1847 / 91 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

1820) erklärte der Landesherr nd die Reichsstände een vergleiche nun die Kölnische

eihen (Art. II. esetzes von erathung, nicht als nach den alten Gesetzesworten. Mit die ge Zeitung das, was verliehen wurde. Wir meinen nicht, daß sie tauschen wollen. Will sie das aber nicht, dann mag sie auch E sein. Sie mag nicht hinnehmen, was über das Wort so weit h. reicht, und nebenbei das Wort dnee, 5 ihrer Meinung die neue Gesetzgebung an dasselbe nicht hinanrei ag 4 sene ches 8 über das, was zu erfüllen vorlag, so weit beschr⸗ hen, nicht Worte anwenden, J. 1. für 8 827 wenn sie ehrlich sein will, die Erwartungen, welche sie hegte, we stitutionen nicht E“ und, die starr festgehalten, *„ Umständen wenigstens zu Institutionen mit weit geringeren Gerecht⸗

samen führen mußten.

. Nach einer Bekanntmachung des Ober⸗ üachsen. 8 8 König Allergnädigst geruht, den Kammerherrn, Grafen von Zech⸗Burkersrode auf g Landtags⸗Marschall für die Provinzialstände der Provinz 8* sen und den Geheimen Regierungs⸗Rath, Erbtruchseß des Herzogt Magdeburg und Dom⸗Dechanten zu Naumburg, von Krosigk auf Poplitz, zu dessen Stellvertreter zu ernennen.

* Liegnitz, 6. März. Bei Wittgenau, Kreis Grünberg, ist seit beinahe Hiegact⸗ ein Vraamnkohlen⸗S acht in Brand gerathen, ohne daß man die Unterdrückung dieses Brandes bis zum 2ten d. M. zu bewerkstelligen vermocht hat und ohne die Entstehungs⸗Ursachen dessel⸗ Der Umfang des Brandschadens wird erst angeben lassen.

Sie mag auf In⸗

bersteigenden In⸗

Präsidenten ha

ben ermitteln zu können. nach dessen vollständiger Dämpfung sich .

Die Winter⸗Saaten berechtigen bis jetzt im Allgemeinen zu guten Hoffnungen.

Die Armen der Herrschaft Gräffenstein, hülfe für diesen Winter von dem Herrn Grafen von auf Warmbrunn mit einer Summe von 1500 Rthlr. un⸗ zelnen Ortschaften verhältnißmäßig ver⸗ ger Weise werden die Bedürf⸗ von dem Grafen von Schaffgotsch un⸗ haupt in allen Kreisen des hiesigen Re⸗ s zahlreiche Beweise dafür finden, daß man den aus henden Bedrängnissen Abhülfe zu schaffen be⸗

löwenberger Kreises, werden zur Aus Schaffgotsch terstützt, welche unter die ein theilt wird. In nicht minder freigebi tigen in der Herrschaft Kyna terstützt, wie sich denn über gierungs⸗Bezirk der Theurung der ersten Lebensbedürfnisse entste nach besten Kräften von allen Seiten her

März. Ein entsetzliches Unglückhat heute Gegen 1 Uhr brach eines nenen Backofens den in Folge des kurz zuvor stattge⸗ stürmischen Westwind angefacht, griff und bis um 3 Uhr N 244 Gebäude eingeäschert hatte. Man w Zeit, ungeachtet der unablässigen Th Feuers noch nicht Meister geworden. breitung desselben, konnten die Bewo griffenen Häuser kaum das nackte Leb ermitteln lassen, sind 7 Kinder und ein Dienstm mehrere Menschen wurden no Vieh sind verbrannt. müssen wir uns dieselben vorbehalten.

Deutsche Bundesstaaten.

Herzogthum Braunschweig. Durch des Bürger⸗Vereins in Braunschweig des Staats⸗Ministeriums ein Verein keit entstanden und wird mit dem 11ten Nach den Statuten der Gesellschaft werden, welcher nicht mehr als wöchentli Zwecke hat der Kompetent bei einem d nem Bezirke wohnhaften Vereins⸗ er blos und wie viel zur Miethe, oder ob er für Beides zu sparen be hindurch Verdienst h Nach den

* Halberstadt früh die nahe Stadt W in einem Bäckerhause durch das Zerplatzen ein Feuer aus, welches, durch fundenen Gewitters entst mit reißender Schnelligkeit um sich

ernigerode betroffen.

ar um diese ätigkeit von 16 Spritzen, des Bei der überaus schnellen Ver⸗ hner der von den Flammen er⸗ Soviel sich bisher hat ädchen umgekommen; Pferde und sonstiges en fehlt es noch, und Vergl. unten.)

mittags bereits

An weiteren Mittheilung

die Bemühungen ist daselbst mit Genehmigung zur Beförderung der Sparsam⸗ k. M. seine Wirksamkeit beginnen. Jeder in dieselbe aufgenommen ch 4 Rthlr. verdient. Zu diesem er namhaft gemachten, in sei⸗ Mitgliede Anzeige zu machen, ob oder blos für Winter⸗Vorräthe, ob er das ganze Jahr Sommers sparen könne. lizirter Tarif festgestellt Sparzeit berechnet und gleichen auch die für sich auszeichnende Um solche austheilen und dadurch en Institute ermuntern, auch die und sonstigen Kosten bestreiten zu kön⸗ n den Wohlthätigkeits⸗Sinn der Be⸗ abenden um Unterstützung Am Tage vor dem Termin zur Zahlung gespart hat, eben so, ere Vorräthe einzukaufen. Bis zum he zurücklegen wollen,

abe oder nur während des chentlichen Einlagen ist ein pub und bestimmt, wie die Zinsen am Ende der vertheilt werden sollen, des Sparer zu bewilligenden Prä⸗ zur Theilnahme an diesem heilsam unvermeidlichen Verwaltungs⸗ nen, wendet sich der Verein a wohner Braunschweigs und bit durch freiwillige Beiträge. der Miethe erhält der wenn es Zeit ist, Holz oder and 1. Juli ist solchen, die der Eintritt mit Einla Einzahlungen aussetzt was er zur Einlagen w ter⸗Vorräthen,

tet die Wohlh was er dazu

für die Winter⸗Vorrät gen von beliebiger Größ adurch aus der Gesellschaft und kann, jeder Zeit zurückerhalten, die anderen nur zur Zeit des Einkaufes von Win⸗ Ende des Septembers, zurückgegeben.

sche Monarchie.

(A. Z.) Herr von „ist bis zu diesem „Seine genaue seine auf Einsicht gegenwärtige

Miethe einzahlte, ihm dagegen d. h. nach dem

esterreichi

Wien, 23. Gesandter am Hofe auf seinen Po Verhältnissen beruhenden Sympathieen welches er als das nationalste, land, zugleich aber auch als das ansehen soll, haben viel eigentliche Lage der Ding en Hauptstadt in eine rient durch ein an si war, darf wohl als ein

wir hören, h

Prokesch, diesseitiger Augenblick noch aft mit den gereifter Prüfung griechische Kabinet, beste für Griechen⸗ eundlichsten gesinnte Regierung über die senheit in der

dniß gefährdet

en abgegangen. es Orients,

lärung unserer agen, und seine wo die Erhalt es Mißverstän betrachtet w it der Frage, Unrecht habe, als mit den ülegen, das in orte gewiß eben so tte werden können.

hier immerdar für die vermittelnden

m Moment,

ch unbedeutend günstiger Zufall at man sich hier weniger m beiden streitenden Parteien Recht oder Mitteln beschäftigt, ein Zerwü der sich beleidigt erachtenden P Griechenland chaftlichen Gesinnungen, die man ann man kaum zweifeln, daß Regierung in Konstantinopel thun dürfte, Daß das preußische

rung bereits ins Einvernehmen gesetzt, gleichen Grundsätzen zu behandein, das Bestreben der beiden Mächte,

Macht zu vermehren, und vielleicht ch Gelegenheit zu geben, international Nation gebührt.

wer von den

seinen Folgen nachtheilig wie Bei den freund⸗ Pforte hegt,

dem Königreich

von dem be abinet sich mit unserer um diese Angelege gewährt einen neuen durch Vereinigung ihrer Kr auch den übrigen deutsch durch enges Anschließen an diesel⸗ 5 deutschen

krönt werden.

e Gewicht zu verwirklichen, 3

Frankreich. Sitzungen vom 24.— 26. März. es Innern, warnte in seiner Rede

Deputirten⸗Kammer.

Graf Ducha tel, der Minister d

Z“ 1“ 11 8 gegen den Duvergierschen Antrag die Konservativen vor der ihnen besellten Falle; man wolle ihnen einreden, der Beschluß, das ange⸗

brachte Wahlreform⸗Projekt solle in Betracht gezogen werden, sei

etwas ganz Unschuldiges; die Majorität verpflichte sich ja dadurch nicht, dem Vorschlag weitere Folge zu geben; wollte die konservative

Partei sich durch solcherlei Sephebmen ethören lassen, ihre theuer

erworbene Popularität dürfte bald verschwinden vor der Genugthuung,

die sie der Opposition gegeben haben würde.

„Der Grund der Dinge leuchtet immer vor“, fuhr der Minister fort, „wie gut gewählt auch Worte und Argumente sein mögen, die man aus⸗

edacht hat, ihn zu verstecken. Von der Kammer fordern, sie solle das ahlgesetz von 1831 für schlecht erklären, heißt von ihr verlangen, sie solle erklären, sie selbst sei das Erzeugniß der Corruption, und die Politik, welche seit 15 Jahren vorgewaltet hat, sei allen Interessen des Landes zuwider.

Diejenigen, welche glauben, Frankreich sei seit 1830 im Sinne seiner wah⸗

ren Interessen regiert worden, werden ein Gesetz nicht mangelhaft finden,

das die parlamentarischen Gewalten ins Leben gerufen hat, durch deren Mitwir⸗ kung so viele Hindernisse weggeräumt, so große Schwierigkeiten überwunden wor⸗ den sind. Die Reform des Herrn Duvergier de Hauranne entspricht so we⸗ nig, als das gegenwärtig bestehende Wahl⸗Spstem, den absoluten Prinzi⸗ pien der äußersten Rechten und der äußersten Linken; sie würde den näm⸗ lichen Einwendungen ausgesetzt sein und von denselben Rednern bekämpft werden, wenn sie gleiche Ergebnisse, wie das Wahlgesetz von 183:1, lieferte.

Nach den Resultaten allein ist ein Wahl⸗Sypstem zu würdigen. Nun denn,

man wird uns erlauben, zu finden, daß das Land seit funfzehn Jahren

gut regiert worden ist; man wird uns erlauben, die Ansicht zu hegen, daß die Politik der Opposition nicht die gleichen Ergebnisse würde haben auf⸗ zeigen können. Was mich angeht, ich habe die feste Ueberzeugung,

daß⸗ wenn die Politik der Opposition wäre befolgt worden, 2

das Land in Verwirrung und Agitation gebracht und alle In⸗

teressen gefährdet haben würde; darum hat auch das Land sie verurtheilt.“

Der Redner schließt, indem er die Abstimmung über den Antrag für eine

Kabinets⸗Frage erklärt. „Wird“, sagt er, „die Proposition des Herrn Du⸗

vergier de Hauranne in Betracht gezogen, so ist damit das bestehende Wahl⸗

Geset für mangelhaft erklärt; die Kammer verliert ihr Ansehen, die Re⸗ ierung ihre Stärke; die Stellung wäre unhaltbar. Die Opposition allein

haͤne dann das Recht und die Pflicht, an die Spitze der öffent⸗

lichen Angelegenheiten zu treten. Diejenigen aber, die, mit uns, die konservative Politik für die allein für Frankreich zuträgliche halten; die überzeugt sind die Politik der Opposition könne, nur Alles kompromittiren, im Innern wie nach Außen; diese können sich, in unserer Lage, bei unseren Gesinnungen, nicht ohne Unverstand zu Werk⸗ zeugen einer Politik brauchen lassen, welche die Stärke der Staats ewalt untergraben würde. Zur Leitung der Angelegenheiten des Landes edarf es der Vereinigung der Kräfte aller Gewalten. An dem Tage, wo diese

Kräfte auf irgend einer Seite geschwächt werden, wird die Aufgabe unmög⸗

lich für Männer, die sie mit dem innigen Gefühl ihrer Pflicht, festbehar⸗

rend bei ihren Grundsätzen, zu lösen entschlossen sind.“

Herr Odilon Barrot entwickelte weniger die Nothwendigkeit der Wahl⸗Reform, die seit lange bevorwortet werde und eine Frage sei, die Jedermann kenne, als die Verpflichtung, dazu zu thun, daß etwas, nicht in radikalem, sondern in bemessenem Sinne dafür geschehe. Dem Minister des Innern hielt er entgegen, daß seine Ansicht, die Kammer würde ihr Ansehen durch Erwägung des Vorschlags untergraben, überhaupt jede Re⸗ form verhindern müßte. Schließlich wendete er sich an die konservativen Reformfreunde und forderte sie auf, da sie Reformen jedenfalls am liebsten von dem von ihnen unterstützten Ministerium ausgehen sehen würden, das, was sie diesem schuldig zu sein glaubten, mit dem zu vereinigen, was ihre eigene Ehre und Ansicht fordere. Die Herstellung des Kapitels von St. Denis und die Polizei der medizinischen Studien und Praxis würden sie wohl nicht unter die Reformen zählen. Das könne der Fortschritt nicht sein, der ihnen versprochen worden sei, welche Versprechungen die Opposition nie in Vergessenheit kommen lassen werde.

Herr Guizot bekämpfte den Vorschlag des Herrn Duvergier de Hau⸗ ranne aus drei Gründen, erstens weil derselbe nicht ernst gemeint, zweitens weil er nur eine Partei⸗Maschinerie und drittens weil er eine bloße Grille sei. Der Minister zergliederte den Plan in seinen Einzelnheiten, um dies zu beweisen und zugleich darzuthun, daß damit kein eigentlicher Fortschritt erreicht sein würde. Das jetzige französische Wahl⸗ 1 be⸗ stehe seit dreißig Jahren; eine große Revolution habe diesen Zeit⸗ raum in zwei fast gleiche Hälften getheilt: in der ersteren sei es durch die Regierung selbst angegriffen worden, indem die⸗ selbe sich fortwährend bemüht habe, es zu verfälschen; die Nation aber habe die Pege- denen sie ausgesetzt gewesen, glücklich bestanden und nach der Revolution das Wahlsostem reformirt; von diesem Zeitpunkt an habe es einen ganz anderen Kampf zu bestehen gehabt, aber jetzt eben so über die Anarchie gesiegt, wie früher, unter der Restauration, über die Manöver der Regierung. Und doch wolle man nun ein System verdammen und brandmarken, welches in so kurzer Zeit so schwere und verschiedenartige Proben glücklich durchgemacht. Das sei eine offenbare Undankbarkeit gegen das bestehende Wahlsystem, welches auf zwei großen Prinzipien beruhe, der durch Vermögensbesitz bezeichneten politischen Fähigkeit und der Eintheilung der Wähler in natürliche Gruppen. Diese beiden Prinzipien wolle der vorlie⸗ gende Antrag wesentlich ändern, und das, seiner Ansicht nach, sehr mit Ünrecht. ie Intelligenz allein mit dem Wahlrecht zu belei⸗ hen, scheine ihm durchaus unangemessen, denn man habe ein Recht, von der Intelligenz auch gewisse Proben und gewisse Garantieen für ihr Interesse an den Bedürfnissen des Landes zu fordern. Eben so unzweckmäßig würde eine Störung der jetzigen natürlichen Wäh⸗ lergruppen und eine zu große Begünstigung der bloßen abstrakten Zahl sein. Der Minister erklärte dann die Corruptions⸗Beschuldigungen für sehr übertrieben im Vergleich zu dem, was bei den Wahlen in anderen constitu⸗ tionellen Staaten vorkomme. Schließlich vertheidigte er die Politik des Ministeriums, als die des wahren, besonnenen Fortschrittes.

Nachdem sich noch Herr Berryer für, Herr von Castellane

und Herr Clappier gegen den Vorschlag ausgesprochen hatten, ent⸗

schied die Kammer endlich mit 252 gegen 154, also mit einer Majori⸗ tät von 98 Stimmen, daß sie denselben nicht zur Erwägung zulas⸗

sen wolle. 1

3 5 . 8 a Paris, 27. März. Gestern wurde die gefeierte Künstlerin, Dlle. Mars, mit großem Pomp zur Erde bestattet. Eine unüberseh⸗ liche Menschenmenge begleitete den Leichenzug. Das Todtenamt fand in der Kirche de la Madelaine statt. Das sämmtliche Personal des Theatre français und die meisten Mitglieder der anderen Theater von Paris wohnten demselben bei. Vierhundert Plätze waren um den Katafalk reservirt. Die Zipfel des Leichentuchs hielten Herr Keratry, Vice⸗Prä⸗ sident derbesonderen Kommission für die Königlichen Theater, und die Herren Viennet, Liadieres, Taylor, Auber und Samson. Nach Beendigung der kirchlichen Feier ging der Zug nach dem Kirchhof des Pere La⸗ chaise, wo am Grabe der Verstorbenen mehrere Reden gehalten wur⸗ den, die erste von dem Pair, Herrn Keratry, der eine gedrängte Skizze der theatralischen Laufbahn der Mars gab, welcher Herr Samson, einer der Schauspieler des Theater frangais, noch einige Züge hinzu⸗ fügte, Talma und die Mars als die beiden größten Künstler des neuen Theaters bezeichnend. Das Theater frangais blieb an diesem Abend geschlossen.

Der Polizei⸗Präfekt von Paris hat aus Anlaß des Theaterbran⸗ des in Karlsruhe ein Cirkular an alle Polizei⸗Commissaire erlassen, worin er ihnen aufträgt, stets darüber zu wachen, daß alle Seiten⸗ Ausgänge des Theaters stets frei und praktikabel, nie zugeschlossen, Gedens nur leicht zugeriegelt sein, und daß sich in den Gängen des

heaters, so wie vor oder 2** den Ausgangsthüren, nie hindernde

Gegenstände befinden dürfen. 1 G Det britische Gesandte, Lord Normanby, hat aus Anlaß des in

roßbritanien angeordneten allgemeinen Fast⸗ und Bettages, der auch in

den hiesigen enpglischen Kirchen gottesdienstlich begangen wurde, 2000 Fr. für die nothleidenden Irländer beigesteuert und zugleich den Wunsch ausgesprochen, daß die dielen im Auslande befindlichen Briten, die

keine Gelegenheit hatten, diesen Tag an einem Gottesdienste ihrer

Kirche Theil zu nehmen, ihr Wohlwollen gegen die Nothleidenden in Irland und Schottland durch Einsendung von Beisteuern zu dem

Hülfsfonds bethätigen möchten. G alignani's Messenger erklärte

sich bereit, alle ihm zugehenden Beisteuern zu Iör Die Gesell⸗ schaft des heiligen Vincentius von Paula hat kürzlich 110,000 Fr.

als Ergebniß der von ihr veranstalteten Kollekten zur Unterstützung der irländischen Armen nach Dublin abgeschickt. Die Vertheilung von Anweisungen auf wohlfeileres Brod ist jetzt Gegenstand sorgfältiger Aufmerksamkeit der städtischen Behörden

von Paris. Am 23. März betrug die Zahl der auf solche Art un⸗ terstützten Personen 489,000. Um dem Interesse der Stadtkasse eben so wie dem der ärmeren Einwohner nachtheilige Mißbräuche dabei

zu beseitigen, wurde eine Revision des Verzeichnisses der bisherigen

Empfänger begonnen, und von 236,000 aufgezeichneten Namen sind dabei 31,000 gestrichen worden. neue Anmeldungen ein, und für den April berechnet man bereits die Zahl der erforderlichen Anweisungen auf 365,000 und den Aufwand zu 1,460,000 Fr.

Die Königin Christine hat seit ihrer Ankunft in Paris bereits viele Konferenzen mit dem Finanz⸗Minister und mehreren Mitgliedern der Direction der Bank von Frankreich gehabt. In Folge bessen hat sich das Gerücht verbreitet, sie habe der Bank ein ähnliches Aner⸗ bieten gemacht, wie der Kaiser von Rußland und wolle derselben französische Renten⸗Inscriptionen für ein Kapital von 8 Millionen Francs abkaufen. Es heißt sogar, dieses Geschäft wäre bereits ab geschlossen, und zwar zu dem Durchschnittspreise, welchen die franzö⸗ sischen Renten an der Börse vom letzten 23. März gehabt (nämlich 5proc. Rente 116. 85, Zproc. Rente 78. 90), also zu mehr als 1 pCt. über den für die Uebereinkunft mit dem Kaiser von Rußland bestimmten Course.

Zwischen den Hansestädten und Frankreich sind Verhandlungen eingeleitet, welche den Abschluß eines Vertrages über gegenseitige Auslieferung von Verbrechern zum Zweck haben.

Der Central⸗Ackerbau⸗Kongreß hat sich mit der Woll⸗Produc⸗ tions⸗Frage beschäftigt und den Beschluß gefaßt, die Regierung um Erhöhung des Zolles auf fremde Wolle von 22 auf 33 pCt. zu er⸗ suchen. Es kam dabei zur Sprache, daß feine Wolle in Frankreich sehr wenig mehr produzirt werde, daß die geringeren Wollsorten aber gut mit fremden Wollen konkurriren könnten. Die Einfuhr der frem den Wolle nimmt erstaunlich zu, und trotz des Zolles ziehen die fran zösischen Fabrikanten russische und deutsche Wolle der inländischen vor. Zugleich wurde bemerkt, daß viele Wolle, die als deutsche gilt, austra lische sei, die von England erst nach Deutschland gesendet würde.

Der Progres de Rennes meldet, daß die Sparkasse von Rennes am letzten Sonntage habe 75,000 Fr. herausbezahlen müssen, während nur 3000 eingelegt worden seien. Alle Leute, die ihr Geld holten, sagten der Sparkassen⸗Verwaltung, daß sie diese Vorsicht brauchten, weil sie aus guter Quelle wüßten, daß die Regierung fallen und Heinrich V. zurückkehren werde. Die Regierung soll große Thätigkeit in Hinsicht der Bretagne entwickeln und alle Behör den von Paris aus den Befehl erhalten haben, thätig und wachsam zu sein, da die Legitimisten den Ausbruch einer Insurrection in der Bretagne vorbereiteten.

Paris, 27. März. In der heutigen Sitzung der Depu⸗ tirten⸗Kammer wurden Berichte über erstattet. Herr Rouland bemerkt, daß eine sehr große Zahl von Petitionen über die Unterrichts⸗Freiheit der Kammer zugekommen sind, seitdem er sei⸗ nen Bericht über die Frage vorgelegt hat. Er beantrage daher, daß diese Petitionen an den Minister des öffentlichen Unterrichts ver⸗ wiesen würden. Herr de la Place widersetzt sich der Verweisung von Petitionen an den Minister, über welche noch kein Bericht der Kammer erstattet sei. Die Kammer prach sich gegen den Antrag des Herrn Rouland aus. Damit schloß die Sitzung.

Von der Kommission der Deputirten⸗Kammer für Prüfung des Antrags auf Einführung einer Hundesteuer wünschen vier Mitglieder zwar eine Modification des Antrags, nehmen denselben aber im Prin⸗ zip an; fünf aber sind für gänzliche Verwerfung desselben. Die Ma⸗ jorität der Kommission für Prüfung des Antrags des Herrn Glais Bizoin in Betreff der Post⸗Reform hat sich (mit 5 gegen 4 Stim⸗ men) für Gleichförmigkeit der Brief⸗Tare zu 20 Cts. für alle im In⸗ nern Frankreichs von einem Büreau zum anderen laufenden Briefe ausgesprochen.

In der Pairs⸗Kammer waren die Herzoge von Nemours und Aumale zugegen. Es wurden zuerst Berichte über Petitionen erstattet, vom Kriegsminister der von der Deputirten⸗Kammer bereits angenommene Gesetzentwurf wegen Errichtung eines Militair⸗Spitals zu Vichy vorgelegt und dann zur Verhandlung des Gesetzentwurfs über das Avancement von Lieutenants, die zu besonderen Functionen in den Truppen⸗Corps ernannt wurden, geschritten. 1.“

Großbritanien und Irland.

London, 26. März. Der Morning Post zufolge, befindet sich Ihre Majestät die Königin in gesegneten Leibesumständen und erwartet ihre Niederkunft im Monat August.

Seine Königl. Hoheit Prinz Albrecht ist gestern durch eine De⸗ putation der Universität Cambridge im Buckingham⸗Palaste feierlich zum Kanzler der Universität inaugurirt worden.

Die gestrigen Parlaments⸗Verhandlungen waren von geringem Interesse. Im Unterhause wurde die Berathung über die einzel⸗ nen Klauseln der irländischen Armengesetz⸗Bill fortgesetzt und diesel⸗ ben nach Verwerfung einiger von Herren J. O'Connell und Shaw vorgeschlagenen Amendements sämmtlich unverändert angenommen. Herr Shaw beantragte darauf noch einige Zusätze wegen Besteue⸗ rung der zehntpflichtigen Grundbesitzer nach ihrem Netto⸗Einkommen, welchen Vorschlag der Minister des Innern in Erwägung zu ziehen versprach. Dagegen erklärte sich der Minister gegen den Antrag O’' Connell's, in den Armenhäusern für jede Glaubensgenossenschaft abgesonderie Betzimmer einrichten zu lassen. Im Oberhause wurde auf den Antrag Lord Stanley's beschlossen, die Dokumente über das anstandswidrige Betragen des ehemaligen Gouverneurs von Vandiemensland, Sir Eardley Wilmot, welches seine Abberufung ver⸗ anlaßt hat, dem Hause vorzulegen. 1u1“

Aus den neuesten Berichten aus Dublin scheint hervorzugehen, daß der Mangel im Lande sich neuerdings wenigstens nicht gesteigert hat; wenigstens hat die Entlassung des fünften Theiles der bei den öffentlichen Bauten angestellten Arbeiter am 20sten d. M. ohne Ru⸗ hestörungen stattgefunden. Dagegen greifen Krankheiten und Fieber Feeeeh 98 dehöee . immer mehr um sich, wie denn z. B. im Armenhause zu Cork in voriger Woche wieder mi i⸗ ger als 171 Individuen gestorben sinde h. e si nit wem

Sir George Süupson, der Gouverneur der Hudsons⸗Bai⸗Ge⸗ sellschaft, ist nach langer Abwesenheit in Nord⸗Amerika nach England vuricgeeata . ghar lange B

Die Blätter enthalten lange Berichte über die Art der Feier des vor⸗

gestrigen Fasttages in den verschiedenen Kirchen der und

der Globe kann nicht umhin, über die tri Thei krassen und intoleranten Feentrischen und zum Theil

Aeußerung

zu führen, welche

Es gehen indessen fortwährend

sic einige der jüngeren Mitglieder des Klerus der herrschenden Kirche ei dieser Gele genheis erlaubt haben. 1

Nach amtlichen Aktenstücken über den auswärtigen Handel China's, der sich auf Canton und Schanghae zu beschränken scheint, in den Jahren 1844 und 1845 hatte derselbe in Bezug auf die meisten dort⸗ hin handelnden Nationen im Jahre 1845, mit 1844 verglichen, be⸗ deutend zugenommen. Die britischen Einfuhren waren ungefähr um ein Drittel, die amerikanischen von 2,445,870 auf 3,209,301 und jene der Zollvereins⸗Staaten von 5743 auf 123,530 Piaster gestie⸗ gen. Im Jahre 1844 führte der Zollverein für 122,288, im Jahre 1845 dagegen für 479,973 Piaster aus. Die Gesammt⸗Einfuhren in Canton beliefen sich im Jahre 1845 auf 14,062,811 Piaster, wo⸗ von etwa 10 Millionen durch englische Schiffe eingebracht wurden; die Ausfuhr betrug ungefähr 30 Millionen Piaster, wovon zwei Drittel auf englische Schiffe kommen.

Die britische Flagge ist am 18. Dezember im Beisein vieler Häuptlinge aus Borneo und einer zahlreichen Masse von Malayen zu Pulo⸗Labuan aufgepflanzt. Leider sind bereits mehrere britische Offiziere Opfer des dortigen Fiebers geworden. Labuan wird bald ein wichtiger Stapelplatz werden, zumal da man bereits einen Han⸗ dels⸗Vertrag mit der von dem Sultan von Borneo unabhängigen Republik Kalamantan abgeschlossen hat.

(B. H.) Das U beez at’ hat heute in dem General⸗Comité über die Customs' Duties Bill den Antrag des Kanzlers der Schatzkammer, den Differenzialzoll zwischen Kolonial⸗Rum und britischen Spirituosen auf 9 Pee. statt auf 6 Pce. pro Gallon zu stellen, angenommen, nachdem der Antrag Lord G. Bentinck's, die Bill an ein Spezial⸗Comité zu verweisen, damit erst genau erforscht werden könne, wie sich das Zoll⸗Verhältniß im wahren Interesse der inländischen Fabrikanten stellen müsse, mit 185 gegen 68 Stimmen verworfen worden war. Im Oberha use stellte Lord Monteagle (Spring Rice) am 26sten den Antrag, das ganze irländische Armen⸗ wesen einem Spezial⸗Comité zur Untersuchung zu überweisen, insbe⸗ sondere mit Rücksicht auf die Unterstützung arbeitsfähiger Armen außerhalb der Armenhäuser. Der Antrag ist natürlich gegen die jetzt im Unterhause vorliegende Armenbill gerichtet und soll die mehrer⸗ wähnten Ansichten der „irländischen Partei“ verfechten, deren Haupt⸗ sprecher Lord Monteagle ist. Der Antrag wurde nach längerer Dis⸗ kussion mit 39 gegen 12 Stimmen verworfen.

Der Herzog von Bedford, Bruder Lord John Russell's, ist am 26sten von der Königin mit dem Hosenband⸗Orden dekorirt

worden.

—ord Honden wird sich heute in Portsmouth auf dem Dampf⸗ schiffe „Rattler“ nach dem Platastrome einschiffen. Mit der dänischen Brigg „Margaretha“ sind gestern in Fal⸗

mouth Nachrichten aus Montevideo vom 29. Januar einge⸗ troffen, welche geeignet scheinen, die Aussichten auf eine Beilegung der Streitigkeiten in den Plata⸗Staaten wieder in weite Ferne hin⸗ auszuschieben. Rivera nämlich ist am 26. Januar von einer Abthei⸗ lung der Truppen des General Oribe bei Salto gänzlich geschlagen worden und soll mit nur 30 oder 40 Reitern in Maldonado angekommen sein. Paysandu, Mercedes und Las Vaccas sind darauf von den Truppen von Montevideo geräumt worden, und nur das Fort Colonia wird noch von französischen und englischen Marinesoldaten besetzt ehalten. Nach einer Erzählung soll Rivera dessenungeachtet die Absicht haben, seine zersprengte Kavallerie wieder zu sammeln und mit ihr den Guerillas⸗ krieg im Innern fortzusetzen, wiewohl ihm das Schicksal sicher scheint, von neuem über die brasilianische Gränze getrieben zu werden. Aus Buenos⸗Ayres hat man auf diesem Wege Nachrichten bis zum 22. Januar, die indeß nichts von Bedeutung melden. Ur⸗ qiza, der Gouverneur von Entre Rios, hatte endlich die Maske ab⸗ geworfen und sich entschieden für einen Anhänger von Rosas er⸗ klärt. 8 Nniederlande.

Allus dem Haag, 26. März. Die Regierung hat den Ge⸗ neralstaaten die verschiedenen Dokumente über die Kolonial⸗Einnah⸗

nen und Ausgaben während des Jahres 1846 vorgelegt. Aus den⸗

selben geht hervor, daß die Ausgabe in Niederländisch⸗Indien im ver⸗ gangenen Jahre die Summe von 84,435,638 Fl. und die Einnahme

6,561,135 Fl. betragen habe. Unter den Einnahmeposten sind be⸗ nerkenswerth: Pachtgelder für 15,464,290 Fl.; Land⸗Einnahmen und

andere Dienstbarkeiten 11,764,844 Fl.; Steuern und Abgaben 7,710,452 Fl.; Handel und Bodenkultur 8,014,834 Fl.; Produkte

1 Consignation 36,904,704 Fl. Die Hauptposten der Ausgabe ind: Regierung 482,200 Fl.; Justiz 507,856 Fl.; General⸗Ver⸗ valtung und Polizei 3,486,170 Fl.; Landbau, Kultus, Künste und

Wissenschaften 507,291 Fl.; Civilbauten 503,000 Fl.; Finanzen und

Kultur⸗Beförderung 48,673,157 Fl., worunter der Ankauf der Pro⸗ ukte mit 33,154,905 Fl. figurirte; Kriegs⸗Departement 8,715,903 .; Marine 1,838,150 Fl.; Pensionen und Wohlthätigkeits⸗Anstal⸗

ten 1,081,567 Fl.

Helgien. Brüssel, 28. März. Bevor die Repräsentanten⸗Kammer zu er Abstimmung über den ersten Artikel des Gesetz⸗Entwurfes in etreff der Bildungen gegen die Königliche Person oder Familie

schritt, hatte sie über den Vorschlag des Herrn Garcia auf Ueber⸗ weisung des Art. 11, welcher das Gerichtsverfahren des neuen Ge⸗ setzes auf alle Preßvergehen ausdehnt, an die Sectionen zu entschei⸗ den. Die Kammer nahm diesen Vorschlag und darauf den ersten Artikel des Gesetzes mit 60 Stimmen gegen 19 an. Zwei Mit⸗ glieder, die Herren Osy und Rogier, enthielten sich des Mitstimmens.

Herr Osvy erklärte, nicht dafür stimmen zu können, weil er die Ueber⸗

zeugung habe, daß dies den König betreffende Gesetz nur vorgebracht sei, um überhaupt die Revision der Preßgesetzgebung zu erwirken. Die Worte des Ministers hätten dessen Absicht klar durchblicken lassen. Er würde gern für das Gesetz sein, wenn es ganz isolirt dastände und nicht zum Deckman⸗ tel anderer Pläne diente. Eben so erklärt Herr Rogier, er könne nicht für den Art. 1 stimmen, so lange man nicht über die Bedeutung des gan⸗ zen Gesetzes im Klaren sei.

Bei Art. 2, der die iech ge gegen Mitglieder der Königlichen

Familie berührt, entspann sich eine sehr lebendige Debatte über die Gränze dieser Beziehung, ob darunter blos die Mitglieder in direkter Linie oder auch die Seitenlinien des Königlichen Hauses zu verstehen seien. Herr Rogier machte besonders geltend, daß der Minister ursprünglich dabei er⸗ klärt habe, er wolle dazu die Königin, die Töchter und Söhne des Königs, die künftige Königin Mutter, aber keine andere Personen rechnen, und jetzt gehe er in seinem ultradpnastischen Eifer so weit, entfernte Vettern und Verwandte des Königs auch hierunter zu subsumiren; dies sei des Libera⸗ lismus Belgiens unwürdig; solche entfernte Verwandte fielen unter die Ka⸗ tegorie des Fewöhnlichen Gesetzes. Herr Orts stellte ein Amendement, wonach die

die in diese Kategorie gehören würden; dies wurde aber auch verworfen und der Artikel 2 angenommen.

Nitglieder der Königlichen Familie bezeichnet werden sollten,

Art. 3 bestimmt, daß die, welche solcher Beleidigungen für schuldig be⸗

funden, nach Ablauf der Strafe noch 2 bis 5 Jahre under olizeilicher Auf⸗

sicht gestellt werden sollten. Die C Aufsich Die Centralsection hatte auf

machte, wie unpassend es sei, da Hauptstadt bleiben dug K 2. der schuldig befundene Frevler in der

Herr Orts wies inde

egfallen dieser t angetragen, wogegen der Justizminister insbesondere geltend

darauf hi ves eüsg den 4 benaae t hͤtte Büe s icht di izeili in, daß selbst die französischen September⸗ Gesetze nicht die polizeiliche Auf icht für Preßvergehen aufzustellen gewagt

hätten. Der Artikel wurde darauf mif o dn. 8 f mit 45 gegen 29 Stim en verworfen.

wie die Bestimmung, daß die Beschuldigten selb

413

Eine lange Debane entspann sic über Art. cher Vergehen vor die Assisen gewiesenen Individuen wo möglich noch in der schon eröffneten Assisen⸗Session vor Gericht gestellt werden sollen. Dies,

s vor eine andere Jury als die des Orts, wo die Publication geschehen, gestellt werden könnden, fand starke Anfechtung. Herr Orts schloß sich zuletzt einem Amendement des Herrn van der Eynde an, wonach die Angeklagten vor eine neue Jury verwiesen werden müßten. Der Justiz⸗Minister trat diesem Antrage bei, der dann auch angenommen wurde.

Gestern hat die Repräsentanten⸗Kammer den ganzen Gesetz⸗ Entwurf mit den Modiftcationen, die er im Laufe der Erörterungen desselben erhalten hat, genehmigt.

Im Senate sind die zur Herstellung der Kanäle von Schipdonk und Jelzaete verlangten Kredite von 2 Millionen Fr. bewilligt und der Gesetz⸗Entwurf in Betreff einer Vermehrung der Repräsentanten⸗ und Senatoren⸗Zahl angenommen worden.

Aus einer vergleichenden Uebersicht der Ein⸗ und Ausfuhr des Monats Februar feht hervor, daß, während die Ausfuhr der meisten Industrie⸗Erzeugnisse zugenommen, die der Linnen⸗Industrie in be⸗ ständigem Abnehmen begriffen ist.

Obgleich an allen Thoren Polizei⸗Soldaten und Gendarmen auf⸗ gestellt sind, um die Bettler zurückzuweisen, so hat sich die Anzahl derselben in Brüssel doch wieder sehr gemehrt. Der Violinist Vieux⸗ temps hat ein großes Konzert gegeben, damit durch den gewonnenen Ertrag die Bettler in ihre Gemeinden zurücktransportirt werden kön⸗ nen. Die Noth ist unter den niederen Klassen trotz der günstigeren Jahreszeit bei den hohen Getraidepreisen noch sehr groß.

Nach den ministeriellen Blättern würde der Bau einer direkten Eisenbahn von Brüssel nach Gent über Alost nicht einer Gesellschaft anvertraut werden, sondern der Staat denselben übernehmen, dadurch aber die Sache sich noch sehr in die Länge ziehen, indem andere Un⸗ ternehmungen die Mittel des Departements der öffentlichen Bauten für den Augenblick zu sehr in Anspruch nehmen.

Die liberale Partei hat bei den letzten Gemeindewahlen von Braine⸗le⸗Comte einen vollkommenen Sieg errungen.

Man schreibt aus Antwerpen: „In diesem Augenblicke werden in unserem Hafen auf dem belgischen Schiffe „Antonius“ ein Eisen⸗ bahn⸗Wagen erster und zwei Wagen zweiter Klasse von außerordent⸗ licher Größe nach Italien eingeschifft.“

Von Dour schreibt man, 8g am 23sten Abends bei einem Ge⸗ witter die bösen Wetter in einer benachbarten Kohlengrube zündeten, wobei 17 Arbeiter verbrannt und verstümmelt wurden⸗

Schweiz.

Kanton Bern. In der Rede bei Eröffnung der Sitzung des Großen Rathes am 22sten sprach Herr Niggeler sein Bedauern darüber aus, daß man die Berufung des Dr. Zeller zum Vorwande genommen habe, um gegen die Regierung und die neue Ordnung der

inge aufzuhetzen. Da diese Berufung bereits früher im Regierungs⸗ Rathe angeregt worden, ohne eine solche Aufregung zu verursachen, so erkenne man daraus, daß man nicht eigentlich Religions⸗Gefahr dabei sehe, sondern, daß man etwas Anderes suche. Er sei zwar überzeugt, daß diese Aufregung sich legen werde, daß dieser Hebel, den man angelegt, um die neue Ordnung zu sprengen, gebrochen

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werde, denn das berner Volk sei zu sehr von der Ungereimtheit über⸗ zeugt; doch habe er diesen Gegenstand berühren zu müssen geglaubt. In der Sitzung am 24. März, welche von 8 Uhr Morgens bis 01 Uhr Abend währte, beschloß der G.oße Rath mit 118 Stimmen ge⸗ gen 23, über die Bittschriften gegen Dr. Zeller zur Tagesordnung überzugehen. Die Zuschauer auf der Tribüne brachen bei Bekannt⸗ machung dieses Resultats in stürmischen Beifall aus. Die Mitglie⸗ der vom Jura nahmen weder an der Berathung, noch an der Ab⸗ stimmung Theil.

Kanton Genf. (Eid. Ztg.) Der Große Rath hat den neunten Paragraphen des Verfassungs⸗Entwurfs, den öffentlichen Un⸗ terricht betreffend, angenommen. Die Primairschulen sollen den Un⸗ terricht unentgeltlich ertheilen. Der Grundsatz der Schulpflichtigkeit wurde noch nicht aufgestellt, sondern nur ausgesprochen, daß dieselbe künftig werde eingeführt werden. Sodann kam der Paragraph, welcher von den Stiftungen handelt, zur Berathung. Nach dem Entwurf bedarf nicht nur jede neu zu gründende, sondern auch jede schon bestehende gemeinnützige Stiftung der Bestätigung der Regie⸗ rung. Gegen diese Bestimmung, besonders die rückwirkende Kraft derselben, sprachen sich die Herren Syndikus Cramer, Fazy⸗Pasteur, Rigaud Constant, Demorsier und Cougnard lebhaft aus, und der Be⸗ richterstatter, Herr James Fazy, kam dabei so ins Gedränge, daß er sogar die Sparkassen für schädliche Institute erklärte, weil sie die kleinen Kapitalien aus der Capitulation zögen und den Armen ver⸗ hinderten, dem Armen zu leihen.

Kanton Graubündten. Auf die Reclamation, welche der Kleine Rath wegen des lombardischen Kornausfuhr⸗Verbotes im All gemeinen und besonders wegen der dem Kanton durch Vertrag vom 1. August 1818 zugesicherten freien Ausfuhr an die österreichische Regierung gerichtet, hat der eidgenössische Geschäftsträger in Wien, Freiherr von Effinger, berichtet, die lombardische Kornsperre habe in Wien sehr überrascht und werde daher ohne Zweifel wieder zurück⸗ genommen werden, sobald die lombardische Gränze mit dem erforder⸗ lichen Militair wird versehen sein, um künftigen Unordnungen zuvor⸗ zukommen.

Die sardinische Regierung hat auf die Zuschrift des Kleinen Rathes wegen der im Vertrage von 1818 zugestandenen freien Ein⸗ fuhr eines bestimmten Quantums Getraide aus den sardinischen Staaten in einem sehr verbindlichen Schreiben geantwortet, daß das stipulirte Quantum für Graubündten bezogen werden könne; es möge daher die bündtnerische Regierung dem sardinischen Ministerium nur die Gränz⸗Station bezeichnen, von welcher aus das Getraide für Graubündten bezogen werden solle.

Italien.

Modena, 15. März. Auf Herzoglichen Befehl haben die Kommunal⸗Behörden im ganzen Lande zur größeren Bequemlichkeit und Schnelligkeit der Verbindungen öffentliche Straßenarbeiten im ganzen Lande eröffnet, wobei die Tagelöhner der betreffenden Gemein⸗ den beschäftigt werden. Se. Königl. Hoheit der Herzog widmete diesen Wohlthätigkeits⸗ und Gemeinnützigkeitswerken ansehnliche Geld⸗ beträge aus seinem Privatvermögen. Auch das Ministerium der öffent⸗ lichen Arbeiten läßt bei den Fluß⸗ und Dammarbeiten eine unge⸗ wöhnlich zahlreiche Menge von Taglöhnern beschäftigen. In allen Hauptorten des Herzogthums sind Arbeitshäuser eröffnet, wo den arbeitsfähigen Dürftigen Suppe, Feuerung, Arbeitslohn und Obdoch täglich gewährt wird.

Auch ist der sogenannte „Monte annonario“ (Getraide⸗Spei⸗ cher) eröffnet worden. Es ist bekannt, wie diese großartige Stiftung, welche man der Milde und Großmuth Franz IV., Vaters des regie⸗ renden Herzogs verdankt, weit entfernt den freien Verkehr des Ge⸗ traides in irgend einer Art zu beschränken, einzig dahin zielt, im Falle einer üibermäfigen Getraide⸗Theurung den dürftigen Volks⸗Klassen zu Hülfe zu kommen und die Habsucht der Monopolisten wenigstens in so fern zu zügeln, daß Letztere ihre Speculationen nicht zum unmit⸗

An.. 4, wonach die wegen sol⸗

telbaren Nachtheile der Armen ausüben können. Nachdem der hohe Nothstand eingetreten, ist die Annona für das Maismehl bereits seit dem 4ten und für das Weizenmehl seit dem 21. Januar d. eröffnet worden. Die beiden genannten Lebensmittel⸗Gattungen wer⸗ den gegen ein Zeugniß des Pfarrers den Dürftigen in der Quanti⸗ tät von 2 Pfund pro Kopf täglich und um einen weit unter der Satzung stehenden Preis überlassen. Die Ablassung der gedachten Artikel von Seiten der öffentlichen Speicher wird um den gegenwär⸗ tig festgesetzten Preis bis Ende Juni d. J. und selbst für den Fall fortdauern, als die Marktpreise noch höher steigen sollten. 4

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Madrid, 22. März. Vorgestern ließ die Königin dem englischen Gesandten ihr Bedauern ausdrücken, daß sie ihn Tagss zu⸗ vor nicht empfangen konnte, und ihn zugleich zu einer Audienz ein⸗ laden. Der Gesandte verfügte sich zur bestimmten Stunde in den Palast und verweilte, über eine Stunde bei der Königin. „Er soll sie auf die Intriguen aufmerksam gemacht haben, welche die Ultras der Moderirten gegen sie schmieden. Der Gesandte zeigte sich sehr befriedigt durch das Ergebniß seiner Besprechung und fertigte in voriger Nacht einen Courier nach London ab.

Die vertrauten Rathgeber, welche bei dem Gemahl der Königin Gehör finden, haben ihn veranlaßt, allen Personen, deren Gesinnun⸗ geu den geringsten Argwohn erregen, den Zutritt zur Königin zu verweigern. Dem alten, wegen seiner gemäßigten Ansichten bekannten General Manso, der in seiner Eigenschaft als General⸗Capitain von Madrid täglich von der Königin empfangen wurde, hat man die Anweisung ertheilt, diese Würde vorläufig niederzulegen, und der General Fulgosio, Schwager des Her⸗ zogs von Rianzares, ist jetzt mit diesem Amte bekleidet worden. Die Ultras beabsichtigen, dem Könige einige der ihrigen, wie die Gene⸗ rale Pezuela, Mazarredo, als Adjutanten an die Seite zu stellen. Sogar von einer Regentschaft soll unter diesen Leuten die Rede ge⸗ wesen sein, und die Herren Donoso Cortes und Gonzalez Bravo werden als Urheber dieser Intrigue bezeichnet.

Der Clamor publico sagte gestern: „Was wird Europa von diesen Menschen denken, die bei der bloßen Ankündigung eines ihren Interessen ungünstigen Systemwechsels sich so sehr entsetzen, daß sie gegen die Königin selbst in Schmähungen ausbrechen? Die Sprache der Ultra⸗Moderirten ist die einer Bande von Rebellen, die keinen Anstand nimmt, sich dem Thron gegenüberzustellen, und sich von den Entscheidungen der Königin an die Dazwischenkunft der bewaffneten Macht zu berufen u. s. w.“

Der General Serrano wird in dem Amtsblatte vorgeladen, sich binnen dreißig Tagen vor dem Kriegsgerichte zu stellen, um sich we⸗ gen seines Ungehorsams zu verantworten.

Die Regierung ließ im Februar vermittelst ihrer Behörden Un⸗ tersuchungen über die im Lande befindlichen Kornvorräthe anstellen. Die Ergebnisse derselben deuteten auf einen bevorstehenden Mangel, indem die Gemeinderäthe, in der daß ihnen neue Ab⸗ gaben auferlegt werden sollten, die Bestände ihrer Kornvorräthe mei⸗ stens viel zu niedrig angaben. Die Regierung ließ sich dadurch zu der Maßregel verleiten, unter dem 14ten d. die Korn⸗Ausfuhr zu Lande und zur See zu verbieten und dagegen die Einfuhr für den Fall, daß die Fanega Weizen auf den Preis von 70 Realen stiege freizugeben. Diese Verfügung, die allgemein getadelt wird, hat nur dazu geführt, die Preise in den Gegenden, wo augenblicklicher Mangel herrscht, zu steigern, Volksaufläufe hervorzurufen, und zugleich die Kapitalisten, welche große Korn⸗Vorräthe zum Behufe der Ausfuhr ankauften, in die größte Verlegenhit zu setzen.

Zu Anfang dieses Jahrhunderts waren in Spanien 1403 Qua⸗ drat⸗Leguas dem Anbau von Weizen gewidmet. Damals bedurfte man einer Einfuhr von wenigstens 10 Millionen Fanegas. Jetz; werden 2800 bis 3000 Quadrat⸗Leguas mit Weizen bebaut; das Land erzeugt 110 ½ Millionen Fanegas, von denen die Einwohner nur 90 Millionen bedürfen. Das Uebrige wird ausgeführt. Die

letzten Aerndten gewährten Ueberfluß, und große Beträge an Weizen und Mais wurden bis zum Oktober und jetzt wieder Fei dem Fe⸗ bruar von S. Sebastian, Santander, Vigo nach England und Frank⸗ reich ausgeführt. Sogar in Andalusien, wo die Preise bedeutend estiegen wnren, wurde Weizen für die Ausfuhr nach Algier aufge⸗ auft. Die eingetretene Theurung an der Küste erklärt sich aus den schwierigen und höchst kostbaren Verbindungsmitteln, für deren Er⸗ leichterung die verschiedenen moderirten Ministerien nichts gethan ha⸗ ben. Die Kosten des Transportes verschlingen auf eine Entfernung

von je 32 Leguas in der Regel den inneren Werth des Getraides

Daher herrscht Ueberfluß in den inneren Provinzen des Landes

drückendder Mangel an den Küsten. Während in Alt⸗Casti

lien, einigen Gegenden Estremadura's die Fanega Weizen zu 36 Realen verkauft wird, bezahlt man sie in Madrid mit 64, in Cartagena mit 78, in Algestras mit 82 Realen. Noch in der ersten Hälfte dieses Monats wurden 3 ½ Millionen Fanegas Weizen und 600,000 Fanegas Mais zur See ausgeführt. Nun aber erleiden die Spekulanten, welche im Innern des Landes große Vorräthe anfkauf⸗ ten, um sie an die Küsten zu bringen und entweder nach dem Ausland oder anderen Punkten der spanischen Küste zu verschiffen, in Folge des plötz lichen unbeschränkten Ausfuhrverbots die empfindlichsten Verluste. Als da Verbot erfolgte, befanden sich allein auf der Landstraße von Valladolid nach Santander 40 Millionen Fanegas Weizen zu dem Werthe von zwe Millionen Piastern. Daraus folgt, daß die Preise dort, wo Uebe fluß herrscht, noch tiefer fallen und der Landmann zu Grunde geht der Mangel und die Theurung aber an den bedrängten Punkten de Küste auf das drückendste zunimmt. Die Regierung verbot unbedingt die Korn⸗Ausfuhr zur See, ohne zu bedenken, daß die Einwohner Cataloniens, Valencia's, . Andalusiens, verhungern müssen, wenn ihnen nicht der nebease Castiliens aus den Häsen der Nordküste und Galiciens degefü rt wird. Nicht einmal der Zeitpunkt, von welchem an die Ausfuhr untersagt sein soll, ist in dem angeführten Dekrete festgesetzt. Dieses diente nur dazu, den Bewohnern der Küste die Befürchtung einzuflößen, daß der Mangel viel drückender wäre, als er in der That ist. Daher kam es zu den Volks⸗ Aufläufen in Galicien, wo man die zur Verschiffung bestimmten Weizen⸗ und Mais⸗Ladungen (am 11ten, 13ten, 14ten) mit Gewalt zurückzuhalten suchte. Lee Die Minister verkannten nicht das Uebereilte ihrer Maßregel und erklärten am 17ten im Kongresse, daß das Ausfuhr⸗Verbot sich nicht auf die Verschiffung von einem Hafen der Hesbee nach an⸗ deren Punkten der spanischen Küste erstrece. Auch drecg 288 . den Cortes binnen 8 Tagen einen den Kornhandel 88 rg- 8. setz⸗Entwurf vorlegen zu wollen. Ein von egevn rif wexve ge. stellter Antrag, das Dekret vom 14ten als 5 fugnisse der Cortes zu mißbilligen, wurde darauf di

gegen 40 verworfen.

ägt die Aufhebun der städtischen Eingangs⸗A ga⸗ ben Se enn. Rheis belastet waren, ser Ermäbi⸗ gung der Preise bei. Hier in Madrid sind Vorräthe für den Be⸗

darf von zwei Jahren aufgehaäu

8 günstig 8 E8 88 Seee c., h ge Weihen in der ersten Hälfte dieses Mo⸗

uel, Burgos, Salamanca, Valencia 35 bis 45 nn * ren 8,5. Plasencia, der Mancha 45 bis 55; in Malaga,

2 und die Aussichten der nächsten