1“
Saamen. Leinsaamen pr. Or. 51—52, do. baltischer 46—47, kana⸗ rien 54 —58. Rapps, engl. pr. Last 26 Pfd. bis 28 Pfd. Hanssaamen pr. Or. 34 — 36. 8
Zufuhr in letzter Woche von englischem Getraide betrug: 1434 Or. Weizen, 110 Or. Gerste, 1355 Or. Malz, 113 Or. Hafer, 231 Or. Boh⸗ nen, 952 Or. Erbsen, 2243 Sk. Mehl; an schottischem: 68 Qr. Gerste, 1205 Or. Hafer; an fremdem: 60,197 Or. Weizen, 4471 Or. Gerste, 20,817 Or. Hafer, 3027 Qr. Bohnen, 718 Or. Erbsen, 1809 Sack und 76,041 Fässer Mehl. 3 1 Durchschnittspreise der letzten 6 Wochen waren für Weizen 75 Sh. 3 Pece., Gerste 45 Sh. 2 Pce., Hafer 30 Sh. 6 Pce., Roggen 56 Sh. 4 Pre., Bohnen 53 Sh. 4 Pee., Erbsen 49 Sh. 11 Pee. 2 Geldmarkt. 24. Aug. Nachdem wir am verflossenen Sonnabend das Fallissement des Getraidehauses W. R. Robinson und Co. hatten, müs⸗ sen wir heute leider wieder eine Zahlungseinstellung, und zwar die der Firma H. Castellain Sohn und Co. zum Betrag von etwa 140,000 Pfd. melden. Das Haus machte hauptsächlich Geschäfte mit Belgien. — Con⸗ sols schlossen heute ¼ niedriger, als letzte Post. Von fremden Fonds sind holl. auch etwas gewichen, span. 3 % und portug. 2 % niedriger. — Gold bleibt gesucht zum Diskonto von 6 und 6 ½ % für beste 2 und 3 Mt. Wech⸗ sel und an der Fondsbörse zu 5 ½ a 6 ½ %. — Von Piastern und Silber in Barren ist nichts am Markt. Die Notirung ist zwar unverändert, doch mit Anschein von Flaue. — In Wechseln war heute nur beschränkter Um⸗ satz. Amsterdam fand etwas weniger Frage, als vorige Post, und ging eine Kleinigkeit schlechter. Paris war in beiden Sichten begehrt, auch 9 Ham⸗ burg zeigten sich mehr Nehmer bis zu 13, 12 ⅞ für kleine Posten. dan und Portugal ebenfalls gefragt und etwas besser. In Eisenbahn⸗Actien blieb der Markt gedrückt, bei sehr geringem Umsatz.
1718 1
anco: Süße Barbar. 31 ¼ a 32 Mk. p. 100 Pfd.
. eb 298 a 38 Mk., Valence 42 a 45 Mk., bittere Bar⸗ Far. 28 ½ a 29 Mk., Prov. u. Sicil. 38 a 39 Mk.
Der Getraidemarkt war heute ohne jegliches Leben. Von Holland⸗
Fndfeetbran 200 Cn. 2 213%, 45 Sgr. bezahlt. bedingen und England eingegangene ungünstige Nachrichten brachten eine ungewöhn
ppskuchen bis 5 Rthlr. 17 Sgr. loco zu v Faren liche Flaue hervor, so daß fast kein Geschäft geschlossen wurde. Was den
— r heute sehr lebhaft, . .. Einfluß anlangt, den die Nachricht aus verschiedenen Gegenden über die
Kartoffel⸗Krankheit auf die Getraide⸗Preise hervorrief, so dürfte anzunehmen
4. 5 . u. . Rüböl loco 12 Rthlr. bez. u. Br./ 2rp. 18, vnbhe, Keblr. Br. Sept./Okt. 12 ½ Rthlr. Br. Okt, 2 r., 2 Mt. Zeit verkauft.
8 8 8 8 . 8 1 1 2 * Das Abonnement beträgt: 8 8 W““ — 2 8 811 Allle post-Anstalten des In- 2 Rthlr. für ½¼ Jahr. 8 8 ““ “ “ uund Auslandes nehmen Bestellung 4 Rthlr. ¾ Jahr. -auf dieses Blatt an, für Berlin 8 Rthlr. - 1 Jahr. die Erpedition der Allg. Preuß Se Theilen 82 Monarchie Beh Nr. 57 ohne Preis-Erhöhung. ehren - Ptraße Mr. 57. Bei einzelnen Nummern wird Insertions-Gebühr für den der gogen mit 2 ½ Sgr. berechnet. RKaum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.
90 bis 94 Sgr., gel⸗
28
Dienstag den 3lsen Augu
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Deutsche Bundesstaaten.
re Bayern. (N. K.) Se. Majestät der König hat an den Bürgermeister der Stadt Würzburg nachstehendes Hand⸗ schreiben erlassen: „Herr Bürgermeister Dr. J. M. Bermuth! Empfangen Sie hiermit die Versicherung, daß Mir des Magistrats und der Bürgerschaft Würzburgs dankbare Gefühle, welche Sie Mir in Bad Brückenau ausgedrückt, sehr erfreulich waren, und daß Ich sogleich, den Tag nach Meiner Ankunft zu Aschaffenburg, den 4ten dieses, als Mein geliebter Sohn, der Kronprinz, hierher gekommen, gemacht habe, daß derselbe nächsten Herbst und Winter in Würzburg zubringen werde. Dieses Ihnen eröffnend, bemerke Ich, daß von des vorstehenden Inhalte Sie der Bürgerschaft Würzburgs Kennt⸗ niß geben dürfen, und bin mit gnädigen Gesinnungen Ihr wohlge⸗ wogener König Ludwig. Aschaffenburg, den 23. August 1847.“ Frankreich. Paris. Der Tod des Herzogs von Praslin und die Die Stände des Reiches sind auf den 20. September einberu⸗ weiteren Untersuchungen in Bezug auf den Mord der Herzogin und die fen. Das desfallsige Königliche Reskript ist aus Aschaffenburg am Verhältnisse in der Familie. — Unglücksfall bei den Artillerie⸗nebungen 25. August in München eingetroffen. Aus dem Ministerium des In⸗ zu Bapaume. — Narvaez. — Das französische Geschwader zu Tunis. — nern sind bereits am folgenden Morgen die Einberufungsschreiben an Flucht eines Beamten des Kriegs⸗Ministeriums. — Bu Masa. — Kein die Mitglieder der Kammer der Reichsrüthe ergangen. Diese hohe “ Sgheten Zer der Gehhserh s “ aus Fienn wird beim kommenden Landtage einige Mitglieder zum er⸗ Paris. (Zeit und Art der Selbstvergiftung des Herzogs von Praslin; stenmale in ihrer Mitte sehen, namentlich Se. Königl. Hoheit den Leichenb 2 - V Ver 16 , „—h“ b4“ 1.“ dem Volk und Verhaftungen; Zusam⸗ Prinzen Adalbert, den Erzbischof von München Grafes von Reisach, Großbritanien und Irland. London. Ankunst der Königin in den Grafen von Giech, früheren Präsidenten der Regierung von Mit⸗ Ardverekin. — Maßregeln zur Beseitigung der Geldlrise. — Chaztisten⸗ telfranken. Auch die Kammer der Abgeordneten wird einige neue Versammlung. — Neues Fallisement. — Vermischtes. Mitglieder zählen; für die seit dem letzten Landtage gestorbenen Ab⸗ Niederlande. Amsterdam. Der spanische Gesandte. — Die Banca⸗ geordneten Freiherr von Gumppenberg, von Windwart und Lipp die Zinn⸗Minen. 3 1 Herren Lidl, Neumüller, Müller an der Neumühle und Hefter. Ob - 8 8 111 der freien Vieh⸗Einfuhr. — Ver⸗ noch weitere Veränderungen im Personalstand beider Kammern statt⸗ . vhs Bnfuhn Uüt Vorräthe in Antwerpen. gefunden haben, ist nicht bekannt. It . 3 affung der Todesstrafe in Toscana. — Die Vor⸗ Die Allg. Ztg. erläutert die (bereits erwähnte) Nachricht in
beide Verschütteten noch lebendig zu finden,
nachzugraben. Erst Mittags fand man den einen und zwar ganz zerquetscht. Es scheint, daß man im Eifer nachließ, weil man ihn doch nicht mehr lebendig zu finden hoffen durfte; denn erst gestern Mittag wurde der Unglückliche in Begleitung einer großen Volksmenge ins Festungs⸗Spital gebracht. Der arme brave Mann ist hier verheirathet und Zimmermann. Er leß sich nur nach langem Zureden zur Arbeit verleiten, indem er, sei es Ahnung, sei es Zufall, eine große Unlust empfand. Seine Gattin, welche der Ausgrabung beiwohnte, ist deshalb untröstlich, weil sie sich indirekt für die Veranlassung hält. — Wie man hört, befinden sich in diesem Augenblicke gegen 3000 Kranke hier, welche theils am Fie⸗ ber, theils an der Ruhr darniederliegen. Die erste Krankheit hat überhaupt hier feste Wurzel gefaßt, da die nassen Festungsgraben besonders die niedrig gelegene Vorstadt mit ihrer ungesunden Luft er⸗ füllen. Die Hälfte dieser Kranken, also etwa 1500, sind Festungs⸗ Arbeiter.“
Großherzogthum Hessen und bei Rhein. Die Hess. Ztg. meldet: „Die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften feierten den Ludwigstag im Familienkreise zu Seeheim. Se. Kaiserl. Hoheit der Großfürst Thronfolger war Abends zuvor von Friedrichs⸗ hafen auf dem Heiligenberg bei Ingenheim eingetroffen. Se. Königl. Hoheit der Prinz Wilhelm von Preußen kam am 2sten Abends hier an, speiste am 25sten mit der Großherzoglichen Familie zu Seeheim und kehrte am 26sten früh nach Mainz zurück. Am Lösten machte Ihre Hoheit die Prinzessin Karoline von Hessen einen Besuch am Großherzoglichen Hofe in Seeheim und kehrte nach der Tafel nach Frankfurt zurück.“
3111144““ “ “ Amtlicher Theil. Königreich Inland. Provinz Preußen. Umschlagen eines Schiffes. — Provinz
8 chlesien. Umwandlung der Gerichts⸗Verfassung. — Rhein⸗Pro⸗ Deutsch Abreise des Prinzen Friedrich nach Luremburg.
8„ he Bundesstaaten. Königreich Bayern. Handschreiben des
Stütbbe an 9 Bürgermeister von Würzburg. — Einberufung der
S F — Berichtigung. — Handschreiben des Königs. — Königreich
7. sen. Ankunft des Königs und der Königin in Leipzig. — König⸗
Wurttemberg. Die Freimaurer⸗Versammlung und das Bibel⸗
Misstonsfest. — Verordnung wegen des Getraide⸗Handels. — Groß⸗
herzogthum Baden. Herabsetzung der Ausgangszölle für Getraide. —
Unglücksfall und zahlreiche Erkrankungen in Rastatt. — Großherzog⸗
thum Hessen und bei Rhein. Hofnachrichten. 8 Oesterreichische Monarchie. Wien. Diplomatischer Verkehr mit
Italien. — Die Vorfälle in Ferrara.
7 eiver 21. Aug. Baumwollenmarkt. Verkauft 3000 B. 1 I Ausfahe und 200 B. auf Meinung. Der Markt war am Schlusse gedrückt, die Preise sind aber nicht niedriger. Vom 23. August. Der heutige Umsatz beträgt ca. 5000 B. und um⸗ faßt 500 B. amerikan,. zur Ausfuhr. Der Markt schloß gedrückt, ohne Preisveränderung.
Roggen 94— Buchw. 80— 18
Amisterdam, 25. Aug. Getraidemarkt. Weizen zu reichlich vorigen Preisen mit gutem Handel für den Konsum:; 126./ 127pfd. neuer rheinischer 340 — 345 Fl., 129pfd. b. polnischer 425— 430 Fl., 127./128pfd. b. do. 428 - 435 Fl., 121./124 /126pfd. roth. königsberg. 340 — 350 — 370 Fl., 121 pfd. neuer schlesischer 340 Fl., 130pfd. b. poln. 4 40 Fl. N. oggen bei Partieen etwas niedriger abgegeben, 116 pfd. ged. 200 Fl. für den Kon⸗ sum, 116./117 pfd. arch. 205 — 205 Fl., 123 pfd. neuer rheinischer 225 Fl.
Der Getraide-Mardz wefauft. e0 2 Zufuhr wurde Anhes nef sein, daß die Korn⸗Spekulanten die Krankheit für erheblicher halten, als sie fů dies in der That ist. - 5 8. für Föfb. schwere Waare. Per In Häuten und Fellen gingen v. 21. bis 27. Aug. um ca. 10,500 n 88, 59 4 9 Stück Buenos⸗Ayres, Maracaibo, Rio Janeiro naß gesalzene, Garnier u. zu 45 Nthlr. 899 nfateeemnen. 42 bis 46 Sgr. dene Sorten. — Im Ganzen wurden in diesem Jahre importirt 286,000 929,—85, Stück, wovon 212,000 Stück verkauft wurden, 30,000 Stück transitirten. Schfl., zu 21 Rthlr. offerirt. n, beste Waare fehlte, die anderen Qualitä- Rindhäuten, trockenen Pferdehäuten, trockenen Kalb⸗ und Mastlalb - Fellen 90 bis 97 Sgr. bezahlt. Es war mit diesem Artikel etwas matter. bedeutende Stille. — In geschorenen Schaffellen ist nichts vorräthig; ten 90 bi 28 5 ⸗ 8 3— 91 Sgr. Winter⸗Ripps 88—91 Sg. Inhaber, welche keine Geld⸗ und Wechsel⸗Cours. Gold al Marco 434 Mk., Ld'or. Rechnung nach irgend einem Platze geben, hemmen jedes Geschäft. Billi⸗ u. Frd'or. 11 Mk. † Sch., do. holl., hamb. u. div. 101¼ Mk., schles. holst. 4 5 1 nich 28 1 u. 2 N 1 8 8 * Gebofe pfemne weiße Saat wurde etwas a 14 ½ Rthlr. verkauft. Sicf. 24 ½, dän. gr. Court. 24 ½, Schillingst. 26 ¾ a 2½, N. f. v. 31, pr. Thlr. ih. Fast 2 ½ — 12 Rthlr. bez., Sept. 12 Rthlr., e 52½¼, 4 u. 8 Gr. Stck. 52½. vuöe“ 1 1848 . is 189 ¼, kurz 187 ½⅛. London 13 Pfd. 6 Sch., kurz 13 Pfd. 9 Sch. „Br, Oktober bis August 1848 a 10 ¾ Rthtr. ausgeboten Paris 189 ¼, kurz 187 ⅛. London 139 6 „kurz 132 9 Sc 9½ Rthlr. bez. u 12 % Rthlr. verkauft, Sept. / Okt. l2ha Rthlr. G. Petersburg 34. Frankfurt a. M. 89½. Amsterdam 36 15, kurz 35 90. appskuchen, bis Frühsahr zu liefern, 45 Sgr. G. lan 4 Munigen Markt war es sehr still, aus Ober⸗Schlesien eingegangene T iskonto 4 a 4⁄ n übe Von Wechseln ist London und Paris sehr gefragt, namentlich kurze. ren Aussehen der Felder, im Abnehmen ist. 8 26. 8 1 Im Allgemeinen war die Havre, 23. Aug. Baumwolle. Die zu Anfang der Woche ein⸗ H 26. Aug. Getraide. Im Allg H „ ug. Die zu A g Wo Hapburg⸗ 8 gegangenen neueren Berichte aus den Vereinigten Staaten p. „Britannia“ Ge über das Fortschreiten der Kartoffelseuche. r Liv 1 ki 8 Seheg g6. August. Wazen 140 — 160 Rthlr. Cour. Umsatz im Ganzen ohne sonderliche Bedeutung, wenngleich behauptet wird, — daß auf Lieferung in den nächsten Monaten ein ziemliches Geschäft gemacht 5 Napps 132 — 134 Rthlr. Beo. G z 1 Zzwisch — s -65 Weizen, petersb., pr. Juli/Aug. 90 a 100 Rthlr. Fr. für ord. Mobile⸗ und New⸗Orleans-⸗, während für Waare am Platz in Beo. 1— gleicher Qualität bis 103 Fr. angelegt wurde. Seitdem blieb es ziemlich Hafer, ab Dänemark, Jahde und Westküste 44 — 52 Rtl t lann 9. Geor Beo., ab Peters burg pr. Aug. 38 — 40 Rthlr. Beo. gia um 1 Fr. erhöhte Notirung als fest betrachten. Die heutigen Verkäufe 8 J betragen nur 520 B. und der Gesammt⸗Umsatz der Woche 5432 B., größ⸗ küste 138 — 140 Rthlr. Beo. I b 5 I e 738900 2 I s Einfuhren vom 20. bis 26. August: aus 783 B. von V.BEe Vorrath circa 44,000 B., gegen 73,000 B. Gerste preishaltend, 94./97pfd. ö1 d 32 d 8 5 4 852. 4 8 3 8 e . „351 S. 80 x6. Ress., 37 Fß. 29 B. 34 gleichzeitig beinahe nichts um, außer ein paar in Auction ge⸗ Kohlsaamen sogleich flau, auf Lieferung Macis, 2 Fß. 3 K. do. Nüsse, 724 S. 50 Fß. Reis, 37 Fß. 29 B. 3 In Kaffee ging beinahe ni ie Altße ET111“ 1s Körbe 238 Pl. 106 Ser. 11 Kist. 32 K. Taback, 30 Pl. 81* Kisten Thee, brachten beschädigten Partieen. Gestern Abend ist unter der Hand no Ott. 65 L., e. 63% L., April 66* L. Früchte. 1696 K. Citronen, 89 Ser. Mandeln. “ behauptet; nur mit ostindischem ist es flauer. — Von Zu 1“ “ 320 Fl. 1 “ Farbwaaren und Hölzer. 101,200 Pfd. Blauholz, 2 Fß. Farb⸗ kein erheblicher Umsatz zu melden, da es an passender Zufuhr fehlt. Rüböl sogleich wie früher, auf hiese ons oger, ace 9 . 8 * 8 — 2 Okt. 36 ½, Nov. 37, „IE7 Caput mort., 56 Sack Quercitron, 143 K. 12 Fß. Farbe. 60 Ct. verzollt bezahlt, und kann man den Preis von 28 bis 32 Fr. nach -e. 37½, ap 718 Twist 737 B I Ki Woll Qualitã - Die Zufuhr war unerheblich “ W. 3230 flieg. 31 Baumwolle. 718 Bal., Twist 737 B., 6 Fß. u. 3 Kisten, Wolle Qualität annehmen. Die Zufuhr . Leinöbl pr. 6 W. 32 ⁸, flieg. 312.
Aug. Weizen, weißer 86, Auch in Rappssaat wurde nichts gemacht. 52. Sg bei 83 pf z 47³ Rthlr. ferner zu be⸗ ü g er ——— “ beschädigte. — Der Vorrath in erster Hand beträgt ca. 68,000 verschie⸗ . 54 big 25 S „ Frühjahr 20 Rthlr. p. Wspl. a 26 1 8 Stüch t Hafer 21, 28 bis 23 Sgr., F Prima schwere Waare bleibt gut zu lassen, indeß ist in gesalzenen Fsiapps weniger angebote Sommer⸗Ripps 80—85 Sgr. Ziegen⸗ und Bockfelle sind zu lassen. Kleesaaten. Die hohen Forderungen der bt berücksichtigt, wodurch das Geschäft fast nominell Spez. ½ % av., hamb. Court. 1 u. 2 Mk. Stck. 22 ½, 49. 4 u. 8 Sch. Spiritus 10 ° 12 ½ 7 ibö co a 12 1⁄¼1. 1 ank 1 1 1 Nübbezachen, bn Breslau, Berlin, 1epag 153 ¾. Kopenhagen 197. W1 über die Kartoffeln melden, daß die Krankheit, nach dem äuße⸗ 8 — 1 Machiahie Amsterdam zu lassen. Deutsche Plätze flau. 1 J. im C idehandel steigend wegen der Nachrichten aus verschiede⸗ 1 8 1 b ¹ ve Sechen aber n sa 1 üͤber Liverpool führten wieder einige Speculation herbei; doch blieb der Gerste 70— 100 Rthlr. Hafer 50 — 60 Rthlr. chsten aten ein ziemliche 1 195 See. Nagne13 sein soll. Die bezahlten Preise hielten sich übrigens zwischen 101 und 102 9 do. pr. Aug. Sept. 50 a 54 Rthlr. Bco. Gerste 64 a 80 & legt wurde. im blieb m. Rthlr Jänen still am Markt; doch kann man die gestern für ord. bis petit cour. Geor⸗ . 8 - 289 Mes Ab Elbe und Jahde 126 a 128 Rthlr. Bco., Eider und West⸗ G msatz der 1ag e10 duh tentheils New⸗Orleans⸗ und Mobile. Unsere Zufuhr bestand dagegen nur Kolonialwaaren. 3917 Sack 14 B. 1 Fß. Kaffee, 8 Fß. 5 K. . Wender 3 8 59 L., Gron 61 ¾ L., flämsch. 63 L., Polder 60 L., auf 9 Faß im Sept. u. 445 Matten 122 Sack 650 Kist. 1 Fß. 65 Kanaster Zucker. Geschäft von 500 S. Brasil⸗ abgeschlossen. Preise haben sich im Ganzen Leinfaamen wie früher, 110 psd. riga 290 Fl., 112/113 pfd. petersb. 3 holz, 69 i Fß. Bleiweiß, 50 B. Schmack, 23 K. 1 Fß. Indigo, 11 Fß. Reis zwar ohne sonderliche Frage; doch ist für guten Carolina⸗ bis 31 Fr. sijeg, 30 Fl., Sipt. 36 1 4 ½ 9, 1938 B. 7 Koll. 13 Sack. Getraide und Mehl. Der Umsatz beschränkte sich in dieser Woche Heanföl pr. 6 B. 31 Fl⸗ gieg. 33 Fl.
208 Stck. Eisen; 32 Kst., 3 Bd. Stahl; 6500 C Getraide. Hafer 6 L., 21 Fß., 129 Sck. Roggen 2635 Sck.,
Felle. 129 Pl., 17 B., 4 Bund, 6 Kisten, 3 Fß.,
Sick. Häute 7073 Stck., 1185 Bd., 13 Pl., 8 Ballen. Butter. 8/226stel, 4/177 2stel, /1764stel, 2/134stel Tonnen, 769 Geb., 1 Tpf., 4 Krb. F
Käse 8592 Stck., 3 Faß.
Metalle. 179 Tl., 2052 Plat., 13,002 Stg., 514
Ctr. (14,188 Pl.) Zink.
1 Krb., 19,693
zuletzt 53 a 60 Fr. pr. Sack von 200
Bd., 18 Rods, letzten acht Tagen 3600 F. Mehl und
₰
London, 23. Aug.
größtentheils auf den Konsum und gingen von Mehl ca. 5 bis 6000 F.
1—111 W“ 8 kanntmachung des Finanz⸗Ministers vom 23sten d. zufolge, soll nach den ität! 37 für erikanis Weizen wurde — —
Qualität 30 a 37 Fr., für amerikanischen und nordischen Weizen
est; pr. Kil. bezahlt. Zugeführt sind in den
zwei Ladungen Weizen von Marseille und eine von St. Petersburg.
Getraidemarkt.
2435 S. Getraide von New⸗York,
Am heutigen Markte wurde
Ein⸗ und Ausfuhrzoll pro Monat September. zum Grunde gelegten Durchschnittspreisen 20. Juli bis 19. August der Aus⸗ und E traidesorten im Monat September betragen:
von Weizen u. Spelz pr. Mud 8 C.
Einer Be⸗
von Getraide in der Zeit vom Einfuhrzoll von nachbenannten Ge⸗
Einfuhr. Ausfuhr. — 50 C.
C
fälle in Ferrara. — Französische Note. Spanien. Schreiben aus Madrid. (Die Palastfrage; Nachrichten aus
Catalonien und Portugal; Vermischtes.) b Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten.
Beilage.
Betreff der Urlaubs⸗Ertheilung zum Besuch der Philosophen⸗Versamm⸗ lung in Gotha dahin, daß die erwähnte Anordnung sich auf die für alle im Staats⸗ und öffentlichen Dienste Angestellten verbindliche Norm gründe, gemäß welcher solche Bedienstete ohne besondere Bewilligung sich nicht von ihren Stellen eutfernen dürfen.
Durch Handschreiben aus Aschaffenburg vom 21. August hat der König den Regierungs⸗Präsidenten von Schwaben und Neuburg, von
Oesterreichische Monarchie. 1
Wien, 27. Aug. (Bresl. Ztg.) Die Wichtigkeit des di⸗ plomatischen Verkehrs mit Italien in diesem Augenblick erhellt aus den wiederholten Reisen des Kaiserl. Königl. Staatsministers Grafe Fiquelmont nach Mailand, der eben wieder mit Aufträgen an die Höfe Mittelitaliens und für den Feldmarschall Graf Radetzki dahin abgegangen ist. Das Verhalten des Grafen Auersperg zu Ferrara hat die Billigung der Regierung gefunden, wenn auch vielleicht schon
4167 ½ Tschetw., 14 L., 28 Fß., 750 Kuhl. W eizen 385 Sck., 612 Tschetw., 40 T., 103 L., 54 Fß. Wicken 572 Sck. Rapps⸗Saamen 9 Lst., 42 Fß. Klee⸗Saamen 261 S., 43 Fß. Roggenmehl 412 Kuhl.
Hamburg, 27. Aug. Nach der Börse. Farbehölzer finden
zu etwas höheren Preisen willig Nehmer. * Gewürze. Engl. Piment. Es wurden keine Umsätze von Bedeutung
Fischer, beauftragt, dem Domherrn Ch. von Schmid, „diesem würdi⸗ gen, namentlich um das Schulwesen und die Bildung der Jugend gar sehr verdienten Priester“, seine besten Wünsche zu dessen achtzig⸗ stem Geburtstag zu sagen. Herr Christoph von Schmid hat zum Danke für das ihm von der Schuljugend in Augsburg bereitete Fest dem Magistrat ein Geschenk von 1200 Fl. übersandt und davon 300 Fl.
eine ziemliche Partie englischen neuen Weizens von etwas geringerer Qualität, als die neulich zugeführte, von den Müllern zu 3 bis 4 Sh. niedrigeren Preisen geräumft. In fremdem Weizen fand nur ein Detail⸗ Geschäft statt, zu 2 Sh. p. Quarter niedrigeren Preisen, als am vorigen Montage. In Gerste ging wenig um. 8 9 Bohnen halten vollständig die früheren Preise.
Roggen Buchweizen Gerste und Malz Hafer Ungep. Spelz
in Kurzem dort ein Uebereinkommen abgeschlossen werden sollte, das die Schroffheit des gegenseitigen Verhältnisses zu mildern geeignet sein dürfte.
Amtlicher Theil.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht::
Franhreich
lignea 6 ½ a 7 ¾ Sch., Alores 8 ⅛ Nüsse 28 a 42 Sch., Nelken 8 Sch., Cardamom, Ingber, Afric. 3 ½ Sch., Bengal. 3 ⅛ a 4 candirter 10 a 10 ½¼ Sch. 8
gemacht. Mit Pfeffer blieb es unverändert.
¹
ken fanden noch wenig Beachtung. Flores desgleichen bei einzelnen Resten.
Mandeln.
Waäarenpreise.
Vorräthe nicht bedeutend. st 1 . In Cassia lignea zeigen sich vermehrte kleine Aufträge, es befestigt sich da⸗ Erbsen, von allen Sorten, sind rar und her mehr und mehr im Werth; Macis⸗Blüthe und Nüsse desgleichen; Nel⸗ t In Cardamom ist Einiges umgesetzt. Ingber, wovon unsere Lager nim⸗ mermehr zusammengehen, fand mehr Beachtung. 2 Süße blieben zum Versandt gefragt und werden besser bezahlt, ca. 100 Seronen Barbarice, erst importirt, fanden rasch Nehmer. Bittere blieben unbeachtet. 8
In Banco: Piment 5 a 5 ½ Sch. a 8 ¼ Sch., Macisblüthe 36 a 41 Amboyna 12 Sch., Bourb. u. Cayenne 7 ½ a Malab. 40, 50 a 58 Sch., Ceylon 16 a 16 ½ Sch., 4 Sch., Malab. 3 ½ a 3 ⅞ Sch.,
werden.
sich zu 7 Sh. 6 Pee. p. Bushel. Mehl wie am Freitage.
1 Weizen. p. Pfd., Cassia Sch.,
ser ꝛc. 23 — 26, 26— 32, 24—28,
en 46, graue 32 —35..
2 Hafer verkauft sich langsam und muß 2 Sh. p. Or. niedriger notirt
Von weißem Senf sind ungefähr 9 am Markte und verkauft
Die Preise von englischem Korn sind: Esser, Kent ꝛc. alter 56— 60, in 60 — 65 und 60 — 62, do. rother 50—55, do. Talavera 60— 64, do. weiß 58. — 60. Gerste. 34—38 und 38 - 40. 8 irländischer Futter⸗ 20—26. neuer, 28 — 32. Mehl, pr. Sk. 45 — 51, 38— 45. 2— — 49, 50 — 52. Arh 36— 40, weiße ne sein Suffolk 42—
5 “
Sh. p. Or. theurer.
neuer 53—57, do. fein 60
Mahl⸗ do. 28 — 34. Hafer. Es⸗ Roggen, Bohnen 42— 45, 45
1[7¹] PE 68 cͤ 1l1 a2
In Folge beantragten Aufgebots der am 26. März 1846 von den Kaufleuten Hösterey & Gauhe zu Bar⸗ men auf den Kaufmann J. M. Fischer zu Breslau un⸗ ter gleichzeitiger Ausstellung von Sekunda⸗Wechseln bei⸗ den gezogenen Wechsel von 1200 Thlr. und 1082 Thlr. 9 Sgr., welche am 27. Mai 1846 an den Kaufmann M. L. Scheuer zu Düsseldorf girirt und von J. M. Fischer acceptirt worden, von denen jedoch die mit dem Accept des zc. Fischer versehenen Prima⸗Wechsel, als sie durch den Kaufmann Jacob Gerson zu Aachen den 29. Mai 1846 an M. L. Scheuer zurückgesendet wur⸗ den, sammt dem Briefe angeblich auf der Post verloren
egangen sind, werden der Inhaber dieser Wechsel, des⸗ sen Erben, Cessionarien, Pfand⸗ oder sonstige Briefs⸗ Inhaber, oder die sonst in seine Rechte getreten sind, zu dem auf den 1. November 1847, Vormit⸗ tags 9 Uhr, vor dem Herrn Stadtgerichts⸗Rath Schmidt in unserem Parteienzimmer anberaumten Ter⸗ mine hierdurch unter der Warnung vorgeladen daß sie im Fall des Ausbleibens mit allen ihren Ansprüchen an die verlorenen Wechsel ausgeschlossen, ihnen ein
Im a2
ewiges Stillschweigen auferlegt, die Wechsel aber für amortisirt werden erklärt werden.
Breslau, den 8. Juli 1847. Königliches Stadtgericht. II. Abtheilung.
[805] Bekanntmachung, die Dauer der Lehrkurse an der Königlichen Berg⸗Aka⸗ 8 demie zu Freiberg benrssend.
Zur Begegnung öfters vorgekommener Irrungen wird WWI 8 .“ 3
8 258 8
hierdurch bekannt gemacht, daß die Lehrkurse auf hiesi⸗ ger Königlichen Berg⸗Akademie alljährlich mit dem er⸗ sten Dienstage im Monate Ottober beginnen und mit dem Monate Juli des nächstfolgenden Jahres schließen.
Näheren Nachweis über die Verhältnisse bei der Berg⸗ Akademie giebt eine bei dem Berg⸗Akademie⸗Inspektor, Professor Reich allhier und bei unserer Expedition zu er⸗ haltende gedruckte Nachricht, so wie in Betreff der Auf⸗ nahme auf die Berg⸗Akademie, Näheres aus unserer, der Leipziger Zeitung Nr. 7. und Nr. 31. vom inste⸗ henden Jahre unter den 2. Januar 1847 inserirten Be⸗ kanntmachung zu ersehen ist.
Freiberg, den 31. Juli 1847. Das Königlich Sächsische Ober⸗Bergamt.
Magdeburg⸗Wittenbergesche 1807 b) Eisenbahn.
Nachdem der Herr Fi⸗
nanz⸗Minister mittelst
Nestripts vom 18ten d.
Mts. die Ausschreibung
der 4Aten Rate des Ae⸗
tien⸗Kapitals der Mag⸗ deburg⸗Wittenbergeschen Eisenbahn⸗Gesellschaft
zum 1. bis 10. Septem⸗
8 ber d. J. genehmigt hat, sordern wir die Herren Actionaire der genannten Ge⸗
Statuts die Aten zehn Prozent des Ae⸗
tien⸗Kapitals in den Tagen
vom 1. bis 10. September d. J.
entweder bei unserer hiesigen Hauptkasse (Schifferstraße : — “ Nr. 1 und 2) oder bei Herrn S. Berz
in B erlin (Dorotheenstraße Nr. 1) während der Vormittagsstunden von 9—12 Uhr einzuzahlen.
J Ei er hat mit dem betreffenden Quittungs⸗ . Teger caa den laufenden Nummern geordnete gleichlautende und mit seiner Namensunterschrift verse⸗ hene Verzeichnisse — zu denen Formulare an den oben⸗ genannten Orten in Empfang genommen werden kön⸗ nen — einzureichen. Das eine dieser Verzeichnisse muß auf einem ganzen Bogen geschrieben sein und verbleibt bei den eingelieferten Quittungsbogen; auf dem ande⸗ ren wird die Einlieferung der Quittungsbogen beschei⸗ nigt und es können acht Tage später die Quittungsbo⸗ gen gegen Rückgabe des Einlieferungsscheins, dessen Ueberbringer als zur Empfangnahme ermächtigt erach⸗ tet wird, da wieder abgeholt werden, wo die Zahlung geleistet ist.
Actionaire, welche binnen der festgesetzten Frist die die Zahlung der ausgeschriebenen Nate nicht leisten, haben nach §. 14 des Statuts eine Conventionalstrafe von 10 Prozent dieser Rate zum Vortheil der Gesell⸗ schaft verwirkt. Erfolgt innerhalb 6 Wochen nach einer erneuerten Aufforderung die Zahlung der rückständigen Nate und der Conventionalstrafe nicht, so sind rechtigt, die bereits geleisteten Zahlungen ats vensgs 949 so wie das durch die früheren Einzahlungen 5 3 vünkecht ursprüngliche Zeichnung dem Actionair gege 2 88. auf den Empfang von Actien für erlos gen,z ären,
sellschaft hierdurch auf, in Gemäßheit des §. 12. des
nichtsdestoweniger aber von dem ursprünglichen Aectien⸗
zeichner die ausgebliebene Rate nebst Verzugszinsen und
die Conventionalstrafe gerichtlich einzuziehen.
Magdeburg, den 20. Juli 18447. Directorium der Magdeburg⸗Wittenbergeschen Gesellschast.
Eisenbahn⸗
Harte, Stellvertreter des Vorsitzenden.
Literarische Anzeigen.
Bei Angust Hirschwald in Berlin, Burgstr.
No. 25, ist so eben erschienen und in allen Buch-
handlungen zu haben: 8 Die Normal-Dosen [809] Arzneimittel,
mit Andentung der Bereitung und Zusammensetzung m ergänzenden
der
wichtiger Präparate, nebst eine Anhange. 5 Mit besonderer Beröcksichtigung der Pharmaco- poca Borussica ed. VI. bearbeitet von 1 Dr. Fr. C. Thomas. 1847. broschirt. Preis 12 Sgr.
[859 b] 1 b Ein geehrtes Publikum erlaube ich mir auf mein neu und comfortable eingerichtetes
8 * X Schlesisches Höôtel, im Mittelpunkt der Stadt und am Wasser gelegen, ganz ergebenst aufmerksam zu machen, mit der Zusicherung prompter und billiger Bedienung. Berlin, im August 1847.
Heinrich Waechter.
Dem Konsistorial⸗Rath und Superintendenten Oldecop in Salzwedel, den Rothen Adler⸗Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub; so wie dem Kammerherrn und Attaché bei der Gesandtschaft in Lon⸗ don, Freiherrn Friedrich von Langen und dem Großherzoglich mecklenburg⸗schwerinischen Kammerherrn von Luecken, den St. Jo⸗ hanniter⸗Orden zu verleihen.
Cheil.
Inland.
PLrovinz Preußen. (Danz. Ztg.) Am 25. August Abends hatte im Hafen zu Neufahrwasser das neue königsberger Barkschiff „Immanuel Kant“, auf seiner ersten Reise (nach England, wo es gekupfert werden sollte) begriffen, das seltene Mißgeschick, bei ruhigem Wetter umzustürzen, so daß es zu „³ unter Wasser war und mit seinen Masten das Fahrwasser für größere Schiffe momentan sperrte. Der „Kant“ war, wie man sagt, sehr rank gebaut, mit schwerer Takelage, und beim Laden machte man den Fehler, zu früh den Ballast bis auf etwa 50 Tonnen herauszuschaffen. Hierdurch kam es schon etwas schief zu liegen, und als man dem durch Nachlassen der einen Kette abhelfen wollte, riß die andere, das Schiff begann zu schwanken, legte sich auf die eine Seite und sank einen Augenblick darauf dergestalt, daß nur ein Theil der Backbordseite über Wasser war. Die auf dem Schiffe befindlichen Leute retteten sich sämmtlich, und nur ein Matrose quetschte sich dabei den Arm. Beim Fallen schlugen die Masten auf einen gegenüberliegenden Bording, der glück⸗ licherweise leer war, und ein Theil derselben brach ab. Capitain und Steuermann waren, wie es heißt, gerade nicht am Bord. Den Schaden schlägt man auf 4— 6000 Rthlr. an, noch ist aber nicht ent⸗ schieden, wer denselben ganz oder theilweise trägt. Der Eigenthümer ist der Kaufmann Dulz in Königsberg.
Provinz Schlesien. Aus Breslau vom 27. August melden ie dortigen Blätter: „Unserer Gerichts⸗Verfassung in Breslau und der Provinz steht in kurzem eine bedeutende Umwandlung bevor, in⸗ dem die Inquisitoriats⸗Einrichtung aufgehoben und an deren Stelle in Breslau ein Kriminalgericht als eigene Spruch⸗Behörde unter Heranziehung einzelner Glieder des Stadtgerichts gebildet werden wird, in der Provinz aber die Inquisitoriate mit den Stadtgerichten verschmolzen werden sollen. Noch läßt sich der Zeitpunkt dafür nicht bestimmen, da natürlich die Beschaffung geeigneter Lokalitäten, wie sie das Verfahren nach dem Gesetz vom 17. Juli v. J., mit dessen Ein⸗ führung diese Umwandlung zusammenhängt, erfordert, überall bedeu⸗ tende Schwierigkeiten in den Weg stellt. Für Breslau, glaubt man allgemein, sei der Sitzungssaal des Ständehauses bis zur dereinstigen Vollendung des Gebäudes am Stadtgraben zu dem angegebenen Zwecke zur Disposition gestellt. Mit diesen Veränderungen dürfte die heute, den 27sten d. M., erfolgte Ankunft Sr. Excellenz des Herrn Justiz⸗Ministers Uhden in Verbindung zu bringen sein Der⸗ selbe wird, dem Vernehmen nach, morgen einer Sitzun des Königl Ober⸗Landesgerichts beiwohnen.“ g 1 g.. Nhein⸗Provinz. Se. Königl. Hoheit der Prinz Friedri ist am 26. August früh von Düsseldorf ücber Aachen ee Feadt u1“X“ F es 1.ec; I
für das katholische, 300 Fl. für das protestantische Waiseuhaus, 600 Fl. für die Kleinkinder⸗Bewahranstalten bestimmt.
Königreich Sachsen. (Lpz. Z'tg.) Am 28. August sind Ihre Majestäten der König und die Königin auf der Leipzig⸗Dresde⸗ ner Eisenbahn in Leipzig eingetroffen und wurden auf dem Bahnhofe von Mitgliedern der Civil⸗, Militair⸗ und städtischen Behörden em⸗ pfangen und von der versammelten Menge mit einem Hoch begrüßt Von allen Thürmen, den öffentlichen und vielen Privat⸗Gebäuden wehten Flaggen mit den Landesfarben.
Königreich Württemberg. Dem Schwäbischen Mer⸗ kur schreibt man aus Stuttgart:
„Zwei Versammlungen, welche bei uns nahe zusammenfallen, haben viele Fremde in unsere Stadt geführt. Die erste ist die der Freimaurer, welche im Lokale der älteren Loge Wilhelm zur aufgehenden Sonne gehal⸗ ten wurde; die zweite, das Bibel⸗ und Missionsfest, wird morgen in der Stiftskirche gefeiert. Gehen diese beiden Vereinigungen auch in vielen Punkten weit aus einander, so stimmen sie denn doch in Einem zusammen, in dem Gesetz des Wohlthuns und der Menschenliebe, und in diesem Punkte werden sich Theilnehmer beider Versammlungen brüderlich die Haud reichen. Das Bibel⸗ und Missionsfest wird vorzugsweise Theilhaber aus Württem⸗ berg und dem angränzenden Baden hier versammeln, doch sind 18 schon Freunde aus Basel und anderen entfernteren Punk⸗ ten dazu eingetroffen, unter welchen auch Hofrath und Professor von Schubert aus München. An der Versammlung der Freimaurer nah⸗ men außer den Brüdern der oben genannten Loge auch viele der jüngeren hiesigen Loge zu den drei Cedern, so wie von anderen württembergischen und fremden Logen, Theil, vorzüglich aus Darmstadt, Karlsruhe, Mann⸗ heim, Straßburg ꝛc. Die Meister vom Stuhle aus Darmstadt, Karlsruhe und Straßburg waren anwesend. Die Versammlung hatte durchaus keinen konstitutiven Charakter, und die Verhandlungen, welche am Sonnabend be⸗ gonnen hatten und gestern fortgesetzt wurden, betrafen innere Angelegenhei⸗ ten der Logen. Die Verhandlungen schlossen mit einem Mahle, nach wel⸗ chem sich noch die Theilnehmer in dem schönen Garten der Loge bis an den späten Abend zusammenfanden. Es waren etwa 150 Brüder anwesend. Als Ort der nächstjährigen Versammlung wurden Basel und Straßburg zongeschlagen, jedoch noch nicht bestimmt für eine der beiden Städte ent⸗ chieden.“
Es ist nachstehende Königliche Verordnung in Betreff des Ge⸗ traide⸗Handels erschienen:
„Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Württemberg. Da mit dem Eintritt einer gesegneten Aerndte die Gründe hinweggefallen sind, durch welche Wir Uns zur Beschränkung der Freiheit des Verkehrs mit den Lebens⸗ mitteln bewogen gefunden haben, so wollen Wir die Bestimmungen Unserer Verordnungen in Betreff des Getraide⸗Handels vom 9. und 29. Mai d. J. ihrem ganzen Inhalte nach außer Wirkung gesetzt haben, wonach in An⸗ sehung des Kaufes und Verkaufes von Lebensmitteln die allgemeinen gesetz⸗ lichen Bestimmungen wieder eintreten, welche vor Erlassung jener Verord⸗ nungen Geltung hatten. Im Uebrigen bleiben die Bestimmungen Unserer Verordnung vom 15. Oktober 1845, betreffend das Verbot der Ausfuhr von Kartoffeln über die Zollvereinsgränze, noch bis auf Weiteres in Kraft ꝛc.“
Großherzogthum Baden. Das Großh. Regierungs⸗ blatt vom 26. August enthält ein provisorisches Gesetz, wonach, in Erwägung der allenthalben sehr günstigen Aerndte⸗Ergebnisse und des dermaligen Standes der Getraidepreise, provisorisch die durch das Gesetz vom 21. April d. J. bestimmten Ausgangszollsätze für Getraide, Hülsenfrüchte, Mehl, andere Mühlen-Fabrikate und Brod vom 1sten künftigen Monats an auf ein Fünftel herabgesetzt werden.
Aus Rastatt vom 23. August meldet die Ober⸗Post⸗Amts⸗ Zeitung: „Vorgestern früh wurden beim Ausmauern einer Mine in dem Fort „Leopold“ die Stützen zu schnell weggezogen und zwei Arbeiter verschüttet; zwei andere ebenfalls dabei beschüsttgte Arbeiter
retteten sich nur durch schnelles Davonlaufen. Man hoffte anfangs,
Paris, 26. Aug. Die Nachricht von dem Tode des Herzogs von Praslin wurde noch an demselben Abend, wo er erfolgt war, nach Schloß Eu abgefertigt. Die Herzogin von Orleans soll sich in
Folge des Eindrucks, den die schreckliche Ermordung der Herzogin von Praslin auf sie gemacht, sehr unwohl befinden. Im Luxembourg⸗ Palaste und im Hotel des Justiz⸗Ministeriums folgten sich vorgestern wie gestern fortwährend Konferenzen und Berathungen. Gestern Vor⸗ mittag, von 10 Uhr an, befand sich der Präsident des Pairshofes Herzog Pasquier, bei dem Justiz⸗Minister Hebert. Heute Nachmit⸗ tag sollte sich der Ministerrath versammeln, um über das Ansuchen der Familie Praslin, daß man ihr die Leiche des verstorbenen Her zogs zur Verfügung stelle, einen Beschluß zu fassen. Andererseits sagt man, es sei bestimmt, den Leichnam kommende Nacht in aller Stille auf dem Kirchhofe Montparnasse beizusetzen. Ein einfacher Stein ohne Namenund Inschrift soll sein Grab bezeichnen. Auf dem Schlosse Vaux dem gewöhnlichen Aufenthaltsort des Herzogs und der Herzogin von Pras⸗ lin, haben die gerichtlichen Untersuchungen bis zum Montag Abend gewährt. Die Zwietracht zwischen dem Herzoge und seiner Gemahlin bestand schon seit einer Reihe von Jahren; sie war allbekannt und steg nach 1843, als Dlle. de Luzy in die Familie kam, noch mehr. Wie die Diener aussagten, hatten viele stürmische Auftritte zwischen Herrn von Pras⸗- lin und seiner Gemahlin statt. In der letzteren Zeit schien die Her⸗ zogin von düsteren Ahnungen erfüllt. Vor etwa einem Monat sagte sie zum Herzog, welcher sie einlud, die Familiengruft im Schlosse, die er neu hatte herstellen lassen, in Augenschein zu nehmen: „Wozu? Werde ich nicht bald für immer in die Gruft hinabsteigen?“ In dem Gemache der Herzogin fand man eine Anzahl Papiere, mit schwarzem Siegellack versiegelt; auf der Hülle steht von der Hand der Herzogin geschrieben: „Für meinen Gemahl. Nach meinem Tode zu öffnen.“ Es sind diese Papiere dem Präsidenten des Pairshofes uneröffnet zu⸗ gestellt worden. Auch hat man Memoiren gefunden, welche die Herzogin 1 geschrieben, und worin sie die glücklichen und die dann folgenden traurigen Jahre ihrer Ehe schildert. In den Gemächern des Her⸗ zogs war die Nachsuchung lange ohne allen Erfolg; endlich entdeckte man in einem geheimen Fache eines Kabinets eine große Anzahl Briefe, die von Dlle. de Luzy herrühren sollen. Sie sind „Azelie“ unterzeichnet und beginnen alle mit den Worten: „Mein theurer Theobald.“ Noch mehrere andere wichtige Papiere wurden an der⸗ selben Stelle aufgefunden. Auch fand man eine lange Korrespondenz die zwischen dem Herzog und der Herzogin stattgefunden, insbesondere in Bezug auf den zwischen ihnen bestehenden Zwiespalt, so wie einige Briefe des Marschalls Sebastiani, welcher seinem Schwie⸗ gersohn in scharfen Ausdrücken Vorwürfe wegen des Be⸗ nehmens desselben gegen seine Gemahlin machte. Dlle. de Luzy wird in der Conciergerie noch immer streng bewacht. Es ist ihr nur ein zweistündiger Spaziergang in dem Hofe dieses Gefüng nisses, unter Begleitung eines Aufsehers, erlaubt. Sie scheint nie⸗ dergeschlagen und nachdenkend. Ihr Gesicht ist sehr blaß, und ihre Haltung deutet inneren Kampf oder Ermüdung an. Die Veranlassung zu der Scene, welche den Mord der Herzogin zur Folge hatte, soll ein Blumenstrauß gewesen sein, den der Herzog, unmittelbar nach seiner letzten Ankunft in Paris, der Dlle. de Luzy überbrachte. Nach dem ärztli⸗ chen Berichte hatte die Ermordete 5 Wunden, jede von 5 bis 6 Centimeter (23 bis 26 Linien) Länge am Halse. Ihr Körper, ihre Arme und Hände waren mit einer großen Menge stärkerer oder schwãcherer Dolchstiche bedeckt. Die Hand war durchstochen, ein Finger fast von derselben losgetrennt. Es ist angenscheinlich, daß die Unglückliche sich bemüht, die tödtende Klinge von sich abzuwenden oder sie zu ergrei⸗ fen. Aber nicht allein der innere Theil, auch der Rücken der Hände
sst mit Wunden bedeckt, die von einem Stilet herzurühren scheinen.