Amst. Rott.
Berl. Anh. A.
1“
daten gehen zu ihnen über, un Margalet stattfand, wurde ein rieben. sich weigert, ihren mit dem Finanz⸗ 75 96 fölge wnehannan,wegen lebernahme der 5 Minister 2 serfüuen, und die von Herrn Salamanca nach — 2 —2 scicꝛn Agenten mit leeren Händen zurückkommen, so ha Auslande gece. Zernandobank veranlaßt, einen Theil der Billets an 8 Kablich b gegen die bei ihr hinterlegten Papiere anzunehmen. Zahhang⸗ haben einige hiesige Kapitalisten unter vortheilhaften Be⸗
übernommen. 1 dingungen übern elungen, zu entdecken, daß die falschen Bank⸗
ist der Polizei / T Br-bee2 versertigt wurden. Man fand sowohl die Werk⸗
„als auch eine große Menge fertiger Billets vor, und dort, so 8 Personen verhaftet worden. ee
Der Heraldo versichert heute, Abd el Kader hätte an die Kö⸗ nigin Isabella ein Schreiben gerichtet, um sie aufzufordern, den Frieden zwischen ihm und der französischen Regierung zu ver⸗ 1. Lissabon erfahren wir, daß (wie bereits erwähnt) in Folge der wiederholten Vorstellungen der Gesandten der verbündeten Mächte das Ministerium endlich seine Entlassung einreichte und die Königin dem Grafen von Lavradio die Bildung eines neuen Kabinets über⸗ trug. Der Marschall Saldanha hatte seine Stelle als Chef des Generalstabes niedergelegt. Die Cabralisten gaben ihre Unzufrieden⸗ heit laut zu erkennen, und man befürchtete, daß es zu ernstlichen Rei⸗ bungen zwischen den Parteien kommen würde.
Hier sind die Fonds aufs neue gefallen.
17 ¼ G.
in einem Treffen, das am 10ten bei *8 der Königin völlig aufge⸗
Bataillon
Zproz. 25 ⅜ G. 5proz.
Handels - und Börsen-Nachrichten. Berlin, den 30. August 1847.
Inlãndische Fonds: Pfandbr ief-, Kommunal- Papiere und Geld-Course.
Geld. Gem. Zf. Brief. Kur- u. Nm. Pfdbr. 3 9⁴ ½ Schlesische do. 3, —
2
do. Lt. B. gar. doe. — Pr. Bk-Anth.-Sch — [105 ⅔
. Brief. . [Gem.
93 ½ — 91 — 89 ½ — 92 ¾ — 92;
102 ¼ 10¹¾⅔ Frie drichsd'or. 93 ¾ 92 And. Goldm. a5 th. — 97 Disconto. 94 ¼½ — Ausländisohe Fonds.
Poln. neue Pfdbr. do. beiHope 3. 4. S. do. Part. 500 Fl. do. do. 1. Anl. do. do. 300 Fl. do. Stieglitz 2.4. A Hamb. Feuer-Cas. do. v. Rothsch. Lst. do. Staats-Pr. Anl. 40. Poln. Schatz0. Holländ. 2 ½ 0Int. do. do. Cert. L. A. Kurh. Pr. 0. 40 Th.
do. do. L. B. 200 Fl. — — Sardin. de. 36 Fr. Pol. a. Pfdbr. u. C. 4 95 ½ Neue Bad. do35 Pl.
Eisenbahn-Aclien.
St. Schuld-Sch. Seech. Prüm. Sch. K. u. Nm. Schuldv. Berl. Stadt-Obl. Westpr. Pfandbr. Grossh. Posen do. do. do. Ostpr. Pfandbr. Pomm. do.
KI 6
8A
12 ⁄2
22
Russ. Hamb. Cert.
Volleing. 20 Zt. 101 bz. u. 0. Schl. Lt. B. 4 Pts. Mgdb. 4 117 B. do. Pr. B. 4
4
Arnh. Utr. 4 — 4 4
en 1“ NSo. do. 5 107 B. Ihein. Stm. 4 101¼ etw. bz. do. Prior. 4 112 ½ bz. do. v. St. gar. 21] Bonn-Cöln. — u“ Sicha. Bayr./14 / 88 ¼ B. 88 bz. Bresl. Freib. 4 — 8 Sag.-EGlog. 4 — 8 do. Prior. 4 do. Prior. Chem. Risa. 4 St.-Vohw. Cöln-Mind. 4 do. Prior. Cöth. Bernb. 4 [Thüringer. Cr. Ob. Sech./4 Wlhb. (C. 0.) Dresd. Görl. do. Prior. Düsa. Elberf. Zarsk. Selo. do. Prior. Gloggnitz. Hmb. Bergd. Kiel-Alt. Lpz. Dresd. Löb. Zittau.D
4 4 4 4 4 4 4 4 Magd. Halb 4 4 4 4 4 5 4 4 4
do. Prior. Berl. Hamb. 4 do. Prior. 4 ½ 4
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8
Berl. Stett.
——2 O0, 1ö1ö1
‿— 88 S —
Quit. Bog.; 24 %
res Aach. Mastr.]8 J Derg. Mrk. 1 HBerl. Anh. B. Bexb. Ludw. Brieg-Neiuss. 40. Thüör. v.] Magd. Witt. 4 Mecklenb. Nordhb. F. W. Rh. St. Pr. 70 Starg. Pos. 50 (Sechluss der Börse 3 Uhr.)
- ‧
— — —
b058,—
83 ½ p. 85 ⅔ G. 107 ¼ B. Magd. Leipz. do. Prior. N. Schl. Mk. do. Prior do. Prior. Nrüb. K. Fd. O0. Schl. Lt. A 4o. Prior.
85 B. 85 bz. 71 B. 71 ⅔ a 2 bz.
92 bz. u. G. 84 ½ B.
Die Börse war auch heute ziemlich flau, und namentlich sind Quiutungsbogen gewichen.
Getraide-Bericht. e e. waren die Preise wie folgt: Sb. thlr. “ Roggen loco russ. 40 — 43 Rthl “ 8* 8 — neuer 46 — 54 Rühllr. ““ 11“ 8 ’8 enr russ. 40 Rthlr., neuer 44 ½ Rthlr. bez. 8 8 — 5 pri Ma; k. 1 1 8 Hafer Heen “ Rihlr 8 Spfd. pr. Frühjahr 24 ] Gerste J , Rapps 84 Rthlr. 1 Rübben 82 Rühlr. J. ²0 haben. Rüböl loco 11 ¼ Rthlr. 8 - Sept./0kt. 11 ¾ — ¼ Rühlr. - Okt.Dez. 115z2 Rthlr. ie m. ns n Spiritus loco 28 ⅞ Rthlr. bez. b v““ la 18 e 188s. nu vorstehenden Notirungen umgesetzt. üböl matt. bins us loco höher, auf Lieferung pro Fräh- jahr begehrt mit wenig Verkäufer.
Berlin, 28. Aug. Die in diesen Tagen stag e. drück die Course der meisten oder doch solcher von den kleineren Spekulanten abgenommen werden sollen und verkauft werden müssen. Nichtsdestoweniger aber wirkten auch in dieser Woche die niedrigeren Notirungen geene. Börsen ungünsug; die Unthäͤtigkeit im Geschäft dauerte fort, und die endenz blieb weichend. Aus diesen Ver⸗ anlassungen sind Köln⸗Minden von 97 ¾ bis 96 ¾ ℳ%, Friedr. Wilh. Nordb. von 73 bis 72 ½ %, Anhalter Lt. B. von 107 ⅛ bis 107 ℳ%, Steitiner von 114 bis 112 ½ %, Niederschl.⸗Märk. von 905 bis 90 ℳ, Marine von 97 ½¼ bis 96 ¾ % gewichen. Da jedoch kein besonderer Grund für das
aklen vorlag, so fanden sich zu vorstehenden .eg gute Käu⸗ er, und es zeigte sich auch heute am Schluß der Börse ziemliche Kauflust. Die Quittungsbogen einiger Bahnen waren schwer ver⸗ käuflich, und es sielen Stargard⸗Posen von 85 bis 84 ½ %, Magdeburg⸗
1
v“ 8 8 1111“
1722 Wittenberge von 85 ¾ a 85 ½8 9, wozu mehr Brief als Geld blieb. Von auswärtigen Actien ging nur in Rotterdamer Einiges um; der Cours schwankte zwischen 102 a 100 %, und blieb heute 100 bez. und Brief. Alle übrigen Actien hielten sich ziemlich fest; Potsdam⸗Magdeburg waren 2 94 ½ % begehrt, Halberstädter wurden mit 115 ½ und 115 ‧% bezahlt, doch beschränkte c der Umsatz darin nur auf kleine Posten.
Auch in inländischen wie in fremden Fonds blieb, bei unveränderten Coursen, das Geschäft unbedeutend. Preuß. Bank⸗Antheile wurden einiger Realisrungen wegen für den Ultimo billiger und heute a 105 % erlassen.
In Wechseln war der Umsatz beträchtlich; es zeigten sich für die mei⸗ sten Valuten Abgeber, daher auch die Notirungen etwas nachgaben. Be⸗ sonders begehrt blieb nur Frankfurt a. M., Augsburg, Leipzig und Bres⸗ lau, alle übrigen waren mehr zu haben als zu lassen.
Berlin, 28. Aug. In Ermangelung weiterer Nachfrage in den letz⸗ ten 8 Tagen beschränkte sich hier der Handel in Weizen wiederum nur auf den kleinen Absatz an die Konsumenten zu ungefähr vorigen Preisen. Unsere Notirungen sind daher ohne besondere Aenderung geblieben und stehen heute für weiß. poln. 83—85 Rthlr., bunt. 80 — 82 Rthlr., gelb. märk. 70—74 Rthlr. .
Roggen, obschon wenig zugeführt, war sehr flau, wozu augenschein⸗ lich die Anmeldungen pro August das Meiste beigetragen haben. Inzwi⸗ schen ist Vieles davon zu Lager genommen, da man zu den gedrückten Prei⸗ sen nicht verkaufen wollte, um damit eine Besserung abzuwarten, wozu Aus⸗ sichten nach Lage der Dinge von manchen Seiten aufkommen. Gefordert wird und zum Theil bezahlt ist in loco für alte Waare 42—44 Rthlr., frische am Landmarkte 48—53 Rthlr., p. August 43 — 45 Rthlr., Sept. bis Okt. 44 ½ — 45 Rthlr. neue Waare, p. Frühjahr 46 Rthlr. bez.
Gerste wenig am Markte, gr. 38— 39 Rthlr.
Hafer, sowohl in loco als auf Lieferung, gesucht. Was am Platze vorkömmt wird nach Qualität mit 24—28 Rthlr. bez., p. Herbst kein Ge⸗ schäft, p. Frühjahr 48pfd. 25 Rthlr. bez.
Erbsen wie zuletzt gemeldet.
Außer den früheren Klagen liefen neuerdings Nachrichten über den Stand der Kartoffelfelder ein, die sehr unerfreulich lauten. So wenig an der Echtheit dieser Schilderungen zu zweifeln ist, so hält man sie doch noch im Allgemeinen für übertrieben, und die Folge muß erst zeigen, wie weit das Uebel sich ausgebreitet hat. Die Frage nach russ. Roggenschrot hat angehalten, und Preise bessern sich langsam, bei gutem Absatz, aus der Hand.
Kleesaat ohne Geschäft, Preise nominell, für weiß 11—14 Rthlr., roth 10—12 Rthlr. “ .
In Rappsaamen ging bei den höheren Forderungen in dieser Woche nichts um, weshalb wir denn auch die letztbezahlten Preise bestehen lassen S 83— 84 Rthl
Rapps 83—84 thlr. v“
Rübsen 82 Rthlr. ö“
Der Einfluß des Wetters machte sich auf den Rüböl⸗Handel recht fühlbar, denn da wir Regen hatten, so erschlaffte die Frage und manche Käufer zogen sich einstweilen ganz vom Markte zurück. Wir notiren in 10c0 11½ Rthlr., Aug./Sept. 11 ½ Rthlr., Sept./Okt. 11 ¾ — 41% Rthlr., Ott./ Nov. 115⁄1 — 11 5 Rthlr., Nov. /Dez. 11 12, 11 ½ — 1121 Rthlr., Dez./ Jan. 11 ⅜ Rthlr. Br., 11 ½ Rthlr. G. Andere Fettwaagren ohne Aenderung.
Spiritus loco 28 Rthlr. ohne Fässer, 27 ¾ Rthlr. mit Fässer bez.; Sept. /Okt. 25 ½ Rthlr. Br., 25 Rthlr. G.; Frühjahr 23 Rthlr. Gebot ohne Abgeber.
Königsberg, 27. Aug. Marktbericht. Zufuhr gering. Roggen 40 — 158 Sgr. p. Scheffel; große Gerste 35 — 40 Sgr. p. Scheffel; kleine Gerste 32 — 36 Sgr. p. Scheffel; Hafer 26— 28 Sgr. p. Scheffel; Kartof⸗ feln 24 Sgr. p. Scheffel.
Stettin, 28. Aua. Roggen ia loco fester, russischer 80 pfd. bis 39 Rthlr. bezahlt, 8epfb. b pr. Sept. Oktbr. 44 ½ Rthlr., pr. Fruh⸗ jahr 46 Rthlr. bezahlt.
Heutiger Landmarkt: “ 8
Weizen Roggen Gerste Hafer Erbsen Zufuhren 16 20 v 2 Wspl. Preise. 64 a 70 42 a 50 32 a 34 20 a 24 44 2 48 Rthlr.
Spiritus in loco 14 % bezahlt und ferner zu haben, pr. Septbr., Oktbr. 15 ½¼ % bezahlt.
Rüböl in loco und auf Lieferung bis ultimo Decbr. zu 11 ½2 Rthlr. zu lassen.
Bremen, 26. August. Getraide. Weizen. Das Wenige, was von neuer Waare eintrat, fand für den laufenden Bedarf Absatz. — Für Roggen zeigte sich mehr Kauflust. Inhaber halten sich vom Markte zurück, und eintreffende Zufuhren werden gelagert, wodurch der Preis sich wieder um 5 a 6 Rthlr. höher gestellt hat. Einige Pöste kamen zu diesen erhöh⸗ ten Preisen zum Abschluß. — Gerste. Neue Waare trifft nur bei Kleinig⸗ keiten ein und findet zu den ermäßigten Preisen Nehmer. — Von Hafer wurde ebenfalls billiger verkauft, obgleich auch erst wenig davon zugeführt wurde. — Von Rappssamen wurden ein paar kleine Partieen auf Lieferung abgeschlossen. — Letztbezahlte Preise für Weizen 140 a 145 Rthlr.; Roggen, Ostsee⸗, 90 a 92 ½ Rthlr., Odessa⸗, 95 a 97 Rthlr., Sand⸗, 95 Rthlr.; Gerste 65 a 70 Rthlr.; Hafer 58 a 60 Rthlr.
Kolonialwaaren. Kaffee fest im Werthe. Umsatz der Woche: 300 B. Cuba⸗ zu 7 ¾ a 8 ½ gGr., 140 Orhoft und 200 S. Puertoriko⸗ zu 9 ½ 4 9 ½ gGr. und 400 S. Domingo⸗ zu 7 à 7½ gGr. Für rohen Zucker hielt die Frage an, und der Umsatz der Woche umfaßt: 180 K. weißen Ha⸗ vana⸗ zu 7 gGr., 320 K. gelben und braunen do. zu 5 ¾ a 5 ⅜ gGr., 2762 Kanister braunen Manilla⸗ zu 5 ½ gGr. und 715 B. braunen China⸗ zu 5 ½ gGr. Raffinirte Waare. Das Wenige, was von Melis auf den Markt gebracht wurde, fand zu höheren Preisen Nehmer. Umsatz der Woche: ca. 4000 Brode Melis und ca. 350 Töpfe und Kisten Candies. Von Baum⸗ wolle gingen 110 P. nordamerikanische aus dem Markte. Reis voll⸗ kommen preishaltend. 250 F. Carolina⸗ zu 7 ½ a 78 Rthlr. und 800 S. Java⸗ und Bengal⸗ zu laufenden Preisen machen das Geschäft der Woche aus. Von Thee gingen 68./ K. Gunpomder, 140/4 K. Haisanchin⸗ und 119/₰ K. Souchong⸗ in die zweite Hand über. Gewürze. Piment hö⸗ her; ca. 200 S. bis 10 ½ Rthlr. bezahlt. Von Pfeffer kamen 100 S. zum Abschluß. 8
Früchte. Smyrna⸗Rosinen gefragter und für 200. F. bis 6 Rthlr. bezahlt, jetzt wird auf 6 ¾ Rthlr. gehalten. 8
Von Farbholz wurden direkt zugeführte 350,000 Pfd. Lima⸗Rothholz prompt begeben.
Heringe. Eine direkt zugeführte kleine Ladung von ca. 200 T. neuer schottischer Vollheringe ging gleich nach Ankunft in eines Versenders und Spekulanten Hand über. .
Fettwaaren. Von Südsee⸗Thran aus erster Hand kam kein Ge⸗ schäft zu Stande; dagegen wurden aus zweiter Hand ca. 100 T. pr. Ge⸗ wicht, ca. 400 T. raffinirter Südfre⸗, 200 T. grönl., aus erster und zwei⸗ ter Hand, 10,000 Pfd. Heig. 20,000 Pfd. Lein⸗ und 10,000 Pfd. Palmöl begeben. Preise ohne Veränderung.
w 8n. ,29, senngfis von nordamerikan.: 20 F. Ohio⸗, 262 F. Scrubs, 251 F. Maryland⸗, 23 F. Kentucky⸗, 449 F. Stengel und in Auction 41 F. Ohio⸗ zum Durchschnittspreis von 5 ½ Gr. Lager: 6287 F. Maryland⸗, 864 F. Virgini⸗, 1088 F. Kentuckyv⸗ und 713 F. Stengel. Umsatz von westind. und südamerikan.: 55 Sur. Havana⸗ — was von dem jüngst ein⸗ getroffenen Havana⸗ neuer Aerndte an den Markt gebracht wurde fand wegen mangelhafter Qualität bisher keine Beachtung, — 170 Sur. Cuba⸗-, 31 Sur. Domingo⸗ neue und 48 Sur. do. alte Waare, 220 P. Puertoriko⸗, 450 P. Brasil⸗, 79 P. Manilla⸗ und in Auction 8 K. Florida⸗ zum Durch⸗ schnittspreis von ca. 20 ½ Gr. Vorräthe in erster Hand: ca. 1370 Sur. Havana⸗, ca. 3555 Sur. Cuba⸗, ca. 700 Sur. Domingo⸗, ca. 1620 K. Seedleaf⸗, ca. 880 P. Blätter⸗Puertoriko⸗, ca. 180 Kb. Varinas⸗ in Rol⸗ len, ca. 1460 Kb. do. in Blättern, ca. 850 P. Brasil⸗ in Blättern und ca.
180 K. Florida⸗.
Triest, 23. Aug. Wochenbericht.
Baumwolle. Der Umsatz beschränkte sich auf 1505 Ballen, nämlich: 111 B. Mako zu 40— 42 Fl.,
5 . macedoni u 30 Fl. und 40 B. Tricala zu 28 Fl. pr. Ctr. 15 L 2s 2s g, . 95 erhielten 1000 Stück trockene Ochsen⸗ und Kuhhäute von Istrien, Dalmatien und der Umgegend 33 — 40 Fl., 1200 St. nockene Ochsenhäute von Rio Janeiro, Buenos⸗Ayres und Montevideo 25 — 32 Fl., 2000 St. von Kalkutta 30 —49 Fl., 800 St. frische gesalzene
vante 24 — 32 Fl. pr. Ctr., 48,000 St. Lammfelle 20 — 40 Fl. pr. 100 St. und 20,000 St. Hasenfelle 10 — 30 Fl. pr. 110 St.
Getränke. Verkauft wurden 25 F. Rum von St. Jago zu 1 7⁄ Fl. pr. Gallon und 120 F. amerikanischer zu unbekannten Preisen. 8 Getraide. Mit Ausnahme von Mais, welcher niedriger notirt ist, haben die Preise während der verflossenen Woche keine Veränderung erfah⸗ ren. Die Verkäufe betrugen 1000 St. Weizen vom Schwarzen Meere zu 6 Fl., 3000 St. von Marianopel zu 6 ⅔ Fl., 4400 St. von der Donau zu 4 — 5 Fl., 1000 St. von Aegypten zu 3 ½ Fl., 4000 St. Mais von der Do⸗ nau zu 4 ½ — 4 ½ Fl., 2000 St. desgl. schadhafter zu 3 Fl., 4400 St. von Albanien und der Levante zu 3 — 4 Fl., 2200 St. von Aegypten zu 24— 2½ Fl., 8700 St. Roggen vom Schwarzen Meere zu 4— 42 Fl., 1100 St. von der Levante zu 4 Fl., 700 St. Gerste von Aegypten zu 2 ½2 Fl., 500 St. italienischer Hafer zu 28 Fl. und 2300 St. Leinsaat von Sicilien auf Lieferung zu 6 ½ Fl. p. Stajo. — Die Kartoffeln sind in unserer Gegend sehr gut gerathen; von Fäulniß ist durchaus keine Spur vorhanden. Hanf. Während der verflossenen Woche wurden 100 B. von Ferrara und Cento zu 15—16 Fl. p. Ctr. verkauft.
Knoppern. Es erhielten 3200 Ctr. 3—11 Fl. p. Ctr.
Oel. Unter den abgegangenen 3420 Ornen waren 1100 O. von Apulien zu 25 ½ — 27 Fl., 150 O. desgl. feines zu 35— 39 Fl., 450 O. von Monte und halbfeines von Apulien zu 28 — 31 ½ Fl., 700 O. von Korfu und der Levante zu 25 — 26 ½ Fl., 270 O. von Volo zu 22 Fl. und 750 O. von Istrien und Dalmatien zu 27 ¾ — 29 Fl. pr. Ctr. Südfrüchte. Die Korinthen sind gut gerathen, und wir erwarten ansehnlichere Sendungen als sonst. Einige Partieen sind bereits auf der Reise hierher. Der Ertrag anderer Trauben⸗Gattungen ist mittelmäßig. Feigen von Calamata sind gut gediehen. Die Verkäufe beliefen sich im Laufe der letzten Woche auf 700 Kisten Citronen von Apulien zu 3 ½ Fl. die Kiste, 50 Ctr. süße puglieser Mandeln zu 30 Fl., 50 Fäßchen rothe Rosinen von Smorna zu 6 ½ — 8 Fl., 133 Ctr. alte und neue Sultan⸗ zu 17 ⅞ — 30 Fl., 60 Ctr. neue Korinthen zu 14 Fl. und 80 F. sicil. Weinbee⸗ ren zu 17—16 Fl. pr. Ctr. 2 Wol⸗ 8 8G aare. Die Verkäufe betrugen 727 B. weiß ge⸗ waschene Wolle von Volo und Salonich zu unbekannten Preisen, 9 B. weiße und schwarze von Kahiro zu 14—10 Fl., 40 B. weiße gewaschene von Missolunghi zu 29 — 30 Fl., 15 B. desgl. von Taganrog zu 31 — 32 Fl. und 50 B. desgl. und graue von Bosnien zu 15—26 Fl., dann 9 B. rothe gelöste Wickelwolle zu 1u Fl. und 15 B. rothes und graues — zu 60 — 70 Fl. pro Ctr.
16“ Die Vernlufe beschränkten sich auf 50 Ctr. von Mostar und Bosnien zu 100 Fl. pro Ctr.
London, 25. Aug. Getraidemarkt. Der heutige Markt war wenig besucht und es kam kein Geschäft von Bedeutung zu Stande. Die Preise können nominell wie am Montage notirt werden. Von englischem Hafer geringe, von fremdem bedeutende Zufuhr, aber es wurde wenig da⸗ von gekauft und die Preise waren eher zu Gunsten des Käufers. In anderem Getraide ging nur so viel, als der augenblicktiche Bedarf erfor⸗ “ Zufuhren bestehen in englischem Getraide aus 1120 Or. Weizen, 10 Or. Gerste, 780 Qr. Hafer und 1430 Sk. Mehl; in inlä n⸗ dischem: aus 910 Or. Lafer, in fremdem aus: 22,460 Or. Weizen, 1950 Qr. Gerste, 25,190 Dr. Hafer und 1000 Fässer Mehll.
Kolonialwaaren. Die Kolonialwaaren⸗Märkte haben diese Woche ein lebhafteres Ansehen gewonnen, und die Importeure waren weniger nachgiebig. Die Händler für den inländischen Verbrauch zeigten mehr Kauflust aus der Hand, während beinahe Alles, was in Auction gestellt wurde, Nehmer gefunden hat. Andere Artikel sind preishaltend. Zur Aus⸗ fuhr wurde nicht viel gekauft, ungeachtet die Preise hier niedriger stehen, als auf dem Kontinent. Roher Zucker hat sich im Werthe etwas gehoben; es herrscht indessen viel Frage, und dieser Artikel ist zu der früheren Noti- rung nicht mehr erhaltlich. 14“ 111 dür
8 b . ur Wolle Beachtung G aber auch nicht sonderlich begeht Markt im Preise behauptet. Im
ich, ungeachtet des großen Vorraths am aupte! lehe ngeat war etwas mehr Leben; höhere Preise wurden indessen nur für fabrizirtes Eisen bewilligt. Die Zufuhr von Kolonialwaaren ist in den
letzten acht Tagen nicht erheblich gewesen; die Ablieferungen aus dem Entrepot bleiben aber sehr bedeutend. Liverpool, 24. Aug. Baumwollenmarkt. verkauft 3000 B. Preise unverändert. — 1.8 n — Vom 25. Aug. Die Frage war heute mäßig. Verkauft 3000 B., wovon 200 B. zum Export genommen. Preise ohne Veränderung. New⸗York, 2. Aug. Mit Baumw olle war es eine Kleinigkeit besser, und es wurden 1500 B. verkauft. 8 . 8 Der Markt für Mehl und Getraide war sehr veränderlich. 500 Tonnen Michigan⸗Mehl sind zu 5 oll. 25 C. verkauft und ein paar Posten Genessee⸗ zu 5 Doll. 50 C. Ende der Börse waren keine weitere Verkäu⸗ fer zu diesen Preisen, und die Eigner forderten 5 Doll. 75 C. Mais 60 a 66 C. In anderem Getraide ist nichts umgegangen. 1 Frachten. Es ist ein Schiff nach Liverpool zu 3 Sh. 6 Pee. für Mehl und 10 ¾l Pce. für Getraide befrachtet worden. Wechsel⸗Cours fest: 5 ¾ a 6 ¾ Pre. Für diese Post haben große Negozütrungen stattgefunden. 1 3 Auswärtige Börsen. Amsterdam, 26 Aug. Niederl. wirkl. Sch. 56 ½. 3 % 4o. —. Pass. —. Ausg⸗ Poln. —. 4 % Russ. Hope 89 ⅞. Antwerpen, 25. Aug. Augsburg, 25. Aug. II. Sem. 1847 695 hr. Wäürtt. 3 ½ % Oblig. 89 6G. Darmst. 50 Fl. Loose 79 Br. Bad. 50 Fl. Loose v. 1840 59 Br. Loose 37 G. 3 ½ % 90 Br. g Fran 18n a. M., 28. Aug. 5 % Met. 106 ½ G. Bank-Act. 1915 8 Stiegl. 88. Integr. 55 x⅔ Br. Poln. 300 Fl. L. 97 ½. do. 500 Fl. 808. 80 . Span. 5 % 19 ½. 18 ⅞. 3 % do. 24. 23 ½. Bexb. 92 ½ 92 ⅛. Taunus Actien 351¼. 351. IHamb urg, 28. Aug. Bank-Actien 1600 Br. Engl. Russ. 106 ¾ 8. Hamb. Berg. Actien 96 Br. Magd. Wittenb. 85 ½ Br. Hamb. Berl. 105 ½. 105 ¼. Alt. Kiel 110. 109 ½ Glückst. Elmsh. 60 Br. Rendsb. Neum. 97 G. Kopenh.
Rothsch 68 Br. Meckl. 70. v London, 25. Aug. Cons. 87. Int. 56. 4 % 88 ¾. Ard. 19 . 3 % 30.
Port. 26. 9. Wien, 28. Aug. 5 % Met. 106. 4 % do. 95 ⅔. 3 % do. 67 5
Actien 1596. Aul. de 1834 155. de 1829 120 ⁄¾. Nordb. 165 ¾. Glogav.
(Teleg. Depesche aus Köln, vom 29. August.)
Amsterdam, 27. Aug. Int. 56 ½. 8 Paris, 26. Aug. 3 % Rente 76. 50. 5 % Rente 118. 5. Nordb. 535. Amsterdam, 27. Aug. 128 psd. bunter polnischer Weizen 420 Fl., 8 Königliche Schauspiele. Dienstag, 31. Aug. Im Opernhause. 101ste Abonnements⸗ Vorstellung: Die Sirene, komische Oper in 3 Abth., Musik von . Anfang halb 7 Uhr. Uafons Zorh, lung werden Billets zu folgenden mittleren nhaus⸗Preisen verkauft: Sreen 1 se den Logen des Prosceniums 1 Rthlr. 10 Sgr., in den Logen des ersten Ranges und ersten Balkons, so wie zur Tribüne, 1 Rthlr. 10 Sgr.; im Parquet und in den Logen des zwei⸗ ten Ranges 1 Rthlr.; in den Logen und im Balkon des dritten Ran⸗ ges, so wie im Parterre, 20 Sgr.; im Amphitheater 10 Sgr.; in den Fremden⸗Logen 2 Rthlr. 8e Schauspielhause. 143ste Abonnements⸗Vorstellung: Karlsschüler, Schauspiel in 5 Abth., von H. Laube. Mittwoch, 1. Sept. Im Schauspielhause. 144ste Abonnements⸗ Vorstellung: Dornen und Lorbeer. Hierauf: Der Kapellmeister aus
Venedig.
Bei festem Markt
59⁰ Span. 16.
Zinsl. —. Prouss. Pr. Sch. —.
Zinsl. —. Neue Anl. 15 ¼.
Bayer. 3 ¾ 9% Oblig. 93 ½ G. do. Bank-Actien 48 % 100 ½. 100 ½. 35 FI.
Bank-
121.
Die
1181
Im Selbstverlage der Expedition.
norpameritanische 17 — 17 ½ Fl., 3500 St. gesalzene Kuhhäute von der Le⸗
1““ * 8 8. 88 8
tin der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckeri. Rhctns 8 1 Beilage
4 8
—·—.— — 1 % 8 Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinke eisen. 8 nangt
zur Allgemein
Deutsche Bundesstaaten. Großherzogthum Hessen und bei Rhein. Gewitter und Hagelschlag. — Aufhebung des Verbotes Brannt⸗ wein aus Kartoffeln zu brennen. — Schreiben aus Frankfurt a. M. (Reisen hoher Herrschaften; die Bundes⸗Versammlung; die Deserteure;
„Witterung; Aerndte; Messe; Börse.)
Oesterreichische Monarchie. Prag. Adresse an den Erzherzog — Agram. Truppensendungen nach Italien. — Krakau. 2 ndte.
Rußland und Polen. St. Petersburg. Benennung der Konsi⸗ storien. — Der diesjährige Handel Odessa's. — Warsch au. Rückkehr des Fürsten Statthalters.
. Lüenne aus Ostende. (Das Programm des neuen Mi⸗
isteriums.
Türkei. Konstantinopel. Das griechisch⸗türkische Zerwürfniß. — Die Blokirung der albanesischen Küste. — Grivas.
Ostindien und China. London. Neue Ueberlandpost. — Verschwö⸗ rung im Pendschab. — Einverständniß der Engländer mit Dost Moha⸗ med. — Unruhen in Gumsuhr. — Vermischtes. b
Eisenbahnen und Dampfschifffahrt. Elberfeld. General⸗Ver⸗
sammlung der Actionaire der Bergisch⸗Märkischen Eisenbahn. — Lübeck.
Lübeck⸗Büchener Eisenbahn.
Deutsche Bundesstaaten. Großherzogthum Hessen und bei Mhein. Aus Mainz vom 22. August wird gemeldet: „Nachdem wir seit vier Wochen bei einer tropischen Hitze ohne allen Regen waren, wurden wir gestern und heute von starken Gewittern heimgesucht, welche lei⸗ der gestern in unserer nächsten Umgebung von furchtbarem Hagel⸗ schlage begleitet waren. Die eine Stunde von hier entfernte Ge⸗ meinde Laubenheim, welche schon bei dem einzigen diesen Sommer hier stattgehabten Gewitter stark vom Hagelschlage war heimgesucht worden, wurde auch diesmal ganz besonders hart mitgenommen; Leute, welche 10 Stück Wein zu machen haben durften, können sich glücklich schätzen, wenn sie noch 2 Stück ärndten, und die durch ihren ausge⸗ zeichneten Wein berühmte Gemeinde erleidet einen schweren Verlust. Zu gleicher Zeit, als Laubenheim so schwer heimgesucht wurde, erlitt auch der auf der Straße nach Bingen liegende Ort Finthen großen Schaden, wo der Hagel in der Größe von Taubeneiern siel und be⸗ sonders dem Obste große Nachtheile brachte. Die Aepfel lagen schuhhoch auf der Chaussee, selbst die ältesten Bäume wurden aus der Wurzel gehoben, und es mußte Mannschaft aufgeboten werden, um die Pas⸗ sage auf der Landstraße wieder herzustellen. Merkwürdig erscheint es, daß bei den zwei in diesem Jahre stattgehabten starken Gewit⸗ tern von allen weinbauenden Orten unserer Provinz nur das rhein⸗ gauer Laubenheim allein durch Hagelschlag getroffen wurde, während alle übrigen ohne den mindesten Verlust davonkamen.“ DasRegierungsblatt enthält eine Bekanntmachung des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, vom 25sten d. M., wonach das durch Bekanntmachung vom 20. April 1847 erlassene Verbot der Verwendung der Kartoffeln zum Brennen von Branntwein vom 1. September d. J. an außer Wirksamkeit gesetzt wird. Das durch Ministerial⸗Ausschreiben erlassene Verbot des Ankaufs von Kartoffeln durch Branntweinbrenner bleibt bis auf weitere Verfügung in Kraft.
** Frankfurt a. M., 27. Aug. Se. Königl. Hoheit der Herzog von Cambridge ist vor einigen Tagen von Hannover in den Kreis der auf dem Schlosse Rumpenheim versammelten hohen Personen zurückgekehrt. Dieselben werden aber nun bald nach den verschiedenen Residenzen wieder aufbrechen und auch Ihre Königl. Hoheit die Frau Herzogin von Kent in den nächsten Tagen das nahe Bad Soden verlassen. Se. Königl. Hoheit der Kurprinz Mitregent von Hessen wollte nur kurze Zeit in Wilhelmsbad verweilen und über. Fulda nach Kassel zurückkehren. Wie es heißt, wollte Se. Königl. Hoheit der Kurfürst von Hessen nochmals einige Tage in Wilhelms⸗ bad zubringen und dann eine größere Reise antreten, welcher Absicht aber die inzwischen eingetretene sehr regnerische Witterung hindernd entgegengetreten sein dürfte.
Die Bundes⸗Versammlung wird ihre Sitzungen wahrscheinlich auf die Dauer des Septembers ausdehnen, und es scheint die Thä⸗ tigkeit der hohen Versammlung von den obschwebenden, theilweise ihrer Erledigung sich nahenden Verhandlungen noch sehr in Anspruch genommen zu werden.
Die kürzlich durch fremde Verführung stattgehabte Desertion in unserem Linien⸗Bataillon ist bekanntlich vereitelt worden, indem fast alle desertirten Soldaten wieder eingebracht wurden. Die Desertion wurde aber von vornherein dadurch neutralisirt, daß im Laufe des Frühjahrs sich sehr viele Soldaten hier anwerben ließen, so daß un⸗ ser Bundes⸗Kontingent mehr als vollzählig ward. Wie man ver⸗ nimmt, wird unser Linien⸗Bataillon demnächst mit dem in Offenbach und Friedberg garnisonirenden Großherzoglich hessischen Infanterie⸗ Regiment in Offenbach gemeinsam manövriren.
Der seit einigen Tagen eingetretene und anhaltende sehr starke Regen hält die Fruchtmärkte schwach befahren, wodurch die Preise etwas angezogen haben. Empfindlicher ist es für die Masse, daß auch die Brodtaxe erhöht wurde, und unsere Polizei um so mehr zu loben, daß sie jetzt strenger als je auf volles Gewicht und gutes Ge⸗ bäck sieht. Die Aerndte ist überall vortrefflich ausgefallen, es gilt aber dennoch, den wucherischen Bestrebungen zu begegnen. Dem Wein, Obst und den Kartoffeln ist der Regen sehr zuträglich, bessert auch den Wasserstand, wird aber die ohnedies in diesem Sommer schwach besucht gewesenen Taunusbäder rasch leeren.
In unserer Stadt weilen jetzt viele Fremden, schon der Messe wegen, allein es läßt sich noch nichts Gutes davon melden, da noch sehr wenig Käufer eingetroffen sind. Nach dem Urtheile der Kauf⸗ leute steht von dieser Messe wenig zu erwarten, was sich nach den schweren Zeiten, die wir kaum überwunden, auch leicht begreift. Un⸗ sere Börse ist völliger Entmuthigung und dem Heere unserer Spe⸗ kulanten verfallen, besonders durch das starke Fallen der spanischen Papiere. 6b
Oesterreichische Monarchie.
Prag, 24. Aug. (Wien. Ztg.) Am 2lsten d. M. über⸗ reichte der Appellations⸗Rath und Bürgermeister, Joseph Ritter von Müller, an der Spitze sämmtlicher Magistrats⸗Räthe und Repräsen⸗ tanten der Königlichen Hauptstadt Prag, Sr. Kaiserl. Hoheit dem Erzherzoge Stephan eine Adresse, welche in gedrängten Worten die Gefühle der Hauptstadt gegen den erhabenen Prinzen ausdrückt; die Adresse heega⸗ vobeek 9.
„Ew. Kaiserl. Hoheit; Nur wenige Jahre genoß Böhmen das hohe schöne Glück, von Ew. Kaiserl. Hoheit unmittelbar Kee und nenüs. zu werden. Allein dieser kurze Zeitraum umfaßte so viele wichtige, schwie⸗ rige und verhängnißvolle Ereignisse, wie sie sonst kaum ein halbes Jahr⸗ hundert vereinigt. Die Mitte des Landes wurde durch seine Gewässer ver⸗ wüstet, aus den Gebirgen des Westens und des Ostens erscholl der Hülfe⸗ ruf des Elends und des Hungers. Erwerbslosigkeit und Theurung verbrei⸗ teten sich über alle Gegenden. Aber überall erschienen Ew. Kaiserl. Hoheit als helfender, rettender Engel. Die väterliche Fürsorge Ew. Kaiserl.
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Land und seine Bewohuer. u diese hohe Fürsorge flossen den durch neb. chwen ware Bezunenn reichliche Unterstützungen zu, wurde die Noth der Gebirgsbewoh⸗ ner gemildert. Durch die gnädigste Verwendung Ew. Kaiserl. Hoheit wurde den Arbeitslosen Gelegenheit zum Erwerbe verschafft. — Ew. Kaiserliche Hoheit waren der Vater und Helfer für Tausende. Die Haupt⸗ stadt Prag war unmittelbarer Zeuge dieses erhabenen Wirkens Ew. Kaiserl. Hoheit, der weisen und gerechten, der kugen und umsichtigen, der unermüdet thätigen und kräftigen, der milden und liebevollen Verwaltung und Leitung unseres Vaterlandes. Darum lebt auch in ihr und in den Herzen aller Bewohner das innigste Gefühl des Dankes, der Verehrung und der Liebe. Darum wird aber auch ihr der Augenblick, in dem Ew. Kaiserl. Hoheit unser geliebtes Land verlassen, doppelt schmerzlich. Mit Wehmuth sieht sie ihn kommen, mit Wehmuth wird sie durch die ganze Zukunft auf ihn zu⸗ rückschauen. Lebendig wird aber das erhabene Bild Ew. Kaiserl. Hoheit uns immerdar vorschweben, lebendig und unauslöschlich wird auch unsere Liebe und Dankbarkeit, Verehrung und Anhänglichkeit bleiben. Aus diesen lebendigen Gefühlen entspringt jedoch anch der innigste sehnlichste Wunsch und die ehrfurchtsvolle unterthänigste Bitte, daß Böhmen und seine Haupt⸗ stadt in dem wohlwollenden Herzen Ew. Kaiserl. Hoheit stets eine gnädige freundliche Rückerinnerung finden möge.“ 1
Diese Denkschrift war auf Pergament mit großer kalligraphischer Pracht geschrieben und von dem Magistrate und den Repräsentanten Prags unterzeichnet. Die Ausstattung war des Inhalts und der fest⸗ lichen Veranlassung würdig, der Einband von rothem Saffian war an den Rändern mit architektonischen Arabesken, an der Vorderseite mit dem großen Erzherzoglichen Wappen und in den unteren Ecken den Wappen von Ungarn und Böhmen, an der Rückseite mit dem großen prager Stadtwappen verziert. Alle diese Verzierungen waren aus ge⸗ triebenem Silber von Ludwig Fortner gearbeitet. Bei Ueberreichung der Adresse sprach der Bürgermeister folgende Worte:
„Ew. Kaiserl. Hoheit! Die heute versammelten Tausende aus allen Klassen der Einwohnerschaft Prags sind eben so wie die Millionen Bewoh⸗ ner Böhmens von einem doppelten Gefühle für Ew. Kaiserl. Hoheit durch⸗ drungen: von dem Gefühle des ehrfurchtsvollsten innigsten Dankes für die beinahe vierjährige weise und gerechte, väterliche und milde Leitung und Verwaltung unseres Vaterlandes, des Dankes für alle durch die Gnade und väterliche Fürsorge Ew. Kaiserl. Hoheit dem Lande und der Hauptstadt zu Theil gewordenen Unterstützungen und Wohlthaten; aber auch von dem Gefühle tiefer Wehmuth und Trauer über das Scheiden unseres allverehr⸗ ten, geliebten Landeschefs, unseres Fürsprechers, unseres Wohlthäters, dessen Andenken unvertilgbar in uns fortleben wird. Geruhen Ew. Kaiserl. Hoheit den Ausdruck dieser Gefühle huldreichst aufzunehmen und gnädigst zu gestatten, daß ich im Namen der Stadt Prag die dreifache unterthänige Bitte wage: Ew. Kaiserl. Hoheit geruhen, unser Va⸗ terland und dessen Hauptstadt fortan in gnädigem wohlwollenden Andenken zu erhalten, diese Denkschrift als eine die Gesühle des Dankes, der Ver⸗ ehrung und Liebe aussprechende und beweisende Urkunde der gnädigen Auf⸗ bewahrung zu würdigen und die höchste Bewilligung zu ertheilen, daß dem bisher sogenannten „Wälschen Platze“, der uns so lieb und theuer gewor⸗ dene erhabene Name Ew. Kaiserlichen Hoheit beigelegt und dadurch ein für alle Zukunft bleibendes Andenken an Ew. Kaiserliche Hoheit begründet und auf unsere Nachkommen übertragen werden dürfe.“
Se. Kaiserliche Hoheit nahm die Adresse huldreichst an, be⸗ willigte die Bitte des Magistrats und erwiederte die Worte des Bür⸗ germeisters mit einer Rede, welche alle Anwesenden enthusiasmirte und worin er versicherte, das Land und dessen Hauptstadt stets in liebe⸗ voller Erinnerung zu behalten.
Am Zögsten ist Se. Kaiserl. Hoheit von Prag abgereist.
Agram, 18. Ang. (Agram. Ztg.) Gestern ist das 1ste Bataillon des warasdiner⸗kreuzer Gränz⸗Regiments auf dem Marsch nach Italien mit klingendem Spiel hier eingezogen und wird morgen den Marsch nach Laibach fortsetzen. Das 1ste Bataillon des waras⸗ diner St. Georger Gränz⸗Infanterie⸗Regiments hat am 16ten den Marsch von Belovar nach Italien angetreten und wird morgen hier eintreffen.
Krakau, 27. Aug. Von allen Seiten gehen sehr befriedigende Nachrichten über die Ergebnisse der diesjährigen Aerndte ein; zwölf Tage des schönsten Wetters gaben Zeit, den Rogen und den größten Theil des Weizens ohne allen Schaden einzubringen. Die Getraide⸗ preise fangen an zu fallen, obgleich die Landwirthe, um ihre Feldar⸗ beiten nicht zu unterbrechen, noch wenig dreschen lassen können. Das gewöhnliche Schock Roggen giebt fast überall drei Korzez. „Möchten nur“, fügt die Gazeta Krakowska dieser Mittheilung hinzu, „die Spekulanten bald aufhören, eine Plage, namentlich der ärmeren Volks⸗ klasse, zu sein.“
. KRußland und Polen.
3 St. Petersburg, 22. Aug. Se. Majestät der Kaiser hat in Betracht, daß die protestantischen Konsistorien, mit Ausnahme der städtischen, nämlich zu Riga und Reval, sich bis jetzt Provinzial⸗ Konsistorien nennen, während das Reich schon seit lange in Gouver⸗ nements eingetheilt ist, befohlen, daß die Konsistorien fortan nur den Namen des Ortes, an welchem sie sich befinden, tragen sollen. Der Odessaer Bote sagt über den diesjährigen Handel von Odessa: „Der auswärtige Handel für die erste Hälfte von 1847 stellt sich gegen die erste Hälfte von 1846 folgendermaßen: “ Gesammtwerth der Aus⸗ Die 1u“ fuhr aus Odessa ins 1846. eeE“ 7,867,485 R. S Quantität der Haupt⸗Artikel: Weizen 704,777 Tschetw. Roggen 123,615 „ Leinsaamen 61,295 .Gö 8,74 Pud Talg 175,532 ½ „ 6 Gesammtwerth der Ein⸗ “ fuhr vom Auslande 3,533,002 R. S. 5,363,506 R. S. Werth der von Odessa ins B v Innere des Reichs ver⸗ schifften Waaren Zahl der vom Auslande angekommenen Schiffe Zahl der ins Ausland 1 abgegangenen Schiffe 529 B 8 Schon die erste Hälfte von 1846 hatte einen seit Odessa's nicht erreichten Umsatz dargeboten; die voranstehenden Zahlen zei⸗ gen nun, daß derselbe in den ersten 6 Monaten des laufenden Jahres sich mehr als verdoppelt hat. Die Ursache davon ist bekannt: der in den mei⸗ sten Theilen Europa's entstandene Mißwachs. Es wurden in Folge dessen in den ersten 6 Monaten des laufenden Jahres gegen 1,463,587 Tschetwert Getraide von Odessa verschifft. Die Preise stiegen gleich bei Eröffnung der hiesigen Schifffahrt im Februar und März, als die Herbst⸗Vorräthe im westlichen Europa aufgezehrt waren, bei der allgemeinen Nachfrage auf eine unerhörte Höhe. Der Winter⸗Weizen erster Sorte wurde mit 11 R. 42 K., Roggen mit 5 R. 71 K. S. das Tschetwert bezahlt. Mit der Ergänzung der Vorräthe in den französischen, englischen, belgischen und enian euro⸗ päischen Häfen, sowohl aus Odessa, als aus den uͤbrigen pontischen und außerdem aus den nordamerikanischen Häfen, fingen diese Preise zwar, wie zu erwarten war, an, zu sinken, wozu auch die fast in ganz Europa sich kundgebenden Hoffnungen auf eine günstige diesjährige Aerndte beitrugen,
Hoheit umfaßte das sanze
er ste Hälfte 18427. 16,863,956 R. S. 1, 240,354 ½ Tschetw. 179,662 ½ „ 63,975 5 »„ 44,298 Pud 209,754 »
1,127,819 590 734
so daß gegen Ende Juni der beste Winter⸗Weizen nur 7 R. 14 K. und
der Gründung
Roggen 4 R. S. das Tschetwert kostete. Doch auch bei diesen Preisen bleibt der Getraidehandel am hiesigen Platze sowohl für Produzenten als für den Kaufmann noch immer vortheilhaft. Der Gesammtwerth der oben angegebenen Export⸗Quanta von Getraide in der ersten Hälfte des Jahres beläuft sich auf 14,200,655 R. S. (gegen 50 Millionen R. Ass.), der Werth des ausgeführten Weizens beträgt 12,910,104 R. S. (bei einem mittleren Preise von 10 R. 4 K. S. das Tschetw.), des Rog⸗ 5 955,463 R. S, (mittl. Preis 5 R. 31 K. S. das Tschetw.) Es fragt iich, wie die zweite Hälfte des Jahres sich zur beispiellosen Bewegung der ersten verhalten wird? In der Regel ist die Ausfuhr aus dem Hafen von Odessa in der zweiten Hälfte des Jahres bedeutender als in der ersten⸗ Kann dies auch dieses Jahr der Fall sein, nachdem schon gegen anderthalb Millionen Getraide ins Ausland verschifft worden, die Preise gefallen und die Aerndte⸗Aussichten im Auslande günstig sind! Mit Bestimmtheit läßt sich darüber nichts voraussagen, doch scheint Grund vorhanden zu der An⸗ nahme, daß hinsichtlich des Quantums der Ausfuhr die zweite Hälfte des Jahres der ersten mindestens Nichts nachgeben wird. Denn erstens, wie reichlich auch die Aerndte in West⸗Europa ausfallen möge, so wird sie doch schwerlich den Mangel der vorjährigen decken, wenn man bedenkt, daß der 8 Mangel sich nicht nur auf den Unterhalt der Bevölkerung, sondern auch auf die Aussaat erstreckte, und daß in gewöhnlichen Jahren weder England, noch Frankreich, noch Belgien und Holland ihren eigenen ausreichenden Be⸗ darf produziren. Ferner wird die Herabsetzung des englischen Korntarifs und die Oeffnung fast aller westeuropäischen Häfen für freie Getraide⸗Ein⸗ fuhr theils bis zum 1. Januar theils bis zum Frühjahr 1848 ohne Zwei⸗ fel die Spekulanten anregen, im bevorstehenden Herbste Getraidevorräthe für das nächste Jahr anzulegen, wenn sich auch kein unmittelbares Bedürfniß herausstellt. Was die Preise anlangt, so werden diese freilich nicht steigen, doch auch schwerlich bedeutend fallen. Denn eben die Herabsetzung des englischen Tarifs und die zeitweilige freie Einfuhr in den westeuropäischen Häfen wird bei unseren wohlfeilen Preisen den Begehr nach russischem Ge⸗-⸗ traide zur Verproviantirung trotz der Entfernung der pontischen Häfen wach erhalten. Auch in den übrigen Handelszweigen hat die erste Hälfte von 1847 die von 1846 überholt. Die diesjährige Ausfuhr von Leinsaamen, Wolle und Talg war stärker, obgleich die Preise nicht sehr hoch standen. Wir müssen bei dieser Gelegenheit bemerken, daß die Wollproduzenten aus den Gouvernements Jekatherinoslaw, Kiew, Podolien und zum Theil selbst aus Cherson es seit einiger Zeit vortheilhafter finden, ihre Wolle auf die Jahrmärkte im Innern, statt nach Odessa, zu versenden, ein Umstand, den die Kaufmannschaft von Odessa nicht aus dem Auge verlieren sollte. Auch der Werth der Einfuhr vom Auslande war bedeutend höher als im Jahre 1846: übrigens ist in der oben vermerkten Summe der Betrag des vom Auslande bezogenen baaren Geldes mit 2,156,328 R. S. eingeschlossen. Der Werth der Ausfuhr von Odessa ins Innere des Reichs ist gegen die erste Hälfte des verflossenen Jahres eher gesunken. In dieser Bezichung wartet Odessa und der ganze Süden des Reichs auf Herstellung von Chaus⸗ seen und Eisenbahnen nach Odessa, als einem der wichtigsten russischen und europäischen Häfen. Die diesjährige Schifffahrt war natürlich sehr belebt und die Frachten im Allgemeinen sehr hoch.“ b
Warschau, 26. Aug. Der Fürst Statthalter des Königreichs ist gestern von seiner Reise nach Homl wieder hierher zurückgekehrt.
Belgien.
4 Ostende, 22. Aug. Das Antritts⸗Programm des neuen Ministeriums athmet einen so entschieden liberalen Geist, und die ersten administrativen Akte, die Veränderungen des Personals der Provinzial⸗Gouverneure betreffend, sind so bedeutsam, daß offenbar
ein neues Regierungs⸗System beabsichtigt wird. Antritts⸗Programme sind schon mehrmals veröffentlicht worden. Als Herr Nothomb 1840 an die Spitze der Verwaltung trat, legte derselbe in einem Rund⸗ schreiben an die Gouverneure der Provinzen mit großer Umsicht und Geschicklichkeit das System der Vermittelung dar, das er zu verfolgen gedachte. Das jetzige Kabinet begnügt sich aber nicht, in einigen Gruud- zügen das neue Verwaltungs⸗System darzulegen, sondern ecs bezeichnet auch die hauptsächlichsten, von der liberalen Partei vielfach angeregten und besprochenen Aufgaben, deren Lösung es übernommen und zu welcher es offenbar die vorhergehende Zu⸗ stimmung der Krone hat einholen müssen. Das alle anderen Fragen beherrschende Grundprinzip, welches seit Jahren das Thema der libe⸗ ralen Opposition und Presse gewesen, die Unabhängigkeit oder vielmehr wirkliche Unabhängigmachung der Staatsgewalt von dem geistlichen (bischöflichen) Einflusse, steht an der Spitze des Programms. Gerade dieses Prinzip, welches in der That den wunden Fleck einer 17jährigen Verwaltung trifft, wird von der katholischen Partei als ein Hirngespinnst dargestellt werden, allein Jeder, der die großen Schwierigkeiten kennt, welche den tüchtigsten Verwaltungen, wie z. B. einer Nothombschen, aus diesen Prätensio⸗ nen erwachsen sind, wird es dem Kabinette Dank wissen, diesen Grund⸗ satz als den vornehmsten Leitstern der neuen Verwaltung unumwun⸗ den bezeichnet zu haben. Nur ein von diesen Einflüssen freies Mini⸗ sterium kann die durchgreifenden Verbesserungen in dem Unterrichts⸗ System durchsetzen, denen bisher die Geistlichkeit den größten Wider⸗ stand entgegengestellt hat.
Die einzelnen hauptsächlichsten Abänderungen oder neuen Anträge, welche das Ministerium vor die Kammer zu bringen verspricht, betreffen 1) die Revision des Gesetzes über die Universitäts⸗Prüfungs⸗Jury, eine schon oft in unserer Korrespondenz besprochene Frage, die seit 10 Jahren einen Hauptgrund der Beschwerden von liberaler Seite bildet, und an dessen Erledigung auch das Kabinet Nothomb scheiterte. Bekanntlich hatte die katholische Partei, um sich die Mehrzahl der Prüfu igs⸗ Commissaire bei den verschiedenen Prüfungen zu sichern, die Ernen⸗ nung von der Mitglieder den von der katholischen Majorität be⸗ herrschten Kammern vorbehalten und nur , der Regierung beigelegt, so daß es dieser oft unmöglich wurde, einigermaßen das Gleichgewicht wiederherzustellen, und die katholische Universität von Löwen in der Regel in jeder Kommission die Majorität bildere. Die vom Kabinet demnächst zu beantragende Modisication wird ohne Zweifel darin be⸗ stehen, der Regierung die Ernennung sämmtlicher Kommissions⸗Mit⸗ glieder, etwa nach Einholung eines Gutachtens des Rektorats der vier Universitäten, zu überlassen.
2) Eine zweite Maßregel betrifft die Aufhebung einer unter dem Nothombschen Ministerium vorgenommene Modification des Gemeinde⸗ wahl⸗Gesetzes. Früher wählte eine ganze Gemeinde, ohne in Sectio⸗ nen abgetheilt zu werden, ihre sämmtlichen Gemeinde⸗Bevollmächtig⸗ ten. War die Majorität der Gemeinde⸗Wähler liberal oder klerikal gesinnt, so entsprang daraus gewöhnlich eine rein liberale oder katho⸗ lische Gemeinde⸗Verwaltung. In den großen Städten hatte schon damals die liberale Meinung das Uebergewicht gewonnen; um sich nun wenigstens als Minorität eine verhältnißmäßige Repräsentation zu verschaffen, drang die katholische Partei behufs der Wahlen auf eine Fractionirung der Gemeinden, indem sie sich auf andere —.— beherzigensweethe Gründe stützte. Die Modification Las nenen .
aber in der Praxis doch ganz zu Gunsten der b Eesdten. nung aus, da dieselbe in den roßen und mittleren Vg wo allein die Fractionirung zur Anwendung kam, ene SCach
Verbreitung gefunden hatte. Betrachtet man aber die Sace unabhängig von allen Parteirücksichten, verwirft man den Despo⸗ tismus der Majoritäten, von welcher Art sie seien, so wird man in
tä Srcti wohl den Vorzug geben müssen. großen Städten Seetionswahlen wohl der Seee
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