1847 / 230 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

weil, wenn er 2 geste 85 er auch die Mitverschwornen ugeben,

4 dem Präsidenten aufge fordern⸗ anzug die Anklage zu bemerken 5 i seinen Anklage enthaltenen Gestän

macht; aber er habe der Ver g.

Aussagen hätten sich

umgegangen.

cediren 2— abef⸗ 8 ha ü itgehen sen.

29 1 Allgemeinen müsse er sich

s, im 7 1 sagt au machten Angaben berufen. Der Angeklagte

mmen und habe ihm vertraut, daß welcher er und Alle gehörten.

rung eristire, zu 1 4 4 ausschließen, wenn er nicht die Kugel vor de

stand werde in einigen Tagen ausbrechen, hiervon habe er,

¹ n ihn so lange quãlen würde,

bis

was er ge en

der Angeklagte, die in der ormund habe er ge⸗

leinen Eid geleistet, und -25— sich blos auf die Gerüchte bezogen, welche damals

er die Obligationen 32 dies blos für den Fall gethan, daß

habe ausstellen

Zeuge vorgerufen, auf die in der Voruntersu⸗

sei im Februar eine Verschwö⸗

Keiner könne sich nKopf haben wolle. Der Auf⸗

obgleich er seinen

ehemaligen Mündel sehr geliebt, im Bewußtsein seiner Pflichten ge⸗

gen den Staat, dem Regierungs⸗Präsidenten in Br

emacht. 8c ühn zum Geständniß aufgefordert; derselbe habe

könne nichts gestehen. Außerdem müsse er bemerken, klagte ein durch und durch moralischer Mensch sei, d bösen That fähig geachtet.

euge auf seinen geleisteten Eid. 3 re. erhebt sich der Landgerichts⸗Direktor Gr vertreter des Staats⸗Anwalts, und rechtfertigt die An darauf an, den Angeklagten des Hochverraths für

klären. 88 1g 8* Der Vertheidiger, Justizrath Lüdicke, bemerkt: ständniß gegen Schöpke bilde den Beweis, auf den stütze. ständ! se e daß der Angeklagte, im Falle der Aufstand ausbräche, Dies sei keine Theilnahme an einer Verschwörn der Angeklagte über den Ausgang des Unternehmen

omberg Anzeige

Später habe er den Angeklagten im Gefängniß besucht

indeß gesagt, er daß der Ange⸗ en er zu keiner

Die Richtigkeit dieser Aussage nimmt der

othe, als Stell⸗ iklage. Er trage schuldig zu er⸗

allein das Ge⸗ sich die Anklage

In jenen Geständnissen aber sei nichts weiter enthalten, als

mitgehen müsse. ung. Auch sei s besorgt gewe⸗

sen. Hieraus ließen sich die Aeußerungen gegen seinen Schwager,

so wie die Ausstellung der Obligationen, erklären. N.

äheres habe der

Angeklagte nicht gewußt, deshalb hätte er es auch nicht gestehen

können.

Eine Ueberzeugung der Schuld, auf solche Weise erlangt,

sei nicht fest genug, um einen Straf⸗Antrag zu begründen. Er trage

daher auf die Freisprechung seines Klienten an. Schluß der Sitzung 1 Uhr.

Handels- und Börsen- nachrichten.

In der verflossenen Woche

3

Königsberg, 15. Aug. (Wochenbericht.) 1 fanden noch einige Zufuhren von wolhynier Weizen statt, meisten Ladungen zu Boden genommen und ein Theil zu

und wurden die 80, 82 85 Sgr.

verkauft. Der geringe Vorrath von altem Roggen wurde gar nicht mehr

beachtet, und man zahlte für frischen Roggen Anfangs de

r Woche 60—70,

gestern aber nur 40—50 Sgr., da ca. 25 Last Zufuhr da war. Gerste fehlt. Hafer in Kleinigkeiten zu 30—32 Sgr. verkauft. Eine kleine Partie wol⸗

honier Leinsaat wurde zu 65 und 69 Sgr. verkauft. sements in England, theils schon eingetreteue, theils n. erregen eine besorgliche Stimmung an hiesigem Platz. weniger betheiligt sein, als das benachbarte Danzig.

Stettin, 17. Aug.

Bedeutende Fallis⸗ och zu erwartende,

Doch dürfte dieser

Roggen, in loco leichter russ. 37 Rthlr. bez.;

schwererer 80 Pfd. 39 Rthlr. G., p. Sept. /Okt. 82 Pfd. 44 Rthlr. G., p.

Frühjahr 44 ½ Rthlr. bez. u. G.

Rüböl, in loco 11 ¼ a ¼ Rthlr., p. Sept./Okt. 11½ Rthlr. bez. Spiritus, in loco 15 ½ ½¼ %ℳ bez., p. Sept. /Okt. 16 % anzu⸗

2 nehmen.

* Breslau, 17. Aug. Weizen, weißer, 85, gelber 82 ½, 88 bis 95 Sgr., etwas alter gelber wurd Scheffel verkauft. 13 88

Roggen 53, 58 bis 64 Sgr., für russischen m Garantie wurde 63 Sgr. gefordert, 58 Sgr. geboten.

Gerste 37 ½, 42 bis 40 Sgr.

Hafer 24, 25 ½ bis 27 Sgr.

90 bis 97 ½ Sgr., e a 3 ½ Rthlr. pro

it 82pfd. Gewichts

88 v“ Für Rapps hält die Kauflust an, 87, 92 ½ bis 95 Sgr. bezahlt.

Winter⸗Ripps mit 88 Sgr. verkauft. Rothe Kleesaat. Wegen wieder gesteigerter Fo

rderungen der In⸗

haber wurde heute nur wenig zu unveränderten Preisen gehandelt

Weiße Kleesaat still und wie letztgemeldet. Spiritus 11512 a 11 ½ Rthlr. Rüböl wie gestern.

Magdeburg, 15. Aug. Hier ist es im Getraide

88 „Geschäft sehr leb⸗

los, nur von Konsumenten wird das Nothwendigste gekauft; Weizen stellte

sich von 58 Rthlr. bis 80 Rthlr., Roggen von 45 Rth

Ur. bis 54 Rthlr.,

Gerste von 36 Rthlr. bis 40 Rthlr., Hafer von 27 Rthlr. bis 30 Rthlr.

pr. Wspl. Pb Futtermangel bald mehr Beachtung finden.

Futtererbsen, 48 a 56 Rthlr., möchten bei dem herrschenden

Von Rappssaamen ist Mehreres zu 78, 80 a 84 Rthlr. genommen

worden, die Produzenten sind von ihren Forderungen men, und so haben sich Benöthigte gezwungen gesehen bewilligen. ist zuletzt mit 105 a 112 Rthlr. bezahlt worden.

nicht herabzustim⸗ , obige Preise zu

Mohnsaamen, der anfänglich zu 96 a 100 Rthlr. gekauft wurde, Obgleich bis jetzt wenig

Aussichten zur Ausfuhr von Kümmel vorhanden sind, wird solcher dennoch

bereits mit 7 ½ a 7 ¾ Rthlr. bezahlt.

4

Anis mit 9 ½ Rthlr.

Fenchel 5 ½

Rthlr. Nach Rüböl hat sich wieder mehr Frage eingestellt, auf den Müh⸗

i er nicht unter 11 ¾ a 11 ¾ Rthlr. zu haben, wozu auch in loco 24 nicht nnes 12 ½ Rthlr., Leinöl 11 ½ Rthlr., Baumöl 17 ½ Rthlr., Mohnöl 20 Rthlr., auf spätere Lieferung möchte etwas billiger anzukommen sein. Südsrethran 10 Rthlr. Gedarrte Cichorienwurzeln werden mit 3 ¾ Rthlr. bezahlt, auf Lieferung von der neuen Aerndte ist zu 2 ½ Rthlr. ge⸗ kauft worden. Runkelrübenwurzeln werden auf 3 Rthlr. gehalten. Spiri⸗

tus wird wieder mehr beachtet und bedingt etwas bessere Preise, 35 36

Rthlr. ist dafür zu machen, auf spätere Lieferung zeigen sich weniger Ab⸗ geber. Gereinigter Sprit 46 a 48 Rthlr.

Halle, 15. Aug. Getraide. Die Zufuhren von Getraide sind noch immer sehr klein, weil die Landleute bei der trockenen Witterung gar nicht zum Dreschen kommen können, es ist Alles mit einemmale reif geworden und muß schnell, wenn die Körner nicht ausfallen sollen, vom Felde ge⸗ schafft werden; man ist damit aber auch so weit vorwärts geschritten, daß in dieser Woche schwerlich noch etwas draußen bleiben wird. Es ist nun Regen sehr nothwendig, weil sonst die Kartoffeln, welche jetzt in ihrem Wachsthum sehr zurückbleiben, einen geringen Ertrag liefern werden. Ueber die Krankheit derselben hört man wohl einige Klagen, welche aber, wie es bis jetzt immer gewesen ist, wohl nicht viel zu bedeuten haben werden. Be⸗ zahlt ist gestern für Weizen 76 a 82 Rthlr., Roggen 54 a 57 Rthlr., Gerste 10 a 42 Rthlr., Hafer 30 32 Rthlr., Rapps 82 a 84 Rthlr., Rübsen 80 82 Rthlr., Rappkuchen 3 ½ Rthlr. pr. Schock. Kümmel 8 Rthlr. pr. Ctr. Von Rüböl ist diese Woche viel für alle Termine gekaust und in loco mit 113 Rthlr., Sept./Okt. 12 Rthlr., Okt./Nov. 12 Rthlr. Dez./ Jan. mit 12 1 Rthlr. bezahlt worden, und bleiben ferner zu diesen Preisen Käufer, es wird aber streng auf ½ Rthlr. mehr gehalten, was auch wohl bei den hohen Saamenpreisen bewilligt werden muß. Die neue Rapps⸗Aussaat, welche jetzt gesäet wird, ist den Erdflöhen viel ausgesetzt, und Einige haben sogar schon nachsäen müssen, während Andere erst Regen abwarten wollen; auch für Sommersaamen ist Regen nothwendig, wenn wir nicht theilweise eine schlechte Aerndte erwarten wollen; bis jetzt hat sie, was man darüber hört, noch so gestanden, daß ihr eine leidliche Aerndte nicht abzusprechen ist. Mohnöl wird hoch gehalten, die Preise des Mohns sind so, daß Oel nicht unter 21 ¼ Rthlr. kann verkauft werden. Von Spiritus ist noch im⸗ mer nichts auf Lieferung gekauft, und Preise in loco nominell.

St. Petersburg, 1. (13.) Aug. Die anhaltende Stille im Ge⸗ traidegeschäft wirkt immer mehr auf die Preise unseres Platzes. Sogar die einzelne Frage, die wir für russischen weißen Weizen im Laufe der vorigen Woche hatten, hat aufgehört, und es waren jetzt zu 30 Ro. am Platze da⸗ von willige Verkäufer. Kubanka⸗Weizen hat gar keine Kauflust in der letzten Zeit gehabt, und man kann dafür keine sichere Notirung annehmen.

Roggen wäre zu 18 ½ a 19 Ro. willig zu haben. Wer verkaufen wollte, müßte sich einen bedeutenden Abschlag gefallen lassen.

Roggenmehl ist nicht unbedeutend zu 17 ½ Ro. von Seiten der Russen zurückgekauft, wozu aber nichts mehr los zu werden ist, indem selbst zu 15 Ro. abgegeben sein soll. 18

Leinsaamen hält sich von 24 a 28 No. nach Qualität.

Nach Hanf besteht noch fortwährend bedeutende Frage, und Preise ziehen noch mehr man. Reiner von 100 2 102 Ro., Ausschuß 90 Ro., halbreiner 80 a 81 No., gekappter reiner ist mit 110 Ro. bewilligt. Ver⸗ schifft sind 850,000 Pud.

In Talg war einiger Umsatz, gelber Loco⸗ 135 Ro., pr. August war zu 131 Ro. zu haben. Weißer am Platze gilt 137 Ro. 11ö

Hanföl ist in 10c% 13 ¾ Ro. zu notiren. Auf Lieferung Juli 1848

ist zu 8 ½ Ro. genommen.

Pottasche notirt sich 8 ½ Ro.

Hamburg 34 1. Amsterdam 193 ¾— S.

London 38 ¾ a ¹2%6. Paris 406 a 409 B.

London, 13. Aug. Getraide. Heute war keine Zufuhr englischen Weizens am Markte, und die Preise waren nominell dieselben, wie am Montage. Fremder Weizen erfuhr eine beschränkte Nachfrage; das Wetter war schön und die Anzahl der Käufer gering. In Gerste, Bohnen und Erbsen keine Aenderung. Hafer sehr flau. In Mehl ging wenig um.

Die neuen Zufuhren bestehen aus 1320 Qr. engl. Weizen, 50 Or. engl. Gerste und 760 Qr. engl. Hafer; an auswärtigem Getraide dagegen aus 49,070 Or. Weizen, 4410 Or. Gerste, 7710 Or. Hafer und 58,010

Barrel Mehl.

Berlin, den 18. August 1847.

Inlãändische Fonds: Efandbre*, K. ommunal- Papiere und geld-Course.

Geld. Gem. zf. Drief. Geld. (Gem.

Kur- u. Nm. Pfdhr. 3 9⁴ ½¼ 94 ½

Schlesische do. 3 ½ 97 ½

do. Lt. B. gar. 40. 3 ½

Pr. Bk-Anth.-Sch 107 106 8 1

St. Schuld-Sch. 92 ½ Seeh. Präm. Sch. 1 K. u. Nm. Schuldv. * 1 Berl. Stadt-Obl. 92 % Westpr. Pfandbr. Grossh. Posen do. 101 ½⅔ Friedrichsd'or. 13 ⁄2 13 ¼2 And. Goldm. à5 th. 12 ½ 11¾

do. do. Disconto. 4 ½

Ostpr. Pfandbr. * z 97 97 Pomm. do. 3 4 9⁴½ 1 8 ö Auslündische Fonds.

HURuss. Hamb. Cert. Poln. neue Pfdbr. do. beillope 3.4 S. 5 do. Part. 500 Fl. do. do. 1. Anl. 4 95 ¼ 94 ¼ do. do. 300 Fl. 40. Stieglitz 2.1 A14 91 ½ 94 ½ Hamb. Feuer-Cas. do. v. Rothbsch. Lst. 5 112 do. Staats-Pr. Aul. 40. Poln. Schatz0. 4 84 ¼ 83 Holländ. 2 Wlot. -J0. do. Cert. L. A. 5 96 ½ 953 Kurh. Pr. O. 40 Th. 32 ½ 40. do. L. B. 200Pl. 16 ¼ Sardin. de. 36 Fr. 9 L'ol. a. Pfdbr. u. C. 1 Neue Bad. d035 FPl. 21½

96

Volleing.

Amst. Rott. Arnh. Utr.

Berl. Anh. A. do. Prior. Berl. Hamb. do. Prior. Berl. Stett.

0. Schl. Lt. B. Pta. Mgdb. do. Pr. B. do. do. Rhein. Stm. do. Prior. do. v. St. gar. Bonn-Cöln. Sächz. Bayr. Bresl. Freib. 8 Sag.-Glog. do. Prior.] 48 do. Prior. Chem. Risa. St.-Vohw. Cöln-Mind. 8 . 8 do. Prior. Cöth. Bernb. Thüringer. Cr. Ob. Sch. WIhb. (C. 0.) Dresd. Görl. 4 do. Prior. Düss. Elberf. 4 104 g. Zarak. Selo. do. Prior. 4 93 ½ 6. 8— e;s Quit. Bog. 8 mb. Bergd. 0 Kiel-Alt. 66 K - Lpz. Dresd. Aachb. Mastr. 30 84 Löb. Zittaun.. nerg. Mrk. 50]/ 86 B. Magd. Halb Berl. Anb. B. 45 107 B. Magd. Leipz. Bexb. Ludw. 70 do. Prior. Brieg-Neiss. 20 N. Schl. Mk. 4 90 ¼ bz. u. G. d0. Thür. V. 20 do. Prior 94 ¾⅞ G. Magd. Witt. 30 do. Prior. 102½ bz. 8 Mecklenb. 80 Ardb. K. Fd. 2 Nordb. F. W. 7 %72 ¾ 0. Sebl. Lt. A 107 ½ bz. Rh. St. Pr. 70] 91 ¾ do. Prior. Starg. Pos. 50 85 ½ (Schluss der Börse 3 Uhr.) Das Geschäft war heute nur in Fried. Wilh. Nordbahn etwas

lebhalt und der Cours derselben 1 % höher als gestern. Die übrigen

Devisen zicwlich unverändert.

——

2 K.

111 B.

114 ¾ 6.

655ö——

2. Getraide-Bericht. 1 Aimm heutigen Markt waren die Preise wie folgt: Weizen nach Qualität von 75—85 Rthlr. Roggen loco 45—48 Rihlr. Gerste 10 % 34 —–36 Rthlr. 8 Hafer loco nach Qualität 22 24 Rihlr. Hübl loco 11 ¼ Kihlr. BI., ½ G.

Kanal-Listen. b Den Finow-Kanal passirten am 16. /17. August: 278 Wospl. Reos

gen, 76 Wopl. Hafer, 5862 Ctr. Mehl, 401 Wspl. Rapps-

Mit Roggen war es heute wieder fester.

Auswärtige Börseu. 8 A msterdam, 14. Aug. Niederl. wirkl. Sch- 56 ⅔. 5 % Span. 16 ⅛. 3 % do. 32 ½. Pess. —. Ansg. —. Zinal. —. Polun. —. Preuss. Pr. Sch. 4 % Russ- Hope 89 ½. Antwerpen, 13. Aug. Zinsl. , Newe Anl. 16 - Frankfurt a. M., 16. Aug. 5 % Met. 107 G. Bank-Act. 1931. Stiegl. 89. Integr. 56 ½. Poln. 390 Fl. L. 97. do. 500 Fl. 442 Spon. 5 % . 3 % do. —. Bexb. 93 ⅛. 93 ⅛. Taunus Actien 354. 353 ½. *. 38 3 ½. Hiamburg, 16 Aug. Hauk-Actien 1600 Br. Bngl. Kuss-. 106 ¾ Br. Hamb. Berg. Actien 95 Br. Magd. Wittenb. 86 Br. Hamb. Berl. 106 ¼. 106. Alt. Kiel 110 ½ Br. Glückst. Elmsh. 60 Br. Rendsb. Neum. 96 G. Kopenh-. Rothsch. 70 G. Meckl. 72 ⅛. 72 ½. 8 8 Leipz ig, 17. Aug. Leipz. Dresdn. Act. 117 Br. Sächs. Bayer-. 88 Br. Sächs. Schles. 103 Br. Chem. Ries. 60 Br. Löb. Zitt. 58 ½ Br. Mgd. Leipz. 228 hnr. Berl. Ank. Lt. A. 117 ¾l Be. Lt. B. 107 Br. Deaa. Benk-Aet. 5 London , 13. Aug. Cons. 3 % 87 ½. 87. Belg- 93 ½. 92 ½. r- Anl. b 2 Passive 4 ¾. ¼. Ausg. Sch. 15. 14. 2 ½1 % Holl. 56 ½. 55 ½ 4 % 88. 17 ⁄. Port. —. Engl. Russ. 112. 111 Bras. 85. 83. Chili 92'³½. 91 ½. Mex. 18 4. 17 ¾. Peru 35. 33. Paris, 14. Aug. 5 % Rente ün cour. WWien, 16 Aug. 5 % Met. 106 ½. Actien 1604. Anl. de 183 155 ½. de 1839 121¼.

118. 20. 3 % do- ün cour. 76. 75. 4 % do. 96. 3 % do. 68 ½ Bank- Nordb. 168 ¾ Gloggn. 121 ¾.

Königliche Schauspiele. 8

Donnerstag, 19. Aug. Im Opernhause. 1Süf Schauspielhaus⸗ n Vorstellung: Faust. Anfang 6 Uhr. Abonnements⸗Vorstellung: Faust. ffang 8 8

Zu dieser Vorstellung Billets zu den nachstehenden klei⸗ nen Spernhaus⸗Preisen verkauft: M“ En Billet in den Logen des Prosceniums 1 Rthlr. 10 Sgr., ein Billet in den Logen des ersten Ranges, zum ersten Balkon und zur Tribüne 1 Rthlr.; ein Billet im Parquet und im zweiten Range 20 Sgr.; ein Billet in den Logen und im Balkon des dritten Ran⸗ ges so wie im Parterre, 15 Sgr.; ein Billet im Amphitheater 7 ½ Sgr.; ein Billet in der Fremden⸗Loge 2 Rthlr.

——üü

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

Im Selbstverlage der Expedition.

8 u“ . 1 21 Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ob Hofbuchdruckerei.

4 . ¹ Bekanntmachungen. Nothwendiger Verkauf

Stadtgericht zu Verlin) den 6 Marz 1847 Das dem Zimmermeister Guido Heinrich Wimmel gehörige, vor dem Oranienburger Thor in der , Straße Nr. 16 a belegene, im Hypothekenbuche Vol. 1 b No. 10. pag. 48 veczeichnete Grundstück, gerichtlich ab⸗

eschätzt zu 22,735 Thlr. 27 Sgr. 3 Pf., sol lam 12. Oktober 1847, Vormittags 11 Uhr an der Gerichtsstelle subhastirt werden.I Tare und Hh⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

8

341] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 7. April 1847. Das dem Auctions⸗Kommissarius Resener zugehö⸗ rige, in der Georgenstraße Nr. 17 und Nr. 172. bele⸗ ene, im stadtgerichtlichen Hypothekenbuche Vol. 5. Nr. 382. verzeichnete Grundstück, gerichtlich abgeschätzt

226 Thlr. 25 Sgr. 9 Pf., soll November 1847, Vormittags 11 Uhr, ichtsstelle subhastirt werden. Tare und Hy⸗ ud in der Registratur einzusehen.

[799 b] p

8 2a 2.

Auf den gemeinschaftlichen Antrag des Gastwirths Aler. Heitmann und des Gastwirths Ferd. Beh⸗ rens hierselbst werden alle diejenigen, welche an den von dem Ersteren an den Letzteren verkauften, auf der Steinbecker Vorstadt sub Nr. 38 hierselbst belegenen, früher mit Nr. 2 und 3 bezeichneten Gasthof mit allem Zubehör, dingliche Ansprüche und Forderungen irgend einer Art machen zu können sich berechtigt halten soll⸗ ten, hiermit geladen, solche in einem der auf

den 3ten, 17ten und Zisten kft. Mts., jedesmal Morgens 10 Uhr, 1 angesetzten Liquidations⸗Termine vor dem Stadtgericht hierselbst speziell anzumelden und zu verisiziren, widri⸗ Henfalls sie damit durch das in termino den 14. Sep⸗ tember v. J., gleichfalls Morgens 10 Uhr, zu publizi⸗ rende Präflusiv⸗Erkenntniß werden sgeschloff

Datum Greisewald, den 17. Juli 1847.

ik- 8 Assessores des Stadtgerichts.

1

[756]2

B ekanntmachung.

Der unverehelichten Friedericke Elisabeth Schardt, ge⸗ boren am 20. Juni 1798, Tochter des im Jahre 1816 hierselbst in der Schulzenstraße Nr. 340 wohnhaften Kaufmanns Johann Christoph Schardt, ist ein nicht unbedeutender Theil der Erbschaft des im Jahre 1834 8 Alt⸗Kyschau bei Schöneck verstorbenen pensionirten berförsters Friedrich Gottlieb Schumacher zugefallen.

EEII1 m Da der Aufenthalt der E

so werden die Friedericke Elisaber nächste Verwandte gemäß §. 405. Allgemeinen Landrechts hierdurch

ericht hierselbst oder bei dem

ist, zu melden. 4 Stettin, den 5. August 1847.

rbin unbekannt, auch der Ver⸗

ib ihres Vaters bisher nicht zu ermitteln gewesen ist, iech gre n 1 Elisabeth Schardt und deren Tit. 9. Thl. I. des

hmung ihrer Gerechtsame in dieser Angelegen⸗

hentweder bei dem Königlichen Land⸗ 19 Stadt⸗ Justizrath . 3. 5*

Echulzenstraße Nr. 177, welcher dem abwesenden Kauf⸗ speziellen 1 at bologie

mann Schardt und seiner Tochter zum Kurator bestellt

Bueck, General⸗Substitut des Justizrath Hanow.

8 .“ 8 Literarische Anzeigen. Vollständig ist jetzt erschienen und in allen

aufgefordert, zur Hirsch waldschen Buchhdlg., Burgstr. 25):

[781] H an 1. u c h 2 Hanow,

M 8 . Therapie. Von pJO'sS N ER. Drei Bände.

Gr. 12. 1845 47. Gceh. 7 Thlr.

[855 b] en werden.

2.ꝙ.2½☛

Dr. Teßmann. des Publikums, daß

’. genklasse befördern werden.

Stetti 3. August 1847., Stettin, den 1 8 1.

Berlin⸗Stettiner Eisenbahn.

Wir bringen hierdurch zur Kenntniß

Personen in der I. Wa⸗ 8 Friederike Olivier, geb. Schrobsdorff,

Kutscher.

Leipzig, im Juni 1847. F. A. Brockhaus.

856! 8 8 1 18 am 11ten d. M. in hiesiger Hofkirche vollzo⸗

gene eheliche Verbindung zeigen hierdurch ergebenst an Karlsruhe bei Oppeln. 8 Friedrich Olivier,

wir von jetzt ab

2 Mitglieder des Herzoglichen Hoftheat rz.

8

8

8 m.

BeVricht. Herzogthum Braunschweig.

Buchhandlungen zu erhalten (in Berlin in der

Sd m 1. insg Snin 1“] 2 Kthlr. für ¼ Jahr. 4 KRthlr. Jahr. 8 Rthtr. - 1 Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preis-Erhöhung. Bei einzelnen Nummern wird der Gogen mit 2 Sgr. berechnpett.

*

gemein

Alle Post-Anstalten des 189 und Auslandes nehmen Beslellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Erpedition der Allg. Preuß. 8 Zeitung: Behren-Straße Nr. 57.

2⸗

——

230.

Amtlicher Theil.

Juland. Provinz Preußen. Flachsbauschule in Lock. Provinz Pommern. Beschluß der Stadtverordneten in Stettin. Provinz Schlesien. Kartoffel⸗ und Getraide⸗Aerndte. Provinz Sachsen. Bekanntmachung des Ober⸗Bürgermeisters von Magdeburg. Rhein⸗ Provinz. Verordnung des Fuürsten zu Wied wegen des Wildstandes.

Deutsche Bundesstaaten. Königreich Bapern. Königlicher Be⸗ fehl wegen der Versammlung deutscher Philosophen. Die neue Uni⸗ formirung. Die rheinpfälzischen Aerzte. Maßregeln gegen den Le⸗

bbensmittel⸗Wucher. Großherzogthum Hessen und bei Rhein.

Aerndte. Herzogthum Sachsen⸗Koburg⸗Gotha. Sanitäts⸗ Her; Rückkehr des Herzogs. Neue Uniformirung der Husaren. Herzogthum Holstein. Die Kosten für die Stände⸗Versammlung. Fürstenthum Schwarz⸗ 8 burg⸗Sondersh ausen. Stände⸗Verhandlungen. Freie Stadt

Frankfurt. Das Bank⸗Projekt. Annahme preußischer Thaler bei Wechselzahlungen. Taubenpost. Gewerbeschule.

Oesterreichische Monarchie. Wien. Die Ehebewilligungen. vn Post⸗Angelegenheit. Ankunft der Herzogin Henriette von Würt⸗ emberg.

Frankreich. Paris. Neuer belgischer Gesandter. Uebungslager. Herzog von Aumale. Abd el Kader. Aufforderung an den Kriegs⸗ Minister. Prozesse. Verhaftungen. Aufhebung einer Spiel⸗Ge⸗ sellschuaft. Eisenbahn⸗Polizei. Englische Befestigungen im Kanal. Vermischtes. b

Großbritanien und Irland. London. Hofnachricht. Die Wahlen. Unbestimmter Termin der Parlaments⸗Berusung. Fallisse⸗ ment. Feuersbrunst in Manchester. 1

Belgien. Brüssel. Die neuen Minister. Eisenbahn⸗Eröffnung. Vermischtes.

Dänemark. Schleswig. Erklärung der Bürger wegen der Deputation an den König. .

Italien. Rom. Aussöhnung der Städte Rom und Bologna. Ver⸗ hastungen. Ciceruacchio. Die Winkelpresse. Vermischtes.

Brasilien. London. Tod des Kronprinzen. ..

Haudels⸗ und Börsen⸗Nachrichten.

Das Aachener Münster. Bonn. Verein der Alterthumsfreunde Rheinlande. 8 2 Beilage. 1

Amtlicher Theil.

. Najestät der König haben Allergnädigst geruht: Den seitherigen Landrath des schlochauer Kreises, zum Regierungs⸗Rath zu ernennen. 1

Das 32ste Stück der Gesetz⸗Sammlung, welches heute aus⸗ gegeben wird, enthält: unter Nr. 2878. Die Allerhöchste Bestätigungs⸗-Urkunde vom 9ten d. J., betreffend die Vermehrung des Stamm⸗Kapitals der Düsseldorf⸗Elberfelder Eisenbahn⸗Gesellschaft um 372,200 Rthlr., nebst dem dazu gehörigen Statut⸗Nachtrage, wie auch mit den bezüglich auf diese Gesellschaft schon vorangegangenen Urkunden; und Die Allerhöchste Kabinets⸗Ordre vom Lösten desselben Monats, über die Anwendung der bestehenden Sportel⸗ Taxen auf die neuere Prozeß⸗Verordnung. 8 Berlin, den 20. August 1847. 8 Gesetz⸗Sammlungs⸗Debits⸗Comtoir. Angekommen: Se. Ercellenz der General⸗Lieutenant und kommandirende General des 2ten Armee⸗Corps, von Wrangel, von Stettin. b Der Wirkliche Geheime Ober⸗Justizrath und Direktor im Justiz⸗ Ministerium, Dr. Bornemann, von Interlaken.

Berlin, Freitag den 20 en August

Uichtamtlicher Cheil.

Inl and 1

Provinz Preußen. (Ztg. f. Pr.) Auf den Antrag des landwirthschaftlichen Kreisvereins zu Lyck ist nun in Folge Reskriptes des Herrn Minister des Innern, mit Genehmigung des Landes⸗ Oekonomie⸗Kollegiums, die Errichtung einer Flachsbauschule in Lyck nach belgischer Methode beschlossen. Die nöthigen Fonds hierzu sind bereits ausgesetzt, auch schon die Lokalitäten ermittelt.

Provinz Pommern. Die Deputation für die städtischen Verwaltungs⸗Berichte bringt aus der Sitzung der Stadtverordueten Stettins vom 19. Juli Folgendes zur öffentlichen Kenntniß: „Es versteht sich zwar ganz von selbst, daß kein Stadtverordneter befugt ist, bei unseren Berathungen vorkommende freimüthige Aeußerungen der Kollegen über Dritte diesen zu hinterbringen und dadurch Jenen Unannehmlichkeiten zu bereiten; dennoch aber ist in neuerer Zeit die⸗ ser Fall vorgekommen, und um diesem für die Folge mit Nachdruck vorzubeugen, beschließen wir hiermit, daß derjenige Stadtverordnete, welcher sich fernerhin dergleichen zu Schulden kommen läßt, auf drei Jahre aus unserer Versammlung ausgeschlossen werden soll. Damit aber dieser Beschluß nicht in Vergessenheit gerathe und den heute nicht Anwesenden, so wie den künftigen Mitgliedern unserer Ver⸗ sammlung, bekannt werde, soll er in unserem Sitzungslokale öffentlich ausgehängt werden.“ G

Provinz Schlesien. Der Bresl. Ztg. wird aus Lieg⸗ nitz vom 13. August geschrieben: „Zwar zeigen sich auch hier Spu⸗ ren der Kartoffel⸗Krankheit, und einzelne Felder sind ganz ruinirt, allein so arg ist es nicht, wie man es macht, und das Allgemeine dürfte nicht erhebliche Nachtheile erleiden. Denn wie ich mich über⸗ zeugt und durch mehrere Landwirthe bestätigen höre, ist die Kartoffel⸗ Aerudte dies Jahr mindestens viermal so groß, als voriges Jahr. Da nun, hoch gerechnet, ¼ unbrauchbar zu werden drohen, so haben wir immer noch dreimal so viel Kartoffeln, als voriges Jahr, und gehen wir ganz tief herab, so haben wir, da der Bedarf Schlesiens 51 Millionen Scheffel beträgt, immer noch 60 bis 70 Millionen zum Branntweinbrennen und Ausführen. Eben so verhält es sich mit dem Getraide, das durchschnittlich aus dem Schock 3 reichliche Schef⸗ fel ausgiebt. Unser Bedarf wird etwa 10 Millionen Scheffel Korn, 3 Millionen Scheffel Weizen und 6 Millionen Scheffel Gerste sein; nach ungefähren Berechnungen werden wir aber wenigstens noch ein⸗ mal so diel in die Scheuern bekommen.“ 8

Provinz Sachsen. Der Ober⸗Bürgermeister von Magde⸗ burg, Francke, hat in die dortige Zeitung nachstehende Bekanntmachung einrücken lassen:

„Als im Laufe des letzten Winters in Folge der zu einer ungewöhnli⸗ chen Höhe hinaufgegangenen Preise des Brod⸗Kornes, wie der meisten übri⸗ gen Lebensmittel, die Noth unter der ärmeren Klasse der Bevölkerung hiesi⸗ ger Stadt überhand zu nehmen drohte, legten edle Menschenfreunde aus freiem Antriebe ansehnliche Gaben in die Hände des unterzeichneten Ober⸗ Bürgermeisters und des Dirigenten der Armen⸗Verwaltung nieder, um da⸗ von vornehmlich denjenigen Armen Unterstützungen zu gewähren, die, ohne zu den gewöhnlichen Almosen-Empfängern zu zählen, doch in Zeiten all⸗ gemeiner Noth oft in noch größere Bedrängniß gerathen, als jene. Der Fonds, der auf solche Weise, namentlich und vorzüglich durch eine Sammlung unter den ehrenwerthen und im Wohlthun uner⸗ müdlichen Mitgliedern des hiesigen Handelsstandes, sodann von dem Comité zur Darstellung lebender Bilder, durch eine Verloosung weiblicher Arbeiten, aus dem durch den Herrn Landrath von Kamptz überwiesenen Ertrage einer dramatischen Vorlesung des Herrn von Holtei und von verschiedenen Be⸗ hörden, Gesellschaften und Privatpersonen zusammengebracht worden, hat vie Summe von 4158 Rthlr. 12 Sgr. 2 Pf. erreicht. Davon sind 545 Rthlr. 14 Sgr. 1 Pf. zur Austheilung von Brod verwendet und 3612 Rthlr. 28 Sgr. 1 Pf. baar unter 664 Wittwen und arme Familien, hauptsächlich aus dem kleineren Handwerkerstande, nach gewissenhafter Prüfung vertheilt worden. Manche Thräne der Sorge und des Kummers ist damit getrock⸗ net und mancher brave Familienvater der drückendsten Verlegenheit enthoben. Allen edlen Menschenfreunden und Wohlthätern, welche zu diesem schönen Zwecke beigesteuert haben, sage ich im Namen der Unterstützten den herz⸗ lichsten Dank. Zur Vermeidung von Mißverständnissen muß ich noch be⸗ merken, daß der vorerwähnte sogenannte Winter⸗Unterstützungs⸗Fonds nicht mit demjenigen zu verwechseln ist, welcher späterhin und insbesondere in Folge der Ansprache an meine Mitbürger vom 28. April d. J. zum Ankauf

Deutsche Bundesstaaten.

von Lebensmitteln und Wiederverkauf derselben zu billigen Preisen an Be⸗ dürftige zusammengebracht ist. Mit dessen Verwendung hat sich ein beson⸗ derer Hülfsverein, dem ich selbst angehöre, beschäftigt und wird darüber zu seiner Zeit öffentliche Rechenschaft geben.“ 8

Rhein⸗Provinz. (Elbf. Ztg.) Se. Durchlaucht der Fürst zu Wied hat befohlen, alles Wild in der Grafschaft zu vertil⸗ gen, was außerhalb des eingezäunten Wildparks sich findet, mit der Verfügung an seine Regierung in Neuwied, daß demnach künftig keine Jahtung für Wildschaden stattfinden solle. v“

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Königreich Bayern. Se. Majestät der König hat an alle Behörden den Befehl ergehen lassen, daß Angestellte oder sonst in öffentlichen Pflichten Stehende ohne die vorschriftmäßige Bewilli⸗ gung zu der im September d. J. stattfindenden Versammlung deut⸗ scher Philosophen in Gotha sich nicht begeben dürfen.

Seit dem 14. tragen auch eine Anzahl Kürassiere und Artille⸗ risten den neuen Waffenrock, der besonders die ersteren sehr gut kleidet.

Am 11. August hielt der Verein der rheinpfälzischen Aerzte seine Jahres⸗Versammlung in Ludwigshafen.

Die von der Regierung schon früher verkündete Verordnung, daß Früchte nur auf den Märkten ver⸗ und gekauft werden dürfen, wird auch in der Pfalz nachdrücklich gehandhabt. Sämmtliche Frucht⸗ führer, welche nicht mit Marktscheinen versehen waren, wurden in Ludwigshafen zurückgehalten und werden zurückgewiesen. Zur kräfti⸗ geren Einschreitung war deshalb der Gendarmerie⸗Kommandant aus Speyer in Ludwigshafen anwesend. Diese Maßregel wird auf gleiche Weise an der ganzen rheinpfälzischen Gränze ausgeführt, auch soll dieselbe nicht vereinzelt dastehen, sondern man erwartet ähnliche An⸗ ordnu. gen von den benachbarten Vereinsstaaten. Als Ursache zu die⸗ sem Einschreiten wird angegeben, daß verschiedene Frucht⸗Spekulanten Aufkäuse zu solchen Preisen gemacht hätten, die nicht mit dem Reich⸗ thum der diesjährigen Aerndte in Einklang zu bringen sind.

Großherzogthum Hessen und bei Rhein. Aus Gießen vom 6. August meldet die Hess. Ztg.: „Auch bei uns erregt das Resultat der Aerndte die freudigsten Ge⸗

fühle. Man muß erstaunen über die Fülle und Güte der Halmenfrüchte. Dabei ist, begünstigt durch die herrlichste Witterung, die Aussicht auf eine reiche und gesunde Kartoffel⸗Aerndte mit Sicherheit zu erwarten; denn Ge⸗ witter⸗Regen, abwechselnd mit einer treibhausähnlichen Wärme, haben Al⸗ les dazu beigetragen, diese für die Menschen so unermeßlich wichtige Knol⸗ lenfrucht gesund zu erhalten. Kernobst giebt es in so reichem Maße, daß sich auch der Aermste dabei betheiligen kann. Hafer fällt etwas dünner aus, dagegen ist die Gerste von der vorzüglichsten Qualität und wird gro⸗ ßen Ertrag liefern. Wie aber nicht Alles vollkommen sein kann, so be⸗ klagt man vor der Hand den Mangel an Viehfutter. Die Klee⸗ und Heu⸗ Aerndte war sparsam, allein die so günstige Witterung befördert noch den zweiten Kleewuchs, läßt eine ergiebige Grummet⸗Aerndte erwarten, und die übrigen Sommerfrüchte, wie Kraut, Dickwurzeln und Kohlraben, versprechen einen vorzüglichen Ertrag, auch läßt es die Witterung zu, daß die Aerndte der Stoppelrüben vollkommen sein wird. Erbsen und Linsen haben dagegen da, wo sie spät blühten, gelitten. Ein vorsichtiger Landwirth wird es nun recht gut einrichten können, daß er sein Vieh überwintern kann, da der Aus⸗

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fall an Dürrfutter wieder auf andere Weise mehr als gedeckt wird.”“ Herzogthum Sachsen⸗Koburg⸗Gotha. (L. Z.) Nach dem vor kurzem veröffentlichten Sanitätsberichte für das Jahr·1 846 sind in diesem Jahre 32,341 Kranke behandelt worden, wovon 966 gestor⸗ ben sind (darunter 166 am Nervenfieber, 104 an der Lungensucht, 100 an der Wassersucht zꝛc.). Die Zahl der Kranken überstieg die des Jahres 1845 um 3316, die der Gestorbenen um 32; dieser Un⸗ terschied liegt blos im Wachsen der Bevölkerung, das Sterblichkeits⸗ verhältuiß selbst blieb sib fast ganz gleich, es betrug wieder gegen 3 pCt., ja es, gestaltete sich insofern noch etwas günstiger, als 1846 erst der 33ste Kranke, früher schon der 30ste und Zlste starb. Daß die Witterungs⸗Verhältnisse des vorigen Jahres die Ent⸗ stehung von gastrischen und nervösen Krankheiten begünstigten, wird auch hier bemerkt. In mehreren Aemtern des Herzogthums steigerte sich das Nervenfieber zur Epidemie, wobei ecs theils als nervöses Fieber mit und ohne gastrische oder katarrhalische Beimischung, theils als wirklicher Typhus auftrat; die vielen durch diese Krankheit ent⸗ standenen Todesfälle sind fast nur auf Rechunng des letzteren zu brin⸗ gen. Beim Militairkrankenwesen betrug die Zahl der ärztlich behan⸗ delten Soldaten 574, davon 195 im Lazareth. Zwei davon starben.

Das Aachener Muünster.

Dem Verein zur Wiederherstellung der Münsterkirche zu Aachen, zu dessen Bildung in diesen Tagen in der genannten Stadt der Grund gelegt worden, wird von Allen, welche sich für die Erhaltung und zweckmäßige Restauration eines unserer interessantesten und wichtigsten Bau⸗ werke interessiren, Billigung und freudiges Willkommen zu Theil werden. Der traurige Zustand, in welchem die Karolingische Kaiserkapelle, das erste und bedeutendste der Werke, welche in den rheinischen Gauen an die spät⸗ römische Kunst unter bozantinischem Einflusse erinnern, seit lange sich befand, ist Allen bekannt, welche diesen Dingen nur einigermaßen Aufmerksamkeit zu⸗ gewandt haben. Von den vielfachen Umänderungen im Mittelalter will ich nicht reden: Das Chor, welches der Bürgermeister Gerhard Freiherr von Schellart (Chorus) hinzufügte (1353—1413), stimmt zwar nicht zum ur⸗ sprünglichen Oktogon, ist aber ein so schöner, großartiger Bau im germa⸗ nischen Styl des 14ten Jahrhunderts, daß man über die gestörte Einheit gern hinwegsieht, um so mehr, als hier gerade der Umstand eintritt, daß diese mittelalterlichen Zusätze, Chor und Kapellenkranz, letztere dem ersteren in der Bauart sich annähernd, die alte Muttergotteskirche gleichsam als Kern einschließen. Die Verunstaltungen aber gehören verhältnißmäßig neue⸗ rer Zeit an: sie sind im vorigen Jahrhundert geschehen, wo man das Musiv der Kuppel, welches allerdings sehr gelitten haben mochte, vollends zerstörte oder überkleisterte, das ganze Achteck mit dem pompösen Zopf verbraͤmte welcher mit seinen Statuen und Verzierungen von Stuk und seinen Schnör⸗ keln und Guirlanden sich so breit macht und nebenbei auch die Profile ver⸗ dirbt, wo man die unteren Theile der Chorfenster vermauerte, damit die

a durch Zugluft keinen Schnüpfen bekommen und durch die außen Fgag. Buden das Einkommen mehren möchten, wo man die Avpostel⸗ Statuen übertünchte und die farbigen Scheiben der riesigen Bogenfenster wegnahm, um sie durch grünlichweiße zu ersetzen, wo man die geschmacklose

ingarische Kapelle, welche auch von außen gesehen die schreiendste Dishar⸗

monie hervorbringt, an die Stelle der alten von König Ludwig J. setzte, die Muttergottes⸗Kapelle nebst ihrem Ueberbau im oberen Geschosse (Dop⸗ pelkapelle) abtrug, endlich, was freilich nicht der Stadt, sondern dem revo⸗ lutionairen Gesindel, das sich über die Rheinlande ergoß, zur Last fällt, dies obere Geschoß gewissermaßen zerstörte, indem man die Säulen, welche in den großen Arkaden standen, mit den durch dieselben gestützten kleineren Bogen herausbrach, erstere nach Paris schleppte, die alte Orgel entfernte, deren rothe Porphyrsäulen auch die Reise nach der Seine machen mußten, und das Bleidach abriß. Die Verunstaltungen sind im neunzehnten Jahrhundert geschehen, wo man in weniger als funfzehn Jahren den Hochaltar vernichtete, um einen nichtssagenden, styllosen hinzustellen, die Durchsicht aus dem oberen Geschoß des Oktogons in das Chor versperrte, indem man in der Bogen⸗ öffnung die Orgel anbrachte, die metallenen Theile des Denkmals Kaiser Otto's lII. in die Schmelzhütte sandte und die an der Taufkapelle befind⸗ liche Bogenstellung niederriß, die letzte Manifestation der damaligen französischen Nichtachtung des Mittelalters. Der Beschmierung der Gewölbfelder des oberen Geschosses des Oktogons (Hochmünster) mit jämmerlichen Malereien will ich weiter nicht gedenken. ch glaube, wenige Gebände sind so mißhandelt worden, wie die Mün⸗ sterkirche zu Aachen. Man sieht ihr's aber auch an! Oft habe ich mich geschämt, wenn ich kunstverständige Fremde hineinführte und ihre verwun⸗ derten Blicke gewahrte.

Es ist nicht lange her, seit der Gedanke der Wiederherstellung der Kirche thätig ins Leben zu treten begonnen hat. Man kann nicht sagen, daß die Aufmerksamfeit des Kapitels und der Bürgerschaft nicht schon vor⸗ längst auf dies ihr schönstes und merkwürdigstes Bauwerk hingelenkt gewe⸗ sen wäre: im Jahre 1818 schon erschien eine treffliche archäologische Be⸗ schreibung des Münsters von dem noch lebenden Hofrath F. Nolten, in welcher das Architektonische klar zur Anschauung gebracht, das Historische einfach erläutert ist. Aber es geschah nichts für die Kirche: ich habe sie noch einmal neu übertünchen und bemalen sehen. Die Vernachlässigung,

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thun sein, freilich keinesweges so dringende Arbeiten.

unter welcher bis auf unsere Tage alle Monumente der Stadt zu leiden gehabt haben, hat auch das Münster betroffen. Endlich aber begannen bessere Zeiten, und des regen Eifers des damaligen Probstes, jetzigen Weih⸗ bischofs Claessen in Köln, muß dabei rühmend gedacht werden. Von den alten Säulen war der der Zahl nach bedeutendere Theil von Paris zurückgekommen (leider waren die schönen rothen Porphyrsäulen den Franzosen geblieben indem man für ihr Louvre mehr Rücksicht hatte, als sie für unsere Kirche, obschon es sich hier nur um Rücknahme gestohlenen Gutes handelte): man ging an deren Wiederaufstellung. Se. Majestät der König bewilligte im Jahre 1842 für nenue Granitfäulen und Restauration wie Aufstellung der alten über 20,000 Rthlr., seit dem Sommer 1845 sind die Arkaden wieder⸗ hergestellt und gewähren, wenngleich noch nicht in allem Detail vollendet und wenngleich noch ohne die prächtigen Bronzegeländer, welche das ganze Hochmünster umschließen, eine Anschauung des ursprünglichen Zustan⸗ des. Ob man wohl gethan hat, die zum Theil noch vorhandenen alten Kapitäle durchgehends durch neue zu ersetzen, lasse ich unerörtert.

Diese theilweise Arbeit nun hat es klar gemacht, daß eine vollständige Restauration der Kirche unternommen werden muß. Der Baurath von Quast, hat sich mit einer solchen vielfach beschäftigt und ältere Abbildun⸗ gen, darunter die ehemals im Vatikanischen Museum, jetzt in Berlin befind⸗ liche, so wie analoge Bauten, dabei zu Rathe gezogen. Geht man also an die Arbeit, so ist nach den gewonnenen Erfahrungen jedenfalls zu er⸗ warten, daß sie im Sinne des ursprünglichen Baues geschehen werde. Na⸗ türlich kommt das Oktogon zunächst in Betracht. Für die Wiederherstel⸗ lung der alten Verzierung der Kuppelwölbung und der Wände zwischen den Fenstern giebt die Abbildung des größeren Musips in Ciampini’s Ve- tera monimema, so unvollkommen sie ist, doch einen sicheren Anhaltspunkt. Daß man beim Wegschlagen des Putzes noch viel finden wird, ist kaum wahrscheinlich; jedenfalls wird man Freskomalerei anwenden müssen, um

aren * . Im Chor wird auch genug zu den kostbaren Musivschmuck zu ersetzen Die Verttesang. nr