„Aus mehreren Aeußerungen, die wir vernommen, müssen wir anneh⸗ men, daß, mit Beziehung auf das Verfassungs⸗Patent, bei Manchen ein Mißverständniß über die Stellung und Bedeutung der darin erwähnten einsichtsvollen und erfahrenen Männer“ herrscht, welches zu falschen Schlüssen führen muß. Man scheint nämlich vielfach anzunehmen, daß iese Männer, welchen die Bestimmungen der zu entwerfenden Verfassung zur sorgfältigen Erwägung vorzulegen sind, zum Theil aus Delegirten unserer Provinzial⸗Stände bestehen sollen. Diese Annahme widerspricht aber entschieden den Worten und dem Sinne des Reskripts; denn nach diesen will der König ja nur vor Erlassung der Verfassungs⸗Urkunde diese Männer als solche zu Rathe ziehen, welche die Achtung und das Zutrauen ihrer Mitbürger genießen, und nicht, um die Provinzial⸗ Stände oder einen gesetzlichen Ausschuß derselben zu befragen son⸗ dern um den Unterthanen einen Beweis des Vertrauens zu geben will Seine Majestät den Klassen der Provinzial⸗ Stände⸗Versamm⸗ lungen, welche gewählt sind, und außerdem der Geistlichkeit, den Prälaten und der possessionirten Ritterschaft in den Herzogthümern und den Konsisto⸗ rien der beiden Universitäten zu Kopenhagen und Kiel die Wahl der Mehr⸗ zahl deße Männer aus ihrer Mitte überlassen. Es sind also nicht die Stände⸗Versammlungen, welche als gesetzliches Organ des Landes diese Männer ganz oder auch nur theilweise aus ihrer Mitte wählen, was nach den Ständegesetzen in dieser Weise auch nicht thunlich wäre, sondern der König überläßt die Wahl eines Theils dieser Männer, die er gleichsam als Notable beruft, einzelnen Klassen der Stände⸗Versammlungen, die als solche gesetzlichen Befugnisse haben. Die so aus den Ständen gewählten änner empfangen daher auch, wie die anderen gewählten und die außer⸗ dem noch vom Könige ernannten, ihren Auftrag oder ihr Mandat nicht von en Provinzial⸗Ständen oder sonstigen Vertretern des Volks. Damit wer⸗ en auch manche Bedenklichkeiten wegfallen. Diese Frage ist gestern im Bürger⸗Verein zur Sprache gekommen, dessen Besprechungen des Verfassungs⸗ Reskripts nun geschlossen sind.“ V
Herzogthum Nassau. (Rh. B.) Die neueste Nummer des Verordn ungs⸗Blattes enthält mehrere Personal⸗Verände⸗ rungen in den höheren Staatsämtern; so ist der Ministerial⸗Referen⸗ dar und Direktor der Zehent⸗-Ablösungs⸗Kommission, Geheimerath Vollpracht, zum Mitgliede des Staats⸗Rathes, zum Präsidenten der General⸗ Domainen⸗ Direction, so wie zum Mitgliede des Hofmar⸗ schall⸗Amts, die Regierungs⸗Räthe Dr. Bertram zum Ministerial⸗ Rath und Post⸗Kommissarius Faber und von Wintzingerode zu Di⸗ rektoren der Central⸗Landes⸗Regierungen ernannt worden.
Rußland und Polen.
St. Petersburg, 5. Febr. Das heutige Journal de St. Petersbourg meldet: „Der Baron von Krüdener hat vom Kaiserlichen Kabinet den Befehl erhalten, der Tagsatzung der schwei⸗ zer Eidgenossenschaft folgende Erklärung zukommen zu lassen: „‚Nachdem die Höfe von Oesterreich, Frankreich und Preußen die Er⸗ 8 klärung, welche sie unterm 18. Januar d. J. abgegeben, zur Kenntniß des Kabinets gebracht haben, glaubt dieses seinerseits erklären zu 3 “ in diesem Aktenstück entwickelten staatsrechtlichen hnaehn 1, 8 Forderungen, welche darin kraft eben dieser Grundsätze ausg ss. gab. Folgen, die daraus entspringen können, ganz „Daß nach der Ansicht des Kaiserlichen der Ansicht der drei Höfe, durch die SI.. e.a 8 Ramei 8 gebrochen, und durch das, was gegenwärtig dort vorgeht, offenbar 8 tonal⸗Souverainetät angegriffen und so das Grundprinzip der schweizer Eidgenossenschaft, wie dieselbe im allgemeinen Interesse Europa's begründet wurde, gestört worden ist, ein Prinzip, an dessen Aufrechterhaltung sich die der Neutralität der Schweiz geleistete Gewähr geknüpft findet; „Daß daher Rußland sich seinerseits als vorläufig der Verpflichtung entbunden erachtet, die Rechte dieser Neutralität gegen die Maßregeln auf⸗ recht zu erhalten, welche diese oder jene Gränzmacht im augenblicklichen Interesse ihrer eigenen Sicherheit zu ergreifen für nöthig erachten möchte⸗ „Seine Gewährleistung wird so lange suspendirt bleiben, als die Eid⸗ genossenschaft sich außerhalb der die Grundlage ihrer anerkannten Existenz bildenden Bedingungen gestellt zu befinden fortfährt, so lange als überdies die Schweiz den Revolutionairs aller Länder als Zuflucht dient und ihnen Beistand und Schutz bietet, um sich ungestraft gegen die Ruhe und Sicher⸗ heit der Nachbarstaaten verschwören zu können.“ Dann theilt das genannte Blatt die bekannte Note mit, welche gleichlautend von den Gesandten Preußens, Oesterreichs und Frank⸗ reichs dem Präsidenten der Tagsatzung übergeben worden ist.
Frankreich.
Deputirten⸗Kammer. Sitzung vom 7. Februar. Zu dem letzten Paragraphen des Adreß⸗Entwurfs liegen der Kammer jetzt vier Amendements vor. Das erste rührt von Herrn Sallan⸗
deren befinden sich die übrigen Bürger, die gar kein Recht genießen. Und das nennen Sie Gleichheit, National⸗Souverainetät? Wenn man den Na⸗ men der Contre⸗Revolution ausspricht, so fahren Sie zurück. Es genügt aber nicht, vor dem Worte zu erschrecken; die Thatsachen sprechen lauter, als die Worte. Und wir sagen Ihnen: die Contre⸗Revolution ist in Ihren Gedanken, in Ihren Handlungen. Wir mußten sie dem Lande bezeichnen; dies war unser Recht, wie unsere Pflicht. Wir haben Sie erfüllt, und wir werden fortfahren, sie zu erfüllen, ohne uns um Ihre Billigung zu küm⸗ mern.“ (Beifall der Linken.)
Paris, 7. Febr. Der Herzog von Montpensier hat dem Sul⸗ tan sechs Vasfen von Sevres⸗Porzellan zum Werthe von ungefähr 150,000 Fr. zum Geschenk gemacht. Der türkische Botschafter gab gestern eine große Soiree, der fast das ganze diplomatische Corps beiwohnte. Unter den Anwesenden will man auch Sir Stratford Canning bemerkt haben, dessen Ankunft in London danach von den englisehen Blättern voreilig gemeldet worden wäre. Der türkische Botschafter machte mit vieler Anmuth die Honneurs in seinen Sa⸗ lons und sagte besonders den Damen die verbindlichsten Komplimente in französischer Sprache.
Ddie Regierung hat Nachrichten von dem nach Toulon zu Abd el Kader gesandten Obersten Daumas erhalten. Der Emir soll sich ent⸗ schieden weigern, nach Paris zu kommen, wenn der König nicht vor⸗ her die mit ihm eingegangene Convention ratifizire. Oberst Daumas wird nächster Tage hier wieder zurück erwartet. Man will heute wissen, daß die Pforte den Emir Abd el Kader als ihren Unterthan von der französischen Regierung reklamirt habe.
Großbritanien und Irland. “
London, 7. Febr. (Ueber Holland.) Der Herzog und die Herzogin von Sachsen⸗Koburg sind am Sonnabend in Begleitung des Grafen Mensdorf, der Frau von Wangenheim und des Baron von Fritsch zum Besuch in Windsor angekommen, wo sie dem Ver⸗ nehmen nach bis nach der Niederkunft der Königin verweilen werden. Am Sonnabend ward eine Versammlung von 2000 Seeleuten in London gehalten. Der Vorsitzende, der Flotten⸗Capitain Smith, schlug vor: da der Lordmayor die Erlaubniß zum Durchmarsche der Matrosen durch die City verweigert habe, so sollte jedes Schiff auf dem Flusse zwischen Pool und Gravesend sein Boot abschicken, mit so viel Mannschaft, als es entbehren könnte, jedes vorn mit dem Union Jack (Neichsflagge) geschmückt; vorauf sollte ein Dampfschiff ziehen mit einer Musikbande, welche die Lieder des Seemannes auf spielte. Alle Böte sollten möglichst nahe bei Trafalgar Square (wo die Nelsonssäule steht) anlegen, und dort sollte jeder Sermann ein blaues Band, auf welchem die Schifffahrtsgesetze geschrieben stän⸗ den, auf seinen Hut stecken. Sie sollten dann in Reih und Glied nach Downingstreet ziehen und dem Staats⸗Secretair eine der Köni⸗ gin einzureichende Denkschrift übergeben, in welcher sie gebeten werde, die Schifffahrtsgesetze nicht aufzuheben.
Der pariser Korrespondent der Times wiederholt die Nach⸗ richt, daß die Herzogin von Montpensier sich in Umständen befinde, welche die spanische Erbfolge eintretenden Falles sichern würden.
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Kanton Zürich. (Allg. Zt b Bern verbreitete Gerücht, . L 35. a en 1 211 servations⸗Corps an der lombardischen Gränze einen 18 99 Tagsatzung stellen, scheint uns ziemlich unwahrscheinlich ZaeA 86 praktischen Nutzen einer solchen Maßregel könnten wir nicht be r Die starke österreichische Truppenvermehrung in der Lombardei st Uoch schwerlich gegen die Schweiz gerichtet. Auch steht die in der Sch F. vorherrschende Tendenz zur Sparsamkeit und die Abneigun der Mi⸗ lizen, sich ohne dringende Nothwendigkeit von Haus und gbf n ais fernen, einer solchen Maßregel im Wege. Die Mehrheit .SSs satzung würde dergleichen Anträgen des Vororts schwerlich die Sang⸗ tion ertheilen. Auch erwähnen die neuesten berner Blätter ei es sol. chen Projekts mit keiner Sylbe. “
Kanton Luzern. (O. P. A. Z.) Der Große Rath hat eine Pro⸗ clamation erlassen, worin die Annahme der Verfassung dem Volke empf 8 wird. Diese Proclamation macht das Volk aufmerksam, daß 1n 88 8 Verfassung die apostolische, römisch⸗christkatholische Religion als Reli⸗ gion des Luzernervolkes nicht nur gewährleistet sei, sondern 88 si auch den vollen Schutz des Staates genieße, daß der Kirche . 1 forderliche Einfluß auf die Erziehung zur Erhaltung der Glaubens⸗ ee 8 gn⸗ sei⸗ doß auch das Veto oder Verwerfungsrecht gegen ze, sse, Verträge oder Konkordate, so wie gegen Einfüh⸗ rung neuer Corporationen, wie bisher, gewährleistet bleibe. Aus dem Contributions⸗Dekret des Großen Rathes ersieht man daß von einer Bestehlung der öffentlichen Kassen durch die alte Re⸗ gierung nicht mehr die Rede ist. Die Verausgabung der abhanden gekommenen Summen ist nun bis auf den letzten Kreuzer mit Bele⸗ gen gehörig nachgewiesen, und die Anklage gegen die alte Regierung beschränkt sich jetzt nur noch darauf, durch Herbeiführung des Krieges den Kanton in große Schulden gestürzt zu haben. Der Regierungs⸗ Rath beruft sich aber hierfür auf die Vollmachten des Großen Ra⸗ thes und letzterer auf das Volk und die ihm von demselben übertra⸗ gene Gewalt. Der gegenwärtige Nuntius, Herr Maniotti, wird nächster Tage von Luzern abreisen. Er nimmt ein Schreiben von Herrn Schult⸗ heiß Kopp mit sich, worin bescheinigt ist, daß die Angabe des luzer⸗ ner Tagsatzungs⸗Gesandten Meyer, Herr Maniotti habe die Sonder⸗ bunds⸗Fahnen eingeweiht, die Berufung der Jesuiten betrieben und die Soldaten zum Kampf aufgemuntert, Unwahrheit sei. Die Be⸗ rufung der Jesuiten nach Luzern konnte in jedem Falle nicht Ma⸗ niotti's Werk sein, da die Jesuiten vor ihm in Luzern waren. Daß der hier anwesende Herr Luquet interimistischer Nuntius sei, bestätigt sich nicht. Aus einem Schreiben des Staats⸗Secretairs Kardinal Ferretti, datirt Rom, 31. Dezember 1847, an Herrn Maniotti, geht hervor, daß der gegenwärtige Gesandtschafts⸗-Secretair, Herr von Boviere, in der Eigenschaft eines Bevollmächtigten ad interim pro visorisch die Geschäfte zu führen habe. Die betreffende Stelle die⸗ ses Schreibens lautet also: „In Beziehung auf dasjenige, was Sier persönlich betrifft, hat der heilige Vater, in Berücksichtigung der von Ihnen geschilderten Umstände und in Rücksicht auf Ihre Gesund— heitszustände, geruht, Ihnen denjenigen temporairen Urlaub zu er-
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Tagsatzung. Sitzung vom 5. Februar. Folgender Antrag der Gesandtschaft von Aargau beschäftigte heute die Tagsatzung: „Es möge die hohe Tagsatzung beschließen: daß denjenigen Ständen, welche während des letzten Feldzuges theils durch Aufbieten ihrer gesammten Mannschaft, theils durch ungewöhnlich lange Dienstzeit einzelner ihrer Truppen⸗Abtheilungen in Anspruch genommen waren, der an Montur⸗Effekten erlittene Schaden durch die Eidgenossenschaft vergütet werden soll.“ Der Antrag Aargau's erhielt keine Mehrheit.
Der Antrag von Zürich, die Sache dem Kriegsrathe zur Be⸗
gutachtung zu überweisen, blieb mit 8 und der Antrag von Aargau selbst mit 2 Stimmen (Aargau und Bern) in der Minderheit, worauf dann Uri's Begehren um Verschiebung seiner eidgenössischen Inspec⸗ tion behandelt und mit 15 Stimmen entsprochen wurde. Bei Beginn der neuen Wahlen in den Generalstab verließ der Präsident Ochsen⸗ bein den Saal und überließ das Präsidium dem zweiten Gesandten, Regierungs⸗Rath Dr. Schneider. Es wurden sodann 34 Wahlen ge⸗ troffen, darunter folgende: In den Geniestab als Oberst⸗Lieutenant: Major Dietzinger von Wädenschweil. In den Artilleriestab als Oberst: Major Ludwig Denzler von Zürich. In den Generalstab zu Ober- sten: 1) Bundes⸗Präsident Ulrich Ochsenbein mit 19 Stimmen; 2) Oberst⸗Lieutenant Friedrich Siegfried von Zofingen; 3) Oberst⸗Lieu⸗ tenant Anton Michel von Seewis, Kanton Graubündten. Wegen
gende Einsendung von Aarau: Aargau ist bekannt; es ist der Art, daß die Regierung schon wieder⸗ holt von den eidgenössischen Behörden gemahnt worden ist, demselben zu steuern. sowohl den Vororten als den eigenen Bürgern, aber ihr Thun ent⸗ spricht denselben nicht. ferenz vom letzten September in Aarau ruft die aargauische Regie⸗ rung einen Zoll⸗Tarif vom Jahre 1743 wieder ins Leben, nach wel⸗ chem alles vom Kanton Solothurn nach der Stadt Aarau gehende Gut den unerhörten Zoll von 1 Batzen p. Ctr. zu leisten hat. sagt, es gelte Baselland (das bekanntlich den Zollverein mit Bern Solothurn und Aargau durch sein Veto verworfen), und läßt es da⸗ mit die eigenen Bürger und das befreundete Solothurn büßen. Und um ja den Zoll von keinem Pfunde zu verlieren, verlangt sie von der Kaufhaus⸗Verwaltung in Basel das Gewichts⸗Verzeichniß der in Basel über Olten nach Aarau verladenen Fuhrhaltern mit dem Gericht. Das Unbillige, Rücksichtslose und Ge⸗
theilen, um welchen Sie nachgesucht haben. Während Ihrer Ab⸗ wesenheit von der Nuntiatur werden Sie Ihren Auditor zurück⸗ lassen, damit derselbe in der Eigenschaft eines Bevollmächtigten ad interim provisorisch die Geschäfte führe.“
Kanton Aargau. Das Solothurnerblatt enthält fol⸗ „Das Zoll⸗Unwesen im Kanton
Versprochen hat es die Regierung auch schon mehrmals,
In Gegenwart der schweizerischen Zoll⸗Kon
Man
Güter und droht den
sei es nöthig, daß diese sich eifrig und schnell „mit jenen Maß⸗ regeln beschäftige, welche nöthig seien, damit sie, von der die ita⸗ lienische Bewegung ausgegangen, auf der Höhe der neuen Verhält⸗ nisse bleibe.“
Neapel, 28. Jan. Abends spät. (A. Z.) Vial ist seinen Feinden zu Palermo glücklich entkommen und gestern Abend mit 160 Verwundeten in Neapel angelangt. Diese wurden provisorisch in
Jeiner Kaserne bei der hiesigen Darsena untergebracht und empfingen
vom Könige einen Besuch und freundliche tröstende Worte. Ueber die Rettung und Flucht der weiblichen Bewohner des. Königlichen Palastes zu Palermo sind hier viele abenteuerliche Umstände verbrei⸗ tet. Auf beiden Seiten soll in den Tagen des 24. und 25. Januar viel Blut geflossen sein. Die neue sicilianische Regierung hat dem Könige die Hauptpunkte der constitutionellen Verfassung zur Unter⸗ schrift herübergeschickt, und man ist auf den Ausgang aufs höchste gespannt. In Salerno und Umgegend sollen kleine Scharmützel statt⸗ gefunden haben, und das Ausbleiben des abruzzischen Couriers läßt ebenfalls nichts Gutes ahnen. Auch in Calabrien regt es sich Bis Mittags 4 Uhr blieb das Militair in Schlachtordnung auf dem Schloß⸗ platze u. s. w. stehen. Kleine Pikets und Einzelwachen in deren Nähe waren an verschiedenen Punkten aufgestellt. Da verbreitete sich plötzlich das Gerücht, der König habe erklärt, die Vorschläge, welche das neue li⸗ berale Ministerium machen werde, annehmen und durch 21 Kanonenschüsse eine constitutionelle Verfassung verkünden zu wollen. Gleich darauf zo⸗ gen die Truppen in die Kasernen ab, die Bürgermiliz theilte sich in kleine Patrouillen (manche Bürger in Civiltracht, mit Hut oder Mütze, die Flinte auf dem Rücken), durchzog statt der Königl. Militair⸗ Patrouillen die Stadt, und auf den Gassen, auf den Balkonen harr⸗ ten Tausende der 21 Constitutions⸗Schüsse. Sie blieben aus, ein heftiger Regen ergoß sich, die Bevölkerung zerstreute sich und harrt auf morgen, sich damit tröstend, daß Se. Majestät und die neuen Minister eine so wichtige Sache nicht so schnell beenden können, und daß die neue Verfassung jedenfalls bei Sonnenschein und nicht bei Regen das Licht der Welt erblicken müsse. Und in der That arbeiten die Minister fortwährend mit dem Könige im Conseil. Die letzte Nacht dauerten die Versammlungen bis drei Uhr Morgens. Ueberall werden Kokarden genäht, überall reibt man sich hoffnungsvoll die Hände. Die Stadt ist ruhig. Gestern bot der Toledo ein buntes, reichbewegtes Bild eines sehr kriegerischen Karnevals dar; an vielen Punkten lie⸗ ßen sich Volksredner vernehmen, welche auf leicht faßliche Weise Wünsche, Hoffnungen und Leidenschaften erregten; schöne Damen riefen bravo, coraggio dazwischen und trugen die Trikolor⸗Kokarde an Kopf und Busen. Vermittelst des sehr beliebten und sehr konserva⸗ tiven Don Placido versuchte man eine Contre⸗Revolution zu organi⸗ siren und die höheren und mittleren Stände durch Furcht vor Raub und Plünderung einzuschüchtern. Gegen Bestrebungen dieser Art bewies sich die Bürgergarde besonders thätig und nützlich. Sehr auffallend war es, in der Allg. Ztg. vom 18ten d. das Gerücht des sicilianischen Aufstandes an der wiener Börse zu lesen, da doch die Revolution erst am 12ten ausbrach. Aus der schlagenden Aehn⸗ lichkeit der jetzigen historischen Fakta mit den früher in Neapel aus⸗ gesprengten Gerüchten erkennt nun Jedermann deutlich die vollstän⸗ dige, ziemlich gut organisirte Verschwörung.
Neapel, 29. Jan. Morgens. Bisher hatten alle Evvivas, Fuggis und Trikolor⸗Demonstrationen in Neapel den intermittirenden Tertiantypus, und somit sieht man heute einer neuen Bewegung ent⸗ gegen, es sei denn, daß der König durch eine Constitution Alles be⸗ ruhigen möchte. Die Neapolitaner trösten sich damit, daß sie jetzt redlich das Ihrige zur allgemeinen italienischen Bewegung beigetragen. Es zweifelt Niemand daran, daß Alles kopfüber, kopfunter gehen werde, sobald die Provinzialen heranrücken; der Muth würde dann wachsen und sich vertausendfachen, die Häuser würden sich vielleicht wie in Palermo in Festungen verwandeln, und Schweizer und Königl. Truppen unter herabgeworfenen Marmorplatten und schweren Mobi⸗ lien ihr Grab finden. Die Generale Lecca und Statella beruhigten das Volk auf freundliche väterliche Weise und versprachen Alles. Letzterer zog gleichsam an der Spitze der bewegten Volksmasse den Toledo herunter; er rief mit: Evviva il Re! Als er aber bis zur Mündung der langen Gasse auf den Schloßplatz gekommen war, bediente er sich einer kleinen Kriegslist; er wendete sich um und sagte: „Bis hierher, meine Herren, und nicht weiter.“ Darauf sperrten Husaren das Vordringen zum Schlos
sse, und Kanonen fuhren auf, um den Toledo mit Kugeln zu durchstreifen. Der König empfing seiner⸗
Nazionale! Sogar den guten Ibrahim Pascha, der in seinem Wa⸗ gen das Schauspiel mit ansehen wollte, ließ man leben: „Viva Ibrahim Pascia!“ Der König durchritt die ganze Stadt, begleitet von seinen Adjutanten. Im Anfang sah er ein wenig angegriffen und sehr verdrießlich aus, bei seiner Rückkehr jedoch hatten ihn die Zeichen allgemeinen Jubels und Dankbarkeit etwas erheitert, auch hatte er hier und dort mit den Leuten gesprochen und ihnen die Hände gedrückt. Keine Unordnung fiel bei all diesem Gedränge in den Mit⸗ telpunkten der Stadt vor, dagegen ergaben sich solche in den entle⸗ genen Quartieren der Stadt, denn da die ganze friedliche Revolution von den höheren und Mittel⸗Klassen ausgegangen und die beste Ordnung fortwährend erhalten war, so fand das Lazzaroni⸗Gesindel, das in politi⸗ schen Dingen ohnehin niemals mit jenen Klassen sympathisirt hatte, seine Rechnung bei einem solchen friedlichen Drama nicht. Sie hatten gehofft, entweder wie 1820 von den Leitern der Bewegung bezahlt zu werden, oder wie bei dem Einzug des Kardinals Ruffo im Jahr 1799 rau⸗ ben, plündern und morden zu können, je nach der Partei, zu deren Gunsten sich der Sieg entschieden hätte, oder auch gelegentlich ohne Unterschied der Partei. Ueber die Täuschung eufgebracht, verfolgten sie mit Schimpfworten und Steinwürfen alle diejenigen, die sich in den Nebenstraßen mit den Constitutions⸗Farben sehen ließen, raubten und stahlen, wo ihnen die Abwesenheit der Hauseinwohner dazu irgend Gelegenheit bot. Einige freilich wurden von der Bürgerwache nieder⸗ gestoßen, viele Andere abgefaßt und unter guter Eskorte in Gewahr⸗ sam gebracht, wo sie es diesmal theuer bezahlen dürften. Hätte sich diese Bürgerwache oder National⸗Miliz nicht so musterhaft in dieser verflossenen Woche benommen, so hätte der Pöbel die Ueberhand ge⸗ wonnen, und die beklagenswerthesten Ereignisse hätten daraus entste⸗ hen können. Sie verdient aufrichtiges und allgemeines Lob; sie hat ihre Aufgabe auf die ehrenhafteste Weise gelöst. Da sie zu schwach gewesen wäre, um allein allen Anforderungen des Augenblicks zu ge⸗ nügen, so schlossen sich ihr freiwillig die angesehensten Einwohner der Hauptstadt an, und man sah die reichsten Gutsesitzer, Banquiers und Kaufleute, worunter viele Männer von 50 bis 60 Jahren und mehr, in Bürgerkleidung, aber bewaffnet, auf die Wacht ziehen, um die Dienstpflichten dieser Milizen zu theilen. Heute ist nun wieder Alles in das gewohnte Geleise zurückgekehrt, und man sollte meinen, daß nicht der geringste Vorfall von Wichtigkeit vor zwei Tagen hier stattgefunden hätte. Kaum sieht man noch hier und dort eine drei⸗ farbige Kokarde, und der größere Theil der Bürgergarde ist wieder zu den gewohnten friedlichen Gewerben, die während einer Woche unterbrochen werden mußten, zurückgekehrt. Geduldig erwartet Je⸗ dermann die Erfüllung des Königlichen Wortes, das der Monarch in zehn Tagen zu lösen versprach, um dem ganzen Reiche eine neue Aera zu eröffnen, welche, dem Wortlaute des Dekrets zufolge, der gegenwärtigen Civilisation entsprechen soll.
Genua, 2. Februar. (S. M.) Die Nachricht von der nea⸗ politanischen Constitution verbreitete hier einen unglaublichen Jubel. Man umarmte sich allenthalben auf den Straßen, beschloß sogleich eine Dankfeier in der Annunziata und Beleuchtung der Stadt. Wie gewöhnlich war gestern Abend Alles auf den Beinen. Die lang ver⸗ klungenen Evvivas tönten durch die Luft, vermehrt durch la costitu-⸗ zione, la Sicilia, noi fratelli Siciliani ꝛc. (unsere sicilischen Brüder.) Auch die alten Hymnen erschallten wieder mit verdoppeltem Jubel nach der unfreiwilligen Pause; es schien wirklich, als wollte sich Jeder für das Schweigen der letzten Wochen entschädigen. Aber eine andere Farbe hatte dieser Abend doch, im Vergleich mit den früheren. Das schöne Vertrauen der Regierung scheint gewichen, und es war eine ziemlich starke bewaffnete Macht ausgerückt, zum Theil auf den Plätzen aufgestellt, zum Theil durch die Stadt patroutllirend, doch soll nicht die geringste Störung vorgefallen sein. Am bewegtesten war es vor dem Hause des neapolitanischen Konsuls, dem man die allgemeine Theilnahme und Freude nicht genug beweisen zu können glaubte. Er dagegen, ein einfacher, alter Mann, den sie Tages vorher genug erschreckt hatten durch die Forderung, den angeblich versteckten Delcarretto herauszugeben, wollte gern alle Parteien zufriedenstellen, band alle Fahnen der vereinigten Länder, die Piemonteser, Tos⸗ kaner, Römer und Neapolitaner, an einander und hängte dieses un⸗ geheure Stück zu seinem Fenster hoch oben heraus, daß es bis auf die Straße reichte. Die verbotenen Kokarden des vereinigten Italiens kamen auch wieder zum Vorschein, Alles trug sie. Es hieß, der Regierung sei bang, es werde das Verlangen, auch eine Constitution zu haben, losbrechen; bis jetzt hielt man es noch zurück. Heute ist Festtag (Maria Lichtmeß), eine günstige Veranlassung, den Jubel fortzusetzen, auch ist das Wetter schön, und einmal wieder ins
Daß der Königin Christine
—
überall Königliche Ehrenbezeugungen er⸗ wiesen werden, kümmert den Siegesherzog eben so wenig, als daß er, als Unterthan, in ihrer Person die Mutter seiner Königin belei⸗ digt. Er klagt vielmehr laut, daß man absichtlich hier seine Würde verletze, um ihn zu zwingen, die Hauptstadt zu verlassen. Seine Schmeichler hatten beschlossen, ihn vor seiner von einem Tage auf den anderen verschobenen Abreise öffentlich für die angeb⸗ lich ihm widerfahrene Demüthigung zu entschädigen. Schon vor⸗ gestern wurde bekannt gemacht, daß Espartero gestern der Vorstellungt im Theater la Cruz beiwohnen würde, und da man darauf gefa sein konnte, sich an einem zweifachen Schauspiel zu ergötzen, so wurde der Eingang mit schwerem Geld erkauft. Sobald der Siegesherzog erschien, entblößten alle ihm huldigenden Personen ihre Häupter und erhoben sich in den Zwischenakten von ihren Sitzen, was selbst in Gegenwart der Königin nicht geschieht. Einige ihm gezollte Aus⸗ rufungen, die er durch das Schwenken seines Schnupftuches erwie⸗ derte, wurden zwar bald durch das Zischen weniger heroisch gestimm⸗ ter Personen unterdrückt, gegen das Ende der Vorstellung aber wur⸗ den zwei Tauben nach der Loge des Siegesherzogs losgelassen, die dieser entgegenzunehmen sich herabließ. Aus allen Proviuzen Spaniens werden übrigens Adressen an den Siegesherzog gerichtet, welche von dichterischer Begeisterung strotzen. In einer derselben heißt es: „Das Vaterland wurde von Zuckungen ergriffen, als es den angenehmen Athem des Herzogs witterte.“ In einer anderen: „Das Leben Sr. Excellenz des Herzogs dient dem Wohl der Königin als Hypothek.“
Daß der Aufstand in Catalonien keinesweges beendigt ist, unter⸗ liegt keinem Zweifel. Am 15ten v. M. fügte der Karlisten⸗Chef Vilella mit 250 Mann den Truppen der Königin eine blutige Niederlage zu. Der Chef Boquica griff mit 150 Mann am 18ten eine Abtheilung Soldaten bei Manresa an und schlug sie zurück. Am 24sten brach die Besatzung von Lerida auf, um 200 Karlisten, die sich auf der Heerstraße von Aragonien zeigten, zu verfolgen. Am folgenden Tage wurden in Lerida zwei gefangene Karlisten unter Umständen erschossen, die ich ihnen hier so mittheile, wie das ultramoderirte Blatt el Faro sie heute erzählt. „Der eine der zum Tode Verurtheilten, Porta, vollzog Morgens um acht Uhr seine Trauung, welcher drei zarte Kinder beiwohnten, die hinnen sechs Stunden ihres Vaters beraubt sein sollten. Als es zwei Uhr schlug, verfügten die Verurtheilten sich auf den Richtplatz, wo die tödtlichen Kugeln auf sie abgefeuert wurden. Porta blieb auf der Stelle todt; nicht aber Balagué, auf den man noch zweimal schießen mußte, worauf man ihn für todt hielt. In dieser Voraus⸗ setzung kam der Todtengräber herbei, um die Leichname zum Begraben abzuholen, und nachdem er jeden derselben in seinen Sarg gelegt hatte, fuhr er sie nach dem eine Stunde weit entfernten Gottesacker. Zufälligerweise lud der Todtengräber zuerst den Leichnam Porta's ab, und während er ihn begrub, bemerkten einige Personen, die bei dem Wagen, auf welchem der Körper Balagué's lag, gerade vorbeigingen, daß dieser noch athmete, und berichteten es dem Todtengräber und dem Ortspfarrer. Letzterer ließ Balagué aus dem Sarge nehmen und fand, daß er noch am Leben war. Man reichte ihm ein Glas starken Weines und brachte ihn in das Hospital de wo er Abends verschied.“ 8
3 pCt. 28 ¼ 5 pCt. 16 ½.
Handels- und Börsen-Nachrichten. Berlin, den 12. Februar 1848.
Eisenbahn-Actien.
Zt.
Volleing. 0. Schl. Lt. A 38 103 ½ G. Amst. Rott. 8 do. Prior. 4 Arnh. Utr. 0. Schl. L. B. 3 ½ 98 excl. Div. b Berl. Anh. A. Pts. Mgdb. 4 90 etw. b do. Prier. do. Pr. B. 4 92 ½ B. Berl. Hamb. do. do. 101³ bz. 100 ¼ bz. u. B. Rhein. Stm. 84 ½ B. 110 ⅞ G. do. Prior.
do. St. Pr. do. v. St. gar. do. Prior. Sächs. Bayr. Chem. Risa. “ Sag.-Glog. Cöln. Mind. 3 ½ . I“ do. Prior. do. Prior. 4 ¼ 8 do. do. Cöth. Bernb. St.-Vohw. Cr. 0 b. Sch. do. Prior. Dresd. Görl. Thüringer.
do. Prior. Berl. Stett. Bonn-Cöln. Bresl. Freib.
drouze her, einem Konservativen, der nicht die Personen, wohl aber das System der Verwaltung geändert sehen will; das zweite von Herrn Darblay, einem früher sehr einflußreichen Konservativen, seit Beginn dieser Sitzung aber zur Oppesition übergegangen, der Personen und System geändert wissen will. Man weiß noch nicht, ob das Kabinet, um Spaltungen in seiner Majorität zu vermeiden, das Amen⸗ dement Sallandrouze's annehmen und für die Zukunft Reformen in Aussicht stellen wird. Das dritte Amendement ist von Herrn von Genoud e, dem Redacteur der legitimistischen Gazette de France, vorgeschlagen. Es lautet also: „Man würde den Bewe⸗ gungen zuvorkommen, wenn die großen Staatsgewalten, anerkennend, daß es ältere und höhere Rechte gebe, als die der Regierungen und die der gesetzgebenden Körperschaften, diese Rechte in die Charte aufnähmen und Frankreich eine Vertretung gäben, welche auf der allgemeinen Theilnahme der Bürger an den Deputirtenwahlen beruhte. Nur auf diese Weise kann die Vereinigung dieser Gewal⸗ ten den Frieden nach außen erhalten, im Innern Ordnung, Freiheit
seits mehrere, den obigen Demonstrationen ganz Entgegengesetzte; un⸗ ter Anderem versicherte der General Stockalper (Schweizer) den Kö⸗ Singen gebracht, werden sie nicht so bald wieder verstummen. nig aufs neue der Ergebenheit der Schweizertruppen, woran übrigens 8 weder der König, noch sonst Jemand zweifelte. Delcarretto ward (wie S p a 8 1 e n. 8 bereits gemeldet) im Namen des Königs von den beiden Lieblings⸗⸗ 3 Madrid, 1. Febr. Das Geburtsfest der Herzogin von Adjutanten des Königs, Steiger (Schweizer) und Nunziante, Abends Montpensier wurde vorgestern hier bei Hofe auf das feierlichste be⸗ 10 Uhr (den 26. Januar), als er im Bexgriff stand, das Schloß zu gangen. Um zwei Uhr Nachmittags empfing die regierende Königin Löb. Zittau. verlassen und nach Hause zu fahren, nicht eigentlich verhaftet, sondern das diplomatische Corps und darauf die Minister, Granden, Beam⸗ AMagd. Halb. auf ein Dampfschiff gebracht. Man zerbricht sich den Kopf, was aus ten und Offiziere zum Handkuß. Auch der Siegesherzog erschien, nl1agd. Leipz. Delcarretto geworden. Der Capitaiu des Dampfschiffs soll Depeschen nicht aber die Königin Christine. Das Erscheinen Espartero's war do. Prior. empfangen haben, welche erst in einer gewissen Entfernung von Nea⸗ um so auffallender, da er sich bereits vor einigen Tagen von der Kö⸗ Seeen. pel zu eröffnen gewesen. Bei Salerno fand bereits ein für die Kö⸗ nigin Isabella verabschiedet hatte. Nach Beendigung der Cour ver⸗ enas niglichen Truppen nicht ganz günstiges, kleines Gefecht statt. fügten die Minister, die Mehrzahl der Senatoren und Deputirten und 88 “ Neapel, 29. Jan. Nachmittags. Die Constitution ist da! andere Personen, denen es F lag, sich der Königin Christine IIII f % Stad I Betanla ng e Geburtsfestes der präsumtiven Thronerbin bemerk⸗ 4 24 Ungeheurer Jubel erfüllt die Stadt. Um 10 Uhr diesen Morgen er⸗ bar zu machen, sich in das Hotel jener Dame, um ihre Glückwünsche schien das Königl. Dekret. Um 12 Uhr ritt der König, gefolgt von bar ze een, sich as L - hre C sch
; 3 1b spreche Darlegung b rer Ergebenhei den Grafen Aquila und Trappaui, durch den Toledo und wurde mit auszusprechen. arlegung besonderer Ergebenheit
Diese geräuschvolle Darl Enthusiasmus begrüßt. Freilich ist der Schloßplatz mit Truppen be⸗ wird auf verschiedene Weise ausgelegt, indem man sich erinnert, daß setzt, aber das thut dem Jubel keinen Abbruch. Ueberall, auf Dä⸗ bei Gelegenheit der erstgeborenen Tochter Marie Christinen's eine
. G “ solche nicht stattfand. „ Balko an Brust und Busen, am Herzen des Prinzipe 6 16“ 8. v eö Kokarde 8 v Abends war bei Hofe großer Ball, zu welchem der Gouverneur 1 LU Lgz 7 L E 8
1“ Die National⸗ send Einladun ausgegeb garde bildet sich. Der Duca di Serra Capriola hat freilich erst nach adungen ausgegeben
hässige einer solchen Zoll⸗Erhebung zu einer Zeit, da man sich ver⸗
einigen möchte, den inneren Verkehr zu erleichtern, ist auffallend.“ talien.
NRom, 28. Jan. (N. K.) Vor kurzem ist ein Delegirter
(Signor Mazza) nach der Romagna abgegangen, um einige mit der
Düss. Elberf. Whb. (C. O0.) do. Prior. do. Prior. Gloggnitz. Zarsk Selo. Hmb. Bergd. Kiel-Alt.
Lpz. Dresd.
vorgerückter Zeit werden die Wahlen in den eidgenössischen Justizstab und i- das Kriegs⸗Kommissariat verschoben, dann noch zwei Anträge des Kriegsraths verlesen, der eine für Einladung an die Regierung von Luzern zu Ertheilung einer Entschädigung an Major Schindler wegen seiner ausgestandenen Haft, der andere für Uebernahme der Kosten für den letzthin eingerichteten Staffettendienst zwischen V“ . 1 7 “ Aar Bern it circa 4 - 11““ uliverschwörung zusam hängende Partialprozesse z ruiren. Aargau und Bern (mit circa 1169 Fr.) durch die Eidgenossenschaft. 8 EE111“ G zu G Diese Anträge, nebst Regulirung der Geld⸗Angelegenheit von Schwyz .“ Hoftzüngesch ast nanci “ g 9' ““ Freibure AH Gailer. b. genannte „H ngsschaare battaglioni della speranza) gebildet, Fsetbues fur A4““ bien 7 d. h. militairisch organisirte Schaaren von Knaben, die sich unter der 1111“” ächste Ce zunc Fa enoe8, en. .. ruar. Leitung erfahrener Offiziere im Waffendienst üben. In Bologna be⸗ Für die Stelle eines eidgenössischen Kanzlers hat sich bis jetzt blos siehen zwei solche Bataillone, in welche die ang esehensten Bürger und ein Arzt, Stöcklin von Emmen, Kantons Luzern, gegenwärtig in Nobili 68 Se 1 ben aufnehmen lassen TZe GG EE11 gemeldet, 58* Aargau nun den jetzi⸗- Der Minister Innern, 8 desfen Geschäftskreis die oberste en Staatsschreiber Schieß hierfür vorschlägt. “”] .“ EEe““ a 8 (St. 1Nc; Erz.) erstr niaswe die Hälfte der Tag Leitung der offiziellen Gazz. di Roma gehört, hat sämmtliche Prä⸗ Sv e h 4 g⸗ sidenten der Provinzen aufgefordert, diesem Blatte Berichte über Vor SEE 1 Ss NH sidenten der Provinzen aufgefordert, diesem Blatte Berichte üͤbe Vor⸗ 8 Entwickel I““ eng, be bbeeäe g seß II gänge von allgemeinem Interesse einzusenden, „um sowohl den Staats⸗ und deren, ntwickelung gewährleisten, so wie das Gebäude gründen 1“ kundesste ersfe. . agsatzung sich vertagen. Angehörigen als den Ausländern unsere moralischen und bürgerlichen unter welchem künftige Generationen einst glücklich leben werden „. Für laufende Fälle hat der Boror geünts I6“ Fortschritte zu zeigen.“ Endlich hat Herr Lesseps anstatt der Fassung des Entwurfes als Gesandten, die nun an die Bundesrevision gehen. Die eidgenössischen
Amendement den Zusatz eingereicht: „Sire, eine absolute Hingeb Repräsentanten aus Wallis, Franscini und Dr. Frey, sind, auf ihrer heifin⸗ ’ 1 981— 1e Sld. öö d lleinigen Dienst des Vaterlandes absolute Hingebung Rückreise nach der Heimat begriffen, in Bern angekommen Prüfuug des von der Staatskonsulta vorgelegten Entwurfs ihres innen e 5. 18b 8 Nogio 18 Vaterlandes und die allgemeinen In⸗ Dr. Fur 8 sseeie nbh⸗ auf - Koll ktiv Reglements. Die frühere Angabe, Se. Heiligkeit habe die Ver⸗ des Palastes nicht weniger als dreitaus eressen der Nation, die höher als je e 7 8 r. Furrer arbei an der Antwort ie Kollektivnote. D. 1 1“ H 1 b 8 1 13 8 öher als jedes andere Interesse stehen, be⸗ ₰ g 8 d 8 Sonderbundsfeld; 8a. S. öffentlichung der Verhandlungen der Konsulta bereits bewilligt, war Linigem Zögern dies erste Defret unterzeichnet, aber das thut der ständige Treue für das Prinzip, aus dem die Juli⸗Revolution her (O. P. A. Z.) In dem letzten Sonderbundsfe dzuge stellte Zü⸗ d” enwe eweise RSWeeeidun einigem Zöge 8 zeichnet, —
Revolution her⸗ rich zur Armee 13,075 Mann, 28 Kanonen. Bern 23,247 M., 54 K emnach voreilig. Begreiflicherweise ist man auf die Entschetrnan
hatte. Unter den eingeladenen Personen befanden sich auch solche, 1 das sind die Mittel - Freude keinen Schaden. Der Toledo, die Hauptstraßen der Stadt. die der Marquis von Mirastores in seinen eigenen Salons nicht zu⸗ 4 S. 5 568 1 9 5 28 1 1 1 2 re 2 2 S . 2 †. „ 8 en, um das Gebäude zu befestigen, welches diese Revolution gegrün⸗ 540 M 74 K Bas Uland 2052 M r9 „ 4 K. Baselsta i 1 — derall d 540 „ 4 K. Baselle 2052 M.
lassen würde. Die junge Königin widmete sich, wie der Heraldo 8as Schaffhausen 1332 M.“ Ap⸗ E““ 18 E 85 . (Monf. Naen Illumination entgegen. Es lebe der König! schallt es überall. “ 1 zuge⸗ Faagdem der nrsche andas⸗Rehahen der Fieerens emshöfüte EEET“ C“ Veröffentlichung vffen 76 b Mons vafanaben wünstten, daß Neapel, 31. Jan. Der hervorragendste Name des neuen gar nicht und zog sich mit der Königin Christine um ein Uhr zurüick. enäbch 1ngche, 7 was hesgenge En echerung AGV“ dns 3115 Aöae aahs 28 198 aü. 32 n gan “ die Verbffenülichung ve Vee ig mit der 8 betreffenden Beschlüsse Ministeriums ist der des Minister⸗Präsidenten Serra Capriola, so Der Heraldo geht in seiner Galanterie gegen die regierende Kö⸗ fertigte, Herrn Marie be⸗ 8 Bantett ö“ willge) 226 M. Nerrenburg (Feelaltge) 1 82- F Genc 2781or, des Minister⸗Raths stattfinde. Endlich hält man “ 68 F wie des Präsidenten der Staats⸗Consulta, Duca di Cassaro, der seit nigine die gewiß auch die Königin 8 war, so weit, heute nen Rede erwähnt hatte, worin das Eigenthum, die Familie und das Bür⸗ 4 K. Luzern, Zug, Freiburg (Freiwillige) 12 M. Gesammtzahl des Auswärtigen und Conseil⸗Präsidenten, Kardinal re vhil ist nch der Schwefelgeschichte in Ungnade war. Allgemein bedauert wurde sein Bedauern auszudrücken, d96 Fer Ba 1 schönsten. Zierde, gerthum heftig angegriffen worden seien, nahm Herr Marie das Wort] der Mannschaft 98,862 M Gesammtzahl der Kanonen, nebst 488, Freund der Oeffentlichkeit. Die Stimmung der übrigen Minister is der Austritt Spinelli's, doch hofft man, es werde diesem fähigen, nämlich der Gegenwart der Prinzessin, zu deren Ehren er stattfand, and behauptete, die radikale Partei, welche sich allertings den Resormban⸗ die sich auf den Wällen Genfs befanden, 250. Das So⸗ wedunds’ vicht bekannt. Vri hochgeachteten Manne bald wieder Platz im Ministerium gemacht entbehrte. 8 ketten angeschlossen habe, deren Gesetzlichkeit nicht bestritten werden könne, G“ c7 üiber 10,000 M. 15” 8. Ind batt 8 ch v.. freungs⸗ In dem politischen Prozesse, in welchen der Prinz von Canino 1 werden. Noch an demselben Abend erfuhr man die positive Unter⸗ Noch eine andere Person wurde auf dem Balle vermißt, — der 1c116u14* Umsturzlehren nonen ar nicht über 40,000 Mann stark und hatte höchstens 60 Ka⸗ nebst mehreren Anderen verwickelt ist, hat der Papst auf Ansuchen 1 zeichnung des Constitutions⸗Dekrets, welches am nächsten Morgen Siegesherzog. Er hatte keine Einladung erhalten, weil er nicht für VZ“ 8 8 “ 8 CC““ . des Prinzen zugestanden, daß die J’ee von dem Eide der veröffentlicht werden sollte. Man erwartete diese Veröffentlichung gut befunden hatte, sich seit seiner Ankunft der Königin Christine vor⸗ anen senn sice Belns gengeme csicee'wadügg Verschwiegenheit entbunden und der Prozeß nach dem ordentlichen unter Salven der Forts und Aufpflanzung der Fahnen, allein nichts zustellen. Da das Unterlassen dieser Pflicht der Artigkeit hier als 2 [Gem. Partei wolle kein Schreckens⸗System; sie achte das Eigenthum und die Verfahren behandelt Lb E“ b 1 1 von dem allen geschah; man beschränkte sich darauf, einfach das De⸗ eine Haußt. Staaisbegebenben benachte uge un 88 geehe 8 Familie; sie erkläre laut, daß bei Kommunismus weder Moralität noch Auch der Preeal s 1 88 L gleich 185 M8 kret an den Straßenecken anzukleben. 8 Allgemeiner Jubel erfolgte, die Anspruchslosigkeit und Erhabenheit der Gesinnungen des „Lieblin⸗ VIE „Wir wollen“, sagte der Redner, „die National⸗ Bologna ehne Abseste, d fgbe erfaaht 6 Proslnß n t. eit auf 8 nh eine ungeheure Menschenmasse strömte aich G 17 5 5 eee 1” hie ,g Fhene. so führe ich * 2 . 1 3 Srt. † 8 6 chmü 1 Earh; 89 8 8 2 d Wor 0 8 8 cht⸗ Gleichheit der Nrcheg ennh 9.3 do in digen Daae weiß Snn, * 89. vnsatetngg der Landesvertheidigung zu dringen. he⸗ Süh. ech h Sn vnde ater gaz en und Ssatich 5 fert 1 suchte. 9 8 ehe nt , sagte er, „in M b8 Christigen ni —— sagt, es gebe keine Klassen meh “ Ich weiß wohl, rans Auf die Nachricht von der Ertheilung einer Verfassung in 86 9- mit; euten, we ch arbig 8 9 Fetigen fe k-. „JIch 4 ahr a, zi Mane CEhr 168 n. Verstehen wir uns ge ehr, es gebe in. Frankreich nur noch Bürger. Auf 2 86s Fanzal 8 g 8 “ wehen ließen, fuhren den ganzen Nachmittag den Toledo und die Chiaja] länger eine Königin, sondern nur die Herzogin von? janzares an. Ihr Crosab. Posen 8 e Saülen v; 12.2, g das Land in zwei Zonen, getheilt; Neapel begaben sich eine nzahl Bürger von Bologna zu dem auf und ab, und des Lebehoch⸗Rufens war gar kein Ende. „Viva Pa- Gemahl hat keinen höheren Rang, als ich, und hatte also die Ver⸗ c6. Ens h S gesetzliche, in die andere das ungesetzliche Land dortigen Kardinal⸗Legaten und stellten demselben vor: um das lermole war der hauptsächlichste und allgemeine Ruf. Vi a Consti-
habee 1 este such zu machen. Da er dies unterließ, Oꝛscpr. Pfandbr. in die eine haben ost 900 bss a. der⸗ G nd seh 7 — a. 1 U s i- pflichtung, mir den ersten Besuch zu machen. dies unterließ, Itixsʒs I“ versetzt, in der an⸗ Vertrauen des Volkes zu der päpstlichen Regierung zu erhalten, tuzione! Viva il Re! Viva P'stalia! Viva Pio IX! Viva la Guardia so würde ich mich erniedrigen, wenn ich seine Gemahlin aufsucht pomm. 48.
108 ¾¼˖ 6G. exel. Quit. Bog. à 4 9% 118 B. 117 ¼ Aach. Mastr. 30] 72 ½ B.
— Berg. Mrk. 75 B.
— Berl. Anh. B. 45 108 bz. u. G. Bexb. Ludw. — Brieg-Neiss. —
Thür. V. 20 — 102 ½ B. ¼ G. Magd. Witt. 60] 66 ½ 67 66 5466 ¾ bz. u. B. 101 ¾ bz. u. G. Nrdb. F. W. 75 55 ⅛ a bz. u. G. — Ilstarg. Pos. 80 81½ B. (Sechluss der Börse 3 Uhr.)
Die Börse war heute sehr geschäftslos, und beschränkten sich die Umsätze auf Bewegungen, die abermals in Magdeb. Wittenb. statt- fanden. Im Allgemeinen war die Stimmung matt, nur Bank-Antheile sind neuerdings gestiegen.
mechsel-Course.
4
—=gg.
86 B. 85 ½ G6. 94 ½¼ B. 94 G6.
-
—
—Vn
Brief. Geld 143 ½ 143 ⅔ 1521 151 ⅔ 151 ½ 151 ½ 8 8
2 Mt. Kurz 2 Mt. 3 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt.
Tage
250 Fl. Ilamburg 300 Mk. do. 300 Mb. 1 Lst. 300 Fr. 150 Fl. 150 Fl. 100 Thlr.
100 Thlr.
2 Mt. 100 PFl.
2 Mt. 100 SRbl.] 3 Wocben Petersburg . tifwacs.
venherhe Fonds, FPfgnr-, FTorunal- Papiere ed.; geld- Course. 8
Zf. Brief.
Kur- u. Nm. Pfdbr. 3 —, Schlesische do. 3 ½⅔ — do. ELt. B. gar. do. 3 ½ — Pr. Bk-Anth.-Sch —8 — Friedrichsd'or.
And. Geldm. à5th.
Disconto.
Amsterdam “ 250 Fl. Kurz
London
Augsburg .. Breslau ..
Leipzig in Courant im 14 Thlr. Fuss..
Frankfurt a. M. südd. W.
Sitzung vom 7. Febr. Heute wurde die dargebotene Kosten⸗ Garantie von Freiburg angenommen und Aufhebung der Oeccupation dieses Kantons beschlossen. Ueber die von Schwyz dargebotene Sicher⸗ heit dagegen, welche die Kommission für ungenügend erachtete, ergab sich keine Mehrheit. Zum Kanzler wurde erwählt Herr Staatsschrei⸗ ber Schieß mit 20 Stimmen; 2 fielen auf Herrn Am Rhyn. Vor⸗ gelegt wird noch ein Bericht der eidgenössischen Repräsentanten in Luzern, welcher scharfen Tadel gegen das neue Spoliations⸗Dekret des dortigen Großen Raths ausspricht; derselbe soll sämmtlichen Ständen mitgetheilt werden
St. Schuld-Soch. Seeh. Präm. Sch.
K. u. Nm. Schuldv. 12
8
à 1„ 72 13 ½ 1112
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