“ 11“ — “
.“
preußischer 2 schlesischer auf 28 Rthlr. Erbsen noch immer flau und un⸗ verändert, 45—48 Rthlr. v1nuX“X“X“ Mehl, Weizen⸗ und Roggen⸗, wie letztbemerkt. 1“
114121“4*“*“
8 .
wäre. Für ör fordert man 102/104pfd. ab Jütland ä „ai Rihht. Bec h. Lat vsaa. imeaaee
Hafer a stk. Jütland bedang pr. Frühj. 81./82 pfd. 39 — 40 Rthlr. Beo., 80/83pfd. Waare ab Dänemark zu 38/42 Kahn. Bco., ab 2 85/86 pfd. zu 43 — 44 Nthlr., und ab Jahde 75 /76 pfd. Waare zu 38 Rthlr. Bro. blieb angeboten.
Erbsen und Wicken pr. Frühjahr ab Dänemark 80 Rthlr. Beo. nominell. 1
Rappsaat ab Ostk. Dänemark zu 130/32 Rthlr. Bco., ab Westk. Schlesw.⸗Holsteins zu 136 Rthlr. Bco. pr. Last angeboten. Für letztere Qualitäten zeigen sich jedoch nur Nehmer 4 Rthlr. billiger. ; gehalten, 8 ¾ a 9 Rt. bezahlt, In der letzten Woche dieses Jahres ist bei geschlossener Schifffahrt 40 ¾ Rt. auf Breslau schwimmend nichts von einigem Belange, das im Droguenfache vorgefallen wäre, zu
ssn A l 1“ Aue Post⸗Anstalten des In⸗ und
EE [— Auslandes nehmen Bestellung aunff
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ag, ga8 1½ Z geng „ea — 8 Aleteorologische Beobachtungen. Das Abony beträg
onnement beträgt. 1848. V
1 1 „ n 8 3 2 “ e. ö L. 2 vmafa92 Expedition der
1“ Zeitung: Behren⸗Straße Nr. 57. 890
Nachmittags 2 Uhr.
Morgens
Abends 6 Uhr.
2 Rthlr. für ¼ Jahr. 1. Jan. 10 Uhr. 1
4 Athlr. ⸗4¼ ““
8 Athlr. II1“
. 6 8 EEEE1 in allen Theilen der Monarchie ohne Preis⸗Erhöhung. 1“ einzelnen Rummern wird der Bogen mit 2 ½ Sgr. berechnet.
Nach einmaliger Beobachtung.
Heutiger Landmarkt: Weizen. Roggen. Gerste. Hafer. Zufuhren ... 12 8 4 ½ Wspl.
6 2 Preise. 600 3 62 42 8 45 36 3 38 26 à 28 44 3 50 Rihir.
Saamen. Unter dieser Rubrik hat nur Säe⸗Leinsaamen, als der einzige Artikel überhaupt, worin etwas Nennenswerthes während dieser Woche gemacht wurde, einigen Umsatz gehabt, und scheint es damit ferner
fest bleiben zu wollen. Rigaer auf 9 Rt. Pernauer auf 10 ¼ 2 *† Rt. gehalten,
Erbsen. s 337,41“ 8 0 „ „Par. Qsellwärme 7,70 R. — 2,4°n. Flusswärme 0,029 R. — 2,8“° R. Bodenwärme 89 pCt. — Schnee. Niederschlag0,061"Rh S0. Wärmewechsel — 1,0° 80. — — 3,4*
— 4,2“* R. — 5,3“°R.
— 1,02 R. — 4,8° h.
65§ gr
8* Insertions Ge bühr für den 8
Thaupunkt.. Dunstsättigung. 88 pct. 70 pct. Wetter trüb Sechnee. Wind 1 80 80 Wolkenzug-.. . — V1 Tagesmittel: 336,99 7 Par...
Kaum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr. Iatsu, Sesn, ehhE 2 üana wmtath 18 . g
[AII für Berlin die EW 12388
Allgem. Preuß⸗
8 Ihs
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E
und in loco bezahlt, Memeler auf
Metalle. Zink in loco auf 5 ¾ Ril ferung 5 22 Rthlr. bezahlt. Fettwaaren.
Leinöl 10 ½ — 10 Rthlr. bis 13 ½ Nthlr. von Einzelnen erlassen. ohne Umgang, wie vor 7 Tagen gemeldet.
22 ½ Rthlr. gefordert. Alkalien unverändert. asche 11 ½ Rthlr. Soda, calcion. nach a 8 Rthlr. unverst. Heringe eben so. Sgprup. 10 Rthlr. bezahlt.
Kaffee, Reis, Gewürze ohne Umsatz und Veränderung. Südfrüchte unverändert. Korinthen 9 ½ ² 10 ½ Rthlr. Mandeln, süße sicil. 23 Rthlr. unverst.
a 7 ⅞ Rthlr. unverst. gefordert.
1
△ Hamburg, 31. Dez. Getraide.
dert Last genommen. 31/32 pfd. Waare zu 108 Rthlr. Beo.
Geringe Quanta sind nur noch am Markt, 132 pfd. 9
64 Rthlr. Bco. pr. Last. Loco-Gerste keine Veränderung.
1 1 . 7½ Rt. gehalten. während nominell, LZinterrapps 82 Rt., Rübsen 80 Rt. keine Käufer, welche dem hin und wieder vorherrschenden Glauben daß die zu Felde stehenden Pflanzen durch den Frost gelitten, kein Vertrauen zu schenken scheinen. Kleesaamen und Thimothee ganz still, wie letztgemeldet. „Spiritus aus erster Hand zur Stelle und aus zweiter Hand 15 ¾˖ %.
Während gestern aus erster Hand eine ziemliche Zufuhr am Markte war ist die heutige sehr schwach und zu der Notirung anzubringen. Auf Früh⸗ jahrs⸗Lieferung 14 % nominell, doch eher zu haben, als zu machen.
hlr. gehalten, auf Frühjahrs⸗Lie⸗
lt. Roheisen, schott. 9 59 5 “
8 Rüböl ist in dieser Woche durchweg matt geblieben
und wieder etwas billiger, als in voriger, in loco zu 11 ½ Rthlr. zu haben.
bezahlt und noch dazu käuflich.
Kokusnußöl und Baumöl ganz
¹ Thran, Südsee⸗ 9 ½ Rthlr. be⸗
zahlt und darauf ferner gehalten, br. berger Leber 21 Rthlr., blanker 22 a
Amerik. Steinasche 12 ½ Rthlr., Cas. Pott⸗ Stärke 4 ½ a ½ Rthlr., cristall. 2 12
Kölner auf 11 Rthlr. gehalten, auf Lieferung im Frühjahr
— Weizen in loco wird nur ausschließlich für den Konsumo gekauft. Ab Auswärts wurden einige Hun⸗ 131./32pfd. ab Pommern zu. 110 Rthlr. Bco., ab dänisch. Inseln 129./30 pfd. zu 104 Rthlr. Bco. und ab schlesw. Ostküste
welche ab Mecklenburg 112, ab Ostk. Holsteins 132pfd. auf 112, ab dänische Inseln 129./30 pfd. auf 106 — 108 Rthlr. Bco. pr. Last gehalten werden. Roggen in loco unverändert, ab Dänemark fordert man pr. Früh⸗ jahr für 121./23pfd. Waare 65— 67 Rthlr. Beo. und bietet für 122 /23 pfd.
- Ab Dänemark wird pr. Frühjahr in geringen Quantitäten 111./12pfd. Waare zu 56 Rthlr. Bco. offerirt; Käufer wollen aber nicht über 54 Rhlr. gehen, wozu viel abzuschließen
Oelsaamen sort⸗ berichten. gefordert, wozu Psilli und schles. Zink. lignea fest. vorgekommen. verkauft. Veränderte Preise:
Zink 12 a 13 Mk. pr. 100 Pfd.
Palmöl zu 13 ¾
Rosinen 7 ½ Amsterdam, 30, Dez. 4 % Hope 865⅛. Antwerpen, 29. Dez. Hamburg, 31. Dez. Hamb. Berg. Actien 80 G. Alt. 110 ½. 110. Rothsch 64 Br. Meckl. 47 Br.
Passive 4 ¼. 3 ½. Ausg. Sch —.
Paris, 29. Dez. Neue 3 % Anl. 76. 65.
Einige wenige Artikel stellen sich noch etwas höher, in Sorten, Palm⸗Oel, geläntert. S n Engl. Piment bleibt im Weichen, dagegen Cassia In Kakao und Mandeln sind keine bemerkenswerthen Umsätze
Eine Partie Canehl⸗Bruch⸗ wurde zu 2 ¼ bis 3 ¾ Sch.
Gallen in Sorten 50 a 51 Mk. pr. 100 Pfd., 13 Sch. pr. Pfd., Palm⸗Oel 21 a 23 Mk. pr. 100 2 5 ½ Sch. pr. Pfd., kandirte Pomeranzenschalen 9 ½ Sch. pr. Pfd., Sem. Psilli 26 ½ Mk. pr. 100 Pfd., Soda krystallisata 4½ a 5 Mk. pr. 100 Pfd.,
Odessa, 13. Dez. Die Getraide⸗Verkäufe beliefen sich während der letzten drei Tage auf 8300 Tschw. Weizen, je nach Qualität zu 20 ¼ — 23 Rub.; 700 Tschw. ord. Roggen zu 13 ½ Rub. und 1600 Tschw. Hafer zu 10 ¾ Rub. Assig. per Tschetwert. Der Handel mit Weizen scheint aufs Tribüne 1 Rthlr neue in Unthätigkeit zu verfallen, da die letzten Berichte vom Auslande un⸗ 8 günstig lauten. Hafer wird für den Konsum zu 10 ½ — 11 Rub. bezahlt; mit Roggen geht es nur langsam. Leinsaat auf 22 ½ — 23 Rub. ge⸗ halten. Talg wird zu 10 — 10 ¾ Rub. per Pud kauft. Wolle ohne Umsatz. Der Eintritt der Kälte hat die wenigen noch zu machenden Verladungen unterbrochen.
Auswürtige Börsen. Niederl. wirkl. Sch. 54 ..
Zinsl. —. Bank-Actien 1600 Br. Magd. Wittenb:. 76 Br. Glückst. Elmsh. 50 Br.
London, 28. Nov. Cons. 3 % 85 ½¼. 85 ½⅞. Belg. 89. 88. 2 ½ % Holl. 56 ¼. 56. Engl. Russ. 108. 107. Bras. 80. 79. Chili 82. 87. Mex. 18 ½. 18. Peru 31. 29. 5 % Rente üu cour. 117.
Wien, 30. Dez. 5 % Met. 103 5. 4 % 4. 90 ½. Actieun 1616 Anl. de 1834 156 ½. de 1939 112 ½.
als Gallen
— 2,5° h. — 4,2“9 R.. 82 pct. 0so.
alpeter, kandirte Orangeschalen, Sem.
Montag, Vorstellung:
Kali zootikum 12 ½ a
Pfd., engl. Piment 5 ½ Dienstag,
Zu dieser
in kleinen Partieen ver⸗
Vorstellung:
5 % Span. —.
Neue Anl. 15 c½.
Engl. Russ. 104 Br. Hamb. Berl. 98 ¼. 98 ½¼. Kiel Rendsb. Neum. 90 Br. Kopenb.
Preise der
Ard. 18 ½. 18 ½. 4 % do. 85 ¼. 85 ½.
3 % 4n cour. 40. 75. 50.
— Das Liebes⸗Protokoll. in 1 Akt, von R. Benedix. in 1 Akt, aus dem Französischen, von Friedrich. 4. Jan. stellung: Norma, Oper in 2 Viardot⸗Garcia: Norma.) Anfang ½7 Uhr.
Vorstellung werden Billets zu fol 8 Opernhaus⸗Preisen 2 Ein Billet in den Logen des Prosceniums 1 Rthlr. 10 Sgr., in den Logen des ersten Ranges und ersten Balkons, 1
Montag, 3. Jan. di Lammermoor. (Sgra. Emilia Scotta: Lucia, als zweites Debüt.) 89 Plätze: Ein Platz in den Logen und im Balkond
8— Verantwortlicher Redackeur Dr. J. W. Zinkeisen.
ES4se. -2e 83 Königliche Schauspiele. “ 3. Jan. 1 Hierauf: Und: Der Weg durchs Fenster,
Im Opernhause.
Im Schauspielhause. (Dlle. Viereck: Maria Stuart.)
Königsstädtisches Theater. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) Oper in 3 Akten. Musik von Donizetti.
Lucia
ersten Ranges 1 Rthlr. u. s. w.
Dienstag, 4. Jan. Gesang in 3 Abth., von D. Kalisch. Direktor Gährich.
1 Posse mit Musik vom Königl. Musik⸗ In Scene gesetzt vom Ober⸗Regisseur Barthels.
Einmal Hunderttausend Thaler.
3 % do. 66 Bank Gloggn. 110. Nordb. 143 ½.
Im Selbstverlage der Expedition.
Gedruckt in der⸗
8
kanntmachungen. [729] Oeffentliche Vorladung. Nachdem auf den Antrag des Gutsbesitzers Munkel zu Ristow das in Hinterpommern im Regenwaldeschen Kreise belegene Lehngut Bernsdorf zur Subhastation gestellt worden ist, werden in Gemäßheit des Gesetzes vom 11. Mai 1839 sämmtliche Agnaten des von Bor⸗ ckeschen Geschlechts, Gesammthänder und Mitbelehnte, welche an dem vorgenannten Gute Bernsdorf zu Lehn berechtigt sind, ingleichen nachstehende, ihrem Aufent⸗ halte nach unbekannte Agnaten des gedachten Ge⸗ schlechts, als: 1) der Ernst Curth Gottlieb v. Borcke, 2) der Ferdinand Wilhelm v. Borcke, 3) der Ernst August Magnus Friedrich Wilhelm v. Borcke, 4) der Major Georg Ludwig Friedrich v. Borcke, frü⸗ her in Berlin, 5) der Carl Theodor von Borcke, 6) der Oberstlieutenant Otto Christoph v. Borcke, sonst zu Frankenstein, 7) der Major Hans Carl Caesar von Borcke, früher zu Torgau, 8) der Major Ernst Friedrich v. Borcke, ehemals zu Erfurt, 9) der Hauptmann Carl August v. Borcke, früher zu Graudenz, 10) der Ernst Anton Gottlieb v. Borcke resp. deren Lehnserben, so wie 11) die Lehns⸗Successoren des verstorbenen Gutsbe⸗ sitzers Ludwig Friedrich Carl Wilhelm v. Borcke auf Annenhoff bei Anclam, hierburch aufgefordert, ihre etwanigen Lehnrechte an dem edachten Lehngute Bernsdorf binnen sechs Monaten, pätestens aber in dem auf den 23. Februar 1848, Vormittags 11 Uhr, vor dem Deputirten, Ober⸗ Landesgerichts⸗Assessor Bartels, in unserem Geschäfts⸗ Lokale anberaumten Termine entweder persönlich oder durch einen zulässigen Bevollmächtigten, wozu denen, welchen es hier an Bekanntschaft fehlt, die hiesigen Ju⸗ stiz⸗Kommissarien Herrmann, Krause, Hanow, Alker vor⸗ eschlagen werden, anzuzeigen und nachzuweisen. Bei ihrem Ausbleiben werden sie aller ihrer Lehnrechte an dem gedachten Gute Bernsdorf verlustig erklärt und ih⸗ nen damit ein ewiges Stillschweigen auferlegt werden. Auch werden zu diesem Termine die unbekannten Real⸗Prätendenten an dem Gute Bernsdorf zur Aus⸗ führung ihrer Rechte unter der Warnung vorgeladen, daß die Ausbleibenden Alles gegen sich gelten lassen müssen, was von den bekannten Neal⸗Prätendenten mit den übrigen Betheiligten verhandelt wird. Stettin, den 14. Juli 1847. Königliches Ober⸗Landesgericht. Erster Senat. v. Moeller.
Subhastations⸗Patent swsegen des Gutes Leschwitz. ““ Zur Subhastation des im Liegnitzer Kreise belegenen, nach der landschaftlichen Taxe auf 28,154 Thlr. 11 Sgr. 4 Pf. abgeschätzten Gutes Leschwitz ist ein Bietungs⸗ Termin auf den 1 9. April 1848, Vormittags 11 Uhr, angesetzt worden. 1 Besitz⸗ und zahlungsfähige Kauflustige werden daher vorgeladen, in diesem Termine vor dem ernannten De⸗ putirten, Ober⸗Landesgerichtsrath Amecke, auf dem hie⸗ sigen Schloß entweder in Person oder durch gehörig in⸗ formirte und gesetzlich legitimirte Mandatarien sich ein⸗ ufinden, ihre Gebote abzug ben und demnächst den Zu⸗ sahg F den Meist⸗ und Bestbietenden zu gewärtigen.
d r n ueste Hypothekensch ind die be⸗
sonderen Kaufbedingungen können während der gewöhn⸗ lichen Amtsstunden in der hiesigen Registratur eingese⸗ hen werden.
Zu diesem Termine werden gleichzeitig die Amtmann†
Naefeschen Erben oder deren Rechtsnachfolger wegen der Rubr. III. No. 7. eingetragenen 1150 Thlr., und der Besitzer des Guts, Baron Ferdinand von Kloch de Kor⸗ nitz, dessen Aufenthaltsort unbekannt ist, hierdurch vor⸗ geladen.
Glogau, den 31. August 1847.
Königliches Ober⸗Landesgericht. IJ. Senat. v. Forckenbeckk. MNothwendiger Verkauf. Land⸗ und Stadtgericht Culm a. W.
Die aus Wohnhaus, Stallungen, 2 Scheunen, 3 Ein⸗ wohnerhäusern und
435 Morgen 163 Quadratruthen Magdeburgischen
Maßes Erbpachtsland bestehende Besitzung des Ludwig von Poleski in dem Dorfe Kiewo, abgeschätzt auf 13,387 Thlr. zufolge der nebst Hypothekenschein in unserer Registratur einzuse⸗ henden Taxe, soll in dem anderweit auf
den 11. Juli 1848,
Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle anbe⸗ raumten Termine subhastirt werden. 8
Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 26. Juli 1847.. Das dem Viehhalter Johann George Stechert zuge⸗ hörige, in der Krautsgasse Nr. 37 belegene und im Hy⸗ pothekenbuche von der Königsstadt Vol. 25. Nr. 1853. verzeichnete Grundstück, gerichtlich abgeschätzt zu 12,627 Thlr. 13 Sgr., soll
am 28. März 1848, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Tare und Hy⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.
Der dem Aufenthalt nach unbekannte Particulier Carl August Klooß und die Wittwe Eberhardt, Wilhelmine Charlotte, geborene Fischer, modo deren Erben werden hierdurch zsfenilich vorgeladen. 1e“
[1129] Nothwendiger Verkaufßf. Stadtgericht zu Berlin, den 22. November 1847.
Die Subhastation des in der verlängerten Frucht⸗ straße belegenen, Volumine 38. No. 2380. im Hypo⸗ thekenbuche der Königsstadt verzeichneten, früher Müller⸗ Vogelschen Grundstücks, tarirt zu 12,619 Thlr. 18 Sgr. 9 Pf., welches dem pensionirten Feldwebel Dismas Glauber zugeschlagen worden, soll in Folge des Er⸗ kenntnisses des Königl. Geheimen Ober⸗Tribunals vom 16. März 1847 fortgesetzt werden.
Zu dem Ende ist ein Termin auf
den 26. Juni 1848, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle anberaumt. Taxe und Hypothe⸗ kenschein sind in der Registratur einzusehen.
Die unbekannten Real⸗Interessenten werden unter der Warnung der Präklusion hierdurch vorgeladen.
[1130] Ediktal⸗Vorladung.
Ueber das Vermögen des Gastwirths Johann Franz Lintzen von hierselbst ist der Konkurs eröffnet worden.
Der Termin zur Anmeldung aller Ansprüche an die Konkursmasse steht am 10. März 1848, Vormittags 10 Uhr, vor dem Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Lesse im Parteienzimmer des hiesigen Gerichts an.
Wer sich in diesem Termine nicht meldet, wird mit seinen Ansprüchen an die Masse ausgeschlossen und ihm deshalb gegen die übrigen Gläubiger ein ewiges Still⸗ schweigen werden.
[816]
1“
Allgemeiner Anzeiger.
Zu Mandatarien werden den am hiesigen Orte Un⸗ bekannten
der Herr Justiz⸗Kommissarius Schüler in Niesen⸗
burg und der Herr Bürgermeister Hellmuth von
hier in Vorschlag gebracht. S Rosenberg, den 4. November 1847.
Königl. Preuß. Stadtgericht. (L. S.)
Holzt. [1201 b] Niederschle
JSHp)
Zweigbahn. Nachdem die in der General⸗Versammlung vom 29. Mai d. J. be⸗ schlossenen Abände⸗ rungen unseres Statuts g; durch die Allerhöchste Ka⸗ mhe, binets⸗Ordre vom 8ten UE 2, v. M. genehmigt worden,
12 &2 laden wir die Herren Ac⸗ tionaire zu einer
außerordentlichen General⸗Ver⸗ sammlung auf den 18. Januar k. J., Nachmittags 1 Uhr,
ergebenst ein.
Gegenstände des Vortrags und der Berathung sind:
1) Der Bericht der Direction.
2) Die Wahl neuer Direktoren und eines Ausschuß⸗
Mitgliedes.
Mit Bezug auf §. 25 des Statuts fordern wir des⸗ halb die Herren Actionaire unserer Gesellschaft, welche an dieser General⸗Versammlung Theil nehmen wollen, ergebenst auf, ihre Actien unter Beifügung eines Ver⸗ zeichnisses entweder hier in unserer Hauptkasse oder in Berlin bei den Herren Schroetter, Kerckow & Co. bis spätestens den 10. Januar k. J. niederzulegen. Den Deponenten wird von unserer Hauptkasse eine Einlaß⸗ Karte, von dem gedachten Handlungshause eine Em⸗ pfangs⸗Bescheinigung ausgehändigt werden, gegen deren Vorzeigung bis zwei Stunden vor der General⸗Ver⸗
sammlung in unserem Geschäftslokale hierselbst eine Einlaßkarte umzutauschen ist, auf welcher das Ver⸗
sa äher bezeichnet sein wird; auch be⸗ merken wir, daß die auswärtigen Herren Actionaire zur Berechtigung freier Fahrt auf unserer Bahn sich in Hansdorf bei unserem dortigen Bahnhofs⸗Inspek⸗ tor durch Vorzeigung ihres Depositionsscheins legitimi⸗ ren können.
Der Geschäfts⸗Bericht zu dieser General⸗Versamm⸗ lung wird vom 22sten d. M. ab, sowohl im hiesigen Hauptbüreau, als bei den Herren Schroetter, Ker⸗ ckow & Co. und bei dem Herrn J. Kirchheim in Berlin ausgegeben.
Glogau, den 17. Dezember 1847.
Die Direetfon der Niederschlesischen Zweigbahn⸗Gesellschaft.
[1153 b]
in Berlin auf dem Stettiner Bahnhose am 6., 7., 8. Ja⸗ nuar k. J., von 9 bis 1 Uhr, in Stettin auf unserer Hauptkasse am 10ten und 11ten desselben Monats, Vor⸗ und Nachmittags, auf mit Specification der Actien⸗Nummern einzurei⸗ chende Quittungsbogen zu leisten, und zwar (nach Ab⸗ rechnung der Zinsen für die bisher berichtigten sieben Raten) baar mit 95 Thlr. für Quittungsbogen à 1000 Thlr., 9 Thlr. 15 Sgr. für dergleichen à 100 Thlr. Die Quittirung erfolgt durch ein Mitglied unseres Di⸗ rektoriums und den Herrn Rendant Hoffmann. Wegen versäumter Einzahlung verweisen wir auf den §. 13. unseres Statuts. Stettin, den 4. Dezember 1847. Direktorium 8 der Stargard⸗Posener Eisenbahn⸗Gesellschaft. Masche. Wegener. Fraissinet.
Literarische
Berlin, Jägerstrasse No. 42. Breslau, Schweidnitzer Str. No. 8.
0⁴ 0 .⁴ 0 Musikalien-Leih-Institut. Abonnement für 3 Monat 1 Thlr. 15 Sgr. Mit der Berechtigung, für den ganzen gezahlten Betrag Musikalien als Eigenthum zu entnehmen,
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[1263]
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G. Bock, Königl. Hof-Musikhändler, Musikalien-Lager auf das vollständigste assortirt. 8 Beim Ankauf den höch- sten Rabatt.
[4 b]
Nachstehende vier acceptirte Wechsel, sämmtlich von
uns ausgestellt:
421. Thlr. 21 Sgr. 6 Pf. auf den Herrn J. C. W. Reinbold in Berlin, d. d. Breslau den 13. No⸗ vember, 4 Monat dato,
152 Thlr. 19 Sgr. auf den Herrn S. Mugdau in Breslau, d. d. Breslau den 5. Dezbr., 3 Monat,
205 Thlr. 10 Sgr. 3 Pf. auf die Herren Kluge & Co.
in Magdeburg, d. d. Breslau, den 19. November, 3 Monat, 8 479 Fl. 42 Kr. 20⸗Fl.⸗Fß. auf den Herrn F. M. Meixner in Wien, d. d. Breslau den 27. Okto⸗ ber, 4 Monat dato, sind uns heute verloren gegangen, und warnen wir hier⸗ mit vor deren Ankauf. Breslau, den 31. Dezember 1847. S. Pleßner & Co.
Im Schauspielhause. 2te Abonnements⸗ Eigensinn, Lustspiel Lustspiel⸗
Zte Abonnements⸗Vor⸗ Abth., Musik von Bellini. (Mad.
o wie zur 10 Sgr., im Parquet und in den Logen bes zweiten Ranges 1 Rthlr., in den Logen und im Balkon des dritten Ranges, 8 wie im Parterre, 20 Sgr., im Amphitheater 10 Sgr., in den remden⸗Logen 2 Rthlr. Im Schauspielhause. 27ste französische Abonnements⸗Vorstellung. Mittwoch, 5. Jan. b
. 3te Abonnements- Maria Stuart.
o
19 8 roßbritanien und Irland.
b Türkei.
1. 4
Amtlicher Theil.
Inland. Berlin. Hofnachricht. — Provinz Schlesien. Bekannt⸗ machung der Königlichen Regierung zu Liegnitz.
Deutsche Bundesstaaten. Königreich Hannover. Ernennung. — Großherzogthum Baden. Ankunft des Prinzen Friedrich Karl von Preußen in Karlsruhe. — Die Zulassung Hecker's und die ge⸗ heimen Adreß⸗Debatten. — Der Landwehr⸗Gesetz⸗Entwurf. — Kurfür⸗ stenthum Hessen. Der Staats⸗Minister Frhr. Rivalier von Meypsen⸗ bug †. — Freie Stadt Lübeck. Diplomatisches. 3
Oesterreichische Monarchie. Schreiben aus Wien. (Vermischtes.)
Frankreich. Paris. Hof⸗Nachrichten. — Aeußerungen der verschie⸗ nen Blätter über die Thronrede. — Die Getränksteuer⸗Gesetze. — Pairs⸗ Kammer⸗Gottesdienst. — Herzog von Broglie. — Ordens⸗Verleihung. — Ernennungen. — Feuersbrunst in Colmar. — Incasso der Bank. — Ver⸗ mischtes. — Schreiben aus Paris. (Wahl des Präsidenten und der
Vice⸗Präsidenten der Deputirten⸗Kammer.)
London. Der französische Bot⸗ schafter. — Die Wahl des Dr. Hampden zum Bischof von Hereford. — Die österreichische Truppenmacht in der Lombardei. — Dom Miguel. — Nachrichten aus New⸗York und Rio Janeiro. — Fallissement.
Niederlande. Amsterdam. Freigebung des Handels von Surinam. Belgien. Brüssel. Annahme des Kriegs⸗Budgets und Vertagung dder Repräsentanten⸗Kammer. — Senats⸗Verhandlungen. — Abreise des na toscanischen Minister⸗Residenten. — Vermischtes. 1— chweiz. Kanton Bern. Fernere Reduction der Armee. — Kan⸗ ton Luzern. Regierungs⸗Rath Zünd. — Adresse in der Gemeinde Hoch⸗ dorf. — Eingehen einer Zeitung. — Kanton Uri. Berichtigung in
Betreff der Regierung. — Bezirkswahlen von Ursern und Uri. — Trup⸗
penwechsel. — Kanton Freiburg. Die eidgenössischen Repräsentan⸗
ten. — Besetzung eines Dorfes. — Wahl⸗Umtriebe. — Konflikt zwischen Bischof und Regierung. Der reformirte Gottesdienst. —
Kanton Schaffhausen. Großraths⸗Verhandlungen über Ehegesetze
und Juden⸗Emancipation. — Kanton St. Gallen. Versammlung
des Großen Raths. — Kanton Wallis. Wahlen und Präsident des
Großen Raths. — Beschlüsse der provisorischen Regierung. — Freilassung
von Courtens. — Antrag auf Besatzungs⸗Reduction.
Italien. Rom. Petition von Offizieren. — Pater Ventura. — Der große Prozeß. — Die päpstliche Allocution. — Ferrara..
Spanien. Schreiben aus Madrid. (Ministerwechsel; Vermischtes.)
Griechenland. Athen. Die Differenz mit der Pforte. — Triest. Die Ruhe in Patras wiederhergestellt.
Konstantinopel. Vermischtes.
Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten.
—
Amtlicher Theil.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruhft: Dem Fürsten Boguslav Radziwill den Rothen Adler⸗ Orden erster Klasse zu verleihen. „In Folge der vorjährigen Preisbewerbung der Zöglinge des Königlichen Gewerbe⸗Instituts wurden folgende Preise zuerkannt: 1. Die silberne Denkmünze oder der erste Preis: 1) dem F. E. Richter aus Wesel, im Entwerfen von mechani⸗ schen Gegenständen; 95 O. Rolle aus Ziegenkrug bei Berlin, in der Physik und Chemie; 1 R. d'Heureuse aus Berlin, im Maschinenzeichnen; dem L. Hüter aus Kl. Tromnau, Reg. Bezirk Marienwerder, im freien Handzeichnen; dem W. Köhler aus Bilk, Reg. Bezirk Düsseldorf, in der beschreibenden Geometrie. II. Die eherne Denkmünze oder der zweite Preis: dem H. Grenz aus Stettin, in der Physik und Chemie; 2) dem C. Beu aus Berlin, im Maschinenzeichnen; 3) dem F. Baumann aus Angermünde, im freien Handzeichnen; 4) dem G. Karutz aus Stralsund, im Modelliren. Berlin, den 3. Januar 1848. “ Der Wirkliche Geheime Ober⸗Finanzrath und Direkter von Pommer Esche. .
Uichtamtlicher Theil.
— Ihre Majestäten der König und die Köni⸗ gin haben heute ihr Hoflager von Charlottenburg nach Berlin verlegt.
“
Berlin, 2. Jan.
Zur Zeitpoesie. Psychorama eines Scheintodten. 263 S. gr. 8.
Unter diesem etwas räthselhaften Titel empfangen wir eine kleine Samm⸗ lung von Gedichten, welche auf den ersten Blick einen genialen Ursprung kundgeben, einen hochfliegenden Geist, einen eigenthümlichen Humor, der aus Tiefen des Innern keck auf rauhe Wirklichkeit sich ergießt, eine geübte Hand, welche die feinsten Fäden spinnt, auf deren zartem Gewebe ein lieblicher Traum sich wiegt, und welche gleich daneben die derben Schnüre dreht, aus denen Geißel und Strang gemacht werden. Insofern diese Gedichte mit in die Gattung der politischen hinüberspielen, dürfen sie leicht das Vorurtheil er⸗ wecken, welches in neuerer Zeit wohl nicht unverdient der ganzen Gattung anhastet; allein sie erscheinen in dieser Gattung als eine besondere Selten⸗ heit und müssen schon als Ausnahme unsere nähere Aufmerksamkeit anspre⸗ chen. Sie bekennen sich offen zu einer Gesinnung, welche bisher dichterisch so gut wie gar nicht vertreten war; ihr Freimuth besteht darin, die Stre⸗
venna n zu bekämpfen, denen gewöhnlich jene Eigenschaft ausschließlich bei⸗ gelegt wird.
Auch ohne die bestimmten Andeutungen, welche in den Gedichten ein⸗ zeln vorkommen, könnte man schon aus ihrem Ton im Ganzen schließen, daß sie nicht aus einer Hütte, sondern aus einem Schlosse stammen, wo der Geist des Rittterthums noch fortlebt, verbunden mit hoher geistiger
Leipzig, 1847.
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Berlin, Dienstag den
Provinz Schlesien. Das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Liegnitz enthält folgende Bekanntmachung: „In Gemäßheit einer Verfügung des Herrn Ober⸗Präsidenten der Pro⸗ vinz Schlesien vom 26sten v. M. wird hierdurch die wegen Verhütung der Einschleppung der Rinderpest gegen die Kaiserlich Königlich österreichischen Staaten nach unseren Verfügungen vom 23. September 1846 (Amtsblatt pro 1846 Seite 276 und vom 30. Juni 1847 im Amtsblatt pro 1847 Seite 237) bisher bestandene Sperre gänzlich aufgehoben, weil nach der von Seiten des Kaiserlich Königlichen Guberniums zu Brünn ertheilten amtlichen Auskunft die Gefahr der Einschleppung ꝛc. der Rinderpest aus dem Kaiserlich Königlich österreichischen Staate nicht mehr besteht. b
Zugleich bringen wir in Erinnerung: daß die Zollgränze des Regie⸗ rungs⸗Bezirks Liegnitz zu jeder Zeit für Steppenvieh verschlossen bleibt, weil in diesem Bezirk Quarantaine⸗Anstalten nicht bestehen, und daß die Gränz⸗ Zoll⸗Aemter, wenn dieselben, nach Erwägung der ihnen ertheilten Instruc⸗ tion über die Kennzeichen des Rindviehes der Steppenrace, zweifelhaft sind, ob das zum Einlaß angemeldete Rindvieh der Steppenrace angehört oder nicht, den Einlaß nur mit Zustimmung der Sanitäts⸗Behörde, nämlich des betreffenden Landraths, nach sachkundiger Feststellung, daß da f Vieh der Steppenrace nicht angehört, zu gestatten haben.
Liegnitz, den 5. Dezember 1847.“
MDeutsche Bundesstaatan.
Königreich Hannover. Se. Majestät der König hat den Capitain vom Garde⸗Regiment und Wirklichen General⸗Stabs⸗Offi⸗ zier, Ernst Julius Georg von dem Knesebeck, zum diesseitigen Ge⸗ schäftsträger am Königlich bayerischen Hofe ernannt.
Großherzogthum Baden. Se. Königl. Hoheit der Prinz Friedrich Karl von Preußen, Sohn des seit einigen Monaten in Baden verweilenden Prinzen Karl von Preußen Königl. Hoheit, ist von dort am 29. Dezember früh nach 8 Uhr zum Besuch der Großherzoglichen Familie in Karlsruhe eingetroffen und im Schlosse abgestiegen.
Die Karlsr. Ztg. vom 28. Dezember enthält nachstehenden Artikel:
„Mehrere Blätter tadeln, daß die Regierung, so wie die ganze rechte Seite der zweiten Kammer, dem Eintritt Hecker's in die Kammer, da doch eine Kriminal⸗Untersuchung gegen ihn anhängig sei, kein Hinderniß in den Weg gelegt habe. Ein Blatt wittert darin spgar eine Accommodation mit dem Radikalismus. Wir sind überzeugt, däaß unsere Regierung von einer solchen Accommodation nichts wissen will, sondern, unberückt auf ihrem ver⸗ fassungsmäßigen Wege fortschreitend, den Bedürfnissen der Zeit zwar Rech⸗ nung trägt, aber den zerstörenden Grundsätzen entgegentritt und sich selbst durch die maßlosesten Angriffe des Radikalismus weder einschüchtern, noch beirren läßt. Am allerwenigsten ist ihr aber zuzumuthen, daß sie durch Ver⸗ letzung des Gesetzes selbst ein böses Beispiel gebe. Um diesen Preis wird sie sich wohl keines, auch noch so feindseligen Gegners entledigen wollen. Die Verfassung bestimmt die Voraussetzungen, unter denen ein Gewählter in die Kammer eintreten kann, und unter den Ausschließungs⸗ gründen kommt das bloße Verstricktsein in eine Untersuchung nicht vor.
„Man thut überall am besten, sich an die Gesetze zu halten, selbst wenn sie unangenehm sind. .
„Eben so anstößig, wie denjenigen, welche das Verfahren in der Hecker⸗ schen Sache tadelten, war auf der anderen Seite den radikalen Blättern die Anwendung des §. 78 der Verfassungs⸗Urkunde, wonach bei der Adreß⸗ Debatte auf das Begehren dreier Mitglieder die Sitzung in eine geheime verwandelt werden mußte. Die Regierung hat im Vertrauen auf den Takt der Kammer sich in die Frage, ob die Adreß⸗Debatten (vorbehaltlich der nachträglichen Veröffentlichung) in geheimer oder in öffentlicher Sitzung statthaben sollen, gar nicht eingemischt; sie mußte aber, da drei Mitglie⸗ der die geheime Sitzung verlangten, auf die Aufrechthaltung des §. 78 der Verfassungs⸗Urkunde dringen. Im Uebrigen waren die Adreß⸗Debatten, seit die Verfassung besteht, von je her geheim; von einem Rückschritte kann also wohl nirgends die Rede sein, und wenn man auf die werthlose Frage, ob die Vorberathung über die Oeffentlichkeit ebenfalls in geheimer Sitzun stattfinden soll, Gewicht legt, so muß man ins Gedächtniß zurückrufen, da über diese Frage nur an wenigen Landtagen überhaupt etwas gesprochen, an den früheren Landtagen vielmehr ohne alle diesfallsige Vorberathung die geheime Sitzung für die Adreß⸗Debatten als etwas sich von selbst Verste⸗ hendes angenommen wurde. Sei dem aber, wie ihm wolle, so läßt der §. 78 der Verfassungs⸗Urkunde in Verbindung mit dem §. 47 der Geschäfts⸗ Ordnung keinen Zweifel, daß auch die Vorfrage über den Antrag auf eine geheime Sitzung nur selbst auch in einer geheimen Sitzung entschieden wer⸗ den kann. 1
„Im Uebrigen wird, wie wir hören, dem Drucke des Protokolls, aus dem dann auch die Zeitungen schöpfen mögen, im Allgemeinen nichts in den Weg gelegt.“ b
Der Landwehr⸗Gesetz⸗Entwurf ist uunmehr im Druck erschienen; er umfaßt mit den Motiven und dem erläuternden Vortrag der Re⸗ gierungs⸗Kommission (Major von Böckh und Ministerial⸗Rath von Stengel) 70 Seiten in Quart.
Kurfürstenthum Hessen. (Kass. Ztg.) Der kurhessische Staats⸗Minister, Freiherr Rivalier von Meysenbug, der langjährige bewährte Diener und Gefährte des höchstseligen Kurfürsten, ist am 29sten v. M. zu Frankfurt a. M. mit Tode abgegangen.
betreffende
Januar
Frreie Stadt Lübeck. Der Senator Curtius ist am 28. De⸗
1848.
zember nach Frankfurt abgereist, um während des Jahres 1848 die freien Städte am Bundestage zu vertreten. ʒ
Oesterreichische Monarchie.
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* Wien, 31. Dez. Der Hofkammer⸗Präsident, Freiherr von Kübek, welcher sich ernsthaft unwohl befunden hat, ist zwar noch nicht ganz hergestellt, allein nach dem heutigen ärztlichen Berichte wird sein
Gesundheitszustand bald ganz gut sein, auch haben seit gestern ein⸗-⸗
zelne Höfräthe wichtigere Gegenstände mit ihm berathen. .“ Der Sarg mit den irdischen Resten Ihrer Majestät der Durch⸗ 8
lauchtigsten verstorbenen Erzherzogin Maria Louise wird am 3. oder
4. Januar in Wien anlangen und in der Kaiserlichen Familiengruft
bei den Kapuzinern feierlichst beigesetzt werden. Wie wir bereits angezeigt haben, tritt mi 8
neue Censur⸗Direction ins Leben; aber auch das ihr vorgesetzte Cen⸗
sur⸗Kollegium hat sich konstituirt; Präsident desselben ist Graf Se⸗
t dem 1. Januar die
delnizky, dessen Mitglieder die Hofräthe der Polizei⸗Hofstelle, von Vo⸗ 8
gel, von Amberg, Maltz, der Staats⸗Kanzleirath Freiherr von Meuß⸗ hengen, der Justiz⸗Hofrath von Adlersburg, der Hofrath der Hof⸗ Kanzlei von Ott und ein Hofrath der allgemeinen Hofkammern. 4 Der Winter hat sich bei uns mit starkem Frost eingestellt, Alles ist mit Schnee bedeckt, und die Flüsse sind stark überfroren. Damit aber schwindet die Angst und Sorge vor der Cholera, die uns die⸗ sesmal ganz verschonen dürfte, dagegen hat uns die Grippe (In⸗ fluenza) noch immer nicht verlassen. 11A“
Frohhr — Paris, 30. Dez. Der Graf von Paris hat wegen Unwohl⸗ befindens nicht bei der Eröffnung der Kammern zugegen sein können. Der Herzog von Nemours hat vorgestern dem Grafen Molé einen Besuch gemacht und über eine Stunde bei demselben verweilt. Am Neujahrstage werden Ihre Majestäten, wie gewöhnlich, die Glück⸗ wünsche der verschiedenen Körperschaften entgegennehmen. 9 Das Journal des Debats enthält folgenden leitenden Ar⸗ tikel über die Thron⸗Rede: „Der König hat die Session der Kam⸗ mern eröffnet. Lebhafter Beifall hat ihn überall empfangen und ihn während des Lesens seiner Rede zu verschiedenen Malen unterbrochen. Der König trug in seiner Stimme kaum noch einige leichte Spuren seines Unwohlseins, welches überhaupt nie von Bedeutung gewesen ist. Er bot den Anblick eines kräftigen Alters, und um ihn standen die Bürgen einer kräftigen und blühenden Dynastie. b in der früheren Sitzung konnte der König sich freuen, die großen
Staatsgewalten diesmal unter besseren Verhältnissen und unter zu
nehmender Entwickelung der Hülfsquellen des Volks zu versammeln. Zu den Gaben der Vorsehung, welche die Früchte der Erde segnete, soll die Regierung ihrerseits die Wohlthaten einer wei⸗ sen und verständigen Verwaltung hinzufügen. Die verschiedenen Gesetz⸗Entwürfe, welche in der Thronrede angekündigt werden, sind uns sichere Bürgen, daß die Regierung dieser Pflicht würdig und in reichem Maße entsprechen werde. r. Unthätigkeit und der Unbeweglichkeit machen, Allen, welche sie an-⸗ klagen, die Interessen der zahlreichsten Klassen des Volkes zu ver⸗ nachlässigen, allen diesen antwortet die Regierung durch Maßregeln, welche mehr wahrhaft progressiv und wahrhaft demokratisch sind, als alle die Maßregeln in den Plänen der Reformer. In die erste Reihe müssen wir die zwei Gesetz⸗Entwürfe stellen, welche beabsich⸗ tigen, den Preis des Salzes und das Porto der Briefe herabzu⸗ setzen. Die Königliche Rede erwähnt noch mehrere andere Gesetz⸗ Entwürfe, welche alle die Verbesserung des Schicksals der arbeitenden Klassen und die Entwickelung ihrer Moralität zum Zweck haben. Die Worte, durch welche der König sein Vertrauen in die Er⸗ haltung des allgemeinen Friedens ausspricht, hatten bei der Aufre⸗ gung, welche in einigen Theilen Europa's herrscht, eine besondere Wichtigkeit. Diese Uebereinstimmung der Fürsten und der Völker, welche der König von ganzem Herzen wünscht, kann nicht besser er⸗ muthigt werden, als durch die Einigkeit der Großmächte. Die Ge⸗ wißheit dieser Einigkeit kann auch allein in dem einzigen Lande, in welchem der allgemeine Frieden eine unglückliche Unterbrechung er⸗ litten hat, größeres Unglück verhüten. In der Sprache, welche der König gegen die Schweiz beobachtete, liegt zugleich ein Zeugniß des Wohlwollens und eine Warnung. Es ist zu wünschen, daß die Schweiz Beides begreife. Man muß hoffen, daß sie nicht vergesse, wie die Verträge, welche die Schweiz unter der Bürgschaft Europa's gebildet haben, auch der sichersten Bürgschaften ihrer Unabhängigkeit sind, und daß, wenn sie selbst dieselben zuerst schwer beeinträchtigt, sie sich der Ge⸗ fahr aussetzt, die Privilegien zu verlieren, welche ihr zugesichert wa⸗ ren. Es ist uns jedoch vor Allem von Wichtigkeit, den lebhaften und vielfachen Beifall zu bezeugen, welche den letzten Paragraphen der Rede des Königs begrüßte. Dies ist schon eine beredte und glän⸗
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Bildung, wie unser Zeitalter sie gewährt. Auf sicherer Höhe, unberührt von der Noth und den Kämpfen der Welt, steigt der edle Sinn doch willig zu diesen herab, die Noth wohlthätig zu lindern durch Einsicht und Gaben, die Kämpfe mitzustreiten zum Erfolg der Sache, für die das Herz glüht, nicht sowohl der eignen, als vielmehr einer höheren, — der Rittersinn, kämpft für das Königthum.
Dieser Zug geht durch die ganze Sammlung; am innigsten waltet er in der ersten Abtheilung, welche „Meine Laren“ überschrieben ist. Hier finden sich die schönen Strophen „An meinen König:“
„Stern auf meinen Wegen, Lenlst du mein Gesicht Deinem Licht entgegen, 2 Und ich zage nicht. Wolk' am Himmelsdome, Spendest du den Thau Mir im Segensstrome Auf des Lebens Au.
Ros' im fernen Raume, Labst du mich mit Duft:
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Athm' ich Rosenluft.
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Selbst im dunkeln Trautme .
8 Mögen andre Herzen Dich auch mißverstehn. — Denen sind die Schmerzen, Die das Licht nicht sehn. “ Die vom Thau nichts fühl ““ Himmel beut, unnd in Dornen wühlen, in Gedichte auf J r zwei Abtheilung „Lebende Bilder“, worin Gedichte au E11“ Sans und Andere, hat uns besonders ein sehr sinniges auf Rahel angezogen, am wenigsten aber das auf Ronge gefallen, wo der Gegenstand selbst ein anderes Maß ersorderte. Am bedenklichsten erscheint unstreitig die vierte Abtheilung, in welcher derbe Fibelsprüche haupt⸗ sächlich gegen Heine gerichtet sind; doch fühnt die Dichtung den allzu her⸗ ben Angriff zuletzt durch ein rührend⸗schönes Lied an Heine selbst und will die echte Dichterseele aus Frevel und Schmutz retten. In den beiden letz⸗ ten Abtheilungen, „Lehrgedichte“ und „Erinnerungen“, tritt unser Dichter (oder dürfen wir sagen, die Dichterin?) am reinsten und schönsten hervor, eine Fülle edler Gedanken und hoher Empfindungen gewinnt gewiß auch diejenigen Leser, welche durch Einzelnes der früheren Abtheilungen verletzt oder nicht befriedigt worden. Gun . 8 82 ö
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Glücklicher als
Allen, welche ihr Vorwürfe 23