. aufen kehren, der von dem intelligenten Theile des ht nicht auf den Ju sondern er sieht nur ihm nicht die Mittel zu bewegen. en; dies geschieht tze bestehen. Das
kein ehrlicher Mann wird sich an den gro eilen befangen ist. Nur von Volkes kann die Rede sein, dieser ächtlich herab, weil er eine andere auf ihn mit Mitleiden boten sind, um sich in demselben muß dieses Vorur
Grund des §. 1 des Entwurfs die größtmöglichste Gleichstellung ein⸗
Dittrich: Meine Herren! deutschen freien Rhein studirte, trat ich z rührung mit Juden. nicht denjenigen, die i nung lieben und a dasselbe Streben zu zu Staats⸗ die Stimmen Bersammlungen in den J hat sich in diesen Aeußerungen we in welchem Grade Es sind in
treten zu lassen.
Als ich am sch stenmal in na bedauerte ich, warum Tüchtigkeit und Gesin⸗ nicht denjenigen nämlich das, sich Zeit haben sich die Stände⸗
Religion hat, Damals erkannt herab, weil er fi ch da in ihrer geistigen ront hatte, — warum Theil werden durfte, Aemtern befähigen zu können. über die Emancipation ahren 1825 un
Rechtskreise theil beseiti n Ausnahmege Haufe, sieht — und twas Hohes hin, und so er selbst es für angemessen Religionspartei eintreten ß der Jude schle hmegesetzen! D der einzig leitende sein. verdächtigt worden. zu großes Gewicht gefragt hat: Willst Mir ist das nicht die Frage zu be⸗ e irgend einer
Die Emancipation der Juden wird nicht den Er⸗
esetzgebung selbst aber nicht, so lange für den Juden Volk, von dem ich spreche, der große t — auf die Gesetzgebung als auf e lange das Volk sindet, hält, eine bestimmte Beschränkung für ei zu lassen, so lange muß es glauben, da der Christ. Darum fort mit diesen Ausna Emancipation kann nur daß ich so sage, n ihren Folgen ein vorgekommen, daß man mich Du denn, daß der Schacher ude Beamter r und es fällt mir eben so wenig ein, Willst Du, daß der Pro Verwaltung stehe? folg haben, daß diese niedrig stehen und sich geltend macht,
vielleicht das Christenthum sogar unterliege.
wenn es sich um den Staatsdienst hande dividuen in Staats⸗Aemter treten werden, Qualification nicht b dern auch in Beziehung aus dem christlichen Gesichtspunkt sich aber auch diese
Seit jener Juden durch d 1845 ausgesprochen. Verschiedenheit gezeigt, es Ansichten im Verlaufe der onen der Stände⸗Ver⸗ welchen die meisten Juden w abgegeben worden, wogegen aus aufhalten, i Juden am wenigsten gün⸗ daß darin ein Das, was der Herr ch keine we⸗ n dem Gouvernement und den ist mir ein großer Be⸗ Regierung in dasjenige einzugehen das Resultat der Berathungen der nämlich in die völlige Gleichstellung Es ist gegen diese Gleichstellung nur erstens, daß wir auch die berücksichtigen müssen. Es ist nämlich Seite
daß der Gesetzgeb
chter ist, als
hat sich gezeigt, baͤnbert er Gesichts⸗
eändert haben. ungen derjenigen nen, die günstigsten
punkt vollständiger
Die Emancipation ist, Ich glaube, man legt ihr i bei, denn es ist mir
die Juden enthalten ist.
t eingefallen, chen hat, daß nämli
er Beweis für ar heute ausgespro Divergenz zwische dieser Angelegenheit s he Staats was wahrscheinlich lung sein wird,
letarier an der Spitz Differenz und Ständen in ein werde, weis dafür, daß die ho gewilligt ist, hohen Versamm der Juden mit den Christen. der Einwurf gemacht worden, großen Volkshaufens schrift das Motiv dage „Daß durch Aufhebung enden Beschränkung in Veranlassung zu einem
Moralität der Juden im hier auf den einzelnen Fall Ganze an. gebung, von der Stände⸗Vers⸗
de Bevölkerung in Aemte den Christen gegenüber, ja daß Wie kann man glau⸗ lt, daß dergleichen In⸗ da gerade hierbei eine los in Beziehung auf das W auf die Moralität verl
Stimme des der Denk⸗ 8 der Denkschrift der zum großen Theile noch beste⸗ bwürdigkeit eidlicher Zeugnisse die dißtrauen gegen die sein dürfte.“ Was wende ich auf das von der Gosetz⸗ ausgehen müssen,
der Emancipation entgegen⸗ Rücksicht ist nicht Das Christenthum Judenthum, herabzuwürdigen,
hieraus hervorgehenden N Allgemeinen zu beseitigen angewendet worden ist, ade von oben herab, ammlung die Strahlen welche Vorurtheile widerlegen. Das ist also gerade in die wand betrifft die Verbrechen. Ministers Mühler ist herausgestel weit mehr Verbrechen begangen dem Berichte ist darin kein Zweife man fragen sollte, welchen L bestimmten Verbrechen C sehr wohl herausst sind, daß sie dur werden, zu den im Berichte des brechen hingeleitet wurden, daß der Verbrechen mit der Zahl dere berufe gewidmet haben, zusamme sultat erlangt werden kann. Emancipation der Juden ist kein b schickungen glaube ich, daß das Aemtern um des Glaubensbekenntvisses willen, wünsche, daß kann durch völ ich beantrage. Abgeordn. Naumann: n einem ähnlichen Falle, zichten möchte, weil ich sehe, die sich für völlig ich diesmal doch anhören zu wollen. ich durch die Zuri
G Christenthum eine Parteistellung im Staat brächte; Staate. Ueber dem Staate soll es sätzen, die der Stifter hineingelegt ren, und dann fürchte ich nicht, daß das könne. Indessen, ich wi rd sich bei der näheren
aber über dem leitenden Grund⸗ den Staat regie⸗ denthum dem Christen⸗ aterie nicht wei⸗ Berathung des Gesetzes anderen Rednern die Beziehung auf die
e, daß ger
sem Falle nöthig. In dem Berichte des lt, daß die haben, als l zu setzen. ebensberuf, we getrieben haben, daß die Juden die ch den Lebensberuf, in r
Der zweite Ein⸗ Herrn Justiz⸗ Juden verhältnißmäßig die Christen, und nach Ich glaube aber, wenn lche Beschäftigung die zu dann würde sich am wenigsten Begünstigten
thum Eintrag thun ter verfolgen, es wi noch Gelegenheit mehrfach Sache näher entwickeln zu lassen. Provinz Posen möchte ich dem
und völlig beistimmen, wenn er s berfluß an Juden in der Provin gen sie sich über den streuen; oder es ist dieser gro dann würde es eine zu bannen, dann forder de nicht nur v
Nur noch in hHerrn aus Pommern Da Entweder ist der große Ue⸗ cht schädlich, — dann mö⸗ d über die ganze Welt zer⸗ an Juden ein Nachtheil diesen Nachtheil töes die Gerechtigkeit, daß on einer Provinz, sondern
welchen sie hineingedrängt Ninisters bezeichneten Ver⸗ mithin nur dann, wenn die Arten r, welche sich demselben Lebens⸗ ein richtiges Re⸗ inwurf gegen die — Nach diesen Voraus⸗ Gefühl des Zurückdrängens von — welches ich Keinem dieses Gefühl des Gedrücktseins nur gehoben werden lige Gleichstellung der Juden mit den Christen, welche
der Provinz, tigkeit sein, in eine Provinz dieses Uebel getragen wer vom ganzen Staate.
Abgeordn. Freiher tere Entwickelung der ßen ist als e über die öffe tage, als au vollständige Emanci gewichtige und bere früheren Gelegenhei stäudischen Rechten gegen diese Befu mich mit dieser Fra es gern, daß ich in me die bürgerliche Gleichst höheren Grade für zwe nach meiner früheren Ansicht einbar hielt.
ngestellt werden,
Die Feststellung und wei⸗ Juden in Preu⸗ Es hat sich hier⸗ Provinzial⸗Land⸗ than, es hat die hohen Versammlung Ich habe bei einer Theilnahme an den Rede war, mich ich habe aber seit dieser Zeit aft beschäftigt und bekenne in gelangt bin, daß ich ellung der Juden mit den Christen in einem ckmäßig und nothwendig halte, als ich dies mit dem Wohle des Vaterlandes ver⸗
r von Gafffron: bürgerlichen Verhältnisse der Bedürfniß anerkannt worden. wohl im Wege der Allgemeinen kund Juden in dieser dte Vertheidiger gefunden.
n der Befugniß zur ⸗Christen die I
egründeter.
ntliche Meinung so
ch der Presse im pation der
Es geht mir heute fast eben so, wie daß ich nämlich auf das Wort ver⸗ Versammlung nur Redner hört, ussprechen. Indeß bitte mit wenigen Worten mich lche mich leitet, ist die, daß die Gerechtigkeit nzig und allein den Ansprüchen der Ci⸗ die christlichen Damals konnte allerdings davon die Juden geben, und welche und die heu⸗ mehr diejenige, die zu uns h uns vollstän⸗ die Pflichten — und (sie sollte Ich kann es nicht lcher diese Staatsbürger angehören, Staatsbürgern gleichzustellen. sind die Juden ihrem Kultur⸗ nschaften nach nicht in der Lage, en ausüben zu können? schöpfend beantworten können. christlichen Bürgern mehr Ehrge Masse der jüdischen Einwohner — ich se Masse; ich gehe noch meinen in dem Juden ni sten innewohnt, um gew higen, abzusehen von indi Wohl im Auge zu behalten. Aber das k die vollständige Emancipation zu stimmen. vollständigen Emanci dh eegesshantte die Christen als einen vorzügli sich Jemand gedrückt anaröügli diesem Druch nicht widerstehen zu können, so lange wird er und streben mit allen möglichen Mitteln — nicht blos mit guten, ndern auch mit schlechten — den Druck zu beseitigen. 1 er Jude gedrückt ist im Staate, so lange wir ihm nicht sagen: „Du bist eben so ehrenwerth, eben so befähigt wie wir;“ so lange wird er m Druck entgegenzutreten. In diesem nothwendigen Ge⸗ t meines Erachtens der ganze Fluch, der die Juden auf unkt heruntergedrückt hat, auf dem sie sich befinden eine Brust greife und frage, wie i b wenn ich in der Lage wäre, wir die ich mir sagen müßte: seit Jahrhunderten wirst e Kreatur, die schlechter ist, wie jeder mir sagen müßte: Heute noch habe — wenn ich mir sagen müßte: auben, in der Weise, wie ich mei⸗ erren, ist es nicht also, werden Glauben verhöhnt? Nein! Nein!) Verhältniß mir denke, die Lehren des Christen⸗ ch drückt? — Habe auf das vollständigste einzige Mittel, die den Juden heute noch entgegen⸗
seitens der Nicht sgesprochen, ef und gewissenh iner Ueberzeugung dah
e Emancipation der Juden auss die hohe Versammlung, Die Betrachtung, we icksetzung der Juden In dieser Verletzung sehe ich ei Zurückbleibens der Juden hinter den wurden aufgenommen in Staaten nur als Schützlinge. Rede sein: nicht? Aber es tige Generation ist nicht und sagt: dig eingeb die Rechte betrifft. Religion, we sie den christlichen Rede davon sein: lichen Eige
das Recht,
Grund des
(Mehrseitiger Bravoruf.) hrte Herren, rufen Sie mir Punkt in meiner Rede kommen, Mehrzahl der mir aber, daß Ich kann der Ansi
Ich bitte, hochvere nicht zu, es könnte ein leicht von der Ansicht der abweichen möchte; erlauben Sie klar und offen entwickeln darf. ten, die ausgesprochen worden ist, daß Entwickelung der Juden in den verschiedenen oder vielmehr verschiedene sei, daß sie einer ihrer bürgerlichen Freiheiten unf, mit einverstanden, daß eben e dazu dienen wird, die in der moralisch höheren Standpunkt handenen Ungleichheiten Im Allgemeinen habe erwähnen, daß ich der vollkommen beip f nicht das Entgegenk ondern in der Organis einer größeren Absch
Ihr Bravo noch wo ich viel⸗ mmlung doch ich meine Meinung cht nicht beipflich⸗ der Bildung und nzen eine so tiefe tenden Beförderung Ich bin vollkommen da⸗ ihrer bürgerlichen Rechte Zurückstehenden auf einen dieser die vor⸗ rade beseitigen den Gesetz⸗Entwurf zu so wie mehrerer der ch in diesem Gesetz⸗ iühlten Bed aften das Mittel zu diese Judenschaf⸗ nothwendig die Corporation im Staats⸗ meine Herren, reife und in kur die Emancipation Ich kann mich zu⸗ ß alle Kommunal⸗ Laß mitträgt, muß Ich bin ebenfalls
welche Rechte wollen wir den
ind darüber Jahrhunderte hingegangen, hohen Versa
zugeben, daß in der ein Hinderniß läge, Es kann nur die Zustande, ihren sitt⸗ gleiche Rechte mit erde die Frage nicht er⸗ mag unter den s unter der großen unter der großen es liegt vielleicht im Allge⸗
ähig seien.
Bildungsstufe zu erheben, und daß einem hohen G ich über den vorliegen Ansicht der Abtheilung,
flichte, indem i
Ich will zugeben, es fühl herrschen, al
weiter, ich sage: cht die Kraft, die Selbstverleugnung, die den Chri⸗
den Chri⸗ ommen zu dem gefi die sie befã⸗
ation von Judensch ließung finde, religiöse Gebiet sondern nur bitte um Erlaubniß, ag etwas vor innerhalb dessen ich wissen möchte. anden erklären, da
isse Functionen im Staate auszuüben, viduellen Interessen und lediglich das ann mich nicht abhalten, dennoch für Ich sehe nämlich in dieser um die Juden aus n, den ich in Beziehung auf eren geschildert habe. nge er die Schwäche in s
nicht mehr das Individuum, verbande vertreten lassen. ich der speziellen Berathun rissen den Umfang bezeichne, ie Gegenwart festgehalten ollkommen damit einverst den überlassen werden, denn, e mitvertreten zu dürfen. das Amt eines Schiedsmannes ditbürger geschieht. mit Ausnahme der chen Kultus in Ver⸗ nstellen bei den Ver⸗ wie dies auch im Gut⸗ imne es vollkommen an, Juden für wissenschaft⸗ rt hat, ich finde es hart Religion nicht zu ordentlichen gerecht, daß sie zu Lehräm⸗ Wissenschaft berufen lehre in Berührun chung der bisher be wischen Juden und Christen und Maßregel begrüßen. Dec einzige wenn ich dies unbefangen er⸗ nd die ständischen Verhältnisse; annes, seine Ueberzeugung thue es auch hier, obwohl rkronen erwerbe. drei Theile, in kreis⸗ des Vereinigten Landtags. hältnisse anlangt, so würde ich von
ation das einzige Mittel, eraufzuheben zu der So lange
ämter den Ju auch das Recht haben, si der Ansicht, daß ihnen weil dies durch das Vertrauen der M Ansicht, daß sie zu Staatsämtern, und derer, welche mit dem christli und mit Ausnahme der Dirige erden können,
streben, diese gendruck lieg den Standp Wenn ich in m geriren würde, gegenüber; du erbärmli
bin auch der Richterstellen, bindung stehen, waltungs⸗Behörden, berufen w achten der Abtheilung ß der Scharfsinn un liche Forschung sich seit Jahrh und unangemessen, daß sie w Lehrämtern berufen we
als Christ mich Juden den Christen d die Befähigung der
behandelt, als ein underten bewäh
andere Mensch; und wenn ich ich nicht das Recht, Ich werde verhöhnt in meinem Gl nen Schöpfer anbete; und, meine H die Juden nicht noch heute in ihrem (Mehrere Stimmen: ich sage, wenn ich ein solches — ich fühle mich ni ehaätärden 8 efühl, so muß ich dem Grundsatze huldigen, den ich aus 5n. habe. en Schwierigkeiten zu beseitigen, welche Darum also vollständige Emancipation! werden mit diesem Votum im Volke nicht vollständige finden, so kehre ich mich an diesen großen Haufen nicht, und i
was du hast;
die nicht mit der Als ein wesentliches Mitte Spaltung erachte ich die Civilehe z kann nur mit höchstem Beifall diese Punkt, und ich bitte um Verzeihung kläre, wo ich anderer Ansicht ich halte es für Pflicht des re überall offen und wahr auszusprechen, weiß, daß ich dadurch keine Bürge dischen Verhältnisse zerfallen ständische, in provinzialständisch Was die kreisständischen Ver
christlichen Glaubens l der Ausglei
icher, ob mich thums schi⸗ gegen den,
Es ist das chtlichen M
hauptsächlich i e und in die
meinem Gesichtspunkte unbedingt den jüdischen Rittergutsbesitzern die Befugniß ertheilen, auf den Kreistagen zu erscheinen, denn es han⸗ dest sich hier um die Wahrnehmung näherer Interessen im engeren Kreise, wo es auf das Votum des Einzelnen ankommt, und es er⸗ scheint hart, daß der, der zu den Kreislasten beiträgt, nicht auch an der Berathung über dieselben Theil nehmen soll. Insofern es also
ständischen, so wie von denen des Vereinigten Landtages, trennen
zu können, würde ich für die Zulassung der jüdischen Gutsbesitzer zu
Provinzial⸗ und Central⸗Stände anlangt, so ist die Theilnahme für den Einzelnen in materieller Hinsicht von minderer, so liegt in unse⸗ rem Beirath zu der Gesetzgebung eine lebendige Theilnahme an der⸗ selben, wir wirken unmittelbar auf dieselben ein, wir sind ein Organ derselben, und ich glaube, es ist noch nicht an der Zeit, ich halte das Stadium der Vorbildung im Allgemeinen noch nicht für so weit vor⸗
so verschiedene andere Meinungen kundgegeben, daß ich diese Ansicht, obwohl sie die meinige ist, nicht als maßgebend für die entgegenge⸗ setzte anführen will; aber um theilzunehmen an dem Akt der Gesetz⸗
gebung, muß man schon einen gewissen Standpunkt erreicht haben ir
in unserem Staate noch nicht überall erreicht. Dieser Standpunkt kann und wird auch für sie in der Zukunft eintreten, aber im gegen wärtigen Momente ist er noch nicht vorhanden, und aus diesen Grün⸗
ständischen Rechten davon ausgeschlossen bleibe. 8 Abgeordn. Winzler: Schon seit dem Erscheinen des vorlie⸗
selbst gefühlte Pflicht über und für denselben zu sprechen; seit unge⸗ fähr drei Stunden aber fühle ich auch noch eine andere, und das ist die, die Geduld der hohen Versammlung für etwas, was zwar so lebhaften Anklang findet, aber auch bereits sehr vollständig besprochen worden ist, nicht weiter zu ermüden. Ich will mich daher, wenn auch gewissermaßen mit schmerzlichem Gefühl, dazu entschließen, meine be⸗ absichtigte Rede vor der Geburt zu ersticken. Nur einige Worte er⸗ laube ich mir anzuführen, um einen auf das Gesetz bezüglichen An⸗ trag zu motiviren. Ich glaube, es hat während unseres Zusammen⸗
seins wohl kaum eine Gelegenheit gegeben, in Bezug auf Gerechtig⸗ keit und Billigkeit bei Maßnahmen neuer staatsbürgerlicher Verhält⸗ nisse einer zahlreichen, dieselben bisher zum Theil entbehrenden Ein⸗ wohnerklasse, Preußens Sprüchwort „Vorwärts“ in Allem, was recht und billig, so zu bewähren, wie an dem heutigen Tage. Es gilt zu beweisen, daß man wohl begriffen habe, was die Zeit und der von Vorurtheilen geläuterte Sinn der Liebe Duldung und des wahren Christenthums gebiete, und einer Zahl von mehr als 200,000 preu⸗ ßischen Staatsbürgern gerecht zu werden. Das ist eine Pflicht, wor⸗ auf die Juden durch ihren Gehorsam und ihre Treue gegen Fehg und Gesetz gewissermaßen als auf ein Aequivalent gerechten Anspru haben. Es gilt, bei ihnen durch völlige Gleichstellung der staatsbür⸗ gerlichen Rechte mit den bisherigen Pflichten die nöthige Einheit der gebotenen und selbst gefühlten sozialen Pflichten des Jüdenthums mit dem Christenthum herzustellen, denn nur in solcher Einheit gegen⸗ überstehender Rechte und Pflichten kann die Einheit des vom Gesetz gebotenen und selbst gefühlten Willens für gesetzliche und gemeinsame Zwecke des Staatsverbandes wurzeln und gedeihen.
Ich schlage also vor, meine Herren, diese Gleichstellung der Juden nicht nach dem spezialisirten und einengenden Entwurfe fest⸗ zustellen, sondern in voller Freisinnigkeit nach dem, was überall, wie mir scheint, im Wunsche der Versammlung liegt, auszusprechen und zwar nach dem von mir der hohen Versammlung gemachten Antrage, den ich Ihrem besseren Ermessen unterwerfe, nämlich den §. 1 theil⸗ weise allein anzunehmen und zwar dahin, des Königs Majestät zu bitten:
daß der gesammte Gesetz⸗-Entwurf nur dahin laute: „die Juden genießen in allen Landestheilen unserer Monarchie, mit Ausschluß der konfessionellen Maßnahmen, bei gleichen Pflichten auch gleiche Rechte mit unseren christlichen Unterthanen.“
Würde dieser Paragraph als Gesetz angenommen, so würde doch auf keine Weise etwas zu fürchten sein; denn was wir den Juden damit geben, scheint mir für den Augenblick und noch für ferne Zei⸗ ten hinaus mehr ein moralisches Recht als ein materielles zu sein. Wenn ihnen hier auch gleiche Rechte zugesprochen werden, so wird man ihnen doch noch lange keine gleichen Rechte wirklich geben und geben können, denn die Form ihrer Gottes⸗Verehrung wird dem entgegen⸗ stehen. Also, meine Herren, es gilt nur um ein moralisches Recht, nur Beruhigung für eine Staatsbürger⸗Klasse, die bei gleichen Pflich⸗ ten auch wohl eine Gleichstellung in allen übrigen Maßnahmen ver⸗ langen kann. Ich glaube, wenn diese Gleichstellung der Rechte er⸗ folgt, so wird das, was wir zu tadeln hatten, die Isolirung der Ju⸗ den, aufhören, sie werden sich verschmelzen in ihrem Handeln und Thun mit den Christen, denn wenn man dem Juden es häufig schuld gab (vielfache Reden und Schriften sprechen es aus), er sei noch nicht reif zum allgemeinen Staatsbürgerthum, er zeige zu wenig Vater⸗ landsliebe, so muß ich behaupten, er hat keine zeigen können. Wer, wie sie bisher, nicht das Recht hat, seine sittlichen und wissenschaft⸗ lichen Kräfte in jeder Stellung dem Vaterlande widmen zu können, wer, wie sie, in Rechtsgleichstellung nicht eng verbunden war mit dem Leben und Gedeihen des Staates, der kann auch kein eigentliches Va⸗ terland haben. Deshalb trage ich darauf an, den Gesetz⸗Entwurf zurückzuweisen und die völlige Gleichstellung, wie ich sie mir erlaubt habe auszusprechen, zu erbitten. . Marschall: Das ist ein Amendement, und ich muß doch bei dieser Gelegenheit wieder in Erinnerung bringen, daß es. Vorschrift des Reglements ist, alle Amendements Tages vorher einzureichen. Dies zu beobachten, wird nöthig sein, weil im entgegengesetzten Falle leicht Verwirrung in die Berathung fommt. Zweitens bemerke ich, daß dieser Vorschlag erst am Ende der Berathung zur Sprache kom⸗ men kann, denn er schließt die Hejwerfang. des ganzen Gesetzes in sich; indeß werde ich zu seiner Zeit darauf ücksicht nehmen. Abgeordn. Frhr. von Vincke: Darf ich mir eine Frage zu meiner Belehrung erlauben? Ich glaube den Herrn Marschall dahin verstanden zu haben, die Amendements müßten Tages vorher ein⸗ gereicht werden; das Reglement hat aber wohl nur ausgesprochen, daß sie vor der Sitzung eingebracht werden.
Marschall: Nur vor der Sitzung. Ich will noch hinzusetzen, daß ich mich bisher nicht fest an diese Vorschrift gebunden habe, und
Sitzung eingebracht worden sind. Es wird aber doch besser sein, wißen Gebrauch nicht gerade zur Regel zu machen.
Abgeordn. von Rath: Meine Herren! Wenn ich es wage, nochmals die Tribüne zu besteigen, so geschieht es im Gefühl, dem verehrten Redner aus Sachsen meinen Dank auszusprechen und mich
re 1812 vergangen, und nach den ein⸗ vernommen haben, zweifelt Niemand an eisen Emancipation. elche die treffliche Arbeit der Ab⸗ Versammlung gewiß allgemein aner⸗ daß es die verschiedenen Materien, die ischt sind, getrennt hat, namentli der das Kultuswesen betrifft. arauf ankommt, uns über den poli⸗ in einem weiteren zu bemerken, was ich über die Kultus⸗ Es wird nicht nöthig sein vielfach erörtert worden sind, daß durch das an dieser hre 1812 und durch die älteren Provinzen Rechte welche in einigen neu erwor⸗ hme bestanden haben, nicht sowohl als diese letzteren den Die Bundes⸗Akte hat Artikel, worin auch auf die Verbesserung edeutet wird, ausdrücklich Gesetz vom 8. August 1830 bestimmt, Verhältnisse der Juden in dem Zuͤ⸗ nahme vorgefunden hier bereits dargethan worden, und bei hen des Gutachtens wird es sich zustand der Juden durch den vor Es ist nicht nur aufgehoben werden, lichste aller Rechte, dasjenige, nämlich die un⸗ das Staatsbürgerrecht, den Ju⸗ Herr Kommissarius hat zwar ganz elcher gestattet, daß die Cor Gesetz⸗Entwurf gebilde adtverordneten⸗Versammlungen d scheint mir uner⸗ ausgesprochen, lichen Umfange kennen müssen, daß wohler⸗ urf verletzt werden
dem Edikt vom Jah n Zeugnissen, dem guten Erfe
Von den vie theilung hat, kannt werden,
muß gestehen, daß ich Beziehung in Preußen in der Folge aufhören e mit uns, mit Gott für wir nicht fragten, ob er fnamen nicht mehr bezeich⸗
Wünsche hinzufüge; ich „Jude“ in bürgerlicher hn das Volk versteht, im Befreiungskrieg
daß ich noch einige hoffe, daß das Wort
n dem Sinne, wie i wird, daß wir den, der König und Vaterland gefochten, und den Jude sei, daß wir den mit diesem Schimp
Marschall muß sich der ondern ihn Preuße und Mitbürger ne be ich meine rechte H daß ich auch als Christ den Juden stehen, und nöthiger ist, als nämlich die wahre Lieben und ihn auf diese betrachte ich und so
eser theilw Verdiensten, w und die von der hebe ich hervor in dem Gesetz⸗Entwurf verm politischen Thei nehme an, daß tischen Theil zu Stadium der Verh Verhältnisse zu sagen h ich die Rechtsgründe, Ich erinnere Stelle bereits genannte Städte⸗Ordnung vo begründet w benen Landest vollständig gleichkommen, Anspruch haben, ungeschm dieses Fortbestehen im 16. der politischen Verhältnisse der Ferner hat das daß in den neuen Provinzer stande bleiben sollten, worden sind. Berathung der einzelnen P her ergeben, daß de etz⸗Entwurf
zulässig wäre, diese kreisständischen Befugnisse von den provinzial⸗ nen werden .. 619 l von demjenigen,
Glocke bedienen.) 6 es für jetzt
Diesen Bürgern, and mit voller Ueberzeugung an das Verhältniß ge⸗ daß ich glaube, daß daß wir das Prinzip und die wahre
unen werden.
den ersteren stimmen. Was aber die umfassenderen Befugnisse der und behalte mir vor,
meine Herren, ge und läugne es nicht, dacht habe, worin wir zu in dieser wichtigen Zeit nichts unseres christlichen Glaubens, Duldung, dem Juden entgegenstellen So, meine Herren, as vorliegende Gesetz emanzipirt sehen, Religion heranziehen; i lick nicht wünschen, daß die in nähere Berathung gezogen ser Zeit sich in einem ernsten
andlungen das aben möchte.
nur kurz daran, Gesetz vom Ja ahre 1808 in d, die denjenigen, heilen zur Zeit der
uns heranziehen. in meinem Gemüth d möchte ich den J ich ihn zurn es nament
gerückt, um gleichsam wie mit einem Zauberschlage die Juden auch an diesem wichtigsten Akte der ständischen Befugnisse theilnehmen zu lassen. Ich will nicht auf meine früher ausgesprochenen Ansichten 8 zurückkommen, daß ich unsere gesetzlichen und staatlichen Institutionen auf das Christenthum vorzugsweise begründet erachte, es haben sich
uden vollkommen i Genuß der Lie lich in diesem Augenb Anordnungen der Juden durch uns
eselben gerade in die
kirchlich möchte älert fortzubestehen. würden, weil di Juden hing Dilemma befinden!
Meine Herren! Juden beziehen sich wohl eit her, in der man sie für Wenn sie das aber sind, so h Christenthum es uns befiehlt. ren Feinden.
Die Vorurtheile größtentheils und stammen noch Feinde des Christenthums hielt. wir doch gegen sie, wie das as Christenthum sagt: Vergebet eu⸗ ihnen also auch; aber doch nur nämlich vollkommen; denn der daran fehlen würde, wird ganz tark drücken, eine eben solche Span⸗ wie der größte Druck und die Sie wissen, daß die eniger bedrängt erhältniß sind sie mehr ode thätiger oder spekulativer geworden liche Erscheinung, die man ü Ich erlaube mir, Ministerium bekommen haben, Da heißt es Seite 7.: „Eingezogenen zuverlässigen reich neben erkennbaren sozi kerung nach Verlauf von me frühere Trennung, wenngleich in mannichfachen jetzt in fast ungeschwächter Stärke hervor. Am ud gränzenden Landestheilen besteht Ausnahme einiger Veränderung in geselligen frühere Geschiedenheit. Paris findet eine ähnliche Also seit nur einem halben Ja größere Emancipation stattfindet mittleren und unteren Klassen, (also noch allein die Uebel sich finden, aber in 50 Jahren schon so erkennb dann das Ergebniß sein, wenn dies derte von Jahren gewirkt hat? folg nicht mögli mentlich dieses nen seine Wirksamkeit äußern. Jugend, möge des Landes, ohne Untersch tet werden an einer Universität für die as Gouvernement würde Der in der Masse noch bestehende allein unterdrückt werden können. ir die Bildungs⸗Fä⸗ aselbst beinahe kein i Herrn geklagt seit 14 Jahr⸗
lchem sie bei der Besitz
der Vorbildung für das öffentliche Leben, und dies haben die Juden aus der Z Nun ist aber
Dann vergeben wir eben wie das Christenthum es will, Druck, das Geringste, gewiß in unserer Zeit eben so s nung und Gereizt Martern, die man i Juden beinahe 1400 Jahre wurden, und gerade in niger schlecht, dies die gewöhn Reaction auf den Druck. schrift, die wir von dem zu machen.
vielfach alterirt wird. ie Rechte beschränkt lbst das unveräu gentlich die Grundlage aller mittelbare Theilnahme am Staat Der Königliche der §. 15, w
liegenden Ges der Fall, daß einzeln ondern es wird se
den möchte ich mein Votum dahin abgeben und den Vorschlag an die hohe Versammlung richten, daß bis zu diesem Punkte die Emancipa⸗
te eringste D. tion ausgeführt werde, daß aber die völlige Theilnehmung an den gerings
anderen bildet, heit hervorbringen, hnen früher angedeihen ließ. den entzogen. richtig bemerkt, daß nen der Juden, welche nach dem len, besondere Vertreter wählen, nur fakultativ sei, heblich; ist einmal der G so wird es an seinen Konsequen Wenn wir nun aber aner urch den Gesetz⸗-Entw ür einen Augenblick in die i, um seiner Selbster⸗
gen die Rechte einzel ob eine solche Nöthi⸗ Hat sich ihr sittlicher Diese Frage werden
ng, fortwährend alten oder sie
genden Gesetz⸗Entwurfs wurde mir die gebotene und auch von mir gedrückt und mehr oder w demselben V. zu den St indessen der Unterschie in der Gesetzgebung zen in einem verderb
berall findet, Sie hier auf die Denk aufmerksam nicht fehlen. worbene Rechte der Juden d wenn wir uns dann f daß der Staat genöthigt Interessen we o fragt es sich, auf die Juden vor 1812 verschlimmert?
Es kann die Veranlassu on den Christen zu unterh Juden, so s bestehen in dieser Es sei mir e aus einem jüdischer 1829 von Johls
tritt in Frank⸗ dischen Bevöl⸗
hr als einem halben Jahrhundert die 9
Erkundigungen zufolge, alen Fortschritten der jü
eindenken wollen, haltung und seiner höheren Staatsbürger zu beschränken, gung in Bezug Zustand seit dem Jahre wir mit Nein beantworten. eine Trennung der Juden v zu verschärfen, nur i den Staat betreffen, Beziehung die verschiedenartigsten en Ansichten gegenüber eine Stell das im Jahre d am Rhein in den jü Es ist in katechetischer F „Von den Bürgerpflichten“, gegeben (liest t man diesenigen Pflichten, Religion gemäß, gegen den ganzen eobachten haben? Man nennt sie Bürgerp und das Vaterland?
Und worin bestehen diese h
In Treue und Geho des Landes, Hochachtung, genten und Liebe zum Vaterla
Welches ist denn unser V aterland erkennen w
Abstufungen, noch Ober⸗Rhein, den
noch jetzt, mit Berührungen, die ren Klassen zu
an Deutschland gr.
In den mittleren und unte Wahrnehmung statt.“
hrhundert f ,es schon bestätigt, ) in dem gebildeteren nicht mehr die man den Juden vorwirft. are Fortschritte da sind, wie wird Prinzip der Gleichstellung hun⸗ Denn sogleich ist ein großer Er⸗ kann nicht schnell wirken, kann nur durch die Erziehung auf Sorgen wir für den ganz gleich jed der Religion, möge ein
n den Religionsbe gesucht werden, und
indet man da, wo eine daß nur in den
Religions⸗ in Frankfurt Religionsschulen
buche anzuführen, herausgege gebraucht wird. der Ueberschrift: gen und Antwo
ben wurde un
Ein Gesetz folgende Fra⸗ spätere Generatio⸗ Unterricht der für alle Kinder Lehrstuhl errich⸗ e Ausbildung des mos dadurch eine genaue Kenntniß
die wir den Gesetzen, der dieser eingerichtet werden aller unserer Mitmenschen flichten oder Pflichten gegen den Staat
auptsächlich rsam gegen Ergebenheit und Anhän
desselben erhalten. Aberglaube aber wuͤrde dadurch gewis Lesen wir in dem alten Tes higkeit ihres religiösen Glau nicht immer So lange sie fr hunderten halten sie sehr fest es nicht vielleicht die Ausbild dem Fortschritt der allgemeinen haltsame Entwickelung der positi mals, wie man es später immer Jeder Druck, sei er auch liche Spannung, den Ju Wir haben weit weniger; de, es wird dies w n alle Rechte haben werden. zum Schluß noch auf etw so scharfen Geist besitz wenig Gelegenheit haben, in in Deutschland vorzugsweise vielen Geldmittel und durch arbeiten aber in der Presse mit der zialen Verhältnisse h mittel für ein gro diese gereiz Kräften aufheben. inde für die Emancip dnern entwickelt, daß ich gl als Mitglied der Abtheilung unserem Gutachten entwickelten Ansi zu empfehlen. Abgeordn. von erfreulichen mich insbesondere zwei merkung des König theilen, in welchen sicht die weuigsten am meisten verbessert haben. von mir hochgeehrten Mitglie seine Ansicht von dem Maße des ohne Nachtheil des sich erweitert habe. allen Gelegenheiten an den T ein, daß seine Ueberzeugung sich auch das, was einmal als Recht erkannt ist, der auch vollständig und unverkürzt gewährt w „Vielleicht wird diese Ueberzeugung u fördert werden, daß in einem anderen reits eine vollständige Emancipation in Kurhessen, wo von den Rechten, die den Juden, bürgern, bewill die christlichen worte ich noch dem Staate zur Gleichste
Gesetze und die
z nur ganz ür den Re⸗
tament, da finden w Wir finden d über den Abfall von den ei waren, sind sie abgefallen; daran. Was heißt dieser Abf s religiösen Bewußts 1 Kultur nöthig war, ven Satzungen mag wieder erlebt hat, noch so klein, er den muß er also i zu fürchten, daß eit weniger geschehen, wenn die Ich mache Sie, meine Herren, Die Juden, welche einen und dann so t zu werden, Sie haben durch die Gelegenheit dazu; sie d Gereiztheit, welche Wenn wir aber ßes starkes Vaterland te Stimmung durch Beseiti⸗ Meine Herren! ation der Juden von hts mehr hinzufügen aber erlaube ich mir die in hten Ihrer hohen Einsich
ir jedes Land, worin wir gebo⸗ assen haben und wohnh
cherheit finden.
Als unser V ren wurden, oder wo wir uns unter dessen Gesetz
Und was gebiete
Daß wir das Land, worin ben und zur Beförderung de der Ruhe und Ordnung in tragen sollen, daß wir uns ilie von dem sondern daß wi and mit unserem
en wir Schutz und Si t uns die Religion in dieser wir wohnen, als Wohlstandes, wie demselben, mit allen unseren Privatvortheil und das Wole der großen Staatsfami r, den Gesetzen des Staate Vermögen und mit
eins, die mit und diese unauf⸗ auch wohl da⸗ Abfall genannt giebt immer eine mmer intelligenter 3 der Christ durch
unser Vaterland lie⸗ auch zur Erhaltung Kräften bei⸗ Wohl unserer lie nicht tren⸗ s gemäß, die⸗ unserem Blute
eigenen Fam nen dürfen, ses unser Vaterl und Leben vertheidigen müssen. Muß diese Pfli Dieses Ges von Gott jedem fenen heiliger B so wichtig ist, als Krieger dem Vaterl Ceremonialgesetze befreit, die
sie verdrängt wer
as aufmerksam. die ihn so vielfach ausbilden, Aemtern angestell an der Presse.
ihre Intelligenz Bitterkeit un aben müssen.
cht uns heili d schon das Gefühl der erz gelegt, müssen j Gottes sein, daher Religion jeden
Liebe für's Vaterland, edem Rechtschaf⸗ auch diese Pflicht so lange er ger Beobachtung derjenigen Militairdienste
Menschen in's H eruf und Stim daß sogar die ande dient, von
Israeliten, sie gegen die so das größte Erziehungs wollen, so müssen wir auch gung aller Vorurtheile nach on so viele Gri
wir nun daraus folgern? erbunden sind, einem St wirklich unser Vaterland ist, der uns d Sicherheit genieß alten und Gelegen Entwickelung a n Gesetze uns demnach g.
Und was müssen
Das wir noch weit mehr v unseren Kräften zu liebreichen Schutz, so mannigfaltige Vervollkommnung da behülflich ist, Geboten heilig sein
Ich glaube, daß du mancher Seite her g. wurf widerlegt ist
sind hier sch aate mit allen mehreren Re dienen, der
Gerechtigkeit un und nützliche Anst
rbietet und zur
en läßt, der uns heiten zu unserer ller unserer Kräfte Unter den vielen leich den religiösen sind, haben
Beckerath: Meine Herren! Aeußerungen, die heute hier gem angenehm berührt. l. Kommissars, den Juden in kom Beschränkungen entgegen Die zweite war die des der schlesischen Ritters welches man den Juden kann, sich geändert, ehrte Mitglied bei flößt mir die H ausbilden werde, daß Natur des Rechts nach erden muß. durch die Erwägung ge⸗ tschen Staate ebenf der Juden erfolgt ist, nämlich B ht gleich allen Staats⸗ t sind, nur diejeni en ausgenommen wurden, eligions⸗Verhältnisse Bezug haben. Ferner aber ant⸗ eehrten Mitgliede, daß, wenn es jetzt in unserem Hleichstellung der Juden mit den Christen kon dies nicht wie mit einem Zauberschlage herbeigeführt,
acht worden Die erste war die Be⸗ daß gerade in denjenigen Landes⸗ merzieller und intellektueller Hin⸗ stehen, ihre Zustände sich Bemerkung eines chaft, daß
prochene Lehre der von den gemachte Ein⸗ eine solche Gleichstellung, Bezug auf den
ich diese klar ausges die Gleichstellung d äͤmlich der Einw chen und unklaren Staat und die Pflichten gegen Ich komme nun zu Gleichstellung der Israeli er entwickeln, w der Anwendung reußischer Staatsmann tsbürger gestattet sei zu entwickeln. will darauf hinweisen, egen die I Interessen,
Begriffe in den Staat, nicht zulässig sei. moralischen Gründen, ten mit den Christen sp theile für den S des Grundsatzes zu
welche für die Ich will es taat in materieller erwarten sein ausgesprochen hat, seine Kräfte will nur die intellek⸗ daß es sich nicht uden, sondern um daß es sich darum z Moral, des Rechts und der t werden soll. wirkt auf uns selbst sind, sind wir selbst ich will nicht gewesen sein, zu kleinem Maßstab
hls einräumen die das ge
Gesammtwo Die Gesinnung, ag gelegt hat,
Beziehung von werden, den ein großer p nämlich daß es jedem Stag in moralischer Richtung frei tuelle Seite berühren, ich allein um einen A die Wahrung uns
kt der Gerechtigkeit erer eigenen Staats⸗ Prinzip der christlicher Freiheit im Staate durchgeführ Unrecht, welches wir
nachtheilig z
daran zweifeln, allein sie haben
daß ich Amendements berücksichtigt habe, auch wenn sie erst in der Juden verüben,
die Juden nicht frei s Gesetz⸗Entwurfs mögen, llenden Absichten geleitet
zurück. So lange Die Verfasser de von wohlwo
nmen sollte, d das Bedürfniß
sondern die
die Befreundung eines zur Zeit noch fernstehenden, die Emporhebung
eines gedrückten Theils der Bevölkerung zu einer hö 8 Gesittung, nicht erreicht werden kann Barch deeneen Ihe 1 rung, sondern nur durch innigen Anschluß an das Ganze. Sie ha⸗ ben die Staats⸗Idee verkannt, nach welcher ein jedes einzelne Glied den Pulsschlag des Gesammtlebens empfinden muß, oder sollte man die jüdische Bevölkerung in unserem Lande als ein so schadhaftes verderbtes Glied des Staatsbürgers betrachten, daß es abgelöst wer den müßte, um das Ganze zu retten? Es sei fern von mir, der Staats⸗Regierung eine solche Ansicht unterlegen zu wollen, aber ich kann nicht verhehlen, daß mich ein schmerzliches Gefühl ergriffen hat, als ich mir die vorgeschlagene Maßregel in ihren Folgen überdachte. Um welche Mitglieder unseres Staats⸗Verbandes handelt es sich denn eigentlich? Um solche, die unserer Geschichte und unserer Entwickelung fremd geblieben sind? Keinesweges; es handelt sich vielmehr um Mitbürger, die seit Jahrhunderten mit uns vereinigt waren, die mit uns geduldet, mit uns gekämpft haben. Das Benehmen der Juden im Befreiungskriege ist allgemein und auch hier lobend anerkannt worden, aber aus einem einzelnen Falle wird sich das Mißverhältniß näher nachweisen lassen, was zwischen den damaligen Verhältnissen und demjenigen, was jetzt vorliegt, besteht. Eine jüdische Mutter in der Mark Brandenburg hatte im Jahre 1813 einen einzigen 19 jäh⸗ rigen Sohn; dieser Jüngling wurde von der begeisternden Liebe zum Vaterlande ergriffen, und es drängte ihn, an dem Kampfe zu seiner Rettung theilzunehmen. Die Mutker entließ ihn mit ihrem Segen; sie brachte zugleich einen Theil ihrer Habe, ihr Silbergeschirr, als Gabe dar zur Ausrüstung der unbemittelten freiwilligen Vaterlands⸗ Vertheidiger, und es wurde ihr dafür, die Urkunden liegen mir vor, es wurde ihr für dies Geschenk, das sie wie es darin heißt, „in from⸗ mem Glauben, brachte, die Berechtigung ertheilt, „sich zu den Mit⸗ gliederndes Frauen⸗Vereins für jetzt und für die Nachwelt zu Bäh⸗ len.“ In den ersten Monaten erhielt sie Nachrichten von ihrem Sohne, dann blieben diese aus. Lange harrte sie vergeblich. Endlich wendete sie sich voll banger Ahnung an den Commandeur des Re⸗ giments, in welchem ihr Sohn diente, und die Antwort, die sie er⸗ hielt, war folgende: ‚Auf Ihr Schreiben an den Herrn Oberst von Alvensleben, in Betreff Ihres Sohnes, übersende ich Ihnen den beiliegenden Schein des Lieutenant Behm, welcher damals Feldwebel in der Compagnie war, worunter Ihr Sohn gestanden. Sie werden daraus ersehen, daß Ihr Sohn bei Groß⸗Görschen für die heilige und große Sache gefallen ist. Trösten und beruhigen Sie sich, Madame, mit der Ueberzeugung, daß Sie Ihren Sohn dem Könige und dem Vaterlande geopfert haben.“
Die Briefe des jungen Mannes athmen die edelste Vaterlands⸗ Liebe, sie werden als Reliquien in der Familie bewahrt. Wohl mö gen sie oft mit den Thränen bitteren Grames benetzt worden sein, denn der Schmerz um den geliebten Angehörigen wurde den Seini-⸗ gen nicht gemildert durch die Theilnahme an der Herrlichkeit des Va⸗ terlandes, das Vaterland verleugnet sie; ihre Hoffnungen wurden nicht nur nicht erfüllt, sondern man geht damit um, ihnen die Rechte zu schmälern, die sie besaßen, sie sollen von dem Staatsverbande los⸗ gerissen werden, den sie mit Gut und Blut haben. Ich verwahre mich, ich verwahre das edle, gerechte, preu ische Volk ge⸗ gen jede Betheiligung an diesem Beginnen, und ich danke unserem wei sen Könige, daß hier die Stimme des Landes sich erheben kann ge⸗ gen einen letzten Versuch, mit welchem der enge, mittelalterliche Geist noch einmal gegen die freiere, wahrhaft christliche Weltanschauung hervorzutreten wagt.
Meine Herren! Der Gedanke, die Juden in Corporationen ein⸗ zutheilen, ist nicht neu; schon im Jahre 1842 wurde derselbe vielfach in öffentlichen Blättern besprochen, und damals wurden darüber die Aeußerungen eines Mannes bekannt, der noch jetzt in der Nähe un⸗ seres Hohen Monarchen weilt, eines Mannes, dessen Name nicht nur überall gefeiert wird, weil sein wissenschaftlicher Geist alle Zone durchforscht, sondern auch, weil er seiner Zeit ein Vorbild echter, humaner Bildung ist. Derselbe äußerte sich damals über jenes Vor⸗ haben in einem Schreiben wie folgt:
„Ich habe, theurer Graf, mit einem Schmerze, dessen Motive un Richtung Sie mit mir theilen, die Anlage (Journal des Dé bats vom 10. März 1842), die gestern angekommen, gelesen. Ich hoffe, daß Vieles sehr falsch und hämisch aufgefaßt ist, — wäre e nicht, so halte ich die beabsichtigten Neuerungen nach meiner innig⸗ sten Ueberzeugung für höchst aufregend, mit allen Grundsätzen der Staatsklugheit streitend, zu den bösartigsten Interpretationen der Motive veranlassend, Rechte beraubend, die durch ein menschlicheres Gesetz des Vaters bereits erworben sind und der Milde unseres jetzigen theuren Monarchen entgegen. Es ist eine gefahrvolle An⸗ maßung der schwachen Menschheit, die alten Gesetze Gottes aus⸗ legen zu wollen. Die Geschichte finsterer Jahrhunderte lehrt, zu welchen Abwegen solche Deutungen den Muth geben. Die Be⸗ sorgniß, mir zu schaden, muß Sie nicht abhalten, von diesen Zei⸗ len Gebrauch zu machen; man muß vor allen Dingen den Muth haben, seine Meinung zu sagen.“
Ich werde kaum noch nöthig haben, Ihnen zu sagen, daß ich keinen Grund kenne, aus welchem die Rechte der Juden verkürzt wer⸗ den dürften. Das Recht muß gewährt werden, wo die gegenüber⸗ stehenden Pflichten getreu erfüllt worden sind, und ich habe mir er⸗ laubt, ein Amendement in diesem Sinne einzureichen, wodurch der §. 1 des Gesetzes ersetzt werden würde. Dies lautet:
„Die Juden, welche in den verschiedenen Provinzen der Monarchie ihren Wohnsitz haben, genießen neben gleichen Pflichten gleiche Rechte mit Unseren christlichen Unterthanen und sollen nach den für diese daselbst geltenden gesetzlichen Vorschriften behandelt werden.“
Meine Herren! Es ist ein wahrer Spruch: „Die Weltgeschichte ist das Weltgericht.“ Dem forschenden Blicke entgeht nicht der tiefe Zusammenhang zwischen den Handlungen und den Schicksalen der Völker. Weniger wahr ist der andere Spruch des Dichters: „Und jede Schuld rächt sich auf Erden.“ Die Schuld kann, bevor die rä⸗ chende Nemesis erscheint, gesühnt, das Böse kann durch das Gute anfgehoben werden. Frankreich hat einst die Hugenotten grausam verfolgt, England die Katholiken schmählich bedrückt; aber beide Län⸗ der haben diese Schuld dadurch gefühnt, daß sie eine Religionsfrei⸗ heit begründeten, die wie ein frischer Hauch das Leben Li durchweht. Auch in Deutschland hat sch der bessere 86 Zahn gebrochen; aber eine Schuld ist noch zu fühnen, und sir wir gesühnt
werden, denn das Volksbewußtsein hat sie als eine heilige Schuld
r will sie zahlen! Ich will nicht vor Ihren Augen das sclaube hafte veng der Qualen und Bedrückungen entfalten, denen die Juden in Deutschland ausgesetzt waren, ich will diese schmerzliche Seite Unserer nationalen Erinnerungen nicht berühren, die Wunde in dem Außens blicke nicht aufreißen, in welchem sie, Gott gebe es, auf immer ge eilt werden wird. Ja, legen Sie die heilende Hand darauf, geben Sie der Stimme der Menschheit Gehör, die in jeder Brust sich regt, spre⸗
en Sie das Wort aus, auf das die Nation lauscht, das Wort der
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Gerechtigkeit, das Wort der Versöhnung, und wenn wir einst nicht mehr
sind, wenn dieser hohe Königsbau, in dem wir hier segenan Stau
aben verkannt, daß die wahre Mensche
seinem Antrage im Ganzen anzuschließen. Erlauben Sie mir aber, Frucht einer langjährigen Vorbereitung sein würde, denn 35 Jahre gemessen, sie h
Se 2ꝙ₰ 2 22* 2 * t⸗ erfallen ist, dann wird noch die späte Nachwelt um dieses einen Wo bes willen Ihr Andenken segnen. KERS .