1847 / 4 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

uebersicht auf nachstehend benannten Maͤrkten bezahlten Preise.

Neapl. —.

Actien 1585. Mail. 109 ½.

Es ist ver⸗ kauft im Frühjahre

Gegen Die Durchschnitts⸗Preise waren

Geldbetrag

das Frühjahr

1845 im Frühjahr 1846 im Frühjahr 1845

nach dem

Hamburg, 31. Dez. Paris, 28. Dez. 3 % Span. —. Wien, 29. Dez. Anl. de 1834 157 ½. Livorn. 93.

Hank-Actien 1570 Be. ngl. . 5 % Rente fin cour. 118.75. 3 ⁰% do. fn cour. 80. 80.

Pass. —.

5 % ne*. 108 7724. 4 % as. 99. 3 % 4c. 73. de 1839 I118 ½. Nordb. 173 ½¾.

Pest. 95 ½. Budw. —.

Berli

Den 2.

Bank- Gloggn. 1287.

Börse.

Januar 1847.

Durchschnitts⸗Preise Fonds.

schnitt

““ 8 weniger

ordinaire im Durch⸗ extrafeine mittlere

extrafeine mittlere

ordinaire

, A 5*

Pr. Cour. Brief. Geld.

Pr. Cour. Brief. Geld.

detien. G Gem.]

St. Schuld-Sch. Prämien-Scheine d. Seeh. à 50 T.

Kur- u. Neumärk.

1846 weniger

M. pf R. f.

77549

Berlin

Bres lau 60703

Coblenz 1005

Königsberg i. Pr. 7208 6404

18000 23000

80386 50766

700

22

102½ 87

109 100½

67

7.) 72

5000

Landsberg a. W.

4329 4222

Magdeburg

Mühlhausen 388 450

3556 2750 14962] 11838 20778 16647

3437/ 3478

41

Stadt- Obligationen

Berliner

5942192 7063920 1121728

Grossh. Pos. do.

5099052 5101983 2931

Ostpr. Pfandbr. Pomm. do.

39614 36691

387430 170256 Schlesische do do. v. Staat ga-

1073250 1644500

239448

297915 58467 Gold al marco. Friedrichsd'or. And. Gldm. à 5 Th. Disconto.

18236 24975 6739

206248 189750 16498

925150% 749740]175410

1272652 42855

31549

Schuldverschr.-

Westpr. Pfandbr.]

do. do.

Kur- u. Neum. do. 32

rantirt. Lt. B. 2

93]²⁷ Brl. Potsd. Magdb. 91 do. Obl. Lit. A. B.

do. Prior. Oblig.

91⅔ 91G 10⁰⁷ Mgd. Lpz. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Brl. Anh. abgest. do. do. Prior. Obl. Düss. Elb. Eisenb. do. do. Prior. Obl Rhein. Eisenb. do. do. Prior. Obl. 93 ¾¼ [do. v. Staat garant.] 93 ¼ [ob.-Schles. E. L. A 96 do. Prior. do. Lt. B. B.-St. E. Lt. A. u. B. Magd.-Malbst. Eb. Br.-Schw.-Frb. E. do. do. Prior. Obl. Bonn-Kölner Esb. Niedersch. Mk. v. e. Priorität do. Priorität Nied.-Mrk. Zwghb. do. Prioritätse- Wilh.-B. (C.-O.) Berlin-IIamb.

91

9

91½

12t 208

NN *

94 ¼

——

—ög=—V=—B=S2S

do.

—6xãSAS==

190753

Summa [211915 200761

der im Herbst 1845 und

7940

237686 1875490

1637804

Wechsel-

Pr. Cour. Thlr. zu 30 Sgr. Brief. Geld.

Courxrs.

v“

Fruͤhjahr 1846 auf nachstehend benannten Maͤrkten verkauften

und der dafuͤr bezahlten Preise.

Amsterdam do.

do. Fes 2 London Wolle Paris Wien in 20 Xr. Augsburg

Die Prei

Breslau

se waren pro Centner für

Es wurden verkaust extrafeine

Wolle

Aw.

feine Wolle

ordinaire Wolle

mittlere Wolle

Petersburg.

Hamburg

Leipzig in Courant im 14 Thl. Fuss 100 Thlr. Frankfurt a. M. südd. W. ... . ... 100 Fl.

250 Fl. Kurz 2 Mt. Kurz 2 Mt. 3 Mt. 6 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 8 Tage 99 x⅔

2 Mt. 99 ¼

2 Mt. 56 18 3 Wwochen

141½ 140 140 ½ 140 ½¼ 151 ½ 150 ½⅔ 149 ½ 149

21 ½ 6 20 ½1 7954. 101 101 ½⅔ 99½⅔

1ö1“” 300 Mk. 300 Mr. 1 Lst.

300 Fr.

101 ½

100 Thlr.

100 ShRbl.

Breslau

Königsberg in Pr.. Landsberg a. d. W. Magdeburg Mühlhausen

SSüHZ 1““

Koblenlhl,lll ͤ)ͤ.... ..

77,549 95 110 80

Herbst 1845 Frühjahr 1846

16,000 95 100

60,703 1,005 7,208

18,000 4,329

388 3,556

14,962 20,778 3,437

90

85 90 75 80 83 95 72 78

44 60 ½ 55 60 65— 67

55— 62 ½

50 55

60 75 48—55

56—70

33— 44 22 33

48—50 40— 42

55 60 38— 45 erstenmale:

40 50 Vorstellung. Dienstag, Vorstellung: Treitschke.

45—48

65 45— 60

7 Uhr.

Ein Billet

Meteorologische Beobachtungen.

Reinbeck eine Brief⸗ und Fracht⸗Po direkte Kartirung und Versendung

Nachmittags 2 Uhr. 1

Morgens

6 Uhr.

1846. 1 Jan.

Abends

Nach einmalhger

0 Uhr. Deobachtung. worden.

Luftdruck... Luftwärme.. Thaupunkt.. . Dunstsättigung. VGbGäööö

.341,44"° Par. 341,39% Par. 341 5,80 R. 3 69 R. 6,20 hR. 5,80 h. 89 pCt. b 84 pCt trüb. I Schnee. W. W. W.

Tagesmittel: 341,40" Par. 3,69 R...

37 Par. Auellwärme

99 pCt.

nach dem In⸗ und Auslande von und

st⸗Expedition eingerichtet und eine aller Briefe und Fracht⸗Postsachen nach Reinbeck eingeführt

Le Petit-Fils,

1,2 R. Flusswärme 0,0⁰ R. 2,0⁰° R. Bodenwärme 2,4 R. Ausdünstung 0,004 Rh. trüb. Niederschlag 0,011“"„Hh. W. Wärmewechsel 1,39 2,60

4,7

Beerlin, 2. Jan. Die Börse welche sich auch bis zum Schluß der

R. 88 pCt. W. 2 8 Auswärtig

Eisenbahnen.

Seit der Eröffnung der Berlin⸗Hamburger Eisenbahn auf der Strecke zwischen Boitzenburg und Hamburg ist bis auf Weiteres in dem an dieser Eisenbahn im Herzogthum Lauenburg gelegenen Orte

Amsterdam, 29. Dez. 3 % do. 37 ⁄¾. Pass. 5 ⁄¼. Ausg. —. 4 % Russ. Hope 88 ½. Antwerpen, 28. Dez. Frankfurt a. M., 30. Dez. 1998 1907. Bayr. Bank-Actien 657 Br. Poln. 300 PFl. 97 ¾ G. do. 500 Fl. 79 ½.

Zinsl.

Handels- und Börsen-Nachrichten. das Geschäft sehr lebhaft gewesen wäre.

Niederl. wirkl. Sch. 59 ¼. Zinsl. —. Preuss. Pr. Sch. —.

5 % Met. 108. 107 ⅞. Bank-Actien

79.

comédie en 3

eröffnete heute mit besseren Coursen,

Börse ziemlich behaupteten, ohne daß und einem

e Börsen.

Zum erstenmale wiederholt:

im ersten Balkon und zur Tribüne 1 Rthlr. 15 Sgr. 1 Rthlr. 10 Sgr. im Balkon daselbst und im Parterre 20 Sgr. Amphitheater 10 Sgr. Im Schauspielhause. 19te französische Abonnements⸗Vorstellung

ville en 1 acte, par MM. Bayard et Varner;

In Potsdam: Ein Familie, Original⸗Schauspiel Nachspiele, von Ch. Birch⸗Pfeiffer.

Königliche Schauspiele.

Sonntag, 3. Jan. Im Opernhause. Mit aufgehobenem Abonne⸗ ment: Die Krondiamanten, komische Oper, mit Tanz, in 3 Akten. Musik von Auber. Zu dieser Vorstellung werden Billets zu den kleinen Opernhaus⸗ Preisen verkauft.

Im Schauspielhause. Die Karlsschüler, Schauspiel in 5 Abth., Montag, 4. Jan.

Anfang halb 7 Uhr.

Zte Zum von H. Laube. Im Schauspielhause. 4te Abonnements⸗ Die Karlsschüler.

Opernhause. 2te Abonnements⸗

Abonnements⸗Vorstellung.

4. V S

Adrian van Ostade, komische Operette in 1 Akt, von Musik von Weigl. Ballet in 2 Abth., von St. Georges und Coralli, Musik von Adam. (Mad. Cerito⸗Saint⸗Léon und Herr Saint⸗Léon werden hierin und zwar die Erstere in der Partie der Gisela, Partie des Herzogs Albert zum erstenmale auftreten.) Anfang halb

Hierauf: Die Willys, phantastisches

und der Letztere in der

Zu dieser Vorstellung werden Billets zu folgenden hohen Opern⸗ haus⸗Preisen verkauft:

in den Logen des Prosceniums, des ersten Ranges, 2 Rthlr. Ein Billet im Parquet Ein Billet in den Logen des zweiten Ranges Ein Billet im Ein Billet in den Fremdenlogen 3 Rthlr.

Faiblesses de Grand-Maman, vaude- L'Ami Grandet, Comberousse-.

in 5 Abth.

ou: Les

actes, par MM. Ancelot et de

tlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

5 % Span. 21 Poln. —.

Im Selbstverlage der Expedition.

Neue Anl. 21 9% G.

ult.

1 8 IHIope 88 G. Stiegl. 87 2 G. Int. 5 9 ½. .

Bekanntmachungen.

[849] Subhastations⸗Patent.

Nothwendiger Verkauf. In termino den 19. Mai 1847, Vo 12 Uhr und Nachmittags 4 Uhr, solle

Landgeschworenen Thomasius gehörig an Gerichtsstelle subhastirt werden:

1) das Erbpachts⸗Grundstück zu Johannisdorf von

14 Morgen 299 ¶Ruthen kulmisch auf 1833 Thlr. 10 Sgr.;

das Recht auf Gewinnung des Eigenthums von dem Grundstücke Groß Weide Nr. 9 mit 1 Hufe

14 Morgen 104 ORuthen kulmisch zu zeitemphiteutischen Rechten besessen nebst Wohn⸗ und Wirthschaftsgebäuden,

auf 5089 Thlr. 7 Sgr. 2 Pf. gemäß der im Bü⸗ reau II. einzusehenden Taxe. Marienwerder, den 20. September 1846. Köoͤnigliches Land⸗ und Stadtgericht.

rmittags dem öffentlicher

111] Bekanntmachung.

Die Königlich Preußischen und Königlich Hnnnover⸗ schen Unterthanen, denen von der Königlich Portugie⸗ sischen Regierung Pensionen ausgesetzt sind, oder den Erben derselben, denen Pensions⸗Ruͤckstände zustehen, wird hierdurch bekannt gemacht, daß sie sich mit dem erforderlichen Lebens⸗Atteste oder, falls die Erben der Berechtigten oder deren Bevollmächtigte auftreten, mit den von dem Königlichen Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten beglaubigten Legitimations⸗Dokumen⸗ ten versehen, bei der Königlich Portugiesischen Gesandt⸗

schaft hierselbst Schadowstraße Nr. 14 am 4.,

abgeschätzt

die bisher worden abgeschätzt

nzeiger.

selbst gestochene Kupferp a

5. und 6. Januar d. J., in den Vormittagsstunden von 10 bis 1 Uhr, zu melden haben, um wiederum eine Zahlungsrate in Empfang zu nehmen.

Berlin, den 2. Januar 1847.

0 Kunst⸗Auction.

Montag den 11. Januar 1847 beginnt zu Dresden bei Unterzeichnetem die öffentliche Ver⸗ steigerung des Kunst⸗Nachlasses des Pro⸗ fessors J. A. Darnstedt, enthaltend: Kupfer⸗

che, Handzeichnungen und große Land⸗ afts⸗Kupferplatten, so wie die zum Nach⸗

sse des Münz⸗Graveur König gehörigen Kupferstiche, Zeichnungen und Medaillen,

und als Anhang, aus dem Nachlasse des Ku⸗

ebst dazu gehö⸗ rigen Abdrücken und verschiedene Kunstwerke, aus Oelgemälden und Kupferstichen bestehend. Kunstfreunde werden hiermit nochmals aufmerksam gemacht durch gael Grnt Giehtr, Königl., auch Stadt⸗ und Raths⸗Auctionator und Taxator.

4 b

G Meine bisherigen Sprechstunden von 8—4 Uhr sehe ich mich veranlaßt abzuändern u. auf die Stunden von 8 bis 10 Morgens u. 4—5 Nachmitt. anzusetzen. Dorotheen⸗ straße 48. Dr. Aegidi, Hof⸗ u. Med.⸗Rath, prakt. Arzt.

pferstechers Benjamin Gottschick, dessen von ihm

schlossen worden,

Ein Billet in den Logen des dritten Ranges,

bonnement beträgl: 2 Rthlr. für ¼ Jahr. - ½ Jahr. * in allen Theilen der Klonarchie ohne Preis -Erhohung. Insertions-Gebühr für den Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.

1ö1u“

Amtlicher Theil.

Inland. Rhein⸗Provinz. Kölner Dombau.

Deutsche Bundesstaaten. Königreich Württemberg. Erderschüt⸗ terung. Großherzogthum Baden. Statistisches. Großher⸗ zogrhum Hessen und bei Rhein. Verbot der Mannheime.r Abend⸗Itg.

Rußland und Polen. Bermischtes.

Frankreich. Paris.

St. Petersburg. Ordens⸗Verleihungen.

Die bevorstehende Session. Guizot und die Beziehungen zu England. Der Anhang Molé's. Geruͤcht von ei⸗ nem neuen Anleihe Projekt. Der Entwurf zu dem Neujahrs⸗Glück⸗ wunsch des diplomatischen Corps an den König. Die Mitglieder der Deputirten⸗Kammer. Projekt eines Depots der Nordbahn⸗Actien ge⸗ gen Versicherungs⸗Policen. Urtheilsspruch in Betreff des Eisenbahn⸗ ÜUnglücks bei Fampouxv. Odilon Barrot. Negerkomplott in Per⸗ nambuco. Die Politik der Regierung mit Hinsicht auf den Freihan⸗ dels Verein. Vermischtes. Schreiben aus Paris. (Frankreichs Ver⸗ waltungssystem in Algier.)

Großbritanien und Irland. London. Hofnachricht. Lord Lin⸗ coln als Leiter der O. position. Vermächtniß des Th. Grenville. Portrait⸗Gallerie Sir R. Peel's.

Belgien. Brüssel. Hofnachricht. Senats⸗Verhandlungen. Wahl⸗ sieg der Liberalen.

Dänemark. Kopenhagen. Budget. Schließung der wiborger Stände⸗Versammlung. Schleswig. Der Königliche Kommissarius. Schweiz. Aus der Schweiz. Die Volks⸗Versammlung in Montet. Italien. Rom. Bücher⸗Verbote. Sammlung für die Ueber⸗

schwemmten.

Spanien. Schreiben aus Paris. (Stand der Dinge in Catalonien.)

Griechenland. Athen. Kammer⸗Verhandlungen. Die Opposi⸗ lion. Der Adreß⸗Entwurf. Schinas.

Türkei. Der Aufstand in Bosnien. Ermordung des Statthalters von Erzerum.

Persien. Konstantinopel. Nachrichten aus Persien.

Ostindien. Triest. Neue ostindische Post. Der Aufstand in Kaschmir beseitigt. Ruhe in Sind.

Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börse.

Königsstädtisches Theater. (Italienische Opern⸗Vorstellung.)

Amtlicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Den bisherigen Ober⸗Hof⸗Baurath Stüler und den bisherigen Ober⸗Baurath Berring zu Berlin zu Geheimen Ober⸗Bauräthen zu ernennen.

111““*“*“

Mit der Königlich belgischen Postverwaltung ist ein Vertrag ge⸗ der mit dem 1. Januar 1847 zur Ausführung wesentlichsten Bestimmungen dieses Vertrages sind

kommt. Die olgende: 8 Für Briefe nach preußischen Sätze erhoben: 1) für Briefe aus und nach der Rhein⸗Provinz..... 2) für Briefe aus und nach Westphalen und aus und nach allen übrigen links der Elbe belegenen Orten PreußesP und 3) für Briefe aus und nach den vorstehend nicht ge⸗ nannten preußischen Gebietstheilen 4 ½ »

An belgischem Porto kommen sür die gedachte Korrespondenz folgende Säͤtze zur Erhebung:

1) für Briefe aus und nach den belgischen Provinzen

Lüttich, Limburg und Luxemburg 20 Centimes oder 1 ¾ Sgr.

) für Briefe aus und nach den übrigen Gebiets⸗

theilen Belgiens..... 40 Centimes oder 3 ½

Auf die preußischen Portosätze findet die gesetzliche preußische Brief⸗Gewichts⸗Progression, auf die belgischen Portosätze dagegen die in Belgien übliche, von zu ½ Loth mit einfachem Porto fort⸗ schreitende Briefgewichts⸗Skala Anwendung.

Die im Transit durch Belgien gehenden Briefe aus und nach Preußen nach und von überseeischen Ländern, welche von belgischen Häfen aus oder dahin durch Handelsschiffe befördert werden, zahlen, außer dem obigen preußischem Porto, an belgischem Transit⸗ und See⸗Porto 55 Centimes oder 4 ¾ Sgr. nach der belgischen Briefge⸗ wichts⸗Skala. Dieses Porto muß sowohl hin⸗ als herwärts von dem preußischen Absender oder Empfänger gezahlt werden. 8

Rekommandirte Briefe müssen sowohl hin⸗ wie herwärts bis zum Bestimmungsorte frankirt werden. Für derartige Briefe nach Belgien ist an preußischem internen Porto derselbe Betrag wie für gewöhnliche Briefe und außerdem das gesetzliche Scheingeld von 2 Sgr.

aus preußischen nach belgischen und aus belgischen Orten werden an preußischem Porto nachstehende

1 ½ Sgr.

8

Allgemein

1.

11“

118

2

maum n 280 8 äö eie gts3ir Gr 88

Ale post-Anslalten des In⸗ uund Auslandes nehmen Bestellung laauf dieses Hlatt an, für Berlin die Expedition der Allg. Preuß. 8 Zeitung: Friedrichsstraße Nr. 72.

Berlin, Montag den 4er

zu zahlen. An belgischem Porto ist dagegen stets das Doppelte von demjenigen Satze zu entrichten, welcher für gewöhnliche Briefe zu er⸗ heben ist.

Wangrenproben, welche den Briefen kennbar beigeschlossen oder denselben angehängt worden sind, aus Preußen nach Belgien und umgekehrt, zahlen an preußischem Porto die Hälfte, an belgi⸗ schem Porto dagegen ein Drittel des Portobetrages für gewöhnliche Briefe. Bedingung ist hierbei, daß der Brief allein nicht mehr als 3½1i Loth wiegt. 8

Journale, Zeitungen, periodische Schriften und an⸗ dere gedruckte Sachen müssen gegenseitig bis zur Gränze frankirt werden. Für diese Sendungen ist, sofern sie unter Kreuzband verschickt werden, an preußischem Porto stets der vierte Theil des⸗ jenigen Portobetrages zu entrichten, welcher für Briefe aus und nach Belgien zu zahlen ist. Belgische Zeitungen c., welche bei preußischen Post⸗Anstalten bestellt und durch letztere bezogen werden, unterliegen außer dem Verkaufs⸗Preise, welcher von den Abonnenten in Belgien zu zahlen ist, noch der gesetzlichen diesseitigen Provision.

Berlin, den 31. Dezember 1846.

General⸗Post⸗Amt.

nd. Rhein⸗Provinz. Der kölner Central⸗Dombau⸗Vereins⸗

Vorstand hielt am 29. Dezember seine letzte Monats⸗-Versammlung im abgelaufenen Jahre. Nach dem darin von dem Präsidenten er⸗ statteten Bericht waren seit dem 26. November (vergl. Nr. 334 der Allg. Pr. Ztg. vom vorigen Jahre) 2166 Rthlr. an Beiträgen eingegangen, so daß am Sitzungs⸗Tage die Gesammt⸗Einnahme 181,336 Rthlr. betrug. Hiervon waren überhaupt verausgabt wor⸗ den: 136,000 Rthlr. zum Fortbau des Domes, 9900 Rthlr. für die Wandgemälde im hohen Chore, 3000 Rthlr. zum Ankaufe des La⸗ gerhauses, im Ganzen (mit Inbegriff der Ueberträge aus den Jah⸗ ren 1841 1846) 155,526 Rthlr., so daß am 29. Dezember ein Bestand von 25,810 Rthlr. vorhanden war. Die im Jahre 1847 noch zu erwartenden Beitrags⸗Reste von 1846 werden wahrscheinlich noch 11—12,000 Rthlr. aufbringen, so daß der Central⸗Verein im Jahre 1847 zum Fortbau des Domes über 37 38,000 Rthlr. zu verfügen haben wird.

Deutsche Bundesstaaten.

Königreich Württemberg. Zu Chingen, Biberach und Ulm wurde am 25. Dezember Nachmittags 2 Uhr eine Erd⸗Erschüt⸗ terung mit donnerähnlichem Getöse verspürt.

Großherzogthum Baden. Nach der im Jahre 1846 vorgenommenen Zählung belief sich die Bevölkerung des Großher⸗ zogthums auf 1,349,930 Einwohner, worunter 897,040 Katholiken, 427,817 Evangelische, 23,258 Juden, 1510 Mennoniten und 305 Herrnhuter.

v1

Großherzogthum Hessen und bei Rhein. Das am 30. Dezember erschienene Regierungsblatt enthält eine aus be⸗ sonderem Allerhöchsten Auftrage erlassene Verfügung des Ministeriums des Innern und der Instiz, durch welche die Versendung und Ver⸗ breitung der Mannheimer Abend⸗Ztg. im Großherzogthume, bei Vermeidung der Confiscation und einer Polizeistrafe von 10 Gul⸗ den für jede versendete oder verbreitete Nummer, verboten wird.

Uußland und Polen.

St. Petersburg, 27. Dez. Se. Majestät der Kaiser hat em General der Kavallerie, General⸗Adjutant Perowsly, Mitglied des Reichs⸗Raths und während der Krankheit des Chefs des Gene⸗ ralstabs der Kaiserlichen Marine mit der Leitung des Marine⸗Mini⸗ steriums beauftragt, so wie dem Finanz⸗Minister, Wirklichen Gehei⸗ men Rath Wrontschenko, das Großkreuz des St. Wladimir⸗Ordens erster Klasse, und dem General der Kavallerie, General⸗Adjutanten Fürsten Dolgoruky I., General⸗Gouverneur von⸗ Tschernigoff, Pol⸗ tawa und Charkow, die diamantenen Insignien des Alexander Newski⸗ Ordens verliehen. Der Contre⸗Admiral Bologowsky, Commandeur der 1sten Bri⸗ der Zten Flotten⸗Division, ist mit Tode abgegangen. Auf den Bericht des Ministers des Junern hat Se. Majestät der Kaiser der russischen geographischen Gesellschaft gestattet, ein Sie⸗ gel mit dem Reichswappen zu ühren.

Auf seiner Durchreise nach St Petersburg gab am 14ten d. M.

gade

zu Dorpat der Violin⸗Virtuose August Möser in dem großen Hör⸗ saͤale der Universität ein Konzert. „Glänzend“, sagt das Inland, „rechtfertigte er den ihm vorangegangenen Ruf und die gespannten Erwartungen des Publikums, stürmischer und gewiß verdienter Bei⸗ fall folgte dem Künstler nach jeder vorgetragenen Piece.”

Ffrankreich. 88

Paris, 29. Dez. Am 11. Januar wird die neue Sesston der Kammern vom Könige eröffnet werden. „Wir haben“, sagt das heu⸗ tige Journal des Débats, „wohl kaum nöthig, zu bemerken, daß diese Session ein großes Interesse darbieten wird. Die aus⸗ wärtigen Angelegenheiten werden darin die Hauptrolle spielen. Was die inneren Angelegenheiten betrifft, so finden wir darunter nur die Frage über die Eisenbahnen, welche die sofortige Aufmerksamkeit der Kam- mernerfordert. Jeder erkennt an, daß man zu Vieles auf einmalunternehmen wollte. Jeder erkennt ferner an, oder wenigstens alle verständigen und un⸗ parteiischen Männer erkennen es an, daß, wenn man vollenden will, was man angefangen hat, man den Eisenbahn⸗Gesellschaften weniger lästige Bedingungen und gesichertere Vortheile anbieten muß. Vor einem Jahre sah man in den Eisenbahn⸗Unternehmungen nur Vor⸗ theile. Diese Vortheile hatten in den Vorstellungen Mancher eine ganz unberechenbare Größe angenommen. Man bemühte sich, die unermeßlichen Gewinne, welche die Eisenbahn⸗Gesellschaften ärndten würden, herauszufinden und zu benagen. In der Wirklich⸗ keit aber haben viele Ausbietungen von anzulegenden Eisen⸗ bahnen nicht einmal stattfinden können. Die Eisenbahn⸗Ge⸗ sellschaften, welche herbeieilen sollten, um sich die Millionen zu theilen, die man ihnen darböte, sind gar nicht erschienen. Jeder stellte seine Berechnung an; die Vortheile verschwanden wie durch Zauberei, und die Lasten schreckten die kühnsten Spekulanten zurück. Der größte Theil der Eisenbahn⸗Unternehmungen ist jetzt mehr oder weniger in leidender Lage. Wir wollen für jetzt nicht tiefer in die Frage eingehen, aber es ist offenbar, daß, um uns einer herkömmli⸗ chen Redensart zu bedienen, etwas geschehen muß. Man wird uns zwar sagen, daß wir hier die Interessen der Banquiers und der Kapitalisten vertheidigen; aber daran liegt uns wenig. Wir glauben, das Interesse des Landes zu vertheidi⸗ gen, welches Eisenbahnen, und zwar gut gebauter, gut unterhaltener, gut bedienter Eisenbahnen, bedarf. Und was die Banquiers und die Kapitalisten betrifft, so haben wir nie einsehen können, was das Land oder der Staat dadurch gewinnt, wenn man sie zurückstößt oder zu Grunde richtet.“ Die übrigen Angelegenheiten, wie Postreform, Salzsteuer, Stempel ꝛc., erscheinen dem ministeriellen Blatte jetzt noch nicht an der Zeit, da sie die Staats⸗Einnahmen verringern würden, was bei den gegenwärtigen Zuständen des Landes nicht zu gestatten sei. Unter den auswärtigen Fragen hebt es Krakau und die spanischen Heirathen hervor und sagt in dieser Beziehung: „Es giebt Leute, die da meinen, vielleicht hoffen, daß diese Debatten dazu beitragen würden, Frankreich und England noch weiter von ein⸗ ander zu eutfernen, ihren Bruch uoch unvermeidlicher, noch tiefer zu machen; wir denken und hoffen das Gegentheil. Wir sind überzeugt, daß die Thatsachen dadurch gewinnen werden, daß man sie kennen lernt und aufklärt, daß die Schwierigkeiten beim hellen Tage der Tribüne sich verkleinern, und daß die wirklichen Interessen beider Länder, die dauernden Ursachen und Gründe, die zu ihrer Annähe⸗ rung führen, leicht den Sieg davontragen werde indem sir nur eine flüchtige Reizbarkeit und kleinlichen Groll zu bekämpfen haben.“ Schließlich erklärt das Journal des Débats die bevorstehende Session für die wichtigste, die Frankreich, allem Anschein nach, seit 15 Jahren gehabt, und setzt die zuversichtlichsten Hoffnungen auf das Talent des Herrn Guizot, der gewiß die ihm bevorstehende Aufgabe mit dem vollständigsten Erfolg lösen werde; mit ihm als Minister habe Frankreich keine Rivalität auf der Rednerbühne zu fürchten.

Die Presse sucht die Bemühungen des Journal des Dé⸗

bats, wieder ein besseres Vernehmen zwischen England und Frank⸗ reich anzubahnen, als nicht von Herrn Guizot ausgehend darzustellen, indem sie sagt: „Es ist offenbar, daß man sich täuscht, wenn man die Veruntwortlichkeit des von dem Journal des Débats Eng⸗ land gegenüber dargelegten Entgegenkommens dem Herrn Guizot zur Last legt. Wir wären vielmehr geneigt, in diesen Aeußerungen des genannten Blattes einen Akt der Feindseligkeit gegen den Minister der auswärtigen Angelegenheiten selbst zu sehen, den man in solcher Weise wieder an jene Allianz anketten möchte, die er zu so rechter Zeit zu brechen gewußt hat.“ Es heißt, die Anhänger des Grafen Molé wollten sich bemühen, ihn in der Pairs⸗Kammer zum Berichterstatter über den Adreß⸗Ent⸗ wurf ernennen zu lassen. Graf Molé hat in den letzten Tagen wie⸗ der mehrere Besuche beim Könige gemacht.

Die Notirungen waren heute zu Anfang der Börse stark ange⸗ boten, in Folge des Gerüchts, der Finanz⸗Minister beabsichtige von den Kammern die Ermächtigung zur Kontrahirung eines neuen 3proz. Anlehens zu verlangen. Auch hieß es, die Bank von Frankreich werde demnächst ihren Diskonto erhöhen. Da jedoch diese Gerüchte

Königsstädtisches Theater. Opern⸗Vorstellung. II Barbiere di Siviglia.

Die Vorstellung, mit der Abends zuvor im Opernhause stattgefundenen des „Barbier von Sevilla“ verglichen, bot in der musilalischen En⸗ semble⸗Wirkung ungleich Besseres, eine Erscheinun J, die sich leicht da⸗ durch erklärt, daß hier lauter stimmbegabte Sänger mitwirkten, während sich dort die Buffo⸗Rollen in Händen von Nicht⸗Saängern befanden. Kann sich Sgra. Fodor gleichwohl nicht mit Mad. Gareia messen, fehlt ihrem Spiel die Vollendung, ihrem Gesange der geniale Schwung, so verdient dennoch die musikalische Durchführung der Rosine ebenfalls unbe⸗ dingte Anerkennung. Der Silberklang ihrer lieblichen Stimme, die Kunst⸗ fertigkeit ihres Gesanges, voller Feinheit und Grazie, berührten Ohr und Herz gleich angenehm und verschafften der trefflichen Sängerin mit Recht allseitigen Beifall. Sgr. Labocetta lernten wir bei dieser Gelegenheit als Graf Almaviva von einer neuen, nicht minder vortheilhaften Seite kennen,

8

Italienische

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indem er in dieser kolorirten Partie eine Volubilität der Stimme entfaltete, wie wir sie ihm, dem Meister im getragenen Gesang, kaum zugetraut hätten. In dieser Beziehung, namentlich aber durch Frische und Wohl⸗ klang des Organs, übertrifft er unseren geschätzten Mantius bei weitem, obwohl er ihn in der Kuast der Darstellung zur Zeit noch nicht erreicht und als „Almaviva“ in der äußeren Haltung den vornehmen Anstand des Grafen theilweise vermissen ließ. Dagegen spielte er die Verkleidungs⸗ Scenen ganz vortrefflich, mit vieler Wahrheit und Wirkung, und trug da⸗ durch sowohl wie durch seine ausgezeichnete Durchführung des musikalischen Theils zum Gelingen der Vorstellung erheblich bei. Was die Besetzung der Titelrolle durch Sgr. Pignoli betrifft, so befriedigte der brave Sänger in der Darstellung wie im Gesange jedenfalls in gleichem Maße, als irgend ein deut⸗ scher Repräsentant, doch von der Natur scheint auch er für das komische Genre nicht berufen. Wir können ihm eine zewisse Lebendigkeit und Leichtigkeit der Bewegungen und des Spiels nicht absprechen, aber Humor, seine Komik und die für die Ausführung der parlanten Musik erforderliche Schnellkraft der Zunge suchen wir bei Sgr. Pignoli, wie bei jedem deutschen Darsteller des Figaro, vergebens. Ueberwiegend Gutes lieferte ecs⸗ die italienische Vorstel⸗ lung im Vergleich mit der deutschen hinsichtlich der esetzung des Bartolo und

Basilio, schon aus dem Eingangs erwähnten, einfachen Grunde, weil Sgr. Galli und Sgr. Pons Sänger sind, und die Herren Blume und Schneider wenn anders Stimme das erste Erforderniß eines Sän⸗ gers ist nicht auf dies Prädikat Anspruch machen können. Der musika⸗ lische Theil kam unter solchen Umständen zur vollen Geltung. Seit Tam⸗ burini's Anwesenheit und Mitwirkung in dieser Oper erinnern wir uns nicht, einer im Ensemble abgerundeteren Vorstellung des „Barbier von Sevilla“ beigewohnt zu haben. Namentlich verdient die Ausführung des ersten Finale's als eine vollendete bezeichnet zu werden. Das leider sehr spärlich versammelte Publikum erkannte übrigens den Werth des Gebotenen und betheiligte sich durch reichlichen Beifall, der nicht nur den ausgezeich⸗ neten Einzeileistungen der Sgra. Fodor und des Sgr. Labocetta, son⸗ dern den sämmtlichen Mitwirenden und dem trefflichen B galt.

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