliner Ka

‚„Plata⸗Staaten. senbahnen. Berlit landels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börse.

Kanton Basel.

über die Gewerbe⸗Verhältnisse. egypten. und des Prinzen Albrecht von Preußen. Eisenbahn und Nildamm.

Alexandrien. Ankuanft des Prinzen

Preise.

London. Berlin⸗Hamburger Bahn.

lender.

Berathung der Verfassungs⸗Kommission

Luitpold von Bayern

Nachrichten aus Montevideo.

welcher zum Liquidations⸗Termine anberaumt vwoßg ist, zur Gerichtszeit an hiesiger Stadtgerichtsstellgee. Ausländaß

preußischen

Amtlicher Theil.

Dem Hof⸗Schlosser und Eisenbahnwagen⸗Fabrikanten Zoller in un ist unter dem 18. Dezember 1846 ein Patent

1 auf eine Bremsvorrichtung für achträdrige Eisenbahnwagen

Iin der durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenen

Zusammensetzung, ohne Jemand in der Anwendung bekann⸗

ter Theile zu beschränken,

f fünf Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang

Staats ertheilt worden.

Auswärtige haben ihre Inserate unter der Adresse der Expedition in frankirten Briefen einzusenden.

58 Deeutsche Bundesstaaten.

Königreich Hannover. (H. Z.) In der Situng der zweiten Kammer der allgemeinen Stände⸗Versammlung vom 17. De⸗ zember wurde in der dritten Berathung des Entwurfs einer bürger⸗ lichen Prozeß⸗Ordnung von §. 195 bis §. 220 fortgefahren. Be⸗ vor man zum Kapitel der Rechtsmittel überging, zu welchem mehrere Anträge vorlagen, wurde lebhaft über die zum Grunde zu legenden Prinzipien gestritten. Der Antrag eines Mitgliedes, hier die münd⸗ liche Verhandlung nach den Kommissions⸗Anträgen wieder herzustel⸗ len, wurde unter Widerspruch von 28 Stimmen abgelehnt. Da⸗ gegen wurde ein Antrag eines anderen Mitgliedes, die Zulassung der Parteien bei den Relationen in den Obergerichten betreffend, mit 42 Stimmen genehmigt. Auch brachte ein Mitglied seinen schon im März d. J. gestellten Antrag, die Aufhebung der Exemtionen von Kommunal⸗Lasten betreffend, in Erinnerung. In der Sitzung vom 18. Dezember wurde die dritte Berathung des Entwurfs einer bür⸗ gerlichen Prozeß⸗Ordnung von §. 221 bis §. 257 fortgesetzt. Un⸗ ter ven für weitere Kreise bemerkenswerthen Anträgen fand sich einer, die Appellations⸗Summe auf 300 Rthlr. herabzusetzen; ein anderer, daß zu jedem Haupt⸗Erkenntnisse bei den Justiz⸗Kanzleien fünf Votanten mitwirken sollen. Beide Anträge wurden angenom⸗ men. Ebenfalls kamen die bisher ausgesetzten Paragraphen zur Ab⸗

I1I1

argagnu e“ Paris, 15. reise an; er hat 25,000 Fr. zur Vertheilung unter die Armen an den Seine-Präfekten gesandt. Der türkische Botschafter hat angeb⸗ lich vor mehreren Tagen an Herrn Guizot in Betreff der offiziellen Art, wie der Bey von Tunis am Hofe der Tuilerieen empfangen worden, eine Protestation gerichtet und ist seitdem nicht mehr in den Salons des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten erschienen. In Bezug auf den Protest in Betreff Krakau's enthält das Portefeuille noch folgende Angaben: „Die Protestation gegen die Einverleibung Krakaus ist in würdigen, aber gemäßigten Aus⸗ drücken abgefaßt. Die unvollständigen Mittheilungen, welche über die Natur dieses Aktenstückes in das Publikum gekommen sind, haben un⸗ sere ersten Benachrichtigungen bestätigt; mit Vergnügen stellen wir

Dez. Heute tritt der Bey von Tunie seine Rück⸗

diesen Umstand fest; nicht aus kindischer Rechthaberei, sondern weil wir in dem Schritt des Kabinets ein neues Pfand jener Weisheit und Voraussicht erblicken, welche bei der Leitung unserer Angelegenheiten walten. Die Presse, diesmal gut unterrichtet, hat ihre Leser in Kenntniß gesetzt, daß Herr Guizot eine Depesche an den Grafen Flahaut nach Wien abgesendet hat, und daß diese Depesche dem Lord Normanby, dem Baron Arnim und dem Herrn von Kisseleff vorge⸗ lesen worden ist. In ihrer gegenwärtigen Fassung konnte sie ohne Anstand den beiden Repräsentanten Preußens und Rußlands mitge⸗ theilt werden, die sich vielleicht nicht würden dazu verstanden haben, die Protestation bis zu Ende anzuhören, wenn dieselbe jene Drohungen enthalten hätte, von welchen mit so beklagenswerther Uebereilung gespro⸗ chen worden ist. Was die Betrachtungen anbelangt, welche der Schritt der drei Mächte Herrn Guizot an die Hand gegeben hat, so sind sie, eben so wie die in der Protestation vorkommenden Erörterungen über das thatsächliche und das rechtliche Verhältniß, bis auf einige Punkte von untergeordneter Wichtigkeit, in der Presse jetzt übereinstimmend mit unseren Nachrichten dargelegt. Es ist also entschieden und aus⸗ gemacht, daß Frankreich erklärt, es gedenke dem Geist der Verträge von 1815 treu zu bleiben. Man hatte höchst unzulässige Voraus⸗ setzungen gewagt; man war so weit gegangen, zu behaupten, die Protestation enthalte die unsinnigsten Erklärungen. Es mag sein, daß in der ersten Zeit heftige Worte gefallen sind, leidenschaftliche Aeu⸗ ßerungen, die niemals über den Raum eines Berathungs⸗Lokals hin⸗ ausgehen sollten; es ist möglich, daß allzu lebhaste Ausdrücke wieder⸗ gesagt, bittere Empfindungen aufgefaßt und unbedachtsam verbreitet worden sind. So würden sich die unzeitigen und kompromittirenden Veröffentlichungen erklären, welche man zuerst im Publikum für er⸗ wiesene Wahrheiten genommen hat, und die nur dazu beigetragen ha⸗ ben, Unruhe und Aufregung in die Gemüther zu bringen. Auch das ist noch möglich, daß der Entwurf zur Proͤtestation in Aufwallung abgefaßt war. Doch bei Fragen ernsterer Natur geht eine große Regierung zu Rathe, ehe sie handelt; sie befragt sich selbst, sie über⸗ legt, wohl wissend, daß üble Laune oft eine treulose Rathgeberin ist und die Politik sich nicht mit den Ausbrüchen der Leidenschaft ver⸗ trägt; sie wartet ab, bis die fieberhafte Aufregung sich beruhigt hat, und tritt dann mäßigend und besänftigend ein, um den möglichen Gefahren des ersten Unwillens zu begegnen.“

Nach den letzten Berichten aus Algier hatte Bu Masa ver⸗ sucht, sich durch den Dschebel⸗Amur nach dem östlichen Gebiete zu begeben, war aber von dem neuen Aga Dschellul⸗Ben⸗Nahia daran

Berliner Kalender.

Berliner Kalender für 1847. Llster Jahrgang. Berlin, bei K. Reimarus. Unscre Vorfahren verfertigten gern Uhren, bei denen nach Ablauf einer unde das Zeitgerippe seine Sichel schwang oder ein Mohr die Zunge sstrecktee, damit alle Welt nicht blos hören, sondern auch sehen solle, daß

voll geschlagen.

Bei uns dienen die Tasche

nbücher als Zeit⸗

ser, die in großer Schaar regelmäßig verkünden, daß Buchhändlern, hriftstellern und Lesern wiederum ein Jahr mit seinen Messen und Festen

über sei.

Was sie bei dieser Gelegenheit sagen, ist

ziemlich gleichgültig;

aug, daß sie erscheinen und ihre Neujahrs⸗Gratulation in schmuckem Ge⸗

nde abstatten.

Sie sagen in der That weniger, als gut ist, und nur

jelnen, wie der Urania und dem Berliner Kalender, gelingt es

ͤmal, ne

u und bedeutend zu sein.

Die übrigen sagen ihre Novelle her

wihre Gedichte, in denen sich nach tausendjährigem Herkommen Sonne

enne, Herz Schmerz, Brod und Tod reimt, kramen ein paar schlechte

pfer aus, zeigen ihren schönen Einband und kehren, wenn sie ihren Dienst

2 Weihnachtsabend redlich erfüllt haben, verrichteter Sache schon in den gten Tagen des Dezembers zu ihren Brüdern ins Reich der Schatten zurück. Mle gesagt, der Berliner Kalender weiß diesem Schicksal zu ent⸗

len; er sagt gescheidte Dinge, die einen Leser wohl noch bis ins nächste bncescäftigen können, und bringt saubere Stiche, die mehr als einmal Pachtet sein wollen: diesmal ein Portrait Sr. Königl. Hoheit des Prin⸗

aldemar nach dem Original von Krüger, eine Abbildung des neuen

kankenhauses au Meedenskirche bei

aem, nach hann v üöstes Bil ktive zei

f dem köpnicker Felde, den Babelsberg bei Potsdam, die bei Sanssouci und das Palais der Fürstin von Liegnitz bei Pots⸗ Zeichnungen von Biermann; die Grab⸗Kapelle des Königs on Böhmen (Kastell an der Saar) nach Lasinski, ein aller⸗ d, das auf einem kleinen Raum eine reiche Natur und tiefe Per⸗ gt; endlich die Künstler⸗Werkstätten und Gemälde⸗Gallerie vor

Deandenburgen Thore, entworfen und gezeichnet von Strack. cho erste literarische Gabe des Kalenders ist ein gut geschriebenes und oner Gesinnung beherrschtes Gedicht Sr. Königl. Hobeit des Kron⸗

nzen von

t Glocken schallen,

Bavern

an die verewigte Prinzessin Wilhelm von Preußen. durch die Menge zieht ein Trauerwagen, auf den

Blicke schmerzlich gerichtet sind. Wer ist's, fragt der Dichter, dem die

lränen flie

ßen? und antwortet:

IFhvyr, die meine Freundin war,

S

gen..

8 1e

Die wir alle

Di Mutter hießen, Die mein holdes Weib gebar.

* * * . . * . .

In der Prüfung schweren Tagen, 17472

WWoc der Korse Deutschland schlug, e Fürsten ihm zu Füßen lagen b

Und Europa Fesseln trug,

Hat Sie treulich mitgelitten Für des Vaterlandes Ruhm Geistig hat Sie mitgestritte Für der Freiheit Heiligthum

Und die Edle stirbt, nachdem sie lange Schmerzen still ertragen und vor den Ihrigen verschwiegen hat, in seliger Hoffnung: . Auf der Fluth gestillter Zähren Unter süßen Harmonien, Zogst du hin nach jenen Sphären, Wie die Schwäne heimwärts fliehn

Deine Töchter legten Kränze, Myrthenkränze dir ins Grab, Daß noch an des Lebens Gränze Heitrer Frühling dich umgab. Laß mich dieses Lied dir weihen, Weiß nicht, ob es zu dir dringt, Bis zu der Verklärten Reihen, Wo des Seraphs Harfe klingt.

Und nun gelobt der Dichter, sein letztes Versprechen zu halten, daß nichts den Schein des Edelsteins, den „er liebend sich erlesen“, und der auch dem Herzen der Verewigten so theuer war, jemals trüben soll; und ruft Allen, die da weinen, ein „Seid getröstet“ zu:

Auch du Sohn am Indusstrand;

Eiine schön're Sonne scheinet Droben in dem Geisterland.

Sucht Sie nicht in finstern Grüften, Dort im blauen Himmelszelt, Sanft umweht von Frühlingslüften,

In den Wundern jener Welt.

Ihr Beispiel wird aber auch allen deutschen Frauen als Muster auf⸗ gestellt, damit das Vaterland in Stunden der Gefahr wiederum auf so starke weibliche Stützen bauen kann:

Nähret der Begeist'rung Flamme

Für der Väter heil'gen Grund.

Wir gehören Einem Stamme, b .

KRKnuüpfet fest der Brüder Bundd! 8

Diesem Gedichte folgt ein für die Sittengeschichte wichtiger Aufsatz von G. W. von Raumer, der das berliner Hofleben in den Jahren kurz vor der französischen Revolution von 1786—1792 schildert. „Eine Ge⸗ schichte des Privatlebens der Deutschen, sagt der Verfasser, wäre keine leichte, aber gewiß eine interessante und lehrreiche Aufgabe; denn auch in diesem Privatleben spiegelt sich die Geschichte ab und spricht selbst aus den Kostümen eines Zeitalters. Wenn die Damen im Jahre 1785, nach pariser Mode mit Buffanten gepudert, in aufgesteifter Frisur mit Chignon und hohen Hackenschuhen einhergingen, während 1795 die berühmte Madame Taillien auf einem Ball mit der lockigen Achillesfrisur und in griechischem Kostüm erschien, ein leichtes Gewand mit einer Spange auf der einen ent⸗ blößten Schulter befestigt, in bloßen Füßen und Sandalen, alle Zehen mit Ringen besteckt, so ist hieraus allein schon zu entnehmen, daß während der fehn 27 die ganze Denk⸗ und Anschauungsweise einen Umschwung er⸗ e at.“

Als der große Friedrich gestorben war, bemächtigte sich eine plötzliche Regsamkeit der Hauptstadt Berlin: in Wissenschaft und Kunst, in Beförde⸗

rung deutscher Sprache und Literatur, in Theater und Vergnügungen, lin der leichteren Umgangsweise, in dem humanen Verkehr aller Stände unter einander zeigte sich ein neues verjüngtes Leben. Die Frauen übernahmen wieder die Rolle, von der sie so lange ausgeschlossen waren, und wollten mehr sein als bloße Hausfrauen: ein Zirkel eleganter Damen griff in Staat und Literatur hinüber, es enistand ein Hof nach dem Beispiel des prachtlie⸗ benden August von Sachsen, dessen Kavaliere: Bischofswerder, Graf Lin⸗ denau und beide Grafen Bruhl, zum Theil mit schönen und lebhaften Frauen an den berliner Hof übersiedelten, bald den Ton angaben, viel Neid erreg⸗ ten und in das einfache Leben der Bevölkerung Lurus und Weichlichkeit einführten. Dazu der Umschwung der Geister, den die blühende deutsche Literatur, die dichterische wie die philosophische, vollbrachte, und man be⸗ greist, daß das öffentliche wie das private Leben von diesen Jahren eine neue Epoche zu datiren haben.

Friedrich Wilhelm II. wollte vorzugsweise im Gegensatze zu sei⸗ nem großen Vorgänger die deutsche Wissenschaft befördern: er erklärte gegen Gleim, daß die deutsche Muse auf seinen Schutz rechnen könne, er⸗ richtete das deutsche National⸗Theater, setzte dem Professor Namler eine Pension aus, befahl ihm, die Königlichen Kinder in der Muttersprache zu ünterrichten, und als Adelung 1787 dem König sein Buch über den deut⸗ schen Styl widmete, äußerte ein danksagendes Kabinetsschreiben, daß der König „als deutscher Fürst die deutsche Sprache ungemein schätze“. Die Leute am Hofe wünschten sich in Folge dessen in deutscher Sprache einen guten Morgen.

Der König, der durchaus ein Mann nach der Uhr war, setzte die pünktliche Tages⸗Eintheilung seines Vorgängers fort: um 4 Uhr Morgens stand er auf, um fünf erschienen der General⸗Adjutant und die Kabinets⸗ Räthe zum Vortrage, in der Regel ging er mit dem Flügel⸗Adjutanten und meist auch mit dem Kronprinzen auf die Wachtparade, im Sommer nach dem Lustgarten, im Winter in die Ererzierhäuser der verschiedenen Re⸗ gimenter; theilte die Parole aus und kommandirte die Wachtparade auch wohl selbst. Mittags er meist allein oder mit wenigen Personen, übri⸗ gens, wie Friedrich II., gern stark gewürzte Speisen, die Gicht⸗Anfälle zur Folge hatten; sonst war er rüstig und ritt mit untergelegten Pferden sehr schnell von Berlin nach Potsdam, bis 1791 die Chanssee fertig war. Der König liebte überhaupt das rasche Fahren sehr: von Berlin nach Potsdam fuhr er mit vier Relais in einer, höchstens funf Viertel Stunden und nach Breslau, 1790 bei unchaussirten Wegen, in 20 Stunden. Ein paarmal in der Woche besuchte er das deutsche Schauspiel, was jedesmal in der Zeitung erwähnt wurde, sonst gab er bei sich in kleinem Kreise ein Kon⸗ zert, denn er liebte die Musik leidenschaftlich und spielte das Violoncell sehr gut. Meist akkompagnirte dabei der Musik⸗Direktor Dupont und einige Virtuosen der kleineren Kapelle, die sich der König schon vor seiner Thron⸗ Besteigung eingerichtet hatte. Wenn der König selbst mitspielte, war in der Regel Niemand vom Hofe gegenwärtig, doch gab er auch sogenannte Kammer⸗Konzerte, denen Gäste beiwohnen durften. In diesen wirkten z. B. die berühmte Sängerin Todi mit, 1791 der Violoncellist Lolli und sein acht⸗ jähriger Sohn, die vom Könige 100 Goldstücke erhielten; 1789 zeigte auch

hilidor seine Taschenspielerstücke. Um 10 Uhr brach Alles auf, und der önig begab sich zur Ruhe.

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