1847 / 276 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Weizen, weißer 87, 93 97 ½ Sgr., gelber,

Ee 83, 91 95 Sgr.

8 Breslau, 2. Okt. 35 etwas mehr Frage war, 1t Hegßen, 5“8 5 e 5, 5 . 3 t 8 5, 9 Haff bei sehr kleiner Jufuhr steigend, es wurde bezah 1 . S ini anden zu die⸗ 88 apps 88, 93 96 Sgr., einige Posten F 3 en Preisen Nehmer. zualität geboten. —* Ripps 85 Sece lan gen caa en. zu melden, für erstere

Ueber rothe und e eauflußs letztere matter, aber ohne Umsatz. bestehl zu letzten Preisen leine Partieen a 12 ½ 2 * Rthlr. gehandelt

Spiritus etwas fester, kleine Po 5 3 8 Rthlr. g 19 12 ½ Rthlr. erlassen. Nov. bis Jan. 11 Rthlr. rößere Posten mußte man 2 Rthir. ferner G .Mat bis Juni 12 Rthlr. bezahlt., 12 ½ Rthlr. fern

Rüböl loco 11 Rthlr. G., Lieferung bis Dez. 12 Rthlr. Br., spätere Termine 12 Rthlr., auch 12 ½ Rthlr. zu bedingen.

Südseethran 10 ½ Rthlr. bez. und zu bedingen. 2

Zink sehr flau, a 5 Rthlr. 12 Sgr. ab Gleiwitz mehrfach offerirt. b Das Regenwetter hält an, die aufkommenden Besorgnisse wegen Ver⸗

ögerung der Aussaat und des Umsichgreifens der Kartoffelkrankheit werden immer ernsthafter.

Leipzig, 30. Sept. Getraidepreise. Der Scheffel Weizen 6 Rthlr. 10 Ngr. bis 6 Rthlr. 15 Ngr., der Scheffel Korn 4 Rthlr. 20 Ngr. bis 4 Rthlr. 22 Ngr., der Scheffel Gerste 3 Rthlr. 10 Ngr. bis 3 Rthlr. 15 Ngr., der Scheffel Hafer 2 Rthlr. 2 Ngr. 5 Pf. bis 2 Rthlr. 5 Ngr.

Leipzig, 1. Okt. (L. Z.) Zweiter Meßbericht. Die Böttcher⸗ woche naht nunmehr ihrem Ende, und die Zeit ist gelommen, wo sich der Gang der Geschäfte in den meisten Artikeln mit ziemlicher Sicherheit über⸗ sehen und wohl ein Urtheil über das hochwichtige für das In⸗ und Aus⸗ land bedeutungsvolle „Gut“ oder „Schlecht“ fällen läßt. Beleuchten wir zunächst den Gang der einzelnen Hauptgeschäftszweige, um jene Frage am Schlusse desto leichter lösen zu können.

Die Ledermesse war in Ansehung des Absatzes durchaus günstig; denn nicht nur, daß sich die eingeführten Vorräthe sehr schnell vergriffen, sondern es hätte auch noch weit mehr davon verkauft werden können, was sich sowohl von fabrizirten, als von rohen Ledern sagen läßt. Nicht so günstig waren für die Verkäufer die Preise, indem, was besonders Sohlenleder eeens. davon gegen baare Zahlung Verkäufe abgeschlossen worden sind, die schwerlich einen Nutzen übrig gelassen haben. Denn man bezahlte für Prümmer, Siegner und Malmedyer Sohlenleder: prima Qualität 30 34 Rthlr., mittel 25 28 Rthlr. und geringe 22 24 Rühlr. Leder dagegen von den Lagern unserer Grossisten, das diese mit prima Qualität bezeichnen, wurde vor, während und nach der Messe mit 37 39 Rthlr., Ziel 3 6 Monate, willig bezahlt. Deutsches Sohlenleder brachte 23—29 Rthlr., deutsches Brandsohlenleder 26—27 Rthlr. und wildes dergl. 20 24 Rthlr. Fahlleder erhielt 7 ½ 8 ½ gGr. pr. Pfund, Kalbleder 12 bis 13 gGr. und Schafleder 2 ½ —3 Rthlr. pr. Decher. In gleichem Verhält⸗ niß waren auch alle Sorten rohe Leder in den Preisen gedrückt.

Die Tuchmesse hat sich im Allgemeinen leidlich gestaltet, wenn auch nicht alle Fabrikorte damit zufrieden sind. Das bis jetzt verkaufte Quan⸗ tum kann auf circa 50,000 Stücke veranschlagt werden, und hat gute Qua⸗ lität die vorigen Preise, gefragte Sorten hin und wieder auch etwas dar⸗ über erhalten, wie umgekehrt auch viele Fabrikanten nicht ganz die vorigen Preise erlangen können. Der Haupt⸗Absatz erstreckte sich bis jetzt nach Ame⸗ rika, der Moldau und Wallachei, Italien und Bayern; doch werden noch schwedische und dänische Einkäufer erwartet. Buckskins und andere derar⸗ tige wollene Artikel in schönen Mustern finden, wie immer, Frage und ist darin recht gut gekauft worden.

Von baumwollenen und gemischten deutschen und englischen Ma⸗ nufalkturwaaren gehen solche Arten vorzüglich, die fürs Ausland passen, während Fabrikanten, welche nur für die deutsche Kundschaft eingerichtet sind, keine große Ursache haben, zufrieden zu sein. Daher machen auch un⸗ sere englischen Manufakturwaarenhändler nicht nur, sondern auch einzelne Fabrikorte, welche gerade jene Artikel führen, eine recht gute Messe. In sächsischen Strumpfwaaren, ein Artikel, der sich in mehrere Welttheile Bahn gebrochen hat, ist der Absatz ein völlig befriedigender; nur wird über schlechten Eingang der Gelder geklagt, und diejenigen, welche gegen baar kaufen, bieten Preise, wobei nichts verdient wird. Baumwollene weiße voigtländische Waaren finden auch diesmal die gewohnten Absatzwege, wogegen in sächsischen und schlesischen baumwollenen Futterzeugen zur Zeit eine auffallende Stille vorherrschend ist. Erzgebirgische Spitzen und Posamentierwaaren finden für das Ausland ziemlichen Begehr, und die Fabrikanten nehmen zum Theil noch gute Aufträge aus Amerika mit nach Hause.

In Seidenwaaren hat das Ausland bisher nicht viel gekauft, doch wird auch darin über gedrückte Preise geklagt.

Die Kurzwaaren⸗Händler endlich vermissen noch viel, was zu einer guten Messe gehört, indeß kann sich der Umsatz darin noch besser gestalten, da noch mehrere Russen und Polen erwartet werden.

Fassen wir nun die mitgetheilten Ergebnisse zusammen, so dürfte die Messe bis hierher wohl mindestens einer schwachen Mittelmesse angehören und das Resultat, gegenüber den geringen Erwartungen, darum ein befrie⸗ digendes genannt werden müssen.

Hamburg, 30. Sept. Nach der Börse. Getraide. Flaue Berichte vom Auslande und die vielen beunruhigenden Nachrichten über die Zerrüttung der Geld⸗Verhältnisse in England influirten auf unseren Getraide⸗ markt sehr nachtheilig, so daß eine Ruhe auf demselben sich bemerkbar macht, obgleich ein wesentlicher Rückgang der Preise noch nicht bewirkt worden, da die Anerbietungen noch zu unbedeutend sind. 1

Weizen in loco. Bei geringer Zufuhr drückte ein forcirter Verkauf den Preis von rothem 133 pfd. bis auf 161 Rthlr., während andere Inhaber auf 165 169 Rthlr. Cour. pr. Last hielten. 129 pfd. Weizen ab Dänemark pr. Herbst 106 Rthlr. Bco., pr. Frühjahr wurde zu 108 a 110 Rthlr. Bco., gute Waare (132 pfd.) begehrt, ab Holstein und Pommern stellte man zu 110 115 Rthlr. Beo. an.

7

Roggen in loco verkauft zu 100/110 Rthlr. Crt. pr. Last. und da⸗ zu serner angeboten, man würde zu 68/70 Rthlr. gekauft haben, man for⸗ derte aber ab Dänemark pr. Herbst für 122 pfd. 72 Thlr. Bro., wozu einige Partieen am Markt.

Gerste in loco, neue Saal⸗ 106 pfd. bedingt 98 Rthlr. Crt. bei Kleinigkeiten; ab Dänemark bezahlte man für 110/112 pfd. Waare 66/08 Rthlr., zu 64 Rthlr. Bco. bleibt 110/111 pfd. Waare indeß jetzt angeboten.

In Hafer zeigte sich für auswärts Beachtung; ab Holst., West⸗ und Dänemark Ostsküste werden wenige Partieen 75/76 und 80 pfd. Waare zu 42/45 Rthlr. abgeschlossen.

Erbsen bleiben für Holland und Frankreich gesucht zu 85—88 Rthlr.

Zufuhren fehlen.

Wicken, große 140, kleine 130 32 Rthlr. Cour. in loco; ab Dä⸗ nemark 87 90 Rthlr. Bco. pr. Last.

In Rappssaat fehlten größere Anerbietungen; es war still mit die⸗ sem Artikel. Abgeschlossen wurde zu 132 Rthlr. Bwo. ab Westküste, und ist dazu auch noch zu haben.

1. Okt. Nach der Börse. Waarenbericht. In Farbehöl⸗ zern fand bei sehr festen Preisen wenig Umsatz statt.

In engl. Piement sind desgleichen keine merklichen Umsätze zu be⸗ derselbe behauptet sich auf Notirung bei beschränkter Auswahl am Markte.

Pfeffer unverändert; Cassia lignea preishaltend; obgleich leb⸗ hafte Frage ein besseres Geschäft vermuthen ließ, blieb der Abzug jedoch nur sehr gering. Im vorigen Jahre waren bis Ende September bereits 5000 Kisten mehr zugeführt als im gegenwärtigen; die geringen Fragen nach Flores werden mit Notirung bezahlt.

In Macisblüthen und Nüssen (vorzüglich in prima Nüssen) zeigt sich vermehrter Abzug, daher deren Befestigung im Werth.

In Nelken wurde mehr Beachtung bemerkbar, ca. 20,000 Psd. Zau⸗ gueb. und 130 Gonjes Bourbon wurden realisirt; Malabar. Carda⸗ mom findet bei gedruückten Preisen trägen Abzug.

Ingber. In Auction fanden 75,000 Pfd. Malab. und Bengal zu resp. 3 und 3 ¾ Sch. Bco. pr. Pfd. willige Nehmer.

In Mandeln war der Umsatz in dieser Woche nicht belebt: an ein Sinken der Preise ist wohl nicht zu denken, da keine Zufuhren von Belang, wohl aber Bedarf zum Versandt zu erwarten und Inhaber ihren Vorrath an sich halten. Preise verschiedener Waaren. Engl. Piement pr. Pfd. 6 Sch. in Bco., Pfeffer engl. 3 ½ a4 Sch., ostind. 2 3 ¾ Sch., weißer 4 ⅛˖ a4z Sch., Cassia lignea 7 ½ a 7 ½ Sch., Flores 8 ½ a 8 Sch., Macisblüthe 36 a 41 Sch., Nusse 28 a 42 Sch., Nelken Amboyna 12 Sch, Bourb. u. Cayenne 7 ¼ a 8 Sch., Cardamom Malab. 40, 44, 50 Sch., Ceylon 16, 16 ½ Sch., Ingber Afrik. 3 ½ Sch., Bengal. 3 ½ a 3⅞ Sch., Malab. 3 Sch., candirter 10 ½ Sch.

Mandeln süße Barbar. 34 ½ 35 Mk. 100 Pfd. in Bwco., Porto 41 Mk., Sicil 42 ½ a 43 Mk., bitter. Barb. 29 Mk., Prov. u. Sicil. 40 Mk.

Geld⸗ und Wechsel⸗Course vom 1. Oktober. Diskonto 5 % für 1 bis 3 Mts.⸗Wechsel; für kürzere und Mittelpapiere nominell.

Wechsel⸗Cours: Paris 3 Mt. 189 ¼ Frs. p. 100 Mk. Bco., d. K. S. 187 ¾ Frs., London 3 Mt. 13 Mk. 6 Sch., d. K. S. 13 Mk. 9 Sch. p. Pfd. St., Amsterd. 2 Mt. 36, 15 Fl. Holl. Ct. p. 40 Mk. Beo., d. K. S. 35. 90. Kopenh. K. S. 197 Rbthlr. f. 3000 Mk. Bceo.

London, 27. Sept. Getraidemarkt. Die Zufuhren von eng⸗ lischem Weizen waren heute bedeutend; Verkäufe konnten nur bei einer Preis⸗Ermäßigung von 5 Sh. p. Or. effektuirt werden; fremder 2 bis 3 Sh. niedriger. Gerste behauptet die früheren Preise. Bohnen und Erb⸗ sen sind begehrt und halten reichlich den Preis. Hafer erfährt vermehrte Nachfrage und ist etwas theurer. Süßes Mehl in Fässern ist knapp und gefragt, 2 Sh. niedriger, saures vernachlässigt. Noggenmehl wird auf 7 Pfd. p. Tonne gehalten.

Die Berichte aus den Provinzen über den Getraidehandel der verflos⸗ senen Woche lauten günstig.

Obschon in Hull die wirklich gcc habvn Umsätze nicht bedeutend gewesen sind, so waren doch die für alle Wetraide⸗Arten zu erlangenden Preise voöllig so hoch, als unsere letzten Notirungen. Die Käufer sind na⸗ türlicherweise sehr zurückhaltend in Betreff der Bewilligung der so bedeutend erhöhten Forderungen der Inhaber und kaufen nur für ihren augenblick⸗ lichen Bedarf. Frischer rother Weizen würde, weil er rar ist, verhältniß⸗ mäßig bessere Preise als danziger bedingen; beide Arten sind indeß gut ver⸗ käuflich, wenn man nicht eine zu große Erhöhung fordert. Es wird sich bald zeigen, ob diese plötzliche Steigerung nicht zu größeren Lieferungen veranlaßt. Man hatte am 21lsten in Hul am Markte eine große Ausstel⸗ lung einheimischen Weizens, aber nur wenig von sremder Waare. Für er⸗ steren forderten die Landleute bedeutend höhere Preise, welche die Müller im Allgemeinen nicht bewilligen wollten, wir geben die stattgehabte Erhöhung daher nur auf 2a3 Sch. pr. Or. an; fremder verkaufte sich nur langsam zu einer Besserung von 2 Sh. pr. Qr. In Mahl⸗Gerste hat ein großer Umsatz stattgefunden, und unsere Notirungen sind leicht zu bedingen. Für feine Malzwaare zeigt sich Frage, wir haben aber noch keine namhaste Zu⸗ fuhr erhalten. Hafer ist abermals völlig 1 Sh. pr. Qr. höher zu notiren. Bohnen und Erbsen in besserer Frage. Von Roggen⸗Mehl sind keine neue Zufuhren angekommen, werden aber erwartet; es bedingt bis 8 Pfd. pr. Ton. Das Wenige, was von Leinsaamen angeboten wird, findet guten Absatz, was bei den gegenwärtigen Preisen von Oel und Kuchen auch fortdauern dürfte. Leinkuchen finden bei geringem Vorrath, sowohl in fremder als ein⸗ heimischer Waare, Absatz zu vollen Preisen. Rappkuchen sind selten und in guter Frage, man bewilligte während der Woche einen Aufschlag von 5 Sh. pr. Ton. Knochen finden noch einige Frage, aber wegen der öfters angegebenen Ursache sind die Umsätze unbedeutend.

Aus Liverpool schreibt man vom 24sten: Die irländischen Zufuhren blieben klein; vom Auslande und von Kanada waren sie indeß wieder be⸗ trächtlich, obschon nicht so groß, als vorige Woche, und man erwartet, daß sie sich von nun an vermindern werden. Heute war der Markt spärlich be⸗ sucht, und Weizen fiel 3 Pce. pr. 70pfd. für alten und 4 a 6 Pece. für neuen irländischen, der zum Theil feucht war. Hafer bei geringer Zufuhr

Bceo.

eeee“] IEIE“ preishaltend. In Bohnen und Mahl⸗Gerste beschränkter Handel zu vorigen Notirungen. Mais ging zu vollen 2 gut ab. Mehl matter und Western Canal wich auf 28 Sh. pr. Faß.

Amsterdam, 28. Sept. Getraidemarkt. Weizen. Bei Par⸗ tieen niedriger abgegeben 130pfd. b. poln. 445 Fl., 126 pfd. n. fries. 360 Fl., 123 pfd. amerik. 385 Fl., 118 pfd. b. königsb. 395 Fl. Roggen bei —2 tieen niedriger abgegeben, bei Kleinigkeiten wie früher. Für den Konsum: 118pfd. petersb. 207 Fl., 117 pfd. archang. 218 Fl., 123, 124, 125 fd. neuer inländ. 233, 235, 240 Fl., 126 do. 240, 245 Fl. Gerste und Hafer ohne Handel. Buchweizen mit wenigem Begehr preishaltend. 120pfd. n. holst. 255 Fl., 118pfd. 1* grön. Sand⸗ 250 Fl.

Kohlsaamen wie früher, auf 9 Fß. im Sept. 64 ½ L., Okt. 63 ¼ L., Nov. 64 L. Leinsaamen wie früher 107./108 pfd. rig. 292 ¾ Fl.

Rüböl wie früher, pr. 6 W. 37 ½, flieg. 36 ½ a ½, Okt. 35 ¼ a 36, Nov. u. Dez. 36 a ¼, Mai 36 ¼ 37. Leinöl pr. 6 W. 34, flieg. 33 ½¼ a 33. Hanföl pr. 6 W. 35 ½, flieg. 34 ½ a 34.

Amsterdam, 29. Sept. 130pfd. bunter polnischer Weizen 445 Fl., 118pfd. petersburger Roggen 207 Fl.

Auswärtige Börsen.

Amsterdam, 29 Sept. Hiedervl. zinkl. Sek. 54 ½. 3 % do. 30 ½. Pasa.. —. Ausg. —. Zinal. 4 ½ Polu. —. 4 % Hope 87 ¼.

8 Aewerpen. 28 Sept

Augsburg, 29. Sept. II. Sem. 1847 695 Br. Württ. 3 ½ % Oblig. 88 Br. Darmst. 50 Fl. Loose 76 ½ Br. Bad. 50 Fl. Loose v. 1840 59 Br. Loose 36 Br. 3 ½ % 89 Br.

Frankfurt a. M., I. 0Okt. 5 % Met. 104 ½. Bauk-Act. 1933. Süeg’ 87 ¼. Integr. 55. Polu. 300 Fl. L. 96 ¾. do. 500 Fl. 79 ½. Span. 5 % —. 3 % do. 23 ½. 23 ⅛. Bexb. 90 ⅞. 90 ½. Taunus Actien 349 ½. 349

Hamburg, 1. Okt. Bank-Actien 1600 Br. Eugl. Ruas. 104 ½¼ Br. Hamb. Berg. Actien 92 Br. Magd. Wittenb. 82 ¼ Br. Hamb. Berl. 100 ½⅔. 100 ½. Alt. Kiel 108 ⁄¼¼. 108. GlIseckat. Elmsb. 55 Br. Rendsb. Neum. 96 Br. Kopenh. Rothsch. 65 G. Meeckl. 58 ½. 58.

Leipzig, 2. 0kt. Leipz. Dresdn. Act. 116. 115 ½. Sacha. Bayer. 87 ¼. 87 ¼. Sachs. Schles. 100 Br. Cbem. Ries. 56 ¾ Br. Löb. Zitt. 55 Br. Mgd. Leipa. 221 Br. Berl. Ank ELt. A. 116 G. Lt. B. 105 ¾ G. Dezs. Bank-Act. 100 Rr.

London, 28. Sept. Cons. 3 % 85 ½. 85 ½. Belg. 91. 90. Nenue Aul. 19 ½. ¼. Paszive 4 ⁄¼. 4. Ausg. Sch. 13. 12. 2 ½˖ % Holl. 54 ½,. 54. 4 % doe. 86 ½. 86 Port. 79.77. Rugl. Russ. 106 ½. 105 ½. Bras. 84. 82. Chili 91. 89 Mex. 19. 18 ½. Peru 34. 32. 3

Paris, 29. Sept. 5 % Rente fn cour. II4. 70. 3 % de cour. do. 75 60.

Wien, 1. 0kt 5 % Met. 105. 4 % 40. 91 ½ 30% 40. 66 ¾ Bank- Aectien 1615. Aul. de 1834 155. de 1839 121 ½. Gloggu. 114. Nordb. 153.

5 % Spaa. 14 ½. Preuss. Pr. Sch. —.

Zinsl. —. Neue Aunl. 14 ½.

Bayer. 3 1 % Oblig. 93 ½ Br. do. Bank.- Actien 4 ½ % 100 ½. 100. 35 Fl.

1 Meteorologische Beobachtungen.

Abends 10 Uhr.

Nach einmahger Beobachtung.

Nachmittags 2 Uhbr.

Morgens

6 Ubr. 335,011)Pe, [335,70"„1 P.r 336,60Par. + 4,2* n. + 11,5“9 R. + 8,5“R. + 3,3“9 n. + 4.9“ n P 6,7° n. 93 pct. 59 poet. 86 pct. Wetter trüb. balbheiter. halbbeiter. Wind.V . No. No. No. Wolkenzug.. No.

Tagesmittel: 335,771Per... + 8,129 n. + 5,0*9K...

2. Okt.

Laftidruck Luftwärme.. Thaupunkt. Dunstsättigung.

8 p 1847. V Quellwürme 7,80° . Plusswürme 8,9⁰0 h. Bodenwürme 8,1°9 B. Ausdünatung0,004 Rb. Niederschlag0,002“,Rh. Warmewechsel +† 1 I + 6,1* 79 pCt. No.

Montag, 4. Okt. Im Schauspielhause. 168ste Abonnements⸗ Vorstellung. Auf Begehren: Don Carlos.

Wegen fortdauernder Heiserkeit des Herrn Hoppé kann das Schauspiel: Ein Billet, nicht gegeben werden.

Dienstag, 5. Okt. Im Opernhause. Vorstellung: Die Vestalin, lyrisches Drama in 3 Abth Spontini. Ballets von Hoguet. (Mad. Köster: Julia.) halb 7 Uhr.

Zu dieser Vorstellung werden Billets zu folgenden mittleren Opernhaus⸗Preisen verkauft:

Ein Billet in den Logen des Prosceniums 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc.

Im Schauspielhause.

Ce que femme veut —.

116te Abonnements⸗ Musik von Anfang

Le major Cravachon. L'image.

Königsstädtisches Theater.

Montag, 4. Okt. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) Lucrezia Borgia. Oper in 3 Akten. Musik von Donizetti.

Preise der Plätze: Ein Platz in den Logen und im Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr. u. s. w.

Dienstag, 5. Okt. Zum erstenmale: Der Lumpensammler von Paris, Drama in 5 Akten, nebst einem Vorspiele (12 Tableaur), von Felix Pyat. Nach dem Französischen von Heinrich Smidt.

(Mad. Schindelmeißer, neu engagirtes Mitglied, Marie Didier, als Debüt.)

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. Im Selbstverlage der Expedition.

Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei.

515]

Bekanntmachungen.

[909] eeEe1ö

Der unten näher bezeichnete Kaufmann Friedrich Bernhard Lessing, der Anfertigung und wissentli⸗ chen Verausgabung von Papiergeld dringend verdächtig und verhaftet, ist am 26. September d. J. aus dem Gefängnisse in Homburg entsprungen.

Alle Civil⸗ und Militair⸗Behörden des In⸗ und Aus⸗ landes werden dienstergebenst ersucht, auf denselben zu vigiliren, ihn im Betretungsfalle festzunehmen und mit allen bei ihm sich vorfindenden Gegenständen und Gel⸗

1 Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 17. Mai 1847.

Das in der Stralauer⸗Straße Nr. 44 belegene, im Hypothekenbuche von Berlin Vol. 1. No. 13. auf den Namen des Kaufmanns Carl Wilhelm Schindler ein⸗ getragene Grundstück nebst schätzt zu 17,822 Thlr. 28 Sgr. 6 Pf., soll

am 8. Januar 1848, Vormittags 11 Uhr, des an der Gerichtsstelle subhastirt werden. pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

Die unbekannten Realinteressenten werden hierdurch bei Vermeidung der Präklusion vorgeladen.

Zubehör, gerichtlich abge⸗ des zu beziehen:

[884] Taxe und Hy⸗

Hauses, dem die

dern mittelst Transports an die hiesige Gefängniß⸗Erx⸗ pedition abzuliefern.

Es wird die ungesäumte Erstattung der dadurch ent⸗ standenen baaren Auslagen und den verehrlichen Be⸗ hörden des Auslandes eine gleiche Rechtswillfahrigkeit versichert. .

Berlin, den 2. Oktober 1847.

Der Staatsanwalt beim Königlichen Kriminalgericht.

Signale ment.

Der ꝛc. Lessing ist 5 Fuß 2 Zoll groß, 27 Jahr alt, aus Herzberg bei Torgau gebürtig, evangelischer Religion, hat braune Haare, sreie Stirn, graue Augen, braune Augenbrauen, spitze Nase, gewöhnlichen Mund, kleines Gesicht, gesunde Gesichtsfarbe, röthlichen Schnurr⸗ und Kinnbart und untersetzte Statur.

Die Bekleidung kann nicht angegeben werden.

11u“ 1“

1[949 b] Diejenigen

waber Hopeschen

Certifikaten der Russ. An- von

. .0 . Rudolph Freiherrn von Stillfried⸗Rat leihe Ater Serie, welche den am 7 ½ Sgr. Pracht⸗Ausgabe 15 Sgr. 1./1 3. November d. J. verfallenden Con- 1A“ bon in Berlin zu erheben wünschen, wer- den hiermit ausgefordert, die betreffenden Coupons spätestens bis zum 28 ten dieses Monat⸗- bei den Unterzeichneten zur Ambeldung und Ab- slempelung zu präsentiren. der angemeldeten Coupons wird zu seiner Zeit be- kannt gemacht werden.

Berlin, am 4. Oktober 1847.

Anhalt und Wagener,

8 entsprossen.

Ferner:

Der Zahlungs-Termin

Brüderstrafse No. 5.

Stammtafel Zollern⸗Nürnberg⸗Brandenburgschen

Monarchen Preußens

Nach archivalischen Quellen zusammengestellt

Genealogische Geschichte der

Burggrafen von Nürnberg v

on errn von Stillfried⸗Nattonitz.

Allgemeiner Anzeiger. Üiterarische Anzeigen.

In Kommission bei Carl Reimarus (Gropius⸗ sche Buch⸗ und Kunsthandlung) in Berlin ist erschienen und durch alle Buchhandlungen des In⸗ und Auslan⸗

So eben erscheint:

[905] An 8 Humboldt.

0O0 d e von DBernhard von 8. elegant geheltet.

Alexander Duncker, Königl. Hofbuchhändler in Berlin, Französische Str. No. 21.

Unterricht für erwachsene

1951pL Personen.

Mit dem Monat Oktober eröffne ich die Winter⸗Kurse im richtigen Sprechen und Schreiben und im Stil. Für Damen ist der Unterricht Nachmittags, für Herren Abends. Dringend bitte ich, die Meldun⸗ en jetzt zu machen und nicht aufzuschieben, weil das pätere Eintreten immer Nachtheile hat.

Ed. Raehse, Lehrer für Erwachsene,

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8.

tonitz.

84 8 8

.

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ohne Preis-Erhöhung. 1— gei einzelnen Nummern wird der gogrn mit 2 ¾ Sgr. berechnet.

8

Inhalt.

Amtli ; il. 2

Lesr Eheilzen. Königreich Bavern. Eröffnung der Kammern. Antrag in Betreff der Eisenbahn⸗Anleihe. Berichti⸗ gung. Vermischtes. Schreiben aus München. „(Aufenthalt Ihrer Majestät der Königin von Preußen. Angebliche Ministe⸗ rial⸗Veränderungen. Das Oktoberfest.) Königreich Württem⸗ berg. Ankunft der Prinzessin von Oranien. Berathung wegen der Wechsclordnung. Großherzogthum Baden. Der Handel mit Holhand. Fürstenthum Lippe. Die Garn⸗ und Leinwand⸗Fabri⸗ cation. Freie Stadt Bremen. Post⸗Unterhandlungen mit den Vercinigten Staaten.

Oesterreichische Monarchie. Wien. Die Angelegenheit von Fer⸗ rara. Abermalige Einstellung der Actienkäufe.

RNRußland und Polen. St. Petersburg. Reise des Kaisers. Abgaben⸗Erlaß an die Stadt Taganrog. Jahres⸗Versammlung der Gesellschaft der Aerzte. Vermischtes.

Frankreich. Paris. Anrede des Herzogs von Nemours an die Offiziere des Lagers zu Compiegne. Munizipal⸗Einrichtungen für Algerien. Kredit für Missionen nach China. Admirals⸗Ernennung. Die Nachrichten aus Neapel. Vermischtes. Schreiben aus Paris. (Der General⸗Marschalls⸗Titel; die Wahlreform⸗Bankette; das Gui⸗ zotsche Ministerium; konservative Wahlen.)

Großbritanien und Irland. London. Lord⸗Mayors⸗Wahl. Die Times über Herrn Guizot's Erhebung zum Conseils⸗Präsidenten. Herr Pearson gegen die einsame Haft. Fallissements. Elektrischer Felcgrahh. Vermischtes. Nachrichten aus Mexiko und Central⸗ Amerika.

Belgien. Schreiben aus Brüssel. (Versammlungen für den Freihandel und das Gefängnißwesen.)

Schweiz. Kanton Aargau. Zoll⸗Konferenz.

Italien. Nachrichten aus Lucca und Neapel. Livorno. Volks⸗Justiz.

Griechenland. Tzavellas zum Minister⸗Präsidenten ernannt. Lan⸗ destrauer um Kolettis.

Türkei. Konstantinopel.

Vermischtes.

Haudels⸗ und Börsen⸗Nachrichten.

Sieg über die Albanese

8₰ II

Die Germanisten⸗Versammlung in Lübeck. Venedig. Versammlung der italienischen Gelehrten.

Beilage.

Amtlicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem General⸗Lieutenant und Direktor des großen Militair⸗ Waisenhauses zu Potsdam und Pretzsch, von Legat, den Rothen Adler⸗Orden erster Klasse mit Eichenlaub; dem Forstmeister Meyer zu Sorau, Regierungs⸗Bezirk Frankfurt, den Rothen Adler⸗Orden dritter Klasse mit der Schleife; dem Pastor Fricke an der evangeli⸗ schen Kirche zu Bunzlau, Regierungs⸗Bezirk Liegnitz, und dem katho⸗ lischen Pfarrer Krein zu Gladbach, Regierungs⸗Bezirk Köln, den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse; so wie dem evangelischen Schul⸗ lehrer Seeliger zu Pohlschildern, Regierungs⸗Bezirk Liegnitz, das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen.

Angekommen: Se. Excellenz der Geheime Staats⸗ und Kabinets-Minister von Bodelschwingh, aus Westfalen.

Nichtamtlicher Theil.

Deutsche Bundesstaaten.

Königreich Bayern. (Nürnb. Korr.) Am 29. Sept. fand (wie bereits erwähnt) in München die Eröffnung der Kammern statt. Vormittags wurde in sämmtlichen Pfarrkirchen der Stadt und der Vorstädte der vor der Landtags⸗Eröffnung übliche feierliche

8 8

Gottesdienst abgehalten. In der St. Michaels⸗Hofkirche wohnten

7.

siet 8

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demselben Se. Königl. Hoheit der Prinz Luitpold, der sich in feier⸗ lichem Zug dahin begab, so wie der Prinz Adalbert Königl. Hoheit, die eigens eingeladenen Mitglieder beider Kammern und die Königl. Behörden und Kollegien in Uniform bei. Unter dem üblichen Cere⸗ moniell und unter Vortriet der denselben empfangenden Deputationen der Kammer trat um zwei Uhr Se. Königl. Hoheit der Prinz Luit⸗ pold ein und erklärte sich als von Sr. Majestät dem Könige zur Eröffnung der Versammlung bevollmächtigt. Auf seine Aufforderung verlas der Ministerverweser des Innern, Staats⸗Rath von Zenetti, die diesfällige Königliche Vollmacht. Der Ministerverweser der Ju⸗ stiz, von Maurer, verlas sodann die Formel des Eides, den die neu eintretenden Mitglieder zu schwören haben. Dieselben thaten dieses, nach Namensaufruf durch Herrn von Zenetti, auch einzeln mit den Worten „ich schwöre“, und zwar von der Kammer der Reichs⸗ räthe zuerst der kürzlich volljährig gewordene Prinz Adalbert, K. Ho⸗ heit, sodann Graf Giech, Fürst von Zeil⸗Wurzach und Freiherr von⸗ Frankenstein, die erst durch Todesfall ihrer Besitzes⸗Vorfahren zur Reichsrathswürde gelangten, so wie Graf von Reisach, der seit dem letzten Landtage mit der Würde als Erzbischof von München⸗Frey⸗ sing bekleidet wurde. Eben so schwuren die auwesenden sieben Ersatz⸗ männer der zweiten Kammer, welche an die Stelle der seit dem letz⸗ ten Landtage Verstorbenen oder durch Verlust der die Wählbarkeit begründenden Stellung als Abgeordnete einberufen wurden. Hierauf erklärte der Minister-Verweser des Innern die Versammlung für er⸗ öffnet, und ein vom erßen Präsidenten der Reichsrathskammer aus⸗ gebrachtes Lebehoch auf Se. Majestät den König wurde von der gan⸗ zen Versammlung dreimal wiederholt.

In der an dem Abend desselben Tages stattgehabten ersten Sitzung der Kammer der Reichsräthe, welcher Ihre Königlichen Ho⸗ heiten die Prinzen Luitpold und Adalbert beiwohnten, wurden die Ausschüsse gewählt, nämlich: 1) für Prüfung der Gegenstände der Gesetzgebung; 2) für Steuern; 3) für Gegenstände der inneren Ver⸗ waltung; 4) für Staatsschulden⸗Tilgung; 5) für Untersuchung der Beschwerden; 6) für Prüfung der Anträge der Reichsräthe. Die nächste Sitzung der ersten Kammer findet am 8. Oktober statt.

Noch ist nichts offiziell darüber bekannt, in welcher Weise die dem gegenwärtigen Landtag vorzulegenden Königlichen Gesetz⸗Entwürfe die Aufnahme der für den Bau und Fortbau der Staats⸗Eisenbahnen nöthigen Summen beabsichtigen. Indessen haben sich die Zeitungen bereits vielfach mit Diskussion dieser sinanziellen Frage befaßt. Einen neuen Stoff für diese Erörterungen giebt ein Autrag, den der Ab⸗ geordnete Dr. Müller für die zweite Kammer vorbereitet und bereits unter die Mitglieder vertheilt hat.

Derselbe geht von der Ansicht aus, daß für das bevorstehende Etats⸗ jahr 1847—48 die Summe von 10 bis 12 Millionen Gulden mit Hinzu⸗ fügung der sich ergebenden Erübrigungen den Baubedarf decke; die Bei⸗ schaffung der weiter nöthigen Summen aber dann bei der ordentlichen Stände⸗Versammlung 1848—49 mit Berücksichtigung der etwa bis dorthin veränderten Geldverhältnisse berathen werden könnte. Die Emittirung von Staatsschuldscheinen zu einem höheren Zinsfuß als dem gegenwärtigen von 3 ½ pCt. hält er für eine nicht zu rechtfertigende Beeinträchtigung der bishe⸗ rigen Staatsgläubiger; eine Gleichstellung des Zinsfußes der alten mit dem höheren eines neuen Anlehens will der Antragsteller darum nicht, weil die desfallsige Belastung der Staatskasse kaum durch die Eisenbahn⸗Revenüen gedeckt würde. Faktisch würde hierdurch den ohnedies geringer besteuerten Kapita⸗ listen das Opfer aller Steuerpflichtigen allein zu Gute kommen. Als Auskunftsmit⸗ tel geht nun der Antrag dahin: „die Staatsregierung zu veranlassen, den zum Eisenbahnbau für 1847/48 erforderlichen Geldbedarf mittelst Emission von 10 Millionen Zprozentiger, an allen öffentlichen Kassen gültiger Partialschuld⸗ scheine von 5 Fl. im 24 Fl.⸗Fuß und je nach Erforderniß in steigenden Be⸗ trägen von 5 zu 5 bis zu 100 Fl. zu decken.“ Der dem Antrage beigelegte Entwurf eines solchen Scheins bezeichnet auf der Rückseite die fälligen Zin⸗ senbeträge, welche sammt dem auf der Vorderseite angegebeuen ursprüngli⸗ chen Nominalwerthe an den gleichfalls bestimmt bezeichneten Tagen für eine beliebige, nach Ermessen zu bestimmende Reihe von Jahren an jeder öf⸗ fentlichen Kasse des Königreiches statt baaren Geldes angenommen werden.

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Die Vortheile einer solchen Finanz⸗Operation sollen folgende sein: 1) An einem solchen Anlehen seien alle Stände und Klassen des Volkes be⸗ theiligt, Interesse und Vertrauen erhalten eine nationale Weihe. Belastung

und Genuß träfen jeden nach seinen Krästen, die nachtheiligen Einwirkun-

gen der Börsen seien beseitigt. 2) Durch erhöhte unmittelbare Theilnahme im Volk an der Befriedigung der Geldbedürfnisse des Staats werde Kredit und Geldzufluß gehoben, und eine raschere gleichmäßigere Entwickelung aller materiellen und geistigen Kräfte der Bewohner herbeigeführt. Aus dieser aber gehe der natürlichste und sicherste Tilgungsfonds jeder Staatsschuld hervor. 3) Kleine Ersparnisse, so wie die überall nothwendigen Baar⸗ Vorräthe, überstrigen in ihrer Summirung bei weitem die zu verzinslichen Darlehen bereiten Gelder der Kapitalisten und Kredit⸗Anstalten; die Ver⸗ wendung der ersteren Vermögenssorte müsse nothwendig den Zinsfuß ermäßigen. 4) Darlehen von der Mehrzahl des Volkes aufgenommen forderten die geringsten Opfer und ließen auch diese am gleichmäßigsten vertheilen. Jedenfalls fließe auch die ganze abquittirte Schuld dem Staat, und nicht zum großen Theil ohnedies reichen Geldlieferanten in die Tasche. 5) Was in solchen Schuldscheinen erworben ist, wachse von selbst; die Be⸗ soldeten erhielten durch die Zinsen dieser Scheine eine Zulage, die durch ihre Sparsamkeit noch weiter steigen könne, der Staatsglaͤubiger genieße von seinen Zinsen, bis er sie verbraucht, den Zinseszins; Kassenvorräthe werden verzinslich; die Sparfamkeit werde befördert, die Sparkassen nach und nach überflüssig. 6) Da ein Theil dieser Schuldscheine oft und auf Zeit in die Königlichen Kassen fließe und die Verzinsung für diese Zeit dem Staat anheimfalle, so könne man annehmen, daß dieser eigentlich nur zwei Prozent zahle. 7) Die Summe des Anlehens siehe bei weitem noch in keinem unrichtigen Verhältnisse zu dem zirkulirenden baaren Gelde und zu den Staats⸗Einnahmen, ja könne noch verdoppelt werden; eine fernere Emittirung könne vielleicht sogar zu 2 ½ Prozent geschehen. Als Beispiel werden die englischen Schatzkammerscheine angeführt, welche bei noch nie⸗ drigerer Verzinsung im Umlauf blieben. Ihr mindester Nominalwerth von 5 Pfd. St. entspreche in Anbetracht der veränderten Verhältnisse ungefähr den beantragten Fünfguldenscheinen, und die Beträge der Schatzkammer⸗ scheine zu den Gesammt⸗Jahres⸗Einnahmen des Staates verhielten sich wie 1 zu 1 ½, während die fraglichen Scheine zu unserer Netto⸗Staats⸗ Einnahme von 39 Millionen beinahe nur wie 1 zu 4 ständen.

Dem Nürnb. Korr. wird aus Augsburg vom 30. Septem⸗ ber geschrieben: „Die in hiesigen Lokalblättern verbreitete Nachricht, als sei es in Plan gezogen worden, Augsburg zu einer Festung er⸗ ster Klasse zu erheben, entbehrt, auch abgesehen vom Standpunkte der Ausführbarkeit, jeglichen Grundes.“

Die durch den Rücktritt des Grafen von Saporta erledigte Stelle eines Hofmarschalls ist dem Ober⸗Ceremonienmeister Grafen Eduard von Arsch verliehen worden.

Die von der Akademie der Wissenschaften neuernannten und von Sr. Majestät dem Könige bestätigten Mitglieder sind: 1) Ehren⸗ Mitglieder: Se. Königl. Hoheit der Herzog von Leuchtenberg und Alexander von Dusch, Großherzogl. babischer Staats⸗Minister; 2) ordentliche Mitglieder: der Königl. Universitäts⸗Professor Dr. Zeuß, und Hofrath Dr. Buchinger, Beide in München; 3) auswärtige Mit⸗ glieder: M. Rainaud in Paris, C. Wöhler in Göttingen und M. Faraday in London; 4) korrespondirende Mitglieder: W. Haidin⸗ ger in Wien, G. Rose in Berlin, F. D. Forbes in Edinburg, D. Chedufeau in Kahira und Lyell in London. b

Se. Majestät der König hat der Stadt Dillingen anzeigen las⸗ sen, daß er am 6. Oktober daselbst eintreffen und bis zum anderen Tage daselbst verweilen werde. Da der König das Reise⸗Inkognito ablegen und als König in Dillingen einziehen will, so wird die Stadt ihn auf das feierlichste empfangen. Dem Vernehmen nach wird der König über Ulm reisen, um die dortigen Festungs⸗Bauten zu be⸗ sichtigen.

* München, 26. Sept. Am 24. September, dem Tage der Ankunft Ihrer Majestät der Königin von Preußen und Ihrer erlauchten Schwester, der Frau Herzogin Max, Königl. Hoheit, aus Possenhofen, fand Nachmittags Familientafel statt, an welcher die Königlichen Prinzen Luitpold und Adalbert Theil nahmen und wozu auch der eben hier anwesende diesseitige Gesandte am Königlich preu⸗

Die Germanisten⸗Versammlung in Lübeck.

Lübeck, 30. Sept. (B. H.) Die am vorgestrigen Mittage abge⸗ brochene Verhandlung über Geschwornen⸗Gerichte wurde am Nachmittage wieder aufgenommen und gewann durch ihre kontradiktorische Natur an und für sich, wie besonders durch die Männer, welche darin auftraten, einen höchst interessanten Charakter. Zuerst nahm von Wächter das Wort und versuchte darzuthun, daß durch Oeffentlichkeit und Mündlichkeit in der Kri⸗ minal-Rechtspflege verbunden mit Anklage⸗Prozeß der Mittel zur Befriedi⸗ gung des öffentlichen Bedürfnisses in dieser Beziehung schon so viel gewon⸗ nen seien, daß man eines Versuches mit Geschworenen noch entrathen könne, eines Versuches, der, wie er glaubte und darzuthun sich bemühte, von Gefahren mancherlei Art nicht frei sein könne. Die Gründe gegen Ge⸗ schworene waren im Wesentlichen dieselben, welche in der Regel gegen deren Einführung erhoben werden, doch konnte es nicht fehlen, daß die Weise der Darstellung einen großen Eindruck auf die Versammlung hervorbrachte. Und dennoch bekannte auch von Wächter, daß er nicht ohne Zagen das Wort ergriffen habe, nachdem er diejenigen, auf deren Gleichheit der Ansicht er bisher am feste⸗ sten gebaut, in das entgegengesetzte Lager übergehen gesehen und dem⸗ nach erklärte auch er, im Grunde genommen, es mehr für eine Frage der Zeit: wann, als des Prinzipes: ob zu Geschworenen⸗Gerichten überge⸗ gangen werden müsse. Dasselbe konnte man beinahe von einem späteren Redner, v. d. Pfordten aus Leipzig, sagen, der sich hauptsächlich auf den politischen Theil der Frage beschränkte. Mit Recht hob er hervor, daß eine in ver. Feeneecin Versammlung einstimmig ausgesprochene Ansicht in 1 8 5* he eines großen moralischen Eindruckes in ganz Deutsch⸗ und, vei den Negierungen wie beim Volke, nicht verfehlen könne, weshalb er es sür seine Pflicht halte, in eigenem Nar icht 8 4 ben Wrtra. ge. Namen nicht nur, sondern auch als den; di 98 ül usdruck mehrerer Anderer zu erklären, daß er keines⸗ beges für die Ein Insti 1sg 3 1 eh f 2* 1199 brung jenes Institutes stimmen könne; aber abgesehen avon, daß es minder eine motivirte, als eine entschied sor geseh tive Ansicht war, so können doch sich wi . ausgesprochene subjek⸗ icht . liich widersprechende M Soliti und Prinzipien des Rechts neben ei hende Motive der Politik zipien des Rechts neben einander bestehen, oh ch b Minder solgerecht, obgleich kla 3 „Zohne sich aufzuheben. Minder solgerecht, obgleich klar und gediegen in den Vordersätzen, waren di Konklusionen von Blume und Baumeister (aus Hamburg) Si hob 2 Beide die Widersprüche, in welche das Strafverfahren na Aufhebu 8 F. Beweis⸗Theorie und allen damit nothwendig verbundenen Folgen (Unmö lchken des Instanzenzuges, der Entscheidungsgründe ꝛc.) fi eehg⸗

1 b 8 ihren esti hervor, namentlich der Letztere mit fast unwiderfepfiche diaassftgse⸗ Sesiammt 7

handlung schien wirllich das allgemeine Interesse in so hohem Grade in

daß der Zuhörer nur noch darauf gefaßt sein konnte, das Geschworenen⸗ gericht als diejenige Formel hingestellt zu hören, welche an die Stelle der bisher zum Ausdruck der Strafgerechtigkeit üblichen treten sollte. Den⸗ noch glaubte auch jener noch einige Bedenklichkeiten aus Grün⸗ den der Politik dagegen erheben zu müssen und gerieth namentlich darin in Widerspruch mit fast allen anderen Rednern, daß er die Ge⸗ schworenen für alle politischen Prozesse perhorreszirte; Letzterer aber verlangte die Einführung von einer Art Volksgerichte, deren Bildung wohl den Meisten, wenigstens allen denjenigen unter den Anwesenden räthselhaft bleiben mußte, welchen die Entstehung und Bildung des hamburgischen Niedergerichts unbekannt war. Dieses ist allerdings noch aus gelehrten und nicht gelehrten Richtern zusammengesetzt, und die Letzteren werden un⸗ mittelbar von und aus der Bürgerschaft gewählt, welche mittelbar auch bei der Wahl der Ersteren, durch zwei Behörden, mitwirkt; aber abgesehen davon, daß solche Modalität wohl nur in einer kleinen Republik ausführbar ist, sobald sie dort sich geschichtlich entwickelt hat, so wäre noch immer zu beweisen, daß auch in allen Strafsachen ein Gericht der Art den wesentlichsten Ansprüchen und Bedürfnissen genüge. Michelsen (aus Jena) erklärte, trotz ausdrücklicher Hinzufügung, daß er persönlich über das für und wider noch keinesweges mit sich einig sei, die allmälige Annahme des Institutes für eine Nothwendigkeit, wovon er durch seine, bei Gelegenheit der Abfassung des Kommissions⸗Be⸗ richtes angestellten Forschungen sich überzeugt habe. Den von ihm ver⸗ faßten historischen Theil des Berichtes trug er nicht vor, sondern zeigte nur an, daß derselbe mit nächstem im Druck erscheinen werde. 1

In der heutigen Morgen⸗Sitzung resumirte Mittermaier zuerst die bisherigen Verhandlungen, wies an sich selber nach, wie, durch welche in⸗ nere unabweisbare Gründe, er von einem Gegner der Geschworenen (1809) nach und nach zu der Ueberzeugung von ihrer Heilsamkeit und Zweckmäßig⸗ keit gekommen sei, so daß er nicht mehr glaube, es könne statt derselben ein ständiges Gericht rechtsgelehrter Richter genügen. Diene gewissermaßen spezielle Autobiographie war durch die Erwähnung aller begleitenden Um⸗ stände höchst interessant, und befriedigend wurde der Schluß für einen Je⸗ den, welcher Meinung er auch angehören mochte, durch seine Entschieden⸗ heit an sich, die den verehrten Redner zu dem Ausspruche brachte: „Die Sache wird noch vor einem anderen Parlameute zur Entscheidung kommen; wie sein Beschluß lauten wird, weiß ich!’“

Ein so tief in das wirkliche Leben eingreifender Gegenstand der Ver⸗

Anspruch genommen zu haben, daß für die übrigen Vorträge es sich nicht, wenigstens in gleichem Maße nicht, rege erhalten konnte, die mehr rein wis⸗ senschaftlicher oder doch nicht so nahe berührender Natur waren. Beson⸗ ders sprach eine Entwickelung der deutschen Colonisation im Osten (den slawischen und wendischen Landen) durch den würdigen Stentzel an; Dr. Bethmann knüpfte daran eine Ermunterung, die deutsche Ausiedelung in Klein⸗Asien zu fördern. Michelsen deutete noch in kurzen, lehrreichen Zügen auf die Schätze der isländischen Literatur hin und ihm folgte ein Vortrag von Müllenhof aus Kiel über das älteste deutsche Epos. Beseler berichtete sodann noch über den an eine Kommission im vorigen Jahre verwiesenen Vorschlag, die deutschen Gesetze seit 1815 in einer einzigen Sammlung zusammenzustellen und über die meist äußeren Gründe, welche die Ausführung dieses Vorschlags verhindemn mußten, und endlich regte Toel (aus Rostock) noch eine Kontroverse über die testamenti factio der lübeckischen Frauen an, seine eigene Ansicht im Gegensatze von der (früher im Druck ausgesprochenen) des Ober-Appellations-⸗Raths Pauli hinstellend und die jüngeren lübeckischen Rechtsgelehrten auffordernd, aus den hier vorhandenen Sammlungen von Testamenten aus der Vorzeit Ma⸗ terialien zur erschöpfenderen Beurtheilung dieser Frage zu liefern.

Heute Nachmittag wird die letzte Sitzung sein und in dieser auch Zeit und Ort der nächsten Zusammenkunft (dem Vernehmen nach, Nürnberg) bestimmt werden. Zum Schlusse will das gastliche Lübeck die anwesenden Fremden heute Abend in dem vielbeliebten Rathsweinkeller bewirthen.

Venedig, 27. Sept. (Wien. Ztg.) Am gestrigen Tage trat der Kongreß der italienischen Gelehrten in einer allgemeinen Versammlung zu⸗ sammen, um die Stadz zu wählen, worin der achtzehnte Kongreß abgehal⸗ ten werden sollte, nachdem die im achten Kongresse auf die Stadt Bologna gefallene Wahl damals die Sanctionirung nicht erhalten hatte. Diggaze der General⸗Präsidentschaft unter Acclamation in Antrag gebrachte 9 der Stadt Siena ist mit 579 Stimmen genehmigt worden. 1e Statuten gemäß, zu berathschlagen war, wo der Kongreß na -S Wahl abzuhalten sei, so wurde beschlossen, die früher in Genua gemuns baß als auf das Jahr 1849 übertragen zu betrachten, in versammelt wer⸗ genannten Jahre der Kongreß in den päpstlichen Staaten we

den könne.