1847 / 197 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

V i I eng, und größ⸗ Stallungen sind besonders bei den hechischen Hangee . eEn.

tentheils fehlt auch die zum besseren vßmazig theuer und von unterge⸗

inlichkeit. ie Fütterung ist verhältni e 8 der Wiesenbau im Allgemeinen noch sehr vernach

zn it eini 2 angefangen lässigt g2 2 1 2 Lagdwirthschaft einige Aufmerksam⸗ haben, —2 . Unter diesen Umstãnden kann es auch nicht befremden, keit zuzuwenden. wenig und schlechtes Schlachtvieh liefert und ein großer mnrfes aus Polen, Ungarn und Bapern bezogen werden muß. Theil 820 heczahren eingeführten Vieh⸗Ausstellungen in Prag haben bis⸗ ’e 9e un Einfluß auf die Veredelung des Hornviehes geäußert, da vun e 8s der Umgebung der Hauptstadt beschickt wurden. Man be⸗ 8 b22* künftig auch auf der Herrschaft Chottowin Vieh⸗Ausstellun⸗ absichtig nen und dieselben nach und nach auf andere Lokalitäten aus⸗

gen Eüee 8. zudehnen. wSgS7; 8 0 8 8. 1 . b besaß ferner im Jahre 1846: 1,409,856 Schafe, 74,562 Zie⸗ gen Eene Schweine; im Jahre 1834 dagegen 1,357,566 Schafe, 49,268 Ziegen und 303,870 Schweine. Hieraus ergiebt sich in den letzten 12 Jahren eine Zunahme von 52,290 Schafen und 25,294 iegen oder im Durchschnitte jährlich von respekt. 4357 und 2108 Stück. hat sich die Zahl der Schweine überhaupt um 68,838 oder im Durchschnitte jährlich um 5736 Stück vermindert. Die Schafzucht wird im Ganzen mit ziemlich großer Sorgfalt betrieben und liefert einen nicht unbedeutenden Nutzen; dagegen werden selbst in den Gebirgsgegenden ver⸗ hältnißmäßig wenige Ziegen gehalten. Die Schweinezucht konnte in den letzteren Jahren wegen Mißärndte der Kartoffeln und Theurung der Kör⸗ ner⸗ und Hülsenfrüchte nicht gedeihen. 8 Esel und Maulthiere zählte man im Jahre 1846 zusammen 226 Stück. Die Zunahme betrug von 1834 bis 1846: 153 Stück. Die Pflege dieser so wenig kostspicligen und doch so nützlichen Thiere wird in Böhmen äußerst vernachlässigt; man fordert sehr viel von denselben, ohne sie genügend zu füttern. Jedoch schwinden allmälig die Vorurtheile, welche bisher der all⸗ gemeineren Benutzung der Esel als Zug⸗ und Lastthiere entgegenstanden, und es ist als ein Fortschritt anzusehen, daß in neuester Zeit mehrere Land⸗ eute aus der Umgebung der Hauptstadt ihre Milch⸗ und Gemüse⸗Karren mit Eseln bespannen. Vergleicht man den Flächenraum mit der Anzahl er angeführten Maulthiere, so kommen auf eine geographische MMeile im anzen Lande: 168 Pferde, 1124 Rinder, 1495 Schafe, 79 Ziegen und 49 Schweine.

Eisenbahnen und Dampfschifffahrt.

Leipzig, 30. Juni. (D. A. Z.) In der ersten Hälfte des Jahres 1847 wurden in Deutschland zwölf Eisenbahnstrecken eröffnet,

11448

die folgenden neun Eisenbahnen angehören: 1) Hannoversche Staats⸗ bahn, von Celle nach Harburg, 17 Meilen; 2) Köln⸗Mindener Ei⸗ senbahn, dritte Strecke, von uisbur bis Hamm, 12 Meilen; 3) Kaiser Ferdinand's⸗Nordbahn, von Leipnik nach Oderberg, 10 ½ Mei⸗ len; 4) Thüringische Eisenbahn, drei Strecken, von Weimar nach Er⸗ furt, von da nach Gotha, von Gotha nach Eisenach, zusammen 10½ Meilen; 5) Pfälzische Ludwigsbahn, erste Bahnstrecke, von Neu⸗ stadt a. d. Hardt über Schifferstadt nach Ludwigshafen und Speyer, 5 Meilen; 6) Badische Staatsbahn, zwei Strecken, von Freiburg über Müllheim nach Schliengen, 4 Meilen; 7) Mecklenburgische Eisenbahn, erste Strecke, von Hagenow nach Schwerin, 3 ¾ Meilen; 8) Wilhelmsbahn, von Ratibor nach Annaberg bei Oderberg, gegen 3 Meilen; 9) von Höchst nach Soden (Zweigbahn der Taunusbahn), ½ Meilen. Dies giebt zusammen 67 ¾ Meilen (worunter nur 21 ½¼ Meilen Staats⸗Bahnen), während in der ersten Hälfte des Jah⸗ res 1846 nur 45 ¾ Meilen eröffnet wurden. Die Gesammt⸗ länge der regelmäßig befahrenen und zum Personen⸗Transport die⸗ nenden Eisenbahnen beträgt jetzt beinahe 660 Meilen, worunter etwa 209 Meilen, also noch nicht ein Drittel, Staatsbahnen im Besitze von neun Staaten und 451 Meilen Privatbahnen im Besitze von 31 Actien⸗Gesellschaften. Die längsten Privatbahnen sind die Kaiser Ferdinand's⸗Nordbahn und die Niederschlesisch⸗Märkische Bahn, jede etwa 51 ½¾ Meilen lang. Der Betrieb der ersten erstreckt sich aber zugleich auf die österreichische nördliche Staatsbahn, im Ganzen auf fast 85 Meilen. Die vereinigten norddeutschen Eisenbahnen haben eine Gesammtlänge von mehr als 364 Meilen; ihr Anschluß an die zu⸗ sammenhängenden österreichischen Eisenbahnen, jetzt über 132 Meilen lang, kann seit Eröffnung der Bahnstrecken von Leipnik und Ratibor nach Oderberg als vollendet betrachtet werden, wiewohl die ½ Meile lange Verbindungsbihn noch nicht hergestellt ist. Die Ausdehnung des niederrheinischen Eisenbahnnetzes ist auf etwa 40, die des ober⸗ rheinischen (mit Hinzurechnung der nur durch den Rhein getrennten Strecke der pfälzischen Ludwigsbahn) auf 59 ½ Meilen gestiegen.

Zittau, 9. Juli. (L. Z.) Aus dem vom Direktorium ver⸗ faßten Baubericht über die Löbau⸗Zittauer Eisenbahn ergiebt sich Folgendes: Am Schlusse des Monats Juni d. J. waren von 60,200 Ellen, als der Gesammtlänge der Bahn, 43,000 Ellen Planie vollen⸗ det, so daß noch 17,200 Ellen fehlten. Im Juni waren 673,021, überhaupt aber 8,938,847 Kubik⸗Ellen Erdmasse bewegt worden.

Das Steinbett war auf 27,175 Ellen Länge fertig, die Schwellen und Schienen waren auf 17,000 Ellen gelegt. Im Juni arbeiteten 4864 Mann (darunter nur 638 Ausländer) und 237 Pferde. Der Viadukt im Schülerthale würde bis auf wenige Arbeiten an den Parapetmauern vollendet, eben so die Mandaubrücken unter⸗ und oberhalb Scheibe; der Viadukt in Ober⸗Oderwitz wurde mit Aus⸗ nahme zweier Flügel⸗Parapetmauern bis auf die Aufstellung des eiser⸗ nen Geländers fertig, eben so der Viadukt in Ninive, wo aber nur ein Theil der Flügel⸗Parapetmauer fehlte; an dem Viadukte zu Herrnhut waren mit Ausschluß der Parapetmauer die Arbeiten gleich⸗ falls zur Beendigung gelangt; am Viadukte zu Ober⸗Kunnersdorf waren die beiden ersten Bogen dem Schlusse nahe, der 3te mit 8 Schichten angewölbt, auf dem 1sten Mittelpfeiler und 2ten Land⸗ pfeiler wurden die Gewölb⸗Anfänger verlegt, auf dem 4ten und 5ten Mittelpfeiler die Kämpfergesimse; am Viadukte in Groß⸗Schweidnitz endlich wurden der 2te Landpfeiler so wie der 4te, 5te und 6te Mittelpfeiler bis mit der Kämperschicht vollendet und 2 Bogen⸗ Gerüste aufgestellt. Am 6ten und 7ten Bogen sind resp. 17 und 14 Schichten angewölbt worden. Die übrigen Pfeiler gelangten bis unter die Kämpferschicht. Was die Hochbauten betrifft, so wurde der innere Ausbau des interimistischen Abfahrts⸗Gebäudes auf dem zittauer Bahnhofe fortgesetzt und die dort aufzuführende Lokomotiv⸗ Remise vollständig gegründet und mit dem reinen Mauerwerk begon⸗ nen, auf dem herrnhuter Bahnhofe aber der Bau eines Wagen⸗ Schuppens so wie einer Braunkohlen⸗Niederlage angefangen. Im Allgemeinen sind die häufigen Gewitterregengüsse dem Baue hinder⸗ lich gewesen.

Paris, 11. Juli. Nach dem Journal des Débats haben die Arbeiten an der Eisenbahn von Paris nach Saarbrücken in der Umgegend von Metz begonnen, und zwar auf drei verschiedenen Punk⸗ ten: oberhalb des Dorfes Ars, ungefähr in der Höhe, in welcher sich die Reste des römischen Aquadukts befinden, dann 1 Kilometer von demselben Dorfe entfernt, und auf dem Wege nach Magny, unter⸗ halb der Brücke über die Seille. Zwei ausgezeichnete Werkstätten, um die nöthigen Schienen zu fertigen, erheben sich außerdem auf dem Territorium von Ars. Die eine ist aus zwei Hochöfen gebildet, welche mittelst Coaks betrieben werden, und ist mit allen nöthigen Neben⸗ Einrichtungen und Bauten versehen. Die andere besteht aus einem Hochofen und schönen Nebenbauten.

9

Bekanntmachungen.

695] iäi brie f.

Der bereits bestrafte Schneidergeselle Boas Appel st wegen wiederholten Betruges zur Untersuchung gezo⸗ gen worden. Er ist am 7. März cr. nach seiner Hei⸗

mat Kurnick, Kreis Schrimm, entlassen worden, daselbst ber nicht eingetroffen, auch anderweitig nicht zu ermit⸗ eln gewesen.

emein

11“

691 b] D 1“ bon Das Personen⸗

wird in diesem Jahre seine

regelmäßigen Fahrten

gender Ordnung fortsetzen:

Schiff „Borussia“

zwischen hier und Swinemünde am 28. d. M. beginnen und in sol⸗

K K. priv. Lombard. Venezian. Ferdinands-Eisenbahn. 18 i (Mailand⸗Venedig.)

Nach Inhalt der ge⸗ hörig kundgemachten Al- lerhöchsten Resolution vom 18. Januar 1846 wird

Die Civil⸗ und Militair⸗Behörden des In⸗ und Aus⸗ andes werden dienstergebenst ersucht, auf den unten nä⸗ her bezeichneten Angeklagten vigiliren, ihn im Betre⸗ ungsfalle verhaften, mit den bei ihm sich etwa vorfin⸗ enden Geldern und Effekten unter sicherer Begleitung

hierher transportiren und an die Expedition der Stadt⸗ oigtei⸗Gefängnisse abliefern zu lassen. ir versichern die ungesäumte Erstattung der dadurch veranlaßten baaren Auslagen und den verehrlichen Be⸗ hörden des Auslandes eine gleiche Rechtswillfährigkeit.

Der Schneidergeselle Boas Appel ist 23 Jahre alt,

us Kurnick gebürtig, jüdischer Religion, 5 Fuß 2 Zoll groß und von schwächlicher Constitution. Er hat lange, shea s. Haare, freie Stirn, schwarze Augen, raune Augenbrauen, gebogene Nase, langes Kinn, leinen Mund, vollständige Zähne, braunen, sehr starken Bart, bleiche Gesichtsfarbe und ovale Gesichtsbildung. Besondere Kennzeichen sind nicht vorhanden und die Kleidungsstücke können nicht angegeben werden.

Berlin, den 7. Juli 1847.

Königliches Feenhclgerie hiesiger Residenz. Zweite Abtheilung.

1236 ubhastations⸗Patent.

Das am Markte hierselbst gelegene, Vol. I. No. 509. 10l. 524. des Hypothekenbuchs verzeichnete, dem Ober⸗ Landesgerichts⸗Registrator Ferdinand Jacob Leopold Behm gehörige Haus nebst Zubehör, welches zufolge

er nebst dem Hyppothekenschein in der Registratur ein⸗ zusehenden Taxe auf 14,699 Thlr. 29 Sgr. 1 Pf. ab⸗ geschätzt worden, soll

am 14. Oktober cr., Vorm. 11 Uhr,

ubhastirt werden.

Alle unbekannten Real⸗Prätendenten werden aufge⸗ boten, sich bei Vermeidung der Präklusion spätestens in diesem Termine zu melden.

Die dem Aufenthalte nach unbekannten Gläubiger woerden hierzu vorgeladen. 1“ Frankfurt a. d. O., den 1. März 1847. 8

Königl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.

Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 4. Juni 1847.

Das dem Holzhändler Carl Ludwig Krüger gehörige, hierselbst in der Linksstraße Nr. 31 belegene, im Hypo⸗ thekenbuche von den Umgebungen Berlins Vol. 31.

No. 2012. verzeichnete Grundstück, gerichtlich abgeschätzt zu 13764 Thlr. 27 Sgr. 6 Pf., soll

am 11. Januar 1848, mitage⸗ 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Tare und Hy⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

8

[676]2 Oeffentliche Bekanntmachung. Im Namen Sr. Hoheit des Herzogs ꝛc. Nachdem am 1sten d. M. die zweite Ausloosung von Schuldbriefen aus der geschlossenen dritten, durch die höchste Verordnung vom 24. Oktober 1845 kreirten An⸗ leihe der Landschaft des Herzogthums Gotha stattgefun⸗ den hat und hierbei folgende 17 Obligationen: aus Serie 4. Nr. 80. 1“] aus Serie B. Nr. 387. u aus Serie C. Nr. 574. 713. 884.1138.1306.1888. 1913. 2040. 2419. 2825. 3229. 3246. 3276. 3357 und 3408. ur Abzahlung bestimmt worden sind, so wird solches ierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gotha, am 5. Dul 1847. Herzoglich Sächs. Ober⸗Steuer⸗Kollegium.

86 82 8 v. H enn i n g. H 2 ß. 8 Inctert:eJ

2 2 22

v. Stettin nach Swinemünde:

Montag 1 Uhr Mittags den 28. Juni, 12., 26. Juli, 9., 23. August, 6. und 20. September.

Dienstag 1 Uhr Mittags den 6., 20. Juli, 3., 17., 31. August, 14. und 28. September.

Mittwoch 1 Uhr Mittags den 30. Juni, 14., 28. Juli, 11., 25. August, 8. und 22. September.

Donnerstag 1 Uhr Mittags vom 1. Juli bis 30. Sep⸗ tember.

Sonnabend 1 Uhr Mittags vom 3. Juli bis 25. Sep⸗ tember.

2 .2 82 . 8

v. Swinemünde nach Stettin:

Montag 7 Uhr Morgens vom 5. Juli bis 27. Sep⸗ tember.

Dienstag Nachmittags nach Ankunft des Post⸗Dampf⸗ schiffs „Wladimir“ von St. Petersburg den 29. Juni, den 13., 27. Juli, 10., 24. August, 7. und 21. September.

Mittwoch 8 Uhr Morgens den 7., 21. Juli, 4., 18. August, 1., 15. und 29. September.

Donnerstag 7 Uhr Morgens den 1., 15., 29. Juli, 12., 26 August, 9. und 23. September.

Freitag 8 Uhr Morgens vom 2. Juli bis 24. Sep⸗ tember.

Wie bekannt, gewährt die „Borussia“ für die resp. Reisenden das Angenehme, von keinem der bei den Dampf⸗ schiffen unvermeidlichen Uebelstanden, als der Hitze der Feuerung, des unangenehmen Fettgeruchs u. s. w. belästigt zu werden; sie hat geräumigen Salon und Damen⸗Kajüte, und neben allen Begnemlichkeiten eine aufs Beste ein⸗ H Restauration, so jeder hier Ankommende sich direkte nach dem Schiffe begeben kann, wo auch die 9

illets zu haben sun Die Preise sind:

auf der „Borussia“ à Person 1 ¾ Thlr., Kinder unter 12 Jahren die Hälfte; (fürs Billet von hier nach Swinemünde und zurück auf 8 Tage gültig à Person 2 Thlr.);

Domestiken bei ihrer Herrschaft 20 Sgr.;

auf dem sie schleppenden Dampfschiff à Person 1 Thlr.

Stettin, den 20 Juni 1847.

Das Comité der Stettiner Dampfbugsirboot⸗Rhederei.

[774 b

Thüringische Eisenbahn. Bekanntmachung.

gSc In der am 31. Mai c. in Weißen⸗ fels abgehaltenen General⸗Ver⸗ ssammlung der Actionaire unserer Ge⸗ ssellschaft wurde der Beschluß gefaßt: A. daß die wegen verspäteter Einzah⸗ lung der Actienbeiträge entrichteten Conventionalstrafen den Betheiligten nicht zu re⸗ stituiren seien, und B. daß, an die Stelle der verfallenen Quittungsbo⸗ gen und resp. Actien, deren neue zur Zeit noch nicht auszufertigen, sondern vielmehr den Bethei⸗ ligten unter Gestattung einer angemessenen Frist anheimzugeben sei, ob sie die rückständigen Raten noch einzahlen, auch die für jede rückständige Ein⸗ zahlung im Statut angeordnete Conventionalstrafe von 2 Thlr. pro Actie entrichten und dagegen die betreffenden Actien in Empfang nehmen wollen. Indem wir von diesem Beschlusse die Inhaber der nachstehend verzeichneten Quittungsbogen:

Nr. 34,622 24. 3 Stck., Nr. 45,206— 8. 3 Stck., 36,020 22. 3 » 49,420 22. 52,014 16.; 52,448—53. 64,903 65. 57,122 30.

678 80. 57,171. 9,687 89. 63,533 35. 34,317 19. 5,165 67. 48,879 83.2 16,991 92. 52,429 31. 17,174 78. 56,150 52. 18,813. 60,907 8. 12,792. 46,174 76. 14,131 32. 26,661. 45,960.

„» 28,101. 8

in Kenntniß setzen, geben wir denselben anheim, die

sub 8., ge caben Zahlungen spätestens bis zum 1. Ok⸗ tober dieses Jahres an uns zu leisten, widrigenfalls die betreffenden Quittungsbogen als ungültig und der Ge⸗ sellschaft verfallen angesehen werden müssen.

Erfurt, den 7. Juli 1847. Die Direction der Thüringischen Eisenbahn⸗Gesellschaft.

8

Friedrich⸗Wilhelms⸗Nordbahn. 8775 “Dreizehnte Einzahlung.

Die Besitzer von Certifikaten der Frie⸗ drich⸗Wilhelms⸗Nordbahn werden hier⸗ a.., durch benachrichtigt, daß die dreizehnte

Einzahlung von 5 % nach Abrech⸗ Mnung der auf den bisherigen Einzah⸗ b = B lungen haftenden Zinsen von 19 Sgr. 6 Pf. mit Thlr. 4. 10 Sgr. 6 Pf. für jedes Certisikat

bei uns täglich bis zum 1. August a. c. mit Ausnahme der Sonntage, von 9 12 Uhr Vormittags geschehen kann. Zu diesem Be⸗ hufe sind die Certifikate mit speziellem Nummern⸗Ver⸗ zeichniß auf unserem Comtoir, Burgstraße Nr. 25, ein⸗ zureichen, um dagegen die neuen sofort oder erst nach erfolgter Einsendung in Empfang zu nehmen. Berlin, 15. Juli 1847.

Jacobson & Rieß.

Fne

Eisenbahn.

Zur Beseitigung von Mißverständnissen zeigen wir hiermit an, daß die Ausgabe von Actien La. B. der Loebau⸗Zittauer Eisenbahn, sowohl gegen

z Anzahlung der ersten Rate à 5 Thlr., als auch ge⸗ en Einzahlung des Ge⸗ ammtbetrages von 25 Thlr. pro Stück nicht blos an Actionairs, sondern auch an Nicht⸗Actionairs erfolgt. Zugleich bemerken wir, daß, um mehrseitigen Anträ⸗ gen zu genügen, die Einzahlungsfrist auf genannte Ac⸗ tien bis auf weitere Bestimmung verlängert worden ist. Berlin, den 12. Juli 1847. Co.

A. H. Heymann &

344 8b 8 8 9 88

8

8

den Herren Actien⸗Be⸗ sitzern hiermit erinnert, » daß sie

bam 31. Juͤli 1847

bei Vermeidung des im §. 8. der gesellschaftlichen Sta⸗ tuten angedrohten Verfalls, die auf diesen Tag be⸗

simmte Rate von zwölf Prozent einzuzahlen haben.

di Einzahlungen am 31. Juli

24 8 8 18 2 fälligen Rate können erfolgen: in Venedig im Büreau des Ausschussee, Mailand im Administrations⸗Büreau der Gesell⸗

schaft, 8 8 Augsburg bei dem Herrn J. C. Baur,

Berlin bei den Herren Hirsch⸗ feld & Wolff,

Frankfurt a. M. bei den Herren M. A. v. Roth⸗ schild & Söhne, 3 ⸗Leipzig bei den Herren Frege L Co., „Wien bei den Herren Arnstein & Eskeles. Die genannten Agentien sind berechtigt, den

1 Herren

Actionairen eine Provision von ½ % auf die einzuzahlenden Beträge zu berechnen.

Die Original⸗Certifikate sind zum Behufe der Ein⸗ zahlung in Begleitung zweier gleichlautenden, arithme⸗ tisch geordneten Nummernlisten, welche mit der Unter⸗ schrift des Einreichers versehen sein müssen, einzugeben und erfolgen mit einem Bestätigungsstempel über die ge⸗ leisteten Einzahlungen an denselben zurück.

Venedig, den 1. Juli 1847.

Vom Ausschusse der Gesellschaft der

K. K. priv. Lombard. Venezianischen Ferdinands⸗

Eisenbahn⸗Unternehmung.

Auf obige Anzeige Bezug nehmend, kann die Ein⸗ zahlung von 12 % auf die Mailand⸗Veneziani⸗ schen Eisenbahn⸗Actien

von heute bis den 31. Juli c., Mittags 1 Uhr, bei uns zum a vista Course auf Wien geleistet werden. Berlin, den 10. Juli 1847. 8

18b im Kreise Wagrowiec, Regierungs⸗Bezirks Brom⸗

i Meilen von der Netze, eben so weit von der berg, tadt Wagrowiec und vier Meilen von Bromberg belegene adelige Rittergutsherrschaft Swiatkowo ist aus freier Hand zu verkaufen. Kauflustige belieben sich über die näheren Bedingungen im Büreau des Justiz⸗Kom⸗ missarius Gregor zu Posen oder in dem Dominial⸗ Wohnhause zu Swiatkowo zu informire

Das Abonnement beträgt: 2 Rthlr. für ½¼ Jahr. 4 Rthlr. - ½ Jahr. 8 Rthlr. - i1 Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preis-Erhöhung. Bei einzelnen Nummern wird der Hogen mit 2 ½ Sgr. berechnet.

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Allgemei

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3 8 n. 3„ Ale post-Anslalten des In⸗

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und Auslandes nehmen Hestellung iäᷓää·ͤu dieses Glatt an, für Herlin die Erpedition der Aug. Preuß. 8 Zeitung: 8

Behren-Straße Nr. 57.

Iusertions-Gebühr sür den NKNaum einer Zeile des Allg. B“ Anzeigers 2 Sgr.

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197.

Amtlicher Theil. 1“

Inland. Berlin. Abschieds⸗Bewilligungen in der Armee. Rhein⸗ Provinz. Bekanntmachung der Regierung. Schützenfest in Düsseldorf.

Deutsche Bundesstaaten. Königreich Bavern. Topogravphische Aufnahmen. Die Aerndte bei Würzburg. Großherzogthum Baden. Der Handel von Mannheim. Herzogthum Holstein. Umwandlung der Schulen in dänische.

Oesterreichische Monarchie. Von der galizischen Gränze. Die Aufgabe des neuen Gouverneurs.

Frankreich. Paris. Hofnachricht. Teste und Pellapra. Das Re⸗ form⸗Bankett. Auflösung der National⸗Garde von Mühlhausen. Ankunft arabischer Häuptlinge. Vermischtes. Schreiben aus Pa⸗ ris. (Protokolle über Teste's mißlungenen Selbstmordsversuch und über seine darauf abgegebenen Erklärungen; Nequisitorium und Vertheidigung; Deputirten⸗Kammer. ) 8

Großbritanien und Irland. London. Gastmahl der ostindischen Compagnie zu Ehren des Prinzen Waldemar von Preußen. Verlei⸗ hung der Insignien des Bathordens an den Prinzen Waldemar. Par⸗ laments⸗Verhandlungen.

Belgien. Brüssel. Graf Westmorland. Pensionirung des General⸗

Lieutenant Goethals.

Schweiz. Kanton Bern. Das Hochschul⸗Gesetz.

Italien. Rom. Die Munizipal⸗Verfassung. Die National⸗Garde. Handels⸗Vertrag mit Sardinien. Vermischtes. Neapel. Die calabresischen Räuber gefangen. Verbrennung von Staatspapieren. 9; Palermo.

Griechenland. Ancona. Die Vermittelung Oesterreichs. Stellung zu den Schutzmächten. Kolettis' Finanz⸗Pläne.

Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten.

Amtlicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Den bisherigen Ober⸗Landesgerichts⸗Rath von zur Mühlen zum Geheimen Regierungs⸗ und vortragenden Rath im Ministerium der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten zu er⸗ nennen;

Dem Regierungs⸗Rath Freiherrn von Reibnitz den Charakter eines Geheimen Regierungs⸗Raths; 1b

Dem Geheimen Kanzlei⸗Direktor Naebe, bei der zweiten Ab⸗ theilung des Ministeriums des Königlichen Hauses, den Charakter als Kanzleirath zu verleihen; und

Den ehemaligen Professor am Columbia College in New⸗York, Dr. Tellkampf, zum ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Universität in Breslau zu ernennen.

Der Justiz⸗Kommissarius und Notarius Schütz wird zum 1. Oktober d. J. seinen Wohnsitz von Dirschau nach Tiegenhoff verle⸗ gen, und es ist von da ab der Justiz⸗Kommissarius und Notarius Valois zu Preuß. Holland nach Dirschau versetzt;

Der Justiz⸗Kommissarius und Notarius Leist zu Greifenhagen ist nach Labiau, im Departement des Ober⸗Landesgerichts zu Kö⸗

LC

nigsberg, versetzt; und b 8 b Dden viaberise Advokat bei dem standesherrlichen Obergericht und

den Untergerichten des Kreises Neuwied, Dr. Karl Schmitthen⸗ ner, zum Advokaten bei dem Justiz⸗Senate zu Ehrenbreitstein, mit der Befugniß zur Praxis auch bei den Untergerichten in dessen Be⸗ zirk in den Kreisen Koblenz und Neuwied, ernannt worden.

1“ . Auch in diesem Jahre sind zur Erinnerung an die für Deutsch⸗

land so folgenreiche Schlacht von Velle⸗Alliance von dem in Frank⸗

furt a. M. bestehenden Vereine zur Unterstützung der in derselben in⸗ valid gewordenen Krieger Dreihundert Thaler zur gleichmäßigen Vertheilung an nachbenannte Invaliden des preußischen Heeres e⸗ stimmt worden, und zwar: Christian Multhauf in Beuren, Johann Stärke in Königsberg bei Pyritz, Johann Siewert in Pyritz, Gottfried Fehrmann in Kl. Zarnow, Groth in Strellin bei Stolpe, Joseph Rau in Gr. Glogau, Karl Heinrich Schufft in Berlin, Friedrich Melziahn in Ludelsen, Kr. Salzwedel, Christian Schilling in Pagendorf bei Pasewalk, Andreas Wiese in Schönlanke, 1u Johann Gottfried Strehsow auf klebower Mühle bei hag en, 5 1 1. Schneider zu Neu⸗Karbe, Michael Krause zn Potsdam Gustav Frankehn . und

August Sattler in Köln, welche den genannten Leuten heute von der unterzeichneten Abthei⸗

lung durch die betreffenden Orts⸗Behörden überwiesen worden sind. ¹Die seir jener denkwürdigen Zeit unausgesetzte Wirksamkeit des Vereins in ihrem vollen Werthe anerkennend, nimmt die Abtheilung gern Veranlassung, den erneuerten Beweis von der Theilnahme an dem Geschick der hülfsbedürftigen Vertheidiger unseres Vaterlandes hierdurch zur allgemeinen Kenntniß zu bringen und dem Vereine für diese Gabe im Namen der Empfänger recht herzlich zu danken. Berlin, den 11. Juli 18427. Kriegs⸗Ministerium. Abtheilung für das Invaliden⸗Wesen. von Stosch.

b111“

Große Kunst⸗Ausstellung im April und Mai 1848.

Wegen des auf Allerhöchsten Befehl Sr. Majestät in die Früh⸗ lings⸗Monate verlegten Zeitpunktes der nächsten großen Kunst⸗Aus⸗ stellung im Königlichen Akademie⸗Gebäude hierselbst scheint es ange⸗ messen, im Interesse der ausstellenden Künstler und der geehrten Kunst⸗Vereine die nachfolgenden Bestimmungen schon jetzt bekannt zu machen und um deren geneigte Beachtung zu bitten.

1) Die Kunst⸗Ausstellung wird am 3. April 1848 eröffnet und am 7. Juni geschlossen.

2) Nur die von den Künstlern selbst oder auf deren spezielle Ver⸗ anlassung angemeldeten Werke werden zur Ausstellung zugelassen, was auch dann gilt, wenn dieselben nicht mehr im Besitz der Künstler sind, indem weder die Echtheit der Arbeit noch die Bestimmung derselben für diese Ausstellung zweifelhaft sein darf.

3) Die schriftlichen Anzeigen der auszustellenden Kunstwerke müssen vor dem 1. März k. J. bei dem Inspektorat der Akademie eingegangen sein, um in das zu druckende Verzeichniß aufgenommen zu werden, und zu diesem Zweck außer den vollständigen Namen und dem Wohnort des Künstlers eine kurze Anzeige des Inhalts der ein⸗ zusendenden Kunstwerke nebst der Bemerkung enthalten, ob dieselben käuflich sind oder nicht. Mehrere Gegenstände können bei diesen Anzeigen nur dann unter Einer Nummer begriffen werden, wenn dieselben in einem gemeinschaftlichen Rahmen befindlich sind.

4) Die vorläufige Aufnahme dieser Anzeigen in das Verzeichniß berechtigt nicht zu dem Anspruch, daß die angemeldeten Gegenstände auch wirklich ausgestellt werden.

5) Die Kunstwerke müssen bis zum 15. März k. J. bei dem Inspektorat der Akademie mit zwei gleichlautenden Verzeichnissen, wovon das eine als Empfangsbescheinigung zurückgegeben wird, ab⸗ geliefert werden; später eintreffende werden nur insofern berücksich⸗ tigt, als zur geeigneten Ausstellung derselben noch Platz vorhanden ist. Eine Umstellung der schon placirten Gegenstände zu Gunsten der später eintreffenden darf nicht gefordert werden.

6) Zur Bequemlichkeit des Publikums und zur Erleichterung der Geschäftsführung werden die Einsender ersucht, jedes Werk an einer sichtbaren Stelle mit dem Namen des Künstlers durch Anheften einer Karte zu bezeichnen und bei Gegenständen, wo eine Verwechselung möglich ist, als Prospekten, Landschaften und dergl., den Inhalt der Darstellung auf der Rückseite der Bilder kurz zu benennen.

7) Kunstwerke, welche in Berlin bereits öffentlich ausgestellt waren, anonyme Arbeiten, Kopieen aller Art (mit Ausnahme der Zeichnungen für den Kupferstich), Stickereien, Quodlibets und dergl., so wie musikalische Instrumente und aus der Ferne kommende Ma⸗ lereien und Zeichnungen unter Glas, werden nicht zur Ausstellung angenommen.

8) Eine für diese Ausstellung von der Akademie zu ernennende Kommission ist für die Beobachtung dieser Vorschriften und die Aus⸗ schließung der für die öffentliche Ausstellung in der Akademie nicht geeigneten Gegenstände verantwortlich, gegen die Entscheidungen 16 Kommission läßt sich nur an den akademischen Senat re⸗ urriren.

9) Vor gänzlicher Beendigung der Ausstellung kann Niemand einen ausgestellten Gegenstand zurück erhalten.

10) Auswärtige Künstler, welche nicht Mitglieder der unterzeich⸗ neten Königlichen Akademie oder besonders aufgefordert sind, haben die Kosten des Transports ihrer Arbeiten selbst zu tragen und zur Ablieferung und Empfangnahme derselben der Akademie einen Beauf⸗ tragten zu bezeichnen, welchem jede desfällige Besorgung und Korre⸗ spondenz, so wie die Vermittelung des Verkaufs der Kunstwerke, wenn diese beabsichtigt wird, überlassen bleiben muß. Für unangemeldete, nicht angenommene oder erst nach dem 15. März hier eintreffende Gegenstände werden keine Transportkosten vergütigt.

11) Wegen noch immer vorkommender Irrungen wird darauf aufmerksam gemacht, daß die ebenfalls in Berlin befindliche Central⸗ Verwaltung des allgemeinen preußischen Kunst⸗Vereins mit der Aka⸗ demie in Betreff dieser Ausstellung in keiner Verbindnng steht, wes⸗ halb die Adressen der für die Kunst⸗Ausstellung bestimmten Gegen⸗ stände nur an die Königliche Akademie der Künste zu richten sind.

Zerlin, den 15. Juli 1847.

Direktorium und Senat der Königl. Akademie der Künste.

Dr. G. Schadow, Direktor.

8 Abgereist: Der Ober⸗Präsident der Provinz von Meding, nach der Altmark.

8 1 2 Brandenburg,

Uichtamtlicher Theil.

Inland.

Berlin, 17. Juli. Seine Majestät der König haben Aller⸗ gnädigst geruht: Dem Pachtmüller Andreas Grobleben zu Wannefeld, Kreis Gardelegen, die Anlegung der ihm verliehenen Waterloo⸗Medaille zu gestatten.

Berlin, 17. Juli. Nach dem heutigen Militair⸗Wochenblatte ist dem Major, Grafen Finkenstein, aggregirt dem 2ten Garde⸗Regi⸗ ment zu Fuß, als Oberst⸗Lieutenant mit der Regiments⸗Uniform mit den vorschriftsmäßigen Abzeichen für Verabschiedete und dem Zeug⸗ Hauptmann Gebler in Köln als Major mit der Zeug⸗Uniform mit den vorschriftsmäßigen Abzeichen für Verabschiedete, Aussicht auf Ci⸗ vil⸗Versorgung und Pension der Abschied bewilligt worden.

Rhein⸗Provinz. Die Königliche Regierung in Köln hat nachstehende Bekanntmachung erlassen: 1

„Die Zeit der Theurung, welche mit Gottes Hülfe nun bald zu Ende gehen wird, hat für einen zahlreichen Theil der Bevölkerung Noth und Entbehrungen aller Art mit sich geführt. Diese ernste Zeit hat aber auch den Sinn der Wohlthätigkeit in erfreulicher Weise hervortreten lassen, mit Anstrengung aller Kräfte haben die Gemeinden wie die Einzelnen dahin gestrebt, das Loos ihrer nothleidenden Mitbürger nach Möglichkeit zu mil⸗

dern. Zahlreiche Beispiele edler Wohlthätigkeit haben sich eine dauernde Anerkennung gesichert. Den Vorstehern und Vertretern der Gemeinden, wie allen den einzelnen Bewohnern des Regierungs⸗Bezirks, welche nach besten Kräften zur Abhülfe der Noth mitgewirkt haben, sprechen wir dafür in un⸗ serem Namen, wie im Namen Aller, die bei ihnen Hülfe suchten und fan- den, unseren aufrichtigen Dank aus.“ 8 2 Die Kölner Zeitung meldet aus Düsseldorf vom 13. Juli: „Unserer Stadt steht in den nächsten Tagen ein großes Volksfest be⸗ vor. Der hiesige St. Sebastianus⸗Schützen⸗Verein hat nämlich an den Kirmeßtagen zur Begehung eines allgemeinen Preis⸗Schießens die großartigsten Vorkehrungen getroffen und dazu von nahe und fern die bedeutendsten Schützen⸗Vereine, so wie eine nicht geringe Anzahl ausgezeichneter Persönlichkeiten, eingeladen. Die Einladungen haben durchweg die freundlichste Aufnahme gefunden, und es treffen täglich neue Anmeldungen ein, so daß zu erwarten steht, daß eine Masse von Festgästen sich hier vereinigen wird, wie wir sie sonst nur zur Zeit des großen Musikfestes zu schauen gewohnt sind. Für die besten Scheibenschützen sind von dem Vereine kostbare Preise ausgesetzt, in Pokalen, Trinkhörnern u. s. w. bestehend, alle von hiesigen Gold⸗ arbeitern nach den Zeichnungen unserer bedeutendsten Künstler gear⸗ beitet. Bereits erhebt sich an einem der schönsten Punkte unserer mit Recht so gerühmten städtischen Promenaden das riesige Fest⸗Zelt, welches über 8000 Personen aufzunehmen im Stande ist und durch Gas erleuchtet wird. Außer diesem sind noch andere Zelte, sowohl im Hofgarten, als auf der nahen Golzheimer Insel, die in einen eben so zweckmäßigen, als reizenden Schießplatz umgeschaffen ist, zur Aufnahme der fremden und einheimischen Gäste bestimmt, wie denn überhaupt von Seiten der verschiedenen Fest⸗Kommissiouen nichts unterlassen worden ist, was dazu dienen kann, den Fremden den Auf⸗ enthalt unter uns angenehm und genußreich zu machen. Als einen besonderen, nicht überall möglichen Bestandtheil des Festes möchten wir die im Hafen und auf einem Theile des Rheines auf Sonntag, den 18. d., projektirten Volksspiele hervorheben, welche, in Spriet⸗ laufen, Tauklettern, Entengreifen und einem Schifferturnen bestehend, die allgemeine Heiterkeit zu erhöhen gewiß das Ihrige beitragen

werden.“ Deutsche Bundesstaaten.

Königreich Bayern. Von Seiten des Königl. bayerischen General⸗Quartiermeister⸗Stabes wird in diesem Sommer das rechte Donau⸗Ufer und zwar in der Ausdehnung von Donauwörth bis Regensburg militairisch untersucht. Die Vornahme dieses Geschäftes ist den Majoren von Liel und von Hagens übertragen; außerdem sind die Hauptleute von Schintling und Stephan, so wie die Ober⸗Lieu⸗ tenants von Berg und Freiherr von Löffelholz, dabei bethätigt. Auch die Höhenmessungen in der Pfalz, so wie die topographischen Auf⸗ nahmen in der Ober⸗Pfalz, werden mit Eifer betrieben. Bei ersterem Geschäfte hat der Hauptmann Freiherr von Varicourt, bei letzterem der Hauptmann Freiherr von Jeetze die Leitung erhalten. Die Allg. Ztg. meldet aus Würz burg vom 9. Juli: „Auf einigen Parzellen un⸗ serer Markung wird der Roggen dieser Tage eingeärndtet werden. Man lobt die Schwere der Körner und die Fülle der Aehren. In acht bis zehn Tagen wird man wohl mit der allgemeinen Aerndte bei uns beginnen können, und man hofft namentlich für die Winterfrucht einen äußerst günstigen Ertrag; für die Sommerfrucht auf ungünstigem Erdreiche wäre für die nächste Umgebung unserer Stadt etwas mehr Regen zu wünschen. Doch sollen gednde die Getraide⸗Kammern des Kreises, wie Ochsenfurter Gau, daran nicht Mangel haben. Eine wahre Lust gewährt es, unseren Obstmarkt zu besuchen. Einer solchen Fülle von Früchten, die dort aufgestellt, verkauft und verzehrt werden, erinnert man sich seit Jahren nicht. Das Pfund Kirschen oder Weichseln kostet 1 ½ —2 kr. Auch Johannis⸗ und Stachelbeeren sind sehr bil⸗ lig, und namentlich verspricht man sich eine seltene Aerndte von Ama⸗ rellen und Aepfeln. Hierdurch ist dem allgemeinen Mangel schon be⸗ deutende Abhülfe geworden, indem der Dürftige mit wenigen Kreuzern sich sättigen kann.“

Großherzogthum Baden. Dem Schwäb. Merkur wird aus Mannheim vom 11. Juli geschrieben: „Obwohl man seit dem Anschluß an den Zoll⸗Verein sich daran gewöhnte, die im hiesigen Rheinhafen ankommenden Güter sich jährlich um ein Bedeu⸗ tendes vermehren zu sehen, so hat doch das verflossene Halbjahr alle Erwartungen übertroffen. Um die Schiffe leer machen zu können, reichten sämmtliche Krahne nicht mehr aus, sondern es mußten fort⸗ während Fahrzeuge, insbesondere Fruchtschiffe, außerhalb des Hafens ihre Ladung löschen. Es ist nun zur unwiderlegbaren Gewißheit ge⸗ worden, daß die hiesigen, wenn auch großartigen Hafen⸗Anstalten nicht mehr ausreichen, sondern einer bedeutenden Erweiterung bedürfen. Die⸗ ser Umstand ist auch höheren Ortes längst anerkannt, und es wäre sicher auch schon mit den nöthigen Arbeiten begonnen worden, wenn dieselben nicht mit der zu erbauenden Schleifbahn, als Verbindung mit dem Bahnhofe, in Einklang gebracht werden müßten. Auf gleiche Weise hat sich auch der Güterdrang im Neckarhafen ver⸗ mehrt. Auch hier reichten die seitherigen Hebwerke nicht mehr aus, sondern es mußte ein Schiffskrahn von Knielingen zur Aushülfe herbeigeschafft werden. Es kamen daselbst im ersten Halbjahre über 500 Schiffe, sowohl innerhalb als außerhalb des Hafens, an. Beson⸗ ders hat sich die kölnische Beurtschifffahrt, seitdem die belgische Eisen⸗ bahn über Antwerpen und Aachen eine so große Masse Güter nach Köln befördert, merklich gehoben, und von den sonst gewöhnlichen Pausen in der Schifffahrt weiß man jetzt fast nichts mehr. Ihre Schiffe sind großentheils mit raffinirtem Zucker aus den preußischen Fabriken befrachtet, von welcher Waare der meiste Theil in die Schweiz ausgeführt wird ein erfreuliches Zeichen und ein Beweis von dem Erstarken dieses inländischen Industriezweiges, der die Konkurrenz des Auslandes üicht mehr zu scheuen braucht. Dieser lebhafte Verkehr im Neckarhafen wirkt vortheilhaft auf den unteren Theil der Stadt, alle Geschäftsleute verspüren den wohlthätigen Einfluß.“

erzogthum Holstein. Kiel, 7. Juli. (B. H.) Außer der der S Gelehrtenschule in eine dänische Anstalt, welche zu Ostern 1848 in Ausführung gebracht werden soll, wird gegenwärtig im nördlichen Schleswig auch noch die Aegeans eines dänischen Schullehrer⸗Seminars beabsichtigt, und zwar ist diese