1848 / 14 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

8 zrn hat er einen tätowirten Halbmond. Sehr schwarz, und auf der Stin hat 1a2 esas a⸗ . sich 1 proportionirt gebaut, ist eeeü ert. daß das Pistol Abd el allen Leibesübungen aus Nnsbum niedergelegt werden soll, wel⸗ Kader's im Artillerie iciere-· auch den Degen des Emirs, chem Frau n ihrem Gemahl schenkte, übergeben den der Herzog, von soll in Erfahrung gebracht haben, daß seit wolle. Die Regierung e Familien in Syrien eingewandert sind, mehreren Jahren arabische Familien FRars .

1 iu Oheim Abd el Kader’'s im Paschalik von Aere wohnt, -99 84*) seine religiösen Uebungen sich einen gewissen Einfluß er⸗ -4 s hat. Aus diesem Umstande leitet man es her, weshalb der Emir seinen künftigen Aufenthalt zu St. Jean d'Aecre nehmen will.

Die Presse ist der Ansicht, daß man die mit dem Emir eingegan⸗ genen Stipulationen halten müsse; thue man dies nicht, so würde der Herzog von Aumale sich mit Recht verletzt sinden und seine Abdan⸗ kung einreichen. Uebrigens sei es ziemlich gleich, ob Abd el Kader in der Ebene der Maluia oder in der Weise umherschweife, oder ob er zu Alexandrien oder St. Ican d'Aecre unter Englands Schutz lebe. Frankreichs Ehre erheische jedenfalls, daß man das dem Emir ge⸗ gebene Wort halte. Bei der Deira Abd el Kade:'s, die bekanntlich auf französischem Gebiet zu Nemours eingetroffen, befanden sich noch 150 Mann regelmäßiger Reiterei. Nachdem sie die Waffen hatten strecken müssen, ließ General Lamoriciere ihnen dieselben wiedergeben, indem er sagte: „Ich bewunderte die Tapferkeit, die ihr bei der Verthei⸗ digung der Deira entfaltet habt, und die Waffen, die Ihr so ut za gebrauchen wußtet, sollen Euch auch zurückgegeben werden.“ Thrä⸗ nen standen in den Augen der meisten dieser Krieger. Ein Schreiben aus Algier vom 27. Dezember meldet, daß die Unterwerfung Abd el Kader's dort durch Geschützsalven angekündigt wurdr. Am Abend war die Stadt beleuchtet, und der Central⸗Polizei⸗Commissair begab sich nach dem Theater, wo er das wichtige Ereigniß dem Publikum mittheilte, welches die Nachricht mit großem Jubel aufnahm. Die Marseillaise wurde begehrt, und alle Zuhörer stimmten im Chor in den Gesang der Bühnensänger ein. Dem General Lamoriciere hat die Regierung angeblich den Grafentitel verliehen. Der Moniteur de ['Armee zeigt an, daß der Oberst⸗Lieutenant Lheureux, Ordonnanz⸗ Offizier des Kriegs⸗Ministers, gestern abgereist sei, um sich zu Abd el Kader zu begeben. Die Gazette de Lyon meldet unterm 4. Januar, daß Abd el Kader am Abend zu Lyon eintreffen und im Hotel de l'Europe absteigen werde. Die anderen [voner Blätter je⸗ doch sagen nichts davon. Der Sentinelle von Toulon zufolge, war wenigstens am 4. Januar dort noch kein Befehl aus Paris in Betreff Abd el Kader's eingegangen, der sich noch immer im Lazareth zu Toulon befand. Es ging das Gerücht, Abd el Kader habe einen Brief an den König gerichtet und darin um die Erlaubniß zu einer Reise nach Paris ersucht. Die Patrie will wissen, der Emir hätte nun auch gebeten, man möge ihn nicht nach Aegypten bringen. „Dieser eigenhändige Brief Abd el Kader's“, fügt dies Blatt hinzu, „wäre dem Minister⸗Rath vorgelegt worden, und man hätte entschie⸗ den, den Er⸗Emir nach Paris kommen zu lassen und ihn nach einer unserer nördlichen Citadellen zu bringen.“ Der Herzog von Aumale hat verfügt, daß an der Stelle, wo die erste Zusammenkunft Abd el Kader's mit dem General Lamoriciere stattgefunden, eine Pyramide in Form eines Obelisken errichtet werden solle. 1

Der König hat während seines Aufenthaltes in Dreur seinem Architekten alle erforderlichen Aufträge für die Herstellung des Rau⸗ mes in der Königlichen Familiengruft gegeben, wo einst seine sterb⸗ lichen Ueberreste beigesetzt werden sollen.

Der Herzog und die Herzogin von Montpensier haben, dem Ver⸗ nehmen nach, in Madrid ein großes Hotel ankaufen lassen, welches auf das prachtvollste ausgestattet werden soll. Man vermuthet, daß sie für längere Zeit ihren Aufenthalt in Madrid zu nehmen beabsich⸗ tigen. b In einer nachträglich den Adreß⸗Kommissionen vorgelegten De⸗ pesche in Betreff der schweizer Angelegenheiten, worin Lord Palmer⸗ ston unterm 27. Dezember dem Gesandten in Paris von der letzten Unter⸗ redung, die er mit dem Herzog von Broglie gehabt, Mittheilung macht, äußert sich der britische Minister folgendermaßen über die Ver⸗ pflichtungen, welche die fünf europäischen Großmächte mittelst der am 20. November 1815 unterzeichneten Erklärung hinsichtlich der Neu⸗ tralität der Schweiz übernommen: „Die Regierung Ihrer Majestät glaubt, daß die strenge und buchstäbliche Beobachtung dieser Verbind⸗ lichkeiten von hoher Wichtigkeit für die allgemeine Wohlfahrt Euro⸗ pa's, so wie für die Ehre der fünf Mächte ist; daß, insofern die Schweiz sich jedes mit ihrem neutralen Charakter nicht zu vereinigen⸗ den Schrittes enthält, die Unverletzlichkeit ihres Gebietes ge⸗ achtet werden muß, folglich keine fremde Truppen in dieses Ge⸗ biet eindringen dürfen; daß die Freiheit der Schweiz und ihre Unabhängigkeit von jedem fremden Einfluß aufrecht erhalten wer⸗ den müssen, folglich keine fremde Macht in dem, was die inneren An⸗ gelegenheiten der Eidgenossenschaft berührt, eine diktatorische Autori⸗ tät auszuüben suchen darf. Ohne Zweifel würde, wenn die Schwei⸗ zer eine Angriffs⸗Stellung gegen ihre Nachbarn annähmen, die der Schweiz gewährleistete Neutralität und Unverletzlichkeit sie nicht der Verantwortlichkeit für ihre Angriffe entziehen können. Aber in die⸗ sem Augenblick haben die Schweizer keinen solchen Angriff verübt.

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Die Regierung Ihrer Majestät glaubt daher, daß die in der Erklä⸗ rung vom 20. November 1815 euthaltene Gewährleistung in all' ihrer Kraft besteht, und daß sie von allen Mächten, die an dieser Uebereinkunft Theil genommen, beobachtet und respektirt werden muß.“

Man liest in der Union monarchique: „Wir vernehmen aus zuverlässiger Quelle, daß Konferenzen über die Angelegenheiten Mittel⸗Italiens in Mailand zwischen dem Erzherzog Ferdinand von Oesterreich, dem regierenden Herzog von Parma und dem Feldmar⸗ schall Radetzky stattgefunden haben. Herr Guizot hat die Occupation Modena's und eines Theiles des Herzogthums Parma völlig ge⸗ billigt; Herr von Appony gab die Erklärung ab, daß die Occupation nur temporair sein solle; dem wiener Kabinette war es indeß in Be⸗ tracht der fortwährenden Gährung Italiens unmöglich, einen bestimm⸗ ten Termin, an welchem die Occupation wieder aufhören würde, an⸗ zugeben.“

Cabet, der Redacteur des Populaire, ist verhaftet, und seine Papiere sind mit Beschlag belegt. Er kam so eben von London zu⸗ rück, wo er einen Vertrag behufs einer Colonisation in Amerika ab⸗ geschlossen. Die Beschuldigung lautet auf unerlaubte Association und auf Schwindelei. Cabet protestirt dagegen in einem heftigen Schrei⸗ ben in den Zeitungen.

Es stehen wieder zwei Prozesse gegen Beamte bevor. Der eine betrifft einen im Büreau der Ehren⸗Legion Angestellten, der in Un⸗ tersuchung ist, weil er nach und nach gegen 20,000 Fr. unterschlagen haben soll, die dazu bestimmt waren, hülfsbedürftige Ritter des Sr⸗ dens der Ehren⸗Legion zu unterstützen. Der zweite Prozeß ist gegen

einen der angesehensten Notare zu Toulon wegen Unterschleif und

Fälschung eingeleitet.

Herr von St. Cricq, der Begleiter des Herrn von Castelnau bei seiner Erforschung des Amazonenstromes, ist zu Havre eingetrof⸗ fen. Er überbringt eine Sammlung interessanter Pflanzen, Pläne, Karten und Zeichnungen von der Reise, ist aber in Folge der Stra⸗ pazen schwer erkrankt.

Die Amortisations⸗Kasse hat wieder im Betrage von 15,074,970 Fr. 4proz. Renten angekauft, und der Kammer ist ein Gesetz⸗Entwurf zur Tilgung derselben auf die großen Bücher der öffentlichen Schuld vom Finanz⸗Minister vorgelegt worden.

In Betreff der Laplata⸗Angelegenheit soll zwischen Frankreich und England das Uebereinkommen getroffen worden sein, Rosas zum letztenmale zum Nachgeben einzuladen und, wenn er bei seinem Ab⸗ lehnungs⸗Systeme beharre, die Feindseligkeiten durch einen Angriff auf das Lager Oribe's zu eröffnen. Gleichzeitig würde dann Buenos⸗ Ayres durch die oereinigte Geschwader aufs strengste blokirt werden. Dieser Plan soll sowohl von dem früheren französischen Geschäfts⸗ träger am La Plata, Grafen Walewski, als von den angesehensten in Montevideo wohnenden Franzosen, in Vorschlag gebracht wor⸗ den sein. 8 Es hat sich eine neue Gesellschaft zum Bau der Eisenbahn zwischen Lyon und Avignon gebildet, und es soll, wie es heißt, unverweilt ein Gesetz⸗Vorschlag wegen dieser Eisenbahn der Depu⸗ tirten⸗Kammer vorgelegt und darin Staats⸗Garantie von 4pCt. Zin⸗ sen des zum Bau benoͤthigten Kapitals beantragt werden. 3

Obgleich die Bankbillets von 200 Fr. schon seit dem 30. Sep⸗ tember ausgegeben werden, so sind sie doch im Umlaufe noch fort⸗ während selten, weil die Bank sich weigert, deren mehr als vier an dieselbe Person auf Billets von 500 oder 1000 Fr. herauszugeben. Man glaubt, daß der Bank daran liegt, die Ausgebung dieser Noten möglichst zu beschräuken, weil sie befürchte, späterhin ihren Baarvor⸗ rath abnehmen zu sehen, wenn man ihr mit Ausnahme ganz gerin⸗ ger Beträge jede Summe in Billets bezahlen könnte. - Das Journal du Havre vom öten berichtet, daß am 8. Ok⸗ tober gegen 11 Uhr Vormittags an den Küsten Chili's ein heftiges Erdbeben stattgefunden, welches an einigen Orten 45 Sekunden, an anderen 2 Minuten anhielt. In Valparaiso wurde durch diese Na⸗ tur⸗Erscheinung nur wenig Schaden angerichtet; in Coquimbo aber stürzte eine große Anzahl Hänser ein, und im Innern wurden mehrere Städte ganz zerstört. Die Schwankungen gingen von orden nach Süden. n

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*. Paris, 9. Jan. Der Kabinets⸗Prästdent hat der Adreß⸗ Kommission der Pairs⸗Kammer gestern noch ein die Schweiz betref⸗ fendes Dokument vorgelegt. Dasselbe besteht in einer Depesche Lord Palmerston's an Lord Normanby, den britischen Botschafter am hie⸗ sigen Hofe, und ist aus London vom 27. Dezember datirt.

klärung der fünf Großmächte vom 20. November 1815 aus Paris zugesichert ist, und über die Folgen, welche, der Ansicht Lord Pal⸗ merston's zufolge, daraus hervorgehen. Die Darstellung der Sache stimmt mit der Erklärung desselben Betreffs überein, welche der bri⸗ tische Minister der auswärtigen Angelegenheiten vor etwa vier Wochen schon im englischen Unterhause auf eine Interpellation des Herrn Osborne gegeben hat. Das nägnliche Dokument ist auch der Adreß⸗Kommission der Deputirten⸗ Kammer mitgetheilt woörden. Die der Pairs⸗Kammer ist übrigens mit ihrer Arbeit bereits fertig, und morgen wird der von Herrn von Barante verfaßte Entwurf in

Dasselbe verbreitet sich über die Neutralität, welche der Schweiz durch die Er⸗

öffentlicher Sitzung vorgelesen und dann sogleich die allgemeine Dis⸗ kussion desselben eröffnet werden. Was den Inhalt dieses Entwurfs betrifft, so hat sich der Verfasser genau an die Thron⸗Rede gehalten, welcher er Paragraph für Paragraph folgt. Doch hat sich die Kom⸗ mission veranlaßt gesehen, noch zweier Ereignisse darin Erwähnung zu thun, welche erst nach Eröffnung der Kammern durch den König ein⸗ getreten sind, nämlich des für die Königliche Familie so schmerzlichen Verlustes, welchen dieselbe durch den am 31. Dezember erfolgten Tod der Prinzessin Adelaide eclitten hat, und des für ganz Frankreich eben so wichtigen als erfreulichen Ereignisses der Unterwerfung Abd el Kader's, welche derselbe nun auch in einem eigenhändigen Schreiben an den König von Toulon aus wiederholt erklärt hat. Allem Anschein nach werden die Verhandlungen der Pairs⸗Kammer über die Adresse eine ganze Reihe von Sitzungen in Anspruch nehmen, denn mehrere Pairs haben die Absicht ausgesprochen, namentlich die vom Ministerium in der Schweiz und Italien befolgte Politik einer umfassenden Kritik zu unterziehen. Die über die Verhältnisse der beiden erwähnten Länder bis jetzt vorgelegten Dokumente werden von vielen Seiten in beiden Kammern als nicht vollständig, daher als nicht volle Aufschlüsse, gebend erklärt. Die Opposition wird es nicht an Bemühungen fehlen lassen, jede mögliche Aufhellung der Dinge zu erhalten. Unter den Pairs, welche über die italienischen Verhältnisse das Wort zu nehmen beabsichti⸗ gen, nennt man insbesondere den der Oppositionsseite angehörenden Fürsten von der Moskwa, welcher erst neuerlich eine Reise durch Italien unternom⸗ men hat, um sich mit eigenen Augen überall von den bestehenden Verhält⸗ nissen zu überzeugen. Was die schweizer Angelegenheiten anlangt, so hatten die Blätter schon seit einiger Zeit Bemerkungen gebracht, die auf eine oppositionelle Stellung des Grafen von Pontois, welcher vor dem Grafen Bois le Comte Frankreich bei der schweizer Eidge⸗ nossenschaft vertreten hatte, gegen das Ministerium in dieser Frage hindeuteten. Indessen wurde diesen Andeutungen anfangs wenig Werth beigelegt, eben weil die Oppositionsblätter sich zu Organen derselben gemacht hatten. Aber jetzt gewinnt das Gerücht von der Richtigkeit jener Angaben mehr Bestand. Es soll nämlich in der That die Absicht des Grafen von Pontois sein, über die schweizer Frage eine Rede im oppositionellen Sinne gegen das Kabinet zu halten, und es scheint, daß die Abberufung desselben vom Botschafter⸗Posten in der Schweiz keinesweges blos durch seinen Gesundheits⸗ Zustand veranlaßt worden war, sondern daß vielmehr Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und dem Mi⸗ nister der auswärtigen Angelegenheiten über die dort zu befolgende Politik die Ursache wurde, welche zu seiner Ersetzung durch den Gra⸗ fen Bois le Comte führte. Graf von Pontois scheint Herrn Gnizot Rathschläge ertheilt zu haben, welche dieser nicht befolgen wollte.

Der Erstere behauptet nun, wenn man seinem Rathe gefolgt wäre,

so würde Frankreich der Schweiz gegenüber nicht in die Stellung ge⸗ kommen sein, in welcher es sich dermalen besindet, und welche Graf von Pontois für sehr mißlich hält. Auf der Tribüne ist übrigens Graf von Pontois kein sehr furchtbarer Gegner für Herrn Guizot, denn es gelang ihm nie, von Seiten der Kammer viel Aufmerksam⸗ keit zu finden, schon aus dem einfachen Grunde, weil sein Stimm⸗ Organ so schwach ist, daß er selbst in der nächsten Nähe nur mit

Mühe verstanden werden kann. 8 In der Deputirten⸗Kammer werden die inneren Fragen minde⸗ stens einen eben so großen Raum einnehmen, als die der auswärti⸗ gen Politik. Abgesehen von den verschiedenen, in der Thronrede selbst angeregten Fragen, der finanziellen Lage und insbesondere auch der Wahlreformbankette, ist die Opposition auch entschlossen, die sogenannte Petitsche Sache, wobei es sich um den Verkauf öffentlicher Aemter han⸗ delt, bei welchem der Chef des Kabinets des Herrn Guizot, Herr Genie, kompromittirt erscheint, zur Sprache zu bringen und förmliche Interpellationen darüber an den Minister zu richten. Bis jetzt sind allerdings nur einseitige Anschuldigungen vorhanden, ohne daß der Gegentheil gehört worden ist. Es wäre also voreilig, schon über die Sache aburtheilen zu wollen. Auch der Name des Herrn Lacave⸗ Läaͤplagne aus der Zeit, wo er noch das Finanz⸗Portefeuille in Hän⸗ den hatte, figurirt in den bisherigen Erzählungen. Dee Böswillig⸗ denselben stets

keit erhält da immer Stoff zur Ausbeute und weiß zu benutzen, ehe noch die Wahrheit aufgeklärt ist. Die Erwartung, daß in Folge der Unterwerfung Abd el Kader's der Friede in Afrika nun gesichert und daher Möglichkeit zur Verminderung der dort bisher verwendeten großen Truppenzahl vorhanden sei, fängt schon au gexechtfertigt zu werden. Der. König hat auf den Vorschlag. des Herzogs von Aumale die Zurückschickung zweier Regimenter In⸗ fanterie und eines Regiments Kavallerie nach Frankreich anbefohlen. Dies wären etwa 4500 Mann, um welche die französische Armee in Afrika vorläufig vermindert würde, allerdings eine sehr unbedeutende Zahl. Aber es läßt sich begreifen, daß man nicht mit einem Schlage, sondern nur allmälig eine so wichtige Maßregel, wie die fragliche, durchführen kann. Denn ist auch Abd el Kader entfernt, so muß doch, besonders in der ersten Zeit, noch mit Vorsicht gehandelt werden, um nicht falschen Berechnungen sich hinzugeben, die möglicherweise auch jetzt noch zu bitteren Enttäuschungen führen könnten. 8

Sroßbritanien und Irland. London, 8. Jan. Die Kommission für Verminderung der

wurde (S. 17).“ Letzteres wohl nicht ganz genau; denn wenigstens jene Basilika des Konstantin in Rom war ja auch später in eine Kirche verwan⸗ delt, freilich mit einer Umänderung der Form, nach welcher sie kaum noch 8— christliche Basilika heißen konnte; indem Tribüne nnd Eingang an die angseiten verlegt wurden.

9Wenn Professor Urlichs noch in den eigenen Worten des Vitruv in der Beschreibung seiner Basilika zu Fano, auf welche Dr. Ze⸗ stermann hauptsächlich seine Beweisführung stützt, mit einer vollkommen schlagenden Deduction (S. 19 ff.) die ausdrückliche Bezeichnung der Apsis als eines nothwendigen Theiles des Gesammtbaues aufweist, so wird man wohl anerkennen müssen, daß er den alten Basiliken die Apsis mit Fug und Recht vindizirt und ihnen damit ihre alte schöne und angemessene Form wiedergegeben habe, in der allein man den großen und praktischen Sinn der Alten erkennt. Denn die Basilika war zwar, wie auch Prof. Urlichs zugiebt, nicht ursprünglich Gerichtssaal, sondern ein beguemer Raum für Handel und Wandel, wie die großen bedeckten Marktplätze Londons (eine Einrichtung, von der man sich wundern muß, sie noch nicht unter uns nachgeahmt zu sehen); aber die Verbindung des Raumes für Rechtspflege mit diesen Marktplätzen war ihr von Anfang; ohne die Apsis für das Tri⸗ bunal der Richter aber wäre es nicht eine Verbindung, sondern eine Ver⸗ wirrung gewesen, welche die Alten wohl auf dem Forum dulden konnten, weil sie mußten, welche aber bei der Anlage eigener Gebäude zur Ergän⸗ zung des Forums nicht zu beseitigen, ihrem praktischen Sinne recht eigent⸗ lich widersprochen hätte. Und so rechtfertigt sich, was auch im Einzelnen der Verbesserung bedürfe, im Ganzen die Ansicht Bunsen's von der histo⸗ rischen Entwickelung des Basiliken⸗Zaues und seiner Uebertragung auf den christlichen Kirchenbau vollkommen, und wir dürfen denn auch wohl unseren neuen Dombau als eine echte Vasilika in ihrer wesentlichen Form begrü⸗ ßen, die sich den großartigsten Mustern der alten Zeit würdig anschließen wird. F 8 E111“ a b c.

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Das Dorf Marsleben.

In dem aus der Magdb. Ztg. entlehnten und in Nr. 2 der Allg. Preuß. Zeg. unter der Ueberschnft Papst Clemens“ mit etheilten Artikel wird die Frage aufgeworfen, ob ein Dor Marsleben bei 8 edli

legen habe? In Bezug auf diese Frage giebt der Pastor Friese in der M agdb. Ztg. vom 8. Januar nachstehende Austunft: Die in dem be⸗ zeichneten Aufsatze gestellte Frage: „Hat nun einst ein Dorf Marsleben bei Quedlinburg gelegen?“ erledigt sich durch folgende Stelle aus des ver⸗

„Geschichte des vormaligen Reichsstifts und der Stadt Quedlinburg. ister Theil. Quedlinburg, 1828.“ Seite 361 ff.: b) Entferntere Umgebungen: 1) Marsleben. „Dieses Dorf lag am B ache, der von ihm den Namen führt, diesseits des Steinholzes, und man sieht noch einzelne Steinhaufen, die diesem Dorfe zugehörten. Merseleben, Marsleben sind die Na⸗

leue). Sowohl das Stift (Quedlinburg), als auch die Klöster St. Wiperti und Marien, besaßen mehrere Gehöfte im Dorfe und Aecker in der mars⸗ lebischen Feldflur. Am Bache lag eine Mühle und im Dorfe selbst nicht unbedeutende Ackergüter. Es hatte seine Kirche und seine Pfarrer. Diese Kirche war dem Apostel Petrus geweiht und lag an der Höhe näher den Steinbrüchen zu, wo auch ihr Kirchhof besindlich war. Im 13ten Jahr⸗ hundert war Otto Pfarrer dieser Kirche, und im Jahre 1361 kommt Rey⸗ ner, der zugleich Mitglied des Konvents zu St. Wiperti war, als solcher vor. Des Pfarrguts zu Marsleben wird in einer Urkunde vom Jahre 1414 gedacht und dasselbe von aller Zehnebarkeit ausgenommen. Die Gra⸗ fen von Regenstein hatten Güter im Dorfe, welche Proende (Präbende) ge⸗ nannt wurden; auch die Kalandsbrüder besaßen Aecker in der marslebischen Flur. Das Dorf bestand bis ganz an das Ende des 14ten Jahrhun⸗ derts; noch im Jahre 1351 kauft der Pfarrer zu Aegidit einen Hof in dem Dorfe, und noch im Jahre 1380 und 1386 ist von dem Dorfe Marsleben, als noch vorhanden, die Rede. Aber schon im Jahre 1399 wurde geklagt, daß Dorf und Kirche wüste liege und jenes so von allen Einwohnern entblößt sei, daß das Wiperti⸗Kloster seine daselbst liegenden Güter durch Bewohner andexer Dörfer müsse besorgen und bearbeiten lassen. Und an einem ande⸗ ren Orte heißt es, daß schon im Jahre 1401 die Dorsstätten so verödet seien, daß man kaum noch die Spur von menschlichen Wohnungen daselbst erkennen könne. Nach und nach verfielen diese Wohnungen immer mehr. Die Ursachen dieser Veränderung waren, wie in den angezogenen Urkunden

dl nburg ge⸗

angegeben wird, die dauernden Verwüstungen durch Kriege, Pest, Räube⸗ reien und Brand und ander inglücksfälle; die Einwohner dieses Dorfes

„v. 1 4

dienstvollen vormaligen Superintendenten und Ober⸗Predigers Dr. Fritsch

men, unter welchen es stets vorkommt (in alter Schrift: Marsleve, Mars⸗

sollen stch mehrentheils in der Gegend der Altstadt Quedlinburg angesiedelt haben, welche noch jetzt der Marslinger (gesprochen Marschlinger) oder Marsleber Hof heißt. Mehrere haben sich aber auch wohl in anderen Dör⸗ fern wieder angebaut, da das Dorf Marsleben kein unbedeutendes Dorf gewesen ist. Ihm im Norden lag das Steinholz mit den Steinbrüchen und der Warte oder Burg, die mit Mauern und Gräben umgeben gewe⸗ sen zu sein scheint, wovon die Spuren noch sichtbar genug sind. Der letz⸗ teren wird indessen in keiner Urkunde gedacht; aber die Aebtissin Anna von Plauen belieh im Jahre 1448 den Magistrat zu Quedlinburg mit . Steinberge, den Steinkuhlen und dem Holze zu Werletene, bee schon sruher von Cord Wolf von Derenburg, welcher solche von der 8 tissin zu Lehn gehabt, damit wieder beliehen war, und so ist es 89 Mag strats Hände gekommen, in welchen es sich noch befindet. Den 2 amen Stein⸗ holz (unter welchem es Kennern der quedlinburger und ee Gegend bekannt und lieb ist) hat es unstreitig Fe de hg.n. 8 Die Hauptsteingrube, welche noch jetzt gangbar ist und 1 ubes Kirche zu Mars⸗ eben lag, führte den Namen St. Peters Steingri. 88 8 .

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Das Wörterbuch der Crusca.

F bezember. Bekanntlich ist seit längerer Zeit die Akademie der Flegeng, e Umarbeitung ihres Vokabulars beschäftigt, welches, wenngleich vielfach und heftig angefochten, für Italien dieselbe Bedeutung hat, wie in Frankreich bas Dictionnaire 48 l'Académie. In den Jahren 1729 bis 1738 erschien die letzte, vierte, Ausgabe, welche bis jetzt sowohl die gesetzgebende Autorität bildet, wie sie die Grundlage aller späteren Vo⸗ kabularien ist, welche entweder den Text der Crusca mit Zusätzen und Verbesserungen oder ein Kompendium desselben geben, darunter die nea⸗ politanische Ausgabe von 1740, die bologneser von 1820, die Cesari⸗ sche, Albertische, Vanzonsche, Cardinalische, Manuzzische und andere, denen das große Tramatersche Wörterbuch, zu Neapel in den Jahren 1829 und folgend erschienen und seitdem mehrfach mit Verbesserungen aufgelegt, unter anderen sich anreihen. Daß der Sprachschatz sich seit der ersten Hälfte des vorigen dIIS. unendlich gemehrt und auch die

Kenntniß jener Schriftst

bittelalters, welche als Autoritäten be⸗-

Staatsschuld macht bekannt,

erste Todes⸗Urtheil gesprochen worden. schen von 26 Jahren, erschossen hatte, Fast allen vor die Assisen gebrachten Kri⸗

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in Pacht gehabt hatte. minalfällen liegen ähnliche Motive zum Grunde. des Landes im Allgemeinen betrifft, so melden len Orten. Sir Charles Coote,

und früher Parlaments⸗Mitglied fie

zu verlassen. Er soll die Absicht haben,

Absentees, welche das Geld aus dem Lande ziehen, anschwellen.

John O'Connell Journal ein Schreiben erlassen, daß der Erzbischof von Tuam Grafen zu antworten. „Wer“, Shrewsbury zum Censor unserer Hierarchie gemacht?

ist darüber entrüstet und hat

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wird) verleumdet worden sei.

in der Kapelle von Strokestown mit aller Energie,

die entsetzlichen Folgen des Mordes und der Rachsucht. den Leuten, daß alle Rache Gott gehöre. Ergebung in den göttlichen Willen.

)

benen Verbrechen verdächtig machen könnte u. s. w. Warum sollte ich also über einen unschuldigen Priester eine Untersuchung verhän⸗ gen?“ Auf den Vorwurf, daß die irländischen Prälaten keine Hir⸗ tenbriefe erlassen hätten, um das Landvolk von Verbrechen abzumah⸗ nen, antwortet er: „Die irländischen Bischöfe müssen am besten be⸗ urtheilen können, zu welcher Zeit es am klügsten ist, öffentliche Hir⸗ tenbriefe zu erlassen.“

Ueber den Schiffbruch der Dampf⸗Fregatte „Avenger“ im Mit⸗ elländischen Meere fehlen noch weitere Nachrichten. Einige offizielle Schreiben, welche die Anzeige von dem Unfall enthalten, und von der Admiralität veröffentlicht werden, melden nur das Bekannte. Der dritte Lieutenant des Schiffes, Herr Rooke, welcher auf einem Boote mit drei Mann in Tunis angekommen ist, nachdem er auf seiner Ueberfahrt nach dem Festlande noch vier Mann verloren hatte, macht dem Contre⸗Admiral Lucius Curtis und dieser dem Vice⸗Admiral und Befehlshaber der Flotten⸗Station, Sir William Parker, die Anzeige, daß der „Avenger“ auf einem Korallen⸗ Riff zwischen der Insel Galita und dem afrikanischen Meilen von jener entfernt, zum Wrack geworden sei, so daß der Capitain sogleich das Aussetzen der Böte befahl.

des der Oriental⸗Steam⸗Company gehörenden Dampfschiffes „Pa⸗ scha“ und des französischen Kriegs⸗Dampfschiffes „Lavoisier“ die Stelle, wo das Unglück geschehen ist, untersucht und eine solche Menge von Schiffstrümmern gefunden haben, daß kein Zweifel über die gänzliche Vernichtung des Schiffes mehr übrig bleibt. In Be⸗ treff der Mannschaft bleibt nur noch die Hoffnung, daß es ihr ge⸗ lungen ist, die Nordküste der Insel Galita zu erreichen, welche zu durchsuchen der „Lavoisier“ unternommen hat. Unter den Lieutenants des Schiffes befand sich auch ein Sohn des bekannten Capitain Mar⸗ ryatt. Wie der „Avenger“ so weit aus seinem Course verschlagen werden konnte, um auf dem Sorelli zu stranden, weiß man sich nicht zu erklären. Er soll von dem Capitain des „Pascha“ gewarnt wor⸗ den sein.

In Folge des Fallissements der frankfurter Häuser haben hier die Herren Heilbut, Ruben und Comp. ihre Zahlungen eingestellt. Die Passiva sind unbedeutend.

Ein westindisches Haus soll nach längerer Unterhandlung von der Bank von England einen Geldvorschuß erhalten haben.

In Glasgow sind ein paar Häuser durch die Zahlungs⸗Einstel⸗ lung von Cotesworth, Powell und Pryor in Verlegenheit gebracht. So meldete gestern der Globe. Heute geht die Nachricht ein, daß fünf Häuser dort ihre Zahlungen eingestellt haben, darunter J. An⸗ derson und Comp. mit 170,000 Pfd. St.

Der Betrag der Staats⸗Einnahme im vorigen Jahre ist im gestrigen Blatte nicht richtig angegeben worden; er beläuft sich auf 48,397,566 Pfd. St.

daß sie im nächsten Vierteljahre keine Ankäufe von Staatspapieren für den sinkenden Fonds machen werde.

Von den Spezial⸗Assisen in Limerick ist bereits am 5ten das Es traf einen jungen Men⸗ der einen seiner Nachbarn bei kaltem Blute weil von diesem zwei Jahre vorher ein Grundstück in Pacht genommen worden war, welches früher des Mörders Vater

Was den Zustand auch die neuesten Berichte aus Dublin noch immer Gewaltthaten und Unruhen an vie⸗ ein sehr bedeutender Grundbesitzer ir die Queens⸗County, der mehr⸗ fach von Drohbriefen heimgesucht worden war, hat es für zweckmäßig gehalten, diesen Drohungen aus dem Wege zu gehen und das Land sich nach Italien zu bege⸗ ben; ohne Zweifel werden Andere seinem Beispiele bald folgen und, für ihre Personen nicht ohne rechtfertigende Gründe, die Liste der Das er vähnte öffentliche Schreiben des Grafen Shrewsbury an den Erz⸗ bischof von Tuam hat in Irland eine große Wirkung hervorgebracht. an Freeman's worin er den Wunsch ausspricht, sich nicht „herablassen“ möge, dem ruft er aus, „hat den Grafen Welches Recht hat er, seine Oberen (his superiors) zur Rechenschaft zu ziehen?“ Dagegen veröffentlicht der Bischof von Elphin ein Schreiben an den Grafen, worin er versichert, daß der Pater Mac Dermott (der be⸗ kanntlich als Anstifter der Ermordung des Major Mahon bezeichnet Er sagt unter Anderem: „Drei oder vier Wochen vor dem schrecklichen Morde des Major Mahon schilderte ich die in mir ist,

Ich erklärte Ich predigte Geduld und Darauf besuchte ich Strokestown wieder nach dem Mord und konnte nicht das Geringste in Erfahrung bringen, was dem ehrwürdigen Vater Mac Dermott der ihm zugeschrie⸗

rikan Festlande, 10 bis 12 gescheitert und hier in wenigen Minuten

¹. Ob die aus 270 Personen bestehende Mannschaft gerettet ist, weiß man noch nicht, hat aber wenig Hoffnung, da Böte

75 Man hat über Havre mit dem Paketschiff „Zürich“ Nachrichten aus New⸗York vom 19. Dezember erhalten. Vom Kriegsschau⸗ platze wird nichts Neues gemeldet. Eben so wenig bieten die Kon⸗ greß⸗Verhandlungen Stoff zu Mittheilungen von Interesse. Der Präsident hatte eine neue, unendlich lange Botschaft an den Kongreß erlassen, in welcher er sein gegen die Fluß⸗ und Hafen⸗Bill der vo⸗ rigen Session ausgesprochenes Veto zu begründen sucht. Nach dem New⸗York Herald liegen bereits drei Vorschläge, welche sich auf den Hauptgegenstand der diesjährigen Debatte, den mexi⸗ kanischen Krieg, beziehen, dem Kongresse vor. Einer rührt von Herrn Calhoun, der andere von Herrn Dickinson, Beide Mitglieder des Senates, der dritte von Herrn Holmes, einem Mitgliede des Repräsentantenhauses, her. Herr Calhoun will, daß die Vereinigten Staaten das ganze jenseits des Rio Grande belegene mexikanische Gebiet und auch Californien räumen; Herrn Holme's Vorschlag stimmt im Wesentlichen damit überein. Herr Dickinson dagegen ver⸗ langt die Gebietsabtretung, welche der Präsident in seiner Botschaft bevorwortet, will aber die sogenannte Wilmot⸗Klausel (in Betreff der Sklaverei) aufgehoben wissen. Ohne Zweifel werden Vorschläge in dieser Angelegenheit noch zu Dutzenden vorgebracht werden.

Nach Berichten aus Port au Prince vom 25. November war dert eine außerordentliche Session der Legislatur eröffnet und der⸗ selben eine Mittheilung über den mit Frankreich abgeschlossenen neue⸗ sten Vertrag wegen Entschädigung der ehemaligen französischen Pflan⸗ zer auf San Domingo gemacht worden.

Niederlande.

Aus dem Haag, 7. Jan. (Westf. Merk.) Von Refor⸗ men, von Abänderungen an der Verfassung ist nicht mehr die Rede. Die Minister haben sich vorgestern, zum erstenmale seit der Umänderung des Kabinets, versammelt und vor Allem die Vertagung der zwei⸗ ten Kammer beschlossen, welche nun wahrscheinlich erst Ende Januar oder Anfangs Februar zusammentreten wird.

Dänemar k. Kopenhagen, 8. Jan. Die Berl. Ztg. theilt vorläufig

die Recapitulation der für das Jahr 1848 veranschlagten Einnahmen und Ausgaben mit, wonach erstere zu 16,709,285 Rbthlr. (12,526,964 preuß. Rthlr.) und letztere zu 16,686,502 Rbthlr. angenommen wor⸗ den sind. Der Ueberschuß kann also zu 22,783 Rbthlr. oder in run⸗ der Summe zu 22,800 Rbthlr. angenommen werden.

Aus der Rechnungs⸗Ablage vom Jahre 1846 ergeben sih in den Einnahmen, gegen das Budget gerechnet, vornehmlich nachstehende Mehrerträge:

An Domainen⸗Einnahmen im Königreich und in den Herzogthü⸗ mern; 104,948 Rbthlr., an direkten Steuern in beiden: 156,670 Rbthlr., an indirekten Steuern: 1,094,932 Rbthlr., an Ueberschuß der Post⸗Einnahmen: 59,818 Rbthlr., an Ueberschuß von Lauenburg: 57,146 Rbthlr. und an verschiedenen Einnahmen: 285,671 Rbthlr. Hierzu kommen noch 844,509 Rbthlr. an Ertrag der an die britisch⸗ostindische Compagnie abgetretenen Ländereien in Ostindien, nach Abzug der in 1846 beim Verkauf derselben, so wie für die Ausrüstung der Expedition nach Ost⸗ indien stattgefundenen Kosten, betragend 280,430 Rbthlr. Dagegen hat der Sundzoll 28,850 Rbthlr. weniger als der Voranschlag im Budget einge⸗ bracht, auch ergiebt die Einnahme der dänisch⸗westindischen Inseln gegen das Budget ein Minus von 82,073 Rbthlr. Im Ganzen uͤbersteigt die Einnahme (18,502,961 Rbthlr.) den Voranschlag im Budget (16,008,440 Rbthlr.) um beinahe 2 ½ Millionen Rbthlr. Die Ausgaben weichen im Ganzen von den im Budget veranschlagten Beträgen nicht be⸗ deutend ab, und wenn dennoch die Total⸗Summe der Aus⸗ gaben die im Budget veranschlagte um beinahe 2 Mill. übersteigt, so liegt dieses in dem größeren Abtrage (beinahe 1,300,000 Rbthlr. mehr als im Budget angenommen) auf die Staatsschuld (der sämmtliche Ertrag der ost⸗ indischen Besitzungen ist dazu verwandt worden) in den Vorschüssen auf Ap⸗ panagen, Gagen, Pensionen, öffentlichen Arbeiten und dergl., in geleisteten Vorschüssen (219,971 Rbthlr.) und in der Erwerbung von Aktiven (380,596 Rböthlr. an Betrag), deren Ertrag sich von 421,000 Rbthlr. im Jahre 1835 auf 582,000 Rbthlr. im Jahre 1846 gehoben hat. Die Staatsschuld be⸗ trug am 1. Januar 1847: 106,314,320 Rbthlr., und wahrscheinlich am 1. Januar 1848 etwa 105 Millionen, also 25 Mill. weniger als am 1sten Januar 1835. Natürlicherweise haben sich auch die Zinsen verhältnißmä⸗ ßig vermindert; sie betrugen im Jahr 1835: 4,800,000 Rbthlr. und im Jahr 1846: 3,962,000 Rbthlr., im vorigen Jahre also wohl nur 3,900,000 Rbthlr., folglich 900,000 Röthlr. weniger als vor zwölf Jahren. Eine be⸗ deutende Zunahme in der Einnahme zeigt die Stempelgebühr, das Königreich in sechs Jahren um 150,000 Rbthlr. gestiegen (1840: 282,000 Rbthlr., 1846: 432,858 Rbthlr.)

Die Korvette „Valkyrien“, kommandirt vom Capitain und Ritter Secher, ist heute Mittag, vom Dampfschiffe „Hertha“ bugsirt, nach ihrer Bestimmung, der Küste von Guinea und den nikobarischen In⸗ seln, abgegangen.

Nach den heute hier eingegangenen Berichten hat gestern der Eis⸗Transport über den großen Belt seinen Anfang genommen, und da sowohl süd⸗ als nordwärts ziemlich viel Eis wahrgenommen wurde und dieses bei dem beständigen Frost von 6 bis 85 an Stärke zu⸗ nimmt, so ist es wahrscheinlich, daß der Eis⸗Transport von einiger Dauer sein wird. Die Häfen von Korsor und Nyborg sind vom Eise gesperrt, dagegen konnte Slipshavn gestern noch befahren werden.

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a. ichit Hhcn tais 2c 1—2 SSotr S hc 68 Schweiz.

Kanton Bern. Der Ober⸗Kommandant Dufour hat an die noch im eidgenössischen Dienste stehenden Truppen folgenden Tages⸗ befehl erlassen: „Es ist dem Ober Befehlshaber nicht unbekaunt, wie sehr die Truppen, welche noch unter den Waffen stehen, die Rück⸗ kehr in ihre Heimat wünschen, und er wird sein Möglichstes thun, um eine baldige Entlassung zu erwirken. Verschiedene Gründe ver⸗ hindern, daß dieses sogleich geschehe; sobald aber diese Hindernisse gehoben sein werden, was nicht mehr lange anstehen kann, wird er damit nicht säumen und die Verminderung stufenweise vornehmen. Der Ober⸗Befehlshaber ladet daher alle Corps ein, sich in Geduld zu fassen und in dem tadellosen Betragen zu verharren, welches sie bis jetzt beobachteten; in kurzem werden Alle ihren Familien zurück⸗ gegeben sein und dort die Ruhe finden, nach welcher sie sich sehnen und die sie verdient haben; die besten Wünsche ihrer Führer und der Dank des Vaterlandes werden sie dorthin begleiten.“

Wie die Berner Zeitung versichert, sollen einige einflußreiche Tagsatzungs⸗Gesandte darum angegangen worden sein, dem abgetre⸗ tenen eidgenössischen Kanzler Amrhyn diese Stelle wieder zuzuwenden. Die Berner Ztg. spricht sich aber dagegen aus.

(O. P. A. Z.) Nach einer politischen Windstille von 14 Ta⸗ gen wird sich jetzt wieder ein regeres Leben hier entfalten, da die Tagsaͤtzungs⸗Gesandten, welche die Feiertage zu Hause zugebracht haben, theils wieder hier angelangt sind, oder heute und morgen (den 8. und 9. Januar) eintreffen werden. Zu den interessantesten Gästen gehört auch der Kanzler des Klosters St. Urban, welcher seit einigen Tagen hier ist und im „Bären“ wohnt. Derselbe hat die von dem Kloster begehrten Summen zu den Kriegskosten, 200,000 Schw. Fr., mitgebracht und abgeliefert. In den Kantonen Wallis und Freibu g protestiren die Bischöfe egen die Angriffe auf die geistlichen Güter, und der Bischof zu Freiburg hat sogar auf einen Bannfluch hingedeutet. Ein Zusammenstoß der weltlichen Gewalt mit der geistlichen ist mehr als wahrscheinlich. Es werden deshalb Anträge an die Tagsatzung gebracht werden, und dieser steht die Lö⸗ sung einer Aufgabe zu, die nichts weniger als leicht sein wird. Man ist sehr gespannt, welche Vorschläge von der Kommission und von den einzelnen Gesandten in Betreff der Bundes⸗Revision ausgehen werden. Ochsenbein ist noch immer krank und wird schwerlich den ersten Sitzungen präsidiren können. Auch der Große Rath von Bern

versammelt sich nächsten Montag.

(Schw. M.) Die Tagsatzung wird zu allernächst mit der Frage

über die Fortdauer der eidgenössischen Besatzung der Sonderbunds⸗ Kantone sich beschäftigen. kleinen Kantonen am schnellsten den ihnen obliegenden Geldverbind⸗ lichkeiten nachgekommen, während bis auf diese Stunde die größeren und reicheren Sonderbunds⸗Stände immer noch in starkem Rückstande

Aller Wahrscheinlichkeit entgegen sind die

sich befinden. Wenn daher dieselben dem Tagsatzungs⸗Beschlusse zu⸗ folge so lange militairisch besetzt bleiben sollen, bis sie den an sie gestellten Forderungen vollständig Genüge geleistet haben, so müßte noch ein beträchtlicher Zeitraum vergehen, bevor die eidgenössischen Trupper aus ihnen zurückgezogen würden. Die Gesandtschaften von Lu⸗ zern, Freiburg und Wallis werden deshalb an die Tagsatzung die dringende Bitte stellen, daß nicht nur die Besetzung ihrer Kantone möglichst bald aufhöre, sondern auch Nachsicht gegen sie in Betreff der von ihnen zu zahlenden Kriegssteuer geübt werden möge. Ob⸗ gleich einige Stimmen, auch Genf, zu Gunsten eines solchen milden Verfahrens im Schoße der Tagsatzung selbst sich vernehmen lassen werden, so ist doch wenig Hoffnung vorhanden, daß dieselben Gehör finden. Das jetzige Kapital der eidgenössischen Kriegs⸗ kasse, aus dessen Zinsen bis jetzt die Auslagen für die thuner Militairschule und andere eidgenössische, das Wehr wesen betreffende Anstalten bestritten worden sind, die sich auf 120,000 Schweizerfranken belaufen, will man nicht vermindert sehen. Und diese finanzielle Rücksicht möchte einen der Hauptgründe 8 abgeben, weshalb die Tagsatzung auf der Bezahlung der Kriegs⸗ kosten beharren wird.

(Irkf. J.) Der Vorort hat die Kriegskosten, welche die Son⸗ derbunds⸗Kantone zu leisten haben, zum Zwecke ihrer vorläufigen

Deckung durch Geld und Titeln von Seiten dieser Kantone, auf 5 ½ Millionen berechnet, unvorgegriffen nehmigenden Schlußrechnung.

der von der Tagsatzung zu ge⸗ Nebst Unterwalden hat nun auch Üri

seinen Antheil gedeckt, indem ein solides Banquierhaus in Basel an seiner Statt die Zahlung übernommen. hierauf die Vollmacht zugegangen, die Truppen in diesem Kantone gänzlich zu entlassen.

Den Revpräsentanten ist

(K. Z.) Wie es heißt, hat Herr Canning den freundschaftlichen

Rath ertheilt, die Tagsatzung möge auf Antrag ihres Vorsitzenden die feierliche Erklärung abgeben, Durchsicht die Grundlagen des Vertrages von 1815 eine Schmälerung erleiden sollen und man die Kantonal⸗Souveraine⸗ tät durchaus nicht zu beschränken beabsichtige. sich geneigt gezeigt, diesem Wunsche zu willfahren, allein mehrere seiner Amtsgenossen wird indessen bei Kollektiv⸗Note der Großmächte,

daß bei der vorzunehmenden Bundes⸗ auf keinen Fall

Herr Ochsenbein hatte legten Verwahrung dagegen ein. Die Sache

der Tagsatzung zur Sprache kommen, zumal eine mit Ausnahme von England und

Rußland, erwartet wird.

trachtet werden (Testi di lingua), wesentliche Fortschritte gemacht hat, ist Jedem klar, und so wurde denn die Nachricht, daß die berühmte Aka⸗ demie, neuerlich fester konstituirt und durch die Regierung mit nicht unbe⸗ deutenden Mitteln versehen, ernstlich an die Herausgabe der vervollständig⸗ ten und verbesserten Arbeit denke, in ganz Italien mit Freude vernommen. Daß diese Arbeit nicht die Sache weniger Jahre sein würde, sagten sich Alle und ergaben sich in das Unvermeidliche; der Vorgang aber der franzö⸗ sischen Akademie und die Betrachtung, daß man damals, als die letzte Aus⸗ gabe gedruckt ward, in einem Decennium fertig geworden, während die Re⸗ daction auf den Schultern dreier Männer, A. M. Salvini's, G. Bottari's und R. A. Martini's, hauptsächlich aber des Dritten, des Wenigstbekannten von ihnen, ruhte dieser Vorgang und diese Betrachtung schienen zur Erwartung berechtigen zu duͤrfen, daß das Werk möglichst ge⸗ fördert werden würde. Seit Ende Augusts 1842 aber, in welchem das erste Heft zu drucken begonnen ward, bis zum September 1845 sind drei Hefte erschienen, welche auf 240 Seiten bis zum Wort accivire gehen; seitdem stockte die Fortsetzung bis zur Publication des vier⸗ ten Heftes im verflossenen August. Die Piaͤttische Buchhandlung zu Flo⸗ renz hatte Druck und Debit für die Akademie übernommen; es kam aber zu mannigfachen Mißverständnissen, welche am Ende den Kontrakt rückgän⸗ gig werden ließen und den Geschäftsführer der Handlung, G. Ajazzi, welcher der literarischen Welt durch verschiedene Publicationen vortheilhaft bekannt ist, zu einer Darlegung des ganzen Verhältnisses veranlaßten, womit wahr⸗ scheinlich ein neuer Federkrieg eröffnet ist. Die merkantilische Seite der Angelegenheit hat fuͤr Nichtbetheiligte nicht das eringste Interesse; von von dem scharfen, herben, anklagenden Ton, in welchem, nach herkömmlicher schlimmer Sitte der literarischen Polemik, namentlich in Italien, die Schrift abgefaßt ist, will ich auch nicht reden, sondern nur auf die Resultate der Berechnung von Kosten, Umfang, Zeitraum des Erscheinens des Vokabulars aufmerksam machen eine Berechnung, die man zwar so nicht hinnehmen darf, wie Herr Ajazzi sie anstellt, da der Grund, wenngleich anscheinend positiv, doch nur hypothe⸗ tisch ist, die aber, da man ihr eine gewisse Plausibilität nicht absprechen

kann, doch als eine Art Unikum hier mitgetheilt werden mag. Herr Ajazzi berechnet folgendermaßen: 33 Seiten der vierten Ausgabe sind in der neuen

168 geworden, man kann also statt der 3894 Seiten der erstgenannten im

van Mcxe:

Durchschnitt 20,000 Seiten annehmen oder 20 Folio⸗Bände. Diese wür⸗ den in 250 Hefte getheilt werden, zu deren Erscheinen nach dem bisherigen Verhältniß etwa 270 Jahre erforderlich sein dürften, und welche nicht we⸗ niger als 2,365,720 Lire (zu 6 ¼ Neugroschen) Herstellungs⸗Kosten in An⸗ spruch nehmen würden, wovon 1,224,720 Lire Honorar für die drei Akademiker, welche die permanente Deputation für den Druck bilden. Nach Verkauf der 1500 Eremplare des Werks bleibt dann ein Verlust von 678,220 Lire. Wie gesagt, eine solche Berechnung ist hypothetisch, indem auf die Schwierigkeiten und den Zeitverlust, welche beim Beginn unvermeidlich sind, hier nicht die mindeste Rücksicht genommen ist, und Zeit und Kosten in dem Maße, wie man fort⸗ schreitet, sich verkürzen werden; aber das von der Akademie bisher befolgte Sypstem, wie der Verfasser der Schrift es mit Bezeichnung der Art der Einlieferung des Manustripts, der Korrelturen u. s. w. darstellt, scheint ein so fehlerhaftes und so zeit⸗ wie geldraubendes, daß man wohl erwarten darf, diese gelehrte Genossenschaft werde die Sache in reife Ueberlegung ziehen. Auf solche Weise würde die Ajazzische Broschüre, so wenig man auch deren Ton billigen kann, doch Gutes stiften. Die Akademie der Cr ecv hat eine Menge gelehrter und ausgezeichneter Mitglieder: Gino Capponi, G. B. Niccolini, Fr. del Furia, V. Antinori, V. Nannucci u. m. A. gehören zu ihnen, und von der Arbeit selbst ist nur Tüchtiges zu erwarten. Aber, wie so oft bei gelehrten Vereinen, an praktischem Geschick, an geschäftlicher Gewandtheit scheint es zu fehlen, und dann müssen sich natürlich der Förderung eines so riesigen Werkes, wie das Vokabular ist, Hindernisse auf Hindernisse in den Weg stellen. Man hatte durch die im Jahre 1843 bestimmte Geschäfts⸗ Ordnung, welche eine täglich sich versammelnde Deputation von drei Aka⸗ demikern zum Behuf des Drucks des Wörterbuchs ins Leben rief, diesen Schwierigkeiten abzuhelfen gesucht; aber der Erfolg ist, wie es scheint, ein sehr unvollkommener gewesen, und man wird die Sache mit größerer Energie angreifen müssen. Man muß sich übrigens nicht darüber wundern, daß so viel zu thun bleibt. Während eines Jahrhunderts hat die Akademie, welche, bekanntlich vom Großherzog Leopold 1. aufgehoben, in der französischen

Sichtung, Klassiftzirung des Materials Definirung der Worte, hat erst neuerdings begonnen. An Gründlichkeit wird das neue Wörterbuch gewiß alles Aehnliche übertreffen; aber selbst im

Zeit wiederhergestellt, erst neuerdings aber vollständiger konstituirt ward, nur par⸗ tielle Arbeiten unternommen, welche theils in einzelnen Vorlesungen, theils in Ver⸗ gleichung der als klassisch anerkannten Autoren und Excerpiren von Redensarten und Beispielen (spogli) bestanden. Das Gros der Arbeit, die Vervollständigung,

mDCTAHA⸗,

und die planmäßig fortschreitende

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besten Fall können Zeit und Umfang nur Besorgniß und Zweifel erregen, und es fragt sich, ob eine weise Beschränkung, wie die französische Akademie sie sich auferlegt hat, Italiener an lexikographischen Arbeiten nimmt unterdeß nicht ab, und neben Werken Dizionario dei Sinonimi, Gherardini's Voci e maniere di dire ltaliane u. a. vortheilhaft bekannt, von speziellen Vokabularien nicht zu reden,

nicht rathsamer gewesen wäre. Das Interesse der

über Provinzial⸗Dialekte machen sich andere, wie Tommaséo’s von welchem die fünfte Auflage vergriffen ist,

zu denen Mazzoni⸗Toselli's zionario Gallo-Italico und Nannucci's Voci e lezioni Iialiane derivate

dalla lingua Provenzale gehören. Es ist natürlich, daß mit jedem Tage Forschung und Stoff sich mehren und ausbreiten.

Zur italienischen Literatur. In den schätzbaren Berichten über die Literatur Dante's, welche Herr

Legations⸗Rath von Reumont zu Florenz im Dezember 1847 für seine dentschen Landsleute niedergeschrieben hat, und die uns in Nr. 6 und 8 der Allg. Pr. Ztg. so eben bekannt geworden sind, ist auch in Nr. 8 die leipziger Inschrift auf den Landgrafen (besser: Markgrafen) Diezmann von Meißen erwähnt worden. 1 si 1 Verf

als solche erst durch Carlo Promis im Jahre 1846 den Italienern bekannt gemacht. Zur Vollständigkeit der Angaben wollen wir noch bemerken, daß diese in der Paulliner⸗Kirche (nicht Pauls⸗Kirche) zu Leipzig befindliche In schrift nach den früheren Bearbeitern, Fabricius, Tentzel, 8 zuletzt der Gegenstand eines Schul⸗Programms der leipziger Nikolaischule von dem damaligen Konrektor, jetzigen Rektor, Dr. Nobbe, zu Ostern 1823 geworden ist. Der Text ist mit dem in Promis' Aufsatz bis auf unbedeu- tendere Abweichungen ganz übereinstimmend, Herr Nobbe aber war damals der Ansicht, daß aus inneren und der Bildsäule nicht von Dante's Aligerius und überhaupt nicht schon im 14ten Jahrhundert geschrieben worden sei. Eine weitere Prüfung gehört nicht hierher. J. 1b

Denn sie ist gleichfalls ein Werf Dante's und

Mencken u. A.,

äußeren Gründen das Epigramm unter