1847 / 312 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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Berlin, Mittwoch den 10ten November

Alle Post-Anstalten des In⸗ und Auslandes nehmen Hestellung auf dieses Blatt an, für Herlin die Erpedition der Allg. Preuß. Zeitung: Behren-Straße r. 57.

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32) Der Senator genießt individuell die in den zwei vorangehenden Arti⸗ keln bezeichneten Ehren und Privilegien, außerdem darf er sich dem Kardinal⸗ Kollegium anschließen, wenn dasselbe gekrönten Häuptern Besuche abstattet. 33) Wenn ein Mitglied des Magistrats in der Amtsführung stirbt, so soll es auf einem Katafak in der Kirche Sta. Maria in Ara Loen (auf dem Kapitol) in der Toga und mit demselben Apparat und brennenden Wachs⸗ kerzen ausgestellt werden, wie die Kardinäle. Ueber der Grab⸗ stätte des Senators wird sein goldener, dem Pontifikal ähnlicher Hut auf⸗ „2 gchang . 34) Bei Aufzügen außer dem Hause nägt er die rothe oder tugiesischen Finanz⸗Agentur in London Fonds übermacht, um die sus⸗ chwarze Toga mit Goldborte, im Hause die schwarze Zimarra mit Leib⸗ pendirten Zahlungen wieder zu beginnen. binde. Die Toga des Senators hat eine Schleppe. Er trägt rothe 1z Strümpfe, eine goldene Halskette, einen Hut mit schwarzen und goldenden bil ä Troddeln. 35) Vor dem Antritt ihres Amtes schwören diese Magistrats⸗ Ju Fi S m. Personen den Eid in einer zu bestimmenden Weise in die Hände Sr. Hei- 8 (Eingesandt.) 5, 15 8 ligkeit, wenn und wann es derselben beliebt. 36) Wenn der heilige Vater * Langensalza, 6. Nov. Ein eigenthümliches Fest fand gestern öffentlich ausreitet, so führt dieser Magistrat den Zügel des Pferdes. in dem nahen Dorfe Nägelstedt statt. Der dortige evangelische Pfarrer 379“Er huldigt dem Beemwables papi der elc sblemem Posseß. von Triller, der lette direkte männliche Nachkomme jenes durch die Ge⸗ 38) Beim Beginn des Konklave wird er von den Chess der verschiedenen schichte des sächsischen Prinzenraubes bekannten, vom Kurfürsten Friedrich des Kardinal⸗Kollegiums vereidet. 39) Er hütet jeden Tag mit beerne nf zchaifsars Lnete ebneee Lae s ö4† 2 - 1 G 8 8 b b J . Von seinen Amtsgenossen und vie⸗ uderen das erste Communscationsrad des Konklave. 40) Er sendet am len Freunden und Verehrern am Morgen in seiner Wohnüung begrüßt und

Himmelfahrtsfest und ein Jahr vor dem allgemeinen Jubiläum vier Trom⸗ 1 3

b 4 , 11 b ; beschenkt, bewegte sich der Zug in die schö rühere Johanniter⸗Ordens⸗ 8 2 85 8 ;

55 EECEEEE veecg Efant a8 5 Kirche, wo 9 121 5. Das an ZVEEEE Deutsche ee drar I Bazzernn. Landtags-Ver⸗

r. 1. . urch nach den ra bie Aubhe⸗Predi 8 1e r Heg. handlungen. Königrei ürttemberg. Eröffnung der evangeli-—

9“ 48 Kraft die bel⸗ b Sup 3 s Lan⸗ 2* g utrgr g e s x- e j I7. übrigen Basiliken, um dort die auf solche Veranlassung von Sr. Heiligkeit 11e6“ 11ue˙“ schen Synode. Großherzogthum Baden. Bürgermeister⸗Wahl Berrlin, 9. Nov. Das Amtsblatt des Königlichen Post⸗ 1 EI . .— im Mannheim. Kurfürstenthum Hessen. Stände⸗Verhand⸗ Departements enthält die Verordnung, betreffend die Benutzung der

Eisenbahn⸗Route zwischen Görlitz und Dresden ꝛc. zur Beförderung von Brief⸗Paketen und Fahrpost⸗Sendungen.

Sieg der Cabralisten zu verhindern. Noch war aber nichts Entschei⸗ dendes geschehen, obgleich schon die Namen einiger der IMee⸗ 8 ster mitgetheilt worden. Die öffentliche Ruhe in Lissabon war seit⸗ her, obgleich unter dem Volke die größte Noth herrschte, vollkommen aufrecht erhalten werden. Auf die kaufmännischen Interessen hatten die Fallissements in London wenig eingewirkt.

Wie es heißt, hat der Finanz⸗Minister, Herr Franzini, der por⸗

8 bunt

talien. 3

mal⸗-S S ir Ferretti hat eine

2 er Kardinal⸗Staats Secrerair F hat —2 .,de. Pecech des Senats (Prospetto delle Pr eroga- Verordnung über die Pre logamente all Art. 37 del

f 5 Senato romano analogan¹ 1 mos t. Sens di nostro Signore Papa Pio IX. Moto-proprio d 88 „gace. ehe, o n.

del Con sulla organizzazione, u- Ouobre 1847) erlassen, welche

attribuzioni, esibito il giorno

lautet: 8 8 folgendermaßene nic Senat soll die Ehre haben, bei jeder kirchlichen Func⸗ F 2 der Se. Heiligkeit intervenirt, um den päpstlichen Thron zu stehen. Ser.s auf der ersten Stufe neben dem Fußschemel zur Rechten

Senator sitzt . . ¹ eas 8 drei Konservatoren auf der zweiten. Bei der solennen rozession des Frohnleichnamsfestes in der vatikanischen Basilika oder auch

P F - 5 Mitggli S 3 ußerordentlichen Functionen können alle Mitglieder des Senats ve wird auch in die päpstliche Antichambre zugelassen. 3) Bei Audienzen hat er, wenn der Senator dabei ist, den Vortritt, Leben vor dem Monsignore Governatore di Roma, als Vice⸗Camerlengo der Kirche. Ist der Senator nicht dabei, so gehen die vier ersten Prälaten des päpstlichen Hofes bei den Audienzen vorauf. 4) Wenn der Papst im Sessel getragen wird, so nimmt er im Gefolge seinen Platz nach den Kardinal⸗Bischöfen. 5) In der Abwesenheit des den Thron assistirenden Fürsten trägt der Senator das Schlepp⸗Ende des Kleids Sr. Heiligkeit; in Abwesenheit des Senators thut es der älteste der anwesenden Konservatoren. 6) Bei den Pontifikalen trägt er das Wasserbecken, worin Se. Heiligkeit ihre Hände wäscht.ü 7) Celebrirt Se. Heiligkeit eine Messe, so empfängt der Senat die Räucherung und das Frie⸗ denszeichen, Ostern und Weihnachten das Sakrament aus den Händen Sr. Heiligkeit. 8) Wenn der heil. Vater zur Celebrirung einer Function seinen Palast verlassen muß, so empfängt ihn der Senat an Ort und Stelle mit voraufgetragenem Kreuz. 9) Er intervenirt in allen öͤffentlichen Konsistorien. 0) Wie die Fürsten, welche dem Thron assistiren, erhält auch er die An⸗ eige von allen solennen Functionen durch die päpstlichen Kursoren. 11) In der gedruckten, vom Ceremonienmeister zu verschickenden Anzeige wird ies ausdrücklich bemerkt. 12) Wenn in der Prozession des Frohnleich⸗ namsfestes der heil. Vater erscheint, so hält er eine der Stangen des Trag⸗ immels vom Weihwassergefäß der St.⸗Peters⸗Kirche an bis zum Altar der Ronfession. 13) Der Senator bewahrt den Schlüssel des Schranks der la⸗ eranensischen Basilika, in welchem die Köpfe der Apostel Petrus und Pau⸗ us unter Verschluß liegen, und hat ihn unter Formalitäten auf Veranlas⸗ sung zu öffnen. 14) Er soll die Messe in der Kapelle seines Palastes jeden Tag celebriren lassen und dies durch Glockengeläute anzeigen; auch darf er in den vier Jahreszeiten die Kommunion austheilen lassen, eben o am Mittwoch der heiligen Woche zur Erfüllung der österlichen Pflichten, wie es am päpstlichen Hofe Brauch ist. 15) Er assi⸗ irt der solennen Messe am Grünen Donnerstage, auch der Fuß⸗ waschung und Speisung der zwölf armen Priester im Erzhospiz Sancta Sanctorum, vorausgesetzt, daß nicht päpstliche Kapelle ist. 16) In seinem Palaste darf er einen Thron mit Baldachin errichten. 17) Er soll, wie die ibrigen Fürsten, von dem Ombrellino (ein kostbarer Schirm) Gebrauch ma⸗ chen dürfen. 18) Er kann einen Hof halten, dessen Hauptpersonal aus einem Oberhofmeister, einem Gentiluomo, einem Kaplan und Kammerherrn be⸗ steht. 19) Sein Gala⸗Aufzug richtet sich nach den Umständen. Er erscheint nie mit mehr als sechs, nie mit weniger als drei Kutschen. Das Sielzeug der Pferde des ersten Wagens ist mit Gold bedeckt, schwarz und golden für den zweiten, gelb und schwarz für den dritten. 20) Bei seinem Eintritt in die Kir⸗ chen, nach welchen er sich zur Darbringung des Kelchs und der Wachskerzen begiebt, wird er mit Glockengeläute und Orgelspiel empfangen und von den dortigen Welt⸗ oder Ordensgeistlichen bekomplimentirt, von welchen einer im Chorhemd ihm Weihwasser reicht. 21) Bei solchen Gelegenheiten assistirt er der solennen Messe auf einer a cornu evangelii geschmückten Bank mit Stufen. 22) Er überreicht auf der Stufe des Altars den Celebranten vor dem Offertorium den Kelch und die Kerzen. 23) In den solennen Messen erhält er die Incentiation durch den Diakon, durch den Subdiakon das Frie⸗ denszeichen. 24) Er läßt beim Ein⸗ und Aussteigen aus dem Wagen auch bei dergleichen Darbringungen seine Trompeter blasen. 25) Die Einladung, zu dergleichen Veranlassungen in die Kirchen zu kommen, erhält er durch Geist⸗ liche im Talar. 20) Wenn er von seinem Hause ausfährt, wird dies durch Glockengeläute angezeigt. 27) Er wird zu verschiedenen Zeiten des Jahres mit Dienerschaft zu Fuß ausgehen müssen, welche bei gewissen Gelegenheiten Kommandostäbe und Fackeln vorauftragen, wo sie nöthig sind. Bei öffent⸗ lichen Volksfesten, besonders im Karneval, fährt er, wie es Sitte ist, im Galazug aus. Die von den Israeliten Roms bei dieser Gelegenheit (auf dem Kapitol) sonst dargebrachte Huldigung ist abgeschafft. 28) Er läßt die Fahnen der vierzehn Rioni in der Octava des Frohnleichnamsfestes

.2 24 S25.E ge“ sic nachkighetu 8 xni facx, n. 11 “] 1 0

1847.

Amtlicher Theil. 8 8 aie cns Inland. Berlin. Verordnung des General⸗Post⸗Amts. Zur 9 Uichtamtlicher Theil.

rakteristik der Deutschen Zeitung. 8 Inland.

Jedem aufdrängt, wenn er jenen Artikel in Nr. 117 der Deut⸗ schen Zeitung liest:

Entweder ist all ihr Reden von „Volk“ und „ihrem Streben für das Volk“ eine Lüge, denn wer ein Herz für das Volk hat, kann sich nicht in so barbarischen Worten „über die Proletarier“ ergießen; oder die Deutsche Zeitung versteht unter Volk nur die Monopo⸗ listen, die Monopolisten des Mammons und etwa noch die der In⸗ telligenz und wirft alles Andere auf einen Haufen in eine Sklaverei zurück, wie sie nur die alte Welt gekannt hat.

Im ersten Falle wird die Deutsche Zeitung die Beruhigung in ihrer stets beanspruchten Reinheit der Gesinnung finden; im zwei⸗ ten wird sie von selbst einsehen, wie richtig unser mehrfach aufgestell⸗ ter Grundsatz ist, daß die Königliche Macht groß und umfassend sein müsse. Denn einen Schutz gegen die Brutalität des Monopols müs⸗ sen „die armen Teufel“ haben, und wenn es durch nichts bewiesen wäre, als durch diesen Artikel der Deutschen Zeitung.

Deutsche Bundesstaaten. ““ Königreich Bayern. (N. K.)

8 8 „†

1“

emanirte Indictionsbulle anzuhesten. 41) Mit Vorbehalt des oben Er⸗ I“ 3 8 hören Ege übrigen Distinctionen und Privilegien des römischen easgagtr ese e,ehn a,nen ,gen⸗ EEE— lungen. auf om Staats⸗Sekretariat, den 3. Oktober 1847. Kardinal Fieau hielt der Superintendent Keil aus Gräsemonna im Go⸗ -— Wien. Handschreiben des Kaisers. 1. 9 1 . vansssiscche 32 thaischen eine alle Anwesenden ergreifende Rede an den Jubilar, A v s „Herrn Granier. de Cassagnac, welcher hier eine französische Zeit⸗ in welcher er e 5 f daß man auch im ee * Frankreich. Paris. Beförderungen in der Armee. Abd el Kader. schrift unter dem Titel: Courrier de Rome, herausgeben wollte, barten Sachsen⸗Lande die Verdienste seines Ahnherrn nicht vergessen Kommission für Algerien. Das Anlehen. Vermischtes. soll die Erlaubniß dazu versagt worden sein. b und Se. Hoheit der regierende Herzog Ernst von Sachsen⸗Kobvrg⸗Gotha, Großbritanien und Irland. London. Hofnachrichten. Baar⸗ Als Pius IX. am vergangenen Donnerstag die Kuppel von St. im Einverständniß mit den übrigen sächsischen Fürsten der Ernesinischen sendungen an die Bank und Erweiterung der Diskontirung. Arbeits⸗ Peter bestieg, stießen seine wachen Blicke auf das große bronzene Linie, ihm den Sachsen⸗Ernestinischen Haus⸗Orden gnädigst verliehen habe; 19. in Fabriken. Vermischtes. Kreuz, welches bis zum Pontifikat Leo's XII. am Charfreitag er⸗ dessen Insignien nebst Diplom und Statuten er zugleich dem Jubilar über⸗ iederlande.,. Aus dem Haag. Das Königliche Placet. Begna⸗ 134 d . tr. - die A 9 ll 8 reichte. Dieser Allen ganz unerwartete Gnadenant mcse des aie c Ein digung. Neues Journal euchtet zu werdeu pflegte, eine Ceremonie, die Augenzeugen allen an⸗ reichte. Dn b vnnc 3 n 5. üs schrift ü z deren Fästlichkeiten 688 jeingen Woche 89,8 sind druck auf die Versammlung machen. Den Schluß der Feier bildete ein Selosen, veailan öö 9 delegnegn vee 9 Seeeee, aee, Festmahl in dem geräumigen Schulhause, bei welchem sich die dankbaren reg be An. Bank. Schreiben aus Brüssel. Er fragte nach der Bestimmung desselben, und mochte sich nach dem Fmna⸗ des Jub gars e; he⸗ Anbvesenden für v. preußische 88. säͤchsi⸗ (Die Thätigkeit des Ministeriums; die Kommission für Flandern; das erhaltenen Wink leicht der großartigen Wirkung erinnern, die dieses sche NRegentenhaus kundgaben und der Jubilar noch mehrere Beweise der Unterrichtswesen; politischer Rechtsfall; Defizit.) ernsterhabene Schauspiel auf sein eigenes empfängliches Gemüth in BTheilnahme, auch seitens seiner auswaͤrtigen Freunde, erhielt. Allen, Schweiz. Tagsahung. Erecutions⸗Beschluß. Fürstenthum den Tagen der Jugend hervorgebracht hatte. Sofort ordnete er an, welche diesem schönen Feste beigewohnt, wird dasselbe unvergeßlich bleiben. Reuenburg. Die Mission des preußischen Gesandten beim Tagsatzungs⸗ daß am nächsten Ostern diese sinnige und schöne Feier wieder ins - b b Präsidenten. Gerichtsvertagung. Beitritts⸗Adressen zu dem Beschluß

. . . , , de esetz Zers V i e5 Dasein treten solle. Leo XII. hatte sie bei der Engherzigkeit seiner ds.Ssgeberbeh e fnnun 8 BI““ —Kanton Bern. s minlen lene b ; A Och in. „Kontingent. D posten in Wallis. Ope⸗ sonst wohlgemeinten Ansichten abgestellt, weil allerdings dadurch eine rationspläne. Militairische Bewegungen. Deserteure. Wider⸗ so ungeheure Menschenmenge nach St. Peter zusammengezogen wird, 5

8 Mensch G Pe⸗ usa legung des Mordgerüchts aus Freiburg. Kanton Zürich. Verbot daß es unmöglich ist, die gemessene kirchliche Stimmung aufrecht zu der Getraide⸗Ausfuhr nach Zug und Schwpz. Unterbrechung des Post⸗ erhalten.

Arbeiten vorgenommen wurden, kam in einer Tiefe von schon ca. 12 Fuß b 1 116 1 im Moorgrunde ein von rohen Feldsteinen aufgeführter Damm zum Vor⸗ verkehrs mit Luzern. Vermischtes. Kanton Schwyz. Haupt⸗ Auch hier will die Civica durchaus Kanonen haben, und es sind schein, dessen Enden sich in schrägen Windungen weiter in den Berg verlo⸗ quartier des Generalstabs. Kg nton Aargau. Standquartiere. Kan⸗ zu diesem Zweck Subscriptionen eröffnet worden. ren. Große Blöcke lagen über einander, kleinere Steine füllten die Lücken, ton Thurgau. Abschied des Oberst Isler von den thurgauer Truppen. 8 3 und zwar so, daß die Wände durchaus nicht nach der Schnur abgehangen Kanton St. Gallen. Entlassung des Oberst⸗Lieutenant Krapf. Kan⸗ Spanien. schienen. In der Absicht, die Stelle genauer zu untersuchen, stieg der ton Schaffhausen. Beschlüsse der Kantonal⸗Schützen⸗Gesellschaft. 5 en 8 8 Schlossermeister Schoetel hinab und fand vor den Steinen noch mit Moor FKaaton Basel⸗Land. Abmarsch von Truppen. Kanton Waadt. Madrid, 29. Okt. Mittelst Königl. Verfügung von gestern bedeckt eine eichene Planke von 1 9“ Br. 4“ D. und vielleicht 8' L. nicht 6 Rilliet 8 Aufruf an seine Division. Kanton Genf. Verfahren gegen ist der General⸗Capitain Francisco Xavier Castaos, Herzog von geschnitten, sondern mit Beilen roh behauen, ein Querholz schien aufgena⸗ .M“M““ .Fihe eggiche. Kanton Freiburg. Tagesbefehl des Oberst von Bailen, an die Stelle des Feldmarschalls Joaquin Fernandez de Cor⸗ elt. Ferner fanden sich Halswirbel und Zahn eines Wiederkäuers, der Mialllardoz. Kanton Luzern. Rückreise eines graubündtener Frie⸗ doba, dem die Königin ihre Zufriedenheit mit seinem Dienst zu er⸗ Größe nach zu schließen, eines Auerochsen, die Rippe eines Hirsches, runde e Kanton Wallis. Falsches Gerücht. kennen giebt, zum General⸗Kommandanten der Hellebardiere ernannt 9 behas eh- 18 ““ Schletstne gesorme, wie Aüch noch urn. Division Donats. Kanton Graub worden. Eine andere Verfügung ernennt den Herzog von Miraflores mehrere Stücke halbverkohlten Eichenholzes. Diese im Moor rhaltenen, v 1 mit dem Titel eines 1.e.a S baen he bes Königlichen Ueberreste lassen auf ein hohes Alter des daneben vergrabenen Steindam⸗ Griechenland. Athen. Griechisches Memoirwe. Hauses und der Civilliste. 1 3 ves salie ,s, ahen d.ser K ge Lehü⸗ Bestimmung die Topographie Gerichts⸗Verhandlungen wegen der polnischen Verschwörung. Fportwährend sind Gerüchte von ministeriellen Modificationen, die Königsbergs bis jetzt jeden Aufschluß verweigert hat. 1 3 s vRN eHr9’zr eg le 8. 8. 8 7 88 fs⸗ s 85 8ne EEEEEgE Sxbh eesgaresencc 2 vor der Eröffnung der Cortes erfolgen würden, im Umlauf. Die Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. eb bereits in großer Anzahl aus den Provinzen in Konzert⸗Revue. Archäologische Gesellschaft. Numismatische Gesellschaft. er Hauptstadt ein. Der Heraldo dringt darauf, das Ministerium solle dahin wir⸗ E ken . daß Isabella II. als Königin von Spanien von den drei nordi⸗ 8 18 schen Mächten anerkannt werde. Nächsten Montag wird der progressistische Espectador wie⸗ der erscheinen.

Berlin, 8. Nov. Es hat vielleicht kaum eine Zeit gegeben, welche so sehr wie die unserige bestimmt war, daß Alles ans Licht kommen und daß Jeder von sich selbst zeugen muß. Kaum vor einem halben Jahre konnten wir auf die Selbstgeständnisse derer, welche in der Erregung und Ueberbildung der Massen ihr Heil suchen, aufmerk⸗ sam machen. Jetzt können wir auf die Deutsche Zeitung ver⸗ weisen, welche immer gewichtigere Enthüllungen über das eigentliche Wesen des Doktrinalismus giebt, wie er im Grunde nur auf das Monopol und die Herrschaft des Mammons hinausläuft.

In Nr. 117 der Deutschen Zeitung z. B. findet sich unter der Aufschrift „Amnestie für Nothvergehen“ eine Herzensergießung, gegen welche sich unsere Presse durchweg von der Aachener Zei⸗ tung bis zu der Rhein⸗ und Mosel⸗Zeitung mit Indignation ausgesprochen hat.

Wir wollen so streng nicht richten, da wir wohl wissen, daß die Redaction der Deutschen Zeitung diesen Aufsatz nur aufgenommen hat, weil er die schöne Phrase enthielt: „es ist ein grausamer Fehler, der hier gemacht wird“, und daß sie über der Freude eines Ausfalles gegen Preußen vergaß, wie gefährlich die Emballage dieses großen Worts für sie selbst werden konnte. Dagegen wollen wir uns das Recht nehmen, den Vorwurf der Deutschen Zeitung ganz unbeachtrt zu lassen, da es in der That für einen unbefangenen Menschen gar keine Frage ist, ob die Amnestie eine Wohlthat und eine staatskluge Handlung zugleich war oder nicht. Wir wollen uns nur mit dem dg häseh, was bei dieser Gelegenheit Interessantes zum Vorschein ommt.

Das Erste, was uns in den Worten des Korrespondenten der Deutschen Zeitung anwidert, ist die Aengstlichkeit und Feigheit. Was gehört nicht für eine Anschauung des menschlichen Lebens dazu, um folgenden Schluß zu machen: Weil den „Proletariern“” wie wirft die Deutsche Zeitung nun mit einmal mit „Proletariern“ um sich! weil den „Proletariern“ im Oktober 1847 eine Wohlthat erwiesen worden ist, werden sie im März 1848 „ein öffentlich geworbenes Raubheer“ werden. Wie zart weiß sonst die Deutsche Zeitung vom „Volke“ zu sprechen, und nun aus Angst für den Mammon rasselt es von „Proletariern“, „Raubheer“, „Heuschrecken“, armen Teufeln“ und dem ganzen hochmüthigen Wortregister eines ausgebrannten Dok⸗ trinalismus. Oder sind die Proletarier vielleicht andere Menschen, als die Redaktoren und Korrespondenten der Deutschen Zeitung, füh⸗ len sie anders, hören sie anders, sind sie anders? Sind sie nicht fähig, dankbar zu sein?

Das Zweite, was uns in diesem Aufsatz anwidert, ist die Bru⸗ talität des Mammons. Der Besitzstand ist der einzige, der geschützt

Gleich zu Anfang des diesjährigen Landtags hatten funfzehn adelige Mitglieder der Ab⸗ geordneten⸗Kammer und getrennt von diesen der Abg. Schnetzer An⸗ träge auf Fixirung und Ablösung der grundherrlichen Lasten gestellt. Erstere hatten dabei namentlich auf den in der Adresse ausgespro⸗ chenen Wunsch nach „Umwandlung drückender Lasten des Grund⸗Ei⸗ genthums“ Bezug genommen. Ueber beide Anträge sind jetzt das Gutachten des Referenten Freiherrn von Lerchenfeld und der Beschluß des vereinigten zweiten und dritten Ausschusses erschienen. Das Re⸗ ferat, durch die dem Verfasser eigenthümliche klare und eindringliche Darstellungsweise, so wie, was den Inhalt betrifft, durch die verstän⸗ dige Bereitwilligkeit, womit auf wohlbegründete Zeitbedürfnisse ein⸗ gegangen wird, ausgezeichnet, beginnt mit einer Darstellung der histo⸗ rischen Verhältnisse, auf welchen das getheilte Eigenthum beruht, weist so⸗ dann nach, inwiefern letzteres den gegenwärtigen Zeitumständen nicht mehr angemessen ist, und schließt mit Vorschlägen zur Hebung dieses Miß⸗ standes, resp. zur Beseitigung der auf dem Grundeigenthum ruhen⸗ den Lasten. Referent begutachtet schließlich, daß den Anträgen bei⸗ zutreten und an Se. Majestät die Bitte zu stellen sei, „baldigst einen Gesetz⸗Entwurf hinsichtlich der Umwandlung beziehungsweise Ablösung drückender Lasten des Grundeigenthums gegen eine den Interessen der Berechtigten wie der Verpflichteten entsprechende Entschädigung den Ständen des Reiches vorlegen zu lassen.“ Bei der Berathung im Ausschusse stimmten fünf Mitglieder dem Antrag des Referenten bei, vier Mitglieder dagegen versagten demselben ihre Zustimmung unter dem Bemerken, „da er über den in der Adresse enthaltenen, auf Umwandlung drückender Grundlasten gerichteten Antrag durch Beifü⸗ gung der Ablösung hinausgehe.“

Königreich Württemberg. Am 3. November haben in Stuttgart die diesjährigen Berathungen der evangelischen Synode angefangen.

Großherzogthum Baden. Bei der am 3. November stattgefundenen Wahl eines zweiten Bürgermeisters für Mannhrim wurde Mehlhändler Streuber, Vorstand der Deutsch⸗Katholiken, mit

vVermischtes. . Königsberg, 4. Nov. Bei den Aufgrabungen am sogenannten Veilchenberg, in der Nähe der Sternwarte, welche behufs der Festungs⸗

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Der in weiteren und engeren Kreisen schmerzlich empfundene Tod des Königl. General⸗Musikdirektors Dr. Mendelssohn⸗Bartholdy hat auch dem Friedrichsstifte, welchem er seine menschenfreundliche Fürsorge in den ersten Tagen der allseitig gehofften Genesung durch die Aufführung seines Oratoriums: Elias, zuzuwenden gedachte, eine tiefe Wunde ge⸗ schlagen. Als ein heiliges Vermächtniß hat es inzwischen der mit dem Da⸗ hingeschiedenen innig befreundete und durch mehrfache Beziehungen mit sei⸗ nem Geiste vertraute Herr Kapellmeister Taubert übernommen, die ge⸗ dachte Aufführung zum Besten des Friedrichsstifts zu leiten und auf diese Weise mit der Erfüllung des von dem Verstorbenen beabsichtigten vo si tigen Zweckes zugleich eine würdige Feier zu dessen Gedächtnisse zu verbinden.

Es wird demnach unter seiner Leitung und im Uebrigen ganz unter

Amtlicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: 1 Dem Landrathe von der Marwitz zu Greiffenberg, im Re⸗

Portugal.

London, 2. Nov. Nachrichten aus Lissabon sind mit dem „Terrible“ bis zum 28. Oktober hier eingegangen.

gierungs⸗Bezirk Stettin, den Rothen Adler⸗Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub; dem Ober⸗Förster Pudenz zu Uder, im Regierungs⸗ Bezirk Erfurt, und dem Salarien⸗Kassen⸗Rendanten Apelt zu

während der von ihm begleiteten Prozession nach der Kirche San Marco e 29) Er läßt die Fahne des Senats und des römischen Volks aufstecken und umhertragen, wenn irgend

und bei anderen Gelegenheiten umhertragen.

eine außerordentliche Veranlassung dazu vorhanden ist.

des römischen Volks und Senats sind mit Ausnahme jener der Souveraine 31) Unter allen Umständen

und Kardinäle vor allen anderen bevorrechtet. ) genießt er die Ehren und Privilegien von Fürsten

30) Die Wappen

und Kardinälen.

Ihre Majestät die Königin Wittwe von England ist am 27. Oktober von Lissabon nach Madeira abgereist. 1

Ein Wechsel des Ministeriums scheint nahe zu sein, da Herr Fonseca Magalhaes von der Königin die Weisung erhalten hatte, aus der Juste-milien-Partei ein Kabinet zusammenzusetzen, um bei der herannahenden Deputirtenwahl für die Cortes den sonst gewissen

den in unserer früheren Anzeige erwähnten Verhältnissen die Aufführung des Oratoriums Elias noch im Laufe dieses Monats stattfinden, wovon wir das geehrte Publikum vorläufig zu benachrichtigen nicht haben unterlassen wollen. Berlin, den 7. November 1847. 8 Die Direction des Friedrichsstifts.

Bekanntm

[1046 b] Gerichtiche Vorladung.

Zum Zwecke der Richtigstellung des Nachlasses des am 29. Juni d. J. zu Putbus verstorbenen Pächters Wilhelm Leopold Theodor von Bohlen zu Bohlendorf

werden Alle und Jede, welche an sothane Verlassen⸗

schaft aus irgend einem Grunde Rechtens Forderungen

und Ansprüche geltend machen zu können vermeinen,

2 aufgefordert, solche in einem der folgenden Ter⸗ ne:

am 19. November, 10. und 18. Dezbr. d. J., Morgens 10 Uhr, vor dem Königl. Hofgericht speziell anzumelden und zu beglaubigen, bei Vermeidung der Präklusion und aufzuerlegenden ewigen Stillschweigens, welche praejudicia durch den am 10. Januar k. 82 zu publizirenden Präklusiv⸗Abschied werden purifizirt und dnhetiochen werden.

Datum C reifswald, den 20. Oktober 1847. Königl. Lar1 Hofgericht von Pommern und Rügen. . 88 v. Albt..

116““

““

[927] Subhastations⸗Patent. Neothwendiger Verkauf. Land⸗ und Stadtgericht zu Danzig.

Das dem Apotheker August Ferdinand Hoepffner zu⸗ gehörige, hierselbst auf der Rechtstadt in der heiligen Geistgasse Nr. 772. der Servis⸗Anlage und Nr. 14. des Hypothekenbuchs belegene, auf 10,787 Thlr. 13 Sgr. 4 Pf. abgeschätzte Grundstück und die demselben zuge⸗ hörige, hierselbst auf der Rechtstadt etablirte Medizinal⸗ Avpotheker⸗Gerechtigkeit, mit dem Beinamen „die König⸗ liche“, Nr. 3. des Hypothekenbuchs, abgeschätzt nebst Zubehör auf 26,223 Thlr. 16 Sgr. 11 Pf., sollen, un⸗ ter Aufhebung des auf den 3. März 1848 anberaumt gewesenen Termins, in dem auf

den 18. April 1848 Vormittags 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle angesetzten Termin subhastirt werden. Die Hypothekenscheine und die Taxen sind in unserer Registratur einzusehen.

1656] b. Die unbekannten Erben des am 10. Januar 1839 in Strzelno verstorbenen Adalbert Stankowski alias Giel⸗ dzynski, dessen Nachlaß in einem Deposital⸗Bestande von circa 270 Thlr. besteht, werden aufgesordert, sich vor oder spätestens im Termine den 5. April 1848 beim unterzeichneten Gericht zu melden und ihre Rechte nachzuweisen, widrigenfalls ihre Präklusion erfolgen und der Nachlaß dem sich Meldenden oder, wenn Niemand sich meldet, dem Königlichen Fiskus zur freien Dispo⸗ sition verabfolgt werden wird, so daß der etwa später sich meldende gleich nahe oder nähere Erbe alle inzwi⸗ schen vorgekommenen Dispositionen anerkennen und sich lebiglich mit dem, was alsdann noch von der Erbschaft vorhanden ist, begnügen muß. Inowraclaw, den 11. Juni 1847. Königl. Land⸗ und Stadtgericht.

WEEEEö Nieznani sukcessorowie Woyciecha Stankowskiego

inaczej Gieldzynskiego dnia 10 Stycznia 1839 w

Sirzelnie zmarsego ktöregos w depozycie znajdu-

jaca sie pozostalosC okoto 270 Talaröw wynosi,

wzywaja sic aby prédzej lub najpolniej w terminie dania 5g Kwietnia 1848r.

w podpisanym Sqdzie sig zglosili, i swoje prawo udowodnili, 8dy² w razie przcciwnym ich prekluzya nastaäpi i pozostafosé zgloszacemu sie lub jezeli nikt nie mialby sic zglosié, Fiskusowi na wolna dyspo- zycyà wydana bédzie, tak iz röwnie blisbi lub blizszy sukcessor, kröryby sig dopiero pozniej zglosi! poprzednio .n astapione dyspozycye przyznaC tem ontentowaC sig musi, co w ten ézas jeszcze 2 Ieeigach zostanie.

nowraclaw dnia 11 Czerwea 1847r.

Kröl. Pruski Sad Ziemsko-Mieyski.

110522 Ediktal⸗Ladung. In der hier anhängigen Nachlaß⸗ und Liquidations⸗ ache des weil. Herrn Amtsverwalters Johann Gottlieb

8 8 8

Wolf auf Eckersdorf werden auf Antrag der von dessen Benesizial⸗Erben, dem weil. Herrn Aneverwalter Jo⸗ hann Gottlob Wolf zu Grasdorf, nachgelassenen Erden

8

die unten sub O aufgeführten und rechtskräftig locir⸗

ten Gläubiger erstgenannten Wolfs oder, dafern diese nicht mehr am Leben sein sollten, diejenigen, welche an deren hinterlassenen Vermögen als Erben, Gläubiger, Cessionare oder aus irgend einem anderen Rechtsgrunde Ansprüche haben, peremtorisch und unter der gesetzlichen Verwarnung des Ausschlusses und Verlustes ihrer An⸗ sprüche, so wie der Rechtswohlthat der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, hiermit geladen,

den 14. April 1848 an hiesiger Amtsstelle zu erscheinen, zur Sache sich ge⸗ hörig zu legitimiren, ihre Ansprüche an unten bemerk⸗ ten Perceptionsquantis anzumelden und zu bescheinigen, nach Befinden mit besagten Erben die Güte zu pflegen und, dafern zu einem Vergleiche nicht zu gelangen sein sollte, rechtlich zu verfahren, binnen 3 Wochen zu be⸗ schließen, jedenfalls aber u“

den 17. Mai 1848 der Inrotulation der Akten und

den 30. Juni 1848 der Publication eines Bescheides, welcher im Falle des Ausbleibens der Geladenen Mittags 12 Uhr für be⸗ kannt gemacht erachtet werden wird, gewärtig zu sein.

Auswärtige Erben haben zur Annahme von Schrif⸗ ten hiesige Prokuratoren zu bestellen. Dippoldiswalde, am 1. September 1847 Königliches Justiz⸗Amt. Lehmann.

1) Carl Gottlieb Großmann, vormals Richter zu Eckers⸗

dorf, welcher mit 9 Thlr. 19 Ngr. 4 Pf.,

2) Gottlieb Wolf aus Görnitz bei Torgau gebürtig, von der Festung Königstein im Jahre 1815 nach Colditz versetzt, welcher mit

26 Thlr. 10 Ngr. 1 Pf.,

3) Johann Christian Manzsch aus Uebigan bei Hayn,

welcher mit 1 Thlr. 17 Ngr. 5 Pf., und 4) Carl Friedrich Fleck's, Amtsmanns zu Sorau, nach⸗

gelassene Erben, Friedrich Christian Fleck und Kons.

zu Sorau, welche mit 311 Thlr. 24 Ngr. 7 Pf. locirt worden sind. 8

11053]

Am 2ten d. M., Morgens um 9 Uhr, verschiedß unser theurer Gatte und Vater, der Königlich Preu⸗p ßische Geheime Ober⸗Finanzrath und General⸗In⸗ spektor des Thüringischen Zoll⸗ und Handels⸗Ver⸗ eins, Joseph von Brandt, im 53. Lebensjahre.]

Erfurt, den 4. November 1847.

Die Hinterbliebenen.

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1039 b x 1 Iosei oêtel des Princes Place de la monnaie in Brüssel, 8 neben dem PThéatre royal, gegenüber der Börse, in de Nähe der ersten Kaffeehäuser und der Briespost. Preis des Zimmers: 2 Franc pr. Tag, Mittagessen an der Table d'hoôte 3 Franc.

[1049 b] Vorläusige Anzeige. .

Der Unterzeichnete beehrt sich hiermit ergebens

anzuzeigen, dass er am Sonntag den

IAten d. M. Abends? uan, im

Saale der Sing-Akademie 21 Thlr. sind in der Buch- und ea esnüen⸗

. 20 r . ein Konzert veranstalten wird. Numerirte

von Ed. Bote & G. Bock, Jägerstr. 42, zu haben

Rudolf Willmers.

[1047 b] Der Anfang des Bockverkaufs der Sambleber

Schäferei ist auf vielseitigen Wunsch vom 1. Januar

auf den 3. desselben Monats verlegt. Sambleben, A. Himstedt, den 1. November 1847.

[1048 L] 4

Ein tüchtiger, m. d. b. Zeugnissen versehener Kunstgärt⸗

ner sucht gegen frei Holz u. Wohnung einen Garten zu uͤber⸗

nehmen. Adr. werden im Int.⸗Comt. erbeten unter T. 127

Oekonomie⸗Ober⸗Inspektor.

Querfurt den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse; dem Schullehrer Schmaschy zu Gladisgorpe, im Regierungs⸗Bezirk Liegnitz, das Allgemeine Ehrenzeichen; so wie dem Kaufmann Johann de Haas jun. zu Wesel und dem Leineweber Schaper zu Oschersle⸗ ben die Rettungs⸗Medaille am Bande zu 114““

Berichtigung. In Nr. 310 der Allg. Preuß. Ztg., Amtlicher Theil, Z. 8, von oben ist statt: Ober⸗Landesgerichts⸗Rath „Freist“, zu lesen:

werden muß, alle anderen Gesetze darf der Besitzstand selbst lockern, auflösen, wie es ihm gefällt „aber die Eigenthumsgesetze müssen eisern sein.“ Gnade für den Mörder, Gnade für den Hochverräther, den Vaterlandsverräther, Gnade für Alles, nur keine Gnade, wo man und überdies ohne allen Grund durch sie den Mammon gefährdet glaubt. Wie mag sich die Deutsche Zeitung also zum Herold des Geld⸗Monopols hergeben? Sie, die vom Volke nur spricht, die freie Presse nur will für das Volk das Volk das Volk! „Und die armen Teufel!“

Auf ein Dilemma müssen wir aufmerksam machen, welches sich

133 Stimmen erwählt.

Kurfürstenthum Hessen. (Kass. Ztg.) In der Siz⸗ zung der Stände⸗Versammlung vom 2. November berichtete Herr Ziegler für den Budget⸗Ausschuß über den Gesetz⸗Entwurf, die Be⸗ steuerung der Ausländer, welche in Kurhessen Handel und Gewerbe treiben, betreffend. Der Ausschuß⸗Antrag, auf die Berathung des Entwurfes einzugehen, wurde einstimmig zum Beschluß erhoben, wor⸗ auf denn die einzelnen Bestimmungen des Gesetzes mit einigen Mo⸗ dificationen angenommen wureen. ö“

Konzert⸗Nevue. Konzert der Geschwister Pleßner. Matinée musicale. *

Zweite Quartett⸗Soirée.

Wir geben eine kritische Konzert⸗Revue der letztverflossenen Tage und beginnen mit dem Bericht über das am Sonnabend (den 6ten) im Saale des Hotel de Russie stattgebabte Konzert der Geschwister Dlles. Pleßner, zweier Sängerinnen aus Wien, deren wir bereits in diesen Blättern erwähnten. Das Konzert wurde mit einer Arie von Panini er⸗ öffnet. Die Aeltere der jungen Damen, Dlle. Antonie Pleßner, ent⸗ faltete in dem Vortrage derselben eine ziemlich umfangreiche und stark aus⸗ gebende Sopran⸗Stimme, auch Fertigkeit und Sicherheit, ohne, jedoch im Uebrigen die künstlerischen Anforderungen durch ihren Gesang befriedigen zu können. Der Mangel einer gründlichen Schule wurde überall fühlbar, sowohl in der Cantilene als in den Koloraturen. Die Ausführung der er⸗ steren ließ das Portamento, der Vortrag der letzteren die perlende Gleich⸗ mäßigkeit vermissen. Kurz, die Leistung erwies, daß sich die Sängerin zur Zeit noch auf einer untergeordneten Stufe der Gesangsbildung befindet. Ihröffentliches Auftreten erscheint daher nicht gerechtfertigt, obwohl die Sängerin, vom Standpunkte des Dilettantismus aus betrachtet, recht Schätzenswerthes lei⸗ stet und in diesem Betracht namentlich den Lieder⸗Vorträgen recht Annehm⸗ liches zu Tage förderte. Außer der erwähnten Arie von Panini und Lie⸗ dern von David u. s. w. sang Dlle. Pleßner noch zwei Duette, davon eines von Gabussi mit ihrer Schwester, Charlotte, ein anderes aus „Belisar“”“ mit dem Dom⸗Sänger Herrn Schmidt. Dieser hatte schon vorher in dem beifälligen Vortrage einer Romanze von Decker eine recht angenehme Baryton⸗Stimme hören lassen, die er nur leider im Duette zu unschönen Wirkungen überanstrengte. Von Instrumentalisten unterstützten das Konzert die Herren Tuczek und Ed. Ganz. Ersterer spielte eine Fantasie von Beriot auf der Violine recht fertig, ohne übrigens durch sein kaltes und charakterloses Spiel künstlerischen Beruf zu bekunden. Beide zusammen führten ein Duo concertante für Piano und Violine von Thalberg und Beriot über Themas aus den „Hugenotten“ aus. Herr Ganz (ein Neffe unserer hiesigen geschätzten Konzertmeister) bethätigte sich bei dieser Gelegenheit als ein begabter junger Musiker und vorgeschrittener Pianist, der zu erfreulichen Hoffnungen berechtigt. 8

Zunächst erwähnen wir der Tages darauf, am Sonntag (den 7ten), im Stöckerschen Saale stattgehabten Matinee, die der Quartett⸗Verein des Lerrn Birnbach veranstaltet hatte. Zum Vortrage kamen diesmal ein Streich⸗Quartett von Mozart (C-dur), dann ein Preis⸗Trio für Piano, Violine und Violoncell von Wolf (D-moll), schließlich das große Streich⸗Quartett von Beethoven in E-moll. 1

Die Pianoforte⸗Partie

in dem Trio hatte Herr Hartmann übernommen. Die beiden Streich⸗ Quartette wurden von den Mitgliedern des Vereins, den Herren Birn⸗ bach, Gebr. Espenhahn und Schulz ausgeführt. Ihr treffliches Zu⸗ sammenspiel anzuerkennen, haben wir öfters Anlaß genommen.

Den Schluß unserer Revue macht der Bericht über die zweite Zim⸗ mermannsche Quartett⸗Soiree am Montag (den 8ten). Sie brachte zuerst ein neues Streich⸗Quartett von Hub. Ries (D-moll), eine aner⸗ kennungswürdige Arbeit, die sich durch einfachen, edlen und klaren Styl auszeichnet, ohne indeß Anspruch auf Originalität der Erfindung machen zu können. Die großen Heroen, Haydn, Mozart und Beethoven waren dem Komponisten die leuchtenden Vorbilder, denen er nachzustreben sich be⸗ mühte. Das erste Allegro ist gut gearbeitet und voll melodischen Rei⸗ es, würde sich jedoch, 19 gg Bedünkens, durch eine größere Verschieden⸗ heit in der Färbung der beiden Haupt⸗Gedanken interessanter gestaltet ha⸗ ben, obwohl es auch so, in seinem ruhigen, glatten Fluß, einen entsprechen⸗ den Eindruck hervorzurufen nicht verfehlt. Das Menuett rundet sich an⸗ genehm ab, das Adagio ist ansprechend, das Finale nicht ohne geistige Belebung und insofern vielleicht der anziehendste Satz eines Werkes, das wiewohl nicht als eine durchweg spirituelle und eigenthümliche Schöpfung jedenfalls als die gediegene Arbeit eines gebildeten Musikers die vollste An⸗ erkennung der Kritik verdient. Auch von Seiten des Publikums fand das Quartett eine günstige Aufnahme. Der neuen Composition folgte eine klassische, ein Quartett von Beethoven, eines der sechs ersten in A-dur, in durchaus gelungener Ausführung. Den Schluß machte ein großes Quintett für Pianoforte, Violine, Viola, Violoncell und Contrabaß, von Fr. Schubert, op. 114 (in A.- dur), ein Werk, das jedoch nicht durchweg die hohen Ansprüche erfüllt, welche man an Compositionen dieses Kunstzweiges hinsichtlich durchgängig edler Gedanken⸗Entwickelung, selbstständiger Stimmenbehand⸗ lung u. 1 w. zu stellen berechtigt ist, und das bei oftmals reicher, ungezü⸗ gelter Fantasie nicht selten, z. B. in leerem Passagenwerk, Trivialitäten entfaltet, die den Total⸗Eindruck des Werkes trotz vieler ihm inwohnen⸗ der Schönheiten, Eintrag zu thun und zu schwächen nicht umhin können.

Die Ausführung gelang.

1 Archäologische Gesellschaft.

In der Sitzung der archäologischen Gesellschaft vom 4. November d. J. stattete Herr Panoffa nach neulicher Rückkehr aus Neapel über dortige Ausgrabungen und Sammlungen Bericht ab, namentlich über wichtige Va⸗ sengemälde der Sammlung Santangelo des Car. Betti und des Kunsthänd⸗ lers Barone, ferner über die bewundernswürdigen Wandmalereien neuester Entdeckung zu Pompeji, über welche ein ausführlicher Berichr in Nr. 7 und

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5 18*

9 der Archäologischen Zeitung enthalten ist. Herr Gerhard legte die neueste dritte Lieferung der neuen Folge gedachter Zeitung vor. Die darin enthaltenen Abbildungen beziehen sich sämmtlich auf unedirte Denkmäler des hiesigen Königlichen Museums, namentlich das Vasenbild Nr. 1025 (Achilles auf Leuke), ein aus Clusium herrührendes Paar von Doppelköpfen des Dionysos und Apollo, griechische Münzen mit Künstler⸗ namen aus Dr. J. Friedländer's reichen Erwerbungen, und das Mu⸗ sivgemälde mit der Darstellung eines Schlauchtanzes als bacchischer Festlich⸗ keit. Ferner berichtete Herr Gerhard aus neuester Anschauung über die noch bevorstehenden Erweiterungen im Museum des Louvre, wo binnen kurzem eine mit Skulptur⸗-Fragmenten und Inschriften aus Algerien zugleich mit schönem neptunischen Mosaikbild gleicher Herkunft geschmückte Gallerie, fer⸗ ner ein Saal griechischer Skulpturen (der Fries⸗Reliefs von Olympia, Assos, Magnesia), zunächst und hauptsächlich aber zwei, die Skulpturen von Niniveh enthaltenden Säle dem früheren Denkmälerschatz hinzugefügt werden. Ueber diese letztgedachten kolossalen Denkmäler ward Einzelnes be⸗ richtet und deren Abbildung aus den betreffenden Blättern von Lajard’s eben erschienenem Werke über den Mithrasdienst (Vol. VIII. XXIV. LVY.) vor⸗ gelegt. Zugleich ward der neuesten Vermehrungen des britischen Museums durch die verwandten assyrischen Skulpturen aus Nimroud und durch die Amazonen⸗Reliefs aus Halikarnaß gedacht, welche nach aller Wahrschein⸗ lichkeit ursprünglich zur Ausschmückung des Mausoleums dienten.

Von Herrn Zahn wurden zwei farbige Abbildungen pompejanischer Wandgemälde (Nessus und Dejanira aus der Casa del Centauro; Apoll und Klytia aus der Casa de' capitelli colorati) als Musterblätter einer nächstens im Reimerschen Verlag hierselbst zu beginnenden dritten Folge sei⸗ nes bekannten Prachtwerkes der Versammlung vorgelegt.

Als Neuigkeiten der archäologischen Literatur wurden zuvörderst die für 1846 erschienenen Annali und Monumenti des archäologischen Insti⸗ tutes vorgelegt; ferner:

1) Lajard's längst erwartete, für asiatische Mythologie und Kunst überaus wichtige Recherches sur le culte de Mithras (Paris 1847. Fol.

2) G. Scharf's Lycia, Caria, Lydia. Lond. 1847. Fol. Enthal⸗ tend vortreffliche landschaftliche Ansichten von Xanthos und anderen trümmerreichen Gegenden Klein⸗Asiens.

3) Museum Disneianum. Lond. 1846. 4. 58 Taf. Sammlung 8. tiker Marmorwerke im Besitz des Herrn John Disney (at the Hyde, near Ingatestone). 8 2

4) Ruhl, über bee Auffassung der Natur in der Pferdebildung antiker

Plastik. Kassel, 1846. 4. v““

5) Üüssing 1uscriptiones graece. Havn. 1847. 4.