e Stille, vereint mit überwiegender sere Inhaber von Weizen flauer was aber ·22 52 je C ion, selbst zu gedrückten Preisen, sehr üEr 21 ,Sahe. Blenn 129 9 * Weizen blieb zu 66 JLagge: g 2 60 — 64 Rthlr. nach Gewicht und Güte erlassen. — v. te igenber angeboten, mußte neuerdings weichen. Vom 28 8878epsp. zu 44 und 5 Rthlr. willig zu —— in wv — * eine kleine Parlie 91./92pfd. sogar zu 45 Rthlr. ver auft. i 8 b- 4— Ladungen 83/84pfd. sind dieser Tage zu 42⁄ Rthlr. unter noch besonberen Zugeständnissen begeben. Gevorrfer int auf 6 Rthlr. men. Auf Fruͤhjahrslieferung machte sich der Rückgang esonders g8n * b da bei zunehmenden Anerbietungen seit acht Tagen L um 2 Rthlr. ca. heruntergehen mußten. 8 ist Meyreres zu 43 Rthlr. pr. 82 fd. ge⸗ blieb so mit Abgebern. v““ .“ ohne Umsatz in loco 41 — 42 Rthlr., pr. Frühj. 74 /75 pfd. Rtlhr. geboten.
for ur 40 L 42 Rthlr. gefordert und nur 40 Rtl 8 Hafer wird in loco zu 27 — 28 Rthlr. angeboten; pr. Frühj. 48pfd. zu
Rthlr. begeben, 50pfd. 27 Rthlr. gefordert. 8 Erbsen, Kochwaare 48— 50 Rthlr., Futterwaare 48 — 46 Rthlr. Kleesaat blieb ohne Geschäftsumgang. Die Forderungen sind für rothe 11—13 Rthlr., weiße 11—14 Rthlr. nach Qualität. 11u6“
Rappsaamen ganz im Stillstande. Zu letztgemeldeten Preisen ist fortwährend anzukommen.
Rüböl wird nur in loco höher gehalten und von Benöthigten mit 11 ¾⅞ Rthlr. bezahlt, da die meisten Inhaber jetzt nicht verkaufen wollen. Um so matter dagegen ist die Stimmung für Lieferungswaare, welche bei zunehmenden Anerbietungen seit wenigen Tagen gradatim herunterging und heute sich, wie folgt, stellte; pr. Jan. 117 — 4 Nthlr., Jan./März 11 ½ — 1½¶Rthlr., März/Apr. 11 ½ — 212 Rthlr., Apr. /Mai 11912 Rthlr. verkauft und zu haben, Mai / Juni 11 ½ — 512 Rthlr., Juni./ Juli 115 — 512 Rthlr. Sept. /Okt. 11 ½ — Rthlr.
Leinöl 10c0 11 — 10 8⅞ Rthlr., Lieferun
Palmöl 13 ½ Rthlr.
Hanföl 15 ½ Rthlr.
Mohnöl 22 Rthlr.
Südseethran 93 Rthlr.
Die Pr ise von Spiritus sind im Laufe der Woche nicht wesentlich niedriger gegangen, da Zufuhr und Abzug ziemlich gleichen Schritt hielten; heute in Folge flauer auswärtiger Berichte etwas matter; loco mit 20 ½ — 20 ½¼ Rthlr., pr. diesen Monat mit 20 ½ Rthlr. verkauft; pr. Febr. 21 Rthlr., pr. Marz 21 ¾ Rthlr. Br., pr. Apr. Mai 22 ½ Rthlr. viel Br., 22 Rthlr. Gld., pr. Juni / Juli 24 ½ Rthlr. Br.
Die Kälte hat nach gefallenem Schnee bedeutend nachgelassen, so daß wir augenblicklich knapp 2 Grad haben.
22. Jan. Die anhal Selr; 8 Begehr, hat un
ufuhr füͤr den schwachen T g Jeder möchte gern verkaufen,
265 ¹ 26
eben so. 1
Königsberg, 21. Jan. Marktbericht. Zufuhr mittelmäßig. Wei⸗ zen 59 — 75 Sgr. pro Schffl.; Roggen 45 — 50 Sgr. pro Schffl.; große Gerste 40 — 45 Sgr. pr. Schffl.; kleine Gerste 38 — 44 Sgr. pro Schffl.; Hafer 24 — 26 Sgr. pr. Schffl.; graue Erbsen 60 — 75 Sgr. pr. Schffl. weiße Erbsen 45—55 Sgr. pr. Schffl.; Heu 12 — 14 Sgr. pr. Ctr.; Stroh 110 Sgr. pr. Schock.
Von Weizen war die Zufuhr am heu
es trat in Folge dessen eine kleine Preis⸗ weiße Waare 65, 72 bis 78 Sgr., gelbe
* Breslau, 22. Jan. tigen Markt etwas stärker, und Ermäßigung ein. Wir notiren 63, 69 bis 74 Sgr.
Roggen ging ebenfalls nur in den Mittel⸗Qualitäten 60 Sgr.
Gerste, wie letztgemeldet, 44, 49 bis 54 Sgr.
Hafer mäßig angeboten, behauptete sich auf 26 ½, 29 bis 30 ½ Sgr.
Koch -⸗Erbsen matter, 62, 69 Sgr. G
Spiritus abermals etwas niedriger und loco Waare a 10 ½2 — 10 Rthlr. verk., schließt 10 Rthlr. Gld., Febr. März 10 ½ Rthlr. Br., April 10 ⅔ Rthlr. zu bedingen, Mai 11 Rthlr. Br., Mai/Juni 11 Rthlr. bez. und Geld.
Rüböl loco 11 ¾¼ Rthlr. bezahlt u. Br. Termine ganz ohne Käufer, obgleich Febr. März a 11 ½ Rthlr. angeboten wird. 3
Zink nominell, ab Gleiw. 5 ½ Rthlr. Br.
Die Stimmung am heutigen Getraide⸗Markt war weniger animirt als gestern, indeß bleibt eine ziemliche Festigkeit in Folge Kauflust für Ober⸗ Schlesien vorherrschend.
Wollbericht. Der Umsatz seit unserem letzten Bericht beläuft sich auf circa 400 Ctr. Käufer waren ein lenneper und mehrere inländische Fabrikanten, so wie ein gestern eingetroffener rheinländischer Händler. Der
etwas matter, eine Preis⸗Erniedrigung ist ersichtlich. Bezahlt wurde 53, 36 ½ bis
166
Letztere kaufte heute circa 80 Ctr. Schweißwolle a 52 bis 53 Rthlr. Für schlesische Einschur wurde circa 70 Rthlr., feine polnische Wolle circa 65 Rthlr., für dergleichen geringere unter 60 Rthlr., für weiße russische 50 bis 55 Rthlr. bezahlt. Das meist verkaufte Quantum bestand diesmal aus polnischen Wollen.
Im Kontrakt⸗Geschäft soll Einiges zu der jetzigen Konjunktur ange⸗ messenen Preisen gehandelt worden sein, doch ist es im Allgemeinen noch sehr still, und die Produzenten zeigen immer noch wenig Neigung, sich in die Preis⸗Erniedrigung zu fügen.
à Hamburg, 21. Jan. Droguen. Da durch den anhaltend strengen Frost fast aller Veriehr mit auswärts sehr erschwert wird, beschränkt sich unser gegenwärtiges Geschäst größtentheils nur auf Käufe und Verkäufe für den Konsum des Platzes.
In Cassia lignea fortwährend Umsatz, auch Flores Cassiae fanden mehrere Nachfrage und werden in Folge dessen höher notirt. Andere Gewürze blieben fast unverändert; Piment wird freilich begehrt, Preise desselben bleiben aber gedrückt. In Kakao und Mandeln fiel keine be⸗ merkenswerthe Veränderung vor. 1
Veränderte Preise:
Blauholz⸗Extrakt 6 ½ a 7 Sch. pr. Pfd.
Zinnober chines. 64 Sch. pr. Pfd.
Flor. Cassiae 10 ½ a 11 Sch. pr. Pfd.
Oleum Petr. 13 a 14 Sch. pr. Pfd.
Pfeffer weiß. 4 ½ a 5 ¼ Sch. pr. Pfd.
Safran span. 15 a 15 ½ Mk. pr. Pfd.
Salp. gel. engl. 27 Mk. pr. 100 Pfd. Saäalp. roh. ostind. 21 a 22 Mk. pr. 100 Pfd. Schwef. raff. 8 a 8 ½¼ Mk. pr. 100 Pfd. 8 Zinn banca 9 ½, Sch. pr. Pfd.
Getraide. Weizen, sowohl auf Lief. vom Oberlande hierher, als auch ab auswärts pr. Frühj. reichlicher ausgeboten, aber weniger beachtet. Man verlangt für 133 pfd. märk. 146 Rthlr. Cour., 131 pfd. magdeb. 145 Rthlr. Cour. und für 132 pfd. wahrener 140 Rthlr. Cour. pr. L., so wie für 133 pfd. ab Rostock 110 Rthlr. Bco., 130 pfd. ab Pomm. 109 Rthlr. Bco., 132 pfd. ab Wismar 107./8 Rthlr. Bco. — 50 Last ab Wismar zu 106 Rthlr. Beo. fanden Nehmer, und würden zu solchem Preise fernere Be⸗ gebungen stattfinden können.
Roggen wird pr. Frühjahr 121/123 pfd. ab Dänem. auf 64/65 Rthlr. Beco., 126 pfd. ab Wismar auf 70 Rthlr. Bco. und 119 /120 pfd. ab Königsberg auf 70 Rthlr. Bco. pr. Last gehalten, und zu 5 Rthlr. Bco. sind einzeln Käufer.
Gerste. Saalische 104./5 pfd. auf Lief. zu 88 /90 Rthlr. Cour., ab Dänemank 110/12 pfd. zu 52/54 Rthlr. Beo. pr. Lst. angeboten, so wie 6r 102/104 pfd. ab Jütland und Seeland zu 46 /52 Rthlr. Bco. ohne Kauflust.
Hafer pr. Frühj. wenig offerirt. Man hält ab Dänemark 80 /84 pfd. auf 39/42 Rthlr. Bcwo., 75./76 pfd. ab Jahde bedang 38 Rthlr. Bco. und blieb dazu gesucht.
Buchweizen 116 pfd. ab Ostküste Schleswigs zu 69 Rthlr. Bco. ge⸗ macht und zu lassen, wird jetzt zu 64 Rthlr. Bco. pr. Lst. (leichte Waare, 112 pf.) angeboten.
Erbsen, Wicken, Bohnen beim Alten.
Rappsaat ab Ostküste Dänem. zu 130 Rthlr., ab Westk. zu 136 Rthlr. Beo. am Markt.
Die Elbe steht bis Glückstadt, ca. 8 Meilen unterhalb hier; pr. Eisen⸗ bahn von Glückstadt diesen Morgen auf hier gekommene Fremde gehen heute noch pr. Schlitten dahin zurück. — Das Eis hat hier, aus weise gestern angestellter Bohrung, eine Dicke von resp. 15 bis 24 Zoll.
2ꝛ. Paris, 20. Jan. Die Fonds sind an der heutigen Börse, weil die Gemüther über das Befinden des Königs, so wie über den Entschluß der Regierung zur sesten Handhabung der Ordnung, beruhigt sind, ferner in Folge des guten Standes der Dinge an der londoner Börse merklich ge⸗ stiegen. Die Zproz. Rente eröffnete mit dem Course von 73 Fr. 30 Cent. und schloß ohne Reaction mit 73.90, was ein Steigen von 55 Cent. gegen den Schluß⸗Cours von gestern ausmacht. Die 5proz. Rente schloß mit 116. 05, gleichfalls 55 Cent. höher als gestern, das Anlehen mit 74.709, um 20 Cent. höher als gestern. Die Eisenbahn⸗Actien, welche verhältniß⸗ mäßig weniger gefallen waren als die Rente, steigen nun auch weniger rasch. Doch sind gestiegen Tours⸗Nantes um 15 Fr., Nord um 7 Fr. 50 Cent., desgleichen Rouen und Avignon um 6 Fr. 25 Cent.
London, 17. Jan. Getraidemarkt. Die Zufuhr inländischen Weizens von Esser und Kent war ziemlich bedeutend, aber die Qualität war schlecht, und Verkäufer konnten selbst bei einer Preis⸗Ermäßigung von 3 Sh. pr. Or. die Vorraͤthe nicht räumen. Fremde Waare blieb vernach⸗
lässigt, aber die Inhaber erzwangen keine Verkäufe, und die Preise sind deshalb nominell unverändert. Gerste findet Käufer; Bohnen flau und etwas niedriger; Erbsen unvperändert; Hafer begehrt zu vollen vorigen
Preisen. In Mehl keine Aenderung; Roggenmehl bleibt gefragt. 8 Auswärtige Börsen.
Amsterdam, 21. Jan. Niederl. Sch. 51 Antw erpen, 20. Jan. Zinsl. —. Neue Anl. 15 ¼. Hamburg, 22. Jan. Bank-Actien 1600 Br. Rasl. Ruas. 104 ¾¼ B Hamb. Berg. Actien 82 Br. Magd. Wittenb. 72 Br. Hamb. Beri. 962 96 =e Alt. 107 ¼. 107. GIMekst. Elmsh. 50 G. Rendsb. Neum. 85 1. es Hotbsch. 65 Br. Meabl. 45 ½. 45. “ London, 19. Jan. Cons. 3 % 87 ½. 87 ¼. 4 182 Passive 4 ½. 4. Ausg. Sch —. 2 ½ % oH. 541 .53 ⅔. 4 % 9 8 63 Engl. Russ. —. Bras. 83. 81. Chili —. Mex. 18 ½. 173. asa saiess 40 38 “ Paris, 20. Jan. 5 % Rente flu cour. 116. 95, 8 1 Neue 3 % Anl. 74. 70.
wirkl. 5 % Span. 15 ½
Kopenh.
Belg. —.
8⁴ % n cour. do. 73. 95.
Be KürsehergesBaläghe S8 2
Meteorologische Beobachtungen.
— Morgens Nachmittags
6 Uhr. 2 Uhr.
1848. 23 Jan.
Nach einmaliger
Abends Beobachtung.
10 Uhr. V
Luftdruek 338,12“ Par. 338,54POar. 339,01Par. Asellwürme 7, — 4,4 °R. — 3,10 üR. — 4, n. Thaupunkt — 5,7 R. — 5,40 R. — 6,0°R. Dunstsättigung. 88 pct. 81 pct. 87 pcCt. Wetteor...... crüb, trüb. trüb Wind NO NO. N0 Wolkenzug... No. — Tagesmittel: 338,56 Par. — 4,0 R. — 5,7“ RB...
Luftwärme... Flusswürme Bodenwärme Ausdünstung Niederschlag Wärmewechsel — 3,902 1ö1
85 pCt. No.
Königliche Schauspiele.
Dienstag, 25. Jan. Im Opernhause. 13te Abonnements⸗ Vorstellung: Zayre, große Oper in 4 Abth., nach dem Französischen, bearbeitet von M. Tenelli. Musik von E. H. z. S. Hierauf: Die Tänzerin auf Reisen, Episode mit Tanz, von Hoguet. Anfang halb 7 Uhr.
Zu dieser Vorstellung verkauft:
Ein Billet in den Logen des Prosceniums, des ersten Ranges und ersten Balkons 1 Rthlr. 10 Sgr., ein Billet zum Parquet, zur Tribüne und in den Logen des zweiten Ranges 1 Rthlr., ein Billet zu den Logen des dritten Ranges, im Balkon daselbst und im Par⸗
werden Billets zu folgenden Preisen
terre, 20 Sgr., ein Billet im Amphitheater 10 Sgr., ein Billet in der Fremden⸗Loge 2 Rthlr.
Im Schauspielhause. 35 ste französische Abonnements⸗Vorstellung. La 3me représentation de: Les Malheurs d'un amant heureux, ou: un homme à bonnes fortunes, comédie en 2 actes, melée de musique, du théàtre da Gymnase, par Scribe. La Vendetta, vaudeville-comique en 1 acte, par Mr. Dumanoir. Frisette, vaudeville en 1 acte, par MM. Labiche et Lefranc.
Mittwoch, 20. Jan. Im Schauspielhause. 15 te Abonnements⸗ Vorstellung: Dorf und Stadt, Schauspiel in 2 Abth. und 5 Akten, mit freier Benutzung der Auerbachschen Erzählung: „Die Frau Pro⸗ fessorin“, von Charlotte Birch⸗Pfeiffer. Königsstädtisches Theater. Jan. Einmal Hunderttausend Thaler. Posse mit
von D. Kalisch. Musik vom Königl. Musik⸗
Dienstag, 25.
Gesang in 3 Abth., Direktor Gährich. 8 Mittwoch, 26. Jan. (Italienische Opern⸗ Vorstellung.) Zum erstenmale wiederholt in dieser Saison: 1 Puritani. (Die Puritaner.) Oper in 3 Akten. Musik von Bellini. Preise der Plätze: Ein Platz in den Logen und im Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr. u. s. w.
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
Im Selbstverlage der Erpedition.
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei.
EEMFN.
Allgemeiner
Bekanntmachungen. 1
Diejenigen Inhaber von
Russisch Ho-
9 9 Anzeiger. 2) bei der Ausloosung von Schuldbriefen aus der zweiten Anleihe 34 Obligationen, nämlich:
[66] Freiwilliger Verkauf. Die im Königreiche Polen, dessen Warschauer Gou⸗
149. vernement, Koniner Kreis und Peiserner Beziek, an dem
ͤb“
Das Abonnement beträgt. 2 KRthlr. für ¾¼ Jahr. 8 Rthlr. ⸗ 4½ Jahr. “ in allen Theilen der Monarchie ohne Preis⸗Erhöhung. Bei einzelnen Rummern wird der Bogen mit 2 ½ Sgr. berechnet
II111“ Amtlicher Theil. 1 Inland. Berlin. Allerhöchste Kabinets⸗Ordres. — Die Stellung des
preußischen Konsuls in Jassy zu den hannoverschen Unterthanen. — Pro⸗ esfalen. Bekanntmachung wegen der Vinckeschen Blinden⸗ nstalt.
Deutsche Bundesstaaten. Königreich Bayern. Einführung der Waffenrücke. — Königreich Württemberg. Eröffnung der Kam⸗ mern. — Die Mai⸗Tumultuanten. — Herzogthum Sachsen⸗Ko⸗ burg⸗Gotha. General⸗Superintendent Dr. Bretschneider †.
Oesterreichische Monarchie. Mailand. Proclamation des Kai⸗ ö“ “ für die Justiz⸗Manipulations⸗ 2 3 . — Ankunft 1 in;
Lientenant von Wachenheim 1) u
Frankreich. Paris. Deputirten⸗Kammer. — Prinz und Prinzessin Zoinville. — Das Ministerium und die Opposition. — Vermischtes. — Schreiben aus Paris. (Untersuchung in einer Bestechungssache; die Kommission in Betreff Larochejacquelin's; der Aemterhandel; Streit zwi⸗
e Garnier Pagès und Richond des Brus; Budgets⸗Kommission.) F. Uund Irland. London. Kabinetsrath. — Die mischtes.
Niederlande. Aus dem Haag. Reform. — Zuschuß zum Budget.
Dänemark. Der König Christian VIII. †.
Schweiz. Tagsatzung. Erklärungen der Gesandten von Uri und Schwyz. — Militairische Maßregeln. — Kanton Bern. Fortsetzung des britischen Memorandums. — Ochsenbein's Verhalten dem Gesandten Stratford Canning gegenüber. — Abreise der walliser Tagsatzungs⸗-Ge⸗ sandten. — Kanton Luzern. Schluß der Großraths⸗Sitzungen. —
3 Direktorial⸗Spstem. — Kanton Schwyz. Die neue Verfas⸗
sung. — Kanton Freiburg. Zwangs⸗Darlehen und Säcula⸗
risation der Klöster. — Abnahme der radikalen Mehrheit. — Con⸗ tributionen. — Reorganisation der mllitairischen Corps. — Kanton
Uri. Freisprechung. — Kanton Basel. H. von Geymüller †. —
Kanton St. Gallen. Feuersbrunst. — Professor Scheitlin †. —
Kanton Tessin. „Großer Rath. — Staatsraths⸗Vorschläge. — Kan⸗ on Waadt. Präsidentenwechsel im Staatsrath. — Projekt⸗Dekrete in
Betreff der Steuern und religibösen Versammlungen. — Kanton Wal⸗ lis. Annahme der Verfassung. 1
Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten.
„Columbus“ von Werder. — Zur belletristischen Literatur.
Gesetz⸗Entwürfe zur Verfassungs⸗
Beilage.
[1239] Nothwendiger Verkauf.
Der im Schlaweschen Kreise belegene Ritterguts⸗ Antheil Breitenberg X., landschaftlich abgeschätzt auf 11,869 Thlr. 24 Sgr. 11 Pf. zufolge der nebst Hypo⸗ thekenschein in unserem dritten Büreau einzusehenden Taxe, soll am 15. Juli f., Vormittags 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.
Cöslin, den 23. November 1847.
Königl. Ober⸗Landesgericht. Erster Senat.
—
„Wittenbergesche
2
1
Lbü
Auf folgende Quit⸗ tungsbogen unserer Ge⸗ sellschaft ist die durch die Bekanntmachung vom 10. Dezember v. J. ausge⸗ schriebene 6te Actien⸗ grate von 10 pCt. bis zum festgesetzten Schluß⸗ Termine, den 15ten d. M. = nichtgezahltworden: 34. 736, 746. 789. 966. 1473. 1537. 1610.
1628. 1629. 1653. 1686. 2479. 2560. 2742. 2888. 4130. 4208. 4211. 4498. 4575. 4669. 41670. 4736.
Wir fordern deshalb die betreffenden Herren Actio⸗ naire in Gemäßheit des §. 14. des am 31. Januar v. J. bestätigten Statuts hiermit anderweit auf,
die ausgeschriebenen 6ten zehn Prozent nebst der ver⸗
wirkten Conventionalstrafe von 2 Thlr. für jede Actie
spätestens bis zum 26. Februar c. entweder
bei unserer hiesigen Hauptkasse, Schifferstraße Nr. 1./2,
oder bei Herrn S. Herz in Berlin, Dorotheenstraße
Nr. 1, in den Vormittagsstunden von 9 bis 12 Uhr,
einzuzahlen, widrigenfalls die bereits geleisteten fünf Ratenzahlungen als verfallen, die durch die früheren Zahlungen und die ursprünglichen Zeichnungen den Actionairen gegebenen Anrechte auf den Empfang von Actien für erloschen er⸗ klärt und die ertheilten Quittungsbogen werden annul⸗ lirt werden.
Magdeburg, den 20. Januar 1848.
Direeiru m burg⸗Wittenbergeschen Eisenbahn⸗Gesellschaft. (gez.) Harte, Stellvertreter des Vorsitzenden.
peschen Atigen Certifika-
ten. welche dlie am 1./13. Febzuar d. J. verfal- lenden Zins-Coupons derselben hier in Berlin zu
werden hiermit aufgefordert,
Conpons bis SDätestens den 28sten dieses Monats bei den
zur Anmeldung und Abstempelung Der Zahlungs-Permin der angemel- seiner Zeit bekannt ge-
wünschen,
bis
erheben
diese
Unterzeichneten zu präsentiren. deten Coupons
macht werden. Berlin, am 5. Januar 1848.
Anhalt & Wa gener,
ESbbb Brüderstralse No. 5.
wird zu
[54] Oeffentliche Bekanntmachung. Im Namen Seiner Hoheit des Herzogs ꝛc. Nachdem am 6ten d. M. die zehnte und resp. fünfte Ausloosung von Schuldbriefen aus der ersten und zwei⸗ ten geschlossenen Anleihe der Landschaft des Herzoag⸗ thums Gotha stattgefunden hat, so bringen wir hier⸗ durch zur öffentlichen Kenntniß, daß 1) bei Ausloosung der Obligationen aus der ersten Anleihe folgende 99 Schuldbriefe, und zwar: aus Serie A. Nr. 106 und 138. aus Serie B. Nr. 162. 199. 214 und 219. aus Serie 6. Nr. 597.613. 623. 693.699.912.922. 928. 956. 1061. 1075. 1124. 1128. 1148. 1151. 1418. 1441. 1603. 1628. “ 1654 und 1669. Serie D. Nr. 1724. 1779. 1805. 1877. 1913. 1984. 2002. 2118. 2164. 2268. 2377. 2519. 2719. 2721. 2756. 2835.2865. 2881. 2984. 3037. 3133. 3143. 3210. 3211. 3331. 3382. 3395. 3642. 3667. 2259. 3765. 3786. 3870. 3879. 3921. 933. 3954. 3991. 4001. 4018. 4106 und 4119. Serie E. Nr. 4320. 4337. 4623. 4629. 373. 4886.
„
047. 5092.
4381. 4630. 4637. 4909. 4968.
1
4466. 4545. 4656. 4673. 4 4973. 5046. 5167. 5173. 5181.
und 5389.
5154. 5230. 5263. 5275. 5284. 5291. 5337
-
5ve 616865 8888609. 685 666. 747 760. 848. 855. 979 1022. 1029 1098
M1 Nr. 218. 638. 665. 880. 958. und 1143. N 1618 1389. 1401. 1454. zur Abzahlung bestimmt worden sind. bemerkt, daß 3) am 6ten d. M., der gesetzlichen Bestimmung ent⸗ sprechend, die am 5. Jannar 1843 ausgeloosten und durch die Herzogl. Ober⸗Steuerkasse allhier zurückge⸗ zahlten landschaftlichen Schuldscheine der ersten An⸗ leihe nebst den dazu gehörigen Zinsleisten und Cou⸗ pons, nämlich: aus Serie A. aus Serie B. aus Serie C. 2
aus Serie A. aus Serie B.
1808. 1334 1387. 1461 und 1521. Zugleich wird
aus Serie C.
und 46. eee e 688. 6885. 60 1. 621.657. 807. 918. 938. 921. 1142. 391. 1479. 1546 und 1612. 17b1le9 ü8- 950. 1980. 1989. 2095. 2221.
2661. 2680. 2781.2790.
8680 47 8049, 3057.8179.
868811. 8886. 6 39486.
—. 3885 und 4112. aus Serie E. Nr. 4256. 4329. 4492. 4568. 4646.
4669. 4678. 4684. 4755. 4812. 4823. 4943. 5003. 5113. 5254 und 5320. verbrannt worden, und daß
4) der siebzelh zur ersten Anleihe gehörenden Schuldbriefen
Nr. 2222 7 aus Serie D.
Nr. 4725 aus Serie E. so wie der achtzehnte Zins⸗Abschnitt von nachstehen⸗ den Obligationen derselben Anleihe:
Nr. 2742. 3327 und 3649 aus Serie D.
Nr. 5116. 5169. 5176 und 5211 aus Serie E. und der erste Zins⸗Abschnitt von den zur zweiten Anleihe gehörigen Schuldbriefen:
Nr. 607 und 608 aus Serie B.
Nr. 1363 aus Serie C. 6 wegen unterlassener Präsentation nunmehr erloschen sind.
Gotha, am 12. Januar 1848. —
Herzoglich Sächsisches Ober⸗Steuer⸗Kollegium. v. Henning. Purgold.
aus Serie D. 2
honte Abschnitt der Zinsleiste von den
fchiffbaren Warthafluß belegene Stadt und Herrschaf Zagörowo soll nebst sämmtlichem todten und lebenden Inventar am 10. Juni 1848, Vorm. 10 Uhr, in Kalisch vor dem Rejenten Herrn Biasobrzewski öf⸗ fentlich und meistbictend verfauft werden. Die resp. Kauflustigen wollen die Verkaufs⸗Bedingungen, so wie nähere Beschreibung der Güter, entweder bei dem Ad⸗ vokaten Herrn R. v. Chrystowski in Kalisch, oder bei dem unterzeichneten Besitzer der Zagbrower Güter in Breslau, oder auch bei dem Wirthschafts⸗Direktor die⸗ ser Güter, Herrn Jänicke in Kopoyno bei Zagobrowo, einsehen, und wird Letzterer an Ort und Stelle die ge⸗ wünschte Auskunft ertheilen. EIEIEE1l
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[05] in Dresden.
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österreichischen Italiens gesucht. 1— Hierauf Reflektirende belieben sich im Hôtel Rheini⸗
schen Hof Nr. 22, zwischen 11 und 12 Uhr Vormittag,
wegen gefälliger Ruͤcksprache zu melden.
Amtlicher Theil.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Den bisherigen Berggerichts-Rath und Bergrichter Wiesner zu Waldenburg zum Ober⸗Bergrath und Justitiar bei dem Ober⸗
über die Politik Lord Palmerston's in der Schweiz. — Ver⸗-
Bergamte zu Dortmund zu ernennen; und Dem Kaufmann und Stadtverordneten Wilhelm Holfelder zu Berlin den Charakter als Kommerzien⸗Rath zu verleihen. Ihre Großherzogliche Hoheit die Herzogin von Sachsen⸗ Koburg⸗Gotha, und 6 Se. Durchlaucht der Prinz Leopold von Sachsen⸗Koburg⸗ Gotha sind von Koburg hier angekommen.
Der Königliche Hof legt morgen für Se. Majestät den König von Dänemark die Trauer auf drei Wochen an. Die Damen erscheinen in schwarzseidenen Kleidern, und zwar die erste Woche in schwarzem Kopfputz mit schwarzen Handschuhen und Fächern, die zweite Woche in weißem Kopfputz mit weißen Hand⸗ schuhen und Fächern, die dritte Woche in Blonden. Die Herren erscheinen, insofern sie nicht Uniform tragen, die
Alle Post⸗Anstalten des In⸗ und Auslandes nehmen Bestellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition der Allgem. Preuß. Zeitung: Behren⸗Straße Nr. 57. Insertions⸗Gebühr für den KRaum einer zZeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.
erste Woche mit schwarzen Schnallen und Degen, Wochen mit weißen Schnallen und Degen. Berlin, den 25. Januar 18418. Der Ober⸗Ceremonienmeister. Graf Pourtales.
die beiden letzten
Angekommen: Der General⸗Maj jut 8 1 Major und General⸗Adjutant Sr. Hoheit des Herzogs von Sachsen⸗Koburg⸗Gotha, von ve Koburg.
Abgereist: Se. Excellenz der Herzoglich anhalt⸗deßauische Wirkliche Geheime Rath und Regierungs⸗Präsident, Dr. e ver genstern, nach Deßau. 1
Jnignnd.
““ — — Berlin, 25. Jan. Die heute ausgegebene Nr. 3 der Ge⸗ setz⸗Sam mlung enthält die Allerhöchste Kabinets⸗Ordre vom 23. September 1847, betreffend die Aufnahme der Taxen derjenigen ade⸗ ligen Güter im Großherzogthum Posen, welche weder zum Verbande des posenschen, noch des westpreußischen Kreditsystems gehören: „Auf Ihren Antrag vom 15ten v. M. bestimme Ich, unter Aufhebung des Befehls vom 29. September 1835, daß die Taxen derjenigen adeligen Güter im Großherzogthume Posen, welche weder zum Verbande des posen⸗ schen, noch des westpreußischen Kreditsystems gehören, künftig durch einen von der General⸗Kommission zu Posen zu ernennenden Spezial⸗Kommissa⸗ rius, ohne Mitwirkung eines gerichtlichen Kommissarius, nach den Tarations⸗ Grundsätzen des posenschen Kreditsystems aufgenommen und durch die Ge⸗ neral⸗Kommission revidirt, festgestellt und ausgefertigt werden sollen. Diese Bestimmung, mit deren Ausführung Ich Sie beauftrage, ist durch die Gesetz⸗Sammlung zur öffentlichen Kenntniß zu bringen.
Brühl, den 23. September 1847. uö“ Friedrich Wilhelm. An die Staats⸗Minister von Bodelschwingh und Uhden.“
Die Allerhöchste Kabinets⸗Ordre vom 10. November 1847, be⸗ treffend das bei Kündigung der vierprozentigen posener Pfandbriefe zu beobachtende Verfahren:
„Auf Ihren Bericht vom 10ten v. M. bestimme Ich hierdurch:
1) Daß vom 2. Januar 1848 an bei allen von dem Kredit⸗Institut des Großherzogthums Posen ausgehenden Kündigungen der vierprozenti⸗ gen posener Pfandbriefe zur Einlösung gegen baares Geld oder gegen andere Pfandbriefe — nach §§. 10 und 41 der Kredit⸗Ordnung vom 15. Dezember 1821 — dasjenige Verfahren stattfinden soll, welches durch den §. 13 Art. 1 — 4 und 7 der Verordnung vom 15. April 1842 wegen Erweiterung des posenschen landschaftlichen Kredit⸗Ver⸗ eins (Ges. S. S. 183) für die Kündigung der drei und einhalbpro⸗ zentigen Pfandbriefe vorgeschrieben ist.
Die nach dem bisher üblichen Verfahren bereits gekündigten und bis zum 2. Januar 1848 nicht eingelieferten vierprozentigen Pfandbriefe werden auf Kosten der Landschaft mittelst des im Art. 1 des §. 13 der Verordnung vom 15. April 1842 bezeichneten Verfahrens zweimal von vier zu vier Wochen und zwar zum zweitenmale spätestens am 1. April 1848 unter der im Art. 4 des §. 13 am angeführten Orte vorgeschriebenen Verwarnung zur Erhebung des Kapitals am nächsten Zinstermine aufgeboten. Gegen diejenigen Pfandbriefs⸗Inhaber, welche die also gekündigten Pfand⸗ briefe auch zu diesem Termine nicht eingeliefert haben, setzt die General⸗ Landschafts⸗Direction die Präklusion mit dem Realrechte auf die im Pfand⸗ briefe ausgedrückte Spezial⸗Hypothek in Gemäßheit des Art. 4 §. 13 am angeführten Orte fest.
Dieser Mein Befehl ist durch die Gesetz⸗Sammlung zur öffent⸗ lichen Kenntniß zu bringen.
Sanssouci, den 10. November 1847.
Friedrich Wilhelm. An die Staats⸗Minister von Bodelschwingh und Uhden.“
Die Allerhöchste Kabinetsordre vom 10. Dezember 1847, betref⸗ fend die Auflösung des Kuratoriums für die Krankenhaus⸗ und Thier⸗
Arzneischul⸗Angelegenheiten und die unmittelbare Unterordnung der Thierarzneischule unter das Ministerium der Medizinal⸗ Angele⸗ genheiten:
„Auf Ihren Bericht vom 12ten v. M. bestimme Ich, daß mit dem 1. Januar 1848 das Kuratorium für die Krankenhaus⸗ und Thierarznei⸗ schul⸗Angelegenheiten aufgelöst und die Direction der Thierarzneischule, wie dies hinschtc des Charité⸗Krankenhauses und seiner Nebeninstitute bereits durch Meinen Befehl vom 17. April v. J. angeordnet worden ist, unmit⸗ telbar dem Ministerium der Medizinal⸗Angelegenheiten untergeordnet werde.
Indem Ich von eben jenem Zeitpunkt ab die entgegenstehenden Be⸗ stimmungen des Regulativs vom 24. Juni 1836 (Gesetz⸗Sammlung Seite 249 ff.) hierdurch außer Kraft setze, will Ich die in dessen §. 6 dem ge⸗ genannten Kuratorium auferlegte Verpflichtung zur Begutachtung veterinair⸗ ärztlicher Angelegenheiten in gleicher Weise und mit derselben Wirkung auf die Direction der Thierarzneischule übertragen.
Dieser Mein Befehl ist durch die Gesetz⸗Sammlung bekannt zu machen.
Berlin, den 10. Dezember 1847.
Friedrich Wilhelm. An
die Staats⸗Minister Eichhorn, von Bodelschwingh und von Rohr.“
Berlin, 25. Jan. Der Morning Chroniele entnommen, hat die Erzählung eines Vorfalles die Runde durch die deutschen Zeitungen gemacht, wonach eine im Hause des Hospodars der Wal⸗ lachei zu Bukarest angestellte Hannoveranerin auf dessen Befehl schwer gezüchtigt und mißhandelt worden sein soll. Die heidelberger Deutsche Zeitung knüpft daran die Aufforderung für den preußischen General⸗Konsul, Freiherrn von Richthofen, über diese Sache eine Erklärung abzugeben, namentlich, ob er Veranlassung hatte, „in der ihm eigentlich zunächst liegenden Sache“ einzu⸗
11 4 1 sheh. oder wieweit die Erzählung überhaupt auf Wahrheit be⸗-⸗ ruhe, ist uns nicht bekannt. So viel aber, ist klar, daß dem preußi⸗ schen General⸗Konsul, wenn er auch in Bukarest und nicht, wie es
wirklich der Fall ist, in Jassy seinen Amtssitz hätte, ein Einschreiten eben so, wie dem preußischen Konsulate zu Bukarest selbst, unmöglich gewesen sein würde, da die hannoverschen Unterthanen im Gebiete der Pforte nicht dem Schutze der preußischen Regierung, sondern dem einer anderen Macht von ihrer Regierung ausdrücklich anvertraut worden sind, und es mithin den preußischen Konsular⸗Agenten an jeder Befugniß fehlt, den wallachischen Behörden gegenüber ein Schutzrecht über hannoversche Unterthanen in Anspruch zu nehmen.
Berlin, 25. Jan. Der Gesandte Sr. Majestät des Königs der Belgier am hiesigen Hofe, Herr Nothomb, hatte gestern eine Soiree mit Ball veranstaltet, welche durch die Gegenwart des regie⸗ renden Herzogs von Sachsen⸗Koburg⸗Gotha, Hoheit, ver herrlicht wurde. Mehrere der Herren Minister Excellenzen, das di⸗ plomatische Corps, viele höhere Staats⸗Beamte vom Civil und Militair, so wie eine Anzahl der Notabilitäten in Kunst und Wissen⸗ scas⸗ befanden sich in der eben so zahlreichen, als glänzenden Ge⸗ ellschaft.
Provinz Westfalen. Die neueste Nummer des Amts⸗ Blattes der Königlichen Regierung zu Münster enthält nachstehende Bekanntmachung des Königlichen Ober⸗Präsidiums der Provinz West⸗ falen:
„Es gereicht mir zur besonderen Frende, die Bewohner der Provinz davon in Kenntniß zu setzen, daß die von den zum letzten Provinzial⸗Land⸗ tage versammelten Ständen beschlossene und von des Königs Majestät Allerhöchst genehmigte von Vinckesche Provinzial⸗Blinden⸗Anstalt, durch deren Errichtung eben so sehr einem dringenden Bedürfnisse der Provinz abgehol⸗ fen, als ein ehrendes Denkmal des Mannes, dessen Namen sie trägt, ge⸗ stiftet ist, nunmehr ins Leben getreten ist. Nachdem die erforderlichen Lo⸗ kalien sowohl, als das nöthige Inventarium von der hierzu ernannten stän⸗ dischen Kommission beschafft, auch geeignete Lehrer ermittelt sind, ist die evan⸗ gelische Abtheilung dieser Anstalt am 15. März v. J. zu Soest, und die ka⸗ tholische Abtheilung am 6. Dezember v. J. zu Paderborn eröffnet wor⸗ den. Beiden Anstalten sind besondere Kuratorien zu Soest bezüglich Pa⸗ derborn, vorgesetzt. In der ersteren befinden sich zur Zeit 8 blinde Kinder unter 2 Lehrern, von welchen der zweite (Hülfslehrer) selbst blind ist, in
„Columbus“ von Werder *).
Wegwerfend also, wie in diesem Blatte geschah, darf die sich so nen⸗ nende Kritik sprechen? Ueber ein Werk, das jeden echten Sinn durch seine Frische und Wahrheit erfreut? Welches nach unfruchtbarer Dürre manchen Jahres den poetischen Sinn, den fühlenden Menschen, den Unbefangenen begeistert? An das große Zeitalter antiker Kunst erinnert uns wieder diese großartige Schöpfung, und man darf diese Morgenröthe eines echten Dich⸗ tergeistes mit Freuden und frohlockendem Willkommen begrüßen!
Oder sollte ich, der ich seit mehr als funfzig Jahren die dramatische Kunst und die Werke aller Völker studire, so sehr im Irrthum sein, sollte ich, der ich wissentlich niemals das Schlechte oder Mittelmäßige gelobt und empfohlen habe, so völlig irren, wenn ich dieses Werk als eine große poe⸗ tische Erscheinung mit Enthusiasmus begrüße?
Nur persönliche Mißstimmung kann so wegwerfend, wie in diesem Blatte geschah, sich äußern. Sollte es derselbe Autor sein können, der frü⸗ her so manches wahre Urtheil niederschrieb? — Oft muß der schwache Zu⸗ hörer ein so einfach edles Werk anschauen, Publikum und Schauspieler, wie die sogenannten Kritiker, müssen sich erst an das Vortreffliche gewöhnen, dann es genießen, um es endlich zu verstehen. Kritik, die echte, soll nur die Begeisterung des Dichters dem nicht Empfänglichen deutlich machen, das Schöne, so viel sie kann, erklären, nicht blos tadeln oder mäkeln, von einem Standpunkte aus, der das Dichterwerk gar nicht berührt: Dies ist nur beim Mittelmäßigen und Schlechten erlaubt, bei Gesängen, welche die
*) Wir halten es um so mehr für Pflicht der Unparteilichkeit, diese Bemerkungen, welche durch einige, nach dem ersten Eindruck wohl zu leicht und schnell hingeworfene Worte unseres gewöhnlichen Referenten (vergl. Allg. Preuß. Ztg. Nr. 15) veranlaßt sind, hier mitzutheilen, da die edle Begeisterung des allverehrten Dichtergreises, das erleuchtete Urtheil des größ⸗ ten Kritikers auf dem Gebiete der dramatischen Dichtung und Kunst bei der ferneren Beurtheilung des „Columbus“ gewiß als Leitstern dienen werden, welcher die, wie es scheint, so verschiedenen Ansichten über dieses Werk zu der höheren Einheit der Erkenntniß reiner Wahrheit zu führen vermag.
Anmerk. der Red. 1
u““
Muse nicht kennen mag. Weggwerfend tadeln ist leicht, ein verständiges Würdigen wahrer Poesie schwer. Diese Worte spreche ich im Namen vieler, sehr vieler Freunde und Bewunderer dieses neuen Dichterwerks, welches (und ich irre wohl nicht) viele Jahre und noch mehrere schwächliche oder hämische Kritiken überleb en
wird. L. Tieck.
Zur belletristischen Literatur. 8 Aus den Papieren einer Verborgenen. Leipzig, bei Brock⸗ haus, 1847. “
Die Widmung an Ihre Majestät die Königin von Preußen, so wie das einführende Vorwort eines Freundes mit bedeutendem Namen, des Herrn von Bethmann Hollweg, an der Spitze dieses Buches mögen wenigstens bei den rechten Lesern, für die es — nicht sowohl geschrieben als gedruckt ist, Vertrauen erwecken und als Empfehlung hinreichen; doch gilt das freilich nur für solche, die es schon in der Hand haben, und so bleibt unserer Anzeige immer noch die Aufgabe, es in die Hände zu brin⸗ en. Ein Buch ists und zugleich kein „Buch“ im gewöhnlichen Sinne des ortes, also daß wir im voraus Alle beruhigen fönnen, welche nicht blos etwa, wie das Vorwort spricht, nach 1 Tim. 2, 12, das Lehren in der Gemeinde dem Weibe, sondern überhaupt schon das Bücherschreiben wehren möchten. Diese Verborgene hat ursprünglich nicht für das Publikum nie⸗ derschreiben wollen, was wir jetzt hier zusammen lesen. Aus einem inner⸗ lich tiefen und äußerlich mannigfaltigen Leben stammen die Blätter, die auf den Wunsch von Freunden nun auch der Oeffentlichkeit übergeben werden. Das Büchlein, zuerst wie billig mit dem Vorworte zu reden, wendet sich nicht an die Welt, welcher das Christenthum Schnärmerei ist, mischt sich auch nicht in den lauten Streit der Theologen, sondern — „es klopft an die Thüren an, wo der Friede wohnt, es ladet zum Genusse ein der Güter, über welche jene streiten. Es will die Seelen, die Frieden gefunden, an den Urheber ihres Glückes erinnern, den wechselnden Stimmungen ihres inneren Lebens Ausdruck leihen, über Zweifel und Anstöße, die auch ihnen noch begegnen, durch freundlichen Rath hinaushelfen; den Suchenden aber
den nächsten Weg zum Ziele, den Weg des demüthig harrenden Gebets, des stillen Umgangs mit Gott zeigen.“
Hiermit wäre beinahe genug schon gesagt, so viel wenigstens, daß die „leidige Kritik“ hier eigentlich ihr Amt zu verwalten gar nicht angewiesen ist. Weil indeß unter der Menge des Dargebotenen diese Gabe mit ihrem eben so bescheidenen als unbestimmten Titel gar leicht übersehen werden könnte, mag wohl eine um Aufmerksamkeit bittende Anzeige dafür am Platze sein. Der Anzeiger ist ebenfalls ein Freund, welcher die Verborgene kenut, und zwar so nahe, daß allerdings Freundschaft ihm die Feder in die Hand
iebt und führt; doch soll ihn das nicht hindern, eher antreiben, mit unbe⸗ ühe. Offenheit nach Pflicht zu sagen, was in dem Buche zu finden sei und was nicht, auch etwa mit ein wenig eingestreuter Kritik, um das nö⸗ thige Vertrauen für seine unparteiische Anzeige zu werben. Der vorliegende Theil, nachdem die Vorrede zunächst einen zweiten verheißt, enthält zwei beim Ueberblick erster Lesung fast unähnlich erschei⸗ nende Hälften, eine poetische und eine prosaische, als Anhang noch eine musikalische Beilage einiger Lieder⸗Compositionen. Die Dichtungen zuerst nun, so dürfen wir wohl im Sinne der theuren Verfasserin sagen, machen keinen Anspruch auf künstlerisch hervorstrahlenden Glanz der Form und trach⸗ ten auch nicht nach dem hohen Dinge einer überbictenden Originalität, wie jetzt leider in diesem Gebiete, wenigstens bei der weltlichen Poesie, die schlechte Weise gehet. Es ist ihnen einfältig um den Inhalt, um die Sache zu thun, um den Ausdruck des inneren Lebens und seines Empfindens in einer Form, die sich dann aus natürlichem Trieb ohne allen Seitenblick mit ihrer gewandten und gefälligen Klarheit ergeben hat. Mannigfaltigen Gedanken⸗ Reichthum für die Erkenntniß möge man hier nicht gerade suchen; die Dichterin als solche kennt nur den Weg des kindlichen Gebetes um Einfalt als Antwort auf die Frage: Was thun Sie, wenn Ihnen Zweifel kom⸗ men? Ferner ists nicht vornehmlich die Anlehnung an die heilige Schrift und Auslegung ihrer Worte, was uns hier begegnet; eben so wenig etwa Zeugniß in männlich angreifender Weise, geharnischte Rede an die verirr⸗ ten Zeitgenossen oder deß etwas. Aber wer wird auch solches bei einer Dichterin suchen, die nur vor ihrem Herrn in der Stille sang und nun zum duftenden Kranz für verstehende und verwandte Herzen sammeln wollte, was nach und nach ihr verborgenes Leben mit Christo in Gott, so wie manch