* 8
8 —
mehr a 1845. 8 h September um 258,000 Fr. zurückgegangen. bietet gewöhnlich eine Differenz, allein
8
Reisenden mit der zweiten zu
abgenommen. 8 er Reisen, den der dritten im Verhältnisse zu denen der zweiten Klasse wie 59.
zu 100, jetzt steht es wie 69 zu 100.
Folgendes:
den Zwischenhäfen, am 1. April, 1. Juni, 1. August, 15. Oktober
bEEE“ si es Pflicht verursacht, Unordnungen nach sich zieht, dann ist es Pflie ein Ie zu setzen oder wenigstens die Wir⸗ kun desselben durch alle gesetzlichen und constitutionellen Mittel zu Betreff der Dazwischenkunft des
8 1 e Lehre in beschränken. Das ist e e—⸗ das Journal de Bruxelles die⸗
i Wahlen. 1 . 8 ; . dieselbe verwirft, zurückweisen; theilt dasselbe diese 2₰ so höre es doch anf, sich als Vertheidiger der Grund⸗
2 2822 * 2 dehre, nig gerfosfang hinzustellen, welche das geistliche Gebiet vom tischen trennt.“ B 1 8 üe der Staats⸗Eisenbahnen belief sich während des verflossenen Monats Oktober auf 1,357,843 Fr., auf 62,000 Fr. ls im Oktober 1816 und 223,000 Fr. mehr als im Oktober Dagegen ist die Einnahme gegen den verflossenen Monat im Der Monat Oktober
der Unterschied ist diesmal ganz besonderen Ursachen zuzuschreiben. Der Verkehr der Reisenden mit der ersten Klasse bleibt sich gleich. Dagegen hat die Zahl der unsten der dritten und letzten Klasse Im Oktober 1846 stand das Verhältniß der Reisen⸗
Der Moniteur veröffentlicht über die Abfahrten der Segel⸗ chiffe des regelmäßigen Dienstes über Antwerpen für das Jahr 1848 Abfahrt von Antwerpen nach Konstantinopel mit Anlan⸗ dung in Athen, am 15. März; von Antwerpen nach Galacz und Ibrail mit Anlandung in Konstantinopel, am 15. Juni; von Antwer⸗ pen nach Alexandrien mit Anlandung in Algier, am 15. September; von Antwerpen nach Bahia und Pernambuco mit Anlandung in Ba⸗ hia oder Pernambuco, am 1. April und am 1. November; von Ant⸗ werpen nach Valparaiso und Callao mit fakultativer Anlandung in
nd 15. Dezember; von Antwerpen nach Veracruz, am 15. Mai und 15. Oktober; von Antwerpen nach Santo Thomas de Guatimala mit Anlandung in Guayra, am 15. Februar und am 15. Juni; zwi⸗ chen Antwerpen, Singapore und Batavia mit fakultativer Anlandung in Batavia für jede Abfahrt, am 1. März, 15. Juni, 15. Oktober und 15. Dezember.
Al
Bekanntmachungen. [1147] ͤ1111116“ - 1 Der unten näher bezeichnete Tischlergeselle Carl NE W 10 Gustav Heinrich Gerlach, aus Oels gebürtig, ist 8 es Meineides dringend verdächtig und hat sich von hier ntfernt, ohne daß sein gegenwärtiger Aufenthalt zu er⸗ mitteln gewesen ist. Es werden alle Civil⸗ und Militair⸗Behörden des In⸗ und Auslandes dienstergebenst ersucht, auf den⸗ selben zu vigiliren, ihn im Betretungsfalle festzuneh⸗ men und mit allen bei ihm sich vorfindenden Gegen⸗ ständen und Geldern mittelst Transports an die hiesige Gefängniß⸗Expedition abzuliefern. Es wird die ungesäumte Erstattung der dadurch ent⸗
standenen baaren Auslagen und den verehrlichen Be⸗
hörden des Auslandes eine gleiche Rechtswillfährigkeit ersichert. Berlin, den 4. Dezember 1847. Der Untersuchungsrichter des Königl. Kriminalgerichts. Neumann.
Signalement des ꝛc. Gerlach. Derselbe ist 42 Jahr alt, evangelischer Religion, aus Oels in Schlesien gebürtig, und kann eine naͤhere Be⸗ schreibung seiner Person und Kleidung nicht angegeben
werden [1155 b]
920] Nothwendiger Verkauf.
Stadtgericht zu Berlin, den 25. September 1847. aü Das dem Particulier Carl Ludwig Greiert gehörige, hierselbst in der Besselstraße Nr. 11 belegene, im Hy⸗ pothekenbuche von der Friedrichsstadt Vol. 26. Nr. 816. verzeichnete Grundstück, gerichtlich abgeschätzt zu 11,218 Thlr. 26 Sgr. 6 Pf., soll
am 9. Mai 1848, Vormittags 11 Uhr,
i der Gerichtsstelle subhastirt werden. Tare und Hy⸗ othekenschein sind in der Registratur einzusehen. Der Eigenthümer des Grundstücks, Particulier Carl Ludwig Greiert, oder dessen Erben werden hierdurch öf⸗ fent 8 vorgeladen. ““ 8
der Inhaber, [828] Nothwendiger Verkaus. von Kroechersches Gehammie ericht zu Lohm. „Die dem Müller Johann Joachim Friedrich Rose ge⸗ „ » „ börige Windmühle vor dem Dorfe Lohm nebst Wohn⸗ hause im Dorfe Nr. 25, abgeschätzt zufolge der nebst “ Hypothekenschein und Verkaufsbedingungen im Geschäfts⸗ immer des Justitiarii, Land⸗ und Stadtgerichts⸗Direk⸗ or Wehrmann zu Havelberg, einzusehenden Taxre auf 6093 Thlr. 18 Sgr. 4 Pf., soll sitzern vom 1. Juli a. c. Nach Ablauf ob
1 ier erfolgen. Ueber 1 Ussla he ng. Jütrau, den 30. 2 er hiesigen Fabri ZJacob und Gottlieb Schmig Fatesann nngun 2 vom 13. September c. der Konkurs von uns eröffnet und ein Termin hur Anmeldung der Ansprüche aller vbC 1“ b den 10. März 1848, Vormitta in unserem Gerichtslokale hierselbst 1- ge Es werden daher alle unbekannten Gläubiger der Fa⸗ brikanten August Jacob und Gottlieb Schmidt hier⸗ durch aufgefordert, im gedachten Termine entweder p önlich oder durch zulässige und hinlänglich legitimirte Bevollmächtigte, wozu die Justiz⸗Kommissarien Knittel hierselbst, Anspach in Reichenbach und Kanther in Nimptsch vorgeschlagen werden, zu erscheinen, ihre An⸗ prüche an die Jacob und Schmidtsche Konkurs⸗Masse anzumelden und deren Richtigkeit nachzuweisen. 1 er sich in diesem Termine nicht meldet, wird mit seinen Ansprüchen an die Masse ausgeschlossen und ihm deshalb gegen die übrigen Gläubiger ein ewiges Still⸗ schweigen auferlegt werden. Langenbielau, den 29. September 1847. Gräflich v, Sandreczkysches Patrimonialgericht.
Einzahlung: Nr. 6222 und 12887.,
Post-] Hampfscl aifffahrt
Das amerikanische Post⸗Dampfschiff
Loebau⸗Zittauer Eisenbahn.
vom 15. bis mit dem 31. De⸗ zember a. c.,
mit Ausnahme der Sonn⸗ und Festtage, nach Wahl in unserem Haupt⸗Büreau zu Zittau,
bei den Herren Vetter & Co. in Leipzig, George Meusel K& Co. in Dresden,
»A. H. Heymann X
ausgetauscht werden sollen; gleichzeitig werden den Be⸗
pro Actie 19 Ngr. Zinsen
Zinszahlung jedoch nur in unserem Haupt⸗Büreau all⸗
der Loebau⸗Zittauer Eisenbahn⸗Gesellschaft. 11AX“X“
Loebau⸗Zittauer Eisenbahn.
—2
56 Fn 1 Einzahlung nicht geleistet (den 30. November a. c.) folgende Nummern der ersten
Italien
Turin, 27. Nov. (N. K.) Das neue Preß⸗Edikt beginnt mit folgender Einleitung:
„Da der gesunde Sinn und die Bildung, an welchen die Unse⸗ rer Regierung anvertrauten Völker keinem anderen in Italien nach⸗ stehen, Uns die Ueberzeugung gewähren, daß die Bestimmungen über die Censur ohne Uebelstand erweitert werden können, so haben Wir Uns gern entschlossen, Unseren Unterthanen diesen neuen Beweis Un⸗ seres gerechten Zutrauens und Unseres beständigen Wunsches, die breitung der Aufklärung und die Förderung der Wissenschaften een jeder Weise zu begünstigen, zu geben.“
Das Edikt selbst enthält in 25 Artikeln folgende wesentliche Be⸗ stimmungen: Die Druck⸗Erlaubniß soll jedem Werke gewährt werden, welches nicht einen Angriff auf die Religion und ihre Diener, die öffentliche Moral, die Rechte der Souverainetät, die Regierung und Behörden, die Würde und Person auswärtiger Regenten und ihrer Vertreter und die Ehre von Privatpersonen enthält oder den Gang der Regierung zu stören geeignet ist. Regierungs⸗Handlungen kön⸗ nen erst dann veröffentlicht werden, wenn sie offiziell sind. Politische Blätter dürfen nur in den Hauptorten der Bezirke erscheinen. Der verantwortliche Herausgeber eines solchen hat eine Caution von 2000 bis 30,000 Lire zu stellen. Die Censur wird von einer Ober⸗ Kommission und von Provinzial⸗Kommissionen ausgeübt. Die Ober⸗Kommission besteht aus einem Vorsitzenden und acht Mitglie⸗ dern; sie bildet die Appellations⸗Instanz von den Provinzial⸗Kom⸗ missionen. Letztere bestehen in Turin und Genua aus fünf, in den übrigen Provinzen aus drei Mitgliedern. Die Censur eines Werkes wird je von einem einzelnen Mitgliede besorgt, welches das Imprimatur selbstständig ertheilen kann; glaubt es aber die Druck⸗ Bewilligung nicht ertheilen zu können, so hat es den Fall in der Kommission zu kollegialischer Berathung zu bringen. Ueber politische Schriften muß stets kollegialisch berathen werden. Die Veröffent⸗ lichung eines Artikels ohne Censur wird mit einer Geldstrafe von 200 bis 2000 Lire, im ersten Wiederholungsfalle außerdem mit 14tägigem bis 2monatlichem Gefängniß und zeitweiser Suspension des Blattes und im zweiten mit Unterdrückung des Blattes und Unfähigkeit des Herausgebers, ein anderes zu redigiren, geahndet. Contraventionen
gegen die Bestimmungen dieses Gesetzes gehören zur Kompetenz der ordentlichen Gerichte.
Pereinigte Staaten von Nord-Amerika.
London, 30. Nov. Die „Caledonia“ bringt Nachrichten aus New⸗York vom 15. November. Der Kongreß der Vereinigten Staaten sollte am 6. Dezember eröffnet werden, und die Whigs be⸗ reiten sich schon darauf vor, die Politik des Präsidenten in Betreff Merxiko's lebhaft anzugreifen. Herr Clay hat dieselben in einer Whig⸗ Versammlung in Lexington aufs heftigste denunciirt. 1
Die Berichte aus Mexiko, aus der Hauptstadt bis zum 29. Oktober, aus Veracruz bis zum 1. November reichend, schei⸗ nen einige Aussicht auf Frieden zu geben. Wenigstens soll die Ma⸗ jorität der in Queretaro versammelten Kongreß⸗Mitglieder sich für Anknüpfung von Friedens⸗Unterhandlungen erklärt haben. Auch war Santana in dem Posten des Ober⸗Befehlshabers der Armee durch General Rincon ersetzt worden und hatte dafür dem Kongresse den Gehorsam aufgesagt und sich nach Tehuecan zurückgezogen. Atlexco Uund Orizaba sind von den Amerikanern besetzt worden. General Scott hatte der Stadt Guadelupe einen Besuch abgestattet. — Der Ort, bei welchem das letzte, neulich erwähnte, für Santana unglücke liche . stattgefunden hat, heißt nicht Guatamala, sondern Hua⸗ mantla.
Handels- und Börsen-Nachrichten.
Amsterdam, 3. Dez. Getraidemarkt. Weizen zu reichlich vori⸗ gen Freises mit gutem Handel an Konsumenten, 128 pfd. b. poln. 420 Fl., 132 pfd. kubanka 275 Fl., 134pfd. mecklenb. 380 Fl. Roggen zu circa vorigen Preisen. Verst. 124 pfd. münster. 218 Fl., 116 pfd. pertersb. 196 Fl., 124 pfd. geldersch. 220 Fl. Gerste 115pfd. holst. 215 Fl., 113 pfd. dänische 206 Fl. Buchweizen etwas niediger abgegeben., 121pfd. holst. 250 Fl., 121pfd. gr. brab. 255 Fl., 115, 117pfd. fries. 227, 234 Fl.
Kohlsaamen. 1 L. höher, verkauft: Stichts 60 L., Elbe 61 L., dänisch. 59 ¼ L., königsb. Aveelsaamen 57 L., auf 9 Fß. im Sept. 62 ½ L. Leinsaamen wie früher, 113, 114pfd. Marianopel 315 Fl. 104pfd. dan⸗ zig. 260 Fl., 112 pfd. riga. 275 Fl., 114pfd. odessa. 315 Fl.
Rüböl gleich und auf Lieferung angenehm, pr. 6 W. 37 ¼ Fl., flieg. 36 ½, Mai 36 ⅞, Sept. 36 ½. Leinöl wieder flauer, pr. 6 W. 32 ⅛¼, flieg. 31 ¼ a 31. Hanföl pr. 6 W. 33 ½8, flieeg. 32 ½.
82 9 lgemeiner Anzeiger. Einzahlung für erloschen erklärt, und sind demgemäß deren Inhaber aller ihnen als solchen zustehenden Rechte
verlustig. Zittau, den 1. Dezember 1847.
zwischen
RKund BREMEN
Exner.
SIIINGTON. F. Hewitt,“
wird am 19. De⸗ zember von der Weser und am 23. Dezember von Southamp⸗ ton nach Newyork abgehen.
Wegen Fracht und Passage be⸗ liebe man sich zu C. A. Heineken & Co.
[1157 b]
9te
Diieltorium der Loebau⸗Zittauer Eisenbahn⸗Gesellschaft.
LEWI
Ludwigshafen⸗Berbacher Eisenbahn. Einzahlung.
Laut Herren S. v. Haber & Söhne in und W. H. Ladenburg Söhne in Mann⸗ heim ertheilter Vollmacht,
8 sind wir beauftragt, die 9te Einzahlung auf die Actien der Ludwigshafen⸗ Bexbacher Eisenbahn
von 10 5 mit 50 Fl., abzüglich Zinsen 2 „ 40., demnach Fl. 47. 20. pro Actie, in Empfang zu nehmen und darüber zu quittiren. Wir ersuchen daher die Besitzer, die betreffende Ein⸗ zahlung bis
zum 1. Januar 1848, späte⸗ stens aber bis 1. Februar 1848, 1 mit 4 % Verzugszinsen, vom EG an 8 gerechnet, in unserem Comtoir, Linden Nr. 27 „
zu leisten und die einzuzahlenden Stücke mit einem Ver⸗ zeichniß nach Nummernreihe, Litt. A. von Litt. B. ge⸗ trennt, zu versehen.
Die Annahme der Interims⸗ scheine zur vollen Einzahlung findet fortwährend statt.
Berlin, den 6. Dezember 1847.
Hirschfeld & Wolff.
uns von den
Karlsruhe
Wir machen hierdurch bekannt, daß die von uns unterm 1. Juli a. c. aus⸗ gefertigten Interims⸗Ae⸗ tien à 25 Thlr. gegen die
[ Original⸗Actiendo⸗
de kumente L it. B. nebst
NTalons und Divi⸗
dendensche inenin der
Zeit 3 Thlr.
Für Auswärt ige die Bedingungen. v
[1141]
Co. in Berlin
Im Verlate der Unterzeichneten erschien: Der Abschied: Naf, 4.nn eum Sts-
dele hinaus, ans Dorf und Stadt,
1vgea van rl. Siich.
Ed. Bote & G. Bock.
Berlin, Jägerstr. 42,
Breslau, Schweidnitzerstr. 8.
Literarische Anzeigen. Berlin, Jägerstrasse No. 42. Breslau, Schweidnitzer Str. No. 8.
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Ud. Bote & G. Bock.
vollständigste assortirt. Beim Ankauf den höch- sten Babatt.
teresse der Empfänger, als der Remittenten, zu der An⸗ zeige veranlaßt: „daß die für 1./1, 1/3 und 1/%6 Tha⸗ ler notirten Course für Kassen⸗Anweisungen nicht maß⸗ gebend sind, und daß diese Valuta, welche im Cours⸗ zettel nicht notirt wird, deren Cours aber nach dem Mehr⸗ oder Minder⸗Begehr bedungen wird, nur zu dem Cours in Banco berechnet werden kann, zu welchem sie bei Empfang zu lassen ist. Die Kommission.
[1156 b] Oeffentliche Danksagung.
rechten Kniegelenke meines zweiten Sohnes ein Glied⸗
schwamm von dem fürchterlichen Umfange eines Manns⸗ kopfes. Der hohe Grad dieses Uebels, die dadurch be⸗
[1147 b] à 5 % baar vergütet. iger Frist kann der Umtausch und die
November 1847.
irektorium Halleschen Thore No. 8 und
Helff
Von den in unserer Bekanntmachung vom 2.
1.
Coak-Anzeige. Bei den Gas-Anstalten vor dem
Holzmarkt-Strasse
No. 26 u. 27 wird die Fonne Coak 4 s
von bester Qualität zu - h F. verkauft und
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über kostenfrei vor’'s Haus gefahren.
Bestellungen werden im Comtoir, Bauschulplatz No. 5, und in beiden Anstalten angenommen.
dingten, Tag und Nacht Monate lang andauernden Schmerzen, so wie hinzugetretenes Zehrfieber, brachten ihn an den Rand des Grabes. Hoffnungslos und in Verzweiflung fand er nach vielen vergeblichen Heilver⸗ suchen berühmter Aerzte endlich den letzten Trost unter des Allmächtigen Beistand bei dem hochverdienten Di⸗ reltor des orthopädischen Instituts, Herrn Dr. H. W. Berend, Oranienburgerstraße Nr. 64. Eine von die⸗ sem erfahrenen Operateur mit allbekannter Geschicklich⸗ keit in wenigen Minuten ausgeführte Ablösung (Am⸗ putation) des rechten Oberschenkels befreite ihn von sei⸗ nem qualvollen Leiden. Aber zum zweitenmale schwebte er einige Wochen nachher in größter Gefahr, als durch eine von selbst eintretende allgemeine Wassersucht und eine hierauf folgende Eiterung an dem gesunden Ober⸗ schenkel die letzten Kräfte zu schwinden drohten. Doch
¹
auch diese Nachkrankheiten wurden durch die ausdauern⸗
Oktober d. J. aufgeführ⸗ ten 28 Stück Interims⸗ Prioritäts⸗Actien Lit. B., auf welche bis zum 1. Ok⸗ tober a. c. die zweite
—
Verein
worden war, sind bis mit [1144 b]
— Ablauf der Präklusivfrist
Von vielen Vereins⸗M.
6223. 8001 und 8002. 12883 bis schwerde geführt worden, da
von Kaufleuten Manufakur⸗Waaren⸗Faches en gros.
Hamburg, den 1. Dezember 1847. itgliedern ist wiederholt Be⸗ 8 ihre Kommittenten häufig
den ärztlichen Bemühungen des Herrn Dr. Berend auf unerwartete Weise überwunden.
Nachdem mein Sohn jetzt seit längerer Zeit völlig gesund und dem Leben im eigentlichen Sinne wieder⸗ gegeben, kennen wir kein anderes Gefühl, als das des Dankes gegen einen Mann, der zwar unseres Lobes nicht bedarf, dessen Andenken aber nimmer in unserem Herzen erlöschen wird. Mögen aber auch andere Lei⸗ densgenossen, denen die Furcht vor solchen operativen Eingriffen oft den letzten Rettungs⸗Anker rauhbt, sich ver⸗ trauungsvoll dem genannten menschenfreundlichen Arzte
des
Musikalien-Lager auf das
Durch einen unglücklichen Fall entwickelte sich an dem
mithin 9 Stück, nicht eingelöst worde In Gemäßheit §. 16. der Gesellschafts⸗Statuten wer⸗
den nun hiermit diese voraufgeführten Actien der ersten
Banco⸗Beträge durch Kassen⸗Anweisungen zu dem hier men notirten Cours für klingend Courant berichtigen wollen.
Die Unterzeichnete sieht sich deshalb, sowohl im In⸗
hingeben, dessen geübte Hand zur Heilung und Lebens⸗ fücing schon so vieles Glückliche und Segensreiche voll⸗
führt
at! H. Roy, Landsbergerstraße Nr. 14
Das Adonnement beträgt: 2 RKthlr. für † Jahr. 4 RKthlr. — †½ Jahr. 8 Kthlr. - 1 Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preis-Erhöhung. bGei einzelnen Nummern wird der Gogen mit 2 ½i Sgr. berechnet.
ge m
892 “ 8 5 11 8
isc
Alle Pofl -Anstalten des In⸗ und Auslandes nehmen Hestellung auf dieses Blatt an, für Herlin
1“ b die Expedition der Allg. Preuß. Hehren-Straße Nr. 57. 1 FInsertions-Gebühr für den 1 “ KRaum einer Zeile des Allg.
Anzeigers 2 Sgr.
Ianhalt.
Jubelfest. Großherzogthum Mecklenburg⸗ — Freie Stadt Frank⸗
Amtlicher Theil. nland. Provinz Preußen.
Deutsche Bundesstaaten. Schwerin. Landtags⸗Verhandlungen. furt. Bürgermeister⸗Wahlen.
Oesterreichische Monarchie. Von der galizischen Gränze. Bildung von Gendarmerie⸗Corps. — Schreiben aus Wien. (Die Akade⸗ mie.) — Schreiben aus Böhmen. (Verordnungen wegen der Kartoffel⸗ krankheit und der Marktpolizei.) 8
Frankreich. Paris. Hofnachrichten. — Abreise des Herzogs von Serra Capriola. — Die Verhandlungen über die schweizer Angelegenheiten. — Gerüchte von Personalveränderungen in der Diplomatie. — Tunesischer Gesandter in Algier. — General Villefranche †, — Quarantaine⸗-Vor⸗ schrift. — Vermischtes. — Schreiben aus Paris. (Die Vorgänge in der Untersuchungssache gegen die Gebrüder Lamarque.)
Großbritanien und Irland. London. Wahl des Erzbischofs von York. — Parlaments⸗Verhandlungen: Fortsetzung der Debatte über die Handelskrisis. — Besserung der kommerziellen Verhältnisse. — Abrech⸗ nungen der fallirten Häuser. — Vermischtes. — Nachrichten aus den Vereinigten Staaten und Mexiko.
IZ Kopenhagen. Post⸗Convention zwischen Dänemark und Schweden.
Schweiz. Tagsatzung. Die Verhandlungen über die Erecutions⸗ Kosten. — Die Bundesrevisions⸗Frage. — Kanton Bern. Das Gerücht von einer französischen Note. — Kanton Luzern. Ausweisung der Jesuiten. — Schreiben an den Bischof von Basel. — Aufhebung der Zeitungs⸗Verbote. — Die Parteien. — Zurückstellung der Staatssie⸗ gel. — Die Vorgänge vor der Uebergabe Luzern’'s. — Vermischtes. — Kanton Schwyz. Regierungsbeschluß in Betreff schweizerischer Zei⸗ tungen. — Kanton Zug. Radikale Aufforderung. — Kanton Frei⸗ burg. Angebliches Verlangen des französischen Gesandten. — Güter des Jesuiten⸗Ordens. — Kanton Tessin. Waffenstillstand mit den Urnern. — Kanton Wallis. Reise eines französischen Gesandt⸗ schafts⸗Secretairs.
Griechenland. Athen. Kammer⸗Verhandlungen.
Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten.
Dritte Quartett⸗Soiree. — Schreiben aus D. üsseldorf. (Wo ist Arbeit?)
Amtlicher Theil.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Dem Ober⸗Bürgermeister Hüffer zu Muͤnster den Charakter als Geheimer Regierungs⸗Rath; und Dem Oberlandesgerichts⸗Assessor Hoffbauer zu Münster den Charakter als Land⸗ und Stadtgerichts⸗Rath zu verleihen; so wie Den Musikhändler Gustav Moritz Bock hierselbst zu Aller⸗ höchstihrem Hof⸗Musikhändler zu ernennen.
Das 42ste Stück der Gesetz⸗Sammlung, welches heute ausge⸗ geben wird, enthält unter 2905. Die Verordnung über die Marktstandsgelder; vom 4. Oktober d. J.;
1 Nr. 2906. Das Allerhöchste Privilegium wegen Ausfertigung auf
den Inhaber lautender greiffenhagener Kreis⸗Obligationen von 60,000 Rthlrn.;
2907. und die Allerhöchste Kabinets⸗Ordre, beides vom 29sten desselben Monats, betreffend die den Kreisständen des greiffenhagener Kreises in Bezug auf den Bau und die Unterhaltung einer Kunststraße von Bahn nach Greiffen⸗ hagen bewilligten fiskalischen Vorrechte; ferner
ten
2908. das Allerhöchste Privilegium vom 1. November d. 82 mwegen Ausfertigung auß den Inhaber lautender ruppi⸗ nes Kreio-O60 ses zum Betrage von 130,000 Rthlr. ind 2909. Die Allerhöchste Kabinets⸗Ordre vom 12ten ejsd. m., betreffend die Erhöhung des Zinssatzes für die zufolge der Bestätigungs⸗Urkunde vom 12. Juni 1846 noch aus⸗ zugebenden Prioritäts⸗Obligationen der Niederschlesischen Zweigbahn⸗Gesellschaft im Brtrage von 248,000 Rthlrn. Berlin, den 9. Dezember 1847. “ Gesetz⸗Sammlungs⸗Debits⸗Comtoir. 8
Angekommen: Se. Excellenz der General⸗Lieutenant und kommandirende General des 2ten Armee⸗Corps, von Wra ngel, von Stettin.
Uichtamtlicher Theil.
Inland.
Provinz Preußen. Aus Königsberg vom 5. Dezember meldet die dortige Zeitung: „Am heutigen Tage ist das 200 jährige Jubelfest der neuroßgärtschen Kirche in ansprechender und würdiger Weise, unter großer Theilnahme der hiesigen Bevölkerung, feierlich begangen worden. Nachdem am Tage vorher das Fest eingeläutet worden war, begann die Feier heute um 9 Uhr in der durch freiwil⸗ lige Beiträge der Mitglieder der Gemeinde aufs beste ausgeschmück⸗ ten und schön erleuchteten Kirche, um deren Altar die Chefs und die Deputirten sämmtlicher Behörden ihre Plätze eingenommen hat⸗ ten, während alle übrigen Räume des Gotteshauses von einer gro⸗ ßen Schaar andächtiger Zuhörer erfüllt waren. Es wurde mit dem Gesange des Liedes: „Herr Gott, dich loben wir“, be⸗ gonnen, auf welches die Liturgie folgte. Nach dieser wurde eine Kan⸗ tate vorgetragen, deren schönen und erhebenden Text Dr. Gottschall gedichtet, die Musik aber der Musik⸗Direktor Gervais, auf eine des Textes würdige Weise, komponirt hatte. Nach der Beendigung der Kantate folgte die vier ersten Verse des Liedes: „Eine feste Burg ist unser Gott“, und darauf die der feierlichen Gelegenheit in jeder Be⸗ ziehung völlig entsprechende Festpredigt, welche der Pfarrer Sagels⸗ dorff über 1 Korinth. 3, 11 hielt, und welche alle Zuhörer sichtlich rührte und erbaute. Die schöne Feier endigte damit, daß die Ge⸗ meinde den 6ten und 7ten Vers des Liedes: „Bringt her dem Herrn Lob und Ehr“, anstimmte.“ u“
Deutsche Bunvesstaaten.
Großherzogthum Mecklenburg⸗Schwerin. (H. C.) In der Sitzung der Landtags⸗Versammlung am 4. Dezember wurde der Comité⸗Bericht über die Großherzogliche Proposition, die Unter⸗ stützung der Mecklenburgischen Eisenbahn⸗Gesellschaft betreffend, ab⸗ gestattet und darin Folgendes aufgestellt: Daß Eisenbahnen zwar gemeinnützig seien, das Land aber aus früheren Beschlüssen keine Ver⸗ pflichtung habe zu deren Unterstützung, — daß kein Grund vorhanden sei, bei den mecklenburgischen Eisenbahnen, deren Reinertrag in Zwei⸗ fel gezogen werden dürfe, sich aus öffentlichen Mitteln zu betheili⸗ gen, — daß noch nicht nachgewiesen vorliege, wie die Mecklen⸗ burgische Eisenbahn⸗Gesellschaft schon in dem Stadium sich be⸗ finde, wo sie sich nicht noch selbst helfen könne, — daß eventua⸗ liter erst das Statut seine Anwendung finden möchte, wegen Ver⸗
Peisenbess“ 88 1847⸗
suchs einer Veräußerung der Bahn, — daß eine Betheiligung aus Landesmitteln zur Unterstützung des Unternehmens die Besorgniß er⸗ wecken möchte, dadurch eine schwer zu empfindende Steigerung des jetzigen Zinsfußes von 3 ½ auf 4 ½ pCt. im Lande herbeizusühren. Und hieran war der Vorschlag geknüpft, die betreffende landesherr⸗ liche Proposition gänzlich abzulehnen. Nur zwei Mitglieder des Co⸗ mité's hatten, abweichend, für eine etwanige Unterstützung in anderer als proponirter Weise sich ausgesprochen. Bei der Abstimmung wurde die Proposition mit 131 Stimmen gegen 28 gänzlich abgelehnt.
Freie Stadt Frankfurt. In der außerordentlichen Sitzung des Großen Rathes am 6. Dezember wurde Herr Schöff von Hey⸗ den zum älteren regierenden Bürgermeister und Herr Senator Dr von Schweitzer zum jüngeren Bürgermeister ernannt.
Oesterreichische Monarchie. 1
Von der galizischen Gränze, 26. Nov. Nachrichten
aus Galizien zufolge, wird eben die dort vor kurzem errichtete Sicher⸗ heits⸗Wache aufgelöst und aus der Finanz⸗Wache eine Art von Gen⸗ darmerie⸗Corps gebildet, welches letztere nicht der Militair⸗, sondern der Civil⸗Behörde unterliegen soll.
* Wien, 3. Dez. Durch den (bereits gemeldeten) Tod des Patriarchen von Erlau, Lad. von Pyrker, verliert die wiener Akademie der Wissenschaften seit ihrem kurzen Bestehen durch den Tod das zweite würdige Mitglied. Wenerich, Professor der orientalischen Sprachen, starb viel früher, kaum noch zum Akademiker gewählt; Graf Desöwffy ist das dritte Mitglied, welches, jedoch auf eigenes Ansuchen, aus diesem gelehrten Verein ausscheidet. Es sind sonach, mit den acht erledigt gelassenen Stellen, zur Ergänzung der kompletten Akademiker⸗Zahl noch 11 österreichischen Gelehrten der Wahl der Akademiker vorbehalten, die ehestens vorgenommen werden dürfte, indem die ordentlichen wöchentlichen akademischen Versammlungen in zwei Sectionen schon ihren Anfang genommen haben. Die Akademie erhielt durch den Fürsten Dietrichstein einen Präsidentenstuhl mit seinem
Wappen, ein Meisterstück wiener Tischler⸗ und Tapezier⸗Arbeit.
Aus Böhmen, Anfangs Dezember. Da noch immer die Hoffnung vorhanden ist, daß der sich als gesund zeigende Theil der Kartoffel⸗Aerndte für den Bedarf des Genusses ausreichen werde, und daß diese gesund gebliebenen Knollen, selbst von solchen Feldern
und Stöcken, die von der Krankheit angesteckt waren, nach der ge⸗ machten Erfahrung sich auch über den Winter erhalten dürften, bei sorgfältiger Absonderung von den krankhaften und einer zweckmäßigen Aufbewahrung, so hat das Landes⸗Gubernium an Obrigkeiten und
Grundbesitzer die Warnung erlassen, daß sie sich zu übereilten Ver⸗ käufen ihrer Kartoffeln an Branntwein⸗Brennereien oder zu anderen
Arten der Verschleuderung aus übertriebener Furcht vor dem Ver⸗
derben derselben nicht hinreißen lassen sollen, sondern vielmehr dafür zu sorgen hätten, daß sie sich einen hinreichenden Vorrath an gesun⸗
den Saat⸗Kartoffeln beischaffen und sichern, besonders aus jenen Ge⸗
genden, wo die Krankheit sich gar nicht gezeigt hat.
Ueber die prager Marktpolizei werden noch fortwährend eine Menge Untersuchungen gepflogen und Vorschriften erlassen, die mit⸗ unter den Verkehr im ganzen Lande, besonders bei Verführung der Cerealien, sehr erschweren, ohne jedoch die Theurung der Lebensbe⸗ dürfnisse zu mindern oder doch wenigstens die Zufuhr derselben nach der Hauptstadt zu vermehren. Man scheint dort aus einem Extrem ins andere verfallen zu sein, denn während seit Jahren die Markt⸗ Ordnung der Hauptstadt sehr vernachlässigt schien und selbst in ziem⸗ lich entfernte Gegenden des Landes die Vorkäuferei von dort aus sich
Dritte Quartett-Soiree im Saale des Hotel de Ruüussi (Den 6. Dezember.)
Das Andenken des jüngst verstorbenen Tondichters auch ihrerseits würdig zu begehen, hatten die Herren Zim mermann und Genossen den heutigen Abend ausschließlich dem Vortrage Mendelssohnscher Compo⸗ sitionen geweiht. Zur Ausführung kamen: ein Streich⸗Quartett, ein Piano⸗ forte⸗Trio und das berühmte Oktett. Erregten schon die beiden zuerst
zeichneten Werke durch ihren gediegenen Inhalt die Theilnahme der Hö⸗ cer, so steigerte sich dieselbe doch noch in bedeutendem Grade bei Ausfüh⸗ rung des Oktetts. Letzteres ist eine von jenen Schöpfungen Mendels⸗ sohn's, die, obgleich im Jünglingsalter entstanden, dennoch die Reife von Meisterwerken tragen. Mit der Ouvertüre zum „Sommernachts⸗ traum“ in einem und demselben Jahre (1826) komponirt, darf es, gleich dieser, zu den vollendetsten und anziehendsten Compositionen ge⸗ zählt werden, die im Gebiete der Kammermusik aus Mendels⸗ sohn's Feder geflossen sind. Neben den Schätzen eines wahrhaft anstaunenswerthen Wissens und Fleißes — der letzte Satz bildet z. B. eine achtstimmige freie Fuge — offenbart der Inhalt eine Genialität der Erfin⸗ dung, einen Reichthum hochpoetischer Gedanken und bei aller Kunst des Baues eine solche Klarheit der Ausarbeitung, daß wir keinen Augenblick anstehen, das Werk den besten Schöpfungen der größten Instrumental⸗He⸗ reeg an die Seite zu stellen und es als ein wahrhaft klassisches zu be⸗ eichnen.
3 Die Schönheit der Compositionen hatte die ausübenden Künstler sicht⸗ lich begeistert. Die Ausführung war eine vorzügliche. Die acht Spieler, lauter Mitglieder der Kapelle, lösten ihre Aufgaben, mit einem Worte, in echt künstlerischer Vollendung. Mit dem wärmsten Danke für den bereite⸗ ten Kunstgenuß verbinden wir schließlich die Bitte um eine wiederholte Vor⸗ führung der herrlichen Tondichtung, wodurch Herr Zimmermann sicher⸗ lich den Wünschen aller Kunstfreunde begegnen würde. 2.
8 „Wo ist Arbeit?“
à Düsseldorf, 4. Dez. Unter obigem Titel hat der Gründer des hiesigen Adreß⸗Comtoirs für die arbeitende Klasse, Dr. Bücheler, so eben ein Schriftchen veröffentlicht, in welchem die Resultate jener Anstalt, so wie die Grundsätze, nach welchen das Institut geleitet wird, niedergelegt sind. Der Verfasser sieht als Aufgabe des Comtoirs die an: der drohenden Ver⸗ armung unter der arbeitenden Klasse vorzubeugen, ihre jetzige Noth zu lin⸗ dern und sie vor künstiger zu wahren. Er theilt die Menschenklasse, auf deren Unterstützung es hier besonders abgesehen ist, in drei Abtheilungen, in Arbeitsnnfaͤhige, Arbeitsscheue und Arbeitslose. Die Sorge für die Er⸗
steren (Alte, Schwache, Kranke) überläßt er der Armen⸗Verwaltung, die Arbeitsscheuen weist er unter die fürsorgliche Beachtung der Polizei und die dritte Abtheilung, die Arbeitslosen, die fähig und willig zur Arheit sind, jedoch keine genügende Arbeit finden, macht er zum Objekt der ausschließ⸗ lichen Fürsorge der von ihm gegründeten Anstalt. Diese Fürsorge giebt sich aber zu erkennen durch Anweisung von Arbeit, so wie durch größere Befä⸗ higung der Arbeitsuchenden. In Beziehung auf Anweisung von Arbeit wirft sich die unläugbar wichtige und nothwendige Frage auf: Wo ist Ar⸗ beit? Die Arbeit, sagt der Verfasser und mit Recht, ist zu suchen bei uns selbst. In unserer Armuth liegt auch die Arbeit. Weil wir Alle Glieder eines und desselben Organismus sind, so fühlt das menschliche Herz allein sich hülflos und verlassen und sucht sich in einem anderen zu ergänzen; un⸗ vermögend, sich selbst zu helfen, ist es der Hülfe des Anderen so höchst be⸗ dürftig. Die Gemeinde birgt eine große Anzahl solcher in sich, die sich die nothwendigsten Lebensbedürfnisse, Nahrung, Wärme, Luft und Licht, nicht selbst beschaffen können. Wie viele Hände müssen nicht wirksam sein, um mit Spinnen, Spulen, Weben, Stricken, Drucken, Färben, Schneidern, Nähen u. s. w. allein die nöthige Bekleidung unserer Armen zu beschaffen? Wie viele müssen nicht Graben und Hacken, Pflanzen, Säen und Mähen, Dreschen, Mahlen und Backen um allein das unabweisliche Begehr des Magens unserer Arbeits⸗Unfähigen zu befriedigen? Welche Maurer⸗, Zimmermanns⸗, Schreiner⸗, Schlosser⸗, Glaser⸗, Anstreicher⸗Arbeiten sind nicht jährlich im Interesse der Kommune zu verrichten? Die Höhe der zu ver⸗ ausgabenden Summe giebt Kunde von der Größe der Arbeit. Wie nun? wenn wir unseren arbeitslosen aber arbeitsfähigen Armen alle jene im In⸗ teresse der Arbeits-Unfähigen zu verrichtenden Arbeiten übertrügen? gäben wir ihnen dann nicht mit der Arbeit zugleich das Mittel in die Hände, sich selbst aus ihrer Noth herauszuarbeiten und dadurch geistig und sittlich edle Menschen zu werden? denn alles höhere Leben kann nur auf dem Boden des materiellen Wurzeln und Früchte tragen. Ein Theil der Aufgabe des Adreß⸗Comtoirs würde daher darin bestehen, einem Jeden nach Verhältniß seiner Fähigkeit und Würdigkeit die Arbeit zuzutheilen, wodurch denn auch indirekt der von dorther dem Gemeinwesen und jedem Besitzenden drohenden eigenen Noth kräftig entgegengewirkt würde. Gegen die Armuth giebt es nur ein souveraines Mittel — die Arbeit — und die Geldunter⸗ stützungen, welche die Fonds den Armen⸗Verwaltungen bewilligen, reichen in der Regel kaum hin, die Miethen zu bestreiten: alles Uebrige, was zum Lebensunterhalt durchaus unentbehrlich ist, muß trotz alledem anderswoher beschafft werden und zwar durch Arbeit, wenn man nicht der Bettelei, dem Laster Thür und Thor öffnen will. Wenn aber über Mangel an Arbeit geklagt wird, so ist diese 8 gegründet nicht in einem Mangel an Bedürfnissen, sondern in einer gewissen Scheu vor der Arbeit, an der wir Alle mehr oder weniger laboriren. Diese Trägheit, die Tochter
ist eine Hau des weltherrschenden Egoismus, ist eine P eree
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tsünde unseres Geschlechts, sie1
erkaltet die Liebe und erstickt das Mitleiden für Andere, so daß Jeder nur an sich selbst denkt. Anstatt die Arbeit an Mehrere zu vertheilen, zieht sie es vor, Einzelne damit zu überhäufen; anstatt die Arbeit selbstständig zu organisiren und Jedem nach Verhältniß seiner Würdigkeit und Fähigkeit seinen Antheil an der Arbeit zuzuweisen, begnügt sie sich damit, dieselbe an den Mindestfordernden zu vergeben, es der Willkür des Unternehmers überlassend, wessen Hülfe er heran zu ziehen für gut findet, ob die des Fremden oder die des Einheimischen, ob die des Verbrechers oder die des redlichen Mitbürgers. Während die Selbstsucht nur um sich und ihren ei⸗ genen Seckel bekümmert, träge der Noth des Nächsten zusieht, ist die Liebe allenthalben geschäftig, sich selbst zu überwinden und mit Hintenansetzung des zeitlichen Gewinnes dem meist Bedrängten zunächst zu Hülfe zu eilen. Somit ist denn das menschliche Herz das Feld, auf dem zu arbeiten wir Alle hingewiesen werden; denn den guten Willen zu bethaätigen, ist hier wie dort die Forderung des Tages. —
Was nun die Befähigung des Arbeitsuchenden betrifft, so will der Verfasser, daß das Adreß⸗Comtoir hauptsächlich darauf sehe, daß die bestellte Arbeit zur vollkommenen Zufriedenheit des Bestellers ausfalle. Hierzu hält er eine spezielle Beaufsichtigung nöthig, welche stattfinden soll sowohl in einer mit dem Institut verbundenen Arbeitsschule, als auch an Ort und Stelle, wo gearbeitet wird. Selbstredend wird das Institut bei jener Ar⸗ beitsschule ihr vorzügliches Augenmerk auf die verwahrloste aus der Schule entlassene Jugend zu richten haben, damit sie frühzeitig zu tüchtigen Handwerkern und brauchbaren Dienstboten erzogen und so allmälig in der kommenden Generation einem besseren Geiste Bahn gebrochen werde, dem Geiste der Rührigkeit, der Ordnung, der Mäßigkeit und Nüchternheit in der arbeitenden Klasse. Anziehend ist das Bild, welches der Verfasser nun von der Wirksamkeit der von ihm hier gegründeten Arbeits⸗Nachwei⸗ sungs⸗Anstalt entwirft, und erstaunlich sind die Resultate, welche der feste Wille des einzelnen Mannes in so kurzer Zeit mit den geringfügigsten ma⸗ teriellen Mitteln zu erzielen vermocht hat. Im Laufe von 9 Monaten vom 10. Februar bis Ende Oktober waren 1926 Arbeitsgesuche eingegangen, von denen 1137 mit Anweisungen versehen wurden, und zwar 197 für männliche und 940 für weibliche Beschäftigung. 2 1
Der Verfasser betrachtet die Wirksamkeit des Adreß⸗Comtoirs wesent⸗ lich als eine vermittelnde zwischen Arbeitsuchenden und Arbeitgebenden 88* überzeugt uns von der Nothwendigkeit einer solchen Vermittelung, die mannichfaltigen Ursachen der Arbeitslosigkeit näher ins 8 arbeit⸗ eine solche Ursache erkennt er zunächst, daß der Lrbeitsuchende⸗ 2 er, wer⸗ gebenden Publikum fremd und unbekannt ist. Einheimische, sehre se -e den durch die elende Lage, in die sie gerathen, ; enas aesag die, früheren Bekannten oft gänzlich entrückt, K 8 erbienst, dann herangegogen durnch, die, eügscen l kechisen nicht, wem sie ihre getäuscht mit Entbehrungen zu kämpfen haben, wi 8