260
ment.
einstudirt):
“
Zum erstenmale wiederholt: Ballet in 2 Abth., von Herrn Saint⸗Léon. Léon:
1 Rtblr. 15 Sgr.
—--— Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
SZu dieser Vorstellung werden Billets zu folgenden Opernhaus⸗ Preisen verkauft: Eihnn Billet in den Logen des Prosceniums 1 Rthlr. 10 Sgr.; in den Logen des ersten Ranges und ersten Balkons, so wie zur Tribüne, 1 Rthlr. 10 Sgr.; im Parquet und in den Logen des zweiten Ranges 1 Rthlr.; in den Logen und im Balkon des dritten Ranges, so wie im Parterre, 20 Sgr.; im Amphitheater 10 Sgr.; in den Fremden⸗Logen 2 Rthlr. Sonntag, 28. Febr. Im Opernhause. Mit aufgehobenem Abonne⸗ Das Blumenmädchen im Elsaß, . 1 (Mad. Cerrito⸗Saint⸗ Lisette. Herr Saint⸗Léon: Thomas.) Vorher, zum ersten⸗ male: Eben recht: komische Oper in 1 Akt, von C. Blum. von August Schäffer.
Anfang 6 Uhr.
Auch die Freibillets können nur bis zu dieser Zeit auf⸗ (Neu
34ste Abonnements⸗Vorstellung.
Im Selbstverlage der Expedition.
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei⸗ 8
Berliner Börse. Antwerpen, 21. Febr. Zinal. —. Neue Aul. 19. A* Den 26. Feb 1847 1 Frankfurt a. M., 23. Pebr. 5 % Met. 107 . p. Bank-Actzen p. ult. ruar 4. 1893 91 2 2212 12 2 —41 P. 3. . Bayr. Bank-Actien 668 G. Hloepe 87 ⅞ G. Stiegl. 87 ⅛ G. Int. 58 ½. ⅛. Fonde. 8 Pr. Cour. 2291 8 Pr. Cour. Poln. 300 Fl. 100 ¼ G. 40. 500 Pl. 80 ½. ½. EI Geld. Keetten. [8 eE. 1 82ℳ4. 82— Hamburg, 24. Pebr. Bank-Actien 1570 ur. EKugl. Kass. 105 ½. . L ond on, 20. Febr. Cons. 3 % 90 ½. 5. Belg. —. Neue Aul. 25 ½. 24 ⅛. t. Schuld-Sch. 3 ½ 9⁴½ 93 ⅛ [url. Potsd. Magdhb. 4] y94 — Sas; Passive 5 ½. 4. Ausg. Sch. 17 ½. 17. 2 ½ % Holl. 58 ¼. 4. 4 % 4do. 92 ⁄⅛. ¼. Prämien-Scheine do. Pnor. Oblig. 4 93 9ns 1“ Port. 35. 34. Engl. Russ. —. Braa. 87. 85. Chili — Mex. 22 ½. 212 4. 805b. 59 7. — — 95 ½ Fö bas. r.. 70. 86. Aau“ Kur- u. Neumärk. B.-St. E. Lt. 4. u. B. — 110 ½ 109 b Paris, 22. Febr. 5 % Rente ün cour. 118. 55. 3⁰% do. fn cour. 78. 55. Schuldverschr. 3 ½ 92 9¹½ Bonn-Kölner Eab. 6 — Neapl. —. 3 % Span. —. Pass. —. Berliner StadtaC Br.-Schw.-Frb. E. 1 en 8, Wien, 23. Febr. 5 % Met. 110. 4 % do. 99 ½. 3 % 40. 73 ½. Bank- Obügationen 3 ½ 94 93 1 [dc. 4. Prior. Obl. 4.— - Actien 1580. 76. Anl. de 1834 154 ½. de 1839 120 ½. Nordb. 172 ½. Glo 8. 1202 Westpr. Pfandbr. 3 ½ 93 ¾ — scöln-Minden. v. e. 4 Mail. 108 ⅓. Livorn. 94. Pest. 98½. Budw. 83. 8 g 8 Grossh. Pos. do. 4 102 bss Düss. Elb. ag dn. — e8 z0. 3 92 do. do. Prior. Obl. 1 1 b EEEE Meteorologische Beobachtungen. Pomm. do. 3 95 ½1 — Hlsd. Lpz. Eisenb. — — 1847. Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger Kur- u. Neum. do. 3 ¾ 96 ¾ 96 40. do. Prior. Obl. 4 Leiees 25. Febr. 6 Ubr. 2 Uhr. 10 Uhr. V ☛— Schlesische do. 3 ½ — 96 ½ Niedersch.-Märk. 4 91 — — — — do. v. Staast ga-- do. Priorität 4 94 Luftdruck 337,8507 L*n. 337,46“¹ Par. 337,020 Par. Quellwärme 7.72 R. minciast. 11. 1/9 8 — — do. Priorität 5 101 ¾ Luftwärme.. — 4,2* R. — 0,69 h. — 1,90 . Flusswärme 0,0°9R. ee in2s Nied.-Mrb. Zwgb. 4 — Thaupunkt. — 5,1° h. — 3,39 k. — 3,90 hR. Bodenwürme — 0,9° R. Gold al marco. — 181 cs 2 40. Prioritat 48 9* Dunstsättigung. 81 pCt. 65 pCt. 78 pCt. Ausdünstung 0,004 hb. Priedrichsd'or. — 13 6 13 ½2 0b.-Schles. E. L. A 4 — Wottor heiter. halbheiter. halbheiter. Niederschlag 0. 124 Glla. 2515.— 11 % 11222 40. Pror. 4 — EIIF N. N. N. Wurmewechsel — 0,69 b.“ — 4 do. ILt. B. — — Wolkenzug ... — N. — E2 V e wer-- — Tagesmittel: 337,44“ % Per.. — 2,39 R. — 4,1° h. 74 pcCt. N 0. Stamm-Prior. — — 82 — Hetien. (voll ein hlt) 4 — Srr1 . geza s 8 Brl. Anh. Lit. A.—- — 111 do. do. Prior. Obl. 4 — —b 8 Königliche Schauspiele. 8 do. do. Prior. Obl. 4 — V — sdo. v. Staatgarant. 3z — 8 h.. 27. Febr. Im Opernhause. 25ste Abonnements⸗ Berlin-Hamb. 4 — 101 ¾ [rhbüringer..... EIöö orstellung. Zum erstenmale: Das Blumenmädchen im Elsaß, . Prioritst 4 ½ 97 ½ 96 8¾ win. B. (c.-o.) 4 — Ballet in 2 Abth., von Herrn Saint⸗Léon. In Scene gesetzt von Auswürtige Börsen. demselben. Musik von den Herren Graziani und Conradi. (Mad. 3 Amsterda m, 22. Febr. Niederl. wirkl. Sch. 58, ⁄6. 5 % Span. 19 ½. Cerrito⸗- Saint⸗Léon: Lisette, das Blumenmädchen; Herr Saint⸗ 3 % do. 37 ½. Pass. —. Ausg. —. Zinsl. —. Poln. —. Preuss. Pr. Sch. —. Léon: Thomas.) Vorher: Der Empfindliche, Lustspiel in 1 Akt, 4 % Russ. Hope 88 ½. von C. Lebrun. Anfang 6 Uhr. 8 8 Allgemeiner Anzeiger Erben gehörige, in der Chausseestraße Nr. 67 be⸗ bi T verden die ei lten Beträ „ “ dessen Erben gehörige, r Z r. e obigem Tage an werden die eingezahlten Beträge zu Bekanntmachunge “ legene, im stadtgerichtlichen Hypothekenbuche Vol. II b. 4 ppCt. weiter verzinst. 57 b] A u s8 pag. 220. Nr. 42. verzeichnete Grundstück, gerichtlich Die Zahlungen können für Rechnung der Gesellschaft
u g.
Auf den Antrag des Pächters Carl Moritz Kagel⸗ macher zu Kl. Schoritz werden alle diejenigen, welche an das ihm an dem auf Rügen belegenen Gute Kl. Schoritz zustehende, bis Trinitatis 1855 laufende Pacht⸗ echt, an das bis Michaelis 1847 laufende Pachtrecht eines von dem Küster Kruse zu Zudar gepachteten Morgen Ackers, an gesammte Saaten und Ackerarbei⸗ ten beider solcher Grundstücke, an die ihm eigenthümlich gehörenden auf Kl. Schoritzer Grund und Boden ste⸗ benden Wirthschaftsgebäude, als: eine Scheune nebst Viehstall, einen Kofen mit Wagenschauer und die Be⸗ friedigungen, so wie an den zur Summe von 500 Thlr. bei der Grundherrschaft einstehenden Pachtvorschuß, und endlich an die bei der Greifswalder Feuer⸗ und Hagel⸗ Assekuranz⸗Gesellschaft stehenden Legegelder, — welches Alles von dem Extrahenten gegenwärtig an den Wirth⸗ schaftsführer Ludwig Gundlach resp. cedirt und verkauft worden, — rechtsbegründete Forderungen und Ansprüche haben, zu deren Anmeldung und Beglaubigung in ei⸗ nem der folgenden Termine,
den 12. und 26. Februar und 19. März d. J.
Morgens 10 Uhr, vor dem Königl. Hofgericht bei Ver⸗ meidung der am 12. April cr. zu erkennenden Prä⸗ kluston, — hierdurch aufgefordert. Datum Greifswald, den 11. Januar 1847. Königl. preuß. Hofgericht von Pommern und Rügen. (L. S.) Quistorp.
[84] Ediktal⸗Vorladung und offener Arrest. Ueber das Vermögen des entwichenen Kaufmanns Thomas Rymarkiewicz aus Wronke ist am 25. August c. der Konkurs⸗Prozeß eröffnet worden. Der Termin zur Anmeldung aller Ansprüche an die Konkursmasse steht am 12. April 1847, Vormittags um 9 Uhr, vor dem Herrn Land⸗ und Stadtgerichts⸗ ath Krzyzanowski im Parteienzimmer des hiesigen Ge⸗ richts an. Wrer sich in diesem Termine nicht meldet, wird mit seinen Ansprüchen an die Masse ausgeschlossen und ihm deshalb gegen die übrigen Gläubiger ein ewiges Still⸗ schweigen auferlegt werden. Zugleich wird hierdurch der offene Arrest verhängt und alle diejenigen, welche zu diesem Vermögen gehö⸗ rige Gelder oder geldwerthe Gegenstände in Händen haben, werden angewiesen, an Niemand das Mindeste davon verabfolgen zu lassen, vielmehr solche binnen g Nee dr nes eschneten Gericht anzuzeigen 8 ehalt ihrer Re ichtli Ver⸗ 8 vagaun erzadihen chte zur gerichtlichen Ver m Fall der Unterlassung gehen sie ihrer daran ha⸗ benden Pfand- und 9 Feben 1eees und jede an den Gemeinschuldner oder sonst an einen Dritten geschehene Zahlung wird für nicht geschehen erachtet und von dem Uebertreter nochmals beigetrieben werden. Samter, den 13. Dezember 1846 b
„
Königl. Land⸗ und Stadtgerich
[1015] Nothwendiger Verkc Stadtgericht zu Verlin Iden 2 ahh. 1846 Das in der Dorotheenstraße sub Nr. 37 nach der jetzigen polizeilichen Straßenbezeichnung unter Nr. 70 belegene, den 5 Geschwistern Krüger gehörige, im siadt⸗ gerichtlichen Hopothekenbuche von der Dorotheenstadt Vol. 4. No. 268. verzeichnete Grundstück, taxirt zu
12,083 Thlr. 5 Sgr., soll
aam 22. Juni 1847, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Tare und Hy⸗ Ecs t sind in der Registratur einzusehen.
[1016] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 7. November 1846. Das in der Kanonierstraße Nr. 17 belegene, im stadtgerichtlichen Hypothekenbuche von der Friedrichsstadt Vol. VII. No. 435. verzeichnete, auf den Namen der 5 Geschwister Krüger eingetragene Grundstück, tarirt zu
M5133 Thlr. 19 Sgr. 1 Pf., soll
Juni 1847, Vormittags 11 Uhr, aan der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy⸗
pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.
[651 Nothwendiger Verkauf. ö
abgeschätzt zu 15,479 Thlr. 28 Sgr. 6 Pf., soll
am 31. August cr., Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle Theilungs halber subhastirt wer⸗ den. Tare und Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen.
[165] Bekanntmachung. Diejenigen Inhaber von Elbinger Stadt⸗Obligatio⸗ nen, welche die Zinsen in Berlin zu erheben wünschen, können die Einlösung der Coupons bei dem dortigen Banquier Herrn E. J. Meyer in der Heil. Geiststraße
— jedoch nur bis Ende März c. — bewirken. Elbing, den 23. Februar 1847. 8 der sKahifratf,
[135 9]
Berlin⸗Anhaltische Eisenbahn.
Mit Genehmigung der betreffenden hohen Behörde kann fortan das Sitzen⸗ bleiben der Herrschasten oder ihrer Be⸗ üdienung in ihren eigenen Equipagen 8 Uwährend der Fahrt auf der Bahn nicht =EZWBmehr zugegeben werden, und es wird daher hierdurch der betreffende §. 32. unseres Betriebs⸗ Neglements aufgehoben.
Berlin, den 17. Februar 1847.
m 1 v. Cronstein, Vorsitzender.
Magdeburg⸗Halberstädter 115121 Eisenbahn.
Vir benachrichtigen unsere Actionairs — ergebenst, daß unser Gesellschafts⸗Aus⸗ „ schuß in seiner gestrigen Sitzung in Ge⸗ mhmäßheit des §. 17. unseres Gesellschafts⸗ Statuts beschlossen hat:
ven Betrag der Dividende füͤr das Jahr 1846 auaf Fünf und ein
5- — Viertel Thaler für jede Actie festzuseten und daß die Zahlung dieser Dividende mit dem 2. April d. J. durch den Kaufmann Herrn Carl De⸗ neke, Marktstraße Nr. 8 wohnhaft, beginnen wird. Magdeburg, den 23. Februar 1847. Direktorium der Magdeburg⸗Halberstädter Eisenbahn⸗ 9 Gesellschaft. Francke, Vorsitzender.
“
Hessische Ludwigs-Eisenbahn.
Dritte Einzaͤhlung von zehn Prozent. 88
Unter der Bekanntma⸗ chung, daß die sämmt⸗ lichen Vorarbeiten nun so weit vollendet sind, daß, sobald die täglich zu erwartende definitive Genehmigung der der höchsten Staatsregierung B und beziehungsweise der Vers hohen deutschen Bundes⸗ e ammlung egengee Pläne erfolgt sein wird, mit 2 eigentlichen Bahnbau wird begonnen werden kön⸗ en, fordert der Verwaltungs⸗Rath der Hessischen Lud⸗
wigs⸗Eisenbahn⸗Gesell 19h439 8 mit auf, bie e die Actionaire derselben an
9 32 3 8 den ersten März dieses Jahres eine weitere (die dritte) Einzahlung von Ihn Pro⸗ zent — wovon jedoch die bis zu diesem Tage fälligen Zinsen der bereits eingezahlten zehn Prozent mit Fl. 2 10 Kr. in Abzug kommen — sonach mit 8*
sie benundneunzig Gulden
525+ Stadtgericht zu Berlin, den 14. Januar 1847. Das dem Kastellan Johann Friedrich Ising, jetzt
für jede Betheiligung von
funfzig Kreuzer
an nachbenannte Handelshäuser geleistet werden:
an Herren Finck & Heidelberger, Kabser Friedrich Korn, E. Lauteren Sohn, Eduard Probst, Georg Renz,
„ Frankfurt a. M. an Herren M. A. v. Roth⸗
in Mainz 2 2 2 22 „ 2) 22 2) 22 22 22 22
2 2) 2) 2
„ Worm 8 » 5
schild C Söhne,
» Berlin an Herren Anhalt C Wagener,
8 Herrn Abr. Schaaffhausen, woselbst nach erfolgter Einzahlung und gegen Rückgabe der ursprünglichen Interimsscheine, beziehungsweise de⸗ ren Duplikate oder Triplikate, so wie der bereits er⸗ theilten Quittungen, gemäß §. 15. der Statuten, neue, auf die Kapitalsumme von Fl. 250 und auf den In⸗ haber lautende Actien⸗Certifikate werden ausgehändigt
Köln „
werden.
Mit Einzahlung dieser zehn Prozent hört die Ga⸗
rantie der ersten Unterzeichner auf.
Mainz, den 16. Januar
Der Verwaltungsrath.
1847.
8
800 Literarische Anzeigen.
So eben erschien mit Eigenthumsrecht
Meyerbeers 11“ Ein Feldlager in Schlesien. für Piano 25 Sgr., zu 4 Händen von Klage 1 Thlr.
Kul la k S Phantasie über Lieblingsthemas die- ser Oper f. Piano. Op. 30. 1 Thlr., leicht arr.
20 Sgr., zu 4 Händen 1 Thlr.
Manola, La
L a
5 Sgr. erschienen.
AIle Musikalien mit höchstem Rabatt. 34 Linden. Schlesingersche Buch- u. Musikhdl.
Cachucha, Pergolese, von Mad. Viardot gesungen, sind à
Siciliana
von
Sonnabend, den 27. Februar 1847,
Abends halb 8 Uhr.
Im Saale der Sing-Akademie:
1158 b] Konz7.
4186.
ert,
gegeben von 8 Dreischoc 1. unter gefälliger Mitwirkung der Frl. Zschiesche und Leithner, so wie des K. K. Sängers Hrn.
K raul 8.
1) Sonata quasi Fantasia in C's-moll, von L. v. Becthoven, vorgetragen vom Konzertgeber.
2) Das Mädchen von Albano, komponirt v. bert, gesungen von Fräulein Zschiesche.
3) a. Lied ohne Worte, † komp. und vorgetragen v.
Konzertgeber.
4) Gesangstück, vorgetragen von Herrn Kraus.
5) Introduzione e Rondo di bravura, komponirt und
b. 3te Rhapsodie, 8
vorgetragen vom Konzert ge ber.
6) Der Himmel von Rud. Löwenstein, gesprochen von Frl. Fanny Leithner.
7) a. 2ie Rhapsodie,
b. Variation über „God save the Queen“, für die linke Hand, komponirt und vorgetragen vom
Konzertgeber.
Numerirte Billets à 1 Thlr. sind in der Musik-
Herren Bote 4& G. Bock, Jäger-
strafse No. 42, und Abends an der Kasse zu haben. Anfang halb 8 Uhr, Kassen-Eröffnung 7 Uhr.
handlung der
[157 b]
Im
18““
gegeben
Clara Schumann, geb. Wieck,
K. K. Oesterreich. Kammer-Virtuosin‧,
unter geföälliger Mirwirkung der Mad. Viardot- Garcia, des Königl. Konzertmeisters Herrn Hu- bert Ries und der Königl. Kammermusiker Her-
en Ronneburger, Ri
Montag, den 1. März 1847, Abends halb 8 Uhr.
Saale der Sing-Akademie:
1
von
hter und
8
(Manuskript.)
88
8
Tau-
SvI1.
EEEE112 1) Quintett für Pianoforte, 2 Violinen, Viola und Violoncell, vorgetragen von dem Königl. Konzert-
8 g 83 8
meister HIrn. Ries, den Königl. Kammermusi-
kern Herren KRonneburger, Richter Griebel und der Konzertgeberin.
Rob. Schumann.
2) Siciliana, vorgetragen von Mad. Viardot-Gar-
Pergolese.
und
cia. 3) Präludium und Fuge, vorgetr. von Mad. Clara
Schumann. J. S. Bach. 2J66bh11.
4) Barcarole (neu), vorgetragen von Mad. Clara
Schumann. Chopin.
5) a. Hidalgo, Rob. Schumann.
b. 2 Mazurek, Chopin.
gesungen von Mad. Viardot-Garcia. Lied ohne Worte (C-Dur), F. Mendelssohn- b. Frühlingslied, Bartheldy. c. Klavierstück, D. Scarlatti. vorgetr. von Mad. 0 1 arTr à 8 C h u man HU. Numerirte Billets à 1 Thlr. sind in der Musik- Handlung der Herren Ed. Bote & G. Bock, Jä- gerstr sse No. 42, Dund Abends an der Kasse zu haben Kassen-Eröffnung 7 Uhr.
6) a.
Das Zenkersche Institut 11641 zu Jena.
In dem Unterrichts⸗ und Erziehungs⸗Institute des unterzeichneten Direktors beginnen Donnerstag nach Ostern, als den 8. April, die Lectionen des Sommer⸗ Semesters. Die Erfolge, welche die Anstalt mit Got⸗ tes Segen durch die Erziehung und Bildung für die höheren Lebensberufe von 109 Zöglingen bereits seit ihrer Gründung 1834 erworben hat, zeugen von dem Geiste, der sie beherrscht. Nach dem Austritt der Schüler aus der ersten obersten Klasse des Instituts wurden diesel⸗ ben nach Erreichung des 14.—17. Lebensjahres und nach verhältnißmäßiger Entwickelung, mit gesundem, fri⸗ schem Körper, mit geübtem Urtheile, hinreichenden und festen Kenntnissen, mit nachhaltigen, in Rel gion wur⸗ zelnden Grundsätzen und mit jenen Eigenschaften des Herzens, welche das Leben echt menschlich machen, aus⸗ gerüstet, in die ersten obersten Klassen von Königlich preu⸗ ßischen, Königlich⸗Großherzoglich⸗Herzoglich sächsischen und fürstlichen Gymnasien, Militair⸗, Bau⸗ und Forst⸗ schulen und technischen Bildungs⸗-Anstalten aufgenom⸗ men, theils erhielten sie höchsten Orts die Erlaubniß, die Universität zu beziehen und sich in kameralistischen, chemischen, pharmaceutischen Wissenschaften weiter aus⸗ zubilden, theils gingen sie in Wirkungskreise des höhe⸗ ren bürgerlichen Lebens über. Das Institut, in wel⸗ chem Zöglinge aus den gebildeteren Ständen vom 5ten bis zum 14 — 17ten Lebensjahre gebildet werden, hat gegenwärtig eine reine Elementarklasse und vier folgende Klassen, deren jede in 2 Abtheilungen zerfällt, mit 71 Schülern, die theils in den höchst freundlich und gesund gelegenen und mit einem Garten und einer Turnanstalt verbundenen Instituts⸗Gebäuden als Pensionaire, theils in hiesiger Stadt wohnen. 10 Lehter ertheilen den Un⸗ terricht. Das Pensions geld, welches die Honorare für jeden in der Anstalt ertheilten Unterricht, so wie für den Unterricht in der Instrumental⸗Musik, im Turnen, Exer⸗ ciren und Schwimmen, mit in sich begreift, beträgt jähr⸗ lich für einen Zögling 100 — 120 Thlr. Ausführlichere Nachricht über die Erziehungs⸗Grundsätze, den Unter⸗ richtsplan und das innere Leben der Anstalt geben ge⸗ druckte Programme oder mündliche oder schriftliche Aus⸗ kunft der Unterzeichnete.
Jena, den 24. Februar 1847. D. Zenker.
[143 b]
(Dienstgesuch zweier Forstmänner.) Ein füdirter und praktisch erfahrener Privatförster, welcher seit Jahren große Forsten verwaltet und von seinen Prinzipalen bestens rekommandirt wird, so wie ein Re⸗ vierjäger, der ein guter Schütze ist, suchen bei soliden Anforderungen Anstellung und werden kostenfrei em⸗ pfohlen durch das Comtoir von
(CElemens Warnecke in Braunschweig.
ah HiH nan
Musik
Zu dieser Vorstellung werden Billets zu folgenden hohen Opern⸗ haus⸗Preisen verkauft: 1 8 Ein Billet in den Logen des Prosceniums, des ersten Ranges, im ersten Balkon und zur Tribüne 2 Rthlr. Ein Billet im Parquet 1 Ein Billet in den Logen des zweiten Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. Ein Billet in den Logen des dritten Ranges, im Balkon daselbst und im Parterre 20 Sgr. ; theater 10 Sgr. Ein Billet in den Fremdenlogen 3 Rthlr.
Die Inhaber von reservirten Billets werden ersucht, solche bis Sonnabend, den 27sten d. M., Mittage 2 Uhr, im Billet⸗Verkaufs⸗ Büreau abholen zu lassen, widrigenfalls diese anderweit verkauft wer⸗ den müssen. bewahrt werden.
Im Schauspielhause. Der Spieler, Schauspiel in 5 Abthl., von Iffland.
Ein Billet im Amphi⸗
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Sanh n; Peanaissnuscd 0 inck FSeamn h,.
Das Abonnement beträgt: “ 2 Rthlr. für ¼ Jahr. ““ 4 Rthlr. ⸗ Jahr. 8 Rthlr. - 1 Jahr.
in allen Theilen der Monarchie ohne Preis -Erhohung.
Insertions -Gebühr für den
Ranm einer Zeile des Allg.
Anzeigers 2 Sgr.
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mgrhmx „vednsürasim ensriJ üüig — des In⸗ 2 t eeeen emüeemme⸗ nehmen Bestellung auf dieses Blatt an, für Berlin ddie Expedition der Alg. Preuß. b Zeitung: 38 98 Friedrichsstraße Nr. 72. I“ “*
W8— “ ““ 8
Inland. Berlin. — Rhein⸗Provinz. Bergsturz.
entsche Bundesstaaten. Königreich Bayern. Entlassungen. — Königreich Sachsen. Der gegenwärtige Landtag. — Freie Stadt Frankfurt. Budget. Vermehrung der Volksschulen. Oesterreichische Monarchie. Preßburg. Ueberschwemmung. Frankreich. Paris. Ankunst des Königs und der Königin der Bel⸗ gier. — Don Enrique in Toulon. — Annahme des Gesetz⸗Entwurfs über Verstärkung der im Innern stehenden Armee⸗Divisionen. — Unru⸗- hen. — Gesetz⸗Entwurf über die Fabrik⸗Arbeit der Kinder. — Rüben⸗ orschlag hinsichtlich der Bankzettel. — Vermischtes. — Schreiben aus Paris. (Anträge, Petitionen und Gesetz⸗Entwürse in der Deputirten⸗Kammer; Konzert zum Besten des deutschen Hülfs⸗ Vereins.) Großbritanien und Irland. London. Hofnachricht. — Nach⸗ richten aus den Vereinigten Staaten und Westindien.
48
Belgien. Brüssel. Die Vermehrung der Senatoren⸗ und Repräsen⸗ tanten⸗Zahl. — Vermischtes.
Schweiz. Kanton Bern. Lawine. — Kanton Basel. Beschluß des Verfassungs Rathes in Bezug auf Religionsfreiheit.
Italien. Turin. Berichtigung. —
Spanien. Schreiben aus Madrid. (Ministerkrisis; die Fractionen
der moderirten Partei; Vermischtes.) Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Preise der vier Haupt⸗Getraide⸗ Arten im Monat Januar 1847. — Berlin. Börse.
—
Der norddeutsche Volksschriften⸗Verein in Berlin. — Hannover. Aufgabe des historischen Vereins für Nieder⸗Sachsen.
Preis⸗
Inland.
Berlin, 27. Febr. Nach dem heutigen Militair⸗Wochen⸗ blatt ist dem Hauptmann a. D. von Brockhusen, zuletzt im 37sten Infanterie⸗Regiment, der Charakter als Major und die Er⸗ laubniß zur Tragung der Unisorm dieses Regiments mit den vor⸗ schriftsmäßigen Abzeichen für Verabschiedete bewilligt; der Haupt⸗ mann und Artillerie⸗Offizier des Platzes Magdeburg, Bergmann, und der Hauptmann und Artillerie⸗Ofsizier des Platzes Glatz, Cra⸗ mer, zu überzähligen Majors, der Erstere zum Compagnie⸗Chef der Zten, der Letztere zum Compagnie⸗Chef der 6ten Artillerie⸗Brigade ernannt; und dem Major von Eberhardt, vom 8ten Infanterie⸗ Regiment, als Oberst⸗Lieutenant, dem Hauptmann Vanselow, vom Landwehr⸗Bataillon 34sten Regiments, als Major, dem Ersteren mit Pension und mit der Regiments⸗, dem Letzteren mit der Artillerie⸗ Uniform mit den vorschr. Abz. f. Verabschiedete der Abschied bewilligt worden.
Demselben Blatte ist als Beiheft pro November und Dezember 1846 ein „Beitrag zu der Geschichte der Feldzüge in Frankreich und am Rhein in den Jahren 1792 und 1793“ aus dem militairischen Nachlaß Sr. Majestät des hochseligen Königs Friedrich Wilhelm's III. beigefügt. In der Einleitung zu dem Beihefte heißt es:
„Die nachfolgenden Reminiscenzen aus der Campagne 1792 in Frank⸗ reich und das Journal der Kronprinzlichen Brigade aus der Rhein⸗Cam⸗ pagne haben sich unter dem militairischen Nachlaß Sr. Majestät des Hoch⸗
seligen Königs Friedrich Wilhelm's III., eigenhändig niedergeschrieben, vor⸗
gefunden. 8 FFhre kriegsgeschichtliche Bedeutung geht aus dem Inhalt selbst genü⸗ gend hervor. In Hinsicht der Abfassung scheint es dagegen angemessen, den
Berlin, Sonntag den 28en
Leser im voraus zu orientiren, daß nach einer in den Reminiscenzen u. s. w. enthaltenen Angabe dieselben nur für den Zweck hingeworfen worden sind, um die Erinnerung leichter wieder beleben zu können, also die in einem fremden Lande, auf dem ersten Kriegszuge und unter historisch denkwürdi⸗ gen Verhältnissen empfangenen Eindrüͤcke nicht zu verlieren.
Wenn es nun zu einer richtigen Beurtheilung historischer Charaktere von keiner geringen Wichtigkeit ist, die verschiedenen Stufen ihrer Entwicke⸗ lung anschaulich übersehen zu können, so hat gerade der vorher bezeichnete Standpunkt der Abfassung der Reminiscenzen für die Geschichte einen äußerst werthvollen Beitrag gegeben, insofern derselbe die Person des hohen Verfassers mit ihren speziellen Erlebnissen, Beziehungen und Gedanken mehr läßt, als dies wahrscheinlich unter anderen Umständen gesche⸗
een wäre.
Dem Vaterlandsfreunde ist aber endlich in diesen von einem geliebten Könige einst niedergeschriebenen Blättern durch ihre unbefangene, klare und rein menschliche Auffassung der Verhältnisse des Lebens und des Krieges ein theures Andenken erhalten worden.“
Rhein⸗Provinz. Am 20. Februar wurde die Stadt Mont⸗ joie von einem ähnlichen Natur⸗Ereigniß, wie Oberwinter, betroffen, nur daß es leicht noch gefährlichere Folgen hätte haben können. Gegen Abend löste sich ein Theil des Berges, an welchen die Stadt gelehnt ist, ab, und eine ungeheure Masse Erde und Steine stürzte herab in die Roer, ein Fabrikgebäude zertrümmernd, ein anderes Haus beschädigend. Der Fluß, der einige Zeit durch die Steinmassen ge⸗ dämmt war, stieg anfangs furchtbar, brach sich jedoch bei der starken Strömung nach einiger Zeit wieder Bahn. Wenn in dem Fabrik⸗ gebäude nicht ein Arbeiter den Berg zeitig genug sich in Bewegung hätte setzen sehen, so daß es auf seinen Ruf allen im Hause Befind⸗ lichen möglich war, sich zu retten, so hätte man noch den Verlust vieler Menschenleben zu beklagen gehabt. 1 Sen SZ
“
Deutsche Bundesstaaten.
Königreich Bayern. Der Deutschen Allg. Ztg. wird aus München vom 23. Februar geschrieben: „Es hält noch immer schwer, aus der Unzahl täglich neu auftauchender Gerüchte und Sa⸗ gen über noch weiter zu erwartende Veränderungen in den Minister⸗ und Präsidentenstellen das Wahre vom Falschen auszuscheiden, um so schwerer, als neben den zufälligen und absichtslosen Entstellungen und Mißverständnissen es auch keinesweges an böswilligen und feindseligen Tageslügen fehlt. Als zwei neue Thatsachen glauben wir melden zu dürfen, daß gestern der Staats⸗Rath, Baron von Hörmann bierselbst, bis auf Weiteres aller jener amtlichen Functionen entbunden worden
ist, die er bieher als Präsident der Regierung von Ober⸗ Bayern hatte, und daß der König eben gestern den Präsidenten Dr. von Fischer in Augsburg (welcher bekannt⸗
lich der auf ihn gefallenen Wahl des Königs zum Verweser des Mi⸗ nisteriums des Innern nicht entsprochen hatte) seiner Functionen bis auf Weiteres enthoben hat. Durch welche Nachfolger Beide werden ersetzt werden, und was an dem Gerüchte Wahres ist, daß Graf von Bray seine Portefeuille⸗Niederlegung bereits vor seiner vor wenigen Tagen erfolgten Abreise nach Neapel zurückgenommen habe, und daß nur die Minister der Finanzen, der Justiz und des Krieges noch ent⸗ weder zu einer gleichen Erklärung zu veranlassen oder zu ersetzen seien, muß um so gewisser dahingestellt bleiben, als wohl in ganz München Niemand sich zu rühmen vermöchte, die betreffenden Absich⸗ ten und Entschlüsse des Königs im voraus zu kennen.“
Königreich Sachsen. Die Leipziger Zeitung vom 20. Februar enthält folgenden Artikel:
„Es sind in Bezug auf die jetzigt Stände⸗Versammlung theils vor, theils nach deren Eröffnung verschiedene Fragen angeregt worden, welche,
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1 2 obwohl auch in weiteren Kreisen zur Diskussion gebracht, doch ihre gründ⸗ liche Erledigung nur auf dem Gehiete des Staatsrechts finden können. Unter diesen Fragen steht gegenwärtig, nachdem die über den v; Bereich eines außerordentlichen Landtags vor der Hand zurückgetreten ist, die Frage über die Rechtsbeständigkeit der dermaligen Zusammensetzung der
zweiten Kammer voran. Von denen, welche sie bestreiten, wird auf wonach am Schlusse
§. 71 der Verfassungs⸗Urkunde provozirt, jedes ordentlichen Landtags ein Drittheil der Abgeordneten der zweiten Kammer ausscheidet. Von denen, welche sie behaupten,
wird auf die Vereinbarung berufen, welche durch die ständische Schrift vom 26. Juli 1837 in Verbindung mit dem Landtags⸗Abschiede vom 3. De⸗ zember desselben Jahres bewirkt worden ist, und der zufolge die ständische Eigenschaft der Austretenden noch bis zur Vollendung der Ergänzungs⸗ wahlen sortdauern soll; worauf die Gegner wiederum repliziren, daß d ese Vereinbarung nicht den Vorschriften entspreche, welche über Abänderungen und Erläuterungen der Verfassungs⸗Urkunde in §. 152 derselben enthalten sind, und überdies nicht die gesehliche Publication erlangt habe). Der erste Satz dieses Einwurfes aber ist faktisch unbegründet, und der zweite Satz stellt eine rechtlich unbegründete Forderung auf. Es ist nämlich unrichtig, daß bei der Beschlußfassung über diesen Punkt die Vorschriften des §. 152 nicht beachtet worden seien. Dieser Paragraph schreibt, so weit dessen Bestimmungen auf den vorliegenden Fall Anwendun vor: 1) die Uebereinstimmung beider Kammern, 2) die nwesenheit vo
drei Viertheilen der verfassungsmäßigen Zahl der Mitglieder in jeder Kam⸗ mer, und 3) eine Stimmenmehrheit von zwei Drittheilen der Anwesenden.
Das Vorhandensein des ersten und dritten Requisits ergiebt sich aus den
Landtags⸗Akten, indem die beistimmende Erklärung in beiden Kammern ein⸗
stimmig ersolgt ist; der Nachweis des zweiten Erfordernisses aber ist aus
der in der staͤndischen Schrift vom 26. Juli 1837 niedergelegten Versicherung,
daß diese Angelegenheit „verfassungsmäßig“ berathen worden sei, zu entneh⸗ men, wenn überhaupt ein gegründeter Zweisel gegen das Vorhandensein
der beschlußfähigen Zahl erhoben werden sollte. Bis zum erfolgten Beweise des Gegentheils wird dieser Versicherung überhaupt die Wirkung beigelegt werden müssen, daß die Vorschriften des §. 152 für eingehalten zu gelten haben. Was aber den zweiten Theil der obigen Behauptung anlangt, daß nämlich jene Vereinbarung nicht die gesetzliche Publication erlangt habe, so ist, insofern darunter verstanden werden soll, daß sie nicht nach Maßgabe der Bestimmungen in §. 87 der Verfassungs⸗Urkunde und des Gesetzes vom 6. September 1834 publizirt worden sei, diese Anforderung rechtlich nicht begründet, da es sich hier nicht um ein Gesetz, sondern nur um eine Er⸗ läuterung eines Paragraphen eines solchen handelte. Derartige Erläute⸗ rungen sind bekanntlich in vielen Stellen der ständischen Verhandlungen, in den Protokollen, Deputations⸗Berichten u. s. w., niedergelegt, und man wirdd die Gültigkeit und Anwendbarkeit derselben mit Grund am wenigsten dann bezweifeln können, wenn die Uebereinstimmung der Re⸗ gierung und der Stände über dieselbe erwiesen ist. Wenn nun, wie im vorliegenden Falle, diese im verfassungsmäßigen Wege erlangte Ueberein⸗ stimmung in zwei besonderen Landtagsschriften (dem Koniglichen Dekret vom 1. März 1837 und in der ständischen Schrift vom 26. Juli dess. J.), so wie in dem auch nach §. 119 der Verfassungs⸗Urkunde in der Gesehß⸗Samm⸗ lung publizirten Landtags⸗Abschiede, ausgesprochen ist, so wird gegen die Rechtsgültigkeit derselben ein gegründetes Bedenken nicht erhoben werden können. Zum Ueberfluß kann noch auf §. 153 der Verfassungs⸗Urkunde verwiesen werden, wo von einer „Uebereinkunft zwischen Regierung und Ständen“ die Rede, aber nichts von einer Publication derselben durch die Gesetz⸗Sammlung gesagt ist.”“)
Der Eisgang der Elbe hat leider in der Gegend von Riesa und Strehla in einem Umkreise von mehreren Stunden nicht unbedeutende Ueberschwemmungen und Verheerungen herbeigeführt und mehreren Dörfern und Rittergütern argen Schaden zugefügt. Die aufgeschich⸗
*) Einen offenbaren Irrthum enthält die von Leipzig aus in dieser Beziehung ergangene Vorstellung, wenn sie sagt, jene Vereinbarung habe einen bestimmten Fall betroffen und sei heute nicht mehr anwendbar; viel⸗ mehr erfolgte dieselbe, wie in den betreffenden Landtagsschriften ausdrücklich hemerkt ist, in der Absicht und zu dem Zwecke, bisher bereits befolgte Grund⸗
sätze auch für die Zukunft festzustellen.
—.
Der norddeutsche Volksschriften⸗Verein in Berlin.
In der zwefiten Hälfte des vorigen Jahrbunderts entwickelte Deutsch⸗ land einen literarischen und poectischen Flor, wie ihn die Welt seit dem Zeitalter der wiedertrwachenden Wissenschaften nicht gesehen hatte. Als er seine Höhe erreicht, trat ein Stillstand ein, während dessen der Ausbruch der französischen Kriege die nationale Kraft auf ein anderes Gebiet lenkte. Nach dem Frieden wurde die Stockung in der geistigen Production noch auffallender; gleichwohl waren die Jahre 1816—1830 für die allgemeine Kultur von großer Bedeutung. Es ging nämlich in ihnen unter der Decke schlaffer Trägheit der Prozeß einer gegenseitigen Ausgleichung vor sich, welche die Resultate höchster Bildurg in die mittleren Schichten der Nation einführte. Es entstand jene Fluth der Unterhaltungs⸗Lektüre, der Conversations⸗Lexika, der gemeinnühigen Bücher, die, so schaal sie an sich immer waren und so wenig Mühe sie ihre Verfasser kosteten, doch die einzige Weise waren, das große Publikum mit den Ergebnissen einer von den Edelsten errunge⸗ nen Kultur zu berühren. 1 8
Dieser Prozeß führte aber als unvermeidliche Folge die Oberflächlich⸗ keit und damit die Verflachung mit sich. Es ist nicht anders: die höchste Bildung ist aristokratischer Natur und nur das Eigenthum weniger Bevor⸗ ugten; in den Massen dagegen kann sie nur als Dilettantismus existiren.
Es mußte daher den Gefahren dieses Dilettantismus vorgebeugt wer⸗ den, dessen Schaden sich namentlich da offenbarte, als die religiöse, die po⸗ itische und soziale Frage diejenigen lebhaft, ja heftig ergriff, die bis dahin noch niemals ihre entscheidende Instanz gewesen waren.
Es giebt kaum ein größeres Unglück, als wenn eine unvollkommene ufklärung an die unteren Schichten der Gesellschaft streift, ihnen den In⸗ stinkt raubt, der bis dahin ihr sicherer Führer war, und zum Ersatz doch
keine abgeschlossene, bewußte Bildung gewährt, die der einzige Stellvertre⸗
ter des nach der Wahrheit glücklich hingewandten Instinktes ist. Wenn
der Funke des Prometheus in die unrechten Hände kommt, so richtet er Unglück an.
Aber der Fall war nun einmal eingetreten, und es half nichts, ihn zu
beseufzen; es galt, ihn mit kräftigen Mitteln zu heilen, die falsche Bildung
durch die wahre, das künstlich Gemachte durch das Naturgemäße zu ver⸗ drängen und niedere Tüchtigkeit in ihrer kräftigen Art zu erhalten, statt durch vornehme Halbheit zu schwächen.
Diese heilenden Mittel führt nun zwar zum Theil das Leben selbst nit sich, das den kranken Gliedern zur Genesung zu verhelfen einen mäch⸗ igen Drang und in dem Korrektiv seiner bildenden Verhältnisse auch die raft dazu besitzt; denn das Gemeindewesen, der Staat, die Kirche, wenn sie auch eine Zeit lang unter dem Einfluß der Verderbniß leiden, stellen sich durch ihre ursprüngliche, über die Willkür entarteter Individuen weit
hinausliegende Gewalt immer von selber wieder her und bessern zugleich diejenigen, welche die Schuld ihrer zeitweiligen Verderbniß trugen. 885
Zum Theil aber mußten besondere Mittel angewandt werden, wie ja⸗ auch ein guter Arzt die selbstheilende Kraft der Natur nicht blos gewähren läßt, sondern wo möglich noch zu unterstützen sucht.
Diese Mittel beoaben in der weisen Benutzung derjenigen Organe, durch welche zum Volk gesprochen wird: der Schule, der Predigt und der Literatur. Es ist keinem Zweifel unterworfen, daß diese drei Or⸗ 1en g den letzten Jahrzehnten ihre Functionen mit gesteigerter Thätigkeit verrichten.
Was zuerst die Schulen anlangt, so ist vor den Gymnasien, die nach wie vor durch das klassische Alterthum zur Humanität, zur Kunst und Wissenschaft zu führen suchen, die Real⸗ und Volkesschule in den Vor⸗ dergrund getreten, mit ihrem Bestreben, dem städtischen und ländlichen Ge⸗ werbe, dem Handel und Ackerbau tüchtige Menschen zuzuführen und die Wege zur Bildung Allen, selbst dem Dorfbewohner, zu eroͤffnen. Hier nun ist alle Vorsicht aufzubieten, daß die Wohlthaten der Bildung ohne ihre Gefahren mitgetheilt, daß die kleineren geistigen Kreise nicht “ über ihren Umfang erweitert, über ihren natürlichen Durchmesser gespannt werden. Nur das Unumstößliche, Unbestreitbare darf in sie gelangen, und Alles muß fern bleiben, was dem Bewußtsein seine Einheit, dem Gemüth seinen Frieden raubt. Denn nur der, dem die b ist, den Zweifel zu überwinden, darf in ihn geführt werden, der à issenschaftliche, der auf Universitäten oder durch eigenes Studium die labyrinthischen Wege der Erkenntniß bis zu ihrem Ausgange durchwandeln kann. Aber unver⸗ zeihlich ist es, die unteren Volkstlassen, die einst für ihr Brod zu arbeiten haben, in dem Frieden tausendjähriger Wabrheit und dem Instinkt zu ihr zu erschüttern, sie in schwebende Fragen einzuführen, zu deren Entscheidung sie weder Mittel noch Zeit haben, sie zur Partei zu machen, wo sie kritiklos sind, und mit dem Splitter im Auge und dem Pfeil im Herzen in ein Leben hinauszustoßen, das für sie nur Mühe und Noth bietet. Es giebt Leute, die das für Aufklärung halten, und die sich aus der inneren Zetrüt⸗ tung, die sie anrichten, nichts machen, wenn sie nur ihren Firniß äußerlich anstreichen können. 8
Was von Seiten des Staats für das Schulwesen geschehen kann, hat Preußen in einer Weise gethan, die in der Geschichte der Kultur einzig dasteht; es hat sich Lorbeeren errungen, nach denen selbst England und Frank⸗ reich vergeblich trachten. Daß Jeder, auch der ärmste Bauerjun e, lesen und schreiben, biblische und etwas vaterländische Geschichte neb Geographie lernt, ist zwar an sich schon viel werth, aber der wahre Segen dieses Volks⸗ Unterrichts wird sich erst zeigen, wenn die weisen Pläne unseres Königs, Sein Volk in ein Volk zu verwandeln, das ans freier Liebe Ihm und den
Gesetzen huldigt, die es durchdringen, sich in ihrem ganzen Umfang ver⸗ 88
wirklichen und ein der Größe der Verhältnisse gewachsenes und auf sie vor⸗ bereitetes Volk sfinden werden.
Die Schule entläßt ihren Zögling, aber nicht die Kirche. Die Schule begnügt sich, ihn mit Kenntnissen auszustatten und seine Anlagen zu ent⸗ wickeln, damit das Leben ihr angefangenes Werk vollende; die Kirche aber umspannt das ganze Dasein von der Geburt bis zum Tode, als eine hö⸗ here Ordnung, ein geistiges Firmament, das sich über Aller Häuptern wölbt. Es ist klar, daß, wo die Schule aufhört, die Wirksamkeit der Kirche erst recht beginnen soll; zur Zeit aber besteht zwischen ihr und dem Volksthum eine Klust, welche auszufullen die Aufgabe erhöhter kirchlicher Bemühungen ist. Bis das geschieht, fällt das Geschäft der Vermittelung der Predigt, als dem Haupttheil des protestantischen Kultus, zu, die sich seit den letzten Decennien frischer, unmittelbar an das Volksbedürfniß gewandt und den den Standpunkt dürrer Lehre auf beiden Seiten verlassen hat.
Zwischen Schule und Kirche in der Mitte stehen zwei höchst merkwür⸗ dige Institute, welche die reinste Darstellung des Pestalozzischen Grundsatzes, daß alle Bildung Selbstbildung sei, und zugleich die frischesten Sprosse und Zeugnisse des verjüngten evangelischen Lebens sind: das rauhe Haus in Hamburg und das Martinsstift in Erfurt. Was diese Anstalten leisten, die sich der Verwahrlosten annehmen, muß den Freund der Pada⸗ gogik und des Vaterlandes auf gleiche Art erfreuen. Tausende von Men⸗ schen, die theils schon Verbrechen begangen haben, theils durch ihre Lage der Gefahr, sie zu begehen, am stärksten ausgesetzt find, werden hier durch die Energie einer thätigen, einfachen, frommen Lebensweise aus vbvsischene und moralischem Elend herausgerissen und Individuen, auf welche die ee schaft kaum mehr rechnen durfte, in ihre brauchbarsten Miugliedg. faul bie delt. An die Stelle des aufgelösten Familienlebens, . bhen Ursache so vieles Bösen und so vieler Uebel ist, setzen diese lasha
ebe, was dem Gesetze zu patriarchalischen Verband und leisten den. aae bie Association ss leisten unmöglich ist; zugleich zeigen sie, umerischen Idealisten wenn sie von praktischen Männern und nicht von träu 8 eleitet wird. geleita g das vritte Bildungsmilte bezeichnenn vn tüe Lge—e an, eann die untersten Klassen lesen lernen, so müssen sie auch p 3 Lesen bekommen. „—ne in allen Händen: Bibel und Gesang⸗ b 98 s 898 Lo, semnic gele hrung und der poetischen Erhebung . . dahen ausschlielich die religiöse Wahrheit zum Inhalt, g. b 8 bchdr bichlieglich zu beschäftigen vermögen nur hochgespannte .A2 M nicht das Volk, das der Abwechselung und Erholung
bedarf. durch Land⸗Bibliotheken und Colporteure eine Fluth
der Henea endehane 8 in die Bauernhäuser dringt und daher durch eine
leiden iennen, .