— a — nicht darauf ein, son -S — . -n e 8 abe zu heben. ch eine ee e; Ausg 1.,5 ba der purbe demnach
oten von 2 stand retteir
rebit des Landes.
dem mittlerweile das Gold in der erlation ebenfalls zunahm, und das ganz im Gegensatz
für alle Fa ßenden Mißtrauens zu kämpfen hat, der laugt, daß
oder panischen
enthält.
Mißkredit des Jahres 1825 veranlaßten.
Männenm untersucht werden sollte, welche, mitten in dem Geschäftsgewühl der ersten Handelsstadt der Welt lebend, am besten dazu geeignet sind, seinen Denn unter allen Abslüssen dieser Art ist eine große Verschiedenheit, und sie müssen daher auf Es läßt sich nichts Abgeschmakteres denken, als in solchen Fällen die Einsicht menschlicher Intelligenz durch eine In der Praxis der Medizin ereig⸗ nen sich nicht selten die nämlichen Symptome, die aus ganz entgegengesetz⸗
Umfang, seine Dauer und seine Folgen zu berechnen. verschiedene Weise behandelt werden.
bloße Maschinerie ersetzen zu wollen.
—zxi‚ꝗꝑꝑqꝑ — ——— — —
öJ11161A““ 1 5 88 .
“ bE1“]
11““
“ n dieser Noth wandte sich öIe Pundes esgehüenizer n 82,n 82 der 889 Ein ihrer Baa — ie nach einer Konferenz goc. 2 eazeieer den nehe , ward beschlossen, 1 Seee vae Der Kredit der Bank für sniß war vo Gold ins Ausland zu senden, Stand der Wechsel⸗Course keine Ausforderung dazu eine beträchtliche Emission von Banknoten w durch das zufällige Auffinden einer Kiste mit 1,500,000 2 Psb. in der Bank sofort vor sich gehen konnte. wie später von auerkannten Autoritäten versichert wurde, den „Die Hülfe . auf 8 — des. zans . 1 intel, dem Jebermann sein volles Vertrauen sche e, u Ligase gesg. 189 12. in die Bank zurück. Durch diesen Schritt ward die Circulation der Noten von 19,748,000 Pfd. im Dezember 1825 bis 24,479,000 Pfb. im März 1826 erhöht, und nachdem diese Noten dazu ge⸗ dient hatten, den ö272- 8 Fö 9,5 öS 1 öhnlichen Stan 9,951, 3 „ in⸗ E dank durch diese Vermehrung der Cir⸗ b 6 8 u n x— corie von 1844, welche behauptet, daß aus eben dieser Ursache nothwen⸗ Thadens eine Verminderung des Goldes stattsinden müsse. Aus diesem Beispiel schließt Lord Ashburton gewiß ganz richtig, daß Fälle, wo die Bank in Folge eines aus heimischen Quellen flie⸗ chreckens mit einem schweren Druck Es
rzahlun
des Jahres von
anze Mechanismus des Gesetzes von 1844 nichts derselbe im Gegentheil die Schwierigkeiten des Augenblicks ver⸗ mehren muß und folglich das Element allgemeiner Anwendbarkeit nicht
Aber auch für den zweiten Fall, in welchem der Ausfluß des Goldes durch den ungünstigen Wechsel⸗Cours bewirkt wird, gewährt das Gesetz Sir Robert Peel's nicht das nöthige Heilmittel. Man kann nicht umhin, an⸗ zuerkennen, sagt Lord Ashburton, daß die Schwierigkeiten, die uns jetzt be⸗ drücken, durchaus in keiner Verbindung mit den Ursachen stehen, welche den Im Gegentheil darf man von dem Handels⸗Kredit des Landes wohl sagen, daß er ungewöhnlich gesund ist, aber die freie Bewegung dieses Handels ist zu keiner Zeit mehr be⸗ drängt worden, und dies hauptsächlich durch die Operationen der Bank, welche sich nur in terrorem unter den Fesseln der Bankakte bewegen kann.
m vorliegenden Fall hat das Ausland den Abfluß des Goldes erzeugt.
Weise
erregen. hörte bald auf. Dieser Um⸗
auf ze
Den
Denken und Handeln ersparen.
leute zu erleiden gehabt haben.
Auslande verschaffen soll.
will.
Verkehr hat si
zen Ursachen springen, unß die Art und Weise ihrer Behandlung, ob durch ganen⸗ Mittel, muß natürlich von dem Scharfßnn und der Beurtheilungsgabe des Arztes abhängen. minder komplizirten Verhaͤltnissen des Kaufmannes handelt, wird die Be⸗ ord nechtant dessen, was mit ihm vorgenommen werden soll, der Weisheit des n burch einen Machtgriff entzogen!
Die gegenwärtige Krisis hätte nach der Ansicht Lord Ashburtons durch eine vernünstige Operation der Bank sehr wohl vermieden werden lönnen. Der Stand der Kontinental⸗Wechselcourse, sagt er, konnte keine Besorgniß Nach Rußland ward anfänglich einiges Gold gesandt, aber das Die hauptsächliche Frage nach Gold kam aus Amerika, einem Lande, mit welchem wir immer einen beträchtlichen gegenseitigen Han⸗ delsverkehr unterhalten. Man hätte mit großer Wahrscheinlichkeit berechnen können, daß vier oder fünf Millionen hinreichen würden, um diese Nach⸗ frage — befriedigen, welches die Baarschaften in der Bank von funfzehn i Millionen reduzirt haben würde. dies, welches die praktische Schätzung praktischer Männer gewesen sein würde, mit der Wahrheit übereinstimmt, und daß die Bank mit zehn Millionen baarem Gelde in ihren Koffern nicht nöthig gehabt haben würde, irgend ein wichtiges Hnteresse zu verletzen oder 9 dircktoren aber stand es nicht frei, nach ihrer besten Einsicht zu han⸗ deln, die unerbittliche strenge parlamentarische Maschine sollte ihnen das Das ganze Land ward aus seinen Fugen gerissen, und es würde schwer sein, irgend eine Berechnung von den außer⸗ ordentlichen Verlusten zu machen, welche der öffentliche Schatz und Privat⸗
eht also aus diesen Beweisen unzweideutig hervor, daß das be⸗ stehende Bankgesetz für die beiden möglichen Fälle einer Geldkrisis keine Abhülfe gewährt, daß vielmehr der Zustand unberechenbar verschlimmert wird, indem die dem Gesetz zu Grunde liegende Theoriec einem ungünstigen Stand der fremden Wechsel⸗Course durch eine erzwungene Seltenheit des Geldes abhelfen will, welche einen Fall des Werthes aller Waaren erzen⸗ ) gen und dadurch, um das Gleichgewicht wiederherzustellen, diesen Absatz im starker Fall die Folge gewesen ist. Von holländischen Fonds kamen Inte⸗ grale am meisten vor; deren Preis blieb anfangs auf 54 ⁄ ℳ stehen, besserte sich dann bis 55 35 %, doch fiel dann auf 54 ¾ und gest 53 ⅞ %; Aproz. wirkliche Schuld war von 86 ⅞ wieder auf 87 ¼½ % gestiegen, blieb aber zuletzt auf 84 ½ * Echen⸗ de; dito ist von 67 ¾ bis 65 % her⸗ untergegangen und 3 ½ proz. Bei dem zweimonatlichen Reskontro für Actien der Handels⸗Maatschappy blieben viele Stücke unterzubringen, wodurch deren Cours von 166 ⅞ auf 165 ⅔ % fiel; bei dem gestrigen allgemeinen Schrecken hat man zuletzt zu 163 ⅔e % kaufen können. Fremde Staatspapiere unterlagen demselben Schick⸗ sale; namentlich fielen 5proz. alte russische Obligationen bei Hope u. Comp. von 105 ¼ auf 103 ½ ‧%; 4proz. Certifikate bei denselben von 89 auf 87 ¾ 9% und 5proz. wiener Metalliques von 102 auf 101 ¼ %. Spanische Ardoin⸗ Obligationen waren erst etwas angenehmer und erreichten 15 ½ %, folgten aber dann dem Gange der übrigen Preise und waren gestern zu 14 ½ % zu haben; portugiesische Obliagationen sind seit den letzten Tagen um 2 % ge⸗ fallen und blieben zuletzt 24 %. D a füͤr ku 2 war sehr lebhaft, wodurch der Zins⸗Cours für solche Geschäfte auf 5 % stieg; für gewöhnliche Anleihen blieb selbiger fest auf 4 ℳ stehen.
Es bedarf keines Beweises, daß eine solche ge⸗ waltsame Werthverringerung, die sich über alles Eigenthum erstrecken muß, mit unermeßlichen Verlusten für den Handelsstand verknüpft ist und doch nicht das gewünschte Resultat haben wird, denn der Handel kann nimmer⸗ mehr dadurch ausgedehnt werden, daß er auf der einen Seite beschränkt wird, und daß man auf der anderen Seite bestimmte Verkäufe erzwingen Der Grundsatz Lord Ashburton's, unter allen Umständen dem Han⸗ dels⸗ und Fabrikstande die möglichst ausgedehnte Unterstützung durch die Bank 8 u gewähren, um aus jeder Krisis herauszukommen, dürfte demnach unumstößlich
ind hier ist es von Wichtigkeit, daß die Natur eines solchen Abflusses von seinh und eine Bank, welche diese Bedingung erfüllt, am ersten Anspruch auf Anerkennung ihrer normalen Einrichtung machen können. „Der Schatz der Bank von England“, sagt Lord Ashburion, „war im Ueberfluß. Es gab keinen Beweggrund, der sie verhindern durfte, mit Vorsicht und Klugheit dem rechtmäßigen Handelsverkehr zu Hülfe zu kommen. 9 einer solchen Hülfe würdig gezeigt, er hat seinen gesunden
Zustand dadurch bewiesen, daß er in der Mitte des furchtbaren Sturmes, den eine übel berechnete Theorie um ihn her zusammengezogen hat, uner⸗ schütterlich fest geblieben ist. Der Absluß des Goldes hat
Aber wo es sich von den nicht
Der Zufall will, daß gerade
und nach einem besonderen Lande stattgefunden, und es ist nicht wa in⸗ lich, daß er sich weiter e Pofern 8een 1 Hungersnoth heimge ucht werden sollten. Und stände uns die Wieder⸗
eecken kann, wofern wir nicht mit einer abermali⸗
olung eines ähnlichen Unglücks bevor, so werden wir unsere Pflicht am erfüllen, wenn wir unsere National⸗Industrie, die allein uns die Mit⸗
tel darbieten kann, demselben die Spitze zu bieten, auf alle mögliche Weise befördern und unsere Sorgfalt darauf verwenden. Millionen in ihren Koffern die Bank⸗Direktoren so sicher, als Bank⸗Direk⸗ toren je gewesen sind.“ Daß dies Letztere wirklich der Fall ist, hat Herr Nolte in seinem angeführten Werke: „Stellung und Aussichten des Welt⸗ handels“, vor zwei Jahren schon gründlich bewiesen.
Der Bankplan Lord Ashburton's ist hiernach klar. I[u e. sohne Zweifel 8 interessanten Kampf darüber orführen, da noch eine dritte Partei, die sogenannte birminghamer S welche die Konvertibilität der 8 - Pees Fecha. nicht unwichtige, aber natürlich erfolglose Rolle spielen wird.
Endlich sind mit zehn
Die nächste Parla⸗
oten für ganz überflüssig erklärt, dabei eine
jeden Fall unsanft zu berühren.
fingen,
Dieser Handels⸗
nur theilweise
Handels- und Börsen-Nachrichten.
20. Amsterdam, 18. Sept. Geldmarkt. Das Weichen der Fonds⸗Course an den auswärtigen Märkten, das Herlegen zum Verkaufe von ansehnlichen Partieen holländischer Staatspapiere und ein gänzlicher Mangel an Kauflust, auch wegen Knappheit des Geldes, hat die hiesige Börse diese Woche, und vornehmlich gestern, höchst empfindlich berührt und fast alle Preise mehr und weniger bedeutend zum Fallen gebracht. Wäh⸗ rend der ersten beiden Tage der Woche war die Stimmung zwar flau, doch wurde nicht dringend ausgeboten; hieraus mochten die Spekulanten den Schluß ziehen, daß der niedrigste Stand der Course gekommen sei, um die bisher verschobenen Einkäufe zu bewirken, wodurch dieselben denn auch an⸗ sich wieder zu erholen; als aber zugleich von Paris und London ein erheblicher Fall der Fonds erfahren wurde, drängte sich Jeder zum Ver⸗ kaufen und schlug zu jedem gebotenen Preis los, wovon ein ungewöhnlich
ern bis auf
vondikat⸗Obligationen von 85 ¼ auf 84½ ℳ.
Die Frage nach Geld fuͤr kurze Termine
1414141424e5—
Insecrate, deren Aufnahme in den Allgemeinen Anzeiger dieser Zeitung gewünscht unserem Expeditions⸗Lokale, Behrenstraße Nr. 52, in Empfang genommen. Blattes, namentlich auch im Auslande, glauben wir darauf aufmerksam machen zu müssen, daß und Auslandes, alle das Eisenbahnwesen, Literatur und Kunst, Industrie und Handel betreffende Anzeigen, Anzeiger der Allg. Preuß. Zeitung sütets Aufnahme sfinden. Auswärtige haben ihre Inserate unter der Adresse der gen von literarischen und artistischen Novitäten, deren Besprechung im Feuilleton der Allg. Preuß. Zeitung gewünscht wird, portofrei oder durch Buchhändler⸗Gelegenheit bewirken zu wollen. 1
Der Preis der
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wird, werden an den Wochentagen von Morgens Insertion beträgt für den Raum einer Zeile 2 Sgr.
2 11“
Bei der großen Verbreitung unseres
außer gerichtlichen und anderen öffentlichen Bekanntmachungen der respektiven Behörden des In⸗
so wie auch Familien⸗Nachrichten jeder Art in dem Expedition in frankirten Briefen einzusenden. 8 bitten wir unter der Adresse der Redaection
Zusendun⸗
Bekanntmachungen. [873] Bekanntmachung. “ Für die Berlin⸗Stettiner Eisenbahn sind zu den Re⸗ paraturen der Wagen und Maschinen nachstehende Nutz
hölzer erforderlich: circa 600 Kubikfß. eichene Bohlen in verschiedenen Dimensionen, eschene Bohlen in verschiedenen Dimensionen, „ rothbuchene Bohlen in verschie⸗ denen Dimensionen, „ weißbuchen Nundholz, „ elsen Bohlen ꝛc. in verschiede⸗ nen Dimensionen, 6 Schock 1½“ 4 2) 8 6 9 1 " 6 „ ½
1„
4 00 2
kieferne Bretter in verschie⸗ denen Längen,
4 „ 2
120 Stück 2⸗ und 3zöllige kieferne Rahmbohlen
nach besonderen Dimensionen,
400 lauf. Fuß Rüstern⸗, Eschen⸗ oder Birken⸗
Rundholz.
Die näheren Bedingungen sind im technischen Bü⸗
reau im hiesigen Empfangshause einzusehen.
Unternehmer, welche auf diese Lieferung reflektiren
wollen, werden ersucht, ihre Preisforderung unter porto⸗ freier Adresse an den Unterzeichneten einzureichen.
Stettin, den 20. September 1847. 8 b Der Ober⸗Ingenieur Calebow.
Eisenbahn.
Der einjährige Bedarf an rohem undraffi⸗ nirtem Rüböl für die Berlin⸗Hamburger Eisen⸗ bahn soll dem Mindest⸗ sordernden überlassen wer⸗ * 88 2n das Quan⸗ roximati 720 Ctr. raff. vn. 5 w 1500 » rohes Rüböl angs eben, während die Qualität die beste sein muß erten auf ganze oder theilweise Lieferung obigen Quantums weiden versiegelt, unter Angabe des Pregses franco eines unserer Bahabofe⸗ bis zum 15. Oktober d. J. in unseren Verwaltungs⸗Büreaus in Berlin oder Ham⸗ hurg erbeten. Die 2. Bedingungen sind dort gleich⸗ falls zu erfragen. Berlin und Heagr den 20. September 1817. Die irec tion der Berlin⸗Hamburger Eisenbahn⸗Gesellschaft.
Berlin⸗Hamburger
5ö2 . „2—
Literarische Anzeigen. 17
So eben ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben, in Berlin (Stechbahn 3), Posen und Brom⸗
18760 Deutsches Lesebuch
für die unteren und mittleren Klassen der Gymnasien, Real⸗ und höheren Bürgerschulen. Vom Prof. Dr. Apel. 41 Bog. Ladenpreis 1 Thlr. Feinere Ausgabe 1 Thlr. . 10 Sgr. 1
Dieses Buch ist zwar zunächst für höhere Lehranstal⸗ ten bestimmt, allein wir können es allen Freunden der vaterländischen Literatur als eine anzie⸗ hende und belehrende Lektüre empfehlen, indem es die herrlichsten Blüthen deutscher Poesie von Hal⸗ ler bis auf unsere Tage, so wie Musterstücke der vorzüglichsten deutschen Prosaiker, enthält. Namentlich machen wir aufmerksam auf die trefflichen Erzählungen, Schilderungen und historischen Darstellungen von Her⸗ der, Göthe, Schiller, Jean Paul, Hebel, Fr. Jacobs, A. v. Humboldt, F. v. Raumer, Lu⸗ den, Varnhagen v. Ense u. A.
Altenburg, den 15. Juni 1847.
H. A. Pierer.
[8741] In unserem Verlage ist so eben erschienen und durch alle Buch⸗ und Kunsthandlungen zu beziehen:
Kugler's Handbuch der Ge⸗ scchichte der Malerei.
güwpweite Auflegee., unter Mitwirkung des Verfassers umgearbeitet und vermehrt von
Dr. Jacob Burckhardt.
2 Bände, ausgegeben in 7 Lieferungen (84 Bogen) gr. 8. geh. Preis 5 Thlr. 24 Sgr., in Sarsenet ge⸗ bunden 6 Thlr. 6 Sgr.
Von dieser mit Berücksichtigung aller neueren For⸗ schungen vollständig umgearbeiteten und stark vermehr⸗ ten zweiten Auflage ist so eben mit der siebenten Liefe⸗ rung das ganze Werk vollständig augegeben worden. Band l. enthält die Kunst des christlichen Alter⸗ thums, die Kunst des Mittelalters bis zu An⸗ fang des XV. Jahrhunderts, die Italiener des XV. und XVI. Jahrhunderts bis zu Raphael und dessen Schüler einschließlich. Band II. enthält die Fort⸗ setzung der Italiener des XVI. Jahrh. bis zum Verfall der Kunst, die Niederländer, Deutschen, Franzosen und Spanier des XV. und XVI. Jahrh., die Malerei des XVII. Jahrh. mit ihren Auslaäͤufen in das XVIII., und die neuere Malerei. — Um die praktische Brauchbarkeit des Werkes, namentlich auch auf Reisen, zu vermehren und das Nachschlagen zu erleichtern, ist am Schluß des dashens Werkes, außer dem Namensregister und dem ausführlichen Ortsregister, noch ein kurzes Verzeichniß
nach Schulen beigegeben. Ieunes, Berlin, im September 1817. 118
Duncker und Humb
187727
Berlin (Preitestr. 23) und Cüstrin in der Enslin⸗ schen Buchhdlg. (F. Geelhaar) J. asaenen
I
und durch alle Buchhandlungen zu beziehen;—
V
Geschichte der Neumark Brandenburg
und
der derselben inkorporirten Kreise Lebus, Stern⸗
berg, Kottbus, Krossen und Schwiebus⸗
Züllich au. von Dr. Eduard Ludwig Wedekind,
Konrektor der höheren Bürgerschule zu Krossen.
Wir rechnen dieses Werk zu den bedeutenderen der neuen vaterländischen Geschichtschreibung. Der Herr Verfasser hat sich bereits vielfach in der Spezial⸗Ge⸗ schichte mit Anerkennung versucht und durch das vor⸗ jiegende Werk eine wirkliche Lücke in der Brandenbur⸗ gischen Geschichte ausgefüllt, da die Neumark, eine so bedeutende Provinz, bisher einer eigenen Geschichte ent⸗ behrte. Das Werk, ein Resultat eines langjährigen und im ausgedehntesten Sinne angestellten Quellenstudiums und von den höchsten und hohen Landesbehörden ge⸗ fördert, ist nicht blos von provinzieller Wichtigkeit, son⸗ dern auch für die angränzenden Provinzen, die Kur⸗ mark, die Lausitz, Schlesien, Posen und Pommern, so wie für die ganze deutsche Geschichte von großer Be⸗ deutung. Das Ganze erscheint in 6 Heften von 6 bis 7 Bogen, à 10 Sgr., wovon die beiden ersten Hefte ausgegeben wurden.
So eben erschien in unserem Verlage: [872]
F. Gumberts Felice notte Ma-
rietta, Lied ans Ilialicn für Sopran oder Tenor und Piano, dito fůr Alt ofer Bariton. Op. 20. 12 ½ Sgr. welches in vielen Konzerten mit ausserordentlichem Beifall aufgenommen, da Capo begehrt und in das Singspiecl: Der Kapellmeister von Venvdig eingelegt, Furore gemacht hat.
Jenny Lind’s 4 schwedische Lie- 8 Heft V. 10 Sgr.
der, dcutsch von Gumbert
Hierin ist das berühmteste, bisher unge- druckte Lied der gefeierten Sängerin „mit dem verhallenden Ton“ enthalten.
Alle Musikalien mit üblichem Rabatt.
Schlesinger-a Hüeche n. Musikhandlung.
Verkauf eines Rittergutes
g 0 . 1923 1) am Rhein.
Theilungs halber wird Freitag den 5. November und nöthigenfalls Samstag den 6. und Montag den 8. No⸗ vember c. das den Erben Mertens⸗Schaaffhausen Hages
örige, in einer der schönsten Gegenden des Niederrheins
in der Nähe der Universitätsstadt Bonn und des Sie⸗ bengebirges, unmittelbar am Rhein auf dessen linken Seite gelegene landtagsfähige Rittergut: Plitters⸗ dorfer Aue, bestehend aus einem herr gadese Landhause nebst Park und zwei Pachthöfen (Auert und Marienhof) mit circa 700 Morgen Ackerländereien, Wiesen u. s. w. von dem unterzeichneten Notar meist⸗ bietend in folgender Weise verkauft.
34 Linden.
Am 5. November wird das Rittergut im Ganzen
unnd Oekonomiegebäuden, 16 1 mmenhängenden Morgen Weinberg, ungefähr 21
of
ausgesetzt und, wenn die gerichtliche Taxe von 118,800 Thlr. erreicht wird, definitiv zugeschlagen.
Wird die Taxe beim Verkauf im Ganzen nicht er⸗ reicht, so wird das Gut am 6. resp. am 8. November in zwei Komplexen (Auerhof und Marienhof) und der Nest in Parzellen verkauft. Derjenige Verkauf (im Ganzen aber in zwei Komplexen und Parzellen, welcher alsdann den höchsten Verkaufspreis aufbringt, erhält den definitiven Zuschlag, weshalb der Letztbietende aufs Ganze bis zur Ermittelung des höchsten Verkauspreises durch den Notar an sein Gebot gebunden bleibt.
Der erste Kompler (Auerhof) enthält mit Einschluß des herrschaftlichen Hauses und Parks, der Gemüsegär⸗ ten, Pächterwohnung und Oekonomie⸗Gebäude an Acker⸗ ländereien, Wiesen u. s. w. 341 Morgen, mit einem Katastral⸗Reinertrag von 1006 Thlr. und ist tarirt zu 63,705 Thlr. Der zweite Komplex (Marienhof) enthält nebst Pächterwohnung und Oekonomie⸗Gebänden 72 Morgen Ackerländereien und Baumgarten, mit einem Katastral⸗Reinertrag von 266 Thlr. und ist taxirt zu 15,405 Thlr. Von den Parzellen eignen sich einige hunch ihre schöne Lage am Rhein vorzüglich zu Bau⸗
ellen.
Der Besitz⸗Antritt erfolgt am 11. November c. mit Ausnahme von circa 150 im ersten Komplex enthalte⸗ nen Morgen Ackerländereien und Wiesen, welche mit der ZA des Auerhofs noch bis zum 22. Fe⸗ ruar 1848 im Ganzen verpachtet sind.
Die Kaufschillinge werden in fünf Terminen abgetra⸗ en, von welchen der erste sechs Wochen nach dem Zu⸗ fchlag zu erlegen ist.
Eine lithographirte Karte des ganzen Gutes, das de⸗ taillirte Verzeichniß der einzelnen Bestandtheile und die Verkaufsbedingungen sind bei dem unterzeichneten No⸗ tar zu erhalten. 1
Der Werth dieser Besitzung kann noch erhöht werden durch den Ankauf solgender am 9. und 10. November zum öffentlichen meistbietenden Verkaufe kommenden, demselben Erben Mertens⸗Schaaffhausen zugehörigen, auf der rechten Seite des Rheines dem Rittergute ge⸗ genüber gelegenen Immobilien: 8
1) der Höhe des Petersberges, einer der am Rhein liegenden Spitzen des Siebengebirges, bestehend in einer Kirche nebst Mobiliar, Haus und Oekonomie- Gebäuden, Brunnen, circa 8 Morgen Ackerland und 25 Morgen Waldung mit schönen Anlagen und den herrlichsten Fernsichten ins Gebirg⸗ und ins Rheinthal auf⸗ und abwärts (gerichtliche Taxe
4183 Thlr.); 3 tersberge zu Oberdollendorf lie⸗- 2) des neben dem Petersberg Ten ces aug Wohn⸗
12ö1. einguies Sülze WLE1““ 116 unmittelbar zusam⸗
Morgen Garten, Baumgarten und Ackerland und 160 Morgen Waldung. . Die alle genannten Immobilien betreffende Expertise, das Hest der Bedingungen und die detaillirten Veräu⸗ ßerungsßläne nebst Karten liegen in der Amtsstube des unterzeichneten Notars zur Einsicht offen. 88
Bonn, am 9. September 1847.
Der Königliche Notar Carl Eilender. 4
[925 b]
Eine Herrschaft in bester Gegend Posens an der schle⸗ sischen Gränze im Preise von 450,000 Thlr. soll Fa⸗ milienverhälmisse wegen verkauft werden. Selbstkäufer belieben frankirte Adr. unter S. 40. im Königl. Intell.
Comtoir einsenden zu lasseer..
1“
Nachmittags 4 Uhr in
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. man, bdr unzu whrithuniaz; Sae 1.
— Be⸗ 11 n 2238
15 3 2 nd i Ham Das Abonnement beträgte: 2 Rthlr. für 4 Jahr. 5 mhnuS mn aisetrai in 4 Rthlr. † Jahr. 8 Rthlr. 1 Jahr. mu. c in allen Theilen der Monarchie “ ohne Preis-Erhöhung. 8 Bei einzelnen Nummern wird gunh 3 21 I der Bogen mit 2 ½⅔ Sgr. berechnet. 1a Frhn.
“ * * 82]
613289
8 8 —2* AMh uun S K
8
1anhel3zu Amtlicher Theill. 1 3 Snlalig⸗ F. Preußen. Der Gewerbe⸗Verein der Provinz Preu⸗ ßen. — Provinz Schlesien. Ueberschwemmung. — Rhein⸗Pro⸗ vinz. Neise Sr. Majestät des Königs. — Deputation von Krefeld an Se. Majestät den König. — Zunehmende Versandung des Rheins. — Schreiben aus Düsseldorf. (Aufenthalt Sr. Majetät des Königs; Reise des Königs der Niederlande. 8 Deutsche Bundesstaaten. Könißreich Bayern. Neue Professur in Erlangen. — Herabsetzung des Ausgangszolles auf Getraide. — Großherzogthum Baden. Staats⸗M lnistes von Dusch und Staats⸗ rath Bekk. — Großherzogthum Sachsen⸗Weimar. Ankunft der Prinzessin von Preußen. — Truppen⸗Uebungen. — Aerndte. Oesterreichische Monarchie. Wien. Die Gazz. di Venezia über die Angelegenheit Ferrara's. — Preßburg. Der Reichsprimas †. — Innsbruck und Triest. Truppen⸗Brwegungen.
Frankreich. Paris. Genugthuung für unbefugte Durchsuchung eines
Schiffes. — Das Portefeuille über die Besetzung Ferrara's. — Er⸗ nennung zweier Marschälle. — Die gemeinschaftliche Politik Frankreichs und England am La Plata. — Schreiben aus Paris. (Die Mar⸗ schälle von Frankreich.)
Großbritanien und Irland. London. Unterdrückung des Slla⸗ venhandels an der afrikanischen Küste. — Besorgnisse wegen der Kar⸗ toffel⸗ Noth. — Das Fallissement von Reid, Irving und Comp. — Die Bank.
Schweiz. Schreiben ausdermittleren Schweiz. (Schweizer Zustände.)
2 talbes. „Turin. Verbot anderer als der Landesfarben. — Adresse an en König.
Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten.
Königsstädtisches Theater. (Italienische Ogern⸗Vorstellung.) — Versamm⸗ lung der Aerzte und Naturforscher.
Beilage.
8*
4⁴ 0 8 Amtlicher Theil. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: „Dem Freiherrn Theodor Herrmann von Fürstenberg die Kammerherrn⸗Würde zu verleihen. Bekanntmachung.
Die Ziehung der Prämien von den nach unserer Bekannt⸗ machung vom 1. Juli d. J. zur Ausloosung bestimmten 900 See⸗ handlungs⸗Prämienscheinen wird am
15. Oktober d. J. und an den darauf folgenden Tagen von 8 Uhr Vormittags ab in dem großen Konferenz⸗Saale des Seehandlungs⸗Gebäudes, mit Zuziehung von zwei Notarien und zwei vereideten Protokollführern, stattfinden. 8
Das betheiligte Publikum setzen wir hiervon mit dem Bemerken in Kenntniß, daß wir nach geschehener Ziehung die gezogenen Num⸗ mern und Prämien durch die hiesigen öffentlichen Blätter bekannt machen werden. “
öBerlin, den 24. August 1847. 8 18 General⸗Direction der Seehandlungs⸗Societät.
(gez.) Kayser. Weutzel.
1“ “ “ I1“
Dem Fabrik⸗Besitzer Ferdinand Vanderzypen. zu Deutz ist unter dem 21. September 1847 ein Patent auf eine Vorrichtung, bei Gruben⸗Förderungen den Sturz der Gefäße abzuwenden, in der durch Zeichnung und Be⸗ schreibung nachgewiesenen Verbindung, auf acht Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang des preußischen Staats ertheilt worden.
den Hoffnungen berechtigende
aus England herüb
2 une n Emns Ss mhih 3311 8 1111
9
Den Mechanikern und Fabrilbesitzern Hagen und Bährens zu Köln ist unter dem 20. September 1847 ein Patent
Höjkauf einen Schieber für rotirende Dampfmaschinen, in der
hdeurch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenen Zusam⸗ — mensetzung 1— auf sechs Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang des preußischen Staats ertheilt worden.
Angekommen: Der Wilkliche Geheime Ober⸗Finanzrath und General⸗Direktor der Steuern, Dr. Kühne, aus Schlesien. Abgereist: Der Bischof der evangelischen Kirche und General⸗
Superintendent der Provinz Brandenburg, Dr. Neander, nach
Kösen.
UMiichtamtlicher Theil.
Inland. va-
Provinz Preußen. (Königsb. Ztg.) Am 19. Spe⸗ tember fand in Königsberg eine General⸗Versammlung des Gewerbe⸗ Vereins der Provinz Preußen statt. Es schloß mit derselben das zweite Jahr des Vereins ab.
„Der Rechenschafts⸗Bericht gab ein recht erfreuliches Bild von der Thä⸗
tigkeit dieses jungen Vereins, der neben der Ansammlung einer Bibliothek,
so wie einer Waaren⸗ und Fabrikaten⸗Sammlung, und außer der Heraus⸗
abe eines eigenen Gewerbe⸗Vereins⸗Blattes, ein Lesezimmer, einen techni⸗
schen und bauwissenschaftlichen Journal⸗Zirlel und eine unentgeltliche Sonn⸗
jags⸗Schule unterhält. Das Vereins-Blait, welches monatlich erscheint
und in seinem ersten Theile nur Original⸗Aufsätze enthält, in seinem Bei⸗
blatte aber auch das Iunteressanteste aus anderen Journalen bringt, wird
den Mitgliedern gratis zugesertigt. Die anderen genannten Festituie
erfreuten sich einer ziemlich regen Theilnahme, und zwar zählte der Journal⸗Zürkel 63 Mitglieder, das Lesezimmer war wäh⸗ rend 5 Wintermonate täglich, im Sommer wöchentlich zweimal geöffnet) von etwa 100 Lesern 1100 Male benutzt und die Sonntags⸗Schule von eiwa 125 Lehrlingen mit 2041 Besuchen stequentirt worden. Nurch eine mit Prämien verbundene Konkurrenz unter Arbeiten, die von Lehrlingen selbstständig und ohne Hüffe ihrer Meister gefertigt sein mußten, war ferner der Eiser derselben angesporm worden, und hatten diese manche, zu bedeuten⸗ he Arbeit geliefert. Es hatte dies Alles mit verhältnißmäßig sehr geringen Mitteln zu Stande gebracht werden müssen, mwell anßer einigen giberen nicht eben bedeutenden Einnahmequellen der Verein auf den m etas seiner Mitgliever don 10 Sgr. viertel⸗ jährig angewiesen ist Und demnach mit Rücksicht auf vie nothwendig er⸗ scheinende Zurücklegung eines Ieinen Reserve⸗Fonds, der nach Ablauf des zweiten Jahres in 300 Nthlr. Msteht, insgesammt nur circa 800 Rthlr. für die oben bezeichneten Zwecke vermendet werden konnten. Die Zahl der Mitglieder beträgt 529, und wäre diesem Vereine, dessen ersprießliche Wirksamkeit nicht zu verkennen, gewiß eine staͤrkere Betheiligung von Seiten des Publikums zu wünschen. statutenmäßig in diesem Jahre durchs Loos ausgeschie⸗
dene Dirigent Verejns, Herr Regiezungg⸗Präsident Mallach, wurde ein⸗ ewahlt. Vorgezeigt und bess nächst ein kürzlich
stimmig wied 22 1 1
mmener selbstthättges Masshen⸗ pparat, ein Treib⸗ riemen aus Guttaßffcha, eine von dem h 8Nadlermeister Herrn Krause aus Draht angefertigte Epheulaube mit vallfk hängendem Vogelbauer, das Modell eines selbstthätigen Wagentrittes von der Ersfindung des Schlosser⸗ meister Herrn Schopmann, die Holzmuster des Herrn Lewin aus London, so wie einige von dem insterburger Gewerbe⸗Verein dem hiesigen zur An⸗ sicht zugeschickte Spinnräder mit selbstwirkender Spnlenverschiebung.
Provinz Schlesien. Aus Oderberg vom 15. Septem⸗ ber meldet die Oder⸗Ztg: „Schon wieder wälzen sich die verhee⸗ renden Wasserfluthen von Schlesien's Gebirgen den Oderstrom herab, um alle von der Oder berührte Niederungen abermals unter Wasser zu setzen. Es ist dies die dritte Ueberschwemmung in diesem Som⸗ mer außer dem Frühlings⸗Hochwasser. Das Wasser wächst bereits
m feumc nan n
m iugFrmin schög naninsE nan
Jac. 2d 5ua0 .1 „u,0,d ut Aue post-Anstalten des Ju⸗
˙ööö; slandes arhmen Hestellung
61 duli 919 2 2 s 7 auf diesen Hlatt an, für Herlin ddie Erpedition der 5 Preuß.
er⸗. Zeitung:
U nU 84 gehren-Straße Nr. 57.
Jyusertions⸗-Gebühr sür den 4 Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.
E uüa tsue.
1847.
888 5 Zoll und bestätigt die erhaltene Hiobspost aus Schlesien nur zu sehr. Nachmaht verloren ist, ungeheuer. 5000 Morgen eireca 1 Bruc welches über 100,000 Morgen zählt, dürfte in diesem Jahre ziemlich eine Million verlieren.“
Der Verlust der Grundbesitzer ist nun, nachdem auch die Oderberg allein verliert auf seinen
50,000 Rthlr., und das ganze niedere Bruch,
Rhein⸗Provinz. Ueber die Ankunft Sr. Majestät des
erg⸗ in Koblenz am 20, September liest man in der Rh. und Mos.
Uhr konnte die Bevölkernng von Koblenz das Annähern des Mosel⸗ Dampfschiffes „Blücher“ wahrnehmen, welches, von Trier kommend, des Königs Majestät uns zuführte. lichkeiten verbeten worden, masse den Ufern der Mosel,
Ztg. vom 21. September: „Gestern Abend gegen halb 8
Obgleich alle Empfangs⸗Feier⸗ war denach ine unabsehbare Menschen⸗ die, wie die Brücke, durch zahlreiche Flammen erleuchtet waren, zugeeilt, um ihrem geliebten Königlichen Herrn ihre Anhänglichkeit und Verehrung zu bezeigen. Unter ihnen hatte sich eine große Anzahl Sänger aller Stände zusammengefunden, welche sich, der Landungs⸗Brücke gegenüber, aufgestellt hatte und die unter Mitwirkung sämmtlicher in hiesiger Stadt besindlichen Mustk⸗ Corps bei der Ankunft des Dampsschiffes das Lied: „Ich bin ein Preuße“, und später ein Festgedicht: „Heil dem König!“ sangen, welches letztere sowohl wegen des Textes als auch wegen der ihm untergelegten Me⸗ lodie ganz geeignet war, großen Eindruck hervorzubringen. Se. Ma⸗ jestät, von dem Gouverneur von Bardeleben, dem Regierungs⸗Prä⸗ sidenten von Massenbach, dem Landrath Grafen von Boos und dem Ober⸗-Bürgermeister von Koblenz an der rö empfangen, stieg gleich nach seiner Ankunft in einen bereit ge altenen Wagen und grüßte huldreichst zunächst die Sänger und dann die versammelte Menge, deren Enthusiasmus und Verehrung bei dem Anblicke des geliebten Königs in einem begeisterten Hurrahrufen sich Bahn zu machen suchte. Die Häuser der Straßen, durch welche Se. Maje⸗ stät den Weg nach dem Königlichen Schlosse nahm, so wie überhaupt die ganze Stadt waren prachtwvoll erleuchtet, was einen um 8 tiefe⸗ ren Eindruck machen mußte, als der allgemeine Wunsch diese Illu⸗ mination hervorgerufen hatte. Begleitet wurden Se. Majestät von Sr. Königl. Hoßeit dem rinzen Friedrich, von den Ministern von Stolberg und von Bodelschwingh, den Ober⸗ Präsidenten Bötticher und Eichmann, so wie von dem Regierungs⸗Präsidenten von Auerswald aus Trier; schon früher aber waren Se. Kaiserl. Hoheit der Groß⸗ fürst Thronfolger von Rußland, Ihre Königl. Hoheiten der Kronprinz und der Prinz Karl von Bayern, Se. Königl. Hoheit der Prinz von Preußen, Ihre Königl. Hoheiten die Prinzen Karl, Waldemar und Adalbert und mehrere andere hohe Herrschaften angekommen, welche alle im Königlichen Schlosse wohnen und von Sr. Majestät nach er⸗ folgter Ankunft im Schlosse emßfangen wurden. Zugleich geruhten des Königs Majestät sich das versammelte Offizier⸗Corps, so wie die Chefs der verschiedenen Civil⸗Behörden und die Geistlichkeit, vorstel⸗ len zu lassen, worauf in dem zahlreich besuchten Königlichen Garten ein Zapfenstreich von mehreren Militair⸗Mustkcorps ausgeführt wurde. Auch hatten Se. Majestät zu erlauben geruht, daß die Seminaristen
Lieder vortragen durften. Heute ist Se. Majestät um 8 ½ Uhr nach Bassenheim gefahren, woselbst eine große Parade der dort versam⸗ melten Truppen abgehalten werden wird.
Aus Trier vom 19. September meldet die dortige Zeitung: „Schon zu verschiedenenmalen hatte unsere Stadt das Glück, Se. Majestät unseren Allergnädigsten König in ihren Mauern zu beherber⸗ gen; den Anwohnern des Moselstroms von hier bis Koblenz entlang
war es jedoch noch nicht vergönnt gewesen, Se. Majestät begg efah⸗
zu können. Dieser Umstand, so wie der eigene Wunsch nach rung des in seinen häufigen Windungen romantischen und durch die
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Königsstädtisches Theater.
talienische Opern⸗Vorstellung. im 8 tes Sa fon: Otello. Musik von Rossini.
(Den 22. September.)
g.* italienische Oper erfreut sich der sortdauernden Gunst des Publi⸗ kums. Wir fanden wieder ein gefülltes Haus, das die Vorstellung mit Spannung und lebendigem Antheil bis zum Schluß verfolgte. Othello ist bekannt. Rossini, der liebenswürdige Schwan von Pesaro, steht in diesem Werke sowohl, wie überhaupt, trotz seiner Verirrungen und Fehler, noch immer groß da und jedenfalls größer, als seine Nachfolger, die zu⸗ gleich auch seine Nachahmer sind. Die Schönheiten im „Othello“ sind, bei vielen darin enthaltenen Trivialitäten, überwiegend. 4 - vorzugsweise aber im dritten, begegnet man ausgezeichneten, genialen Musik⸗ stücken, und nur der zweite Alt ist es, der eigentlich die Schuld trägt, wenn die an Schönheiten so reiche Oper nicht als ein vollendetes Kunstwerk, als ein dra matisches Ganzes dasteht. Wir erinnern zum Belege des Gesagten z. B. an das Terzett zwischen Desdemona, Othello und Rodrigro und an das Finale des zweiten Aktes — Musikstücke, in welchen von Kampf, Rache und Verzweiflung gezwitschert und getrillert wird — und zum Gegensatz an das herrliche Gondellied und an die wun⸗ dervolle Romanze der Desdemona im dritten Akt, wo Rossini, seine Manier fast gänzlich verleugnend, sein Genie in wahrhaft großartiger Weise durch die Wahrheit und Tiefe des Ausdrucks offenbart, die er jenen ein⸗ fachen, wunderbar ergreifenden Gesängen einzuhauchen verstand.
Zur Ausführung! Daß eine Rossinische Oper die Entfaltung be⸗ deutender Kunstkräfte erfordere, weiß Jeder, nicht minder, daß der Kolora⸗ tur⸗Gesang nicht eben die Lichtseite der heutigen Sänger genannt werden könne. Unter diesen Umständen darf die diesmalige Aufführung der immer noch gern gehörten Oper als eine im Ganzen wohlgelungene belobt werden.
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Sgra. Fodor gab die Desdemona und führte die Partie, so weit sie ihrem
en als dem Dramatischen zuneigenden Naturell zusagt, mit Glück durch. Reichen übrigens, dieser Andeutung zufolge, die Mittel der trefflichen Künstlerin zu einer in allen Theilen genügenden, charakteristischen Färbung der Rolle nicht aus, fehlt es ihr namentlich an jenem intensiven Feuer, das für die Darstellung der Desdemona für uner⸗ läßlich erachtet werden muß, so war doch das Streben ihrerseits, auch in dieser Beziehung den kritischen Forverungen gerecht zu werden, nicht zu ver⸗ kennen und in vielen einzelnen Momenten sogar von Erfolg gekrönt, so daß die Leistung, bei der vorzüglich gelungenen Lösung des rein mustkali⸗ schen Theils der Aufgabe, jedenfalls als eine ehrenwerihe, in ihrem Total⸗
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sich mehr dem Lyris
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Zum erstenmale in
Im ersten Akt,
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Eindruck befriedigende Anerkennung verdient und diese auch von Seiten des Publikums fand. Letzteres spendete der allgemein beliebten Sängerin ungetheilten Beifall. Man lauschte dem Silberklange ihrer glocken⸗ reinen Stimme und ihrem kunstfertigen, stets edlen und wohl⸗ thuend wirkenden Gesange, mit wahrer Hingebung und fühlte sich für das Fehlende in der Leistung hinlänglich durch das in reichem Maße Gebotene entschädigt. Musikalische Glanz⸗Mo⸗ mente bildeten im ersten Akte das Duett mit Emilia, im zweiten Akte das Terzett und Finale, Musikstücke, in welchen Sgra. Fodor ihre Meister⸗ schaft und ihre eminente Gesangskunst mit glänzendem Erfolge geltend zu machen Gelegenheit nahm und die lobhaftesen Acclamationen der Zuhörer hervorrief. Weniger Gelungenes leistete sie im dritten Akt in der berühm⸗ ten Nomanze zur Harfe, deren Vortrag etwas kalt ließ und uns, besonders in den beiden letzten variirten Strophen, zu gekünstelt erschien. Dagegen bot die Schluß⸗Scene wieder treffliche Momente. Uebrigens zweifeln wir nicht, daß es Sgra. Fodor gelingen werde, die ihr zu Theil gewordene Aufgabe, nach längerem Studium, tiefer zu durchdringen und sicherer zu bewältigen, als dies nach einer, wie wir erfahren, nur kurzen Bekannt⸗ schaft mit der für sie neuen Rolle möglich war.
Eine vorzügliche und erwärmende Leistung bildete die des Sgr. Par⸗ dini als Othello. Der Sänger besitzt in seiner markigen Stimme, womit sich gewandte Koloraturfertigkeit und ein feuriger, energischer Vortrag ver⸗ binden, Eigenschaften, die ihn für die Durchführung dieser Glanzpartie ganz besonders geeignet erscheinen lassen und ihm stets einen gewissen Erfolg als Othello sichern Er brachte den Charakter mit entschiedener Wirkung zur Geltung, indem er den Sohn der brennenden Zone mit einer Glut der Lei⸗ denschaft zeichnete, die nur selten das richtige Maß überschritt und nur in einzelnen Momenten ein edleres, künstlerisches Gepräge wünschen ließ. Sgr. Labocetta zeichnete sich als Rodrigro aus. Den Genannten, im Verein mit Sgr. Zoboli, als Jago, gebührt das Verdienst, die Vorstellung der Oper in befriedigender Weise gefördert zu haben, während Sgr. Luisia, als Ermino (Brabantio) ebenfalls nach Kräften dazu mitwirkte. Mehr Kraft und Tiefe wäre der Stimme des Letzteren freilsch zu gönnen, beson⸗ ders wenn es gilt, das musikalische Fundament in einem Musikstücke, wie das Quintett des ersten Altes, zu bilden. 2.
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Aachen, 19. Sept. (Aach. 8 2) Der heutige Tag war von den Geschäftsführern der Naturforscher⸗ sammlung für die chtguns der Stadt und ihrer nächsten Umgebung, so wie der wissenschaftlichen Samm⸗ lungen, bestimmt. Je nach den verschledenen Interessen theilten 5 daher auch die geehrten Gäste in verschledene Gruppen, welche theils die
rigen Jahre
historischen Sehenswürdigkeiten Aachens, theils unsere und Burt⸗
scheids trefflich eingerichteten Bäder, so wie die im Museum für nütz⸗ liche Wissenschaften befindlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen, besich⸗ tigten, welche durch die Insektensammlung des Herrn Förster und die Schmetterlingsammlung des Herrn Püngeler, welche diese Herren in jenem Lokale auszußtellen die Güte gehabt haben, eine erfreuliche Bereicherung er⸗ halten hatten. Eine andere reichhaltige Sammlung von Petrefakten, dem Herrn Dr. Jos. Müller gehörig, hatte dieser in einem Saale des Gymnasiums zur Einsicht des gelehrten Publikums bereitwilligst aufgestellt. Die Sammlungen er⸗ regten überall lebhafte Theilnahme. Später waren es die Umgebungen Aachens, namentlich die reizende Aussicht vom Lousberge, so wie die freundliche Lage Burtscheids, welche die Gäste lange im Freien festhielten, bis gegen Abend sich Alles in das Konzert der berühmten Violinspielerinnen Milanollo, welche uns wieder durch einige Konzerte erfreuen werden, so wie in die eleganten Räume der Erholungs⸗Gesellschaft, begab, wo Herren und Damen bei gu⸗ ter Musik sich lange auf das heiterste uünterhielten. 8
Ueber die gestrige Sectionsbildung haben wir noch nachzutragen, daß u Präsidenten gewählt wurden in der geologischen Section die Herren Ge⸗ eb- Bergrath Nöggerath, Geheime Rath Mitscherlich und Hermann von Meyer; in der Section für Chemie, Physik und Pharmacie Herr Geh. Rath Mitscherlich; für Anatomie Herr Professor Vrolik; für Medizin und Chi⸗ rurgie Herr Geh. Rath Harleß; für Psychiatrie Herr Geh. Rath Flem⸗ ming. Die Section für Pspchiatrie ist bekanntlich zuerst im vo⸗ in Kiel gestiftei worden. Herr Dr. Hahn von Aachen hielt gestern in dieser Section einen längeren Vortrag, in welchem er sehr ründlich auseinandersetzte, wie nothwendig es sei, daß nicht blos die Irren⸗ Aerzte, sondern überhaupt alle Aerzte mit größerer Theilnahme sich diesem Gegenstande zuwendeten und besonders auch das Interesse des Publikums üg1; dafür zu erregen suchten, damit durch die Unterstützung Aller auch etwas Wirksames für Unterbringung, Pflege und Heilung jener Unglücklichen geschehe, welche noch vielfach nur zu sehr verwahrioß würden. Morgen
werden die eigentlichen Arbeiten in den Sectionen beginnen.
Die Zahi der bis jetzt angemeldeten Theilnehmer ist 498, und bemer⸗ ken wir unter denselben nachträglich noch die Herren Professor Fresenius aus Wiesbaden, Geh. Medizinal⸗Rath Flemming aus Schwerin, die Prosesso⸗ ren d'Alton und Roß aus Halle, Weber aus Bonn, Waterkon aus Löwen, de Konink aus Lüttich, Duvernoy aus Paris u. s. w. ““
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von Neuwied, die zu diesem Zwecke hierher gekommen waren, mehrere