Gustav Rassow, insbesondere an das dazu gehörende,
Seitdem Eisenbahnen gebaut werden, hat sich für die Verwendung des Geldes eine neue Aera entstanden. Bis zu dieser Zeit, und namentlich bis zu dem Zeitpunkt, wo die Industrie ihre Schleusen öffnete, war die Bennpaigg der e Sum⸗
men an die Börse und suchte solche Papiere zu kaufen, die den höchst mög⸗ lichsten Zins abwarfen. Hierzu gaben die ausländischen Effekten die beste Gelegenheit, und ohne besondere Bedeuklichkeiten sahen wir auf diese Weise unsere Kapitalien aus unserem Lande nach dem Auslande wandern. Die fremden Fonds wurden hier, unser Geld aber dort einheimisch. Es schien kein besorglicher Grund vorhanden, diesen Zustand zu ändern, da es immer noch verleihbare Kapitalien genug gab, um solche in Hppotheken, Pfandbrie⸗ fen und anderen inländischen Fonds anzulegen. So war also zu dieser Zeit der Verbrauch des Geldes äußerst beschränkt, und in den Provinzen and man häufig, namentlich aber nach dem Beginn der Eisenbahn⸗Bauten, roße Summen haaren Geldes bei den Ackerbautreibenden müßig liegen. Len kommen nothwendig auf jenen Zeitabschnitt zurück, wo sich das baare Geld aus allen Provinzen zu stehenden und gleichzeitig gut Zins tragenden Kapitalien gestaltei. Mit dem einen Worte „Eisenbahnen“ ist genug hier⸗ über gesagt. Wer vermag es in Abrede zu stellen, daß die Neigung zur Betheiligung bei Eisenbahn⸗Unternehmungen eine allgemeine, weit verbrei⸗ tete war. So viel Gegner auch auftraten — wir wollen hier nicht unter⸗ suchen, ob mit Recht oder mit Unrecht — so zeigte es sich doch im Jahre 1843 deutlich genug, daß jedes neu konzessionirte Unternehmen sofort ihre überzähligen Betheiliger fand. Man schrieb damals der Agiotage diese Nei⸗ gung zu, denn das rapide Steigen der Course und die dadurch allseitig entstandene Aussicht zum raschen Gewinn förderte mehr, als irgend ein an⸗
verleihbaren Kapitalien höchst beschränkt; meistens brachte man gro
deres Mittel, das Gelingen so grof
es nicht auch seine Schattenseiten hätte, und so geschah es denn auch hierbei. — Die Agiotage hatte eine solche Ausdehnung gewonnen, daß die Unternehmungen selbst Gefahr liefen, zu Stande gebracht zu werden; sie wurde indeß durch das Gesetz vom Mai 1814 nicht allein beschwichtigt, sondern erlitt einen so nachhaltigen Schaden, daß manche bereits gereiften Projekte aufgegeben werden mußten. So weit indeß ging man doch nicht zurück, daß man ganz von Betheiligungen abstand; die meisten Actien stan⸗ den noch über Pari, und manche Projekte kamen daher auch noch Aus⸗ führung. Wir führen hierbei z. B. die Köln⸗Minden⸗Thüringer Verbin⸗ dungsbahn an, deren Interimsscheine mit einem Agio von 4 pCt. bezahlt wurden, während jetzt ein großer Theil der damaligen Actionaire mit der Einzahlung der zweiten Rate von 10 pCt. zurückgeblieben ist. Nun aber waren wir auf dem Punkt, wo die Agiotage ihr Ziel, und wenn auch nicht absichtlich, doch zufällig und willenlos den Zweck erreicht hatte, das Eisen⸗ bahnnetz nicht allein in Preußen, sondern auch in vielen benachbarten Län⸗ dern befördert zu haben. Ohne diese Agiotage dürfte man schwerlich in so kurzer Zeit so weit gekommen sein. Wir können daher auch in den Län⸗ dern, wo Eisenbahnen durch Privat⸗Betheiligungen gebaut werden, die Börse als den Grundpfeiler derselben betrachten.
Nachdem wir auseinandergesetzt, welchen neuen Weg die Verwendung des Geldes eingeschlagen hat, kommen wir zu der wichtigen Frage, ob die⸗ selbe eine nützliche gewesen? Wir glauben am Schluß des Jahres be⸗ reits ein richtiges Urtheil darüber fällen zu können und wollen näher auf die Sache eingehen.
Wer möchte wohl an der Bejahung unserer Fragestellung zweifeln! Wie können die eigenen Mittel wohl besser verbraucht werden, als Alles, was Jahrhunderte lang werthlos gelegen, werthvoll zu machen. Sind nicht ganz werthlose oder doch nur wenig produzirende Landesstriche angekauft? Sind nicht durch die Benutzung des Holzes ganze Wälder verwerthet wor⸗ den? Haben wir nicht bedeutende Kohlengruben zu Gelde gemacht? Ist nicht überhaupt Alles, was unser Land nur irgend zum Bau von Eisen⸗ bahnen produziren konnte, verwerthet worden? Und nun endlich zum Schluß, haben wir nicht durch alle diese neu entstandenen Werthe ein unglaub⸗ lich großes Kapital plötzlich zinsbar und gleichzeitig circulationsfähig ge⸗ macht? Noch auf eins müssen wir aufmerksam machen, nämlich auf die Verwerthung der Menschenkräfte, wenn sich auch hieran Betrachtungen
müpfen, welche uns manche Schattenseiten zeigen. Wir glauben nämlich,
hierin zuerst die Ursachen der im Preise steigenden Lebensmittel, dann aber
Hauch die Verminderung der Productionen zu erblicken.
Nachdem wir die Nützlichkeit in der Verwendung unserer Geldmittel durch die angeführten Umstände nachgewiesen haben, gehen wir zu der Frage über: Hat sich das National⸗Vermögen vergrößert oder vermindert? Gerade über diesen Punkt finden wir im gewöhnlichen Leben die verschiedenartigsten Ansichten.
Wir aber wollen und können mit vollem Bewußtsein und gewiß mit meistentheils übereinstimmender Ansicht es aussprechen:
4 hartiger Unternehmungen. Diese Agio⸗ tage hatte alle Klassen ergriffen; der Lockvogel flog durch ganz Deutschland und setzte endlich auch die Geldmänner in Bewegung. Wir wollen nicht weiter allbekannte Thatsachen berühren; nichts ist so gut, als daß
was kein Geld war, ist G
ten Gegenständen nimmit
herbeigeführt zu haben.
delsplätzen so bedeutend gestiegen ist.
Wir geben nicht zu, daß die Emission von Pa werth schafft und würden uns auch niemals für Zett gesprochen haben; es wird aber Jedermann das Zusammenle haften Summe baaren Geldes billigen, um sol ten rascher circulationsfähig zu machen. — lionen baares Geld 15 Millionen Banknoten emittirt, nur die mehr geschaffenen 5 Millionen, sondern müssen lionen als neu cirkulirend betrachten; früher den Zweck zur Ausleihung geha wendet werden. Wir wollen dem zu erwartenden Bank nicht vorgreifen und uns nicht führen jedoch zur Bekräftigung unserer samkeit dieses Instituts an, daß dasselbe nack Mai 1846 Wechsel und Fonds bis ca. 19 ber 1847 aber bereits bis ca. 32 ¼ Millio sich am besten die wohlthätige Einwirkung der neuen Bank⸗Einrichtun se und sorgfältige Ver⸗ in wenigen Jahren bis zu
die nach allen Richtungen hin
tend vergrößert; die Verwerthung ist Werth und im Nicht etwa im erth produzir⸗ ten (. nstä das National⸗Vermögen zu. So ist es in England und so gestalten sich auch die Dinge in den Staaten, die, wie der unfrige, von Jahr zu Jahr durch innere Kraft gehoben werden.
Das National⸗Vermögen hat sich 1t eld geworden, werthloser Gegenstände ist Geld, Geld Werth besteht der National⸗Reichthum. baaren Gelde, sondern in den zu einem W
— *
Leipzig, 8. Jan. Getraide⸗Bericht. Die ein etretene strenge Kälte wirkt nachtheilig Setzsidehandel, da viele Vüehlen * stes wegen nicht arbeiten können. 2 emzufolge war auch die heutige Börse sehr schwach besucht, und die Uwsätze blieben von sehr “ 83,282 Roggen hält sich bei alledem fest im Preise, Weizen dagegen nominell Fenhe und Hafer unverändert. Man bezahlte heute Weizen von 64 bis 66 Rthlr., Roggen 50 bis 51 Rthlr., Gerste 40 Rthlr. und Hafer 25 bis
—9
27 Rthlr. p. Wspl.; Alles Preise, welche die ganze Woche hindurch ange⸗
„Es ist nun freilich durch die Vermehrung der stehenden Kapitalien, und besonders im vorigen Jahre, ein Mangel an verleihbarem Gelde bei uns fühlbar geworden; doch ist demselben durch die neue Bank⸗Einrichtung ab⸗ geholfen, und wir sind jetzt schon auf den Standpunkt gelangt, den Anforderungen genügen zu können, ohne eine Erhöhung des Diskonto's
Wenn wir bereits früher einen großen Werth auf die allgemein weise Verwendung unserer Geldmittel gelegt haben, wenn wir hieraus ganz besonders die günstige Erhaltung unserer Geldverhältnisse abzuleiten berech⸗ tigt waren, so dürfen 8 2 Lanz von der weisen und vorsichti⸗ gen Leitung unserer preußischen Ban⸗ .. Eeh au der, enng unsfe ist von dem hohen Chef dieses Instituts wohl sofort die Dringlichkeit erkannt worden, die vorhandenen Mittel nach allen nützlich zu verwenden. Es ist nicht genug, Baarmittel zu Werth besteht darin, sie auch rechtzeitig nütz ich zu verwenden; ger und schwieriger aber bleibt die Aufgabe einer Bank, allen Klassen hinreichende Unterstützung gewähren zu! wieder so haushälterisch umzugehen. daß sie p ihren Wirkungskreis einzuschränken genöthigt ist. denn die neue Einrichtung der Bank i
reich wirksam begrüßen und uns überz Beispiel geliefert hat, den Diskontosatz zusetzen, waͤhrend derselbe von diesem Ze
Denn inmitten der auswär⸗
besitzen, der noch wichti⸗ kk, in Zeiten der Noth önnen und damit doch ch Zins⸗Erhöhung t. So haben auch wir im vorigen Jahre als : wie sie das im August schon bis 4 an allen übrigen Han⸗
eugen können,
viergeld einen Kapital⸗ günstig aus⸗ gen einer nam⸗ ches durch Emission von No⸗ Hat unsere Bank für 10 Mil⸗ so können wir nicht nder die ganzen 15 Mil⸗ keinenfalls haben die 10 Millionen bt, wozu sie hauptsächlich jetzt ver⸗ Jahresbericht unserer auf weitere Zahlen Ansicht von der wohlthätigen Wirk⸗ ) Abschluß der Bilance im Millionen, im Monat Novem⸗ nen beliehen hat. Hieraus er
ich verbreitende wei waltung des Instituts, welches, so fortschreitend, einer nie geglaubten Größe herangewachsen (Schluß folgt.)
Handels- und Börsen⸗-Nachrichten.
* Breslau, 10. Jan. Weizen, wei
gelber 65, 72 bis 80 Sgr.
Roggen 53, 57 ¼ bis 62 Sgr., letz
85pfd. wurde a 58 Sgr. verkauft.
Gerste, nur in besten Qualitäten beliebt,
verkauft. Hafer 26, 28 bis 30 ½ Sgr.
Rothe Kleesaat, in feiner Waare gesucht, würde 11 ½ — 118½ Rthlr. die Kauflust hat sich sehr
bedingen.
Spiritus loco 11 ¼ — 11½ Rthlr. bezahlt, verringert, und die Stimmung fuüͤr den Artikel ist
Rüböl loco 11 ½ Rthlr. Br., 11 ½ Rthlr. Geld.
Die Zufuhr von Weizen und Roggen war heute bedeutend, das Ge⸗ schäft kam erst in Gang, nachdem sich die Inhaber zur Annahme der ge⸗ sunkenen Preise entschlossen. Von Gerste und Hafer war nur wenig zu⸗
geführt.
ßer 68, 75 bis 82 ½ Sgr., terer Preis nur ausnahmsweise,
wurde à 44, 49 bis 54 Sgr.
Ctr., dann 34 B. rothe Wickelwolle zu 52
halten haben. Am Landmarkte keine Veränderung, obgleich heute ei Fuhren Roggen aufgefahren waren, dafür 54 vc e es esc 8 — Börsenpreis, verlangt wurde. Die täglich gesteigerte Kälte ohne Schneedecke hat für Rüböl mehr Meinung gebracht; eben so verfehlten die Mauöver welche man wegen p. Januar⸗-Lieferung verkauften Oeles zu machen beab⸗ sichtigte, durch Abnahme des Oeles von Seiten der Käufer ganz ihren Zweck, und man bezahlte gestern für loco und Januar 11 ¾ Rthlr. und heute bereits 12 Rthlr., als wozu selbst nur Kleinigkeiten käuflich blieben während man für Lieferung auf spätere Monate 12 ½ Rthlr. bewilligte, und auf 12 ⅞ Rthlr. hält Lein⸗ und Mohnöl unverändert. Von Rappssaat ist nichts angetragen.
Triest, 5. Jan. (O. L.) [Wochenbericht.] Baumwolle ememfaßte während der verflossenen acht Tage keinen erwähnenswerthen msatz.
„Felle und Häute. Es erhielten 600 Stück hiesige trockene Ochsen⸗ häute 36— 44 Fl., 1400 St. trockene Ochsen⸗ und Kuhhäute von der Um⸗ gegend 34 — 40 Fl., 600 St. trockene Häute von Rio Janeiro und Monte⸗ video 30 ½ — 32 Fl., 800 St. gesalzene von der Levante 24 — 32 Fl. p. Ctr., 3200 St. trockene große und kleine Kalbsfelle von Odessa unbek. Pr., 4000 Paar trockene und gesalzene Widderfelle von Dalmatien 8 ¼ — 10 ½ Kr. und 2500 Paar desgl. gesalzene Bocks⸗ und Ziegenfelle 8 ½ — 11 Kr. p. Pfd. Getraide.ü Abgegangen: 9000 Staja Weizen vom Schwarzen Meere zu 51 — 5 ½ Fl., 3300 St. von der Donau zu 5 — 5 ½ Fl., 500 St. harter von Odessa zu 5 Fl., 3500 St. Mais von der Donau zu 3 ½ — 3 ⁵ Fl.,
400 St. von der Levante zu 3 ½1 Fl., 14,000 Staja Roggen vom Schwar⸗ zen Meere, 4000 St. von der Donau und 5700 St. von der Levante zu 4 ⅞ Fl., 1800 St. Bohnen von Aegvpten zu 3 ½ Fl., 600 St. Fisolen zu 5 Fl.,
400 St. Gerste von Aegypten zu 2 ½ Fl., 500 St. Hafer von der Levante zu 2212 Fl. und 1300 Staja Leinsaat von Sicilien zu 6 ⅞ Fl. p. Stajo.
Knoppern. Verkauft: 500 Ctr. von Anatolien und Smyrna zu 6 ½
bis 9 ¼ Fl. p. Ctr.
Metalle. Verkauft: 400 Kisten Stahl zu 133 —115 Fl. p. Meiler,
300 K. Weißblech zu 14 — 14 ½ Fl. p. Kiste, 600 Blöcke Blei zu 8³— 10 Fl., 200 Ctr. Kupfer zu 47 — 62 Fl. und 300 Scheiben Zinn zu 48 Fl. p. Centner.
Oel. Unter den abgegangenen 3800 Ornen waren 500 O. altes und
neues von Apulien zu 21—25 Fl., 400 O. von Sicilien zu 23— 24 Fl., 800 O. neues halbfeines und feines von Apulien zu 26—30 Fl., 350 O. neues von Corfu zu 25—26 Fl., 1350 O. altes von Albanien, Corfu und der Levante zu 22 — 24 ½ Fl. und 400 O. altes und neues von Istrien und Dalmatien zu 25—27 Fl. p. Orna.
Seide. Abgegangen: 2 Ballen Tnos zu 6 ½ Fl. p. Pfd. und 5 B.
zu unbekannten Preisen.
Südfrüchte. Verkauft: 600 Kisten Pommeranzen von Messina zu
2 ¼ — 3 Fl., 2000 K. Citronen von Catania und Messina zu 2 ½ — 3 Fl. pr. Kiste, 600 Ctr. Johannisbrod zu 3 — 3 ½ Fl., 100 Fäßchen neue Datteln von Alexandriena zu 7 ½ — 9 Fl., 350 Ctr. neue Feigen von Calamata zu 7 Fl., 170 Fäßchen von Dalmatien zu 4 ⅞ Fl., 50 Ctr. desgl. vom Smyrna zu 10— 14 Fl., 160 Fäßchen von Apulien zu 5 — 5 ½ Fl., 100 Ctr. süße Mandeln von Apulien zu 30 ½ — 31 Fl., 100 Ctr. neue rothe Rosinen von Tschesme zu 9 ½ Fl., 90 Ctr. desgl. von Smyrna zu 8—8 ½ Fl., 100 Cir. desgl. von Stanchio zu 7 ⅜½ Fl., 150 Ctr. desgl. von Samos Eö 1800 Ctr. neue Korinthen von der Morca zu 83 —9 Fl. und 100 Fäßchen sicilianische Weinbeeren zu 12 — 12 ½ Fl. pr. Ctr.
1
Wachs. Abgesetzt: 20 Ctr. von Trapezunt zu 102 Fl. und 30 Ctr.
von Bosnien zu 95 — 96 Fl. pr. Ctr.
Wolle und Haare. Verkauft: 27 Ballen weiße gewaschene halbfeine
Wolle von Scopia zu 35 Fl., 7 B. desgl. von Smyrna zu 26 Fl., 70 B. desgl. von Serbien zu 31 Fl., 30 B. weiße gewaschene von Missolungi zu 29 Fl., 70 B. desgl. von Bosnien zu 25—26 Fl., 50 B. Lammwolle von Scutari zu 36 Fl. und 30 B. weiße gekalkte von Albanien zu 15 Fl. pr.
5— 57 Fl. und 9 B. graues und
—
ZBekanntmachungen. 23 b] CLLIZ
Tage werden Alle und Jede, welche an die Verlassen⸗ bunden werden. aft des verstorbenen Gutsbesitzers Andreas Franz
auf Rügen belegene Gut Pazig c. p. rechtsbegründete (L. S.) Forderungen und Ansprüche erheben und geltend ma⸗ [1124 b] chen zu können vermeinen, zu deren Anmeldung und Beglaubigung in einem der folgenden Termine:
8
klusion — hiermit aufgefordert. Datum Greifswald, den 18. Dezember 1847.
8.)
———
Datum Greifswald, den 23. November 1847. Direktor und Assessores des Stadtgerichts
L1bbEEnu m.
Das dem Gastwirth Matthaei gehörige, am Fisch⸗
1 r 2 8 markt sub Nr. 28 hierselbst belegene Gasthaus c. p.,
E11 19. Februar, 7. bö— in welchem seit einer langen Reihe von Jahren die
meidung der gin vor cem Königl Hofgericht, ei Ber⸗-] Gastwirthschaft mit Erfolg betrieben worden, soll im
g am 29. März k. J. zu erkennenden Prä⸗ Wege der freiwilligen Subhastation zum Verkaufs⸗Auf⸗
bot gebracht werden. Zu solchem Zwecke sind Licita⸗ ni 5 3 8 tions⸗Termine auf
Königl. Hofgericht von Pommern und Rügen. den 17ten †. M. und den 11. und 25. Januar
v. Klot. kft. Js., jedesmal Morgens 10 Uhr,
Allgemeiner
ordnungsmäßig procuratores ad Acta zu bestellen, sub praejudicio, daß die nicht vertretenen Kreditoren bei den etwa vorfallenden Verhandlungen nicht werden zu⸗ Unter Hinweisung auf die den Stralsundischen Zei⸗ gezogen, vielmehr an die Beschlußnahme der Mehrheit tungen in extenso inserirten Ladungen vom heutigen der anwesenden oder vertretenen Kreditoren werd
Dr. Teßmann. “
rothes Kameelhaar zu 54—63 Fl. pr. Ctr.
Mecklenburgische Eisenbahn. Fahr plan der Strecke Schwerin⸗Hagenow
vom 15. Januar 1848 an.
3 u9 Von Schwerin nach Zug HBagenow.
Von Hagenow nach Schwerin.
7. Uhr Morgens. 8 9 2 2)
8 ½ Uhr Morgens. 12 ½¼ 9 22
2) ’ Abends. 8 7 ¾¼ „ Abends.
Dauer der Fahrt circa 3 Stunden.
2 Rthlr. für ¼ Jahr. 4 Rthlr. ⸗„ †½ Jahr. LEEoAETIe.*
in allen Theilen der Monarchie
ohne Preis⸗Erhöhung.
Bei einzelnen Rummern wird der Bogen mit 2 ½ Sgr. berechnet.
v111““ 4 8
Alle Post⸗Anstalten des In⸗ und
Auslandes nehmen Bestellung auf
dieses Blatt an, für Berlin die Expedition der Allgem. Preuß. Zeitung: 1 Behren⸗Straße Nr. 57. Insertions⸗Gebühr für den KRaum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr. 8 .
Inlaud. Berlin. General⸗Feldmarschall Freiherr von dem Knesebeck †. — Die Börsen⸗Nachrichten der Ostsee und die Cholera. — Die Aka⸗ demie zu Münster. — Nhein⸗Provinz. Todtenfeier für den Erbprin⸗
zen von Hessen⸗Homburg. — Unterstützungs⸗Verein in Koblenz.
Deutsche Bundesstaaten. Großherzogthum Baden. Unter⸗ stützung bedrängter Fabriken. — Herzogthum Holste in. Petition um Oeffentlichkeit der Kommunal⸗Verhandlungen in Kiel. — Freie Stadt HLamburg. Vereinigung der Assekuranz⸗Gesellschaften. — Eisstand. — Schreiben aus Frankfurt a. M. (Der verstorbene Erbprinz von Hessen⸗ Homburg; Sitzung der Bundestags⸗Versammlung; Geschaͤftsstille; Börse.)
Oesterreichische Monarchie. Wien. Berichtigung. — Preß⸗ burg. Der Reichstag. — Petition der Advokaten. — Mailand. Ruhe⸗ störungen. Polizeiliche Belanntmachungen. — Schreiben aus Wien. (Die Unruhen in Mailand; Stand des Handels und der Industrie.) 8
Frankreich. Paris. Trauer⸗Gottesdienst und Testament der Prinzessin Adelaide. — Depeschen und Erklärungen Guizot's in Betreff Italiens. — Vermischtes.
Großbritanien und Irland. London. Graf Dundonald zum Be⸗ fehlshaber der westindischen Flotten⸗Station ernannt. — Irländische Zu⸗ stände. — Die Ergebung Abd el Kader's. — Vermischtes.
Schweiz. Kanton Bern. Rückkehr der Tagsatzungs⸗Gesandten: — Kanton Luzern. Gefangennehmung ehemaliger Regierungsräthe. — Rückgabe der Waffen Zwingli's an Zürich. — Die Contributio⸗ nen. — Die Gemeinderaths⸗Wahlen. — Klage aus Schwoz. — Fahndung. — Kanton Schwoyz. Die Kriegskosten⸗Aufbringung. — Kanton Freiburg. Verwahrungs⸗Schreiben des Bischofs. — Kan⸗ ton Basel. Meuterei. — Kanton Wallis. Der Große Rath. — Kanton Genf. Instructions⸗Vorschläge des Staats⸗Raths. — Berlin. Brief eines Augenzeugen über den jüngsten Kampf in der Schweiz. ortugal. London. Eröffnung der Cortes. — Thron⸗Rede der Kö⸗ nigin. — Die Migueliten.
Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten.
Königliches Opernhaus. (Iphigenia in Tauris.) Ein Gesch Gericht in der Mark Brandenburg unter Friedrich dem Großen.
Beilage.
8 Se. Majestät der König haben Allergnöädigst geruht, den zum Köͤniglich dänischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister an Allerhöchstihrem Hoflager ernannten Grafen von Plessen am 8ten d. M., Nachmittags 1 ½ Uhr, auf dem hiesigen Schlosse in einer Privat⸗Audienz zu empfangen und aus seinen Händen das Be⸗ glaubigungsschreiben seines Monarchen entgegenzunehmen.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
Dem Ober⸗ und Geheimen Regierungs⸗Rath Dr. Reusch zu
Königsberg in Pr. den Rothen Adler⸗Orden zweiter Klasse mit
Eichenlaub in Brillanten zu verleihen; 8 8 86 Dem Direktor des Königlichen Kredit⸗Instituts für Schlesien, Freiherrn von Gaffron, den Charakter als Geheimer Regierungs⸗
Rath; und “ 8 6 im Büreau des Chefs der Seehandlung angestellten Ge⸗
heimen Kanzlei⸗Inspektor Hache den Charakter als Kanzlei⸗Rath
beizulegen; so wie 8 3 Berg⸗Secretair Herrmann zu Waldenburg den Dienst⸗
— g „ 8 2 Charakter als Kanzleirath zu verleihen.
Angekommen: Se. Durchlaucht der General der Infanterie und General⸗Gouverneur von Neu⸗Vorpommern, Fürst zu Putbus,
von Putbus. 8 u Hir Kurfürstlich hessische General⸗Major von Amelunxen,
von St. Petersburg.
Uichtamtlicher Theil.
JInland.
Berlin, 12. Jan. Der König und das Vaterland haben abermals den Tod eines ihrer ausgezeichnetsten und treuesten Diener zu beklagen. Heute Morgen verschied hier in Folge eines Schlag⸗ anfalles der General⸗Feldmarschall Freiherr von dem Knesebeck, im hohen Alter. Sein Name genügt, um an die gro⸗ ßen Verdienste zu erinnern, welche er sich namentlich in der denkwür⸗ digen Zeit der Freiheitskriege in einer einflußreichen Stellung er⸗ worben hat, und die hohe Achtung, welche er allgemein genoß, wird sein Andenken bis in die fernsten Zeiten in dankbarer Erinnerung lebendig erhalten. .
Berlin, 11. Jan. Wir haben unter dem 29sten v. M. die von den Börsen⸗Nachrichten der Ostsee verbreitete Nachricht von dem Ausbruche der Cholera in Tilsit als unbegründet bezeichnet. Der Korrespondent aus Tilsit, welcher diese Nachricht gemeldet hatte, sucht sie jetzt in Nr. 3 der Börsen⸗Nachrichten zu begründen, allein auf eine so unbefriedigende Weise, daß wir darüber kein Wort 85 zu verlieren brauchen, zumal alle Welt weiß, daß die Cholera in Til⸗ sit nicht ausgebrochen ist. Dagegen wollen wir unseren Lesern eine charakteristische Note nicht vorenthalten, womit die Redaction der Börsen⸗Nachrichten den Artikel ihres Korrespondenten begleitet. Sie sagt nämlich mit Bezug auf die von diesem erwähnte, nicht amtlich widerlegte Meldung von dem Vorkommen der Cholera in Georgen⸗ burg und Schmaleningken:
8 2 liegt bekanntlich in Preußen, was aber die All⸗ gemeine Preußische Zeitung nicht zu wissen scheint, da sie unter dem 29. Dezember das Versprechen giebt, „vollständige und genaue Notizen mitzutheilen, wenn die asiatische Cholera wirkäich unsere Gränzen erreichen oder sich ihnen auch nur unmittelbar nähern sollte“ — während jene Nachrichten bereits aus der zwei⸗ ten Hälfte des Novembers datirt sind.“ 3
Der Mangel an Logik, den die Börsen⸗Nachrichten hierin zu erkennen geben, ist eben so groß als die Empfindlichkeit, in welcher sie sich zu diesem Ausbruche ihres Unmuths hinreißen ließen. Zum
2 1 8 . . gb daß die Ueberfluß wollen wir ihnen noch jetzt die Versicherung geben, ’ Nachricht vom Ausbruche der Cholera in Schmaleningken eben 5. unbegründet war, wie die gleiche Nachricht aus Tilsit es ist. Jener
veralteten Erfindung noch in unserem Artikel vom 29. Dezember zu erwähnen, wäre höchstens für die Börsen⸗Nachrichten noch nöthig gewesen, da, wenn die Cholerg im November zu ““ ausgebrochen wäre, über das Dasein der Krankheit daselbst am 29. Dezember Niemand mehr ungewiß gewesen sein würde, es also einer
von selbst genügend widerlegten Nachricht gar nicht mehr bedurfte.
auf, daß die Erweiterung der theologischen und philosophischen Aka⸗ demie zu Münster zu einer vollständigen Universität zunächst durch Errichtung bald einer medizinischen, bald einer juristischen Fakultät eingeleitet werden solle. Wir können diese Nachricht aus zuverlässig⸗ ster Quelle nicht nur als eine durchaus unbegründete bezeichnen, son⸗ dern auch hinzufügen, daß an eine solche Erweiterung überhaupt gar nicht gedacht wird und am wenigsten in einer Zeit gedacht werden kann, in welcher einmal die Zahl der Studirenden auf allen Landes⸗ Universitäten sich eher zu vermindern, als zu vermehren scheint, dann aber sicherlich verwendbare öffentliche Mittel, wenn solche vor⸗ handen sind, vor Allem zunächst zu einer Verbesserung der Lage der Gymnasial⸗ und der Elementarlehrer ver⸗ wendet werden würden. Denjenigen, welche die Absicht der Erwei⸗ terung der Akademie zu Münster aus der Ansicht ableiten, daß eine höhere Unterrichts⸗Anstalt von zwei Fakultäten etwas zu Unvollstän⸗ diges sei, als daß sie wahren Nutzen stiften könne, kann man nur entgegnen, daß, wenn sie Recht hätten, bei den schon vorhandenen sechs Universitäten und der oben hervorgehobenen Verminderung der Studirenden, jene Ansicht eher zur hns Aufhebung als zur Er⸗ weiterung der Akademie führen müsse. Die Anstalt wirkt jedoch auch
ausdrücklichen Widerlegung jener schon durch den Verlauf der Zeit
Berlin, 12. Jan. Obwohl mehrfach schon berichtigt, taucht doch in verschiedenen öffentlichen Blättern immer wieder die Nachricht
in ihrem gegenwärtigen Umfange sehr nützlich und ist daher nicht nur vor jedem Versuche der Aufhebung völlig gesichert, sondern sie wird sich auch stets der Berufung und Anstellung ausgezeichneter Leh⸗ rer erfreuen, wie schon so manche treffliche Männer die Lehrstühle derselben geziert haben.
Rhein⸗Provinz. Der Rh. Beob. meldet aus Bonn vom
8. Januar: „Die Universität beging heute eine wehmüthige Feier.
Die Leiche des am 4ten hier gestorbenen Erbprinzen von Hessen⸗
Homburg sollte nach Homburg gebracht werden, um daselbst in der
fürstlichen Gruft ihre Ruhestätte zu finden. Abends 5 Uhr versam⸗ melten sich die hier anwesenden Prinzen von Preußen, Sachsen und Baden, die Vorstände und Lehrer der Universität, die ersten Auto⸗ ritäten der Stadt, die evangelische Geistlichkeit und das Offizier⸗ Corps des 7ten Ulanen⸗Regiments im Sterbehause, vor wel⸗ chem die Studirenden sich zahlreich mit Fackeln eingefunden hatten, um ihrem fürstlichen Kommilitonen nach alt akademischem Brauch die letzte Ehre zu erweisen. Unter Begleitung der Trauermusik bewegte sich der Zug, dem sich alle Anwesenden anschlossen, bis zu den letz⸗ ten Häusern der koblenzer Straße, wo die Begleiter der fürstlichen Leiche sich verabschiedeten und die Studirenden ihr den herkömmlichen Scheidegruß nachsangen. Dieser für die Familie des “ denen so schmerzliche Trauerfall hat auch hier allgemeine Theil⸗ nahme erregt. Im achtzehnten Lebensjahre hatte der Prinz zum erstenmal das älterliche Haus verlassen, um sich auf der hiesigen 1 versität dem Studium zu widmen. Durch Herzensgüte un b Einfachheit der Sitten hatte er bald die allgemeine
Da ergriff ihn nach einigen Wochen eine anfangs ungefä örlich nende Grippe, die dann in eine Lungenentzündung überging und S ärztlichen Sorge ungeachtet einen todtlichen b“ In er Blüthe der Jugend hingerafft, erloschen mit ihm viele Hoffnungen; denn er war, aller Wahrscheinlichkeit nach, der letzte Sprößling eines
edlen Fürstengeschlechts, welches dem deutschen Vaterlande manchen Helden und manche treffliche Fürstin gegeben hat. “ ““
In der evangelischen Gemeinde von Koblenz hat sich ein sehr
zeitgemäßer Verein zu dem Zwecke gebildet, dieser Gemeinde ange⸗ hörige Handwerker⸗Familien, deren Ernährer durch Krankheit oder sonstige Unglücksfälle außer Stande sind, den nöthigen Unterhalt zu verdienen, gehörig zu unterstützen und sie so vor drückender Noth zu be⸗ wahren. Die von dem dortigen General⸗Superintendenten, Herrn Küpper, entworfenen Vereins⸗Statuten haben bereits die Genehmi⸗ gung der Königlichen Regierung erhalten. Das Eintrittsgeld ist sehr unbedeutend und der wöchentliche Beitrag nur 1 Sgr.
Deutsche Bundesstaaten.
Großherzogthum Baden. (Karlsr. Ztg.) In Folge einer höchsten Entschließeung aus dem Großherzoglichen Staats⸗Mi⸗ nisterium hat das Finanz⸗Ministerium am 8. Januar den Vertre⸗ tern der Spinnerei Ettlingen, Maschinen⸗Fabrik Karlsruhe und Zucker⸗ Fabrik Waghäusel bezüglich auf ihre Eingabe vom 30sten v. M. (S. Allg. Pr. Ztg. Nr. 7) eröffnet, daß Se. Königl. Hoheit „je nach dem Ergebnisse der Untersuchung, welche durch die von dem Ministe⸗ rium des Innern und jenem der Finanzen niedergesetzte Kommission über den sinanziellen Zustand der erwähnten drei Fabriken vor⸗ genommen wird, eine den Umständen entsprechende Vorlage an die Stände⸗Versammlung machen lassen werden.“
Herzogthum Holstein. (H. C.) Am Schlusse des vo⸗ rigen Jahres zirkulirte in Kiel eine an den Magistrat und die bür⸗ gerlichen Deputirten⸗Kollegien gerichtete Petition um Einführung der Heffentlichkeit bei den Kommunal⸗Verhandlungen, die großen Anklang in der Bürgerschaft fand und jetzt schon, mit ungefähr 400 Unter⸗ schriften der angesehensten Bürger versehen, bei der Behörde einge⸗ reicht ist. Es wird in derselben ausgesprochen, daß es nothwendig sei, in der jetzigen, noch immer sehr bedrängten Zeit „den Muth und das Vertrauen der Bürgerschaft aufrecht zu erhalten und zu beleben, namentlich auch sie zu bestimmen, die bisher gewiß willig geleisteten, aber nichtsdestoweniger vielfach drückenden städtischen Abgaben und Leistungen, insoweit das gemeine Beste sie erheischt, auch fernerhin
gern fortzutragen.“ Das Mittel dazu sei die Einführung öffentlicher
Sitzungen von Rath und Bürgerschaft. Der jetzige traurige
Königliches Opernhaus.
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langen ihm sogar trefflich. Am meisten befriedigte jedoch Herr Mantius ais Polades. Der Aufgabe vollkommen gewachsen, löste sie der verdienst⸗
1817 mir erst 1844 zu Händen gekommen ist, enthält so manches technisch Unrichtige, so manche poetisch⸗romanlische Ausschmückung, daß an der
volle Künstler, besonders in ihrem lorischen Theile, musterhaft. Auch Herr Wahrheit und, w SET111“
Gareia: Jphigenia. L111“ 88 giae hernte gr 86 mBöt⸗. dae wgnesalnte sdeen Wo der Verfasser dieses Aufsatzes diese unerhörten
hohen Stimmlage bewegt und uns die Persönlichkeit des Herrn Böt⸗ 8 9984 C11 igte Dol 6 lttzen, hat
(Den 11. Januar.) Necgeretirdie Dakselmng diests nesg ros gedachten düsteren Borbalrn encas ea her etzn ch,ge er. hese sir aar wesektss. Ae a.
Daß das Kunst⸗Interesse für die klassischen Opern⸗Schöpfungen Gluck's entsprechender scheinen will. Die Diana sang Dlle. Brexendorf. Die r . hen s rh 8 Einzelnen durchzugehen und zu berichtigen oder zu
in unferem Publikum keinesweges erloschen ist, bewies die Vorstellung der sorgfältige Leitung der Oper durch Herm Taubert verdient allen nidertsals was in meinen Kräften liegt. „Iphigenia in Tauris“ am Dienstag, die sich des Besuches einer eben so 8 1
8 sikf Der erwähnte Inspektor der Königlichen E114“ 8 zahlreichen als theilnehmenden Versammlung gebildeter Musikfreunde zu er⸗ war der von mir, der ich seit dem Jahre 1797 bei dieser Fabrik als Be
freuen hatte. Schade nur, daß dieser sich in so erfreulicher Weise äußernde 8 8 e . ; er A . wangestellt bin, noch persönlich gekannte, damals bejahrte Geheime Kunstsinn für d. a ihrer edlen Einfachheit und Wahrheit des Ausdrucks Ein TT .·–.“ vngere sütcecrath Ferten Rger sen. Ich habe mich seines Vertrauens wahrhaft großartige Musik jenes Meisters insofern nicht reichere Nahrung unter Frie G 8 ö 1 und mancher Mittheilungen über die Verhältnisse bei erN E, findet, als ihm so selten Gelegenheit geboten wird, sich zu bethätigen! Unter dieser Aufschrift theilten wir bereits in Nr. 6 dieser Zeitung ei⸗ brik durch Friedrich den Großen noch zu erfreuen geh⸗ t. 8 18
Mad. Garcia gab die Iphigenia; eine Rolle, die indeß (wie sich nige Bemerkungen des Königl. Historiographen Prof. Preuß über einen Rede stehende Geschichte, die man sich in jener E“ schen im vorigen Jahre ergab) keine dem Naturell der Künstlerin zusagende vor kurzem in dem Publicisten mitgetheilten angeblichen Rechtsfall mit, unwahr erklärt. — Der Inhalt des Aufsatzes enthast abena b wr. is, indem sie bei Purchführung derselben, namentlich in musitalischer Be, weichen die Kritik, längst aus dem Gebiete der Geschichte in das Reich scheinlichkeiten, Unrichtigjeiten und “ ziehung, hinsichtlich der Stimmlage u. s. w., auf Klippen stößt, deren Umschiffung der Dichtung verwiesen hatte. Wir lassen nun hier auch noch die dort 88 gänzliche Unwahrheit mit völligem CEA1A1“”“ nachweisen geradezu außer dem Bereiche der Möglichkeit für sie liegt. Dagegen bewaltigtsie sprochene Beleuchtung der Sache von Seiten des Königl. Geheimen Ober⸗ Es läßt sich bei der Königlichen Porze d Känstler aus der Kurfürstlich die Ausgabe in ihrem rein deamarisschen Theile mit außerordentlichem Ge. Vergraths und Direttors der Königl. Porzellan⸗Manufakiur, Frich, folgen, daß Friedrich der Große 8* schick, so daß die vorzügliche Darstellung des Charakters als eine wirkliche welche die Unmöglichkeit der angegebenen Data sowohl in persönlicher wie sächsischen Porzellan⸗Fabrik in Meißen 1 sen Schon im Fahre 1901 Meister⸗Leistung, welche die höchsten Kunstforderungen zu befriedigen geeig⸗ technischer Beziehung bis zur Evidenz darthut. Wir bemerken nur noch, daß gefangene in seiner Fabrik hat G“ 7 . lichen Sa 8 888 net erscheint, unbedingte Anerkennung verdient und ihren übrigen dramati⸗ das ganze Märchen bereits in dem „Niederrheinischen Archive für Gesetze hahte der damalige Besitzer der nachma sgen evpid 82 Vorz 8 ö schen Gestaltungen würdig zur Seite gestellt werden darf. Ihr Spiel war gebung, Rechtswissenschaft und Rechtspflege, herausgegeben von G. von faktur in Berlin, der 11“ ra die K 88 u 82 . Ue sir eCh s c e 8. - Sand und E. Zum⸗Bach“ vom Jahre 1817 mitgetheilt ist; erst im mehrere Arbeiter der meißener Fabrik, die be 8 88 vnnch Kaßssci;, es8 ehe saae ich Jahre 1844 bekam Herr Geh. Ober⸗Bergrath Frick durch diese Zeitschrift die Furcht und Gefahr, 8 der d;. dama 8 .“ u 1 1 musikalischerseits zu wünschen blieb — nichtsdestoweniger wieder reiche Kenntniß davon und sah sich veranlaßt, bereits damals nachstehende in⸗ den daselbst herrschenden Geldmangel veran aßt wurden, solch sa ee assen künstlerische Kronen, indem man der Sängerin gern die Nachsicht ange⸗ teressante Bemerkungen darüber aufzuzeichnen, für deren gütige Mittheilung in seinen Dienst ausgenommen. Unter efan 6 g6 Büid deihen ließ, die man einer so ausgezeichneten Darstellerin gegenüber zu wir ihm zum aufrichtigsten Danke verpslichtet sind. (Zur Vergleichung ver⸗ hauer Elias Mever, der 1761 1 ert na 1 Berlin * 1 “ ü Si. weisen wir auf Nr. 51 des Publieisten vom 29. Dezember 1847.) die Dienste des Gotzkowsky als Mode meister 8 ei seiner Porzellar
Um auch der übrigen Mitwirkenden in der Kürze Erwähnung zu thun, Riederrheinischen Archiv fir Gesevge⸗ Sabrsfk nat. Unter denen, die bei seiner Porzellan⸗Fabrik⸗ an. sei bemerkt, daß Herr Kraus den Orestes, so weit es die Art und Weise Der fragliche Aufsatz aus dem „2 iederrheinischen Arch 8. Lehr. esnlt blieben, und später, als die Fubrit in die dänbe öriedrich seiner Gesangsbildung zuläßt, genügend ausführte. Einzelne Momente ge⸗ bung, Rechtswissenschaft und Rechtspflege“, der, wenngleich aus dem g
EE 81 v2. a 0(A“X“*“ “ G EETTTb11313 » 2. Ankunft in Hamburg 3 à 2½ Ühr Nachmittags. Ankunft in Berlin 4 à 4 ½ Uhr Nachmittags. hierselbst an der Ecke der Charlotten⸗ und Besselstraße, (ei. S) siesf Dr 1“ 1161 „ 3.. 66181 und zwar Charlottenstraße Nr. 99 und Besselstraße 1EA Mkan 8 A““ . Abfahrt von Wittenberge 6 ¼ Uhr Morgens. a See. Pypathetenbuche von der Friedrichs⸗ 181] „ 5. Aüsaßre von Hamburg 7 ½ Uhr Morgens. Abfahrt von Berlin 7 Uhr Morgens. badt Vol. 25. Nr. 1794. verzeichnete Grund ück, ge⸗-⸗ e ori2Z (Froefpd⸗ SCreis 2 » 6. Abfahrt von Hamburg 4 ½ Uhr Nachmittags. Cb-e richtlich negiseitt 1 Thlr. 22 Sgr. Er. pl Ruhr o t 8 Cr l fe ld Kreis Glad⸗ Psssagziere welche von Schwerin nach Berlin, Shc ihs G reisen, so 8 18g EEEE1ö am 3. März 1848, Vormittags 11 U hr, . . 2. c. 8 8 am Abgangsorte Billets für die ganze Fahrt lösen. — Nach anderen Orten muß in Hagenow ein neues Bille an der Gerichtsstelle subhastirt. werden. Tare und Hy⸗ bacher Eisenbahn⸗ Gesells chaft. gelöst werden. De Direction der Mecklenburgischen Eisenbahn⸗Gesellschaft. pothekenschein sind in der Registratur einzusehen. hbenut Die Lieferung von 11,150 Centner Der dem Aufenthalt nach unbekannte Eigenthümer (à 110 Pfd. Preuß.) Eisenbahn⸗Schie⸗ Carl Ludwig Greiert resp. dessen Erben werden Hier⸗ —. a nen soll denjenigen Unternehmern über⸗ . . . durch offentlich vorgeladen. Derden tragen werden, welche die annehmbarsten [30] Literarische Anzeigen. — 27 9 80 1 9 S issi 8 † „2 Anerbietungen im Wege der Submission In der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei ist
[1123 b] 68g,e n Qabgeben. sch⸗ Alle diejenigen, welche an den Gastwirth M atthaeci se Lieferungs⸗Bedingungen legen in unserem Bü⸗ so eben erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben:
6 hierselbst und dessen Vermögen, in specic an das dazu reau hierselbst, Kronprinzenstraße Nr. 1603 (13), zur gehörige, am Fischmarkte hierselbst sub Nr. 28 belegene, Einsicht offen und können Auswärtigen auf portoffeie von dem zꝛc. Matthaei zur freiwilligen Subhastation Anfragen auch von hier aus mitgetheilt werden. Ed B te C 6 Bock gestellte Gasthaus c. pert. aus irgend einem Rechts⸗ Unternehmungslustige werden demnach eingeladen, d. Bote’« “
grunde Ansprüche und Forderungen zu machen haben, ihre schriftlichen Preisforderungen mit der äußeren Auf⸗ — ,412fk 6(6. B. ck), Könisl. Hof-Musikhändler.
E geladen, solche in einem der auf schrift „Submission auf die Lieferung von Eisenbahn⸗ Musikalien — Leih 2* Instit Ut. M 82 1 lien-I ager auf (as 8
den I“ den 11. und 25. Ja⸗ Schienen“ spätestens bis den 31. Januar k. J., Mor⸗ Abonnement für 3 Monat 1 Thlr. 15 Sgr. ’ USIKA 5 ’” 8
an esetzten Li nid tio Morgens 419 Uhr, , gens 9 Uhr, uns einzusenden. Mit der Berechtigung, für den ganzen gess hlten
8 ng 5 nquidations⸗Termine vor dem Stadtgericht Die Eröffnung der Submissionen erfolgt an dem vor⸗ Beirnag Musikalien . Eigenthum zu entnehmen
hierselbst gehörig anzumelden und zu veriftziren, widri⸗ bezeichneten Tage, Morgens 10 Uhr, in Gegenwart der i. keea lieher
genfalls sie damit durch die in term. den 8. Februar hierzu sich etwa einfindenden Submittenten, welche ꝗ fft. Is., gleichfalls Morgens 10 Uhr, zu erlassende sämmtlich noch 14 Tage nach der Eröffnung der Sub⸗
8 entenz werden ausgeschlossen und abgewie-⸗ missionen an ihre Offerten gebunden bleiben. “ aessn achgn Kreditoren wird zuglei Ereseld, den 29. Dezember 1847. 8
8. gheäh⸗h 8 b gleich aufgegeben, 8 iiioen.
8 1
1758) Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 21. Juli 1847.
Iphigenia in Tauris, von Gluck. Mad. Viardo ’ Das dem Particulier Carl Ludwig Greiert gehörige,
Nachweisung der auf den Stationen der Eisen bahnen und der Haupt⸗Poststraßen bei Stellung der Uhr gegen mittlere Berliner Zeit zu berücksich tigenden Differenzen. Preis 1 ½ Sgr.
Berlin, Jägerstralse No. 42. Breslau, Schweidnitzer Str. No. 8.
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