*
A s s g l m 1 1 m “ “ Alle Post-Anstalten des In- B “ “ und Auslandes nehmen Bestellung -auf dieses Blatt an, für Berlin 8 8 8 die Erpedition der Allg. Preuß. 8 Zeitung: in allen Theilen der Monarchie gehren-Straße Nr. 57. ohne Preis-Erhöhung. Insertions-Gebühr für den gBei einzelnen Nummern wird Raum einer Zeile des Allg. der Bogen mit 2 ½ Sgr. berechnet. Anzeigers 2 Sgr.
Hamburg, 26. Juli. Ueberseeische Einfuhr: von Canton: 5301/1, 1342/2 Kisten hhen; don Batavia: p. Hamb. Bark „Pilot“ 11 Kisten Anis, 60 Lägel Arac, 129,72/100 Piculs Farbeholz (Japan), 52 Kisten Gummi damar, 2 Korn Cajeput⸗Oel, 815 Säcke Pfeffer, 1337 Körbe Zuk⸗
Spiritus loco 10 ½ Rthlr. Brf., a 10 Rthlr. verkäuflich. ker; von Bahia: 2350 Bunde Hanf, 174 Stck. Jacaranda⸗Holz, 113
Rüböl loco ohne Veränderung pr. September / Oktober 115 Rthlr. Fässer, 534, 6341 und 8/⁄2 Kisten Zucker; von Braila: 800 Qurt. Wei⸗ nominell. b 3 zen; von Barcelona: 86 Pipen Sprit, 34⁄1 Pipen Wein; von Bor⸗
Zink a 5 Rthlr. 17 Sgr. ab Gleiwitz verkauft. deaur: 21 Pipen 20 Stck. Sprit, 10 Kisten 339 Orhoft Wein; von
R ussisches Roggen⸗Mehl etwas angenehmer, feines St. peters⸗ Havre: 421 Stck. Mahagoni⸗ und 3798 Stck. Palmholz, 18 Kisten 162 burger Schrot 3 ½ — 3 ½ Rthlr. in einzelnen Partieen verkauft, in Posten a Körbe Wein; von Sligo: 579 Qurt. Buchweizen, 105 Fässer Gersten⸗ 3 Nählr. zu haben, halbgesiebtes 4 Rthlr. und ganzgesiebtes a 5 Rthlr. be⸗ mehl; von Newyort und Cardiff: 3164 Eisenbahnschienen, 2233 Bunde 1 Rblr. 14 Sgr. 5 Pf., auch 4 Rthlr. zahlt. Alle Sorten rigaer Mehl unverkäuflich. 8 7076 Stangen Eisen; von Liverpool: 172 B. Baumwolle, 8900 Stck.
— S Es bestätigt sich immer mehr, daß die Kartoffelkrankheit wieder zum] Hörner, 21 Blöcke Jacaranda⸗, 467 Blöcke Mahagoni⸗, 381 Stck. Pock⸗ Vorschein gekommen ist, doch läßt sich über die Ausdehnung derselben noch und 330 Stck. Satinholz, 5 Fässer Quercitron, 605 Säcke 186 Tierces kein Urtheil fällen. Die Kauflust für Getraide, namentlich für Roggen, Reis, 184 Kisten Zucker; von Glasgow: 6 Fässer Alaun, 70 Tons Ei⸗ war heute sehr groß, viele Käufer mußten unbefriedigt den Markt verlassen. sen; von Hull: 129 Stangen 613 Platten 85 Bunde Eisen; von Lon⸗ Wir haben in den nächsten Tagen, da russischer Roggen ganz geräumt ist, don: 773 Ballen Baumwolle, 2 Ballen 2 Fässer Cochenille, 61 Kisten eine weitere Steigerung der Preise zu erwarten. Indigo, 353 Bunde 2 B. Häute, 66 Säcke Pfeffer, 333 Säcke Reis, 53 1 Köln, 24. Juli. Getraidepreise. (2 ½ Scheffel.) Weizen direct. Kisten Thee, 3120 Stch. Büffel⸗, 21,000 Stck. Ochsenhörner, 122 Säcke 3 14 Provinz Schlesien. Am 23. Juli Abends ½79 Uhr traf den sein, angeblich wegen Betheiligung an einer ungesetzlichen Ver⸗ “ deprei 8 heff 5 Ingwer, 40 Seronen Mandeln, 150 Säcke Pfeffer, 200 Säcke Reis, 120 Ien. h a W 8 Se. Königl. Hoheit der Prinz Adalbert, von Bresl . bind Mitarbeiterschaft be bärt Ze 2 d was 12 Rthlr. 15 Sgr. Roggen dir. 7 Rthlr. do. Juli 6 Rthlr. 22 ½ à 25 DVuꝛ n — Svrup 2 eve. 19,500 Sick. Hörner; Antw 10 Inland. Berlin Unbegründete Zeitungs⸗Gerüchte hinsichtlich eines ce. onig Ho ei er Prinz 2 alber „ von Breslau kommend, en bindung, an 2 itar el erscha ei auswaͤr igen 14 eitungen va Sgr. do. p. November 5 Rthlr. 15 Sgr. do. p. März 1848 5 Rthlr. 423b 8 Kisten Zucker; 8 E11““ 624 St Eisenbahnschienen — Darlehns. — P rovinz Schlesien. Hreise des Prinzen Adalbert. — Die Glogau ein, um die daselbst zur alljährlichen Revue versammelte 5te sonst etwa unter Bezugnahme auf konfessionelle und politische Agita⸗ 8 8 8 Fässer 56 Kisten Zucker; von Amsterdam: 0t St. senbe enen, verwitiweit Fürstin zu Hohenlohe⸗Schillingsfürst †. — Verein zur Erzie⸗ Artillerie⸗Brigade zu inspiziren. tion beigefügt wird. Bei der großen Milde, welche von unseren hung tüͤchtiger Dienstmädchen. — Rhein Provinz. Aerndte⸗Aussich⸗ Ihre Durchlaucht die verwittwete Frau Fürstin Constanze zu
25 Sgr. — Kzser Sor — 8 8 ö 1 1. 0 Anker Sardellen, 90 Fässer Syrup; von St. Petersburg: 1201 Kuh⸗ 83 8 2 . 2 k 2 . Rüböl compt. 31 Rthlr. 49. p. Oktober 32 Rthlr. 72 69* Fässer Sprit pz von St. † I 8 — akademischen Behörden jederzeit geübt wird, darf man überzeugt sein, Nürnberg, 16. Juli. Wollbericht. Das Resultat des diesjäh⸗ Amsterdam, 24. Juli. Getraide. Am gestrigen Markte stiegen ten. — Schreiben aus Brandenburg. (Durchreise des Staats Kinister v E“ Prinzessin zu Hohenlohe⸗Langen⸗ daß die fraglichen Strafen ohne die triftigsten Gründe nicht verhängt rigen vom 5ten bis 7ten d. abgehaltenen Wollmarkts ist folgendes: Die die Preise für Weizen abermals mit gutem Handel; 130fd. weißbunter von Rochow.) 38 11““ I. Ankunst Il urg und Mutter Sr. Durchlaucht des Herzogs von Ratibor, ist worden seien. *½ Deutsche Bundesstaaten. Ko nigreich Bavern. Ankunst Ihrer gestern früh um 5 Uhr auf Schloß Rauden nach kurzer Krankheit in Majestät der Königin von Preußen in Regensburg. — Reise des Prin⸗d 5 5
t f 87,704 Pfd. Zg., wovon 76,494 Pfd. ver⸗ poln. 540 Fl., 126 /7129 pfd. b. do. 500 und 515 Fl., 125/128pfd. do. g 2 2 5 — 8. 8 2 8 F 55 *½ vre „ 3 zen Wilhelm von Preußen. — Untersuchungen gegen Studirende in dem Alter von 35 Jahren gestorben
Zufuhr belief sich im ganzen auf * 8 TEöö fauft wurden und 11,210 Pfd. im Rest verblieben, aber auch dieser Rest 485 und 504 Fl., 12 4pfd. fries. 470 Fl. Roggen zu den vorigen Prei⸗ sen mit gutem Handel, 145; e München. — H. erzogthum Braunschweig. Brod⸗ Unruhen. — Neben den beiden 89 Neiße bereits bestehenden Frauen⸗Vereinen München. di Frankfurt. Ankunst des Königs von Württemberg. hat sich in der jüngsten⸗Zeit meist aus schlichten Bürgerfrauen noch
würde noch willige Käufer gefunden haben, wenn nicht die Verkäufer gegen 91 11 16./1 1 ; Fl., 115pfd. preuß. 265 Fl. Gerste ohne Handel. Hafer preishaltend, Oesterreichische Monarchie. Wien. Geburtstag der Kaiserin. ein dritter gebildet, der 12 Mädchen von 14 bis 17 Jahren in einem
Das Abonnement beträgt: 2 Rthlr. für ¼ Jahr. 4 Rthlr. - Jahr. 8 Alhlr. ⸗ 1 Jahr.
Winter⸗Rips 82—84 Sgr. 1“ 1
Sommer⸗Rips 75 Sgr.
Rothe und weiße Kleesaat bei vieler Kauflust ohne Verän⸗ derung.
Kanal- Listen: —* 8 .
Wa] 112bee; passirten am 25./26. g “ 330 Wspl. Roggen, 30 Woapl. Erbsen, 5309 Ctr. Mehl, Ptr.
Der Markt war heute mit
aber für spätere Termine einige
Juli-Hegulirungen beschäftigt, zeigte Festigkeit.
n—. deegdevvnvaenes
Marktpreise vom Getraide.
22 Berlin, den 26. Juli . Hehh. 10 G 8 : Roggen 2 Rthlr. 25 Sgr., auch 2 Rthlr. Sgr.; gro w Hafes 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthlr. 7 Sgr.
— 25 32 Wispel. Eingegangen sind 52 Wisp
— hehe. Wasser: Weizen 14 Sgr. „a
8 Sgr. 5 Pf.; Roggen 2 Rthlr. 14 Sgr. 5 Pf., auch 2 Rthlr. 4 Sgr.
10 Pf.; große Gerste 2 Rthlr. 3 Sgr. 7 Pf.; Hafer 1 Rthlr. 17 Sgr.
4 Pf, auch 1 Rthlr. 13 Sar. 10 Pf.; Erbsen 2 Rthlr. 24 Sgr. Einge⸗
gangen sind 585 Wispel 13 Scheffel.
“ Sonnabend, den 24. Juli. 1 8
Das Schock Stroh 7 Rthlr. 15 Sgr., auch 6 Rthlr. 20 Sgr. Der
Centner Heu 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 22 Sgr. 6 Pf.
Königsberg, 21. Juli. Getraide. Zufuhr an Getraide sehr
g, an Kartoffeln sehr bedeutend, auf dem steindammer Markt 59 Wa⸗ gen. Weizen 116 Sgr. pro Scheffel; graue Erbsen 110 Sgr. p. Schfl.; Heu 15— 20 Sgr. p. Ctr.; frische Kartoffeln auf dem steindammer Markt 269 — 32 Sgr., auf dem roßgärter Markt 32 ½ Sgr. Spiritus wurde heute bei geringer Kauflust ausgeboten in Posten p. Ohm von 96. 0 % Tr. 24 Rthlr. 20 Sgr. oder 9 ¾ Sgr. p. Stof und würde auch vielleicht auf 24 Rthlr. oder 9 Sgr. p. Stof erlassen werden. In einzelnen Gebinden war der Verkaufspreis p. 9600 % Tr. 26 Rthlr. 20 oder 10 Sgr. p. 80 % Tr.
Herzogthum Braunschweig. Der Magdeb. Ztg. wird aus Braunschweig vom 25. Juli geschrieben: „Am letzten Markttage hatten wir hier nachträglich einen Brod⸗Krawall, der leicht hätte zu noch unangenehmeren Auftritten führen können. Ein Mit⸗ glied des hiesigen Humanitäts⸗Vereins, der Gastwirth Röver zu Thiede, hat aus *, Runkelrüben und Roggenmehl Brod backen las⸗ sen, welches nur halb so viel als das gewöhnliche Roggenbrod kostet und demselben an Wohlgeschmack und Nahrungsstoff mindestens gleich⸗ kommt. Jener Verein machte durch die öffentlichen Anzeigen bekannt, daß von diesen Broden unter Beifügung einer Anweisung zur Selbst⸗ bereitung auf dem Wochenmarkte eine Quantität verkauft wer⸗ den solle. An diesem Tage hatte sich schon vor dem Thore eine
Bastard⸗ und Lammwolle wurde gänzlich aufgeräumt, und es konnte nicht
den Schluß des Marktes hin auf höhere Preise bestanden hätten. Die Ein⸗ 115] 11“ n 8 1 “ für Rübsen bewilligt 90 Sgr., seit heute läͤßt aber die Kauflust bedentend — 77 Fl.I 88 Bast sch s ö“ E“ w114X“X“ “ b Frankreich. Paris. Das Ministerium. — Die neue Anleihe und letzte eigenen Institute zu braven und tauglichen Dienstboten erziehen läßt. nach, und man kann kaum 88 Sgr. für beste Waare bedingen, 85 und 80 88 Fl 111u16“ Roanfwolle 58 —70 Fl. Fintg⸗ dieser Gat⸗ Kohlsaamen verkauft: neuer flämisch 64 L., neuer betuwsch. Aveel⸗ Arbeiten der Deputirten⸗Kammer. — Getraide⸗Gesetze. — Emeute. — In diesem werden sie in den bei Bürgersleuten gewöhnlichen weib⸗ Sgr. wird geboten. tungen hatten einen Näcg 1 8 ’ 10 pCt zu Erleiden, die anderen saamen 61 L., auf 9 Faß im Sept. und Okt. 65 L. Verurtheilung wegen vorzeitiger Publication des Pairshof⸗Urtheils. — lichen Handarbeiten und in der Hauswirthschaft unterwiesen und ge⸗ Spiritus 26 a 25 Rthlr. p. 120 Quart 80 % Tr. 5 ; ELEAA1121 lich gleich gebli ben. In Rüböl heute und auf Lieferung wieder etwas angenehmer, doch zu⸗ Teste's Befinden. — General Alzaa. — Vermischtes. — Schreiben übt, erhalten die nöthige Beköstigung Bekleidung und (vor der Hand
Sorten dagegen sind den vorjährigen Preisen ziemlich gleich ge ieben. J 8 NR et 8 8” 1 8 W. 8 Fl., flieg. 37 . Sept. 37 t J69 aus Paris. (Das Einnahme⸗Budget; bevorstehender Schluß der De⸗ 6 88 2 1 b — Iug, D ug 2
Stettin, 26. Juli. In den letzten Tagen hatten wir theilweise f friodi eajäleri jaste W 88 “ „ rr.,0 37 — . Dez9 57¼ Fi. Mai 372 putirten⸗Kammer⸗Sitzungen; die öffentlichen Skandale; Pulver⸗Erxplosion n von ihnen) auch Wohnung. 5f Kaplan Titz hat diese Anstalt Regen, was jedoch einen weiteren Fortschritt der Roggen⸗Aerndte nur wenig alle Nachfrage befriedigt werden; der diesjährige zweiundzwanzigste Woll Fl., gvr 37 a X a 1 & “ “ 3. 1 r36W. 84 Fl. zu Rochefort.) .] unter seinen Schutz genommen und ertheilt den Zöglingen derselben behindert hat. Andererseits glaubt man nicht, daß dieser Regen dem Som⸗ markt kann, in Hinblick auf die früheren, somit ein besonders lebhafter ge⸗ Fl. Lein bl pr. 6 W. 32 ⅞ Fl., flieg. 31½ Fl. H;⸗ nföl pr. 6 W. 34 Fl., Grosßbritanien und Irland. London. Prorogation des Parla⸗ in der Art von Wiederholung einen besonderen Religions⸗Unterricht. mer⸗Getraide unserer Gegend, das bis dahin durch die Dürre gelitten hatte, nannt werden. flieg. 33 a ¾ Fl. ments. — Thronrede der Königin. — Letzte Parlaments⸗Verhandlungen Der Verein trägt Sorge, um die dem Institute entwachsenen Mäd⸗ noch irgend wesentlich habe helfen können. Auch die Kartoffeln unserer Ge⸗ 1 3
Auswärtige Börsehn.
—“ 11 2
den gezogenen Wechsel von 1200 Thlr. und 1082 Thlr.
gend bedürfen nothwendig zu ihrem Gedeihen noch viel mehr Regen.
An unserem Getraidemarkt hält es sich mit Weizen aus den jüngst angegebenen Gründen noch immer ziemlich und bleibt dafür nach Qual. und Gewicht 100 a 110 Rthlr. gefordert, was auch oder nahe daran bei kleinem Bedarf bezahlt werden muß. Mit Roggen dagegen. bleibt es sehr flau. In loco ist leichte russ, Waare zu 49 — 48 Rthlr. erlassen und billi⸗ nur — ¾ Scheffel gab. Ja, es sind mir Fälle bekannt, wo von dem säch⸗ ger noch zu haben, schwere Waare noch auf 52 Rthlr. gehalten, pr. Juli Jüde 1 80 pfd. russ. zu 47 ½ Rthlr. käuflich, wogegen 82 pfd. unged., dergleichen selben Orte im vergangenen Jahre v
D
kaum zu haben, jedoch zu Deckungen gebraucht wird, noch den unverhält⸗ nißmäßig hohen Preis von 58 Rthlr. bedang, pr. August 80 pfd. russ. zu 45 Rthlr., September /Oktober 82 pfd. zu 48 Rthlr. gekauft, pr. Frühjahr zu 47½ Rthlr. zu haben. Gerste und Hafer, bei übrigens sehr geringen Vorräthen, ebenfalls neuerdings billiger, erstere in gr. Pommern 55 Rthlr., schwed. und andere geringere Sorten bis 40 Rthlr. abwärts, letzterer nach Russ. Roggenmehl gewöhnl. Qualität
Gewicht und Qual. 39—32 Rthlr. 3 Rthlr. offerirt.
Oelsaamen ist, da sehr wenig davon in den letzten Tagen zum Vor⸗ schein kam, etwas gefragter und höher, und wurde für Winter⸗Rübsen 74
Rthlr. augenblicklich zu machen sein.
Spiritus aus erster Hand zur Stelle und aus zweiter Hand, wie auf Lieferung pro Oktober zu 18 c gemacht, dazu aber augenblicklich etwas
fester. Rüböl bleibt matt; pro August zu 10 ⁄ Rthlr., 11 Rthlr. gekauft. Metalle. minell. P. S. nach der Börse.
Zink 6 Rthlr., Roheisen 2 Rthlr. 80 pfd. russ. Roggen in
46 Rthlr. bezahlt.
Rüböl fester; in 10 % 10½ a 5 Rthlr. bezahlt, pro September./ Oktober
11 a 11 ½ Rthlr. bezahlt.
—*½6 Breslau, 20. Juli. Getraide. Weizen sehr gefragt und heute für weiße Waare 3 ½ Rthlr., 4⅛ bis 45 Rthlr.; gelbe 3 ½ Rthlr., 4 ½2 Rthlr.
bis 4½ Rthlr. bezahlt. Roggen abermals gestiegen,
nicht befriedigt werden konnte. Es haben sich heute viel Käufer aus Ober⸗ Bezahlt wurde für alten schlesischen 4 Rthlr., für neuen 2 ¼ Rthlr., 2 Rthlr. bis 2 Rthlr. 23 Sgr., später bis 3 Rthlr., Gerste 1 ½ Rthlr., 2 Rthlr.
Schlesien eingefunden.
russischer 22 Rthlr., 2½ Rthlr. bis 3 Rthlr. bis 2½ Rthlr. Hafer 41 Sgr., 44 Sgr. bis 46 Sgr.
Rapps heute fast ohne Veränderung, da die Zufuhr klein war. 75
Sgr., 82 i Sgr. bis 86 Sgr. bezahlt.
Leipzig, 25. Juli. Aerndtebericht. Ueber den Stand und Gang
Amsterdam, 23. Juli. Niederl. wirkl. Sch. 57¹6. 5 % Spas. 17 2%.
pro Septbr. /Oktbr. u haben und no⸗
loco 47— 46 Rthlr. u haben und zu lassen; auf Termine eher etwas fester, pro August 44 a 8 5 „ 8
—
natürlich waren.
toffeln.
Krankheit.
das ist der Mangel an Futter. Nostock, 21. Juli.
wobei der Begehr in unserer nächsten Umgegend hat
ben zufriedenstellend.
der Aerndte in dem leipziger Kreise berichtet die Deutsche Allg. Ztg. 0, 341 Die Roggen⸗Aerndte ist ziemlich beendigt; bei der trockenen Witterung ging 37%* do. 34 ¼. sie schnell und gut von statten. Der Roggen schockt und scheffelt sehr gut, 4 % Russ. Hope 91.
und die Qualität des Korns ist ausgezeichnet. Im Durchschnitt giebt das Schock Roggen 1 ½ —2 Scheffel Körner, wahrend es im vorigen Jahre deren
sischen Acker 33 Scheffel Roggen geärndtet worden sind, während in dem⸗ on einer dreimal so großen Fläche eben auch nicht mehr geärndtet worden ist: Wucher die hohen Getraidepreise herv Der Weizen steht e vielfach durch das Schröpfen im Frühj M von zwei Kalamitäten: dem Befallen und einem Insekt, dem buckeligen Laufkä⸗ fer, heimgesucht worden, die ihm doch Schaden thun möchten. Gerste, Ha⸗ fer und Erbsen lassen durchschnittlich eine sehr gute und frühzeitige Aerndte erwarten. Sind die Sommerfrüchte auch nicht sehr lang im Stroh, so sind sie dafür um so körnerreicher. Am schönsten stehen aber unstreitig die Kar— Selbst die ältesten Leute wissen sich eines so reichen Segens, wie
orgerufen, sondern daß dieselben ganz Sächs. benfalls sehr schön; nur hat man ihm
er über die Kartoffelpflanzungen ausgef er bei diesem großen Reichthume zeigt sich auch nicht die geringste Spur einer ie reiche Roggen⸗Aerndte, den jeden⸗ fall der anderen Getraidefrüchte, den Ertrag der Kartoffeln, die überreiche Obstärndte, so ist die Behauptung erfahrener Landwirthe, daß der Scheffel Roggen bis Weihnachten auf 3 Rthlr. zurückgehen werde, sehr einleuchtend. Wie sich dagegen die Weizenpreise gestalten werden, noch nichts mit Bestimmtheit sagen.
F Berücksichtigt man nun d falls mehr als zufriedenstellenden Aus in sicherer Aussicht stehenden hohen
Getraide. Im Getraide⸗Geschäft herrscht eine gänzliche Leblosigkeit, wir sind ohne alle Zufuhr und unsere Preise demnach nominell die folgenden: Weizen 2 Rthlr. 16 a 32 Sch., Roggen 1 Rthlr. 40 Sch. a 2 Rthlr., Gerste 1 Rthlr. 16 a 20 Sch., Erbsen 1 Rthlr. 306 Sch. a 2 Rthlr., Hafer 1 Rthlr. a 1 Rthlr. 6 Sch. Auch man mit dem Einschnitt des Roggens begonnen, und sind die Urtheile über Qualität sowohl als Quantität dessel⸗ Rübsen sind Kleinigkeiten am Markt gewesen und mit 1 Rthlr. 36 a 38 Sch. bezahlt. aus; auch soll die Made demselben Nachtheil gethan haben und der dies⸗ jährige Ertrag gegen den vorigjährigen zurückstehen. nicht vorgewesen; es würden dafür werden. Leinsaamen 1 Rthl. 16 a 20 Sch.
1 Rthlr. 36 a 42 Sch. willig bezahlt
ein vollgültiger Beweis, daß nicht 239 G.
ahre geschadet; neuerdings ist er auch 2 eap “”]
chüttet ist, nicht zu erinnern. Und Vorstellung:
Gastrollen.)
Was allein Anlaß zu Klagen giebt,
Er fällt trocken, aber sehr fuchsig
Rapps ist noch
Antwerpen, 22. Juli. Zinsl. —. 8
Augsb urg, 22. Juli. Boyer. 3 ½ % Oblig. 93 G. do. Bank-Actien
II. Sem. 1847 698 6G. Württ. 3 ½ % Oblg. 89 ¾ G.
Darmst. 50 Fl. Loose 80 Br. Bad. 50 Fl. Loose v. 1840 60 Br. 35 Fl. Loose 37 Br. 3 ½⅔ 9% 89 ½ G. 4
b L. eip zig, 26. Juli. Leipz. Dresdn. Act. 117 ⅔ G. Sächs. Bayer. 88 Br.
Schles. 103 Br.
Herl. Anb. Lt. A. 119 ¾ Br.
Wien, 25.
Mittwoch, 28. Juli. Mutter und Sohn. neralin von Mansfeld.
Donnerstag, 29. Juli. Im Opernhause. Vorstellung: Der Freischütz. (Dlle. Emma Roth, Königl. hannover⸗ darüber läͤßt sich jetzt sche Hof⸗Opernsängerin: Agathe, als erste Gastrolle.) Anf. halb? Uhr.
Zu dieser Vorstellung werden Billets zu folgenden mittleren Opernhaus⸗Preisen verkauft: Ein Billet in den Logen des
Ausg. —. Zinsl. —. Polu. —. Preu
g 197 Neue Anl. 17 ½.
Chem. Ries. 58 i Br. Löb. Zitt. 59 G.
3 % Span. 32 ½. Pasnn. —.
Juli. Nordb. 169. (Teles. Depesche aus Köln, vom 26. Juli.)
Amsterdam, 21. Juli. Int. 57 ½.
London, 22. Juli Cons. 88 2 baar. 88 ⅞ Rechn.
Gloggn. 123.
Pr. Sch. —.
4 % 101 ½. 100.
Mgd. Leipz. Lt. B. 107 ½1 Br. Dess. Bank-Act. 100 i G. Laris, 23. Juli. 5 % Rente fin cour. 118.50. 3 % do. ün cour. 77 60.
Uonigliche Schuufpiele. Im Schauspielhause.
Und: Die Erholungsreise. Anfang halb 8
eser Vorstellung sind bis Donnerstag, Mittags 1 Uhr, chauspielhauses zu Berlin und am im Schloß⸗Theater zu Charlotten⸗
—snn—
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
Im Selbstverlage der Erpedition.
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei.
Bekanntmachungen.
[809 b] AI1I8
Unter Hinweisung auf die den Stralsundischen Zei⸗ tungen in extenso inserirten Ladungen vom heutigen Tage werden alle diejenigen, welche an das dem Haupt⸗ mann C. v. Blessingh, jetzt zu Putbus, bisher eigen⸗ thümlich gehörende, auf Rügen im Rappiner Kirchspiel belegene Allodial⸗Rittergut Teetzitz c. p., — welches so eben von demselben verkauft und dem Käufer bereits esreta woen; — rechtsbegründete Forderungen und Ansprüche machen zu können vermeinen, zu deren An⸗ “ Beglaubigung in einem der folgenden am 20. August, 10. September und 1. Okto⸗ Morgens 10 Uhr, vor dem Königl. Hofgericht bei Ver⸗ meidung der am 22. Oktober d. Js. zu erkennenden Präklusion, — hiermit aufgesordert.
Datum Greifswald, 16. Juli 1847 Königl. 1“ Hofgericht von Pommern und Rügen.
* S.) v. Klot.
484] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 12. Mai 1847
Das dem Schmidtmeister Anton Kirsch gehöri hierselbst in der Dorotheenstraße Nr. 49 belegene 5 Hypothekenbuche des Königlichen Stadtgerichts, früher Kammergerichts, Vol. VII. Cont. D. pag. 97 No. 5. verzeichnete Grundstück, gerichtlich abgeschätzt zu 18,092 Thlr. 1 Sgr. 9 Pf., soll am 11. Dezember 1847, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.
[719] Pr o c 1 a m a. 1 In Folge beantragten Aufgebots der am 26. März 1846 von den Kaufleuten Höserey & Gauhe zu Bar⸗ men auf den Kaufmann J. M. Fischer zu Breslau un⸗ ter gleichzeitiger Ausstellung von Sekunda⸗Wechseln bei⸗
1“
Allgemeiner
9 Sgr., welche am 27. Mai 1816 an den Kaufmann M. L. Scheuer zu Düsseldorf girirt und von J. M. Fischer acceptirt worden, von denen jedoch die mit dem Accept des ꝛc. Fischer versehenen Prima⸗Wechsel, als sie durch den Kaufmann Jacob Gerson zu Aachen den 29. Mai 1846 an M. L. Scheuer zurückgesendet wur⸗ den, sammt dem Briefe angeblich auf der Post verloren gegangen sind, werden der Inhaber dieser Wechsel, des⸗ sen Erben, Cessionarien, Pfand⸗ oder sonstige Briefs⸗ Inhaber, oder die sonst in seine Rechte getreten sind, zu dem auf den 1. November 1.847, Vormit⸗ tags 9 Uhr, vor dem Herrn Stadtgerichts⸗Rath Schmidt in unserem Parteienzimmer anberaumten Ter⸗ mine hierdurch unter der Warnung vorgeladen, daß sie im Fall des Ausbleibens mit allen ihren Ansprüchen an die verlorenen Wechsel ausgeschlossen, ihnen ein ewiges Stillschweigen auferlegt, die Wechsel aber für amortisirt werden erklärt werden. Breslau, den 8. Juni 1817. Königliches Stadtgericht. II. Abtheilung.
[569] Ediktal ⸗Ladung.
Der Färber und Materialwaaren⸗Händler Johann Carl Richter allhier hat uns seine Insolvenz angezeigt, und wir haben hierauf zu dessen Vermögen den Kon kursprozeß eröffnet. Es werden deshalb seine sämmt⸗ lichen bekannten und unbekannten Gläubiger hiermit geladen,
den 11. November 1847 an hiesiger geordneten Gerichtsstelle in Person oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte zu erscheinen, 18. Forderungen bei Strafe des Ausschlusses von dieser r a9d und bei Verlust der Wiedereinsetzung, in gen. Fegeh, Stand gehörig liquidiren und zu bescheini⸗ nanh Besinden nit dem Curator litis et bonorum, und 6 Wochen vechaler sich der Priorität halber, binnen
5 eeen zu vSs und bder Publicatlent ziu.e. 1. 3 v Praflusvs⸗Bescheide, die Außen⸗ gewärtigen, sodann aber 2000 e s
den 30. Dezember 1847
8 “
Anzeiger.
zu Treffung eines Vergleichs anderweit persönlich oder
durch gehörig instruirte Bevollmächtigte vor uns an Gerichtsstelle zu erscheinen, der Gütepflegung unter der Verwarnung, daß die, welche nicht erscheinen oder sich nicht bestimmt erklären, ob sie dem Vergleiche beitreten wollen oder nicht, für Einwilligende werden angesehen werden, beizuwohnen; im Fall aber, daß ein Vergleich in diesem Termine nicht zu Stande kommen sollte,
8
den 8. Januar 1848 des Aktenschlusses und den 26. Februar 1848 der Publication eines Locations⸗Erkenntnisses sub poena ‚„ublicati gewäͤrtig zu sein. Auswärtige haben Bevollmächtigte zu Annahme künf⸗ tiger Ladungen bei 5 Thlr. Strafe anher zu bestellen und wird solches zu Jedermanns Nachachtung zur öf⸗ fentlichen Kenntniß gebracht. Lengenfeld im Königl. sächsischen Voigtlande, den 5. Juni 1847. 1 8 Herrlich Förstersche Gerichte daselbst. Kunze, Ger.⸗Dir.
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22ste Abonnements⸗ (Mad. Haizinger⸗Neumann: Ge⸗ Dlle. Louise Neumann: Franziska, als letzte
88ste Abonnements⸗
Prosceniums 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc.
Im Königlichen Schloß⸗Theater zu Charlottenburg: Mein Mann geht aus.
Billets zu di im Billet⸗Verkaufs⸗Büreau des S Tage der Vorstellung selbst Abends burg an der Kasse zu haben.
Washington“ wirk⸗
„Schünemann's Sort.⸗Bchhdlg.
der Session. — Befehl zur Auflösung des Parlaments. — Herr Labou⸗ chere, Präsident des Handelsamtes. — Vermischtes. — Schreiben aus London. (Der Prorogations⸗Akt der Königin; die Thronrede; die Aus⸗ sichten des Ministeriums.)
Belgien. Brüssel. Auftrag zur Bildung eines neuen Kabinets. — Neuer Weizen.
Schweiz. Kanton Bern. Tagsatzungs⸗Verhandlungen. — Kanton Aargau und Waadt. Die Bildung radikaler Volksvereine.
Italien. Rom. Verschwörungs⸗Gerüchte. — Mons. Grasselini seines Amtes entsetzt.
Spanien. Schreiben aus M adrid. (Abreise der Königin; die Palast⸗ Frage; Nachrichten aus Portugal; die Karlisten; die Anleihe; Absendung von Offizieren nach Berlin.)
Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten.
Noch ein Wort essing's Erziehung des Menschengeschlechts.
Beilage
Berlin, 28. Juli. Se. Majestät der König haben Allergnä⸗ digst geruht: Dem Staats⸗ und Kabinets⸗Minister Freiherrn von Canitz, die Erlaubniß zur Anlegung des von des Königs beider Sicilien Majestät ihm verliehenen Großkreuzes vom Orden des hei⸗ ligen Januarius; so wie dem Hauptman von Schele, aggregirt dem 13ten Infanterie⸗Regiment, zur Anlegung des von des regierenden Her⸗ zogs von Anhalt⸗Köthen Hoheit ihm verliehenen Ritterkreuzes vom
Orden Albrechts des Bären zu ertheilen.
Berlin, 28. Juli. Seit einiger Zeit spukt in den Zeitungen ein Phantom von einem Darlehn, welches der preußischen Regierung angeboten worden sein soll. Nach einigen Nachrichten sind die ge⸗ dachten Millionen bereits angelangt, nach anderen sind sie unterweges, nach den neuesten wäre das Anerbieten kurz von der Hand gewiesen worden. Mit der Verwendung der Gelder hat man sich auch schon beschäftigt; man bestimmt sie zum Bau der Ostpreußischen Eisenbahn. Man würde wohl gethan haben, zunächst bei der Vorfrage stehen ge- blieben zu sein:
ob denn wirklich von einem Darlehn die Rede sei?
Wir können diese Frage aufs entschiedenste mit Nein beantwor ten, und hat weder ein Begehren noch ein Anerbieten der Art, folg⸗ lich auch keine Ablehnung stattgefunden.
Die ganze Geschichte ist nichts Anderes, als eine Erfindung, die irgend ein Korrespondent der Presse zu beliebiger Benutzung darge⸗ liehen hat.
sind.
chen in angemessenen dienstlichen Verhältnissen unterzubringen. Vom große Anzahl Kauflustiger aufgestellt, und nur der dem Transporte 7 8 2 9 9 g 8 ”
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neuen Jahre an hofft man, mit diesem Institute noch eine Industrie— Schule verbinden zu können, in welcher arme Mädchen von 5 bis 14 Jahren unentgeltlich in weiblichen Handarbeiten unterrichtet werden und 20 von ihnen zugleich Mittagessen bekommen.
Nhein⸗Provinz. Die Trier. Ztg. meldet aus Saar⸗ brücken vom 21. Juli: „Die Aerndte⸗Aussichten in unserem schö⸗ nen Thale sind die erfreulichsten. Nicht blos das Heu, welches in vorzüglicher Güte, von heiterem Wetter begünstigt, eingekommen ist und nächstdem einen fast eben so guten Nachwuchs verspricht, auch die Feldfrüchte, das Obst und die Kartoffeln, Flachs, Hanf, Oel⸗
saamen, kurz, Alles steht oder ständ auf das befriedigendste. Die
Korn⸗Aerndte ist im Gange; fleißig hört man den Drescher be
schäftigt, durch den neuen Segen der langen Noth und Theurung ein Ende zu machen; die Brodpreise sind endlich um ein Merkbares gewichen, nachdem sie sich ungeachtet der gefallenen Getraidepreise in der ganzen Umgegend stets sehr hoch gehalten hatten; die Kir—⸗ schen sind so zahlreich und gut gerathen, wie seit Jahren nicht; auch Birnen und Aepfel wird es zur Genüge geben; nur Pflaumen sind besonders selten. Dagegen stehen unsere Weinberge — die südlich⸗ sten in ganz Preußen so gut, daß der 1847er dem berühmten vorigjährigen nichts nachgeben wird. Vor einigen Wochen hatten wir Gelegenheit, in einem bei Biittersdorf gelegenen Weinberge einen Traubenschein zu sehen, der noch vor der Blüthe etwa 18 Zoll lang war, ein Riesen⸗Exemplar, das allgemeine Bewunderung auf sich zog. Demnach dürfen wir uns eines behaglichen Ersatzes für die in dem langausgedehnten Winter empfundenen Entbehrungen erfreuen.“
X Brandenburg, 27. Juli. Heute früh traf Se. Excellenz der Geheime Staats⸗Minister und Präsident des Staats⸗Raths, Herr von Rochow, seit dreiviertel Jahren körperlich sehr leidend, von sei⸗ nem benachbarten Landsitze Reckane hier ein, um die Reise nach Aachen zum Gebrauche der dortigen Heilquellen anzutreten, von deren Wirkung man die besten Hoffnungen hegt, da schon ein fünfwöchent licher Aufenthalt Sr. Excellenz auf dem Lande und eine daselbst an⸗ W Brunnenkur von unverkennbar günstigem Erfolge gewe en ist.
Deutsche Bundesstaaten.
Königreich Bayern. Ihre Majestät die Königin von Preußen ist, von Eger kommend, am 23. Juli in Regensburg ein⸗ getroffen.
Se. Königl. Hoheit der Prinz Wilhelm von Preußen ist am 2ͤsten in Würzburg angekommen und hat am folgenden Tage seine Reise nach Kissingen fortgesetzt.
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Dem Schwäb. M. wird aus München vom 18. Juli geschrie⸗ ben: „Man hört von einer eingeleiteten Untersuchung gegen Stu⸗ dirende an der hiesigen Hochschule, welche aus der Schweiz gebürtig Einige sollen entlassen, Andere mit der Entlassung bedroht wor
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entgegengesandte polizeiliche Schutz vermochte dessen Einführung auf den Altstadtmarkt zu bewerkstelligen. Hier aber hatten sich Tausende von Menschen eingefunden, der Vorrath genügte daher bei weitem nicht, Alle zu befriedigen. Die Leidenschaftlichkeit des sich stets vergrößern⸗ den Haufens, besonders durch den Umstand angeregt, daß ungeachtet des fortdauernden Sinkens der Roggenpreise nach der allgemeinen Meinung die Bäckerbrode noch immer unverhältnißmäßig klein blie⸗ ben, wurde so heftig, daß der Zudrang den Verkauf des Brodes un⸗ möglich machte, dasselbe vielmehr größtentheils in Stücke zerschnitten unter das tumultuirende Volk vertheilt, respektive geworfen werden mußte, wobei denn an eine Bezahlung nicht zu denken war. Kaum gelang es den zahlreich versammelten, hartbedrängten Polizei⸗Offi
zianten, durch verständiges Benehmen und Zureden fernere Erzesse zu verhüten. Bei dem allgemeinen Beifall, den das Gebäck findet, und seiner großen Wohlfeilheit, wird eine größere Production und nächstens ein ordnungsmäßiger öffentlicher Verkauf desselben stattfin⸗ den. Uebrigens stellt sich auch durch diesen Vorgang die Nothwen⸗ digkeit einer besseren Beaufsichtigung der anscheinend von aller Kon⸗ trole emanzipirten Bäcker immer dringender heraus.“
Freie Stadt Frankfurt. (J. de Franef.) Se. Ma⸗ jestät der König von Württemberg ist unter dem Namen eines Gra⸗ fen von Grafeneck auf der Reise nach dem Haag am 24. Juli in Frankfurt eingetroffen. In seinem Gefolge befinden sich der Ober⸗ Kammerherr und erste Adjutant des Königs, General⸗Lieutenant von Spitzemberg, und der Hof⸗Marschall, Baron von Maucler.
Oesterreichische Monarchic.
Wien, 25. Juli. (Bresl. Ztg.) Heute wird das Namensfest J. M. der regierenden Kaiserin durch ein Familien⸗Diner in Schön⸗ brunn gefeiert. Der Infant Don Juan von Spanien war mit seiner Gemahlin, der Erzherzogin Beatrix von Este, vorgestern eingetroffen, um J. M. die Glückwünsche darzubringen. Nachdem das letzte Sta⸗ dium des Sommers eingetreten ist, begiebt sich dieser Tage der größte Theil der Kaiserlichen Familie nach Ischl. Nur der Kaiser, Erzherzog Ludwig und die beiden Minister Metternich und Kollowrath bleiben zurück.
Die Zeit der steigenden Theurung und Noth ist glücklich vor⸗ über; aus allen Provinzen gehen die erfreulichsten Berichte über die nun überall beginnende Aerndte ein. Indessen ist das Getraide ver⸗ hältnißmäßig noch immer im hohen Preise. “
LIi Paris, 21. Juli. Der König hat gestern in Neuilly Herrn Murek de Bort in einer Privat⸗Audienz empfangen. Dieser Depu⸗ tirte wird jetzt als Nachfolger des Herrn Jayr im Ministerium der öffentlichen Arbeiten bezeichnet, während Herr Vitet an die Stelle des Herrn Cunin Gridaine als Handels Minister treten und Graf Salvandy als Unterrichts⸗Minister durch Herrn Liadieres ersetzt wer
Noch ein Wort über Lessing's Erziehung des Men⸗ schengeschlechts. Herr Redacteur! Erlauben Sie mir, in Bezug auf einen Artikel im Feuilleton der Allgemeinen Preu ßischen 3 eitung Nr. 198 über Dr. Lentzes Ge⸗ schichte der evangelischen Kirche seit der Reformation, an dessen Schlusse einiger meiner kritischen Arbeiten wohlwollend gedacht ist, eine von Lentz gegebene Notiz kurz zu berichtigen und bei dieser Gelegenheit über einen damit sehr nahe verwandten Gegenstand eine Erklärung abzugeben. Wenn zuvörderst der Verfasser der Geschichte der evangelischen Kirche (sein Buch ist mir nicht zur Hand) früheren Untersuchungen, denen ich mich anschloß, zweifelnd die Notiz entgegenstellt: daß Wilhelm Körte „neuerdings für den Verfasser der wolfenbütteler Fragmente Albrecht Thaer hat ausge⸗ ben wollen“ — so hat im Gegentheil derselbe Körte im Anhange seines Buches über Albrecht Thaer (Leipzig 1839) sich viele, mich dünkt, überflüssige Mühe gegeben, zu beweisen, daß in der That Reimarus und Niemand anders die von Lessing herausgegebenen wolfenbütteler Fragmente eschrieben hat. Hier ist also eine Verwechselung vorgegangen. Körte hat ber jene Untersuchung, jenen Beweis über Reimarus als wahren Autor er Fragmente nur angestellt, um sich den Weg zu bahnen zu einer viel neueren, mit großem Geräusch verkündigten Entdeckung: daß nämlich die Lessing bis dahin einstimmig zugeschriebene und in seinen Werken befind⸗ liche „Erziehung des Menschengeschlechts“ — nicht Lessing, sondern Al⸗ brecht Thaer zum Urheber habe, eine Jugendarbeit des Mannes sei, der sich nachher auf einem so ganz verschiedenen Gebiete europäischen Ruf er⸗ worben hat. Gebaut hat Körte diese Entdeckung auf eine gewisse Stelle
in dem autobiographischen Fragmente, welches an der Spitze der Biogra⸗
phie steht, mit der Uebenseheis „Mein Lebenslauf und Bekenntnisse, für Philippine“ (Thaers na hherige Gattin). Gegen diese Körtesche Entdeckung nun, welche allgemeines Aufsehen zu machen geeignet war, bin ich vor sechs Jahren mit meiner Schrift ib essinge Erziehung des Menschenge⸗ schlechts u. s. w. Berlin, 1841“, über wesche diese Zeitung gleich anfangs
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einen Bericht gebracht hat, aufgetreten. Meine Ueberzeugung von der vollkommenen, durchgängigen Echtheit der berühmten Schrift unseres Les⸗ sing ist unerschüttert geblieben, wenn es gleich nicht an Schrift⸗ stellern der verschiedensten Richtung gefehlt hat, welche Körte’s Ent⸗ deckung gänzlich adoptirten, wie Illgen, später Gölzer, Hille⸗ brand, oder wenigstens zweifelhaft wurden, wie Stra uß, Ver⸗ fasser des Lebens Jesu, oder Hagenbach, welcher die Akten für noch nicht geschlossen erklärte. Ich hatte mich aber nicht begnügt, Lessing sein Eigenthum zu vindiziren, ich war einen Schritt weiter gegangen, indem ich zugleich die Echtheit der vorhin angeführten Bekenntnisse A. Thaer’'s, auf welche Körte sich hauptsächlich stützte, start bezweifelte. Was mich in die— sem Zweifel noch befestigen mußte, war, daß Körte in seiner Entgegnung (Blätter für literarische Unterhaltung, 1841. Nr. 346), ohne auf die Sache und die Argumente im geringsten einzugehen, durch gezwungenen Spott und Witz der Sache eine lustige Wendung zu geben sich bemühte; zuletzt sogar (ich behaupte nicht, daß er damit auch nur scherzte) die einzelnen Paragra⸗ phen in der Erziehung des Menschengeschlechts angab, in welchen er den ursprünglichen Thaer und wo er Lessings Mitarbeit zu sehen versichert war! — Die Familie Albrecht Thaer's ließ sich dabei weder für die eine, noch für die andere Seite vernehmen. 1
Heute nun halte ich es für Pflicht, zumal da W. Körte unterdessen gestorben ist, zu erklären, daß ich ihm, was die Echtheit der von ihm herausgegebenen Konfession Albrecht Thaer's anlangt, Unrecht gethan habe. Nämlich schon zu Anfang des vorigen Jahres bin ich durch gefällige Vermittelung eines ehrwürdigen Verwandten der Familie A. Thaer's in Kenntniß gesetzt und belehrt worden: „daß das Original jener Bekenntnisse vorhanden und auf⸗ bewahrt werde, und, was die Hauptsache: daß die abgedruckten Bekennt⸗ nisse genau mit dem von der Hand A. Thaer's geschriebenen Original zusammentreffen.“ Warum Körte statt seiner zum Theil possenhaften Ge⸗ genrede jeden Zweifel an seiner literarischen Redlichkeit nicht lieber mit der ganz einfachen Hinweisung auf die vorhandene Urschrift niederschlug, braucht uns jetzt nicht länger aufzuhalten. Indem ich aber hiermit aus freien Stücken in dieser Beziehung dem Andenken W. Körte's die schul⸗
dige Genugthuung erstatte, muß ich nur mit um so Nachdruck den von ihm aus einer dunklen und geheimnißvollen Stelle in Thaer's Bekenntnissen vorschnell gezogenen Folgerungen, welche auch Andere irregeführt haben, mich entgegen erklären. Die untheil⸗ bare Echtheit der Erziehung des Menschengeschlechts steht fest, nicht blos aus inneren Gründen, die tief in den ganzen Entwickelungsgang von Lessing als Denker, als Christen und als Schriftsteller hineinführen, sondern auch aus äußeren, kurz, sie steht fest durch Lessing's eigenes klares Bekenntniß. Denn wenn schon Lessing es bei jener denkwürdigen Schrift für gut fand, vor dem Publikum als bloßer Herausgeber eines Unbekannten aufzutreten, so hat er sich doch gegen seinen Bruder, als er ihm das Manuskript zum Druck nach Berlin schickte, aus Wolsenbüttel den 25. Februar 1780 (Les⸗ sing's Schriften, von K. Lachmann, XII., 539) dazu bekannt: „Auch habe ich ihm (Vossen) die Erziehung des Menschengeschlechts geschickt, die er mir auf ein halbes Dutzend Bogen ausdehnen soll. Ich kann ja das Ding vollends in die Welt schicken, da ich es nie für meine Arbeit er⸗ kennen werde und Mehrere nach dem ganzen Plane doch be⸗ gierig gewesen sind.“ Lessing schrieb dies ein Jahr vor seinem Tode, da er der Streitigkeiten wegen der wolfenbüttler Fragmente müde und überdrüssig geworden war. Moͤgen nun diejenigen, welche gern Räthsel lösen, unter⸗ suchen, wo die theologische Schrift sei, welche Albrecht Thaer in seinen Be⸗ kenntnissen auf so geheimnißvolle Weise sich beilegt, obschon ein großer Mann sie herausgegeben haben soll (und die großen Männer sind überall zu zäh⸗ len); mögen sie die Schwierigkeiten heben, welche sich mir bei einigen anderen Punkten entgegenstellten, z. B. bei der Reise von Thaer mit Leisewitz nach Berlin und Thaer's Besuch bei Lessing — meine eigentliche Aufgabe bleibt hiervon völlig unabhängig. Die Alten dieses Prozesses, sie sind längst geschlossen, es sind die Schriften von G. E. Lessing. Was Thaer betrifft, so scheint mir sein Ruhm, den ich nicht zu würdigen vermag, von “ nicht minder unabhängig. Theolog und Philosoph hat er meines Wissens nie sein wollen, und es braucht ihm Niemand anzudichten, daß er mit dem angefangen, womit ein essins aufgehört. Breslau, im Juli 18
größerem
G. E. Guhrauer.
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