mal im Monat regelmäßig und die Minister jede Woche sich versam⸗
meln. Nun ist auch für die Verwaltung des Militair⸗Etats eine Kommission ernannt, die ihr Gutachten über diesen Zweig dem Staats⸗ Secretair einzuliefern hat. Unter den Mitgliedern der Kommission bemerkt man die Namen der Fürsten Barberini und Rospigliosi, so wie den Obersten Armandi, der früher zu den Kompromittirten ge⸗ zählt wurde.
Am 31. März ist der heil. Vater vom Quirinal nach dem Pa⸗ last des Vatikans gezogen, wo er indessen nur während der Oster⸗ feier residiren wird. Seit Jahren sind hier nicht so viele Fremde zu den Functionen der heiligen Woche und der Osterfeier als gegenwär⸗ tig erschienen, daher das Gedränge zu der Fußwaschung, zur Spei⸗ sung der Pilger und der Ertheilung des Segens am heutigen Tage über alle Beschreibung groß ist. 8
Durch die Vorsorge des Papstes ist seit gestern hier ein Ma⸗ gazin eröffnet, wo die Bäcker den Rubbio Weizen zu 12 Scudi er⸗ halten können, während der Marktpreis ein Drittheil höher steht. Außerdem werden viele Schiffsladungen von Odessa, wo sie längst bestellt sind, hier und in Ancona erwartet, so daß wohl Alle, die auf Steigerung der Preise zählen, sich verrechnen. Die Einwohner in
dem Stadttheil Borgo hatten am 31. v. M. eine Deputation an den heil. Vater nach seinem Eintreffen im Vatican geschickt, die ihm in aller Ehrfurcht die Summe von 100) Doppien zu seiner Verfü⸗ gung stellte, welche dazu bestimmt gewesen, seine Ankunft durch Feuer⸗ werk, Triumphbogen ꝛc. zu verherrlichen; aber, auf die allgemeine Noth blickend, bäten sie ihn, darüber zu verfügen. Der Papst ließ das Geld den Armen dieses Stadttheils zukommen.
Es steht nun in Aussicht, daß hier auch eine halbamtliche poli⸗ tische Zeitung erscheint, welche Professor Orioli leiten wird. Der Con temporaneo, welcher jetzt wieder regelmäßig herauskommt und eben so frei als früher sich ausspricht, hat sich umsonst alle Mühe gegeben, halbamtliche politische Artikel geben zu dürfen. Man will dem alten Diario di Roma sein Privilegium erhalten. Dem jetzi⸗ gen Herausgeber, Ritter G. de Angelis, wurde die Direction von Se XVI. im Februar 1843 übertragen. Bis dahin hatte von 1804 her der verstorbene Cavalletti die Leitung desselben in den schwierigsten Zeiten vorgestanden; das frühere Blatt wurde von den
äpstlichen Cubicularii herausgegeben.
8 Turin, 3. April. (A. Z.) Der französische Gesandte, Graf Mortier, hat an das hiesige Kabinet energische Vorstellungen gerich⸗ tet, damit den Waffensendungen nach Spanien und für Rechnung der arlistischen Faction in Catalonien ein Ende gemacht werde.
Dem Vernehmen nach, ist die bekannte sardinisch⸗ österreichische Handels⸗Differenz auf dem Punkte, indirekt ihre vollständige Lösung zu erhalten. Es ist nämlich von Seiten des wiener Kabinets hier
der Antrag gestellt worden, alle früheren Differenzpunkte fallen, jede
Diskussion und Verhandlung darüber aufhören zu lassen, einfach zur
Schließung eines neuen Handels⸗Vertrages zu schreiten und so die kommerziellen Beziehungen der beiden Staaten neu zu begründen und festzusetzen. Dieser von Oesterreich aus gestellte Antrag ist von der hiesigen Regierung mit Bereitwilligkeit aufgenommen worden, und es werden demnach in kurzem von beiden Seiten die zur Schließung des
Handels⸗Traktats nöthigen Kommissarien ernannt werden.
Ihsmssen.
Madrid, 5. April. (Journ. d. Débats.) Die Königin erschien gestern Abend im Theater zu der Vorstellung eines neuen Drama's „Fernando de Antequera“, dessen Verfasser Don Ventura de la Vega, der so eben ernannte Privat⸗Secretair Ihrer Majestät, ist, und wurde vom Publikum mit lebhaftem Zuruf begrüßt. Auch auf ihren Spazierfahrten, die sie in den letzten Tagen, wie gewöhn⸗ ich, in offenem Wagen nach dem Prado machte, begleiteten sie laute Viva's.
Man versichert, der Herzog von Baylen habe den ihm angebo⸗ tenen Fez General⸗Capitain der Hellebardiere nicht angenom⸗ men; auch der Herzog von Castro Terreno soll diese Stelle 1 — — Stell usge⸗ schlagen haben. 1 1
Das an der portugiesischen Gränze unter dem Kommando des WE“ de Concha zusammengezogene Observations⸗Corps von 12,000 Mann soll, wie es heißt, auf den ersten Befehl i
1000 en Befehl in Por⸗
tugal einrücken. „ Wie verlautet, will der neue Finanz⸗Minister von den geistlichen Gütern die unter dem Namen propios bekannten und die der wohl⸗ thätigen Institute zu verkaufen fortfahren, um die Schuld in Ord⸗ nung zu bringen und den Klerus mit 3proz. Obligationen zu dotiren.
Das Budget soll, dem Vernehmen b Set werden. g 1 hmen nach, bedeutend reduzirt ö
8
Sriechenland
8 Ancona, 5. April. Den letzten Nachrichten aus Griechenland zufolge, hat Herr Kolettis auf Befehl Sr. Majestät des Königs Otto an den österreichischen Staatskanzler ein Schreiben gerichtet, worin dem edlen Fürsten für die in der griechisch⸗türkischen Differenz hh ten Rathschläge der Dank des Königs ausgesprochen und zu⸗ 82 e denseiten die Bitte gestellt wird, der griechischen Regierung
12 acaes und weisen Rathschläge immerdar angedeihen zu lassen⸗ anf pes Herrn nächtigen Beistand entziehen zu wollen. Das Schrei, voohl ng- Kolettis ist bereits auf dem Wege nach Wien, wo es
h zum öten oder 6ten d. eintreffen dürfte.
1 Türkei.
öööö 5 März. Die türkische Staats⸗ einen Artikel über das Srarg 38 (28. März 1847) enthält eweh. Kbaccge er de arantainewesen im türkischen Reiche, worin 1z Anderem heißt: „Es liegt am T 3 gierung Sr. Hoheil des Shnlto- 8 am Tage, daß unter der Re⸗ ottomanischen Staaten einer ver 6 e,e deee⸗ Anstalten und vielsacher Nut sprechenden Einrichtung sich erfreuen
acher Nutzen und Vortheil dem L S dense sen sind. Die auswärti heil dem Lande aus denselben erwach⸗ sind. luswaͤrtigen Höfe würdigten dies s
züglicher Aufmerksamkeit und igten diesen Gegenstand vor⸗ glich merkso und Beachtung. Kaufleuten, Waaren und dergleichen, die sich an der Gränze eine lange und bestimm e Zeit der Quarantaine⸗Verfahren nicht unterzogen 1 a⸗ “ . versagt. Es wurde anerkannt, daß diese Maßregeln auf di B Fe des Handels störend einwirkten. Demzufolge hat die Kais 1eans reichische Regierung, mit Bezug auf die zweckmäßige Einrichtu a Quarantaine in den ottomanischen Staaten, die Dauer der g v⸗ Gränze befindlichen Quarantaine sowohl für Kaufleute 88 288 für Sachen bedeutend . und die darauf bezüglichen Kanb⸗ machungen mittelst Druck bekannt gegeben. Das Vertrauen, welches
492
litischen Zustand als jenen der öffentlichen Gesundheit in der Pro⸗ vinz als vollkommen befriedigend dar. 29
ESEisenbahnen.
Berlin, 14. April. In der Sitzung des Vereins für Eisenbahnkunde vom 13ten d. M. gab der Vorsitzende mehrere Notizen aus dem dem Vereine übersandten „Nachweis der Personen⸗ Frequenz und Einnahme auf der Ungarischen Centralbahn“ und „dem Protokolle der diesjährigen General⸗Versammlung der Kaiserl. privi⸗ legirten ersten Eisenbahn⸗Gesellschaft“ (Budweis⸗Linz⸗Gmunden). Herr Landgerichts⸗Direktor Odebrecht las einen Aufsatz, in welchem die Art, wie die Eisenbahn⸗Directionen mit gefundenen Sachen ver⸗ fahren, mit den darüber bestehenden Landesgesetzen verglichen und nachgewiesen wurde, daß letztere in dieser Beziehung unzulänglich sind. Zugleich machte Herr ꝛc. Odebrecht Vorschläge, auf welche Weise diese Angelegenheit gesetzmäßig zu ordnen sein möchte. — Herr Fabriken⸗Kommissions⸗Rath Brix sprach mit Hinweisung auf die be⸗ treffenden Artikel in der Eisenbahn⸗Zeitung, über Entstehung und allmälige Entwickelung der Eisenbahnen, über einige Ergebnisse des Betriebes der belgischen Eisenbahnen, über Wild's neuen Sicher⸗ heits⸗Ausweicher, über die Ausdehnung der elektrischen Telegraphen in Nord⸗Amerika und über Zeit⸗Regulirungen für Eisenbahn⸗Statio⸗ nen unter verschiedenen Längengraden. Herr Geh. Finanz⸗Rath Mellin machte mehrere Andeutungen über die Wege, welche die englisch⸗ostindische Ueberlandpost, mit Rücksicht auf die nach und nach zu vollendenden Eisenbahnen, durch Deutschland nehmen werde, und hob die Wichtigkeit dieses Transports im Allgemeinen hervor. — Der Vorsitzende und Herr Lieute Lieb ben ferner eini — Borsitzende und Herr Lieutenant Liebe gaben ferner einige No tizen über den Ursprung der Dampfschifffahrt. — Schließlich las Herr Bau⸗Inspektor Hoffmann einen Aufsatz über die Anlage der Empfangsgebäude und der Parrons auf Eisenbahn⸗Stationen, wo aus entgegengesetzten Richtungen ankommende Züge sich kreuzen, und entwickelte die verschiedenen Vortheile und Uebelstände, welche aus der Anlage des Empfangshauses zwischen den beiden Bahnlinien oder an der Seite derselben entspringen. I
Hannover, 12. April. Zufolge einer Bekanntmachung der Königlichen Eisenbahn⸗Direction soll die Bahnstrecke zwischen Celle und Harburg in nächster Zeit dem Verkehr übergeben und die Be⸗ triebs⸗Verwaltung von einer Königlichen Eisenbahn⸗Betriebs⸗Inspection in Lüneburg übertragen werden. 1
Handels- und Börsen-Rachrichten.
Berlin, 15. April. Es herrschte auch heute eine große Flauheit in den Coursen der meisten Eisenbahn⸗Papiere, wovon auch volle Actien nicht ausgeschlossen blieben, sondern um c. 1 % gewichen sind. Das Geschäft ist, ungeachtet der Reactionen, unbedeutend, da es an auswärtigen Ordres fehlt. Von London den 12ten sind Consols 85;— ¼ notirt (schlossen jedoch 86), was auf unsere heutige Börse nachtheilig wirkte.
auf diese Weise Enropa in die ottomanischen Quarantainen setzt, wirkt also wieder erleichternd auf die mit den fremden Höfen bestehenden Hanbels⸗Verhältnisse zurück. Diese Anstalt ist eines der schönsten Werke unseres Sultans, und daß sich nunmehr nach innen und nach außen ihr Nutzen auf eine so erfreuliche Weise herausstellt, ist ein Resultat, das nicht genug gewürdigt werden kann, und das wir, von Dank erfüllt, zur bffentlichen Kenntniß bringen.“
1 Eine der bedeutendsten Seiden⸗Fabriken in Brussa gerieth im 8f „ Sfee 1— in 8. und wurde fast gänzlich ein n. er S ela 1 ingste Angabe auf 250,000 Piaster. 98 iheeeaen 19 neg “
Wö Getraidepreise blieben auch heute steigend. Roggen 10c% 98—400 Rthlr., pro Frühjahr 90 —91 Rthlr. bez., Juni / Juli 84 Rthlr., Juli/ Aug. Wineehn. “ 10½ 1g Sept./ Okt. 11 ⅔½ Rthlr. Durch den Friedr. ilh. Kanal passirten 135 Wspl. Weizen, 248 Wspl. Roggen, 48 Wspl. Hafer, 220 Wspl. Gerste. 8 8 ge 1
Paris, 11. April. Die Börse war in der abgelaufenen Woche sehr bewegt durch schwankende Gerüchte in Betreff der Modificationen, welche vom Minister der öffentlichen Arbeiten bei den Kammern zu Gun⸗ sten der neuen Eisenbahn⸗Gesellschaften beantragt werden sollen. Die Lage wurde noch verschlimmert durch die des londoner Marktes. Die Reserve der Bank von England nimmt mit jeder Woche so regelmäßig und stark ab, daß in England ernstliche Besorgnisse dadurch rege geworden sind. Vom 1. Januar bis Ende März hatte diese Abnahme 5 Millionen Pfd. St. betragen, obgleich die Bank einen Theil ihrer Renten verkauft hatte, um die Ausfuhr des baaren Geldes decken zu können. In der letzten Woche
Nachrichten aus Syrien vom 15. März stellen sowohl den po⸗
Markte bringen, so daß die Märkte, zumal der Niederseine, wohl versorgt sind, der Stand der Saaten bei dem ihnen so günstigen Wetter auch zu den besten Hoffnungen auf eine reichliche Aerndte berechtigt, so ist zu hof⸗ fen, daß dieses augenblicklich wieder eingetretene Steigen nicht andauern werde. Jedenfalls ist für die zweite Hälfte des April eine Verminderung der Brodtaxe zu erwarten, welche vor Allem der Stadtkasse von Paris zu gut kommen wird. 8
Berliner Börse. Den 15. April 1847. Pr. Cour. Brief. Geld.
92 ½
Pr. Cour. Brief. Geld. Gem
Fon ds.
Kctien. 8
St. Schuld-Sch. Prämien-Scheine d. Seeh. à 5 ⁄T. Kur- u. Neumärk. Schuldverschr.’e Stadt- Obligationen Westpr. Pfandbr.]² Grossh. Pos. do. do. do. Ostpr. Pfandhbr. Pomm. Kur- u. Neum. do. % Schlesische do. v. Staat ga- Lt. B.
92² 90
4 40;
5 101½ 108
Hrl. Potsd. Magdb. 4 V do. Prior. Oblig. 4 do. do. B.-St. E. Lt. A. u. B. Bonn-Kölner Esb. Br.-Schw.-Frb. E. do. do. Prior. Obl.- Cöln-Minden. v. e.* Düss. Elb. Eisenb. do. do. Prior. Obl.]* Magd.-Malbst. Eb. Mgd. Lpz. Eisenb. — do. do. Prior. O bl I 4 Niedersch.-Märk. 4 do. Priorität 4 do. Priorität 5 Nied.-Mrk. Zwgb. 4 do. Priorität 4 ½ 5„[0 b.-Schles. E. L. A 4 Prior. 4 Lt. B. — Rhein. Eisenb.
do.
Berliner
do.
do.
rantirt. Gold al marco. Friedrichsd'or. And. Gldm. à 5 Th. Disconto.
do. do. — do. Stamm-Prior. (voll eingezahlt) 4 do. 40. Prior. Obl. 4
do. v. Staat garant. 3 ½
Aectien. Brl. Anh. Lit. A. do. do. Prior. Obl. 4 Berlin-HIamb. 4
do. Prioritüt 4 ⅓
110 ¾
96 ½
Thüringer
Wilh.-B. (C.-O.) 4
Pr. Cour. Thle. zu 30 Sgr. Brief.] Geld.
140 ½ 139 ⅔ 150 ⅔ 1¹9 21 79 ⁄,2½ 101½ 101 ½ 99½
mechsel - Cour s.
250 Fl. 250 Fl. 300 Mk. 300 Mk. 1 Lst. 300 Fr. 150 Fl. 150 PFl. 100 Thlre.
Kurz 2 Mt. Kurz 2 Me. 3 Mt. 6 2 Mt.
2 Mt.
2 Mt.
2 Mt.
8 Tage
2 Mt.
2 Mt.
3 Wochen
140¼ 139 150 ½
Amsterdam.. do. HIamburg. . do. London
EI11141415“ Wien in 20 NXr.
Augsburg ÿ. . EEö1“ Breslau .
Leipzig in Courant im 14 Thl. Fuss, 100 Thlr.
100 PFl. 100 SRbl.
Frankfurt a. M. südd. W.ü. . 86 56 14
Petersburg .
Auswärtige Börsen.
Amsterdam, 1I1. April. Niederl. wirkl. Sch. 58 .
Antwerpen, 10. April. Zinsl. —. Neue Anl. 18 ½.
Frankfurt a. M., 12. April. 5 % Met. 107 ¼. ¼. BHauk-Actien p. ult. 1896. 94. Bayr. Bank-Actien 667 Br. Hope 87 ¼ G. Stiegl. 87 ½ G. Int. 57 7. 5,65 Poln. 300 Pl. 96 Br. do. 500 Fl. 79 ½. Hamburg, 13. April.“ Bank-Actien 1590 Br. Engl. Russ. 106 G. Wien, 12. April. 5 % Met. 107 ½. 4 % do. 97 ½. 3 % do. 69 ½. Bank- Actien 1583. Aul. de 1834 153. de 1839 118 ½. Nordb. 169. Gloggn. 121 ½. Mail. 108 52. Livora. 92 ½. Pest. 98 5822. Budw. —.
5 % Span. 18 ⅞.
Viefanmnntmkchg.
wurde auf zwei Schiffen, der „Cambria“ und der „Sarah⸗Sands“, 800,000 Pfund Sterling (oder 20 Millionen Franks) baaren Geldes nach Amerika eingeschifft, und diese letzte Versendung, welche zu London große Sensation hervorgebracht hat, veranlaßte die Spekulanten zu dem Glauben, die Bank von England werde sich entschließen, ihren Diskontosatz zuerst auf 4 und dann bald nachher auf 5 ½ pCt. zu erhöhen. (S. den Art. En gland in unserem gestrigen Blatte, wo bereits die Crhöhung des Diskonto auf 5 pCt. gemeldet ist.) Sie hatte bereits eine provisorische Maßregel genommen, welche von großem Belang schien: sie bedeutete am 2. April den das Diskonto⸗Geschäft betreibenden Häusern, daß sie keine Billette mehr annehmen werde, deren Verfallzeit über den 17. April hin⸗ ausreichen würde. Diese Maßregel veranlaßte ein neues Sinken der eng⸗ lischen Consols, welche seit acht Tagen um ein pCt. gefallen sind. Da man auch wußte, daß die Reserve der Bank von Frankreich, welche sich am 25. März nur auf 77 ½ Millionen belief, neuerdings in Folge der Zurückzie⸗ hung eines Theils der dem Schatze gehörigen Gelder um 17 Millionen abgenommen hatte, so zeigten die Course aller Werthe auf dem pariser Platze eine beständige Neigung zum Sinken. Man wollte wissen, die Re⸗ gierung finde Schwierigkeit, ihre Schatzbons zu 4 pCt. auf ein Jahr unterzu⸗ bringen, und gedenke daher, den Zinsfuß derselben auf 4 ½ vCt. zu erhöhen, um etwa 40 Mill. von der schwebenden Schuld zu erlangen. Es ist noch zuglauben, daß der Finanz⸗Minister nicht von nöthen haben werde, eine solche Maßre⸗ gel zu ergreifen, um sich das Geld zu verschaffen, dessen der Schatz etwa edürfen sollte, und daß er dasselbe leicht zu 4 pCt. finden wird. Man kann sich nicht verhehlen, daß die Steigerung des Zinsfußes der Schatz⸗ Bons auf 4 ½ pCt. die Schwierigkeiten des Platzes noch sehr erhöhen würde. Es würde daraus eine sehr starke Entwerthung der französischen Rente er⸗ wachsen und als Folge davon wahrscheinlich auch ein verhältnißmäßiges Sinken der Course der Eisenbahn⸗Actien eintreten. Ein Theil der Kapita⸗ lien, die in diesem Augenblicke noch durch Diskontirung der Billette dem Handel zu Hülfe kommen, würde dem Schatze sich zuwenden, bis die Re⸗ ierung die ihr nothwendige Summe vollständig erlangt haben würde. Die Actien der Bahn von Paris nach Rouen haben in dieser Woche wieder die allgemeine Gunst erlangt, was sich aus der Mehr⸗Einnahme leicht erklärt, welche sich für diese Bahn seit Eröffnung der Bahn von Rouen nach Havre herausstellt. Man versichert, daß seit 14 Tagen starke Actienkäufe dieser beiden Bahnen für Rechnung englischer Kapitalisten gemacht worden sind, welche sich von den Actien der Bahn von Havre abgewendet hatten, als die Schwierigkeiten für diese Bahn ent⸗ standen. Jetzt, seit die Bahn in Betrieb ist, hat sie auch ihr Vertrauen wieder gewonnen. Die Actien der Nordbahn sind durch das Fallen der französischen Rente in ihrem Aufschwung gehemmt worden, indem sie regel⸗ mäßig allen Schwankungen dieser Rente folgen. Indeß leisteten die Nord⸗ bahn⸗Actien dem von der Rente ausgegangenen Impulse hartnäckigen Wi⸗ derstand, und einstimmig versichert man, daß noch eine beträchtliche Anzahl von Verkäufern solcher Actien ohne Deckung vorhanden ist, welche, wenn sie zur Liquidirung sich genöthigt sehen werde, leicht ein neues Steigen derselben hervorrufen könnte. 8 Die Getraide⸗Preise sind am gestrigen Markt hier wieder etwas ge⸗ stiegen. Es scheint, daß die Nachrichten aus Havre, wo vorgestern wieder größere Nachfrage eingetreten und in Folge davon die Preise gleichfalls ge⸗ tiegen waren, diese Rückwirkung auf Paris geäußert haben. Auch in Rouen war vorgestern derselbe Fall eingetreten, Weizen wurde dort am 9ten sogar um 5 Fr. 25 Cts. pro Hektoliter theurer verkauft, als am Tage zuvor, und das Mehl, das am Anfang der Woche 98 bis 100 Fr. pro Sas gegolten, hatte sich wieder bis auf 103 und selbst 104 Fr. gehoben. Auf dem gestrigen Marste zu Havre war die Nachfrage nach Getraide schon wieder geringer, doch hielten sich die Preise noch auf dem⸗ selben Stande, wie am Tage zuvor, ohne daß aber ein neues Steigen eintrat. Da nun noch immer unverhofft starke Quantitäten Getraide aus Amerika, wie aus den baltischen Häfen zu Havre und Rouen eintreffen, auch die inländischen Landwirthe nun wieder viel Getraide zu
Die letzte Auflage des bei dem Buchhändler Herrn Georg Reimer hierselbst erschienen Gesangsbuchs zum gottesdienstlichen Gebrauch für evan⸗ gelische Gemeinden ist vergriffen, und es ist über den Verlag einer neuen, bereits vollendeten Auflage dieses Gesangbuchs wiederum mit dem Herrn zc. Reimer ein Kontrakt abgeschlossen, nach welchem die verschiedenen Exem⸗ plare desselben zu nachstehenden, auf dem Titel auch angegebenen, ermäßig⸗ ten Preisen: 8
ein Exemplar mit gewöhnlicher Schrift, auf gewöhnlichem Papier, für 8 Sgr., auf weißem Papier, für 12 Sgr., auf Velin⸗Papier, für 20 Sgr.,
ein Exemplar mit grober Schrift, auf gewöhnlichem Papier, für 15 Sgr., auf weißem Papier, für 20 Sgr., auf Velin⸗Papier, für 1 Rthlr., zu haben sind.
Bei Abnahme von 24 Eremplaren zu 8 Sgr. wird ein Frei⸗Exemplar gegeben.
Außerdem erscheint bei dem Herrn ꝛc. Reimer als Anhang zu diesem Gesangbuch ein Gebetbuch zum Gebrauch für evangelische Christen, heraus⸗ gegeben von mehreren Geistlichen Berlins, welches in Druck und Format mit dem Gesangbuch übereinstimmt und daher als ein Anhang zu demsel⸗ ben oder auch als eine besondere Sammlung gebraucht werden kann.
Der Preis dieses Gebetbuchs beträgt für ein Eremplar mit gewöhn⸗ licher Schrift auf gewöhnlichem Papier 1 Sgr., auf weißem 1 ½ Sgr., auf Velin⸗Papier 2 Sgr., mit grober Schrift auf gewöhnlichem Papier 1 ½ Sgr., auf weißem 2 Sgr. und auf Velin⸗Papier 2 ½ Sgr.
Berlin, den 10. April 1847. Koönigl. Konsistorium der Provinz Brandenburg.
493
1“
zur Allge
meinen Preußischen Zeitung.
Freitag den 16 en April.
7 1 1u
h h b
Frankreich Paris. Remusat's Vorschlag in Betreff der Beamten in der Deputirten⸗Kammer. 1 Italien. Rom. Die Jesuiten in der Schweiz. — Das französische
Konsulat in Ferrara.
1 hba“
8 1“ “ 8 8 Paris, 10. April. Die Haupt⸗Anträge der in der Deputirten⸗Kam⸗
mer verlesenen Proposition des Herrn von Remusat gehen dahin, daß die
Functionen gewisser Beamten⸗Klassen für unvereinbar mit denen eines
Mitgliedes der Deputirten⸗Kammer erklärt werden und die Mitglie⸗
der der Legislatur während der Dauer ihres Mandats keine besolde⸗
ten Staats⸗Aemter und keine Beförderungen, außer nach den ge⸗ wöhnlichen Vorschriften für das Vorrücken der Beamten, annehmen sollen. Das Journal des Débats bringt bei dieser Gelegenheit folgende Notizen über das Geschichtliche dieser Frage: „Die Frage von den Inkompatibilitäten hat in den letzten zwanzig Jahren bereits zu oft wiederholten Malen und in verschiedenen Formen die beiden Kammern beschäftigt. Im Jahre 1829, unter dem Ministerium des Herrn von Martignac, stellte Herr von Conny in der Deputirten⸗ Kammer eine Proposition in Betreff der Deputirten, welche während ihres Mandates mit öffentlichen Functionen bekleidet werden; die De⸗ putirten⸗Kammer erklärte sich in geheimer Sitzung für die Berathung der Proposition, und die Pairs Kammer diskutirte in öffentlicher Sitzung über dieselbe; die angesehensten Redner, die Herren Molé, Broglie und Choi⸗ seul, in Uebereinstimmung mit den ausgezeichnetsten Mitgliedern der Wahlkammer, sprachen sich für die Wiedererwählung aus, nämlich dafür, daß solche Deputirte sich wieder vor ihren Wählern zum Be⸗ hufe einer neuen Wahl zu stellen hätten; jene bewährten Organe der öffentlichen Meinung waren der Ansicht, daß diese Verfügung allein vereinbar sei mit der Würde der Wahlkammer und mit der Freiheit der Wähler, deren Wahlen respektirt werden mußten. Dieses Prinzip sogar, welches der Artikel 69 der Charte von 1830 sanctionirte, wurde in den beiden Kammern, und namentlich von Herrn von Tocqueville, als eine Verletzung der Königlichen Prärogative (des Ernennungsrechtes) bekämpft, da dadurch den Wahl⸗Kollegien die
2'
Befugniß eingeräumt würde, Handlungen der Krone zu kontrolli⸗ ren und selbst zu tadeln. Bald nach der Julirevolution, noch im Jahre 1830, stellte Herr von Dollon in der Deputirtenkammer den Antrag, daß die Gehalte der Beamten während der Dauer der Sessionen suspendirt werden sollten. Im Jahre 1831 brachte Herr Blondeau eine ähnliche Proposition vor; sie wurde zwar in Betracht genommen, aber später verworfen. Herr Gauguier nahm im Jahre 1833 die Proposition des Herrn von Dollon wieder auf, die dann von ihm bis zum Jahre 1839 alljährlich vorgebracht und von der Kammer jedesmal abgelehnt wurde. Imn diesem letzteren Jahre wurde sie von der Kammer fast mit Stimmeneinhelligkeit wieder in Betracht genommen, und Herr von Remusat war es, der dam als als Berichterstatter die Verwerfung dieser Proposition bean
tragte, da ihm die Frage nicht schon reif genug erschien, als daß es möglich wäre, irgendwelche Modification des Wahlgesetzes von 1831 vor
zunehmen. Herr von Remelly im Jahre 1840, die Herren Pages de lAriege und Mauguin im Jahre 1841, Herr Ganneron im Jahre 1842, Herr von Sade im Jahre 1843, Herr von Remusat in den Jahren 1814 und 1845 brachten nach einander Propositionen in Bezug auf die Beamten⸗Deputirten ein. Auch alle diese Versuche mißlangen, der letzte trotz der lebhaften Unterstützung, die ihm Herr Thiers zu Theil werden ließ. Die nun vorliegende Proposition sst lediglich eine Wiederholung der früheren Anträge dieser Art; nur hat Herr von Remusat noch das bei der vorletzten Debatte über diese Frage von Herrn Odilon Barrot gestellte und von Herrn Thiers unterstützte Amendement beigefügt, daß die Beamten und Ange⸗ stellten der Civilliste des Königs und der Prinzen denjenigen Be— amten zugezählt würden, welchen nicht gestattet werden könne, Mit⸗ glieder der Deputirten-⸗Kammer zu sein. Die Minister Guizot und Duchatel haben sich nun in den Büreaus der Kammer in ganz kate
gorischer Weise dahin ausgesprochen, daß, ihrem TD. afürhalten nach, die Proposition des Herrn von Remusat an und für sich unannehm⸗ bar und unzeitgemäß sei, und daß es unpassend scheine, beim Beginne einer neuen Legislatur eine so große Anzahl von Mitgliedern der Kammer gleichsam verdächtigen zu wollen; die Minister erklärten in deß, daß sie einer öffentlichen Diskussion über diesen Gegenstand nicht
in allen Büreaus die Erlaubniß hb“
zu entziehen, de und Liberalen bisher ligen scheint sicher, ernstlich angeregt hat und b Beharrlichleit fortwährend betreibt. Großmächte hat ihn bis jetzt unterstützt, man seinen auch nur,
gönnen. heilige ergreifen t wie für die Protestanten der Schweiz.
ausweichen wollten, und daß sie deshalb nicht gegen eine öffentliche Lesung der Remusatschen Proposition seien. So wurde denn auch
zur öffentlichen Lesung des Antrags
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Nom, 31. März. (A. Z.) Vor mehreren S⸗ schon ver⸗ in wohlunterrichteten Kreisen, der Papst werde die
sicherte man g. Jesuiten durch diese
der Schweiz zurückrufen, um dem aufgeregten Lande Ruhe wiederzugeben oder der amit wenigstens einen Vorwand vieler gemäßigten Protestanten gewonnen hatte. Bis zur Stunde ist vom hei⸗ bestimmter Schritt geschehen. So viel aber vor längerer Zeit die Sache ihm eigenen Gewandtheit und Kein Gesandter der übrigen und von anderer Seite legt Schritten bedeutende Hindernisse in den Weg, wäre es um Frankreich keinen zweiten diplomatischen Triumph zu
Dennoch sollte es uns nicht Wunder nehmen, wenn der Vater auch nach eigenem Wunsch und Willen einen Entschluß würde, der vielleicht gute Folgen hat für die Katholiken
aus de beiz Maßregel vielleicht die
chweizerischen ultraradikalen Partei d der ihr die Sympathie
Stuhl noch kein bestimmter daß Graf Rossi schon mit der
Herr Rossi hat das Erequatur für einen französischen Konsular⸗ Agenten in Ferrara nachgesucht. Der Staats⸗Secretair machte je⸗ doch den französischen Gesandten darauf aufmerksam, daß Ferrara keine kommerzielle Wichtigkeit besitze, daß die Aufstellung eines franze⸗- sischen Agenten in jener Stadt nur zur Errichtung r 2 eobach⸗ tungsstation gegen Oesterreich dienen und gegründete Lansseen zu Argwohn und Mißtrauen geben würde; Graf Rossi möge 88 seine Regierung von dieser Idee um so mehr abzubringen süsn a 8 die Anwesenheit eines französischen Agenten in Ferrara auch Gele⸗ genheit zu Reibungen zwischen den Bewohnern und der Besatzung der dortigen Citadelle geben könnte. “
Allgemeiner Anzeiger. e.
November
Bekanntmachungen
[332] Warnungs⸗Anzeige.
Der Kanonier August Schulze von der Zten Fuß⸗ Kompagnie der Aten Artillerie⸗Brigade — welcher zu Groß⸗Döbern im Kreise Cottbus, der Provinz Bran⸗ denburg, am 15. November 1820 geboren, und der Sohn eines Mühlenbesitzers ist, der die Schule seines Geburtsortes besucht hat und als evangelischer Christ confirmirt worden — entwich am 14. April 1845 aus der Garnison Torgau, suchte in der Nähe von Son⸗ newalde einen Bekannten auf, nahm an dessen Wild⸗ diebereien einige Zeit hindurch Theil, strich hauf um her als Müllergeselle, wandte sich dann an einen frü⸗ heren Jäger in Klein⸗Döbern, der verarmt im Ge⸗ meindehause Obdach hatte, trieb sich mit diesem in der Gegend herum, kaufte sich in Spremberg ein Pistol und auch die dazu gehörige Munition, traf mit seinem Reise⸗
efährten am 1. Juni 1845 in Senftenberg ein, begab ich an demselben Tage des Nachmittags auf den Po⸗
charsky'schen Weinberg — um wo möglich aus dem Weinbergshause Schießgewehre zu entwenden — fand im Weinbergshause nur die Dienstmagd Elisabeth Theckow, erhielt von derselben auf sein Verlangen eine
Flasche Wein, erfuhr auf Befragen, daß der Hausherr ausgegangen, forderte hierauf eine zweite Flasche Wein, die ihm verweigert wurde, nahm dann die in der Stube befindlichen Schießgewehre weg, um mit denselben sich
zu entfernen, verfolgte die Clisabeth CTheckow 8 als diese das Haus verließ und um Hülfe schrie — feuerte
das geladene Pistol, welches er bei sich hatte, ö
gedachte Dienstmädchen ab und herssg dasselbe stalt, daß es bald im Weinberge zu Been, un
nach Verlauf einiger Stunden verstarb. Nach
That verschwand er mit seinem Reisegefährten Nns er
Nähe von Senftenberg; es fiel inzwischen gar bald V erdacht
auf Beide, welche am Tage der That in Senftenberg 8
gesehen worden; der Gensd'arm Borgwarth begab sich nach
Klein⸗Döbern vor das dortige Armenhaus, traf in dem⸗ selben den vormaligen Jäger Wiedebach und auch den August Schulze. Der Wiedebach wurde verhaftet, der August Schulze wollte sich jedoch nicht verhaften lassen, schoß auf den Gendarmen Borgwarth, verletzte diesen am Arm und erreichte auf solche Weise seine weitere Flucht. Schon am 47. Juni 1845 wurde er im Kö⸗ nigreich Sachsen zu Moritzdorf verhaftet und an das Königliche Inquisitoriat zu Lübben
von und
summe,
Rabr. II.
von
getragen.
99
22.
abgeliefert. In
nary für den Stanislaus von Ulatowski besage der im Posenschen Grodgerichte den 22. Juni 1789 errichteten Inscription . Antonina, gebornen von Gembarih, verwittweten Ulatowska und den 3 B⸗üdern PXaver, Ignatz Seraphin von Ulatowsli wegen einer Kabr. III. No. 1. besonders eingetragenen Pfandsumme von 70,000 Fl. polnisch oder 11,666 Thlr. 16 gGr. auf 3 Jahre mit vorbehaltener Verlängerung von
w
No. 1 besonders vermerkte anlichretische Pfandbesitz des Nebengutes Konary eingeräumt worden, am 25. April 1796 zur Eintragung an⸗ gezeigt, von den Brüdern Ignatz und Seraphin Ulatowski 27. April 1796 agnoscirt und ex decreto vom 13. Januar 1798, jedoch in Rücksicht des Mit⸗ eigenthümers Paver von Ulatowski wegen erman⸗ gelnder Agnition blos in vim protestationis ein-
Ueber die vorstebenden beiden Intabulate ist mit dem Hypotheken⸗Recognitions⸗Schein der ehemaligen Süd⸗ preußischen Regierung zu Posen vom 1. Dezember 1798 und der Inscription des Grodgerichts Juni 1789 nur ein Hopotheken⸗Dokument gebildet, dasselbe aber angeblich verloren gegangen.
c) Rubrica II. No. 2. (Früher Nr. Eine Protestation de non amplius alienando vel disponendo, welche wegen eines zwischen dem Miteigenthümer dieser Guͤter Stanislaus von Ula⸗ towski und dem Joseph von Grabowski auf Mi⸗ lewo unterm 5. Juli 1804 gerichtlich geschlossenen Kaufvertrages, worin der Stanislaus von Ulatowski
1805, vigore decreti vom 4. eingetragen worden ist.
von der Lebtagsbesitzerin , d ber d — Recognitions⸗Schein der ehemalige
gierung zu Posen vom 16.
1804 gebildete Hypotheken⸗Dokument gangen sein. e) Rubrica III. No. 6, April 1796 Eine Protestation de agnitione der —” von Ulatowski ad April 1796 vigore 1u“ - bje doch in Rück. 10,000 Fl. polnisch, oder 1666 8 inscriptione Gunesnensi 1 simae proxima 1744; wegen oder 833 Thlr. 8 gGr., aus seph von Ulatowoli dem 2 posenschen Grodgericht feria Paver, assumtionis in coelum Seraphin von Ulatowski im Posenschen Juni 1789 als eine Pfaid⸗ statt der Zinsen der
Fl. polnisch, oder 7833 Tblr. 8
ofü nselben e de , Fr. eg naniensi de sabbatho post fos
8 Johannis Baptistae Proxima
Das über dieses Intabulat gebildete und
ad protocollum vom 25.
ehemaligen Südpreußischen Regierung Dezember 1798 und eiger vedimirten tokolls vom 19. November 1790.
f) Rubrica III. No. 4.
8333 Thlr. 8 gGGr. oder 50,000 der Miteigenthümer Seraphin sage der corarn Schuldverschreibung vom Antonina, verwittweten vo von Gembarth, gegen jährige Auftündigung
vom
Posen
Nr. 8.) thesl und welche auf die am 19. der Gläubigerin geschehene
ad protocollum vom vom 13. Januar 1798
Auch das über dieses Intabulat mit dem Hopotheken⸗ Südpre ßischen Re Dezember 1805 uns⸗ vidimirten Abschrift des Kaufvertrages vom
. 3 Jab 8 25. non amplius intabulando ö für die Antonina, verwittwete von Ulatowska, ge⸗ Brüder Ignatz und Seraphin protocollum vom 25. und 27. decreti vom 13. Januar 1798, . sicht des Miteigenthümers Paver von Ulatowski wegen mangelnder Agnition blos in vim protesta- tionis eingetragen.
Rubrica III. No. 1. 8 11,666 Thlr. 16 gGr. oder 70,000 Fl. polnisch, welche füur den Miteigenthümer Stanislaus von Ulatowski aus der Inscription der Brüder Ignatz und Grodgerichte vom 22.
borne von Gembarth, wegen der am 19. 1 ber 1796 angemeldeten Real⸗Forderungen von resp. 1b Thlr. 16 gGr., eX des Joseph von Ulatowski in castro feria II. post dominicam de feri v einer von dem Jo⸗ Unton von Lossocki im
11 vigilia festi virginis Mariaec 1761 ge⸗
leisteten gerichtlichen Q tittung, und wegen 47,000
tione des Joseph von Ulatowski in castro „ tum natalis Sancti
1762,
8 — ex deereto vom 18 Januar 1798.
hleo tionsschei ment besteht aus dem Hypotheken⸗Recognitionsschein der
Fl. polnisch, welche von Ulatowsli notario et testibus rekognoszirten 29. Juni 1793 von der n Uiatowska, geborenen Verzinsung zu und “ 628 ugehörigen Anthes ieser Herrschaft erborgt hat, vEEEö“ em ber 1796 von Anmeldung nach er⸗ em 2 ntaͤisse des Sera folgtem Aneckennt äiss Pb CC auf dessen Antheil an die⸗ ser Herrschaft eingetragen worden sind. Auf vorstehende 8333 Thlr. 8 gGr. oder
Milde Beiträge an Geld und Kleidungsstücken für die unglücklichen Abgebrannten in Wernigerode, denen kräftige Hülfe sehr Noth thut, wer⸗ den von den Unterzeichneten für ihre Landsleute dankbar entgegengeno
J. F. Meißner. Gr. Friedrichsstr. 157.
Freitag, 16. April. Im Opernhause.
Ahrends u. Veit. Klosterstr. 44.
Königliche Schauspiele. 47ste Ab
stellung: Don Juan, Oper in 2 Abth., mit Tanz un
Recitativen, von Mozart, instrumentirt von J. Anfang 6 Zu dieser Vorstellung werden Billets zu fo
Viardot⸗Garcia: Donna Anna.)
haus gg; verkauft: Ein 2
im ersten Balkon und zur Tribüne 2 Rthlr. in Billet in den Logen des zweiten Ranges Ein Billet in den Logen des dritten Ranges, I 8 Ein Billet im Am⸗ Ein Billet in den Fremden⸗Logen 3 Rthlr.
1 Fe 15 Sgr. Ein
1 Rthlr. 10 Sgr.
im Balkon daselbst und im Parterre 20 S
phitheater 10 Sgr.
gr.
Uhr.
onnements⸗Vor 3
O
d den S
n Original⸗ P. Schmidt. (Mad.
lgenden hohen Opern⸗
illet in den Logen des Prosceniums, des ersten Ranges,
Ein Billet im Parquet
Im Schauspielhause. 49ste französische Abonnements⸗Vorstellung:
La seconde représentation de: Elle est folle.
Sonnabend, 17. April. ments⸗Vorstellung. 5 Abth., von K. Gutzkow.
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
Im Schauspielhause 8458 U 9 9 A₰ Zum erstenmale: Uriel Acosta,
La protégée sans le savoir;
60ste Abonne⸗ Trauerspiel in
Im Selbstverlage der Expedition.
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei.
Beilage
Folge der dort und nachher bei dem Militairgericht zu Torgau — wohin er abgegeben ward wider ihn ge⸗ führten Untersuchung, ward er zu Torgau durch ein Kriegsgericht, wegen zweiter Desertion, wegen Raub mordes und wegen thätlicher Widersetzung gegen einen Gendarmen in Ausübung seines Dienstes, mit Aus⸗ stoßung aus dem Soldatenstande, Verlust des National⸗ Militair⸗Abzeichens, resp. der National⸗Kokarde, so wie aller Ehrenrechte, zur Todesstrafe des Rades von oben herab verurtheilt. Dieses kriegsrechtliche Urtheil hat des Königs Majestät dahin mildernd bestätigt, daß der Inquisit Schulze wegen Raubes und dabei verübten Todtschlags, wegen thätlicher Widersetzung gegen einen Gendarmen und wegen zweiter Desertion im Frieden, aus dem Soldatenstande auszustoßen, der National⸗ Kokarde und aller Ehrenrechte für verlustig zu erklären und mit dem Beile vom Leben zum Tode zu bringen. Diese Todesstrafe des Beils ist an dem August Schulze heute Morgen in der siebenten Stunde vor hiesiger Stadt, in Gegenwart einer sehr großen Menge Menschen, vollstreckt worden, und wird solches hier⸗ durch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Liebenwerda, am 9. April 1847. Königl. Preuß. Juquisitoriat. Hühne.
[23121 Pproclama. 9 In dem Hypothekenbuche des im Wagrowiecer Kreise belegenen adelichen Gutes Grabowo 68828, wozu 8 Gut Konary und die Wüste Brodzikowo gehören, steht Folgendes eingetragen: a) Rubrica II. No. 1 (früher Nr. 2).
Der antichrelische Pfandbesitz des Nebengutes Ko⸗
preußischen Regierung zu Posen ertheilte Dokument, be⸗ stehend ir vom 5. Juli 1801 und dem Hopotheken⸗Recognitions⸗ Schein vom 12. gegangen sein.
dem Joseph von Grabowe ki die ihm angeblich be⸗ reits ausschlußweise zugehörigen Güter Grabowo, Konary und die Wüste Brodzikowo verkauft, zu⸗ gleich darin willigt, wenn das Eigeniham dieser Güter nicht sogleich auf den Käufer übergehen sollte, daß alsdann auf seinen vierten Antheil von Rybvowo eine dergleichen Protestation eingetragen werde, auf das an diese vier Güter dem Stanis⸗ laus von Ulatowski zum 4ten Theile zustehende Eigenthumsrecht, auf Ansuchen des Josedh von Grabowski de praesentato den 8. Juli 1805 ex decreto vom 15. Juli 1805 eingetragen. Das über dieses Intabulat von der chemaligen Süd⸗
in der vidimirten Abschrift des Kaufovertrazes die August 1805 soll gleichfalls verloren
d) Rubrica II. No. 3. (Früher No. 4.)
Eine Protestation de non amplius alienando vel dispouendo, welche auf den Grund des zwischen dem Mitbesitzer der Güter Grabowo, Konary und der Wüste Brodzikowo, dem Stanislaus von Ula⸗ towski und dem Joseph von Grabowski unterm 5. Juli 1804 gerichtlich abgeschlossenen Kaufvertra⸗ ges, worin der Erstere zur Sicherheit des Eigen⸗ thums dieser an Letzteren verkauften Güter in die
Hp
ligt, außer der bereits sub No. 2 (früher No. 3) an
auf den 4ten Antheil bemerkten, auch noch auf die dem Stanislaus von Ulatowski gehörigen zwei übrigen Antheile der Güter Grabowo, Konary und der Wüste Brodzikowo auf Ansuchen des Joseph von Grabowski vom 10. August und 19. Oktober
grossirten
sichtlich der letzteren Pos des oben erwähnten Hypot der nal⸗Schuldverschreibung vom Monat Juni 1793 Hypotheken⸗Recognitionsschein rung vom 1. Dezember 1798; d Eintragung einer dergleichen Einschränkung wil⸗ ten 2500 Rthlr. oder 15,000 Fl.
polnisch für die Antonina, verwitiwete von Ulatowska, geborne von Gembarth sind: 1 6) 2500 Thlr. oder 15,000 Fl. polnisch, welche
selbe laut einer coram notario noszirten Schuldverschreibung 1793 von dem Stanislaus von
hat, aaf die Anmeldung des Stanislaus von Ula⸗ towski vom 1. Oktober 1796, jedoch wegen erman⸗
gelnder Agnition der verwittwet
blos in vim protestationis ex decreto vom 13.
Januar 1798 subingrossin worden. Ueder die vorstehend für die Antonina, verwitwete von Ulatowska, geborene von Gembarth eingetagenen 8333 Rthlr. 8 gGr.
oder 50,000 Fl. darauf für den Stanislaus von 2500 Rthlr. oder 15,000 votheken⸗Dokumente gefertigt
t, aus einer
geblich auch verloren gegangen.
h) Rubrica III. No. 6. 1 in quanto noch nicht ausgemittelte Braut⸗
Der schatz der Töchter des vorigen seph von Ulatowski, namentlich
verehelicht gewesene von
vom Monat Juni
„ polnisch und üͤber
worden und bestehen dieselben rücksichtlich der ersteren Post aus der Original⸗ Schuldverschreibung vom 29. Juni 1793 nebst Hypo⸗ theken⸗Recognitionsschein der ehemaligen Südpreußischen Regierung zu Posen vom 1. Dezember 1798 und rück⸗
heken⸗Dokuments, der Origi⸗ der vorgedachten
as über die subingrossir⸗ polnisch lautende ist
Mostowska,
ehelicht gewesene von Budziszewska oder deren Er⸗ ben, Josephata, verehelichte von Szypowsta, Ma⸗ rianna, verehelichte von Wierzbinska, Catharina, Cunigunde, Sophia und Domicella, welcher bei Berichtigung des tituli possessionis für die Brü⸗ der Stanislaus, Ignatz Paver und Seraphin von Ulatowski zugleich ex officio per decretum vom 13. Januar 1798 eingetragen worden. Ueber die⸗ ses Intabulat ist kein Hypotheken⸗Dokument ertheilt worden. 1 Da der jetzige Besitzer der genannten Güter, Graf Joseph von Grabowoki, welcher die Löschung der vor⸗ stehend sub litt. a bis h gedachten Intabulate und resp. die Amortisation der über dieselben ertheilten und zum Theil verloren gegangenen Dokumente beantragt hat, behauptet und angezeigt, daß diese Intabulate bereits längst bezahlt, resp. getilgt sind, er jedoch hin⸗ sichts der Intabulate ad litteram e, f und h nicht im Staude ist, weder beglaubte Quittungen der unstreitigen letzten Inhaber derselben vorzuzeigen, noch diese Inha⸗ ber oder deren Erben dergestalt nachzuweisen, daß sie zur Quittungsleistang aufgefordert werden können, so werden 1) der Stanislaus von Ulatowski, 2) der Joseph von Grabowsli, 3) die Antonina verwittwete von Ulatowska, geborene von Gembarth, und die vorstehend sub litt. h namentlich genannten Töchter des vorigen Eigenthümers, Joseph von Ulatowski, 8— resp. deren Erben, Cessionarien oder die sonst in ihre Rechte getreten sind, so wie alle dirjenigen, die aus sonst einem anderen Grunde auf die vorgedachten sub lint. a bis h aufgeführten Posten und die darüber aus⸗ gefertigten, zum Theil verloren gegangenen Hypotheken⸗ Dokumente als Eigenthümer, Cessionarien, Pfand⸗ oder sonstige Brieks⸗Inhaber Ansprüche zu machen haben, hierdurch aufgefordert, sich mit ihren derartigen Ansprü⸗ chen in dem dazu auf den 30. Juni d. J., Vormittags um 11 Uhr, vor dem Deputirten Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Rath Bötticher in unserem Instructionszimmer anberaumten Termine zu melden, widrigenfalls dieselben zu gewärti⸗ gen haben, daß sie mit ihren etwanigen Ansprüchen auf die oben genannten Posten und Hypotheken⸗Dokumente präkludirt, ihnen deshalb ein ewiges Stillschweigen auf⸗ erlegt und mit Amortisation der Hypotheken⸗Dolumente verfahren werden wird. Bromberg, den 15. Februar 1847. Königl. Ober⸗Landesgericht. II.
ej. 34
einer 5. Juli soll verloren ge⸗
Novem⸗
sexage-
gGr., ex inscrip- Pos-
eingetragen
N
Hopotheken⸗Doku⸗ ¹)
zu Posen vom 1 Abschrift des Pro⸗
be⸗
5 pCt, halb⸗
hin von Ulatowski
50,000 Fl.
Senat. die⸗
et testibus retog⸗ auf. “t kestiba 3 Nothwendiger Verkauf.
Stadtgericht zu Berlin, den 27. März 1847. Das in der Wilhelmsstraße Nr. 141 belegene, im stadt⸗ gerichtlichen Hypothekenbuche von der Friedrichsstadt Vol. 10. No. 730. verzeichnete Purschesche Erbengrund⸗ stück, gerichtlich abgeschätzt zu 6954 Thlr. 22 Sgr. 9 Pf⸗
soll 1 am 3. November 1847, Vormittags E an der Gerichtsstelle subhastirt werden. sehen 5 othekenschein sind in der Registratur en hen.
8 Der dem Aufenthalt nach unberams⸗ esne Gläubiger, Kattunfabrikant Benjamin 8 oder dessen Erben und Eessionarien/ hierburch öffentlich
Real⸗Prätendentrn letztere unter der Verwarnung der
Präklusion.
[322] Ulatowsti erborgt
en von Ulatowska
Ulatowski, subin⸗ Fl. polnisch sind 2
vidimirten Abschrift 1311 b] 6 n28
Berlin⸗Anhaltische Eisenbahn. zerlin⸗2
8 Von Sonnabend den 10ten d.
M. an bis einschließlich Freitag
den 23sten d. M. werden wir, um den
vielfach geäußerten Wünschen der Meß⸗
S— reisenden zu entsprechen, einen Ex⸗
und Regie⸗
Eigenthümers Jo⸗ : Euphrosine, zuerst nachher ver⸗