1847 / 39 p. 3 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

S 11.“

Hut. Die Räaber waren wohl unterrichtet, daß der Conducteur eine nicht unbedeutende Geld⸗Summe für ein hiesiges Banquierhaus bei sich führte, welche alsbald gesordert und von den Räubern in Beschlag genommen wurde. Vielleicht gelingt es, den Räubern auf die Spur zu kommen. Die Sache macht um so mehr Aufsehen, als seit lange nichts der Art hier vorgekommen war.

Rom, 26. Jan. (A. Z.) Aus mehreren Ortschaften der Provinzen berichtet man von Tumulten, die wegen „Theurung des Getraides vorgefallen, welche aber mehr oder weniger künstlich hervor⸗ erufen scheinen, um unter diesem Vorwande eine Bürger⸗Bewaffnung ilden zu können, zu deren Bewilligung die Regierung bis jetzt nicht u bewegen war. Fun L. von Odescalchi, Herzog von Syrmien, Ceri ꝛc., hat das von seinem verstorbenen Vater an den verstorbenen Torlonia im Jahre 1803 verkaufte Herzogthum Bracciano vor der Verfallszeit von 50 Jahren reklamirt, so daß mit Einlösung dieses Herzogthums der Titel desselben für die Zukunft auf die Odescalchi zurückfällt und Don Marino Torlonia nur den Titel eines Herzogs von Poli und Gua⸗

dagnolo beibehält. Span E.. ed. e. 8*8

*. Paris, 3. Febr. Je näher das Frühjahr heranrückt, desto entschiedener melden auch alle Berichte von der catalonischen Gränze (die neuesten reichen bis zum 31. Januar) die Vermehrung der Kar⸗ listen⸗Banden in Catalonien und ihr kühnes Auftreten selbst gegen stärkere Truppen⸗Abtheilungen, die oft Mühe haben, sich ihrer zu er⸗ wehren. Wie sehr sich auch die madrider Journale bemühen, die Sache in Abrede zu stellen oder doch wenigstens als unbedeutend zu schildern, so ist doch nicht minder gewiß, daß alle Theile des alten Fürsten⸗ thums, besonders aber die gebirgigen Bezirke, der Schauplatz der Opera⸗ tionen der karlistischen Banden geworden sind, gegen welche die Truppen der Regierung ohne Unterlaß und Rast auf den Beinen sind. Gefechte haben auf allen Seiten schon stattgefunden, und die ganze Thätigkeit und Energie des General⸗Capitains Breton, so wie das 24,000 Mann zählende Uree Corpe in Catalonien, reichen schon jetzt kaum aus, überallhin den gleichsam aus der Erde hervorwachsenden Gegnern die Stirn zu bieten. Ein ernstlicher Kampf hat in der Gegend von Leyde stattgehabt, und das Schweigen der Blätter von Barcelona und Gerona darüber ist ein hinreichend klarer Beweis, daß der Aus⸗ gang desselben nicht vollkommen befriedigend für die Truppen der Königin war. In der ganzen Gebirgskette, die wie ein großer Gürtel die Hauptstadt Barcelona umzieht und ihre Aeste westlich und nördlich ausdehnt, hallt der Schlachtruf der Karlisten und Waffen⸗ geklirr wieder, und wie zur Zeit des Bürgerkrieges bildet die Gegend im oberen Theile des Landes in den Bergen, von Cervera und Lerida an bis zur französischen Gränze im Norden und den ganzen Bezirk des Lampurdan umfassend gegen Seu de Urgel und Figueras zu auf der einen Seite und gegen das anstoßende Gebirge von Ober⸗Ara⸗ gonien hin auf der anderen, den Hauptschauplatz dieser neuen Schilt⸗ erhebung, die in Solsona und den Umgebungen dieser ganz von ho⸗ hen Bergen umschlossenen kleinen Stadt ihren Hauptstützpunkt findet. Aus den einzelnen Kämpfen, welche bereits vorgefallen sind, hat sich die Gewißheit ergeben, daß die karlistischen Banden, welche sich schon geschlagen haben, größtentheils aus ehemaligen Offizieren der Armee des Don Carlos bestehen. Gerade aus diesem Umstande schöpfen aber die Anhänger der jetzigen Regierung wieder einige Beruhigung. Sie sagen, wenn die Anführer der Karlisten sich in die Nothwendigkeit versetzt sehen, persönlich das Gewehr zu ergrei⸗ fen, so beweist dies, daß sie kaum auf diejenigen zählen können, die hinter ihnen kommen sollen. Allein diese Schlußfolgerung mag für den Augenblick einen Schein von Richtigkeit haben, bürgt aber keines⸗ weges dafür, daß dies nicht anders wird, wenn einmal der Eintritt der besseren Jahreszeit die Bewegungen der Guerillas erleichtert. Ferner ist es so gut als gewiß, daß die Mehrzahl der Karlisten durch das unabhängige Gebiet der kleinen Republik Andorra ins Fürsten⸗ thum eingedrungen sind, zu welchem der feste Platz Seu de Urgel gleichsam das Thor bildet, das sie aber umgangen haben. So er⸗ schien am 21. Januar der Cabecilla Ros de Eroles in der Gemeinde Cambrils in der Nähe von Seu de Urgel mit etwa funszig Mann, zog sich aber, da er, wie es scheintvon den Einwohnern, welche durch die in der Nähe stehenden Truppen im Zaume gehalten waren, nur geringe Unter⸗ stützung fand, wieder gegen Serraseca und die Ribera Salada zu⸗ rück, in welcher Richtung Linien⸗Truppen und Gendarmerie ihn ver⸗ folgten, aber, wie gewöhnlich, ohne ihn erreichen zu können. Gene⸗ ral⸗Capitain Breton's Plan scheint nun zu sein, den wegen seiner Lage so wichtigen Platz Seu de Urgel und die Umgegend noch stär⸗ ker durch Truppen besetzen zu lassen und zugleich auch Solsona selbst durch hinreichende Streitkräfte zu decken. Solsona soll die Basis der Operationen der Truppen werden, um einerseits den Rebellen die Verbindungen nach außen abzuschneiden und zu gleicher Zeit sie aus den Gebirgen zu vertreiben, von wo sie ihren Anhängern nach allen Seiten die Hand bieten. Die Provinz Gerona ist bis jetzt noch so ziemlich ruhig geblieben, und deshalb konnte der General⸗ Capitain Breton auch vor⸗ zugsweise von dort Truppen wegziehen, um sie nach den mehr bedrohten Be⸗ gaas- zu schicken. Allein auch dort hegt man Besorgnisse, welche noch das unter der Bevölkerung herrschende Elend neue Nahrung erha ten.é Die Masse ist ohne Beschäftigung, da die Kapitalisten in dem Augenblick, wo neue Gewitterwolken den politischen Horizont um⸗ ziehen, mit ihrem Gelde zurückhalten. Hätte die karlistische Partei Geld zu ihrer Verfügung, so könnte sie die obwaltenden Umstände benutzen, um alle aus Noth Mißvergnügten an sich zu ziehen Dar aus erwächst für die Regierung der Königin die Auf be. Ma 8 ur Verbesserung d b gabe, Maßregeln zur 2 ung der Lage des Volkes zu treffen, denn dadurch haupt⸗ sächlich vermöchte sie vielleicht ernstlicherem Uebel und wahrer G 8 für sich selbst vorzubeugen und Ordnung und Friede durch Beförder d materiellen Wohl des Volkes zu sichern. Die Karlisten . es die neulichen Vorfälle zu Pampelona und anderen Orken der Provi Navarra sehr geschickt in ihrem Interesse auszubeuten gew ba die herrschende Aufregung dadurch vermehrt. Die Behörde ußt und Catalonien den Fehler, jene Vorgänge geheim halten ¹ weg Gee konnten die Karlisten leicht dieselben in den . 8 Landvolks als von weit größerer Bedeutung darstellen hatten. Hätte man im Gegentheile die volle Wahrheit v 88 Einzelnheiten veröffentlicht über diese Art von Emeute so öffentliche Meinung darüber nicht irre geleitet werden haese. 2. 8 88

1 Aegppten.

Alexandrien, 10. Jan. (A. Z.) In mehreren franzö Blättern wird versichert, daß Ibrahim Pascha p. eke⸗enäah. aus Frankreich seinen Sklaven die Freiheit gegeben habe, und sie schreiben diese philanthropische Handlung dem Einfluß der liberalen Ideen zu, welche Ibrahim in Frankreich eingesogen. Hier im Lande weiß Niemand etwas von dieser Freilassung, und die Sklaven sind ganz in ihrer früheren, nicht beneidenswerthen Lage. Personen, welche ut unterrichtet sein können, behaupten, daß die Reise nach Europa n dem Charakter Ibrahim's nicht die geringste Veränderung hervor⸗ saaat habe, und daß er gegen seine Untergebenen sich so oft als

rüher von seinen gewohnten Aufwallungen hinreißen lasse.

Eben so unwahr ist, was französische Blätter rücksichtlich eines

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vorgeblichen Mißverständnisses zwischen dem Vice⸗König und den Engländern in Betreff des Transits der Reisenden und Waaren von und nach Indien durch Aegypten erzählen; in dieser Beziehung herrscht das beste Einverständniß, da die gegenwärtige Transit-Ver⸗ waltung sich alle Mühe giebt, die Reisenden schleunig zu befördern und sie zufriedenzustellen. Die Fracht für Waaren von hier bis Suez, alle Spesen inbegriffen, wurde auf 7 Sh. für 112 engl. Pfund herabgesetzt, wenn selbe nicht durch Eilfuhr befördert werden müssen, 5 8g schnell als die Reisenden; im letzteren Fall werden 15 Sh. ezahlt.

Die preußische Brigg „Leander“, welche (wie bereits gemeldet) vor einiger Zeit hier auf den Strand gerathen war, ist gerettet und liegt im hiesigen Hafen vor Anker.

Zur Statistik der Freiwilligen aus den be-gh Jahren 1813 1815.

Zur Vervollständigung der in der Vossischen Zeitung be⸗ findlichen Beschreihung des am 3. Februar d. J. hierselbst gefeierten Erinnerungsfestes der Freiwilligen aus dem Freiheitskampfe der Jahre 1813— 15 geben wir hier nachträglich noch folgende von einem Ka⸗ meraden am Tage des Festes mitgetheilte interessante statistische No⸗ tiz über die heute noch in der Armee dienenden freiwilligen Jäger.

Die Anzahl der Freiwilligen, welche zur Zeit des großen Frei⸗ heits⸗Kampfes von 1813— 1815 zu den Waffen eilten, be angestellten Ermittelungen nach:

in den Jahren 1813—14 circa 8000,

im Jahre 19165. 5000, und wenn man annimmt, was leider genau zu ermitteln nicht mög⸗ lich war, aber doch sehr wahrscheinlich ist, daß unter den Freiwilligen von 1815 nur 1000 sich befanden, welche den Feldzügen von 1813 bis 1814 schon beigewohnt hatten, so erreichte die Total⸗Summe der in den 3 Feldzügen in der aktiven Armee mitfechtenden freiwilligen Jäger eine Höhe von 12,000 Mann.

Wie viele von diesen Kameraden auf dem Felde der Ehre ge⸗ blieben sind, wie viele durch die Strapazen des Krieges noch vor Beendigung desselben ihren frühen Tod gefunden, wie viele als In⸗ validen den Dienst verlassen haben oder als gesund und rüstig nach beendigtem Kriege in ihre früheren bürgerlichen Verhältnisse zurück⸗ getreten sind, hat sich aber leider jetzt eben so wenig ermitteln lassen, als die Anzahl derjenigen, welche Offiziere im Herre wurden, und wie viele von diesen nach dem Kriege noch weiter gedient haben. So viel steht jedoch fest, daß die Zahl der Letzteren wenigstens am Schlusse der resp. Feldzüge nicht gering war, da bei dem letzten Ein⸗ zuge von Paris in den meisten Regimentern der Armee der dritte Theil, ja, in manchem mehr als der dritte Theil der Offiziere als freiwillige Jäger in das Heer getreten war.

Wenn aber der Mangel einer genügenden Auskunft über die

Anzahl der freiwilligen Jäger, welche in der Armee Offiziere gewor⸗ den sind, nur zu bedauern ist, so ist es dagegen doch gelungen, die Anzahl derjenigen freiwilligen Jäger zu ermitteln, welche jetzt 32 Jahre nach dem letzten Feldzuge von 1815 noch als Offiziere in der Armee dienen, und nicht ohne Interesse für sämmtliche Ka⸗ meraden aus den denkwürdigen Kriegsjahren dürfte es sein, eine nä⸗ here Nachweisung über die Anzahl der noch in der Armee dienenden ehemaligen Freiwilligen und deren jetzigen resp. Stellungen in der⸗ selben zu erfahren. Von den 12,000 freiwilligen Jägern dienen nämlich gegenwärtig noch in der Armee 466, : 1 8 und zwar: 3 I. nach Waffen Als Flügel-Adjutant.. ..... 2 Im Kriegs⸗Ministerium

Im Generalstabe

In der Adjutantirn . In der Infanterie

In der Kavallerie ....... In der Artillerie

Im Ingenieur⸗Corps....... Bei den Kadetten⸗Corps

Im reitenden Feldjäger⸗Corps 1 Als Regiments⸗Aerzte 1 Ale Imlendanten .

In der Gendarmerie ........ Als Platzmajorrrrs .

und zwar der Com⸗ mandeur des Corps.

II. 8 als Obersten. 8 18 als Oberst⸗Lieutenants. X“ 220 als Majors (die Armee zählt deren 5 als Hauptleute oder Rittmeister. als Premier⸗Lieutenant. als Regiments⸗Aerzte. als Intendanten. Von den 246 Stabs⸗ Offizieren sind 18 Commandenre von Re⸗ gimentern oder im Range und in der Stellung von Regiments⸗Com⸗ mandeuren, und zwar:- 6, Obersten. 7 Oberst⸗Lieutenants. 5 Majors. v“ und fast die Hälfte aller gegenwärtig im Heere dienenden Majors be⸗ steht aus ehemaligen sreiwilligen Jägern.

v“

Handels- und Börsen⸗-achrichten.

Berlin, 6. Febr. Unsere Börse war die ganze Woche hindurch sehr geschäftslos, die Course der Eisenbahn⸗Actien erfuhren nur geringe Schwan⸗ kungen, behaupteten im Ganzen aber eine mehrt steigende Tendenz und blie⸗ ben auch heute ziemlich sest. Unsere Kapitalisten fahren sort, 5 proz. Prio⸗ ritäts-⸗Actien zu kaufen, daher deren Cours auch bis 101 ¼ a ½ % gekommen ist. Die Umsätze in Niederschlesischen und Potsdam⸗Magdeburger waren ziemlich belangreich, und auch andere Gatiungen 4 proz. Prioritäts⸗Actien blieben gesucht; besonders gestiegen sind Rheinische 4 proz. von 91 ¼ a 93 ℳ%. Nach einer gestrigen Bekanntmachung der Potsdam⸗Magdeburger Eisenbahn sst die Acquisition der Halberstädter Bahn mittelst Ankaufs der Actien zu 25 % Agio erfolgt. Durch die Erwerbung dieser Bahnstrecke werden wei⸗ tere 4 proz. Potedam⸗Magdeburger Prioritäts⸗Actien und zwar dergestalt emittirt, daß jeder Inhaber einer Halberstädter Actie, über 100 Rählr. lau⸗ iend, 5 Stück Actien a 25 Rthlr. erhält; hiervon sollen 4 Stück Actien FEen. die Ste Actie aber binnen 12 Jahren zurückzuzahlen sein. Wir Nese, ins, he heilnahme für diese Priorilats-Aetien Jegran da die

oin 1 ürfniß Gelvanlagen üeA abgeholfenes Bedürfniß für bequeme angn sich fen. F g in Stamm⸗Actien täglich weit geringer wird, so 1e., e. durch die fortwährende Kapital .en in Priori⸗ deren Sicherheit bei unseren Privaten immer mehr Anerkennung

di Ergebnisje der Stamm⸗Actien darunter leiden, dürfte wohl

Wir üͤbergehen den Venehr in unseren Eisenbahn⸗Actien, weil solcher,

wie bereits erwähnt, fast null war, und eben so deren Course gegen vorwöchentlichen Notirungen unverändert blieben.

Die meisten Pfandbrief⸗Sorten bleiben begehrt und steigend, eben so unsere Staatsschuldscheine, welche bis 95 ½ % bezahlt worden sind.

In fremden Fonds ist das Geschäft sehr unbedentend geblieben.

Der Umsatz in Wechseln war nicht sonderlich belebt. Für Banco fan⸗ den sich bei herabgesetzter Notiz keine Käufer, dagegen ist London um 2 agen und Amsterdam in beiden Sichten ohne Abgeber gesucht. Auch

rankfurt a. M. und petersburger Devisen fehlen.

Berlin, 6. Febr. Wir hatten im Laufe dieser Woche vermehrte Landzufuhren von Roggen und Hafer, indeß ging auch von den anderen Sorten nicht weniger ein, als seither. Es wurden herangebracht: 158 Wispel Weizen, 253 Wispel Roggen, 29 ½ Wispel Gerste, 330 Wispel Ha⸗ fer, 5 Wispel Erbsen. Der Verkauf war lässig, Preise gaben bis über die Mitte der Woche etwas nach, erholten sich aber zu Ende derselben und schlossen heute: für Weizen 80/86 Rthlr., Roggen 72 a 78, Gerste 50/56, Hafer 38./42, Erbsen 68/76 Rihlr. An der Kornhalle drehte sich das Geschäft ausschließlich um den Lieferungshandel pr. Frühjahr; in verwinter⸗ ten Gütern ging nichts um. Inhaber von dergleichen Weizen würden 1 a 2 Rthlr. pr. Wispel billiger sich haben finden lassen, allein es fehlte in Folge der flaueren Berichte von auswärts (heute 425 Sh. pr. Quarter schlechter) gänzlich an Kauflust dafür, weshalb wir auch nur nominelle Notirungen geben können; für weiß. 87./88 pfd. poln. 86 a 88 Rthlr., für vug. 85/87 pfd. poln. 82/85 Rthlr., für gelb. 84./86 pfd. märk. 80//84

thlr.

Verwinterter Roggen hatle eher Nachfrage, und man würde bei 82 bis 85pf. Gewicht 73/76 Rthlr. gern ausgelegt haben, Anstellungen da⸗ von blieben aber aus. pr. Frühjahr war der Verkehr von namhastem Um⸗ sang zu weichenden Preisen bis 68 Rthlr., seit gestern erholte sich derselbe anscheinlich in Folge überlegener Kauf⸗Ordres und schloß heute: 69 ½˖ Br., zu 69 Rthlr. verkaust. Die folgenden Termine, wiewohl ebenfalls etwas höher gehalten, fanden fast keine Beachtung, und blieb gefordert für Juni und Juli 66 ½ (gestern 66 Rthlr. bezahlt) fur Juli./August 65 Rthlr.

Gerste behielt den Werth von 56./58 Rihlr. für große, 50/54 Rthlr. für lleine, auf Lieferung pr. Frühjahr war Begehr für 70/71 pf. Bruchgerste zu 54/55 Rthlr., allein wegen Mangel an Abgeber unterblieben Geschäfte darin, pommersche Waare wegen geringer Qualität unbeachtet.

Hafer, in der Nähe verwintert, wurde bei 48pfd. auf 38 ½ Rthlr. ge⸗ halten und 38 Rthlr. dafür vergeblich geboten; entfernter stehende Ladun⸗ gen waren bei 48pfd. zu 38 Rthlr., bei 46pfd. zu 37 Rthlr. offerirt, fan⸗ den aber heine Reflektanten, pro Frühjahr wurde dieser Artikel durch häu⸗ sige Angebote ebenfalls im Werthe herxuntergesetzt und schloß heute: 48pfd. 37 ¼ Rthlr. Br., 37 Rthlr. bez., 46pfd. 36 ½ a 36 Rthlr. zuletzt bezahlt.

Erbsen 68 a 76 Rthlr., nach Qualität.

In Kleesaamen anfangs der Woche viel gehandelt, besonders in feinem rothen zu 11 ½ und 12 Rthlr., wofür nur ½ Rthlr. mehr verlangt. Die letzteren hamburger Berichte lauteten weniger animirt, was hier eben⸗ falls weniger Kauflust erzeugte, weißer 10 a 12 Rthlr., nach Qualität, war weniger beachtet, eben so geringer rother, zwischen 9 a 11 Rthlr.

Thymotheesaat zu 6 a 6 Rthlr. vergeblich angeboten.

Oelsaaten weder loco noch verwintert angeboten, würde sonst Rapps zu 75 a 76 Rthlr., Rübsen zu 73./74 Rthlr. Nehmer gefunden haben. Im gleichen Verhältniß blieb Napp pro Frühjahr zu 77. Rihlr. vergeblich esucht.

8 Rüböl Anfangs der Woche, in Folge wieder winterlichen Wetters, auf spätere Frühjahrs⸗Termine, wie pr. Sommer und Herbst, zu den vor⸗ wöchentlichen Schluß⸗Preisen in gutem Begehr, der aber wegen Mangel an Abgeber nicht volle Befriedigung fand. Seit einigen Tagen ist die Stimmung flauer, und wir schlossen heute: loco wie Februar März 1051½ Rthlr. Br., 10 ½ a ½ Rthlr. G.; März / April 10 ½ Rthlr. Br., ½ Rthlr. G.; April u. Mai 10 a 10½ Rthlr.; Mai/ Juni 10 ½ a 10 ¼ Rthlr.; Juni/ Juli 11 Rthlr. Br., 10¼ Rthlr. G.; Juli/August 11 ½ Rthlr. Br., 10 Rtblr. G.; August /September 11 Rihlr. Br., 11¾ Rthlr. G.; September./Oktober 115⁄ Rählr. Br., zu 11 ½ Rthlr. verkauft.

Leinöl loco 11 ½ Rthlr. Br., 11 ½ Rthlr. G.; pr. Frühjahr 11 ½ Rthlr. Br., 11¾ Rthlr. G.

Spiritus, stärker zugeführt und von Stettin niedriger notirt, gab auch hier im Werthe nach; heute loco zu 33 ¼ a 33 Rthlr. verkauft, pr. Frühjahr auf 33 ½ Rthlr. gehalten, zu 33 Rthlr. begeben und noch zu bedingen.

Auswärtige Börsen. Amsterdam, 3. Febr. Niederl. wirkl. Sch. 57 ⁄. 5 % Span. 19 ½¼. 3 % do. 36 ½. Pass. —. Ausg. —. Ziusl. —. 8 4 % Russ. Hope 88 ¼. Antwerpen, 2. Febr. Zinsl. —. Neue Anl. 19. Frankfurt a. M., 4. Febr. 5 % Met. 108. 107 ⅛.

Poln. —. Preuss.

““ Bank-Actien p.

Poln. 300 Fl. 99 G. do. 500 Fl. 79 ½. 7. Hambu rg, 5. Febr. Bank-Actien 1570 Br. Engl. Russ. 105. 104 ½. London, 2. Febr. Cons. 3 % 91. 90 ¼. helg. 94 ¼. 93 ¼¾. Neue Anl. 24 ½. ½

Passive 5 ½. 5. Ausg. Sch. 17. 16. 2 ½ % Holl. 58 ½. 58. 4 % do. 92. 91 ½

Port. 35. 34. Engl. Russ. 111 ½. 110 ½. Bras. 86. 84. Chili 95. 93. Mex. 22 ½. 4

Peru 39. 38.

Paris, 3. Febr. 5 % Rente fin cour. I118. 40. 3 % do. fin cour. 78. 20

Neapl. —. 3 % Span. 33 ½. Pass. —.

Wien, 3. Febr. 5 % Met. 108 ½. 4 % do. 100 ½. 3 % do. 72. Bank-

Actien 1563.60. Anl. de 1834 154 ½. de 1839 118 ⅞. Nordb. 174 128 Gloggn. 123.

Mail. 109 ½. Livorn. 94 ½. Pest. 99 ½. Budw. 84 ½.

Meteorologische Beobachtungen.

1847. Morgens 6. Febr. 6 Uhr.

Abends 10 Uhr.

Nachmittags 2 Uhr.

Nach einmaliger Reobachtung.

333,81 Par. 330,51 Par. 327,48 Par. Quellwärme 7,790 R.

1,1 ° R. + 0,3⁰° R. 0,70 h. Flusswärme 0,0° K.

0,9 R. 1,00° R. Bodenwärme 0,5 R

82 pCt. 89 pCt. 90 pCt. Ausdünstung 0,003 ⁄] 1

Schnee. Schpee. Schnee. Niederschlag 0,199 „Eh. SW. sw. sw. Würmewechsel + 0,3°

Wollkenzug... SW. 1,1˙

Tagesmittel: 340,48⁄Par. 0,50 HR. 1,19 n. 87 pct. SW.

Luftdruck Luftwärme... Thaupunkkt. 1,49 R. Dunstsättigung. Wetter

Königliche Schauspiele. Montag, 8. Febr. Im Schauspielhause. 24ste Abonnements⸗ Vorstellung: Nathan der Weise, dramatisches Gedicht in 5 Abth.,

von Lessing.

Dienstag, 9. Febr. Im Opernhause. 17te Abonnements⸗ Vorstellung: So machen es Alle, Opera buffa in 2 Akten, von Mozart. Anfang halb 7 Uhr.

Zu dieser Vorstellung werden Billets zu folgenden Opernhaus⸗

Preisen verkauft: in den Logen des ersten Ranges und ersten Balkons, so wie zur

zweiten Ranges 1 Rthlr.; in den Logen und im Balkon des dritten Ranges, so wie im Parterre, 20 Sgr.; im Amphitheater 10 Sgr.; in den Fremden⸗Logen 2 Rthlr.

Im Schauspielhause. 30ste französische Abonnements⸗Vorstellung. Le Chevalier de Saint-Georges, comédie-vaudeville historique en 3 actes, 8 MM. Mélesville et Roger de Beauvoir. Les trois péchés du Diable, féerie-vaudeville en 1 acte, par MM. Varin et Lubize.

Mittwoch, 10. Febr. Im Schauspielhause. 25ste Abonnements⸗ Vorstellung: Künstlers Erdenwallen, Lustspiel in 5 Akten, von J. von Voß. Neu bearbeitet.

. 2 Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeise

u““ Im Selbstverlage der Expedition.

Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei. 8 Beilage

1877. 1875. Bayr. Bank-Actien 662 G. Hope 87 ½ Br. Stiegl. 87 Br. Int. 58 ½. 8 8.

Ein Billet in den Logen des Prosceniums 1 Rthlr. 10 Sgr.; 1

Tribüne, 1 Rthlr. 10 Sgr.; im Parquet und in den Logen des

n8 Beilage zur Allg

171

—=

Inhalt. v111““ Rhein⸗Provinz. Gemeinde⸗Verwaltung von Bonn. und Polen. St. Petersburg. Odessa'’s vorjähriger Han⸗ 3 dels⸗Verkehr. Frankreich. Paris. Zweiter Prozeß gegen A. Dumas. Spanien. Schreiben aus Madrid. (Die Vermählungssfrage.) Türkei. Konstantinopel. Die Differenz zwischen der Pforte und Frankreich wegen Tunis. Schekib Efendi's Mission nach Rom. Schreiben des Sultans an Se. Majestät den König von Preußen.

Vergleichende Uebersicht der verschiedenen Wege der ostindischen Ueberlandpost.

Preise der vier Haupt⸗Getraide⸗Arten im Jahre 1846.

Inland.

Nhein⸗Provinz. Das Bonner Wochenblatt vom 29. Januar enthält Mittheilungen über die Gemeinde⸗Verwaltung von Bonn im Jahre 1846, woraus sich Folgendes ergiebt:

Niach der am 3., 4., 5. und 7. Dezember v. J. vorgenommenen Be⸗ völkerungs⸗Aufnahme betrug die Zahl der Civil⸗Einwohner, inkl. Studi⸗ rende, in Bonn 16,356, in Dransdorf 277, in Rheindorf 715; der Mili⸗ tair⸗Personen, Gendarmen, Intendantur⸗Beamten u. s. w. 889, es leben also in dem Ober⸗Bürgermeisterei⸗Bezirke Bonn überhaupt 18,237 Perso⸗ nen, mithin 580 mehr als im Jahre 1845. Geboren wurden 640 Kinder (darunter 131 uneheliche); es starben 412 Personen. Verheirathungen fan⸗ den 121 statt; ausgewandert sind in andere Gemeinden oder ins Ausland 277, neu eingezogen 449 Personen. Mit dem Beginn des neuen Jahres ist die Erhebung eines Eintritts⸗Geldes von Neu⸗Einziehenden eingeführt worden, und zwar beträgt dasselbe für eine Familie 20 Rthlr., für den Ein⸗ zelnen 12 Rthlr.; die Beamten sind davon befreit.

Die Stadt zählt 1387, Dransdorf 51, Rheindorf 135 Wohnhäuser. In Bonn selbst giebt es 3 katholische und 1 evangelische Pfarrkirche; in Rheindorf 1 katholische Pfarrkirche.

Die neue Gemeinde⸗Ordnung ist am 29. Mai 1840 eingeführt wor⸗ den. Die Gesammtzahl der Wähler mit dem reinen Total⸗Einkommen von 587,633 Rthlr., belief sich auf 566 Personen, wovon 344 der dritten, 171 der zweiten und 51 der ersten Wahlklasse angehören.

Die sämmtlichen Intraden der Stadt⸗Kasse für 1846 inl. Schulgel⸗ der, jedoch exkl. der Servis⸗Abgabe, betrugen 38,833 Rthlr. 29 Sgr. 6 Pf., also 1925 Rthlr. 8 Sgr. 1 Pf. mehr, als das Budget für 1840 nachweist.

Die Kapital⸗Schulden der Ober⸗-Bürgermeisterei (inkl. der neu kontra⸗ hirten Schulden von 3000 Rthlr.) betragen 55,919 Rthlr. 8 Sgr. 8 Pf., wovon nach dem bestehenden Tilgungsplane 2000 Rthlr. abgetragen wor⸗ den sind.

An Staats⸗Steuern sind im Bezirke der Ober⸗Bürgermeisterei aufge⸗ bracht worden: Rein⸗Ertrag der Mahl⸗ und Schlacht⸗Steuer 34,782 Rthlr. 8 Sgr. 8 Pf.; Klassen⸗Steuer 668 Rthlr.; Grund⸗Steuer 13,180 Rthlr. 18 Sgr. 8 Pf.; Gewerbe⸗Steuer 9065 Rthlr. 1 Sgr. 10 Pf.; Braumalz⸗ Steuer 3432 Rthlr. 29 Sgr. 3 Pf.; Maisch⸗Steuer 942 Rthlr. 17 Sgr. 10 .

8 Staats⸗Gehalten, Pensionen und sonstigen Leistungen aus der Staatskasse slossen im Jahre 1846 nach Bonn 321,000 Rthlr.

Die Kosten der öffentlichen Bauten überstiegen die betreffenden Bud⸗ gets⸗Kredite, und es sind verschiedene Arbeiten ausgeführt worden, welche nicht vorgesehen werden konnten, und deren Beträge erst für 1847 definitiv verausgabt werden können. Die Verhandlungen wegen der Gasbeleuchtung sind noch immer nicht zum Abschlusse gekommen.

Die Zahl der schulpflichtigen Kinder der ganzen Ober⸗Bürgermeisterei belief sich im Jahre 1846 auf 3164, von welchen wegen Kränklichkeit u. s. w. 515 entlassen wurden. Von den hiernach verbleibenden 2049 Kindern be⸗ suchten 116 das Gymnasium; 206 die konzess. Pensions⸗Anstalten und Pri⸗ vatschulen; 544 die katholische Knabenschule mit 5 Klassen; 550 die katho⸗ lische Mädchenschule mit 5 Klassen; 147 die katholische Schule zu Rhein⸗ dorf mit 2 Klassen; 47 die katholische Schule zu Dransdorf; 218 die evan⸗ gelische Stadtschule mit 3 Klassen; 770 die katholische Freischule mit 8 Klassen; 82 die evangelische Freischule; 30 die Fabrikschule. Sämmtliche Kinder der katholischen und evangelischen Stadtschulen sind nach den Geschlechtern getrennt. Zur Remunerirung des gesammten, bei den öffentlichen Elemen⸗ tarschulen angestellten Lehrer⸗Personals (exkl. der Mieths⸗Entschädigungen von 140 Rthlr.) wurden aus der Stadt⸗ und Armen⸗Kasse 3668 Rthlr. 27 Sgr. 2 Pf. gezahlt. Die eingegangenen Schulgelder betrugen 3635 Rihlr. 6 Sgr. und wurden nach dem feststehenden Verhältnisse unter das Lehrer⸗Personal (exkl. des bei den Freischulen wirkenden) vertheilt.

Die aus Privatmitteln gegründeten Kleinkinder⸗Bewahrschulen hatten im Jahre 1846 aufgenommen: die katholische Elisabethschule 101, die evan⸗ gelische Bewahr⸗Anstalt 70 Kinder. Außerdem besuchten 30 Kinder zahl⸗ fähiger Aeltern die katholische Privat⸗Bewahrschule. In den beiden zuerst genannten Bewahr⸗Anstalten werden die Kinder größtentheils mit Kleidungs⸗ stücken unentgeltlich versehen und in der Elisabethschule sogar gespeist.

Die Einnahme der Armenkasse im Jahre 1846 betrug im Ganzen 16,344 Rthlr. 20 Sgr. 6 Pf. Da die Zahl der Hülfsbedürftigen in stetem Steigen begriffen ist und der herrschende Nothstand außerordentliche Unter⸗ stützungen unvermeidlich machte, so hat eine Ueberschreitung verschiedener Kredite um 1022 Rthlr. 27 Sgr. 10 Pf. stattgefunden. Diese Summe ist in das Armen⸗Budget für 1847 übernommen worden. Im Ganzen sind im Jahre 1846 16,512 Rthlr. 13 Sgr. 6 Pf., also circa 1200 Rthlr. mehr als im Jahre 1845 für Armenzwecke verausgabt worden. Der Kapital⸗Fonds der Armen⸗Verwaltung, jetzt 137,590 Rthlr. 14 Sgr. 5 Pf. betragend, ist im Jahre 1845 vermehrt worden: Durch ein Geschenk des Herrn Grafen von Pourtales von 200 Rihlr. Durch einen Ungenannten bith Nüghlene ne 1845 1846 ist zur Linderung des Nolhstandes der unbe⸗ mittelten Einwohnerklasse ein beträchtlicher Vorrath von Roggen und Hül⸗ senfrüchten angeschafft, auch aus Königlichen Militair.Magazinen ein an⸗ fehnlicher Vorrath von Noggenmehl zu billigen Preisen bezogen worden. Es wurde dadurch möglich, der ärmeren Klasse während 5 ¼ Monaten neben den Spenden der Armen⸗Verwaltung, worunter allein 2900 Brodte à 7 Pfd., 1391 Brodte à 7 Pfd. gratis, 20,000 Brodte 7, Pfd. dagegen zu ermä⸗ ßigtem Preise von 5 Sgr. zu überlassen. Die Erleichterung, welche dadurch den unbemittelten Einwohnern für den Ankauf von Brodten und Hülsen⸗ früchten zu Theil geworden ist, läßt sich auf mindestens 1800 Rthlr. ver⸗

nschlagen. Zur Ausführung des Geschäfts waren durch Actien à 4 pCt. 830 Rthlr. und durch freiwillige Beiträge 1173 Rihlr. eingezahlt worden.

uch hatte das Königliche Finanz⸗Ministerium die Erstattung der Mahl⸗ euer bewilligt, und ist die v- grade hierdurch der Nothwendigkleit berhoben worden, ein Defizit zu übernehmen.

Der Bestand der Sehag⸗ belief'sich am Schlusse des Jahres 1846 auf 25,186 Rthlr. 16 Sgr. 6 Pf., während am Schlusse des Jahres 1845 nur

7,136 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf. existirten. Von der obigen Summe waren 250 Rthlr. bei einem Banquierhause verzinslich niedergelegt; der Rest ist ur Verwaltung des Leihhauses verwendet worden. 1

Die Zahls der Fechbausftan⸗ en des Geburtsjahres 1826 belief sich auf 134; davon nahmen auf 3 Jahre Dienst 10; einjährige Freiwillige

ab es 11. 2 Während des Jahres 1846 haben 34 Neubauten und 12 Umbauten von Wohnhäusern, d. 1. 14 weniger als im Jahre 1845, stattgefunden.

Uußland und Polen. St. Petersburg, 30. Jan. Aus Odessa schreibt man

„Seit dem Jahre 1835, d. h. seit der Zeit, wo die durch den Krieg mit ver Türkei, durch die Pest, die polnischen Unruhen, die Mißärndte vom

vom Iten b. M.:

Jahre 1833 herbeigeführten Erschütterungen sich nach und nach wieder aus⸗

lichen und der Handel des Schwarzen Meeres einen neuen kräftigen Auf⸗ 222 nabm, haben mit wenigen Ausnahmen fast in jedem Jahre die merkankilen Beziehungen Odessa's mit dem Auslande an Umfang und Be⸗ deutung zugenommen: kein Jahr aber, von der Gründung der Stadt an

gerechnet, kann sich, was den Belang der Geschäfte anbetrifft, mit den stau⸗

nenswerthen und glänzenden Resultaten des verwichenen Jahres messen.

Ihm zunächst steht das Jahr 1845, aber die Total⸗-Summe des Um⸗

satzes im Laufe desselben betrug nur 26,190,102 Silber⸗Rubel wogegen im

jüngst verflossenen Jahre durch den auswärtigen Handel unseres Platzes für nicht weniger als die ungeheure Summe von 30,508,462 Silber⸗Rubel

Waaren und Produkte umgesetzt wurden, und zwar betrug der Werth der Ausfuhr 22,703,055 und der der Einfuhr 7,745,407 Rubel. Wegen der Lage Odessa's wird hier die Ausfuhr stets ein Uebergewicht über die Ein⸗ fuhr haben, und so überstrigt schon seit mehreren Jahren der Werth der ins Ausland verschifften Produkte den der von dorther eingeführten etwa um das Dreifache. Zugleich aber legt der mit jedem Jahre wachsende Ex⸗ port ein laut sprechendes Zeugniß ab von den Fortschruütteen des vaterländi⸗

schen Landbaues und der heimischen Industrie, so wie von der Zunahme der Be⸗ völkerung. Auf dem Wohlstande des Landes ruht der Flor unserer Stadt. Eines ist durch das Andere bedingt. Ohne die sichere Absatzgelegenheit, welche Odessa, das in der Gegenwart eine der bedeutendsten Kornkammern Europa's ist, den Erzeugnissen des Landes darbietet, wären unsere vor einem halben Jahrhunderte noch unbewohnten Steppen wohl laum so rasch bevölkert und fultivirt worden. Unser fruchtreicher Boden wird uns noch für lange in Stand setzen, im Baue der Cerealien, der Hauptquelle unseres Reichthums, mit allen Ländern der Erde eine Konkurrenz auszuhalten. Wir haben wie⸗ derholt darauf hingewiesen, daß, wenn die landschaftlichen Verhältnisse die Zufuhr aus den inneren Gouvernements des Reichs nach Odessa nicht so erschwerten, das Getraide nirgend wohlfeiler als hier gestellt werden könnte, und daß daher die Verbesserung der Communicationsmittel, der Land⸗ und Wasserstraßen für uns eine Lebensfrage ist. Wunderbar rasch aber breiten sich in der Gegenwart die Kunststraßen über unser weites Vaterland aus, sie erreichen auch uns, und mit ihnen gewinnt das aufblühende Odessa und der Wohlstand der ganzen Landschaft eine breite und sichere Grundlage. Mit der steigenden Ausfuhr nimmt gemeinhin hier auch die Einfuhr aus dem Auslande zu. Fremde Weine und Früchte, verschiedene Rohmateriale für die Fabriken, als rohe Baumwolle, Seide, Baumöl, Farben, Rohzucker und dergleichen, das sind die hauptsächlichsten Artikel, die uns die einlau⸗ fenden Schiffe als Fracht bringen. Die ausländischen Mauunfaktur⸗Erzeug⸗ nisse machen vielleicht kaum den vierten Theil sämmtlicher eingeführten Waaren aus; es werden davon jährlich etwa für 1 Million Silber⸗Rubel eingebracht, d. h. nur von einem Belange, vor dem die häufig gehörte Klage über den dadurch der vaterländischen Industrie zugefügten Nachtheil wohl kaum bestehen kann. Bei weitem die bedeutendsten Ausfuhrgeschäfte wurden in Weizen gemacht. Unerachtet die Schifffahrt während des Jahres 1846 durch ungünstige Winde vielfach behindert war und vor dem Jahresschluß gegen 100 Schiffe vom Eise im Hasen zurückgehalten wurden, sind dennoch im Lause desselben 2 Millionen Tscheiwert zu einem Werihe von etwa 15 Millionen Silber⸗Rubel ausgeführt worden. Hinsichtlich dieses Artikels übertrifft das Jahr 1846 alle früheren. Außer Weizen sind noch verschifft: 291,898 ½ Tschetwert verschiedener anderer Getraidearten im Korn und 20,439 Tschetwert Mehl, im Ganzen also 2,207,053 Tschetwert. Kein Hafen der Welt hat wohl eine ähnliche Menge Getraide ausgefüͤhrt. „Die⸗ ser beträchtlichen Quantität ungeachtet, lagen am 1. Januar 1847 in der Stadt noch 725,000 Tschetwert Weizen und 95,000 Tschet⸗ wert anderen Getraides und 30,000 Tschetwert Leinsaat aufgespeichert. Der größte Theil des Weizens ist bereits verhandelt und wäre wahrschein⸗ lich auch schon verschifft, wenn nicht eben die früh eintretenden Fröste der Schifffahrt schon im Dezember ein Ende gemacht hätten. Diese starke Getraide⸗Ausfuhr hat zunächst ihren Grund in der durch die zweijährigen Mißärndten in den meisten Ländern Europa’'s, und besonders in England, Belgien und Frankreich, gesteigerten Begehr, sodann aber auch in der Ermäßigung des in England auf fremdem Getraide liegenden Zolles. Die erste dieser Ursachen wird aller Wahrscheinlichkeit nach im kom⸗ menden Frühlinge noch fortwirken und die Preise hochhalten, während von der anderen, der Aenderung in der englischen Kornbill, ein nachhaltiger Einfluß auf den Flor des hiesigen Getraidehandels nicht aus⸗ bleiben kann. Nächst Getraide war Talg ein guter Ausfuhr⸗Artikel. In Wolle und Leinsamen waren im Jahre 1846 die Geschäfte weniger bedeu⸗ tend als in manchen früheren Jahren. Auch hinsichtlich des Betrages der Einfuhr übertrifft das Jahr 1846 die meisten vorhergehenden, indem Waa⸗ ren zu 5,840,802 Silber Rubel und in Geld 1,904,605 Silber Rubel an⸗ gebracht wurden. Dem Umstande, daß nicht nur hier, sondern auch beinahe auf allen Handelsplätzen Europa's die Kapitalien dem Getraidehandel, der den besten Gewinn abwarf, sich vorzugsweise zuwandten, ist es wohl zuzu⸗ schreiben, daß die Einsuhr nicht in einem gleichen Verhältnisse wie die Aus⸗ fuhr stieg. Im Laufe des Jahres 1846 sind in Odessa 1441 Schiffe ein⸗ gelaufen und 1312 von da abgegangen.“

8 Frankreich.

Paris, 2. Febr. Ein literarischer Prozeß, der in diesem Augenblick vor dem Tribunal der ersten Instanz geführt wird, macht ungemeines Aufsehen. Veron und Girardin, die Geschäftsführer des Constitu⸗ tionnel und der Presse, sind als Kläger aufgetreten gegen Alexander Dumas, den Lieferanten ihrer Feuilletons. Am 28. Mai 1845 hat Dumas einen Kontrakt unterschrieben, worin er sich verbindlich macht, fünf Jahre lang nicht mehr als 18 Bände Romane im Jahr zu lie⸗ sern; zur Zeit, als er diesen Kontrakt einging, hatte er noch 175,000 Zeilen an mehrere andere Journale zu liefern; er scheint seiner außer⸗ ordentlichen Fruchtbarkeit doch zu viel zugemuthet zu haben, denn er gestand vor Gericht, nachdem er in 18 Monaten 158,000 Zeilen ge⸗ schrieben, sei er erstaunlich müde gewesen und habe, um sich von den Strapazen zu erholen, eine Reise nach Spanien und Afrika gemacht. Die weitere Verhandlung wird erst in acht Tagen erfolgen. In der Verhandlung am 29. Januar vor dem Tribunal erster Instanz hatte der Advokat des Klägers dem Verklagten vorgeworfen, er habe, statt seine Feuilleton⸗Verbindlichkeiten zu erfüllen, eine Vergnügungsreise gemacht. Hierauf erwiederte Herr A. Dumas:

„Was meine Reise nach Spanien betrifft, so bin ich, so zu sagen, ohne mein Wissen dazu gekommen. Der Herzog von Montpensier, der einige Güte für mich hat, sprach zu mir wie sein Bruder, der einmal mich und Herrn Hugo aufforderte, nach Versailles zu kommen, weil wir bei einem Fest, das der Erinnerung an die Glorien unserer Nation gewidmet sei, nicht fehlen dürsten. Herr von Salvandy ließ mich rufen. „Können Sie“, fragte er, „nach Spanien und Algerien abreisen?“ Das kömmt mir ja herrlich! Ich bin ohnehin leidend und bedarf der Zerstreuung. „Sie kön⸗ nen“, suhr der Minister fort, „nach Madrid gehen und dort den Vermäh⸗ lungen beiwohnen; später mögen sie sich dann nach Algier einschiffen, das schönste Land von der Welt zu besuchen, ein Land, des unseren Deputirten eine terra incognita ist; es kömmt ihnen täglich vor, daß sie darüber spre⸗ chen sollen; wahrlich, sie bedürfen es, daß man sie über die wichtigen Fra⸗ gen auftläre, die in Afrika zu entscheiden sind. Ein volktsthümliches, frucht⸗ bares, originelles Talent“, so geruhte der Herr Minister sich auszudrücken, „muß sie unterrichten, was an Algier ist.“ Ich ging also nach Spanien, und zwar als eingeladen. Wer dürfte das bezweifeln, da ich der einzige Franzose war, der dem Vermählungs⸗Alt in der Familie beiwohnte. Da⸗ mals erhielt ich auch das große Band des Ordens Karl's III., ich erhielt diese Decoration nicht als Schriftsteller, sondern als Alexander Dumas, Marquis de la Pailleterie, Freund des Herzogs von Montvensier. Nach den ermählungsfesten ging ich nach Tunis. Der Bey war nach Paris abgereist; aber in seiner Abwesenheit wurde ich nicht vn zuvorkommend 2egesseeSs der Bruder des Bey's, nach ihm der Erste im Lande, fast noch ein Wilder, aber dabei sehr liebenswürdig, empfing mich als den Ab⸗ esandten Frankreichs und heftete mir den Nischan⸗Orden an die Brust. Daß 69 nach Tunis gegangen bin, mich mit Literatur zu beschäftigen, davon liegt

emeinen Preußischen Zeitung. Meontag den 8 e Feübeuar

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der Beweis vor in den seltenen Dokumenten, die ich dort gesammelt habe; will mir der Gerichtshof nur vier Tage Frist zugestehen, so erbiete ich mich, einen ganzen eigenhändig von mir geschriebenen Band beizubringen. Um mich nach Tunis zu führen, hatte die Regierung das Dampfschiff „Veloce“, von 220 Pferdekraft, zu meiner Versügung gestellt. Dieses Fahrzeug war nur für mich und dann für den Kaiser von Tunis bestimmt: eine solche Gunst erzeigt man nur Fürsten und Freunden. Wir berührten die Küsten Afrika's, als ich erfuhr, unsere Gefangenen könnten der Freiheit zurückge⸗ geben werden, falls ich mich rasch für sie verwenden wollte. Hier galt es, zwölf Köpfe zu retten, die von einem Tage zum anderen v. wer⸗ den konnten; hier stand Alles auf dem Spiel für tapfere Offiziere unserer Armee von Afrika, für unglückliche Gefangene, die noch Uebrigen von den zweihundert, die dem Gemetzel von Sidi Brahim entgangen waren. Nun denn, ich war es, der auf dem Dampsschiff „Veloce“, das mir anvertraut war, herbeieilte zur Befreiung Cognord’s und seiner tapferen Gefährten. Auf meinem Schiff führte ich sie nach Melilla. Hier boten mir 3000 Per⸗ sonen ein Bankeit an; die Erinnerung daran entschädigt mich vollkommen für die Bekridigungen, die mir hier widerfahren. Man verlangt heute 30,000 Fr. Entschädigung von mir, man 5 sie aus dem Grunde, weil ich, wie man sagt, die Hände in den Schoo gelegt habe; man ver⸗ langt sie von mir, der ich zwölf Franzosen aus den Keiten der Feinde be⸗ freit habe. Man hat auch gesagt, ich hätte die Mission nach Spanien nachgesucht. Nun denn, will das Gericht wissen, wie ich abgereist bin? Ich bin abgereist mit 10,000 Fr., die mir Herr von Salvandp ausgesetzt hat. Ich hatte sechs Personen bei mir, welche die Kunst der Malerei re⸗ präsentirten, wie ich die Kunst der Literatur repräsentirte. Reichten wohl die 10,000 Fr. zu, uns freizuhalten? Ich habe durch den Courtier Reg⸗ nard für 50,000 Fr. Eisenbahn⸗Actien verkauft und dabei 7000 Fr. ver⸗ loren. Diese 7000 Fr. sind für mich eine reine Zubuße. Ich habe auf dieser Reife 26,000 Fr. von meinem Gelde ausgegeben und dazu noch die 10,000 Fr., welche mir Herr von Salvandy bewilligt hatte. Zu Algier erlob ich 1000 Fr. auf einen Kredit, den man mir dort eröffnet hatte. Diese 1000 Fr. habe ich nach meiner Rückkehr dem Herrn von Salvandy in sein Kabinet gebracht, ja, ich habe sie ihm aufgezwungen. Dies ist die einzige Antwort, die ich geben werde.“

Die Villa des Herrn Alexander Dumas zu Saint⸗Germain ist sammt der dazu gehörigen Insel Monte⸗Christo auf Andringen von Gläubigern öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben.

Spanien. 1

3 Madrid, 28. Jan. Aus den von Herrn Guizot den franzö⸗ sischen Kammern mitgetheilten, durch den Druck veröffentlichten Akten⸗ stücken werden Sie ersehen haben, daß meine Ihnen unter dem 21. Dezember zugeschickte Darstellung der Umstände, welche die endliche Lösung der spanischen Heirathsfragen herbeiführten, aus guten Quellen geschöpft war. (S. Nr. 3 der Allg. Pr. Ztg.) Der Inhalt jener Aktenstücke spricht übrigens für sich selbst, und ein ernstliches Studium derselben wird Jedermann in den Stand setzen, zu entscheiden, ob das französische Kabinet mit Gerädheit, mit Einhaltung der über⸗ nommenen Verpflichtungen, mit Achtung vor der Unabhängigkeit eines dritten Staates zu Werke ging. Daß aber Herr Guizot, als gründlicher Historiker, noch fortwährend behauptet, die gegenseitigen Verzichtleistungen der französischen und spanischen Linien und die utrechter Verträge verböten nur die Vereinigung beider Kronen auf demselben Haupte, muß uns befremden. Zum Belege seiner Behauptung beruft Herr Gutzot sich in der an den Grafen von Jarnac unter dem 22. November vorigen Jahres gerichteten Depesche auf die Heirath Ludwig's J. von Spanien mit der Tochter des Herzogs von Orleans. Hätte Ludwig I. Kinder aus die⸗ ser Ehe gehabt, so hätte ein Enkel des Herzogs von Orleans den spanischen Thron bestiegen. „Was würde“, fragt Herr Guizot, „die⸗ ser bei Lebzeiten der ÜUnterzeichner des utrechter Friedens eingetrete⸗ nen Thatsache gegenüber, aus der Theorie Lord Palmerston's gewor⸗ den sein?“ Gerade aus dem Stillschweigen der Unterzeichner der utrechter Verträge erhellt, daß der Zweck derselben und der Verzicht⸗ leistungen sich nicht auf die Verhinderung der Vereinigung beider Kronen beschränkte, sondern darauf erstreckte, daß in Zukunft kein französischer Prinz den spanischen und kein spanischer den französischen Thron besteigen solle. Zum Ueberflusse wurde auch in dem londoner Vertrage der Quadrupel⸗ Allianz vom 2. August 1718, so wie in späteren Traktaten, ausdrücklich festgesetzt, daß beide Kronen nicht an dieselbe Linie fallen dürften. Durch Philipp's V. Erbfolgegesetz wurde dem Eintreten eines solchen Falles noch ernstlicher vorgebeugt und die spanische Krone zugleich so weit wie möglich seiner Linie gesichert. Die wechselseitigen Heirathen der französischen und spanischen Linie konnten deshalb, ohne den ge⸗ ringsten Widerspruch zu erregen, stattfinden, so lange jenes Erbfolge⸗ gesetz einen Theil des politischen Systems Europa's bildete. Die Tochter des Regenten hatte keine Ansprüche auf die Thronfolge in Frankreich und konnte folglich auch vermittelst ihrer Heirath keine an die spanische Linie übertragen. Der Sohn Ludwig's I. wäre spanischer Infant, keinesweges aber französischer Prinz gewesen, und nur in jener Eigenschaft würde er den Thron Spaniens bestiegen haben. Nun fragt es sich, ob die aus der Che des Herzogs von Montpensier zu erwartenden Kinder für französische Prinzen (Prinzessinnen) oder für Infanten (Infantinnen) von Spa⸗ nien gelten sollen. Aber, sagt Herr Guizot, das Gesetz Philipp's V. schloß die weiblichen Nachkommen keinesweges für immer aus, und es war ihnen daher ein eventuelles Erbfolgerecht angeboren. Aller⸗ dings, die Möglichkeit der Thronbesteigung eines seiner weiblichen Nachkommen hatte Philipp zugelassen, gerade so wie wir die Mög⸗ lich keit voraussetzen müssen, daß der Herzog von Montpensier zum Besitze beider Kronen, der französischen und der spanischen, gelangen könne, obgleich die Verzichtleistung seines erlauchten Ahnherrn aus⸗ drücklich festsetzt, daß der Möglichkeit eines solchen Falles vorge⸗ beugt werden solle. Der Kaiser Leopold II. vermählte sich mit einer Tochter Karh's IlI. von Spanien, einer direkten Descendentin Phi⸗ lipp's V. Würde Herr Gutzot dieser Kaiserin oder ihren noch leben⸗ den erlauchten Söhnen das Erbfolgerecht in Spanien zuerkannt haben, falls um jene Zeit die männliche Nachkommenschaft Philipp's V. er⸗ loschen und jene Fürstin für den von Philipp V. vorausgesehenen Fall berufen worden wäre? Ganz auf dieselbe Weise, nämlich nur von mütterlicher Seite her, ist derjenige Prinz, durch dessen 92 mählung mit der Schwester Isabella's II. Herr Guizot das Fr bleiben der spanischen Krone bei der Descendenz Philipp's V. erreich

öni Es erhellt, daß,

zu haben behauptet, ein Nachkomme dieses Königs. ina⸗ 88 ufrecht erhalten werden soll wenn das Prinzip des Herrn Guizot a beebes er Ph

in die spanische Constitution der Satz einge Feen alle Infantinnen sich mit Prinzen aus dem Hause Bourbon zu Hers

mählen haben. 8 88 TZürkei.

d inopel, 13. Jan. (A. Z.) Die zwischen der Psorie vnstaen stanezischen Regierung wegen des eßen den Bey folgten Verfahrens entstandene Differenz scheint

i Paris befo 8 Höaraßter angenommen zu haben. Ohne Zweifel sind

6 b* England und Frankreich entstandenen Zerwürfnisse 229 vie chuß auf die Pforte geblieben, welche den Schatten von Suzerainetät, der ihr noch in Bezug auf den Nordwesten Afrika's sbrig blieb, nicht gan verschwinden möchte, und die sich wohl

noch erinnert, daß die Großherrliche Landeshoheit in Aegypten und

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